Fuji X100 – ISO-6400 Test

Dem Karneval bin ich glücklich entronnen, als sich um 17h ein grandioser Sonnenuntergang ankündigt. Meine Arbeit ist erledigt und um 18h sitze ich im Auto. Es geht nach Süden, meine Fuji X100 habe ich auf dem Beifahrersitz. Rechts neben mir braut sich ein tolles Abendrot zusammen. Gern würde ich irgendwo anhalten, aber es ist nicht gefahrlos möglich.

Schließlich lande ich mal wieder in Schwetzingen, ein wirklich schönes kleines Städtchen in der Nähe von Heidelberg. Es gibt dort ein Schloss und dahinter einen wunderbaren Schlossgarten. Während ich mein Auto parke laufen grölende total betrunkene Jugendliche an mir vorbei. Irgendwie mache ich mir Sorgen um mein Auto. Die Typen sind so betrunken, dass sie kaum noch gerade stehen können. An einer Bushaltestelle öffnet dann einer seine Hose und pinkelt auf die Straße. Seine Kumpels fangen an zu grölen, finden ihn cool und tuen es im gleich. Was für eine bescheuerte „Jahreszeit!“ – denke ich und laufe schnell in Richtung Schlosspark. Über dem Schloss leuchtet der Himmel in den genialsten Farben, aber das halbe Schloss sieht aus als wären Christo und Jeanne-Claude zu Besuch gewesen. Schade, oder doch nicht?

Mittlerweile ist es so dunkel, dass ich bei ISO-6400 und Blende 2.0 noch so eben aus der Hand fotografieren kann. Wie die Bilder später wohl aussehen werden? Ich bin wirklich gespannt…

Ein paar Meter weiter stehe ich von einem gußeisernen Tor. Dahinter ein Mann der fragt ob er mich hineinlassen soll. Oh ja! Nachdem wir die Seiten getauscht haben meine bange Frage „Komme ich denn hier auch wieder heraus?“ „Aber sicher, sie nehmen einfach den seitlichen Ausgang.“ „Ganz ehrlich? Ich bin jetzt nicht eingesperrt?“ „Nein nein, das geht schon!“

Mit etwas ungutem Gefühl wende ich mich der Gartenanlage und dem tollen Himmel zu. Wenn ich doch nur ein Stativ dabei hätte…

Aber da stehen zwei kleine Wegweiser! Und die kleine X100 steht darauf sehr sicher, es geht nur ein lauer Wind, keine Gefahr, das kann funktionieren!

Nach den Fotos mit ISO-6400 und Blende 2 versuche ich mich jetzt mal mit ISO-200, Selbstauslöser, Blende 8. Die meisten Bilder sind trotz 3-fach Belichtungsreihe entweder zu hell oder zu dunkel. Also stelle ich die Belichtungszeit manuell ein. 1/4s ist das längste was ich auswählen kann. Damit werden die Bilder zu dunkel, also versuche ich es mit Blende 4 und steigere die ISO-Empfindlichkeit bis die Bilder korrekt belichtet sind.

Aber das ist doch alles doof, warum kann ich bei dieser Kamera nicht irgendwie eine Belichtungszeit von 4, 8 9der 15 Sekunden einstellen? Die Belichtungsautomatik bekommt es ja auch hin, nur leider hängt sie bei diesen extremen Bedingungen schon mal daneben.

Also gehe ich über zu Plan-B: ISO-200, 30s und nun variiere ich die Blende bis die Belichtung stimmt. Nun dauert aber jede 3-fach Belichtungsreihe inkl. Rauschunterdrückung fast zwei Minuten! Während ich hin und her probiere verblassen die Farben des Abendhimmels. Aber eine Belichtungsreihe bekomme ich dann doch noch hin. Später in meinem Appartement lässt sich daraus dann doch noch ein ganz nettes Foto zaubern.

So hat sich der kleine Ausflug dann doch gelohnt. Und mein Auto hat niemand bepinkelt und auf der Motorhaube hat sich auch niemand seines Mageninhaltes entledigt. Ziemlich erleichtert mache ich mich auf die Heimreise. Morgen ist dieser ganze Wahnsinn endlich wieder vorüber…

Hier ein Teil der „Beute“… Beginnen wir mit einem DRI das aus 3 RAW-Bildern zusammengestellt ist, die bei ISO-200 aufgenommen wurden. Mein persönlicher Favorit!

