HDR mit der Nikon D7000

Es ist wieder ein langer Tag im Büro. Draußen ist es sonnig warm und nach der Arbeit geht es mit den Kollegen zum Mosch Mosch, einer wirklich guten Japanischen Nudelsuppen-Bar in der Mainzer Innenstadt. Nach der Nudelsuppe gibt es noch ein Eis am Schillerplatz. Danach fällt uns das Laufen nicht mehr so leicht wie noch eine Stunde zuvor. In der Tiefgarage angekommen will Tobias etwas aus dem Kofferraum meiner Dieselrakete holen. Während er die 0 im 407 drückt um den Kofferraum zu öffnen, drücke ich versehentlich zeitgleich auf den Entriegelungsknopf an meiner Fernbedienung. Wir sind nicht schlecht erstaunt, als sich die Klappe danach gar nicht mehr öffnen lässt. So ein Mist, nun muss ich morgen schon wieder mal zur Werkstadt. Wieder mit dem Taxi hin und her fahren, wieder spät im Büro sein, wieder ärgern. Es geht mir langsam auf den Keks, dieses Auto kommt nach 5 Jahren nun langsam aber sicher in die Phase in der die viele kleinen fiesen Probleme beginnen. Aber mal abwarten, vielleicht ist es ja gar nicht so schlimm…

Nachdem wir eine Weile ratlos vor dem verschlossenen Heck meines Peugeot stehen kommt mir die Idee, wie ich doch noch an den Fotorucksack kommen kann um ein paar HDRs mit der neuen D7000 zu machen. Es geht los zum östlichen Ufer der Theodor-Heuss-Brücke. Dort angekommen klappen wir die Rücksitzbank um und fischen den Fotorucksack samt Stativ aus dem Kofferraum. Es kann los gehen. Tobias und ich wandern ein wenig an der Strandbar entlang und suchen einen geeigneten Punkt für ein paar nette Fotos. Der Abendhimmel sieht ganz schön aus und wir probieren mal aus, was die D7000 so hergibt.

Schnell fällt auf, wenn man sie mit dem Infrarot-Auslöser (ML-L3) bedient, macht sie im Gegensatz zur P7000 tatsächlich eine Belichtungsreihe. Während man bei der P7000 bis zu 5 unterschiedliche Bilder machen kann, sind es bei der D7000 nur 3 Bilder, aber immerhin… Man drückt den Auslöser dreimal nach einander, kurz warten, die D7000 piepst und schon löst sie aus. Für die Wahl des Ausschnittes verwenden wir den praktischen Live-View. Scharfstellen tun wir manuell in der vergrößerten Live-View-Ansicht.

Wir nehmen etliche Bilder mit Blende 11, ISO 100, 3-fach Bracketing und 1.0 EV Schrittweite auf. Irgendwann wechseln wir das neue 16-85 VR gegen mein geliebtes 2.8/17-55, denn dafür habe ich einen 8x Graufilter und einen Polfilter. Als es dann so dunkel ist, dass der Live-View praktisch nichts mehr anzeigen kann, nehmen wir die beiden Filter wieder runter.

Während der Live-View aktiv ist drücke ich mal die Info-Taste und bin ganz überrascht, dass die D7000 dann einen künstlichen Horizont anzeigt. Drückt man nochmals bekommt man ein Gitter zu sehen, drückt man erneut, wird ein 16:9 Ausschnitt für Video-Aufzeichnungen angezeigt – alles wirklich durchdacht und praktisch. Beim Wühlen in den vielen Menüs finde ich dann auch den Menüpunkt für die Feinabstimmung des Autofokussystems. Prima, das geht also auch!!

Später in meinem Appartement zaubere ich an meinem MacBook mit Photomatix Pro 4.0 schnell ein paar kleine HDR-Bilder aus den kleinen JPGs die wir aufgenommen haben. Das geht blitzschnell und die Qualität ist für die fotocommunity & Co. völlig ausreichend.

Hier nun meine ersten drei HDR-Fotos mit der D7000…

Hier zum Vergleich ein konvertiertes RAW-Bild aus der 3-er Belichtungsreihe.

Hier habe ich das gleiche Bild in einer anderen Version. Es ist nicht ganz so krass und das Wasser ist mit einem Bewegungseffekt „glattgebügelt“. Auch habe ich einen anderen Weißabgleich gewählt.

Man sieht hier wieder einmal sehr schön „HDR ist nicht HDR“ – es kommt einfach darauf an, was man mit der HDR Software anstellt. Setzt man sie dezent ein, ist das Ergebnis oft sehr ansprechend. Meist merkt dann niemand, dass es überhaupt ein HDR ist. Macht man es wie Jimi Hendrix einst mit der „Britischen Einstellung“ bei seinen Gitarren-Verstärkern (Die flache Handkante von oben auf die Drehregler legen und dann langsam nach rechts streichen – ggf. wiederholen!!), dann erhält man oft unwirkliche zumeist polarisierende Ergebnisse. Ich persönlich mag das eigentlich ganz gern, eben weil es polarisiert. Derart „krassifizierte“ Fotografien sind ja eher eine besondere Spielart der Bearbeitung. Klar war das Ausgangsmaterial mal eines oder mehrere Fotos, aber was daraus wird wäre im analogen Zeitalter ohne Scanner usw. eben nicht möglich gewesen.

