Windows 8 – Umsteigen von Windows 7

Seit einigen Tagen lieferbar und bereits mehrere Millionen Downloads, so hat man sich bei Microsoft den Start von Windows 8 gewünscht. Doch nach der Euphorie stellt sich bei vielen Nutzern zumindest „Verwunderung“ ein. Grundsätzlich läuft das neue Windows schnell und stabil, aber lieb gewonnene aus den Zeiten von Windows 7 fehlen vielerorts. Der „Spitzenreiter“ auf der Liste der „Fehlenden Features“ ist das Startmenü von Windows 7. Seit Windows 95 hat es alle tapferen Windows-Nutzer begleitet und jetzt soll es weg sein, für immer? Für die Bedienung mit den Fingern ist es nicht vollkommen und geeignet aber wird Windows 8 auf einem Desktop PC mit einer Maus oder einem Touchpad, so ist das gute alte Startmenü auch im Jahr 2012 noch ganz praktisch.

Die gute Nachricht, es gibt ein kleines kostenloses Programm mit dem schönen Namen „Classic Shell“. Nach einer kurzen Google-Suche findet man dieses Programm beispielsweise beim Heise-Verlag oder bei der Online-Präsenz der Chip.

Download und Installation sind verblüffend einfach, es braucht nicht einmal einen Neustart und schon hat man auch unter Windows 7 ein Startmenü wie man es von Windows 7 gewohnt ist.

Nach dem Download startet das Installationsprogramm.

Nach der Installation wird noch die gewünschte Sprache gewählt und schon kann man die vielfältigen Optionen ausprobieren.

Als nächstes geht es an die Installation der „lieb gewonnenen“ und gekauften Programme. Sehr praktisch ist es hier, dass beispielsweise der Hersteller MAGIX auf der Basis eines Kundenkontos den Download der gekauften Software jederzeit möglich macht. Natürlich gibt es auch die passenden Lizenzschlüssel dazu.

In der Windows 8 Systemsteuerung findet man das Panel Standardprogramme festlegen. Hier kann man sehr einfach sein Windows so einrichten wie man es mag. Wer keinen Wert auf APPs legt die für die Bedienung mit den Fingern gedacht sind, der kann hier kostenlose Tools wie den VLC-MediaPlayer und vieles mehr so verknüpfen, dass bei einem Doppelklick im Windows-Explorer (jawohl, den gibt es noch) das Programm startet, das man gewohnt ist.

Mein Fazit

Man sollte dem neuen Windows eine Chance geben. Aktuell ist es via Upgrade-Offer deutlich unter 20 Euro erhältlich, sofern man bereits ein korrekt lizenziertes Windows XP, Windows Vista oder Windows 7 hat. Es läuft schnell und stabil und mit ein wenig „Nacharbeit“ lässt es sich so konfigurieren, dass man kaum einen Unterschied zum lieb gewonnenen Windows 7 bemerken wird.

Nikon D7000 – Review Nikkor 10-24mm DX

Heute will ich gar nicht viel schreiben, das habe ich ja gestern schon getan 🙂 Heute habe ich für Euch ein knapp 9 Minuten langes Video das einer meiner treuesten Leser für Euch erstellt hat. Also denn, gebt dem jungen Nicolas eine Chance und schaut Euch mal sein Video zur Nikon D7000 und dem ziemlich guten Nikon 10-24mm Weitwinkel-Zoom an.

Über Anmerkungen und Verbesserungsvorschläge freuen sich alle BLOGGER und YouTuber. Vergesst also nicht das Video kurz zu bewerten und vielleicht einen Kommentar zu hinterlassen. Nicolas wird sich sicher sehr darüber freuen 🙂

Manipulation in der Fotografie Pro & Contra

Wo sind die Grenzen der Manipulation von Fotografien?

Dieses Thema erregt die Gemüter der internationalen Fotografengemeinde wie kein Anderes. Bei vielen Fotowettbewerben müssen inzwischen neben einem Print im Format von ca. 20x30cm auch die zugehörigen RAW-Dateien eingereicht werden. Die Juroren erhoffen sich davon die Möglichkeit Manipulationen erkennen und ausschließen zu können. Aber wo fängt eine unerlaubte Manipulation an und wo hört sie auf? Ist die Verwendung eines Polarisationsfilters nicht schon eine Manipulation dessen was das „Auge sah“? Oder die Verwendung eines Fuji Velvia 50 statt eines neutralen Provia? Darf man den Himmel mit einem Grauverlaufsfilter abdunkeln, weil der Chip der digitalen Kamera den Tonwertumfang ansonsten nicht einzufangen vermag?

Was ist erlaubt, was nicht? Ein heikles Thema in dem es die „Reine Wahrheit“ nicht zu geben scheint.

So wurde vor einigen Tagen bei einem renommierten Fotowettbewerb ein Foto eingereicht, das wenig später als „manipuliert“ entlarvt und daher disqualifiziert wurde.  So sah das aus…

Schaut man sich diese sehr stimmungsvolle Schwarz-Weiß-Fotografie an so fällt auf, dass die Schatten der Boote im Vordergrund das Ergebnis eines Sonnenstandes sein müssten, bei dem die Sonne ganz rechts außerhalb des Bildes stand. Doch das Bild zeigt einen bedrohlich verhangenen Wolkenhimmel bei dem der „helle Kegel“ in der Bildmitte zu sehen ist. Wie kann diese Lichtsituation einen derartigen Schattenwurf ergeben? Offenbar scheint es sich um eine Manipulation zu handeln. Dies erkannten die Juroren leider zu spät, was ihr Fachwissen und das Auswahlverfahren in keinem „guten Licht“ erscheinen lässt.

Nachdem dieses Bild disqualifiziert wurde, hat sich die Jury überlegt ein anderes Bild zum Gewinner des Fotowettbewerbs zu ernennen und zwar dieses Bild hier:

Hier scheint nun alles „echt“ zu sein, aber ist diese Fotografie ein echtes „Siegerbild“ in einem Wettbewerb mit dem Thema „Landschaftsfotografie“?

Der disqualifizierte Fotograf bezog in einer E-Mail Stellung zu seinem Bild. Er gab zu die Regularien des Wettbewerbs nicht gelesen zu haben und dass er sich keine Gedanken gemacht hat, als er den bedrohlichen Wolkenhimmel in seinem Foto ergänzt hat.

Ich selbst lese seit vielen Jahren mit Begeisterung die „GEO für Fotografen“, die Zeitschrift NaturFoto die im Teckleborg Verlag erscheint. In der letzten Ausgabe der NaturFoto gab es einige Bilder aus dem preisgekrönten Norwegen-Portfolio des Fotografen Radomir Jakubowski zu sehen. Die Webseite dieses Fotografen findet Ihr hier: www.naturfotocamp.de

Schaut man sich das preisgekrönte Portfolio durch, so findet man großartige Bilder wie dieses hier:

Um zurück zum Ausgangsthema zu kommen fragen wir uns jetzt „Ist dieses Foto echt?“ Na schauen wir doch mal nach, ist ja nicht so schwer… Was sehen wir, das Bild zeigt einen sehr stimmungsvollen Sonnenaufgang in einem verschneiten Nationalpark in Norwegen. Der Schnee ist unberührt, der Himmel ist tiefblau und die ersten Strahlen der Sonne lassen die weiß verschneiten Berge im Hintergrund rötlich aufleuchten während der Rest der Szenerie noch in das blaue Licht des Morgens getaucht ist.

Ist das „echt“? Wer schon einmal eine solche Szenerie erlebt hat, der wird jetzt sagen: „Klar das ist echt!“ Und dieser Haltung würde ich mich anschließen. Ein Indiz ist auch die perfekte Spiegelung der Szenerie in der Oberfläche des teilweise zu gefrorenen Sees.

Aber schauen wir und mal den Himmel an. In der Mitte zeigt sich etwas weniger Cyan als an den Rändern. Entweder hat der Fotograf hier einen Polarisationsfilter verwendet oder die seitlichen Teile des Himmels mit einer Software wie bspw. Nikon Capture NX in Verbindung mit zwei U-Points (Farbkontrollpunkte) leicht nachbearbeitet.

Ist das legitim? Ich denke JA!

EDIT vom 18.11.2012

Der Urheber und Fotograf Radomir Jabukowski hat sich heute weiter unten zu diesem Bild geäußert. Die RAW-Datei des Bildes wurde von der Jury des  Fritz Poelking Preises der GDT für echt befunden. Es wurden also keine U-Points oder ähnliches bei der RAW-Konvertierung verwendet. Ob ein Polfilter im Spiel war oder nicht, halte ich für nicht maßgeblich, an der RAW-Datei könnte man es ohnehin nicht nachweisen und seine Erläuterung klingt in meinen Ohren sehr logisch. Ich will hier keinesfalls den Eindruck erwecken als hätte der Urheber dieses Bildes hier „geschummelt“. Wahrscheinlich ist meine Wortwahl nicht wirklich elegant.

<- End Edit ->

Das Bild entstand in einem Nationalpark. Wer sich schon in Nationalparks bewegt hat der weiß, auch dort stören immer mal wieder Hochspannungsmasten die Szenerie. Angenommen am Horizont hätte einer dieser Masten gestanden und er wäre vom Fotografen entfernt worden, wäre das legitim? Ich denke JA! Und spätestens jetzt beginnen sich die Geister zu scheiden. Die Szenerie ist malerisch, aber kein Fotograf könnte sich dagegen wehren, dass dort Strommasten aufgestellt werden. Damit wäre diese traumhafte Location bei Einhaltung strikter „Ethikregeln“ für weitere ernsthafte Fotografien dauerhaft zerstört, ein No-Go für „seriöse“ Fotowettbewerbe.

Damit würde man dieser Location unrecht tun und daher denke ich, dass es erlaubt sein sollte kleine störende „Anzeichen der Zivilisation“ nachträglich zu entfernen.

Schauen wir uns den Schnee im Vordergrund an. Was wenn ein noch früher aufgestandener Fotograf hier seine Fußspuren im Schnee hinterlassen hätte? Wäre es legitim gewesen diese zu entfernen? Hier ist meine Antwort ein klares „JEIN“ 🙂

Wären hier die Spuren eines Hasen zu sehen, so könnte man sie mit gutem Gewissen im Bild belassen, es würde das Foto vielleicht sogar aufwerten. Wären es jedoch die wenigen Minuten alten Spuren eines Menschen, so müsste sich ein wirklich ernsthafter Fotograf um einen etwas anderen Standort bemühen, hätte er das Ziel mit einem solchen Foto an einem Wettbewerb teilzunehmen. Eine Alternative wäre auch, am nächsten Tag zurück zu kehren und auf gutes Wetter und „makellosen“ Schnee zu hoffen.

Ich denke ein Fotograf wie Fritz Pölking hätte nichts digital entfernt, sondern sein Foto an anderer Stelle oder zu einem späteren Zeitpunkt aufgenommen.

Was denkt Ihr über meine „10 Gebote“ – was ist legitim, was nicht?

  1. Verwendung von Filtern (JA)
  2. Veränderung der Szenerie durch Bewegungsunschärfen (JA)
  3. Beeinflussung von Farben durch Filmmaterial (JA)
  4. Veränderung des Bildeindrucks durch eine ungewöhnliche Perspektive (JA)
  5. Veränderungen durch Nutzung von Shift/Tilt-Objektiven (JA)
  6. Veränderung der Proportionen durch die Wahl langer oder kurzer Brennweiten (JA)
  7. Entfernen störender Details wie Vögeln am Himmel (JEIN)
  8. Entfernen störender Details wie Hochspannungsmasten (JEIN)
  9. Austausch eines langweiligen Himmels oder anderer wichtiger Bildelemente (NEIN)
  10. Entfernen störender Spuren der Zivilisation, Autos, Häuser, Straßen (NEIN)

Warum Ja, warum Nein?

Zu „Gebot 7“ denke ich, dass man bei vermeidbaren Störeinflüssen kurz warten und es einen Augenblick später erneut versuchen sollte. Will man ein perfektes Bild einer menschenleeren Kirche, so sollte man die „störenden Objekte“ nicht digital entfernen, sondern abwarten bis sie weg sind!

Zu „Gebot 8“ denke ich, dass man zunächst durch die Wahl eines geeigneten Standpunktes versuchen sollte die störenden Elemente auszuschließen. Vielleicht gibt es einen Stein oder einen Strauch im Vordergrund der das was stört geschickt zu verdecken vermag?

Zu „Gebot 9“ denke ich, dass dies eine ziemliches „No-Go“ ist. Für nette private Fotos oder die eigene Webseite mag das ok sei, aber wer an einem Wettbewerb teilnehmen will, der sollte die „Wahrheit“ so gut wie möglich festhalten. Ist der Himmel langweilig und fade, so sollte man auf besseres Wetter hoffen oder mit diesem Bild einfach nicht an Wettbewerben teilnehmen. Es sei denn, man ist der kleine Bruder von Lance Armstrong…

Gleiches gilt für „Gebot 10“, gibt es auf einem Berg eine Bergstation die man dort nicht haben will, dann sollte man sich eine andere Himmelsrichtung aussuchen, oder die Fotos für sich behalten. Bei Häusern und Autos hört der Spaß ebenfalls auf. Häuser sollte man entweder in die Komposition einbeziehen oder sie ebenfalls durch einen geeigneten Standpunkt geschickt verdecken. Bei Autos kann man warten bis sie weg sind.

