Lange Abende mit iMovie

Es ist Dienstag der 11. April, eigentlich bin ich hundemüde, der Tag am Schreibtisch war lang aber ziemlich erfolgreich. Um 18h15 war ich zusammen mit Hauke im Kino „Ich bin Nummer 4“ – naja – man muss ihn nicht gesehen haben – aber das Poppkorn war super! Danach stehen wir kurz vor einer verschlossenen Cocktailbar, Tobias & Tobias sind auch nicht dort. Was tun? Ok, zurück ins beste Hotel der Welt, zurück zum Quartier 65. Herr Schreeb hat noch ein Tannenzäpfle für uns zwei. Ich mache eine neue Version unserer beliebten „Teamfotos an der Bar“, danach geht es rüber ins Appartement. Endlich schlafen. Doch dann meldet sich der Becher Coca Cola aus dem Kino – 1,5 Liter waren das – ich bin putzmunter – zuviel Zucker und Koffein auf einmal…

Also ran an das MacBook, die externe 1,0 TB Festplatte mit den 2011er USA-Bildern habe ich diese Woche dabei. Ich schaue ein wenig was ich da noch so habe und es fallen mit diverse kleine Filmschnipsel meines Besuches am „Hole in the Rock“ in die Hände. Eine Stunde später ist der kleine Film fertig, nun kann ich auch schlafen. Das Warten auf den modernsten aller Computer macht mich immer wieder sehr sehr schläfrig. Noch den Upload nach YouTube anstoßen, das Display dunkel stellen, die Tastaturbeleuchtung abschalten und dann neben dem Mac einschlafen. Das hätte mir vor zwei Jahren mal jemand erzählen sollen…

Ok, hier ist es nun mein neues Meisterwerk:

Angesichts der vielen Stunden Videomaterial das ich noch habe, werde ich sicher noch die ein oder andere Nacht in ähnlicher Weise mit meinem Mac verbringen. Aber das ist ok, dieser Mac ist ja kalorienneutral 🙂

Zion Sunset Time Lapse

Ein Sonnenuntergang im Zion Canyon und das im Zeitraffer, das hatte ich schon ganz lange mal vor. An einem der letzten Tage ist es dann endlich so weit. Morgens geht es von Tuba City nach Page. Das Auto wird gewaschen und schon einmal ein wenig auf die Rückgabe in Las Vegas vorbereitet. Später treffe ich mich mit Angenie und Peter zum Essen beim Mexikaner gegenüber vom Safeways in Page. Leider gibt es dort drei Mexikaner, aber wir finden uns dennoch! Das Essen ist super und wir unterhalten uns noch eine ganze Weile über das was man hier alles machen kann. Angenie und Peter wohnen in der Nähe des Yellowstone Nationalparks und da muss ich irgendwann auch mal hin. Aber derzeit liegt dort noch hoher Schnee. Vielleicht mal im September oder so, mal sehen…

Am Nachmittag machen wir uns dann auf den Weg. Während ich noch kurz via HTC Handy in meine Mails schaue – das Rodeway Inn hat eine WLAN (das password ist password) fahren Angenie und Peter schon einmal mit ihrem großen Toyota los. Auf der Ladefläche ist eine Art Wohnkabine montiert und es hängen zwei Mountainbikes hinten am Auto. Diese beiden Amerikaner sind sportlich und gut im Training. Ganz anders als ich. Sie sind ein gutes Beispiel dafür, dass man nicht alle Menschen über einen Kamm scheren kann. Es gibt natürlich in Amerika viele dicke Leute, aber es gibt auch das totale Gegenteil – eigentlich ist es dort nicht anders als bei uns daheim in Deutschland 🙂

Da ich etwas später losgefahren bin, überraschst es mich umso mehr, als plötzlich das Auto von Angenie und Peter vor mir auftaucht. Ich überhole nicht und als die zwei dann zur Cottonwood-Road abbiegen kann ich sehen wie mir Angenie auf der Fahrerseite zuwinkt. Die beiden sind wirklich großartig!

