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Fuji X100 – Praxistest in der Schweiz

Es ist Donnerstag und wir haben lange geschlafen weil heute ein Feiertag ist. Den Freitag haben wir frei und die nächste Woche können wir auch machen was wir wollen. Was für ein Luxus :-)

So (ähnlich) wird unsere Route aussehen:

Reiseroute von Mainz nach Luzern

In den nächsten Tagen wir die geniale kleine Fuji X100 beweisen müssen was in ihre steckt. Mit im Gepäck sind verschiedene Speicherkarten, Verlaufsfilter, ein Polfilter und endlich einmal wieder ein Infrarotfilter. Natürlich noch ein Stativ und ein Drahtauslöser. Das Wetter soll sehr durchwachsen sein. Wenn es zu fies wird, fahren wir einfach weiter nach Italien. Schließlich sind wir frei wie die Vögel und keine Pauschaltouristen :-)

Hier ein kleiner Vorgeschmack, diese Fotos habe ich Mai 2008 mit einer Nikon D300 rund um Luzern aufgenommen. Alle Fotos sind wieder 1000 Pixel breit, also anklicken wenn es größer sein soll.

Mit der Gongel hoch zur RIGI - Blick auf den Pilatus

Blick von der RIGI hinüber zum Pilatus

In Luzern an der Reuss

Abendstimmung mit Blick auf den Pilatus bei Weggis am Vierwaldstätter See

Abendstimmung mit Blick auf den Pilatus bei Weggis am Vierwaldstätter See

Ja, dann mal los…


Vier Jahreszeiten?

Irgendwie kommt der Sommer nicht in Gang, nun haben wir schon den 18. August und entweder regnet es oder es ist drückend warm und ein Gewitter liegt in der Luft. Na wenigstens war der Frühling schön. Neulich habe ich bei Facebook gelesen, dass da jemand die Vier Jahreszeiten umdefiniert hat: Frühling Arschloch Herbst und Winter…

Ein wenig kann ich mich damit identifizieren, so wie in dieser Geschichte:

Es ist Montag der 8. August und ich habe am 10. August beim Motorad Senger in Rüsselsheim einen Termin für die Bearbeitung einer Rückrufaktion. Es soll ein Hebel an der Hinterradschwinge getauscht werden. Der originale Hebel kann im Winter fest rosten, was bei der ersten Ausfahrt nach dem Sommer zu Problemen führen könnte. Ok, es kostet mich nur eine halbe Stunde, warum also nicht. Bezahlt bekommen die Leute vom Motorradhaus die Arbeit durch das BMW-Stammhaus. Also machen sie das auch ganz gern.

Es ist also Montag und eigentlich würde ich lieber mit dem Auto zur Arbeit nach Mainz fahren, denn die Wetterfrösche verheißen wenig Gutes! Aber ich habe nun einmal diesen Termin. Also bitte ich Sandra mich um 5h zu wecken. Um 6h bin ich startklar, es geht mit der blauen K1200r nach Mainz. Die Koffer habe ich schon am Vorabend gepackt, also schnell das Moped aus der Garage holen, vor der Haustüre alles montieren und los geht es. Meine beiden GoPro Kameras habe ich am Lenker und der Rücksitzbank befestigt. Auf den ersten Metern fällt die Entscheidung heute mal fast die komplette Wegstrecke über die B42 zu fahren. Meist nehme ich morgens die B9 und ab Bingen die A61. Heute soll es mal die B42 sein und heute laufen zwei Kameras mit!

Auf der Bonner Südbrücke beginnt es dann schon zu regnen. Aber ich will mir die gute Laune nicht verderben lassen. So geht es fast 50 Kilometer durch leichten Nieselregen in Richtung Süden. Alles immer schön vorsichtig, wir wollen uns ja nicht auf die Klappe legen.

Ab Koblenz kommt dann sogar die Sonne raus und es macht so richtig “Bock”. Auf der Höhe von Wiesbaden verlasse ich einfach mal die Autobahn und überlasse die Navigation meinem TomTom Rider. Es geht durch ein Industriegebiet und dann am Rhein entlang. Über die Theodor-Heuss-Brücke und danach durch die Mainzer Innenstadt zu meinem Appartement. Als ich dort ankomme ist es ein schöner Sommertag geworden. Ich verstehe die Welt nicht mehr. Schnell duschen und umziehen, dann ab ins Büro.

Am Mittwoch geht es um kurz nach 14h schnell rüber nach Rüsselsheim. Die Reparatur dauert wirklich nur ein paar Minuten. Es gibt noch einen kostenlosen kurzen Check und danach geht es auch schon wieder heimwärts. Am Ende der Woche scheint dann immer noch die Sonne, so ganz schlecht meint es der Sommer dann doch nicht :-) Ich bin um kurz vor 18 hauf dem Moped, es geht kurz auf die Autobahn, aber da ist wieder die Hölle los. Also runter und durch Ingelheim in Richtung Westen. Bei Bingen entschließe ich mich als nächstes Ziel Cochem an der Mosel in mein TomTom Urban Rider einzugeben. Autobahnen sollen gemieden werden und so geht es auf verschlungenen Landstraße nach Rheinböllen. Dort fahre ich auf die B50 auf, aber nur ein paar Kilometer. Dann geht es in Richtung Norden nach Cochem. Und auch das macht so richtig “Bock”. Die Tour ist super cool, die Sonne scheint, es ist angenehm warm und meine Landstraße sind frei. Stunde um Stunde gleite ich durch wundervolle Landschaften nach Norden. Kurz vor Cochem geht es ein kleines Stück an der Mosel entlang, dann über eine Brücke und mitten durch die Stadt. Nun bin ich in der Eifel, der Nürburgring ist nicht mehr weit, die Sonne steht tief und es ist einfach nur eine tolle Route. Ich schwinge mich durch Serpentinen und flitze über schmale Landstraßen. Was für ein Tag.

Leider habe ich bei all dem Männerspass total unterschätzt wie weit das alles ist und so komme ich erst nach fast vier Stunden daheim in Bonn an. Sandra ist schon seit Stunden da, sie hat eingekauft und ein Abendessen gemacht. Als ich meine Wohnung betrete finde ich sie mit Tränen in den Augen vor. Ich bin ohne Pause, ohne Punkt und Komma vier Stunden Motorrad gefahren und habe völlig vergessen, dass wir uns eigentlich um 19h daheim treffen wollten. Big Shit, dieser Abend ist gelaufen!

Bis mein kleines Video der verregneten Fahrt vom 8. August fertig ist vergehen ganze 10 Tage!

Aber hier ist es nun. Leider ruckt es manchmal ein wenig. Das könnte an unterschiedlichen Aufzeichnungsraten liegen, also 25 kontra 30 Bilder pro Sekunde. Aber sicher bin ich mir nicht :-( Es ist also nicht so schön anzuschauen wie ich es mir wünschen würde und auch hier ist die Royalty Free Music wieder ziemlich langweilig. Aber vielleicht gefällt dem einen oder anderen mein kleines “Zeitdokument” ja trotzdem :-)

 

Mein “sonniges Rückreise-Video” schlummert derweil noch auf einer Speicherkarte und wartet darauf zusammen gesetzt und geschnitten zu werden. Na vielleicht klappt das bis Sonntag, mal sehen…

 


Eine neue Woche in Mainz

Update am 12.08.2011:

Hier habe ich noch eine Version mit GEMA-freier Musik. Die sollte man sich hoffentlich auch in Deutschland ohne Probleme anschauen können :-)

 

Als mein Telefon klingelt ist es 5h morgens, es ist mein privater Weckruf und es ist schön am Morgen Sandras vertraute Stimme zu hören. Kurz drauf stehe ich unter der Dusche, dann schnell anziehen und das Motorrad satteln. Heute darf mal der Tankrucksack mit den ich noch nie benutzt habe, Kollege Hauke möchte ihn sich mal anschauen. Der Rucksack ist ganz praktisch, hätte ich gar nicht gedacht! Es passt sogar die Nikon D7000 hinein, endlich kann ich mal einen Fotoapparat auf dem Motorrad mitnehmen ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen – cool!

Als es losgeht ist es noch vor 6h – es ist Sommer und doch recht kalt – das Thermometer zeigt gerade einmal 15,5°C – ich trage nur eine Lederkombi und oben herum auch nur ein T-Shirt – nicht wirklich klug – damit hätte ich nicht gerechnet. Bei Bad Breisig fällt mir dann auf, dass die kleine GoPro Kamera wieder einmal im Fotomodus war und ich bei meiner Abfahrt nur ein Bild geknipst habe statt die Aufnahme zu starten. Aber das wird jetzt nach geholt. Kaum habe ich den Seitenstreifen verlassen kommt von hinten ein Typ in einem Porsche, Lichthupe, dicht auffahren, ganz plötzlich steht Pimmelfechten auf dem Programm. Also kurz den Gashahn aufreißen, 2. Gang, 3. Gang, wenige Sekunden vergehen und vom schweineteuren Porsche sind im Rückspiegel nur noch zwei kleine Lichter übrig. Aber da heißt es dann auch schon wieder vom Gas zu gehen. Erstens darf man hier noch gar nicht so schnell fahren und zweitens ist da auch ein Bus der die freie Sicht versperrt. Der Typ im Porsche hat es kapiert, da fährt keine voll bepackte 125er vor ihm, er hält Abstand und kurz drauf ist er dann auch hinter den überholten Autos verschwunden. 2KG/PS sind kein schlechtes Verhältnis :-)

Es geht über die B9 nach Mainz, das Wetter ist nicht so schön wie erwartet. Statt des erhofften grandios eingefärbten Morgenhimmels gibt es nur Nebel im Rheintal. Aber kurz nach Bingen klart es dann auf. In Mainz steuere ich kurz mein Appartement an. Schnell umziehen und dann ab ins Büro, die Arbeit wartet.

Später kopiere ich die Video-Dateien auf meinen Mac Mini. Der Import der Dateien soll mehrere Stunden dauern, da bleibt Zeit für einen Besuch auf der Kirmes gleich nebenan. Als ich zurück bin ist immer noch nicht alles konvertiert, was für eine Datensintflut…

Bis das Video geschnitten, exportiert und bei YouTube hochgeladen ist werden mehrere Tage vergehen!

Am Donnerstag starte ich um kurz nach 7h den Upload. Das Video läuft knapp 28 Minuten und ist etwa 1,8GB groß – wow… Am Abend ist es dann geschafft, das Video ist online – aber in einigen Ländern wegen der unterlegten Musik von Joe Satriani gesperrt. Also schnell das Einspruchsformular ausfüllen, die Songs sind krass zusammen gedampft und die Lautstärke ist reduziert, das wird sich wohl niemand heraus kopieren und auf eine CD brennen wollen.

Schnell noch diesen kurzen Artikel schreiben und dann geht es auch schon wieder zurück nach Bonn. Draußen scheint die Sonne, die Batterie der kleinen GoPro ist frisch geladen und ich überlege welchen Weg ich fahren und filmen soll. Na, schauen wir einfach mal…

Los geht’s – bis später :-)


Bonn nach Mainz im Zeitraffer

 

Es ist 17h am Donnerstag und ich kann schon ins Wochenende starten. Zuerst geht es vom Büro zum Appartement, umziehen, die sieben Sachen zusammenpacken und dann rauf aufs Motorrad. Über die Route habe ich mir keine großartigen Gedanken gemacht, ich will erst einmal raus aus Mainz und dann vielleicht mal Rhein entlang, aber mal sehen.

Die ersten paar hundert Meter ist noch alles gut. Es ist etwa 17:30 und es sind angenehme 25 °C, vor mir liegen ca. 150 Kilometer Fahrspaß – denke ich – doch es soll noch ganz anders kommen…

Kaum auf der Autobahn ist da ein riesiger Stau weil kurz vor dem Mainzer Tunnel ein Auto liegen geblieben ist. Als das durchgestanden ist will ich weiter bis Bingen auf der Autobahn fahren. Doch dann wieder ein Stau, nicht ganz so groß, aber auch nervig. Ich entschließe mich die Autobahn zu verlassen, doch diese Ausfahrt ist gesperrt. “Meine” Fahrbahn wird gerade neu asphaltiert. Es zwängen sich vier enge Fahrspuren auf endlosen Kilometern über die gegenüberliegende Seite der Autobahn. Die Zeit vergeht im Zeitraffer. Neben mir stehen dicke LKW und pusten mir den Ruß auf das Visier. Nach einer halben Stunde kann ich die Kupplung kaum noch ziehen, ich stehe jetzt insgesamt schon fast eine Stunde im Stau herum. Dann die Erlösung, es ist ein Auto liegen geblieben, ein Polizist steht daneben und winkt damit die Gaffer weiterfahren und den Stau nicht noch länger machen.

Endlich bin ich an einer Ausfahrt, es ist schon kurz vor Bingen. Also runter von der Autobahn, wer weiß was mich noch erwarten würde. Es geht über die B9 in Richtung Rhein. Bei Bingen muss ich anhalten. Der Gehörschutz, den ich mir kurz vor der Abfahrt noch schnell bei LOUIS für 5,95 Euro gekauft habe, ist schon wieder heraus gerutscht. Diese kleinen Silikon-Dinger sind ja nett, aber erst bekommt man sie in die Ohren nicht hinein und dann fallen sie von allein wieder heraus. Kann das im Sinne des Erfinders sein? Ich muss mal bei Hein Gericke schauen, ob die nicht etwas haben was in meinen Ohren besser funktioniert.

Nachdem die guten alten Ohropax in die Ohren gestopft sind geht es wieder weiter. Als ich um kurz vor 21h daheim ankomme bin ich fix und fertig. Fast vier Stunden hat die Fahrt ins Wochenende gedauert. Kurz lüften, etwa trinken und dann auf dem MacBook mal schauen wie die Video Sequenzen mit der neuen GoPro geworden sind.

Die Verarbeitung dauert ewig lang. Während dessen spiele ich mal ein wenig mit Photo-Booth herum. Das Ergebnis lade einfach mal so wie es ist bei YouTube hoch und verlinke es in einem kurzen Artikel. Als ich das Video dann anschaue sind Bild und Ton in keiner Weise synchron – was ist denn da schon wieder schief gelaufen?

Also alles löschen und ab ins Bett – meine Abonnenten werden sich fragen was das denn wohl ist – aber heute werden sie ja aufgeklärt :-)

Am nächsten Tag steht eine Motorradtour mit meinem Sohn auf dem Programm, um 14h soll es losgehen. Es ist also noch etwas Zeit um das Video zu schneiden und in den Wartezeiten mal den Staubsauger zu benutzen. Während die Reinigung der Wohnung schnell gute Formen annimmt, geht es mit dem Video nur schleppend voran. Die Datenmengen sind gewaltig. Der Film ist relativ schnell geschnitten, aber der Export ist langwierig. Das kleine MacBook arbeitet zwei Stunden vor sich hin um dann irgendwie abzubrechen, es ist kein Video auf der Festplatte. Ich starte neue und versuche allerhand, bis es schließlich klappt. Das Video hat in guter Qualität bei einer Auflösung von 720p satte 4,43GB !!!

Also eine zweite Version erstellen, doch es ist schon 13h und ich muss langsam los um meinen Sohn abzuholen. Das Video muss also noch warten.

Als ich spät am Abend wieder daheim bin, geht es weiter. In iMovie wähle ich “Exportieren mit Quicktime” und schraube so lange an den Einstellungen bis letztlich eine etwa 0,45GB große Datei entsteht. 10% der Originalgröße – das ist doch was – aber man sieht auch den Unterschied! Leider kann ich alles andere in diesem Leben wohl nicht mehr bei YouTube abladen :-) Also hoch damit.

Am nächsten Morgen ist es dann endlich geschafft – mein neues Video ist online :-)


Die letzten Stunden in Deutschland

Es ist Freitagmorgen als ich um 9h mit einem irren Brummschädel wach werde. Was ist das nur wieder, ich werde echt nicht jünger. Den ganzen Tag schleiche ich in der Bude herum, suche meine sieben Sachen zusammen und packe so mehr schlecht als recht meinen Koffer.

Kurz vor 18h dann schnell in die Stadt um Sandra am Bahnhof abzuholen. Sie ist nur ein Schatten ihrer selbst. Als letzte Amtshandlung des Jahres hat sie noch an der Verabschiedung einiger Kollegen teilgenommen und sich dabei ganz heftig den Magen verdorben. Die Fahrt mit dem Zug nach Bonn war ihre kleine private Hölle. Als wir dann endlich um kurz nach 18h im Auto sitzen wollen wir nur noch weg. Raus aus dem ganzen erkälteten fiesen Matsch und Schnee. Man kann es kaum in Worte fassen wie wir uns auf Jo und Caro freuen. Zwei Wochen Sonne, Meer, Gebirge, Wandern und Fotografieren, Yeah!!

Einmal noch schlafen, dann geht es los zum Flughafen. Hoffentlich geht es Sandra morgen wieder besser. 2008 bin ich auf dem Weg nach Teneriffa kurz vor dem Start im Flieger ohnmächtig geworden. Gleiches Ding, Abends noch schnell zum McDonalds auf einen Burger mit Fritten und Mayo. 60 Minuten später dann Durchfall, Kotzen bis zur totalen Erschöpfung – was ätzend.

Hoffentlich geht es Sandra morgen wieder besser.

Teneriffa-2010-23

Hier noch eine kleine Urlaubsvorfreudenimpression – der Pico dle Teide mit Weitwinkel :-)

März 2010 – Hasselblad SWC und Fuji Velvia 50

 

Moment, einen habe ich noch – weil es so schön ist :-)

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Die erste Nacht 2010

Als ich wach werde ist es 7:07 – Ortszeit. Von der trockenen Luft im Flieger tut der Hals weh und ich habe das Gefühl als würde ich krank. Bloß jetzt nicht krank werden! Im Kühlschrank gibt es was zu trinken, das hilft! Der Flüssigkeitsverlust während des Fluges war enorm und es wird sicher noch eine Weile Dauern bis der Flug verarbeitet ist. Kurze Zeit später ist Sandra ist schon fertig. Also schnell ins Bad. Dann gibt es bei Denny’s unser erstes Bigbreakfast. Danach schauen wir uns mal mi Walmart um, dann vielleicht das Visitor Center am Glenn Damm. Zu Sonnenuntergang den Horse Shoe Bend? Mal sehen!

Später wird alles berichtet.


Angekommen um 7h07 – sorry – 22h07 (Ortszeit)

Der Flug war lang und anstrengend. Aber ich konnte ein wenig schlafen und so hat es mit der Fahrt nach Page auch noch geklappt. Den Mitarbeiter bei Alamo kenne ich noch aus dem letzten Jahr. Er sieht aus wieder kleine Bruder von Yul Brunner. Er ist sehr freundlich und sorgt sogar persönlich dafür, dass wir einen Jeep Grand Cherokee bekommen. Das Ding ist nagelneu, aber auch eine echt müde Gurke. Sandra stöbert im Handschuhfach weil wir wissen möchten was da für ein Motor drin steckt. Statt dessen finden wir den Kaufvertrag!! Das Ding hat vor ein paar Tagen noch 32.000$ gekostet. Wenn die bei Alamo wüssten was wir damit vor haben :-) Im Motel angekommen ist es fast wie “zuhause”. Der supernette Mitarbeiter des letzten Jahres ist wieder hier und er erinnert sich sogar an mich. Diesmal ist nicht Zimmer TwoToOne sondern TwoTwoTwo – direkt neben n – auch ok.

Sandra ist fix und fertig mit den Nerven. Sie will nur noch schlafen. Verstehen kann ich es, wir sind seit 24h auf den Beinen. Ich bin aber so aufgekratzt, dass ich noch schnell im Safeways nebenan etwas zu Essen und BIER einkaufen gehe. Ein kurzes Abendessen – oder ist es ein Frühstück? Und dann liegt Sandra auch schon im Bett.

Schnell noch was für das BLOG schreiben, ein Corona trinken, dann Zähne putzen und dann hinterher – sie schnarcht schon.

Dieses Mal klappt es sogar mit dem WLAN Anhieb :-)

Was für ein Geburtstag!

Und hier ein paar “luftige” Impressionen…


Aufbruch

Die Nacht war kurz, der Schlaf tief und fest. Um 8h gibt es im Quartier 65 ein letztes Mal das mit Abstand beste Frühstück der Welt. Dann schnell noch Sandras neuen iPOD mit Musik für den langen Flug betanken, gleich kommt schon das Taxi…

Mehr gibt es zu lesen wenn wir in Page angekommen sind :-)

Als Vorgeschmack noch ein Foto das ist im letzten Jahr beim rundFLUG mit der kleinen Cessna gemacht habe.

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Es ist die Stelle an der die ersten Siedler auf dem Weg nach Westen ein Jahr fest gesessen haben weil sie diesen Canyon nicht mit ihren Pferdewagen überwinden konnten. Einige Reiter sind dann umgekehrt und haben Dynamit geholt. Damit haben sie dann ein weiteres Jahr einen schmalen Schlitz in den gewaltigen Felsen gesprengt. Ein modernes Heiligtum vieler Bewohner des Südwestens.


Noch einmal schlafen…

Der letzte Arbeitstag ist erledigt, alle Hände sind geschüttelt, die guten Wünsche ausgesprochen – es war ein schöner Tag – wunderbar sonnig dazu – wenn Engel reisen!

Im Appartement angekommen werden die letzten Dinge sortiert. Kabel, Adapter, Steckdosenleiste, Speicherkarten, Kreditkarten, EC-Karten, externe Festplatten, Sonnenbrille, das Chaos ist fast unüberschaubar. ständig das Gefühl etwas vergessen zu haben.

Da reist man seit 1997 eigentlich ständig in der Gegend herum und trotzdem macht mich das Reisefieber immer wieder fertig. Ulrike hat mal am Sonntag um 15h gesagt “Eigentlich bist Du schon gar nicht mehr hier, oder?” Ja, eigentlich nicht! Sonntags wurden jahrelang die Hemden gebügelt und der Koffer gepackt. Oft ging es noch mitten in der Nacht nach Wien, Luzern, Hamburg, Berlin, London, Wiesbaden, Mainz. Eigentlich sollte man sich ja mal langsam daran gewöhnen :-) Tut man aber nicht.


Noch zweimal schlafen…

Der Tag war lang. Aber statt zu schlafen sitze ich in meinem Appartement und bastle am Computer herum. Der iPOD muss noch mit schöner Musik betankt werden damit es auf dem langen Flug nach Las Vegas ein wenig Abwechslung gibt. Die Nikon D2x habe ich mal eingepackt. Sie hat nun zwei Jahre fast unbenutzt im Schrank gestanden, warum eigentlich? Dann fiel mir das alte 2.8/55mm Makroobjektiv in die Hände das ich vor ein paar Monaten billig bei eBay abgeschossen habe. Warum nicht? Das Ding ist scharf wie die Hölle und wiegt fast nichts? Ok, es hat keinen Autofokus und keinen eingebauten Computer, aber es wiegt auch fast nichts! Also rein in den Koffer!

Auf dem Chip der D2x ist ein richtig dicker Staubfussel. Aber ich habe das Eclipse Fluid und ein paar frische Sensor Swabs im Gepäck. Also wird kurz vor Mitternacht der Chip geputzt. Nach fünf Versuchen ist schon sauber. Ein Testbild mit 20mm Weitwinkel, Schärfe auf auf unendlich, Blende 22 und Zeitautomatik. Vor das Objektiv halte ich eine milchige Plastikscheibe die man eigentlich für einen korrekten Weißabgleich verwendet. Das ganze dann direkt an eine Lampe halten und auf den Auslöser drücken. Dann die Speicherkarte in den Computer stecken und schauen ob es irgendwo dunkle Flecken oder Fusseln gibt. Der Chip ist blitzblank, es ist fast Mitternacht und ich sollte eigentlich schlafen. Aber ich bin doch irgendwie aufgekratzt.

Also mal schauen ob auch alles bedacht ist! Wo ist der Reisepass? Gecheckt! Wo sind die Reiseunterlagen, Flug, Mietwagen, Hotel – alles ok! Adapter für Steckdosenleiste – OK. Batterien, Ladegeräte, Speicherkarten, Filter, Pinsel, Blasebalg, Lens-Pen, USB-Kabel, externe Festplatte, Stadtplan Las Vegas, Autoscheibenhalterung für das GPS, Stromkabel für das GPS, Ladegerät für das Handy, Der Noise-Cancelling-Ohrhörer für den iPOD, Batterien für den Ohrhörer… Es gibt so viel Kleinkram der im Koffer liegt. Warum nur? Früher war das Reisen entspannter! Als Kind hatte man ein par Comics dabei und vielleicht einen Fußball. Fertig! Aber damals hatte man auch Langeweile und wusste im Urlaub kaum wie man die Tage totschlagen sollte. Heute ist das grundlegend anders. Jede Minute zählt, jeder Tag ist kostbar, jede Stunde die man Vorort einem Ding hinterherläuft das man doch vergessen hat ist vergeudet.

Mist wo ist die Kreditkarte? Ganz ruhig…

Noch schnell ein paar Bilder anschauen und dann ab ins Bett…

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“Sie brauchen gesunden natürlichen Schlaf!” (Zitat aus ‘Fightclub’)


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