Wie steht es um Tonemapping und HDR?

Ein weiteres in den letzten Jahren immer wieder heiß diskutiertes Thema ist neben HDR das Tonemapping. Zwar gehören beide Techniken eng zusammen, doch man kann sie auch getrennt betrachten. Immer mehr Kameras bieten inzwischen einen eingebauten HDR-Modus. Hier geht es darum extreme Kontraste in den Griff zu bekommen. Ein vortrefflicher Streitpunkt für eine Wettbewerbs-Jury. Hat die Kamera einen eingebauten HDR Modus, so kann man ein einziges RAW-Bild einreichen und die meisten Juroren wären zufrieden. „Das Bild wäre ECHT“. Hat die verwendete Kamera dieses Feature nicht, so müsste man mehrere RAW-Bilder einreichen aus denen man sein fertiges Bild erstellt hat. Bei den meisten Juroren wäre man damit durchgefallen, obwohl es im Vergleich zum HDR aus der Kamera keinen Unterschied macht.

Beim Tonemapping gilt es eine weite Spanne von Tonwerten so zu verkleinern, dass sie sich auf Fotopapier oder einem Drucker ausgeben lassen. Etwas ähnliches haben Fotografen im analogen Zeitalter schon durch die Wahl von Filmmaterial, Entwicklungsverfahren und Gradation des Fotopapiers erreicht. Und ich halte das für durchaus legitim. Ohne diese Verfahren wären die Bilder von Ansel Adams nicht das was sie sind! Nur durch seine speziellen Verfahren Bildteile bei der Ausarbeitung auf Fotopapier „abzuwedeln“ und einige andere Tricks zu verwenden konnte er Fotografien mit nachhaltiger Bildwirkung erzielen. Bei modernen Varianten wie dem Tonemapping sind die Grenzen jedoch relativ fließend. So lässt sich fast jede langweilige Lichtsituation durch eine geschickte Belichtungsreihe und eine geschickte HDR-Verarbeitung mit gezieltem Tonemapping in eine annehmbare Lichtstimmung verwandeln. Das halte ich für den privaten und professionellen Gebrauch auch für legitim, aber bei einem Naturfoto-Wettbewerb haben solche Bilder nichts zu suchen. Hier wird neben der Technik und der Bildgestaltung auch die Ausdauer und der perfekte Zeitpunkt prämiert. Wer hier teilnimmt, sollte auch Arbeiten abliefern die möglichst weitgehend dem entsprechen was die ursprüngliche Bildsituation hergab.

Die Moral von der Geschichte

Die Ethik in der Fotografie ist somit die „Ethik des Einzelnen“. Wer selbst nicht getäuscht werden möchte, der sollte es auch nicht anderen versuchen. Vielleicht ist dies der beste Maßstab für „Was ist erlaubt und was nicht“. Nach der Bildbearbeitung sollte man sich das „Original“ anschauen und sich kritisch fragen, ob man das Ausmaß der Bearbeitung vertreten kann oder nicht. Im Zweifel sollte man „kritische Werke“ für sich behalten und sich nicht öffentlich damit brüsten. Das kann gut gehen muss es aber nicht. Der Rummel um diesen Fotopreis zeigt dies sehr schön. Und dass Lance Armstrong nach Jahren der Täuschung und Trickserei doch noch überführt werden konnte, das sollte auch einen Fotografen nachdenklich stimmen der mit seinen Arbeiten an einem Wettbewerb teilnimmt.

Windows 7 – Preiswert zu Windows 8 wechseln

Seit dem 26. Oktober 2012 ist Windows 8 offiziell verfügbar. Am 14. Oktober habe ich im Microsoft Online Store ein Windows 7N für 119,- Euro gekauft. Das war nur wenige Tage vor der offiziellen Vorstellung von Windows 8. Der Rechner auf dem ich dieses Windows 7 installiert habe, war bereits mit Windows Vista bestückt. Leider hatte die Festplatte einen Defekt und die mitgelieferte Vista-DVD war nach drei Jahren irgendwie verschollen. Ein wenig geschluckt habe ich beim Kaufpreis von 119,- Euro ja schon, aber dann war dort zu lesen, dass ich einige Tage später kostenlos auf Windows 8 updaten kann. Das war am 14. Oktober das für mich ausschlaggebende Argument.

