Zen oder die Kunst eine Kamera zu bedienen…

The Wave

Nikon D7100 – Das perfekte Objektiv

In diesen Tagen werden die ersten Exemplare der neuen Nikon D7100 an die Händler ausgeliefert. Dass eine Kamera immer nur so gut ist wie das Objektiv und der Fotograf der beides verwendet, das sollte jedem klar sein. Die Kamera allein macht keine guten Bilder und mit schlechten Objektiven lassen sich keine detailreichen scharfen Fotos erstellen. Doch welches Objektiv ist für die neue Nikon D7100 die “perfekte Linse”? Meiner Meinung nach ist das Angebot sehr guter DX Objektive recht gut, da man als DX-Fotograf auch alle FX-Linsen verwenden kann.

Am 3. März 2009 konnte ich gemeinsam mit meinem Freund Wolfgang das Coyote Buttes North Areal in Arizona besuchen. In meinem Rucksack hatte ich:

  • Nikon D300
  • Nikon F100 mit Fuji Velvia 50 und Kodak Ektar 100
  • Nikon AF-S VR 2.8/70-200mm
  • Nikon AF-S 2.8/17-55mm
  • Nikon AF-D 2.8/10,5mm
  • Tokina AT-X PRO 4/12-24mm
  • Lensbaby II

All diese Objektive ermöglichen Fotos in allerbester Qualität, das Lensbaby vielleicht ausgenommen. Es hat andere Qualitäten, aber später mehr dazu…

(Alle Fotos sind 1000 Pixel breit oder hoch, einfach anklicken…)

Nikon AF-S 2.8/17-55mm IF-ED

Heute ist mir bei der Sichtung der mittlerweile 4 Jahre Bildergebnisse wieder einmal aufgefallen, dass ich auch bei diesem Trip die überwiegende Zahl der Fotos mit dem famosen Nikon AF-S 2.8/17-55mm aufgenommen habe. Dieses Objektiv ist einfach perfekt und neben der überragenden optischen Qualität auch noch “robust wie ein Panzer”.

Wer sich eine Nikon D7100 gönnt und auf der Suche nach dem absolut perfekten Midrange Zoom Objektiv ist, der kommt an dieser Linse nur sehr schwer vorbei. Wer zusätzlich ein sehr gutes Weitwinkel-Zoom sucht, der ist mit dem Tokina 4/12-24 oder auch der 11-16mm Variante sehr gut bedient. Wer ein Fisheye für die D7100 sucht, dem sei das wunderbare Nikon AF-D 2.8/10,5mm sehr empfohlen. Im Telebereich liefern sowohl das etwas ältere AF-S VR 2.8/70-200 als auch die neuerer Version perfekte Bildergebnisse. Eigentlich sind es FX-Objektive und so gibt es bei der D7100 weder Probleme mit Randunschärfen oder unschönen Vignettierungen der Bildränder. “Wer im DX-Bereich mit FX-Linsen fotografiert, der verwendet nur das Gute der eingebauten Gläser, also nur das dicke Glas aus der Mitte!!!” – Mit diesen Worten hat das mal ein guter Freund auf den Punkt gebracht und Recht hat er!

Schauen wir uns einige Fotos an die mit dem AF-S 2.8/17-55 mm und der Nikon D300 im März 2009 in der berühmten “Wave” in Arizona entstanden sind.

Das erste Foto besticht nicht gerade durch gute Farben und überragende Schärfe. Wie kommt das? Ganz einfach, hier habe ich absichtlich eine recht schludrige RAW-Konvertierung mit Snapseed durchgeführt. Dieses Beispiel soll zeigen, dass das wirklich gute Foto auch bei der Nikon D7100 nicht wie von allein auf der Speicherkarte landet. Wer wirklich perfekte Bildergebnisse mit der D7100 erzielen will, der kommt neben der richtigen Aufnahmetechnik und den perfekten Objektiven um die Arbeit im RAW-Modus und die anschließende Konvertierung nicht herum.

Auf diesem Fotos kann man übrigens das Areal rund um “The Wave” schon in der Ferne erkennen. Es liegt im V-förmigen Einschnitt an der oberen Bildmitte.

Nikon D300 - Coyote Buttes North - The Wave

Hier zum Vergleich ein korrekt konvertiertes RAW-Bild das nur wenige Augenblicke später bei gleichem Licht entstanden ist. Zwischen diesen beiden Fotos liegen Welten, oder?

Hier nun eine Reihe von Fotos dieses wunderschönen Trips. Alle Fotos enthalten die vollständigen EXIF-Daten. Wer sich für die Details interessiert kann, der kann dort alles nachlesen.

Nikon D300 - Coyote Buttes North - The Wave

Nikon D300 - Coyote Buttes North - The Wave

Nikon D300 - Coyote Buttes North - The Wave

Nikon D300 - Coyote Buttes North - The Wave

Nikon D300 - Coyote Buttes North - The Wave

Nikon D300 - Coyote Buttes North - The Wave

Nikon D300 - Coyote Buttes North - The Wave

Nikon D300 - Coyote Buttes North - The Wave

Nikon D300 - Coyote Buttes North - The Wave

Nikon D300 - Coyote Buttes North - The Wave

Nikon D300 - Coyote Buttes North - The Wave

Nikon D300 - Coyote Buttes North - The Wave

Nikon D300 - Coyote Buttes North - The Wave

Nikon D300 - Coyote Buttes North - The Wave

Nikon D300 - Coyote Buttes North - The Wave

Nikon D300 - Coyote Buttes North - The Wave

Nikon D300 - Coyote Buttes North - The Wave

Nikon D300 - Coyote Buttes North - The Wave

Nikon D300 - Coyote Buttes North - The Wave

Nikon D300 - Coyote Buttes North - The Wave

Nikon D300 - Coyote Buttes North - The Wave

Nikon D300 - Coyote Buttes North - The Wave

Nikon D300 - Coyote Buttes North - The Wave

Nikon D300 - Coyote Buttes North - The Wave

Nikon D300 - Coyote Buttes North - The Wave

Hier jetzt ein Fotos das ich mit dem Lensbaby II aufgenommen habe. Es gibt mir bei diesem Bild darum das Zentrum zu betonen und den Rest des Bildes in Unschärfe zu hüllen. Sieht man genau hin, so fällt die sehr gute Schärfe im Zentrum des Bildes auf, währen die Ränder leicht unscharf abgebildet werden, Dieser Effekt ist bei Nutzung des Lensbaby II im FX-Format übrigens deutlich ausgeprägter!

Nikon D300 - Coyote Buttes North - The Wave

Hier jetzt ein Foto das ich bei Blende 11 und 19mm Brennweite mit dem Tokina AT-X Pro 4/12-24mm aufgenommen habe. Es ist scharf bis in das letzte Sandkorn hinein und lässt keinerlei Wünsche offen. Auch an der neuen Nikon D1700 wird dieses Objektiv stets ein verlässlicher Partner sein!

Nikon D300 - Coyote Buttes North - The Wave

Nikon D300 - Coyote Buttes North - The Wave

Hier nun ein Foto im Hochformat das ich mit dem Nikon AF-D 2.8/10,5mm Fisheye aufgenommen habe. Eigentlich war es krumm wie eine Banane, aber die automatische Objektivkorrektur von Adobe Camera RAW 6.7 hat das Bild wunderbar entzerrt und so entsteht ein sehr schöner für extrem kurze Brennweiten typischer “Sogeffekt” mit nahezu unendlicher Tiefenschärfe.

Nikon D300 - Coyote Buttes North - The Wave

Zum Vergleich noch eine ähnliche Perspektive die mit dem AF-S 2.8/17-55mm bei 23mm Brennweite aufgenommen ist. Man erkennt den Schärfeabfall zum Hintergrund. Dies ist auf die eingestellte Blende 5,6 zurückzuführen und ist durchaus als gestalterisches Mittel gedacht, auch DX-Kameras bieten durchaus Spielraum für die kreative Nutzung der Hyperfokal-Distanz!

Nikon D300 - Coyote Buttes North - The Wave

Nikon D300 - Coyote Buttes North - The Wave

Fazit

DX-Kameras gehören noch lange nicht zum alten Eisen und mit dem AF-S 2.8/17-55mm IF-ED hat Nikon ein Midrange Zoomobjektiv im Programm das sich mit Festbrennweiten von ZEISS & Co. durchaus messen kann. Wer ein sehr hochwertiges “Immerdrauf” für seine neue Nikon D7100 sucht liegt mit dieser Linse genau richtig.

Aktuell gibt es dieses Objektiv bei amazon.de zum Preis von 1242,- Euro zu kaufen.

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Passages by Paolo A Santos

PASSAGES – Paolo A. Santos Time-lapse reel from Paolo A. Santos on Vimeo.