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Das Buch zu meiner großen Fotoreuse gibt es bei amazon.de als Kindle eBook zu kaufen. Auf 573 Seiten gibt es die vollständige Geschichte sowie 200 farbige Fotos, einige Karten und viele Tipps zum Thema Fotografie.

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Die Suche nach dem perfekten Objektiv

Jedes mal wenn ich wieder mit viel zu vielen, viel zu schweren Objektiven unterwegs bin frage ich mich, warum ich mir das schon wieder antue? Andere haben ein 500 Gramm leichtes 18-270 mm Zoom-Objektiv dabei und sind glücklich damit. Warum nur schleppe ich mich mit dem ganzen Zeugs ab?

Die Antwort ist eigentlich recht einfach. Wenn schon denn schon – ganz oder gar nicht 🙂 Wie oft im Leben kann man sechs Wochen und länger verreisen und dabei tun und lassen wozu man Lust hat? Wenn es dabei das primäre Ziel ist mit einem Haufen schöner Fotos zurück zu kommen, dann fällt es leichter die schweren Linsen zu „ertragen“.

Nur welche Objektive liefern die besten Bilder? Vor einigen Jahren habe ich begonnen im Vorfeld einer Reise Zeitungen an die Wand zu kleben und dann abzufotografieren. Einige Monate später hatte ich die Zeitungen nicht mehr und wenn ich ein neues Objektiv mit denen vergleichen wollte, die ich schon hatte musste eine neue Zeitung her und ich musste alle Bilder neu machen.

Irgendwann habe ich mir dann ein ISO-12233 Testchart besorgt und das mal abfotografiert. Nach vielen Zu- und Abgängen in meinem „Objektiv-Zoo“ konnte ich dann schnell mal ein paar Testbilder mit dem neuen Objektiv „nachschießen“ und es dann mit Objektiven vergleichen die schon Monate zuvor bei eBay verkauft worden waren. Wirklich praktisch! Dieses 60x90cm große Testchart steht bis heute neben meinem Kleiderschrank. Der ist 60cm tief und so passt das ganz ausgezeichnet 🙂

Aus diesen vielen Tests habe ich gelernt welche meiner Objektive wie die besten Bilder liefern.

Ein Beispiel habe ich hier. Dieses Foto entstand vor einigen Wochen im Zion National Park in Utah mit der Nikon D300 und einem handverlesenen Nikon AF-D 2.8/60mm. Die Kamera stand auf einem stabilen Stativ, ich habe sie über einen Kabelauslöser ausgelöst und die Spiegelvorauslösung benutzt. Aus einer Belichtungsreihe mit 6 Bildern habe ich schließlich das am besten belichtete RAW-Bild herausgesucht und es mit Nikon Capture NX 2.2.6 in ein JPG konvertiert. Schaut man es in 1:1 Originalgröße an, wirkt es wenig verpixelt und sogar die Rinde der Bäume hat noch Zeichnung. Die Felswände haben Strukturen. Es gibt keine Farbsäume an den Bildrändern und auch keine Randabschattungen. Alle Ecken sind gleichmäßig scharf. So sollte es sein.

Einfach anklicken um es in Originalgröße anschauen zu können.

Bilder wie dieses sind der Grund, warum ich mich sicher auch auf der nächsten Reise wieder mit einigen Festbrennweiten und einer kleinen Auswahl wirklich guter Objektive abschleppen werde 🙂 Das Stativ ist dabei obligatorisch!

Weitere Infos zum Thema Objektiv-Test habe ich hier zusammen gestellt.

Entwicklerseminar

Es ist Sonntag, das Wochenende war sommerlich warum und Sandra und ich sind wirklich schöne Strecken mit den Motorrädern kreuz und quer durch die Eifel gefahren. Doch nun heißt es Wäsche waschen, Koffer packen und wieder aufbrechen. Sandra ist schon Mittags zur Abreise bereit. Um 13h geht es los nach Hause. Ihr Pferd wartet und es gibt noch so viel zu tun!

Ich selbst habe auch noch so vieles zu erledigen. Ein Brief an das Finanzamt und was noch alles… Um kurz nach 16h bin ich dann endlich startklar. Ich sitze in meiner Dieselrakete und starte den Bi-Turbo. Die Kolben des großen Selbstzünders klappern um die Wette und im Display steht schon wieder einmal „Fehler im Abgassystem“ – ja hört das denn nie auf? Wie oft haben die jetzt den Fehlerspeicher schon ausgelesen und zurück gesetzt? Danach der zweite Piepser „Einparkhilfe Defekt“ – mein Peugeot hat doch erst 95.000 Kilometer gelaufen und nun beginnen schon wieder die vielen kleinen fiesen Fehler? Ich ignoriere alle Meldungen, er war je erst vor ein paar Tagen in der Werkstadt und beim TÜV. Knapp 1.000 Euro hat das gekostet und den „Fehler im Abgassystem“ haben sie angeblich repariert…