Der Schlossgarten von Schloss Schwetzingen mit der Fuji X100
Einfach anklicken für 1000er Auflösung

Nun ein konvertiertes RAW-Bild ohne Schnickschnack in voller Größe – ein bisschen Input für die Pixelpeeper muss schon sein!

Ein konvertiertes RAW-Bild ohne Nachbearbeitung
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Und nun noch ein Bild „Out-Of-The-Cam“ bei ISO-6400 und Qualitätsstufe „Normal“ in voller Größe.

Unbearbeitetes DEMO-Bild aus der Fuji X100 bei ISO-6400
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Fuji X100 – Infrarotfotografie und Filtertechniken

Heute habe ich ein neues Video für Euch. Diesmal hat es mich interessiert wie sich die Fuji Finepix X100 auf dem Gebiet der Infrarotfotografie schlägt. Bislang habe ich das nur mit meiner Nikon D700 und der D7000 versucht. Dabei waren die Ergebnisse aus der D700 irgendwie packender als die Bilder aus der D7000.

Hier ist ein Beispielbild das vor einigen Wochen mit einem AiS 2.0/35mm und der D700 auf der Erpeler Ley oberhalb der Brücke von Remagen entstanden ist.

Den zugehörigen Artikel findet Ihr hier.

Zu Beginn meines Tutorials habe ich mir ein wenig Zeit genommen, um Euch ein paar Filter vorzustellen und etwas zum Sinn und Unsinn einzelner Filter zu sagen. Dann gibt es ein kleines „Hands-On“ – einzelne Filter werden „Live“ auf das Objektiv der X100 geschraubt. Anschließend gibt es ein kurzes Photoshop-Tutorial das zeigt, wie man aus einem Infrarot-RAW-Bild ein schönes Schwarzweißbild macht.

Hier ist das Tutorial:

Hier findet Ihr das Bild aus dem Tutorial. Klickt es mal an, dann öffnet es sich in Originalgröße. Krass wird es sein wenn die D800E Anfang April eintrudelt, dann sind die Bilder glatt DREIMAL so groß. Da freue ich mich schon drauf und auf die ersten echt großen Prints noch viel mehr 🙂

Infrarot Fotografie aus der Fuji Finepix X100
Anklicken für Originalgröße

Fuji X100 – Low Light Test

Es ist der Karnevals-Sonntag und weder Sandra noch ich haben Lust uns zu schminken und auf Knopfdruck fröhlich zu sein. Stattdessen geht es am Rhein entlang in Richtung Koblenz. Im Gepäck ist die Fuji X100 samt Siocore 0.45x Teleconverter, 52mm Grauverlaufsfilter und 52er Polfilter. In Koblenz angekommen schneit es wie wild, so dass wir beschließend am südlichen Moselufer in Richtung Westen zu fahren. In Alken halten wir an und gönnen uns ein Stück Kuchen und eine Tasse Kaffee – lecker!

Auf dem Rückweg geht es kreuz und quer durch die Eifel bis wir schließlich kurz vor Sonnenuntergang am Kloster Maria Laach landen. Es schneit nicht mehr, aber es ist auch nur 2°C „warm“. Also schnell rein in die Kirche und ein paar Fotos machen…

Später geht es über Bad Tönnisstein zum Rhein und dann wieder nach Hause. Kurz hinter Bad Tönnisstein halten wir noch an einer einsamen schönen Burg. Der farbige Abendhimmel ist grandios und die Fuji Finepix X100 ist in ihrem Element!

Hier eine kleine Auswahl der „Bilder des Tages“. Beginnen wir mit einem Blick auf die Klosterkirche Maria Laach. Es ist ein Bild ohne Konverter. Die RAW-Konvertierung habe ich mit Photoshop CS 5.1 ausgeführt, die Perspektive entzerrt und den Mond aufgehen lassen…

Die Klosterkirche in Maria Laach mit der Fuji Finepix X100

Hier nun die Klosterkirche mit Siocore 0.45 Konverter.

Die Klosterkirche in Maria Laach mit der Fuji Finepix X100 und Siocore Konverter

Ein „freihändiger“ Blick in das Kirchenschiff der Klosterkirche bei ISO-3200!

Blick in die Klosterkirche in Maria Laach mit der Fuji Finepix X100 bei ISO 3200

Der Altar der Klosterkirche – HDR aus drei JPGs, ISO-800, HDR- Verarbeitung mit Photoshop CS 5.1

Altar der Klosterkirche in Maria Laach mit der Fuji Finepix X100

Zum Abschluß noch das schaurig schöne Spukschlößchen bei Bad Tönnisstein. Rapunzels Kerzenleuchter habe ich mit Photoshop angezündet…

Spukschloß bei Bad Tönnisstein

Fuji X100 – Test mit Siocore 0.45x Converter

Das Motto des heutigen Tages könnte lauten:

Knipst Du noch oder Fotografierst Du schon?