Es geht weiter zum Bryce Canyon. Dort angekommen steht die Sonne schon sehr tief, aber es ist noch gerade rechtzeitig für ein paar Filmaufnahmen der Felsgipfel die im letzten Licht der Abendsonne leuchten. Interessant ist, dass sie unterschiedlich hoch sind und daher der Reihe nach zur „Nachtruhe“ übergehen. Für mich ist es relativ einfach, die kleine Nikon P7000 stelle ich einfach auf mein kleines Reisestativ und lasse sie jeweils etwa 20 Minuten lang die Felsgipfel filmen. Als der eine Fels im Schatten ist, richte ich sie kurz auf den nächsten aus und weiter geht es. Während die P7000 filmt mache ich mit der D2x ein Foto nach dem anderen. Zwischendurch laufe ich hin und her, hole andere Objektive, mal die D300 und dann auch noch kurz die F80 – ein paar Dias wären schon schön!

Dabei muss ich nur aufpassen, dass ich nicht vor der P7000 herlaufe und sie auch nicht umkippe, schließlich steht das Stativ am Rande des Virgin Rivers im fließenden Wasser!

Erst Tage später komme ich dann dazu mit iMovie auf dem Mac ein Video zu erstellen, dass ich mir so ähnlich immer vorgestellt habe. Schöner wären jetzt noch pfeilschnell dahinziehende Wolken, aber man kann nicht alles haben und ich hatte nur diesen einen Abend. Vielleicht beim nächsten Mal…

Der Zeitraffereffekt ist mit iMovie ganz einfach herzustellen. Man importiert die Film-Clips, selektiert das was man haben möchte und zieht es mit der Maus auf die „Timeline“. Danach kann man es noch beliebig kürzen, anderen Ton unterlegen, es stabilisieren oder eben die Geschwindigkeit erhöhen, jeder einzelne Teil abgespielt wird. Via Schieberegler sind ist eine Geschwindigkeit von 800% – also 8-fach einstellbar. Ich habe ein wenig herum probiert und festgestellt, dass iMovie auch werte wie 2000% akzeptiert – also 20-fache Geschwindigkeit. Das ist dann wirklich cool und man kann dann sehr schön sehen wie die Sonne über die Berggipfel hinweg streicht. Großartig!

Hier ist es nun, mein lang ersehntes Zeitraffer-Video des Sonnenuntergangs im Zion Canyon:

Back in Germany

Der Flieger landet um 11h30, schnell durch die Passkontrolle, immer nett lächeln, dann zum Gepäckband. Mein Koffer ist unter den ersten Gepäckstücken, super! Ab zum Taxi, es geht mit 85 MPH über die Autobahn. Der Weg nach Mainz ist kurz, mein Appartement ist blitz blank sauber, das Bett gemacht, frische Handtücher, ich fühle mich sofort wie zu hause. Schnell einen kleinen Schwenk mit dem Handy durch den garten, dann umziehen und auf ins Büro, mal sehen was die Kollegen so treiben. Mein Passwort habe ich nicht vergessen, in den vielen E-Mails lauern keine bösen Überraschungen. Nachmittags bin ich dann so müde, dass ich zurück zum Appartement wandere. Kurz drauf rufen dann die Kollegen an und wollen im Restaurant am Mainzer Volkspark erfahren wie es denn alles so war.

Das ist interessant, denn eigentlich hatte ich gedacht, dass sie meinen BLOG gelesen haben. Aber der wird irgendwie fast nur von Leuten gelesen die ich gar nicht kenne. Selbst mein Sohn schaut nicht hinein und eigentlich hatte ich meinen BLOG im wesentlichen auch für ihn geschrieben. Aber so ist das wenn die Kinder langsam groß werden…

Das Event wird dann also doch zu einem kleinen „Erlebnisbericht“, ist ja auch schön, wenn man mal anschaulich schildern kann wie man sich im Blue Canyon weit weg von der Zivilisation selbst ausgesperrt hat…

Den ganzen Tag über nehme ich ab und zu ein paar kurze Videosequenzen mit dem HTC  Desire HD auf, ein wirklich guter Reisebegleiter war das!

Und eine Woche später ist dieses Video dann nach vielen Fehlversuchen dann auch schon bei YouTube angekommen. Hier ist es, die ersten Stunden in Deutschland…

Fraport Arrival

Hier habe ich noch ein kleines wirklich stark gekürztes Video des Fluges von Las Vegas nach Frankfurt. Es ist mit der kleinen Nikon P7000 aufgenommen. Einzelne Filmschnipsel habe ich mit iMovie „beschleunigt“, damit es nicht so langweilig wird.