Auf der Autobahn gibt es dann neugierige Blicke rüber zu den anderen Autos. Eine ganze Weile konnte ich mich ja schon daran freuen, dass dieses Auto völlig unauffällig seine Dienste versah, aber ist nun ein neues Auto fällig? Mit seinem Vorgänger ging es auch eine Weile gut und dann war er nur noch in der Werkstatt. Der Citroen davor hatte von Anfang an seine Probleme. Über die Jahre habe ich eine Allergie gegenüber Autos entwickelt die immer wieder ein Zipperlein haben und dann von ratlosen Monteuren für viel Geld nicht so repariert werden können wie man es beim Anblick der Rechnungen eigentlich erwarten könnte. Brauche ich ein neues Auto? Hm, ich schalte den Tempomaten ein und gleite mit 140 km/h dahin. Lange geht das nicht gut, vielleicht 1000 Meter weit, dann zieht ein Sonntagsfahrer mit 80 km/h auf die Überholspur – ich bremse – der Tempomat schaltet sich ab – gut so! Als sich der Opa vor dem überholten LKW einfädelt drücke ich das Knöpfchen am Tempomaten um ihn wieder zu aktivieren. Doch es passiert einfach nichts. Ich drücke erneut, wieder nichts, im Display blinkt [ —— km/h ] Was hat er jetzt schon wieder? Tempomat aus, an, aus an, drücken, Reset, an, aus, nix – ahhhh Brauche ich eine neues Auto?? Nach ein paar Kilometern versuche ich es erneut, und siehe da, es klappt perfekt – bis zum nächsten Sonntagsfahrer – bremsen und das war es dann wieder. Ein paar Minuten später klappt es wieder, dann wieder nicht mehr… Was ist denn da wieder los? Ob ich irgendwann doch einen VW fahren muss, weil da einfach alles so funktioniert wie es soll?

Hey Leute – welches Auto fahrt Ihr eigentlich und was nervt Euch da am meisten? Gibt es überhaupt ein Auto über das man sich NICHT ständig ärgern muss? Stimmt es, dass deutsche Autos grundsätzlich besser funktionieren als Autos aus Frankreich? Hier würde mich Eure Meinung wirklich mal interessieren!

Wie dem auch sei, ich komme nach vielen nervtötendem Staus in den späten Abendstunden in Stuttgart Möhringen am Hotel Gloria an. Ich bin trotz allem noch einer der Ersten und bekomme eines der renovierten Zimmer!! An der Rezeption erfahre ich auch, dass einige Kollegen schon da sind und ein paar Meter die Straße hinauf im „Olivenbaum“ auf mich warten. Ein komischer Name für ein Restaurant denke ich noch und dann kommt mir auf der Straße auch schon Roland entgegen! Der Olivenbaum ist wirklich nicht weit weg. Tobias und Hauke sind schon da, Tobias hat dicke weiße Bohnen in Tomatensauce auf dem Teller – das sieht gut aus! Ich ordere das auch – und es ist lecker! Aber, es ist eine Vorspeise! Ich bin eigentlich schon satt, aber egal eine Portion Chevapchichi passt immer noch hinein! Der Abend wird noch lustig, nach und nach trudeln weitere Kollegen ein.

Am Montag geht es nach einem ganz guten Frühstück dann mit der Straßenbahn zum Seminar in Stuttgart Vaihingen. Ein Ticket zu ziehen ist gar nicht so einfach! Auf dem Plan am Automaten muss man schauen bis wohin man fahren möchte. Vaihingen hat die Nummer 230 – das tippt man dann ein. Danach drückt man noch die 1 – keine Ahnung warum, vielleicht weil man EIN Ticket kaufen möchte? Egal, für zwei Euro druckt der Automat ein Ticket! Die Straßenbahn erstaunt uns alle, sie ist UNGLAUBLICH SAUBER! Wir sind im Land der Schwaben! Während viele Amerikaner denken, Deutschland bestünde aus „Bayern und Sachsen“ denken viele Deutsche, dass es nur den „Westen“ und „Dunkeldeutschland“ gibt. Mir wird an diesem Tag klar, dass ich im Baden Württemberg bin und dass dies das Land der Perfektionisten von Mercedes und Porsche ist. Und genauso sieht es hier aus! Alles ist hübsch sauber, keine Obdachlosen auf dem Bahnsteig, keine zerkratzten Scheiben, keine fiesen Graffitis, diese Straßenbahn ist geradezu klinisch rein! So muss es in der Kantine bei Mercedes aussehen… Und das beste, die Leute sind freundlich! Ok, sie sprechen komisch, aber sie können eben alles – außer Hochdeutsch…