Zum Wochenausklang ohne viele Worte noch ein sehr schön gemachtes Video für alle USA South-West Freunde :-)


100.000 Kilometer mit der Nikon D300

100.000 Kilometer mit der Nikon D300 – So würde die Schlagzeile eines Dauertests lauten wenn die D300 ein Auto wäre und ich hier für die Auto-BILD schreiben würde. Auch wenn es nicht ganz passend erscheint, passt diese Schlagzeile meiner Meinung nach doch sehr gut. Im Jahr 2005 habe ich mir nach mehreren Jahren mit der Nikon D100 und diversen analogen Kameras eine D2x für damals sagenhafte 4.800 Euro gekauft. Diese Kamera hat mich ein lange Zeit begleitet und ich habe sie noch heute. Im Jahr 2007 kam dann eine deutlich preiswerte Nikon D300 dazu. Die Software der D300 ist im Vergleich zur D2x eine Generation weiter und das Display ist deutlich größer geworden. Aber die D2x ist auch heute noch eine gute Kamera. Wer im RAW-Modus bei ISO-100 fotografieren kann, der wird auch im Jahr 2012 mit einer D2x noch viel Spaß haben können.

Mit beiden Kameras war ich dreimal im Südwesten der USA und ungezählte Male auf den Kanaren, in Norwegen, der Schweiz und anderswo. Mit diesen Kameras habe ich die fotografisch gesehen vielleicht wichtigste Zeit meines Lebens verbracht und die Ergebnisse   sind auch heute noch mehr als ansehnlich. Ist ein Einsatz unter perfekten Bedingungen möglich, so spielt auch die D2x noch heute ihre Stärken aus. Der Detailreichtum der Bilder ist großartig und ein gut konvertiertes RAW-Bild ist von einem identischen Pendant aus der D300 praktisch nicht zu unterscheiden. Gut gebrauchte Modelle der D300 oder auch der D2x bekommt man heute bei den diversen Online-Plattformen für 700 Euro und weniger.

Wer die durch den kleinen Chip bedingte kompakte Baugröße der Objektive für diese Kameras zu schätzen weiß, kann im Jahr 2012 für wenig Geld sehr leistungsfähige überaus robuste Kameras erwerben für die es gute Weitwinkel und kompakte Teleobjektive gibt.

Vor einigen Tagen hat mich via Facebook der Martin angefunkt und mich gefragt ob ich ihm als Ersatz für seine Nikon D90 eher eine D300s oder eine D7000 empfehlen würde. Das will ich hier kurz beantworten…

Also: Wer eine große schwere robuste Kamera mit schneller Bildfolge sucht die via 9-fach Bracketing tolle HDR-Bilder ermöglicht, der ist bei D2x und D300 genau richtig. Wer zusätzlich filmen möchte, der könnte auch zur D300s greifen. Wer wenig HDR macht, eine etwas höhere Auflösung such und mit gleichzeitig leider leichtverringerter Dynamik leben kann und in 1080p mit 23,95 B/s filmen möchte, der sollte zur D7000 greifen.

Wenn ich losziehe und “nur” fotografieren will und dabei das Gewicht der Kamera keine Rolle spielt, dann packe ich eine D2x oder eine D700 mit Batteriegriff ein. Die D700 falls ich wenig Licht erwarte, die D2x wenn das Licht gut ist und ich ggfs. den Drop-Faktor für Bilder mit einem 400er Teleobjektiv nutzen will. (Das dann fast wie ein 600er wirkt) Steht eine anstrengende Wanderung auf dem Programm, dann die D300 oder die D7000 ohne Batteriegriff. Klein, handlich kompakt…

Wenn ich hauptsächlich oder auch nur nebenbei filmen will, dann ist die D7000 mein Freund.

Sobald die D800E da ist, wird sich das alles verschieben und ich werde wahrscheinlich ausschließlich die D800 benutzen. Aber warten wir es mal ab…

Hier einige Beispiele zur Nikon D2x, D300 und D7000.

Beginnen wir mit einem Video das ich komplett mit der D7000 erstellt habe. Wer es schon kennt scrollt einfach weiter :-)

Hier nun einige Bespiele aus der D300 und der D2x. (Alle Bilder sind 1000 Pixel breit oder hoch, einfach anklicken)

Nikon D300 - Upper Antelope Canyon

Nikon D300 - La Sal Sunrise

Nikon D2x - Storm over Canyonlands

Nikon D2x - Storm over Canyonlands II

Nikon D300 - Bryce Canyon Sunrise

Nikon D2x - Monument Valley Sunrise

Nikon D2x - La Sal Morning I

Nikon D2x - La Sal Morning II

Nikon D300 - Second Wave

Nikon D2x - Alstrom Point

Nikon D2x - Alstrom Point II

Nikon D300 - Hiking the Wave

Nikon D2x - Balanced Rock

Nikon D300 - False Kiva

Nikon D300 - Horse Shoe Bend

Nikon D2x - Arches NP - Window Section

Nikon D2x - Arches NP - Navajo Arch

Nikon D300 - Lonesome Wave Photographer

100.000 Kilometer mit der Nikon D300 – wie lautet das Fazit? In der Autowelt würde man jetzt Benzinverbrauch, Drehmoment, Beschleunigung, Verbrauch und Unterhaltskosten einander gegenüberstellen. All das fällt weder bei der D300 noch bei der D2x an. Die D2x ist mir im Jahr 2010 bei einem Sturz im Arches NP einen Abhang hinunter gekugelt. Das Gehäuse war an der Unterseite gebrochen und der Autofokus hat nicht mehr funktioniert. Ich hatte sie abgeschrieben, aber sie konnte für etwa 900 Euro repariert werden. Leider musste ich sie dreimal einschicken bis alles wieder korrekt funktioniert hat. Aber jetzt arbeitet alles wieder wie am ersten Tag!

Auch die D300 hat inzwischen viele tausend Auslösungen hinter sich, alles ohne Probleme. Während meine Fuji Finepix X100 gleich nach einigen Tagen eine Weile in die Werkstatt musste, haben alle Nikons vom ersten Tag an wunderbar funktioniert. Ich habe alle Firmware-Updates eingespielt, wirklich notwendig waren sie indes nicht.

Wer seine Bilder im Internet publiziert und Prints bis zu einem Format von 60x90cm in bester Qualität braucht, der ist sowohl mit der D2x, als auch der D300, D700 oder D7000 bis heute gut bedient.

Die Nikon D4 oder auch die D800 bzw. D800E werden vieles ändern, vor allem aber den Preis der älteren Modelle auf dem Gebrauchtmarkt. Wer ohne Pixelwahn leben kann und nicht unbedingt in HD filmen muss, für den ist sicher eine gebrauchte D300s mit einigen guten Objektiven in den kommenden Monaten eine gute Wahl. Viele Kunden der D800 werden ihre “alten” Kameras preiswert verscherbeln um sich die neue Nikon D800 leisten zu können.

Hier findet derzeit so etwas wie eine “Wachablösung” statt. Jeder der sich bislang keine dieser Kameras leisten konnte kann in den nächsten 6 Monaten kräftig in die Hände schlagen und versuchen eine dieser Kameras preiswert bei eBay & Co zu ergattern.

Meine D300 hat die ersten 100.000 Kilometer gut überstanden, ich denke sie schafft auch die 200.000 Kilometer :-)


10 Jahre Nikon-Fotografie

Das Vorhaben alle meine CD’s in die Apple iCloud zu kopieren gestaltet sich zunehmend als schwierig. Hunderte von CD’s warten noch in Kisten und Kartons auf den Weg in die iCloud aber sie ist voll! Da heißt es jetzt “selektieren” – auch wenn es weh tut – der Schrott muss weg – definitiv! Doch das gestaltet sich mehr und mehr als Abenteuer. iTunes produziert eine Fehlermeldung nach der anderen und mein “Hauptrechner” ist unter Windows 7 seit zwei Wochen damit beschäftigt genau die Songs in die Cloud zu “pumpen”, die via iTunes-Match nicht erkannt wurden.

Es muss in großem Stil aufgeräumt werden! Zu blöd, das iTunes sogar auf dem Mac gern einfach mal abschmiert wenn man mehrere hundert Dubletten, ungeeignete Dateien und anderen Schrott aus seiner Mediathek und der iCloud löschen möchte. Aber in all dem Chaos gibt es auch kleine Lichtblicke! So ist mir doch heute eine winzig kleine MP3-Datei ins “Auge gesprungen” die ich vor sage und schreibe 11 Jahren auf meinem Klavier im meinem Wohnzimmer mit 5 Mikrophonen, einem Mackie-Mischpult und einem DAT-Recorder aufgenommen habe.

