Las Vegas mit Nikon P7000

Nach dem Frühstück geht es mit dem riesigen Chevrolet Tahoe ab ins Gewimmel der Großstadt. Unser Ziel ist das erst vor einigen Wochen eröffnete Cosmopolitan. Dieses gewaltige Casino hat mehr als 4.000.000.000 $ gekostet, der größte Anteilseigner ist die Deutsche Bank – krass!

Wir finden Casino daneben sehr schnell einen Parkplatz. Das klappt im Allgemeinen hier immer sehr gut. Alle Casinos haben ihre eigenen gewaltigen Parkhäuser. Zu Fuß geht es dann in der „ersten Etage“ von einem Casino in das Nächste. Im „Erdgeschoß“ fahren in Las Vegas im wesentlichen die Autos. Damit man ungehindert von einem Casino in das Nächte schlendern kann gibt es hier irre viele Fußgängerbrücken.

Ich will endlich mal nicht nur schleppen und nehme einfach nur die kleine Nikon P7000 mit. Abends bin ich dann wirklich begeistert was das Ding für tolle Bilder liefert. Selbst die JPGs sind praktisch immer korrekt belichtet und auch bei langen Belichtungszeiten meist krachig scharf – genial das kleine Ding! Ok, bis der Zoom mal das gefunden hat was man möchte, das dauert ggf. ein wenig. Die Bildfolge ist nicht so rasend schnell wie bei der D2x oder der D300, aber immerhin, das Ding liefert wirklich schöne Fotos.

Aber seht selbst:

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Wenn man mit offenen Augen durch diese teilweise wirklich aufwändig gestalteten Casinos geht findet man immer wieder wirklich schöne abstrakte Motive.

Mittags sind wir ziemlich pflastermüde, es geht ins Coco’s – das kennen wir noch vom letzten Jahr und die haben leckeres Essen zu vernünftigen Preisen. Eine Stunde später sind wir dann im „Treasure Island“ – ein echtes Piraten-Casino – nicht nur von außen ganz nett gemacht.

Wirklich witzig finde ich diese irre langen Limousinen. Manchmal wird hier sogar ein Hummer gestretcht – krasse Sache…

Gelegentlich steht auch mal was direkt vor dem Eiffelturm…

Als dann ein Sturm aufzieht und es kalt und ungemütlich wird machen wir uns wieder auf zum Motel. Hier ist die Tür des Seiteneinganges immer noch defekt und jeder der hier hinein und heraus geht lässt sie einfach zuknallen. Das ist wirklich nervtötend! Mal sehen was man da noch machen kann…

 

Valley of Fire



Nach einer Nacht mit ziemlich viel Straßenlärm und wenig Schlaf geht es am morgen kurz hinunter in den Frühstücksraum. Das sieht alles zwar ganz ok aus, aber es ist doch etwas mager. Eigentlich gibt es nur Kaffee, Kuchen, Süßkrams, Waffeln, Kornflakes und O-Saft. Wir gehen auf die andere Straßenseite zu Denny’s. Dort gibt es Rührei, zwei kleine Würstchen, einen English-Muffin, Yoghurt und Obst.

Frisch gestärkt räume ich danach unseren Dodge Nitro aus, es kommt einfach alles in das Zimmer im Comfort Inn. Eine Stunde später sind wir in der Gilespie-Street am Car-Rental-Center. Ich parke erst einmal draußen bei den Kurzzeit-Parkplätzen. Bewaffnet mit Führerschein, Kreditkarte, Reisepass und Mietvertrag geht es zum Schalter von Alamo. Da ist eine lange Schlange und ich muss ziemlich schlucken als ich das sehe. Einer der Mitarbeiter bekommt das mit und als er den Mietvertrag in meiner Hand sieht fragt er sofort ob etwas nicht ok sei. Ich erzähle ihm, dass der Dodge ziemlich nach rechts zieht und dass die Reifen ab 65 Meilen kräftig anfangen zu rattern und dass wir das Auto deshalb gern tauschen würden. Ist alles kein Problem, ich soll zum Car-Exchange fahren.