Das Seminar ist lang und anstrengend, ein Vortrag reiht sich an den anderen aber die Mittagspause in der Kantine sorgt für ein wenig Abwechslung. Als wir abends mit allen Vorträgen durch sind, geht es zurück zum Bahnhof. Die Straßenbahn kommt noch bevor ich den richtigen Code für das Ticket ermitteln kann, ich steige ohne Ticket ein und bin dann überrascht, dass es in diesen Zügen keine Fahrkartenautomaten gibt. Das im Bonner „Telekom-Express“ anders. So schmierig er auch ist, ein Ticket bekommt man da! Ist hier doch nicht alles perfekt? Wie dem auch sei, mein schlechtes Gewissen ist grenzenlos und ich muss daran denken, dass wir am Wochenende in der Polizeikontrolle unser blödes Reifengutachten nicht dabei hatten. Als wir in Möhringen ankommen bin ich wirklich froh, dass mir eine überaus peinliche Kontrolle der Fahrkarte erspart geblieben ist…

Das großartige Dessert – und ein farblich perfekt abgestimmter Fabian!

Im Hotel geht es gleich in den kleinen netten Biergarten. Ein paar Gläser Bier und ein Abendessen später bin ich dann in meinem Zimmer. Es gibt eine Flasche Wasser – gratis. Das Essen war so gut gewürzt, da ist Wasser nicht verkehrt. Ich lasse die halb volle Flasche neben meinem Bett stehen und schalte das Licht aus. Die Nacht ist stickig und unruhig. Irgendwann drehe ich mich um und erwische mit der Hand die Flasche. Was für eine Getöse, nun sind sicher alle wach. Und der Teppich steht auch unter Wasser… Ich bin viel zu verschlafen und schaffe es nur die Flasche wieder aufzurichten, es ist nichts passiert – hoffentlich…

Am nächsten Morgen ist der Teppich unter den nackten Füßen dann doch unangenehm feucht… Unter der Dusche ist das schnell vergessen…

Frühstück, Straßenbahn, Vorträge, Kantine, Vorträge, Straßenbahn, Bier, Abendessen, Ramazotti, Ramazotti, Ramazotti, Ramazotti, Wasser, rumms alles wieder nass – täglich grüßt das Murmeltier (Groundhog Day)…

Am Mittwoch dann der letzte Tag! Zusammen mit Fabian geht es im Auto durch die verstopften Straßen von Stuttgart. Fehler im Abgassystem, Einparkhilfe defekt – wieder ein „Groundhog Day“…

Nachmittags sind dann alle froh als wir es geschafft haben. Es geht zusammen mit Fabian nach Mainz. Wir wollen schlau sein und die vielen langen ewigen Baustellen umfahren. Also soll es über Heilbronn und die A6 nach Mainz gehen. Das Navi in meiner Dieselrakete funktioniert, kurz vor Heilbronn empfiehlt es eine Stauumfahrung. Wir geben nach und quälen uns hinter einem LKW im Schritttempo bei hochsommerlichen Temperaturen durch eine eigentlich sehr schöne Landschaft. Immer wenn wir die Autobahn sehen können fließt dort alles prima. Ob die Navigon-Programmierer auch mal ein Entwicklerseminar brauchen? Als wir endlich wieder auf der Autobahn sind, dann ein herrlicher Stau, er wird sogar im Radio angesagt als wir schon mitten drin stehen. Fehler im Abgassystem… Während Fabian mit der Müdigkeit kämpft und immer wieder bedrohlich nach vorn nickt, quäle ich mich von einem Stau in den nächsten. Irgendwas läuft falsch, wir haben die Baustellen auf der A8 gegen eine endlose Baustelle auf der A6 getauscht… Als wir in Mainz ankommen setze ich Fabian daheim ab und fahre erst einmal in die Waschanlage in der Nähe. Mein Auto ist voller Blütenstaub und eine Familie offensichtlich ausgewachsener Vögel hat das Dach meines Autos drei Tage lang als Toilette missverstanden. Gut, dass es kein Cabrio ist…

Im Appartement angekommen gibt es eine 5-Minuten Terrine – Spaghetti Bolognese – das Beraterleben kann so schön sein…

Danach dann an den Mac und mal schauen was die USA-Dias noch so hergeben, die seit langem drauf warten in ein Magazin einsortiert zu werden.

Und siehe da, ich finde sogar etwas 🙂

Fuji Velvia 50 & Nikon Coolscan V ED – was für eine tolle Kombination!

Tour Eif(f)el

Es ist Freitag, die Sonne scheint und Sandra und ich haben einen gemeinsamen freien Tag. Als die Mopeds gesattelt sind können wir es kaum noch erwarten. Es geht wieder los… Ein wirkliches Ziel haben wir nicht, aber darauf kommt es beim Biken auch nicht an, hier ist der Weg das Ziel! Es geht über die B9 am Rhein entlang. Sandra fährt vor, unser Ziel ist Bad Breisig. Kurz hinter Bad Breisig biegen wir dann rechts ab und genießen die vielen Kurven. Das TomTom haben wir nicht dabei, nach der Routenplanung habe ich es im Wohnzimmer auf dem Tisch liegen lassen. Aber es geht heute auch mal ohne. Es geht kreuz und quer durch die Eifel, die meisten Orte hatte ich mir vorher schon bei Google-Maps angeschaut, vieles kenne ich auch schon recht gut. Am Nürburgring machen wir am Burg-Café direkt unterhalb der Nürburg eine kleine Pause. Es gibt etwas kaltes zu trinken und für die Ohren die Geräusche des Porsche Sport Cups ein paar hundert Meter weiter westlich auf der Grand Prix Strecke.