Mit dem neuen AKG Kopfhörer klingt das gar nicht mal schlecht, eigentlich sogar gut genug um es nicht auf der 2001er Weihnachts-CD versauern zu lassen. Man könnte diese “meditative kleine Perle” bei YouTube einstellen, dann kann sie jeder hören und mir sagen wie es ihm gefällt. Mit Final Cut Pro X ist schnell ein Titel gemacht und das Lied darunter gelegt, aber das Ergebnis ist super langweilig. Eigentlich wäre eine Diashow ganz nett? Ich gebe bei der Google-Bildersuche einfach mal Ansgar Hillebrand fotocommunity ein und finde auf einen Schlag viele viele Fotos die ich im Laufe der letzten Jahre in der fotocommunity abgelegt habe. Gleich neben meinen Safari-Webbrowser ist ein Fenster des “Finders” geöffnet. Via Drag & Drop wandert so ein Bild nach dem anderen in einen Ordner auf der lokalen Festplatte.

Doch wie macht man aus den vielen Bildern ohne großen Aufwand eine ansprechende Diashow? Da kommt mir eine Idee – auf dem Mac gibt es doch iPhoto! Damit habe ich mich schon mehrfach beschäftigt und versucht ansehnliche Fotobücher zu erstellen. Diese habe ich letztlich alle wieder verworfen weil iPhoto bei vielen Fotos kein vernünftiges Fotobuch mehr hinbekommt – Sorry Annette – es waren die Bilder Deines 50. Geburtstages – ich schäme mich ja auch – aber iPhoto kriegt das einfach nicht so hin wie ich es mir gewünscht habe… :-(

Aber vielleicht klappt es ja mit einer Diashow? Und siehe da, das ist gar nicht schwer. Es gibt verschiedene nette Vorlagen, man kann die Musik selbst auswählen, alles ganz einfach. Doch dann dauert es doch etwas länger weil ich die Fotos sortieren möchte. Einen richtigen Leuchttisch hätte ich gern, aber iPhoto stellt einfach nur alle Bilder in einer langen Reihe nebeneinander dar. Man kann sie verschieben, doch wenn es viele Bilder sind, gerät das zur Geduldsprobe. Doch letztlich ist es dann fertig! Ich exportiere die Diashow in Full HD mit allerhöchster Auflösung, das dauert eine ganze Weile, aber es klappt! Doch das Ergebnis haut mich um! Keine 5 Minuten dauert das Video und es hat 2,27 GB – was für ein Wahnsinn dieses HD-Zeitalter doch ist… Also versuche ich mich mit anderen Einstellungen. Schließlich wähle ich “Exportieren für Monitor”. Damit entsteht nach etwa 20 Minuten eine 0,23 GB große Datei – das ist ok! Man sieht zwar deutliche Spuren der krassen Kompression, aber YouTube würde auch die gewaltige Video-Datei auf eine Qualität eindampfen die nur wenig besser wäre, wenn überhaupt… Also ab damit in Richtung YouTube.

Und hier ist sie nun, meine erste iPhoto-Diashow mit lauter selbst fotografierten Bildern (relativ wahllos ausgewählt) und einem kleinen selbst gespielten Präludium von Johann Sebastian Bach aus dem Jahr 2001 – Violà…


Nikon P7000 – Featurette

Nachdem der Rohschnitt seit Monaten auf der Festplatte meines Computers wartet, habe ich die letzten Tage genutzt um daraus endlich einen fertigen Film zu erstellen. Als nach vielen Stunden mit Schnitt, Probeschauen, Verwerfen, Ändern, Probeschauen und abermaligem Ändern der Film endlich fertig ist klingelt es an der Türe. Der Postbote ist da und bringt mir zwei DVD die ich etliche Tage zuvor online bei Magix bestellt habe. Bei der Sichtung des neuen Audiomaterials wird schnell klar, ich muss die komplette Hintergrundmusik wegwerfen und mit diesem Material neu umsetzen. Und endlich habe ich einige wirklich gut passende Geräusche mit Straßenatmosphäre, Vogelzwitschern, Wasserfällen und vielem mehr. Damit kann ich die vom Wind gebeutelten schlechten Tonaufnahmen aus der P7000 sehr einfach ersetzen und werde ein wesentlich besseres Endergebnis erzielen.

Als nach einen weiteren Tag der Film in seiner neuen Version steht geht es an den Export. Ich wähle ein MP4 Dateiformat in der besten Qualität mit zwei Encoding-Duchgängen. Als nach etwa vier Stunden das Ergebnis steht bin ich gespannt. Die Datei ist 4,8 GB groß – urgs – wie soll ich das bei YouTube hochladen? Egal, ich schau es mir erst einmal an. Gleich nach den ersten Kamerafahrten tritt totale Ernüchterung ein. Ständig sind flackernde Streifen und andere Artefakte und Bildstörungen zu sehen. So geht das nicht, das ruiniert die ganze Arbeit.

Der Film wird mit anderen Settings neu exportiert. Wieder und wieder versuche ich es. Anti-Interlace-Filter ein/aus, was auch immer. Die kleinen “Testrendering” mit 60s sind ok, der gesamte fertige Film ist es nicht. Es ist zu Haare raufen und macht mich fast wahnsinnig. Erst als ich ein 113MB großes Update aus dem Internet heruntergeladen habe, dies installiert ist und der Rechner neu gestartet ist, gelingt ein Export im WMV-Format (Windows-Media-Video). Mit einem Qualitätsfaktor von 95 ist diese Datei 2,78 GB groß, das könnte klappen.

Für den Upload verwende ich Google Chrome. Mit meiner 6 MBit DSL-Leitung benötigt der Upload viele Stunden.

Doch dann fast ein Jahr nachdem ich die vielen kurzen Video-Schnipsel und Fotos gemacht habe ist mein Film endlich online, was für ein Fest :-)

Danach versuche ich meine erste Blu-Ray zu erstellen. Die Kapitel-Marker und Menüs sind schnell gesetzt und aus Vorlagen zusammengestellt. Doch nun muss der gesamte Film erneut gerendert werden. Ganze 4,5 Stunden soll das schon wieder dauern, ich kann es echt nicht mehr sehen…

Am nächsten Morgen freue ich mich darauf meine erste Blu-Ray in meiner SONY Playstation 3 anschauen zu können, aber statt eines Films hält mein Computer nur eine Fehlermeldung für mich bereit…

Update um 15:30

Nachdem ich meine erste Motorradtour des neuen Jahres unternommen habe und beide Mopeds nun vollgetankt und mit korrektem Luftdruck auf das nächste sonnige Wochenende warten, starte ich einen zweiten Anlauf für die Erstellung meiner ersten Blu-Ray. Und diesmal klappt es, scheinbar war der Rohling aus dem ersten Versuch fehlerhaft. Bei einer Tasse heißem Kaffee schaue ich mir meinen ersten “echten Film” auf meinem 52″ Fernseher an und bin schwer beeindruckt wieviel besser die Qualität im Vergleich zum stark komprimierten “YouTube-Stream” ist, den ich mir im Vergleich via Apple-TV anschaue. Die eingebetteten Bilder sind “rattenscharf”, der Tom kommt über die großen Lautsprecher “kinomäßig” daher und letztlich macht mich das Ergebnis wirklich froh.

Nun wird es noch schwerer die Zeit abzuwarten bis die neue Nikon D800E endlich da ist. Mit dieser Kamera eine Endeckungsreise durch Island zu unternehmen, was für eine großartige Vorstellung. Vielleicht kann ich diesen Traum ja tatsächlich umsetzen, schauen wir mal…


Nikon D4 – Die Gerüchteküche brodelt

Im April 2010 hatten wir bei der Verlosung viel Glück und durften gleich am nächsten Tag die Wave besuchen – großartig! Natürlich waren wir dort nicht ganz allein. Aber es sind dennoch eine Reihe schöner Fotos entstanden. Später habe ich dann ein Bild in der Fotocommunity veröffentlicht und aus Spaß darunter geschrieben, dass ich einen Nikon Tester getroffen habe, der in der Wave einen frühen Prototypen der Nikon D4 testet.

Jemand aus der Fotocommunity hat dieses Bild dann im Forum der Fotocommunity gepostet. Das Bild der Wave mit dem vermeintlichen Nikon Tester wurde daraufhin viele hundert Mal aufgerufen. Dort ist der Artikel vom Besuch bei der Wave verlinkt und dieser Post wurde so der mit Abstand meist gelesene Artikel meines gesamten BLOGs.

Heute ist schon fast Pfingsten 2011, das schwere Erdbeben und die nachfolgenden Katastrophen haben auch die Entwicklung der neuen Nikon D4 um Monate zurück geworfen. Die Menschen in Japan haben derzeit auch andere Sorgen als exzentrische Fotoamateure die zu viel Kohle auf dem Bankkonto haben mit neuen Statussymbolen zu versorgen. Wie dem auch sei, ich verfolge die Gerüchteküche immer mal wieder ein wenig, so auch heute.

Heute fand ich dann diese Webseite: http://nikostsatsakis.wordpress.com/2010/11/27/nikon-d4-πρώτη-ματιά

Hier kann man schöne gefälschte Fotos der neuen Nikon D4 sehen (…eigentlich ist es jedoch eine D3x.)

Ganz interessant ist der Text der bei diesen Fotos steht:

ISO 25 – 128000
32 Mpix
Multicam 4000 FX
HD-βίντεο mit 2560 x 1600 Pixeln
Anti Σκόνη & Anti Vibration
Auslieferung ab 01.04.2011 στις ΗΠΑ den und Ιαπωνία
9999 δολάριο ΗΠΑ

Es gibt Neue Auch Objektive:
Nikkor AF-S VR II 2.8/10-24mm – 2899, – US $
Nikkor AF-S VR II 2.8/24-70mm – 3599, – US $

Schaut man sich mein Foto in der fotocommunity an, so findet man interessante Parallelen:

http://www.fotocommunity.de/pc/pc/extra/egallery/pcat/566682/display/20829810

Hier gibt es folgendes zu lesen:

Die Spezifikation der Kamera klingt erstaulich gut:
ISO 25 – 128000
32 MPix
Multicam 4000 FX
HD-Videos mit 2560 x 1600 Pixeln
Anti Dust & Anti Vibration
Auslieferung ab 01.04.2011 in den USA und Japan
9999 US-Dollar

Es gibt auch neue Objektive:
Nikkor AF-S VR II 2.8/10-24mm – 2899,- US $
Nikkor AF-S VR II 2.8/24-70mm – 3599,- US $

Das ist sie nun, die internationale Gerüchteküche namens “Internet”! So entstehen Mythen, Halbwahrheiten und Spekulationen. Das ist die Schmiere im Web 2.0 Getriebe, das macht die Leute kirre.

Ich selbst versuche mich ein wenig davon zu lösen, es ist eh alles unsinnige Spekulation. Fakt ist, das Erdbeben war verheerend und die Japaner müssen erst einmal wieder auf die Beine kommen bevor sie uns mit Kameras beglücken die wir (Hand aufs Herz) eigentlich alle gar nicht brauchen. Egal welcher Mann mir begegnet während ich eine Kamera dabei habe, sie schielen alle auf das “Firmenschild”. Frauen schauen mir auf den Hintern, Männer auf die Kamera – so ist das eben.

Vor ein paar Tagen habe ich mir eine Nikon D7000 gekauft, eine geniale kleine Kamera die kaum Wünsche offen lässt und praktisch alles kann was man(n) so braucht. Doch macht man damit auch automatisch bessere Fotos? Ich denke eben nicht. Der Fotograf macht das Bild, nicht die Kamera!

98% aller Fotografen zeigen weltweit ihre Fotos in Internetportalen wie flickr oder der fotocommunity in einer Auflösung von vielleicht 1000 Pixel Kantenlänge. Die Masse der Fotografen ist genau damit zufrieden und auch ganz glücklich. Einige wenige lassen ihre Bilder bei einem der vielen Dienstleister drucken. Die Mehrzahl dieser Prints landet auf einem Stück Leinwand und wird auf einen Keilrahmen aufgezogen. Nach einer wirklichen Fotografie sieht das danach nicht mehr aus. Eher so wie wollen und nicht können, wie fotografierte Gemälde.

Hand auf’s Herz, wer ist bereit für einen wirklich gut gemachten Print in edler Rahmung mit Passepartout und hochwertigem entspiegeltem Glas im Format 60×90 cm etwa 400 Euro zu bezahlen? Weltweit bleiben da von vielen Milliarden “Knipsern” noch einige wenige tausend wirklich ambitionierte Amateure und Fotofans übrig. Mal ehrlich, braucht DIESE Welt eine Nikon D4 mit 32.000.000 Pixeln und allem Schnickschnack, wo doch eine D7000 für 999,- Euro schon alles kann was man braucht?

Na vielleicht braucht sie es eben doch, nicht wegen der Fotos sondern wegen des Alleinstellungsmerkmals.

Mich selbst will ich da gar nicht ausschließen :-) Ich habe relativ große Hände und nach F4e, F5, D1x, D2x wäre die D4 genau das was ich mir für die Zukunft auch wünschen würde. Sicher wird sie sündhaft teuer aber sicher auch sehr sehr gut. Oft habe ich schon überlegt ob mir eine D3x satte 7.000 Euro wert ist. Aber bislang lebe ich wirklich sehr gut ohne die D3x. Vom gesparten Geld habe ich mir eine BMW K1200r Sport gekauft. Jedes mal wenn da die 163 Pferde am Hinterreifen reißen macht das glücklich. Vier Räder bewegen den Körper, zwei Räder bewegen die Seele, so ist das eben. Jeder muss selbst wissen wofür er seine Knete ausgibt. Ich habe mich für das Motorrad und gegen die D3x entschieden. Wenn ich überlege, dass ich 2005 für die D2x satte 4.800 Euro bezahlt habe und dass sie heute nur noch etwa 800 Euro wert ist, dann ist das schon krass. Aber das ist ein ganz anderes Thema :-)


Scenic Roundtrip

Und wieder geht der Wecker um 5h45 – Arizona Time. Heute lasse ich mir mehr Zeit als an den letzten Tagen, denn ich weiß ja jetzt ganz genau wann die Verlosung der Permits für die Wave beginnt. Etwa 10 Minuten bevor es losgeht treffe ich bei der Ranger-Station ein. Ich lerne Allan aus Los Angeles kennen. Er fragt mich wohin ich in den nächsten Tagen möchte und empfiehlt mir, doch zum Monument Valley zu fahren. Am Dienstag oder Mittwoch soll dort ein seltenes Phänomen zu sehen sein. Bedingt durch einen ganz speziellen Stand der Abendsonne wird auf dem mittleren der drei Tafelberge der Schatten des ganz linken Tafelberges zu sehen sein. Für einige wenige Minuten und auch nur, wenn das Wetter es zulässt und nicht wieder krasse Wolken den Himmel verdunkeln. Ich lerne, dass der ganz linke Tafelberg der “Left Mitten” ist und der mittlere der “Right Mitten”. Und ich lerne auch, dass ein “Mitten” ein Fausthandschuh ist, aus dem nur der Daumen als einzelner Finger herausschaut. Und weil diese beiden Tafelberge genau so aussehen, heißen sie auch so – linker und rechter Fäustling – nett gell?

Morning Glory!

1500 U/min und 110 Km/h – krasse Sache – es ist kalt, ganze 0°C zeigt das Thermometer – brrrrr…

Heute sind deutlich weniger Teilnehmer da. Es gibt 10 Permits und 32 wirklich angespannte Wanderer. Die Show beginnt, ich bin heute die Nummer 12. Zahl um Zahl wird gezogen, aber die 12 ist nicht dabei Allan hat heute meine 2 von gestern, er wird auch nicht gezogen! Aber die Dame die vorgestern so kurz vor knapp in die Vorstellung hineingestolpert, ist gewinnt heute. Und es stehen 6 – in Worten SECHS – Wanderer auf ihrem Antrag. Schließlich ist wieder genau EIN Permit übrig. Und wieder wird genau erklärt, dass falls eine Gruppe gewinnt sie unter sich ausmachen müssen, wer denn gehen darf. Und wieder bleibt meine 12 in der kleinen Lostrommel liegen. Auf dem Antrag der gewinnt stehen 2 Personen. Ich schöpfe kurz Hoffnung, aber dann entschließt sie sich, IHN gehen zu lassen. Die 10 Permits für morgen sind also wieder vergeben und ich gehe zum dritten Mal leer aus. Nun habe ich keine Lust mehr auf diesen ganzen Krams. Außerdem ist das Wetter schlecht und da macht auch die Wave eh keinen Spaß.

Draußen vor der Station treffe ich dann Allan wieder. Wir quatschen noch einmal über Monument Valley. Dann bringen wir seinen Truck zum Outpost nebenan. Wir packen ein paar Sachen in meinen Tahoe und starten eine kleine Umrundung der Wave. Wir wollen über die House-Rock-Road nach Süden fahren, dann auf den Highway 89 nach Osten. Bei Lee’s Ferry wollen wir mal genauer schauen was es dort gibt und dann bei Denny’s in Page was zum Mittag essen. Keine schlechte Idee, zumal es nur 2°C sind und es leicht zu regnen beginnt.

Eine gute Gelegenheit mal wieder den Tahoe ein wenig aufzuräumen, was sich da schon wieder an Müll hinter den Sitzen angesammelt hat…

Die Straße zum Wave-Trailhead ist wie gestern gut befahrbar. Kurz hinter dem Wave-Pakrplatz kommt uns der ein weißer ganz normal aussehender Geländewagen entgegen. Am Steuer sitzt Jerry, der Ranger der seine Glatze (fast) immer mit einem Käppi  bedeckt. Ich denke er checkt die lage und prüft die Permits in den geparkten Autos. Mich kennt er ja nun schon ganz gut und er winkt und freundlich zu. Hier ohne Permit zur Wave zu wandern ist also nicht wirklich angesagt.

