Coyote Buttes South – Oder: Planung ist alles :-)

Im letzten Jahr hat Wolfgang mir eine ganze Reihe von Wegpunkten samt Übersetzungsliste per E-Mail geschickt. Während der Fahrten zum White Pocket und zu den Coyote Buttes South haben wir dann ein paar Tippfehler entdeckt. Morgen soll es nun erneut zu den Coyote Buttes South gehen. Es ist schon 20h und ich sitze im Motel an meinem Notebook und versuche via Mapsource die Route zusammen zu stellen. Auf der Festplate gibt es noch den aufgezeichneten Track zum White Pocket. Den kann man theoretisch bis auf die letzten Meilen komplett abfahren. Ich lösche also alle Wegpunkte Tracks und Routen im GPS. Danach überspiele ich mir den einen Track und ein paar Wegpunkte auf das GPS. Im Internet finde ich bei Panoramio die Koordinaten der Chess Queen und des Worldcup. Diese beiden tollen Gesteinsformationen wollte ich schon im letzten Jahr besuchen. Leider habe ich sie dann vor lauter WOW ganz vergessen. In diesem Jahr möchte ich sie gern finden. Mal sehen ob der Plan funktioniert!

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Um 21h30 wandere ich schnell noch mal auf die andere Straßenseite in den Safeways. Dort gibt es noch zwei Sandwiches, die können wir morgen prima als Frühstück mitnehmen. Dann noch ein frisches Baguette – prima! Nach einer kleine Brotzeit im Motel geht es dann um 22h ins Bett. Morgen ist die Nacht um 4h30 zu Ende. Bevor wir zur Lotterie wegen der Wave-Permits fahren möchten wir noch kurz den Sonnenaufgang bei, Toadstool Hoodoo erleben. Danach dann die Lotterie und dann Coyote Buttes South. Wenn wir einen Permitt gewinnen geht es übermorgen zu Coyote Buttes North – oder: THE WAVE 🙂

Ich werde berichten was alles passiert!

Gute Nacht!

Breezy afternoon – Oder: Die Geschichte mit der Tür

Nachdem der Sand aus den Haaren gewaschen ist fühlen wir uns wieder wohl. Nur was machen wir jetzt mit dem angebrochenen Tag? Vielleicht einfach mal zum Wal*Mart fahren? Okay, das klingt nach einem Plan! Ich habe alle Arten von Taschenlampen vergessen und eigentlich möchte ich ja in der nächsten oder übernächsten Woche mal zum Delicate Arch. Dieser Bogen war bereits im letzten nur kurz vor und nach dem Sonnenuntergang schön anzusehen. Allerdings wäre der Abstieg in der Dunkelheit ohne Taschenlampe eine gewisse ‘Herausforderung’. Also stöbern wir durch den Wal*Mart. Ich finde meine Taschenlampe! Ein Maglite – endlich – da habe ich 46 Jahre lang drauf gewartet 🙂 Aber nur ein kleines und es hat eine neumodische LED statt einer Glühlampe. Aber man kann sie mit drei normalen AA-Batterien betreiben. Davon habe ich mehrere dabei und ein Ladegerät dazu – super!

Dann kaufen noch ein paar lebenswichtige Dinge: Bier, Rotwein, Erdnüsse, Äpfel, Papiertaschentücher, Trinkflaschen und so weiter. Ganz zum Schluss noch zwei Sandwiches. Der gestrige Besuch im Steak-House hat uns 85$ gekostet. Macht man das täglich wird es irgendwann echt teuer. Also wollen wir einfach mal ein Sandwich essen. Nur wo? Vielleicht mit Blick auf den Lake Powell an der Wahweap Marina? Das klingt gut und es sind ja nur ein paar Minuten mit dem Auto.