Nach unserer kleinen Mittagspause wollen wir weiter über Adenau in Richtung Café Fahrtwind – wieder einmal! Weit kommen wir aber nicht. Nach wenigen hundert Metern steht ein Polizist mitten auf der Straße. „Mist!!“ es durchzuckt mich, muss ich ein schlechtes Gewissen haben, waren wir zu schnell, ist etwas nicht ok?? Der Polizist winkt uns auf einen unbefestigten kleinen Platz neben der Straße. Dort stehen mehrere Polizeifahrzeuge und eine ganze Reihe seiner Kollegen. „Allgemeine Verkehrskontrolle, Führerschein und Fahrzeugpapiere bitte!“ Ich nehme den Helm ab und krame alles aus der Geldbörse hervor. Gut, dass ich vor vor einigen Tagen die Fahrzeugscheine der beiden Motorräder eingesteckt habe! Im letzten Jahr sind wir immer ohne Papiere gefahren, aber auch nie angehalten worden! „Mein“ Polizist hat keine Ahnung, ich erkläre nur kurz, dass beide Mopeds mir gehören und dass wir eine kleine „Feierabendtour“ machen. Der Polizist der sich die weiße BMW anschaut auf der Sandra heute wieder unterwegs ist, ist ein wenig gründlicher. Dass beide Motorräder einen Superbike-Lenker haben bemerkt er nicht, aber die 190er Hinterreifen fallen ihm auf. Beide Reifen wurden zum letzten Saisonende im Motorradhaus Senger in Rüsselsheim frisch montiert. Für die Reifen habe ich ein Gutachten, eingetragen sind bei beiden Motorrädern die schmaleren 180er Serien-Reifen.

Der Polizist triumphiert, er hat etwas gefunden! Und wir haben das Gutachten nicht dabei. Später fällt mir ein, dass ich sie mal fotokopiert und zur Bedienungsanleitung gesteckt habe. Vielleicht ist beides zusammen unter der Sitzbank? Aber im Angesicht der Polizei fällt mir das nicht ein. Es gibt eine kurze Demonstration der Allmacht der Polizisten. Als sie ihren Spaß gehabt haben werden sie wieder ganz nett und lassen uns weiter fahren. Beim nächsten Mal sollen wir darauf achten, dass wir das Gutachten dabei haben. Uff, das ging ja noch einmal gut. Während mir die alten Zeiten mit der frisierten 50er und der ständigen Angst vor der Polizei durch den Kopf gehen, machen wir uns wieder abfahrbereit. Da werden auch schon drei Biker mit gelben Kennzeichen heraus gewunken – Holländer! Na, dann viel Spaß…

Es geht weiter über Adenau bis wir schließlich wieder einmal im Café Fahrtwind landen. Zwischendurch sehen wir die Polizei noch mehrfach. Ist heute der Tag der „offenen Polizeikelle oder was“?? Egal, es ist heiß, die Sonne scheint und es gibt etwas kaltes zu trinken, Benzingespräche und ein  Stück Apfelkuchen – vom Chef persönlich gebacken – lecker! Wieder daheim freuen wir uns auf die Dusche, der Sommer ist schon da und es ist erst Anfang Mai!! Später zaubert Sandra Rouladen aus Putenschnitzeln mit weißem und grünem Spargel. Dazu gibt es kleine Pellkartoffeln, lecker!!

Am nächsten Tag scheint die Sonne noch ein wenig heller und es ist noch ein wenig wärmer. Sandra ist aber noch k.o. vom Vortag. Aber egal, sie würde mitfahren und so kann ich dann auch mal wieder meine weiße K1200 bewegen, die blaue Schwester bleibt zurück in der dunklen kühlen Garage, wie ich sie später darum beneiden werde…

Heute habe wir mein TomTom Urban Rider dabei. Aber die aktive Halterung an der BMW war vorher zwei Jahre lang an meinem „alten“ 850er Boxer montiert. Zusammen haben sie viele Tage und Nächte unter freiem Himmel, bei Schnee, Regen und Sonne verbracht. Das hat Spuren hinterlassen. Einer der vier kleinen vergoldeten Stifte scheint ein wenig korrodiert zu sein und steckt inzwischen so tief innen im Halter, dass das TomTom während der Fahrt nicht mehr geladen wird. Egal, die interne Batterie ist voll und ich schalte es einfach gar nicht erst ein. Für den Fall der Fälle haben wir es dabei, aber auch heute wird es komplett ohne Navi funktionieren.

