Noch zwei Wochen arbeiten, dann geht es wieder los. Die Vorfreude ist riesig, gebucht ist fast nichts, wir lassen uns überraschen 🙂
Monat: Februar 2011
Testbilder mit der Nikon P7000
Es ist Freitag und ich kann endlich mal wieder in meinem eigenen Bett ausschlafen – was für ein Luxus. Während ich im Bad die Zähne putze denke ich an all die nörgelnden unzufriedenen Kinder dieser Welt die gar nicht wissen wie gut sie es haben. Sie werden von der Mama geweckt, müssen keine Wäsche waschen, kriegen ein Frühstück gemacht und werden dann noch mit Papas X5 zur Grundschule gefahren damit sie sich keine Erkältung einfangen.
Ok, nicht allen Kindern geht es so gut! Aber die denen es so gut geht wissen es in der Regel nicht zu schätzen. Welche Mutter und welcher Vater haben sich nicht schon die Haare gerauft weil der Nachwuchs egal wie immer unzufrieden war? Während die Zahnbürste in den Becher wandert kommt mir die Idee mal zu versuchen wie sich die neuen NIKON P7000 auf dem Gebiet der „eBay-orientierten Produktfotografie“ schlägt.
Also vier frische geladene Batterien in das Nikon SB-900 stecken und dann mal sehen was geht. Auf dem Weg ins Wohnzimmer stolpere ich über den neuen Koffer. Ok, erst einmal wird der Koffer ausgepackt, es ist ne Menge Wäsche drin die reif für die Waschmaschine ist. Eine Weile danach läuft die Waschmaschine vor sich hin und ich habe das Manfrotto 190CLB samt FLM Centerball 38 FT in der Hand. Das Ding ist schwer und ich habe jetzt einen größeren Koffer. Also könnte ich den Kugelkopf an ein größeres und leichteres Carbonstativ montieren. Die Suche nach einem geeigneten Schraubendreher fördert längt verloren geglaubte Dinge ans Tageslicht. Wenn ich doch mal ein paar Tage am Stück daheim sein könnte, irgendwann wären auch alle Kartons mal ausgepackt… Aber es hat auch was gutes, ich finde drei Ladegeräte für Mignonzellen und einen fast neuen Schraubendreher.
Die Operation gestaltet sich schwieriger als gedacht. Der Kugelkopf ist nicht nur von unten mit drei Madenschrauben fixiert, nein er ist auch mit viel Draft an die Mittelsäule des Stativs geschraubt. Ich ziehe die Panorama-Stellschraube so fest es geht und versuche den Kugelkopf abzuschrauben. Es rührt sich einfach gar nichts. Für Aussenstehende wäre es ein lustiges Bild wie ich da im Wohnzimmer mit dem Stativ ringe. Aber schließlich hat es verloren und ich kann den Kugelkopf auf das deutliche leichtere BENRO Carbonstativ montieren. Dieses Stativ hatte ich mir im Januar 2009 kurz vor dem Abflug in die USA bei Foto Oehling in Mainz gekauft. Es hat schon die Wave und viele andere schöne Orte gesehen. Nur eines hatte ich beim Kauf damals nicht bedacht – meinen Koffer! Daher musste ich das damals alles zerlegen und einzeln transportieren. In diesem Jahr kann ich es gebrauchsfertig in den Koffer packen. Am 27. Februar könnte ich knapp unterhalb des Zabriskie-Point kurz in den Koffer greifen und mich dann zur Horde der Abendlichtsüchtigen dazu gesellen – mal sehen – ich werde berichten 🙂
Ok, eigentlich geht es hier um die Testbilder die ich heute mit der neuen P7000 gemacht habe.