Als wir am Abzweig zur Marina sind können wir den See fast nicht sehen. Ist das Regen?? Eigentlich hat der Wetterbericht ja Regen voraus gesagt. Wir biegen also nicht ab und denken uns, dass es spaßig sein könnte rauf zum Scenic View Point zu fahren und dort die Sandwiches mit Blick auf den See zu essen. Oben am Aussichtspunkt angekommen können wir eigentlich gar nichts sehen. Sandra hatte so einen Hunger, ihr Sandwich ist schon aufgegessen. Sie nimmt sich einen Schluck Wasser aus einer der Flaschen die noch so im Auto herumstehen. Später erfahre ich, dass dieses Wasser warm und abgestanden schmeckt und sie es eigentlich nur ausspucken wollte. Jedenfalls bin ich nicht schlecht überrascht als sie plötzlich die Beifahrertüre öffnet! Es geht ein Krachen durch das Auto und die Türe klappt nach vorn als wäre ein unsichtbarer Radfahrer dagegen gedonnert. Sandra ist erschrocken und springt gleich hinterher. Von außen versucht sie die Türe wieder zu schließen. Aber der Sturm ist so heftig, dass sie die Türe nicht zu bekommt. Außerdem rutscht sie auf dem Schotter am Aussichtspunkt immer wieder weg.

Während all das in wenigen Sekundenbruchteilen geschieht sitze ich unfähig zu jeglicher Regung mit meinem Sandwich (Truthahn mit Schweizer Käse) auf dem Fahrer sitzt und muss mit ansehen wie sich das schöne Sandwich in meiner rechten Hand langsam aber sicher in Sand einhüllt. Als es fast fertig paniert ist begreife ich den Ernst der Lage! Wohin mit dem Sandwich? Zurück in die Verpackung. Ich fasse meinen Türgriff so fest es geht und ziehe langsam den Hebel um sie zu öffnen. Der Sturm reißt mir die Türe fast aus der Hand. Ich lasse sie so gut es geht in den „’Endanschlag’ gleiten, steige aus und versuche Sandra zu helfen die Türe zu schließen. Doch sie lässt sich nicht schließen. Irgend etwas ist ausgehakt, wohl durch den kräftigen Schlag den sie abbekommen hat. Ich mache mir Sorgen ob sie sich überhaupt noch einmal schließen lässt. Sandra steigt ein und ich drücke mit aller Kraft die Türe soweit zu wie es eben geht. Sie hält sie von innen mit beiden Händen fest. Wie auf Eiern jongliere ich um das Auto, steige ein und ziehe mit aller Kraft meine Türe zu. Sandra ruft nur ich soll das Auto in den Wind drehen, eine gute Idee! Ich starte den Motor, setze etwas zurück und drehe das Auto dann um etwa 180°. Nun kann man kaum aussteigen, weil der Wind mit aller Macht gegen die Türe drückt. Das habe ich echt noch nicht erlebt! Irgendwann bin ich draußen und ziehe Sandras Tür mit aller Kraft wieder auf. Sie ruft etwas, aber ich kann sie wegen des Sturmes nicht richtig verstehen. Dann fingert sie zwischen der Tür und der A-Säule herum. Wenn die Türe jetzt zuklappt hat sie alle Finger gebrochen! Ich klammere mich so gut es geht an die blöde Autotür. Schließlich hat sie die Ursache behoben und einen Hebel dahin gedrückt wohin er gehört. Nun kann ich die Türe schließen, endlich!!

Wieder rum ums Auto, nun kriege ich meine Türe nicht auf. Solch einen Sturm habe ich echt noch nicht erlebt! Mit viel Kraft geht es in einer Pause zwischen zwei Windböen dann doch. Uff, geschafft! Schnell das panierte Sandwich essen und dann nichts wie weg hier!

Am Motel angekommen ist es deutlich weniger stürmisch, der Wind bricht sich ein wenig an den Häusern. Eine kurze Inspektion ergibt, dass das Auto scheinbar nicht beschädigt ist – Gott sei dank 🙂

Also packen wir das Bier und alles was sonst noch wichtig ist aus und machen und seinen gemütlichen Abend im Motel.

Post!