Es geht in Richtung Bad Godesberg, dann weiter in Richtung Meckenheim. In Pech biegen wir links an und fahren über Berkum. Es geht vorbei an der Radarstation und weiter in Richtung Remagen. Im Wald dann wieder rechts in Richtung Straußenfarm, vorbei am Golfplatz, immer weiter in Richtung Süden… In Ahrweiler biegen wir heute mal nicht in Richtung Römervilla ab, sondern eine Ausfahrt später. Es geht kurz durch die Stadt, dann vorbei am Kletterpark und ab in den Wald. Die Straße ist grandios, vor uns ist ein Biker mit einer BMW R1200. Wir fahren ihm einfach hinterher. Er hat es auch nicht eilig und so schwingen wir uns gemeinsam durch die Kurven, was für ein Spaß.

An jedem Abzweig fahren in in Richtung Nürburg-Ring bis wir am Abzweig „Ahrbrück“ ankommen. Mir kommt die Polizei wieder in den Sinn und mir kommt auch in den Sinn, dass wir auch heute kein Gutachten für die 190er Hinterreifen dabei haben! Also warum nicht mal wieder über Ahrbrück zum Café Fahrtwind? Gedacht, geblinkt, es geht durch schöne Wälder und es ist wunderschön. Sandra ist eine tolle Beifahrerin. Sie achtet auf die Straße und ahnt immer ob wir gleich bremsen werden oder nicht. Beim Bremsen stützt sie sich vor meinem Bauch am Tank ab. So muss ich nicht immer beide „Oberkörper“ stemmen. Beim Beschleunigen krallt sie sich so gut fest, dass ich sie auch dann nicht verliere wenn wir die 163 Pferde mal richtig laufen lassen. Super!

Auf dem Rückweg fahren wir mal durch Bonn Röttgen und über den Venusberg, Abwechslung muss sein! Abends gibt es wieder Spargel. Dazu Hähnchenfilet – lecker!

Am nächsten Tag ist das Wochenende dann schon fast Geschichte. Es ist Sonntag und ich muss nach Stuttgart. Für Montag bis Mittwoch steht ein Entwicklerseminar auf dem Programm. Den Sonntag verbringen wir also damit die Wohnung ein wenig aufzuräumen, Wäsche zu waschen, Hemden zu bügeln und den Koffer zu packen. Um 13h macht sich Sandra auf den Heimweg. Ich schreibe noch kurz diesen kleinen  Artikel und freue mich nachträglich noch an den beiden schönen Tagen in der Eifel.

Am nächsten Wochenende wird es ein Reitturnier  im Ruhrgebiet geben. Endlich mal wieder „richtig“ fotografieren. Was dabei herauskommt, wir werden es sehen 🙂

Siegerland, Eifel und andere Thorheiten

Es ist Samstag, das Wetter ist grandios. Aufstehen, duschen, schnell frühstücken, kurz vor 9h sind wir schon unterwegs. Es soll an der Sieg entlang gehen, vielleicht durch das Brohltal? Wirklich geplant ist nichts, aber wir haben das TomTom Rider dabei. Bei Hennef Ost verlassen wir die A560 und biegen nach links auf die B478 ab. Es geht durch das Brohltal bis zur ersten Tankstelle. Sandra hat mit der weißen BMW wieder mehr Sprit verbraucht als ich, kann das sein? Die Mopeds sind bis auf die Farbe identisch. Allerdings schaltet Sandra in der Regel alle Gänge so durch wie sich das eigentlich gehört. Ich fahre oft im 1. Gang an und schalte dann gleich in den 3. Gang. Aber 60 km/h dann sofort in den 6. Gang. Ob das der Grund ist, oder ob ich einfach ein wenig mehr Sprit in den Tank einfülle? Jedenfalls zeigt mein Bordcomputer oft eine „Restlaufzeit“ von etwa 100 Kilometern an, wenn Sandra auf der weißen BMW noch etwa 50 Kilometer „im Tank“ hat. Das ist schon seltsam…

Aber heute soll uns das egal sein, wir tanken beide Mopeds voll. Super Plus kommt hinein, damit laufen sie einfach besser, aber das ist auch inzwischen eine wirklich teurer Spaß. Die K1200 brauchen bei unserer doch ziemlich gemäßigten Fahrweise zwischen 5 und 5,5 Litern auf 100 Kilometern. Das erscheint zunächst erst einmal viel. Beide Motorräder brauchen zusammen also zwischen 10 und 11 Liter. Wenn man aber bedenkt, dass sie zusammen 326PS haben, so ist das eigentlich auch schon wieder ok. Ein aktueller BMW 330ci hat 271PS und braucht kombiniert auch etwa 11 Liter/100km.