Allan plant für morgen einen Ausflug zu den Coyote Buttes South. Da sein Auto keinen Allradantrieb hat, wird er sich vom Betreiber des Outpost-Areals für 150 Dollar dorthin bringen lassen. Er hat dann viele Stunden Zeit und kann in Ruhe fotografieren und muss sich keine Sorgen darüber machen wie er die Location findet und er wird auch nicht stecken bleiben oder allein einen Reifen wechseln müssen.

Auf halber Strecke machen wir kurz Pause und ich bekomme eine kleine “Einweisung” in die professionelle Bildgestaltung am Beispiel einiger kleiner Kakteen.

Ich benutze mal die Nikon P7000, sieht steht sehr tief auf einem Stativ und so kann man sehr schön und in aller Ruhe sein Bild komponieren. Hier ist mein Ergebnis:

Eine “Kaktuskomposition” mit der P7000.

Und noch ein Pedant mit der D300, mit 200mm Tele und offener Blende. Irgendwie gefallen mir die Bilder die mit dem größeren Chip gemacht werden, wegen der schönen Hintergrundunschärfe besser. Ich denke, hier sind die kleinen Chips ein wenig im Nachteil. Soll alles scharf sein, haben sie aber oft die Nase vorn!

Kurz vor Lee’s Ferry machen wir halt und nehmen uns mit den Kameras mal diese vielen witzigen Felsbrocken vor. Allan benutzt seit 2008 eine Nikon D3 und ist hochzufrieden. Er hat sich die damals brandneuen Objektive gekauft, also das 2.8/14-24 und das 2.8/24-80mm. Bereits 2008 ein wirklich teurer Spaß! In der D3 stecken zwei CF-Karten mit je 64 GB Speicherplatz, das reicht für ein paar Tage :-) Allan ist auch ein “RAW-Shooter” und nutzt für die “digitale Entwicklung” seiner Bilder die Software “DxO Optics Pro”.

Ein Blick unter einem gewaltigen Felsbrocken hin durch, der links von einem kleineren Brocken abgestützt wird.

Eine Ruine eines Hauses das um einen dieser Felsbrocken herum gebaut ist.

Das Innere dieses kleinen Hauses ist eine wirklich spannende Location. Ich mache einen kleinen Scherz “All we need now is a nude female model!” Allan grinst. Kurz drauf kommen zwei Typen und fragen was es hier zu sehen gibt. Allan sagt ihnen, dass wir ein “Nacktmodell” suchen und ob sie nicht Lust haben sich kurz zur Verfügung zu stellen. Die beiden grinsen ganz breit. Später weiß ich auch warum, es ist eine Frau dabei – sie wartet im Auto weil ihr zu kalt ist…

Einige dieser Felsbrocken lagern auf schmalen “Füßen” und sehen aus wie überdimensionale Pilze.

Hier ein paar “Lebenslinien” dieser “Füße”.

Dieses Bild erinnert mich an eine ganz ganz alte Dame die Ausschau nach dem Geld hält, das ihr soeben herunter gefallen ist.

Dieser Hund schein wirklich schlechte Laune zu haben!

“The Beasts are waiting!” – eine kleine Spielerei mit Photoshop – der Hintergrund stammt aus einem Bild das ich gestern bei den Coyote Buttes South gemacht habe.

Auf dem Weg zum Lee’s Ferry Trailhead sehen wir auf der linken Seite ganz weit weg einen Felsen der ausschaut wie ein grasender Büffel – “Hey look over there, a grazing buffalo!!!” – Also voll auf die Bremse, rechts ran und mit dem Tele durch den aufgeweichten braunen Matsch…

“The Grazing Buffalo”

Bei Lee’s Ferry bekomme ich ein paar interessante Vorträge zum Thema “Erdgeschichte” und ich finde ein paar wirklich interessante ausschauende Steine.

Gern würde ich ja mal unten am Colorado River entlang wandern, aber es regnet immer stärker, wir fahren also weiter. Beim Waterholes Canyon kurz vor Page machen wir mal Halt, Allan kennt das Areal noch nicht und ist von “The great Wall” ganz angetan. Witzig ist, dass er als Amerikaner von einem deutschen Greenhorn die Locations gezeigt bekommt. So kann das gehen und mir macht es Spaß.

In Page angekommen steuern wir direkt den Parkplatz von Denny’s an. Allan ordert einen gesunden Salat ich probiere mal den Steak Burrito. Sandra hat ich immer so gelobt, da will ich doch mal wissen was da dran ist. Und ich muss sagen, er ist wirklich gut!

Wir machen einen kleinen Abstecher nach Big Water. Kurz hinter dem Ort sind ein paar Canyons und Allan hat ein paar Ideen für einen guten “Sunrise Shot”. Er ist derzeit nicht “limitiert” denn er reist allein, ohne seine Frau. So muss er keine Rücksicht nehmen und kann zu den unmöglichsten Zeiten auf Fototour gehen. Wenn es notwendig erscheint schläft er auch mal in seinem Auto. Einen Schlafsack und alles was man so braucht hat er dabei. Welche Frau würde das mitmachen, wegen einiger Fotos? Was ich noch erwähnen sollte, Allan ist 70 Jahre alt!

Als wir an den Canyons angekommen sind finden wir so recht keine optimale Stelle an der man morgen auf einen guten “Schuss” warten könnte. Außerdem ist es so schlammig, dass der Tahoe ständig nur hin und her driftet. In den Radkästen kört man wie der Schlamm und die Steine gegen das Auto prasseln. Später fällt mir auf, dass ich ja den 4WD auch gar nicht eingeschaltet habe – Ich Dummerchen…

Beim Auto angekommen verabschieden wir uns, vielleicht sehen wir uns ja am Dienstag oder Mittwoch in Monument Valley – mal sehen! Unsere E-Mail-Adressen haben wir ausgetauscht und bei Denny’s haben wir uns via WLAN auf meinen Telefon einige seiner Fotos angeschaut.

Hier ist ein Link zu seinen Bildern: http://photo.net/photos/allanvas

Auf dem Rückweg höre ich dann wieder meine “unmögliche Musik” und denke darüber nach, wie es die nächsten Tage weitergehen soll. Hier im Regen in Kanab oder Page ist es nicht wirklich doll, vielleicht habe ich ja in Monument Valley bessere Karten? Auch könnte ich von dort aus südlich um den Grand Canyon herum fahren und vielleicht endlich mal an einer seiner “Kanten” stehen, das wäre doch mal was!

Während ich so vor mich hindöse steht plötzlich ein Reh auf der Straße – direkt vor mir. Wir schauen und tief und die Augen und sind beide in gleichem Maße überrascht. Das ABS im Tahoe funktioniert tadellos und das Reh hilft auch mit, indem es einen Sprung zur Seite tut. Noch einmal gut gegangen…

Mit leicht erhöhtem Puls nehme ich eine ganze Horde mausgrauer Rehe wahr. 50 Meter weiter geht rechts ein kleiner Feldweg ab, da biege ich ein und kann sie alle anschauen. Sie stehen direkt neben der Straße und wollen diese jetzt passieren, gleich die ganze Horde auf einmal. Da kommt dann auch schon das große Wohnmobil das ich kurz vorher überholt habe angerauscht. An diesem Wohnmobil hängt hinten ein erwachsener Geländewagen dran! Reifen quietschen und die Rehe hüpfen aufgeregt durcheinander. Mir stockt vor Schreck der Atem, aber instinktiv reiße ich dann doch die D300 hoch und drücke ein paar Mal auf den Auslöser. Voll durch die Windschutzscheibe, ich weiß ja, das wird eh nichts, aber egal…

Später im Motel habe ich dann doch ein paar Bilder von kleinen Rehen die wie wild auf der Straße herum springen. Man sollte die Warnschilder hier ernst nehmen!

Nach dem der Schreck verdaut ist, warte ich noch eine Weile, aber die Rehe sind alle weg und ich denke sie kommen auch so schnell nicht zurück. Es wird auch langsam dunkel. Ich fahre also weiter. Vor mir braut sich eine Suppe zusammen, das ist echt nicht mehr feierlich. So etwas gibt es echt nur hier im Südwesten! Gern würde ich ja mal kurz anhalten und ein paar Fotos machen, aber zwischen der krassen Suppe und mir stehen immer wieder Strommasten und die sehen doch irgendwie meistens ziemlich doof aus. Auf dem GPS kann ich sehen, dass kurz drauf nach links eine kleine Straße abzweigt. Das ist doch die Gelegenheit unter den Stromleitungen hindurch zu fahren!

Gesagt getan, die Straße entpuppt sich aber dann als massiv aufgeweichter Lehmstreifen, anders kann man es nicht nennen. Dann ist aber auf der rechten Seite ein kleiner Canyon zu sehen, cool! Ich halte an und stehe prompt fast bis zu den Knöcheln in der Matsche. Egal, für ein gutes Foto nimmt man allerhand in Kauf und auch ich bin ja derzeit nicht “limitiert”. Als ich dann am Rand dieses kleinen Canyons stehe kriege ich echt die Krise. Da hat jemand tatsächlich eine alte Badewanne entsorgt. Es liegt noch mehr Schutt herum und eine ganze Menge alter Müllsäcke. Um mich herum sind Spuren von Ketten. Es sieht aus als hätte hier jemand einen Bagger und würde hier einfach all seinen Krams vergraben. Auch das ist Amerika!

