Zen oder die Kunst eine Kamera zu bedienen…

Über mich

Kauftipps für ambitionierte Fotoamateure

Für Fotoequipment kann man wirklich viel Geld ausgeben, wer weiß das besser als ich :-) Aber es muss nicht immer teuer sein. Leider entpuppen sich viele extrem preiswerte Produkte beim zweiten Hinsehen als teurer Flopp.

Der Vater einer guten Freundin hat mal gesagt “Um billigen Krempel zu kaufen habe ich zu wenig Geld!”

Eine Lebensweisheit die ich aus eigener Erfahrung unterstreichen kann und sie ist einer der Gründe, warum ich meist auf die “Originalprodukte” von Nikon & Co. zurückgreife. Aber preiswerte Produkte müssen nicht zwangsläufig billiger Schrott sein. Heute habe ich einige Fotoartikel für Euch herausgesucht die mir persönlich recht gut gefallen. Beginnen wir mit dem Blitzgerät von Yongnuo, das  YN-560 II. Der Name ist fast unaussprechlich und man darf sich keinen Artikel erhoffen der ein vielfach teureres Nikon SB-910 um Längen schlägt. Aber für den kleinen Geldbeutel gibt es hier ein durchaus brauchbares Blitzgerät zum kleinen Preis.

YONGNUO YN560 II Flashlight

Das “LOREO – Lens in a Cap” ist ein kleines billiges Plastikobjektiv das nicht viel mehr als ein Gehäusedeckel ist. Aber es liefert herrliche Retroaufnahmen mit flauen Kontrasten die sehr an gute alte Polaroid-Zeiten erinnern.

LOREO - Lens in a cap

In meinem Review zur Nikon D7000 habe ich auf Youtube eine preiswerte kleine Softbox des Herstellers DÖRR gezeigt. In den letzten Wochen gab es immer wieder Anfragen zu diesem Produkt. Das Ding ist echt preiswert und liefert wirklich schönes weiches Licht zum kleinen Preis.

ACHTUNG: Es gibt verschiedene Größen. Bei jeder Bestellung darauf achten, dass die Softbox auch wirklich zu eurem Blitzlicht passt!

DOERR Softbox Nikon SB-900 SB-910

Ein vernünftiges Stativ gehört zur Grundausstattung eines jeden Fotoamateurs. Wirklich gut gefällt mir das VANGUARD Alta Pro 263 AGH. Zu diesem Stativ und dem ziemlich genialen GH-100 Stativkopf habe ich ein ausführliches Review erstellt und aktuell ist es bei amazon.de wirklich extrem preiswert zu haben. Auf meiner letzten Reise habe ich es viel benutzt und kann es für etwas leichtere Kameras wie die Nikon D7000 usw. sehr empfehlen.

Vanguard GH-100 GH100 mit Alta Pro 263AGH

Ein wirklich nützliches kleines Ding ist der Pop-Up Flash Diffusor den man auf den Blitzschuh seiner Nikon D700, D7000 oder was auch immer steckt und der dann für ein schönes dezentes Fillflash sorgt. Das kleine Ding gibt es gleich in mehreren Farben und es kostet fast nichts. Ich denke, das sollte in keiner Fototasche fehlen.

Pop-Up Flash Diffusor

Wer beispielsweise in der Produktfotografie eine wirklich korrekte Farbdarstellung erzielen möchte, der kommt meiner Meinung nach um den X-Rite Colorchecker Passport nicht herum. Dieses nützliche kleine Tool habe ich bereits vor einigen Monaten bei YouTube vorgestellt. Das Video habe ich nach der Arbeit spät abends in einem Hotelzimmer aufgenommen. Daher ist die Tonspur nicht so ganz geglückt. Aber ich hoffe Ihr versteht mich trotzdem.

Hier ist mein Video zu diesem überaus praktischen kleinen Hilfsmittel:

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Ausprobiert – Billig einkaufen in den USA

Nach der Vorstellung der neuen Nikon D4 im Januar 2012 fragten sich viele Fans ob es nicht sinnvoll sei, diese Kamera in den USA zu bestellen. Ich habe damals ein wenig recherchiert und meine Erkenntnisse in diesem Artikel niedergeschrieben:

Inzwischen sind wir schon wieder mehr als ein Jahr weiter und seit der Vorstellung der Nikon D7100 fragen mich immer wieder viele Leser ob sie diese Kamera in den USA bestellen sollen. Auf der Basis der oben genannten Infos habe ich immer wieder von einer “offiziellen Bestellung” in den USA abgeraten. Wer sich diese Kamera dort bspw. im Urlaub kauft und dann ohne Karton usw. nach Deutschland einführt, macht sich ohne Deklaration beim Zoll strafbar. Zollfrei dürfen nur Waren bis zu einem Wert von 430,- Euro eingeführt werden. Wer einen Fotohändler in den USA findet, der eine Rechnung für die neue Kamera über umgerechnet etwa 400,- Euro ausstellt hat damit etwas “geschummelt” ist aber relativ weit “auf der sicheren Seite”.

Vor ein paar Tagen habe ich überlegt ob ich nicht endlich den Traum von einem Shift & Tilt Objektiv wahr machen soll. Von Nikon ist ein 24mm Shift-Objektiv lieferbar. Aber es ist sündhaft teuer und man kann es nicht einfach um 90° an der Kamera drehen. Ein schneller Wechsel vom Quer- in das Hochformat ist damit eher nicht möglich. Dafür hat es eine CPU und kann somit auch an der Nikon D5100 usw. verwendet werden. Außerdem funktioniert damit die Matrix-Belichtungsmessung!

Der koreanische Hersteller SAMYANG hat bereits vor einigen Monaten ein ähnliches Objektiv angekündigt. Dieses neue Objektiv soll im Gegensatz zum teuren Nikon-Pendant soll die Möglichkeit bieten, das Objektiv an der Kamera um 90° zu drehen. In Verbindung mit der Shift & Tilt Funktion also ein sehr interessantes Objektiv. Im letzten Jahr habe ich bereits zwei SAMYANG Superweitwinkel Objektive gekauft und beide für gut befunden. Warum also nicht den Kauf dieses Objektives wagen, auch wenn es ggfs. keine eigene CPU hat und damit von der Kamera nicht automatisch erkannt wird?

In Deutschland vertreibt Foto Walser einige SAMYANG Produkte unter dem Laben “Walimex”. In den USA kann werden sie u.a. unter dem Namen “Rokinon” angeboten. Bei Foto Walser war dieses Objektiv aber in den letzten Wochen noch nicht lieferbar. Also habe ich mich in den USA umgesehen und bei ebay.com einige wenige lieferbare Exemplare gefunden. Da mir das Thema “Kaufen in den USA oder nicht” noch im Kopf sitzt, habe ich mich zu einem kleinen “Selbstversuch” entschlossen und ein Exemplar via ebay.com in den USA gekauft.

Hier ein Auszug aus diesem ebay-Angebot:

Rokinon_24mm_Shift_Tilt

This listing is for Rokinon’s brand new 24mm F3.5 Tilt Shift Lens. It has just arrived from Rokinon and it is in extremely rare supply. Rokinon was only able to ship us a few of them. Get one today before it is sold out!

SPECIFICATIONS:

  • 24mm focal length; maximum aperture f/3.5
  • angle of view: 83.5 degrees on full frame and 59.9 degrees on APS-C
  • Construction: 16 elements in 11 groups with 2 aspherical lenses
  • Maximum tilt amount of ±8.5°, Maximum shift amount of ±12mm; 90° right and left mount rotation with click stops for each 30° step; Manual focus
  • Constructed for full frame cameras but can also work on APS-C; Takes 82mm Filter Size

SHIPPING & HANDLING:

  • Shipping & handling is free to any location within the Continental US via FedEx.
  • We welcome international orders. International shipping charges are automatically calculated by ebay. Please be aware that your country may impose an import tax on this item and you would be responsible for paying it.

Die Abwicklung

Da der Händler in den USA die Abwicklung via PayPal akzeptiert, war die Bezahlung mehr als einfach. Einige Stunden später kam dann auch schon eine E-Mail mit einer FedEx Tracking-Nummer. Mein Objektiv war also unterwegs und nun hieß es geduldig zu sein. Mit der Sendungsnummer konnte ich den Status auf der FedEx-Webseite verfolgen und mich auch für eine E-Mail-Benachricthigung registrieren. Das sah dann etwa so aus…

Versanddatum          May 10, 2013
Bestimmungsort        BONN,
Voraussichtliche Zustellung          2013-05-16T18:00:00+02:00
Unterschrieben von
Service       FedEx International Economy-Zustellung am Wochentag

Ergebnisse der Sendungsverfolgung vom May 14, 2013 6:01 AM

Datum/Zeit          Standort/Tätigkeit
May 13, 2013 10:02 PM KOELN, NW/Im Transit
May 13, 2013 04:14 PM KOELN, NW/Bei FedEx Station eingetroffen
May 13, 2013 01:14 AM MEMPHIS, TN/Abgeschickt von FedEx Station
May 12, 2013 08:32 PM MEMPHIS, TN/Im Transit
May 12, 2013 07:45 PM MEMPHIS, TN/Im Transit
May 11, 2013 06:00 PM MEMPHIS, TN/Bei FedEx Station eingetroffen
May 11, 2013 12:24 AM NEWARK, NJ/Abgeschickt von FedEx Station
May 10, 2013 09:20 PM NEWARK, NJ/Bei FedEx Station eingetroffen
May 10, 2013 08:55 PM MOONACHIE, NJ/Hat FedEx-Herkunftseinrichtung verlassen
May 10, 2013 03:30 PM MOONACHIE, NJ/Abgeholt
May 10, 2013 12:44 PM , /Sendungsinformationen an FedEx geschickt

Am 14. Mai gab es schließlich einen Anruf einer FedEx-Mitarbeiterin aus Kelsterbach bei Frankfurt. Mein Objektiv war am Kölner Flughafen bereit zur Verzollung. Selbst kann man das aber nicht erledigen und man kann es auch nicht selbst abholen. Der einzige Weg an das Objektiv zu kommen ist einen Auftrag zur Zollabwicklung per E-Mail an FedEx zu senden. In dieser E-Mail muss man der Übernahme aller anfallenden Kosten zustimmen und sich zur Barzahlung beim FedEx-Zusteller bereit erklären. Außerdem kann man telefonisch einen Liefertermin abstimmen.

Die Lieferung

Heute war es dann soweit. Das Objektiv sollte bis 13h geliefert werden. Umso größer war die Überraschung, als es recht früh am Morgen an der Haustüre klingelt. Damit hatte ich nicht gerechnet und ich lag daher auch noch im Bett. Also schnell hinein in den Morgenmantel und ab zur Haustüre. Ein wenig peinlich war es dann schon, aber der FedEx Zusteller war supernett und hat über meinen Schlaflook großzügig hinweg gesehen. Zu zahlen hatte ich 228,49 Euro – Wechselgeld hatte der Bote leider nicht dabei. Mein letztes Kleingeld hatte ich in den Tagen zuvor in verschiedenen Automaten deponiert und dafür Kaffee oder Parktickets erhalten. Was tun, es fehlen 2,59 Euro…

Da trifft es sich gut, dass ich in einem alten Senfglas ein wenig “überflüssiges” Kleingeld gehortet habe. Cent um Cent kommen wir schließlich auf den fehlenden Betrag. Uff, geschafft und eigentlich war alles wirklich problemlos!

Der erste Test

Nach dem Auspacken der neuen Linse bin ich von der Verarbeitungsqualität recht angetan. Es ist mehr als solide gefertigt und die Verstellung funktioniert sehr gut. Hier ein paar Handy-Fotos meiner neuen Errungenschaft…

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Ein paar Minuten später macht mein kleiner Mac dann wieder dieses “Geräusch” – es ist eine neue E-Mail eingegangen – die Zustellung ist nun offiziell abgeschlossen und Tom Hanks, der Held aus “Cast Away” wäre sicher stolz auf seine “FedEx Kollegen” gewesen :-)

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Einfuhrzoll und Steuern

Hier habe ich für Euch die komplette Aufstellung aller Kosten die bei der Einfuhr am Zollamt im Flughafen Köln/Bonn entstanden sind. Ach ja, das Dokument ist leicht “anonymisiert”, Rechnungsnummern usw. habe ich geändert, die gehen schließlich niemanden außer mir etwas an :-)

Abrechnung Zoll Einfuhrsteuer Gebühren

Abgerechnet wird zum Schluss

Schauen wir mal was das alles gekostet hat:

  • 999,- US Dollar für das Objektiv (773,04 Euro)
  • 58,- US Dollar FedEx Versandgebühren (44,90 Euro)
  • 228,49 Euro Mehrwertsteuer, Einfuhrzoll und FedEx-Gebühren

Unter dem Strich betragen die Kosten: 1046,43 Euro

Eben habe ich kurz bei amazon.de nachgeschaut und siehe da – nun ist das gleiche Objektiv unter anderem Namen inkl. einer vollwertigen Deutschen Garantie und vollem Rückgaberecht bei amazon.de erhältlich…

Die Lieferung ist übrigens kostenlos…

Fazit

Auch wenn der Kauf von Fotozubehör aufgrund des relativ niedrigen Dollarkurses günstig erscheint, wird man bei einem “offiziellen Kauf” in den USA in der Regel mehr bezahlen als bei einem deutschen Händler. Ausnahmen sind hier nur extrem preiswerte kleine Dinge die der Zoll nicht beachtet und die gleich an den Endkunden weitergereicht werden. Das habe ich schon mit dem einen oder anderen kleinen Zubehörteil aus Hongkong probiert, es hat immer gut funktioniert. Aber es waren auch stets Beträge unter 30 Euro!

Meine eingangs genannten Recherchen kann ich mit diesem Selbstversuch bestätigen. Auch wenn das neue Objektiv einen guten Eindruck macht und ich mich auf die ersten Fototouren damit sehr freue, einfacher wäre es gewesen noch zwei Wochen zu warten und es via amazon.de oder ebay.de bei Foto Walser zu bestellen.

Alternativ hätte ich auch noch ein paar Tage länger warten können, im Juni wird dieses Objektiv unter dem offiziellen Label SAMYANG  beim Bonner Citiyfotocenter erhältlich sein. Als “Großkunde” ist dort für mich ein Rabatt in Höhe von ca. 50 Euro realistisch. Somit hätte ich mit etwas Geduld bei meinem örtlichen Händler insgesamt etwa 100,- Euro sparen können!

Aber dann hätte es auch diesen aufschlussreichen Artikel nicht gegeben :-)


Honda CB 1100 – Ein moderner Klassiker 2013

Honda CB 1100 - Model 2013

(Quelle: www.honda.de)

Mit der CB 750 Four hat Honda in den 70er Jahren einen modernen Klassiker auf den Markt gebracht. Weltweit mehr als 555.000 mal verkauft, ist diese Maschine ist für viele begeisterte Motorradfahrer bis heute das erste “Superbike”. Ich erinnere mich noch gut wie ich im zarten Alter von 16 Jahren die ersten Kilometer auf meiner kleinen Zündapp GTS-50 abgespult habe. Damals lief der erste Teil von Mad Max im Kino. Ein Endzeit-Streifen aus Australien mit dem Mel Gibson praktisch über Nacht zum Superstar avancierte. Dass seine Textpassagen für die Aufführung in US-Kinos wegen seines krassen Australischen Akzents neu synchronisiert werden musste, ist hier ein witziges Detail.

Die heimlichen Stars des Films waren für mich ganz klar Motorräder im Stile der Kawasaki Z1000 oder eben der Honda CB 750 Four.

Die Motorräder haben sich im Laufe der Jahre enorm weiterentwickelt. Inzwischen leisten Motorräder wie die BMW S1000 RR fast serienmäßig fast 200PS und wiegen dabei deutlich unter 200 KG. Im Vergleich wäre das etwa ein Golf 1 mit dem 1000 PS Motor eines Bugatti Veyron. Nur um den “Nicht-Bikern” unter Euch  eine Idee davon zu vermitteln was in modernen Motorrädern drin steckt!

Aber so sehr diese modernen Motorräder auch begeistern, beim Anblick einer perfekt erhaltenen CB750 Four halten die meisten Biker meiner Generation kurz inne und denken an die längst vergangenen schönen Zeiten. Die enormen Leistungssteigerungen haben radikale Änderungen der Motorästhetik bedingt. Kein moderner Hochleistungs-Motorradmotor kommt mehr ausschließlich Luftgekühlt daher. Die Motorren sehen heutzutage eher aus wie futuristische Antriebsmaschinen. Vom Design der 70er Jahre ist praktisch nichts geblieben.

Da erscheint es fast mutig, dass Honda nun mit der CB 1100 ein Motorrad auf den Markt bringt, dass wieder einen wunderbaren zu 100% luftgekühlten Motor verwendet. Die Leistung dieses Triebwerks fällt indes mit “nur” 90 PS relativ moderat aus. Doch neben all dem Chrom und schönen Retro-Accessoires fügt er sich perfekt ins Bild des modernen Klassikers ein. Trotz der vielen Retro-Designelemente überzeugt die neue CB 1100 aber mit moderner Technik und aktuellen Sicherheitsstandards.

Aber seht selbst….

 

Hier habe ich einen schönen Vergleich Alt/Neu für Euch herausgesucht:

 

Dass diese neue Honda weniger zum Rasen als vielmehr zum genüsslichen Gleiten verführt zeigt auch dieses Video:

 

Ein schön gemachtes Review-Video aus dem kurvigen Österreich gibt es auch schon…

 

Zum Abschluss habe ich hier noch ein Video das im letzten Herbst entstanden ist. Ich war mit meiner BMW K1200R Sport zwischen Mainz und Bonn unterwegs und habe einen kleinen Umweg über Bernkastel an der Mosel gemacht. Insgesamt waren drei GoPro Kameras mit von der Partie. Bei der Abfahrt habe ich dann aber irgendwie die hintere GoPro nicht korrekt gestartet. Bei einem kurzen Check an einer Baustelle ist es mir dann aufgefallen. Die Szene in der die dritte Kamera hinzukommt ist dann auch ganz witzig :-)


Angetestet – SHOEI GT-Air

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Bikerglück während der ersten Ausfahrt mit dem neuen SHOEI GT-Air.

Mein erster Helm war vor etwa 33 Jahren eine “Mütze” des Herstellers LEM den es meines Wissens inzwischen nicht mehr gibt. Dieser Helm war aus Fiberglas und wog fast 2000 Gramm. Bei der Motorrad-Führerscheinprüfung gab es damals einige negative Kommentare meines Prüfers. Er sagte damals der Helm sei viel zu schwer und würde die träge Masse des Kopfes so stark erhöhen, dass man sich damit im Falle eines Auffahrunfalles schnell die Halswirbelsäule brechen könnte. Wo dieser Helm geblieben ist, das weiß ich heute leider nicht mehr, aber die Aussage des TÜV-Trüfers hat sich damals sehr eingeprägt. Bei jedem Kauf eines neuen Helms habe ich seitdem auf das Gewicht geachtet. Und tatsächlich sind die Helme im Laufe der Zeit deutlich leichter geworden. Besonders der HJC R-PHA 10, den ich im letzten Jahr gekauft habe, ist mit knapp 1200 Gramm extrem leicht. Aber dieser Helm ist auch extrem laut, zumindest auf meiner alten BMW mit der ich aktuell viel südlich von Mainz unterwegs bin.

Daheim in Bonn habe ich einen Schuberth S1 Pro sowie einen SHOEI XR-1100 zur Auswahl. Der Schuberth ist nach 6 Jahren ziemlich in die Jahre gekommen. Hier und da löst sich die Dichtung am Visier, es zieht damit manchmal etwas auf die Augen. Am Visier selbst ist mir jetzt schon zweimal während einer Tour eine kleine “Plastiknase” abgebrochen. Das hat dazu geführt, dass sich das Visier beim Öffnen einseitig aus der Verriegelung gelöst hat. Also anhalten, Helm abnehmen, Visier wieder “rein fummeln” und danach möglichst nicht mehr komplett öffnen, sonst springt es wieder heraus.

Wegen der Schwächen des Schuberth S1 Pro habe ich mir im vorletzten Jahr einen SHOEI XR-1100 gekauft. Dieser hat kein integriertes Sonnenvisier, aber es gibt ein einzigartiges Visier mit einem getönten Verlauf und das ist ziemlich genial. Auch ist die Aerodynamik des XR-1100 wirklich top. Während der Schuberth S1 Pro bei etwa 150 Km/h schnell beginnt zu pendeln, liegt der SHOEI XR-1100 ganz ruhig im Wind. Doch auch die Geräuschkulisse im XR-1100 ist sehr laut. Besonders wenn man im Hochsommer noch die vier Belüftungen öffnet beginnt dieser Helm zu pfeifen, dass man es kaum ertragen kann.

Aktuell habe ich also für Fahrten rund um Bonn auf meiner BMW K1200R Sport einen Schuberth S1 Pro und einen SHOEI XR-1100 zur Verfügung. Für die Ausritte nach Feierabend rund um Mainz auf der alten BMW K1200RS bislang einen HJC R-PHA 10.

Wirklich rundum glücklich war ich bislang mit keinem dieser Helme. Entweder sind sie laut, oder sie pendeln, oder das Innenfutter ist etwas kratzig. Perfekt war bislang kein Helm. In meinem “Archiv” habe ich übrigens noch einen 10 Jahre alten ARAI und einen 15 Jahre alten UVEX. Zur Probe bin ich auch schon wirklich viele andere Helme gefahren, zuletzt den Schuberth C3 und den SHOEI Quest. Wirklich begeistern konnten mich beide Helme allerdings nicht.

Man könnte also sagen, dass ich mich mit dem Thema “Welcher Helm ist perfekt” schon eine Weile auseinander gesetzt habe.

In der Fachpresse wurde im letzten Jahr der SHOEI Neotec ganz groß angekündigt. Es sollte der erste SHOEI mit einer integrierten Sonnenblende werden. Bei SHOEI hatte man bislang auf dieses praktische Detail verzichtet, weil es den Helm schwerer macht und die Sicherheit im besonders gefährdeten Stirnbereich verschlechtert. Bei Helmen des Herstellers ARAI geht Sicherheit über alles. Die Mehrzahl der Teilnehmer der Tourist Trophy und viele professionelle Rennfahrer schwören daher auf ihren ARAI. Diese Helme sind weder mit Ratschenverschlüssen am Kinnriemen noch mit einem integrierten Sonnenvisier ausgestattet. Bei ARAI weiß man warum!

Wer sich für einen Helm mit einem Sonnenvisier entscheidet, muss also ein erhöhtes Gewicht und Einbußen bei der Sicherheit in Kauf nehmen. Diese Helme sind also eher etwas für Tourenfahrer mit geringerem Risiko schwer zu stürzen. Auch ist bei den echten Rennhelmen des Herstellers ARAI die Visieröffnung relativ klein und damit das Gesichtsfeld eingeschränkt. Der Grund ist klar, das Visier ist eine große Schwachstelle bei einem Helm. Je kleiner die Öffnung für das Visier, umso geringer ist das Risiko, dass sich ein spitzer harter Gegenstand im Falle eines Unglücks durch das Visier in den Kopf bohren könnte.

Wer also einen Helm mit einem großen Gesichtsfeld fährt hat zwar ein tolles Gefühl und eine wirklich supergute Sicht zu allen Seiten, muss sich aber auch darüber im Klaren sein, dass ein großer Teil seines Gesichts im Falle eines Sturzes weniger gut geschützt ist als beispielsweise der Hinterkopf.

Der neue SHOEI Neotec ist nun lieferbar und ich konnte ihn in der letzten Woche kurz antesten. Nach der Testfahrt fiel mit dann auch der ebenfalls brandneue  SHOEI GT-Air in die Hände. Viele Designelemente wurden hier vom Neotec übernommen. Beide Helme haben erstmals ein integriertes Sonnenvisier, wobei der GT-Air etwas leichter ist als sein Klapphelm-Pendant. Also habe ich den GT-Air ebenfalls ausprobiert und war von diesem Helm wirklich so sehr angetan, dass ich ihn gekauft habe.

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Zum Preis von 579,- Euro bekommt man einen hoch entwickelten Helm mit sehr guter Aerodynamik und überraschend niedrigem Geräuschniveau. Dieser SHOEI ist für mein Empfinden sogar etwas leiser als der Schuberth S1 Pro und der gilt gemeinhin als leise. Ein Pin-Lock Visier ist ab Werk montiert, man muss nur die Schutzfolie entfernen. Bereits beim Probetragen im Laden fällt auf, dass man die obere Kante dieses Pin-Lock Visiers nicht sieht – Super!! Bei sehr vielen Helmen schaut man besonders wenn die Sonne am späten Abend tief steht und man den Kopf nach unten nehmen muss um nicht geblendet zu werden, immer gegen die obere Kante des Pin-Lock Visiers. Das nervt zumindest mich total und ich finde es mehr als erfreulich, dass SHOEI dieses Problem mit dem GT-Air so perfekt gelöst hat.

Die Belüfung in meinem Schuberth S1 Pro funktioniert sehr effizient, aber die drei Öffnungen leiten kalten Fahrtwind direkt von oben auf den Kopf. Das kann besonders wenn man leicht verschwitzt ist, schnell zu Kopfschmerzen führen und ist bei kühlen Ausfahrten manchmal eher unangenehm.

Der GT-Air leitet den Fahrtwind über einen recht breiten Spoiler von oben in das Innere des Helms. Die frische Luft wird im Helm stark verwirbelt und man merkt kaum ob die Belüftung geöffnet ist oder nicht. Auf der Rückseite gibt es einen kleinen Spoiler der für Unterdruck unter der Abrisskante sorgt und damit den Helm wieder entlüftet.

Bei ARAI hat man auf solche Dinge früher gänzlich verzichtet, jedes Loch in der Helmschale ist schließlich eine Schwachstelle. Dementsprechend hat mein ganz alter ARAI Helm auch keinerlei Lüftungsöffnungen, was mich im Hochsommer früher wirklich oft an den Rand meiner Belastungsgrenze gebracht hat. Das ist mit dem neuen SHOEI GT-Air nun anders. Sicherheit hin und her, ein klarer kühler Kopf ist auch ein Sicherheitsfaktor!

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Der GT-Air wiegt ohne Zubehör 1465 Gramm, ein für mich akzeptables Gewicht. Damit ist er längt nicht so federleicht wie der HJC R-PHA 10, aber er liegt auf dem Niveau des Schuberth S1 Pro und damit im guten Mittelfeld.

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Neu sind kleine rote Schlaufen an der Vorderseite der Wangenpolster. Im Falle eines Unfalls kann ein Helfer hier sehr einfach die Wangenpolster aus dem Helm ziehen und den Helm dann abnehmen OHNE die Wirbelsäule des Unfallopfers zusätzlich zu belasten. Das gefällt mir wirklich gut, hier hat jemand nachgedacht!

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Die integrierte Sonnenblende wird über einen kleinen Schieber an der linken Helmseite bedient. Das klappt mit etwas Übung auch mit Handschuhen sehr gut. Das Visier klappt sehr weit herunter und ich habe das Gefühl, dass es sogar meine Nasenspitze verdeckt. Im Schuberth S1 Pro schaut selbige immer hervor und ich hatte in den letzten Jahren im Sommer immer wieder einen Sonnenbrand auf der Nasenspitze. Schauen wir mal wie es mit dem GT Air wird.

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Im Kinnbereich gibt es einen großen Lufteinlass den man mit einem Schieber verriegeln kann. Das funktioniert recht gut und kann auch mit Handschuhen leicht bedient werden. Ist der Schieber geöffnet so strömt spürbar viel Fahrtwind nach oben am Visier entlang. Ist die Sonnenblende geöffnet, so zieht es ab ca. 50 km/h auf den Augen. Diesen Effekt kenne ich auch vom Schuberth S1 Pro, nur ist er dort stärker ausgeprägt. Schließt man das Sonnenvisier, so ist sowohl der S1 Pro als auch der GT-Air recht angenehm belüftet und das Visier beschlägt nicht.

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Im Internet war zum GT-Air zu lesen, dass der Helm pfeifen würde. Diesen Effekt kann man feststellen wenn das Visier bei höheren Geschwindigkeiten nicht korrekt geschlossen ist. Um es komplett zu schließen muss man ein kleine Nase die vorne links am Visier angebracht ist mit etwas Kraft in die Verriegelung drücken. Das Visier rastet dann mit einem deutlichen Geräusch ein und sitzt wirklich ganz perfekt. Bei langsamer Fahrt kann man es wieder öffnen und so die Belüftung des Helms verbessern. Leider kann man diese Nase nur mit der linken Hand bedienen. Steht man also an einer roten Ampel und hält die Kupplung gezogen ist es kaum möglich das Visier schnell zu öffnen. Das hat mich schon beim XR-1100 gestört. Der Schuberth S1 Pro kann auch sehr leicht mit der rechten Hand geöffnet werden.

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Hier sehen wir jetzt den GT-Air mit geschlossenem Visier von Vorne.

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Den mitgelieferten Atemabweiser muss man ordentlich fest andrücken, dann hält er sehr gut. Bei einigen Kundenbewertungen die ich im Vorfeld gelesen habe, wurde bemängelt, dass der Windabweiser immer wieder herausfällt. Ich denke, diese Kunden haben ihn einfach nicht richtig montiert.

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Das wirklich große Gesichtsfeld ist sehr auffällig. Wie gesagt ist das im Falle eines Sturzes ein Manko, aber die passive Sicherheit wird durch die große Öffnung sehr gut unterstützt weil man seine Umgebung einfach viel besser im Blick hat.

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Der GT-Air ist in vielen verschiedenen Designs lieferbar. Als ich im Laden war, gab es ihn in Größe L leider nur im Design das ihr hier sehen könnt. Es ist zwar nicht aufregend aber der Helm sieht damit auch nicht schlecht aus, irgendwie besser als in einfachem mattschwarz ist das schon. Und die weißen Applikationen leuchten in der Dunkelheit sehr schön, was wieder ein zusätzlicher Sicherheitsfaktor ist.

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Hier sieht man jetzt den neuen Ratschenverschluss. Dieser ist recht weit vorn angebracht und drückt mir tatsächlich nicht auf den Kehlkopf! Bei vielen anderen Helmen hat mich der Ratschenverschluss bislang immer gestört und meine anderen Helme haben alle einen Doppel-D Verschluss. Dieser ist übrigens auf der Rennstrecke vorgeschrieben und bei ARAI gibt es nichts anderes!!

Im Bild sieht man hier noch den Windabweiser im Kinnbereich der sich sehr einfach entfernen lässt. Damit wird der Helm allerdings spürbar lauter und es zieht an den Augen!

SHOEI liefert ein nettes Zubehörteil mit dem Namen “Whisper-Strip”. Das ist ein Kragen aus hochwertigem weichen Leder mit einer etwa 10mm dicken Füllung aus Schaumstoff. Dieser Kragen kann in praktisch jeden Helm eingesteckt werden um den Lärmpegel im Helm zu senken. Aber: Der “Einstieg” in den Helm ist dann besonders in Verbindung mit dem Ratschenverschluss abenteuerlich eng. Der Whipser-Strip reduziert die Windgeräusche im Helm spürbar, aber das schnelle Entfernen der Kinnpolster klappt dann nicht mehr, so hat alles seine Vor- und Nachteile!

Shoei_GT_Air_14

Fazit:

Der SHOEI GT-Air ist ein toller Helm mit einer für meinen Kopf perfekten Passform. Das Geräuschniveau ist besonders in Verbindung mit dem Whisper-Strip erfreulich niedrig. Die Entlüftung funktioniert sehr unauffällig und im Gegensatz zum XR-1100 produziert sie keine störenden Pfeifgeräusche. Das Pin-Lock Visier ist perfekt positioniert und engt das Sichtfeld nicht störend ein. Die Aerodynamik ist sehr ausgewogen, der Helm pendelt auch bei 200 km/h praktisch nicht. Die integrierte Sonnenblende ist praktisch und lässt sich gut bedienen. Das Visier kann leicht gewechselt werden und der große Ratschenverschluss drückt nicht auf den Kehlkopf.

Der GT-Air ist damit ein ziemlich perfekter Helm für reinrassige Tourenfahrer.

Dieser Helm ist in unterschiedlichen Farben und Designs ab 499,- Euro erhältlich:


Teneriffa 2013 – Das Video

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Foto: Pico del Teide – Ostseite – Nikon D800E – AF-S 2.8/24-70 – HD-Format

Aktuell ist das Wetter ein Deutschland nach einem Temperatursturz um fast 10°C wieder einmal recht frostig. Da tut es gut wenn man sich an den Bildern der letzten Reise etwas aufwärmen kann. Die vielen deutschen Auswanderer die auf Teneriffa leben kann ich zu gut verstehen. Während in den beiden Wochen seit unserer Rückkehr fast alle Arbeitskollegen krank und schniefend durch die Gegend schleichen, genießen die Menschen auf Teneriffa das milde Meeresklima ohne Pollen und andere Dinge die hierzulande den Allergikern so sehr zu schaffen machen.

Die letzten Tage war ich wieder viel unterwegs und ich habe die Zeit abends im Hotel genutzt um auf dem frisch reparierten Mac mit Final Cut Pro X ein 19 Minuten langes Video zur letzten Reise zu erstellen. Eigentlich wollte ich noch ein paar kurze Kommentare aufnehmen, aber dann gefiel mir die Musik so gut, dass ich es gelassen habe. Anhand der kurzen Einblendungen sollte klar werden worum es in den einzelnen Sequenzen geht. Wer mehr wissen will, der kann die Schlagworte aus den Einblendungen auch hier in meinem BLOG im Suchfeld eingeben und wird dann viele Artikel und weitere Infos zu diesen Locations finden.

Ok Freunde, dann lehnt Euch mal zurück, schaltet auf FULL HD um und genießt die schönen Bilder. Ach ja, über einen “Daumen nach oben” oder den einen oder anderen Tweed bei Twitter oder ein Like bei Facebook und Co. würde ich mich natürlich sehr freuen :-)


Teneriffa 2013 – Tag 7 – Über den Wolken

Als Tag 7 beginnt bin ich ein wenig wehmütig, denn schon sehr bald werden wir diese grandiose Insel wieder verlassen müssen. Nach dem Frühstück entschließen wir uns erneut hinauf zum Pico del Teide zu fahren, wieder einmal. Diese Location zieht mich seit vielen Jahren immer wieder magisch an. Wahrscheinlich ist alles längst “abfotografiert” aber ich habe diesmal meine auf Infrarot 830nm umgerüstete Nikon D300 dabei. Die Klarheit der damit erzielbaren schwarz-weißen Infrarot-Fotografien zieht mich in ihren Bann und diese Kameras begeistert mich aktuell mehr als die supergute Nikon D800E. Klar ist die D800E moderner und besser. Sie filmt und ist noch immer der absolute Auflösungskönig. Aber eine Kamera wie die D800 oder die D800E wird schon bald zu Standardausrüstung gehören. Noch zwei Jahre und man wird kaum einen ambitionierten Fotoamateur sehen der keine Nikon D800 oder ein ähnliches Werkzeug benutzt.

Mich reizt seit jeher das Ungewöhnliche. Ich bin auf der Suche nach dem “anderen Foto”. Ich träume davon Landschaften die vielleicht schon millionenfach fotografiert wurden, anderes als alle anderen Fotografen vor mir zu fotografieren. Und aktuell ist meine umgebaute Nikon D300 dafür genau richtig.

Starten wir unsere kleine Infrarot-Serie mit meinem Favoriten dieses tollen Tages.

(Alle Bilder sind 1000 Pixel breit oder hoch – einfach anklicken)

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Meine Freundin Sandra hat sich regelrecht in das Vanguard Alta Pro 263 AGH und den GH-100 Kugelkopf verliebt. Das ist für mich sehr praktisch, denn so kann ich viel Platz in meinem Koffer sparen, da Sandra das Stativ transportiert. Auch heute haben wir das Alta Pro dabei und ich benutze es als Videostativ. Das klappt wirklich gut, denn auch ohne Fluidneiger gelingen mit diesem Stativ in Verbindung mit dem GH-100 Kameraschwenks wie aus dem Bilderbuch.

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An einem der Aussichtspunkte haben wir eine tolle Sicht auf Gran Canaria. In Verbindung mit der Infrarot-Kamera kann ich diese Insel trotz Dunst und der riesigen Entfernung ganz klar abbilden.

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Nach einer ausgiebigen Mittagspause und einem total leckeren Mittagessen landen wir schließlich am südlichen Hang des Teide. Hier bin ich vor etwa einem Jahr auf dem Wanderweg 17 durch eine atemberaubende vulkanische Landschaft gewandert. Heute entschließen wir uns gegen eine Wanderung, denn die Sonne brennt unbarmherzig auf uns nieder. Wir haben bereits einen satten Sonnenbrand und da wir bereits am nächsten Tag abreisen müssen, sind weder Sonnencreme noch zwei Hüte als Sonnenschutz im Gepäck. Also gibt es nur ein paar schnelle Fotos bevor wir uns wieder auf den Weg machen.

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Zwischendurch laufe ich noch schnell in den mit Asche gefüllten Krater eines alten Vulkankraters hinein. Von dort aus habe ich eine perfekte Sicht auf die beiden Vulkane von La Palma. Erneut bildet die Infrarotkamera diese wirklich weit entfernte Insel außergewöhnlich klar ab.

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Auf dem Rückweg zum Auto habe ich für Euch noch einen letzten Blick über die grandiose ungewöhnliche “Waldlandschaft” dieses schönen National Parks festgehalten. Wer genau hin schaut kann den Wanderweg 17 (Sendero 17) und die Straße erkennen, die sich durch die jungen erst etwa 100 Jahre alten Lavafelder windet.

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Hier noch ein farbiges Foto aus der Nikon D800E. Ich mag hier ganz besonders den langen schmalen Wolkenstreif der aussieht als würde der Gipfel des Pico del Teide Rauch in den Himmel blasen. Während ich dieses Foto aufgenommen habe, hat Sandra mit der Nikon D5100 und dem AF-S VR 55-300mm versucht einige der vielen Schwalben abzulichten. Aber trotz Sportprogramm war die Ausbeute nur sehr klein. Diese Vögel sind einfach zu klein und zu schnell um sie in der freien Wildbahn wirklich schön fotografieren zu können.

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Für alle die sich für das oben gezeigte Stativ interessieren, habe ich hier einen Link herausgesucht.


Teneriffa 2013 – Tag 6 – Buenavista Infrarot

El Burgado - Buenavista del Norte - Tenerife - Teneriffa

El Burgado – Landkarte anklicken für 100% Ansicht

Am 6. Tag unserer Reise bin ich von der Wanderung zur Pisaje Lunar noch ein klein wenig angeschlagen. Mir ist eher nach einem ruhigen Urlaubstag als nach der nächsten Wanderung. Sandra und ich halten nach dem Frühstück einen kurzen “Kriegsrat” und machen uns dann auf zu einem Restaurant das ich bislang nur aus der fotocommunity kenne. Letztlich landen wir in Buenavista del Norte im Restaurant El Burgado direkt am Meer.  Das Restaurant liegt wirklich ganz famos nah am Wasser. Gleich nebenan sind ein schönes Schwimmbad und der toll angelegt Golfplatz. Rechts neben dem Restaurant ist ein kleiner Wasserfall, das Wasser fließt dann durch eine Öffnung in der Wand in ein großes Wasserbecken innerhalb des Restaurants. Dann wieder über einen kleinen Wasserfall in einen kleinen künstlich angelegten Bachlauf durch das Restaurant und schließlich zwischen den Tischen hindurch über die wunderschön gelegenen Terrasse.

Wir bestellen uns zwei Steaks mit Fritten und Salat und sind von Preis und Qualität der Speisen mehr als angetan. Hier gefällt es uns und hier kann man ganz herrlich die Seele baumeln lassen.

Hier nun einige Fotos die ich mit der auf Infrarot umgebauten Nikon D300 und dem Nikon AF-S VR 16-85mm aufgenommen habe. (alle Fotos sind 1000 Pixel breit oder hoch, einfach anklicken)

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Hier jetzt ein Foto das ich besonders beeindruckend finde. Es ist ein echtes Infrarot-Bild und es zeigt keinerlei Bewegungsunschärfe. Die Gischt der sich direkt neben dem Restaurant brechenden Welle ist bis in das letzte Tröpfchen scharf abgebildet. Mit einer herkömmlichen Kamera und einem Infrarotfilter wären diese ultrakurzen Belichtungszeiten niemals erreichbar.

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Hier einer meiner Favoriten dieser Serie. Der Horizont ist gerade wie mit dem Lineal gezogen. Und die beiden Bäume bilden einen tollen Kontrast zum blauen Himmel – der im Infrarot-Bereich natürlich fast Schwarz dargestellt wird.

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Und hier noch etwas Farbe für Eure mittlerweile “grauskalierten Augen”. Diese Fotos sind mit der Nikon D800E und dem superguten Nikon AF-S 2.8/24-70mm aufgenommen. Lieder habe ich hier nicht genug Speicherplatz um alles im Original hochzuladen. Aber vielleicht glaubt Ihr mir auch so, dass diese gewaltig großen Fotos irre fiele Details haben und hübsch groß gedruckt sehr gut aussehen würden.

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Teneriffa 2013 – Tag 5 – Paisaje Lunar

Mein Mac läuft wieder und so kann ich Euch noch kurz etwas zu den letzten Tagen der ersten Reise des Jahres 2013 schreiben – also los…

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Nachdem ich am Vortag hochgeschreckt bin und dachte, dass ich verschlafen habe, ist für den Mittwoch der Handywecker gleich mehrfach gestellt. Sandra hat ihr Handy auch auf Alarm getrimmt und so kann eigentlich nichts mehr schief gehen. Ich bin ein ganz ganz schlechter Frühaufsteher, es bereitet mir regelrecht körperliche Qualen. Im Gegenzug kann ich meist nicht auf Kommando einschlafen, so dass es abends oft sehr spät wird. Am Abend VOR dem frühen Aufstehen ist das wieder einmal so. Die Nacht ist kurz und unruhig – “Bloß nicht verschlafen” geht es mir immer wieder durch den Kopf. Dann werde ich wach, draußen ist es noch dunkel und ich schaue prüfend auf die Uhrzeit an meinem Handy – ich bin 2 Minuten VOR der Weckzeit wach geworden!

Sandra will ich nicht unbedingt wecken also schleiche ich mich leise ins Badezimmer. Als ich dort fertig bin steht Sandra in der Küche. “Du weißt schon, dass Du eine Stunde zu früh bist?” Ohje, diese Zeitzonen und Sommer- und Winterzeiten machen mich echt fertig. Da habe ich bei meinem Handy alles richtig eingestellt – dachte ich. Doch irgendwas ist wieder falsch. Zwar kommt jetzt die korrekte Uhrzeit vom Netzbetreiber und die Zeitzone sollte auch korrekt sein aber die Option “Automatisch auf Sommerzeit umstellen” ist nicht aktiviert. Also bin ich irgendwie wieder falsch. Aber wie sagt man so schön “Better safe than sorry”…

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Pico del Teide bei Nacht – 2005 – Nikon D2x

Ich lege mich noch für 45 Minuten auf das Sofa im Wohnzimmer unserer tollen Hotelsuite. Wirklich schlafen kann ich nicht, zu groß ist die Angst wieder zu verschlafen – obwohl ich schon komplett startklar bin. Das wäre wirklich zu blöd…

Um 6h kommt dann Sandra aus dem Schlafzimmer und fragt mich ob ich denn nicht langsam mal los will. Ich will noch nicht, denn ich bin ja schon komplett angezogen und zum Abmarsch bereit. Da sollte es reichen um 6h30 aufzubrechen um pünktlich um 7h bei Wolfgang aufzuschlagen. Ich drehe mich auf dem Sofa um, aber zähle irgendwie doch die Minuten. Ziemlich genau um 7h bin ich dann bei Wolfgang. Er ist gerade beim Frühstück und wir können schon kurz darauf aufbrechen. Wir nehmen die Autobahn von Puerto de la Cruz in Richtung La Laguna. Bei Tacoronte verlassen wir die Autobahn und es geht über Agua Garcia und La Esperanza hinauf in die Canadas del Teide. Während ich den Mietwagen durch die zahllosen Kurven dirigiere geht bereits die Sonne auf. Insgeheim bin ich ziemlich enttäuscht. Ich hätte eine Stunde eher hier sein können, aber hätten wir das so ausgemacht, ich hätte es wahrscheinlich nicht geschafft. Als wir unseren ersten Fotospot erreichen ist die Sicht grandios, aber die Sonne steht schon recht hoch am Himmel.

Ich bin einfach nicht für Sonnenaufgänge gemacht. Wenn ich sie wirklich fotografieren will, dann muss ich an den Locations übernachten. Alles andere klappt bei mir einfach nicht, traurig aber wahr… Hier eines dieser Fotos das ich im Jahr 2005 nach einer langen kalten Nacht im Gebirge mit meiner Nikon D2x aufgenommen habe.

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Pico del Teide am Morgen – 2005 – Nikon D2x

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Pico del Teide kurz vor Sonnenaufgang – 2005 – Nikon D2x

Im Wechsel fotografiere ich mit der auf Infrarot umgebauten Nikon D300 und der famosen Nikon D800E. Später werde ich feststellen müssen, dass die D300 von der Timelapse-Aktion des letzten Abends noch auf ISO-1000 eingestellt ist. Die Fotos sind deutlich verpixelt, das hätte nicht sein müssen. Und wieder habe ich eine Lektion gelernt: Vorbereitung ist alles!

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Wir fahren weiter vor einem Aussichtspunkt zum nächsten. Es entstehen viele hundert Fotos des immer gleichen Motives. Dieser Vulkan zieht Wolfgang ebenso in seinen Bann wie er es auch bei mir schafft. Eigentlich würden ein paar Fotos ja ausreichen, aber wir versuchen uns immer wieder an diesem Motiv, denn es sieht immer wieder anders und stets majestätisch aus.

Irgendwann machen wir eine Pause und widmen uns den beiden Lunchpaketen. Später bei der Kaffeepause sehen wir dann die beiden Erlkönige wieder, von denen ich gestern schon berichtet habe.

Während wir unseren Kaffee trinken überlegen wir wie es weitergehen soll. Eigentlich habe ich hier schon alles vielfach abfotografiert, doch die Weiße Mondlandschaft, die Paisaje Lunar habe ich zuletzt im Jahr 2005 besucht. Dort könnten wir noch einmal hinfahren.

Eine Stunde später sind wir am Abzweig zur Paisaje Lunar. Die Offroad Piste ist inzwischen in recht gutem Zustand und man kann sie ohne schlechtes Gewissen mit einem Mietwagen recht gut befahren. Nach etwa 9 Kilometern endet die Huckelpiste an einem Campingplatz mitten in den Wäldern oberhalb des Dörfchens Vilaflor. Bei den Waldbränden sind vor einigen Jahren die Holzhütten zerstört wurden. Die neuen Häuser sind ins tollem Zustand und die Kinder eine großen Jugendgruppe beziehen gerade laut johlend ihre Hütten. Wolfgang und ich machen uns derweil fertig für den Aufstieg zur Paisaje Lunar. Vorsichtshalber nehme ich mein GPS mit und markiere den Standort unseres Autos mit einem Wegpunkt. Im Gepäck habe ich neben einer kleinen Flasche Wasser diesmal nur die Nikon D800E mit dem famosen AF-S 2.8/24-70mm und einem B&W Polfilter. Alles ist auf ein großes leichtes BENRO Carbonstativ montiert. Dieses Stativ habe ich Euch vor einigen Wochen in einem Video vorgestellt.

Wir starten unsere kleine Wanderung am rechten Ausgang des Parkplatzes und folgen kleinen Blechschildern die immer wieder an die herumliegenden Felsbrocken geschraubt sind. Hin und wieder gibt es auch einmal einen grünen Punkt. Sehr grob folgen wir dem Verlauf einer Wasserleitung und es geht fast stetig bergauf. Die Wanderung bringt mich an den Rand meiner Leistungsfähigkeit. Mein Asthma macht mir schwer zu schaffen und ich muss immer wieder kleine Pausen einlegen. Wolfgang ist etwa 19 Jahre älter als ich und er geht hier hinauf wie eine Bergziege. Für mich ist das frustrierend und anspornend zugleich. Dieser Kerl gibt mir immer wieder die Hoffnung auf ein entspanntes Leben als Rentner. Gemeinsam mit seiner Frau geht er jeden Donnerstag ein paar Stunden wandern, reist viel, lebt gesund und genießt das Leben in vollen Zügen. Für mich ein wirklich erstrebenswertes Ziel.

Nach etwa zwei Stunden Aufstieg hören wir plötzlich Stimmen. Irgendwer johlt und jauchzt da im Wald. Wir gehen weiter und es kommen die ersten Ausläufer der Paisaje Lunar in Sicht. Etwas später ist dann klar wer hier den Trubel veranstaltet. Es ist eine Gruppe von vier Frauen und zwei Männern. Alle sind scheinbar jenseits der 60 und benehmen sich trotzdem wie kleine Kinder. Ob ich auch einst so sein werde?

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Paisaje Lunar – 2005 – Nikon D2x

Als sie endlich weg sind wird es wirklich ruhig und wir können endlich unsere Fotos in aller Ruhe komponieren. Letztlich werde ich mit fast den gleichen Fotos zurückkehren die ich bereits im Jahr 2005 aufgenommen habe. Nur sind sie jetzt 300% größer. Na ja, wer’s braucht…

Der Rückweg ist nicht weniger anstrengend. Zwar geht es fast nur bergab, aber das lose Geröll erfordert alle Aufmerksamkeit. Wolfgang hat sich bereits vor mehr als einem Jahr von allen schweren Spiegelreflexkameras getrennt und fotografiert nur noch mit einer leichten Bridge-Kamera von Panasonic. Diese liefert immer wieder beeindruckende Bildergebnisse und ich habe den Eindruck, dass diese Fotoausrüstung sehr dazu beiträgt, dass er so unbeschwert die Berge hinauf und hinab wandern kann. Ich habe derweil die D800E von Stativ getrennt und versuche an den ganz abschüssigen Stellen den fehlenden Wanderstab so gut wie möglich mit dem Stativ zu ersetzen.

Immer wenn ich Wolfgang wieder ein Foto machen sehe bin ich ein wenig neidisch. Ich habe mehr als doppelt so viele Pixel, aber braucht man das? Der “Unbeschwerten Leichtigkeit des Seins” ist meine Fotoausrüstung jedenfalls nicht zuträglich…

Als wir zurück am Auto sind brennt die Sonne mächtig stark auf uns herab. Weil ich ziemlich geschafft bin wählen wir für den Rückweg die Autobahn. Das dauert fast genauso lang wie die tausend Kurven, aber es fährt sich etwas entspannter. Als wir bei Wolfgang und Karin eintreffen sind unsere Frauen auch schon dort. Ihre Laune ist gut, sie hatten einen tollen Tag auf Manolos kanarischem Reiterhof etwas oberhalb von Santa Ursula.

Später beim Versuch die Fotos des Tages auf meine neue externe Tunderbolt-Festplatte zu kopieren wird mir dann mein MacBook verrecken. Aber das ist ja jetzt auch schon wieder alles Geschichte. Was bleibt – zumindest bist zum nächsten Festplattencrash – sind die Fotos dieses schönen Tages. Hier eine kleine Auswahl… (1000 Pixel hoch oder breit – einfach anklicken…)

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BMW R1200 GT / RT – Modell 2013/2014

Mein kleiner Mac ist wieder heil und schon ist auch das erste Video der letzten Reise nach Teneriffa online. Die Aufnahmen entstanden am 5.  Tag als ich gemeinsam mit meinem Freund Wolfgang ganz früh am Morgen hoch in die Canadas del Teide gefahren bin. Nach unserem anstrengenden ersten Shooting haben wir eine kleine Pause etwas abseits der Straßen gemacht und uns unsere beiden Lunch-Pakete vorgeknöpft.  Diese Lunch-Pakete gibt es übrigens in fast allen Hotels für eilige Fotografen die morgens ganz früh los wollen! Im Las Aguilas in Puerto de la Cruz kosten sie 3,50 Euro – sie sind also echt preiswert. Im Lunch-Paket findet man vier Sandwitches, einen Apfel, eine Orange, eine Kiwi, einen Yoghurt, Besteck und eine kleine Flasche Mineralwasser. Das alles für 3,50 Euro – das ist nicht schlecht!

Während wir also über die Fotografie philosophieren und das Für und Wider schwerer großer Kameras diskutieren, höre ich ein fast vertrautes Geräusch, es kommt ein Motorrad. Hey und was für eines, ein getarnter Erlkönig kommt da angebraust. Im Vorbeifahren erkenne ich einen Kardan auf der linken Seite und einen Boxermotor, das muss die neue wassergekühlte BMW R1200 GT (vielleicht auch R1200 RT) sein. Ich selbst bin viele Jahren lang eine BMW R80 RT gefahren. Das ist sozusagen der “Ur-Vater” des deutschen Reisemotorrades. Ich habe sie geliebt und war mit ihr viele viele tausend Kilometer unterwegs. Nach all den Jahren hat es mich dann aber gestört immer hinter einer Scheibe zu sitzen. Ok, das war bequem, aber die Scheibe war zum Schluss stark verkratzt und ich hatte einfach Lust auf etwas neues. Die ganze Geschichte findet Ihr im Artikel “Meine Mopeds“.

Heute liebe ich meine BMW K1200 mit Reihenvierzylinder. Egal ob die neue oder das alte Modell, es sind tolle Motorräder. Erst heute habe ich die erste kleine Ausfahrt mit meiner alten K1200 RS Baujahr 2001 (131 PS) unternommen. Der Tacho steht inzwischen bei 103.900 Kilometer und sie läuft noch immer fast wie eine neues Motorrad. Hier habe ich ein Video in dem man sie sehen kann.

Und hier könnt Ihr sehen und vor allem hören wie sich das neuere Modell, meine K1200R Sport Baujahr 2007 mit 163 PS anfühlt. Eine hammergeile Rakete ist das :-)

Verglichen mit der K1200R Sport ist eine BMW R1200 GT eher ein gemütliches Reisemotorrad. Irgendwie ist es eine sehr konsequente Weiterentwicklung meiner alten R80 RT. Diese war damals bahnbrechend und gemeinsam mit der sportlicheren R100 RS eines der allerersten Motorräder mit einer Vollverkleidung. Noch heute werden diese Motorräder in vielen Ländern von der Polizei gefahren und dort wegen ihrer Robustheit und Zuverlässigkeit sehr geschätzt.

Die Abgasrichtlinien innerhalb der EU werden auch für Motorräder immer strenger. Mit einem luftgekühlten Boxermotor war da letztlich nichts mehr zu holen. Also hat man sich bei BMW entschlossen ein komplett neues Motorrad zu konstruieren. Der Motor sollte wassergekühlt sein. Doch wie baut man einen Boxermotor der noch halbwegs nach einem BMW Boxer aussieht, der aber eine Wasserkühlung verwendet? Meiner Meinung nach haben die BMW-Ingenieure diese Aufgabe sehr gut gelöst. Das neue Modell ist keine “Güllepumpe” wie die alte Honda CX500 geworden und das ist auch gut so! Dieser Motor war nämlich wirklich keine Schönheit. Der Trick beim neuen BMW Boxer ist, dass er nur zu etwa 35% auf die Wasserkühlung angewiesen ist. Den Rest besorgen weiterhin Kühlrippen an den Außenwänden der beiden Zylinder.

Die Wasserkühler sind zudem so gut versteckt, dass es eigentlich kaum auffällt, dass dieser Motor eine komplett neue Generation darstellt.

Sehr auffällig ist, dass die erst vor einigen Tagen vorgestellte neue BWM R1200 GS – also die Geländeversion –  den für BMW so typischen Kardanantrieb nun auf der linken Seite hat. Als diese getarnte neue BMW da oben im Gebirge auf Teneriffa an mir vorbei gerauscht ist, fiel mir dies sofort auf und es schoss mir durch den Kopf “Der Kardan ist links – der Wahnsinn – das muss die neue BMW R1200 GT sein!” (Vielleicht wird sie auch R1200 RT heißen – warten wir es mal ab…)

Einige Sekunden später dann das gleiche Geräusch, es gab noch einen zweiten identischen Erlkönig. Ich war da ein wenig aus dem Häuschen und habe mich geärgert, dass ich keinen Fotoapparat griffbereit hatte. Aber dann etwa eine Stunde später, als wir uns gemütlich auf etwa 2.000 Metern Höhe in der Sonne einen Kaffee (Barraquito) genehmigen, kommen die beiden Erlkönige wieder angefahren und parken sogar direkt vor unserer Nase. Schnell rüber zum Auto, die Videokamera holen, kurz warten bis die beiden Mädels auf dem Klo verschwunden sind die die Kerle sich einen Kaffee bestellen und schon kann ich zwei Motorräder filmen die es eigentlich noch gar nicht gibt.

Teneriffa ist nicht so wirklich groß und so habe ich diese beiden auffälligen Motorräder noch mehrmals wieder gesehen. Ganz witzig war übrigens, dass mir auch die Radfahrer des SKY-Teams immer wieder vor der Nase herum geflitzt sind, aber das ist eine andere Geschichte :-)


Teneriffa 2013 – Tag 5 – Der Mac ist kaputt

Eigentlich begann der Tag ganz ordentlich. Abgesehen davon, dass ich heute eine ganze Stunde zu frueh auf den Beinen war, klappte bis vor etwa einer Stunde soweit alles ganz gut. Zum Sonnenaufgang war ich mit meinem Freund Wolfgang oben am Teide und es gab viele schñne Fotos. Beim Kaffee danach habe wir zwei Erlkoenige gesehen und fotografiert. Zwei komplett mit Folie getarnte BMW R1200 GT werden aktuell hier auf Teneriffa zur Probe gefahren. Schoene Mopeds und ich habe Fotos davon :-)

Nach der Begegnung mit den Erlkoenigen ging es zusammen mit Wolfgang zur Paisaje Lunar, der weissen Mondlandschaft. Der Weg dahin ist weit und staubig. Zuletzt war ich 2005 dort, also war und dieses schoene Areal heute eine lange schweisstreibende Wanderung wert. Am Ende des Tages habe ich dann eben versucht die fotografische Beute an meinem schonen fast neuen MacBook Pro auf die ganz neue exteren Tunderbolt Festplatte zu kopieren.

Der Kopiervorgang blieb dann mitten drin stehen. Nichts geht mehr auf dem schoenen Mac, nur die Maus laesst sich noch bewegen. Nach etlichen langen Warteminuten halte ich den Ein/Ausschalter so lange fest bis das Ding neu startet. Aber er start nicht wirklich sondern schaltet sich nach einer Weile immer wieder ab. Ich versuche es mit der Reparaturkonsole. Dort sagt mir dann das Festplattendienstprogramm, dass die primaere Festplatte, eine schnelle SAMSUNG SSD mit 256 GB defekt ist und repariert werden muss. Diese Reparatur klappt aber nicht, ich solle alle Daten sichern und dann das Betriebssystem nach einer Formatierung der SSD neu installieren. Na super, das hat mir gerade noch gefehlt…

Es ist also Essig mit neuen Fotos und bloggen kann ich nur noch fuer einen Euro je 15 Minuten an einem der Computer die im Foyer des Hotels bereitstehen :-(

Liebe Freunde, ich versuche jetzt mal diesen Tag mit einer Muetze Schlaf zu beenden und mich nicht zu sehr zu aergern.

Am Wochenende bin ich wieder daheim und da gibt es ein ordentliches WLAN, Schraubendreher, jede Menge Reservefestplatten und hoffentlich eine Prise Glueck. Na schauen wir mal…

Bis Sonntag ist hier also leider Funkstille – frustig aber wahr…


Teneriffa 2013 – Tag 4 – Auditorio und Taganana

Als ich durch ein Geräusch hochschrecke scheint schon das erste Tageslicht in unser Schlafzimmer. Ich zucke zusammen und frage mich ob ich vielleicht verschlafen habe. Irgendwas wildes habe ich geträumt, was genau kann ich nicht mehr sagen, aber es muss wirklich wild gewesen sein. Mein Handy das mich wecken sollte, ist nicht auf der kleinen Kommode neben meinem Bett. Ob ich es überhört habe? Wie elektrisiert springe ich halb schlaftrunken aus meinem Bett und wanke ins Wohnzimmer. Wo ist das Handy, wo ist es bloss. Schließlich finde ich es in meinem Fotorucksack. Es ist im Flugmodus und es zeigt als Uhrzeit 8h51 – Oh Mist – Mist – Mist – ich habe verschlafen, ich wollte um 7h oben bei Wolfgang und Karin sein und dann wollte ich gemeinsam mit Wolfgang hinauf in die Canadas del Teide fahren um den höchsten Berg Spaniens im ersten Morgenlicht zu fotografieren.

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Ziemlich hektisch versuche ich das Telefon zu entriegeln. Endlich klappt es, schnell den Wolfgang anrufen und fragen ob er schon los ist oder ob er noch auf mich wartet. Es klingelt, und klingelt und klingelt – es klingelt ziemlich lang und dann ist Wolfgang dran. Mit sonorer Stimme sagt er „Guten Morgen!“ Ich lege sofort los „Hallo Wolfgang, Du es tut mir total leid, aber ich habe irgendwie verschlafen und jetzt ist es schon fast 9h. Ich ziehe mich schnell an und komme dann zu Euch hoch, ok?“ Am anderen Ende eine kurze Bedenkpause, das muss Wolfgang erst einmal sacken lassen. Und als er sich sicher ist, dass ich ihn nicht zum Narren halten will sagt er: „Mittwoch Ansgar, Mittwoch, wir wollen uns am Mittwoch treffen, das ist MORGEN! Komm leg‘ Dich wieder hin!“ Ich bin sprachlos, wie konnte ich mich so vertun. Ok, ich bin jetzt 49 Jahre alt, da lässt das Hirn langsam nach, aber um einen ganzen Tag? Das ist mir lange nicht passiert. Ich entschuldige mich kurz für meinen “Weckruf” und wanke samt Telefon zurück ins Schlafzimmer.

Sandra schaut mich an: „Was hat Dich denn gebissen, Du bist ja eben aus dem Bett gesprungen als hätte Dich eine Tarantel gebissen!“ Ich erzähle ihr wie ich mich vertan habe. Danach synchronisieren wir unsere Handy-Wecker. Mein Telefon ist so eingestellt, dass es die aktuelle Uhrzeit NICHT vom Telefon-Provider übernimmt. Das ist ein Fehler, denn es nicht kurz vor 9h wie gedacht sondern erst kurz vor 7h. Wolfgang muss mich für komplett verrückt halten. Na ja, morgen können wir das klären…

Also wieder rein ins Bett und noch ein bisschen weiterschlafen. Das ist auch gut, denn nach diesem Schreck bin ich ziemlich fertig mit den Nerven!

Später gibt es dann Frühstück und gegen 11h sind wir endlich startklar. Keine Ahnung warum wir morgens immer so unglaublich lange brauchen bis wir endlich startklar sind, aber wir sind ja nicht auf der Flucht sondern haben Ferien! Unser Ziel ist das Auditorio in der Hauptstadt Santa Cruz. Dieses schöne Opernhaus hat es mir angetan und ich war schon einmal dort um es zur blauen Stunde zu fotografieren. Heute will ich mal versuchen einige abstrakte Details zu finden und das Spiel aus Licht, Schatten und geschwungenen Formen mit meiner auf Infrarot 830nm umgebauten Nikon D300 festzuhalten.

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Gleich neben dem Auditorio finden wir einen Parkplatz und sind nicht schlecht überrascht, dass das große schöne angelegte Schwimmbad gleich neben dem Auditorio fast leer ist.

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Am Opernhaus angekommen nehmen wir uns viel Zeit für unglaublich viele Fotos. Dieses Gebäude ist wirklich einzigartig. Zu meinem Erschrecken muss ich aber feststellen, dass sich auch hier die ersten baulichen Mängel zeigen. Scheinbar ist das hier so üblich. Die Mehrzahl der Häuser wird billig gebaut und dann versucht man sie teuer zu verkaufen. Findet sich ein Dummer, so wundert er sich nicht schlecht wenn er nach wenigen Jahren mit umfangreichen Sanierungsarbeiten beginnen darf. Beim Auditorio scheint das nicht anders zu sein. Mich stimmt das jedenfalls nachdenklich…

Nach unserer Fotosession geht es zurück zum Parkplatz. Dort ist der kleinste MacDonalds den wir je gesehen habe. Er gleicht ein wenig einer Wurstbude auf einem Weinfest oder einer Kirmes. Aber die Burger sind ganz frisch und schmecken lecker. Zwei Burger später geht es dann mit dem total aufgeheizten Mietwagen in Richtung Norden.

Am Morgen sind wir bei etwa 22°C gestartet, inzwischen sind die Temeraturen weitergeklettert. Die Klimaanlage läuft auf höchster Stufe, trotzdem schwitzen wir im Auto vor uns hin. Wenn man bedenkt, dass in Deutschland aktuell nachts noch Bodenfrost herrscht, dann ist das schon ein krasser Unterschied. Vorbei an den Hafenanlagen fahren wir in Richtung Playa de las Teresitas. Kurz vorher weist dann ein Schild nach links in Richtung Taganana. Die Straße ist toll ausgebaut und während ich unseren Opel Astra durch die Kurven schwinge wünsche ich mir hier mal ein paar Wochen Urlaub mit einem Motorrad zu machen. Bis Taganana sind es etwa 16 Kilometer. Eigentlich wollen wir auch gar nicht nach Taganana sondern etwas weiter bis nach Benijo. Dort gibt es schöne einsame Strände und hier könnte Sandra etwas schwimmen gehen während ich am nächsten Strand ein paar Fotos mache.

Gesagt getan, zwischen Taganana und Benijo setze ich Sandra am Strand ab und fahre ein paar Minuten weiter nach Benijo. Dort finde ich tatsächlich sofort einen Parkplatz, was dort wegen der super engen Straßen gar nicht selbstverständlich ist. Bepackt mit mehreren Objektiven, Kameras und einem großen Stativ geht es die vielen Stufen hinab bis zum felsigen „Strand“. Es ist heiß wie die Hölle und während mir die Sonne das Hirn grillt versuche ich ein paar vernünftige Fotos auf die Reihe zu bekommen. Bewegen kann ich mich kaum denn ich bin so verschwitzt, dass die Hose an den Beinen klebt.

Hier dreimal das gleiche Motiv. Einmal mit Nikon AF-S VR 16-85mm, dann mit Lens Baby II und dann mit Nikon AF-D 2.8/10,5mm Fisheye!

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Nach etwa einer Stunde gebe ich auf und sammle Sandra wieder am Strand ein. Beide haben wir einen Sonnenbrand. Bei mir ist es mal wieder die Nase, bei ihr der Rücken, Schultern, eigentlich ist fast die halbe Frau rot von der intensiven Sonne. In einem der vielen Restaurants gibt es ein großes Glas Bier mit Sprite – lecker! So gestärkt fahren wir die gefühlten 1.000 Kurven zurück zum Hotel. Am Mirador oberhalb von Las Mercedes springe ich kurz mit der D300 aus dem Auto um quer über die Insel hinweg ein Foto meines Lieblingsberges zu schießen. In den letzten Tagen und Wochen hat sich der Gute häufig in Wolken versteckt, nun ist er endlich einmal sehr schön klar zu sehen. Ein wenig dunstig ist es rund herum, aber die Infrarot-Kamera vermag das zu einem guten Stück zu durchdringen, so dass letztlich doch zwei ganz brauchbare Fotos entstehen.

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Alles in allem war es ein sehr schöner Tag, auch wenn die ungewohnt starke Sonne und heute ziemlich zugesetzt hat. Aber das wollten wir ja auch. Kalt und grau könnten wir es ja auch in Deutschland haben :-)

Obwohl ich die Videokamera und die Nikon D800E mit im Gepäck hatte, habe ich fast ausschließlich mit der ultracoolen Infrarot-Kamera fotografiert. Heute habe ich diese D300 mit langen Teleobjektiven benutzt (erstes Foto ganz oben), es war eine “Loreo Lens in a Cap” Lochblende mit Plastiklinse montiert, ich habe mit einem Lens Baby II experimentiert und nicht zuletzt habe ich am Auditorio etliche Infrarot-Fotos mit dem Nikon AF-D 2.8/10,5mm Fisheye geschossen.

Dieser Umbau hat sich für mich zu 100 Prozent gelohnt. Dass ich bei jedem Foto einige Staubkörner wegstempeln muss, die sich scheinbar zwischen dem neuen Infrarotfilter und dem Chip befinden, das ist lästig, aber man kann damit leben. Das geniale ist eben, dass ich nun Infrarot-Fotos mit praktisch allen Objektiven aufnehmen kann die sich an das Nikon F-Bajonett ansetzen lassen. Ob Lochblende oder Fisheye, es klappt so ziemlich alles an dieser Kamera und das hebt die Infrarot-Möglichkeiten auf ein vollkommen neues Niveau!

Hier noch drei Fotos die ich mit der Nikon D800E gemacht habe. Irgendwie ist sie auch ziemlich cool :-)

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Mein “Bild des Tages” ist dieses hier. Es ist mit der D800E und dem Nikon AF-S VR 4/16-35mm aufgenommen. Bei der Schwarz-Weiß-Konvertierung habe ich das Preset “Infrarot” verwendet. Damit bekommt das Bild einen ganz ähnlichen Touch wie die Bilder aus der D300. Nur sieht es für mein Empfinden noch etwas edler aus. Was mir hier ganz besonders gut gefällt sind die vielen diagonalen Linien die fast perfekt in den Bildecken auslaufen. Ich hätte es noch korrigieren können, aber ich wollte Euch auch mal ein Bild zeigen, bei den ich nur die Farben durch Graustufen ersetzt habe und das ansonsten unbearbeitet ist.

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Fazit

Beide Kameras machen Spaß, aber man kann eben nicht wirklich mit mehr als einer Kamera gleichzeitig fotografieren. Und morgen werde ich versuchen nicht zu verschlafen und ganz pünktlich um 7h bei Wolfgang vor der Türe zu stehen. Ob es geklappt hat, das könnt Ihr morgen Abend lesen :-)


Teneriffa 2013 – Tag 3 – Mein Geburtstag

Vor vielen Jahren habe ich mal einen Afrikaner aus Kenia kennengelernt. Sein Name war Cliff und wir haben uns irgendwann einmal darüber unterhalten wie er in Kenia früher seinen Geburtstag „begangen“ hat. Cliff hat mir damals erzählt, dass die Menschen in seinem Dorf ihren Geburtstag als einen Tag der Einkehr begangen haben. Dass sie allein hinaus in die Natur gegangen sind um dort diesen Tag allein mit ihren Gedanken zu verbringen. Mir war das damals sehr fremd, für mich gehörten eine Party und viele tolle Geschenke zu einem Geburtstag einfach dazu.

Inzwischen ist das bei mir grundlegend anders. Parties mag ich nicht mehr so richtig und als ich im Jahr 2010 meinen Geburtstag auf dem Weg nach Las Vegas erleben durfte und dieser unter Berücksichtigung der Zeitverschiebung mehr als 30 Stunden lang war, da setzte ein Umdenken ein. Inzwischen ist mir der Gedanke sehr vertraut an einem Tag im Jahr mal über das Leben, das Universum und den ganzen Rest nachzudenken. Heute hätte es so ein Tag werden können, aber dann kam alles ganz anders…

Nach dem ausgedehnten Frühstück erreiche ich meinen Freund Wolfgang am Telefon. Er sitzt unten in La Paz dem deutschen Stadtteil von Puerto de la Cruz bei „Pepito“. Dort treffen sich jeden Montag einige deutsche Residenten um den neuen Spiegel zu lesen und die politischen Ereignisse in aller Welt zu diskutieren. Als wir telefonieren löst sich die Runde gerade auf. Wir verabreden uns für 13h am Plaza de Charco, dem zentralen Platz im Herzen von Puerto de la Cruz. Von dort aus geht es zu einem sehr netten kleinen Thailändischen Restaurant. Später gibt es auf der Plaza eine tolles leckeres Eis und einen Barraquito con Vitaminas – lecker!!

Ich habe heute alle Kameras im Hotel gelassen, lediglich die um Infrarot umgebaute Nikon D300 mit dem 16-85mm Objektiv darf mit. „Less is More“ wie Ludwig Mies van der Rohe bereits im letzten Jahrhundert postulierte… Wir parken unser Auto am Playa de Jardín und schießen dort die ersten Fotos.

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Unsere Frauen entschließen sich gemeinsam hoch zum Manolos Reiterhof zu fahren. Wolfgangs Frau Karin gibt dort eine Stunde Reitunterricht für ein kleines Mädchen. Sandra ist sowieso Feuer und Flamme für diesen Reiterhof und freut sich sehr die vielen Pferde wieder zu sehen. Also trennen sich kurz unsere Wege. Sandra, Karin und Wolfgang fahren schon einmal vor und ich nutze den Weg zum Auto für einige Infrarotfotos.

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Während sich unsere Mädels mit den Pferden beschäftigen, tun Wolfgang und ich etwas Vernünftiges, wir genießen den schönen warmen Tag bei Kaffee und Keksen auf seiner Terrasse mit Blick auf den höchsten Berg Spaniens, den Pico del Teide. Leider müssen wir heute wegen der dichten Wolken raten wo er gerade ist, aber er bewegt sich extrem langsam und daher steht er auch heute noch dort wo er bereits seit einigen tausend Jahren steht. Die Wolken sind also kein Problem, er ist ja da, wir wissen es…

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Als Karin und Sandra vom Reiten zurück sind plauschen wir noch ein Weile. Sandra und ich verabschieden uns gegen 19h und fahren rüber zum Monasterio in Los Realejos. Das ist ein schönes alten Kloster von dem ich hier schon oft berichtet habe. Ein deutscher Wirt hat hier eine Reihe toller Restaurants mit leckerem Essen und gutem Service etabliert.

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Als wir „unserer Restaurant“ betreten werden wir von Oberkellner D. Juan mit einem Handschlag begrüßt. Man kennt sich inzwischen und er scheint sich zu freuen, dass wir ihm und seinen Mitarbeitern immer wieder einen Besuch abstatten. Zuletzt waren wir dort an Heiligabend zu unsrem großen Weihnachtsessen. Heute gibt es gegrillte Fisch-Filets mit Kanarischen Schrumpelkartoffeln sowie roter und grüßer Mojo-Sauce. Das schmeckt supergut und wir spülen mit einem großen Radler nach, das man hier Shandy nennt.

Am den Nachbartischen sitzen mehrere deutsche Paare. Ich bekomme nur das Gehabe mit, verstehen tue ich bei all den Umgebungsgeräuschen fast nichts. Und das ist vielleicht auch besser so. Sandra spitzt jedenfalls die Ohren, verdreht die Augen und hat Mühe zu fassen wie sehr sich manch deutscher Tourist im Ausland daneben zu benehmen vermag. Zoff wegen der Bestellung am einen Tisch, am anderen Tisch eine Flasche Wein die er probiert, für gut befindet, die sie aber nicht trinken will weil sie der Meinung ist der Wein schmecke nach Kork. Ihm ist die Show irgendwie peinlich, er geht rüber zum Kellner und bittet um einen anderen Wein. Dieser kommt sofort aber dann lässt er sie kosten. Die Rache des kleinen Mannes könnte man es nennen. Ihr scheint das ein wenig peinlich zu sein, aber sie überspielt es so gekonnt, dass selbst wir es nicht bemerken. Erst riecht sie intensiv am Korken, dann am Wein im Glas, dann nochmals am Korken, dann wird der Wein hin und her geschwenkt, zweimal riechen, dreimal, viermal, ein Schlückchen, schlabbern zwischen den Backentraschen, schlucken riechen, ein neuer Schluck, riechen, dann das erlösende „Oh ja, der ist ganz ok!“ Au Backe denke ich nur und bin froh, dass ich nur das Gehabe erleben durfte und die passende Konversation nicht in voller Schönheit verfolgen musste.

Manchmal ist es gar nicht so verkehrt wenn man nicht alles hören kann :-)

Nach dem leckeren Essen geht es zurück ins Hotel. In der Stadt hat Sandra eine Flasche Ramazotti organisiert. Der ist hier schwer zu kriegen und ich bin froh, dass ich beim BLOGgen einen leckeren Schluck zu mir nehmen kann.

So einfach kann ein Geburtstag auch sein. Keine unzufriedenen Schwiegermütter, keine streitenden Kinder, alles erläuft in Harmonie und Frieden. Vielleicht war dieser Tag dem was mein Freund Cliff damals beschrieben hat gar nicht so unähnlich.

Ok, Freunde, jetzt werde ich mich meiner Geburtagspost widmen. Neben all den Anrufen habe ich fast 100 E-Mails, Grußkarten, Facbook-Messages usw. bekommen. An dieser Stelle schon einmal meinen ganz herzlichen Dank an meine Familie und Freund, sowie an alle treuen Leser und alle die mir bei meinen Reisen und Artikeln so oft mit Rat und Tat beiseite gestanden haben.

D*A*N*K*E


Teneriffa 2013 – Tag 2 – Infrarotfotografie im Paradies

Als ich wach werde schmerzen die Schultern wie die Hölle. Das Hotel ist wirklich gut, aber die Matratzen hart wie das Grün auf einem Billardtisch. Und dann die Kopfkissen, sie sind schmal und lang, dafür ziemlich dünn, alles nichts für Seitenschläfer. Dementsprechend bin ich beim Frühstück noch ziemlich zerknittert. Das Hotel ist ziemlich voll, beim Frühstück kommt es mir vor als wäre es nahezu ausverkauft. Wegen des etwas kühlen Wetters sitzt aber niemand draußen auf der Terrasse. Vielleicht traut sich auch niemand. Da es im Speisesaal brechend voll ist, machen wir den ersten Schritt und setzen uns raus unter die Wolken :-)

Vor uns liegt das Tal von La Orotava und ganz oben am Rand des Gebirgszuges kann ich die weißen Türme der Sternwarte sehen. Sandra nennt sie immer die Wetterstation. Ich muss jedes Mal grinsen, was haben Teleskope mit dem Wetter zu tun? Irgendwann sprechen wir darüber und jetzt ist es auch für mich nur noch die „Wetterstation“.

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Da es gegen 10h nur etwa 19°C warm ist, beschließen wir mit unseren Kameras zum Schmetterlingsgarten in Icod de Los Vinos zu fahren. Natürlich fahren wir nicht wirklich mit unseren Kameras, sondern mit unserem Mietwagen, die Kameras liegen nur im Kofferraum – nur dass hier keine Missverständnisse passieren und Legenden geboren werden. „Ach der Ansgar, das ist doch der der immer mit seiner Nikon durch die Gegen fährt…“

In Icod angekommen fahren wir immer in Richtung „Drago Millenario“. Das ist ein mehrere hundert Jahre alter Drachenbaum der hier auf der Insel sehr verehrt wird. Kurz vor dem „Parque del Drago“ ist auf der linken Seite ein sehr modernes Parkhaus in den Felsen gebaut. Dort stellen wir unser Auto ab und laufen ein paar Meter zum „Mariposario“. Der Eintritt ist nicht teuer und in dem großen warmen Raum erwarten uns viele hundert wunderschöne Schmetterlinge. Eine Jacke braucht man hier nicht, die Schmetterlinge lieben eine hohe Luftfeuchtigkeit und Temperaturen von etwa 27°C – Es ist also endlich warm – fast ein wenig zu warm – aber uns Deutschen kann man es ja eh nicht recht machen :-)

Statt zu fotografieren filme ich fast ausschließlich mit der Nikon D800E, dem AF-S VR 2.8/70-200mm und dem TC-17E II Telekonverter. Die Hintergrundunschärfe ist mit dieser Objektiv-Kombination noch bei Blende 8 wirklich schön. Und man kommt sehr nah an die Schmetterlinge heran. Das korrekte Fokussieren ist etwas schwierig und ich würde mir einen Getriebeneiger wünschen. Aber mit dem FLM 38FT Kugelkopf klappt es trotzdem recht gut. Als Stativ habe ich ein recht großes BENRO Carbonstativ dabei. Zum Stativ und Kugelkopf gibt es bei YouTube ein Video das ich vor einigen Wochen aufgenommen habe. Diese Kombination ist schön leicht, trotzdem stabil und funktioniert sehr gut.

Lediglich saubere Kameraschwenks sind damit schwierig oder gar nicht zu realisieren. Auch kann man nicht zoomen oder am Fokusring drehen ohne, dass die jeweilige Video-Sequenz völlig verwackelt ist. Hier wären einige Hilfsmittel angesagt, oder gleich eine „richtige Videokamera“.

Im Schmetterlingsgarten halten wir uns wirklich lange auf und als die Füße langsam weh tun und die Akkus fast leer sind geht zurück zum Auto. Die Parkgebühr beträgt 4,10 Euro, das ist ganz erträglich. Von Icod de Los Vinos geht es weiter in Richtung Buenavista del Norte. Dort zweigen wir dann in Richtung Masca ab und machen am Mirador oberhalb von Masca eine schöne Mittagspause. Es sind schwere Wolken am Himmel und es fällt das eine oder andere einsame Regentröpfchen traurig zwischen die noch eingedeckten Tische. Wir setzen uns trotzdem hinein, draußen ist es etwas windig und kühl. Bei Kanarischen Schrumpelkartoffeln und leckerem Bier lassen wir es es uns gut gehen. Zum Abschluss gibt es noch ein Eis von „Kalise“ – das schmeckt wie ein Magnum Mandel – sooo lecker…

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Frisch gestärkt wandern wir durch Masca. Der kleine Ort ist nach den schweren Brände vor einigen Jahren wieder völlig hergestellt. Nur die schwarzen Stämme der vielen Palmen erinnern noch an das Inferno. Nach unserer kleinen Wanderung genießen wir auf der Terrasse eines der Restaurants bei einem leckeren Barraquito con Vitaminas lassen wir es uns so richtig gut gehen.

Mit vielen Zwischenstopps geht es über Santiago del Teide über die Serpentinen an den südlichen Hängen hinauf in die Canadas del Teide. Kurz vor Sonnenuntergang sind wir dort. Es ist jetzt etwa 19h und die Sonne wird in etwa 60 Minuten untergehen. Wenn wir das abwarten bekommen wir im Hotel nichts mehr zu Essen. Außerdem haben wir dort auf 2.300 Metern im Schatten nur noch 4°C und und uns bläst ein strammer Wind ins Gesicht. Also gibt es nur noch wenige Zwischenstopps, wir geben Gas und fahren den weniger kurvenreichen weg über La Esperanza, Agua Garcia und Tacoronte zurück nach Puerto de la Cruz. Im Hotel angekommen bin ich froh als ich das Auto endlich abstellen kann. Wir sind nun seit fast 10 Stunden unterwegs und ich bin die vielen Kurven leid. Der Kopf tut weh und ich habe irgendwie ziemlich heftige Zahnschmerzen. All das kommt mir vor als wäre ich von der Fliegerei des Vortages noch etwas angeschlagen.

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Da kommt es gerade recht, dass meine liebe Sandra mit mit einer Kopfschmerztablette beiseite steht. Es werde noch kurz einige Fotos dieses tollen Tages gesichtet und schon bin ich im Reich der Träume. Während ich dort bin träume ich von vielen weiteren Infrarot-Fotos mit der umgebauten Nikon D300. Anfangs war ich etwas skeptisch, aber nachdem ich neue IR-Filterglas vor dem Chip einer gründlichen Reinigung unterzogen habe, bleiben je Foto aktuell vier kleine Staubkrümel die immer wieder weggestempelt werden müssen. Das ist etwas lästig, aber damit kann man andererseits auch recht gut leben.

Denn derart krasse Infrarot-Fotografien wären in dieser Einfachheit und diesem enormen Tempo anders nicht möglich. Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass ich das erste Foto ganz oben mit dem Nikon AF-S VR 2.8/70-200mm gemacht habe. Alle anderen Fotos habe ich mit dem famosen Nikon AF-S VR 16-85mm aufgenommen. Dieses Objektiv eignet sich für Infrarot wirklich ganz vorzüglich. Lediglich bei direktem Fotografieren in die Sonne sieht man sehr viele Lichtreflexe auf den Oberflächen der vielen Linsen. Hier ist ggf. ein Lensbaby oder etwas ähnlich primitives im Vorteil.

Fazit

Der Umbau der D300 war mit 529,- Euro nicht ganz billig, aber es war dennoch eine mehr als lohnenswerte Investition. Der Kamera merkt man nicht an, dass sie umgebaut wurde. Das gesamt Handling ist praktisch unverändert. Lediglich die Belichtungsmessung funktioniert nun etwas anders. Bei hellem Tageslicht muss man den Belichtungsmesser um +2EV korrigieren. Dann ist fast alles korrekt belichtet. Für die Kontrolle der Bilder habe ich mir die Kamera so eingestellt, dass sie eine Schwarz-Weiss-Konvertierung macht. Das Active-Delithing ist abgeschaltet, der Kontrast voll aufgedreht. Damit ergeben sich Vorschaubilder die dem “erstrebten Ziel” schon recht nahe kommen.

Hier noch einige Fotos dieses wunderbaren Tages…

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Teneriffa 2013 – Tag 1 – Infrarot mit der Nikon D300

Eigentlich hatten wir für meinen Geburtstag eine Tour mit dem Cabrio in den sonnigen Süden geplant. Wir wollten uns treiben lassen und mal schauen wohin es uns verschlägt. Erst einmal den Rhein hinauf, dann durch die Schweiz, vielleicht nach Italien oder Österreich? Doch dann kam alles anders…

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Nikon D300 - Infrared 830nm - Nikkor AF-S VR 3.5-5.6/18-55mm

Am vorletzten Wochenende soll der dunkelste und kälteste Winter der letzten Jahre endlich zu Ende gehen. Doch ein Hochdruckgebiet im Norden blockiert die warmen Luftströme die aus dem Norden Afrikas über Spanien hinweg warme Luft nach Deutschland bringen könnten. Statt dessen bläst ein unerbittlicher kalter Wind und obwohl es fast Ostern ist erfrieren den Bauern die Kartoffeln auf den Feldern. Keine guten Voraussetzungen für eine entspannte schöne „Oben-Ohne-Tour“ mit dem Cabrio. Als mir dies am Samstagabend klar wird, schläft meine Freundin Sandra neben mir bereits tief und fest. Was wäre eine schöne Alternative? Ich schaue hier und da, wende die Weltkarte bei Google-Earth hin und her und komme letztlich zu keinem Ergebnis.

Statt der Tour mit dem Cabrio könnte es auch eine schöne Reise sein, kurz und knackig sollte sie sein, nicht zu teuer und ganz spontan zu buchen. Es sollte etwas sein wofür es keine Impfung braucht, kein Visum und keinen Reisepass, denn der ist wieder einmal nicht mehr dort wo ich ihn glaubte zuletzt sorgfältig abgelegt zu haben.

Nikon D300 - Infrared 830nm - Nikkor AF-S VR 3.5-5.6/18-55mm

Irgendwann lande ich wieder bei den Kanarischen Inseln. La Palma wäre eine Option, vielleicht auch mal La Gomera, oder Gran Canaria? Das Angebot der Last-Minute-Reisen ist gewaltig. Es gibt 7 Tage All-Inclusive für bspw. 347,- Euro pro Nase. Aber schaut man genauer hin, so kommen entweder weitere Gebühren hinzu oder die Hotels haben zusätzlich zu den zwei Sternen (Landeskategorie) noch mehrere hundert durchwachsene bis schlechte Bewertungen. Wenn schon eine Geburtstagsreise in die Sonne, dann nicht in einen alten verschimmelten Hotelbunker aus den 70er Jahren, da muss nicht sein… Und wie das immer ist, ich finde nichts obwohl das Angebot riesengroß ist. Die Nacht ist unruhig und am nächsten Morgen halten meine Freundin und ich „Urlaubs-Kriegsrat“. Am Ende sind wir der Meinung, dass es nichts schändliches ist nur einige Wochen nachdem wir zuletzt auf Teneriffa waren erneut dorthin zu fliegen. Gleiches Hotel, Halbpension, Air Berlin, Abflug von Köln Bonn und alles zusammen kostet für zwei Personen 1.400,- Euro. Beschlossen verkündet und gebucht – kaum zwei Wochen später geht es wieder einmal nach Teneriffa und wieder einmal in das Las Aguilas in Puerto de la Cruz. Bei Cicar habe ich einen „Neuen Opel Astra“ gebucht. Der kostest für 8 Tage 174,- Euro – All Inclusive – das ist drastisch billiger als daheim bei uns in Deutschland…

Nikon D300 - Infrared 830nm - Nikkor AF-S VR 3.5-5.6/18-55mm

Als die Reise vor der Türe steht bin ich irgendwie unruhig. Zwar fliege ich seit vielen Jahren beruflich und privat durch die Gegend, doch das Reisefieber kommt immer wieder auf wenn es eine Reise ist bei der man nichts vergessen sollte. Und ich habe schon wieder einiges vergessen. Der Reisepass ist nicht aufzufinden, sicher steckt er noch in einem Fotorucksack oder eine Notebooktasche, ich werde ihn finden, dessen bin ich mir sicher, aber wann wird das sein? Mein schönes kompaktes kleines Manfrotto Carbonstativ – es ist verschollen. Habe ich es meiner Freundin geliehen, liegt es in meinem Appartement in Mainz, im Auto im Kofferraum, wo nur? Alles nichts weltbewegendes, aber ich bin doch unruhig. Der Flieger geht am Samstagmorgen um 4h30 und als ich am Vorabend versuche um 20h wie auf Kommando einzuschlafen, klappt das natürlich nicht. Sandra kann das irgendwie, ich nicht. Während sie an der Matratze lauscht sitze ich in meinem Wohnzimmer und höre via Kopfhörer Musik. Auf dem Wohnzimmertisch liegt seit dem letzten Wochenende das Notebook meines Sohnes. Es ist irgendwie hingefallen, vorne links ist das Plastik etwas beschädigt und die Buchse für den Stromanschluss ist so geschickt herausgebrochen, dass sie beim Versuch das Ding mit Energie zu versorgen im Inneren dieses DELL Notebooks verschwindet. Mein Sohn war ratlos und da ich ja eigentlich alles kann, habe ich sein Notebook natürlich schnell mal zerlegt. Fast bis auf die letzte Schraube, denn erst dann kann man diese Buchse mit Klebstoff fixieren. Das habe ich gemacht und der Klebstoff hatte eine Woche lang Zeit wirklich gut auszuhärten. Ob ich dieses China-Plastik-Dings jemals wieder zusammen bekomme?

Nach einer Weile beschließe ich doch etwas gegen meine Schlaflosigkeit zu unternehmen und siehe da, eine Stunde später funktioniert nach dem zweiten Anlauf das Notebook meines Juniors wieder ganz vorzüglich. Es sind drei kleine Schrauben übrig, aber gefühlte 100 Schrauben habe ich wieder zurück geschraubt. Und trotz aller Sorgfalt kann ich die Gewinde nicht finden in die ich diese drei Schrauben drehen könnte. Die Uhr rückt langsam weiter, während ich auf dem Sofa Musik höre und darauf warte endlich einzuschlafen ist es dann plötzlich schon 1h am Morgen. Zeit aufzustehen, wirklich geschlafen habe ich indes nicht. Unter der Dusche versuche ich langsam wach zu werden. Eine Stunde später sind wir mit dem Auto unterwegs zum Flughafen. Es ist eine introvertierte ruhige Fahrt. Am Flughafen Köln/Bonn stellen wir das Auto kurz ab, wir sind mehr als gut in der Zeit. Schnell die Koffer raus und etwa 50 Meter weiter ist schon der Check-In von Air Berlin – das ist mehr als praktisch! Kurz darauf sind unsere Koffer aufgegeben, ich parke mein Auto im Parkhaus 3, Sandra bewacht unterdessen meine Fotoausrüstung, meinen Mac und meine Videokamera. Was Männer alles mitschleppen…

Nikon D300 - Infrared 830nm - Nikkor AF-S VR 3.5-5.6/18-55mm

Vom P3 zum Terminal sind es ein paar hundert Meter Fußweg, das geht schnell und als wir pünktlich um 4h30 abheben kommt langsam die Müdigkeit in mir auf. Auf meinem iPad habe ich die komplette zweite Staffel von Game Of Thrones. Aber ich schaffe nicht einmal eine Folge, da fallen mir schon die Augen zu. Als ich wach werde hänge ich total verdreht zwischen den engen Sitzen. Alles tut weh und die Leute die neben mir auf dem Gang darauf warten, dass sie endlich die Toilette benutzen dürfen versuchen zu überspielen, dass sie sich darüber amüsiert haben, dass ich mit offenem Mund neben ihnen in meinem Sitz wahrscheinlich lautstark geschnarcht habe.

Das Hochdruckgebiet im Norden hat heute endlich einen positiven Effekt, wir sind fast 30 Minuten schneller als geplant – Rückenwind ist ein effizientes Energiesparmittel. Warum baut Porsche nicht einfach Autos mit Rückenwind, die wären schneller und würden weniger Benzin verbrauchen…

Am Flughafen Teneriffa Süd angekommen bin ich ziemlich neben der Spur. Die Schultern tun weh, ich kann einfach nicht im sitzen schlafen. Während sich Sandra um die Koffer kümmert organisiere ich den Mietwagen. Alles klappt wie immer problemlos und zügig. Unser neuer Opel Astra ist dann aber ein paar Jahre alt, auf dem Tacho stehen 78.000 Kilometer. In Deutschland wäre dieses Auto längst ausgemustert, aber wir sind rein geografisch gesehen in Afrika und das Ding kostet eben für 8 Tage ganze 174 Euro! Also los zum Hotel. Den Weg fahre ich schon wie im Schlaf, das ist auch gut so denn langsam beginne ich gegen selbigen anzukämpfen. Als wir nach etwa einer Stunde am Hotel eintreffen ist es gerade mal 9h am Morgen. Unser Zimmer ist noch nicht fertig. Kein Problem, wir können die Koffer im Büro hinter der Rezeption abstellen. Es geht zum Frühstück und das ist eine Wucht. Während wir auf das Tal von La Orotava schauen bin ich froh, dass wir hier am Morgen bei 18°C draußen sitzen und gemütlich einen Kaffee trinken können. Diese Insel ist begnadet, das denke ich mir immer wieder. Gegen 11h ist das Zimmer fertig und wir beziehen unser neues Zuhause. Diesmal sind wir auf der anderen Seite, unser Balkon weist nicht nach Nord zum Meer, sondern nach Süden auf die Berge. Kein Problem, hier ist es wärmer, denn in diese Zimmer scheint den ganzen Tag die Sonne. Im Hochsommer eher ein Nachteil, so ist es im Frühjahr hier einfach etwas wärmer. Auf den Einbau einer Heizung wird auf den „Inseln des ewigen Frühlings“ gern verzichtet. Mich stört das nicht so sehr, aber vielen Frauen ist es hier im Winter dann oft doch ein wenig zu kalt. Im Dezember hatten wir im Zimmer auf der anderen Seite des Korridors einen kleinen Heizlüfter den uns mein Freund Wolfgang ausgeliehen hatte.

Nikon D300 - Infrared 830nm - Nikkor AF-S VR 3.5-5.6/18-55mm

Derlei Gerät ist im April auf der Südseite des Hotels nicht mehr von Nöten. Während ich mein Notebook anwerfe nimmt meine Panasonic Videokamera bereits die erste kleine Zeitraffersequenz auf. Das macht sie wirklich gut und es ist soooo einfach. Nichts klappert, nichts klickt und nichts muss nachbearbeitet werden. Einfach im Menü einstellen, dass man eine Zeitraffersequenz aufnehmen möchte, das Zeitintervall einstellen und los geht‘s – sehr praktisch diese kleine Kamera!

Das WLAN wurde scheinbar umgebaut oder aufgestockt, auf dem Balkon klappt es sehr gut und 24 WiFi-Zeitstunden kosten 5 Euro. Surft man täglich 3 Stunden lang im Web, so kommt man damit eine Woche lang über die Runden. Damit kann ich gut leben. Im letzten Jahr haben 5 Tage WiFi in Hotel Rigiblick in der Schweiz 69,- Euro gekostet! Das ist hier deutlich preiswerter und sorgt für weniger Verdruss.

So gegen 12h machen wir uns auf den Weg ins Einkaufszentrum auf der anderen Seite der Autobahn unterhalb des Hügels auf dem unser Hotel thront. Im „Alcampo“ besorgen wir uns Shampoo, Kekse, Wasser, Bier und was man sonst noch alles braucht. Danach geht es zur Finca San Juan zu Jo Schlichting. Wir waren nun schon ein paar Wochen nicht mehr dort und irgendwie haben wir „Heimweh“. Natürlich interessiert es uns auch wie es dort mit der Bewirtung des Restaurants weiter geht. Auf der Finca angekommen ist die Freude groß als wir Jo und seine Frau Karo dort antreffen. Zusammen mit Koch Helmut schmeißt sie jetzt dort den Laden. Und der geht scheinbar richtig gut. Heute sind mehrere Gesellschaften dort, alles zusammen fast 75 Gäste. Am letzten Sonntag waren es 150 Gäste – Qualität zahlt sich aus und wir hoffen sehr, dass wir noch oft zum Brunchen oder Abendessen auf dieser tollen FInca sein dürfen. Gegen 15h verabschieden wir uns wieder und ich habe endlich Zeit ein par Fotos mit der auf Infrarot umgebauten Nikon D300 aufzunehmen. Später im Hotel bin ich dann echt hingerissen von den Ergebnissen. Und alles ist so einfach! Nichts Stativ, Filter ab – dran – ab – dran – ab – 30 Sekunden belichten – Rauschunterdrückung trallala – einfach ISO-200 einstellen, Blende 8 und „Klick“. Bei einer 1/250s gelingen scharfe Infrarot-Fotos aus dem Handgelenk – das ist mehr als cool!!
Während ich mich an den tollen Infrarot-Fotos freue und überlege warum ich mich mit der D800E und all den Objektiven abschleppe, holt die mich die vergangene Nacht dann doch noch ein.

Nikon D300 - Infrared 830nm - Nikkor AF-S VR 3.5-5.6/18-55mm

Als Sandra mich weckt ist es fast 18h. Ich habe etwa zwei Stunden geschlafen – endlich – geholfen hat es allerdings nur begrenzt. Ich fühle mich als hätte mich ein Pferd getreten. Etwas später wandern wir durch die weitläufigen Außenanlagen des Hotels und ich versuche langsam wieder wach zu werden. Um, kurz vor 19h gibt es dann ein echt tolles Abendessen. Die Qualität der Speisen hat sich seit meinem ersten Besuch im Jahre 2008 sehr gebessert. Es gibt eine riesige Auswahl und das Angebotene schmeckt zumeist sehr gut. Bei Spanferkel mit Reis und Kürbis-Gemüse genieße ich ein großes Glas kaltes frisches Bier. Ich bin angekommen!

Gegen 20h sind wir wieder im Hotel. Ich kann nun mit dem Mac im Bett sitzen, neben mir ein Radler aus dem Alcampo und im Geiste lasse ich einen langen schönen Tag Revue passieren. Diese Insel hat mich in ihren Bann gezogen und ich werde wohl zu Weihnachten wieder hier sein. Es ist einfach zu schön hier. Die Menschen sind freundlich und das Leben als Urlauber ist hier mehr als unkompliziert. In der Werbung würde man es „I am loving it“ nennen :-)

Zum Abschluss noch ein Foto mit dem 10,5mm Fisheye vom Balkon unserer Suite. Das sieht übrigens wilder aus als es ist. Schließt man die Türen ist es ziemlich ruhig hier oben.

Nikon D300 - Infrared 830nm - Nikkor AF-D 2.8/10,5mm

Gute Nacht liebe Freunde, morgen geht der Wettstreit “neu fett und teuer” gegen “alt abgewetzt und cool” weiter. Was für ein Wettstreit soll das denn sein fragt ihr euch jetzt vielleicht? Ganz einfach, es ist der Wettstreit – nehme ich die D800E oder die umgebaute D300 mit? Wie er ausgeht – wir werden es sehen…


Nikon D100 – Preiswerter Youngtimer II

Nach dem gestrigen Artikel zur neuen/alten Nikon D100 habe ich heute noch einige Fotos aus dieser schönen alten Kamera die gestern auf der “Suche nach dem Licht” entstanden sind.

Unsere Reise führt uns leider nicht mit den Motorrädern zum Café Fahrtwind bei Ahrbrück in der Eifel. Bei selbst gebackenem Mamorkuchen und heißem Kaffee geht es mit den wenigen anderen Gästen um Motorräder, die vor uns liegende Saison und immer wieder um das schlechte Wetter. Am späten Mittag verabschieden wir uns und ich bin erstaunt, dass heute nur Autos auf dem Parkplatz vor diesem schönen Bikertreff stehen. Im Schneetreiben geht es auch einsamen kleinen Straßen weiter in Richtung Bad Münstereifel. Zwischendurch sieht Sandra auf der rechten Seite ein großes UFO zwischen den Bergen. Es ist das Radioteleskop bei Effelsberg, das ist uns einen Abstecher wert.

Hier ein “Testbild” das die Qualitäten des billigen Nikon AF-S VR 18-55mm Objektivs zeigt. Die kahlen Äste des Baums im Hintergrund sind ganz klar abgebildet, es gibt keine Farbsäume, das ist überraschend gut!

(Alle Fotos 1000 Pixel breit oder hoch – Einfach anklicken)

Nikon D100 - AF-S VR 18-55mm

Auf halbem Weg bringt der kalte Wind unsere Augen zum tränen, die Schneeflocken hängen mir im Haar, ich habe nicht einmal eine Kaputze oder Mütze dabei. Ohne das gewaltige Teleskop gesehen zu haben kehren wir um und gehen zurück zum Auto. Mir ist kalt und ich verfluche innerlich alle Wettergötter, aber meine Sandra hat trotzdem gute Laune. Das ist mir ein Foto wert. Wieder einmal ist das kleine eingebaute Blitzlicht ein überaus praktischer kleiner Helfer.

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Später bei nach der RAW-Konvertierung bin ich überrascht wie viele Details diese mehr als 10 Jahre alte Kamera doch zum Vorschein zu bringen vermag. Nach einer “sanften” Schwarz-Weiss-Konvertierung gewinnt das Foto meiner gut gelaunten “Motorradbraut” zusätzlich an Ausstrahlung,

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Als wir schließlich in Bad Münstereifel eintreffen sind wir nicht schlecht überrascht, dass hier am Ostersonntag die Geschäfte geöffnet haben. In einem Outdoor-Laden finde ich drei farbenfrohe Hemden und ein paar richtig gute Wanderschuhe zum gemäßigten Preis. Zwischendurch gibt es trotz des Schneetreibens noch das eine oder andere Foto in diesem schönen kleinen Ort.

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Fazit

Letztlich war es doch noch ein schöner Oster-Ausflug, auch wenn die Motorräder weiterhin in der Garage auf den Frühling warten.

Meine neue/alte Nikon D100 war wieder ein leichter unauffälliger Begleiter. Im Outdoor-Laden fragte mich sogar ein älterer Mann “Ist die schon digital?” Ja ist sie und um einfach mal das eine oder andere Foto zu schießen ist sie völlig ok. Man kann sie immer im Auto dabei haben und muss ich keine Gedanken machen, dass man sie verlieren könnte oder zum Opfer eines Diebstahls wird. Und wenn es doch einmal passieren sollte, dann sind eben 150 Euro weg, was soll’s… Das ist billiger als jede Kameraversicherung und im Vergleich zu den Tagen an denen ich einen schweren Rucksack durch die Gegend geschleppt habe, entstehen trotzdem nette Fotos und ich bin am Ende des Tages deutlich entspannter.


Nikon D100 – Preiswerter Youngtimer

Nikon D100 - Front

Nach der Canon G2 war im Februar 2004 die Nikon D100 meine erste “richtige” Digitalkamera. Eigentlich war schon die neue D70 angekündigt, lieferbar war sie aber erst einige Monate später und weil ich es einfach nicht abwarten konnte, habe ich mir am Rosenmontag 2004 beim Bonner Cityfoto-Center für fast 2.000 Euro eine Nikon D100 mit ein wenig Zubehör gekauft. Im Sommer 2005 konnte ich sie an gleicher Stelle für knapp 1.000 Euro in Zahlung geben. Damit hat sie einen wesentlichen Beitrag zum Erwerb der damals ganz aktuellen Nikon D2x geleistet. Aber der Preisverlust innerhalb von nur 1,5 Jahren war schon gewaltig. Heute ist es mit der D2x ganz ähnlich. Von den Ursprünglich fast 5.000 Euro ist wenig geblieben. Gute gebrauchte Exemplare bekommt man aktuell für etwa 700 Euro!

Nikon D100 - Back

Die Nikon D100 basiert auf der analogen Nikon F80. Gehäuseabmessungen und Auslösegeräusch usw. sind sehr ähnlich. Wer diese Kamera in die Hand nimmt erkennt sofort, diese Kamera war die erste digitale Nikon die sich an Fotoamateure gerichtet hat. Ähnlich den Kameras der D1-Serie wurde hier noch ein recht kleines Display verwendet. Mehr gab es damals einfach noch nicht und gemessen an den Displays der aktuellen Kameras mutet dieses Mäusekino wie an Anachronismus an. Aber es verrichtet seinen Dienst und mehr Display braucht man eigentlich auch nicht. Das Auslöse-Geräusch der D100 ist wie bei der F80 recht unauffällig. Sie ist nicht besonders schnell und nach einigen wenigen RAW-Bildern ist der Pufferspeicher schon voll. Dann legt sie eine Pause ein bis die Daten auf die Compact-Flash Karte übertragen sind. Es werden Karten bis 2GB unterstützt. Dieses fassen etwa 200 unkomprimierte RAW-Bilder und man bekommt sie aktuell fast geschenkt. Der EN-EL3 Akku der D100 kann in den Ladegeräten der neueren Nikon D700, D300 usw. geladen werden. Auch funktionieren Akkus des Typs EN-EL3e aus der D300/D700 in der D100 ganz wunderbar. Brauchbare Ersatzakkus (EN-EL3) bekommt man bei ebay & Co. aktuell für etwa 8 Euro. CPUs oder ähnliches gibt gab es damals in den Akkus nicht. Man kann also alle Nachbauten verwenden. In modernen Kameras wie bspw. der D5100 wird man ausgeschimpft wenn man versucht einen Akku aus einer Nikon P700 einzusetzen. Sie haben die gleichen Abmessungen, aber einen digitalen “Kopierschutz” – und das nervt manchmal ganz heftig. Im Jahr 2004 war man bezüglich der Akkus bei Nikon noch etwas entspannter…

Die D100 kann RAW-Dateien verlustlos komprimieren. Man sollte sich aber genau überlegen ob man dieses Feature nutzt. Ist der Pufferspeicher voll, so dauert es echt lang bis die Bilder komprimiert UND auf die Speicherkarte verschoben wurden. Ich speichere daher bei der D100 immer unkomprimiert, das geht einfach schneller. Wer Speicherplatz sparen will, kann diese Komprimierung später an PC oder Notebook mit Nikon View oder Nikon Capture “nachholen”.

Im Jahr 2013 zählt die Nikon D100 inzwischen zum echt alten Eisen. Wirklich haben will sie kaum jemand mehr und die Preise für gut erhaltene gebrauchte Exemplare sind sehr niedrig. Was liegt da näher als sich für ganz kleines Geld solch einen Dinosaurier zu kaufen und zu schauen ob man damit im Jahr 2013 noch schöne Fotos machen kann? Auslöser war mein Artikel “Nikon D70 – I was so young” den ich vor ein paar Tagen publiziert habe. In der Folge war das Leserecho recht groß und es kamen einige Anfragen ob ich nicht genauer auf die Nikon D100 sowie die etwas neuere Nikon D70 eingehen kann.

In der letzten Woche habe ich dann bei ebay eine fast neuwertige Nikon D70 mit einem sehr schönen AF-S 18-75mm sowie eine fast neuwertige Nikon D100 ergattern können. Es waren noch diverse Speicherkarten, Akkus, Ladegeräte und ein Netzteil dabei. Alles zusammen hat inkl. Original-Kartons und Bedienungsanleitungen knapp 350 Euro gekostet. Herz was willst Du mehr :-)

Am gestrigen Samstag ging es dann bei fiesem Schneetreiben mit der Nikon D100 auf Motivsuche. Weil ich ein paar Wanderschuhe für die nächste Reise gesucht habe, hat es meine Freundin Sandra und mich zum Bonner Globetrotter verschlagen. Auf der anderen Straßenseite ist die BMW Motorrad-Niederlassung. Nach einem kleinen Schwätzchen mit den altbekannten Vertrieblern Herrn Hecker und Herrn Schnürle ging es von einem schönen Moped zum nächsten.

Hier nun eines der ersten Fotos aus meiner “neuen” Nikon D100, das so bunt ist wie eine Schüssel Ostereier und daher sehr gut zur aktuellen “Jahreszeit” passt…

Es ist die Bremsanlage einer BMW S1000RR mit knapp 200 PS. Ein Rennpferdchen das mehr als 300 km/h schnell ist und mit dem man sich in kürzester Zeit zu Tode fahren kann – wenn man vorübergehend das Hirn abschaltet… Alle Bilder sind mit dem billigen kleinen Nikon AF-S VR 18-55mm “Plastik-Objektiv” gemacht. Auch wenn Haptik und Mechanik dieser Linse eher billig sind, liefert dieses Objektiv doch immer wieder überraschend gute Bilder. Und speziell an der Nikon D100 ist man mit diesem Objektiv sehr gut bedient. Es ist billig, klein und leicht und beliefert den 6 Megapixel Sensor der Nikon D100 mit mehr als ausreichend vielen Bildinformationen.

Das Detail der S1000RR habe ich mit Photoshop CS5.1 aus einer RAW-Datei der D100 erstellt. Das geht angenehm schnell, denn die Dateien sind wirklich verglichen mit den Datenmengen einer Nikon D800 geradezu winzig. Anschließend habe ich noch ein leichtes Tonemapping angewendet und fertig ist das überaus detailreiche bunte Osterfoto :-)

(Alle Fotos sind 100 Pixel breit oder hoch – Einfach anklicken…)

Nikon D100 - AF-S VR 18-55

Hier nun ein Foto aus einer kleinen Serie bei der ich die D100 auf dem Boden abgestützt und den Bildausschnitt ohne durch den Sucehr zu schauen grob abgeschätzt habe. Von 8 Bildern war auf einem Bild der gewünschte Ausschnitt. Für die Aufhellung der Szenerie habe ich bei allen Bildern das sehr praktische kleine Blitzlicht mit Leitzahl 12 verwendet.

Nikon D100 - AF-S VR 18-55

Nikon D100 - AF-S VR 18-55

Hier eine Detail eines Vorderrades einer BMW R1200GS.

Nikon D100 - AF-S VR 18-55

Das hier finde ich ganz witzig, ein Motorrad mit M + S Reifen – das gibt es wohl nur bei BMW – oder?

Nikon D100 - AF-S VR 18-55

Schließlich standen wir wieder einmal vor der BMW F800 in der Chris Pfeiffer Edition. Dieses Motorrad geht meiner Freundin Sandra schon seit mehr als einem Jahr im Kopf herum. Inzwischen ist es in gebrauchtem fast neuwertigem Zustand für knapp 8.000 Euro zu haben. Da könnte man glatt schwach werden, oder…

Nikon D100 - AF-S VR 18-55

Nikon D100 - AF-S VR 18-55

Nikon D100 - AF-S VR 18-55

Nach der Motorrad-Stippvisite und unserer Shopping-Tour geht es nach Köln Rodenkirchen. Dort machen wir einen kleinen Spaziergang und gönnen uns in einem der schönen Rheinschiffe einen Kaffee und eine Waffel mit heissen Kirschen.

Nikon D100 - AF-S VR 18-55

Nikon D100 - AF-S VR 18-55

Nikon D100 - AF-S VR 18-55

Nikon D100 - AF-S VR 18-55

Fazit

Wieder daheim bin ich überrascht wie detailreich und schön die Fotos trotz des schlechten Wetters geworden sind. Zwar haben sie “nur” 3008 x 2000 RGB Pixel, aber für gute Ausdrucke im Format DIN A3 reicht das problemlos. Damit wären schöne ganzseitige Abdrucke in einer Fotozeitschrift ohne Verluste möglich. Verkleinert auf 1000 Pixel Kantenlänge erkennt man praktisch keinen Unterschied zu moderneren und wesentlich teureren Kameras. Die Nikon D100 ist klein, leicht und aktuell äußerst preiswert. Damit empfiehlt sie sich für alle die Urlaubsbilder ohne großen Anspruch machen möchten und die sich im Falle eines Verlustes durch Diebstahl & Co. nicht zu Tode ärgern wollen.

Für etwa 50,- Euro mehr  bekommt man die etwas modernere Nikon D70. Sie ist etwas kleiner und leichter als die D100 und beherrscht statt dTTL schon das modernere iTTL System zur Blitzbelichtungsmessung. Außerdem kann man die D70 wegen des speziellen Anti-Aliasing-Filters recht gut mit Infrarotfiltern benutzen. Die praxisgerechten Motivprogramme und eine USB 2.0 Schnittstelle (statt USB 1.1 bei der D100) runden die Nikon D70 ab.

Trotz allem ist mir die Nikon D100 irgendwie ans Herz gewachsen. Ich mag die Möglichkeit einen einfachen Drahtauslöser verwenden zu können. Außerdem gibt es eine Spiegelvorauslösung und einen sehr praktischen Batteriegriff. Die Motivprogramme mochte ich noch nie, aber sie sind für unerfahrene Fotofreunde durchaus praktisch. Weder die Nikon D100 noch die D70 können sich ernsthaft mit modernen Boliden wie einer Nikon D800E oder der seit einigen Tagen lieferbaren Nikon D7100 messen. Aber das müssen sie auch gar nicht. Diese Kameras haben inzwischen eine ganz andere Zielgruppe und der dramatische Preisverfall macht sie als Kamera für die Kids oder den Rucksackurlaub in unsicheren Gefilden interessant.


Rollei 35S – Fototour mit Ilford XP2

Rollei B35 - Ilford XP2

Der Kauf meiner kleinen Rollei 35S liegt nun schon ein paar Jahre zurück und nun gibt es den ersten Artikel zu dieser schönen kleinen Kamera. Aufmerksam wurde ich auf diese Kamera schon als kleiner Junge weil mein Onkel damals damit unterwegs war und viel Spaß damit hatte. Besonders witzig fand ich es damals, dass man das Objektiv in der Kamera versenken kann und dass es neben einem Belichtungsmesser keinerlei Hilfen für die Aufnahme seiner Fotos gibt. Nicht einmal einen Schnittbild-Entfernungsmesser hat dieses kleine in Singapur gefertigte Unikum zu bieten. Und um die Batterie für den Belichtungsmesser auszutauschen zu können, darf kein Film eingelegt sein, denn das Batteriefach ist innen in der Kamera. Auch ist der Spannhebel auf der falschen Seite. Ok, eigentlich gibt es keine “falsche Seite” – aber man ist es eben anders gewohnt. Auch werden die Filme im Vergleich zu ”normalen” Kameras anders herum eingelegt. Und wie bei der Nikon F muss die komplette Rückwand entfernt werden wenn man an den Film will.

Mit dieser Kamera zu fotografieren ist ein kleines Abenteuer. Aber wie diese Bilder zeigen, lohnt es sich durchaus sich mal mit dieser Kamera an einem Samstag durch Bonn zu laufen. Der Auslöser ist extrem leise und die Kamera so klein, dass man damit wunderbar unbemerkt fotografieren kann.

(Alle Fotos wieder 1000 Pixel breit oder hoch – einfach anklicken)

Rollei B35 - Ilford XP2

In die Kamera habe ich nach längerer Zeit mal wieder einen einen Ilford XP2 eingelegt. Das ist ein Schwarz-Weissfilm der im C41-Prozess preiswert in einem Großlabor entwickelt werden kann. Selbst kann man ihn eher nicht entwickeln und er eignet sich damit sehr gut für “faule Analogfans”. Mit ISO-400 ist es recht lichtempfindlich und zugleich wunderbar feinkörnig. Der Tonwertumfang ist sehr hoch und die Grauabstufungen ganz wunderbar. Wer will kann eine Push-Entwicklung machen lassen. Dazu muss er den Film nur mit ISO-800 oder gar ISO-1600 belichten und dies auf der Entwicklungstüte vermerken. Den Rest erledigt dann ein gutes Fachlabor!

Rollei B35 - Ilford XP2

Wenn man sich diese beiden Fotos anschaut bekommt man richtig “Bock auf Grau”. Mir jedenfalls geht das so :-)

Rollei B35 - Ilford XP2

Vor einem Geschäft gab es eine Holzkiste mit verschiedenfarbigen Wollknäulen. Schaut man sich dieses Foto genauer an so fällt auf wie scharf das Sonnar 2.8/40mm seine Motive auf den Film zu bannen vermag.

Rollei B35 - Ilford XP2

Beim nächsten Foto sieht man sehr schön, dass das leichte Weitwinkel fast verzerrungsfrei arbeitet. Alle Häuserfassaden stehen wunderbar gerade und der XP2 vermag selbst die krassen Helligkeitsunterschiede zwischen der schwarzen Kleidung der Passanten und den hellen Winterwolken komplett einzufangen. Wie schrieb einst Ken Rockwell zum Thema “Analoge Fotografie” – HDR is included – Recht hat er!

Rollei B35 - Ilford XP2

An den Markständen kann man immer mal schnell einen unbemerkten “Schuss” landen.

Rollei B35 - Ilford XP2

Und wenn man doch einmal wie hier “erwischt wird”, dann grinsen die meisten Menschen angesichts dieses kleinen Fotogerätes ein wenig ungläubig.

Rollei B35 - Ilford XP2

Auch Gegenlichtsutiationen meistert das mehrfach vergütete Objektiv der Rollei ganz ausgezeichnet.

Rollei B35 - Ilford XP2

Hier ein “Schuss” von der Treppe des Bonner Rathauses in Richtung Stadthaus. Obwohl weit weg kann man die Fenster in der Fassade des Stadthauses klar erkennen.

Rollei B35 - Ilford XP2

Und noch ein Bild mit “weitem” Winkel über den Marktplatz. Man beachte wie schön gerade die Häuser stehen. Nichts ist krumm oder schief, das hätte ich von dieser kleinen Kamera nicht erwartet. Einmal mehr verstehe ich warum mein Onkel damals schon soviel Spaß an dieser Kamera hatte.

Rollei B35 - Ilford XP2

Rollei B35 - Ilford XP2

Hier ein Blick hinauf zur Uhr die sehr schön in die frisch renovierte Fassade des Bonner Rathauses integriert ist.

Rollei B35 - Ilford XP2

Auf der Treppe unterhalb der Uhr hat mich dann dieses kleine Mädchen gefragt ob ich sie nicht fotografieren will. Ihr kleiner Bruder wollte scheinbar nicht so recht, aber sie hat ihn einfach überrumpelt :-)

Rollei B35 - Ilford XP2

Rollei B35 - Ilford XP2

Rollei B35 - Ilford XP2

Nun einige Fotos meiner Freundin Sandra. Jetzt wird es etwas schwieriger. Bei vollständig geöffneter Blende und abgeschätzter Entfernungseinstellung versuche ich mich mal mit einer leichten Unschärfe des Vorder- und Hintergrundes. Es ist nicht so ganz gelungen, aber sobald es wieder etwas wärmer wird können wir da ja mal üben :-)

Rollei B35 - Ilford XP2

Auf dem nächsten Bild sitzt die Schärfe perfekt, hier war die Blende auch auf F8 geschlossen. In Verbindung mit dem sehr lichtempfindlichen Filmmaterial sind so Belichtungszeiten von 1/500s möglich, was sehr zur guten Qualität der Fotos beiträgt.

Rollei B35 - Ilford XP2

Hier noch ein Foto des Bonner Rathauses. Aufgrund der niedrigen Aufnahmeposition wurde es nach oben schmaler, einer normaler Effekt den es bei allen Kameras gibt die kein teures Shift-Objektiv oder ähnliches haben. Ich habe das Rathaus mit Photoshop etwas gerade gerückt und so die perspektivische Verzerrung etwas abgemildet. In einer Dunkelkammer hätte man am Vergrößerungsobjektiv eine sehr kleine Blende eingestellt und das Fotopapier etwas schräg darunter abgelegt. Vieles was man heute für Photoshop-Hexerei hält, konnte man schon vor 100 Jahren mit etwas Grips und Verstand erledigen :-)

Rollei B35 - Ilford XP2

Und noch ein Foto mit offener Blende. Wieder liegt die Schärfeebene ganz leicht daneben. Ganz links im Bild der Reißverschluß, der ist scharf abgebildet aber Sandras Gesicht ist vielleicht 5cm zu nah an der Kamera. Für solche “Spielereien im Nahbereich” ist diese Kamera also nur recht eingeschränkt geeignet. Vielleicht sollte ich beim nächsten Shooting mal einen Zollstock mitnehmen :-)

Rollei B35 - Ilford XP2

Nun folgen einige Details den “Bonner Münster”. Beide Bilder sind voll in den hellen Himmel geschossen und dennoch sind alle Tonwerte herrlich fein abgestuft. Auch der Belichtungsmesser hat hier sehr gut funktioniert, respekt!

Rollei B35 - Ilford XP2

Rollei B35 - Ilford XP2

Direkt vor der Bonner Hauptpost steht dieser Kollege hier. Wer kennt ihn nicht, Ludiwg von Beethoven, der wahrscheinlich bekannteste Sohn dieser Stadt.

Rollei B35 - Ilford XP2

Und nun zwei Fotos die mir persönlich sehr gutgefallen. Ich nenne sie den “Spiegelschrank”. Eigentlich ist an diesem Schrank natürlich nichts verspiegelt, er steht hinter einer blitzsauber geputzten Schaufensterscheibe. und weil das Licht gerade günstig ist spiegelt sich die halbe Innenstadt in diesem Schaufenster. Das sieht so gut aus, das kann man sofort noch einmal im Hochformat wiederholen…

Rollei B35 - Ilford XP2

Rollei B35 - Ilford XP2

Und noch ein Versuch mit der “partiellen Schärfe”. Nun hat es endlich geklappt, das Gesicht dieser kleinen Bronzefigur ist scharf abgebildet, seine Hand und seine Schwester jedoch nicht. Es geht also doch!

Rollei B35 - Ilford XP2

Alle die vielen Fotos manchen richtig hungrig und so geht es ins Tuskolo hinter dem Bonner Münster. Ein ganz vorzügliches italienisches Restaurant. Auf dem Film sind noch ein paar Bilder, warum versuchen wir und nicht einmal an einer “Available-Light-Situation”? Gesagt getan, bei offener Blende uns 1/30s kann man mit dem Ilford XP2 fotografieren! Leider liegt nun aber die korrekte Schärfeebene nicht ganz korrekt auf Sandras Gesicht. Achtet man auf den Ring an ihrer linken Hand wird klar wo die Schärfeebene liegt, ich bin wieder etwa 5-10cm zu weit weg. Aber hier haben wir sogleich ein schönes Testfoto für das Bokeh (Hintergrundunschärfe) des Sonnar 2.8/40mm.

Rollei B35 - Ilford XP2

Fazit

Die kleine Rollei 35S ist ein tolles Fotogerät für den unbemerkte Aufnahmen und man kann damit sicherlich auch sehr ernsthafte fotografische Herausforderungen bewältigen. Sie funktioniert zu 100% vollmechanisch. Der Belichtungsmesser benötigt nur eine kleine Knopfzelle und über einen Zeiger an der Gehäuseoberseite kann man die korrekte Belichtung sehr gut abschätzen. Alles in allem macht das Fotografieren mit dieser Kamera großen Spaß und wird man “entdeckt” so nimmt es einem niemand übel, dass man ein fast unbemerktes Foto geschossen hat. Es ist ein Effekt wie bei kleinen Babies. Die grinsen immer ganz artig und lachen jeden an und wer kann ihnen dann schon böse sein?

Der Ilford XP2 ist ein toller Schwarz-Weiß-Film. Er kann kostengünstig und schnell in jedem Labor gemeinsam mit anderen Farbfilmen entwickelt werden. Im Gegensatz zum sehr ähnlichen Kodak BW-400 ist er nicht wie normale Farbfilme rot kaschiert. Man kann ihn also sehr gut in der heimischen Dunkelkammer verwenden um mit viel Gestank und Patscherei das eine oder andere schöne Papierbild zu erstellen. Wem das alles zu kompliziert ist, der scannt den Film einfach ein. Ich habe diese Scans mit einem EPSON Perfection Photo V700 bei 3200 DPI gemacht. Die Scandateien haben etwa 12 Megapixel und ist die Vorlage scharf und detailreich, so ist es der Scan ebenfalls. Sehr gut gefallen mir das ausnehmend feine Korn und die tollen Grauabstufungen dieses sehr einfach zu verarbeitenden Filmmaterials!

Mein Tipp für eines der nächsten Wochenenden:

Einfach die tolle Nikon D800 man im Schrank lassen, ein paar Ilford XP2 kaufen und mit Papas oder Opas schönen alten Kameras mal wieder auf Fototour gehen. Es macht ne Menge Spaß ist sehr ursprünglich und schärft hoffentlich den Blick für das Wesentliche, denn ganz billig ist dieser Spass leider nicht…


Nikon D70 – I was so young

Auf der Suche nach alten Fotos kommen einem manchmal Bilder auf den Monitor von denen man gar nicht mehr wußte, dass sie noch existieren. So heute bei mir geschehen. Eigentlich wollte ich nur kurz schauen was es mit einer alten externen Festplatte auf sich hat. “Geht sie noch, oder nicht, kann sie in den Sondermüll? Komm Ansgar, schau einfach mal kurz nach…”

Und siehe da, auf der Festplatte waren mehrere tausend Fotos die in den Jahren 2004 und 2005 entstanden sind. Die Überraschung: Es waren auch wirklich viele Fotos dabei die meine damalige Freundin Ulrike mit ihrer Nikon D70 aufgenommen hat.

Ich selbst konnte es damals nicht abwarten und obwohl klar war, dass es bald eine D70 geben würde, habe ich mir für fast 2.000 Euro eine Nikon D100 mit zusätzlichem Batteriegriff und diversem Zubehör gekauft. Wirklich begeistert hat mich diese Kamera allerdings nicht. Ok, die Bilder waren toll und es ging alles schnell schnell schnell… Aber meine Nikon F4 oder auch die F5 und die F100 fühlten sich einfach besser und erwachsener an.

Heute ist es mit der Nikon D7100 und der D2x ganz ähnlich. Die neue Nikon D7100 ist der D2x um Lichtjahre voraus, aber die D2x fühlt sich noch immer “erwachsener” an. Es ist eben eine Profikamera und keine preiswerte kleine “Knipse” die zu einem großen Teil aus Kunststoff besteht. Mir war dieses “Feeling” immer sehr wichtig und das ist sicherlich auch der Grund warum ich trotzdem parallel zur Nikon D100 noch sehr lange meine analogen Nikon Kameras benutzt habe.

Unabhängig davon ist es witzig mal zu sehen wie ich vor 8-9 Jahren ausgesehen habe. Was mir zu allererst auffällt, ich habe mich schon damals so ungern rasiert wie heute :-) Und ich war 10 bis 15 Kilo leichter, außerdem waren die Haare weniger grau. Auch war das Gehör damals noch viel besser, aber ich hatte auch deutlich weniger Kameras, von den Objektiven ganz zu schweigen…

Beginnen wir mit einem Foto das im Wintergarten beim Besuch meiner Mutter entstanden ist. Der Wintergarten lässt viel Licht passieren und das kleine Blitzlicht auf der Nikon D700 erzeugt schöne Spitzlichter in meinen Augen. Aber die verschwitzte Stirn glänzt wie eine Speckschwarte und die Augen sind halb geschlossen weil die iTTL Messblitze der Nikon D70 ganz kurz vor dem Auslösevorgang abgefeuert werden. Das menschliche Auge reagiert so schnell, dass beim eigentlichen Foto die Augen oft schon ein wenig geschlossen sind.

Für mich ein Grund beim direkten Blitzen auf “M” wie Manuell zu stellen und die moderne iTTL Blitzbelichtungsmessung gelegentlich NICHT zu verwenden.

(Alle Fotos sind 1000 Pixel hoch oder breit, ggfs. einfach in einem neuen TAB öffnen…)

Ansgar

Hier ein Foto bei dem ich mal wie ein Star in den Himmel schauen sollte. Es ist krass gegen die Sonne fotografiert, aber die 3D Matrix-Belichtungsmessung der D70 macht trotzdem alles richtig – Respekt!

Ansgar

Hier bin ich an irgendeinem See mit meiner geliebten Nikon F4s und dem Sigma 180-500 das ich damals benutzt habe. Mehr konnte ich mir nicht leisten und war mit der Qualität der Fotos auch nie so richtig glücklich. Es ist gut, dass ich es irgendwann gegen das Nikon AF-D VR 80-400 eingetauscht habe!

Ansgar

Hier ein Foto vor meinem Klavier, im Hintergrund sieht man noch ein Notenheft – J.S. Bach – Das wohltemperierte Klavier – hammermäßig schwerer Krams an dem ich mich lange versucht habe und es dann 2007 relativ entnervt aufgegeben habe. Totale Polyphonie ist nicht mein Ding, ich mag es wenn ZWEI Hände ZWEI unterschiedliche Linien spielen und nicht 4 oder gar 5 Linien gleichzeitig erklingen lassen müssen. Ach ja, wenn ich die Einspielungen von Glenn Gould höre, so möchte ich mich noch heute vor ihm auf den Boden werfen und ihm so meiner totaler Hochachtung versichern…

Ansgar

Ein Bild aus der Küche meiner Mama, auf dem Arm habe ich meine kleine Nichte. Das Foto ist auch “geblitzt” aber die D70 hat einen erstaunlich guten Kompromiss zwischen Blitzlicht und Umgebungslicht gefunden.

Ansgar

Hier bin ich im Wald unterwegs und erstaunlicher Weise ist der Hintergrund mal schön unscharf. Das liegt an der etwas längeren Telebrennweite und der weit geöffneten Blende. Manchmal ist es besser die ISO-Automatik abzuschalten und mit dem Kopf zu fotografieren :-)

Ansgar

Nun ein Apfelsaft nach einer Fotosession. Ich glaube es war in der Bonner Rheinaue. Wenn ich meine Kleidung so sehe, scheint es im Herbst gewesen zu sein…

Ansgar

Hier bin ich am Flugplatz in Hangelar bei St. Augustin mit meiner Nikon F4s und dem wunderbaren Sigma EX 2.8/105mm Macro – ein rattenscharfes Teleobjektiv das ich bis heute sehr gern verwende!

Ansgar

Hier bin ich nun an der Ahr bei Ahrweiler. An diesen Tag erinnere ich mich noch sehr gut. Es war kalt wie die Hölle und Teile der Ahr waren zugefrohren. Meine tollen neuen Stative hatte ich damals noch nicht. Statt dessen habe ich das eine oder andere ebay-Schnäppchen benutzt. Hier ein schwarzes Velbon mit einem Pistolengriff den es damals bei Foto Walser gab. Weil ich lange belichten wollte habe ich vor das 105er Sigma einen Graufilter UND einen Polfilter geschraubt.

Ansgar

Es war mächtig kalt und als wir uns nach etwa zweistündiger Fotosession endlich in einem Café aufwärmen konnten kam mir der verwegene Gedanke, doch schnell einen neuen Film einzulegen. Das war indes keine gute Idee! Im Café war es kuschelig warum und meine Nikon F4 hatte etwa -10°C. Raus ging der belichtete Film noch sehr gut, aber während ich den neuen Film eingelegt habe, ist die kalte Rückwand der F4 beschlagen. Als ich den Film dann in die Startposition transportieren wollte, hatte er sich mit dem Schwitzwasser an der Rückwand “verklebt” und der starke Motor der F4 hat ihn kurz darauf komplett zerfetzt. Es gibt Dinge im Leben, die muss man mal erlebt haben. Danach ist es mir nie wieder passiert!

Ansgar

Hier bin ich mit der Nikon F4s im Wildpark am Rolandsbogen auf der rechten Rheinseite. Im Hintergrund sieht man die Ruine der Drachenburg sowie das damals noch nicht ganz fertig renovierte Schloss Drachenburg. Den Aufhellblitz der D70 sieht man indes ganz deutlich!! Etwas weniger wäre auch hier mehr gewesen…

Ansgar

Hier bin ich mit meiner Nikon D100 und einem Nikon SB-800 während einer Vernissage in einer Godesberger Galerie. Max Schautzer war damals zu Gast und hat sein neues Buch vorgestellt. Es waren viele Promis da und ich durfte sie alle fotografieren, das war ein cooler Tag!

Ansgar

Hier bin ich mit der Nikon F100 samt Batteriegriff und dem Sigma 180-500 im Kölner Zoo. Heute weiß ich, dass es wenig Sinn macht mit einem wackeligen Stativ und einer Kamera ohne Spiegelvorauslösung sowie einem wenig lichtstarken Teleobjektiv weit entfernte Raubtiere durch eine dicke Glasscheibe zu fotografieren.

Ansgar

Hier bin ich nochmals mit der Nikon F100 in einer anderen Godesberger  Galerie. Dort wurden u.a. Bilder von Jutta Roth ausgestellt. Ich durfte alle Gäste ablichten und musste im Gegenzug versuchen angesichts einiger unverständlicher Lyrik-Einlagen nicht zu kichern.

In meiner Erinnerung klang diese Lyrik etwa so…

Der Tag – Er war so wunderschön – Vögel sangen – Die Sonne – Der Tag – Warmer Wind in meinem Haar – Der Frühling erwacht – Der Tag bricht an – Ein Schmetterling – Die Biene summt – Doch leider werde ich einst sterben – Der Tag – Ist nah – Oder noch so schrecklich fern…

Autor unbekannt, da spontan von mir zusammen gehämmert…

Ansgar

Genug der kruden Lyrik, hier bin ich mal im feinen Zwirn zu sehen. Es war wohl eine Geburtstagsfeier…

Ansgar

Ich mit der Nikon F100 und dem AF-S 24-85mm beim Versuch am Bonner Kunstmuseum eine ungewöhnliche Perspektive zu finden…

Ansgar

Ich mit der Nikon D100 und einem Makroobjektiv. Das T-Shirt war eine Mitbringsel einer früheren Freundin von einer Reise in die Karibik.

Ansgar

Hier ein Bild das in einer unbekannten Kneipe entstanden ist, vielleicht das “Pathos” in der Bonner Südstadt. Ich versuche gerade der Fotografin zu vermitteln, dass es meist interessanter aussieht wenn das Motiv nicht frontal “totgeblitzt” wird. Kommt das Licht von der Seite ergibt sich ein manchmal interessanter Schattenwurf. Hier fehlt allerdings ganz eindeutig eine kleine Softbox! Das Blitzlicht war wohl mein Nikon SB-800 das sich schon damals von der Nikon D70 dank iTTL schnurlos auslösen ließ.

Ansgar

Und noch ein Bild im Anzug, es war eine Geburtstagsfeier in meiner Heimatstadt. Einige der damals anwesenden Gäste sind leider inzwischen verstorben.

Ansgar

Hier bin ich nochmals in cooler “Männerpose” neben meinem “kleinen Bruder”…

Ansgar

Und ein ganz witziges Foto aus meinem IKEA-Wohnzimmer. In der Hand habe ich ein Foto das am Tag neu eine schlimmen Kieferoperation gemacht wurde. Wie man sieht ist die Schwellung wieder abgeklungen…

Ansgar

Und ein “High-ISO” Bild – so schlecht und so pixelig, dass selbst mit einer Schwarz-Weiss-Konvertierung kaum noch etwas zu retten ist. Und einmal mehr wird klar, es sieht blöd aus wenn man Portraits mit einem Weitwinkelobjektiv aufnimmt und sein Motiv perfekt in der Bildmitte positioniert.

Ansgar

Dieses Foto ist auf dem Dach der Bonner Kunsthalle entstanden. Damals gab es dort eine Ausstellung zum Thema Dschingis Khan. Ich glaube das Foto hat sogar mein kleiner Sohn gemacht. Daher das überaus breite “Papa-Grinsen”…

Ansgar

Und noch ein Foto aus dem Garten meiner damaligen Freundin. Auch hier leistet der eingebaute Blitz ganze Arbeit. Die Stirn glänzt und das kurzwellige energiereiche Blitzlicht dringt in die unteren Hautschichten vor und lässt jede noch so feine Rötung wunderbar hervorstechen…

Ansgar

Auch hier ist das Blitzlicht wieder mit von der Partie… Hätte man die Lichtleistung um eine Blende nach unten korrigiert, so wäre der “Blitzeffekt” deutlich milder ausgefallen! Da fällt mir ein, die Nikon FM3a hat einen kleinen Knopf der ganz genau das bewirkt, er reduziert die Leistung eines Fillflash-Systems um genau eine Blendenstufe. Die Konstrukteure wussten warum sie das eingebaut haben…

Ansgar

Und noch ein zufriedenes Grinsen auf der Gartenbank, in der Hand die Nikon D100 mit dem Sigma EX 2.8-4/17-35mm. Ich habe es immer gern benutzt, aber an der Nikon D800E bevorzuge ich das Nikon AF-S VR 4/16-35mm weil es um Größenordnungen besser ist. Allerdings kostest es auch ein Vielfaches dessen was ich damals für das Sigma bezahlt habe!

Ansgar

Ansgar

…keine Ahnung warum ich hier den Arm gehoben habe…

Ansgar

Hier bin ich mit der Nikon D100 und dem AF-S 24-85mm samt einem Metz-Blitzlicht und meinem uralten Velbon-Video-Stativ das ich mir im zarten Alter von 14 Jahren gekauft habe. Inzwischen ist es verschollen, aber vielleicht findet es sich ja in ein paar Jahren wieder an, wenn endlich einmal mein Keller ausgemistet wird :-)

Ansgar

Das sieht jetzt nach Sommer und Biergarten am Rhein aus…Ansgar

Fazit

Es ist schon erstaunlich welche Schätze man nach vielen Jahren auf der einen oder anderen Festplatte finden kann. Wenn ich mir die technische Qualität der Fotos anschaue die alle im JPG-Modus aufgenommen sind und die lediglich schlappe 3.000 x 2.000 Pixel groß sind, dann sind sie eigentlich trotz allem ganz brauchbar. Meist sind sie scharf und korrekt belichtet. Fieses ISO-Rauschen sieht man selten und als kleine Erinnerung für ein Fotoalbum ist die Qualität meist mehr als ausreichend.

Beim aktuellen “Pixelwahn” fällt es schwer noch an die Qualitäten einer Nikon D70 zu glauben, aber diese Kamera hat wirklich ihre Qualitäten! Wer beispielsweise seine ersten Gehversuche mit einem Infrarotfilter machen möchte, der ist mit der Nikon D70 sehr gut bedient weil sie im Infrarotbereich deutlich empfindlicher ist als beispielsweise eine Nikon D800!

Gut erhaltene Exemplare gibt es manchmal schon bei ebay & Co. samt AF-S 18-70 für schlappe 200 Euro. Wer seinen Kindern eine Freude machen möchte oder einfach nur ein brauchbare entbehrliche billige Kamera für den nächsten Abenteuerurlaub sucht, der ist mit der Nikon D70 noch immer gut bedient. Gibt man sich ein wenig Mühe und schaut auch mal in die Bedienungsanleitung, so sind auch im Jahr 2013 mit einer Nikon D70 noch sehr brauchbare Fotos möglich.


Nikon D300 – Fotosafari in Utah

Im Sommer 2007 habe ich meine famose Nikon D2x mit einer Nikon D300 ergänzt. Der zusätzliche MB-D10 Batteriegriff und der ebenfalls zusätzliche Nikon BL-3 Adapter ermöglichten die Nutzung des riesigen EN-EL4 Akkus sowohl in der D2x als auch in der D300. Schnell war noch ein weiterer EN-EL4 gekauft und los ging es mit zwei Kameras. Weil sie etwas besser bei der Auflösung feinster Details ist und im Gegenzug bei ISO-100 die etwas besseren Bilder liefert, war die D2x meist mit AF-S 2.8/17-55mm Midrange-Zoom bestückt.  Die “normale” ISO-Empfindlichkeit der D300 ist mit ISO-200 doppelt so hoch wie bei der D2x und die Bildfolge ist im 12-Bit RAW-Modus mit angesetztem EN-EL4 mit satten 8 B/s wirklich schnell. Daher hatte ich die D300 meist mit dem famosen Nikon AF-S VR 2.8/70-200 bestückt. Als es dann im Frühjahr 2009 für ganze sechs Wochen im Südwesten der USA ging, musste die D2x aber trotzdem daheim bleiben. Zusätzlich zur D300 hatte ich damals noch eine Nikon S600, eine Nikon F5 und eine Nikon F100 im Gepäck. Es war ein ziemlicher Wahnsinn, die Fotoausrüstung wog fast mehr als der Rest meines Gepäcks, da war für die D2x einfach kein Platz mehr.

Am Ende der Rückreise habe ich mein Gepäck noch schnell mit der Nikon S600 abgelichtet und so sah das damals aus…

Nikon D300 - USA South West - 2009

Diese Zeiten sind inzwischen vorbei, damals habe ich gemerkt, dass man eh nicht parallel mit mehreren Kameras fotografieren kann. Zusätzlich zur D300 noch einmal fast jedes Motiv parallel auf Fuji VELVIA-50 oder Kodak EKTAR-100 abzulichten, das erspare ich mir mittlerweile. Heutzutage geht es entweder komplett “analog” auf Tour oder eben nur mit einer digitale Kamera im Rucksack.

Nikon D300 - USA South West - 2009

Nikon D300 - USA South West - 2009

Wenn es das nächste mal in die USA geht, wird die D800E im Fotorucksack sein und zusätzlich die sehr gute Panasonic HC-X909 Videokamera. Dann noch ein paar Objektive und fertig. Mehr braucht man im Jahr 2013 eigentlich nicht mehr. Auch bei den Objektiven werde ich ausdünnen, das AF-S VR 5/16-35, das AF-S 2.8/24-70 und das AF-S VR 2.8/70-200 werde ich einpacken.

Im Jahr 2009 war das noch anders und ich habe damals sehr lange hin und her überlegt was ich mitnehmen soll. Rückblickend wäre ich allein mit der Nikon D300 sehr gut ausgerüstet gewesen. Diese Kamera ist schnell und robust, sie ist flexibel und die Bildqualität läßt zumindest bei niedrigen ISO-Werten kaum Wünsche offen. Läßt man den MD-D10 Batteriegriff im Auto, so spart man Gewicht und die Kamera macht trotzdem noch gute Fotos…

Nikon D300 - USA South West - 2009

“Never hike alone” – diesen Hinweis findet man im Südwesten der USA immer wieder. Ich war meist mit meiner D300 ganz allein auf abgelegenen Pfaden unterwegs und immer wenn ich mal wieder ein verendetes totes Tier fand hatte ich ein ungutes Gefühl. Passiert ist mir letztlich nichts, ich war auch nicht besonders wagemutig und habe nach einigen Wochen begonnen mich jeden Tag an Rezeption abzumelden und auf einem Zettel zu hinterlassen wohin es gehen soll.

Nikon D300 - USA South West - 2009

Die schönen Foto-Locations im Südwesten der USA sind teilweise sehr einfach zu erreichen, wie beispielsweise der Horse-Shoe-Bend bei Page in Arizona. vom Parkplatz aus läuft man ein paar hundert Meter über eine Sanddüse und schon sieht man diese mächtige Schlucht in der man den Kölner Dom gleich mehrfach verschwinden lassen könnte…

Nikon D300 - USA South West - 2009

Rund um Page hat Arizona mit  The Wave, White Pocket, Lake Powell, Antelope Canyon usw. viele tolle Fotomotive zu bieten. Trotzdem zog es mich nach einiger Zeit in Richtung Utah. Monument Valley, Arches National Park, Canyonlands National Park das sind einige der Highlights die von der Mehrzahl der Touristen besucht und systematisch abfotografiert werden. Doch besonders abseits der Touristenströme gibt es viele tolle Sachen zu entdecken. Mein Freund Wolfgang hat mich damals für ein paar Tage in den USA besucht und gemeinsam haben wir einige Touren in der Nähe von Escalante in Utah unternommen. Dort gibt es die wunderbare “Hole in the Rock Road” oder auch HITRR genannt. Diese Off-Road Piste ist eine harte Prüfung für jeden Pneu der vielen Geländewagen die dort tagtäglich ihre langen Staubfahnen hinter sich her ziehen.

Gleich zu Beginn der HITRR gibt es auch der rechten Seite ein Areal mit dem schönen Namen Devils Garden. Dort gibt es viel zu sehen und man kann sich dort schon mal einen Tag oder länger aufhalten.

Nikon D300 - USA South West - 2009

Nikon D300 - USA South West - 2009

Nikon D300 - USA South West - 2009

Nikon D300 - USA South West - 2009

Etwas weiter in Richtung Nord-Osten haben wir damals geparkt und sind den Wegpunkten auf Wolfgangs Garmin Colorado 300 gefolgt. Unser Ziel waren die Moqui-Marbles etwas oberhalb des Zebra-Canyons und natürlich auch dieser wunderschöne Canyon selbst.

Nikon D300 - USA South West - 2009

Nikon D300 - USA South West - 2009

Nikon D300 - USA South West - 2009

Nikon D300 - USA South West - 2009

Nikon D300 - USA South West - 2009

Nikon D300 - USA South West - 2009

Nikon D300 - USA South West - 2009

In den darauf folgenden Wochen ging es mehrere tausend Meilen weit kreuz und quer durch den Süd-Westen. Immer auf der Suche nach schönen Locations war die Nikon D300 mein stetiger Begleiter. Wenn ich mir rückblickend die Fotos anschaue die ich damals mit dieser Kamera aufgenommen habe, so bin ich immer wieder erstaunt über den Tonwertumfang und das was sich mit einigen wenigen Klicks aus den RAW-Dateien herausholen läßt.

Hier noch einige weitere Beispiel-Fotos die ich 2009 in Utah aufgenommen habe.

Nikon D300 - USA South West - 2009

Nikon D300 - USA South West - 2009

Nikon D300 - USA South West - 2009

Nikon D300 - USA South West - 2009

Nikon D300 - USA South West - 2009

Nikon D300 - USA South West - 2009

Nikon D300 - USA South West - 2009

Nikon D300 - USA South West - 2009

Nikon D300 - USA South West - 2009

Fazit

In den letzten 6 Jahren habe ich mit der Nikon D300 viele Reisen und zig tausend Fotos bestritten. Sie war bis heute nicht ein einziges Mal zur Reparatur und nach dem Umbau auf Infrarot 803nm (Nanno-Meter) werde ich sie wohl noch viele Jahre mit Begeisterung benutzen. Die neue Nikon D800E liefert bei dreifacher Auflösung und besserem ISO-Rauschverhalten eine nochmals drastisch bessere Bildqualität. Aber man muss auch den Preis dieser Kamera bedenken. Wer ein preiswertes zuverlässiges robustes Arbeitsgerät sucht und selten Prints anfertigen läßt die größer als 60×90 cm sind, der ist auch im Jahr 2013 mit der Nikon D300 oder der etwas neueren Nikon D300s noch sehr gut bedient.


Nikon D300 – Die ersten Infrarotfotos

Dass ich meine meine frisch auf Infrarot 830nm umgebaute Nikon D300 abholen konnte, ist jetzt schon ein paar Tage her. Wegen der vielen Arbeit und des schlechten Wetters ist es bislang auch nur bei einigen ersten Testfotos meines Ceran-Kochfeldes geblieben. Heute sollte sich das endlich ändern!

Nachdem meine kleine Mainzer Wohnung aufgeräumt und ein wenig geputzt war ging es gegen Mittag los in Richtung Bonn. Auf dem Beifahrersitz lag endlich mal wieder ein Fotorucksack. Im Rucksack meine Nikon D300 die jetzt statt des Anti-Aliasing-Filters einen Infrarotfilter hat, der langwelliges Licht ab einer Wellenlänge von etwa 830 Nanometern passieren lässt. So “richtig Infrarot” ist das natürlich noch nicht – aber es ist mit dem vergleichbar was man früher sehr aufwändig mit Infrarot-Filmmaterial fotografieren konnte.

Das Wetter ist recht freundlich und das Thermometer zeigt lässige 17 °C. Mit geöffnetem Dach geht es mit meinem kleinen Zweisitzer über die B42 am Rhein entlang. Kurz hinter Rüdesheim kommt dann der Binger Mäuseturm in Sicht. Ganz in der Nähe ist ein Parkplatz und so kann ich die ersten Fotos aufnehmen. An der Nikon D300 ist seit dem IR-Umbau das famose Nikon AF-S 2.8/17-55mm Zoom-Objektiv montiert. Dieses Objektiv eignet sich für die Infrarot-Fotografie wirklich sehr gut. Und es ist verblüffend wie viel Licht der Chip meiner D300 trotz des sehr dichten Infrarotfilters doch noch konsumieren kann. Bei ISO-200 kann ich mit Blende 5,6 und 1/125s frei aus der Hand fotografieren – das ist wirklich beeindruckend!

Mit meiner D800E und einem auf das Objektiv geschraubten IR720 muss ich bei ISO 200 und Blende 5,6 an Tagen wie diesem (um mal eine Zitat der Toten Hosen zu verwenden) etwa 15 – 30 Sekunden lang belichten! Der Komfortgewinn durch den nun direkt vor dem Chip der Kamera befindlichen IR-Filter ist ganz außerordentlich. In vielen Situationen kann man sogar den Belichtungsmesser verwenden. Meist muss man ihn an die aktuelle Lichtsituation anpassen indem man ihn mit der +/- Taste “kalibriert”. Danach kann man den Ausschnitt ändern und der Belichtungsmesser übernimmt den Rest. Heute muss ich den Belichtungsmesser um +2 EV korrigieren. Dass das überhaupt notwendig ist liegt daran, dass der Chip der D300 jetzt praktisch farbenblind ist, aber der Belichtungsmesser leider nicht! Damit der Belichtungsmesser verlässliche Werte liefert die zur nun geänderten Empfindlichkeit des Sensors passen, müsste man auch den Belichtungsmesser mit einem identischen Infrarot-Filter bestücken. Das klappt aber leider nicht, weil bei allen Versuchen die gläserne Abdeckung des Belichtungsmessers zu entfernen diese bisher stets zerstört wurden!

Wer seine Kamera also im “Hard-Core-Verfahren” auf Infrarot umrüsten lässt, der muss damit leben, dass die Belichtungsmessung gelegentlich mal ganz kräftig daneben liegt. Aber mit ein wenig Übung und der Nutzung des +/- Korrekturknopfes bekommt man auch das in den Griff.

Hier mein erstes Testfoto mit dem Nikkor AF-S 2.8/17-55mm… (Alle Fotos sind 1000 Pixel breit – einfach in neuem TAB öffnen…)

Nikon D300 - Infrared - Infrarot - 830nm

Da man den Binger Mäuseturm hier nur im Hintergrund erahnen kann, nun ein Vergleichsbild das mit dem Nikon AF-S VR 2.8/70-200mm entstanden ist. Ein Stativ hatte ich zwar dabei, aber es war heute nicht notwendig und das ist der eigentliche Knaller an diesem Kameraumbau!

Nikon D300 - Infrared - Infrarot - 830nm

Hier sehen wir den Binger Mäuseturm nun etwas größer. Die Sonne schien zwischendurch mal ganz kurz zwischen den Wolken hindurch und prompt sehen die blattlosen Bäume rechts neben diesem witzigen Bauwerk sofort ganz nett aus.

Nikon D300 - Infrared - Infrarot - 830nm

Auf der gegenüberliegenden Rheinseite ist rechts oben zwischen den Weinreben eine sehr schöne alte Burgruine. Hier habe ich mal ein Foto das ich mit Snappseed aus einem RAW-Bild erstellt habe. Es muss also nicht immer Photoshop oder Nikon Capture NX sein – das billige kleine Snapseed liefert sehr oft wirklich tolle Ergebnisse.

Und weiter geht die Reise. Entlang des Rheinufers reiht sich eine schöne alte Burg an die Nächste. Nicht umsonst ist dieser Teil des Rheins schon vor vielen Jahren zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt worden. Immer wieder halte ich kurz an und schieße mit meiner D300 und dem 2.8/70-200mm Telezoom ein Foto nach dem anderen. Und bereits bei der Sichtung der Ergebnisse im Auto wird mir klar, dass dieser Umbau letztlich doch eine gute Aktion war!

Nikon D300 - Infrared - Infrarot - 830nm

Nikon D300 - Infrared - Infrarot - 830nm

Nikon D300 - Infrared - Infrarot - 830nm

Nikon D300 - Infrared - Infrarot - 830nm

Nikon D300 - Infrared - Infrarot - 830nm

Nikon D300 - Infrared - Infrarot - 830nm

Als ich Bonn erreiche scheint das diffuse Sonnenlicht sehr schön auf das Siebengebirge. Kurz vor Bad Godesberg kann man die B42 nach rechts verlassen und dann gleich vom Straßenrand aus einige wirklich schöne Blicke auf das Siebengebirge erheischen.

Hier habe ich nun drei Fotos des frisch restaurierten “Schloss Drachenfels” für Euch. Dieses tolle Gebäude ist gar nicht so alt wie es ausschaut. Es wurde von einem Bonner Bürger erbaut nachdem er an der Pariser Börse zu Geld gekommen war. Es war mehr ein protziges Ego-Bauwerk als ein Heim für sich und seine Familie. Wirklich bewohnt hat er es indes nie und erst viele Jahre nach dem zweiten Weltkrieg hat der skurrile Millionär Paul Spinat dieses Gebäude mit Leben erfüllt. Legendär waren seine Play-Back-Konzerte an der Pfeifenorgel und sein goldfarbener Rolls-Royce! Diese Nobelkarosse war das Markenzeichen des 1989 verstorbenen Textilfabrikanten, der das Schloss 1971 zum Preis von 500 000 Mark gekauft und anschließend vor dem endgültigen Verfall gerettet hatte.

Nikon D300 - Infrared - Infrarot - 830nm

Schaut man sich diese beiden Fotos an, so fällt auf, dass eigentlich nichts auffällt. Man kann die Infrarot-Fotos aus der umgebauten D300 sowohl mit Nikon Capture NX als auch mit Photoshop CS 5 und dem integrierten Adobe Camera RAW entwickeln. Egal wie, die Ergebnisse können sich sehen lassen!

Nikon D300 - Infrared - Infrarot - 830nm

Nikon D300 - Infrared - Infrarot - 830nm

Fazit:

Der Umbau meiner mittlerweile ziemlich abgegriffenen Nikon D300 war mit 529,- Euro nicht ganz preiswert, aber scheinbar doch jeden Euro-Cent wert! Ich bin wirklich begeistert von den Ergebnissen und der enormen Geschwindigkeit mit der ich nun recht abgefahrene Schwarz-Weiß-Bilder erstellen kann. Mit der Nikon D800E hätten die Fotos eine höhere Auflösung, aber ich müsste jedes Mal ein Stativ aufstellen und es würde mich immer wieder mehrere Minuten  kosten auch nur ein Bild korrekt zu fokussieren und zu belichten.

Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass beim Umbau eine Korrektur des Autofokussystems durchgeführt wurde. Was genau dort gemacht wurde ist aber eher ein Betriebsgeheimnis. Aber egal, letztlich zählt das Ergebnis und damit bin ich für heute sehr zufrieden.


Angetestet – Peugeot 208 VTi

Peugeot 208 1.4l VTi 95

Es ist der Dienstag nach Karneval und mein inzwischen etwas betagter Peugeot 407 Coupé (Baujahr 2006) soll eine neue Tankklappe und neue Düsen für die Scheibenwaschanlage bekommen. Besonders die Nummer mit der Tankklappe ist schon fast witzig! Dieses Auto hat unten links am Armaturenbrett einen Drücker für die elektrische Entriegelung der Tankklappe. Drückt man darauf wir immer eine kleine Menge des Additivs für das “Freibrennen” des Rußpartikelfilters in den Tank eingespritzt. Dieser Knopf ist also nicht ganz unwichtig. Zu blöd ist es, wenn die Feder im Tankdeckel etwas verrostet ist und der Tankdeckel nicht von allein aufspringt! In den letzten Wochen habe ich daher immer wieder mitten in der Nacht in Schnee und Regen an der einen oder anderen Autobahntankstelle auf einen zweiten Kunden gewartet der mir helfen konnte, die Tankklappe an meinem Peugeot 407 Coupé zu öffnen. Ich habe mit den Fingernägeln an der Klappe gezogen und jeweils einem wildfremden Menschen ein “Jetzt drücken” zugerufen. Könnt Ihr Euch das vorstellen??

Das hatte heute aber dann endlich ein Ende… Während mein Auto in der Peugeot-Werkstatt in Mainz Hechtsheim repariert wurde konnte ich  in aller Ruhe einen nagelneuen Peugeot 208 1.4l VTi 95 ausprobieren.

Hier einige Fotos dieses knuffigen kleinen Flitzers die ich mit meinem HTC Desire HD aufgenommen habe. (Alle Fotos sind 1000 Pixel breit oder hoch – einfach anklicken und in neuem Fenster öffnen…)

Peugeot 208 1.4l VTi 95

Die Optik des kleinen Flitzerchens ist bereits ab Werk mit einigen gut gemachten Dekorstreifen aufgewertet. Sie sind aufgeklebt und man könnte sie nach Wunsch auch wieder entfernen. Verglichen mit den “normalen” Ralley-Streifen aus den 80er Jahren gefallen mir diese Dekor-Streifen aber ziemlich gut :-)

Peugeot 208 1.4l VTi 95

Das kleine Auto steht auf erwachsenen schwarzen Alufelgen, die montierten Reifen vermitteln einen großartigen Fahrbahnkontakt. Damit lässt sich der Wagen perfekt um enge Kurven zirkeln. Allerdings muss man im Gegenzug Einbußen im Komfort hinnehmen. Bei schlechtem Straßenbelag mit vielen geflickten Schlaglöchern rumpelt und poltert es mit dieser Bereifung ziemlich kräftig.

Peugeot 208 1.4l VTi 95

Peugeot 208 1.4l VTi 95

Die neuen Scheinwerfer unterstreichen sehr schön das neue “Markengesicht”. Dieser Peugeot soll von vorn dem Gesicht eines Löwen ähneln der seinen Betrachter mit aufgerissenem Maul die Zähne zeigt. War es bis vor kurzem das weit aufgerissene Haifischmaul, so ist es jetzt ein Löwe. Und das passt meiner Meinung nach auch viel besser zum Peugeot Marken-Image.

Peugeot 208 1.4l VTi 95

Verblüfft hat mich das kleine sehr griffige Sportlenkrad. Es ist ein Multifunktionslenkrad und es ist so klein, dass ich wie in nur sehr wenigen Autos zuvor über das Lenkrad hinweg auf Tacho und Drehzahlmesser schauen kann. Das ist zumindest etwas gewöhnungsbedürftig. Die Instrumente sind übersichtlich, klar gegliedert und sehr gut ablesbar. Eine kleine Infozentrale zwischen Tacho und Drehzahlmesser weist ein auf Dinge hin wie “Zündschlüssel abziehen!” – sehr praktisch!

Peugeot 208 1.4l VTi 95

Peugeot 208 1.4l VTi 95

Peugeot 208 1.4l VTi 95

Im niedrigen Kaufpreis sind sogar elektrische Fensterheber, eine Klimaanlage und elektrisch abklappende Außenspiegel enthalten! Das Interieur wirkt gemessen am moderaten Verkaufspreis sehr funktionell und hochwertig.

Peugeot 208 1.4l VTi 95

Über USB-Anschlüsse kann man das Radio mit der Lieblingsmusik füttern oder mal ein Telefon-Akku aufladen - sehr gut!

Peugeot 208 1.4l VTi 95

Peugeot 208 1.4l VTi 95

Peugeot 208 1.4l VTi 95

Peugeot 208 1.4l VTi 95

Im direkten Vergleich zum RCZ der ersten Baureihe sieht das aktuelle Design sehr viel moderner und agiler aus. Im Verkaufsraum stand zum Preis von 35.000 Euro auch schon die eine neue Version des RCZ – ganz in Schwarz mit Leder und 200 PS – ein toller Sportwagen!

Peugeot 208 1.4l VTi 95

Peugeot 208 1.4l VTi 95

Wirklich beeindruckt haben mich Qualität und Bedienbarkeit des neuen Kommandozentrale. Die Bedienung über den großen Touchscreen ist sehr intuitiv und funktioniert auf Anhieb. Hier kommt schon fast “iPad-Feeling” auf. Das gefällt und damit setzt sich dieses Auto stark vom nur wenig älteren Peugeot 207 ab.

Peugeot 208 1.4l VTi 95

Peugeot 208 1.4l VTi 95

Peugeot 208 1.4l VTi 95

Der Benzinverbrauch ist erfreulich niedrig. Die Herstellerangabe von 5,6 Litern Super Benzin sollte machbar sein, auch wenn mein Testverbrauch deutlich höher lag. Aber man muss bedenken, dass Auto ist noch nagelneu, nicht eingefahren und ich bin auch nicht wirklich zimperlich mit dem Gaspedal umgegangen :-)

Peugeot 208 1.4l VTi 95

Peugeot 208 1.4l VTi 95

Fazit

Alles in allem erhält man hier zu echten Kampfpreis einen großartig ausgestatten City-Flitzer mit toller Optik, knackigem Fahrwerk und ausgezeichnetem Navigationssystem. Wenn ich bedenke, dass mein 407 Coupé einst den dreifachen Listenpreis hatte, da kommt man im Hinblick auf das nächste Auto schon schwer ins Grübeln… Der Motor stellt für meine Begriffe einen guten Kompromiss zwischen Wirtschaftlichkeit und Sportlichkeit dar.

Dieses Auto ist meiner Meinung nach ein perfektes Fahrzeug für jeden “ambitionierten” Fahranfänger und alle die ein gut gezeichnetes Fahrzeug für die Nutzung in großen Ballungsräumen suchen.

Wer täglich hunderte Kilometer auf der der Autobahn abspulen muss oder die Mitglieder eine 5 köpfigen Familie transportieren muss, der sollte sich den Peugeot 3008 (ab 19.000 Euro) oder den Peugeot 508 (ab 25.000 Euro) einmal genauer ansehen.

Für alle denen der Audi TT zu teuer und zu “gewöhnlich” ist, könnte auch der neue Peugeot RCZ (ab 29.000 Euro) eine interessante Alternative sein.

Peugeot-RCZ-2013


800 Abonnenten auf YouTube

800 Abos - Abonnenten - YouTube - anscharius.net - ancharius

Als ich mich im Juli 2009 bei YouTube angemeldet habe, war ich auf der Suche nach einer kostenlosen Möglichkeit um Videos abzulegen die sich dann leicht mit meinem BLOG verknüpfen lassen. Da VIMEO relativ teuer ist, kam eigentlich nur YouTube als Alternative in Frage. Anfangs habe ich die Videos zum meinem BLOG noch bei Microsofts kostenlosem Video-Dienst Soapbox (Seifenkiste) abgespeichert. Aber einige Monate später hat Microsoft erkannt, dass dieses kostenloses Angebot keine Chance gegen die Übermacht von YouTube hat. So war Soapbox zusammen mit dem kostenlosen BLOG-Dienst auch kurz darauf schon wieder Geschichte. Alle treuen Blogger mussten mit ihren BLOGs umziehen, es gab eine “Umzugshilfe” in Richtung WordPress. So bin ich mehr oder weniger zufällig hier bei WordPress gelandet.

Während des “Umzugs” hieß es: Es wird ihnen gefallen was sie dort sehen werden! Und ich muss sagen, da hat Microsoft nicht zu viel versprochen. Gemessen am alten Microsoft Angebot eröffnet sich dem fleißigen Blogger auf WordPress ein ganz neues Universum.

Hier ist mein allererstes YouTube-Video:

Als ich dieses Video aufgenommen habe, war neben einer kleinen Nikon S600 die einzige Möglichkeit etwas zu filmen mein NOKIA N95 Telefon. Die schöne Noblex 150 HS hat mir übrigens einiges an Kopfzerbrechen bereitet und viele Bilder beschert,  die zu einem Teil doppelt belichtet waren. Irgend etwas stimmte mit dem Filmtransport nicht. Letztlich habe ich sie dann gegen die ultracoole fast neue Hasselblad 500 C/W mit dem perfekten Carl Zeiss 100mm eingetauscht, worüber ich im Nachhinein wirklich froh bin! Diese Kamera ist zu 100% mechanisch und funktioniert einfach immer und überall. Egal ob kalt oder heiß, das Siebengebirge oder der Mond, diese Hasselblad macht einfach gute Fotos und das ganz ohne Strom – wirklich genial!

Ansgar-Hasselblad-500CW

Im Frühjahr 2009 war ich das erste mal im bedrückend engen Spooky Canyon in Utah. Damals war mir nicht klar, dass es hier giftige Spinnen und Klapperschlangen gibt. Einige Wochen später hat sich ein übergewichtiger Fotoamateur so heftig zwischen die Felswände gezwängt, dass er stecken blieb und fast verdurstet wäre. Nach zwei Tagen haben ihn andere Wanderer gefunden und ihm das Leben gerettet! Er hatte alles was man zum Überleben braucht dabei, aber es lag ein paar Meter entfernt und er steckte zwischen den Felswänden fest.

Als ich dort mein unbeschwertes Video aufgenommen habe, war ich mir der Gefahren die dort lauern nicht wirklich bewusst…

Zwei Jahre später hatte ich dann die famose kleine Nikon P7000 mit dabei und habe ich Utah dieses Video aufgenommen. Inzwischen hatte ich ein kleines Mac Book und konnte meine Videos mit iMovie bearbeiten.

Mit der Nikon P7000 entstand auch dieses Video während ich gemeinsam mit meinem Sohn das Phantasialand in Brühl bei Köln besucht habe.

Hatten meine Videos bis dahin eher dokumentarischen Charakter, so kam spätestens mit der Nikon D7000 mehr “Ernst” ins Spiel. Ich habe mit meiner Reihe “Nikon History” begonnen und fast eine ganze Saison über viele Motorradfahrten mit bis zu drei GoPro Kameras gefilmt. Die Videos waren lang und für “nicht Biker” ziemlich langweilig. Aber mir machen sie noch heute in der kalten fiesen Jahreszeit eine Menge Spaß. Ab und zu schaue ich mal hinein und freue mich darauf, dass es bald wieder Frühling wird und die neue Motorradsaison startet.

Mit meinem Video zur letzten Reise nach Teneriffa ist dann mein bislang aufwändigstes Video bei YouTube gelandet. Hier waren vier Kameras am Werk und Schnitt und Vertonung haben fast eine Woche verschlungen. Aber es war eine tolle Zeit, Abend für Abend habe ich diese tolle Reise erneut erleben können.

So haben sich inzwischen fast 250 Videos in meinem YouTube Kanal angesammelt, die verteilt über rund 750 Artikel in diesem BLOG einen wirklich sehr schönen kreativen Lebensabschnitt dokumentieren.

An dieser Stelle möchte ich allen Zuschauern und Lesern ganz herzlich danken, dass sie mir ihre Zeit geschenkt haben und mich mit soviel Zuspruch, E-Mails, Kommentaren und sogar gemeinsamen Reisen unterstützt haben.

D*A*N*K*E


Nikon D5100 – Hands-On mit AF-S VR 55-300mm

Vor einigen Monaten habe ich euch in diesem Artikel vom Kauf einer Nikon D5100 inkl. Nikkor AF-S VR DX 55-300mm berichtet. Kurz nach dem Kauf ist diese Kamera in den Besitz meiner Freundin Sandra übergegangen und seit dem fotografiert sie mit großer Begeisterung mit dieser Kamera. Der große Experte für Landschaftsfotografie ist meine Sandra nicht, daher mag sie das 18-55mm “Universal-Zoomobjektiv” auch nicht so wirklich. Sie konzentriert sich lieber auf die kleinen Dinge am Wegesrand, die sie bevorzugt mit dem 55-300mm Telezoom festhält.

Nikon D5100 - Nikkor AF-S VR DX 55-300mm

Nach einer größeren Operation musste Sandra sich während der letzten Wochen schonen und gestern konnten wir das erste mal wieder einen kleinen gemeinsamen Spaziergang unternehmen. Nach einem wunderbaren Burger im Lakeside Inn in der Nähe des Halterner Stausees ging es zu Fuß durch den verschneiten Wald am Ufer der Stever entlang. Während wir durch den Schnee stapfen und die kalte klare Luft genießen sprechen wir über die Vor- und Nachteile von Landschaftsprogrammen. Wie man bei Portraits eine schöne Hintergrundunschärfe hinbekommt und vieles mehr.

Immer wieder halten wir kurz an und versuchen uns an einigen Beispielfotos. Mir fallen Motive auf und ich schildere Sandra wie ich mir eine passende Bildgestaltung vorstellen könnte. Sie nimmt das Bild auf und anschließend besprechen wir was man anders und vielleicht besser machen könnte. Zwischendurch darf ich dann auch mal “meine Version” des Motives ablichten. Immer wieder sehen wir auch Zahlen auf den Bäumen und mir kommt das Projekt “Magic Numbers” meines Freundes Stefan in den Sinn. Und so fotografieren auch wir einige “Magic Numbers” und überlegen was sie bedeuten könnten. Immer wieder habe ich die Kamera in der Hand und will sie nach meinen Vorstellungen einstellen. Aber es klappt nicht so recht. Immer sind diese Motivprogramme “im Weg”. Ich fotografiere sowieso im RAW-Modus und “entwickle” meine Fotos später sie wie es mir gefällt. Und die Abhängigkeiten von Zeit, Blende und ISO-Empfindlichkeit habe ich im Blut. Ich brauche und will ich keine Automatik die “mitdenkt”.

Ich will einfach nur schnell auf alle wichtigen Parameter zugreifen und sie so verändern wie ich es für richtig halte. Und genau das ist für mich bei der Nikon D5100 immer wieder schwierig.

Woran liegt das?

  • Das vordere Einstellrad fehlt im Vergleich zu D2x, D300, D700, D800, D7000
  • Die Motivprogramme machen was sie wollen und ich kann nicht wirklich eingreifen
  • Mir fehlt das obere Display, das fast alle anderen digitalen Nikon-Kameras haben
  • Durch das Klappdisplay sind viele Bedienelemente an ungewohnten Positionen
  • Sandras “Silikon-Schutzhülle” und meine Handschuhe erschweren die Bedienung

Am Ende des Tages haben wir eine Reihe winterlicher Fotos aufgenommen die unterschiedlicher kaum sein könnten. Und ich muss sagen, die Nikon D5100 ist aus meiner Perspektive gewöhnungsbedürftig. Wer mit dieser Kamera “aufwächst”, der wird nichts vermissen. Wer aber viele Jahre lang mit F100, F5, D1x, D2x und anderen Kameras sehr ähnlichen Kameras gearbeitet hat, der muss sich an das “vereinfachte Bedienkonzept” erst einmal gewöhnen.

Als die RAW-Konvertierung ansteht wähle ich die Snapseed aus der Nikon Softwareschmiede. Diese Software funktioniert sehr einfach und intuitiv. Die Ergebnisse sind oft überraschend und man erstellt auf einfache Art schöne Effekte die sich bspw. mit Adobe Photoshop CS6 nur mit viel Übung und Einarbeitung erzielen lassen.

Bildbearbeitung mit NIK Snapseed

Außerdem zeigt sich bei der RAW-Konvertierung einmal mehr, welche enormen Reserven in den RAW-Dateien stecken. Schauen wir uns dies mal am Beispiel eines völlig unbearbeiteten “Knipsbildes” aus der D5100 an. (Alle Bilder sind wie immer 1000 Pixel breit oder hoch, einfach in einem neuen TAB öffnen)

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Das Bild ist ein “Klassiker”, ein verschneiter Waldweg, so oder ähnlich schon millionenfach fotografiert. Aber das macht das Foto nicht besser, es ist langweilig und hat genau genommen keinerlei Aussage. Doch mit einigen wenigen Klicks in Snapseed lässt es sich geschickt “aufpeppen” und wird damit wenigstens zu einem farbenfrohen “Hingucker”.

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Doch wie kann man winterliche Szenerien so gestalten, dass sie weniger “alltäglich” wirken? Schauen wir uns mal das nächste Bild an? Während wir am Ufer der Stever entlang spaziert sind, fielen mit die schönen Spiegelungen im ruhig dahin fließenden Wasser auf. Sandra hat einige Bilder gemacht und bei der RAW-Konvertierung habe ich dann eines der Bilder etwas beschnitten und um 180° gedreht. Voilá, fertig ist ein ungewöhnliches “Schnee-Wald-Bild”.

Wer ganz genau hinsieht dem fallen sicher die leichten “Wellen” in den Bäumen auf :-)

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Nachdem wir unsere erste “Magic Number” gefunden haben diskutieren wir darüber, wie man ein Portrait so hinbekommt, dass der Hintergrund schön unscharf ist und sich der portraitierte Mensch deutlich von der Umgebung abhebt. Ein echtes Patentrezept gibt es dafür natürlich nicht. Viele herausragende Portraits wurden in der Vergangenheit mit Weitwinkelobjektiven fotografiert. Sie zeigen zumeist Menschen in einer prägenden wichtigen Umgebung. Will man all dies nicht zeigen, so ist meist ein Teleobjektiv sehr gut geeignet.

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Nachdem wir an “Bäumen geübt haben” versuchen wir uns an “Menschen”. Sandra macht ein erstes Bild von mir, das wir danach diskutieren. Mir gefällt es überhaupt nicht…

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Und so muss sie jetzt “Modell stehen”. Ich versuche den Blitz auszuklappen, weil ich ihn als Aufhellblitz benutzen möchte. Aber er lässt sich nicht ausklappen weil gerade wieder eines dieser intelligenten Motivprogramme eingestellt ist. Also versuche ich alles abzuschalten was an dieser Kamera automatisch ist. Trotzdem sind die Bilder irgendwie überbelichtet. Ich wähle Blende 8 und 300mm Brennweite, danach klappt es so halbwegs. Später fällt mir auf, dass die ISO-Automatik noch aktiviert war und die Kamera statt ISO-200 satte ISO-1600 gewählt hat.

In der RAW-Bearbeitung mit Photoshop fällt dies aber nicht wirklich negativ auf. Das Bildrauschen der D5100 ist selbst bei ISO-1600 noch erfreulich gering.

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Hier jetzt eine Schwarz-Weiss-Variante die ich mit Photsohop erstellt habe. Dabei habe ich einen leichten Rotfilter simuliert. Dadurch wirken die Hauttöne relativ hell. Zusätzlich habe ich die Cyan-Anteile des Bildes stark betont, so dass die Augen in der Schwarz-Weiss-Version schön leuchten.

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Als nächstes nun eine Bearbeitung aus Snapseed. Während die Photoshop-Variante sehr “real” wirkt, habe ich hier das Bild partiell belichtet, eine unscharfe Vignette gesetzt und mittels der Funktionen “Grunge” und “Vintage” dem Bild einen altmodischen Touch gegeben. Vergleicht man dieses Bild mit dem ersten “Testbild” auf dem ich wie eine Salzsäule im Wald stehe, so versteht Ihr vielleicht wie ich mir ein schönes Portrait vorstelle, oder?

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Nun ist Sandra an der Reihe, mit den gleichen Einstellungen macht sie einige Fotos von mir. Letztlich aus meiner Sicht keine perfekten Ergebnisse, aber trotzdem um Größenordnungen besser als der erste “Probeschuss” :-)

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Weiter geht es mit “Magic Numbers”. Sieht man sich ein wenig um, so findet man sie einfach überall. Mir fällt auf, dass die Abbildungsqualität des 55-300mm Telezooms beeindruckend gut ist. Dieses Objektiv ist nicht nur preiswert und leicht, es entspricht an der D5100 auch einem 82,5 – 450mm Supertele. Auch an der neuen Nikon D5200 wird dieses Objektiv sehr gute Dienste leisten, da bin ich mir ganz sicher!

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Nach den “Magic Numbers” versuchen wir uns an Fotos mit etwas abstrakter Bildgestaltung. Wir konzentrieren und auf kleine Details und versuchen die Motive die wir am Wegesrand finden durch die Kombination von langer Telebrennweite mit überlegtem Bildausschnitt aus ihrem Kontext herauszuheben.

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Der “Ruhrtyp” ist ein Aufkleber auf der Rückenlehne einer verschneiten Parkbank! Statt die Kamera voll in den Wald zu halten (siehe oben) picken wir uns einen kleinen Zweig mit einigen verwelkten Blättern heraus. Auch wenn dieses Foto viel weniger zeigt als der “Waldweg” weiter oben, so sagt es doch mehr über die Jahreszeit und das Wetter aus.

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Nach den “Magic Numbers” finde ich noch viele “Magic Symbols”. Auch hier kann die Snapseed Software zeigen was in ihr steckt. Aus einem flauen Foto entsteht ein Bild mit kräftigen Kontrasten und extrem vielen Details. Hier habe ich die Funktionen “Details”, “Vignette” und “Grunge” verwendet.

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Nun ein Detail von einem verschneiten Bootsanleger. Das gewählte Motivprogramm “Landschaft” hat bewirkt, dass die Kamera eine kleine Blende und einen hohen ISO-Wert gewählt hat. Es ist einfach alles scharf und langweilig. Kein Problem für Snapseed, mit der Funktion “Tilt” lässt sich nachträglich ein sehr schöner Schärfeverlauf realisieren.

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Zum Abschluss noch vier Aufkleber auf einer Motorhaube. Das Bild habe ich so beschnitten, dass das Citroen-Logo nicht mehr zu sehen ist. Mittels der Funktion “Grunge” habe ich die makellose dunkle Motorhaube nachträglich verschrammt und Schmutz und Flecken ergänzt.

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Fazit

Es ist schon ganz erstaunlich welch gute Bildqualität die Nikon D5100 ermöglicht. Besonders das Nikkor AF-S VR DX 55-300mm ist ein famoses Telezoom für diese Kamera. Die Abbildungsqualität ist großartig, angesichts des moderaten Preises hätte ich dies nicht erwartet. Und die Software Snapseed hat sich einmal mehr als eine ebenso einfaches wie effizientes Werkzeug zur Bildbearbeitung gezeigt.


Nikon D300 – Einmal Norwegen und zurück

Nikon D300 - Norwegen - Norway

Im Jahr 2009 bin ich mit meinem damals 12 Jahre alten Sohn in einem Wohnmobil nach Norwegen gefahren. Es war eine wirklich tolle “Vater-Sohn-Tour” und wir haben viel gesehen und erlebt. Auf dieser Reise hatte ich eine Nikon D300 im Gepäck. Zusätzlich waren eine Mamiya 645 Pro II und eine alte zweiäugige Rolleiflex 3,5F mit von der Partie. Leider musste ich gleich bei den ersten Fotos mit der Mamiya feststellen, dass die kleine Spezialbatterie leer war. So hatte ich viele tausend Kilometer eine tolle Mittelformatkamera und viele Rollen Fuji Velvia 50 im Gepäck. Aber fotografieren konnte ich damit nicht weil ich keinen Fotoladen finden konnte, der in der Lage war mit diese fiese kleine Spezialbatterie zu verkaufen.

Also habe ich mich auf die Rolleiflex und ganz besonders auf die Nikon D300 konzentriert. Heute liegt die Reise schon ein paar Jahre zurück und die D300 steht kurz davor von der D400 (…oder 7100 oder D8000 oder was auch immer…) abgelöst zu werden. Ich habe mich heute gefragt ob dies wirklich notwendig ist? Nach der letzten Fotosession mit der meiner Nikon D2x ist mir einmal mehr klar geworden, dass 12 Millionen RGB-Pixel für “normale Fotos” mehr als ausreichend sind. Wer kein Andreas Gursky ist und seine Bilder nicht auf Hauswände aufkleben will, der ist auch im Jahr 2013 mit einer Kamera die 12.000.000 Pixel auflösen kann noch immer sehr gut bedient.

Unsere Route hat uns von Bonn über Hamburg und Dänemark nach Schweden geführt. Über Oslo ging es weiter entlang der südlichen Küste Norwegens nach Bergen. Von dort sind wir über Europas größte Hochebene die Hardanger Viadda zurück nach Oslo gefahren und dann durch Dänemark wieder heim nach Bonn.

Ein komplette Reisebeschreibung findet Ihr hier:

Aber schauen wir uns doch mal welche Fotos ich mit der Nikon D300 in Norwegen hinbekommen habe. Alle Bilder sind wie immer 1000 Pixel breit. Einfach anklicken und in einem neuen Tab öffnen.

Nikon D300 - Norwegen - Norway

Nikon D300 - Norwegen - Norway

Nikon D300 - Norwegen - Norway

Nikon D300 - Norwegen - Norway

Nikon D300 - Norwegen - Norway

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Nikon D300 - Norwegen - Norway

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Nikon D300 - Norwegen - Norway

Nikon D300 - Norwegen - Norway

Nikon D300 - Norwegen - Norway

Nikon D300 - Norwegen - Norway

Fazit:

Die hier gezeigten Bilder sind nur eine kleine Auswahl aus vielen tausend Bildern die während dieser Reise entstanden sind. Die D300 hat nicht einmal herum gezickt. Die Akkus liefern richtig lange richtig viel Strom. Ich hatte zusätzlich einen Batteriegriff dabei in dem ich einen zweiten Akku unterbringen konnte. Damit war die D300 stets und überall schussbereit. Die heute etwas altmodisch anmutenden Compact-Flash-Karten haben sich auch auf dieser Reise bewährt. Sie sind überaus robust und stecken ordentlich was weg. Da muss man sich keine Sorgen machen, bei den kleinen SD-Karten ist das anders. Die gehen gern mal schnell kaputt und dann sind vielleicht alle Bilder eines Tages oder einer ganzen Reise verloren.

Der Autofokus der D300 arbeitet schnell und zuverlässig, der Sucher ist groß und hell, der Belichtungsmesser versieht seine Aufgaben ohne große Fehler. Die Möglichkeit Belichtungsreihen mit bis zu 9-Bildern aufzunehmen ist grandios und ich vermisse dies gelegentlich bei der Nikon D7000. Mit Batteriegriff lieft die D300 toll in der Hand, sie ist eher ein erwachsenes Arbeitsgerät als eine “Kinderkamera”, mir kommt das sehr entgegen.

Und last but not least ist die Bildqualität, besonders wenn man den 14-Bit RAW-Modus benutzt, über alle Zweifel erhaben. Diese Kamera kann alles was man braucht und das auf sehr hohem Niveau.

Steht man vor der Wahl ob Nikon D300 oder Nikon D700 so ist die Antwort nicht einfach. Ich würde vielleicht die D700 nehmen, obwohl sie etwas langsamer ist und die größeren schwereren Objektive benötigt. Aber das liegt daran, dass mir kaum eine Kamera zu schwer ist, wenn ich sie nicht allzu weit tragen muss. Kommt es einzig auf die Bildqualität an, so liefert die D300 bei ordentlichen Lichtverhältnissen die gleiche Bildqualität wie die D700, gute Objektive natürlich vorausgesetzt.

Wer im Jahr 2013 eine gebrauchte gute robuste Kamera sucht, der liegt mit der D300 meiner Meinung nach genau richtig. Sie ist etwas moderner als die D2x (Live-View, 14-Bit) und bei vergleichbarer Bildqualität deutlich preiswerter als die D700. Man muss hierbei auch bedenken, dass die Kamera nur ein kleiner Baustein einer größeren Fotoausrüstung ist. Gute Objektive sind für die D300 deutlich preiswerter als für die D700. Letztlich wird man es den allerwenigsten Fotos ansehen ob sie mit einer D300 oder D700 gemacht wurden.


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