Bleiben oder nicht, das ist früh am Morgen die große Frage. Der Wetterbericht hat Regen angekündigt, doch davon ist nichts zu sehen, bislang? Das Zimmer ist schön, aber auch nicht gerade preiswert. Die ganze Nacht über ist jemand im Zimmer über uns hin und her gewandert. Da die meisten Häuser hier aus Holz gebaut sind, hört man in den unteren Etagen praktisch jeden Schritt. Sandra hat daher wirklich schlecht geschlafen. Das Motel in Big Sur war direkt an der Straße, dort konnte sie auch nicht schlafen. Gestern in Carmel hat rechts daneben ein Junge herum getobt und links hat jemand Gitarre gespielt – nachts!
Manchmal ist es doch sehr gut wenn man schlecht hört, dann schläft man doch sehr viel besser!
Wir werden gleich mal beraten wie es weitergehen soll. Ist das Wetter schön, würde ich gern San Francisco und Umgebung ein wenig anschauen. Abends dann ein paar Fotos an der Golden Gate Bridge und vielleicht morgen einen Sonnenaufgang an dieser coolen Brücke fotografieren. Das Licht war gestern ja leider eher gruselig. Mal sehen wie es heute wird.
Hier ist noch ein Streetview dieses eigentlich sehr schönen Hotels.
Was mir da noch einfällt, sieht hier jemand eine „versteckte“ Häuserfassade wie im deutschen Google Streetview? Ich jedenfalls nicht und das macht es auch so spannend über dieses Medium die Gegend zu erkunden.
Nach der kurzen Routenplanung am Morgen geht es erst einmal zum Café in dem wir gestern so ein tolles Frühstück hatten. Die Leute dort erkennen uns wieder uns sie freuen sich, dass wir wieder da sind. Der Maître sieht auch heute irgendwie aus wie ein „Robert de Niro für Arme“ und freundlich ist er. Er fragt uns ob uns das Frühstück gestern so gut geschmeckt hat, dass wir heute wieder da sind? Wir nicken und bestellen Kaffee, Blueberry Pancakes, Fruit-Bowles und so weiter. Die Kellnerin sagt nach der Bestellung „Hey, you’ve a healthy day!“
Nach dem Frühstück geht es los in Richtung San Francisco. Wir folgen dem Highway No. 1 – was teilweise gar nicht so einfach ist. Aber ich die Copilot-Software auf dem HTC funktioniert ziemlich gut.
Als wir Monterey verlassen, wird es wieder ländlich. Aber es ist unspektakulär. Der schönste Teil des HWY 1 liegt wirklich zwischen Cambria und Carmel. Zwischen durch passieren wir einen schönen Leuchtturm und ich mache ein paar Fotos mit der neuen Nikon P7000. Später im Hotel werde ich bezüglich der Qualität dieser Fotos wirklich überrascht sein.
Als wir kurz vor San Francisco sind überlegen wir, ob wir uns ein Motel suchen, das Gepäck abladen und dann in die City fahren sollen. Wir entscheiden uns dagegen. So wirklich toll sieht es nicht aus und wir beide mögen eigentlich keine Mega-Cities. Also folgen wir immer brav dem Highway No. 1 bis wir endlich an der Golden Gate Bridge sind. Am nördlichen Ende der Brücke steuern wir den Aussichtspunkt an. Das Wetter ist leider sehr durchwachsen und von klarer Fernsicht kann wirklich keine Rede sein. Also machen wir ein paar Knipsbilder und fahren weiter.
Die Copilot-Software kennt ein paar Motels unten in Sausalito. Wir steuern einfach mal das Gable Inn an. Es sind sogar Zimmer frei. Ich miete für 159$ plus Steuern ein Zimmer mit offenem Kamin, zwei schönen großen Sprossenfenstern und einem riesigen Flachbild-Fernseher. Schön ist es hier!
Nach dem Check-In geht es ein paar hundert Meter zurück, es gibt eine gute Pizza. Nach einem kleinen Rundgang durch den Hafen sind wir glücklich und zufrieden in unserem Zimmer und sichten die Fotos des Tages. Später drehen wir sicher noch eine kleine Runde durch diesen wirklich schönen Ortsteil von San Francisco.
Das ist mein persönliches „Foto des Tages“ – WHY WALK – Ja, warum eigentlich…
Update um 22h…
Wir haben hier tatsächlich noch eine kleine Kneipe gefunden in der es heute Live-Musik gibt. Über die Qualität dieser Musik kann man sicher vortrefflich streiten 🙂
Aber seht selbst…
Auf dem Rückweg ist mir dann noch dieses Bild in einer der vielen Kunstgalerien aufgefallen.
Hier ist noch eine nächtliche Impression dieses schönen Motels.