Nach unserem Tankstopp geht es weiter. Der Bordcomputer verheißt uns nun wieder etwa 350 Kilometer „Restlaufzeit“, das beruhigt nicht nur Sandras Nerven. Ein paar Meter nach der Tankstelle halten wir kurz an und ich gebe einfach mal Siegen als Ziel ein, als Routenführungsoption wähle ich „Kurvenreiche Strecke“. Dann geht es los, gleich nach der Tankstelle sagt das TomTom eine kurvenreiche Landstraße an. Also Blinker rechts und los geht der Spaß. Bis kurz vor Siegen geht das dann so weiter. Das TomTom führt uns auf verschlungenen Pfaden durch wundervolle Landschaften. Leider sind viele der Straßen nach dem strengen Winter in schlechtem Zustand. Blöd wird es, wenn hinter uns ein Autofahrer glaubt mal zeigen zu müssen, dass er mit seiner Kiste besonders dicht auffahren kann, während wir uns zwischen teilweise abenteuerlich tiefen Schlaglöchern hindurch schlängeln. Da gibt es dann Augenblicke, da möchte ich einfach mal mitten auf der Straße das Motorrad anhalten, absteigen und den hirnlosen „Lenkern“ eine kräftige Beule in die Türe treten. Aber ich habe ein gute Erziehung genossen, bin überaus friedfertig und scheue die anschließende Diskussion mit meiner Haftpflichtversicherung…

In Siegen angekommen sind wir überrascht wie schön, aber auch bergig diese Stadt gelegen ist. Direkt in der Innenstadt ist die Mehrzahl der Parkpläze entweder belegt oder so schräg, dass wir die Motorräder nicht wirklich sicher abstellen können. Aber nach einer längeren Suche finden wir dann doch noch eine offizielle „ordentliche“ Parklücke. Sandra geht kurz bei Rossmann einkaufen und danach finden wir auf der Terrasse eines kleinen Bistros tatsächlich einen freien Tisch mit Blick auf den Wochenmarkt. Schön ist es hier!

Hier ist ein Foto dies netten Bistros:

Für den Heimweg wünscht sich Sandra dann gut geteerte Straßen ohne Schlaglöcher und ohne Idioten die ständig dicht auffahren müssen. Ich wähle die Routenführungsoption „Autobahn vermeiden“. So fahren wir auf gut ausgebauten Bundesstraßen und müssen nicht ständig mörderische Schlaglöcher umfahren. Als wir wieder im Brohltal sind übernimmt Sandra mal die Führung. Das ist leider sehr selten und ich bin immer ganz froh, wenn ich sie im Blick habe. So muss ich nicht ständig im Spiegel schauen wer da gerade wieder von hinten drängelt. Und es macht Spaß Sandra anzuschauen wie sie um die Kurven flitzt und auch schon mal die 163 PS mobilisiert und gleich eine ganze Autokolonne überholt.

Daheim in Bonn schaue ich im Programm „My Tracks“ auf dem HTC Desire nach was wir denn so gefahren sind:

  • Enfernung – 208 Kilometer
  • Max. Geschwindigkeit: 204,30 km/h
  • Durschnittsgeschwindigkeit: 60,32 km/h
  • Zeit in Bewegung: 3h27
  • Gesamtzeit: 4h55
Danach sind wir ziemlich erledigt und freuen uns auf das Sofa. Und es gibt auch noch ein Blue Ray – wir versuchen uns ein zweites Mal an „John Boorman’s Excalibur“ Es ist ein alter Phantasy-Streifen aus dem Jahr 1981. Es gibt ein paar bekannte Gesichter wie bspw. Helen Mirren oder Gabriel Byrne zu sehen. Der Film ist echt schwer in die Jahre gekommen und einige der Action-Szenen wirken aus heutiger Sicht fast ein wenig albern. Aber ich bin doch beeindruckt von einige Stilmitteln die John Boorman in diesem Film verwendet hat. Ganz krass fallen mir die grünen Scheinwerfer auf mit denen Boorman praktisch alle Szenen die in einem Wald spielen in unwirklich grünes Licht getaucht hat. Dann gibt es einige wenige Überblendungen die man heute mit geilen CGI-Tricks umsetzen würde. Aber es ist irgendwie ganz nett mal zu sehen, wie man das „früher“ gemacht hat. Witzig auch die blitzblanken Rüstungen der Ritter in denen sich die krassen bunten Scheinwerfer spiegeln. Oder die Burg Camelot die man nie komplett und aus der Nähe zu sehen bekommt. In vielen Einstellungen sieht es aus, als wären die Burgzinnen aus Sperrholz zusammen genagelt und danach mit Alufolie beklebt worden. Alles irgendwie ganz witzig und wenn man bedenkt, dass dieser Streifen eine ganze Riege von Phantasy-Filmemachern beeinflusst hat, ist es auch egal, dass der Ton nur in Mono ist.
Hier ist unsere Runde in der Google-Earth-Ansicht:
Am Sonntag geht es dann weiter mit dem schönen Wetter. Wieder sind wir kurz nach 9h unterwegs. Diesmal geht es am Rhein entlang nach Süden. Bei Brohl Lützing biegen wir von der B9 in Richtung Maria Laach ab. Die Straße ist toll, die Landschaft wunderbar und das Feeling einfach gut. Während wir am Kloster Maria Laach vorbei fahren muss ich an die E-Mail von Angenie und Peter denken. Hier hätten Sie sicher großen Spaß mit ihren Mountain Bikes. Ich bin wirklich gespannt wann wir uns mal in Deutschland treffen 🙂
Eine Weile später finden wir einen kleinen Gasthof, es ist erst kurz nach 11h aber es scheint schon geöffnet zu sein. Der Chef steht vor der Türe und bittet uns die Motorräder nicht auf dem Gehweg abzustellen, damit wir keine Anzeige bekommen. Es gibt einen Kaffee und einen Plausch mit ihm und einem seiner Freunde. Sein Kumpel spricht einen krassen Rheinischen-Dialekt. Ich habe echt Mühe ihn zu verstehen. Er erzählt von seiner Jugend, als er noch Motorrad gefahren ist. Wie das damals war auf dem Nürburgring und von seinen Touren durch Südfrankreich und die Alpen in Norditalien. Ich muss an die Tour mit Nina denken. Damals 1999 als es mit der alten BMW R-80 RT zwei Wochen lang über die Alpen und dann von einem norditalienischen See zum nächsten ging. Am Largo del Garda haben wir mehrere Tage verbracht und ich muss bis heute oft an die großartige Landschaft und die grandiosen Berge denken. Irgendwann möchte ich da mal wieder hin. Ob es vielleicht in diesem Jahr klappt??
In der Nähe von Adenau füllen wir dann mal wieder die Tanks unserer BMWs auf. Diesmal tanken wir 102 Oktan Sprit – Weltmeister-Benzin – mal sehen ob die weiße BMW damit besser läuft. Sandra sagt sie würde bei niedrigen Geschwindigkeiten und niedrigen Drehzahlen oft ziemlich „stottern“ – mal sehen ob es am Sprit liegt. Dieser 102 Oktansprit kostet sage und schreibe 1.79 Euro pro Liter. Nach dem die blaue BMW voll ist gebe ich Sandra die Zapfpistole in die Hand. Als die weiße BMW auch voll ist stehe ich an der Kasse um zu bezahlen. Der Tankwart traut seinen Augen nicht. Dass so viel Sprit in nur ein Motorrad passen soll kann er kaum glauben. Er kann Sandra hinter der großen Zapfanlage nicht sehen und ist dann beruhigt, dass es doch zwei Motorräder sind die wir gerade für über 50 Euro betankt haben.
Nach den vielen Kurven und Spitzkehren schmerzt Sandra das linke Handgelenk. Wir beschließen einfach die Straße in Richtung Norden zu fahren und beim Café Fahrtwind eine kleine Pause zu machen. Dort lernen wir dann einen jungen Soldaten aus Euskirchen kennen, der davon träumt eine Weile an einem Fliegerhorst der Bundeswehr in den USA stationiert zu sein. Sandra und ich erzählen ihm eine Menge von unseren Erlebnissen in den USA. Dann brechen wir wieder auf. Kurz vor Bonn nehme ich dann mal eine etwas andere Route und bin ganz überraschst, als wir gegenüber von Unkel den Rhein erreichen. Das ist einen kleinen Fotostopp wert!
Daheim gibt es die zweite Hälfte unserer „Garbanzas“ die Sandra am Samstag gekocht hat. Beim Einkaufen kam es mir am Freitag kurzfristig in den Sinn, dieser kanarische Kichererbsen-Eintopf wäre mal wieder große Klasse! Und als ich dann im Supermarkt auch noch die Shorizo finde, ist es eigentlich schon geritzt…
Später am Nachmittag geht es dann nach Bonn Bad Godesberg. Es steht ein 3D Film auf dem Programm. Die Karten haben wir schon bei einem kurzen Zwischenstopp mit dem Motorrad abgeholt – es gibt THOR.
Am Donnerstag habe ich im Auto auf dem Heimweg eine Filmkritik gehört. Regie hat Kenneth Branagh geführt und er soll seine Arbeit gar nicht schlecht gemacht haben. Ich mag diesen Typen sehr gern und erinnere mich immer wieder gern an seine Rolle in „Wild Wild West“. Also bin ich gespannt auf den Film. Es gibt Desperados und Popkorn! Das passt zu diesem Film wirklich ganz ausgezeichnet 🙂 Der Film ist wie im Radio beschrieben, eine typische Comic-Verfilmung. Auf Hochglanz polierte Action, bei der die Trick-Effekte die Hauptrolle spielen. Während des Films muss ich immer wieder an „John Boorman’s Excalibur“ denken und bin wirklich beeindruckt wie sich die Filmwelt doch in den letzten 30 Jahren weiterentwickelt hat. Ok, die Filme sind nicht zwangsläufig besser geworden, aber es sieht inzwischen doch alles irgendwie cooler aus.
Nach dem Kino gibt es eine Pizza im Bistro gegenüber des Kinos. Wir setzen noch einmal unsere albernen 3D Brillen auf und machen ein paar Fotos mit meinem HTC-Telefon. Echt „Nerdig“ sieht das aus 🙂
Als ich dann später diesen Post schreibe gibt es „Batman – The Dark Knight“ – auch coole Trickeffekte, ich denke wieder an den alten Excalibur. Irgendwie fand ich ihn gar nicht so schlecht – vielleicht gerade weil es keine CGI-Tricks gab…
Und zuletzt noch unsere heutige Runde aus der Vogelperspektive: