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Schuberth C3 Pro – Praxistest

Die Ausgangssituation

Als sehr aktiver Motorradfahrer stehe ich zu Beginn jeder neuen Saison vor der Frage ob es der alte Helm noch ein Jahr lang tun wird, oder ob es mal wieder Zeit für eine neue “Mütze” ist. Im Jahr 2007 bin ich von einem in die Jahre gekommenen Arai Helm auf einen Schubert S1 Pro aufgestiegen und bin von diesem Helm weitgehend begeistert. Er hat allerdings auch seine Schwächen. So hat das Visier zwei kleine Stifte die gern abbrechen und dann läuft man schnell Gefahr das Visier beim Öffnen plötzlich einfach in der Hand zu halten weil es keinen Endanschlag mehr gibt.

Auch muss man peinlich genau darauf achten, dass man beim Tragen die Dichtung rund um das Visier herum nicht beschädigt. Hat sich diese erst einmal gelöst, weil man sie beim Tragen versehentlich etwas daran gerissen hat, so schließt das Visier nicht mehr richtig und man verspürt einen dauerhaften unangenehmen Zug an den Augen. Abhängig vom Motorrad auf dem man ihn benutzt, neigt die inzwischen schon recht alte Konstruktion etwas dazu, bei hohen Geschwindigkeiten leicht zu pendeln. Besonders bei Fahrten mit meiner Sozia ist mir das schon oft unangenehm aufgefallen. Aber es tritt erst bei deutlich mehr als 120 Km/h auf. Schneller muss man zu zweit eh nicht dauerhaft fahren. Störend empfinde ich auch das Pin-Lock Visier. Besonders wenn man der tief stehenden Sonne entgegenfährt und den Helm ganz nach unten neigt um nicht geblendet zu werden, stört die Kante des Pin-Locks deutlich, weil sie mitten im Sichtfeld positioniert ist. Das ist der Grund warum ich meinen S1 Pro seit geraumer Zeit nur noch ohne Pin-Lock Visier fahre!

Aber der Schuberth S1 Pro hat auch viele gute Seiten. So ist die Geräuschkulisse innerhalb des Helms niedriger als bei fast allen anderen lieferbaren Helmen. Das Innenfutter ist überaus angenehm, der Doppel-D Kinnriemen schließt perfekt, das Innenvisier lässt sich sehr einfach bedienen und insgesamt sitzt der Helm sehr komfortabel.

Doch der S1 Pro wird nicht mehr hergestellt und sein Nachfolger der S2 ist nicht mein Ding. Ich bekomme ich kaum über die Ohren gezogen und das neue Design gefällt mir auch nicht. Dieses Ding sieht mehr nach einem Ritterhelm als nach einem modernen Kopfschutz aus. Es gäbe nicht den neuen Schuberth SR-1, aber das ist ein reinrassiger Helm für die Rennstrecke. Es gibt kein zweites innenliegendes Sonnenschutzvisier und Geräuschdämmung spielt beim SR-1 eine untergeordnete Rolle. Für weite entspannte Touren ist dieser Helm eher nicht gemacht.

Weil mein S1 Pro nach sieben Jahren und mehreren selbst ausgeführten kleinen Reparaturen langsam aber sicher in die Jahre gekommen ist, habe ich mich in den letzten beiden Jahren immer wieder nach neuen Helmen umgesehen.

Meine Helme

Meine aktuelle Helmsammlung umfasste bis zuletzt:

  • Arai (Alt nicht mehr in Benutzung)
  • HJC R-PHA 10 (Sehr leicht aber laut, seit 2013 in Benutzung)
  • Shoei XR-1100 (Gute Aerodynamik aber laut, selten in Benutzung,  im Jahr 2014 abgelöst vom NXR)
  • Shoei GT-Air (Sehr guter Helm, seit 2013 in Benutzung)
  • Schuberth S1 Pro (Mein Liebling, aber inzwischen alt und nicht mehr lieferbar)
  • UVEX (Uralt und schon lange nicht mehr in Benutzung)

Vor zwei Tagen habe ich dann bei einer kurzen Stippvisite bei POLO in Mainz dem Schuberth C3 Pro eine Chance gegeben. Das Vorgängermodell habe ich schon zweimal ausgiebig getestet und war damit nicht zufrieden. Zu laut und zu unbequem war mit dieser Helm im Vergleich zum Schuberth S1 Pro. Im Jahr 2012 habe ich mir daher den Shoei XR-1100 gekauft. Doch dieser Helm ist zwar toll verarbeitet, es gibt sehr gute Visiere mit Verlaufstönung usw. aber er ist bei geöffneten Lüftungsöffnungen auf meinen Motorrädern extrem laut. Es pfeift dann in diesem Helm so sehr, dass man ihn ohne Gehörschutz meiner Meinung nach überhaupt nicht für längere Zeit tragen kann.

Daher habe ich mir im Jahr 2013 den HJC R-PHA 10 gekauft. Er war recht preiswert und es wurden zwei Visiere inkl. Pin-Lock mitgeliefert. Dieser Helm sitzt gut, ist sehr gut belüftet, ist extrem leicht aber auch sehr laut. Ohne Gehörschutz ist auch dieser Helm kaum über weite Strecken zu ertragen. Im Jahr 2013 habe ich mir schließlich noch den Shoei GT-Air gekauft. Dies ist ein sehr guter Allrounder der fast alles kann was der Schuberth S1 Pro auch kann. Allerdings ist das Innenfutter etwas kratzig und durch die Anbringung des Hebels für das Sonnenvisier produziert er besonders auf der linken Kopfseite laute Windgeräusche.

Wirklich optimal sind alle meine Helme also nicht und mit keinem dieser Helme bin ich vollständig glücklich. Sie erfüllen ihren Zweck, sollten aber bei jeder längeren Tour mit einem Gehörschutz gefahren werden.

Bei meiner Probefahrt mit dem neuen Schuberth C3 Pro hatte ich spontan das Gefühl, dass dieser Helm sich sehr leicht aufsetzen lässt und geschlossen eng aber gut sitzt. Das Futter hat fast die Qualität wie bei meinem S1 Pro und das Blickfeld ist ähnlich groß. Das Pin-Lock wurde etwas geändert und stört nun nicht mehr so sehr wie beim S1 Pro. Allerdings hat man es beim Shoei GT-Ari geschafft die obere Kante des Pin-Lock Visiers komplett aus dem Blickfeld verschwinden zu lassen. Hier kann man bei Schuberth noch dazulernen! Bei niedrigen Geschwindigkeiten kann man ihn so einstellen, dann man noch genügend viel Frischluft bekommt, es aber nicht an den Augen zieht. Das Visier kann leicht mit beiden Händen geschlossen und geöffnet werden. Bei den Shoei Helmen geht das nur mit der linken Hand die ich leider oft an der Kupplung habe wenn ich gern den Helm öffnen würde. Das gefällt mir gar nicht!

Im Shoei GT-Air empfinde ich die Belüftung als etwas schwach und das leicht kratzige Innenfutter mag ich auch nicht so sehr.