Also geht es wieder hinaus zum Auto und hinein damit ins Car-Rental-Center. Nur einen Exchange-Place finden wir nirgendwo und schon sind wir auch wieder draußen. Also unternehmen wir den zweiten Anlauf! Nun fahre ich einfach mal zum „Car-Return“ – also der Rückgabestelle. Das in der Hoffnung, dass ich da nicht wieder hinaus muss, denn das geht nicht, ohne dass alle Reifen des Autos aufgeschlitzt werden. So ist das hier, es gibt fiese Sägezähne im Betonboden die man nur in einer Richtung überfahren kann.

Am Car-Return von Alamo ist eine ganz nette Dame. Ich erkläre auch ihr was los ist und es ist alles gar kein Problem. Sie prüft kurz den Kilometerstand und gibt mir eine unterschriebene Quittung. Dann schickt sich mich los einen Typen zu suchen der eine Krawatte trägt und Ken heißt – so wieder Freund von Barbie. Nach einem kurzen witzigen Wortwechsel im Service-Point stehen wir dann vor Ken. Es ist ein schwarzer Typ, etwa 40, mit Krawatte und Signalweste drüber. Er ist ziemlich busy, telefoniert pausenlos. Ich erkläre ihm, dass wir unser Auto tauschen möchten, weil es einen Defekt hat. Er fragt mich was das denn für ein Auto ist. Ich übertreibe ein wenig und preise den Dodge als „Standard SUV with 4-Wheel-Drive and High-Clearance“ an. (Allrad mit viele Bodenfreiheit) Er geht mit uns zur SUV-Ecke. Dort stehen sicher 20 Fahrzeuge herum, er will fragt ob ein Jeep Grand Cherokee für uns ok ist. Ich bin kurz davor breit zu grinsen, dann sehe ich, dass auf dem Kofferraumdeckel nichts von 4×4 steht. „Is it a four wheel drive??“ Er schaut skeptisch unter das Auto – „No it isn’t, but it’s a really good car!“ Ne ne ne, das will ich nicht, das Ding mag ja toll sein, aber damit komme ich weder zur Wave noch zum White Pocket oder anderen coolen Locations.

Ich sage ihm, dass ich wirklich gerne wieder einen 4×4 haben möchte (auch wenn der hässliche weiße Ziegelstein es ja gar nicht war). Er schaut sich um und sagt mir, dass er keinen einzigen SUV mit Allradantrieb da hat! Krass, lauter Geländewagen ohne Allrad, was soll den der Blödsinn?

Ich frage ob ich nicht warten kann bis jemand einen SUV mit Allrad zurück gibt und der aus der Reinigung kommt? „Let me see what I can do…“ Ken telefoniert und geht weg. Da stehen wir nun, was jetzt? Den Dodge haben wir abgegeben und nun? Sekunden später kommt ein anderer Typ mit Alamo-Weste auf uns zu und fragt uns ob wir den SUV haben möchten? Ja ja ja, das wollen wir! Er zeigt auf einen echt großen weißen Wagen ganz hinten bei den Full-Size-SUVs. Der Schlüssel wäre hinter dem Tankdeckel, der hätte einen Allradantrieb und den könnten wir haben.

Super, ich bedanke mich ganz herzlich. Den Schlüssel finde ich sofort und er ist ganz nass. Das Auto war gerade eben noch in der Waschanlage – cool! Als ich die Türe öffne muss ich wirklich schlucken, es ist ein riesig großes Schlachtschiff, was für eine Kiste. Wir packen schnell die Sachen die wir in den Händen haben auf den Rücksitz und ich starte den Motor. Nur wo ist der Schalthebel? Hä? Kein Schalthebel, kein Knüppel für die Automatik?? Dann geht mir ein Licht auf, der Wählhebel für die Automatik ist rechts an der Lenksäule. Eine Handbremse gibt es auch nicht, die muss man mit dem linken Fuß betätigen. Einmal treten ist sie fest, noch einmal treten ist sie wieder los.

