Nik Color Efex Pro – Teil 3

Nikon D800E - SAMYANG 2.8/14mm

(Foto aus dem Beispiel-Video – Anklicken für HD-Auflösung)

In den beiden letzten Artikeln habe ich Euch bereits einige Features der Bildbearbeitungsprogramme NIK Color Efex und NIK HDR Efex vorgestellt. Gestern hatte ich zu fortgeschrittener Stunde endlich die Möglichkeit meine neue Hauppauge HD-PVR2 auszupacken und zwischen mein Apple TV und meinen Fernseher zu hängen. Die Verkabelung ist recht einfach. Vom HDMI-Ausgang des Apple-TV geht es in den HDMI-Eingang der HD-PVR2. Von dort dann mit einem zweiten HDMI Kabel direkt in den Fernseher. Die Hauppauge HD-PVR2 hat noch einen USB-Anschluß. Dort wird ein recht langes USB-Kabel eingesteckt über das das Video-Signal aufgenommen werden kann.

Für die Aufnahme gibt es vom Hersteller sogar eine Software die auf meinem MacBook Pro sehr gut funktioniert. Um für einen ersten Test ein Signal zu haben das sich via HD-PVR2 aufzeichnen lässt, habe ich einfach bei einem neuen MacBook das Airplay via Apple-TV aktiviert. Das MacBook kann man so konfigurieren, dass es automatisch die Auflösung des Fernsehers übernimmt. So hatte ich ein schönes FULL HD Signal, das ich gleich wieder mit dem Notebook aufgenommen habe das dieses Signal eigentlich produziert hat.

Das war gewissermaßen „von hinten durch das Auge geschossen“ – aber es sollte ja auch nur ein kleiner Test sein. Beim Anschauen des Test-Videos kam mir dann die Idee, daraus ein kleines Tutorial zu machen. Final Cut Pro X war gerade frisch installiert und so konnte ich gleich schauen wie sich diese Software mit dem extrem hochauflösenden Retina-Display (2880 x 1800 Pixel) schlägt. Die Tonspur habe ich übrigens mit meinem t.bone USB Mikrofon aufgenommen. Hier habe ich einen Screenshot der Video-Bearbeitungssoftware in voller Retina-Auflösung – das ist schon cool! (Einfach anklicken…)

Bildschirmfoto 2013-09-26 um 00.03.21

Hier nun das fertige YouTube-Video in voller HD-Auflösung:

Sowohl Photoshop CS6, als auch die Tools der NIK Collection und Final Cut Pro X funktionieren mit dem Retina Display wirklich gut. Überraschend gut funktioniert auch die Skalierung des Retina Displays. Aufgrund der extrem hohen Pixeldichte kann man endlich auf in Auflösungen arbeiten die von der nativen Auflösung des Displays abweichen. Bei „normalen“ LCDs wird dann meist alles Unscharf und unschön, ganz anders beim Retina Display. Dieses Display ist das mit großem Abstand allerbeste Display das ich in den letzten 30 Jahren benutzen durfte!!

Einige Leser haben mich gefragt ob die NIK Tools denn auch mit Aperture von Apple funktionieren? Um dies zu testen habe ich eben eine etwas ältere Version von Apple Aperture installiert (Version 3.1.4). Wohlgemerkt habe ich Aperture NACH den NIK Tools installiert. Und siehe da, die NIK PlugIns sind trotzdem auf Anhieb verfügbar – Super!

Bildschirmfoto 2013-09-26 um 18.22.13

Bisher habe ich Euch nur die Color Efex und HDR Efex vorgestellt. Hier habe ich jetzt noch einen Screenshot der Silver Efex, die wirklich tolle Möglichkeiten für die Schwarz-Weiss Konvertierung digitaler Fotos bieten. Wer mehr über die einzelnen Komponenten der NIK Collection wissen möchte, der sollte sich die Videos anschauen, die ich im letzten Artikel verknüpft habe.

Bildschirmfoto 2013-09-26 um 18.22.49

Fazit

Es funktioniert alles zusammen wirklich gut. Das neue MacBook verrichtet seine Arbeit in jeder Beziehung ganz ausgezeichnet. Das AirPlay via FritzBox klappt mit einer Verzögerung von etwa 0,5s ganz vorzüglich. Die Skalierung auf das Format des Full-HD Fernsehers klappt automatisch und das Abgreifen des Signals via Hauppauge HD-PVR2 ist sensationell einfach. Es ist eine passende Software für OS-X verfügbar und mit einem speziellen HDMI-Kabel kann ich auch viele digitale Kameras an die HD-PVR2 anschließen.

In den nächsten Wochen werde ich mal schauen wie sich diese Features für die Erstellung von Reviews usw. einsetzen lassen. Endlich kann man bspw. APPs für das iPad in guter Qualität vorstellen und durch die Menüstrukturen einer Nikon D800 navigieren ohne das Geschehen mit einer zweiten Kamera vom Display der D800 abfilmen zu müssen. Für den Winter bin ich also gerüstet und es wird mir während der langen kalten dunklen Nächte die uns sehr bald bevorstehen werden nicht langweilig werden 🙂

Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass ich mich im Video etwas vertan habe. Das SAMYANG-Objektiv hat natürlich 14mm nicht 15mm Brennweite – wie konnte ich das nur vergessen…

Nik Color Efex Pro – Teil 2

Gestern habe ich Euch in einem ersten Artikel einige schnell erstellt Beispiele zu den Möglichkeiten der Nik Color Efex Pro vorgestellt. Diese Software ist aber nur ein Teil einer umfangreichen Sammlung unterschiedlichster Filter und Plug-Ins aus der Nik Collection. Dass diese Software in den letzten Jahren so viele Freunde gefunden hat ist nicht nur auf die guten Ergebnisse, sondern auch auf die sehr einfache Handhabung zurückzuführen.

Für alle die noch überlegen ob sie zuschlagen sollen oder nicht, habe ich aus den Online-Trainingsmaterialien einige gut gemachte YouTube-Videos herausgesucht. Schaut mal hinein, vielleicht habt Ihr ja Spaß daran.

Sobald ich mich selbst ausgiebig durch die unterschiedlichen Filter gearbeitet habe,  werde ich für Euch ein „eigenes“ YouTube-Video mit einer kleinen Zusammenfassung der nützlichsten Filter erstellen.

Jetzt aber erst einmal: FILM AB…

Bildbearbeitung mit Nik Color Efex Pro 4.0

Vor ein paar Tagen habe ich mein inzwischen etwas betagtes 13″ MacBook gegen ein aktuelle Höllenmaschine mit 16GB Arbeitsspeicher, einer 512GB SSD und einem famosen Retina-Display ersetzt. Wie bei jedem Tausch eines Rechners war daher auch diesmal eine ziemliche „Installationsorgie“ notwendig. Nachdem alles installiert war habe ich das neue Display ein wenig mit Photoshop CS6 auf die „Probe“ gestellt. Dabei kam mir die Idee endlich die Nik Color Efex Pro 4.0 zu kaufen und auf diesem tollen neuen Notebook zu installieren. Zu kaufen gibt es diese Software online via Google Nik Collection zum Preis von 149,- $ (ca. 112,- €). Der Kauf ist sehr einfach und der Kaufpreis kann bequem bspw. via Paypal bezahlt werden.

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Die Nik Color Efex Pro 4.0 sind eine Sammlung diverser Tools für die Bildbearbeitung. Nach der Installation hat sich diese Software sehr elegant in Photoshop CS6 integriert, hier gibt es also keinen „Medienbruch“. Für die Nutzung ist kein Wechsel zu einer separaten Software notwendig, alle Arbeitsschritte können innerhalb von Photoshop erfolgen. Bereits nach den ersten „Testbildern“ ist mir diese Software sehr an Herz gewachsen. Gezielt eingesetzt kann man seine Bilder damit sehr subtil aufbessern. Aber es sind auch krasse Bearbeitungen wie im folgenden Bild möglich.

Hier habe ich für Euch ein relativ langweiliges Bild das im Jahr 2011 auf dem Weg nach Walker in Kalifornien entstanden ist.

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Die zu diesem Bild gehörende RAW-Datei habe ich mit Photoshop CS6 geöffnet und anschließend mit den Tools „Color Efex Pro“ und danach „HDR Efex Pro“ bearbeitet. Dabei habe ich einfach einige der vielen Voreinstellungen verwendet. Die gesamt Bearbeitungszeit für dieses Foto betrug kaum eine Minute und das Ergebnis ist ein echter Hingucker. Auch wenn das Ergebnis mit einer Fotografie nicht mehr wirklich viel zu tun hat und es sieht mehr nach einem Gemälde oder einer gerenderten künstlichen Landschaft aussieht, es hat was – meine ganz persönliche Meinung.

(Alle Beispiele sind 1920 Pixel breit, einfach anklicken und via flickr.com in Originalgröße anschauen)

Supernatural California - Nikon D300

Weniger stark übertrieben ist der Einsatz beim folgenden Foto ausgefallen. Hier sehen wir einen im Original etwas langweilige Szenerie aus den Nevada Mountains die Kalifornien und Nevada trennen. Auch hier war die Bearbeitungszeit nicht wirklich lang und das Ergebnis gefällt mir wirklich gut. Um der Bildwirkung Rechnung zu tragen habe ich diese Fotos bei flickr.com im Album „Supernatural Landscapes“ abgelegt.

Supernatural California #2 - Nikon D300

Hier habe ich noch ein alt bekanntes Motiv, das ich zuerst im Jahr 2005 mit einer Nikon D2x und dem Nikon AF-D 80-400mm aufgenommen habe. Fast 6 Jahre später habe ich das gleiche Motiv mit einer Nikon D700 und dem Höllentele Nikkor AF-S VR 4/200-400mm aufgenommen. Dieses Foto habe ich mir erneut vorgeknöpft und das RAW-Bild mit den Nik Color Efex bearbeitet. Hier fällt die Bearbeitung nun deutlich dezenter aus und das Ergebnis gefällt mir wirklich gut.

La Casa de Dios

Kommen wir zu einem Foto das vor etwas acht Wochen während einer Motorradtour mit der Nikon 1 J2 entstanden ist. Die Gegenlichtsituation war schwierig und der kleine Chip schien zunächst deutlich überfordert zu sein. Die JPG-Datei zeigte besonders in den hellen Bereichen nahezu keine Zeichnung mehr. Umso mehr war ich erstaunt was die Nik HDR Efex in diesem Bild sichtbar machen konnten.

Nikon_1V1_DSC_5661

Hier ein zweites weitere Beispiele die während dieser Motorradtour entstanden sind.

Nikon_1V1_DSC_5572

Nikon_1V1_DSC_5522

Hier habe ich noch einen direkten A/B Vergleich zwischen einer JPG-Datei so wie sie meine Nikon D300 geliefert und hat und einer etwas übertriebenen Bearbeitung mit den NIK Filtern.

Supernatural-California #3 - Nikon D300

Supernatural-California-3-Original

Fazit

Wer einen Weg zur überaus effizienten Nachbearbeitung seines Bildmaterials sucht und wie ich in der Landschaftsfotografie einen etwas „übernatürlichen“ Look seiner Fotos mag, der kommt für ca. 112,- Euro mit den Tools der Nik Collection sehr schnell ans Ziel. Doch der Leistungsumfang dieser Software geht weit über die hier gezeigten Beispiele hinaus. Die enthaltenen Tools für das gezielte „Nachschärfen“ und Schwarz-Weiß Konvertierungen werde ich in den kommenden Wochen näher unter die Lupe nehmen und für Euch immer wieder entsprechend markierte Beispielfotos bei flickr.com posten.

Wer mag kann mich auch bei facebook adden und dort mit mir alle Themen der Fotografie diskutieren.

Bildaufbau für Dummies – Teil 2

In meinem letzten Artikel zu diesem Thema habe ich versucht Euch näher zu bringen, dass viele Bilder einem gewissen Konzept folgen, seien es nun Gemälde von Claude Monet oder das eine oder andere nette Urlaubsfoto. Oft entscheiden bei einem Urlaubsfoto einige wenige Augenblicke darüber ob man am Ende einer Reise eine sichtbar gestaltete Fotografie oder ein einfaches Knipsbild mit nach Hause bringt.

Schauen wir uns noch einmal dieses Bild von Claude Monet an. Achtet mal darauf wohin die Straße führt und wie er die Zäune angelegt hat.

Claude-Monet-10

Nun schaut Euch dieses Foto an das ich im Jahr 2010 irgendwo in Colorado kurz vor einem Schneesturm aufgenommen habe. Das Konzept hinter beiden Bildern ist nahezu identisch. Leider habe ich hier keine Menschen im Bild 😦

Toward the storm

Dann ein völlig anderes Foto, aber mit identischem Konzept – leider auch ohne Menschen – arg…

_DSC4884

Und wieder das gleiche Konzept, Roadmovies mag ich einfach gern…

Through Capitol Reef NP

Schaut man sich dieses Bild an, so findet sich hier das gleiche Konzept wieder.

The Farmers have gone - Nikon D300

Auch wenn diese Beispielfotos keine weltbewegenden Meisterwerke der Fotografie sind, so sind sie doch aktiv gestaltet. Sie sind nicht schnell geknipst sondern mit etwas Überlegung entstanden.

Schauen wir uns noch ein weiteres Beispiel an. Im Jahr 2010 kamen meine Freundin und ich nach einer eiskalten Nacht am frühen Morgen an einer Farm vorbei die über Nacht bewässert wurde. Überall waren Eiszapfen und die Bewässerungsanlage war noch immer eingeschaltet. Ich war wie elektrisiert und habe versucht dies Motiv mit meiner Kamera festzuhalten. Schauen wir uns eines der ersten Bilder an.

Icicles #2

Das erste Foto gibt lediglich die Situation wieder. Wirklich gestaltet ist es nicht, man könnte auch sagen „Das ist ein Knipsbild!“ Schauen wir uns den nächsten Versuch an. Hier hatte ich die Idee den störenden Zaun in den Bildaufbau zu integrieren. Wirklich gelungen ist es nicht, auch dieses Fotos ist ein „Knipsbild“.

Icicles #5

Bei der Kontrolle der Bilder auf dem Kameradisplay ist mir damals schnell aufgefallen, dass das alles Mist ist und ich habe versucht ein gestaltetes Foto dieser vereisten Anlage aufzunehmen. Hier hatte ich die Idee die entlang der Wasserleitung montierten Räder wie einen Tunnel wirken zu lassen und das Bild damit etwas spannender zu gestalten. Der Schatten den das Rohr auf die Wiese war wollte ich nutzen um die Augen des Betrachters zu diesen Rädern zu lenken. Ok, dieses Bild enthält nun eine Art von Konzept, wirklich gelungen ist es allerdings auch nicht.

Icicles #4

Hier jetzt das für mich beste Foto dieser Serie. Hier stimmt eigentlich alles so wie ich es mir vorstelle und das seitlich einfallende Licht lässt die Eiszapfen unterhalb der Wasserleitung zusätzlich noch schön aufleuchten. Mission erfüllt könnte man sagen.  Vergleicht man das erstes und letzte Foto dieses Motivs so versteht Ihr jetzt hoffentlich was ich meine wenn ich davon schreibe oder rede, dass jedem Foto eine Idee oder ein Konzept zugrunde liegen sollte. Fotos ohne Konzept sind in der Regel einfach Schnappschüsse. Das mag für das Fotoalbum zur letzten Reise ganz ok sein, wer aber auf der Suche nach einer eigenen Bildsprache ist sollte sich damit nicht zufrieden geben. (Denn sonst wird das nix mit der Bildsprache…)

Icicles #3

Bildaufbau für Dummies

Vor einigen Wochen habe ich Euch im Artikel „Fotografieren nicht knipsen“ versucht einige grundlegende Tipps für das Fotografieren auf Reisen zu geben. Heute wollen wir dieses Thema ein wenig vertiefen.

Was zeichnet ein gutes Fotos aus?

Das ist ein komplexes Thema zu dem schon viele dicke Bücher geschrieben wurden. Wer keine Lust hat diese Bücher zu lesen und trotzdem eine eigene Bildersprache entwickeln möchte, der könnte sich bei einigen anerkannt guten Vorbildern orientieren. Es ist gar keine schlechte Idee mal ein Museum zu besuchen und sich einige der alten Meister in aller Ruhe anzusehen. Fühlt man sich von einem Bild besonders angesprochen, sollte man verweilen und überlegen was an diesem Bild besonders ist. Viele bedeutsame Maler haben nicht einfach drauf los gemalt sondern sind mit Sinn und Verstand an ihre Bilder herangegangen, schließlich waren Farben und Leinwände schon immer wirklich teuer.

Wer keine Lust auf ein Museum hat, kann sich beispielsweise bei WikiPaintings.org viele Gemälde alter Meister völlig kostenlos anschauen.

www.wikipaintings.org

Als passionierter „Landschaftsknipser“ sprechen mich beispielsweise Bilder von Claude Monet sehr an. Einige habe ich für Euch heraus gepickt und würde gern ein paar Worte dazu sagen.

Beginnen wir mit einer einfachen Szene auf dem Land. Ein Mann trägt auf dem Rücken Brennholz nach Hause. Damit erzählt das Bild schon eine kleine Geschichte. Monet hat das Spiel von Licht und Schatten wunderbar in sein Bild integriert. Der Horizont liegt im unteren Drittel des Bildes, ein kleiner Weg lenkt das Auge in den Wald hinein. Der Man kommt auf den Betrachter zu in steuert schnurstracks die linke untere Bildecke an. Die Wolken spiegeln den Verlauf der Bäume, es ist ein „Schwung“ von oben links nach unten rechts. Alles in allem ein einfaches stimmiges Bild mit einem Bildaufbau der sehr einfach nachvollzogen werden kann. Wer sein nächstes Foto im herbstlichen Wald so gestaltet macht also nichts verkehrt!

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Schauen wir uns das nächste Beispiel an. Die Szenerie ist völlig anders, aber es gibt viele Gemeinsamkeiten.

Achtet mal darauf:

  • Wo ist der Horizont?
  • Welche Diagonalen prägen den Bildaufbau?
  • Wo hat Monet das bildwichtige Motiv, das gestrandete Schiff angeordnet?

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Auch das nächste Bild ist ein Motiv wie man es in den nächsten Wochen wird finden können. Der große dunkle Baum dominiert das Bild, er ist an der Schnittkante des mittleren und rechten „Bild-Drittels“ angeordnet. Teilt man das Bild in Gedanken in neun gleich große Teile auf, so hat der Baum seinen Ursprung in der unteren rechten Ecke des „mittleren Neuntels“.

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Nun wieder ein Bild am Meer, der Grundlegende Aufbau ist ganz ähnlich, beide Bilder dominiert eine (gedachte) Diagonale von unten links  nach rechts. Der „Horizont“ ist in gleicher Weise angeordnet, der Schaum der Welle läuft exakt in die linke untere Bildecke. Die Menschen beleben das Bild und sie scheinen ein klares Ziel zu haben.

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In der Landschaftsfotografie braucht man oft viele Anläufe bis man ein Motiv zur besten Jahreszeit beim besten Licht eingefangen hat. Das war zu Zeiten von Claude Monet nicht anders. Auch er hat sich viele Motive immer wieder vorgenommen und sich ihnen zu unterschiedlichen Jahreszeiten genähert.

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Achten mal auf den Fluchtpunkt, welcher Baum ist der dickste, wo ist er angeordnet, wie ist der Schattenwurf?

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Nun eine Szene in einem Hafen, was fällt Euch hier auf? Wo ist der Horizont, welches Schiff ist das größte? Gibt es Menschen die mit ihrer Körpergröße die Dimensionen der anderen Objekte des Bildes „erklären“. Sind da etwa Möwen im Bild?? Wie sehen die Wolken aus, ziehen sie in die gleiche Richtung in die auch die Boote segeln?

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Claude Monet hat sehr häufig Menschen in seine Bilder integriert. Im folgenden Bild gibt der Mann mit seiner Zeitung dem Bild erst die richtige Aussage. Was wäre dieses Bild ohne den Mann und seine Zeitung wert? Er dieses „Objekt“ erklärt die Szenerie, es ist ein warmer Sommertag, die Vögel singen und im Schatten lässt es sich bei einer Zeitung verweilen – ein Bild und fast schon wieder eine kleine Geschichte.

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Im nächsten Bild sehen wir eine Frau mit Sonnenschirm im weißen Kleid. Wo hat Monet sie positioniert, in der Bildmitte? Weist ihr Schatten zum Bildrand oder zur Bildmitte? Wie wäre die Aussage wenn die Frau rechts angeordnet wäre? Wo liegt der „Horizont“?

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Hier scheint sich die Dame bei einem Buch im Schatten unter einem Baum etwas auszuruhen und den schönen Tag zu genießen. Schaut sie grinsend ins Bild, reckt sie lasziv die Arme hoch und streckt ihre Brüste heraus? Nein sie ist konzentriert und kurz davor mit der linken Hand zur nächsten Seite umzublättern. Ihre Pose ist zu 100% authentisch, fast als hätte der Maler sie heimlich beobachtet und sie ihn gar nicht bemerkt.

Beim nächsten Shooting mit Eurer Freundin könntet Ihr kurz an dieses Bild denken. Vielleicht fotografiert Ihr Eure Herzdame mal bei ihrer Lieblingsbeschäftigung, in Gedanken versunken, ohne für die Kamera zu posieren…

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Nun wieder eine Winterlandschaft, ähnliche Motive sind so fern ja auch nicht mehr 🙂 Wenn man dieses Bild in Gedanken in neuen gleich große Teile aufteilt, so „zielt“ der Verlauf der Straße auch hier auf die untere rechte Ecke des mittleren „Neuntels“. Achtet auf den Verlauf der Zäune. Links läuft die Straße perfekt in der unteren Bildecke aus. Rechts weisen die Fußpunkte der Holzpfosten auf die andere Bildecke. Die beiden Menschen geben dem Bild den letzten Schliff. Ein einfaches Bild, aber es ist mit „Grips“ gemalt!

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Und jetzt IHR…

Ok, bei den nächsten vier Bildern könnt Ihr selbst einmal überlegen was Euch auffällt. Über eine Diskussion mit anderen Lesern würde ich mich sehr freuen. Benutzt einfach die Kommentarfunktion – ich bin wirklich gespannt wer sich traut etwas dazu zu schreiben!!

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