Alles über Fotografie, Autos, Motorräder…

Archiv für 2012/04/16

UNFIT – I Will Wait For You

Ich kann mich noch gut an das Jahr 1996 erinnern. Damals habe ich einer winzigen Wohnung in der Bonner Altstadt gewohnt, direkt über Norbert Ganser – Bonn war damals noch wichtig! Gearbeitet habe ich damals beim Bonner Microsoft-Systemhaus comma soft. Es war cool mit all diesen jungen talentierten Menschen zu arbeiten, neue Freunde zu finden und nach der Arbeit die Tage in einem der vielen Biergärten am Rhein ausklingen zu lassen.

Einer meiner damaligen Kollegen war Christian Bohning. Chris ist ein talentierter Musiker, er spielt Gitarre, Keyboards, singt und komponiert. Seine damalige Band hatte den schönen Namen UNFIT. Alle Bandmitglieder waren hoch motiviert und der Bassist hat damals an der SAW-School in Köln eine Ausbildung zum Tontechniker gemacht. Während der Ausbildung musste er zwei Platten produzieren, warum nicht mit der eigenen Band? So ging es dann im Dezember 1996 kurz vor Weinachten nach Köln zur SAE Schule.

Da die Mittel der Musiker extrem begrenzt waren, hat sich Christian damals von mir eine akustische Gitarre mit Stahlsaiten und Piezo-Tonabnehmer ausgeliehen. Weil sie keinen Keyboarder hatten bat mich Christian damals mit meinem großen 76-Tasten Synthesizer mit nach Köln zu kommen um einem der Songs mit einem Flächensound zu untermalen. Was für ein Aufwand, heute würde man es in 5 Minuten am Notebook hinzaubern, aber damals waren es noch andere Zeiten! Der Master war damals noch ein mehrere Zentimeter breites Tonband. Nach dem Mix wurde alles mit einem damals revolutionären DAT-Recorder im Format 16Bit/48KHz digitalisiert. Danach musste es via Glasfaserkabel auf einen Computer mit entsprechender Soundkarte transferiert werden um dort mit einer Software wie Wavelab von Steinberg (Ja, das gab es damals auch schon!) nachbearbeitet zu werden. Aus heutiger Sicht ist das alles kaum noch vorstellbar…

Die CDs wurden damals noch in Handarbeit einzeln gebrannt und mit einem Permanent-Marker beschriftet. Mein Exemplar hat die Nummer 22 und ist vom 15.12.1996.

Hier ist der Song bei dem ich die “Fläche im Hintergrund” beigesteuert habe. Das Video habe ich mit einem Aufwand von etwa 60s in Final-Cut-Pro X erstellt :-)

Die spartanische Homepage der Band findet ihr hier.


Soundtracks in Garageband

Jeder Video-Blogger kennt das Problem, dass Videos bei YouTube immer wieder wegen eines Content-ID Treffers gesperrt werden. Da hilft es oft auch nicht weiter spezielle Lizenzfreie-Musik einzukaufen. Denn diese ist oft gar nicht so “Lizenzfrei” wie man denkt. Wirklich lizenzfrei ist gekaufte Musik meist nur für den privaten Gebrauch. Oft kann man die Videos die man damit unterlegt hat trotzdem bei YouTube zeigen, muss aber davon ausgehen, dass Links zur Webseite des Künstlers der diese Musik erstellt hat eingeblendet werden. Das ist grundsätzlich kein Problem, aber eine Monetarisierung der Videos über Anzeigen ist damit nicht mehr möglich.

Gelegentlich geschehen bei YouTube sogar abenteuerliche Dinge mit Musik die man selbst gemacht hat! Bei meinem letzten Zeitraffer-Video habe ich voll im Ernst eine E-Mail von YouTube bekommen in der zu lesen stand, dass das Video gesperrt wurde, weil ich die Urheberrecht am Soundtrack nicht nachweisen konnte. Nur wie weise ich eigentlich nach, dass ich der Urheber eines kurzen Musikschnipsels bin? Hier ein Auszug aus der E-Mail…

Vielen Dank, dass du deine Videos zur Monetarisierung eingereicht hast. Wir haben die Monetarisierung für die folgenden Videos deaktiviert, da wir nicht bestätigen konnten, dass du für alle enthaltenen Inhalte über die erforderlichen kommerziellen Nutzungsrechte verfügst.

Wenn du nachweisen kannst, dass du für alle Elemente in deinem Video die erforderlichen kommerziellen Nutzungsrechte innehast, informiere dich darüber, wie du Anspruch auf ein Video erheben kannst. Reiche dann über die oben stehenden Links die entsprechenden Nachweise ein.

In der YouTube E-Mail ist ein Link der mich zu einer Beschwerde-Seite weitergeleitet hat. Dort sind verschiedene Hilfe-Videos verknüpft. In einem dieser Videos wird genau auf mein Problem eingegangen und erklärt was zu tun ist. Ich habe daraufhin, wie im Hilfe-Video gezeigt, im Beschwerdeformular einen kurzen Text in englischer Sprache eingetippt, den Namen des Songs und mich als Urheber angegeben. Im Video selbst war beides so in den Credits verzeichnet.

Etwa eine Woche später bekam ich dann eine E-Mail eines YouTube-Mitarbeiters mit der Nachricht, dass mein Video nun wieder für die Monetarisierung freigegeben ist. Warum das so kompliziert sein muss erschließt sich mir leider derzeit noch nicht, aber irgendwie scheint es doch zu gehen.

Ein möglicher Weg zur Vermeidung von Problemen bei der Monetarisierung von Videos ist also, die Hintergrundmusik selbst zu erstellen und sich in einem Statement als Urheber usw. anzugeben.

Nur wie kann man Hintergrundmusik selbst erstellen? Auf dem Mac ist das recht einfach, denn da gehört die Software Garageband zur Grundausstattung. Im oben verknüpften Video habe ich für Euch einige Loops genommen und zu einem Musikschnipsel zusammen gesetzt. Man kann je Spur ganz einfach Lautstärkeverläufe sowie Panorama-Änderungen einstellen. Es gibt gute Soundeffekte, alle Spuren kann man via “Loop” endlos lang wiederholen und im Zweifel auch eigene musikalische Fragmente ergänzen. Dafür braucht man entweder ein MIDI-Keyboard oder man verwendet einfach die normale Tastatur, damit geht das dann zur Not sogar im Flugzeug ;-) Sprache und Gesang kann man über das eingebaute Mikrofon aufnehmen, besser klingt es natürlich mit einem separaten USB-Audiowandler.

Sehr gute Erfahrungen habe ich hier mit dem Apogee JAM gemacht. Dieses ‘Ding’ gibt es bspw. bei amazon.de für ca. 89,- Euro. Dieser monophone Wandler ermöglich den Anschluss von E-Gitarren und Mikrofonen (ohne Phantomspeisung) an einen Mac und sogar an das iPad. Auf dem iPad kann man damit in Verbindung mit Garageband/iPad sehr einfach kleine Musikstücke erstellen. Diese können sogar via iTunes auf einen Mac übertragen und dort sehr komfortabel mit Garageband nachbearbeitet werden. Es ist sogar ein direkter Import in Logic möglich, womit sich wirklich alle Möglichkeiten der weiteren Bearbeitung eröffnen. Allerdings ist Logic nicht ganz preiswert. Für einfache Soundtracks kommt  man sicher auch mit Garageband ganz gut zurecht.

Ich bin gespannt auf Euer Feedback. Welche Erfahrungen  habt Ihr gemacht und wie untermalt Ihr Eure Videos?

Hier noch ein Video zum Thema Apogee JAM und Garageband auf dem iPad

Hier habe ich noch ein Video gefunden das wirklich echt ist, also keine geschönte Werbung aus dem Apple-Universum. Zwei Typen gehen in einen Musikladen und lassen sich das einfach mal zeigen. Ich find’s super :-)


Grand Canyon – A Video Postcard

Beim Ausmisten diverser Kartons ist mir eine zweite “Video Postcard” in die Hände gefallen. Diesmal geht es um den Grand Canyon. Gekauft hatte ich diese beiden DVDs im Jahr 2009 als ich von Page aus einen privaten Rundfug über den westlichen Zipfel des Grand Canyon, den Lake Powell und weitere Sehenswürdigkeiten wie die Rainbow Bridge usw. gebucht habe. Der Flug fand zwei Tage später statt und war einer der Höhepunkte dieser Photoreise.

Hier gibt es den Artikel zu diesem tollen Tag. Einige Video-Sequenzen habe ich damals mit der kleinen Nikon S600 aufgenommen. Unter anderem gibt es dort auch eine kurze Sequenz aus dem Cockpit unserer kleinen Propellermaschine. Ich kann mich noch gut daran erinnern wie schlecht es mir damals ging. Am Tag zuvor war eine schwerer Sturm über das Land gefegt und die letzten Ausläufer haben uns ganz schön durchgerüttelt. Wenn man dann noch ständig das Fenster öffnet und seitlich auf den Boden durch ein Kamera-Okular schaut, dann wird man so richtig “Seekrank” – oder heißt es in diesem Falle “Sehkrank”?? Aber egal, es war eine coole Aktion mal ganz allein über den Grand Canyon geflogen zu werden und dabei viele viele schöne Fotos einsammeln zu können. Der Pilot muss mich übrigens für verrückt gehalten haben.

Weil ich nicht genau wußte ob ich Objektive usw. wechseln kann, hatte ich vier Kameras dabei. Eine F5 mit Velvia 50 und AF-S 2.8/28-70, eine F100 mit Ektar 100 und AF-D 2.8/60mm Macro, eine D2x mit AF-S 2.8/17-55 und eine D300 mit AF-S VR 70-200. Ach ja, die kleine S600 war Kamera Nr. 5 – ist schon ein wenig krank – oder? Na egal, dann macht mein heutiger Zustand ja keine Ausnahme :-)

Und hier ist mein gefundenes Video zu Grand Canyon. Die Qualität war nicht so wirklich toll und so habe ich es mit zwei Filtern aus Final-Cut-Pro X ein wenig aufgepeppt. Ich bin gespannt was Ihr zur Qualität zu sagen habt :-)


Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 513 Followern an