Auf der Jagd nach dem Permit – Oder: Wie man Touristen abzockt

Es ist 5h30, der Wecker klingt in 25 Minuten, aber wir sind eh schon wach. Also noch ein wenig liegen bleiben und abwarten bis es 6h ist. Dann duschen, anziehen und los zur Ranger-Bude. In der Hoffnung vielleicht einen der begehrten Permitts für die Wave ergattern zu können treffen wir um 7h25 Arizona-Time = 8h25 Utah-Time beim Ranger ein. Es stehen sich schon eine Reihe Typen die Beine in den Bauch. Die Bude ist noch geschlossen. Wir bleiben im Auto und warten. Das Thermometer zeigt 12°C – es ist frisch – aber nicht unangenehm. Eine Typ sitzt mit seinem Mac-Book an einem der Picknick-Tische. Cool, es gibt hier ein offenes WLAN!

Um 7h45 bzw. 8h45 ist dann Einlass. Jeder schnappt sich ein Antragsformular und trägt ein wie viele Wanderer zu Wave wollen, wer der Anführer der Gruppe ist, wie er heißt, wo er wohnt, und wen man im Notfall anrufen kann. Es gibt Kugelschreiber in größeren Mengen. Pünktlich um 9h Utah-Time beginnt dann die Verlosung von 10 Permits. Ich habe Nummer 2, Sandra die so getan hat als gehöre sie nicht zu mir hat Nummer 13. So haben wir theoretisch die doppelte Chance. Das hat im letzten Jahr auch schon geklappt.

Die Verlosung wird innerhalb von vielleicht 5 Minuten zelebriert – wir gehen leider beide leer aus – Mist! Als alle ihren heiß begehrten Permit in Händen haben und der Ranger ihnen Kartenmaterial ausgehändigt und den Weg erklärt hat kann ich einen Permit für die Coyote Buttes South kaufen. Der kostet je 5 Dollar und ist als “The Wave für Arme” gar nicht so schlecht. Unsere beiden Antragsformulare dürfen wir mitnehmen. Morgen versuchen wir es dann erneut… Fall es nicht klappt ist das auch egal, wir können auf alle Fälle zu den Coyote Buttes South fahren.

Um 8h30 bzw. 9h30 geht es dann wieder zurück nach Page – Es gibt Frühstück! Wo? Na klar doch – bei Denny’s! Ich habe richtig großen Hunger und es gibt einen Western-Burger mit French Fries. Das ist vielleicht der beste Burger den ich je gegessen habe!

Schnell bezahlen und dann geht es zum Upper Antelope Canyon – mal sehen was da los ist! Die Fahrt dauert vielleicht 10 Minuten. Am Parkplatz müssen wir 12 Dollar Parkgebühren bezahlen – echt Wucherpreise haben die hier! Dann noch einmal 25 Dollar pro Nase für den Canyon. 62 Dollar für alles zusammen – ob sich das lohnt?

Die Abfahrt ist stündlich. Nach 55 Minuten Wartezeit geht es dann los. Mit vier Autos werden jeweils etwa 10 Touristen zum Canyon gefahren. Es sind etwa 3 Meilen, es ist holprig, staubig wie die Hölle und es weht ein scharfer Wind. Keine guten Zeichen für eine entspannte Tour durch den Canyon. Am Canyon-Eingang stehen dann gleich etwa 10 dieser hochhackigen krassen Touristentransporter. Wir haben einen Tourguide – das ist ziemlich blöd denn eigentlich habe ich darauf spekuliert unbemerkt in den Nachbar-Canyon schlüpfen und dort in aller Ruhe fotografieren zu können. Das geht alles nicht – schade! Ich fange an mein Stativ und die Kamera auszupacken. Das Tokina 12-24mm Weitwinkel ist schon dran. Der Tourguide schaut mir zu und es gibt einen Anschiss. Er erklärt mir, dass wir genau 60 Minuten für Fototour haben und dass ich mich gefälligst beeilen soll. Prima, so mag ich das! Im Canyon regnet es dann Sand. Überall ist Sand. In den Augen, in den Ohren, zwischen den Zähnen in der Nase, in den Haaren und IM OBJEKTIV! Manuell fokussieren geht praktisch gar nicht mehr weil es nur noch schmirgelt. Super, so kann man sich seine Kamera auch zerstören!

Ab und zu ist in diesem Canyon das Querformat auch mal ganz nett...