Fazit nach den ersten Ausfahrten

Das alles ist beim Schuberth C3 Pro nun anders. Die Belüftung stimmt, auch bei höheren Geschwindigkeiten. Das Visier lässt sich sehr komfortabel bedienen, der Ratschenverschluss ist ok, wenn auch kurz vor der Grenze. Ich sitze bei meinen BMW K1200 leicht nach vorn geneigt. Daher drückt der Verschluss hier nicht auf den Kehlkopf. Wer einen lässigen Chopper fährt und weit zurückgelehnt sitzt, der könnte mit dem dicken Ratschenverschluss seine liebe Not bekommen!

Die Kopflüftung kann in zwei Stufen geöffnet werden und produziert keine störenden pfeifenden Geräusche. Das Sonnenvisier lässt sich sehr leicht öffnen und schließen. Die Geräuschkulisse ist bei 100 km/h auch über etwas weitere Strecken erträglich, auch wenn Schuberth schreibt, dass es der leistete Schuberth aller Zeiten sei… Wer mit diesem Helm weite Strecken auf der Autobahn zurücklegen will, der sollte wie in praktisch jedem Motorradhelm auch hier unbedingt einen Gehörschutz tragen!!

Mein Traum wäre ein Helm der die Akustik eines normalen PKW bietet. Aber das werde ich wohl niemals bekommen…

Meinen Schuberth C3 Pro werde ich in den nächsten Wochen ausgiebig testen und sobald es Anlass zur Kritik gibt werde ich mich hier wieder melden.

Bis dahin ist der Schuberth C3 Pro meine Empfehlung für alle die etwas mehr Geld ausgeben können und einen bequemen Helm für entspannte weite Touren suchen.

 

 

 

 


Nikon 1V1 – Unterwegs mit dem Motorrad

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(Alle Fotos sind 1920 oder 1000 Pixel breit oder hoch – einfach anklicken)

Es soll der bislang heißeste Tag des Jahres werden, in den Nachrichten sprechen alle davon, dass “Deutschland Fieber” bekommen soll. Leider sagen sie nicht welche Art von Fieber, aber mein Motorrad-Fieber scheinen sie nicht zu meinen :-) Wie dem auch sei, der Winter war lang und dunkel und meine Freundin Sandra und ich mussten zweimal aus Deutschland flüchten bis hier endlich die Sonne scheint.

In den letzten Jahren bin ich meist in etwas rustikaler Motorradkluft unterwegs gewesen und die ist bei den aktuellen hochsommerlichen Temperaturen eindeutig viel zu warm. Andererseits sind die Zeiten in denen ich selbst noch mit Helm, T-Shirt, Nierengurt und kurzer Hose Motorrad gefahren bin eigentlich auch vorbei. Im Alter wird man langsam vernünftiger :-) So begab es sich dann auch, dass ich mich in der letzten Woche in der Mainzer POLO-Niederlassung nach einer luftigen Motorradkombi für den bevorstehenden Hochsommer umgesehen habe. Die Auswahl fiel mir schwer und ich habe vorher viel im Internet gelesen. Letztlich ist es dann eine Kombi des Herstellers FLM geworden, weil sie gut sitzt, ordentliche Protektoren hat und man das Sympatex-Innenfutter komplett herausnehmen kann.

Und so sieht meine aktuelle Sommerkombi aus:

FLM_T16_Blouson_Cordura

Diese Jacke hat ausreichend viele Taschen ohne gleich wie eine Tourenjacke für “alte Herren” auszusehen. Es gibt sechs Öffnungen die mit Reißverschlüssen versehen sind. So lässt sich diese Jacke auch an heißen Tagen sehr gut belüften. Der Kragen ist recht weich und so hoch, dass man an heißen Tagen auch mal ohne Halstuch fahren kann. Für ganze 10 Euro gibt es bei Polo einen ganz vernünftigen passenden Rücken-Protector dazu.

Der Preis dieser Sommerjacke liegt aktuell bei 250,- Euro

FLM_T16_Blouson_Cordura_Rueckseite

Die Hose mit der ich dieses Jacke kombiniert habe stammt ist eine FLM Air Mesh WP zum Preis von 150,- Euro. Diese Hose hat keine Lüftungsöffnungen, aber auch ein herausnehmbares Sympatex-Innenfutter. Außerdem lässt sich die Weite des Bundes in Grenzen ändern. Wer also ein paar Kilo zu- oder abnimmt sollte immer noch hineinpassen :-) Es gibt Taschen, seitliche Polster, ordentliche Knie-Protektoren und der Clou: Diese Hose kneift nicht in den Kniekehlen!

Sehr wichtig ist auch, dass es am Gesäß zwei aufgenähte raue dünne Gummistreifen gibt, so rutscht man beim Bremsen nicht auf der Sitzbank hin und her.

FLM_MESH_Hose_Cordura

Ordentliche Handschuhe dürfen bei der neuen Sommerausstattung natürlich nicht fehlen. Ich habe mich für ein Paar Firefox Sporty Mesh entschieden, der Preis liegt bei 45,- Euro. Diese Handschuhe haben auf der Innenseite ein recht dünnes Leder und vermitteln eine sehr gutes Gefühl für Kupplung, Gas und Bremse.

Firefox_Sporty_Mesh_Handschuh

Meine Tour startet gegen 11h am Morgen. Das Thermometer zeigt bereits 28°C, aber ich habe ein komplettes Wochenende für mich ganz allein und will natürlich die neue Kombi auch ausprobieren. Als Helm ist heute mal der noch recht neue SHOEI GT-Air dabei. Den Whisper-Strip habe ich nach der letzten Tour wieder entfernt. Ohne ist der Helm deutlich “luftiger” aber auch deutlich lauter. Auch fällt auf, dass man bei SHOEI den Hebel für das integrierte Visier ungünstig an der linken Seite des Helmes angebracht hat. Fährt man diesen Helm ohne Gehörschutz, so sind die Windgeräusche am linken Ohr deutlich lauter als auf der rechten Seite. Das hat man bei Schuberth mit dem S1 Pro bereits vor vielen Jahr deutlich besser gelöst, hier ist der Hebel für die Sonnenblende an der linken Unterkante des Helms angebracht.

Ich Gepäck habe ich außer etwas Geld noch einen Nierengurt und meine kleine Nikon 1V1. Von Mainz aus geht es immer in Richtung Süden. Mein TomTom Urban Rider habe muss ich leider daheim zurück lassen, der Akku ist leer und ich habe nur die blöde Passivhalterung an meiner K1200RS. Die Aktivhalterungen sind deutlich praktischer, aber leider auch ziemliche Mimosen. Die TomToms werden über vier winzige vergoldete Stifte mit Strom versorgt. Bricht eine der winzigen Federn ab, so werden diese Stifte nicht mehr korrekt gegen die Rückseite des TomToms gedrückt und die Aktivhalterung ist reif für den Schrott. Ich habe bereits zwei neue Aktivhalterungen gekauft und sie kosten jeweils rund 80,- Euro – eine ziemliche Frechheit – aber das ist ein anderes Thema…

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Da ich also kein GPS dabei habe, muss der Kopf die Navigation übernehmen. Und das klappt bei klarem Himmel dann sehr gut, wenn man eine Uhr zur Hand oder am Motorrad hat. Ich will nach Süden und es ist Mittagszeit. Also sollten die Leitpfosten am Straßenrande einen Schatten werfen, der zu mir hin weist. Hat man sich zusätzlich noch einige markante Eckpunkte der Tour eingeprägt, findet man auch ohne moderne technische Hilfsmittel seinen Weg.

Mein Tagesziel ist der Pfälzer Wald, das größte zusammenhängende Waldgebiet Deutschlands. Etwas südöstlich von Kaiserslautern gelegen ist er recht einfach zu finden. Ich fahre also zunächst immer in Richtung Süden, vorbei an Alzey bis ich ein Hinweisschild finde: Hochspeyer und die B48 – das ist mein Ziel. Kurz darauf muss ich leider feststellen, dass die B48 komplett gesperrt ist und es eine große sehr umständliche Umfahrung gibt. Ich habe manchmal wenig Verständnis dafür warum man die Bauarbeiten an solch wichtigen Verkehrsadern nicht ohne Vollsperrungen gestalten kann. Aber die Umfahrung führt mich durch ein verwunschenes wunderbares kleines Tal. Hier ist es relativ kühl und so halte ich kurz an um einige “Bikerbilder” mit der kleinen Nikon 1V1 zu knipsen.

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Bei dieser  kurzen Foto-Session erweist sich diese kleine Kamera wieder einmal als sehr nützliches leistungsfähiges Fotowerkzeug. Einige meiner Freunde sagen über diese Kamera, sie sei zu groß um sie immer dabei zu haben und nicht leistungsfähig genug für ernsthafte Fotos, dem kann ich nicht so ganz zustimmen. Diese Kamera ist sehr klein und kompakt, aber in die Motorradjacke passt sie tatsächlich nicht. Das ist der Grund warum ich heute mit den fast leeren großen Koffern unterwegs bin. Eigentlich sind nur die Nikon 1V1, ein paar Filter und eine gut gepolsterte Fototasche darin.

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Bei meiner kleinen Fotosession erweist sich der kleine Zoom-Bereich des standardmäßig gelieferten 10-30mm Objektivs als sehr brauchbar. Im Hochformat gelingen damit sogar ganz ordentliche Weitwinkelaufnahmen. Allerdings sind die Wolken am Himmel nur weiße Flecken auf den Bildern und die Gipfel der Bäume werden nicht wirklich klar abgebildet. Hier hilft ein kleiner Grauverlaufsfilter. Wegen des winzigen Filterdurchmessers sind diese “Filterchen” sogar überraschend preiswert. Vor einigen Tagen habe ich mir ein Set aus Graufilter, Grauverlaufsfilter und Polfilter via amazon.de für 29,- Euro bestellt. Im Set sind zwei kleine Schraub-Deckel enthalten. So kann man die Filter zu einem kleinen Stapel zusammen setzen und an beiden Seiten mit einem Deckel vor Verschmutzung und Beschädigung schützen, das ist sehr praktisch.

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Und ich finde die Bildqualität wirklich ansprechend. Schaut Euch mal das allererste Bild ganz oben doch einmal genauer an. Ich habe es auf 1920 Pixel Seitenlänge eingeschrumpft, das Original war 6,4 MB groß! Schaut man sich dieses Foto in Ruhe an, so fällt die recht gute Bildqualität der Nikon 1V1 auf. Ich habe im RAW-Modus fotografiert und die JPG-Konvertierung mit Photoshop CS6 erledigt. Das war alles nicht wirklich aufwändig und klappt mit ein wenig Übung wirklich schnell. Die Ergebnisse sind meiner Meinung nach durchweg besser als bei “einfachen” JPG-Datei die direkt innerhalb der Kamera entstanden sind.

Meine Tour führt mich über die B48 in Richtung Süden. Es geht vorbei an der Burg Trifels und anderen visuellen “Köstlichkeiten”. Doch inzwischen ist es sehr heiß geworden und der Fahrtwind fühlt sich eher wie ein heißer Wüstenwind denn wie eine kühlende Brise an. Hier eine halbe Stunde stehen zu bleiben wäre wirklich fies und so spare ich mir diese Motive für die nächste hoffentlich kühlere Tour auf.

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Nach etwa fünf Stunden und vielen hundert Kurven ist es so heiß, dass es kaum noch zu ertragen ist. Ich entschließe mich über die Autobahn den Heimweg anzutreten. Doch dieser Plan geht nicht wirklich auf. Auf der Autobahn ist die Luft noch heißer und es ist wirklich viel los. An der erstbesten Raststätte tanke ich meine schöne alte BMW auf und staune nicht schlecht, dass hier der Liter Sprit 10 Cent teurer ist als “daheim” in Mainz. Bei einem Sandwich und einem nicht wirklich kalten Eistee gibt es einen kleinen Plausch mit zwei Bikern die noch bis nach Aachen wollen.

Nachdem Hunger und Durst gestillt sind geht es auch für mich wieder weiter. Doch kaum habe ich auf 160 km/h beschleunigt, da krieche ich auch schon wieder mit Tempo 50 durch eine überfüllte Autobahnbaustelle. Meine neue Sommerkombi ist wirklich schön luftig und trägt sich sehr angenehm, aber das ist nun wirklich zuviel. Noch vor dem Ende der Baustelle verlasse ich die Autobahn südlich von Kirchheim Bolanden. Über gut ausgebaute Bundesstraßen geht es danach in entspanntem “Eiltempo” zurück nach Mainz.

Hier habe ich ein Video das ich im letzten Jahr mit der Nikon AW-100 bei einer sehr ähnlichen Tour aufgenommen habe.

Fazit

Die neue Kombi hat sich bewährt, bis 30°C kann man sich darin sehr wohl fühlen. Wird es deutlich heißer, so verkommt eine langsame Fahrt zur Quälerei. Der SHOEI GT-Air sitzt sehr gut und die Aerodynamik ist auch bei flotten Streckenabschnitten auf der Autobahn sehr gut. Allerdings kann auch dieser Helm nicht zaubern. Ganz ohne Gehörschutz kann ich ihn bis ca. Tempo 80 relativ gut ertragen. Darüber hinaus wird es auf Dauer wirklich anstrengend. Auf längeren Strecken sollte also auch bei diesem Helm ein Gehörschutz mit von der Partie sein.

Die Nikon 1V1 hat mir wieder viel Spaß gemacht. Diese Kamera ist klein und leicht. Die Bedienung funktioniert nach einer kurzen Eingewöhnungszeit wie im Schlaf und die Bildqualität ist für ein paar “Bikerbilder” mehr als ausreichend. Aus Sicht eines Motorradfahrers ist ihr größter Nachteil jedoch ihre Größe. Eine Nikon AW-100 kann man leicht in einer Tasche der Jacke verstauen und diese Kamera liefert ebenfalls recht brauchbare Ergebnisse. Allerdings beherrscht die AW-100 keinen RAW-Modus und trotz der auf dem Papier deutlich höheren Auflösung bei deutlich kleinerem Chip ist die Bildqualität der Nikon 1V1 sichtbar besser.

Hier muss man also abwägen was wichtig ist, der Komfort die Kamera einfach schnell aus der Jacke ziehen zu können oder die Qualität der Fotos. Ich hatte meine Nikon 1V1 heute wieder im linken Koffer. So ist sie auch recht schnell zur Hand, aber man überlegt es sich trotzdem dreimal ob man für eine Foto wirklich anhält, den Motor stoppt, absteigt, denn Koffer öffnet usw.