Hier habe ich vier Bilder ausgesucht. Die P7000 kann ihre Bilder im RAW-Modus auf der Speicherkarte ablegen. Wer will kann wie bei den großen Schwestern zusätzlich ein JPG speichern. Die RAW-Bilder habe ich mit Nikon Capture 2.2.6 geöffnet und die Ausrichtung korrigiert. Da ich die Bilder wie durchschnittliche „eBayer „machen wollte, habe ich natürlich KEIN Stativ benutzt. Das SB-900 Blitzlicht habe ich einfach nach oben gegen die weiße Decke gerichtet. Das war es dann auch schon. Von Nikon Capture aus habe ich die Bilder dann als 16-Bit TIFF gespeichert und danach mit Photoshop ein bisschen die „Linsen geputzt“. Dann als JPG gespeichert und hier hochgeladen. Klingt doch ganz einfach, oder?
Wer auf die kleinen Vorschaubilder klickt kann sich die großen „Originale“ anschauen. Ich muss sagen, ich bin vom Detailreichtum, dem Rauschverhalten bei ISO-200 und der Schärfe der Bilder durchaus überrascht. Sie sehen fast aus als wären sie mit einer deutlich teureren Spiegelreflex gemacht worden – RESPEKT!
Aber urteilt selbst – und hinterlasst vielleicht einen kurzen Kommentar 🙂
Das Wetter ist fies, ich will gar nicht so recht vor die Türe. Aber ein kurzer Blick aus dem Fenstere inspiriert mich dann doch zu einem kleinen Panorama-Experiment.
Der Panorama-Assistent der P7000 ist über die verschiedenen „Szenen“ verfügbar. RAW-Bilder kann man da leider keine machen, aber dafür bekommt man ein wirklich brauchbare Unterstützung im Display angeboten. Über die in das Multifuktionsrad auf der Rückseite integrierte Wippe kann man vorgeben in welche Richtung man ein Panorama fotografieren möchte. Nach dem ersten Bild wird dann zum Beispiel der rechte Teil ganz links im Display angezeigt. Diese Hilfe ist transparent und man kann so sehr schön das nächste Foto korrekt anknüpfen.
Hier ist mein erstes P7000 Freihand-Panorama mit 21-MPix:
Koffer kaufen
Heute ging es kurz nach Feierabend noch schnell in die Mainzer City um einen leichten Koffer zu kaufen. Bei USA-Flügen mit Condor (andere Gesellschaften haben sehr ähnliche Vorschriften) darf der Koffer max. 23 Kg wiegen und Breite + Höhe + Länge dürfen 158 cm nicht überschreiten. Ein zweites Gepäckstück das man ab einem Aufenthalt von 4 Wochen im letzten Jahr noch mitnehmen durfte kostet jetzt zusätzlich 30 bzw. 40€ wenn man es erst am Schalter bucht. Hin & Zürück also 60 oder 80 €. Dann ist es umso ärgerlicher, wenn man einen Koffer hat der 6 Kilogramm wiegt und dann noch deutlich kleiner als die 158cm ist!
In einem Lederwarengeschäft vor dem Mainzer Dom habe ich dann für 169 Euro einen ultraleichten Koffer gefunden der zudem ziemlich genau an die 158cm Grenze heranreicht – Super!
Kaum raus aus dem Laden steht der Mond über dem Mainzer Dom. Nix wie rein in die Tiefgarage, den Koffer wegbringen und mit der neuen Nikon P7000 ein paar Testbilder knipse. Das Stativ habe ich diesmal ein wenig improvisiert. Um den Dom herum stehen überall irgendwelche Sachen auf denen man eine Kamera anlegen kann.
Hier in perspektivisch entzerrtes HDR des Mainzer Doms. Den Mond habe ich separat mit 135mm Brennweite fotografiert, der Dom ist mit 28mm Brennweite aufgenommen. Den Mond habe ich dann dort eingesetzt wo im HDR nur ein weißer Fleck war.
Und noch ein Foto des heutigen Abends – ist auch gerade gerückt. Als „Stativ“ diente eine Mülltonne, der Mond stammt aus einem zweiten Bild mit längerer Brennweite und ein paar überflüssige Zweige auf der rechten Seite sind währender der EBV verschwunden… 🙂
Die erste Tour 2011
Nachdem das ganze Team wochenlang unter Hochdruck an einer wirklich guten Version unserer neuen Software gearbeitet hat, ist am Samstagnachmittag die zweite Produktivstellung auch geschafft. Nach all den Tagen in Mainz ist es mal wieder Zeit ein paar Maschinen Wäsche zu waschen. Am späten Nachmittag trudelt Sandra ein, sie war noch zu Besuch bei Verwandten im Saarland. Wir packen unsere Autos und es geht für ein paar Stunden nach Bonn.
Später läuft dann die Waschmaschine, wir bestellen uns Pizza und schauen uns einen Film von John Carpenter an, bei dem ich mir vor 28 Jahren fast vor Angst in die Hose gemacht habe – DAS DING AUS EINER ANDEREN WELT – Am nächsten Morgen hat Sandra dann fast gar nicht geschlafen, ein Albtraum hat den nächsten Albtraum abgelöst…
Wie schön sind da die ersten Sonnenstrahlen des Jahres. Ich springe kurz unter die Dusche, dann geht es schnell zum Bäcker, um 11h bin ich bei meinen Mopeds in der Garage. Ob sie nach der langen Pause wohl anspringen? Und wie sie anspringen! Meine alte R80-RT musste ich eigentlich IMMER via Auto mit Starthilfe & Co. zu neuem Leben erwecken. Meist war nach der Winterpause auch die Batterie hinüber. Während ich die Mopeds für die Haustür fahre freue ich mich wie ein kleiner Schneekönig, dass es endlich wieder los geht und das ganz ohne Probleme – Genial!
So ähnlich sah das heute Morgen aus – nur mit etwas mehr Sonne 🙂
Eine Stunde später sitzen wir auf den Mopeds und es geht ganz vorsichtig via Godesberg und Wachtberg auf die Autobahn. Ein paar Minuten später sind wir schon bei Grafschaft, es geht durch die Ausläufer der Eifel zum Café Fahrtwind. Da ist recht wenig los, es sind nur ein paar hartgesottene Biker dort die ihre Mopeds das ganz Jahr über angemeldet haben 🙂 Es gibt Cappuccino und wir sind froh, dass wir uns ein wenig aufwärmen können. In Bonn waren es 13°C, hier in den Bergen ist es deutlich kälter.
Als wir wieder aufbrechen kommt es mir in den Sinn den Rest der Tour mit meinem Handy „aufzuzeichnen“. Es geht zurück zum Café Ahrwind, dann rechts ab und hinter einem Porsche Turbo 4 gemütlich durch die Berge. Wir geniessen das Gefühl der Freiheit in vollen Zügen. In Ahrweiler angekommen entschließen wir uns zu einem kleinen Umweg der uns hinunter zum Rhein führen soll. Als wir auf der B9 das Siebengebirge passieren scheint die Sonne und es ist einer der schönsten Momente des noch so jungen Jahres. Hier habe ich ein Bild, das im vorletzten Jahr bei ähnlichem Wetter oben auf dem Turm der Godesburg entstanden ist.
Hier noch ein schöner Blick von Wachtberg rüber zum Siebengebirge auf der anderen Rheinseite.
Kaum daheim geht es an die Vorbereitungen für die nächste Woche in Mainz. Um 8h soll es dort wieder spannend werden wenn wieder viele hundert Anwender die Arbeit mit dem völlig neuen System beginnen. Da heißt es dann wieder Konzentration, Fehler analysieren, Korrekturen erstellen und vor allem keine „Verschlimmbesserungen“ einchecken…
Hier noch eine schöne Morgenstimmung die ich schon vor längerer Zeit mal vom Schlafzimmerfenster aus geknipst habe.
Drei Wochen liegen noch vor uns – dann am 27. Februar geht es wieder los – LAS VEGAS – wie ich mich drauf freue…
Hier noch schnell die mit „My Tracks“ auf dem HTC Desire aufgezeichnete Route.
Zombies in der Mensa
Da sitze ich am Abend des zweiten Produktivstellungswochenendes müde und abgekämpft an meinem Notebook und blättere durch meine E-Mails. Und was finde ich da? Eine Mail von meinem älteren Bruder Florian mit einem Aufsatz den sein jüngster Sohn Alexander für die Schule verfasst und dort wohl auch vorgetragen hat. Nach all den Fehlern, der Testerei, den Shelve-Sets, den Fehlerkorrekturen und erneuten Tests und Fehlern kommt das richtig gut – und ich will es Euch daher nicht vorbehalten.
Man bedenke – Alexander besucht die 5. Klasse!
Hier nun sein Aufsatz….
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Mensa – Mittagessen einmal anders
Die Mensa-Zombies
Es fing alles so harmlos an. Ich ging in die neue Mensa, hielt meinen Chip vor das Ladegerät und erhielt meine Cevapcici, Kartoffeln, Salat und Bananenquark. Als ich mich umdrehen und zu meinen Freunden gehen wollte, zersplitterten die Fenster mit einem laute Klirren und es kamen 23 Zombies, die Ähnlichkeiten mit Dr. Frankensteins Schöpfung hatten, in den Speisesaal gestürmt. Ich schrie laut auf, als ein ekelhaft grüner Zombie seine Klauen in den Hals eines Menschen, der das Pech hatte, am Fenster zu sitzen, rammte. Der Körper des jungen unschuldigen Mannes begann zuerst zu zittern und dann zu flackern. Plötzlich gab es einen grellen Blitz, und als ich die Augen wieder öffnete, sah ich statt 23 24 Zombies. Ich kapierte sofort, dass der Mann zu dem sumpf- braunen Zombie ganz rechts geworden war. Jetzt begann der größte Zombie (ich vermutete, dass es der Anführer war) zu sprechen: „Wir wollen essen, und wenn wir es nicht bekommen, verwandeln wir euch auch in Zombies!“ Brav stellten sich die 24 furchteinflößenden Monster am Terminal A an. Doch die Frau von der Essensausgabe blieb cool und antwortete gelassen: „Ohne Chip kein Essen!“ Da schrien alle Zombies laut durcheinander, doch ein gelber, der mit braunen Punkten besprenkelt war, fasste sich schnell wieder und deutete genau auf mich! Sofort kapierte ich: die Zombies hatten mich als ihr zweites Opfer ausgewählt! Als sie alle auf mich zu polterten, schrie ich ängstlich aber immer noch höflich: „Wenn ihr mein Essen bekommt, hört ihr dann auf, Menschen in Zombies zu verwandeln?“ „Ja, dann lassen wir euch Menschen in Ruhe,“ riefen die Zombies. Als sie meine Cevapcici, Kartoffeln und meinen Salat (sie mochten alle keinen Bananenquark) verschlungen hatten, fingen die Geschöpfe an zu flackern. Da plötzlich gab es einen grellen Blitz, gefolgt von einem ohrenbetäubenden Schrei. Es war der schwarze Zombie, der den Schrei ausgestoßen hatte. Jetzt zerfiel er zu Asche.
Die anderen Zombies waren zu Menschen geworden, denn jedes Kind weiß hoffentlich, dass gutes Essen, vermischt mit Kaiser-Natron (das ist ein Pulver, das man bei vielen Sachen einsetzen kann, nicht zu verwechseln mit Natronlauge!) gut gegen Monster hilft.
Die nun zurückverwandelten Menschen erklärten mir, dass sie von dem schwarzen, jetzt zu Asche zerfallenen Zombie überfallen und in Zombies verzaubert wurden.
Die Zurückverwandlung in Menschen war natürlich ein Grund zum Feiern, und es gab auch zur Feier des Tages Essen für alle, auch für die, die keinen Chip dabei hatten.
Alexander Hillebrand – Klasse 5a1