Die ersten Stunden im Büro waren gar nicht schlimm und das Abendessen mit den Kollegen hat wie immer großen Spaß gemacht.

So sah es dann hier nach der Ankunft aus:

Hier noch ein paar Fotos die ich unterwegs vom Platz 6A aus mit der kleinen Nikon P7000 gemacht habe.

Das „geometrische“ Las Vegas…

Gegenverkehr – richtig schnell!!!

Ankunft in Frankfurt.

Unsere Maschine.

Und ein „echter“ Jumbo 🙂

So, nun versuche ich mal mein Jet-Lag auszuschlafen 🙂 Gute Nacht!

 

 

McCarran Airport

So sah der Dodge bei der Abreise in Bishop aus, heute ist es ein Koffer weniger aber das Bild ist doch ganz ähnlich 🙂

Kurz vor 11h habe ich endlich alles beisammen. Beladen wie ein Packesel geht es durch die inzwischen reparierte Türe hinaus auf den Parkplatz. Am Tahoe angekommen finde ich wieder die Autoschlüssel nicht, wo habe ich sie nur hin gesteckt? Der schwere Fotorucksack nervt, ich stelle ihn neben dem rechten Hinterrad ab. Während ich ihn abstelle denke ich noch „den bloß nicht vergessen und später mit dem Auto drüber hinweg fahren…“ Da ist der Schlüssel, endlich. Das Auto öffnet sich fast wie von selbst und ich wuchte den Koffer hinein. Aber ich habe ja noch so viel vergessen… Die Wanderschuhe sind im Auto, also erst einmal die Schuhe tauschen. Dann sind da meine Wanderstöcke, ich habe sie in diesem Jahr nicht ein einziges benutzt! Auf dem Rücksitz liegt immer noch das SB-900 – auch nicht ein einziges Mal benutzt – im nächsten Jahr sollte ich es daheim lassen…

Als endlich alles im Koffer ist zeigt die Uhr 10h57 – um 11h ist Check-Out Time! Also schnell rüber zur Rezeption und den Schlüssel abgeben. Dort klappt alles problemlos, aber es dauert eine Weile weil noch zwei Leute vor mir ihren Check-Out erledigen wollen. Etwa 10 Minuten später bin ich wieder beim Auto. Neben dem Auto steht eine ältere Lady mit zwei kleinen Hunden an der Leine. „I had an eye on your luggage! You should take care next time!!“ Ohje, bei all dem hin und her habe ich nun tatsächlich fast eine Viertelstunde lang meinen kompletten Fotorucksack ganz offen neben dem Tahoe stehen lassen. Aber die alte Dame hat ihn bewacht! „Oh yes, I’ll do!! Thank you so much…“ Es ist mir echt ein wenig peinlich und ich zweifle an mit selbst. Als dann alles im Auto ist meldet sich der Hunger. Ich gehe zu Fuß rüber zu Denny’s, das geht fast schneller als mit dem Auto.

Dort ist es richtig voll, es ist Wochenende! Ich darf allein an einem der letzten Tische platz nehmen. Ich bestelle sofort etwas zu trinken und zu essen, ich kenne die Karte ja inzwischen auswendig. Der Kaffee kommt sofort aber das Essen dauert heute richtig lange. Während ich Gedankenverloren aus dem Fenster starre denke ich dann doch über den Zeitplan nach. Ich muss noch essen, zurück zum Auto laufen, zum Rental-Car-Center fahren. das Auto abgeben, mit dem Bus zum Terminal, einchecken, die Sicherheitskontrolle passieren und dann zum Gate laufen. Als um 11h45 das Essen kommt bin ich ganz kribblig, der Flieger geht in drei Stunden! Ich schaufle mir schnell das Essen rein, gebe reichlich Trinkgeld und bin auch schon wieder weg.