In den nächsten Tagen werde ich mal schauen ob es nicht eine geschickte kleine Tasche für den Gepäckträger meiner BMW K1200RS gibt. Damit ließe sich die Nikon 1V1 sehr gut transportieren und sie wäre jederzeit schnell zur Hand. Na schauen wir mal…


Nikon AW100 – Motorradtour im goldenen Oktober

Heute habe ich ein Video für Euch, das ich gestern auf meinem MacBook mit Final Cut Pro X (FCPX) geschnitten habe. Alle “normalen” Sequenzen habe ich mit meiner kleinen “Immer Dabei-Kamera” der Nikon AW100 aufgenommen. Da ich für diese Kamera keine Motorradhalterung habe, gibt es einige “Archivbilder” die ich in diesem und dem letzten Jahr mit meinen GoPro Kameras aufgezeichnet habe. Das Kartenmaterial stammt aus Google Earth. Leider ist das MacBook nicht “stark” genug um den Bildschirminhalt so aufzuzeichnen, dass darauf ein “geschmeidiges” Video wird. Aber ich denke Ihr bekommt trotzdem einen guten Eindruck von der gefahrenen Strecke.

Ich habe alles als GPX-Datei mit meinem TomTom Urban-Rider aufgezeichnet. Wer diese Dateien haben möchte um sich ein paar gute Streckenabschnitten abzuschauen, der kann sich gern bei mir melden. Über Kommentare und Anregungen freue ich mich sehr.

Die Hintergrundmusik stammt komplett aus dem Lieferumfang von Apples “iLive”. Eine Monetarisierung des Videos ist damit leider nicht möglich, YouTube hat bereits kurz nach dem Upload den ersten Content-ID Treffer produziert.


Mit vier BMWs durch das Sauerland

Auch wenn der Wetterbericht nicht viel Gutes verheißt, es ist das erste und letzte Wochenende an dem mein Bruder, mein Schwager, meine Freundin und ich gemeinsam die Zeit für eine ausgedehnte Motorradtour finden. Es soll kreuz und quer durch das Sauerland gehen. Bereits als kleiner Bub habe ich viel Zeit bei der Oma in Scharfenberg bei Brilon verbracht. Noch gut erinnere ich mich an die “Sommerfrischler” die meine Oma von Jahr zu Jahr im eigenen Haus beherbergte und verköstigte. Sommerfrischler, das waren meist Gäste aus Holland. Besucher aus dem Land ohne Berge die einmal im Jahr etwas anderes sehen wollten als Deiche und plattes Land.

Morgenstimmung am Möhnesee

Unter ihnen war auch die Familie Mulder. Während ich noch die Grundschule besuchte haben wir immer wieder die  Sommerferien im Haus dieser Familie in Den Helder an der Nordsee verbracht. Die Mulders haben während dieser Zeit bei meiner Oma gewohnt. So hatten wir Kinder Strand und Sonne und die Mulders sonnige Tage in einem wunderschönen Mittelgebirge.

Beim Gedanken an eine Motorradtour durch das Sauerland rümpfen hartgesottene Alpen-Biker schnell die Nase. Aber wer dieses schöne Fleckchen Erde erst einmal kennen gelernt hat, den zieht es immer wieder dorthin.

Warten auf die anderen Biker

Als Ausgangspunkt für unserer Reise haben wir uns das kleine Café an der Staumauer des Möhnesee ausgesucht. So haben wir alle eine recht moderate Anreise zu bewältigen. Sandra und ich entscheiden uns für die Autobahn. Sie sucht sich heute wieder mein Mädchenmotorrad aus, eine BMW K1200r Sport mit 163 PS. Ich entscheide mich für meine 11 Jahre alte BMW K1200RS mit “nur” 131 PS. Mein Bruder wird mit seiner BMW R1150R (86PS) anreisen und meine Schwager wird seine wunderschöne chromblitzende BMW R1200C Classic (61PS) ausführen. Gemeinsam haben wir damit fast 5 Liter Hubraum, 12 Zylinder und satte 442 PS. Das alles bei einem Benzinverbrauch von etwa 24 Litern/100km und einem Gesamtgewicht von ca. 1000 KG – Nicht schlecht!!

BMW R1200C Classic

Um kurz nach 11h sind wir vollzählig und es geht los. Mein Bruder hat die Tour daheim am PC geplant und die Route in sein Garmin GPS übertragen. Er kennt sich hier gut aus und so ist er der Anführer unserer Truppe. Sobald Kurven in Sicht sind “verlässt” er uns und wartet auf der nächsten Gerade bis wir auch da sind. Gern würde ich mal so richtig den Hahn aufreißen, aber wenn man in einer Gruppe fährt muss man lernen sich zusammen zu reißen. Auch wenn es schwer fällt, aber so habe ich als “Schlusslicht” meine Freundin und meinen Schwager stets im Blick. Ich kann mich auf die reizvolle Landschaft konzentrieren und muss nicht im Spiegel schauen “wo sie denn bleiben”. Das hat auch was und ist auf Dauer sehr entspannt. Man kann auch Spaß haben wenn man nicht am Limit fährt!

Am Nachmittag gibt es eine Pause am am Sorpesee. Hier hole ich kurz meine Nikon AW100 “Immer-Dabei-Kamera” heraus und lichte für Euch die vier so verschiedenen Motorräder ab.

Schauen wir mal was wir da haben… Zuerst der moderne Klassiker, eine R1150R mit einem klassischen Boxermotor. Halt, so ganz klassisch ist er gar nicht mehr! Dank elektronische gesteuerter Einspritzanlage, geregeltem 3-Wege-Katalysator und Doppelzündung ist es ein sehr modernes Triebwerk. Lange Jahre bin ich etwas ganz ähnliches gefahren. Doch schließlich ging es mir auf den Geist, dass praktisch keine Werkstatt in der Lage war diesen Motor so einzustellen, dass beide Zylinder völlig synchron arbeiten. Das Ergebnis waren stetige Vibrationen die zwar “typisch” sind, die mir aber irgendwann einfach auf den Geist gegangen sind. Danach brach für mich nach langen Jahren mit verschiedenen Boxer-Motoren die Ära des “4-Zylinders” an.

BMW R1150 R

Hier haben wir einen dieser Vertreter. Eigentlich war dieses Motorrad für mich gedacht. Doch wegen der niedrigen Sitzbank und des entspannten Superbike-Lenkers wurde es dann mein “Mädchenmotorrad”. Wirklich viel bewegt habe ich dieses krasse Ding in den letzten Jahren nicht, meist ist meine Freundin damit unterwegs… Da ich irgendwann auch mal mit solch einem Geschoß fahren wollte, habe ich mir schließlich das gleiche Ding ein zweites Mal gekauft, allerdings in “Blau”. Hier habe ich ein kleines Video das ein wenig vermittelt wie das Fahrgefühl mit diesem krassen Ding ist.

BMW K1200r Sport

Dieses Geschoß geht ab wie die Hölle, das Triebwerk katapultiert die Fuhre in wenigen Sekunden auf bis zu 260 km/h. Dies ist indes ein Wert von eher theoretischem Nutzen. Bei 260 km/h ist der Lärm unmenschlich, der Winddruck abartig, die notwendige Sitzhaltung eine Katastrophe. Dieses Ding kann zwar schnell fahren, aber es macht keinen wirklichen Spaß. Die Domäne dieser Maschine ist eher die satte Beschleunigung aus dem “Drehzahlkeller”. Im 4. oder 5. Gang hängt sie auf kurvigen Landstraßen gierig am Gas und zaubert mir immer wieder ein Lächeln ins Gesicht. Eine geniale Fahrmaschine und bislang das beste Motorrad das ich je gefahren bin. Auch wenn es nach Meinung eingefleischter BMW-Fans gar keine echte BMW ist, denn eine echte BMW “muss einen Boxermotor haben”! Naja…

Kommen wir zur R1200C Classic. Dieses Motorrad erregte vor einigen Jahren weltweites Aufsehen als James Bond damit vor einem Hubschrauber voller Bösewichter floh. In der Classic-Edition hat BMW hier verchromte Speichenräder verbaut. Dieses Motorrad ist ein Albtraum für jeden Biker mit “Putzfimmel”. Blitz blank sauber geputzt, ist sie eine echte Augenweide.

BMW R1200C Classic

Im Gegensatz zu anderen modernen Boxermotoren leistet dieses Aggregat “nur” 61 PS. Das erscheint auf den ersten Blick wenig zu sein, aber es reicht völlig für einen entspannten Ritt über wundervolle einsame Landstraßen. Dieses Motorrad ist eine BMW für Genießer. Wer sich für dieses Maschine entscheidet fährt eine “Harley aus Bayern” die nicht liegenbleibt und die die Blicke der Passanten nicht wegen einer ohrenbetäubenden Geräuschkulisse auf sich zieht. Dieses Motorrad ist zeitlos elegant und es ist wirklich schade, dass es nicht mehr hergestellt wird!

Kommen wir zu einer ganz anderen BMW, der K1200RS. Mit der K-Reihe hat BMW nach Jahrzehnten neue Wege beschritten. Die Motorräder der K-Reihe hatten einen liegend eingebauten Motor mit drei oder vier Zylindern. In Fahrtrichtung war links der Zylinderkopf und rechts die Kurbelwelle. Von oben wurden die Motoren mit zündfähigem Gemisch beatmet, nach unten ging es in eine ebenso einfach wie effizient konstruierte Auspuffanlage.

Wegen der sehr gewöhnungsbedürftigen Erscheinung dieser Motorkonstruktion hatte diese Baureihe schnell einen Spitznamen: “Flying Brick” – “Fliegender Ziegelstein”.

Wirkliche Erfolge konnte BMW mit dieser in sich völlig logischen und einzigartigen neuen Konstruktionsweise hingegen nicht feiern. Eingefleischte Fans kauften weiterhin Modelle mit Boxermotoren. Dies änderte sich erst, als die Designer begannen den hässlichen Ziegelstein in einer Vollverkleidung zu verstecken. Im Jahr 1996 erschien die BMW K1200RS. Ein Sporttourer mit engem Kniewinkel und bärenstarkem Motor. Dieses Triebwerk konnte in der offenen Version satte 131PS mobilisieren, das hatte es bei BMW nie zuvor gegeben. Doch die Konstrukteure waren zu spät. Die Konkurrenz aus Japan und Italien hatte bereits sportlichere Motorräder mit deutlich höherer Motorleistung im Angebot.

Doch diese Variante des fliegen Ziegelsteins fand nach und nach doch ihre Fans. Im Jahr 2001 wurde das Motorrad ein wenig überarbeitet. Die Sitzposition ist weniger sportlich und das Design etwas gefälliger. Gebaut bis zum Jahr 2005 ist sie heute ein Meilenstein der Motorradgeschichte.

BMW K1200RS - Flying Brick - Fliegender Ziegelstein

Mein Exemplar dieses Motorrades ist aus dem Jahr 2001, also eines der ersten Exemplare der überarbeiteten Baureihe. Der Tacho zeigt mittlerweile über 100.000 Kilometer an. Doch dank guter Pflege sieht sie noch immer fast aus wie neu. Ich habe diese Maschine vor einigen Wochen für etwas über 3.000 Euro erstanden und sie macht mir immer wieder richtig viel Spaß. Im Gegensatz zur neueren K1200r Sport entfaltet der Motor seine Kraft sehr ruhig und gleichmäßig. Man kann ohne Probleme mit 1.500 U/min durch eine Ortschaft zuckeln und am Ortsausgang ohne zu schalten auf bis zu 240 km/h beschleunigen. Das reicht für alle Lebenslagen, lediglich das mit fast 300 Kilogramm hohe Gewicht bekommt man immer wieder deutlich zu spüren. Diese Maschine ist weniger quirlig als die neuere K1200r. Besonders mit einem AC Schnitzer Superbike-Lenker ist das Handling des neueren Model fast so spielerisch wie bei einem Fahrrad. Fahrer der älteren K1200RS müssen hier schon mal richtig “arbeiten”. Besonders auf den ersten Kilometern ist mir dies mit der alten K1200RS schwer gefallen. Aber es lag an den Reifen! Seit sie mit zwei neuen Michelin Pilot Road 3 (MOR3) bestückt ist, fährt auch dieses Motorrad “wie auf Schienen”.

Unsere Route habe ich mit meinem TomTom Urban Rider mitgeschnitten und hier für Euch ein wenig aufbereitet. Wer die originale GPX-Datei haben möchte, der kann sich einfach bei mir melden.

Beginnen wir mit der Übersicht. Man sieht die Anreise von Bonn aus über die A59, A3, A1 und A44 bis zum Möhnesee. Nach der Runde trennen sich unsere Wege in der Nähe von Brilon und wir fahren über Meschede und Olpe auf der A4 zurück nach Bonn.

Sauerland Tour - Übersicht

Hier die ersten schönen Abschnitte der Tour im Detail.

Sauerland Tour - Details

Sauerland Tour - Details

Am Nachmittag machen wir etwas östlich von Brilon an einem sehr schön gelegenen Bikertreff Rast.

Sauerland Tour - Details

Die Aussicht ist wunderbar.

Sauerland Tour - Details

Benzingespräche und heißen Kaffee am Bikertreff

Der Blick über das Sauerland

Als wir mit hereinbrechender Dunkelheit daheim in Bonn ankommen sind wir beide ziemlich geschafft. Hinter uns liegen fast 11 Stunden auf dem Motorrad und rund 500 Kilometer. Zieht man etwa 250 Autobahn-Kilometer ab, so bleiben rund 250 Kilometer auf kleinen kurvenreichen Landstraßen mit überwiegend gutem Straßenbelag und recht wenig Verkehr. Das Sauerland lässt das Biker-Herz schneller schlagen. Nach dieser Tour verstehe ich einmal mehr warum meine Oma so oft Besuch aus Holland hatte :-)

So unterschiedlich unsere vier BMWs auch sind, alle bringen Spaß. Sie sind gut verarbeitet, vermitteln eine sicheres Gefühl und sind in praktisch allen Lebenslagen gut beherrschbar. Bremsen, Fahrwerk, Bedienelemente, alles ist auf einem hohen Qualitätsniveau. Und einmal mehr wird klar, dass man für eine schöne Tour keine 163 PS haben muss, man kommt auch mit “nur” 61 PS ganz gut vorwärts.

Hier habe ich noch ein kurzes Werbevideo zur neuen Baureihe der K1200r. Der Film bringt sehr schön die Faszination zum Ausdruck die dieses krasse Ding auf mich ausübt…

Hier noch ein schönes Video mit zwei voll verkleideten Modellen. Diese heißen dann BMW K1200S, sind abgesehen von der Verkleidung im Kern aber mit der K1200r Sport identisch.


BMW K1200RS versus BMW K1200r Schnitzer

Die Vorgeschichte

Ich erinnere mich noch sehr gut an meine erste gemeinsame Motorradtour mit meinem Freund Hermann. Damals haben wir auf halber Strecke die Motorräder getauscht und er sagte etwa 50 Kilometer später “Die geb’ ich nicht mehr her!” Zugegeben, es war ein ungleicher Kampf, eine BMW K1200r Sport Baujahr 2007 gegen eine BMW R1100 Baujahr 1997. Dazwischen lagen 10 Jahre Entwicklungsarbeit und der Leistungsunterschied betrug 84PS zu 163PS.

Es dauerte nicht lang, da stand in der Garage meines Freundes auch eine BMW K1200r Sport – sogar ein Modell das von AC Schnitzer überarbeitet worden war. Ein echt heißer “Ofen” und für meinen Freund der Beginn einer neuen Zeitrechnung. Hier habe ich zwei Videos aus dem letzten Jahr, dort sieht man den “alten” Boxer und im zweiten Video die neue K1200r Sport.

Die Testkandidaten

Heute war das Wetter großartig und wir hatten uns nach langer Zeit endlich einmal wieder zu einer gemeinsamen Tour verabredet. Statt meiner blauen BMW K1200r Sport war ich heute mal mit einer BMW K1200RS Baujahr 2001 unterwegs. Dieses Motorrad hat in den letzten Wochen einige kleine Modifikationen erfahren. Die leicht verschrammte Standard-Scheibe ist einer kurzen leicht getönten neuen Scheibe gewichen. (Gibt es bei amazon.de für ca. 219,- Euro) Die hässlichen gelben Blinker mussten modischen weißen Pendants weichen, das Rücklicht ist auch weiß und wird von einer ganzen Batterie roter LEDs beleuchtet. Auf den Rädern drehen sich zwei nagelneue Michelin Pilot Road 3. Die Stummellenker sind über zwei Zwischenstücke etwas erhöht montiert und so wurde es auch möglich, einen RAM-Mount für eine TomTom Urban Rider zu befestigen. Auf dem Tacho stehen mehr als 100.000 Kilometer, aber der längs eingebaute 131 PS starke Vierzylinder-Reihenmotor verrichtet seine Arbeit noch ganz ordentlich.

Die Teststrecke

Wir starten in Mainz und es geht über den Rhein in den Taunus. Hermann kennt die Strecken wie seine Westentasche und sobald die Geschwindigkeitsbegrenzungen aufgehoben sind sehe ich eigentlich nicht einmal seinen Hinterreifen mehr. Ab und zu taucht er wieder am Horizont auf, er fährt Schrittgeschwindigkeit und wartet auf mich. Sobald er den Scheinwerfer meiner 300 Kilogramm schweren “Fuhre” sieht dreht er am Hahn und gibt den 163 Pferden des großen quer eingebauten Reihenvierzylinders ordentlich die Sporen. Es geht durch das Wispertal und später in Richtung Lorsch am Rhein. Doch kurz bevor wir Lorsch erreichen biegt er scharf rechts ab.

Hier beginnt eine geniale kurvenreiche Strecke, die Straße ist sehr gut ausgebaut und trotz meiner Gehörschutzstopfen höre ich wie Hermanns K1200 irgendwo weit vor mir ihr “Lied singt”. Oben auf der Höhe angekommen ist Hermann schon lässig an sein Moped angelehnt, den Helm hat er bereits abgenommen und die Handschuhe sind auch schon ausgezogen. Eine gute Zeit für ein paar Handy-Fotos mit dem HTC Desire HD. (Anklicken für 1000er Auflösung)

Bevor es weitergeht beschließen wir die Mopeds zu tauschen. Eigentlich ist seine AC Schnitzer Version meiner K1200r Sport sehr ähnlich und doch ist sie anders! Ich sitze höher, es kommt mir vor als wäre ein Teil verbaut, welches das Heck höher stellt. Der Superbike-Lenker ist noch breiter als an meiner K1200r Sport und die Bugverkleidung wurde bei AC Schnitzer durch eine kleine Lampenverkleidung ersetzt. Der Schnitzer Auspufftopf sieht nicht nur viel besser aus als die von BMW im Original verbaute “Thermoskanne” er hört sich auch so richtig gut an. Trotz dB-Killer produziert diese Maschine einen sonoren Sound der richtig Spaß macht.

Am allermeisten überrascht mich die Sitzposition und das Handling dieser Schnitzer-Variante der K1200r Sport. “Das Ding fährt wie ein Fahrrad” geht es mir durch den Kopf, wie ein Fahrrad das mit einer Rakete angetrieben wird. Vielleicht irre ich mich, aber bei Schnitzer scheint man auch etwas an der Motorsteuerung geändert zu haben. Dieses Biest hängt noch gieriger am Gas als meine 100% originale K1200r Sport.

Vor mir gibt sich Hermann auf der alten K1200RS alle Mühe mich abzuhängen, aber es klappt nicht. Nun wird mir auch klar warum ich mit der schweren etwas unbeweglichen alten K1200RS zuvor keine Sonne gesehen habe. Das Handling dieser Schnitzer Version ist nicht nur besser als bei der originalen “Basis” es ist auch ungleich besser als beim doppelt so alten Vorgängermodell. Die K1200RS macht auch Spaß, aber die Sitzposition ist völlig anders, das Drehverhalten des Motors ist viel entspannter und ruhiger. Die Leistungsentfaltung ist sehr satt und gleichmäßig, aber gegen die deutlich leichtere und 32 PS stärkere Schnitzer BMW hat sie keine Chance.

Vielleicht würde es auf einer längeren Autobahnstrecke etwas anders aussehen. Auf der K1200RS sitzt man deutlich tiefer und die Sitzposition ist deutlich nach vorn geneigt. Der AC Schnitzer Superbike-Lenker ermöglich im Gegenzug ein genial leichtes Handling aber auch eine völlig aufrechte Sitzposition. Es ist fast wie auf einem “Hollandrad”. Bei Geschwindigkeiten bis 120 km/h ist das kein Problem, aber darüber könnte es doch anstrengend werden. Hier und auch nur hier könnte die K1200RS Punkte sammeln. In allen anderen Disziplinen hat die K1200r Sport mit ihrem neuen Fahrwerk und völlig neuem Motorkonzept die Nase vorn.

Nach einem Tankstopp bei Nahstätten tauschen wir wieder unsere Motorräder. Irgendwie macht die alte K1200RS trotzdem Spaß. Ok, sie ist deutlich schwerer, wirkt im Vergleich etwas träge, aber sie läuft auch sehr souverän und “unaufgeregt”. Auf der Aartal-Straße lässt Hermann es erneut so richtig krachen und ich habe nun wieder große Mühe “dran zu bleiben”. In einigen Kurven schleift plötzlich meine Stiefelspitze am Asphalt. Immer mal ein kurzer Schreck, danach stelle ich die Füße mit den Ballen auf die Rasten, nun schleift nichts mehr. Im Zweifel würde jetzt die Fußrasten aufsetzen, aber so weit will ich es nicht treiben, schließlich haben die beiden neuen Reifen erst knapp 200 Straßenkilometer gesehen…

Fazit:

Wieder daheim kann ich gut verstehen warum Hermann von seiner K1200r Schnitzer so begeistert ist. Das Ding geht richtig ab, der Motor ist eine Musterbeispiel für Laufruhe und Drehfreudigkeit. Im direkten Vergleich zur “Basis-Version” ist diese K1200r Sport noch einfacher zu fahren. Ihr Motor läuft “gefühlt” satter und ist durch die geänderte Verkleidung wird das Motorrad während der Fahrt irgendwie kleiner und leichter als eine “normale” K1200r Sport.

Doch auch die doppelt so alte und etwa 80 Kilogramm schwerere K1200RS hat ihre Stärken. Mit diesem Motorrad fährt man sehr entspannt, trotz der etwas sportlicheren Sitzposition. Dieses Motorrad verleitet weniger zum “Kurven-Räubern”, ihre Domäne sind das entspannte “Kilometer-Fressen” auf wunderschönen Landstraßen und die flotte Hatz auf der Autobahn. Trotz der 100.000 Kilometer läuft die K1200RS noch sehr ruhig, lediglich bei kaltem Motor dringen hin und wieder Geräusche an das Fahrer-Ohr die man eigentlich eher nicht vernehmen möchte. Aber das scheint mir “hausgemacht” zu sein. Ist der Motor war, sind die Geräusche weg. Die Getriebe lassen sich übrigens bei beiden Modellen sehr gut bedienen. Dass man bei BMW keine Getriebe bauen kann, scheint mir ein Marketing-Gag der Japanischen Motorradhersteller zu sein :-)

Wirklich vergleichen kann man diese Motorräder nicht, dafür sind sie zu verschieden, ausgeprägten Fahrspaß entwickeln aber beide Modelle. Und nicht zu vergessen, eine K1200RS ab Baujahr 2001 (das neuere Modell) bekommt man in gutem Zustand bereits ab etwa 3.000 Euro. Eine gute K1200r Sport ab Baujahr 2006 wird bei 8.000 bis 9.000 Euro liegen. Wer nicht so viel Geld ausgeben möchte oder kann und mit der Charakteristik der älteren Maschine leben kann, der sollte hier ggfs. zugreifen.

Übrigens hat sich das Fahrverhalten der K1200RS mit der Montage der Michelin Pilot Road 3 (MPR3) drastisch verbessert. Wer mit dem Fahrverhalten seines Motorrades nicht ganz glücklich ist, der sollte vielleicht mal diese neuen Reifen ausprobieren!


Warten auf den Frühling

Irgendwie kann ich es kaum abwarten, es kribbelt in den Fingerspitzen und wenn ich in meinen Moped-Videos stöbere wird es noch schlimmer… Wann kommt endlich der Frühling, oder ob ich gleich einen kleinen Ausflug in die Eifel unternehme? Aber auf den Straßen liegt noch Salz, das wird dem vielen Aluminium nicht zuträglich sein. Besser ich schiebe meine Lieben in der Tiefgarage noch einmal hin und her, damit die Reifen vom langen Stehen keine Dellen bekommen. Aber bald!!!


Warten auf die Nikon D4

Während tausende von Fotografen sehnsüchtig dem Tag entgegen fiebern an dem sie ihre ganz persönliche Nikon D4 endlich in Händen halten dürfen, habe ich ganz bescheidene andere Erwartungen. Ich warte einfach nur auf den Frühling. Im letzten Abendlicht durch die Rhein-Hessischen Weinberge flitzen, danach die toten Fliegen vom Helm wischen. Entspannt im Biergarten mit Freunden ein Bierchen trinken oder mal wieder draußen ein Foto machen, ohne dass gleich die Finger erfrieren.

Aber das alles muss vorerst ein Wunschtraum bleiben. Die eisige Kälte wird Europa noch ein Weile fest im Griff behalten. Da ist es gut wenn man ein wenig in Erinnerungen schwelgen kann oder einfach mit dem Handy in der OBI Gartenabteilung ein paar Knipsbilder machen kann. (HTC Desire HD)

Und dabei wird dann auch schon klar, Ostern steht vor der Tür…

Aber irgendwie hat der Winter ja auch seine schönen Seiten…

Sonnenuntergänge sind kitschig und zugleich immer wieder wunderschön. Hier hat der Winter einen großen Vorteil, man muss nicht solange warten! Und will man einen Sonnenaufgang fotografieren, kann man etwas länger schlafen. Eigentlich auch gar nicht so schlecht…

Und wenn der Frühling dann endlich wieder da ist, geht es ab in die Natur. Vielleicht ist die neue Nikon D4 dann ja schon im Gepäck :-)


Daylight Ride(r)

Pünktlich zum Wochenende – ok es ist erst Donnerstag – habe ich hier ein neues Video für alle Motorradfahrer unter euch. Diesmal ist es wieder am Mac mit iMovie geschnitten. Es gibt mehrere Perspektiven, die Kamera habe ich während der Fahrt immer mal ein wenig hin und her gedreht. Es ist nicht alles ganz exakt chronologisch, aber ich denke dem unbeschwerten Biker-Feeling tut das keinen Abbruch.

Wir starten bei Wachtberg, passieren Ahrweiler und fahren durch die Weinberge nach Altenahr. Dann kommt ein kleiner Sprung und schon befinden wir uns auf dem Abstieg zur Mosel. Vorbei an Cochem geht es hinauf in den Hunsrück in Richtung Simmern. Später auf die B50 in Richtung Stromberg. Dort stehen wir auf der A61 im Stau und nehmen daher die Zulieferer-Ausfahrt der Raststätte “Hunsrück”. Über Stromberg geht es zurück auf die A61. Bei Bingen die A60 und schon sind wir in Mainz. 250 Kilometer mit einer mittleren Geschwindigkeit von 85 km/h und einem Spritverbrauch von 6,4 Litern stehen danach auf dem Bordcomputer bzw. Tageskilometerzähler. Was für ein geiler Ritt zum Start in die neue Woche!!

Ok, dann mal Film ab…

 


Von Rheinbach zum Nürburgring

Es ist mal wieder Montag und es heißt um 5h aufzustehen – wie schwer das bloß wieder fällt… Aber egal, ich freue mich auf eine geile kleine Motorradtour durch die Eifel! Um kurz nach 6h geht es dann los. Das Thermometer zeigt frische 12 Grad! Gut, dass ich das Innenfutter für die Gore-Tex-Kombi am Wochenende gewaschen und erstmals in diesem Jahr wieder in die Kombi geknöpft habe.

Es geht so schnell wie möglich auf die Autobahn, dann nach Rheinbach. Kurz vor dem Monte Mare biege ich nach rechts in eine meiner Lieblings-Strecken ab. Nach ein paar hundert Metern kann ich anhalten und die drei GoPro Kameras scharf schalten. Später im Mainz werde ich dann enttäuscht feststellen, dass die hintere GoPro 960 irgendwie abgestürzt ist. Sie hat nichts aber auch gar nichts aufgezeichnet. Und abschalten lässt sie sich auch nicht mehr, da hilft nur noch “raus mit der Batterie” – danach lebt sie wieder.

Die Helmkamera schafft mit einer frischen Akkuladung etwa zwei Stunden, die Bugkamera ist nach 90 Minuten am Ende ihrer Kräfte. Einmal mehr wird mir klar, mit diesen kleinen GoPro Kameras ein tolles Video aufzuzeichnen ist Glückssache!!

Aber erst einmal kann ich die Fahrt genießen. Es geht über wirklich leere Landstraßen nach Bad Münstereifel. Von dort aus dann auf einigen Umwegen zum Nürburgring. Danach weiter in Richtung A61 und dann ab nach Mainz. Dort schnell duschen und umziehen und dann auf ins Büro.

Später am Abend wird dann das Videomaterial in iMovie importiert und eine kleiner Film erstellt. Ein bisschen Royalty-Free-Music zur Untermalung und ab geht es in Richtung YouTube. Kein Meisterwerk, aber man kann sehr schön die Straße von Bad Münstereifel zum Nürburgring sehen. Biker die das noch nicht kennen werden sich vielleicht freuen. Alle anderen Zuschauer bekommen entweder einen epileptischen Anfall oder sollten einfach wegschauen :-)

 

Und so sieht die mit dem TomTom Urban Rider aufgezeichnete Route aus: (Anklicken für große Darstellung)

Hier noch ein Detail der Strecke von Bad Münstereifel in Richtung Süden – das macht Spaß!

Richtig cool war vor allem, dass es Montagmorgen und nicht Sonntag-Nachmittag war! Keine anderen Autos oder Mopeds auf der Straße, keine Polizei, keine Kinder, kein nix, nur mein BMW und ich. Wie genial wenn man so in die neue Woche starten kann!!


Vier Jahreszeiten?

Irgendwie kommt der Sommer nicht in Gang, nun haben wir schon den 18. August und entweder regnet es oder es ist drückend warm und ein Gewitter liegt in der Luft. Na wenigstens war der Frühling schön. Neulich habe ich bei Facebook gelesen, dass da jemand die Vier Jahreszeiten umdefiniert hat: Frühling Arschloch Herbst und Winter…

Ein wenig kann ich mich damit identifizieren, so wie in dieser Geschichte:

Es ist Montag der 8. August und ich habe am 10. August beim Motorad Senger in Rüsselsheim einen Termin für die Bearbeitung einer Rückrufaktion. Es soll ein Hebel an der Hinterradschwinge getauscht werden. Der originale Hebel kann im Winter fest rosten, was bei der ersten Ausfahrt nach dem Sommer zu Problemen führen könnte. Ok, es kostet mich nur eine halbe Stunde, warum also nicht. Bezahlt bekommen die Leute vom Motorradhaus die Arbeit durch das BMW-Stammhaus. Also machen sie das auch ganz gern.

Es ist also Montag und eigentlich würde ich lieber mit dem Auto zur Arbeit nach Mainz fahren, denn die Wetterfrösche verheißen wenig Gutes! Aber ich habe nun einmal diesen Termin. Also bitte ich Sandra mich um 5h zu wecken. Um 6h bin ich startklar, es geht mit der blauen K1200r nach Mainz. Die Koffer habe ich schon am Vorabend gepackt, also schnell das Moped aus der Garage holen, vor der Haustüre alles montieren und los geht es. Meine beiden GoPro Kameras habe ich am Lenker und der Rücksitzbank befestigt. Auf den ersten Metern fällt die Entscheidung heute mal fast die komplette Wegstrecke über die B42 zu fahren. Meist nehme ich morgens die B9 und ab Bingen die A61. Heute soll es mal die B42 sein und heute laufen zwei Kameras mit!

Auf der Bonner Südbrücke beginnt es dann schon zu regnen. Aber ich will mir die gute Laune nicht verderben lassen. So geht es fast 50 Kilometer durch leichten Nieselregen in Richtung Süden. Alles immer schön vorsichtig, wir wollen uns ja nicht auf die Klappe legen.

Ab Koblenz kommt dann sogar die Sonne raus und es macht so richtig “Bock”. Auf der Höhe von Wiesbaden verlasse ich einfach mal die Autobahn und überlasse die Navigation meinem TomTom Rider. Es geht durch ein Industriegebiet und dann am Rhein entlang. Über die Theodor-Heuss-Brücke und danach durch die Mainzer Innenstadt zu meinem Appartement. Als ich dort ankomme ist es ein schöner Sommertag geworden. Ich verstehe die Welt nicht mehr. Schnell duschen und umziehen, dann ab ins Büro.

Am Mittwoch geht es um kurz nach 14h schnell rüber nach Rüsselsheim. Die Reparatur dauert wirklich nur ein paar Minuten. Es gibt noch einen kostenlosen kurzen Check und danach geht es auch schon wieder heimwärts. Am Ende der Woche scheint dann immer noch die Sonne, so ganz schlecht meint es der Sommer dann doch nicht :-) Ich bin um kurz vor 18 hauf dem Moped, es geht kurz auf die Autobahn, aber da ist wieder die Hölle los. Also runter und durch Ingelheim in Richtung Westen. Bei Bingen entschließe ich mich als nächstes Ziel Cochem an der Mosel in mein TomTom Urban Rider einzugeben. Autobahnen sollen gemieden werden und so geht es auf verschlungenen Landstraße nach Rheinböllen. Dort fahre ich auf die B50 auf, aber nur ein paar Kilometer. Dann geht es in Richtung Norden nach Cochem. Und auch das macht so richtig “Bock”. Die Tour ist super cool, die Sonne scheint, es ist angenehm warm und meine Landstraße sind frei. Stunde um Stunde gleite ich durch wundervolle Landschaften nach Norden. Kurz vor Cochem geht es ein kleines Stück an der Mosel entlang, dann über eine Brücke und mitten durch die Stadt. Nun bin ich in der Eifel, der Nürburgring ist nicht mehr weit, die Sonne steht tief und es ist einfach nur eine tolle Route. Ich schwinge mich durch Serpentinen und flitze über schmale Landstraßen. Was für ein Tag.

Leider habe ich bei all dem Männerspass total unterschätzt wie weit das alles ist und so komme ich erst nach fast vier Stunden daheim in Bonn an. Sandra ist schon seit Stunden da, sie hat eingekauft und ein Abendessen gemacht. Als ich meine Wohnung betrete finde ich sie mit Tränen in den Augen vor. Ich bin ohne Pause, ohne Punkt und Komma vier Stunden Motorrad gefahren und habe völlig vergessen, dass wir uns eigentlich um 19h daheim treffen wollten. Big Shit, dieser Abend ist gelaufen!

Bis mein kleines Video der verregneten Fahrt vom 8. August fertig ist vergehen ganze 10 Tage!

Aber hier ist es nun. Leider ruckt es manchmal ein wenig. Das könnte an unterschiedlichen Aufzeichnungsraten liegen, also 25 kontra 30 Bilder pro Sekunde. Aber sicher bin ich mir nicht :-( Es ist also nicht so schön anzuschauen wie ich es mir wünschen würde und auch hier ist die Royalty Free Music wieder ziemlich langweilig. Aber vielleicht gefällt dem einen oder anderen mein kleines “Zeitdokument” ja trotzdem :-)

 

Mein “sonniges Rückreise-Video” schlummert derweil noch auf einer Speicherkarte und wartet darauf zusammen gesetzt und geschnitten zu werden. Na vielleicht klappt das bis Sonntag, mal sehen…

 


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