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BMW K1200RS – Zubehör und Wunderliches

Meinen Führerschein der Klasse 1b habe ich mit 16 Jahren gemacht und zwei Jahre später dann den Führerschein der Klasse 1 für die “richtigen” Motorräder. Das ist inzwischen mehr als 30 Jahre her und seit dieser Zeit fahre ich ausgiebig und mit Begeisterung Motorrad. Im zarten Alter von knapp 17 Jahren habe ich mich einmal ganz kräftig “auf die Fresse gelegt” und mir eine schwere Hautabschürfung am rechten Arm zugezogen. Ich war damals einen Augenblick lang unaufmerksam und habe einen Pflasterstein übersehen der auf der Straße lag. Meine kleine 50er Zündapp ist damals regelrecht hoch gesprungen und ich bin im spitzen Winkel gegen die Gehwegkante gefahren und habe dann mit meinem rechten Arm eine Furche in den schwarzen Schotter auf de Gehweg gezogen. Wirklich fies war das und es war mir eine Lehre. Seit dieser Zeit ist nichts mehr passiert und das sollte auch so bleiben!

Beruflich hat es mich schon vor mehr als 6 Jahren nach Mainz gezogen und ich verbringe hier wirklich viel Zeit, auch mit dem Motorrad. Seit ich beim ersten Ausritt im Sommer 2007 die Gegend rund um Mainz zu erkunden begann sind ein paar Motorräder gekommen und gegangen. Inzwischen habe ich Motorrad Nummer 5 hier, meine uralte BMW K1200RS – Baujahr 2001. Auf dem Tacho stehen inzwischen mehr als 105.000 Kilometer und das Ding läuft noch immer wie ein Uhrwerk. Die vielen Kilometer bin ich natürlich nicht selbst gefahren. Als ich dieses Motorrad im letzten Jahr gekauft habe, hatte es schon 98.000 Kilometer auf der Uhr.

Und wie das bei mir immer so ist, auch dieses Motorrad war vor meinem Spieltrieb nicht sicher. Als erste Aktion bekam meine BMW eine andere kürzere Scheibe. Dadurch sitze ich jetzt mehr im Wind und habe weniger lautstarke Wirbel am Helm. Insgesamt fährt es sich dadurch deutlich entspannter. Danach wurde das Rücklicht gegen ein schickes LED-Rücklicht getauscht. Auch die vier Blinker sind jetzt weiß, das alles gab es bei www.whitelights.de für kleines Geld. Die kurze Scheibe kommt von ZTechnik und kann via Louis oder ebay bezogen werden. In die Blinker habe ich versilberte Blinklampen eingesetzt, die gab es für Stück ca. 5 Euro bei eBay…

Am letzten Wochenende konnte ich auf dem Weg von Mainz nach Bonn beim BMW-Zubehörspezialisten Wunderlich in Sinzig einen Zwischenstopp einlegen. Für mein Mädchenmotorrad gab es dort eine schöne kleine Tasche für den Heck-Gepäckträger. Für mein altes Projektmotorrad habe ich dort vier Zierringe im ALU-Design für das Cockpit gekauft.  Außerdem noch ein wunderschön gearbeitetes analoges Thermometer und ein sehr pfiffiges Zubehörteil das es sehr erleichtert an der Tankstelle den Luftdruck zu prüfen, ein Winkelventil.

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Zusätzlich ist mir dann noch ein kleines Plastikteil ins Auge gesprungen, das unter dem Namen “Throttle-Rocker” zum horrenden Preis von 12,50 Euro vertrieben wird.

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Kurz nach 18h ging es dann heute ans Werk. Mit einer ordentlichen Portion Glasreiniger habe ich zunächst das das Cockpit gesäubert und dann mit etwas Montagekleber aus dem Baumarkt die vier Zierringe auf die Ränder der ziemlich verschrammten Instrumente geklebt. Der Klebstoff hat eine Konsistenz wie Fensterkitt und lässt sich sehr gut verarbeiten. Einfach zwei kleine Kleckse in jeden Ring und schon lassen sie sich sehr präzise im Cockpit positionieren. Mit einem scharfen Küchenmesser konnte ich die Lenkkopfabdeckung lösen und durch das schöne Thermometer ersetzten. Hier habe ich das sogenannte Pattex Kraft-GEL verwendet.

Der Throttle-Rocker war schnell auf das Ende des Gasgriffs geschoben, alles gar kein Problem. Das Eckventil ist übrigens nicht für den Fahrbetrieb gedacht! Aber in den letzten Jahren habe ich mich so oft an Tankstellen geärgert, dass die Gräte zur Luftdruck-Kontrolle auf den extrem kurzen Ventilen einfach nicht halten wollten, dass ich die um 90° gebogene Verlängerung künftig öfters bei mir haben werden. Erst vor ein paar Tagen ist das Nachfüllen des Hinterrades so gründlich in die Hose gegangen, dass ich mit einem fast platten Reifen zu einer anderen Tankstelle fahren musste. Das war nicht witzig und künftig wird das hoffentlich nicht mehr vorkommen!

Frisch gestylt muss meine alte Dame natürlich ein wenig ausgeführt werden. Also schnell rein in die luftige Sommerkombi und auf geht es. Mit meinem TomTom Urban-Rider lässt sich die Route sehr schön aufzeichnen. Von Mainz führt mich mein Weg mit ein paar Umwegen nach Süden in Richtung Alzey.

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Dort biege ich rechts ab und fahre dem Sonnenuntergang entgegen. Auf meinem Kopf habe ich den SHOEI GT-Air. Die integrierte Sonnenblende funktioniert sehr gut und wenn das Gegenlicht zu heftig wird senke ich den Kopf etwas und schon wirkt der Helm fast wie eine Baseball-Kappe – Sehr gut! Auch der Throttle-Rocker bewährt sich ganz hervorragend. Damit muss man den Gasgriff nicht mehr fest umklammern, sondern legt einfach ganz entspannt den Handballen auf. Ein leichter Druck und im 6. Gang gleitet die alte BMW mit 100 km/h dahin – großartig – warum gab es das nicht schon vor 30 Jahren?

Als ich in der Nähe von Wolfsheim bin geht gerade ein ganz wunderbarer Vollmond auf. Es sieht einfach nur geil aus, wie mich diese große weiße Scheibe das direkt über dem Horizont anlächelt. Auf der anderen Seite geht gerade die Sonne unter und so wird der volle Mond in ein tolles violettes Licht getaucht. Da hilft nichts, da muss man anhalten und ein paar Fotos mit dem Handy machen. Meine schöne neue Nikon 1J2 habe ich leider nicht dabei. Sie ist zwar wunderbar klein aber für die Jackentasche doch noch ein wenig zu groß. Aber mein HTC Desire HD schießt zur Not auch ganz brauchbare Fotos…

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Hier noch ein etwas verfremdetes Foto meiner alten Dame mit dem Vollmond im Hintergrund. Jeder der nicht Motorrad fährt wird solche Momente nie erleben und wohl auch nicht verstehen können, dass dies für mich einer der Gründe ist warum ich so gerne Motorrad fahre. Dieses Gefühl der Ungebundenheit und der Freiheit lässt sich schwer in Worte fassen, man muss es einfach selbst erlebt haben…

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Dieses Foto ist übrigens 1920 Pixel breit – einfach anklicken…


Hochwassertourismus auf zwei Rädern

Das Jahr 2012 neigt sich dem Ende zu und unsere letzte Reise wirkt noch immer nach. Auf meinem Telefon gibt es noch das eine oder andere Foto mit dokumentarischem Charakter. Hier habe ich ein Bild das mein Handgepäck zeigt. Was man hier sieht ist der BOSE Quiet Comfort 15, ein iPad, ein 17″ MacBook, eine Nikon D800E, eine Nikon D7000, eine Panasonic HC-X909, fünf Objektive von 15mm bis 400mm, Polfilter, Infrarotfilter, Ladegeräte, Sensor-SWABs und vieles mehr. Alles hübsch verpackt und sehr einfach durch die Flughäfen dieser Welt zu rollen.

Fotorucksack leicht transportiert

Früher habe ich den Fotorucksack immer auf dem Rücken durch den Flughafen getragen. Da man immer wieder irgendwo herumsteht und auf das warten muss was als nächstes passieren wird, wurde mir der Rucksack regelmäßig zur Last. Am Reiseziel angekommen taten die Schultern weh und ich habe ihn verflucht. Seit der vorletzten Reise mache ich es anders. Es ist ein LOWEPRO Minitrecker AW, dieser Rucksack passt ganz hervorragend so wie er ist in einen kleinen Handgepäck-Koffer. Oben drauf passt ganz wunderbar eine kleine Notebooktasche und den tollen BOSE Kopfhörer kann man auch noch außen dran hängen. So lässt sich die Fotoausrüstung spielerisch transportieren, ganz gleich wie weit die Wege am Flughafen auch sein mögen.

Mein Tipp für Eure nächste Reise!!

Am Samstag den 29. Dezember ist das Wetter überraschend schön. Mein kleiner Flitzer hat schon eine Weile keine Frische Luft mehr gesehen und die Dieselrakete wird in den kommenden Wochen noch reichlich Bewegung finden. Also wagen wir mit meinem silbrigen Kleinwagen einen Ausflug an den Rand der Eifel, nach Ahrweiler. Als wir dort durch die historische Innenstadt schlendern geht über unseren Köpfen ein wunderbares Schauspiel los. Erst bemerke ich es gar nicht, aber als ständig der eine oder andere Passant mit offenem Mund vor mir steht und gebannt mit seinem Handy den Himmel knipst, da muss ich es auch mal tun. Was für eine großartige Abendstimmung, da muss man gar nicht auf Teneriffa sein, hier daheim gibt es das manchmal auch zu sehen. Ok, auf Teneriffa wäre es deutlich wärmer gewesen ;-)

HTC Desire HD - Ahrweiler - Sunset

Eines der Highlights dieser schönen Stadt ist die sehr gut konservierte Stadtmauer mit ihren vielen Toren und Türmen. Sie sind allesamt wunderschön beleuchtet und man kann sogar Teile der Wehrgänge selbst erkunden. Besonders für kleine Mittelalterfans ein tolles Erlebnis!

HTC Desire HD - Ahrweiler - Sunset

In den Schaufenstern gibt es hier und dort witzige Dinge zu sehen. Besonders gefällt mir der Tee mit dem schönen Titel “Wilde Lust” – hier war jemand wirklich äußerst kreativ :-)

Wilde Lust in Ahrweiler

Am nächsten Morgen haben wir den vorletzten Tag des Jahres, es ist bereits am Morgen wieder ein wenig sonnig. Zwar ziehen die Wolken am Himmel dahin als wären sie unterwegs zum Sommerschlussverkauf, aber das schockt uns nicht. Und so sitzen wir schon gegen 11h auf meiner blauen BMW K1200r Sport. Meine Freundin Sandra ist noch gesundheitlich angeschlagen, daher fährt sie bei mir mit und mein weißes “Mädchenmotorrad” bleibt noch eine Weile in der trockenen Garage stehen.

Über Bonn Bad Godesberg und einsame Landstraßen geht es in Richtung Eifel, unser Ziel ist das Café Fahrtwind bei Ahrbrück. Aber als wir uns in der Nähe von Gelsdorf langsam aber sicher der Eifel nähern beginnt es zu regnen. Heute wird das nichts, der Chef im Café Fahrtwind wird heute seinen selbst gebackenen Kuchen leider anderen Bikern verkaufen müssen. Wir biegen links ab und fahren durch die Weinberge bei Dernau hinunter zur Ahr. Kurz vor Ahrweiler sind auf der rechten Seite das Cafeolé und das Restaurant “Barrique & Bier”. Im Barrique sehen wir Licht und es gibt einige Wanderer die gerade auf den Eingang zusteuern. Kurze Zeit darauf steht dampfendes Wildgulasch mit Spätzle und selbst gemachtem Apfelkompott auf dem Tisch. Dazu ein Malzbier, das Leben kann auch im Winter in Deutschland ganz schön sein.

Während draußen ein Regenschauer niedergeht der im April wirklich stilecht wäre, lassen wir es uns gut gehen. Als der Himmel wieder aufklart geht es weiter in Richtung Remagen. Am Rhein entlang genießen wir den Sonnenschein, das Thermometer klettert bis auf 12°C. Bei Oberwinter halten wir kurz an, hier sieht man besonders gut wie viel Wasser der Rhein aktuell mit sich führt. Die Wasseroberfläche scheint zum Greifen nah. Eigentlich geht es über eine kleine Treppe etliche Meter hinab ans Ufer. Doch heute ist diese Treppe schon fast in den Fluten verschwunden.

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Wir verharren ein wenig und genießen die tolle Aussicht auf den Rhein und das Siebengebirge. Es ist schon toll, wir dürfen dort leben wo andere Leute Urlaub machen :-)

Rhein und Siebengebirge bei Oberwinter mit K1200r Sport

Rhein und Siebengebirge bei Oberwinter

Als wir wenig später daheim sind könnte ich noch stundenlang weiter fahren. Aber meiner Freundin ist kalt und sie freut sich auf ein heißes Bad, was will man da entgegnen? Es ist wie eine Naturgewalt der man(n) sich fügen muss :-) Während in meiner Wohnung das Badewasser einläuft, parke ich meine beiden Geschwister so platzsparend wie möglich ein und rolle meinen silbrigen Kleinwagen so dicht wie möglich dagegen.

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Ein letzter Blick ins Cockpit und schon ist die letzte Motorradtour 2012 auch schon wieder Geschichte…

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Motorradtour durch die Eifel

Es ist ein tolles sonniges Wochenende und gemeinsam mit meiner Freundin Sandra und meinem Sohn geht es mit zwei Mopeds kreuz und quer durch die Eifel. Bei Rheinbach hatte ich die Idee die Tour mit meinem TomTom Urban Rider aufzuzeichnen. Da die gefahrene Runde wirklich schön war, habe ich die aufgezeichnete GPX-Datei mit Google-Earth geöffnet und für Euch einige Bilder aus der Vogelperspektive exportiert. Vielleicht hat ja der eine oder andere Spaß daran in der Eifel einige schöne neue Routen zu entdecken.

Die gefahrene Strecke betrug etwa 170 Kilometer, wir haben uns dafür etwa 6h Zeit gelassen.

Hier die Eckpunkte der Route:

  • Bonn-Röttgen
  • Rheinbach
  • Kirchsahr
  • Adenau
  • Mayen
  • Maria Laach
  • Remagen
  • Wachtberg
  • Bonn-Röttgen

Und so sieht das aus der Vogelperspektive aus:

Hier die perspektivische Ansicht:

Im kleinen Örtchen Kirchsahr gibt es ein kleines nettes Restaurant. Das Tal ist landschaftlich sehr reizvoll und die Straße ist relativ wenig frequentiert, hier macht das Bikerleben großen Spaß. Auf dem Weg von Kirchsahr nach Ahrbrück kann man ein paar wirklich schöne Umwege fahren. Diese sind gespickt mit Spitzkehren und sehr schönen Bergkuppen mit tollen Blicken über die wunderschöne Landschaft der Eifel.

Bei Ahrbrück erreicht man dann das ehemalige Café Fahrtwind, das inzwischen Café Ahrwind heißt. Der neue Pächter hat einfach zwei Buchstabe gestrichen: (F)Ahr(t)wind

Das neue Café Fahrtwind ist nur einige wenige Kilometer weiter in Richtung Adenau. Da wir von unserem Zwischenstopp im Hotel bei Kirchsahr noch perfekt gesättigt waren gab es ausnahmsweise mal keinen Zwischenstopp im Café Fahrtwind. Über Adenau ging es weiter nach Mayen. Bei Schloss Bürrensheim dann ein ein kurzer Zwischenstopp, weil inzwischen der Hintern schmerzt. Das Schloss ist sehr reizvoll gelegen und ein Augenschmaus für jeden Fotografen der auf alte Burgen steht :-)

Schloss Bürresheim mit HTC Desire HD

Hier habe ich ein Bild der Infotafel für Euch, falls jemand überlegt dieses schöne alte Schloss mal genauer unter die Lupe zu nehmen.

Etwa 5 Kilometer weiter südlich landet man in Mayen. Hier lädt eine weitere großartige Burg zu einer kleinen Entdeckungsreise ein. Außerdem gibt es dort ein sehr schönes Bergbau-Museum, das zu einer kleinen Grubenfahrt einlädt.

Den Rest des Tages gondeln wir entspannt in östlicher Richtung zum Rhein hinüber. Auf der B9 geht es bis Remagen, bei der Apollinaris-Kirche biegen wir links ab und fahren eine kurvenreiche schöne Landstraße bis Wachtberg. Dort werden die Motorräder in einer Waschanlage von den vielen Insekten befreit. Es gibt noch einen Zwischenstopp im wunderschönen schattigen Biergarten der Waldesruh. Danach setzen wir meinen Junior bei seiner Mama ab und lassen den heißen Sommertag langsam ausklingen.


BMW K1200RS versus BMW K1200r Schnitzer

Die Vorgeschichte

Ich erinnere mich noch sehr gut an meine erste gemeinsame Motorradtour mit meinem Freund Hermann. Damals haben wir auf halber Strecke die Motorräder getauscht und er sagte etwa 50 Kilometer später “Die geb’ ich nicht mehr her!” Zugegeben, es war ein ungleicher Kampf, eine BMW K1200r Sport Baujahr 2007 gegen eine BMW R1100 Baujahr 1997. Dazwischen lagen 10 Jahre Entwicklungsarbeit und der Leistungsunterschied betrug 84PS zu 163PS.

Es dauerte nicht lang, da stand in der Garage meines Freundes auch eine BMW K1200r Sport – sogar ein Modell das von AC Schnitzer überarbeitet worden war. Ein echt heißer “Ofen” und für meinen Freund der Beginn einer neuen Zeitrechnung. Hier habe ich zwei Videos aus dem letzten Jahr, dort sieht man den “alten” Boxer und im zweiten Video die neue K1200r Sport.

Die Testkandidaten

Heute war das Wetter großartig und wir hatten uns nach langer Zeit endlich einmal wieder zu einer gemeinsamen Tour verabredet. Statt meiner blauen BMW K1200r Sport war ich heute mal mit einer BMW K1200RS Baujahr 2001 unterwegs. Dieses Motorrad hat in den letzten Wochen einige kleine Modifikationen erfahren. Die leicht verschrammte Standard-Scheibe ist einer kurzen leicht getönten neuen Scheibe gewichen. (Gibt es bei amazon.de für ca. 219,- Euro) Die hässlichen gelben Blinker mussten modischen weißen Pendants weichen, das Rücklicht ist auch weiß und wird von einer ganzen Batterie roter LEDs beleuchtet. Auf den Rädern drehen sich zwei nagelneue Michelin Pilot Road 3. Die Stummellenker sind über zwei Zwischenstücke etwas erhöht montiert und so wurde es auch möglich, einen RAM-Mount für eine TomTom Urban Rider zu befestigen. Auf dem Tacho stehen mehr als 100.000 Kilometer, aber der längs eingebaute 131 PS starke Vierzylinder-Reihenmotor verrichtet seine Arbeit noch ganz ordentlich.

Die Teststrecke

Wir starten in Mainz und es geht über den Rhein in den Taunus. Hermann kennt die Strecken wie seine Westentasche und sobald die Geschwindigkeitsbegrenzungen aufgehoben sind sehe ich eigentlich nicht einmal seinen Hinterreifen mehr. Ab und zu taucht er wieder am Horizont auf, er fährt Schrittgeschwindigkeit und wartet auf mich. Sobald er den Scheinwerfer meiner 300 Kilogramm schweren “Fuhre” sieht dreht er am Hahn und gibt den 163 Pferden des großen quer eingebauten Reihenvierzylinders ordentlich die Sporen. Es geht durch das Wispertal und später in Richtung Lorsch am Rhein. Doch kurz bevor wir Lorsch erreichen biegt er scharf rechts ab.

Hier beginnt eine geniale kurvenreiche Strecke, die Straße ist sehr gut ausgebaut und trotz meiner Gehörschutzstopfen höre ich wie Hermanns K1200 irgendwo weit vor mir ihr “Lied singt”. Oben auf der Höhe angekommen ist Hermann schon lässig an sein Moped angelehnt, den Helm hat er bereits abgenommen und die Handschuhe sind auch schon ausgezogen. Eine gute Zeit für ein paar Handy-Fotos mit dem HTC Desire HD. (Anklicken für 1000er Auflösung)

Bevor es weitergeht beschließen wir die Mopeds zu tauschen. Eigentlich ist seine AC Schnitzer Version meiner K1200r Sport sehr ähnlich und doch ist sie anders! Ich sitze höher, es kommt mir vor als wäre ein Teil verbaut, welches das Heck höher stellt. Der Superbike-Lenker ist noch breiter als an meiner K1200r Sport und die Bugverkleidung wurde bei AC Schnitzer durch eine kleine Lampenverkleidung ersetzt. Der Schnitzer Auspufftopf sieht nicht nur viel besser aus als die von BMW im Original verbaute “Thermoskanne” er hört sich auch so richtig gut an. Trotz dB-Killer produziert diese Maschine einen sonoren Sound der richtig Spaß macht.

Am allermeisten überrascht mich die Sitzposition und das Handling dieser Schnitzer-Variante der K1200r Sport. “Das Ding fährt wie ein Fahrrad” geht es mir durch den Kopf, wie ein Fahrrad das mit einer Rakete angetrieben wird. Vielleicht irre ich mich, aber bei Schnitzer scheint man auch etwas an der Motorsteuerung geändert zu haben. Dieses Biest hängt noch gieriger am Gas als meine 100% originale K1200r Sport.

Vor mir gibt sich Hermann auf der alten K1200RS alle Mühe mich abzuhängen, aber es klappt nicht. Nun wird mir auch klar warum ich mit der schweren etwas unbeweglichen alten K1200RS zuvor keine Sonne gesehen habe. Das Handling dieser Schnitzer Version ist nicht nur besser als bei der originalen “Basis” es ist auch ungleich besser als beim doppelt so alten Vorgängermodell. Die K1200RS macht auch Spaß, aber die Sitzposition ist völlig anders, das Drehverhalten des Motors ist viel entspannter und ruhiger. Die Leistungsentfaltung ist sehr satt und gleichmäßig, aber gegen die deutlich leichtere und 32 PS stärkere Schnitzer BMW hat sie keine Chance.

Vielleicht würde es auf einer längeren Autobahnstrecke etwas anders aussehen. Auf der K1200RS sitzt man deutlich tiefer und die Sitzposition ist deutlich nach vorn geneigt. Der AC Schnitzer Superbike-Lenker ermöglich im Gegenzug ein genial leichtes Handling aber auch eine völlig aufrechte Sitzposition. Es ist fast wie auf einem “Hollandrad”. Bei Geschwindigkeiten bis 120 km/h ist das kein Problem, aber darüber könnte es doch anstrengend werden. Hier und auch nur hier könnte die K1200RS Punkte sammeln. In allen anderen Disziplinen hat die K1200r Sport mit ihrem neuen Fahrwerk und völlig neuem Motorkonzept die Nase vorn.

Nach einem Tankstopp bei Nahstätten tauschen wir wieder unsere Motorräder. Irgendwie macht die alte K1200RS trotzdem Spaß. Ok, sie ist deutlich schwerer, wirkt im Vergleich etwas träge, aber sie läuft auch sehr souverän und “unaufgeregt”. Auf der Aartal-Straße lässt Hermann es erneut so richtig krachen und ich habe nun wieder große Mühe “dran zu bleiben”. In einigen Kurven schleift plötzlich meine Stiefelspitze am Asphalt. Immer mal ein kurzer Schreck, danach stelle ich die Füße mit den Ballen auf die Rasten, nun schleift nichts mehr. Im Zweifel würde jetzt die Fußrasten aufsetzen, aber so weit will ich es nicht treiben, schließlich haben die beiden neuen Reifen erst knapp 200 Straßenkilometer gesehen…

Fazit:

Wieder daheim kann ich gut verstehen warum Hermann von seiner K1200r Schnitzer so begeistert ist. Das Ding geht richtig ab, der Motor ist eine Musterbeispiel für Laufruhe und Drehfreudigkeit. Im direkten Vergleich zur “Basis-Version” ist diese K1200r Sport noch einfacher zu fahren. Ihr Motor läuft “gefühlt” satter und ist durch die geänderte Verkleidung wird das Motorrad während der Fahrt irgendwie kleiner und leichter als eine “normale” K1200r Sport.

Doch auch die doppelt so alte und etwa 80 Kilogramm schwerere K1200RS hat ihre Stärken. Mit diesem Motorrad fährt man sehr entspannt, trotz der etwas sportlicheren Sitzposition. Dieses Motorrad verleitet weniger zum “Kurven-Räubern”, ihre Domäne sind das entspannte “Kilometer-Fressen” auf wunderschönen Landstraßen und die flotte Hatz auf der Autobahn. Trotz der 100.000 Kilometer läuft die K1200RS noch sehr ruhig, lediglich bei kaltem Motor dringen hin und wieder Geräusche an das Fahrer-Ohr die man eigentlich eher nicht vernehmen möchte. Aber das scheint mir “hausgemacht” zu sein. Ist der Motor war, sind die Geräusche weg. Die Getriebe lassen sich übrigens bei beiden Modellen sehr gut bedienen. Dass man bei BMW keine Getriebe bauen kann, scheint mir ein Marketing-Gag der Japanischen Motorradhersteller zu sein :-)

Wirklich vergleichen kann man diese Motorräder nicht, dafür sind sie zu verschieden, ausgeprägten Fahrspaß entwickeln aber beide Modelle. Und nicht zu vergessen, eine K1200RS ab Baujahr 2001 (das neuere Modell) bekommt man in gutem Zustand bereits ab etwa 3.000 Euro. Eine gute K1200r Sport ab Baujahr 2006 wird bei 8.000 bis 9.000 Euro liegen. Wer nicht so viel Geld ausgeben möchte oder kann und mit der Charakteristik der älteren Maschine leben kann, der sollte hier ggfs. zugreifen.

Übrigens hat sich das Fahrverhalten der K1200RS mit der Montage der Michelin Pilot Road 3 (MPR3) drastisch verbessert. Wer mit dem Fahrverhalten seines Motorrades nicht ganz glücklich ist, der sollte vielleicht mal diese neuen Reifen ausprobieren!


Kältetest mit Nikon P7100

Die Nacht war wieder viel zu kurz und die Woche beginnt wie immer völlig überraschend. Um 6h30 bin ich startklar. Mit der blauen BMW geht es über die Dörfer nach Ahrweiler, dann über Altenahr und Ahrbrück in Richtung Adenau. Vorbei am Nürburgring über Cochem nach Kaub. Weiter nach Simmerin, ich will via Bad Kreuznach nach Mainz. Irgendwann lese ich auf dem Display meines TomTom Urban Rider, dass die voraussichtliche Ankunftszeit mit 11h30 veranschlagt wird. Das ist nun doch ein wenig zu spät.

In der Nähe von Simmern plane ich um “Mainz – Schnellste Strecke”. Es geht auf die B50 in Richtung Stromberg. Nach einer endlosen Baustelle geht es dann zügig vorwärts. Was ich nicht weiß ist, dass auf der A3 ein Gefahrgut-Transporter verunglückt ist. Die gesamte A3 ist gesperrt, es ist Phosphor-Säure ausgelaufen. Vermutete Ursache: Sekundenschlaf…

Kaum bin ich auf der A61 stehe ich im Stau und in was für einem Stau! Zusätzlich ist es blöd, dass direkt vor mir mehrere Polizeifahrzeuge ebenfalls im Stau stehen. Nach etwa einer Stunde habe ich es zum Rastplatz Hunsrück geschafft. Über die winzige Zulieferer-Straße verlasse ich heimlich still und leise die Autobahn. Es geht scharf links, eigentlich ist diese Straße nur für die Land- und Forstwirtschaft frei gegeben. Das TomTom blinkt, eigentlich darf ich hier gar nicht her fahren… Etwas später bin ich dann bei der Stromburg in Stromberg. Kurz drauf versuche ich mich erneut mit der A61 und lande mitten in einer Großbaustelle. Ja hört das denn niemals auf? Um kurz nach 11h bin ich im Büro, frisch geduscht und umgezogen, hat doch noch geklappt…

Später am Abend gibt es noch einen Burger in Oppenheim, das Wetter ist schön und ich genieße die Kilometer auf der B9 am Rhein entlang. Mit hereinbrechender Dunkelheit erreiche ich mein kleines Mainzer Appartement. Die frisch “reparierte” neue Nikon P7100 habe ich in einem der Motorradkoffer dabei. Und mir kommt in den Sinn, dass ich sie einem kleinen Kältetest unterziehen könnte. Ein paar Bierflaschen werden beiseite geschoben und dann kommt die P7100 in den Kühlschrank hinein. Tür zu – Tür auf – Bier raus – Tür zu – Tür auf – Bier raus – Tür zu – so geht das eine ganze Weile. Später schneide ich schnell am Mac mit iMovie eine kleines Filmchen zusammen und denke mir für den Schluss noch eine kleine völlig unerwartete Überraschung aus :-)

 

Hicks…


Spätsommertour mit Sandra

Es ist Sonntag, die Sonne lacht und Sandra und mich hält nichts mehr daheim. Rauf auf’s Moped und los geht’s. Kurz zuvor haben wir uns eine detaillierte Karte ausgebreitet, eine Route ausgesucht und uns einige wichtige “Eckpunkte” eingeprägt. Es soll über Rheinbach und Euskirchen nach Schleiden gehen. Dann wollen wir in Richtung Koblenz fahren und zum guten Schluß über die B9 am Rhein entlang zurück nach Bonn. Diesmal ist eine GoPro HD HERO 1080 dabei. Ab Meckenheim lasse ich sie mal am Bug meiner blauen K1200 mitlaufen. Sandra hat ihr TomTom Rider programmiert und sie fährt vor. Für mich ist das sehr entspannt, ich muss nicht ständig in den Spiegel schauen, ich muss mir keine Sorgen machen und es gibt auch keine Standpauke wenn ich mal wieder zu schnell gefahren bin. Inzwischen hat Sandra sich auch daran gewöhnt mal vor zu fahren. Mit dem neuen TomTom Urban Rider kommt sie recht gut zurecht, auch ohne Headset. Am Freitag habe ich noch schnell die neue Aktivhalterung angebracht, so dass wir uns jetzt auch keine Sorgen mehr im Bezug auf den Ladezustand der TomTom-Batterie machen müssen. Das Display steht jetzt immer auf voller Helligkeit und schaltet sich zwischendurch auch nicht ab, denn Strom muss nun nicht mehr gespart werden!

Kurz hinter Schleiden finden wir eine nette Imbißbude am Straßenrand. Hier ist man zu 100% auf die Motorradfahrer aus Holland eingestellt. Es gibt Frikandel und Pommes Spezial oder kurz: Alles was das Bikerherz begehrt. Später wird mir beim Sichten des Materials auffallen, dass der Temperaturunterschied zwischen der Innenseite des Unterwassergehäuses und der Umgebung zu groß war und dass sich daher wieder Feuchtigkeit vor dem Objektiv der kleinen GoPro niedergeschlagen hat. Und wieder ist dies die Bestätigung, dass wirklich gelungene Video-Sequenzen mit einer GoPro viel mit Glück zu tun haben! Ok, wenn man es weiß, kann man ab und zu ja auch mal anhalten und die Kamera kontrollieren…

Frisch gestärkt tausche ich schnell die beiden Sitzbänke. Die Sitzbank mit der niedrigen Sitzhöhe kommt auf meine blaue K1200, ich kann jetzt mal mit meinem “Mädchenmotorrad” fahren – super! Die kleine GoPro Kamera montiere ich an Hecker der blauen K1200 und so kann ich mich dann fast 90 Minuten lang selber filmen. Ok ok, mein Drang nach Selbstbestätigung mag jetzt übermäßig wirken, aber ich fahre seit 30 Jahren Motorrad und habe immer noch keinen Film auf dem mal zu sehen ist wie ich auf meinem Moped sitze, ist doch traurig – oder?

Der Strom der kleinen GoPro Kamera reicht noch bis Maria Laach. An einer Ampel sehe ich noch wie sie sich abschaltet. Sie hat nun fast drei Stunden durchgehalten und das im Modus 5 = Full HD – gar nicht schlecht!

Allerdings ist von Full HD später nicht viel zu sehen. Die Kamera vibriert wie die Hölle und weite Passagen sind völlig unscharf und verwackelt. Wenn ich Sandra filme, versuche ich unter 6.000 U/min zu bleiben und jeden Schubbetrieb zu vermeiden, denn genau dann vibriert die K1200 besonders stark. Manchmal bin ich auch schon eine Weile mit gezogener Kupplung hinter Sandra her gerollt um ein paar scharfe Bilder aufzeichnen zu können. Aber im Gegenzug fährt sie wirklich super, alles ist sehr kontrolliert und sie überläßt nichts aber auch gar nichts dem Zufall. So kann man als Bikerlady 100 Jahre alt werden, großartig!

Später wird dann das Videomaterial gesichtet. Es sind wieder wahre Daten-Sintfluten  zusammen gekommen. Bis das alles verarbeitet ist vergeht wieder fast ein ganzer Tag.

 

 


Von Bernkastel nach Koblenz

Es ist wieder Wochenende und es geht an einem wirklich supertollen Spätsommertag mit der blauen K1200 heimwärts. Woher fahren wir denn diesmal? Ich habe noch die mahnenden Worte meines Nachbarn Tobias im Ohr “Du musst auch mal woanders entlang fahren. Immer nur am Rhein, das wird auf Dauer doch total langweilig!”

Wie Recht er doch hat, nicht nur für Euch “Zuschauer” sondern auch für mich als”Filmproduzenten” ist es schön mal ab und zu eine neue Strecke auszuprobieren. Da es einer der letzten schönen Tage sein wird, habe ich mir etwas besonderes überlegt. Es soll von Mainz über die A60/A61 und die B50 nach Bernkastel an der Mosel gehen. Dann ganz entspannt an der Mosel entlang nach Koblenz, dort auf die B9 und ab nach Hause.

Einige kleine Videoschnipsel habe ich dazu ja schon gepostet. Heute war dann nach ziemlich genau 132 Stunden der “Roh-Film” erstellt, der alle drei Kameraperspektiven enthält. Darüber habe ich ja auch schon kurz berichtet. Aus diesem “Rohfilm” habe ich dann heute einen kleinen Extrakt erstellt und ihn mit etwas “Chilout-Musik” unterlegt die zum Lieferumfang der Software “Magix Retten Sie Ihre Videocassetten” gehört.

Hier ist nun mein Video! Vielleicht bedenkt ihr beim Anschauen, wie viele Kilowattstunden Strom für die Erstellung und den Upload notwendig waren! :-)

Hier nochmals die Tour in der Übersicht – das Video zeigt den Abschnitt von Bernkastel nach Koblenz und ein Stückchen der B9 in Richtung Bonn.


Von Bernkastel nach Koblenz

Es ist wieder Wochenende und es geht von Mainz zurück nach Bonn – nur wie?? Um 15h bin ich startklar, den TomTom Urban Rider “sage” ich zunächst, dass es mir den Weg nach Bernkastel an der Mosel zeigen soll. Meine K1200r Sport ist vollgetankt und es geht bei Mainz auf die A60 in Richtung Westen. Bei Bingen wechseln wir auf die B61, kurz hinter Stromberg biegen wir ab auf die B50 in Richtung Bernkastel. Nach etwa 120 Kilometern bin ich dann an der Mosel. Das Wetter ist ein Traum und ich bin wirklich glücklich, dass wir nach dem durchwachsenen Sommer nun einen schönen Oktober haben.

In Bernkastel ein kurzer Stopp und nun werden alle Kameras “gezündet”. Beim Aufsteigen erwische ich die hintere Kamera mit dem Fuß und dabei habe ich sie dann tatsächlich abgeschaltet. Dies fällt mir aber erst beim nächsten Zwischenstopp und der “Kamerakontrolle” an einer Baustellenampel auf – na egal, die hintere Kamera hatte eh fast nur Gegenlicht – ok – ist doch schade… Es ist DIE TOUR des Jahres und von drei Kameras laufen nur zwei :-(

Die Mosel hat deutlich mehr Brücken als der Rhein und so kann man munter lustig hin und her wechseln – ein Angebot, das ich auch gern annehme!

Bei Koblenz geht es dann auf die B9 und ab nach Bonn. Daheim angekommen wartet Sandra schon mit Wein und Pizza – großartig! Die Tour hat rund 4 Stunden gedauert, ich bin gut 300 Kilometer gefahren und hatte einfach nur Spaß – ein genialer Start isn Wochenende!

Dabei sah es am Vormittag zwischendurch noch so aus, als würde alles ins Wasser fallen. Es gab Probleme bei der Installation unseres neuen Software-Releases in einer Windows 2003 Umgebung mit Citrix Servern. Ein zentrales Steuerelement der DateTime-Picker hat immer das aktuelle Datum angezeigt und man konnte das Datum auch nicht löschen. Blöd, wirklich blöd und so wäre ein sinnvoller Test durch die Fachseite nicht nöglich gewesen. Aber dank der tollen Zusammenarbeit mit unserem überaus pfiffigen Projektleiter war das Problem um 13h aus der Welt und so konnte ich einen der letzten Tage doch noch genießen und eine Tour fahren die nicht ganz alltäglich ist.

Und so sah sie aus: (Der Link öffnet die Karte in Google-Maps, oder einfach das Bild anklicken, dann wird es groß)

Nach der Pizza schaut sich Sandra eine Doppelfolge von Cobra 11 an. Ich als “Fernsehverweigerer” schneide noch schnell zwei Videos aus dem vieln Material das ich auch heute wieder eingefangen habe…

Zunächst die letzten Minuten bevor ich Bernkastel an der Mosel erreiche. Der “Abstieg” von der B50 hinab zur Mosel ist wirklich schön!

 

Dann habe ich hier noch einen Soundcheck mit der GoPro HD HERO 960 in einem komplett geschlossenen Unterwassergehäuse. Die Kamera ist mit einem Rohrhalter an den Superbike-Lenker (AC-Schnitzer) meiner K1200 Sport montiert. An der Shell Tankstelle kann ich von der Kasse aus sehen, wie ein paar Autofahrer neugierig um mein Moped mit den drei GoPro Kameras und dem TomTom Navigationssystem herumschleichen – irgendwie sind die Kameras doch ein wenig peinlich, aber ohne sie gibt es keine Videos…

 

Morgen gibt es dann ein volles heimisches Programm. Bloggen, aufräumen, Bürokrams erledigen und nachmittags zusammen mit Sandra ihr neues Auto abholen. Ob sie dann endlich wieder schlafen kann??

 


Von Mainz nach Gau Algesheim

Es ist einer der letzten wunderbaren Spätsommertage und daher sollte man diesen Tag genießen so gut es eben geht! Um 18h sind Hermann und ich dann startklar. Seine silberne K1200 AC Schnitzer sieht schon wieder anders aus. Jedesmal wenn wir uns sehen, sind wieder ein paar Aufkleber runter und irgendwas ist neu lackiert oder frisch poliert. Eine echte Liebesbeziehung wie sie nur ein Biker verstehen kann :-)

Ich schnappe mir noch schnelle die kleine GoPro HD HERO 960 und los geht der Spaß. In Gau Algesheim gibt es ein Eis und im allerletzten Abendlicht sind wir dann wieder in Mainz. Noch schnell tanken und dann das Video schneiden. Ein bisschen Musik finde ich auch noch. Diesmal sind es drei schon etwas ältere Songs von Gereon M. Hillebrand.

 

Mal sehen wie heute das Wetter wird. Die drei GoPros sind schon wieder startklar. Vielleicht könnte es von Mainz nach Bernkastel gehen, dann an der Mosel entlang bis kurz vor Koblenz und dann durch die Eifel nach Bonn? Klingt das nach einem Plan? Oder mal schauen ob die Aartalstraße nun wieder frei gegeben ist? Na, wir werden es sehen – im wahrsten Sinne des Wortes :-)


Über Ochtendung und Hunsrück nach Mainz

Täglich grüßt das Murmeltier, so auch um kurz nach 5h am Montag den 12. Februar. Am Wochenende habe ich etliche Stunden im Stau auf den Autobabhnen dieser Welt verbracht. Heute will ich mir mal wieder den Wind um die Nase wehen lassen, endlich mal wieder dieses Gefühl der Freiheit genießen. Und das auf dem Weg zur Arbeit, wie priviligiert kann man eigentlich sein :-)

Um kurz nach 6h ist das Moped startklar, es geht wieder los. Es wird vielleicht eine der letzten Touren des Jahres werden, mal schauen mal ob wir nach dem unbeständigen Sommer vielleicht einen goldenen Oktober bekommen.

Am Abend zuvor habe ich mir eine Route überlegt. Ganz klassisch mit einer Landkarte und Google Maps…

Inzwischen wird es später hell, daher soll es zunächst über die Autobahn nach Ochtendung an der A61 gehen. Dort will ich tanken und weiter durch die letzten Ausläufer der Eifel hinab zur Mosel fahren. Dann entlang der Mosel und über den Hunsrück in Richtung Stromberg. Dort soll es wieder auf die A61 und weiter nach Mainz gehen.

Der Plan funktioniert – um kurz nach 7h ist der Tank voll, die drei GoPro Kameras laufen, der Spaß beginnt…

Kamera Nummer 3 habe ich diesmal zunächst nicht am Helm sondern mit dem Rohrhalter am Lenker montiert. So kann ich später mal schauen wie ich auf dem Bock sitze und in der Gegend herum schaue. Später unten an der Mosel halte ich kurz an und wechsle die Perspektive, nun kommt die Kamera an den Helm. Ausgeschaltet wird nichts, dann muss ich später auch nichts neu synchronisieren…

Hier ein Ausschnitt der Tour – Anklicken um die  Originalgröße zu sehen…

Das Tal durch das ich eigentlich fahren will ist leider gesperrt, aber es gibt hier so viele verwunschene Täler in Richtung Süden, ich nehme einfach mal das nächste Tal. Das TomTom Urban Rider zeichnet derweil den Track auf, verrät mir ob ich eine Spitzkehre vor der Nase habe und wann der nächste Abzweig kommt. Wirklich praktisch!

Später in Mainz dann unter die Dusche und ab ins Büro, Geld verdienen für den nächsten Ritt – das wird am Donerstag sein. Mal sehen welche Route ich dann finde :-)

Zwei Tage später ist das Video schon online! Diesmal habe ich die Bugkamera nach oben gesetzt und die Heckkamera nach unten. Die wacklige Helmkamera ist auf einen kleinen Ausschnitt unten links reduziert – so gefällt mir das eigentlich auch ganz gut. Welche Musik soll ich diesmal nehmen? Ich krame mal wieder in meinem Archiv und finde tatsächlich noch ein paar etwa 25 Jahre alte Wave-Files mit selbstgemachter Mucke. Das Equipment ist noch so ähnlich wie beim letzten “Easy Rider”. Und da ist sogar noch ein kleiner Auszug aus der deutschen Fassung der Matrix – genial! Am Anfang ein kurzes Brummen aus einem Song von Rammstein, ein Dolby-THX Kracher und schon habe ich beisammen was ich suche.

Für den Schnitt habe ich mir Magix Video Deluxe V17 auf meinem Mainzer Windows Vista 64-Bit PC installiert. Dieses Ding habe ich seit es hier den Mac Mini gibt nicht mehr benutzt. Aber mit iMovie kann ich nicht ohne weiteres ein zweifaches Bild im Bild zusammenkleben. Also muss die Windows Gurke doch mal wieder ran. Und siehe da, die ist sogar gar nicht so schlecht :-) Nur das Magix Video Deluxe ist schrecklich ungeschickt programmiert. Sobald man ein Bild im Bild hat und irgendwas nicht mit der originalen Geschwindigkeit abläuft, ist ein Vorschau gar nicht mehr möglich. Das haben die Programmierer von iMovie besser gemacht! Der Schnitt durch drei Videospuren und vier Audiospuren ist nervig. Also exportiere ich zunächst eine Variante mit zweifachem Bild im Bild im WMV-Format. Am nächsten Tag ist es dann fertig und ich kann es wieder importieren. Nun lege ich die Musik darunter und schneide es auf etwa 5 Minuten zusammen. Der Export und Upload zu YouTube dauert rund drei Stunden.

Als ich dann mitten in der Nacht auswache ist das neue Video tatsächlich online. Ich kann gerade eh nicht schlafen, warum nicht kurz was bloggen :-)

Ok, hier ist es nun mein neuestes “Easy Rider Video” – Eine Mopedtour ohne Risiko mit 100% Spaß…

 

Brenzlige Situationen hat es diesmal fast keine gegeben. Nur kurz vor meinem Mainzer Appartement zeigt sich wieder, dass man als Motorradfahrer niemandem auf dieser Welt trauen darf – gesünder ist das!!


Space Ride

 

Das Wochenende steht vor der Türe und es geht wieder einmal mit der blauen K1200 zurück nach Hause. Welche Strecke nehmen wir denn heute? Auf der A60 in Richtung Bingen biege ich kurzentschlossen in Richtung Wiesbaden ab. Vor einigen Wochen habe ich mir bei google maps angeschaut, wohin man kommt wenn man in Rüdesheim nicht links in Richtung Rhein, sondern nach rechts in Richtung Weinberge abbiegt. Das will ich heute mal ausprobieren! Kurz vor Rüdesheim wird schnell voll getankt. Dann werden die drei GoPro Kameras gestartet und los geht der Spaß.

Irgendwann treffe ich wieder auf die Straße im Wispertal. Das Navi will nach links, aber ich fahre nach rechts, nach Osten! Denn wenn man nach nachmittags nach Osten fährt, scheint einem die Sonne nicht ins Gesicht und auch nicht in die Kameras! Bei einem kleinen Restaurant lasse ich mich von meinem TomTom Rider überreden doch mal nach links in Richtung Norden abzubiegen. Diese Straße ist in schlechtem Zustand, überall ist Rollsplit aber die Landschaft ist toll! Später geht es mit der Routenführungsoption “Kurvenreiche Strecke” weiter nach Nassau an der Lahn. Von dort dann über Koblenz und die B9 rasch nach Hause, Sandra wartet schon!

Zum Wochenende ist dann ein wenig Zeit das Video zusammen zu setzen. Diesmal waren die Positionen der Kameras recht gut gewählt. Das LC-Display habe ich daheim gelassen, ich weiß jetzt ungefähr wie ich die Kameras positionieren muss. Und ich werde den Verdacht nicht los, dass die kleinen GoPros mit angesetztem LC-Display einfach mehr Strom verbrauchen, selbst wenn dies abgeschaltet ist!!

Für Bug und Heck nehme ich die 1080er GoPro in voller HD Auflösung (Modus 5). Am Helm habe ich die kleine GoPro HD HERO 960, sie zeichnet im Format 720p (Modus 2) auf. Bei der 960er ist im Modus 720p der Blickwinkel größer als bei der 1080er im Full-HD Modus. Daher ist sie am Helm recht gut geeignet. Die 1080er benötigen scheinbar deutlich mehr Strom wenn sie im HD-Format aufzeichnen. Als ich nach mehr als drei Stunden daheim in Bonn eintreffe, sind die beiden 1080er schon abgeschaltet, sie haben bis kurz hinter Koblenz durchgehalten. Die 960er am Helm zeigt, dass noch Strom für eine weitere Fahrt vorhanden wäre. Krass gell?

Als bei der Tankstelle der Seitenständer einklappt, macht es ein lautes Geräusch und das zeichnen alle drei Kameras auf. Mit Magix Video De Luxe Version 17 kann ich mir zu den drei Video-Spuren die Wellenformen der zugehörigen Audio-Spuren anzeigen lassen. Das “Klack” ist auf allen drei Spuren gut zu hören und gut zu sehen. So ist es sehr einfach die Kameras völlig synchron laufen zu lassen. Jede seitliche Bewegung ist bei der vorderen und der hinteren Kamera nun völlig identisch, das gefällt mir gut und es sieht im Video richtig geil aus.

Aus diesen drei Videospuren, die zusammen fast 50GB haben (!!!), erstelle ich über Nacht eine einzige Video Spur in voller HD Auflösung und 6-facher Geschwindigkeit. Am nächsten Tag kann ich das Video dann schneiden und auf einige wenige Minuten verkürzen – schließlich sollt Ihr ja beim Anschauen nicht einschlafen! :-)

Der Soundtrack

Welche Musik soll ich nehmen? Wieder die öde “Royalty-Free-Mucke” von amazon und iTunes? Oder selbstgemachte ebenfalls langweilige Mucke aus früheren Zeiten? Ich entscheide mich gegen iTunes und gegen amazon!

Beim Kramen in den Tiefen meiner Festplatten kommt ein kleines MP3 zu Tage, dass ich vor etwa 25 Jahren mit meinem ATARI 1024-ST mit diversen kleinen Synthesizern und einer selbst gebauten WERSI ALPHA digital DX-300 erstellt habe. Das Mischpult hatte ich damals auch selbst erdacht und zusammen mit einer selbst gebauten MIDI-Switch-Box in das riesige Gehäuse einer uralten Computertastatur eingebaut. Viele Effekt-Geräte hatte ich damals nicht, nur ein Hohner RD500 Delay & Reverb. Dieses Ding war halb analog und klag eigentlich relativ grausig, aber man konnte Hall und Echo gleichzeitig erzeugen! Die Dauer der Echos konnte man in Millisekunden-Schritten einstellen und über den Feedback-Regler einfach oder ewig lang vor sich hin eiern lassen.

Die Aufnahmen habe ich damals an meinem schweineteuren und “irre geilen” Sequential Circuits Prophet-VS eingespielt. Als Sequencer habe ich C-LAB Creator auf meinem Atari benutzt. “Dieser Mist” ist immer wieder zwischendurch abgestürzt und ich kann kaum glauben, dass sich daraus das heutige Garage-Band und Apples Logic-Audio entwickelt haben! Für die Aufnahme hatte ich einen handelsüblichen Kassetten-Recorder. Also nichts mit Mehrspur & Co – alles musste gleichzeitig und im ersten Schuß sitzen! Weil mir damals das Gated Reverb aus Phil Collins “In the air tonight” so gut gefiel, habe ich meinen KAWAI R-50 Drumcomputer ganz fett auf das Echo-Gerät gelegt und eine Echo-Zeit gewählt, die einer 8-tel Note entsprach. Während der Drum Computer dann getrommelt hat, konnte ich den Regler für die Ausgangslautstärke hin und her drehen und so das Echo nur auf einzelne Schläge legen, sehr cool! Zwar hatte ich kein Noise-Gate und es klang auch alles nicht wie bei Phil Collins, aber ich war dennoch wirklich glücklich damit!

So sah mein Equipment damals aus:

Der Vector-Synthesizer – Sequential Circuits Prophet VS (5600 DM)

Die selbst zusammen gelötete WERSI Alpha digital DX-300 (Meine hatte ein schwarzes Gehäuse und Chrom-Füße, der Bausatz hat damals etwa 9600 DM gekostet, der Zusammenbau etwa 4 Wochen!!)

Mein Effekt-Gerät (Ist bis heute irgendwo im Keller in einer Kiste)

Mein Yamaha MU-80 (64-stimmiger General MIDI Expander, habe ich heute noch – nur wo? Irgendwas um die 1200 DM…)

Mein Roland Sound Canvas (ca. 1000 DM – wurde vor 20 Jahren geklaut – Ich glaube er hat 960 DM gekostet…)

Mein CASIO CZ-1000 (Habe ich mir mit Musik-Stunden und Nachhilfe zusammen gespart. Er klang ein wenig wie ein YAMAHA DX-7 für Arme… – Ich glaube ich habe 640 DM dafür bezahlt…)

Und noch mein kleiner KAWAI R-50 Drum Computer (In meinen hatte ich damals eine Speichererweiterung mit mehreren Sound-Chips eingebaut. Oben links hatte er einen fies häßlich Drehschalter… – Keine Ahnung was dieses Ding gekostet hat…)

Und das war mein famoser komplett in Assembler programmierter MIDI-Sequencer…

Ja, so war das! Und jetzt geht es unter die Dusche und dann zur Geburtstagsfeier…

 

 


B54 die Aarstraße

 

Und wieder steht das Wochenende vor der Türe. Morgens bin ich noch zur Massage bei Hermann, meinem motorradfahrenden Physiotherapeuten. Wir unterhalten uns über die schönsten Routen und er schlägt mir für den Heimweg die Straße durch das Aartal vor. Nach der Arbeit geht es kurz zum Umziehen in mein Appartement. Der kleine Mac läuft noch. Super, da kann ich gleich die Route planen. Nach mehreren Anläufen gebe ich es aber auf. Der TomTom Routenplaner ist einfach für nichts zu gebrauchen. Die Touratech-Software läuft nicht auf dem Mac und mit Garmins BaseCamp kann man scheinbar keine Zwischenstopps einplanen. Vielleicht muss ich mich auch nur intensiver damit beschäftigten, aber dafür ist heute keine Zeit. Also muss der gute alte Grips ran!

Will sagen: Karte anschauen, einige wenige markante Wegpunkte ausgucken und das dann IM KOPF BEHALTEN!

Wenig später geht es los. Im Web habe ich gelesen, dass die Aarstraße aus Landes- und Bundesmitteln eine neue Straßendecke bekommt. Laut Zeitungsmeldung sollen die Arbeiten eigentlich schon abgeschlossen sein. Mal sehen… Es geht los und etwa 30 Kilometer später stehe ich kurz vor Adolsfseck dann vor der gleichen Straßensperre vor der ich schon bei der Tour mit Oli und Hauke stand. Aha, Oli wollte mit uns durch die Aarstraße fahren!!

Da hilft nichts, ich muss durch Bad Schwalbach fahren und einen kleinen Umweg nehmen. Meinen TomTom gebe ich als Ziel “Burg-Hohenstein” ein und schon geht es los. Nach einigen schönen Kurven stehe ich dann am Abzweig zur B54. Ich habe die Aarstraße gefunden, endlich!

Nun stellen sich diese beiden Fragen:

  • Rechts abbiegen nach Burg-Hohenstein und dann alles wieder zurück???
  • Links auf direktem Weg nach Hause?

Ich entscheide mich für LINKS.

Die B54 ist toll, aber leider viel zu kurz! Nach ein paar Minuten echtem Fahrspaß geht es immer wieder von einer Ortschaft in die Nächste. Ok, die Orte sind ganz nett, aber ich will fahren nicht gucken!!

Ein Stück vor Limbug geht es dann nach links ab, mein Ziel ist das Gelbachtal. Auch hier ist es großartig, Kurven so weit das Auge reicht und niemand sonst unterwegs, echtes Bikerglück!! Irgendwann komme ich dann auch an die Schaumburg bei Balduinstein, ein GROSSARTIGES Panorama!! Es geht eine Weile an der Lahn entlang und dann hoch in die Berge und ab in Richtung Norden. Als ich daheim ankomme, ist Sandra überrascht wie schnell ich heute war. Tja so ist das wenn man nicht “am Rhein entlang schwuchtelt” wie es einer meiner YouTube-Hasser zu nennen pflegt :-)

Die drei kleinen GoPro-Kameras haben diesmal recht lange durchgehalten und es sind auch keine großen Insekten gegen die Objektive geklatscht. Später montiere ich dann mit “Magix Video de Luxe 17 HD” (ist das ein geiler Name für eine Software…) einen meiner beliebten “TRUE 3D” Filme zusammen. Die musikalische Untermalung stammt von Allround-Genie und Elektronik-Pionier Gereon M. Hillebrand.


Tour mit Oli und Hauke

Es ist Dienstag der 23. August und endlich können Oli Hauke und ich mal zu einer gemeinsamen Tour starten. Das ist nicht selbstverständlich und war auch gar nicht so einfach! Erst war Olis Kawasaki für eine halbe Ewigkeit eine Großbaustelle, dann musste Hauke sieben Stunden lang aus dem hohen Norden anreisen, mein Moped musste startklar sein und das Wetter musste mitspielen. An diesem Tag fällt nun endlich mal alles zusammen, bis auf das Wetter. Es ist schwül warm und nachmittags soll es schwere Unwetter geben. Aber wir lassen uns nicht abschrecken und düsen einfach mal los. Es geht bei Mainz auf die A60 in Richtung Bingen. Wir überqueren den Rhein und verlassen später bei Eltville die B42 in Richtung B260. Es geht über Schlangenbad in Richtung Bad Schwalbach.

Hier ist die mit dem TomTom Urban Rider aufgezeichnete Runde. Einfach anklicken um das Bild in der Originalgröße zu öffnen.

Kurz vor Bad Schwalbach fährt Oli auf einen kleinen Seitenstreifen, er will mir Gelgenheit geben die kleinen GoPro Kameras scharf zu schalten. Aber sie laufen schon! Doch eine kurze Kontrolle ist nie verkehrt! Also schnell den Seitenständer raus, absteigen, hinten und vorn schauen ob die kleine rote Lampe an den Kameras blinkt, da passiert es dann -fast! Normalerweise stelle ich grundsätzlich den Motor ab und lege den 1. Gang ein wenn ich ein Moped parke. Heute läuft der Motor, es ist kein Gang eingelegt und der kleine Parkplatz ist abschüssig. Mist! Während ich auf die vordere Kamera schauen will, kommt mir meine 240 Kilo schwere BMW blötzlich entgegengerollt. Ein schneller Sprung nach vorn, das Moped geschnappt, dabei aus Versehen voll den Gashahn aufgerissen, aber es ist weiter nichts passiert. Nochmal gut gegangen!!

Es geht weiter durch Bad Schwalbach. Oli hat sich die B54, die Aartal-Straße bis nach Nassau ausgeguckt. Dann soll es an der Lahn nach Westen gehen und am Rhein entlang über die B42 zurück nach Mainz. Als wir die Artalstraße hinter Bad Schwalbach ereichen, steht da ein großes Schild. Sie bekommt derzeit eine neue Straßendecke und ist daher für ein paar Wochen komplett gesperrt. Arg… Und dann beginnt es auch noch zu Hageln, das Bikerleben ist hart! Etwas zerknirscht drehen wir um. Oli schaut immer mal wieder auf die Karte die er auf den Tank seiner Kawasaki geklebt hat. Schließlich sagen wir meinem TomTom, dass wir auf kurvenreichen Strecken nach Nassau möchten. Die Straßen die das TomTom vorschlägt sind teilweise für Motorradfahrer gesperrt, wegen Rollsplit und Straßenbau-Arbeiten. Aber egal, wir nehmen sie trotzdem. Kurz nach Sonnenuntergang machen wir dann kehrt, die Runde ist zu groß gewählt und wir haben noch locker 50 Kilometer zurück nach Mainz.

In Mainz angekommen ist es bereits stockfinster. Aber es hat sich etwas abgekühlt, das Unwetter haben wir grandios umfahren und am nächsten Tag können Hauke und ich ja noch eine Runde durch die Weinberge südlich von Mainz drehen.

Heute, etliche Tage später ist dann auch das kleine Video zur Tour fertig :-)


BMW K1200r – Twin Ride

Vor ziemlich genau 8 Wochen sind mein Freund Hermann und ich unsere erste gemeinsame Tour gefahren. Ziemlich genau in der Mitte haben wir damals die Motorräder gestauscht. Danach konnte Hermann eine Weile nicht mehr ruhig schlafen. Seit ein paar Tagen hat er nun auch eine BMW K1200r – sogar einen kompletten AC-Schnitzer Umbau – ein feines Teil – wirklich sexy – man beachte das Kennzeichen!!

Heute war es dann so weit, die erste gemeinsame Tour durch die Weinberge zwischen Mainz und Worms. In den späten Abendstunden geht es los. Das Wetter ist ein Traum und wir lassen es so richtig krachen. Immer mal wieder geht meine K1200 in den Drehzahlbegrenzer, was für ein Geschoß, schier unerschöpfliche Energien setzt dieses Ding frei. Kaum zu glauben wie es auf einer Yamaha R1 mit 182PS bei ca. 182 Kilogramm ist… Meine K1200 hat “nur” 163 PS und wiegt 240 Kilogramm, aber das ist genug um sich ganz ganz schnell tot zu fahren. Als der Versand wieder einsetzt sind wir schon in Alzey. Es gibt einen tollen Eisbecher und im letzten Abendlicht geht es zurück nach Mainz. Was für eine tolle Tour.

Hier ist der Track den ich mit meinem TomTom Urban Rider aufgezeichnet habe.

Ungefähr so sah unser Drehzahlmesser auch aus :-)


Von Rheinbach zum Nürburgring

Es ist mal wieder Montag und es heißt um 5h aufzustehen – wie schwer das bloß wieder fällt… Aber egal, ich freue mich auf eine geile kleine Motorradtour durch die Eifel! Um kurz nach 6h geht es dann los. Das Thermometer zeigt frische 12 Grad! Gut, dass ich das Innenfutter für die Gore-Tex-Kombi am Wochenende gewaschen und erstmals in diesem Jahr wieder in die Kombi geknöpft habe.

Es geht so schnell wie möglich auf die Autobahn, dann nach Rheinbach. Kurz vor dem Monte Mare biege ich nach rechts in eine meiner Lieblings-Strecken ab. Nach ein paar hundert Metern kann ich anhalten und die drei GoPro Kameras scharf schalten. Später im Mainz werde ich dann enttäuscht feststellen, dass die hintere GoPro 960 irgendwie abgestürzt ist. Sie hat nichts aber auch gar nichts aufgezeichnet. Und abschalten lässt sie sich auch nicht mehr, da hilft nur noch “raus mit der Batterie” – danach lebt sie wieder.

Die Helmkamera schafft mit einer frischen Akkuladung etwa zwei Stunden, die Bugkamera ist nach 90 Minuten am Ende ihrer Kräfte. Einmal mehr wird mir klar, mit diesen kleinen GoPro Kameras ein tolles Video aufzuzeichnen ist Glückssache!!

Aber erst einmal kann ich die Fahrt genießen. Es geht über wirklich leere Landstraßen nach Bad Münstereifel. Von dort aus dann auf einigen Umwegen zum Nürburgring. Danach weiter in Richtung A61 und dann ab nach Mainz. Dort schnell duschen und umziehen und dann auf ins Büro.

Später am Abend wird dann das Videomaterial in iMovie importiert und eine kleiner Film erstellt. Ein bisschen Royalty-Free-Music zur Untermalung und ab geht es in Richtung YouTube. Kein Meisterwerk, aber man kann sehr schön die Straße von Bad Münstereifel zum Nürburgring sehen. Biker die das noch nicht kennen werden sich vielleicht freuen. Alle anderen Zuschauer bekommen entweder einen epileptischen Anfall oder sollten einfach wegschauen :-)

 

Und so sieht die mit dem TomTom Urban Rider aufgezeichnete Route aus: (Anklicken für große Darstellung)

Hier noch ein Detail der Strecke von Bad Münstereifel in Richtung Süden – das macht Spaß!

Richtig cool war vor allem, dass es Montagmorgen und nicht Sonntag-Nachmittag war! Keine anderen Autos oder Mopeds auf der Straße, keine Polizei, keine Kinder, kein nix, nur mein BMW und ich. Wie genial wenn man so in die neue Woche starten kann!!


GoPro True 3D Ride

Es ist Wochenende und es geht wieder heim nach Bonn. Diesmal habe ich mir eine Strecke von Eltville via Braubach und Koblenz nach Bonn ausgesucht. Bei Eltwille ein kurzer Zwischenstopp. Die drei GoPro Kameras werden scharf geschaltet. Eine 1080er ist vorn am Bug, eine zweite links am Helm und Nummer drei ist am Heck montiert. In Braubach wird es mit der Zeit langsam eng. Sandra wartet daheim mit dem Essen. Also schnell in Braubach halten, die Kameras kontrollieren, eine SMS abschicken und weiter geht die Reise. Etwa eine Stunde später bin ich daheim und staune nicht schlecht, dass alle drei Kameras völlig synchron aufgezeichnet haben. Lediglich die Akkuladungen reichen nicht gleich lang. Die GoPro am Bug mit angesetztem LC-Display ist immer als erste am Ende ihrer Kräfte. Das Display braucht scheinbar auch dann Strom, wenn es gar nicht eingeschaltet ist – blöd – wirklich blöd!

Die Kameras habe zusammen fast 40GB Video-Material aufgezeichnet. Später setze ich ein 3-faches Bild im Bild im Bild zusammen und exportiere es mit Magix Video de Luxe 17 als 120 Minuten langes WMV auf die Festplatte. Der Spaß dauert fast 8 Stunden! Danach wird es wieder importiert, geschnitten und beschleunigt. Zur Untermalung wähle ich Highwaystar von Deep Purple in einer Version von Gereon M. Hillebrand und seinen Kumpels aus. Das Video wird so geschnitten, dass es zur Länge des Songs passt. Dann wird es erneut exportiert und in Full HD bei YouTube veröffentlicht. Am Samstagnachmittag ist es dann soweit, das neue Biker-Filmchen ist online :-)


Vier Jahreszeiten?

Irgendwie kommt der Sommer nicht in Gang, nun haben wir schon den 18. August und entweder regnet es oder es ist drückend warm und ein Gewitter liegt in der Luft. Na wenigstens war der Frühling schön. Neulich habe ich bei Facebook gelesen, dass da jemand die Vier Jahreszeiten umdefiniert hat: Frühling Arschloch Herbst und Winter…

Ein wenig kann ich mich damit identifizieren, so wie in dieser Geschichte:

Es ist Montag der 8. August und ich habe am 10. August beim Motorad Senger in Rüsselsheim einen Termin für die Bearbeitung einer Rückrufaktion. Es soll ein Hebel an der Hinterradschwinge getauscht werden. Der originale Hebel kann im Winter fest rosten, was bei der ersten Ausfahrt nach dem Sommer zu Problemen führen könnte. Ok, es kostet mich nur eine halbe Stunde, warum also nicht. Bezahlt bekommen die Leute vom Motorradhaus die Arbeit durch das BMW-Stammhaus. Also machen sie das auch ganz gern.

Es ist also Montag und eigentlich würde ich lieber mit dem Auto zur Arbeit nach Mainz fahren, denn die Wetterfrösche verheißen wenig Gutes! Aber ich habe nun einmal diesen Termin. Also bitte ich Sandra mich um 5h zu wecken. Um 6h bin ich startklar, es geht mit der blauen K1200r nach Mainz. Die Koffer habe ich schon am Vorabend gepackt, also schnell das Moped aus der Garage holen, vor der Haustüre alles montieren und los geht es. Meine beiden GoPro Kameras habe ich am Lenker und der Rücksitzbank befestigt. Auf den ersten Metern fällt die Entscheidung heute mal fast die komplette Wegstrecke über die B42 zu fahren. Meist nehme ich morgens die B9 und ab Bingen die A61. Heute soll es mal die B42 sein und heute laufen zwei Kameras mit!

Auf der Bonner Südbrücke beginnt es dann schon zu regnen. Aber ich will mir die gute Laune nicht verderben lassen. So geht es fast 50 Kilometer durch leichten Nieselregen in Richtung Süden. Alles immer schön vorsichtig, wir wollen uns ja nicht auf die Klappe legen.

Ab Koblenz kommt dann sogar die Sonne raus und es macht so richtig “Bock”. Auf der Höhe von Wiesbaden verlasse ich einfach mal die Autobahn und überlasse die Navigation meinem TomTom Rider. Es geht durch ein Industriegebiet und dann am Rhein entlang. Über die Theodor-Heuss-Brücke und danach durch die Mainzer Innenstadt zu meinem Appartement. Als ich dort ankomme ist es ein schöner Sommertag geworden. Ich verstehe die Welt nicht mehr. Schnell duschen und umziehen, dann ab ins Büro.

Am Mittwoch geht es um kurz nach 14h schnell rüber nach Rüsselsheim. Die Reparatur dauert wirklich nur ein paar Minuten. Es gibt noch einen kostenlosen kurzen Check und danach geht es auch schon wieder heimwärts. Am Ende der Woche scheint dann immer noch die Sonne, so ganz schlecht meint es der Sommer dann doch nicht :-) Ich bin um kurz vor 18 hauf dem Moped, es geht kurz auf die Autobahn, aber da ist wieder die Hölle los. Also runter und durch Ingelheim in Richtung Westen. Bei Bingen entschließe ich mich als nächstes Ziel Cochem an der Mosel in mein TomTom Urban Rider einzugeben. Autobahnen sollen gemieden werden und so geht es auf verschlungenen Landstraße nach Rheinböllen. Dort fahre ich auf die B50 auf, aber nur ein paar Kilometer. Dann geht es in Richtung Norden nach Cochem. Und auch das macht so richtig “Bock”. Die Tour ist super cool, die Sonne scheint, es ist angenehm warm und meine Landstraße sind frei. Stunde um Stunde gleite ich durch wundervolle Landschaften nach Norden. Kurz vor Cochem geht es ein kleines Stück an der Mosel entlang, dann über eine Brücke und mitten durch die Stadt. Nun bin ich in der Eifel, der Nürburgring ist nicht mehr weit, die Sonne steht tief und es ist einfach nur eine tolle Route. Ich schwinge mich durch Serpentinen und flitze über schmale Landstraßen. Was für ein Tag.

Leider habe ich bei all dem Männerspass total unterschätzt wie weit das alles ist und so komme ich erst nach fast vier Stunden daheim in Bonn an. Sandra ist schon seit Stunden da, sie hat eingekauft und ein Abendessen gemacht. Als ich meine Wohnung betrete finde ich sie mit Tränen in den Augen vor. Ich bin ohne Pause, ohne Punkt und Komma vier Stunden Motorrad gefahren und habe völlig vergessen, dass wir uns eigentlich um 19h daheim treffen wollten. Big Shit, dieser Abend ist gelaufen!

Bis mein kleines Video der verregneten Fahrt vom 8. August fertig ist vergehen ganze 10 Tage!

Aber hier ist es nun. Leider ruckt es manchmal ein wenig. Das könnte an unterschiedlichen Aufzeichnungsraten liegen, also 25 kontra 30 Bilder pro Sekunde. Aber sicher bin ich mir nicht :-( Es ist also nicht so schön anzuschauen wie ich es mir wünschen würde und auch hier ist die Royalty Free Music wieder ziemlich langweilig. Aber vielleicht gefällt dem einen oder anderen mein kleines “Zeitdokument” ja trotzdem :-)

 

Mein “sonniges Rückreise-Video” schlummert derweil noch auf einer Speicherkarte und wartet darauf zusammen gesetzt und geschnitten zu werden. Na vielleicht klappt das bis Sonntag, mal sehen…

 


Via Eifel und Hunsrück von Bonn nach Mainz

Und wieder ist es Montag und wieder geht es von Bonn nach Mainz und wieder bin ich um 6h startklar. In dieser Woche nehme ich nach langer Zeit mal wieder mein “Mädchenmoped”, denn am Mittwoch habe ich um 14h30 beim Motorradhaus Senger in Rüsselsheim einen Termin. Es soll ein Hebel am Fahrwerk gewechselt werden, alles kostenlos und im Rahmen einer Rückrufaktion. Als ich startklar bin, muss noch schnell entschieden werden wo heute die kleine GoPro Kamera befestigt wird. Meine weiße BMW K1200 hat (noch?) keine Befestigungskugel für einen RAM-Mount-Halter. Also verwende ich den kleinen Plastikhalter, eigentlich ist er für Fahrradlenker gedacht!

Es geht auf die Autobahn in Richtung Süden. Bei Grafschaft fahre ich einfach weiter geradeaus in Richtung Nürburgring. In der Nähe der Sommerrodelbahn halte ich kurz mal an um die GoPro Kamera zu starten. Das Display hilft ein wenig bei der Ausrichtung. Danach wird es abgeschaltet. Später werde ich mich ärgern, dass ich nicht sorgfältiger war. Die Straße sieht man nur ganz oben im Bild, wirklich schön ist das nicht, aber es ist ja auch der erste Versuch mit meiner weißen Rakete :-)

Es geht vorbei am Café Ahrwind, das früher einmal Fahrtwind hieß. Nach dem Wechsel des Pächters wurden einfach nur zwei Buchstaben entfernt. Das neue Café Fahrtwind ist nur ein paar Kilometer weiter südlich. Es ist noch dunkel und die Kälte kriecht langsam durch die Kombi. Das warme Innenfutter habe ich mal daheim gelassen, die Wettervorhersage geht von 24°C am Nachmittag aus, da würde ich mit Innenfutter vor Wärme sterben. Also muss ich jetzt frieren!

Auf den Straßen ist wenig los, die Fahrt macht Spaß. Den neuen Shoei XR 1100 habe ich ziemlich zugestopft, nun ist er relativ leise und es zieht nicht an den Augen, aber dafür beschlägt jetzt sogar das Antibeschlagvisier – man kann nicht alles haben! Nach dem Nürburgring geht es weiter in Richtung Cochem an der Mosel. Nachdem ich die Mosel überquert habe geht es in Richtung Hunsrück. Inzwischen ist es schwer neblig geworden. Die Suppe ist doch dicht, dass man kaum schneller als 70 km/h fahren kann. Zweimal taucht direkt vor mit ein weißer LKW aus dem Nichts vor mir auf, was für Schrecksekunden.

Nach etwa 100 Kilometern geht es für kurze Zeit auf die B50, die Baustelle ist immer noch nicht fertig. Genau hier bin ich zuletzt am Donnerstag im allerschönsten Abendlicht i umgekehrter Richtung entlang gefahren. Während ich mit 60 km/h einen Audi A6 “verfolge” denke ich darüber nach, ob ich vielleicht beide Videos geschickt kombinieren könnte.

Dann bin ich schon bei Rheinböllen. Es geht runter von der autobahnähnlichen B50, ab zur nächsten Tankstelle. Nach dem Tanken vergesse ich dann die Kamera wieder einzuschalten. So geht es dann total vorschriftsmäßig weiter über Stromberg, Bingen und Ingelheim in Richtung Mainz. Hätte ich gewusst, dass ich eh nichts filme wäre ich vielleicht etwas flotter gefahren :-( Aber egal, als ich in Mainz eintreffe scheint die Sonne, ein toller Sommertag beginnt. Schnell zum Appartement, duschen umziehen und dann ins Büro. Was für eine coole Tour – im wahrsten Sinne des Wortes – leider aber nicht ganz vollständig gefilmt :-( Ach egal, in 1080p hat die kleine GoPro ganze 12GB auf der SD-Karte gespeichert – das sollte ausreichen!

Später am Abend geht es noch einmal dem kleinen Mac Mini an den Kragen. Er steht noch halb zerlegt mit der neuen 500GB Hybrid-Festplatte in meinem Appartement. Seit dem Festplattentausch und der Installation von OS-X Lion vor einigen Tagen produziert er ständig Fehlermeldungen. Eine Woche zuvor hatte ich abends gemeinem mit meinem Nachbarn Tobias die Platte zurück getauscht, aber alles ohne Erfolg. Danach hat der Verbindungsaufbau zur Tastatur via BlueTooth nicht mehr funktioniert. Mir war unklar warum und so habe ich in der letzten Woche eine billige USB-PC-Tastatur samt Funkmaus gekauft. Eigentlich dachte ich, die Funkmaus würde über Bluetooth mit dem Mac kommunizieren, aber falsch gedacht, es gibt noch andere Funk-Standards! So konnte ich also mit der kleinen neuen Maus kein “Ersatz-Bluetooth” einrichten :-(

Am Wochenende habe ich mir dann daheim in Bonn einen kleinen HAMA Nano-USB-Bluetooth Stöpsel gekauft. Einen Mac-Treiber habe ich dafür nicht gefunden, Ob der Stöpsel wirklich am Mac funktionieren wird? Ich stecke ihn also mal in einen freuen USB-Port, er blinkt, aber es funktioniert nicht. Der halb zerlegte Mac kennt keine Blue-Tooth-Devices mehr. Also herunter fahren, Strom abstellen und schauen was los ist. Die Ursache ist schnell gefunden, es ist eines dieser winzigen Kabel abgerutscht. Es geht zu einer der drei Antennen, sicher ist das die Bluethooth-Antenne! Nach einem wirklich behutsamen Versuch ist der Mac dann so zusammen gesteckt, dass es mit der Blueteooth Connection klappt.

Aber die Fehlermeldungen kommen immer noch:

  • Der NovamediaDiskSupressor ist eine Power-PC Anwendung die nicht mehr unterstützt wird
  • Die Kernelerweiterung IOKitUSBMassStorageClass.kext oder eine Abhängigkeit davon wurden nicht gefunden
Vielleicht hilft eine Reparatur-Installation? Nur wie geht das? Eine DVD habe ich nicht, weil ich das OS-X Lion über den neuen Appstore installiert habe! Aber auch hier hilft es weiter wenn man eine Suchmaschine wie Google bedienen kann :-) Man öffnet den AppStore und klickt mit gedrücktem “Options-Key” auf die “Purchased-Items”. Ok?! Was ist am Mac der Options-Key? Noch mal googeln, gemeint ist die Alt-Taste! Super, es klappt auf Anhieb! Nun steht neben allen gekauften Programmen statt “installiert” das freundliche Wörtchen “installieren”. Also schnell klicken und schauen was geschieht. Ohje, der Download muss erneut ausgeführt werden und das dauert locker 5 Stunden. Mitten in der Nacht ist der Download fertig und ziemlich verschlafen starte ich die Reparatur-Installation. Als ich am Dienstag um 7h13 die Dusche verlasse ist die Installation durch, aber die Fehlermeldungen kommen noch immer. Also geht es für ein paar Stunden ins Büro und dann können wir uns wieder dem kleinen noch immer halb zerlegten Mac widmen!
 
Nach einer längeren Suche auf der Festplatte finde ich dann die Zugangssoftware zum 4 Jahre alten Vodafone UMTS-Stick. Da wird der Novamedia-Krams verwendet. Weg damit und schon ist es eine Fehlermeldung weniger! Im Verzeichnis /System/Library/Extensions finde ich dann auch die schrottreife Kernelerweiterung. Ab in den Papierkorb damit und schon ist Ruhe! Super, schnell den Deckel drauf stecken und das Montagsvideo schneiden. Irgendwann nach Mitternacht ist es fertig, es muss nur noch exportiert werden. Am Mittwoch um 7h14 ist der Export fertig, aber das 11 Minuten lange Video ist fast 4GB groß! Wie soll ich das zu YouTube hinüber schaufeln? Ganz einfach, gar nicht! Also einen neuen Export in iMovie starten, diesmal direkt zu YouTube. Rund 12 Stunden später ist das Video dann tatsächlich online.
 
Wirklich schön und spannend ist es nicht und die ganze GEMA-freie Musik ist eher nervtötend.
 
Aber was will man machen “ohne Arme”? Nimmt man coole Musik verletzt man sicher irgendein Urheberrecht und die Trickserei mit schneller, leiser & Co. funktioniert auch nicht. YouTube erkennt sogar Musik die während einer Videoaufzeichnung in einem Auto im Radio lief! Klar kann man das Beschwerdeformular ausfüllen, aber das hilft langfristig nicht weiter. Das Video ist danach vielleicht für ein paar Tage wieder online, wird aber mit großer Sicherheit irgendwann wieder gesperrt. Wirklich nervig ist das!
 
Aber egal, hier ist mein neues Meisterwerk – seid stark!! :-)
 
 
 
 

Eine neue Woche in Mainz

Update am 12.08.2011:

Hier habe ich noch eine Version mit GEMA-freier Musik. Die sollte man sich hoffentlich auch in Deutschland ohne Probleme anschauen können :-)

 

Als mein Telefon klingelt ist es 5h morgens, es ist mein privater Weckruf und es ist schön am Morgen Sandras vertraute Stimme zu hören. Kurz drauf stehe ich unter der Dusche, dann schnell anziehen und das Motorrad satteln. Heute darf mal der Tankrucksack mit den ich noch nie benutzt habe, Kollege Hauke möchte ihn sich mal anschauen. Der Rucksack ist ganz praktisch, hätte ich gar nicht gedacht! Es passt sogar die Nikon D7000 hinein, endlich kann ich mal einen Fotoapparat auf dem Motorrad mitnehmen ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen – cool!

Als es losgeht ist es noch vor 6h – es ist Sommer und doch recht kalt – das Thermometer zeigt gerade einmal 15,5°C – ich trage nur eine Lederkombi und oben herum auch nur ein T-Shirt – nicht wirklich klug – damit hätte ich nicht gerechnet. Bei Bad Breisig fällt mir dann auf, dass die kleine GoPro Kamera wieder einmal im Fotomodus war und ich bei meiner Abfahrt nur ein Bild geknipst habe statt die Aufnahme zu starten. Aber das wird jetzt nach geholt. Kaum habe ich den Seitenstreifen verlassen kommt von hinten ein Typ in einem Porsche, Lichthupe, dicht auffahren, ganz plötzlich steht Pimmelfechten auf dem Programm. Also kurz den Gashahn aufreißen, 2. Gang, 3. Gang, wenige Sekunden vergehen und vom schweineteuren Porsche sind im Rückspiegel nur noch zwei kleine Lichter übrig. Aber da heißt es dann auch schon wieder vom Gas zu gehen. Erstens darf man hier noch gar nicht so schnell fahren und zweitens ist da auch ein Bus der die freie Sicht versperrt. Der Typ im Porsche hat es kapiert, da fährt keine voll bepackte 125er vor ihm, er hält Abstand und kurz drauf ist er dann auch hinter den überholten Autos verschwunden. 2KG/PS sind kein schlechtes Verhältnis :-)

Es geht über die B9 nach Mainz, das Wetter ist nicht so schön wie erwartet. Statt des erhofften grandios eingefärbten Morgenhimmels gibt es nur Nebel im Rheintal. Aber kurz nach Bingen klart es dann auf. In Mainz steuere ich kurz mein Appartement an. Schnell umziehen und dann ab ins Büro, die Arbeit wartet.

Später kopiere ich die Video-Dateien auf meinen Mac Mini. Der Import der Dateien soll mehrere Stunden dauern, da bleibt Zeit für einen Besuch auf der Kirmes gleich nebenan. Als ich zurück bin ist immer noch nicht alles konvertiert, was für eine Datensintflut…

Bis das Video geschnitten, exportiert und bei YouTube hochgeladen ist werden mehrere Tage vergehen!

Am Donnerstag starte ich um kurz nach 7h den Upload. Das Video läuft knapp 28 Minuten und ist etwa 1,8GB groß – wow… Am Abend ist es dann geschafft, das Video ist online – aber in einigen Ländern wegen der unterlegten Musik von Joe Satriani gesperrt. Also schnell das Einspruchsformular ausfüllen, die Songs sind krass zusammen gedampft und die Lautstärke ist reduziert, das wird sich wohl niemand heraus kopieren und auf eine CD brennen wollen.

Schnell noch diesen kurzen Artikel schreiben und dann geht es auch schon wieder zurück nach Bonn. Draußen scheint die Sonne, die Batterie der kleinen GoPro ist frisch geladen und ich überlege welchen Weg ich fahren und filmen soll. Na, schauen wir einfach mal…

Los geht’s – bis später :-)


Happy Weekend

 

Es ist der letzte Arbeitstag dieser Woche. Aufstehen, duschen, anziehen, frühstücken und auf ins Büro. Ein Tag wie jeder Andere. Am späten Nachmittag geht es mit dem Motorrad zurück in mein Appartement. Ich muss an das gemeinsame Abendessen vom Dienstag denken. Am 18. Juli werde ich die buchhalterisch gesehen 1111-te Übernachtung in Mainz haben. Einige der Kollegen haben auch ein Jubiläum und so waren wir alle am Dienstag im Rheingau bei Eltville zum Essen eingeladen. Hier habe ich die Homepage des überragend guten Gutsausschanks Baiken verknüpft. Ein wirklicher Geheimtipp!!

Im Appartement heißt es dann die schmutzige Wäsche zusammen zu packen, kurz die Zähne zu putzen und dann in die Motoradkleidung zu steigen. Als ich “richtig” startklar bin, sind es 28°C und es geht leichter Nieselregen – was für ein Wetter. Auf dem Handy habe ich einen Stau-Melder. Dieses nützliche kleine Programm hat mir verraten, dass die A61 in beiden Richtungen gesperrt ist und dass auf er A60 auch 10 Kilometer Stau sind. Also geht es durch die Mainzer Innenstadt, über den Rhein und dann in Richtung Autobahn. Als die Autobahn in Sichtweite ist sehe ich in Richtung Norden einen krassen Stau, wie fies ist das denn? Also fahre ich in der anderen Richtung auf, jetzt bloß nicht wieder eine Stunde im Stau herumstehen, ich gehe fast ein vor Hitze. Während ich langsam zwischen den LKW in Richtung Frankfurt fahre, programmiere ich das TomTom Urban Rider um. Es lässt sich auch während der Fahrt ganz gut mit Handschuhen bedienen. Kurze Zeit später bin ich dann auf der A3. Hier ist es ziemlich voll, aber der Verkehr fließt wenigstens.

Irgendwo hinter der Black&Decker-Stadt Idstein ist dann etwas mehr Platz. Am Vorabend habe ich mir bei Polo in Mainz einen neuen Gehörschutz gekauft. Die kleinen Silikonstöpsel habe ich in den Ohren. Sie dämpfen die Fahrtgeräusche recht gut, aber jenseits der 100 km/h ist es mir trotzdem noch viel zu laut. An einer Raststätte halte ich kurz an und tausche die neuen Stöpsel gegen das gute alte Ohropax. Während ich an den Ohren herumfuchtele spricht mich ein älterer Herr an und möchte wissen, wie viel PS mein Motorrad hat. “Wow, 163 PS, das ist aber viel. Ich hatte früher mal eine Horex, die hatte so ungefähr 30 PS, das war damals die schwerste Maschine im Dorf und ich weiß noch wie ich die Mädchen damit beeindrucken konnte!” Er grinst :-) “Wie schnell fährt denn solch ein Motorrad?” “Tja, das kann ich ihnen gar nicht sagen, ich habe sie noch nie ausgefahren. Immer wenn ich mal kurz vor der Höchstgeschwindigkeit war ist irgendein Auto das viel langsamer war vor mir auf die Überholspur gewechselt. Aber ich denke sie schafft so etwa 260 km/h.” Der ältere Herr ist beeindruckt und geht seinen Diesel bezahlen.

Ich stülpe meinen Schuberth S1 pro über und fahre wieder los. Das Visier ist nach dem ganzen hin und her endlich so dicht wie es früher einmal war. Einen neuen Helm brauche ich eigentlich nicht – super! Nach ein paar Kilometern kommt eine kurze Strecke ohne Geschwindigkeitsbeschränkung, hier könnte ich mal versuchen den Top-Speed zu erreichen. Ich schalte also die kleine GoPro Kamera ein, richte sie aus und schaue mal was geht. Immer wenn ich bei 240 km/h bin zieht irgend eine olle Gurke mit 120 km/h auf die linke Spur. Also vom Gas gehen, abwarten und den nächsten Versuch starten. So geht das eine Weile. Trotz der völlig zugestopften Ohren höre ich das Gekreische des Vierzylinders der mit 9.000 U/min und mehr zwischen meinen Beinen werkelt. Ich muss mich ganz klein machen, sonst ist der Windruck unerträglich. Direkt vor mir die Gopro-Kamera und das TomTom. Wegen der schwül warmen Luft habe ich vor der Abfahrt alle Lüftungsschlitze von Jacke und Hose geöffnet. Nun flattert die Jacke wie verrückt. Ziemlich affig muss das aussehen wie ich da so mit über 200 über die A3 schieße. Aber es macht Spaß, allerdings wäre es für mich ohne Gehörschutz nicht denkbar.

Schuberth macht Werbung damit, dass mein Helm bei 100 km/h “nur leise” 85 dB(A) erzeugen soll. Wenn man sich mal ein wenig damit beschäftigt was das bedeutet findet man schnell heraus, dass ab 85 dB(A) in einem gewerblichen Umfeld ein Gehörschutz zwingend vorgeschrieben ist! Und diese 85 dB(A) haben wir bei nur 100 km/h!! Wie sieht es bei 240 km/h aus? Gefühlt würde ich sagen, dass das so laut ist wie die Turbine einer 747 kurz vor dem Start in 50 Metern Entfernung. Keine Ahnung wie andere “Helden der Landstraße” das ohne Gehörschutz aushalten. Aber egal, ich bin eben ein Weichei und meine Ohren sind von der jahrelangen Heizerei ohnehin schon krass geschädigt.

Wegen der vielen Schnarch-Nasen schaffe ich es wieder nicht den Top-Speed zu erkunden. Dann haben wir auch schon wieder ein Tempolimit auf 120 km/h, eine Baustelle, 130 km/h, Limbug, 100 km/h… Wenn das die Amerikaner wüssten! Viele denken, dass wir hier in Deutschland immer und überall so schnell fahren können wie wir das möchten. Aber das ist ein Irrtum! Manchmal denke ich, dass ich trotz der strengen Speed-Limits in den USA dort eine wesentlich höhere Durchschnittsgeschwindigkeit fahren kann als hier im total überfüllten Deutschland. In den USA gibt es einfach so unvergleichlich viel mehr “Platz”. Das ist wohl das was mich dort am meisten beeindruckt.

Aber egal, bei Siegburg verlasse ich die A3 und fahre quer durch das Siebengebirge nach Hause. Dort angekommen bin ich ziemlich erledigt und freue mich auf eine laaaaaaaaaange Zeit unter der Dusche :-)

Das Wochenende kann beginnen!!


Lord Helmchen – Schuberth S1 pro versus Shoei Qwest

 

Der Wecker geht um 6h55 – ich bin platt – das Hechtsheimer Weinfest steckt mir noch in den Knochen. Ab unter die Dusche, danach geht es schon besser. Rüber zum besten Frühstück der Welt und schon ist alles wieder ok. Wenig später sitze ich wieder auf meinem blauen BMW und fahre zum Büro. Ein Gehörschutz ist nicht eingestöpselt und ich achte penibel auf alle Geräusche und das sind echt viele…

Später am Abend geht es zu Polo, ich will mal den Shoei Qwest zur Probe fahren. Bei meinem Schuberth passt seit dem Visier-Wechsel nichts mehr so richtig, es zieht in den Augen und sie sind ständig nur noch gerötet und brennen. Im Internet habe ich nur Lobeshymnen auf den Qwest gelesen. Es soll der ultimative leise Tourenhelm von Shoei sein, das will ich genauer wissen!

Der Verkäufer bei Polo hat mit einer Probefahrt gar kein Problem. Ich muss nur meinen Personalausweis abgeben und schon kann es losgehen. Vorher montiert er mir noch das Visier mit der Verlaufstönung – da stehe ich ja voll drauf! Den Windabweiser für das Kinnteil findet er leider nicht. Also geht es mit einem nagelneuen serienmäßigen Helm der 449 Euro kosten soll auf Probefahrt. (Plus 65 Euro für das Visier!!)

Nach den ersten Metern wird mir klar, es gibt keinen Helm auf der Welt der so leise ist wie ich es mir wünschen würde. Ich rufe mir die Geräusche der Anfahrt in Erinnerung und muss sagen, bereits auf den ersten Metern wirkt der Shoei Qwest lauter als mein mittlerweile fünf Jahre alter  Schuberth S1 pro. Wenn ich das Kinnteil mit der Hand abdecke ist es viel besser, der Windabweiser ist ein MUST!! Es geht über die B9 ein Rhein entlang, es ist viel los und ich kann nicht so schnell fahren wie ich gern würde. Aber das muss auch sein, das gehört zum Biker-Leben einfach dazu. Kurz vor Nierstein wende ich und fahre zurück. Nun kann ich mal ein Stück auf etwa 180 km/h beschleunigen. Der Shoei liegt überaus ruhig im Wind, seine Aerodynamik ist wirklich gut. Aber im Nacken zieht es, da deckt der Schubert den Kopf besser ab. Und die Geräusche sind höllisch. Es zieht von unten in das offene Kinnteil und es ist als würde man mit einem Auto mit offenen Scheiben mit 100 km/h über die Autobahn fahren. Ich probiere ein wenig mit den Lüftungsschlitzen. Die Belüftung ist recht gut, aber die Aufbauten erzeugen unangenehme hohe Pfeifgeräusche.

Das war also nix, kein Helm für mich, da ist der Schuberth eher mein Ding. Er sitzt irgendwie bequemer und ist doch ein wenig leiser – wenn man 85 dB bei 100 km/h auf einem unverkleideten Motorrad leise nennen kann!!

Kurz vor dem Quartier 65 dann ein Stau. Auf der Straße liegt ein total zerdeppertes kleines Motorrad, vielleicht ein 125er oder eine 80er. Was genau geschehen ist kann ich nicht erkennen, aber es sind Rettungswagen da und überall sind Gaffer und Polizisten. Ich muss daran denken, dass ich noch nie mit dem Motorrad gestürzt bin – toi toi toi – so soll das auch bleiben! Als Jugendlicher habe ich mich mal mit einer 50er auf die Klappe gelegt – das hat mir gereicht!!

Am Hotel hole ich kurz die Koffer und dann geht es zurück zu Polo. Den Helm kann ich einfach zurückgeben. Er wird geputzt, das Visier wird wieder eingeschweißt und dann wartet er auf den nächsten Probefahrer. Ein toller Service. Bei Louis hätte ich den Helm komplett bezahlen müssen und hätte danach das Geld erstattet bekommen – was soll das?? Vielleicht sind die Jungs bei Polo doch cooler als bei Louis :-}

Egal, ich kaufe noch Pflegemittel für die Motorradjacke, einen kleinen Trox-Schlüssel um das Visier meines Schuberth S1 pro justieren zu können und noch zwei neue Ohrenstöpsel für 25 Euro. Mal sehen wie die sind! Die beiden Stöpsel die ich in der letzten Woche bei Louis gekauft habe, benutzt jetzt meine Freundin Sandra. In meinen Ohren halten die kleinen Dinger nicht, erst bekomme ich sie nicht hinein und dann fallen sie nach einigen Minuten von allein wieder heraus. HEAROS heißen die Dinger, leider auch nichts für mich…

Zurück im Hotel habe ich Hunger und es gibt Rettung – Herr Schreeb macht mir einen Teller mit Makrele, Tomaten und Vollkornbrot – genial!

Frisch gestärkt probiere ich mal meine “gute” Logitech QuickCm 9000 Pro an meinem MacBook aus. Sie wird auf Anhieb erkannt und ich kann ein bisschen Quatsch mit Photo Booth machen. Leider ist die Auflösung dieser Kamera in Photo Booth nur 640×480 Pixel. Die Kamera kann volle 1080p – also Full HD! Doch das fortschrittlichste Betriebssystem aller Zeiten hat noch nichts an Bord was HD kann und Logitech liefert auch nichts – ziemlich blöd! Im Apple App-Store finde ich das Programm “Vision HD” – es kostet nur 3,99 € – aber es ist totaler Schrott. Also probiere ich es mal mit Moso HD – das kostet 11,99 € und der Download ist 75,3 MB groß. Das Programm funktioniert und verspricht HD – aber bei meinen ersten Tests sieht es nach allem aus – aber nicht nach HD – aber mal abwarten…

Wie einfach ist das doch unter Windows 7 – aber das ist ja von der “Bösen Macht” und total veraltet – zumindest wenn man den stets gut gestylten Verkäufern im Apple-Store glauben darf – aber Design ist eben nicht alles…

Letztlich entsteht nur dieses kleine spaßige Filmchen…


GoPro Montage

Es ist Sonntag und das Wochenende ist schon wieder mal vorbei. Sandra ist mit der weißen K1200 um 15h in Richtung Heimat aufgebrochen. Ihre Yamaha ist beim Schrauber und ihrem Auto geht es auch nicht gut. Also ist sie am Freitag mit dem Zug angereist. Der Großbrand in Minden hat diese Fahrt zu einem unschönen Abenteuer werden lassen, das will sie sich heute ersparen. Am Samstag waren wir noch kurz beim Louis in Koblenz. Von dem was wir kaufen wollten haben wir nichts bekommen, aber statt dessen hat Sandra jetzt einen neuen Helm – einen richtig schicken SHOEI – und ich überlege ob ich diesen Helm nicht auch einmal zur Probe fahren soll. Mein Schubert geht mir inzwischen auf die Nerven. Alles fing mit dem kaputten Visier an. Nun ist das dritte Visier montiert, es gibt neue Scharniere, ein neues Anti-Beschlag-Visier, aber irgendwie passt das alles einfach nicht so recht. Es zieht in den Augen und beim Öffnen und Schließen löst sich das Anti-Beschlag-Visier immer mal wieder. Das ist alles sehr unbefriedigend und zudem ist der Helm bei meiner Körpergröße und Sitzposition mit dem AC-Schnitzer Superbike-Lenker laut wie die Hölle. Aber 150 km/h kann man den Kopf kaum noch gerade halten, da hilft nur eine geduckte ziemlich unbequeme Sitzposition. Na, vielleicht probiere ich am Montag mal Sandras neuen SHOEI aus :-)

Aber eigentlich geht es in diesem Post ja um die Montage der neuen GoPro Kamera :-) Bei meinem vorletzten Besuch beim Louis in Mainz habe ich mir eine GoPro Rohrhalterung für 25 Euro gekauft. Dieser Halter ist für ein Fahrrad grundsätzlich ok, aber an einem Motorrad ist es doch eine wacklige Angelegenheit.

So sieht der GoPro Rohrhalter aus:

Da ich dieser Konstruktion von Anfang an nicht wirklich getraut habe und da noch ein kompletter zweiter RAM-Mount-Satz für ein TomTom Rider daheim liegt, habe ich mir zusätzlich gleich eine M-8 Haltekugel für die Gabelbrücke gekauft. Zusammen mit der Kopfplatte und dem Arm des RAM-Mount-Systems ergibt sich so ein wirklich toller Halter. Die obere Platte habe ich gründlich entfettet und dann den flachen Klebehalter aufgeklebt den GoPro zur Kamera mit geliefert hat. Das ganze wird noch mit einer kleinen Kordel gesichert, damit ich die nicht ganz preiswerte kleine Kamera nicht mal aus Versehen verliere :-)

Hier sind die Einzelteile:

Und so sieht es fertig montiert aus:

Ok, nun aber auf nach Mainz – den neuen Halter testen :-)


Wenn der Vater mit dem Sohne

 

Ich glaube so hieß mal ein alter Film mit Heinz Rühmann – wie dem auch sei – heute wollen mein Sohn und ich eine kleine Motorradtour machen. Er hat um 13h20 die Schule aus und ich will ihn um 14h bei der Mama abholen. Ein Stunde vorher werfe ich noch einen Blick auf mein Telefon, da ist eine SMS von Leon. “Hi Papa, es ist 7:17 und ich bin gerade aufgestanden. Es regnet, sollen wir nicht heute lieber etwas anderes machen?” Ein kurzer Blick aus dem Fenster, der Himmel ist schwer bewölkt aber vielleicht haben wir doch Glück. Ich antworte ihm per SMS, dass wir es doch versuchen sollten.

Kaum ist die SMS raus, da fängt es an zu regnen. Was für ein Mist. Während ich überlege was wir statt einer Motorradtour machen könnten, hört es nach einigen Minuten schon wieder auf und die Sonne kommt durch. Na wer sagt es denn! Es ist Juli und das Wetter ist wie im April. Ok, doch schnell in die Mopedklamotten steigen und los. Als ich bei Leon ankomme ist er schon abfahrbereit. Schnell den Helm auf den kleinen Kopf, den “Sicherheitsgurt” um den Papa geschlungen und schon geht es los.

Wir wollen zum Café Fahrtwind und dort eine große Portion Fritten mit Ketchup und Mayonnaise essen. Ich habe die neue kleine GoPro Kamera an meinem Motorrad montiert, schnell aktivieren das Ding und den Auslöser drücken, schon geht es los. Wir fahren ein Stückchen Autobahn und dann bei Grafschaft ab in die hügelige Landschaft der Voreifel. Etwa 30 Minuten später sind wir schon am Café Fahrtwind. Es ist nicht viel los auf den Straßen und am Café Fahrtwind sind wir die einzigen Gäste, so kenne ich das gar nicht. Es gibt einen kleinen Plausch mit dem supernetten Chef und die Fritten bereitet er uns höchst persönlich zu – prima :-)

Als wir uns mit unserem Malzbier draußen hinsetzen wollen gibt es ein paar Regentropfen. Ob wir besser reingehen? Gedacht getan! Doch die Regentropfen hatten sich irgendwie verirrt, es bleibt alles trocken! Als wir unsere Fritten aufgegessen haben, geht es wieder weiter. Schnell die GoPro starten, das TomTom anwerfen und los. Eigentlich würde ich gern in Richtung Mosel fahren und dann am Rhein entlang zurück nach Bonn. Aber im Süden ist der Himmel so tief schwarz, das sieht aus als wäre der Weltuntergang nicht weit weg. Wir fahren zurück nach Ahrbrück und nehmen dann ein paar Straßen die ich gut kenne, die ich aber schon eine Weile nicht mehr gefahren bin. Für mich ist es in Heimspiel und während wir durch verwunschene Wälder düsen hoffe ich, dass es meinem Leon auch ein wenig Spaß macht.

In der Nähe von Ahrweiler machen wir noch eine kleine Pause und sind dann irgendwann zwischen 17h und 18h wieder in Bonn bei seiner Mama. Eine schöne Tour war das, leider hatten wir nicht so viel Zeit uns etwas zu erzählen. Beim nächsten Mal gehen wir vielleicht mal wieder zum Shoppen in die Stadt :-)

Auf dem Rückweg bin ich der Meinung, dass die kleine GoPro Kamera eingeschaltet ist. Später stelle ich dann fest, dass ich statt einer Video-Sequenz lediglich ein paar blöde Snapshots gemacht habe – schade – so ist die Runde nicht ganz vollständig. Das ist aus meiner Sicht der große Nachteil dieser kleinen Kamera, man kann während der Fahrt nicht sehen ob sie wirklich eingeschaltet ist. Das Display ist sehr klein und nicht beleuchtet. Die Bedienung mit den beiden Tastern ist ein wenig kryptisch und die blinkende kleine Leuchtdiode sieht man einfach nicht. Wäre sie auf der Oberseite, so hätte man eine gewisse Kontrolle. So kann man immer nur hoffen, dass alles ok ist. Später kommt dann die große Überraschung – oder eben auch nicht…

Man stelle sich vor, dass jemand mit dem Ding einen Fallschirmsprung macht, vielleicht sogar zusammen mit Kumpels und in toller Formation. Alles aufwändig, lange geübt und nicht ganz preiswert. Abends am Computer stellt man dann fest, dass die Kamera nicht richtig eingestellt war und es nur ein paar verwackelte JPGs gibt – ist doch blöd – oder?

Hier habe ich noch eine zweite Version des Videos, die ich mal auf die 20-fache Geschwindigkeit gebracht habe. So richtig gefällt sie mir aber nicht, ich finde sie einfach zu schnell. Die obige Version ist 8-fach beschleunigt, das gefällt mir besser und man ist beim Anschauen auch nicht ganz so knapp vor einem epileptischen Anfall :-)


Bonn nach Mainz im Zeitraffer

 

Es ist 17h am Donnerstag und ich kann schon ins Wochenende starten. Zuerst geht es vom Büro zum Appartement, umziehen, die sieben Sachen zusammenpacken und dann rauf aufs Motorrad. Über die Route habe ich mir keine großartigen Gedanken gemacht, ich will erst einmal raus aus Mainz und dann vielleicht mal Rhein entlang, aber mal sehen.

Die ersten paar hundert Meter ist noch alles gut. Es ist etwa 17:30 und es sind angenehme 25 °C, vor mir liegen ca. 150 Kilometer Fahrspaß – denke ich – doch es soll noch ganz anders kommen…

Kaum auf der Autobahn ist da ein riesiger Stau weil kurz vor dem Mainzer Tunnel ein Auto liegen geblieben ist. Als das durchgestanden ist will ich weiter bis Bingen auf der Autobahn fahren. Doch dann wieder ein Stau, nicht ganz so groß, aber auch nervig. Ich entschließe mich die Autobahn zu verlassen, doch diese Ausfahrt ist gesperrt. “Meine” Fahrbahn wird gerade neu asphaltiert. Es zwängen sich vier enge Fahrspuren auf endlosen Kilometern über die gegenüberliegende Seite der Autobahn. Die Zeit vergeht im Zeitraffer. Neben mir stehen dicke LKW und pusten mir den Ruß auf das Visier. Nach einer halben Stunde kann ich die Kupplung kaum noch ziehen, ich stehe jetzt insgesamt schon fast eine Stunde im Stau herum. Dann die Erlösung, es ist ein Auto liegen geblieben, ein Polizist steht daneben und winkt damit die Gaffer weiterfahren und den Stau nicht noch länger machen.

Endlich bin ich an einer Ausfahrt, es ist schon kurz vor Bingen. Also runter von der Autobahn, wer weiß was mich noch erwarten würde. Es geht über die B9 in Richtung Rhein. Bei Bingen muss ich anhalten. Der Gehörschutz, den ich mir kurz vor der Abfahrt noch schnell bei LOUIS für 5,95 Euro gekauft habe, ist schon wieder heraus gerutscht. Diese kleinen Silikon-Dinger sind ja nett, aber erst bekommt man sie in die Ohren nicht hinein und dann fallen sie von allein wieder heraus. Kann das im Sinne des Erfinders sein? Ich muss mal bei Hein Gericke schauen, ob die nicht etwas haben was in meinen Ohren besser funktioniert.

Nachdem die guten alten Ohropax in die Ohren gestopft sind geht es wieder weiter. Als ich um kurz vor 21h daheim ankomme bin ich fix und fertig. Fast vier Stunden hat die Fahrt ins Wochenende gedauert. Kurz lüften, etwa trinken und dann auf dem MacBook mal schauen wie die Video Sequenzen mit der neuen GoPro geworden sind.

Die Verarbeitung dauert ewig lang. Während dessen spiele ich mal ein wenig mit Photo-Booth herum. Das Ergebnis lade einfach mal so wie es ist bei YouTube hoch und verlinke es in einem kurzen Artikel. Als ich das Video dann anschaue sind Bild und Ton in keiner Weise synchron – was ist denn da schon wieder schief gelaufen?

Also alles löschen und ab ins Bett – meine Abonnenten werden sich fragen was das denn wohl ist – aber heute werden sie ja aufgeklärt :-)

Am nächsten Tag steht eine Motorradtour mit meinem Sohn auf dem Programm, um 14h soll es losgehen. Es ist also noch etwas Zeit um das Video zu schneiden und in den Wartezeiten mal den Staubsauger zu benutzen. Während die Reinigung der Wohnung schnell gute Formen annimmt, geht es mit dem Video nur schleppend voran. Die Datenmengen sind gewaltig. Der Film ist relativ schnell geschnitten, aber der Export ist langwierig. Das kleine MacBook arbeitet zwei Stunden vor sich hin um dann irgendwie abzubrechen, es ist kein Video auf der Festplatte. Ich starte neue und versuche allerhand, bis es schließlich klappt. Das Video hat in guter Qualität bei einer Auflösung von 720p satte 4,43GB !!!

Also eine zweite Version erstellen, doch es ist schon 13h und ich muss langsam los um meinen Sohn abzuholen. Das Video muss also noch warten.

Als ich spät am Abend wieder daheim bin, geht es weiter. In iMovie wähle ich “Exportieren mit Quicktime” und schraube so lange an den Einstellungen bis letztlich eine etwa 0,45GB große Datei entsteht. 10% der Originalgröße – das ist doch was – aber man sieht auch den Unterschied! Leider kann ich alles andere in diesem Leben wohl nicht mehr bei YouTube abladen :-) Also hoch damit.

Am nächsten Morgen ist es dann endlich geschafft – mein neues Video ist online :-)


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