Am letzten Wochenende habe ich dann versucht dieses kostenlose Update durchzuführen, aber wie? Nach fast einer Stunde mit Google-Suche und der Lektüre diverser Webseiten war ich immer noch nicht schlauer. Zwar bietet Microsoft das neue Windows 8 derzeit für 29,99 Euro durchaus preiswert an, aber es sollte doch eigentlich kostenlos sein??

Schließlich bin ich bei der Microsoft Webseite http://windowsupgradeoffer.com gelandet. Hier kann man sich als Besitzer einer gültigen Windows Vista oder Windows 7 Lizenz registrieren und bekommt dann einen Aktionscode per E-Mail zugesendet.

Verwendet man diesen Aktionscode, so kann man das neue Windows 8 für ganze 14,99 Euro beziehen. Damit ist es nicht teurer als das Upgrade auf OS-X Lion das Apple Anfang 2012 zum gleichen Preis angeboten hat.

Hat man den Aktionscode, so ruft man den Windows 8 Upgrade-Assistenten auf. Nach einer Windows-Echtheitsprüfung geht es weiter mit der Prüfung der Installationsvoraussetzungen des Computers. Dies sollte man geschickter Weise schon mal durchführen bevor man sich den Upgrade-Code bestellt. Auf meinem schon etwas älteren ACER Aspire X1700 hat dieses Programm bemängelt, dass aufgrund einer falschen BIOS-Einstellung nur 3GB statt der verfügbaren 4GB genutzt werden können. Nach einer kurzen Recherche im Internet war schnell klar was zu tun ist. Den Computer kurz neu starten, die DEL-Taste drücken und in den BIOS-Einstellungen die erforderliche Option einschalten. Nach dem Neustart hat das frisch installierte Windows 7 sofort die verfügbaren 4 GB komplett erkannt. Bei einer erneuten Prüfung der Voraussetzungen findet der Upgrade-Assistent dann auch keine weiteren schwerwiegenden Probleme mehr. Lediglich die gesamte Software würde ich neu installieren müssen. Aber das sollte keine Problem darstellen, also los…

Über den Upgrade-Assistenten stößt man den Kauf von Windows 8 an. Man darf sich nicht dran stören, dass man dies zunächst zum „offiziellen“ Kaufpreis tut. Später kann man in diesem Assistenten den Aktionscode aus der Upgrade-Offer eingeben und bekommt das neue Windows 8 danach tatsächlich zum Preis von 14,99 Euro. Aber vor die Installation haben die Götter den Download gesetzt und der ist satte 2 GB groß. Nach etwas mehr als einer Stunde hat meine 32 MBit Leitung diesen 2 GB großen Download schließlich verarbeitet. Nachdem mit dem kostenlosen Tool ImgBurn eine Installations-DVD gebrannt ist, kann die Installation endlich gestartet werden.

Im Rahmen der Installation muss man ein Konto für Windows Live angeben oder neu einrichten. Wie schon bei „Windows Phone 7“ ist Microsofts Internet-Angebot „Live“ nun integraler Bestandteil von Windows 8. Wem das nicht passt und wer das nicht will, der hat wenig Alternativen. Entweder bleibt er bei Windows 7 oder er wechselt auf einen Mac oder in die Linux Welt. Allerdings ist beim Wechsel zu einem Mac ebenfalls eine Registrierung usw. erforderlich. Lediglich in der Gemeinde der Linux-Freunde herrscht weiterhin die ungebremste Anarchie 🙂

Hier einige Szenen aus dem „Drehbuch“ der Windows 8 Installation…

Nach etwa 30 Minuten und mehreren Neustarts ist die Windows 8 Installation dann bereit für die erste Nutzung. Ähnlich wie Apple hat Microsoft mit Windows 8 nun auch einen App-Store eingeführt. Dieser Store ist aber derzeit wirklich mager bestückt. Sinnvolle brauchbare Software findet man dort nur sehr wenig. Alles was man an „ernsthafter“ Software braucht wird man vorerst noch direkt bei den jeweiligen Herstellern kaufen müssen. Ich versuche mich mal an der ersten kleinen kostenlosen App der fotocommunity. Diese App habe ich schon vor einigen Wochen auf einem Windows 8 Testrechner ausprobieren können und da hat sie sehr gut funktioniert.

