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Beiträge mit Schlagwort “Nikon D4

Nikon Df – Top oder Flop?

Seit einigen Wochen ist die Nikon Df nun lieferbar und es sieht so aus als würden sich an dieser Kamera die Geister scheiden. Auf der einen Seite wird das neue Konzept mit vielen Rädchen begrüßt, auf der anderen Seite verdammt, weil es nicht konsequent durchdacht wurde. Schaut am sich beispielsweise die famose Fuji X100 an, so sieht man hier eine moderne Kamera in coolem Retro-Style bei der die Wählräder die komplette Kontrolle der Kamera ermöglichen. Sowohl der Blendenring als auch das Wählrad für die Belichtungszeiten haben eine Stellung “A”.

Damit kann wahlweise die Zeitautomatik, die Blendenautomatik oder eben die Programmautomatik als Kombination aus beiden Verfahren eingestellt werden. Stellt man nirgendwo ein “A” ein, so ist die Kamera im manuellen Modus. Das ist wirklich intuitiv und jeder Anfänger kommt damit spontan zurecht. Bei der Df hat man nun tolle Einstellrädchen doch wer das kleine Wählrad für die unterschiedlichen Automatikprogramme falsch einstellt wird sich über die Ergebnisse wundern.

Schaut man sich die Nikon Df von der Rückseite an, so ist es mit dem tollen Retro-Feeling sofort vorbei. Hier sieht alles nach Nikon D600 aus. Das ist grundsätzlich nicht schlecht, denn die D600 ist eine tolle Kamera. Doch mit “Retro” hat das eben alles nichts zu tun. Hier hätte es schönere dezentere Lösungen geben können. In meiner kleinen Fotomontage habe ich vor dem Erscheinen der Nikon Df eine Fuji X100 mit einer Nikon Fm “verschmolzen” und das kommt dem relativ nahe was ich persönlich mir gewünscht hätte.

Nikon-DF-Back-Silver-2014

Nikon-Df-kit-silver-3

Auch in der Draufsicht fällt auf, dass die Nikon Df aussieht als hätte man eine Nikon Fm in eine schwarze Kunststoffschale gesteckt. Und der silberne Ring am neuen 50mm Objektiv ist leider auch nur ein optischer Witz denn dieses Objektiv ist ein ganz normaler G-Typ ohne Blendenring an dem es ausreichend viel Oberfläche gibt um das Objektiv beim Objektivwechsel sicher halten zu können. Bei den alten Nikon Objektiven war das anders, hier war praktisch alles beweglich und so war der feststehende silberne Ring eine wichtige Hilfe beim Wechseln der Objektive. Bei der Nikon Df ist dieser “Silberring” leider zu einem optischen Witz verkommen, schade!

Nikon DF - Silver - Top - Prototype

Nikon-Df-top

Das Rädchen mit den Automatik-Programmen habe ich übrigens auf die linke Seite der Kamera montiert, weil ich damals davon ausgegangen bin, dass Nikon eine schicke Retrokamera auf den Markt bringen wird, die sich eher an designverliebte Amateure als an echte Enthusiasten wenden wird.  Ich selbst bin an dieser Stelle von der Lösung die Nikon mit der Df letztlich gefunden hat sehr angetan. Dass die Df kein Wählrad für Motivprogramme hat ist gut und richtig.

Halbherzig ist allerdings, dass in der Nikon Df zwar der Chip der Nikon D4 verbaut wurde, aber für das Autofokusmodul auf die Nikon 600 zurückgegriffen wurde. In Verbindung mit dem kleinen (wieder einmal neuen) Batteriesystem ist die Serienbildgeschwindigkeit der Nikon Df eher gemütlich, während die D4 abgeht wie die Feuerwehr.

Bei der Konzeption der Nikon Df wurde meiner Meinung nach viel Potential verschenkt und es ist eher traurig was nun zum Preis von 3.000 Euro angeboten wird. Sollte sich die Nikon Df als Flop erweisen, wird man sie in 2-3 Jahren billig bei eBay und Co. erwerben können. Als Ergänzung für die Nikon Vitrine taugt sie allemal. Doch wer in diesen Tagen satte 3.000 Euro für diese Kamera hinblättert, wird sich später in dem Bauch beißen…

In meinen Augen ist die Nikon Df ein halbherziger Versuch und leider missglückter Versuch an das famose Design der Nikon Fm anzuknüpfen. Nicht verwunderlich ist es da, dass die Frage nach einer Übersetzung der Typenbezeichnung “Df” so begierig aufgegriffen und beantwortet wird. Einige “Deutungen” sind wirklich gut. Am allerbesten gefällt mir “Design failure”! Aber lest selbst…

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Nikon D800 – Kinderkrankheiten beseitigt

Anfang Februar hat Nikon die D800 und D800E offiziell vorgestellt. Lieferbar sind sie noch nicht wirklich. Ich selbst warte nun schon seit vielen Wochen auf meine ganz persönliche D800E und damit bin ich nicht allein auf der Welt. Für zusätzliche Verunsicherung haben in den letzten Tagen Meldungen gesorgt, in denen die ersten Anwender Fehler in der Firmware der Nikon D4, D800 und D800E beschrieben haben. Nikon hat wirklich schnell reagiert und bereits gestern am 29. Mai für die D800 eine neue B-Firmware in der Version 1.01 online verfügbar gemacht.

D800 – Neue Firmware B 1.01 (Mac und Windows)
D800E – Neue Firmware B 1.01 (Mac und Windows)

Folgende Korrekturen und Verbesserungen sind laut Nikon eingeflossen:

  • Korrigiert: Wurden während des Anzeigens von Bildern Fotos gemacht, schaltete sich der Monitor aus, die Kontrollleuchte für den Speicherkartenzugriff begann zu leuchten und in seltenen Fällen “fror die Kamera ein” und reagierte nicht mehr.
  • Korrigiert: Der Wireless-LAN-Adapter WT-4 übertrug RAW Bilder gelegentlich auch dann, wenn die Option „Nur JPEG“ eingestellt war. Es gingen also deutlich größere Dateien über die “Antenne” als erwartet, was den Transfer stark ausbremsen konnte.
  • Korrigiert: Bei Aufnahmen mit Active D-Lighting, bei denen eine andere Option als „Aus“, mit Festlegung eines Seitenverhältnisses von 5:4 (30 x 24), ausgewählt war, trat am unteren Bildrand in manchen Fällen ein dunkler Schatten auf.

Die ersten Käufer der Nikon D4 schauen unterdes nicht in die Röhre, auch für diese Kamera gibt es ein entsprechendes Update!


100.000 Kilometer mit der Nikon D300

100.000 Kilometer mit der Nikon D300 – So würde die Schlagzeile eines Dauertests lauten wenn die D300 ein Auto wäre und ich hier für die Auto-BILD schreiben würde. Auch wenn es nicht ganz passend erscheint, passt diese Schlagzeile meiner Meinung nach doch sehr gut. Im Jahr 2005 habe ich mir nach mehreren Jahren mit der Nikon D100 und diversen analogen Kameras eine D2x für damals sagenhafte 4.800 Euro gekauft. Diese Kamera hat mich ein lange Zeit begleitet und ich habe sie noch heute. Im Jahr 2007 kam dann eine deutlich preiswerte Nikon D300 dazu. Die Software der D300 ist im Vergleich zur D2x eine Generation weiter und das Display ist deutlich größer geworden. Aber die D2x ist auch heute noch eine gute Kamera. Wer im RAW-Modus bei ISO-100 fotografieren kann, der wird auch im Jahr 2012 mit einer D2x noch viel Spaß haben können.

Mit beiden Kameras war ich dreimal im Südwesten der USA und ungezählte Male auf den Kanaren, in Norwegen, der Schweiz und anderswo. Mit diesen Kameras habe ich die fotografisch gesehen vielleicht wichtigste Zeit meines Lebens verbracht und die Ergebnisse   sind auch heute noch mehr als ansehnlich. Ist ein Einsatz unter perfekten Bedingungen möglich, so spielt auch die D2x noch heute ihre Stärken aus. Der Detailreichtum der Bilder ist großartig und ein gut konvertiertes RAW-Bild ist von einem identischen Pendant aus der D300 praktisch nicht zu unterscheiden. Gut gebrauchte Modelle der D300 oder auch der D2x bekommt man heute bei den diversen Online-Plattformen für 700 Euro und weniger.

Wer die durch den kleinen Chip bedingte kompakte Baugröße der Objektive für diese Kameras zu schätzen weiß, kann im Jahr 2012 für wenig Geld sehr leistungsfähige überaus robuste Kameras erwerben für die es gute Weitwinkel und kompakte Teleobjektive gibt.

Vor einigen Tagen hat mich via Facebook der Martin angefunkt und mich gefragt ob ich ihm als Ersatz für seine Nikon D90 eher eine D300s oder eine D7000 empfehlen würde. Das will ich hier kurz beantworten…

Also: Wer eine große schwere robuste Kamera mit schneller Bildfolge sucht die via 9-fach Bracketing tolle HDR-Bilder ermöglicht, der ist bei D2x und D300 genau richtig. Wer zusätzlich filmen möchte, der könnte auch zur D300s greifen. Wer wenig HDR macht, eine etwas höhere Auflösung such und mit gleichzeitig leider leichtverringerter Dynamik leben kann und in 1080p mit 23,95 B/s filmen möchte, der sollte zur D7000 greifen.

Wenn ich losziehe und “nur” fotografieren will und dabei das Gewicht der Kamera keine Rolle spielt, dann packe ich eine D2x oder eine D700 mit Batteriegriff ein. Die D700 falls ich wenig Licht erwarte, die D2x wenn das Licht gut ist und ich ggfs. den Drop-Faktor für Bilder mit einem 400er Teleobjektiv nutzen will. (Das dann fast wie ein 600er wirkt) Steht eine anstrengende Wanderung auf dem Programm, dann die D300 oder die D7000 ohne Batteriegriff. Klein, handlich kompakt…

Wenn ich hauptsächlich oder auch nur nebenbei filmen will, dann ist die D7000 mein Freund.

Sobald die D800E da ist, wird sich das alles verschieben und ich werde wahrscheinlich ausschließlich die D800 benutzen. Aber warten wir es mal ab…

Hier einige Beispiele zur Nikon D2x, D300 und D7000.

Beginnen wir mit einem Video das ich komplett mit der D7000 erstellt habe. Wer es schon kennt scrollt einfach weiter :-)

Hier nun einige Bespiele aus der D300 und der D2x. (Alle Bilder sind 1000 Pixel breit oder hoch, einfach anklicken)

Nikon D300 - Upper Antelope Canyon

Nikon D300 - La Sal Sunrise

Nikon D2x - Storm over Canyonlands

Nikon D2x - Storm over Canyonlands II

Nikon D300 - Bryce Canyon Sunrise

Nikon D2x - Monument Valley Sunrise

Nikon D2x - La Sal Morning I

Nikon D2x - La Sal Morning II

Nikon D300 - Second Wave

Nikon D2x - Alstrom Point

Nikon D2x - Alstrom Point II

Nikon D300 - Hiking the Wave

Nikon D2x - Balanced Rock

Nikon D300 - False Kiva

Nikon D300 - Horse Shoe Bend

Nikon D2x - Arches NP - Window Section

Nikon D2x - Arches NP - Navajo Arch

Nikon D300 - Lonesome Wave Photographer

100.000 Kilometer mit der Nikon D300 – wie lautet das Fazit? In der Autowelt würde man jetzt Benzinverbrauch, Drehmoment, Beschleunigung, Verbrauch und Unterhaltskosten einander gegenüberstellen. All das fällt weder bei der D300 noch bei der D2x an. Die D2x ist mir im Jahr 2010 bei einem Sturz im Arches NP einen Abhang hinunter gekugelt. Das Gehäuse war an der Unterseite gebrochen und der Autofokus hat nicht mehr funktioniert. Ich hatte sie abgeschrieben, aber sie konnte für etwa 900 Euro repariert werden. Leider musste ich sie dreimal einschicken bis alles wieder korrekt funktioniert hat. Aber jetzt arbeitet alles wieder wie am ersten Tag!

Auch die D300 hat inzwischen viele tausend Auslösungen hinter sich, alles ohne Probleme. Während meine Fuji Finepix X100 gleich nach einigen Tagen eine Weile in die Werkstatt musste, haben alle Nikons vom ersten Tag an wunderbar funktioniert. Ich habe alle Firmware-Updates eingespielt, wirklich notwendig waren sie indes nicht.

Wer seine Bilder im Internet publiziert und Prints bis zu einem Format von 60x90cm in bester Qualität braucht, der ist sowohl mit der D2x, als auch der D300, D700 oder D7000 bis heute gut bedient.

Die Nikon D4 oder auch die D800 bzw. D800E werden vieles ändern, vor allem aber den Preis der älteren Modelle auf dem Gebrauchtmarkt. Wer ohne Pixelwahn leben kann und nicht unbedingt in HD filmen muss, für den ist sicher eine gebrauchte D300s mit einigen guten Objektiven in den kommenden Monaten eine gute Wahl. Viele Kunden der D800 werden ihre “alten” Kameras preiswert verscherbeln um sich die neue Nikon D800 leisten zu können.

Hier findet derzeit so etwas wie eine “Wachablösung” statt. Jeder der sich bislang keine dieser Kameras leisten konnte kann in den nächsten 6 Monaten kräftig in die Hände schlagen und versuchen eine dieser Kameras preiswert bei eBay & Co zu ergattern.

Meine D300 hat die ersten 100.000 Kilometer gut überstanden, ich denke sie schafft auch die 200.000 Kilometer :-)


Nikon D600 – Neue Details

Nach der Vorstellung von D4 und D800 wartet die Nikon-Welt nun auf eine neues preiswertes FX-Modell, welches die betagte Nikon D700 ablösen wird. Wahrscheinlich wird sich diese Kamera mit der Bezeichnung D600 schmücken. Wie sie aussehen wird ist indes noch ungewiss. Aber ganz ehrlich, wissen wir nicht alle wie sie aussehen wird? Schwarz wird sie sein, ein kleines Blitzlicht haben, ein Display auf der Rückseite, einen Sucher, ein Batteriefach, echte Überraschungen wird es nicht geben. Eigentlich hat es die seit der Vorstellung der Nikon D1 nicht mehr gegeben. Hier und da ein neues Knöpfchen aber eigentlich blieb immer alles beim alten. So sind wir es gewohnt, so hat es sich in der Praxis über viele Jahre sehr gut bewährt hat und so wird es auch bleiben. :-)

Nikon D600

Bei nikonrumors.com (nicht nikonhumors.com) wurden jetzt neue Details bekannt und diese sind im Gegensatz zu den allerneuesten, allerheißesten und allerspekulativsten Gerüchten über die Nikon D4x sogar ernst gemeint :-)

  • 39 AF points (with an option of 11 AF points)
  • 5 fps (same as the D700, the D800 has 4fps)
  • 2 SD card slots with Eye-fi support
  • Build-in retouching images functionality
  • Built-in flash with sync speed of 1/250s
  • Two user settings: U1 and U2
  • Fn button
  • GPS
  • HD video
  • The sensor inside the D600 will probably be 24MP (made by Sony, modified by Nikon)
  • The new camera will be marketed as an entry level full frame camera
  • Auto DX crop mode
  • In-camera RAW editor
  • Built in time-lapse functionality
  • Possibly with build-in HDR
  • Possibly with integrated GPS
  • New external battery grip
  • To be released this summer
  • The D600 will probably not have an internal AF motor, which means it will work only with AF-S lenses (just like the D3200 and D5100)
  • The price of the D600 is rumored to be very low – maybe as low as $1500
  • Announcement before Photokina (September 2012)
  • One or more low-priced f/4 lenses will be announced with the D600. For example, Nikon recently filed a patent for a 24-70mm f/3.5-4.5 full frame lens which seems to be designed for a cheaper FX DSLR body

Ob die neue D600 tatsächlich KEINEN eingebauten AF-Motor haben wird, das bleibt abzuwarten. In der preiswerten Riege der Nikon DSLR-Kameras wurde nach der Nikon D50 auf dieses durchaus sinnvolle Feature verzichtet. Nicht nur die Kameras der 3000-er Serie leben seitdem recht gut ohne diesen AF-Motor. Die überwiegende Mehrzahl der Nutzer der D3000 und D3100 benutzt die 18-55mm und 55-200mm AF-S Kit-Objektive. Diese “Plastikscherben” sind rein optisch gar nicht so verkehrt und liefern durchaus brauchbare Ergebnisse. Damit sind sie ein wichtiger Baustein der Nikon Philosophie. Bereits vor vielen Jahren hat das mit der F80 und dem billigen AF-D 28-80 sehr gut funktioniert. Dieses Objektiv liefert sogar noch heute an der D700 sehr gute Ergebnisse. Die Mehrzahl der Anwender wird auch ohne diesen AF-Motor ganz gut klar kommen und wer ihn unbedingt haben will, der kann ja auf eine größere Schwester ausweichen. Letztlich ist klar, irgendwo muss Nikon sparen und irgendwie muss sich eine preiswerte D600 ja auch von einer doppelt so teuren D800 absetzen. Alles andere wäre wirtschaftlicher Nonsens.

Vor einigen Tagen wurde bekannt, dass Nikon ein Patent für ein preiswertes 24-70mm Zoom-Objektiv und verschiedene neue Festbrennweiten eingereicht hat.

Nikon filed patent application 2011-221421 in Japan for a 24-70mm f/3.5-4.5 full frame lens. This lens only makes sense as a part of a “cheap” full frame body kit.

In der Summe ist es damit sehr wahrscheinlich, dass Nikon an einer neuen Generation preiswerter FX-Kameras arbeitet. Ich gehe davon aus, dass neben der großen schweren Profilinse AF-S 2.8/24-70 auch weitere Objektive künftig ein preiswertes Pendant erhalten werden.

Wer mag findet über diesen Suchbegriff viele Hinweise auf das was uns in den kommenden Monaten und Jahren “linsentechnisch” noch alles erwartet. Hier könnte man herrlich weiter spekulieren und unbegründete neue Gerüchte in die Welt setzen, aber das überlasse ich lieber “den Kollegen” von nikonhumors.com :-)

Vielleicht erwartet uns ja auch eine Renaissance der Superweitwinkel wie es sie zu Zeiten der Nikon F schon einmal gab…

Nikon F mit Fisheye


Nikon D4x – Neueste Gerüchte

Der weltweit führende Technologie-BLOG www.nikonhumors.com scheint einen neuen Coup gelandet zu haben! Sie wie es aussieht könte die gerade erst vorgestellte Nikon D800 bereits bald Makulatur sein. Wer Geld sparen möchte um sich die beste Kamera aller Zeiten zu gönnen, sollte sich überlegen ob er nicht eine Weile auf die Nikon D4x warten möchte. Die bei nikonhumors.com geleakten technischen Daten sind jedenfalls vielversprechend und scheinen mit einem Paukenschlag eine neuerliche Revolution der digitalen Fotografie einzuleiten.

Nikon D4x Back


Nikon D4 – Hands-On und Review

Die Jungs von DigitalRevTV haben eines der ersten Exemplare der neuen Nikon D4 in ihrer bekannt lockeren Art und Weise ausprobiert. Ein wirklich sehenswertes Video.

Nikon Guy Matt Granger zeigt in einem Unboxing was beim Auspacken des Karton der neuen Nikon D4 alles ans Tageslicht kommt.


Nikon D1x D2x D3x D4 – Ein Hersteller bleibt sich treu

Hier habe ich für Euch eine kleine Gegenüberstellung der Nikon Top-Modelle der letzten Dekade erstellt. Man sieht sehr schön, wie sich die Philosophie  der Bedienung von der D1x bis zur aktuellen D4 stetig weiterentwickelt hat. Große Umbrüche und Überraschungen hat es dabei nie gegeben. Nikon ist den mit der F5 erdachten Konzepten bis heute treu geblieben und hat stets großen Wert auf eine gezielte Produktpflege gelegt. Wer die D1x bedienen kann wird sich auch mit der D4 schnell wohl fühlen.

Das macht für mich den Spaß an diesem System aus…

Nikon D1x D2x D3x D4

Evolution der Nikon Profi-Kameras


Nikon D800 – Heute offiziell vorgestellt

Es ist der 7. Februar 2012 und das lange Warten hat endlich ein Ende und ich habe mit meiner Prognose, dass die D800 erst im September kommt ziemlich daneben gelegen! In einer Zeit in der man darüber nachdenken könnte ob die Mayas letztlich recht behalten werden und die Erde wirklich untergehen wird, bringt Nikon eine Spiegelreflexkamera auf den Markt die bereits jetzt ihres gleichen sucht.

Endlich ist sie da, die Nikon D800!

Diesem Tag haben Nikon-Fans in der ganzen Welt regelrecht entgegen gefiebert, die Liste der Vorbestellungen wird sich bereits morgen in ihrer Länge mit der Chinesischen Mauer messen lassen.

Doch was bekommt man für sein Geld?

Nikon verspricht einen CMOS-Bildsensor mit 36 Megapixeln, ein absolutes Novum in dieser Klasse. Damit macht die D800 vielen Mittelformatkameras Konkurrenz, allerdings nur auf dem Papier! Ein doppelt so großes und 10 fach teureres Digitalrückteil hat auch im Jahr 2012 noch seine Bedeutung. Wer im Mittelformat arbeitet wird dies auch weiterhin tun. Zu verlockend sind der riesige Sucher und das gezielte Spiel mit der selektiven Schärfe. Die Pixel eines Mittelformat-Rückteils sind deutlich größer, das Rauschen geringer und die Ergebnisse letztlich professioneller. Kein Fan der Nikon D800 wird das nach dem Kauf wirklich wahrhaben wollen, aber es bleibt dennoch die Wahrheit.

ISO 50 bis ISO 6400 – das liest sich erst einmal gut. Doch jeder Nikon-Fan der seine D7000 schon einmal mit ISO 6400 betrieben hat kennt bereits heute das Ergebnis. Auch die D800 kann die Gesetze der Physik nicht aushebeln. Wie bereits vor ihr die D2x und die D3x wird auch die D800 keine Kamera für schlechtes Licht und actionreiche Sportfotografie sein. Ihre Domäne ist das gut ausgeleuchtete Studio und die anspruchsvolle Landschaftsfotografie mit Stativ und Festbrennweiten.

Die D800 kann filmen und das in ähnlich guter Qualität wie die ebenfalls noch nicht lieferbare Nikon D4. Volle HD Auflösung mit 1080p ist möglich und das bei Bildraten von 30, 25 und 24 Bildern pro Sekunde.

Die Serienbildfrequenz liegt bei 4 Bildern pro Sekunde und kann durch Verwendung des neuen Batteriegriffs MB-D12 auf akzeptable 6 Bilder pro Sekunde gesteigert werden. Damit ist die D800 kein Rennpferd wie die D4, aber doch für die meisten Situationen schnell genug.

Wer die Nikon D700 oder die D7000 kennt, wird sich bei der D800 sofort zu Hause fühlen. Alle Bedienelemente sind dort wo man sie gewohnt ist und als Nikon-Fotograf auch erwartet. Alle Objektive passen und auch bei der Nutzung von Blitzlichtern oder anderem Zubehör sind Überraschungen nicht zu erwarten. So mögen es die Fans und so soll es auch sein, das ist eben das Nikon-System!

Wer eine noch höhere Auflösung erzielen will, wird die Nikon D800 in einer speziellen E-Version kaufen können. Hier verzichtet Nikon auf den Tiefpassfilter und erreicht so nie da gewesene Schärfe und Abbildungsreichtum. Dies wird jedoch mit möglicher Moirébildung und Aliasing-Effekten erkauft.

Wann die Nikon D800 wirklich lieferbar sein wird ist derzeit noch offen. Während der vergangenen Monate wurde vielfach spekuliert welche Auflösung die D800 schließlich haben wird und ob sie bei einem frühen Liefertermin zahlungskräftige Kunden vom Kauf einer D4 abhalten könnte. Aber die D4 und die D800 sind einfach zu verschieden. Seit der Vorstellung der D1 hat Nikon mit der D1h und der D1x stets eine zwei sehr unterschiedliche Charaktere unter den Fotografen angesprochen. Während die H-Version für Action und schnelle Bildfolge stand, war mit der X-Version eine Variante mit möglichst hoher Auflösung lieferbar. Dieses Konzept hat bis heute mit der D3s und der D3x sehr gut funktioniert und wird künftig mit der D4 und D800 unverändert weitergeführt werden.

Mit der Nikon D800 wird letztlich ein Traum vieler Fotografen in Erfüllung gehen. Wann sie letztlich lieferbar sein wird ist derzeit noch nicht bekannt, sicher werden noch einige Monate vergehen. Der Ansturm wird groß sein und wer ein Exemplar dieser exzellenten neuen Kamera sein eigen nennen möchte sollte sie vorbestellen, am besten gleich morgen.

Hier habe ich noch ein Video gefunden in dem man sehr schön sehen und hören kann wie die D4 mit 11 Bildern pro Sekunde “abgeht”. Ich denke damit ist schon klar, dass die D800 keine Konkurrenz sondern eine Ergänzung der D4 sein wird. Die D4 für das Sportstadion und die Pressekonferenz im Berliner Kanzleramt, die D800 für das Beauty-Shooting für den nächsten Otto-Katalog.


Warten auf die Nikon D4

Während tausende von Fotografen sehnsüchtig dem Tag entgegen fiebern an dem sie ihre ganz persönliche Nikon D4 endlich in Händen halten dürfen, habe ich ganz bescheidene andere Erwartungen. Ich warte einfach nur auf den Frühling. Im letzten Abendlicht durch die Rhein-Hessischen Weinberge flitzen, danach die toten Fliegen vom Helm wischen. Entspannt im Biergarten mit Freunden ein Bierchen trinken oder mal wieder draußen ein Foto machen, ohne dass gleich die Finger erfrieren.

Aber das alles muss vorerst ein Wunschtraum bleiben. Die eisige Kälte wird Europa noch ein Weile fest im Griff behalten. Da ist es gut wenn man ein wenig in Erinnerungen schwelgen kann oder einfach mit dem Handy in der OBI Gartenabteilung ein paar Knipsbilder machen kann. (HTC Desire HD)

Und dabei wird dann auch schon klar, Ostern steht vor der Tür…

Aber irgendwie hat der Winter ja auch seine schönen Seiten…

Sonnenuntergänge sind kitschig und zugleich immer wieder wunderschön. Hier hat der Winter einen großen Vorteil, man muss nicht solange warten! Und will man einen Sonnenaufgang fotografieren, kann man etwas länger schlafen. Eigentlich auch gar nicht so schlecht…

Und wenn der Frühling dann endlich wieder da ist, geht es ab in die Natur. Vielleicht ist die neue Nikon D4 dann ja schon im Gepäck :-)


Nikon D4 – Erste Erfahrungsberichte

Irgendwie ist es immer das Gleiche. Die Nikon D70 war angekündigt, aber zu kaufen gab es sie nirgendwo. Vor lauter Not habe ich mir damals die Nikon D100 gekauft. Es war keine schlechte Kamera und ich habe den Kauf nicht bereut. Allerdings habe ich rund 1.900 Euro dafür bezahlt und sie zwei Jahre später für “nur” 900 Euro verkaufen können. Statt der D70 gab es dann aber auch gleich die D2x – ein Quantensprung!

Heute im Jahr 2012 hat das große Warten auf die Nikon D4 endlich ein Ende, aber nur auf dem Papier. So wirklich anfassen kann man sie noch nirgendwo. Unkenrufen zur Folge soll die Auslieferung in zwei Wochen beginnen, das wäre dann Mitte Februar, fünf Wochen nach der ersten Vorstellung. Damals nach der Ankündigung der D2x musste ich auch fast ein halbes Jahr warten bis ich mein Exemplar endlich in Händen halten durfte. Auf der Basis dieser Erfahrungen rechne derzeit nicht vor April/Mai damit eine D4 die “auf einen Käufer” wartet bei Foto Oehling, Foto Koch, Foto Gregor oder dem Bonner Cityfoto-Center zu sehen.

Auch die ersten Erfahrungsberichte sind derzeit noch rar gesät. Einer der wenigen Glücklichen die ein Vorserien-Modell dieser Kamera ausprobieren durften ist Joe McNally. In seinem BLOG gibt es sogar ein witziges Foto das ihn beim Auspacken der Nikon D4 zeigt, die ihm in einem neutralen Karton zugesendet wurde. Er hat einige der Fotos zu Nikons weltweiter Werbekampagne zur D4 beigesteuert.

Hier ist ein Link zu seinem BLOG: http://www.joemcnally.com/blog/2012/01/06/shooting-the-d4

Und einige Videos hat er auch produziert…

Joe McNally Photography- Little Freddie King, Livin’ The Blues (Nikon D4) from Joe McNally Photography on Vimeo.

Joe McNally Photography- On location with the Nikon D4 from Joe McNally Photography on Vimeo.

Sehr interessant ist auch dieses Promo-Video zur Nikon D3. Okay es ist jetzt schon ein paar Tage alt, aber es zeigt doch wie sehr es auf den Fotografen ankommt. Die Kamera ist lediglich ein Hilfsmittel. Joe McNally hat schon vor 20 Jahren coole Fotos gemacht, im Zeitalter der Nikon D4 hat er es ein bisschen einfacher :-)

Nikon D3 Promo, Joe McNally Photography from Joe McNally Photography on Vimeo.


Canikon 1D4x – Der ultimative Profihammer

Völlig unerwartet wurde in der vergangenen Woche dem führenden Technologie-BLOG www.nikonhumors.com ein erstes Foto der neuen Canikon 1D4x zugespielt. Obwohl beide Hersteller bislang jegliche Form der Kooperation bestritten haben, wurde möglicher Weise doch an einem gemeinsamen Projekt gearbeitet. Mit dieser Kamera würde ein Traum vieler Fotografen in Erfüllung gehen, Schluss mit den endlosen Diskussionen ob Nikon oder Canon. Das beste aus beiden Welten, eine Symbiose der Superlative.

Trotz mehrfacher Nachfrage waren beide Hersteller bislang zu keinem öffentlichen Statement bereit. Den Informationen eines Insiders zufolge soll der Chip bei SONY gefertigt werden und 36 Megapixel auflösen. Bei einem Pixelabstand von nur 0,48 µm soll eine mittlere Pixelfläche von 0,000347 qmm möglich werden. Dieser Wert wird durch ein revolutionäres Chipdesign erreicht. Dabei sollen die RGB-Pixel nicht nebeneinander sondern übereinander angeordnet sein. Durch die Verwendung spezieller Nanokristalle wird ein Transmissionsfaktor von 0,58∆ erreicht, so dass die im unteren Bereich des als CCD-A bezeichneten Sensors noch ausreichend viel Licht in den blauen und grünen Pixeln absorbiert werden kann.

Dieses revolutionäre Design lässt eine noch bessere Durchzeichnung selbst allerfeinster Strukturen bei gleichzeitig noch höherer Lichtempfindlichkeit und deutlich reduziertem ∂-Rauschen erhoffen.

Ein Termin für die Markteinführung steht unterdessen noch nicht fest, jedoch war in der vergangenen Woche im Angebot eines Internet-Versandhandels kurzzeitig eine Broschüre mit dem Titel “Mastering the Canikon 1D4x” des US-Autors Tom Logan zu sehen. Ob es sich dabei um ein Versehen handelt ist derzeit noch unbekannt. Aber man darf trotzdem gespannt sein.


Nikon D4 – Endlich auch für Linkshänder

Ob es sich um ein erneutes Datenleck oder einen weiteren Coup von http://www.nikonhumors.com handelt ist bislang unklar. Fest steht, seit der Erfindung der ersten Spiegelreflexkamera wurden Linkshänder sträflich vernachlässigt. Hier scheint sich Nikon nun endlich von der Konkurrenz absetzen zu wollen. Mit der “Nikon D4 left” werden nun sehr wahrscheinlich all jene Fotografen angesprochen, die sich seit ihrer Kindheit damit abfinden mussten, bei der Bedienung ihrer Kamera entgegen ihr Natur mit der ungeliebten rechten Hand den Auslöser betätigen zu müssen.

Heinz-Erwin Pasulske, Vorsitzender des “Kuratorium Pro-Links” und aktives Mitglied der Linkspartei begrüßte in einer ersten Stellungnahme den unerwarteten Vorstoß des japanischen Kameraherstellers.


Nikon 800 – Vorstellung im September

Die Webseiten großer Unternehmen werden in der Regel über ein Content-Management-System gesteuert. Man kann sich das ähnlich wie bei WordPress vorstellen. Neue Webseiten werden nicht manuell zusammen gefummelt sondern mit einem “Autoren-Werkzeug” erstellt und in einem späteren Schritt publiziert. Der Weg zur Publikation ist manchmal relativ lang, denn es müssen Vorgesetzte, Rechtsabteilungen und andere wichtige Mitarbeiter einbezogen werden. So soll verhindert werden, dass versehentlich Dinge publiziert werden, die eigentlich noch nicht publiziert werden sollen.

Doch so komplex und ausgefeilt diese Freigabeverfahren auch sein mögen, gelegentlich kommt es vor, dass Dinge publiziert werden die eigentlich nicht für die ganze weite Welt bestimmt sind. Facebook Panne

Vor einigen Tagen scheint einem Nikon-Mitarbeiter ein ähnlicher Fehler unterlaufen zu sein, so dass für ein paar Stunden ein Bild der noch geheimen Nikon D800 in der Liste der professionellen Spiegelreflexkameras zu sehen war. Und das sah so aus…

Bedeutet dies, dass wir in den nächsten Tagen mit der Vorstellung der neuen D800 rechnen können?

Wenn man bedenkt, dass Produktfotos aktueller Kameras in der Regel nicht mehr auf einer Fotografie sondern auf einem perfekt gemachten 3D-Rendering basieren, so bedeutet eine solche Panne aus meiner Sicht lediglich, dass den Designern klar ist wie die neue Kamera aussehen wird. Ob es bereits einen Prototypen gibt sagt das Bild nicht aus. Allerdings ist die Nikon D700 nun schon seit mehreren Jahren lieferbar und die Geschichte lehrt uns, dass bei allen erfolgreichen Unternehmen stets parallel an mehreren Produktlinien gearbeitet wird. Daher bin ich mir ganz sicher, dass die Planungen für den Nachfolger der D700 bereits zum Zeitpunkt der Vorstellung der D700 begonnen haben.

Falls bereits eine D800 existiert, wann wird sie offiziell vorgestellt?

Blicken wir zurück auf die Geschichte des neuen Audi A8, eine millionenschwere Entwicklung des Volkswagen-Konzerns. Parallel zum A8 wurde am VW Phaeton gearbeitet. Der A8 ist das modernere Fahrzeug, weitgehend aus Aluminium gefertigt, leichter und mit einem fortschrittlichen Design. Der annähernd gleich teure VW Phaeton war schwerer, aus herkömmlichem Stahlblech gefertigt und sah eher nach einem großen Passat als nach einer edlen Luxus-Limousine aus. Beide Fahrzeuge waren etwa zeitgleich fertig, doch der A8 wurde über Monate hinweg zurückgehalten um die Markteinführung des Phaeton nicht zu behindern oder dieses Modell gar zu kannibalisieren.

Nehmen wir mal an die Nikon-Panne bedeutet, dass die D800 bereits fertig ist, was wäre dann ein guter Zeitpunkt für die Markteinführung? Die D4 wurde erst vor einigen Tagen veröffentlicht, lieferbar ist sie noch nicht. Würde man nun fast zeitgleich eine D800 vorstellen, so würden sicher viele Kunden statt der D4 die preiswertere D800 kaufen, weil sie die Robustheit und die Performance der D4 nicht unbedingt benötigen. Dem Hersteller würden damit wahrscheinlich wertvolle Devisen verloren gehen.

Meine Prognose lautet daher, dass Nikon die D800 auf einem späteren großen Event wie der Photokina am 18. – 23. September 2012 in Köln präsentieren wird. Dieses Event hat einen ähnlichen Stellenwert wie die CES in Las Vegas, die Nikon zum Anlass für die Präsentation der D4 genommen hat. Der 18. September ist ein Dienstag, auch die CES 2012 startete an einem Dienstag und Nikon hat die D4 am Wochenende davor präsentiert. Damit halte ich es für denkbar, dass die D800 am Samstag den 15. September 2012 vorgestellt werden wird.

Für alle die diesen Termin nicht mehr abwarten können, habe ich hier schon mal ein Bild der neuen D800! Und nein, von Wikileaks habe ich es nicht!


Nikon D4 – Erste Testbilder

In der letzten Woche wurde die Nikon D4 offiziell vorgestellt. Einige wenige erste Exemplare wurden bereits an ausgesuchte Kunden verteilt. Einer dieser Kunden hat nun eine kleine Galerie mit ersten Testbildern der Nikon D4 veröffentlicht: Mircea Bezergheanu

Update am 21. Januar – Aus mir leider nicht bekannten Gründen wurde diese Galerie wieder gelöscht – schade!

Bei Facebook gibt es sogar schon eine Fan-Page zur Nikon D4:

Bei Nikon-Rumors gibt es inzwischen auch einige Testbilder und erste Stimmen zur Bildqualität der neuen Nikon D4.

Wirklich gut gefällt mit dieser flickr Photostream mit Bildern aus der D4.


Nikon D4 – Kaufen in den USA oder nicht?

Eben habe ich auf die Frage eines Lesers geantwortet. Während ich meine Antwort zusammengeschrieben habe kam mir der Gedanke, dass ich hieraus diesen gesonderten kurzen Artikel machen sollte, weil dieses Thema sicher viele unter Euch interessiert.

Hier die Frage:

Lieber Ansgar, zuerst möchte ich feststellen, daß ich Ihren Blog mit wirklich großem Interesse verfolge. Zur Nikon D4 ist zu sagen, daß sie, so scheint es zumindest, ein wirkliches Prachtstück geworden ist. Was ich aber wirklich nicht verstehe ist die Preisgestaltung. In den USA wird sie im Handel für $ 5.999,- von Nikon angeboten, in Deutschland werden dafür Euro 5.930,- veranschlagt. Ich kann hier keine echte Kalkulation erkennen. Mit freundlichen Grüßen M. Kluger

Dazu möchte ich an dieser Stelle ein paar Worte zur Preispolitik von Nikon, Apple & Co. loswerden. Während der letzten USA-Reisen habe ich häufig festgestellt, dass für viele Produkte der Preis in US-Dollar etwa dem Euro Preis in Deutschland entspricht. So gab es beispielsweise das iPad II in den USA bei BESTBUY oder Fry’s ab 500$ während es in Deutschland 500€ gekostet hat. Berücksichtigt man den Umrechnungskurs $ zu €, so wären viele Produkte in den USA deutlich preiswerter als in Deutschland. Aber man muss berücksichtigen, dass die USA eine geringere Mehrwertsteuer haben, die Kaufkraft allgemein etwas niedriger ist als in Deutschland, im Gegenzug der Markt aber ungleich größer ist. Würde man während einer Reise in den USA ein iPad zu 500$ kaufen und es offiziell einführen, so würden Einfuhrzoll und die deutsche Mehrwertsteuer fällig. Damit wäre der scheinbare Preisvorteil weitgehend ausgeglichen. Hier würde es sich also nur lohnen wenn man das Gerät „schmuggeln“ würde.

Genauso verhält es sich mit der Nikon D4! In den USA wird sie voraussichtlich einen Listenpreis von knapp 6.000$ und bei uns in Deutschland knapp 6.000€ haben.

Der heutige Dollarkurs beträgt 1.2713$ = 1€

Dann rechnen wir mal nach…

6.000$ / 1.2713 = 4719,58€

zzgl. 15% Einfuhrzoll = 4719,58€ * 1.15 = 5427,52€

zzgl. 19% MwSt = 5427,52€ * 1.19 = 6458,74€

Hier gibt es einige Infos des Deutschen Zoll zum Thema “Einfuhr von Waren aus Nicht-EU-Ländern

Damit hätten wir es schwarz auf weiß – eine in den USA gekaufte und offiziell nach Deutschland eingeführte Nikon D4 wäre damit sogar teurer! Hätte man die Kamera zum historischen Tiefstand des Dollars von 1.60$ = 1€ aus den USA einführen können, so hätte sie „nur“ 5131,88€ gekostet.

Ob sich ein Kauf in den USA lohnt, das hängt also ganz klar vom Wechselkurs ab. Unterhalb eines Wechselkurses von 1,34$ = 1€ ist es in Deutschland billiger und man kommt in den Genuß der Deutschen Garantie! Der einzige Weg eine teure Kamera „fast legal“ nach Deutschland einzuführen ist, den Karton etc. in den USA wegzuwerfen und sich vom dortigen Händler eine Quittung für ein Vorführmodell zum „Special Price“ ausstellen zu lassen. Was der deutsche Zoll davon anerkennt wenn man die Kamera mit den Gebrauchsspuren einer vielleicht 8 wöchigen Reise offiziell einführt, hängt von den Zöllnern ab. Es kann gut gehen, muss es aber nicht. Und man kann die Kamera bei einem Defekt innerhalb der Garantiezeit NICHT kostenlos in Deutschland reparieren lassen!

Ich hoffe damit ist klar, warum die D4 in den USA 6.000 Dollar und hier bei uns ca. 5.930 Euro kosten wird.

Update vom 17.05.2013

Ich habe die “Probe aufs Exempel” gemacht und mir zum Preis von 999,- $ in den USA ein Objektiv bestellt. Welche Kosten für Versand, Einfuhrzoll, Steuern und Gebühren angefallen sind, das könnt Ihr hier nachlesen:


Nikon D4 – Offiziell vorgestellt

Das lange Warten hat ein Ende, Nikon hat die neue D4 heute offiziell vorgestellt. Auf der CES in Las Vegas wird man sie bewundern können und während der kommenden Monate wird es sicher einen großen Ansturm geben. Wer sie will sollte sie vorbestellen und im Vorfeld klären wie er sie bezahlen kann :-)

Bei der Beschreibung der neuen Kamera haben die Werbetexter ganze Arbeit geleistet…

Grenzen sind dazu da, überschritten zu werden. Diese Spiegelreflexkamera ist wie geschaffen dafür, sie zu überschreiten.

Die D4 bietet eine unschlagbare Kombination aus einer Bildrate von bis zu 11 Bilder/s, einem FX-Format-Sensor mit 16,2 Megapixel und einer außerordentlich hohen ISO-Empfindlichkeit (erweiterbar bis zu 204.800, analog zu ISO). Die D-Movie-Funktion bietet ein Maß an Flexibilität, das sendefähige Videoaufnahmen möglich macht. Der Verschlussmechanismus aus Kevlar/Kohlefaser-Verbundmaterial ist auf 400.000 Auslösungen, und damit dreißig Prozent mehr als die Vorgängerversion, ausgelegt.

Mit ihrer Robustheit und Vielseitigkeit ist die D4 allzeit einsatzbereit und eignet sich für jede erdenkliche Aufnahmesituation.

Na das ist doch mal ein Aussage – Grenzen sind dazu da, überschritten zu werden – ich denke genau das werden viele Fotografen in den nächsten Jahren mit dieser Kamera versuchen. Interessant ist, dass die D4 “nur” 16,2 Megapixel hat. Hier hat wohl der Verstand über das Marketing gesiegt. Mit “echten” 12 Megapixeln sind schon wirklich gute Prints in 60x90cm möglich, aber nur wenn man keine Ausschnittsvergrößerung machen muss weil das Motiv zu weit weg war. Mit 16,2 Megapixeln haben viele Fotografen nun genau die “Crop-Reserve” die sie sich schon seit langem gewünscht haben.

Und wieder hat Nikon ein neues Akkusystem etabliert – EN-EL18 heißt das gute Stück, meine Gebete sind doch nicht erhört worden :-) Wer also künftig mit einer D3x UND einer D4 unterwegs ist, der muss zwei Ladegeräte mitnehmen und kann die Akkus nicht tauschen. Schade eigentlich, aber die D3x wird in etwa einem Jahr durch die D4x abgelöst werden. Damit ist die Welt dann wieder in Ordnung und alles wird prima zusammen passen.

Interessant ist, dass Nikon seit der D1h/D1x die Strategie einer schnellen und einer separaten hochauflösenden Kamera beibehalten wird. Beides zusammen geht eben nicht. Eine Kamera mit 32.000.000 Pixeln, einer Serienbildfrequenz von 11 Bildern/s und exterm hoher ISO-Empfindlichkeit bekommt man eben im Jahr 2012 noch nicht hin. Aber das ist auch nicht schlimm, zum einen kurbelt es den Umsatz an und zum anderen gibt es wirklich zwei Lager innerhalb der “Fotografen-Szene”. Die einen belagern Politiker und Promis und hoffen auf einen gut bezahlten “Schuss”. Die anderen haben im Studio alle Möglichkeiten zur perfekten Ausleuchtung und legen weniger Wert auf hohe ISO-Werte als auf allerfeinste Detailzeichnung.

Ok, das Warten hat ein Ende – fast jedenfalls! Wie sie aussieht und was sie kann ist jetzt raus, wann sie aber wirklich lieferbar sein wird ist noch ein ganz anderes Thema. Ich denke wir werden bis Mai 2012 warten müssen bis wir sie wirklich mal in einem Laden stehen sehen werden. Der Preis soll bei 6.000 Dollar liegen. Inflationsbereinigt ist das etwa das was meine D2x im Jahr 2005 gekostet hat. Das ist sieben Jahre her, heute ist noch 700 Euro wert. Meine Prognose, im Jahr 2019 wird man für 700 Euro eine D4 bekommen, denn dann wird es so sein wie heute, dann wird es die D5 oder vielleicht schon die D6 geben.

Die ganze Hysterie geht also weiter, nun wo die D4 da ist werden alle auf die D800 und die D4x warten. Es bleibt spannend. Hier habe ich noch eine kleine Slideshow zum neuen Luxusteil…

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Vor einigen Wochen habe ich dieses kleine Video zur Nikon F5 produziert.

Ich bin gespannt wann ich einen ähnlichen “Rückblick” für die D4 machen kann. Wo wir gerade dabei sind, hier habe ich noch ein paar Videos zu einigen älteren Nikon Kameras. In den nächsten Wochen werde ich ich mich mal der F100 und der F5 etwas ausführlicher widmen.


Nikon D4 – Vorstellung auf der CES in Las Vegas

In der Zeit vom 10. bis 13. Januar 2012 findet in Las Vegas wieder einmal die CES (Consumer Electronics Show) statt. Auch Nikon hat in diesem Jahr wieder einen Messestand. Seit vielen Monaten wird nun schon spekuliert wann Nikon die neue D4 vorstellen wird und welche Features sie haben wird. Gebeutelt von Erdbeben, Reaktorkatastrophen, Stromausfällen und Hochwasser hat sich die Vorstellung der Nikon D4 und ihren kleinen Schwestern wie D800 und D400 immer wieder verzögert. Aber nun könnte ein Traum vieler Fotografen wirklich wahr werden. Ich denke die Chancen stehen gut, dass wir am Dienstag der nächsten Woche in einer Pressemitteilung lesen werden was die neue Nikon D4 alles können wird.

Blickt man zurück, so erinnere ich mich noch gut an die Zeit als ich meine Nikon D100 schon verkauft hatte und auf die Nikon D2x wartete. Als die Pressemitteilung raus war bin ich am nächsten Tag zum Händler meines Vertrauens gefahren und hatte die stille Hoffnung, dass er vielleicht sogar eine D2x im Laden hat. Aber ich wurde enttäuscht und die Bestellung dauerte viele Wochen. Schließlich habe ich für satte 4.800 Euro eine der ersten D2x ergattern können. Was für ein Arbeitstier, ich habe sie noch heute und ich liebe sie. Die D2x ist auch 2012 noch immer eine wirklich gute Kamera die sich hinter der D3 nicht wirklich verstecken muss. Solange keine hohen ISO-Werte gefragt sind kann man auch heute mit der D2x noch tolle Fotos machen.

Schaut man auf den Gebrauchtmarkt, so sind die Preise allerdings stark gefallen. Meine “Reserve-D2x” habe ich in wirklich gutem Zustand bei einer Online-Auktion für lächerliche 700 Euro ersteigert. Ich denke, dass Beiträge in Fotografie-Foren in denen die D2x als “unbrauchbares Rauschmonster” beschrieben wird ihren Teil dazu beigetragen haben. Ich liebe den Velvia 50 und im Vergleich dazu sind die ISO-100 der D2x gar nicht schlecht :-) Okay, ich fotografiere auch nicht beim Handball in einer schlecht beleuchteten Sporthalle. Aber dafür gibt es ja die D3s und die ist gar nicht von schlechten Eltern!

Zu einer Zeit in der Nikon mit der D2x, D3s und D3x die Latte sehr hoch gelegt hat fragt man sich, was die D4 noch besser machen kann?

Ich denke sie wird ganz sicher filmen können und das auf ähnlich einfache Art und Weise wie die D7000. Auf der letzten Reise habe ich es aber wieder einmal bemerkt, Filmen bei hellem Umgebungslicht ohne optischen Sucher geht eigentlich gar nicht. Das ist ein großes Problem bei Kameras wie der D7000. Sie filmen toll, aber man sieht oft nicht genau was sie filmen und ob das auch richtig scharf eingestellt und korrekt belichtet ist. Hier wünsche ich mir einen optischen Sucher! Vor einigen Monaten gab es in den Nachrichten zu lesen, dass Nikon eine Patentschrift zu einem neuartigen Hybridsucher eingereicht hat. Das wäre für mich eine tolle Ergänzung zum Live-View wie es ihn bei der D7000 gibt. Wenn man für den Fall einer zu hellen Umgebungsbeleuchtung im Sucher ein digitales Sucherbild sehen könnte, das wäre cool!

Ansonsten erwarte ich von der neuen D4 im wesentlichen mehr Speed und Power. In den Medien wird von 11 Bildern/s berichtet, das halte ich für realistisch. Um jedoch die dabei anfallende Datenmenge verarbeiten zu können wird man neue schnelle Speichermedien benötigen, hier denke ich wird sich etwas tun. Und ist erst einmal alles gespeichert muss es zur Weiterverarbeitung auf einem Computer gespeichert werden. Da ist USB-2.0 ein wenig in die Jahre gekommen. Hier wird sich auch etwas tun, ob Thunderbold, USB-3.0 oder was auch immer, ich denke hier werden wir einen neuen Standard erwarten dürfen.

Gespannt bin ich auf das Akku-System. Bei meiner alten D1x sind die Akkus ziemlicher Schrott. Die D1x braucht noch viel Strom und die etwas älteren Akkus schaffen teilweise nur noch eine Handvoll Bilder, dann sind sie schon wieder am Ende. Abhilfe hat hier der Kauf eines Akkus mit modernem Innenleben eines Zubehör-Herstellers gebracht. Mit diesem neuen Akku übersteht die D1x einen wirklich langen Tag.

Den Stromverbrauch der D1x und die schlechten Akkus haben viele Profis bemängelt und Nikon hat mit der D2 eine neues Akku-System eingeführt. Dieses funktioniert bis heute sehr gut und ich kann die Akkus meiner D2x in meiner D300 und der D700 benutzen was wirklich praktisch ist. Natürlich geht das nur zusammen mit dem MB-D10 Batteriegriff, aber es klappt! Die D300 und die D700 profitieren sehr von diesen großen leistungsstarken Akkus. Schaltet man den RAW-Modus auf 12-Bit und nimmt keine zusätzlichen JPG-Vorschaubilder auf, so werden diese beiden Kameras mit dem EN-EL4a Akku zur richtigen “Rennpferden”. Sie sind damit deutlich schneller als die D2x oder die D3x.

Bilder wie diese hier sind mit etwas Glück bereits heute mit einer Nikon D700 möglich: (Alle Fotos 1000 Pixel breit oder hoch – einfach anklicken)

Mit einer Kamera die bei noch höherer Bildfrequenz noch mehr Bilder ohne Pause aufzuzeichnen vermag, wird die Quote der “Bilder im perfekten Augenblick” steigen. Nicht nur Tierfotografen werden sich freuen, auch Sportfotografen wird die D4 das Leben leichter machen.

Aktuelle Spekulationen sagen, die D4 könnte wie folgt ausgestattet sein – ich bin gespannt was davon wahr sein wird:

  • 16.2 MPix
  • Support für die neue schnelle  Compact Flash XQD Technologie
  • ISO 50 – ISO 204.800
  • 11 Bilder/s
  • Full HD Video mit 23,97, 25 und 30 fps
  • Hybridsucher

Ob Nikon mit der D4 wieder einen neuen Akkustandard einführen wird? Ich bin gespannt! Für notwendig halte ich das eigentlich nicht, der EN-EL4a ist ein Kraftpaket das sicher auch gut zur D4 passen würde. Und wer mit Kameras aus unterschiedlichen Generationen unterwegs wäre, müsste nur ein Ladegerät mitnehmen!

Ich denke die D4 wird kommen und sie wird die Herzen höher schlagen lassen. Für 2013 erwarte ich eine D4x mit 32 MPix und eine Reihe neuer Objektive. Warten wir mal ab was daraus werden wird.

Und falls die D4 noch ein paar Monate auf sich warten lässt, kann man mit den Kameras die es derzeit gibt auch noch tolle Fotos machen :-) Es bleibt also spannend!

 


Nikon D4 – Nach dem Hochwasser

Wie an so vielen Tagen schaue ich mich auch heute mal wieder im Internet um. Mich interessiert wie es denn derzeit in den Werken von Sony, Nikon und den anderen Fotoherstellern in Thailand aussieht. Das schlimme Hochwasser hat viele Hersteller um Monate wenn nicht Jahre zurück geworfen. Ganze Produktionsstätten standen wochenlang unter Wasser. Nun geht das Hochwasser langsam zurück. Wie sieht es bei Nikon in Thailand aus?

Auf meiner Suche finde ich zunächst dieses Foto:

Dann diesen Artikel - hier ein Auszug:

This is to advise you of the latest situations of Nikon (Thailand) Co., Ltd., a consolidated manufacturing subsidiary of Nikon Corporation in the Rojana Industrial Park in Ayutthaya Province located in Central Thailand, which is suffering damages from the flood.

  1. Latest situationsWater pumping-out by the Rojana Industrial Park authority around Nikon (Thailand) Co., Ltd. has completed on November 26. Following this development, we are putting all our energy into restoring infrastructure and production equipment of the factory aiming for some part of factory operation to resume from January 2012. Alternative and limited production at our partner factories in Thailand has started earlier than expected, and we have started shipment of certain digital SLR cameras and interchangeable lenses since November 30.
  2. Estimated impact to our business performanceThe impact of the flood to our business performance for the financial period ending March 31, 2012 is estimated, within the scope of our current findings and understanding, to push down net sales by 65 billion yen and operational income by 25 billion yen due to sales opportunity loss. While this estimation remains unchanged from our announcement on November 4, we assure you to immediately advise new findings once it is judged there will be an important change for it. We are continuing our minute investigation on the damage to the buildings and production equipment/tools from the flood.
  3. RecoveryWe have set up support and recovery system under the Emergency Headquarters for Disaster Control headed by the president and continuing our endeavor for recovery and normalization of production as early as possible. Our plan to resume production of digital SLRs and interchangeable lenses to the normal level of volume by the end of March 2012 remains unchanged.

We deeply apologize you for any inconvenience cause by the disaster such as short supply of our products.

Die Nikon Mitarbeiter sind also inzwischen bei den Aufräumarbeiten. Das Wasser ist abgepumpt und jetzt wird aufgeräumt. Das Equipment das nicht rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden konnte ist zerstört und muss ersetzt werden. In vier Monaten soll die Produktionsstätte wieder soweit hergerichtet sein, dass hier Objektive und Kameras in allerhöchster Qualität gefertigt werden können. So wie ich die Japaner einschätze werden dort jetzt Überstunden bis zum Abwinken gemacht. Niemand fährt in den Urlaub und statt daheim aufzuräumen wird erst einmal der Arbeitsplatz wieder hergerichtet.

Wer sich im Sommer 2012 eine Nikon Kamera kauft und auf der Unterseite den Schriftzug “Made in Thailand” liest, sollte sich vielleicht kurz diese Bilder in Erinnerung rufen.

Aber nicht nur Nikon hat es schwer getroffen. Bei Honda haben hunderte nagelneuer PKWs wochenlang in der schmutzig braunen Brühe gestanden. Nun sind sie alle schrottreif. Eigentlich kann man sie nur noch in ihre Einzelteile zerlegen, das Metall einschmelzen und daraus neue Fahrzeuge herstellen. Was für ein Trauerspiel.


Nikon D4 – Contest

Es ist Samstag der 3. Dezember 2011. Seit mehr als einem Jahr wird in diversen BLOGs und Webseiten spekuliert wann die neue Nikon D4 endlich erscheint und welche Features sie haben wird. Verfolgt man die ganze Hysterie fällt auf, dass alle Prophezeiungen und Termine zerplatzt sind wie eine Seifenblase.

Heute an meinem (fast) freien Tag schaue ich mal wieder ein wenig im Internet herum, ob es irgendwelche neuen Gerüchte gibt. Aber es gibt keine neuen Gerüchte.

Ganz witzig finde ich diesen Satz von Ken Rockwell:

There is no Nikon D4, although if I die before it comes out and can’t update this page, this will be the link to order it from Adorama. (Adorama has very predicable SKUs, thank goodness.)

“Falls ich sterben sollte bevor sie erscheint…” – welch ein herrlich sarkastischer Typ dieser Ken Rockwell doch ist. Ich suche also weiter und siehe da, plötzlich springt mir doch etwas ins Auge. Ein kleiner “Wettbewerb” auf dem flickr Photostream von “Nikon-Rumors”. Ganz witzige Sachen gibt es dort zusehen. Eine Nikon D4 mit dem Batterieteil der alten Nikon F4, eine Version der D4 für Linkshänder, die Ideen der Einsender sind wirklich kreativ und witzig.

Aber seht selbst – hier geht es zum flickr contest…


Nikon D4x mit Windows 8

Ich konnte nicht an mich halten und musste mich gerade mal selbst ein wenig mit Photoshop austoben :-) Entstanden ist ein Foto der seit Mai 2013 lieferbaren Nikon D4x in der Windows 8 Edition.

Die technischen Daten sprechen für sich!

  • ISO 25 – 125000
  • 14 Frames/s im Dual-RAW-Mode bei 33 Bildern in Folge
  • Three-Layer True-Color CMOS-CCD mit 3x 45 Megapixeln
  • Eingebautes GPS mit Worldmap und GPS-Tracking
  • 107% Sucher mit 1.35-facher Vergrößerung
  • Neuer AF-Sensor mit 4096 Kreuzsensoren von denen 512 gleichzeitig aktiv sein können
  • Vier Slots für SDHC-X2 Karten
  • Multi-Touch-Screen im Windows 8 Metro-Design
  • WLAN, Blue-Tooth, Fire-Wire und Dual-Thunderbolt
  • Full-HD Video-Recording mit 200 FPS bei 1920 x 1024
  • Onboard-Apps: Twitter, Facebook, google+, Nikon-Picture-Town, flickr, Photoshop CS8
  • 48v Lithium-Ionen-Akku EN-EL8 mit  5.678 mAh
  • Integrierter Crashdump für Windows 8
  • Eingebauter Subminiatur Kernreaktor
  • Neu entwickelter Tragegurt
Was für eine Maschine…

Schwere Zeiten für Nikon & Co

Bei http://www.Handelsblatt.com habe ich heute diesen Artikel gefunden.

Schwere Zeiten für Kamerahersteller

Ein starker Yen und die Flutkatastrophe in Thailand verhageln das Quartalsergebnis. Das trifft nach den japanischen Autobauern auch den Kamerahersteller Nikon. Der Konkurrent Olympus verschob sogar den Zwischenbericht.

Tokio: Auf japanische Kamerahersteller kommen schwere Zeiten zu. Wegen der Affäre um dubiose Zahlen verschob Olympus am Freitag die Bekanntgabe der Zahlen zum zweiten Quartal. Konkurrent Nikon senkte wegen des starken Yen und der Flutkatastrophe in Thailand seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr 2011/12.

Üblicherweise müssen japanische Firmen den Zwischenbericht für die Monate Juli bis September bis Mitte November den Börsenregeln zufolge vorlegen. Olympus verschob die Bekanntgabe nun vom 8. November auf Mitte bis Ende des Monats. Die Entscheidung sei nicht auf die Entdeckung weiterer Probleme zurückzuführen, sagte ein Sprecher. Unter den gegebenen Umständen sei die Vorlage des Zwischenberichts aber nicht ratsam, fügte er hinzu. Bei dem Skandal geht es um dreistellige Millionenzahlungen, die bei der Übernahme des britischen Medizinausrüsters Gyrus im Jahr 2008 als Berater-Honorare geflossen waren. Olympus schaltete zuletzt eine externe Prüfungskommission ein.

Bei Nikon machten dagegen die Überschwemmungen in Thailand die Hoffnungen auf Rekordergebnisse im laufenden Geschäftsjahr zunichte. Der Konzern kann die Produktion in seinem überfluteten Werk dort frühestens im Januar wieder aufnehmen, das reguläre Niveau wird somit erst im März erreicht werden können, gab Nikon am Freitag bekannt. Zudem belastet der hohe Yen die exportorientierte Firma. Nikon rechnet in dem im März 2012 endenden Geschäftsjahr nun nur noch mit einem operativen Ergebnis von umgerechnet rund 620 Millionen Euro – 22 Prozent weniger als zuletzt angepeilt.

Aber auch der US-Fotokonzern Eastman Kodak schlug Alarm. Das Unternehmen kündigte am Donnerstag an, entweder Patente verkaufen oder neue Schulden aufnehmen zu müssen, um die nächsten zwölf Monate zu überleben.

Oh je oh je, wenn nun auch noch Kodak Insolvenz anmeldet und es bald keine Ektar 100 mehr gibt, dann wird die traditionelle Fotografie irgendwann wirklich ein Feld für absolute Freaks und unverbesserliche Enthusiasten! Hoffentlich werden in Hollywood noch über viele Jahre hinweg Filme analog kopiert und an die Kinos dieser Welt verschickt. Wenn dieser Zweig irgendwann weg bricht, dann wird es eng für die Hersteller von Filmen und die Liebhaber wunderbarer alter Kameras.

Und so wie das alles klingt, werden wir auf die D400, D800, D4 und die D4x noch eine ganze Weile warten müssen. Vielleicht wird das hier dann ja tatsächlich irgendwann noch Realität :-)


Nikon AW-100 – Bildbearbeitung und Bildqualität

Funktionen wie die Erkennung von Gesichtern, einen Lächelauslöser oder eine Blinzelwarnung kennt heute fast jede moderne Digitalkamera. Die notwendigen Algorithmen programmiert man bei Canon oder Nikon schon seit langer Zeit nicht mehr selbst. Es gibt Firmen die sich auf genau diese Features spezialisiert haben. Daher sind die Funktionen auf bei fast allen Kameras gleich, denn es steckt oft der gleiche Lieferant dahinter.

Auch nicht ganz neu ist die Möglichkeit, Fotos gleich in der Kamera zu bearbeiten. Eigentlich ist das “Bah” – und fast jeder Fotograf der sich ein wenig mit Photoshop oder ähnlichen Programmen auskennt wird diese Möglichkeit der Bildbearbeitung mehr oder weniger verächtlich abtun. Ich selbst habe sie bislang noch NIE benutzt. Aber da meine Freundin Sandra immer wieder freudig juchzt wenn sie einen neuen Effektfilter in ihrer D5100 entdeckt hat, will ich heute doch mal schauen was es mit dieser Bildbearbeitung direkt in der Kamera auf sich hat.

Mein “Testobjekt” ist die kleine Nikon AW-100. Nach der Arbeit geht es im letzten Tageslicht von meinem Appartement aus ein paar hundert Meter am Rhein entlang auf eine kleine Fußgängerbrücke. Ein Stativ habe ich nicht dabei, aber es gibt mehrere massive Betonpfeiler auf denen man die Kamera sehr gut abstellen und dann mit dem Selbstauslöser “bedienen” kann. Später suche ich mit ein Foto aus und schaue mal was die interne Bildbearbeitung so hergibt. Der erste positive Eindruck, man macht nichts “kaputt”. Es werden stets Kopien des bearbeiteten Originals gespeichert. Wirklich praktisch! Weniger praktisch ist, dass man Effekte nicht mehrfach nacheinander anwenden kann. Also eine Kombination aus “Miniatur-Effekt” und “Delithing” ist nicht möglich!

1) Hier das verkleinerte völlig unbearbeitete “Originalfoto”. Es ist ganz ok und bei 1000 Pixel Seitenbreite (einfach anklicken) wirklich brauchbar!

2) Das gleiche Foto mit dem Effektfilter “Delithing”. Es ist insgesamt heller und wird sich recht gut für die Ausgabe auf einem Belichtet oder Ink-Printer eignen. Eigentlich gar nicht schlecht und der Effekt ist auch nicht übertrieben!

3) Dieser Filter heißt “Schleier entfernen”. Der Kontrast wird gesteigert und das Bild kommt insgesamt “kräftiger” daher. Für die Präsentation auf einer Web-Seite vielleicht gar nicht so verkehrt. Auch sind die Kontraste nicht krass übertrieben.

4) Hier ist der “Minatureffekt” – Farben und Kontraste sind verstärkt und am oberen und unteren Bildrand ist ein Gaußscher Weichzeichner zu sehen. Eine ganz nette Spielerei, die sich aber auch sehr einfach mit Photoshop nachstellen ließe.

5) Hier jetzt ein 90-Sekunden “Blitzbearbeitung” die ich eben mit Photoshop gemacht habe. Etwas mehr Kontrast und Farbe und ein bisschen “HDR” aus Photoshop CS5. Hätte man nun noch ein schönes Motiv, so wäre es vielleicht gar kein schlechtes Foto :-)

Zum Abschluss noch eine nähere Betrachtung der 16 Millionen Pixel der Nikon AW-100…

Im folgenden habe ich mehrere 100% Ausschnitte aus der Bildmitte bei ISO-400, f/3.9 und 0.3s zusammen gestellt.

16.MPix, also Originalgröße. Bedingt durch die ISO-400 ist das Rauschen deutlich wahrnehmbar, auch sind viele Komprimierungsartefakte erkennbar. Die Blätter des Baumes und die Dachziegel können nicht mehr differenziert dargestellt werden.

12 MPix – auch hier fallen die starken Artefakte noch auf, aber die Bildqualität wirkt insgesamt ein wenig besser.

Auch bei 9 MPix sind noch unschöne Artefakte erkennbar. Wir sind schon fast bei der Hälfte der vom Hersteller angegebenen Auflösung angekommen!

6.7 MPix – das ist ein Wert den Kameras mit einem deutlich größeren Chip vor 6 Jahren erreicht haben. Wir sind hier ungefähr auf dem Niveau einer Nikon D1x, wobei ich mir vorstellen könnte, das die Bildqualität der D1x hier immer noch besser wäre. Aber das werde ich in ein paar Tagen mal ausprobieren :-)

4.7 MPix – das ist etwa das Niveau meiner ersten Canon G2. Alles in allem wäre das ganz ordentlich, doch der Baum erscheint immer noch verwaschen und es sind noch deutliche Artefakte erkennbar.

Nun sind wir bei 2.000 x 1.500 Pixel – sprich bei 3 MPix angekommen. Das ist das Niveau einer Nikon D1h die vor 12 Jahren auf den Markt kam. Die Gebäude erscheinen klar konturiert, es sind kaum noch Bildstörungen zu erkennen und so traurig es auch sein mag, bei etwas längeren Belichtungszeiten und ISO-400 kann man aus einem winzig kleinen Chip eben keine Wunder heraus zaubern.

Diesen kleinen Test werde ich in den nächsten Tagen mal bei gutem Licht und ISO-125 wiederholen. Die AW-100 ist wie vergleichbare Kameras auch, nicht die erste Wahl wenn es darauf geht in den Abendstunden schöne Fotos zu machen. Wie so oft gilt auch hier “Size Matters” – das hat Roland Emmerich bei der Werbekampagne zu “Godzilla” schon sehr treffend postuliert.

Ganz ähnlich wird es aussehen, wenn man Bilder aus der Nikon D3x mit Bildmaterial aus einem Mittelformat-Rückteil (bspw. Hasselblad CFV-50) vergleichen wird. Nimmt man dann einen Trommel-Scan eines der perfekten Großformat-Dias à la Andreas Gursky, so sehen sogar die D3x und das Hasselblad CFV-50 relativ alt aus. Doch bei allem stellt sich immer die Frage nach dem WARUM? Was will man mit 100.000.000 Pixeln pro Bild?

Wenn ich einen guten LFP-RIP (Large-Format-Print Raster-Image-Processor) nehme und ein perfektes Bild mit 12 Megapixeln bspw. aus einer D700 in 60 x 90cm bei höchster Qualität auf einem EPSON 7880 drucke, dann habe ich ein wirklich gutes Ergebnis. Mit solch einem Bild macht man, ein geniales Motiv vorausgesetzt, jeden interessierten Kurator oder Galeristen glücklich. Ok, man braucht noch ein sauber gearbeitetes Passepartout und einen schönen Rahmen mit hochwertigem entspiegeltem Glas, aber das war es dann auch!

Bitte korrigiert mich wenn ich hier Unsinn schreibe, aber 16.000.000 Pixel auf wenigen Quadratmillimetern sind meiner Meinung nach einfach nur Blödsinn. Als Ergebnis wird man auch im Jahr 2011 praktisch immer ein Bild mit vielen Artefakten haben das viel digitalen Pixelmüll enthält. Aber es ist das was die Kunden wollen. “Boah die hat sechzehnmillionen Pixel, die macht sicher Fotos die doppelt so gut sind wie meine alte Nikon D80 – boah geil!” Meiner Meinung nach ist das ein Trugschluss der einfach nur die Festplatten dieser Welt verstopft. Aber “wir” haben es ja so gewollt :-)


Nikon D4 – Im Zeichen der Flut

 

Bei http://www.techradar.com gibt es heute zu lesen:

Nikon’s factory in Ayutthaya, Thailand has been submerged by floodwater, suspending the manufacture of the company’s entry-level cameras and lenses. “How much this affects production will depend wholly on how soon we can restart the factory,” a Nikon spokeswoman said today. “The first floor of all buildings at the premises are presently submerged. We are continuing to investigate details of the damage, but are unable to predict how soon operation will be resumed. We will set up our recovery support system and endeavour to restart its operation as early as possible.”

Entry-level production halted

Since 2009, all Nikon’s DX format SLRs have been produced in Thailand. The Thai factory also produces most of Nikon’s DX zoom lenses. According to Reuters, shares in Nikon dropped 3% on the news. The reports follow yesterday’s news from the region that flooding at the Sony factory will cause delays in the shipping of the A77 and A65 SLTs.

Focus-online schreibt:

Die Flutkatastrophe in Thailand hat bereits 270 Menschen das Leben gekostet. Nun erreichen die Wassermassen die Hauptstadt. Bangkoks Bewohner bauen Dämme und kaufen die Supermärkte leer. Die Schäden liegen schon jetzt in Milliardenhöhe. Es ist die schlimmste Flut seit 1995: Bis sich der Hochwasser führende Fluss Chao Praya, der sich durch Bangkok schlängelt, über die Ufer tritt, bleiben nur noch ein bis zwei Tage. In Supermärkten waren die Regale mit Trinkwasser und Grundnahrungsmitteln wie Reis, Schweinefleisch und Geflügel leergekauft. Die Hochwasserschäden in den Agrarregionen im Norden dürften die Preise für Lebensmittel, besonders für Reis, steigen lassen.

In einer vorläufigen Schätzung rechnet die Zentralbank mit Schäden in Höhe von 60 bis 80 Milliarden Baht (2,5 bis 3,4 Milliarden Euro), die seit Ende Juli durch den starken Monsunregen entstanden sind. Darin sind noch keine Kosten für den Wiederaufbau oder mögliche Schäden in Bangkok enthalten. Die Flutkatastrophe bedeutet auch einen weiteren schweren Schlag für die Elektronik- und Automobilindustrie. Sie hatte sich gerade erst von den Produktionsunterbrechungen wegen Teilemangels in Folge des Erdbebens und Tsunamis in Japan erholt. Der Einbruch der Automobilhersteller hatte die Wirtschaftsleistung Thailands im zweiten Quartal schrumpfen lassen.

Nachdem zwei Industriegebiete in der alten siamesischen Hauptstadt Ayutthaya nördlich von Bangkok überflutet worden waren, setzte Honda seine Autoproduktion in Thailand vorerst aus. Medienberichten zufolge standen dort Hunderte Neuwagen von Honda unter Wasser.

Was bedeutet das für uns?

Eigentlich gar nichts, vorausgesetzt man geht mit Scheuklappen durchs Leben!

Mir zeigt es, dass es keinesfalls eine Selbstverständlichkeit ist, dass wir hier in Europa zu teils günstigen Preisen all die Technik-Gadget serviert bekommen die wir so sehr lieben. Tausende begeisterter Nikon Fans fiebern weltweit dem Tag entgegen an dem Nikon die Features der neuen Nikon D4 offiziell bekannt geben wird. Danach werden sie noch einige Monate auf die Folter gespannt werden bis die ersten Exemplare wirklich lieferbar sein werden. Bei all diesem Hype sollte man aber nicht vergessen, dass all das von Menschen erdacht und hergestellt wird. Von Menschen die in Region unserer Erde leben in der Erdbeben und schwere Stürme uns immer wieder die Fragilität unserer menschlichen Existenz aufzeigen. Jede Kamera, jedes Objektiv und auch jede Rolle Filmmaterial sind eigentlich ein Geschenk, das unter teils widrigen Bedingungen von Menschen produziert wird, die allesamt oft drastisch weniger verdienen als wir, einen niedrigen Lebensstandard haben und als wenn das nicht schon genug wäre, immer wieder von schweren Naturkatastrophen heimgesucht werden.

Die Nikon D4 wird irgendwann kommen, da bin ich mir sicher. Wenn sie dann endlich da ist, sollten wir vielleicht auch mal darüber nachdenken was es eigentlich bedeutet, dass es dieses “Ding gibt”.  Hunderte, vielleicht tausende von Ingenieuren und klugen Köpfen werden dann mehr als 60 Jahre lang eine Kamera nach der anderen konstruiert haben. Sie haben die Folgen von Hiroshima und Nagasaki überwunden, dem Vietnamkrieg getrotzt, Tsunamis erlebt und Reaktorkatastrophen bewältigt. All das werden sie geleistet haben um zu überleben, ihre Kinder zur Schule schicken zu können und um Menschen in fernen Ländern etwas zu geben woran sie viele Jahre lang Spaß haben können.

Schaut man sich Nikons Werbecampagne “I am Nikon” genauer an, so ist abgesehen von der guten Arbeit einer oder mehrerer Werbeagenturen doch zu erkennen, dass hier Menschen am Werk sind, die sich Idealen verschrieben haben, die großes leisten und mit Leidenschaft ihrer Arbeit nachgehen. Ginge es den Mitarbeitern von Nikon, Canon, Sony usw. nur darum “Geld zu scheffeln” so würden sie eher Hamburger braten, als die hochentwickeltsten elektromechanischen Foto-Systeme zu konstruieren welche die Menschheit je gesehen hat.

Jedes Klicken eines Kamera-Verschlusses für mich irgendwie ein kleines Wunder. Bis die Nikon D4 da ist, werde sicher noch oft daran denken, dass nicht nur jedes Auto, jedes Motorrad und jeder Computer im Tausch gegen ein Stückchen zerstörte Welt hergestellt werden, sondern auch jede Kamera und jedes Objektiv. Aber, es wird nicht nur die Umwelt belastet, es hilft auch vielen Menschen zu leben und hoffentlich ein bisschen Glück zu finden.

SO, ich lehne mich jetzt mal zurück und bin einfach froh darüber wie gut es mir geht!

Ok ok ok, auf den ersten Kontakt mit der Nikon D4 freue ich mich trotzdem :-)


Nikon D4 – Seit heute im Handel

Das Bankkonto ist prall gefüllt und es geht mit der neuen Kreditkarte im Portemonnaie zum Fotohändler meines Vertrauens. Mit leicht erhöhter Pulsfrequenz übertrete ich die Schwelle zum universellen Fotoglück, ich bin im Fotouniversum.

“Ja da ist ja unser Umsatzbringer!” schallt es mir freudig entgegen. “Heute ist das erste Exemplar der neuen Nikon D4 eingetroffen. Eigentlich war sie schon verkauft aber der Kunde hat während der Kartenzahlung einen Herzinfarkt erlitten und wurde gerade von einem Notarzt abgeholt. Sie ist also seit knapp 5 Minuten wieder frei verfügbar. Also, jetzt sofort zuschlagen oder einige Monate warten! Wie sieht’s aus Kollege?”

Wer kann da lange überlegen, klar will ich sie und das SOFORT! Also soll er schnell eine Rechnung schreiben. Während der Kugelschreiber seine Kreise zieht befreie ich meine EC-Karte aus der abgewetzten Lederhülle. Rein damit in den Kartenleser, ich bin aufgeregt!

“Der Bezahlvorgang konnte nicht abgeschlossen werden.” Neuer Versuch… “Der Bezahlvorgang konnte nicht abgeschlossen werden.” Mist, vielleicht liegt es am Limit der EC-Karte, wir versuchen es in kleineren Portionen. 5.000 Euro – Fehler – 4.000 Euro – Fehler – 3.000 Euro – Fehler – was für ein Mist, der Schweiß bricht aus, ich werde unruhig, an der Türe steht plötzlich jemand mit einem Bündel Bargeld in der Hand. Scheinbar ist auch er scharf auf die brandneue Nikon D4 – aber ich war eher da! 2.000 Euro – Fehler – Ahhh nein – 1.000 Euro – Geklappt – Yes!!

Noch mal 1.000 Euro – Yes!! Nochmal 1.000 Euro – Fehler… Ok, weiter mit der goldenen Kreditkarte, 2.000 Euro – Geklappt, die andere Kreditkarte – 2.000 Euro – geklappt, und noch einmal – Fehler – So ein Mist, in der verspiegelten Rückwand eines der Glasregale kann ich sehen wie mein Kopf hochrot anläuft. Es fehlen nur noch ein paar tausend Euro, das wird doch irgendwie gehen. Ah, da habe ich ja noch die EC-Karte des Kinder-Kontos meiner Tochter… Bitte den PIN eingeben… PIN nicht akzeptiert, PIN erneut eingeben, PIN nicht akzeptiert, dritter Versuch “Die Karte wurde zu ihrer Sicherheit gesperrt!” Langsam schnürt es mir die Kehle zu, ich ringe nach Luft und der Typ mit dem Bündel Bargeld steht bereits hinter mir. Er riecht nach einer Mischung aus Zigaretten und Bier, ist unrasiert, trägt einen schwarzen Kaputzenpulli mit einem Totenkopf auf der Brust. Was will so ein Typ im Fotouniversum? Die Szenerie erscheint mir zunehmend surreal.

“Also Kollege, können wir das gute Stück nun bezahlen oder nicht?” “Ja ja ja, ich kann, ich habe Geld!!” Geben sie mir 10 Minuten, dann laufe ich schnell rüber zur Bank und hebe den restlichen Betrag ab, bitte!” “Na, das geht so aber nicht, dann muss ich die Buchungen die wir bislang gemacht haben stornieren!” “Ok, dann stornieren sie und ich komme mit dem gesamten Betrag zurück, geben sie mir 10 Minuten, bitte!!”

“Na dann will ich mal nicht so sein!”

Der Weg zur Bank ist weit und das Herz schlägt bis zum Halse. Ein flüchtiger Blick auf die Uhr, es ist schon nach Mittag, wie lange hat die Bank geöffnet? Ich versuche schneller zu laufen. 4 Minuten später stehe ich vor der Bank, völlig ausser Atem, der Puls ist an den Schläfen zu spüren, der ganze Körper pocht im Rhythmus des Herzmuskels. Aber ich bin da, endlich. Doch was ist das, kein Licht, die Türe läßt sich nicht öffnen, oh nein, nicht das… Ich renne rüber zu einer anderen Niederlassung, vielleicht hat die ja noch geöffnet, aber auch hier habe ich kein Glück. Nun renne ich schon seit 8 Minuten durch die Stadt und bin noch immer nicht zahlungsfähig.

“Ich muss zurück, sofort!” Als ich wieder am Fotouniversum ankomme sind 12 Minuten vergangen. Während ich über die Schwelle stolpere sehe ich noch wie ein Mann mit schwarzem Totenkopf-Kaputzenpulli dem Händler die Hand schüttelt. Unter seinem linken Arm klemmt ein goldener Karton mit der Aufschrift Nikon D4.

Mir wird schwindelig und ich beginne zu taumeln. Mit der linken Hand versuche ich mich an einem Stativ festzuhalten auf dem eine Hasselblad H4D-60 präsentiert wird. Mit verschwommenem Blick sehe ich noch wie der Händler ein dickes Bündel nagelneuer 100 Euro Scheine durchzählt. Zwischendurch leckt er kurz an Daumen und Zeigefinger, es sind wirklich viele Scheine die er noch zählen muss.

Mir wird übel, der Schweiß bricht aus und dann verschlingt mich eine überaus beängstigende stille depressive Dunkelheit. Wie durch Watte höre ich von weit weg das Martinshorn eines Notarztwagens. Nun habe auch ich einen Herzinfarkt…

Als ich wach werde bin ich schweissgebadet und erstaunt zu gleich. Wo sind die Sanitäter, wer versorgt nun meinen Herzinfarkt? Abgesehen vom schweissnassen Körper fühle ich mich ganz gut, bin ich schon im Krankenhaus? Warum sieht das Krankenzimmer aus wie mein Schlafzimmer?

Plötzlich klingelt ein Wecker, ich zucke zusammen, ist es 7h am Morgen, es ist der 12. August 2011 und von der Nikon D4 ist noch immer keine Spur.

Es war ein Traum, ein echt schlimmer Traum!

Bei der ersten Tasse Kaffee wird mir klar, wenn die Nikon D4 irgendwann einmal lieferbar sein wird, sollte man sie vorbestellen und reservieren. Auch wäre es eine gute Idee mit viel Bargeld zum Fotouniversum zu gehen, mit wirklich viel Bargeld.

Heute ist der 12. August 2011 und es ist gut, dass uns allen noch viel Zeit bleibt genau dieses Bargeld zusammen zu sparen :-)


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