Gestern im Coco’s haben wir erst einmal unsere Uhren korrekt eingestellt. Ich weiss nicht warum, aber wir waren wieder eine Stunde zu spät. Die korrekte Uhrzeit ist heute gar nicht so verkehrt, denn Sandra muss heute leider zurück fliegen. Sobald ich meinen Trennungsschmerz verarbeitet habe, werde ich mal schauen was es die nächsten zwei Wochen hier für mich noch alles geben kann. Heute wird das nicht viel sein, denn heute soll es hier überall Regen geben. Gestern hat es sich ja schon mit einigen wenigen Regentropfen zwischen den Casinos angekündigt.
Wie geht es also weiter? Ich denke, ich fahre heute einfach mal ein ganzes Stück in Richtung Osten. Da will ich eh hin und so kann ich den stürmischen ungemütlichen Tag als Reisetag vielleicht ganz gut gebrauchen. Es könnte südlich am Grand Canyon entlang gehen, vielleicht mit einem Abstecher zum South Rim – bei Sturm und schweren Wolken sieht der Grand Canyon meist viel dramatischer aus als bei nettem Sonnenschein und langweilig blauem Himmel 🙂
Nach dem Frühstück geht es mit dem riesigen Chevrolet Tahoe ab ins Gewimmel der Großstadt. Unser Ziel ist das erst vor einigen Wochen eröffnete Cosmopolitan. Dieses gewaltige Casino hat mehr als 4.000.000.000 $ gekostet, der größte Anteilseigner ist die Deutsche Bank – krass!
Wir finden Casino daneben sehr schnell einen Parkplatz. Das klappt im Allgemeinen hier immer sehr gut. Alle Casinos haben ihre eigenen gewaltigen Parkhäuser. Zu Fuß geht es dann in der „ersten Etage“ von einem Casino in das Nächste. Im „Erdgeschoß“ fahren in Las Vegas im wesentlichen die Autos. Damit man ungehindert von einem Casino in das Nächte schlendern kann gibt es hier irre viele Fußgängerbrücken.
Ich will endlich mal nicht nur schleppen und nehme einfach nur die kleine Nikon P7000 mit. Abends bin ich dann wirklich begeistert was das Ding für tolle Bilder liefert. Selbst die JPGs sind praktisch immer korrekt belichtet und auch bei langen Belichtungszeiten meist krachig scharf – genial das kleine Ding! Ok, bis der Zoom mal das gefunden hat was man möchte, das dauert ggf. ein wenig. Die Bildfolge ist nicht so rasend schnell wie bei der D2x oder der D300, aber immerhin, das Ding liefert wirklich schöne Fotos.
Aber seht selbst:
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Wenn man mit offenen Augen durch diese teilweise wirklich aufwändig gestalteten Casinos geht findet man immer wieder wirklich schöne abstrakte Motive.
Mittags sind wir ziemlich pflastermüde, es geht ins Coco’s – das kennen wir noch vom letzten Jahr und die haben leckeres Essen zu vernünftigen Preisen. Eine Stunde später sind wir dann im „Treasure Island“ – ein echtes Piraten-Casino – nicht nur von außen ganz nett gemacht.
Wirklich witzig finde ich diese irre langen Limousinen. Manchmal wird hier sogar ein Hummer gestretcht – krasse Sache…
Gelegentlich steht auch mal was direkt vor dem Eiffelturm…
Als dann ein Sturm aufzieht und es kalt und ungemütlich wird machen wir uns wieder auf zum Motel. Hier ist die Tür des Seiteneinganges immer noch defekt und jeder der hier hinein und heraus geht lässt sie einfach zuknallen. Das ist wirklich nervtötend! Mal sehen was man da noch machen kann…
Und wieder haben wir eine Nacht sehr schlecht geschlafen. Es ist aber gar nicht der Verkehrslärm, es ist eine seitliche Eingangstüre die direkt unter unserem Zimmer ist. Der Stopper hat keine Federspannung und wenn es ein wenig windig ist knallt diese Türe zu, dass einem Hören und Sehen vergeht. Man spürt die Vibrationen sogar wenn man im Bett liegt, grauenhaft. Da hilft es auch nicht schlecht zu hören, man kriegt einfach kein Auge zu. Dann ist direkt neben der Türe scheinbar auch eine beliebte Raucherecke. Und die extrem Süchtigen stehen da scheinbar auch nachts um unbekannten Göttern ihre kleinen Rauchopfer darzubieten.