Die Installation klappt ohne weiteres Zutun. Leider muss ich dann feststellen, dass sich das Programm nicht wirklich starten lässt. Es zeigt lediglich eine graue Fläche und den Schriftzug „fotocommunity“ an – mehr nicht!! Ok, versuchen wir uns mal mit Skype, dieser Dienst gehört ja nach der Übernahme vor einigen Monaten nun auch zu Microsoft. Hier ist es das Gleiche, die Installation klappt prima, aber die Anwendung macht nichts. Sie startet, zeigt kurz einen freundlichen hellblauen Bildschirm und beendet sich gleich wieder.

Ich versuche mal eine MP3 Datei abzuspielen, leider wieder Fehlanzeige. Es gibt keinen MediaPlayer mehr! Dieser darf wegen eines Gerichtsbeschlusses nicht mehr standardmäßig mitgeliefert werden. Statt dessen muss man ihn separat nachträglich installieren. Ich versuche als nächstes eine DVD anzuschauen, auch das geht nicht mehr. Ok, dann schauen wir mal ob wir via Media-Center in die ZDF Mediathek schauen können, aber das geht leider auch nicht. Es fehlen irgendwelche Media-Extensions.

Wenn also das alles schon nicht geht, dann versuchen wir mal den VLC Mediaplayer zu installieren. Und siehe da, das klappt ganz vorzüglich, er spielt alles ab von der DVD bis zum MP3 und vielen leicht esoterischen Audio-Formaten. Dabei sieht alles aus wie es schon bei Windows 7 ausgesehen hat, nur sind die Rahmen der Fenster nicht mehr transparent. Überhaupt ist alles nun flach, eckig und hat nur selten mal einen Farbverlauf. Der Grund ist klar, dieses Windows ist dafür gemacht auf leistungsschwachen Tablet-PCs schnell zu funktionieren. Unabhängig von der Auflösung der Displays muss alles schnell und einfach skaliert werden können, denn dieses Windows 8 muss auf unterschiedlichster Hardware funktionieren. Apple hat es diesbezüglich wesentlich leichter. Es gibt einige wenige iPad und iPhone Versionen, das war es dann auch schon. Bei Apple hat man die gesamte Hardware unter eigener Kontrolle während Microsoft mit Windows 8 wieder einmal einen regelrechten „Hardware-Zoo“ bedienen muss.

Da Vorbereitung, Upgradeoffer, Download, DVD-Brennen, Installation und die ersten Gehversuche alles in allem runde acht Stunden verschlungen haben, beschließe ich mitten in der Nacht um 2h15 meine ersten Gehversuche mit dem neuen Windows 8 abzubrechen.

Übrig bleib zunächst ein schaler Geschmack. Statt eines neuen Knaller-Betriebssystems funktioniert vieles was man gewohnt ist nicht mehr auf Anhieb. Statt des gewohnten Start-Menüs gibt es nur noch einen Screen mit vielen bunten Rechtecken. Die kann man zwar mit der Maus hin und her scrollen, aber so richtig schön ist das nicht. Das sehr gute Mail-Programm von Windows 7 ist nun einer Variante gewichen die man zwar auf dem Tablet schön mit den Fingern bedienen kann, das aber auf einem „erwachsenen“ Desktop-PC wie eine Anfänger-Software wirkt.

Insgesamt läuft das neue Windows 8 schnell und flüssig. Viele Fenster öffnen sich mit lustigen kleinen Animationen, aber wenn man „vertraute Software“ startet sieht alles wieder aus wie bei Windows 7.

Mein erstes Fazit ist daher:

Wer ein stabiles Windows für einen Desktop PC sucht, der ist noch immer sehr gut mit Windows 7 bedient. Das neue Windows 8 erscheint auf den ersten Blick etwas flüssiger und schneller, aber ob es Anwendungen wie Photoshop CS6 beschleunigen kann, das bleibt abzuwarten. Somit ist Windows 8 das was es ist, das Betriebssystem für Microsofts ersten Tablet-PC.

Neben alledem ist es frustrierend, dass ich 12 Tage bevor das Windows 8 auf den Markt kam für das Windows 7 noch 119 Euro bezahlt habe und das Windows 8 dennoch nicht kostenlos beziehen konnte. Hätte ich 12 Tage lang gewartet, so hätte ein altes halb defektes Windows Vista als Installations-Voraussetzung für die „Upgrade-Offer“ ebenso gut funktioniert. Eine Preispolitik die nicht so einfach zu verstehen ist…