Die Kiste hat drei Sitzreihen, da passt eine ganze Großfamilie hinein. Wow! Der Motor blubbert als hätte er 8 Zylinder und 5 Liter Hubraum – hat er vielleicht sogar – ich werde das noch prüfen! Sandra grinst, ich sage nur „Noch sind wir damit nicht draußen!!!“

Als wir an dem kleinen Häuschen stehen in dem eine Alamo-Angestellte eine echt massive Schranke freigeben kann oder eben nicht wird mir ein wenig mulmig. Was wenn wir nun etliche hundert Dollar zuzahlen müssen? Aber es ist kein Problem, ich erkläre alles zum vierten Mal und wir bekommen einen neuen Mietvertrag. Ich soll einfach beide Verträge bei mir behalten und sie am 3. April bei der Rückgabe dieses Schlachtschiffes abgeben. Sie öffnet die Schranke und los geht der Spaß!

Wir haben einen Chevrolet Tahoe! Yeah! http://de.wikipedia.org/wiki/Chevrolet_Tahoe

In der Wikipedia lese ich gerade, dass die Allradversion dieses Vehikels einen 5,3 Liter V8 mit 320 PS hat – krass! Unser Tahoe ist also eine riesige große Karre die sowas von Co2 „unfriendly“ ist wie man es sich nur denken kann.

Aber aus Oregon kommt er auch!

Nach einem kurzen Abstecher am Hotel geht es dann zum Valley of Fire. Der Tahoe läuft 80 Km/h bei 1500 Umdrehungen pro Minute – was für ein Motor! Ich mag gar nicht darüber nachdenken was sich diese Kiste dabei an Sprit reinzieht. 20 Liter auf 100 Kilometern?

Im Valley of Fire zahlen wir 10$ Eintritt – eigentlich dachte ich, dieser State Park wäre wegen der Finanzkrise geschlossen, aber davon ist keine Spur. Es sieht alles gut aus, sogar der Campingplatz ist zu 100% ausgebucht. Wir fahren bei tollem Sonnenschein und 70° Fahrenheit (21°C) durch den Park. Später als wir wieder aufbrechen sind es dann sogar 75° Fahrenheit (24°C).

Es entstehen wirklich viele Fotos und uns wird es in der Sonne ganz schön warm. Vergessen ist das Schneetreiben am Mono Lake vor zwei Tagen!

Um etwa 16h machen wir uns auf den Rückweg. Statt zurück zur Interstate 15 zu fahren, nehme ich die Straße nach Osten in Richtung Lake Mead. Die Landschaft hier ist grandios, nur die Straße hinab zum Lake Mead die wir uns ausgeguckt hatten ist geschlossen. Die nächste Straße auch, so ein Blödsinn – ständig ist hier alles geschlossen – entweder wegen Schnee oder wegen Willkür… Egal, wir brauchen keinen Sonnenuntergang am Lake Mead, es geht weiter nach Las Vegas. Der kleine Umweg ist etwa 100 Kilometer lang. Doch die Zeit vergeht wie im Flug, die Landschaft hält uns immer wieder in Atem. Hier mal mit einem Moped entlang düsen – genial!

Kurz vor Sonnenuntergang kommen wir von Osten nach Las Vegas herein. Wir kommen aus den Bergen und haben eine tolle Sicht über die gesamte Stadt. Es stehen ein paar Autos am Straßenrand und eine Reihe von Fotografen ist unterwegs auf einen der vielen Hügel.

Wir fahren weiter, denn wir haben Hunger! Sandra hat etwas von Pizza gelesen. Als wir dort sind, ist steht da nicht mehr Pizza sondern Plaza auf dem Schild – irgendjemand hat es während des Tages umlackiert. Pizza gibt es direkt neben unserem Hotel jedenfalls keine. Also gehen wir rüber zu Denny’s. Ich probiere mal den Fisch mit Pico de Gallo und Stampfkartoffeln mit Cheddar-Käse. Schmeckt wirklich gut!

Später im Hotel wir dann bei einem Corona kurz die Beute des Tages gesichtet, „gebloggt“ und dann werden wir versuchen mal ne Runde zu schlafen.

Hier noch schnell eine Blick auf Sandras „Arbeitsplatz“ hier neben mir im Comfort Inn…

Den Track des Tages habe ich ab der Ausfahrt von Interstate 15 bis zurück zum Hotel aufgezeichnet. So sieht das dann bei Google Earth aus:

Hier das Valley of Fire im Detail:

Hier habe ich die KML-Datei abgelegt – man kann sie herunterladen und dann mit Google Earth die Route virtuell abfliegen.

Mono Lake Reloaded

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Nach einem ausgiebigen Frühstück bei Denny’s (wo sonst) setze ich Sandra am Einkaufszentrum ab. Sie will sich einen ruhigen Tag in Bishop machen, für einen Trip zu Mono Lake ist es ihr zu kalt. Am Einkaufszentrum kann ich schnell volltanken, wer weiß was heute auf mich wartet – besser ist das! Hier kann ich ausnahmsweise mal wieder problemlos mit der Kreditkarte direkt an der Zapfsäule bezahlen. Einfach kurz die Karte in den Kartenleser stecken, dann schnell herausziehen, kurz warten, die Sorte wählen und los geht es. Hier kostet die Gallone 4.159$. Gestern haben wir sogar für über 5$ getankt. Der Sprit ist hier im letzten Jahr wirklich sehr viel teurer geworden.

Es geht los, der Himmel im Norden sieht gar nicht gut aus. Und dieser Eindruck wird auch nicht trügen! Als ich etwa 90 Minuten später am Mono Lake eintreffe habe ich ein paar echt schwierige Kilometer hinter mir. Zwischendurch geht es durch krassen Schneematsch, später fährt ein Räumfahrzeug vor mir her. Es schneit wie verrückt, der See ist kaum zu sehen.

Ich fahre mal kurz hinter Lee Vining zum See hinunter, das Wasser ist kaum zu sehen. Also gibt es erst einmal ein kleines Video.

Ich muss mich noch korrigieren, der Mono Lake liegt 1946 Meter hoch. Wie dem auch sei, nach meinem kleinen Video fahre ich mal zum alten Friedhof – Mono Cemetery heißt das hier. Im Internet habe ich ein paar Fotos in tiefem Schnee gesehen die etwas besonderes hatten. Als ich dort eintreffe ist es aber alles nur nass und matschig. Der Schnee bleibt nicht liegen. Vorn links auf dem Friedhofsgelände liegt ein krasses „Werkzeug“. Es ist ein Art Schablone die sich der Totengräber zusammen geschweißt hat. Sie wird wohl verwendet, damit die Wände der Gräber während des Ausschachten nicht zusammen rutschen. Sogar eine kleine Treppe hat man dort hinein geschweißt. Ein krasses Ding…

Ich mache ein paar Fotos und rette mich schnell wieder ins warme Auto. Draußen sind es 0°C und es weht ein mörderischer Wind. Bei meiner Abreise in Bishop hatten wir noch etwa 17°C, unterwegs zeigte das Thermometer kurzzeitig -3°C!! Wenn man bedenkt, dass wir vorgestern bei 25°C angekommen sind, das ist schon krass. Und wieder bestätigt sich, dass es in dieser Jahreszeit eigentlich keine Kleidungsempfehlung geben kann ausser „Was für warm und was für kalt!“

Auf dem Rückweg vom Friedhof lässt der Schneesturm dann auf wundersame Art und Weise nach. Ich fahre noch einmal zum See hinunter. Nun kann ich sogar ein paar Fotos machen. Man sieht zwar den Horizont nicht, aber irgendwie hat dieses verschneite Uferlandschaft ihre ganz eigenen Reiz. Beim Versuch mit den den „Tufas“ zu nähern rutsche ich immer wieder aus, der gesamte Uferbereich ist völlig aufgeweicht. Die Schuhe sind nach ein paar Metern nass und voller Matsch, ich gebe auf…

Eine Weile später bin ich am südlichen Zipfel des Sees. Hier sind die Tufas sowieso viel schöner. Und ich kann auch ein paar Fotos machen.