Nach dem Frühstück versuche ich an der Rezeption zu erklären was mit der Türe los ist. Der Mitarbeiter des Hotels schaut es sich an. Wir können nicht umziehen, das Motel ist ausgebucht und ein Handwerker kommt frühestens am Montag. Er will mal versuchen ob er nicht ein wenig Schaumgummi auf den Türrahmen kleben kann, damit die Türe etwas leiser schließt. Während ich hier sitze und tippe habe ich das Gefühl, dass es vielleicht sogar schon erledigt ist.
Ok, wir werden heute ein wenig die Casinos anschauen die wir hier noch nicht kennen. Es wird also ein ruhiger Tage ohne viele Kilometer im Auto. Sandra ist gestern beim Elephant-Rock ziemlich fies umgeknickt – Wanderschuhe gehören nicht einzig in den Kofferraum – und kann daher heute keine weiten Strecken zurücklegen. Little Finland werde ich mir also in den nächsten Tagen mal allein anschauen.
Es ist jetzt Samstag 10:30 und schräg unter uns im Frühstücksraum scheint ein Prieser eine Show abzuziehen. Wir hören hier oben im Zimmer (selbst ich!!) laute Gospel-Musik gemischt mit den Geräuschen überdimensionierter V8 Motoren – das ist Amerika 🙂
Nach einer Nacht mit ziemlich viel Straßenlärm und wenig Schlaf geht es am morgen kurz hinunter in den Frühstücksraum. Das sieht alles zwar ganz ok aus, aber es ist doch etwas mager. Eigentlich gibt es nur Kaffee, Kuchen, Süßkrams, Waffeln, Kornflakes und O-Saft. Wir gehen auf die andere Straßenseite zu Denny’s. Dort gibt es Rührei, zwei kleine Würstchen, einen English-Muffin, Yoghurt und Obst.
Frisch gestärkt räume ich danach unseren Dodge Nitro aus, es kommt einfach alles in das Zimmer im Comfort Inn. Eine Stunde später sind wir in der Gilespie-Street am Car-Rental-Center. Ich parke erst einmal draußen bei den Kurzzeit-Parkplätzen. Bewaffnet mit Führerschein, Kreditkarte, Reisepass und Mietvertrag geht es zum Schalter von Alamo. Da ist eine lange Schlange und ich muss ziemlich schlucken als ich das sehe. Einer der Mitarbeiter bekommt das mit und als er den Mietvertrag in meiner Hand sieht fragt er sofort ob etwas nicht ok sei. Ich erzähle ihm, dass der Dodge ziemlich nach rechts zieht und dass die Reifen ab 65 Meilen kräftig anfangen zu rattern und dass wir das Auto deshalb gern tauschen würden. Ist alles kein Problem, ich soll zum Car-Exchange fahren.
Also geht es wieder hinaus zum Auto und hinein damit ins Car-Rental-Center. Nur einen Exchange-Place finden wir nirgendwo und schon sind wir auch wieder draußen. Also unternehmen wir den zweiten Anlauf! Nun fahre ich einfach mal zum „Car-Return“ – also der Rückgabestelle. Das in der Hoffnung, dass ich da nicht wieder hinaus muss, denn das geht nicht, ohne dass alle Reifen des Autos aufgeschlitzt werden. So ist das hier, es gibt fiese Sägezähne im Betonboden die man nur in einer Richtung überfahren kann.
Am Car-Return von Alamo ist eine ganz nette Dame. Ich erkläre auch ihr was los ist und es ist alles gar kein Problem. Sie prüft kurz den Kilometerstand und gibt mir eine unterschriebene Quittung. Dann schickt sich mich los einen Typen zu suchen der eine Krawatte trägt und Ken heißt – so wieder Freund von Barbie. Nach einem kurzen witzigen Wortwechsel im Service-Point stehen wir dann vor Ken. Es ist ein schwarzer Typ, etwa 40, mit Krawatte und Signalweste drüber. Er ist ziemlich busy, telefoniert pausenlos. Ich erkläre ihm, dass wir unser Auto tauschen möchten, weil es einen Defekt hat. Er fragt mich was das denn für ein Auto ist. Ich übertreibe ein wenig und preise den Dodge als „Standard SUV with 4-Wheel-Drive and High-Clearance“ an. (Allrad mit viele Bodenfreiheit) Er geht mit uns zur SUV-Ecke. Dort stehen sicher 20 Fahrzeuge herum, er will fragt ob ein Jeep Grand Cherokee für uns ok ist. Ich bin kurz davor breit zu grinsen, dann sehe ich, dass auf dem Kofferraumdeckel nichts von 4×4 steht. „Is it a four wheel drive??“ Er schaut skeptisch unter das Auto – „No it isn’t, but it’s a really good car!“ Ne ne ne, das will ich nicht, das Ding mag ja toll sein, aber damit komme ich weder zur Wave noch zum White Pocket oder anderen coolen Locations.
Ich sage ihm, dass ich wirklich gerne wieder einen 4×4 haben möchte (auch wenn der hässliche weiße Ziegelstein es ja gar nicht war). Er schaut sich um und sagt mir, dass er keinen einzigen SUV mit Allradantrieb da hat! Krass, lauter Geländewagen ohne Allrad, was soll den der Blödsinn?
Ich frage ob ich nicht warten kann bis jemand einen SUV mit Allrad zurück gibt und der aus der Reinigung kommt? „Let me see what I can do…“ Ken telefoniert und geht weg. Da stehen wir nun, was jetzt? Den Dodge haben wir abgegeben und nun? Sekunden später kommt ein anderer Typ mit Alamo-Weste auf uns zu und fragt uns ob wir den SUV haben möchten? Ja ja ja, das wollen wir! Er zeigt auf einen echt großen weißen Wagen ganz hinten bei den Full-Size-SUVs. Der Schlüssel wäre hinter dem Tankdeckel, der hätte einen Allradantrieb und den könnten wir haben.
Super, ich bedanke mich ganz herzlich. Den Schlüssel finde ich sofort und er ist ganz nass. Das Auto war gerade eben noch in der Waschanlage – cool! Als ich die Türe öffne muss ich wirklich schlucken, es ist ein riesig großes Schlachtschiff, was für eine Kiste. Wir packen schnell die Sachen die wir in den Händen haben auf den Rücksitz und ich starte den Motor. Nur wo ist der Schalthebel? Hä? Kein Schalthebel, kein Knüppel für die Automatik?? Dann geht mir ein Licht auf, der Wählhebel für die Automatik ist rechts an der Lenksäule. Eine Handbremse gibt es auch nicht, die muss man mit dem linken Fuß betätigen. Einmal treten ist sie fest, noch einmal treten ist sie wieder los.
Die Kiste hat drei Sitzreihen, da passt eine ganze Großfamilie hinein. Wow! Der Motor blubbert als hätte er 8 Zylinder und 5 Liter Hubraum – hat er vielleicht sogar – ich werde das noch prüfen! Sandra grinst, ich sage nur „Noch sind wir damit nicht draußen!!!“
Als wir an dem kleinen Häuschen stehen in dem eine Alamo-Angestellte eine echt massive Schranke freigeben kann oder eben nicht wird mir ein wenig mulmig. Was wenn wir nun etliche hundert Dollar zuzahlen müssen? Aber es ist kein Problem, ich erkläre alles zum vierten Mal und wir bekommen einen neuen Mietvertrag. Ich soll einfach beide Verträge bei mir behalten und sie am 3. April bei der Rückgabe dieses Schlachtschiffes abgeben. Sie öffnet die Schranke und los geht der Spaß!
In der Wikipedia lese ich gerade, dass die Allradversion dieses Vehikels einen 5,3 Liter V8 mit 320 PS hat – krass! Unser Tahoe ist also eine riesige große Karre die sowas von Co2 „unfriendly“ ist wie man es sich nur denken kann.
Aber aus Oregon kommt er auch!
Nach einem kurzen Abstecher am Hotel geht es dann zum Valley of Fire. Der Tahoe läuft 80 Km/h bei 1500 Umdrehungen pro Minute – was für ein Motor! Ich mag gar nicht darüber nachdenken was sich diese Kiste dabei an Sprit reinzieht. 20 Liter auf 100 Kilometern?
Im Valley of Fire zahlen wir 10$ Eintritt – eigentlich dachte ich, dieser State Park wäre wegen der Finanzkrise geschlossen, aber davon ist keine Spur. Es sieht alles gut aus, sogar der Campingplatz ist zu 100% ausgebucht. Wir fahren bei tollem Sonnenschein und 70° Fahrenheit (21°C) durch den Park. Später als wir wieder aufbrechen sind es dann sogar 75° Fahrenheit (24°C).
Es entstehen wirklich viele Fotos und uns wird es in der Sonne ganz schön warm. Vergessen ist das Schneetreiben am Mono Lake vor zwei Tagen!
Um etwa 16h machen wir uns auf den Rückweg. Statt zurück zur Interstate 15 zu fahren, nehme ich die Straße nach Osten in Richtung Lake Mead. Die Landschaft hier ist grandios, nur die Straße hinab zum Lake Mead die wir uns ausgeguckt hatten ist geschlossen. Die nächste Straße auch, so ein Blödsinn – ständig ist hier alles geschlossen – entweder wegen Schnee oder wegen Willkür… Egal, wir brauchen keinen Sonnenuntergang am Lake Mead, es geht weiter nach Las Vegas. Der kleine Umweg ist etwa 100 Kilometer lang. Doch die Zeit vergeht wie im Flug, die Landschaft hält uns immer wieder in Atem. Hier mal mit einem Moped entlang düsen – genial!
Kurz vor Sonnenuntergang kommen wir von Osten nach Las Vegas herein. Wir kommen aus den Bergen und haben eine tolle Sicht über die gesamte Stadt. Es stehen ein paar Autos am Straßenrand und eine Reihe von Fotografen ist unterwegs auf einen der vielen Hügel.
Wir fahren weiter, denn wir haben Hunger! Sandra hat etwas von Pizza gelesen. Als wir dort sind, ist steht da nicht mehr Pizza sondern Plaza auf dem Schild – irgendjemand hat es während des Tages umlackiert. Pizza gibt es direkt neben unserem Hotel jedenfalls keine. Also gehen wir rüber zu Denny’s. Ich probiere mal den Fisch mit Pico de Gallo und Stampfkartoffeln mit Cheddar-Käse. Schmeckt wirklich gut!
Später im Hotel wir dann bei einem Corona kurz die Beute des Tages gesichtet, „gebloggt“ und dann werden wir versuchen mal ne Runde zu schlafen.
Hier noch schnell eine Blick auf Sandras „Arbeitsplatz“ hier neben mir im Comfort Inn…
Den Track des Tages habe ich ab der Ausfahrt von Interstate 15 bis zurück zum Hotel aufgezeichnet. So sieht das dann bei Google Earth aus:
Gestern Abend habe ich noch via Internet und ZDF-Mediathek ein paar Video-Sequenzen zur Katastrophe in Japan anschauen können. Die Nacht war geprägt von Albträumen und einem schlechten Gewissen. Wir machen hier Urlaub und überlegen wo wir die schönsten Fotos machen können, während in Japan die Menschen ums Überleben kämpfen. Ab wir können hier nichts daran ändern und nur hoffen, dass auch diese Katastrophe bald überstanden ist.
Etwas zerknittert suche ich mir nach dem Wachwerden auf dem Handy via http://www.hrs.com ein Motel in Las Vegas aus. Das Comfort Inn im Norden von Las Vegas macht einen ganz guten Eindruck. Die Buchung klappt sogar via Handy – cool! Ich buche vom 17.3 – 20.3.2011 – also Fr, Sa, So. Die Preise ziehen zum Wochenende deutlich an: 69,99$ – 79,99$ – 99,99$ Damit ist es aber immer noch preiswert und es ist keine Holzhütte in der Sandra nachts die Termiten bei der Arbeit belauschen kann.
So, nun gibt es Frühstück und dann geht es los, bis später…
Update nach dem Frühstück:
Während des Frühstücks drüben bei Denny’s diskutieren wir unsere Rückreiseroute. Die Copilot-Software auf meinem Handy hat eine Route quer durch Death Valley über den Highway 190 vorgeschlagen. Diese Straße sind wir vor zwei Wochen in der anderen Richtung gefahren. Sie ist landschaftlich wirklich reizvoll, aber es gibt gefühlte 1.000.000 Kurven. Man kommt dort nicht wirklich gut vorwärts. Im Motel schaut Sandra dann mal auf ihre tolle Karte von Kalifornien. Wir könnten auch über Beatty fahren, dort haben wir ja schon ein paar Tage übernachtet. Diese Route hat weniger Kurven und wir müssen Zeit bis Las Vegas eigentlich nur absitzen 🙂 Ganz nett, einen Großteil dieser Route kennen wir noch nicht!
So wird es heute wahrscheinlich aussehen:
Update um 16h20
Wir sind angekommen! Hui, war das eine Tour, wirklich anstrengend, aber mitunter auch landschaftlich ganz reizvoll. Der schönste Teil der Tour ist rund um den Highway 168. Es geht über mehrere Pässe, wir durchqueren Hochebenen und fahren Kurven bis zum Abwinken. Da haben wir einmal mehr ein wirklich tolle Route für die ambitionierten Mopedfahrer dieser Welt gefunden. Es gibt auch wieder fast eine Stunde „Kurvenvideo“ – aber das sollte man nicht einfach so wie es ist bei YouTube hoch laden, es sind viele hundert MB.
Hier habe ich noch ein paar Fotos des Tages.
Die Kameras müssen zu allererst ins Auto 🙂 Dann kommen die Koffer an die Reihe…
Ein letzter Blick den Gang hinunter, das Zimmermädchen ist schon unterwegs.
Ein letzter Blick und los geht die Reise…
Bereits kurz nach Bishop geht es wieder hinauf in die Berge. Ganz unten ist angeschlagen, dass eine Straße geschlossen ist. Wir hoffen mal, dass dies unsere Route nicht betrifft. Mit gemischten Gefühlen geht es weiter – aber wir werden Glück haben!
Krass sind die Straßenschilder, fast alle haben Einschusslöcher.
Kurz bevor wir unseren „Zielhighway“ in Richtung Las Vegas erreichen, finden wir noch eine alte Goldmine. Eigentlich würde ich sie gern genauer unter die Lupe nehmen, aber wir haben noch wirklich viele Kilometer vor uns und es ist ungewiss, ob noch etwa dazwischen kommt. Also schnell eine Foto und dann weiter…
Unsere Route führt uns immer wieder hinauf in ein Gebirge, hinab und wieder hinauf. Als wir auf dem Highway 95 ankommen bin ich froh, dass es endlich nur noch geradeaus geht!
In Las Vegas sollen wir die Ausfahrt 76 nehmen, nur welche von Beiden? Es gibt 76A und 76B. Wir erwischen natürlich die falsche Ausfahrt und fahren nach Süden, statt nach Norden. Also bei der nächsten Gelegenheit runter und wieder rauf, ist gar nicht so einfach. Las Vegas ist eine echt große Stadt. Gegen 16h sind wir dann am Comfort Inn. Die Buchung via Handy und HRS hat gut funktioniert, ich zeige meinen Ausweis, meine Kreditkarte und sage meine Postleitzahl, schon haben wir ein Zimmer. Es hat wieder nur ein Bett und ist zur Straße raus. Mindestens einer von uns beiden ist ziemlich bedient, es macht jedenfalls den Eindruck 🙂 Aber ein Denny’s ist auf der anderen Straßenseite und ein Walmart gleich um die Ecke. Und da fahren wir jetzt mal hin 🙂
Update um 19h30
Den Walmart haben wir gefunden und wir haben jetzt 10 (ursprünglich waren es mal 12) Flaschen Corona – hicks… Als wir in Walker ein Sixpack Corona gekauft haben, gab es an der Kasse eine kleine Diskussion. Ich hatte alle Einkäufe in eine große Papiertüte gepackt, das Sixpack Corona habe ich nicht hinein gestopft, aus Angst die Tüte würde reißen und es könnte eine Sauerei wie neulich in Fabians Küche geben. Aber „It’s the Law!“ – Auch ein Sixpack muss hier vor den Augen Minderjähriger auf dem Weg zum Auto verborgen werden!! Also Tüte auspacken, Bier rein, alles ob drauf und dann ganz vorsichtig rüber zum Auto. Andere Länder, andere Sitten!
Hier in Las Vegas kaufen wir dann einen großen Pappkarton mit großem gelben Corona Aufdruck – hier sieht jeder sofort, dass da Bier drin ist – nämlich Corona! An der Kasse schiebt die Kassiererin mir das Bier dann ohne Tüte hinüber. Ob Nevada andere Bier-Regeln als Kalifornien hat? Egal, das Bier ist kalt und nach dem langen Tag im Auto zischt das richtig gut!
Hier habe ich noch unsere „Einflugschneise“ nach Las Vegas samt des kleinen unfreiwilligen Umweges: