Goldener Herbst – Oder: Die große Acht mit Sandra

Kaum daheim ist es schon wieder Samstag. Die Sonne scheint und nichts hält uns im Bett. Schnell in die Klamotten und los. Heute soll es am Rhein entlang bis Linz gehen, dann gen Osten und in großen Kreisen wieder nach Hause. Alles ist gut und dann kurz hinter Linz sagt das TomTom, dass ich doch in eine winzig kleine Straße abbiegen soll. Ist das Ernst gemeint?? Ok, wir biegen ab. Die Routenführungsoption “Kurvenreiche Strecke” wird schon wissen was sie errechnet – hoffentlich. Die Straße ist eng, sehr eng. Wir sind zu zweit auf meiner blauen Turbine, unter dem 190er Hochgeschwindigkeitsreifen knacken die Eicheln im nassen Laub. Nicht gut, gar nicht gut!

Dann Gegenverkehr – hier? Dann ein idyllischer Bachlauf, Deutschland ist schön! Und schon ein paar Minuten später ein Hinweis, dass wir auf einem Radweg fahren. Was??? Richtig gelesen! Egal, das TomTom hat das so ausgerechnet, die Eicheln knacken, der Reifen rutscht, Sandra kriegt langsam die Krise. Dann eine Straßensperre – sorry Fahrradwegsperre!

STOP! FORSTARBEITEN! LEBENSGEFAHR! BUSSGELD!!!

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Wir kehren um, Sandra denkt “Hoffentlich macht der jetzt keinen Quatsch!” Ich denke “Ob man da irgendwie wieder auf die Hauptstraße kommt?”

Später kann ich mir in Mapsource anschauen, dass wir kurz vor dem Ziel umkehren mussten. Noch 1.800 Meter und wir wären auf der Hauptstraße gelandet. Egal, das schöne Tal war es wert, hier würde ich gern mal mit einem Velvia 50 in der Hasselblad im Herbstlaub herumkrabbeln 🙂

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Unsere Fahrt geht weiter, wir steuern einen Bikertreff an. Burgcafé soll das heißen, nur wo ist hier ein Bikertreff? Scheinbar ist die Liste der Bikertreffs D-A-CH die ich mit via TomTom Home installieren konnte hoffnungslos veraltet. Hier ist alles aber kein Bikertreff. Mal schauen wo es sonst noch einen Treff für Gleichgesinnte gibt. Aha, 22,5 Kilometer nach Osten, das ist doch was, langsam haben wir auch Hunger. Dort angekommen ist es wieder eine Fehlanzeige. Wie alt sind diese Daten?

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Aber dann ist da ein Grieche, warum nicht. Die Fritten sind Weltklasse, das Suvlaki ist gut und der Salat schmeckt prima. Später werden wir merken wie uns der Knoblauch verfolgen wird… Aber die Farbe der Markise passte soooo gut zum bayrischen Motorrad 🙂

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Es geht wieder nach Hause. Zwischen durch ist vor uns eine ganze Parade knatternder stinkender Trabbis. Witzig sehen sie ja aus aber ich kriege dahinter fast einen Asthmaanfall. Ganz vorn am Anfang der Karawane ein Traktor! Wie hätte Kojak es so überaus treffend formuliert: “Entzückend” – schade, dass ich gerade keinen roten Lolli habe… Also Gas und los… Später gibt es Schimpfe von Sandra, dass dieses Überholmanöver grenzwertig war! Aber es war befreiend! Als wir endlich die kleinen Knatterkisten mit ihren stinkenden blauen Qualmwolken hinter uns gelassen haben ist die Welt wieder in Ordnung. Daheim dann sowieso 🙂

Doch der Weg dahin ist gar nicht so einfach. Die Sonne steht tief und scheint mir die ganze Zeit ins Gesicht. Es ist überaus anstrengend und beim Wechsel von krassem Gegenlicht in ein schattiges Waldstück bin ich ganz kurze Zeit fast blind. Gut, dass das ein Auto vor uns fährt. Einfach auf die roten Lichter konzentrieren und dran bleiben.

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Wer nicht jeden Tag seines Lebens etwas lernt bleibt dumm!

Was lerne ich heute!

Das hier: Im Herbst sollte man morgens in Richtung Westen fahren, dann hat man die Sonne im Rücken. Mittags nach Norden und Abends dann wieder nach Osten. Das ist deutlich entspannter!

Das Abendprogramm leiten wir mit einem Frauengetränk ein 🙂

Man nehme:

  • 1 Teil Aperol
  • 3 Teile Chardonnay´
  • 4 Eiswürfel
  • 2 Scheiben Zitrone

Lecker! Und so sieht das aus:

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Gute Nacht!

Sonntag

Am nächsten Tag wieder blauer Himmel und wunderbar. Die ganze Nacht ging mir meine neue Lebensweisheit durch den Kopf. Starten nach Westen, dann Norden dann Osten. Wo könnten wir heute mal langfahren?

Es gibt zwei Brötchen zum Frühstück und dann geht es schon los. Nach der großen ACHT vom Samstag soll es am Sonntag ein großes O werden – mal sehen! Wir fahren in Richtung Hellenthal in der Eifel. Die Routenführungsoption ist wieder “Kurvenreiche Strecke”. Mal sehen welche Überraschungen heute auf uns warten. Es geht kreuz und quer durch die Eifel, diese Wege hätte ich ohne das TomTom wahrscheinlich nie gefunden.

In Hellenthal steuere ich das Wildgehege an. Wir haben Hunger, der Weg hast fast drei Stunden gedauert, ob wohl es weniger als 100 Kilimeter sind. Gut, dass es in der Gaststätte “Zum Adler” etwas leckeres zu Essen gibt. Holland ist nah und ich bestelle mit Frikandel Spezial – mit Ketchup, Mayo und Zwiebeln – wow!

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Danach geht es in Richtung Norden, wie in der Nacht geplant. Nideggen steht auf dem Programm. Aber zuvor müssen wir an Heimbach vorbei. Was für eine Straße, es windet sich in wunderbaren Kurven den Berg hinab. Ständig begegnen uns rudelweise glückliche Motorradfahrer. Vom vielen Grüßen tut mir schon bald der linke Arm weh. Aber vor uns die totale Gurke. Ein silberner Golf hat sich gegen uns verschworen. 50 Km/h dürfte er fahren aber er fährt vielleicht 30 oder weniger. Zwischen uns sind drei weitere Autos, die Straße ist eng und kurvenreich, überholen ohne Gefahr für Leib und Leben kaum möglich. Was für eine Nase, hätte der heute nicht daheim bleiben können? Nach eine Viertelstunde übelster Schleicherei kriege ich die Krise und muss meinem Temperament mal Luft machen. Tatsächlich, die Hupe funktioniert!! Promot gibt es einen Anschiss von hinten. Ist ja gut, ich weiß ja auch, dass das nix bringt, aber gut tut es dennoch 🙂 Der Typ eiert weiter den Berg hinab, ich muss nochmal die Hupe testen, sie funktioniert immer noch, Sandra wird langsam sauer!

Dann sind wir in Heimbach angekommen, die alte Burg sieht sooo einladend aus, aber überall sind Autos. Mopeds, Menschen. Egal, wir kommen ein anderes Mal wieder. Aber dennoch ist es hier schön. Dann in Nideggen das gleiche Bild, die Stadt wird überflutet von einer Welle gelangweilter Sonntagsausflügler. Wie schön ist es doch Sonntags auf einer einsamen Straße beim Monument Valley, ich sehne mich zurück nach Amerika…

In Nideggen hält uns auch nichts und langsam steht die Sonne im Westen, also folgen wir meiner neuen Lebensweisheit und fahren nach Osten. Genial, nichts blendet, so muss das sein!

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Daheim angekommen werden dann die 7 Sachen zusammen gepackt. Die Nacht ist kurz, ich werde um 5h sanft geweckt. Schnell ein bisschen Bloggen und dann wieder los…

Beim Upload des ersten Teils dann die Meldung, dass Microsoft eine noch besseres Erlebnis für alle Blogger herstellen will. Übersetzt heißt das, dass die BLOG-Dienste von Windows Live bald eingestellt werden und es via Word.Press weitergehen soll. Bis März 2011 bleibt Zeit für die Umstellung. Ja großartig, genauso haben sie es 2009 mit meinen Videos aus den USA gemacht. Erst wurde Soapbox groß angekündigt. DIE ALTERNAITVE zu YouTube und als ich meine Filme dort eingestellt hatte haben sie den ganzen Krams wieder platt gemacht, inkl. meiner Reisevideos. Großartig! Das gleiche steht nun meinem gesamten BLOG bevor…

“Ein noch besseres Erlebnis” – welcher Marketing-Berater sich das wieder ausgedacht hat…

So, nun aber ab zur Arbeit…

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