Im Tahoe klicke ich ein letztes Mal das Telefon in die Autoscheiben-Halterung die eigentlich für eine iPhone gedacht ist. Aber mein HTC Desire HD passt da auch ganz perfekt hinein! Das Audiokabel benutze ich heute nicht, es ist schon im Koffer. Der Weg zur Rental-Car-Station ist dann völlig problemlos. Die Ansagen sind klar rechtzeitig und präzise und ich kenne den Weg – eine gute Kombination! Bei der Car-Rental-Station öffne ich alle Fenster und fahre dann an das Ende der ganz linken Schlange. Ein Mitarbeiter der Autovermietung steht schon bereit. Dann fällt mir auf was ich noch alles in diesem Auto habe! Ein Ladegerät, diverse Batterien, Waschmitteln, Getränke, Kekse, Cracker, davon könnte man glatt noch einen Tag leben, schlechtes Timing!

Während der Mitarbeiter das Auto von vorn bis hintern intensiv nach Schäden absucht, packe ich alles was ich noch finde in den Koffer. Als ich ihn aus dem Auto wuchte ist er so schwer, dass ich bezweifle, dass das „nur“ 23 Kilogramm sein sollen. Mal sehen ob ich einen Zuschlag zahlen muss! Nachdem am Auto keine offensichtlichen Schäden festgestellt wurde bekomme ich meine Quittung und kann gehen.

Vor dem Car-Rental-Center nehme ich diesmal den LINKEN Bus zum TERMINAL 2 – besser ist das – 2009 bin ich versehentlich in den Bus zum Terminal 1 eingestiegen. Dort starten nur die Inlandsflüge und ich musste mit zwei Koffern, Rucksack und Notebook quer über den halben Flughafen laufen. Das sollte man sich ersparen!

Der Bus ist schon da und wir sind nur zu dritt. Der Bussfahrer wartet eine Weile und dann fahren wir auch schon los. Es rüttelt wie die Hölle, diese Straße sollte man mal reparieren. Mit dem Telefon mache ich ein kleines Video und bis sehr gespannt ob einem später beim Anschauen übel wird oder nicht.

Die Fahrt zum Terminal dauert etwa 6 Minuten, als ich das Terminal betrete ist direkt vor mir der Schalter meiner Fluggesellschaft Condor. Der Check-In hat schon begonnen. Ich bin froh, dass es erst kurz vor 1h ist. Es ist noch viel Zeit. Bei der Sicherheitskontrolle gibt es inzwischen einige Ganzkörper-Scanner. Aber nicht überall! ich stelle mich an er Schlange an, die vor dem guten alten „Türrahmen“ ist. Nach den Schilderungen von Sandra bin ich da jetzt vorsichtig! Meinen Laptop packe ich ganz allein in eine einzelne Schale. Die Schuhe und alles andere in zwei weitere Schalen. Dann werde ich gefragt ob in diesem Rucksack Kameras sind. „Yes, two cameras!“ „Digital?“ „Yes!“ „Ok!“ Nun verstehe ich warum gefragt wurde! Ich hole die transparente Tüte mit meinen Filmdosen heraus und erkläre, dass meine F80 im Koffer ist und frage ob sie vielleicht diese paar Filme manuell kontrollieren können. „What’s the speed?“ „ISO 100!“ „Ok, come on, these machines  are approved until 800!!“… Mit mulmigem Gefühl lasse ich meine Filme durchleuchten, mal sehen ob es ihnen schadet oder nicht…

Als ich am Gate 2 angekommen bin ist es kurz nach 1h. Ich habe noch gut 90 Minuten bis zum Boarding und das offene WLAN am Airport für diesen kleinen Artikel nutzen – auch ganz nett 🙂

Ok, da war die Durchsage, das Kinder unter 5 Jahren und die First-Class-Passagiere zuerst einsteigen dürfen. Danach wird der Flieger von hinten nach vorn gefüllt. Ich steige also fast ganz zuletzt ein, weil ich in der ersten Reihe der gehobenen Holzklasse sitze…

Update am Montag um 12:15 (am):
Der Flug war lang, anstrengend und ein wenig holprig aber ich bin nun schon fast zu Hause. Noch bis Freitag Geld verdienen und dann wird endgültig der Koffer angepackt. Aber nicht für lange Zeit, am nächsten Montag bin ich dann schon wieder unterwegs und ein Jahr älter werde ich dann auch schon wieder sein. Auch das ist Gleichberechtigung für alle Menschen 🙂

Ok, jetzt duschen, umziehen und dann mal schauen ob sie mich im Büro noch wiedererkennen…