Nachmittags um 3h fahre ich noch kurz rüber zum Marina Beach. Danach bin ich so durchgefroren, dass ich mich auf den Rückweg mache. Oben an der Straße zeigt mir das Navi, dass diese Straße mit der Nummer 120 im Osten auf den Highway 6 rifft, das wäre vielleicht ein schöner Rundweg, mal eine andere Strecke. Es geht los, aber bereits nach ein paar hundert Metern ist auch diese Straße geschlossen. Ich kehre um und fahre mal in Richtung June Lake.

Dort angekommen bin ich überrascht wie viele Motels es hier gibt und dass sie sogar geöffnet haben. Es sieht so aus, als würden hier eine Menge Leute zum Fischen hinkommen. Auf dem Navi kann ich drei Seen sehen, gut gelaunt geht es vom June Lake in Richtung Silverlake. Doch auch diese Straße ist dann irgendwann gesperrt. Es ist frustrierend, wir sind hier in Nevada definitiv 2-3 Monate zu früh.

Nach einem kleinen Schlenker mache ich mich dann auf den Rückweg nach Bishop. Dort treffe ich etwa um 17h ein. Es wird langsam dunkel. Und die Entscheidung zurück zu fahren war sicher nicht verkehrt, denn einen schönen Abendhimmel gibt es heute nicht, es wird einfach dunkel.

Trotzdem war Tag sehr schön, es muss ja auch mal regnen. Eigentlich wollten wir hier noch einen Tag verlängern, aber so wie es aussieht, werden wir morgen weiter in Richtung Las Vegas fahren. Mal sehen wo wir Halt machen, vielleicht noch einen Tag in Death Valley?

Und noch die Trackanalyse…

Hier habe ich die KML-Datei des Tages abgelegt. Einfach den Link hier anklicken, die Datei herunterladen und dann mit Google Earth öffnen.

Mono Lake

Nach der Ankunft in Bishop packen wir erst einmal unsere Sachen aus. Kurz bloggen, damit die daheim gebliebenen Bescheid wissen und sich keine Sorgen machen müssen. Danach stopfen wir ein paar unserer Anziehsachen in die beiden Waschmaschinen der Guest Laundry. Anschließend geht es rüber zu Denny’s. Ich ordere ein Club Sandwich. Es ist gut, aber nicht so gut wie im Heiliggeist in Mainz! Irgendwie habe ich so recht auch gar keinen Hunger, die verbliebene Hälfte lasse ich mir einpacken. Das ist hier durchaus üblich und so habe ich ggf. später am Mono Lake noch etwas zu Essen dabei. Allerdings werde ich dort so im Fotofieber sein, dass ich das halbe Sandwich wieder mit zurück bringen werde – aber wer weiß das denn schon im Voraus?

Nachdem wir bezahlt haben und Sandra sich verabschiedet hat, geht es wieder ungefähr 100 Kilometer zurück zum Mono Lake. Sandra geht derweil shoppen und erkundet Bishop.

Der Weg zum Mono Lake ist auch in der Gegenrichtung einfach atemberaubend. Diesmal sind die verschneiten hohen Berge links neben mir, rechts ist die Wüste, ein abwechslungsreiches Land 🙂

Hier habe ich ein paar Fotos die ich heute mit der Nikon D300 und der Nikon D2x gemacht habe. An der D300 war das 70-200mm Telezoom und später das Tokina 12-24mm Weitwinkel. An der D2x war die meiste Zeit das 2.8/17-55mm samt B&W Polfilter.

