Nikon D7000 mit Slide Copying Adapter ES-1

Jeder Fotograf der schon einmal eine lange Nacht mit seinem Diascanner verbracht hat kennt das Problem: Es dauert alles viel zu lange und das nervt total! Will man Dias scannen die hinter Glas gerahmt sind muss man die Rähmchen öffnen, die Dias reinigen, eine höllische Arbeit. Ob das nicht auch einfacher und schneller geht? Ja, es geht!

Für ganze 80 Euro gibt es den Nikon ES-1 Diakopiervorsatz. Man kann das Ding beispielsweise bei amazon bestellen und ist 5 Minuten nachdem man das Päckchen geöffnet hat bereit für den ersten Scan – schneller und einfacher geht es nicht! Und so sieht das kleine Ding aus.

Nikon ES-1 Diakopiervorsatz

In Verbindung mit einer Nikon D7000 und dem Nikkor AF-S 2.8/40mm DX Macro hat man einen „Diascanner“ der unschlagbar schnell und einfach zu bedienen ist und (sofern man alles richtig macht) großartige Ergebnisse liefert.

Nikon D7000 mit Nikkor AF-S 40mm DX-Macro und Nikon ES-1

Damit wären wir dann schon beim Thema – Sofern man alles richtig macht erhält man gute Ergebnisse! Aber was gibt es zu beachten? Kein Problem, ich zeig es Euch 🙂

Kamera Einstellungen

Den Einstellungen der Kamera gehört der wichtigeste Teil dieses Tutorials! Wie eignetlich immer gilt auch hier „Verwenden Sie den RAW-Modus“. Wem die Konvertierung zu lange dauert der kann seine Dias natürlich auch im JPG-Modus kopieren. Dann sollte man aber beachten, dass je einem nach Motiv beispielsweise das „Delithing“ böse Streiche spielen kann.

Hier ein Beispiel – ein etwa 35 Jahre altes Dia. Damals war ich 13 Jahre alt, habe noch mit Fischertechnik gespielt und habe oft im abends im Bett überlegt welche Tricks ich mit meiner Praktica Super TL2 anstellen kann. Neben Doppelgängeraufnahmen und anderem Quatsch kam mit irgendwann die „Pendelnde Taschenlampe“ in den Sinn. Weil ich keine Taschenlampe hatte, habe ich aus fischer-Technik ein H gebaut und an den Enden kleine weiße Glühlampen platziert. Diese habe ich mit mit Edding Filzstifen bunt bemalt und dann am Kabel des Batteriestabs (So hieß das Ding damals) über der auf dem Boden liegenden Kamera in meinem abgedunkelten Kinderzimmer kreisen lassen. Die Ergebnisse waren erstaunlich.

Hier ein Negativ-Beispiel für einen Scan eines solchen Dias, bei dem ich das Delithing bewußt auf Auto gestellt habe und die Belichtung nicht korrigiert sondern bei 0EV belassen habe. (Alle folgenden Beispielbilder sind 1000 Pixel breit – einfach anklicken)

Beispiel für einen schlechten Scan

Schaut man sich dieses völlig unkorrigierte Bild an so sieht man wie das Delithing die eigentlich dunkle Fläche stark aufgehellt hat. Außerdem werden Kratzer und Staubkörner sichtbar. Das ist Schrott und damit kann man nichts anfangen!

Gibt man sich mit den Einstellungen der Kamera und der Beleuchtung des ES-1 Vorsatzes ein wenig mehr Mühe kann das dann so wie hier aussehen.

Guter Scan mit Nikon D7000 - 40er Macro und Nikon ES-1

Hier habe ich noch ein Beispiel für eines dieser Experimente meiner Jugend 🙂 Hier pendelt nun eine Taschenlampe an der Ecke. Sie hängt an einem dünnen Faden den ich mit einer Reißzwecke an der Decke befestigt hatte. Den Reflektor der Taschenlampe hatte ich damals entfernt. So wirt die Glüchlampe eher wie ein „Punktstrahler“ und die auf dem Diafilm erzeugten „Lichtspuren“ sind feiner und gleichmäßiger. Außerdem habe ich mich bei diesem Bild damals an einer Doppelbelichtung versucht. Das gibt mit der Praktica mit einem Trick. Man hat den Film mit der Rückspulkurbel gespannt, den Entriegelungsknopf für das Zurückspulen des Film gedrückt und festgehalten während man mit dem Spannhebel den Verschluß der Kamera aufgezogen hat. Ein einfacher Trick, das Problem bestand darin den Film in der korrekten Lage zu behalten. Manchmal ist er vor der Filmbühne doch ein wenig verrutsch. Aber ich hatte damals ja noch viel Zeit und habe einen Film nach dem anderne bei meinen Experimenten verknipst…

So sieht eine dieser Doppelbelichtungen aus. Die äußere Skulptur runde ist mit der „nackten“ Glühbirne der Taschenlampe entstanden. Bei der „Pendelstruktur“ in der Bildmitte habe ich dne reflektor auf die Taschenlampe gesetzt. Daher sind die Lichtspuren an den „Umkehrstellen“ nicht zu sehen weil der Reflektor die Glühlampe an den Grenzen der Pendelbewegung abgeschattet hat.

Doppelbelichtung mit Pratica Super TL2 - Scan mit Nikon D7000 und ES-1

Und hier nun eine ziemlich perfekte Lichtskulptur bei der ich den Reflektor auf der Taschenlampe belassen habe. Es ist das Ergebnis vieler Versuche die ich damals unternommen habe. Heute würde man vielleicht seine D5100 auf dem Boden legen und im Live-Viewmodus checken, dass die Lampe auch wirklich im „Sichtfeld“ des Objektives pendelt. In den letzten 35 Jahren hat sich doch allerhand verändert. Aber ob Eure „nachgemachten Pendel-Fotos“ in weiteren 35 Jahren noch existieren werden? Ich denke diese Dias werden auch dann noch existieren man könnte sie nach einem Festplattencrash jederzeit neu einscannen. Irgendwas muss ja bei der traditionellen Fotografie auch gut sein 🙂

Lichtskulptur - Scan mit Nikon D7000 - AF-S 40mm DX und Nikon ES-1

Nun schauen wir mal ob wir auch „normale“ Dias mit dem Nikon ES-1 einscannen können. Starten wir mit einem 30 Jahre alten Dia das mit der Praktica Super TL2 und einem Soligor 135mm Tele entstanden ist. Der Film war damals irgendein billiges Zeug, eben das was ich mir mit 18 Jahren so leisten konnte.

Suboptimaler Scan mit Nikon D7000 und Nikon ES-1

Schaut man sich das Foto an so sieht man sofort, dass ich einen Polfilter hätte benutzen sollen. Die Wasseroberfläche spiegelt sehr stark und links unten ist das Bild eigentlich viel zu hell. Klar könnte man das mit Photoshop ändern aber es gibt einen einfacheren besseren Weg. Hat man sein Dia im ES-1, so kann man die Mattscheibe dieses Dia-Kopiervorsatzes teilweise abschatten. Da das Dia recht fest an die Kamera montiert ist braucht man keine Stativ oder ähnliches, man kann die D7000 einfach aus dem geöffneten Fenster gegen den bewölkten Himmel halten und einen Teil des Bildes mit den Fingern der linken Hand abschatten während man die Kamera mit rechts hält und im richtigen Momen auslöst. Auch kann man den ES-1 eine wenig hin und her schieben. So sind leichte Ausschnittsvergrößerunen möglich. Legt man zusätzlich in Photoshop noch ein wenig Hand an, so lassen sich auch aus uralten Dias ganz ansehnliche Ergebnisse zaubern.

Guter Scan mit Nikon D7000 und Nikon ES-1

Reinigung der Vorlagen

Neben aller Technik und den richtigen Einstellungen steigt und fällt die Qualität des Ergebnisses aber mit der Qualitt der Vorlagen! Sind die Dias schrott, so hat man eben einfach nur Schrott abfotografiert! Sind die Vorlagen gut, so sollte man sie penibelst reinigen bevor man sie in den ES-1 steckt. Hier empfehle ich Druckluft aus der Dose und für ganz hartnäckigen Staub einen hochwertigen neuen Rasierpinsel. Diese haben sehr weiche sehr feine Borsten. Damit werden die vielleicht wertvollen Dias nicht beschädigt, der Staub wird gelöst und man kann ihn ganz einfach mit der Druckluft wegblasen. Alternativ kann man auch einen möglichst großen Blasebalg verwenden. Bei einigen Exemplaren ist sogar ein kleiner Pinsel enthalten den man auf die Spitze des Blasebalges stecken kann.

Ok, das solle es für heute gewesen sein, ich bin freue mich auf euer Feedback!

Ich rufe jetzt mal bei meinem präferierten Fotoladen an und frage nach wo meine Nikon D800E bleibt…

Nikon D700 – Blitzen mit SB-900 und Softbox

Wer kennt ihn nicht den Frust bei der näheren Betrachtung der Fotos einer Portrait-Sesssion bei der nur ein einfaches Blitzlicht verfügbar war. Hartes direktes Licht erzeugt harte Schatten und damit wird jedes etwas älteres Gesicht schnell eine unschöne „Sammlung aus Licht und Schatten.“ Da hilft nur eines, diffuses Licht! Fotografen nennen es auch „ambientes Licht“ oder „Ambient Light“ – das klingt deutlich professioneller, meint aber das gleiche. Viel diffuses Licht lässt Schatten schnell verschwinden, ist es nicht diffus genug, so mildert es sie zumindest. Ein Gesicht mit kleinen Falten wirkt plötzlich glatter und frischer. Das ist das Geheimnis der Profis, sie fotografieren bei „ambientem Licht“.

Doch wie bekommt man als armer Fotoamateur preiswert eine Portion ambientes Licht in seine Bilder eingestreut? Lösungen gibt es viele und die müssen gar nicht teuer sein. Hier ist beispielsweise ein „Testbild im Spiegel“ das schon eine Weile alt ist. Ich habe es aus Spaß in einem völlig weiß gestrichenen und gefliesten Badezimmer aufgenommen. Auf diesem Foto sieht man sehr schön, wie der indirekt gegen die Decke ausgerichtete Blitz die Szenerie relativ weich ausleuchtet. Durch die recht große Blende – es ist 5.6 – man sieht es an der Stellung der „Hasenohren“ – und die recht lange Blitz-Synchronzeit – es war 1/30s – ergibt sich in Verbindung mit der „natürlichen“ Beleuchtung des Raumes eine Lichtmischung mit recht warmem Farbton, der eigentlich gar nicht schlecht aussieht. Der Film war ein Agfa Vista Color 200, gescannt habe ich das Bild mit einem Nikon Coolscan V ED.

Nikon Fe mit Nikon SB-800 und Agfa Vista Color

Doch man hat nicht immer die Möglichkeit indirekt gegen weiße Wände und Decken zu blitzen. Als Alternative kann man die kleinen weißen Kunststoff-Diffusoren verwenden, die dem Nikon SB-800 oder auch dem SB-900 beiliegen. Das Ergebnis ist schon recht gut, aber das Blitzlicht bleibt dennoch ein „Punktstrahler“. Das Licht ist zwar weicher aber für viele Anwendungen noch nicht weich genug! Wer es preiswerter und „weicher“ möchte kann im Foto-Zubehör diverse Bouncer, Lichtschirme und anderes Gerät erwerben.

Vor einigen Wochen habe ich Euch in diesem Video ja schon gezeigt welche Ergebnisse man mit einem einfachen Reflektionsschirm erzielen kann.

Wem ein solcher Reflektionsschirm zu popelig ist, der könnte beispielsweise eine Softbox verwenden. Diese Dinger gibt es in ganz unterschiedlichen Größen und die Profis benutzen riesige Dinger bei denen große fette „Blitzmaschinen“ mit 220Volt Netzanschluss eingebaut sind. Aber es geht auch einfacher und preiswerter! Viele Nikon Fotografen haben ohnehin ein SB-28DX, SB-600, SB-700, SB-800, SB-900 oder gar ein SB-910. All diese Blitzgeräte haben eines gemeinsam, sie sind nicht nur wirklich gut, man kann sie auch via iTTL schnurlos auslösen!

Möchte man ein solches Blitzlicht beispielsweise mit einer Nikon D700 als Remote-Blitzlicht verwenden (natürlich gehen auch D300, D7000 usw.)  so kann man es ganz einfach in mit einer preiswerten Softbox kombinieren. Zu kaufen gibt es da beispielsweise die „Firefly Beauty Box FBO 65“ die ich Euch heute vorstellen möchte. Mit knapp 117,- Euro ist diese Softbox nicht ganz preiswert, aber doch immer noch viel billiger als die großen Boxen der „Profis“. Geliefert wird dieser kleine „Lichtschirm“ in einer praktischen Tragetasche. Man öffnet die Softbox wie einen Regenschirm und zieht anschließend eine weißes Tuch darüber. An der Rückseite kann man fast jedes Nikon-Blitzlicht befestigen. Als Stativ kann man ein spezielles Lampenstativ verwenden oder wie ich es gemacht habe, ein billiges Mikrofonstativ.

Hier habe ich ein paar Fotos die ich auf die Schnelle mit meinem HTC Desire HD geknipst habe…

Firefly Softbox

Firefly Softbox II

Nikon SB-900 mit Softbox

Nikon SB-900 mit Softbox II

Idealer Weise hat man zwei oder mehr von diesen Dingern, aber man kann auch schon mit einer Softbox gute Ergebnisse erzielen. natürlich kann man sie auch mit einem zweiten Blitzlicht ergänzen, dass wie im Video oben gezeigt, gegen einen einfachen Reflektionsschirm gerichtet ist.

Hat man alles aufgebaut, so stellt sich noch die Frage wie man seine Kamera einstellt. Ich blitze meist im „Manuellen Modus“. So wirklich manuell ist der nämlich nicht, man stellt bei der Kamera Zeit und Blende fest ein und via iTTL steuert das Blitzlicht dann die passende Lichtmenge bei. Fotografiert man zusätzlich im RAW-Modus (was man immer tun sollte!) so hat man bei der späteren Bildbearbeitung gute Karten im Hinblick auf eine gleichmäßige Ausleuchtung mit geringem Schattenwurf und schönen glatten Gesichtszügen. (Falls man die denn haben möchte! Nicht jedes Gesicht sieht bei ambientem Licht auch gut aus! Manch ein Charakterkopf braucht eben auch mal hartes Licht!!!)

Das interne Blitzlicht der D700 (D300, D7000 usw. gehen auch) stellt man in den Master-Modus. In diesem Modus kann man mehrere Blitzlichter zu Gruppen arrangieren und dann gemeinsam auslösen. Hat man die richtige Einstellung gefunden, so löst das zusätzliche Blitzlicht parallel aus. Hier kann man mit einem Testfoto, bei dem die Kamera in das zweite Blitzlicht „schaut“, prüfen ob die Synchronisation auch perfekt funktioniert. Um den Effekt des eingebauten kleinen Blitzlichts etwas zu verringern, stelle ich es oft über das „Blitz-Menü“ der Kamera auf -1.0 bis -2.0 EV. Dann erzeugt es noch schöne kleine Spitzlichter in den Augen des Models, aber es ist zu schwach für einen harten Schattenwurf.

Bei der Montage des Blitzlichtes an der Softbox sollte man noch ein wenig experimentieren. Bei den meisten geeigneten Blitzlichtern kann man den Leuchtwinkel des Reflektors einstellen. Ich habe beim folgenden Beispielbild „24mm / FX“ gewählt. Auch sollte man das Blitzlicht nicht zu weit in die Softbox hineinstecken, denn sonst schluckt der „Haltemechanismus“ (den man ganz oben sieht) einfach zu viel Licht weil der die Blitzröhre großflächig verdeckt. Es ist also ganz ok wenn bspw. ein SB-900 wie oben gezeigt so eben in die Softbox hinein ragt. Weniger ist hier mehr!

Ok, hier habe ich nun ein Beispiel das heute innerhalb weniger Minuten mit einer Nikon D700 und einem Sigma 3.5/180mm  Macro-Objektiv entstanden ist. Der Fotograf war meine Freundin Sandra. Das Bild ist bei offener Blende, 1/125s und ISO-200 entstanden.

Die RAW-Kovnertierung habe ich mit dem Adobe RAW-Converter (Version 6.5) durch geführt. Weil mir der Bildaufbau nicht gefiel, habe ich das Bild gespiegelt. Wir Europäer schreiben von links nach rechts und denken auch so. Wenn wir im Mathe-Unterricht einen Zeitstrahl  zeichnen, so beginnt er links und weist nach rechts. Diese „Erfahrung“ wenden wir implizit auch an  wenn wir ein Portrait betrachten. Schaut das Model nach rechts, so blickt es implizit in die Zukunft. Schaut es nach links so reflektiert es die Vergangenheit. Da ich ein positiver Mensch bin, der lieber nach vorn schaut als sich mit Erinnerungen verrückt zu machen, habe ich das Bild gespiegelt. 🙂

Ich bin sehr gespannt auf Euer Feedback und wünsche Euch einen guten Start in die neue Woche!

Als nächstes werde ich mich wahrscheinlich mit verschiedenen Stativen beschäftigen und Euch unter anderem diese tolle Affenschaukel vorstellen…

Nikon D2x mit Nikon AF-S 4/200-400mm VR und einer Affenschaukel

NI Maschine – Get in touch

Nachdem die Software zu meiner neuen „NI Maschine Mikro“ auf dem 13″ Mac läuft versuche ich mich auch mal an meinem „Männercomputer“ der unter Windows 7 Ultimate 64-Bit betrieben wird. Die Installation verläuft genau wie auf dem Mac, es werden etwa 11 GB Loops, Sounds und Samples und einige weitere Programme installiert. Mehrfach wollen die Installationsprogramme den Computer neu starten, aber statt dessen starte ich einfach die nächste Installation. Als alles fertig wird dann doch ein „kumulierter Neustart“ fällig. Danach wird wie auf dem Mac das ServiceCenter aufgerufen. Auch hier macht es ein „Selbst-Update“ und im Gegensatz zum Mac funktioniert es sogar. Wie beim Mac müssen jetzt Updates für alle installierten Programme aus dem Internet heruntergeladen werden. Das geht aber zügiger weil diese Updates deutlich kleiner sind. Nach etwa einer Stunde und einem weiteren Neustart ist alles erledigt und meine neue „Maschine“ ist endlich startklar!

Der Sound ist wirklich bombastisch, bereits über die Computer-Lautsprecher mit Subwoofer kommen alle Demosongs so daher, dass man sie gleich auf eine CD brennen könnte. Das ist schon genial und entschädigt für den Installationsmarathon.

Ernüchterung kommt allerdings beim ersten Versuch auf, einen der Demosongs mit weiteren Drums und einer neuen Bass-Spur zu beglücken. Läuft ein Song mit 120 bpm (Beats-Per-Minute) gemütlich vor sich hin und versucht man ganz einfach bspw. die Bassdrum im Rhythmus mitzuspielen, so kört man sie immer mit einer starken Verzögerung. Damit kann man nicht wirklich etwas anfangen und das frustriert. In den Einstellungen der Software „Maschine“ kann man die Treiber für die Audiokarte auswählen. In meinem Computer ist einer relativ hochwertige Soundblaster Xtreme verbaut. Um Musik zu hören ist sie wirklich gut, aber ohne spezielle ASIO-Treiber (Audio-Stream-Input-Output) geht hier gar nichts. Entweder finde ich also irgendwo einen passenden ASIO-Treiber, baue eine andere ASIO-fähige Soundkarte ein oder benutze die neue „Maschine“ einfach nur auf dem Mac.

Mir zeigt das wieder einmal warum der Mac in der Musikszene so erfolgreich ist. So nervtötend Apples Closed-Shop-Prinzip manchmal auch ist, es funktioniert im Detail oft sehr gut. Die in den Mac-Computern verbauten Komponenten sind immer gleich und Softwarehersteller wie NI (Native Instruments) können sich darauf verlassen. Klar kann man zusätzliche USB-Audiointerfaces und vieles mehr mit der „NI Maschine“ kombinieren, aber es funktioniert mit kaum spürbarer Latenz selbst auf einen kleinen 13″ MacBook Pro mit i5 CPU ganz problemlos und sogar auf Anhieb!

Nachdem die ASIO-Ernüchterung verarbeitet ist versuche ich mich an meinem 17″ MacBook mit i7 CPU. Schauen wir doch mal ob die 8 Prozessorkerne hier irgendeinen Vorteil bringen? Die Installation ist genau wie beim 13″ MacBook. Allerdings sauge ich mir die vielen Updates nicht erneut sondern kopiere sie einfach über das heimische WLAN vom „kleinen Bruder“. Trotzdem dauert es auch hier etwa eine Stunde bis die Software zur „Maschine“ startklar ist. Nachdem ich eine wenig experimentiert habe wird klar, dass es eigentlich keinen Unterschied macht ob man ein 13″ oder 17″ MacBook benutzt. Auf dem schnelleren größeren MacBook funktioniert „Maschine“ wirklich gut.

Mitten in der Nacht kommt es mir dann in den Sinn eine kleines Demo-Video mit Final-Cut-Pro-X zu erstellen. Sogleich tritt Ernüchterung ein. Um die gewaltigen neuen Datenmengen überhaupt installieren zu können musste ich die SSD-Festplatte aufräumen. Unter anderem habe ich einige importierte Videos gelöscht. FCPX (Final-Cut-Pro-X) will nun aber beim Start das letzte Video restaurieren, aber es ist längst Geschichte. Nachdem ich eine Weile gewartet habe starte ich die „Aktivitätsanzeige“ und lese dort „Final Cut Pro X – antwortet nicht…“. Also wird der Prozess hart beendet und eine Protokoll an Apple verschickt. Beim nächsten Startversuch das gleiche Spiel. Irgendwann fragt FCPX dann ob es weiterhin versuchen soll das letzte Projekt wieder herzustellen. NEIN!

Dann versucht FCPX auf die neu installierten Treiber der „NI Maschine“ zuzugreifen – warum, das wissen nur die Götter – jedenfalls schlägt es fehl. Einige Versuche später läuft FCPX dann endlich. Mir zeigt dies wieder einmal, dass die Apple-Welt nicht so schön ist wie sie von den ambitionierten Verkäufern bei GRAVIS & Co. immer gemalt wird. Die eine oder andere Hürde gilt es auch hier zu nehmen…

Nach etwa 10 Minuten ist mein kleines Video dann fertig:

NI Mikro Maschine – Unboxing

Es ist Wochenende und als ich daheim eintrudle finde ich eine Nachricht von DPD (Deutsche Paketdienst) in meinem Briefkasten. Eine Stunde später ist meine liebe Nachbarin daheim und ich kann meine neue „Mikro Maschine“ in Empfang nehmen. Der Karton ist riesig und als letztlich alles ausgepackt ist bin ich erstaunt wie wenig doch übrig bleibt.

Als ich das kleine Ding zum ersten Mal in der Hand halte fällt mir auf, dass es anders als erwartet nur einen USB-Anschluß hat. Keinen Kopfhörer-Anschluß und keinen Anschuss für ein Netzteil! Mir kommt die Diskussion mit meinem Freund Niklas in den Sinn. „Ich dachte immer das Ding sei nur ein Controller!“ – Wie Recht er doch hat – das Ding IST NUR EIN CONTROLLER!

Auch wenn es in Videos wie diesem hier ganz anders aussieht…

Später werde ich dann erkennen, dass „Maschine“ eigentlich zweigeteilt ist. Alles was an CPU-Power und Plattenplatz benötigt wird muss ein externer Computer bereitstellen. Die dort laufende Software lässt sich dann über den Maschine-Controller sehr weitreichend steuern. Bei meiner kleinen preiswerten „Mikro Maschine“ sind die Möglichkeiten etwas begrenzt, man muss hier immer mal wieder zur Maus oder dem Touchpad greifen. Bei der deutlich teureren großen „Maschine“ kann man nahezu alles direkt bearbeiten. Man kann Samples Schneiden, umdrehen und vieles mehr, alles direkt am Gerät ODER am Computer. Allerdings ist die Bedienung ebenso komplex wie die Möglichkeiten.

„NI Maschine“ ist kein Produkt das man sofort versteht und mit dem man einfach mal ein paar Stunden Spaß haben kann. Es ist ein ernst zu mehrendes komplexes Werkzeug für Menschen die professionell Musik machen wollen. Und dieses Musik ist auch ein wenig einseitig. Wer Country, Metal oder Klassik machen will, für den ist diese Maschine nicht geeignet. Wer aber flotte Grooves im 4/4-tel Takt mag und schwitzende Menschenmengen dazu animieren möchte ihre Körper im Rhythmus der Musik zu verbiegen, der liegt mit dieser Maschine genau richtig! 🙂

Ok, zurück zu meinem Unboxing… Beim Auspacken des Kartons kommen zwei DVDs und ein USB Kabel an Tageslicht – das war es auch schon… Also brauche ich doch einen Computer damit diese Maschine einen Pieps von sich gibt. Mein kleiner 13″ Mac mit i5 CPU ist kurz darauf via USB mit der Maschine verbunden. Hm, kein Licht kein Ton, nichts… Ich schiebe mal eine der beiden DVDs in das Laufwerk. Es gibt Installationsprogramme für Windows und OS-X. Die Installation benötigt fast 8GB wertvollen SSD Speicherplatz – uff… Nach der Installation muss der Mac neu gestartet werden. Dann wird der Inhalt der zweiten DVD installiert, wieder werden wertvolle Gigabytes meiner 256er SSD verbraten. Letztlich sind mehr als 10 GB belegt. Der freie Plattenplatz ist also wirklich beträchtlich zusammen geschrumpft…

Ich starte mal das Programm „Machine“ – das scheint „richtig“ zu sein – ok ich könnte auch die PDF-Bedienungsanleitungen lesen – aber die haben mehrere hundert Seiten und das will ich mir jetzt (noch) ersparen… An der Maschine leuchten alle Lampen in leichtem Orange auf – Yes!!

Doch dann fragt mich ein Dialog ob ich kaufen will, als Demo starten möchte oder die Software registrieren will. So wirklich geht es mir nicht in den Kopf. Ohne den Controller ist dieses Software wertlos. Warum diese Registrierungs-Orgie?

Ich starte zunächst als Demo und siehe da, diese Maschine funktioniert, auch wenn mir völlig unverständlich ist wie man sie zu bedienen hat. Beim Start der anderen Programme ist es ähnlich, Demo – Kaufen – Registrieren… Nachdem alles einmal ausprobiert ist will ich die Software registrieren, auf den DVD-Hüllen sind die zugehörigen Codes abgedruckt. Dazu gibt es das Programm ServiceCenter. Als ich es starte versucht es ein „Selbstupdate“ – ich muss grinsen – doch dieses Grinsen vergeht schnell – das Selbstupdate schlägt fehl. Ich versuche es noch einmal, aber es klappt wieder nicht. In der Fehlermeldung kann ich lesen, dass ich die neueste Version des Service Centers auf der Webseite von NI (Native Instruments) herunterladen muss.

Ok, das geht relativ schnell. Nach der Installation klappt dann auch die Registrierung. Allerdings muss ich immer wieder mein Administrator-Passwort eingeben, das nervt total! Dann geht ein Fenster auf in dem zu lesen ist, dass alles was ich gerade von den DVDs installiert habe schon wieder total veraltet ist. Es gibt UPDATES – fast 1,5 Gigabyte! Wäre ich auf einen popeligen UMTS-Stick angewiesen, so wäre mein monatliches „schnelles“ Volumen jetzt schon fast verbraucht. Mit dem guten Gefühl, dass mein DSL-Anschluß mit keinem „Vodafunk“-Produkt dieser Welt zu ersetzten ist starte ich die Downloads.

Eine Stunde später ist alles da. Der Reihe nach starte ich die Update-Installationen. Immer wieder muss ich mein Administrator-Kennwort eingeben und der Mac wird immer wieder neu gestartet. Das nervt total und ich fühle mich an alte Windows-95 Zeiten erinnert. Hey liebe NI-Entwickler: Könnte ihr nicht EIN großes Installationsprogramm schreiben das die „kleinen“ Installationen durchführt und danach EINMALIG den Rechner neu startet? Das kann doch nicht so schwer sein??

Als endlich alles registriert und upgedatet ist läuft endlich auch die Software. Das hatte ich mir alles einfacher vorgestellt und es war eine echte Geduldsprobe! Dafür werde ich aber mit hunderten cooler Grooves, toll klingender Sounds und einem wirklich guten Controller belohnt. Besonders die 16 großen PADs sind toll. Ich habe auch ein Akai MIDI-Masterkeyboard. Das hat auch einige PADs aber darauf macht das Spiel keinen Spaß, sie sind zu hart und man muss so fest darauf schlagen, dass die Finger schmerzen. Das ist bei der kleinen Maschine tausendmal besser. Ein Amerikaner würde sagen, dass dieses PADs „super responsive“ sind und damit hätte völlig recht. Es macht Spaß, auch wenn die ganze Maschine und der Tisch auf dem alles steht die Klopfgeräusche der Finger verstärkt. Später am Abend bekomme ich dann von meiner Freundin zu hören, dass ich das doch bitte sein lassen soll, weil man das Geklopfe bis ins Schlafzimmer hört und sie kein Auge zu tun kann. Ich breche meine Erkundungsrunde an dieser Stelle ab, eigentlich bin ich auch müde.

Hier einige Videos die sehr schön zeigen was diese kleine Maschine kann und was nicht…

Hier noch drei ausgezeichnet produzierte Tutorials!!

nikonHumors.com geht live…

Was ich in meinem Leben gar nicht mag sind humorlose Menschen. Leider verfolgen Sie einen auf Schritt und Tritt, aber vielleicht ist gerade das der Antrieb immer mal wieder über witzigen Ideen zu sinnieren und einfach auch mal „Quatsch“ zu machen. Als ich mir vor einigen Wochen die „Nikon D4 left“ ausgedacht habe, kam mir der spontane Gedanke mal zu schauen ob es vielleicht eine Seite mit dem URL nikonHumors.com gibt. Dabei hatte ich die stark frequentierte Webseite nikonrumors.com im Kopf und ich habe damals überlegt ob es soetwas auch mit nicht ganz ernst gemeinten Meldungen und Gerüchten gibt.

Meine Überraschung war entsprechend groß als ich feststellen musste, dass noch niemand auf die Idee gekommen war eine Web-Seite mit dem Namen nikonHumors.com zu gründen. Nachdem ich eine Nacht darüber geschlafen hatte habe ich mir diesen URL reserviert. Einige Wochen später geht nun nikonHumors.com an den Start. Für den Anfang habe ich die Artikel aus diesem BLOG die sich vornehmlich mit der Fotografie beschäftigen in diesen BLOG importiert. Sonst wäre es dort sehr schnell sehr langweilig 🙂

Für die Zukunft würde ich mir wünschen, dass IHR LESER mir vielleicht das eine oder andere witzige Foto schickt, kleine Andekdoten erzählt oder mich auf witzige Videos aufmerksam macht. Bei alle dem sollte es natürlich um die Fotografie gehen, vielleicht sogar mit Nikon Kameras, aber das ist kein muss. Warum soll man nicht auch einmal herzlich über einen Fotografen lachen der eine Canon benutzt 😉

Also denn, so sieht sie aus die neue Seite – ich wünsche Euch viel Spaß damit!