Im Canyon ist es voll wie die Hölle und überall wird man angemacht wo denn bitteschön der Tourguide ist. Man darf nicht ohne seinen Guide in den Canyon und bitte die Wände nicht berühren und nicht den anderen Fotografen ins Bild laufen. Komisch, mir läuft ständig jemand ins Bild. Ich ärgere mich weil ich mein neues großes Stativ nicht dabei habe. Es ist daheim und ich habe das kleine Manfrotto 190 CLB dabei. Man fotografiert meist irgendwie nach oben. Anders geht es nicht denn überall stehen Leute und es gibt dann noch diese Kinder die ständig Sand in die Luft werfen. Ich mache abenteuerliche Verrenkungen und kann dennoch kaum durch den Sucher schauen. Das Stativ ist komplett ausgezogen und dementsprechend ziemlich wacklig. Zudem ist es windig und der Sand weht ständig auf das Objektiv. So macht das echt keinen Spaß. Der Canyon ist vielleicht 400 Meter lang. Am Ende angekommen sagt uns der Tourguide, dass wir jetzt 17 Minuten für den Rückweg haben. Er wird am Auto warten weil im der Sand auf die Nerven geht. Prima, so hatte ich mir das vorgestellt. Er rennt weg und ich kassiere einen Anschiss weil er nicht da ist. Es kotzt mich total an!

Für einen winzigen Augenblick ohne Touristen...

Also zurück zum Auto. Überall sind Fotografen, teilweise gut vorbereitet! Die meisten haben transparente Plastiktüten dabei die sie an der Gegenlichtblende mit Klebeband befestigt haben. Ein asiatisch aussehender Typ hat sogar eine Hasselblad 500 C/W dabei – MIT PLASTIKTÜTE! Recht so! Alles andere ist Mord für die Kamera.

Mit viel Geduld und unter Einsatz des Kopierstempels bekommt man den kurzen Canyon dann auch menschenleer…

Ein Lichtstrahl fällt auf den Boden des Canyons und alle sind ganz aus dem Häuschen...

Wieder am Auto müssen wir eine Viertelstunde warten bis alle zurück sind. Zwischen durch fragt mich der Tourguide ob ich gute Fotos gemacht habe. Ich sage ihm, dass ich gedacht hätte der Canyon sei länger und schöner. Ich erzähle ihm, dass ich letztes Jahr am Lower Antelope Canyon war, im Februar und dass ich mich dort stundenlang ohne Tourguide frei bewegen konnte. Er wendet sich ab und sagt keinen Ton mehr – ich glaube er hat verstanden. Das ist hier die reine Abzocke und ich würde jedem abraten diese teure öde Tour zu buchen! In Lechee kriegt man bei Brenda im BLM-Office für 5 Dollar einen Permit für den Waterholes Canyon. Der ist fast so schön wie der Antelope Canyon, viel länger und es steckt noch ein altes Auto drin. Man kann direkt vorfahren und ist dort mit ein bisschen Glück den ganzen Tag über ganz allein.

Alternativ kann man den Lower Antelope Canyon besuchen. Aber bitte nur wenn es nicht windig ist! Alles andere macht keinen Spaß, daran hatte ich leider nicht gedacht. Aber, aus Schaden wird man klug!

Blick nach Oben mit Sand auf der Linse

Nach der Verabschiedung geht es direkt zum Motel – erst einmal unter die Dusche! Sandra ist ganz glücklich, endlich den Sand aus den Haaren waschen. Eigentlich verstehe ich es nicht, sie heißt doch schließlich Sand-ra – ok, kleiner Scherz – der Name hat wohl mit Sand nichts zu tun! Als sie fertig ist habe ich mein BLOG-Kapitel auch fertig – nun gehe ich mal unter die Dusch. Danach versuchen wir mal den Sand aus den Ritzen der Kameras und Objektive zu bekommen. Anschließend schauen wir dann mal was wir mit dem angebrochenen Tag anfangen. Vielleicht mal das Heimatmuseum anschauen und dann zum Sonnenuntergang runter an den See?

Ich werde berichten!

Ed Maier’s Secret

Das Frühstück bei Denny’s ist wieder göttlich. Ich probiere mal eine Kombination aus Speck, Würstchen, Rührei, Toast und Pfannkuchen mit Ahorn-Sirup. Die Portion ist der Knaller, das ist echt was für ausgewachsene Cowboys – hungrige Cowboys! Nach dem Frühstück geht es dann los, es ist schon spät, aber die Laune ist gut! Sandra fährt das dritte Mal mit dem großen Jeep. Inzwischen hat sie sich daran gewöhnt. Nur der Tempomat macht sie total fertig. Der Hebel hat je nach dem zwei Funktionen. Man drückt zunächst den Knopf am Cruise-Control Hebel. Dan beschleunigt man auf die Geschwindigkeit die man halten möchte und drückt den Hebel nach unten. Damit ist dann (1. Funktion) das aktuelle Tempo gespeichert. Will man schneller fahren drückt man ihn nach oben. Will man wieder langsamer fahren, drückt man ihn wieder nach unten (2. Funktion). Tritt man auf die Bremse ist der Tempomat deaktiviert, aber nicht abgeschaltet!! Drückt man den Hebel wieder nach oben, beschleunigt das Auto auf die zuletzt gespeicherte Geschwindigkeit. Zieht man den Hebel nach vorn ist es das Gleiche als würde man die Bremse betätigten. Alles klar? Ok, wenn nicht geht es Euch wie Sandra!

Nach einigen Erklärungen und verschiedenen Schnell-Langsam-Schnell-Langsamer-Ganz Schnell- Manövern hat sie es drauf. Sie fährt nicht nur nach 20 Jahren mal ein Automatik-Auto – nein – sie fährt es sogar mit Cruise-Control!

“Ok Hase, gleich müssen wir links in die House-Rock-Valley-Road abbiegen!” “Bist Du Dir ganz sicher, dass ich daher fahren soll?” Ich bin mir sicher! Sandra kommt angesichts der tiefen Spurrillen ganz schön ins schwitzten, aber sie meistert die Herausforderung souverän!

30 Minuten später sind wir am Trailhead für die Buckskin-Gulch. Es sind schon zwei andere Autos dort. Wir packen unsere Sachen und registrieren uns ganz nach Vorschrift. Einmal ziehen wir einen Umschlag aus einer Blechdose, stecken 12 Dollar hinein und schreiben unsere Daten darauf. Einen Teil reißen wir ab und legen ihn hinter die Windschutzscheibe. Der Rest des Umschlages wird wie ein Brief abgeleckt und zusammen geklebt. Danach wandert er in eine Art “Briefkasten”. Dieser ist besonders stabil gebaut und sauber einbetoniert. Ich denke irgendein Ranger wird ab und zu hier vorbei kommen und das schöne Geld einsammeln.

Dann geht es los. Wir haben den iPOD dabei und wenn wir Safari starten haben wir die Seite aus dem USA-BLOG geöffnet die eine schöne Beschreibung und viele Bilder zu Ed Maier’s Secret enthält. Leider scheint die Sonne sowas von hell, dass man auf dem iPOD-Display fast nichts erkennen kann. Irgendwann bin ich ein wenig konsterniert weil ich denke wir haben uns verlaufen. Aber dann sehen wir ganz deutlich den Zaun der im Beitrag beschrieben wird. Nach etwa 50 Minuten Fußweg sind wir schon da! Einfach über den Zaun klettern, er ist schon ein wenig herunter gedrückt. Sicher war schon der eine oder andere Wanderer hier!

Dann sind wir bei Ed Maier’s Secret. Diese Gesteinsformation ist wirklich schön und ich bin Lothar für seinen Tipp via Fotocommunity sehr dankbar. Sandra und ich vereinbaren, dass wir fotografieren gehen und uns nach einer Stunde wieder treffen. Los geht es… Die Steine ziehen mich in ihren Bann. Ich mache eine HDR-Belichtungsreihe nach der anderen. 12mm, 24mm, Fisheye, dann das alte 55er Micro-Nikkor… Ich habe meinen Spaß! Und während ich mich zwischen Sand und Kakteen herumwälze vergeht die Zeit wie im Flug. Zwei Stunden später bin ich wieder bei Sandra. Sie sitzt im Schatten und ist echt verärgert! Seit einer Stunde wartet sie nun auf mich! Eigentlich wollte sie es sich unter einem kleinen Baum gemütlich machen und mit dem iPOD Musik hören und die Sonne genießen. Aber dann hörte sie komische Geräusche im Unterholz und bekam Angst es könnte ein Klapperschlange des Weges gekrochen kommen. Danach war bei ihr an Entspannung im Sonnenschein nicht mehr zu denken. Und dann komme ich auch noch mit 60 Minuten Verspätung…

Aber dann bin ich da! Wir essen einen Apfel, trinken was und wandern noch ein Stück in Richtung Buckskin-Gulch. Inzwischen ist es 16:30 und die Sonne geht langsam unter. Das Licht wird grandios, aber wir sind beide eigentlich ziemlich abgekämpft. Zudem habe ich die Body-Lotion mit der Sonnencreme verwechselt. Sandra sieht schon aus wie ein Erdbeerkuchen und ich habe auch schon einen leichten Sonnenbrand. Also kehren wir um zum Auto, es sind noch gut 90 Minuten Fußweg.

Zwischendurch sehe ich lauter tolle Motive und ärgere mich, dass man das alles gar nicht so einfangen kann wie man es sieht.

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Am Auto sind wir dann beide froh, dass wir es geschafft haben. Am Toilettenhäuschen sitzt ein etwas älteres Paar im Schatten, die beiden sind auch froh, dass sie froh sind! Als wir alles eingepackt haben und los wollen kommen auch die übrigen Wanderer zurück  zum Trailhead.

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Sandra gibt Gas! Und das nicht zu knapp! Abgekämpft wie sie ist, mit Sonnenbrand und Kopfschmerzen heißt sie über die Buckelpiste. “Das habe ich mir immer schon mal gewünscht! Mit einer alten Schrottkarre über einen Feldweg knallen!!!” Ok, aber die Schrottkarre ist fast nagelneu und hat 32.000 Dollar gekostet! Aber ich vertraue ihr und gönne ihr den Spaß!

Im Motel in Page angekommen geht es dann unter die Dusche und danach ab ins Steakhouse! Sandra bestellt ein Steak in Kombination mit Shrimps. Ich nehme das Filet Mignon, Baked Potato und Sour Cream  – Lecker! Dazu zwei Corona und Eis als Dessert! Sandra trinkt Rotwein und das zweite Glas haut sie richtig aus den Schuhen! Der Spaß kostet 85$ – nicht schlecht – aber ich bin eingeladen – Tririli!!

Im Motel angekommen heißt es nur noch Zähne putzen und 47 Sekunden später liegt mein Chauffeur bäuchlings im Bett und schnarcht ganz leise vor sich hin. Ich schreibe noch schnell was für mein BLOG und dann lege ich mich dazu. Morgen wollen wir 6h aufstehen und um 7h30 Arizona-Time ( == 8h30 Utah-Time) zur Lotterie wegen der Permitts für die Wave sein. Mal sehen ob es klappt!

Gute Nacht!

Dritter Tag – Oder: Auf dem Weg zu Ed Maier’s Secret

Es ist 9h am Morgen, wir haben gut geschlafen. Ich schau kurz in meine E-Mails und finde einen Reise-Tipp von Lothar. Das sieht gut aus, Ed-Maier’s Secret – ganz in der Nähe des Parkplatzes an dem am in Richtung Guckskin Gulch loswandern kann. Eine Anfahrtsbeschreibung finde ich im Internet, leider ohne GPS-Koordinaten. Aber es gibt eine Menge Bilder und Text dazu. Also der Trick, die Seite im iPOD Touch öffnen. Die Bilder auf dem iPOD speichern und die Webseite in Safari geöffnet lassen. Dann kann man unterwegs als “Gedächtnisstütze” immer mal den iPOD rausholen und schauen wo es lang geht. Ein zugegebener Weise sehr unorthodoxe Variante der Off-Road-Navigation – aber warum nicht. Wir versuchen es einfach mal und heute Abend wird dann berichtet wie es funktioniert hat.

Jetzt geht es zum Denny’s zum Frühstück. Die beiden letzten Male gab es ein ordentliches Trinkgeld und gestern habe ich mich mit “Ok, see you tomorrow” verabschiedet. Mal sehen welchen Wirbel sie heute um uns machen :-]