Warum ist das so? Ganz einfach, ich war gestern nach langer Zeit mal wieder bei IKEA und habe dort unter „realen Bedingungen“ einige High-ISO Testbilder mit der neuen Fuji Finepix X100 schießen können. Außerdem habe ich die Gelegenheit genutzt den frisch eingetrudelten SIOCORE 0.45x Weitwinkelkonverter für die X100 zu testen.

Später daheim war ich von den Ergebnissen recht angetan, allerdings sind die Bilder recht kräftig verzeichnet. Was kann man da tun? Man kann die Verzeichnung korrigieren! Wenn Ihr wissen wollt wie das geht, dann schaut Euch dieses kleine Video an 🙂

Beim letzten Video habe ich mich im Nachhinein ziemlich über die miese Qualität des XVID-Codec geärgert. Alles was ich vom Bildschirm „abgefilmt“ habe war pixelig und nicht wirklich schön. Das wollte ich nicht erneut haben, also habe ich ein wenig im Web gesucht. Beim Mac kann man den Quick-Time Player verwenden um alles aufzuzeichnen was sich auf dem Desktop abspielt, das muss es doch für Windows auch geben. Letztlich bin ich wieder bei CamStudio gelandet, aber in einer neuen Version. Und hier ist jetzt der „Lossless Codec 1.4“ dabei. Damit sieht das Video wirklich toll aus. Allerdings kommt es jetzt beim Schneiden des Videos gelegentlich zu kurzen dunklen Pausen. Aber wirklich schlimm ist das nicht und das Video gibt sehr gut wieder wie die Qualität des gestesteten Konverters ist.

Jetzt aber Film ab…

Hier noch einige der Bilder dieses kleinen Ausflugs mit einer Seitenlänge von 1000 Pixeln – einfach anklicken. Unter den Bildern findet Ihr jeweils einen Link im unkomprimierten „Originalbild“. Die EXIF-Infos sind in allen Bildern enthalten. Wer mag kann also nachschauen welche Werte für Zeit/Blende/ISO dort aufgezeichnet wurden.

Beginnen wir mit einem „High-ISO“ Bild ohne Weitwinkel-Converter.

Hier ist das große Original-JPG.

Und nun das korrigierte Bild der Herd-Fronten aus dem Tutorial. Hier ist das große Original-JPG.

Und noch ein Bild aus dem Tutorial, ebenfalls mit aufgeschraubtem Konverter. Hier ist das große Original-JPG.

Nun das Bild aus meinem Tutorial, hier gibt es das Original-JPG, hier habe ich das RAW-Bild abgelegt.

Nun das Bild der vielen bunten Scheren, hier ist das große Original-JPG.

Jetzt der Kracher überhaupt, ein Teppich mit wirklich hohen ISO-Werte. Durch die feinen Strukturen fällt kein Bildrauschen auf! Hier ist das große Original-JPG.

Auf der Suche nach dem Moiré-Muster – hier ist das große Original-JPG.

Nun einige schön strukturierte Gefäße – hier ist das große Original-JPG.

Nun das „Lampen-Bild“ – damit es symmetrisch wird, habe ich es übrigens gespiegelt – hier ist das große Original-JPG.

Jetzt die abfotografierte New-York-Szenerie – hier ist das große Original-JPG.

So sah das unbearbeitete Bild aus!

Jetzt die Palette mit bunten Kerzen wieder ohne Konverter aber bei echt hohen ISO-Werten, beachtet die Bildecken – hier ist das große Original-JPG.

Zum Schluß mein persönlicher Favorit – hier ist das große Original-JPG.

Fuji X100 – Tutorial Portaitfotografie

Den gestrigen Nachmittag habe ich genutzt um ein wenig mit der neuen Fuji Finepix X100 zu experimentieren. Dabei ist dann ein spontanes Tutorial entstanden das ihr hier anschauen könnt:

Beim „Probeschauen“ ist mir eben aufgefallen, dass währen der Abmoderation der Ton nicht ganz synchron zu sein scheint. Ich denke, hier ist möglicherweise etwas mit den Sampleraten von 48kHz und 44,1 kHz durcheinander gelaufen. es sieht ein wenig seltsam aus, aber ich hoffe es gefällt Euch trotzdem 🙂