Hier ein paar Fotos die zwischen Mono Lake und Bishop entstanden sind.

Nach etwa einer Stunde komme ich dann am Mono Lake an. Die letzten paar Kilometer geht es auf gut befahrbaren Schotterpisten voran. Einen Allrad-Antrieb braucht man hier nicht, ich komme mit unserem hässlichen weißen Dodge ganz gut vorwärts. Ich fahre erst einmal zum westlichen Ufer des Sees. Dort muss aber ein kleiner Bach überquert werden, kurz vorher steht auf einem Schild „Flooded“. 100 Meter später sehe ich den Salat. Da will ich mit dem Dodge nicht stecken bleiben, also zurück zum südlichen Zipfel des Sees. Nach etwa 10 Minuten bin ich dann an einem gut ausgebauten Parkplatz. Es gibt Toilettenhäuschen, einen Info-Stand, Picknick-Tische und eine Säule mit Permits für die ganz ganz braven Besucher. Ich bin heute mal nicht brav und spare mit die paar Dollar.

Das ist mein erstes „Übersichtsbild“, es ist mit der D2x am Parkplatz entstanden. Ich habe mich dazu auf einen der Picknick-Tische gestellt.

Hier habe ich eine schöne abstrakte Spielerei die mit der D300 und dem 70-200 bei 200mm Brennweite entstanden ist.

Nach den ersten Testbildern geht es bepackt mit vier Kameras hinunter an den See. Dabei habe ich die D300 samt 70-200mm Telezoom, die D2x mit 17-55mm Weitwinkelzoom, die F80 mit einem Fuji Velvia 50 und die neue Nikon P7000, mit der ich ein paar kleine Filmsequenzen aufzeichnen möchte.

Nach einer halben Stunden kommt ein nettes Pärchen dazu. Sie knipsen mit Canon Kameras und benutzen diverse bunte Cokin-Filter. Jeder Jeck ist anders… Ich bin etwa drei Stunden beschäftigt. Dann ist die Sonne in den Wolken über den hohen Bergen völlig unspektakulär verschwunden. Ich mache mich auf den Rückweg. Nun ein paar Bilder aus D2x und D300 in gemischter nicht chronologischer Folge.

Bei meiner Abfahrt in Bishop hat das Thermometer 23°C angezeigt, bei der Ankunft am Mono Lake dann 13°C, jetzt wo die Sonne weg ist sind es nur noch bitterkalte 3°C. Und es ist höllisch windig, scharfe Bilder sich auch mit Stativ kaum noch zu realisieren. Gut, dass ich ein paar warme Jacken dabei habe!

Der Rückweg nach Bishop geht wie im Flug, aber es ist sehr windig und es weht mich ein paar mal fast von der Straße. Höllisch stürmisch kann das hier werden. Und die Polizisten stehen hinter allen Sträuchern. Auf dem Rück weg sehe ich DREI Polizeiautos die sich den Verkehr anschauen! Man sollte sich hier an die 65 Meilen pro Stunde (mph) halten!

Im Motel ist Sandra dann schon da. Sie hat gute Laune, war den ganzen Tag unterwegs. Ich kopieren meine „Beute“ auf die externe Festplatte und bin danach sehr gespannt wie die Bilder so geworden sind.

Bereits die drei ersten Fotos aus der genialen kleinen Nikon P7000 gefallen mir richtig gut, aber sehr selbst. Einfach mal die Bilder anklicken, dann sieht man sie in der 1000 Pixel breiten Auflösung.

Hier sind alle Bilder zusammen als Diashow:

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Hier habe ich noch den Track des Tages in der Google-Earth Ansicht.

Wer mag, kann sich den Track des Tages auch hier herunterladen und dann mit Google-Earth die Route virtuell abfliegen.

San Francisco Bay

Nachdem unser Zimmer hier in Sausalito verlängert ist, gibt es in der Lobby des Hotels ein recht gutes Frühstück. Ok, das mit dem „Besten Frühstück der Welt“ habe ich hier ja schon oft geschrieben. Und ein „Bestes Frühstück der Welt“ kann man eben nicht toppen, denn das wäre ebenso ein Paradoxem wie der gestern von Sandra geprägte herrliche Ausdruck, das „WLAN-Kabel“ – der ist gut, gell? 🙂

Die nette Dame an der Rezeption fragt uns ob wir Schirme mitnehmen wollen, gleich neben dem Ausgang steht eine ganze Batterie. Ihr schiere Anzahl legt meine Stirn in Falten. Wenn hier immer die Sonne scheinen würde, dann hätten sie nicht so viele Regenschirme. Ob die ganzen alten Songs meiner Kindheit die ständig von der Sonne in San Francisco schwärmen alle eine einzige große Lüge waren? Ein Teil der Nachkriegspropaganda, eine Verhöhnung der armen Schweine die in Deutschland in Kälte und Regen ausharren müssen? Hm, wer Verschwörungstheorien mag hätte hier vielleicht ein weites Feld. Wenn ich genau darüber nachdenke, wahrscheinlich haben wir heute einfach nur ein wenig Pech mit dem Wetter…

Ok, es geht ins Auto und dann an der Küste entlang zum Nord-Östlichen Fußpunkt der Golden-Gate-Bridge. Ehe wir es uns versehen, sind wir dann auch schon unten hindurch gefahren, ist ganz einfach! Ein paar Minuten später sind wir oben am gegenüberliegenden Aussichtspunkt. Es ist schrecklich windig, es regnet und das Thermometer zeigt auch nur ganze 11°C. Eigentlich kein Fotowetter. Ich gehe trotzdem mal den Touristenpfad hinauf zum Aussichtshügel. Oben staune ich nicht schlecht, als ich die umfangreichen Überreste der alten Befestigungsanlagen sehen kann. Hier wurde in den 30er Jahre alles hergerichtet, was man damals glaubte zur Verteidigung der teuren neuen Brücken zu brauchen. Krass sieht das aus!

Ich mache ein paar schnelle Schüsse mit der neuen Nikon P7000. Später bin ich wirklich komplett überrascht wie supergut sie geworden sind. Scharf, detailreich, einfach gut. Wenn man sie auf die 1000 Pixel herunter verkleinert die eine Bild in der fotocommunity haben darf, so sieht man keinen unterschied zu einem Bild das mit der mehr als zehnmal so teuren Nikon D2x gemacht wurde. Der Hammer das kleine Ding!

Aber sie hat auch einen Nachteil! Das Objektiv ist sehr ungeschützt, es fährt immer hinein und heraus und bei Regen und Sand ist es sehr anfällig. Inzwischen hat das kleine Ding hier so viel Sand abbekommen, dass die kleinen Klappen die das Objektiv schützen sollen, sich manchmal nicht öffnen. Da muss man die Kamera mehrfach aus- und wieder einschalten, irgendwann klappt es dann. Ich brauche vielleicht mal eine Dose Druckluft. Vorsichtig und gezielt eingesetzt kann es helfen. Aber, man kann das Ding damit auch schnell ruinieren! Also Kids, don’t do this at home!

Nach den obligatorischen Brückenfotos geht es durch die Marin Highlands. Es sieht fast alles aus wie im Anaga-Gebirge auf Teneriffa. Überhaupt sieht hier fast alles aus wie auf Teneriffa, nur erscheint es 10.000 mal größer. Wir halten die Augen auf und finden dann doch noch ein paar schöne Motive.

Dieses Foto ist unserer Freundin Edith E. aus Teneriffa gewidmet 🙂

Wir nehmen wieder den Highway 101 und umrunden die San Francisco Bay. Lange Straßenabschnitte führen durch Wattenmeer und wir kommen uns vor wie in Holland. Wenn man nur anhalten könnte… Kurz vor Oakland sehen wir dann links einen Radio-Shack. Da gibt es Festplatten! Als wir den Laden verlassen habe ich für etwa 45€ eine externe 2,5″ 500GB Festplatte von IOMEGA. Sandra hat sich für etwa 75€ eine 3,5″ Festplatte mit 1.5TB gekauft, ebenfalls von IOMEGA. Keine schlechten Preise. Was wir beide nicht bedacht haben, bei Sandras Festplatte ist ein Netzteil dabei. Es funktioniert zwar von 100 bis 240 Volt, aber der Stecker ist für die amerikanischen Steckdosen! Später im Motel findet sie dann bei eBay für 2,98€ einen passenden Adapter. Alles wird gut…

Es geht weiter und schließlich landen wir in Oakland, östlich von San Francisco. Dort gibt es bei Denny’s ein leckeres verspätetes Mittagessen. Danach geht es rauf auf die riesige Bay Bridge die Oakland und San Francisco verbindet. Diese krasse Brücke ist Maut-pflichtig, wir zahlen einem teilnahmslos wirkenden Inder 4$ und los geht der Spaß. Leider im Nieselregen. Aber ich lasse trotzdem die ganze Zeit die kleine Nikon P7000 unseren Weg filmen. Mal sehen wie das später wirkt. Das gute ist, wir fahren in der „richtigen Richtung“ – so sind wir nämlich OBEN und nicht im Untergeschoss. Bei Google-Streetview hatte ich es mir zuvor angeschaut und bin ganz froh, dass wir unsere Runde so herum geplant haben!

Am Ende der Brücke geht es dann rechts ab und wir nehmen einen kleinen Abstecher durch die Innenstadt von San Francisco. Sandra staut fast erschrocken die vielen Hochhäuser an. Es ist kurz nach 15h und es ist so dunkel, dass die Straßenlaternen eingeschaltet sind. Das Sturmtief hat diese Stadt im Griff!

Später im Gables Inn in Sausalito schaue ich meine Fotos an, es sind nur ein paar wenige…

Um kurz nach 17h sieht es draußen relativ freundlich aus. Sandra hat keine Lust mehr, also mache ich mich allein auf den Weg. Es geht wieder zum Aussichtspunkt oberhalb der Golden Gate Bridge. Es ist sehr feucht und nicht wirklich gutes Wetter. Aber besser als gar nichts. Oben angekommen montiere ich das Tokina 4/12-24mm an meine D2x und mache die ersten Probeaufnahmen. Immer wieder kommen Horden von Touristen und alle machen das gleich Foto wie ich. Wirklich frustrierend das alles, aber es hat auch etwas witziges. Von einer Gruppe mache ich dann mit P7000 ein kleines Video. Sie brauchen echt lange, denn jeder hat eine Kamera dabei und jeder möchte ein Gruppenfoto auf SEINER Kamera haben!

Irgendwann falle ich auf und sie bitten mich ein Fotos zu machen. Kein Problem! Als es fertig ist bekomme ich den nächsten Fotoapparat in die Hand gedrückt, so geht das dann eine Weile weiter. Schließlich sind sie alle glücklich und machen sich auf den Weg zu ihrem Bus, auf zur nächsten Attraktion.

Hier ist mein kleines Video:

Nach meiner Rückkehr hole ich Sandra im Hotel ab und wir gehen zu Fuß rüber ins „Horizons“ – ein Restaurant das 1898 auf Holzstützen erreichtet wurde. Der Ausblick in die San Francisco Bay ist grandios und es gibt leckeres Essen. Inkl. Steuern und Trinkgeld  kosten ein Nudelgericht mit Hummer, ein Filet-Steak mit Ofenkartoffel und Karotten zusammen mit drei Corona 80,- $. Kein ganz billiges Vergnügen, aber lecker ist es.

Hier findet Ihr das Restaurant: http://www.horizonssausalito.com

Hier mein Bild des Tages mit der Nikon D2x und dem Tokina 4/12-24mm:

Hier ist das Making-Of: (Ca. eine Stunde zuvor mit Nikon P7000)