Ich versuche die Kamera so aufzustellen, dass man den vielen Müll nicht sieht. Das ist gar nicht so einfach, zudem ist es saukalt und mir läuft jetzt auch noch der Schlamm in die Schuhe hinein. Nach einigen Belichtungsreihen und Objektiv-Wechseln geht es wieder zum Auto, wenn man das noch “gehen” nennen kann. Es schmatzt und glitscht, das ist echt eklig. Im Auto kriege ich dann die Krise als ich die Fußmatten sehe. Was für eine Sauerei. Aber das trocknet ja alles wieder und dann ist es wieder Sand und Staub den man weg saugen kann – hoffentlich!

Ich fahre diese Straße noch ein wenig weiter, denn dort geht es ein wenig bergauf und dann sehen die Bilder einfach schöner aus – finde ich jedenfalls. Die schmierige braune “Straße” ist dann vor einem Gatter und einem Schild “Keep Out” auch gleich schon zu Ende. Ein paar Fotos noch und dann geht es endgültig zurück zum Best Western in Kanab.

Heute ist Samstag der 27. März. Ich habe also noch eine Woche und die sollte ich so gut wie möglich nutzen. Das Zimmer ist bis morgen bezahlt und ich denke ich werde hier nicht erneut verlängern. Die Wäsche ist fast vollständig gewaschen. Ich komme mit ein wenig Glück mit einem Koffer voll sauberer Wäsche zurück nach Deutschland. Wer von Euch hat das je geschafft? :-)

Hier ist der Track des Tages als KML-Datei abgelegt.

Hier die Übersicht.

Der Abstecher nach Lee’s Ferry.

Der Abstecher auf der schlammigen Straße kurz vor Kanab:

Ok, das war es dann mal wieder. Die Internet-Anbindung hier im Motel ist grauenhaft! Mittags geht es noch, aber später am Abend bricht die Verbindung immer wieder zusammen. Man muss unendliche Minuten warten, dann geht es für kurze Zeit wieder weiter. Das Schreiben, das Einbinden der Bilder und das Veröffentlichen haben mich jetzt sagenhafte VIER STUNDEN gekostet. Vielleicht ist das ja mal einen aufmunternden Kommentar wert :-)


Coyote Buttes South – Reloaded

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Es ist wieder kalt, es ist wieder morgen aber es gibt keinen Schnee. Als ich mit Dusche & Co. fertig bin und das Auto gepackt ist haben wir 6h30 – Arizona Time – also 7h30 Utah Time. Es geht los, die Temperaturen liegen knapp über dem Gefrierpunkt, es ist wirklich kalt hier. Aber heute liegt kein Schnee und ich bin wirklich flink. Bei der Ranger Station angekommen, ist das Tor schon geöffnet. Es stehen auch schon zwei Autos davor, ich bin Nr. 3. Wenn das so bleibt, würde ich einen Permit bekommen, aber mal abwarten.

Und es kommt wie es immer kommt, ein Auto nach dem anderen trudelt ein. Letztlich sind es wieder 46 Personen die einen Permit haben möchten. Mein Formular von gestern wird wieder hervor geholt und es bekommt jetzt die Nummer 2. Vielleicht nicht so verkehrt, die Nummer 2 hat gestern einen Permit gewonnen!

Nach etwa 30 Minuten steigt wie jeden Morgen die Spannung. Die erste Nummer ist nicht die 2 sondern die 5. Ahhhhhhh, warum habe ich nur eine neue Nummer bekommen, warum nur… Es geht weiter, meine 2 ist nicht dabei. Dann wird eine Nummer gezogen, zu der sich 5 Personen angemeldet haben. Sie jubeln vor Freude. Jetzt gibt es noch 3 Permits für den morgigen Tag. Ich balle die Fäuste in den Hosentaschen, das muss doch klappen!! Aber wieder nichts, die 2 ist eine Lusche – jedenfalls heute… Es gibt jetzt noch EINEN Permit – die Rangerin erklärt, dass wenn ein Antrag gewinnt auf dem mehr als zwei Personen stehen, diese unter sich aushandeln müssen, wer gehen darf!

Und wieder kurbelt der Jerry – so heißt der nette Ranger – an der kleinen Lostrommel. Es ist wieder nicht die 2 – ahhh…

Aber es ist ein Antrag mit zwei Personen! Sie werden gefragt ob sie sich einigen können. Es gibt eine kurze Diskussion bei einem älteren Ehepaar. Dann sind sie wirklich großzügig und geben den gewonnenen Permit zurück, sie wollen zusammen oder gar nicht zu Wave – sehr nobel!

Jerry dreht die Trommel, ich balle die Fäuse und habe den Eindruck, als würden über 30 Leute gleichzeitig den Atmen anhalten!

Wieder nicht die 2 – ahhhhhh

Wieder ein Antrag mit 2 Personen, wieder eine Diskussion, wieder eine Rückgabe.

Jerry dreht die Trommel, ich balle die Fäuste, mehr als 30 Leute sind schon fast erstickt vor Spannung.

Wieder nicht die 2 – ahhhhhhhhhhhhhhh – es hat die 14 gewonnen – EINE Person – jemand jubelt, ich bin gefrustet…

Ich frage nur kurz ob es am Samstag und Sonntag auch eine Lotterie gibt. “We are always open!” – ok, ich kann also morgen einen dritten Anlauf wagen! Leicht gefrustet verlasse ich die Ranger Station und starten den V8 in meinem Thaoe. Mein Abenteuer beginnt, kann ich diese riesige Kiste über Felsen und tiefen Sand zu den Coyote Buttes South lenken? Werde ich mich im tiefen Sand festfahren? Wird es ein langes teures kaltes sandiges Drama geben?

Es geht los. Meine Multimedia-Zentrale ist mein HTC Telefon. Es zeichnet Tracks auf, es spielt Musik, es navigiert, es zeigt E-Mails an, es ist cool! Und jetzt gibt es laute Gitarrenlehrer-Musik… Es geht nach Westen (Links), nicht wirklicht weit, da ist dann schon die House-Rock-Road. Diese Dirt-Road ist heute wirklich gut zu befahren, keine Ahnung warum die alle so einen Stress haben! Sogar der Buckskin-Wash ist komplett trocken, trotz Schnee und Regen in den letzten Tagen. Es geht mit fast 50 mph in Richtung Süden (unten).

Am Wave-Parkplatz bin ich sehr dankbar, dass es dort ein neues Toilettenhäuschen gibt! Es geht weiter, die Straße ist super!! Kurz nach dem Wave-Trailhead halte ich an und mache mit der guten alten Nikon D2x ein Bild dieser famosen Landschaft.

Einige Meilen weiter ist rechts ein Corral. Eine Verladestation für Rinder. Kaum zu übersehen, aber ich rausche trotzdem fast daran vorbei, eine sehr sehr staubige Vollbremsung rettet die Situation! Nun wird die Straße sofort deutlich schlechter, es ist felsig und es gibt viel tiefen Sand. Aber der Tahoe steckt das alles weg als wäre es nichts, bravo! Dieses riesige Auto begeistert mich, die Automatik greift so sanft ein, da dreht auch im tiefen Sand kein Rad durch, da gräbt sich nichts ein, da geht es einfach vorwärts. Die Werbeleute von Chevrolet haben nicht übertrieben, mit dem Tahoe kommt man wirklich fast überall durch. Super das Ding!

Mit der kleinen P7000 filme ich fast die gesamte Strecke bis zum Trailhead. Wer soll sich das bloß jemals alles anschauen :-) Ach egal, ich habe die Aufnahmen erst einmal und später kann ich immer noch etwas daraus zusammen zaubern.

Am Trailhead angekommen ist schon ein anderes Auto dort! Ich packe ich meine Sachen, alles was überflüssig ist bleibt im Auto. Es geht los, auf zur Chess-Queen. Die finde ich sofort, ich war ja schon mal bei ihr zu Besuch :-) Auch die vielen kleinen Tiere und Gruselmonster drum herum kenne ich schon. Trotzdem klappert der Spiegel der D300 unaufhörlich. Es geht weiter zur nächsten Formation. Ich knipse und knipse und habe plötzlich einen Wanderer in einer blauen Jacke auf einem Foto.

“Are you the guy with the other car at the trailhead?” “Hi” “Hi” “Were are you from?” “I’m from germany” sagt er. Super, dann können wir unsere Muttersprache nutzen. Es ist Karlheinz aus Bayern. Er hat sich nach der verlassenen Ranch nicht weiter getraut und seinen kleinen SUV dort stehen lassen. Es ist eine echt weite Strecke durch tiefen Sand zu Fuß gelaufen! Wir reden kurz, ich empfehle ihm die Chess Queen, wir verabreden uns für 14h am Parkplatz.

Ein Sturm zieht auf, es gibt Regen, Schnee, Sonne, Wind, alles gleichzeitig im Wechsel und dann wieder nach Sonnenschein. Ich kann das Wave-Areal sehen. Die armen Wanderer die gestern einen Permit gewonnen haben kriegen dort heute richtig nasse Füße!! Hier im Süden scheint mehr die Sonne, als dass es regnet. Fast wie im richtigen Leben :-)

Um 13h50 bin ich am Auto. Es ist inzwischen kalt. Ich habe 60 Dias gemacht und zwei Speicherkarten zu 16GB und 8GB gefüllt. Das sollte ausreichen für heute. Und ich habe HUNGER! Karlheinz ist noch nicht da. Ich packe in Ruhe meine Sachen und setze mich schon einmal ins Auto. Drinnen ist es wirklich warm, die Sonne hat sogar meine beiden Dr. Pepper aufgewärmt. Die schmecken nun ganz grauenhaft…

Ich drücke ein paar mal auf die Hupe. 5 Minuten kommt Karlheinz aus dem Unterholz hervor. Ich räume kurz den Beifahrersitz frei, es gibt ein kaltes klares Wasser und los geht es! Karlheinz ist mit SUV und Zelt unterwegs. Die Nacht will er beim White Pocket verbringen. “Das wird aber echt kalt!” Er weiß es, er hat schon etliche Nächte hier verbracht und sich bestimmt ganz ordentlich einen abgefroren.”

Wir tauschen E-Mail-Adressen und es geht wieder weiter. Ich filme ein wenig mit der Nikon P7000. An einer felsigen Ecke halte ich mal an, laufe mit Stativ und P7000 etwa 100 Meter voraus und stelle sie neben der “Straße” auf. So kann ich mich mal selbst beim Off-Road-Driving filmen.

Als ich auf Höhe der Kamera bin, sammle ich sie ein und will sie irgendwie samt Stativ auf der Fahrerseite ins Auto stellen. Plötzlich hupt da etwas. Habe ich das echt richtig gehört, eine HUPE hier mitten im Nichts??? Ja, es ist richtig, direkt vor mit stehen drei große SUVs mit eine ganzen Horde fotosüchtiger Touristen. Die extrem coolen Tourguides tragen extrem coole Sonnenbrillen! Wie lange sie mich wohl schon beobachten? Ich fahre zur Seite und lasse sie passieren. Danach geht es zurück nach Kanab, alles ohne große Probleme. Der Tahoe ist genau das richtige Auto für diese Strecken!

Im Hotel in Kanab angekommen wechsle ich ein paar Dollar und befülle dann zwei Waschmaschinen mit weißer und bunter Wäsche. Eine Maschine kostet hier 1$, 30 Minuten Trockner ebenfalls jeweils 1$. Für 75 Cent gibt es Waschpulver am Automaten. Alles wird mit 25 Cent Stücken bezahlt und ist wirklich einfach.

Wo wir gerade beim Thema sind – ich schaue jetzt mal nach der Wäsche…

- PAUSE -

So, die beiden Waschmaschinen waren fertig, nun laufen die Trockner um die Wette. Mal schauen welcher gewinnt :-)

Jetzt sichte ich mal die Fotos und packe ein paar Bilder hier zum BLOG dazu.

Upate um 20:15 (Arizona Time)

Die Wäsche ist fertig und danach gab es gerade bei McDonalds etwas zwischen die Zähne. Die gesamte alberne Dorfjugend von Kanab kenne ich jetzt auch. Warum sind Jugendliche eigentlich immer so aufgedreht und laut?

Na egal, ich versuche jetzt mal die Bilder in den BLOG zu hängen. Das ist hier massiv schwierig, weil die Internet-Anbindung immer wieder für lange etliche Minuten ausfällt. “Pingt” man hier http://www.google.de an bekommt man solche Ergebnisse:

64 bytes from 74.125.227.18: icmp_seq=2846 ttl=49 time=96.753 ms
64 bytes from 74.125.227.18: icmp_seq=2847 ttl=49 time=176.560 ms
64 bytes from 74.125.227.18: icmp_seq=2847 ttl=49 time=177.204 ms (DUP!)
64 bytes from 74.125.227.18: icmp_seq=2848 ttl=49 time=70.952 ms
64 bytes from 74.125.227.18: icmp_seq=2849 ttl=49 time=68.949 ms
64 bytes from 74.125.227.18: icmp_seq=2850 ttl=49 time=85.300 ms
64 bytes from 74.125.227.18: icmp_seq=2851 ttl=49 time=88.319 ms
Request timeout for icmp_seq 2852
Request timeout for icmp_seq 2853
Request timeout for icmp_seq 2854
Request timeout for icmp_seq 2855

Das ist massiv frustrierend. Da hat mein einen langen Artikel geschrieben und kann ihn nicht veröffentlichen. Man kann keine Videos uploaden, keine Bilder integrieren, alles geht nur im Schneckentempo, wenn überhaupt…


Kanab Canyon

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Etwa eine Stunde vor Sonnenuntergang habe ich mich endlich von meinem “Mittagsschläfchen” erholt, als sich der Hunger meldet. Ich habe Appetit auf einen richtig schlabbrigen Burger, so wie daheim bei McDonalds. Rettung ist in Sicht, ein der “Mäc” ist nur ein paar hundert Meter entfernt. Die fahre ich natürlich mit dem Auto – “It’s cold outside”

Das Big Mac Menü in normaler Grüße kostet etwa 10$ und schmeckt wie daheim, nur dass es hier Dr. Pepper gibt :-)

Gleich nebenan ist eine Tankstelle. Zwar hat der Tahoe noch Sprit für etwa 300 Kilometer, aber besser ist besser. Hier in Utah kann ich auch wieder problemlos mit meiner deutschen Kreditkarte tanken. Einfach “Pay Outside” wählen, Karten rein und wieder raus – “Remove Nozzle and begin fueling” – ist ganz einfach – ach ja – die Sorte muss man noch wählen. Der Tahoe läuft auch mit Bananensaft – 85 Oktan sind für ihn ok – fast ein Diesel…

Als die Zapfpistole “Klack” macht, ist der Tahoe voll, wirklich richtig randvoll, so voll, dass schon mal wieder Sprit heraustropft. Es ist nicht viel, aber immerhin. Ich fahre schnell los um ein wenig Sprit zu verbrauchen, damit noch noch mehr rausläuft. Wer weiß wie warm oder kalt der Sprit ist, ist er kalt, dehnt er sich im Tank aus und dann läuft noch mehr über. Um einen halben Liter zu verbrauchen muss man mit dem Tahoe nicht weit fahren. Doch mich verschlägt es zur Moqui Cave. Sie ist natürlich geschlossen, es ist ja auch schon fast dunkel. Aber nett ist es hier trotzdem, ich war lange nicht mehr hier und hatte fast vergessen, dass es hier auch abseits der große Attraktionen wie “The Wave & Co” viel schöne Landschaft zu entdecken gibt.

Ein paar Fotos sind mit der kleinen P7000 schnell gemacht. Ich habe mich schon fast daran gewöhnt, dass ich die kleinen Plastikkappen vor dem Objektiv mit den Fingerspritzen aufschieben muss…

Nach der kleinen Fotosession schaue ich mich noch ein wenig im Kanab Canyon um. Hier gibt es eine nette Ranch in der man sich einmieten kann. Die haben hier viele Tiere und ich denke man könnte hier auch einen schönen Urlaub mit vielen Tagen im Sattel buchen. Nach etwa 2 Kilometern beginnt ein Dirt-Road. Aber sie ist gut in Schuss und ich schaue mal was ich im letzten Licht der blauen Stunde noch so finde.

Und tatsächlich, da ist noch was :-)

Morgen geht es dann wieder ganz früh los zur Ranger-Station. Mein zweiter Versuch bei der “großen Lotterie”. Egal was ist, danach werde ich mal versuchen zu den Coyote Buttes South zu kommen. Einen Permit habe ich ja schon heute gekauft. Dann muss ich ggf. morgen nicht so lange warten und kann gleich los.

So sehen die Permits hier aus – sie haben DREI Teile! Der untere Abschnitt verbleibt in der Ranger-Station. So wissen sie genau wer mit einem Permit unterwegs ist. Einer der beiden anderen Abschnitte kommt auf das Armaturenbrett und der dritte an den Rucksack. So kann man von weit weg mit einem Fernglas sehen, ob der Wanderer einen Permit hat oder nicht. Die Ranger sind hier ganz pfiffig und ich denke sie wissen warum sie den ganzen Aufwand betreiben.


No Wave today

Es ist wieder kurz vor 6h als ich wach werde, ganz knapp vor dem Wecker. Die Nacht war wieder ziemlich kalt und ich bin völlig durchgefroren. Man hat hier fast überall die Wahl zwischen “Pest und Cholera” – also ratternde Heizung oder Eiszapfen an der Nasenspitze. Erst die heiße Dusche hilft wieder aufzutauen. Danach wird schnell alles zusammen gepackt und in Windeseile der Chip der D2x geputzt. Gestern im Antelope Canyon war ich so mutig und habe das Tokina 4/12-24mm gegen das Nikon 2.8/10,5mm getauscht – ZWEIMAL – dabei sind natürlich SOFORT ein paar Staubkörner auf den Chip gekommen! Der Verschluss hat scheinbar nichts abbekommen! Ist auch besser so, sie ist ja erst seit in paar Wochen aus der Reparatur zurück. Den Sturz im Arches National hat sie somit überlebt. Die Arztrechnung beläuft sich allerdings auf mehr knapp 800 Euro! Dafür hat sie jetzt ein komplett neues Unterteil und das hat gestern die ersten Schrammen abbekommen. Ich bin mal gespannt was die Foto-Versicherung erstatten wird. Wenn ich wieder daheim bin muss ich unbedingt endlich die Rechnung einreichen. Ich glaube meine Selbstbeteiligung beträgt 250 Euro, aber das werde ich dann berichten. Ist ein oft vernachlässigtes Thema.

Ok, weiter geht es… Als ich die Türe öffne um das Auto zu beladen ist alles voller Schneematsch, was ist das denn? Später zeigt das Thermometer dann 2°C, es ist dabei wirklich windig. Wegen dieses ganzen Zeitzonen-Durcheinanders bin ich heute wieder wirklich früh dran. Aber der Wahnsinn hat auch Methode, denn ich hatte schon so etwas befürchtet. Und es bestätigt sich auch, denn die Straße zur Ranger Station ist nur sehr langsam zu befahren. Der Schnee liegt teilweise wirklich hoch und die Temperaturen liegen unter 0°C. Als ich bei der Ranger-Bude ankomme geht wieder die Sonne auf, Gleichberechtigung für alle! Ich stehe mit meinem fetten weißen Auto vor der Schranke und genieße die ersten Sonnenstrahlen die das Gesicht erwärmen.

Nach einer Weile gesellen sich weitere Autos dazu. Sie stellen sich alle brav hinten an, ob es Engländer sind? Egal, als der Ranger um 8h15 (Utah Time, Mountain Time) die Schranke öffnet kann ich die paar Meter hoch zur Station fahren. Ich stelle mich auf den Parkplatz ganz links, sie gibt es keinen Schatten durch ein Wohnmobil und ich kann die Sonne weiter genießen.

Nach und nach kommen immer mehr Autos. Die ersten ungeduldigen Analphabeten steigen fröstelnd aus ihren Autos und rütteln prüfend an der Türe. Dass dort “Closed” zu lesen ist verstehen sie scheinbar nicht. Dann endlich geht es los. Alle stürmen in dieses kleine Häuschen als gäbe es etwas umsonst. Dabei kosten die Permits irgendwas zwischen 5$ bis 10$ – je nachdem was man will. Ich fülle meinen Anmeldebogen aus. Dort soll man auch die Nummer des Autos eintragen, ich bin artig und mache auch das. Als ich meinen Bogen abgebe schreibt die nette Rangerlady eine 5 darauf – auch bin Nummer 5 – Nummer 5 lebt…

Nach weiten 30 Minuten sind wir praktisch startklar. Es wurden 45 Anmeldebögen abgegeben. Vor einigen Tagen lagen sogar 75 Anträge vor! Während einer der beiden Ranger das Prozedere erklärt macht der zweite sich bereit um das Schildchen an die Türe zu kleben. “The Lottery is over”

Da stolpert mit einem großen Rumms eine Dame herein, sie ist völlig aus der Puste. “Am I tooooooo late?” eigentlich ja, aber sie machen mal eine Ausnahme. Sie muss nur ihren Namen auf einen Zettel schreiben – die heißen hier Application – und schon darf sie an der Verlosung teilnehmen.

Ich bin die Nummer 5 – erinnert mich an Imbissdeutsch – Ich bin die Curry-Wurst er ist das Schaschlik und Bier sind wir beide – egal – es geht los…

Die erste Zahl ist die 8, dann die 12, dann die 6, dann die 11 und dann die 8 – wenn ich mich richtig erinnere. Der Ranger zählt nach jeder Kugel die Anzahl der von verfügbaren Permits ab – insgesamt sind es 10 pro Tag. Bevor die letzte Kugel gezogen wird ist noch genau EIN Permit zu haben. Stehen auf dem Antrag der ausgelost wird mehr als EINE Person, so muss die zugehörige Gruppe entscheiden wer das sein darf! Eine ganz glasklare Anweisung! Dann wird die letzte Kugel ausgelost und es sind ZWEI Deutsche die auf der zugehörigen Anmeldung stehen. Wer von beiden darf gehen? Der Ranger fragt sie ob sie das wirklich wollen? Ich habe für einen kurzen Augenblick die Hoffnung, dass sie diesen Permit zurück geben und noch eine Kugel ausgelost wird, die NUMMER 5 – aber der ältere der beiden Deutschen sagt nur “Komm, ist doch besser als nichts!”

Dann ist es aus, ich habe verloren – nix Bingo, nix Wave – aber ich war ja auch schon zweimal dort!

Ich warte ganz brav bis alle die gewonnen haben ihre Permits haben und erklärt bekommen haben wie sie die Wave finden. Die beiden Deutschen brechen noch eine ziemliche Diskussion vom Zaum ob sie noch doch noch irgendwie einen zweiten Permit bekommen können. Oder den einen für übermorgen aufheben. Der Ranger sagt nur so etwas wie “That’s the rule”, das sind also die Regeln an die wir uns alle halten müssen und sollten. Anders geht es eben leider oder vielleicht auch Gott sei Dank nicht. Zwei Frauen die einen Permit bekommen haben, haben nur einen “normalen” PKW gemietet. Es gibt viele Fragen und große Verunsicherung ob sie mit diesem Auto zum Trailhead kommen. Letztlich drückt der Ranger ihnen ein Formular in die Hand. Ob es eine Antrag für einen Abschleppwagen ist, ich weiß es nicht…

Als alle fertig sind kaufe ich mir einen Permit für das südliche (unten) Areal, die Coyote Buttes South. Das ist ja auch ganz schön. Ich halbe nur wirkliche Sorge, dass ich mit dem schweren großen Chevrolet Tahoe da nicht hin komme, es gibt weite Strecken mit tiefem Sand. Wenn man der Chevrolet Werbung glauben darf, dann kommt man mit dem Tahoe überall hin! Ich werde es ausprobieren!

Während der Verlosung kommen immer wieder kurze Meldungen aus dem Funkgerät. Einmal kann ich aus dem Gekrächze “I’m on House Rock – it’s very slippery today” heraushören. Die Anwesenden zucken regelrecht zusammen. Der Ranger dreht den Lautsprecher leiser, zuckt mit den Schultern und sagt nur “It’s melting”. Er meint damit, dass der Schnee des Morgens schmilzt und die “Straßen” aufweicht. Die Ranger sind allgemein gut organisiert, sie haben Funkgeräte und sie überwachen recht gut wer zur Wave geht und wer nicht. Die Kennzeichen und Marken der Autos sind in der Station hinterlegt, die “Außenposten” checken die Parkplätze und stimmen sich per Funk mit den Kollegen ab. Hier zu schummeln ist gar nicht so einfach, jedenfalls nicht mit gutem Gewissen! Auch mein Auto kennen sie jetzt sehr gut!

Ich starte den V8 und es geht wieder los, was mache ich heute? Wieder Page? Alstrom Point? Der Weg zum Altstrom Point enthält weite Passagen die wahrscheinlich total voller Schlamm sind, ich denke das klappt erst wenn alles wieder trocken ist. Es geht also zurück nach Kanab, ich habe Hunger!

Während ich mit 65 mph dahin zuckle muss ich an den Prospekt aus dem Motel denken. Da stand etwas mit 107 Dingen die man hier tun könnte. Dazu zählt auch “Ein Fotos des Eagle Gate Arch im Johnson Canyon” machen. Nur, wo ist dieser Canyon? Hätte ich den Ranger fragen sollen? Während ich grüble rauscht an mir ein Wegweiser vorbei “Johnson Canyon ->” – hart auf die Bremse, wenden und schon bin ich im Spiel. Die Straße durch den Canyon ist gut asphaltiert und um mich herum liegt überall noch frischer Schnee, das Thermometer zeigt 2°C. Die Sonne scheint immer wieder zwischen den großen schweren Wolken hindurch. Ich fahre ganz langsam weiter und warte auf einen Wegweiser zum “Eagle Gate Arch”. Normalerweise ist hier ja jede zwei Mülltonne als “Historic Site” ausgeschildert. Aber diesmal finde ich KEINEN Wegweiser. Aber ich finde das kleine Movie-Set an dem vor vielen Jahren Teile der Fernsehserie Gunsmoke gedreht wurden. In Deutschland hieß sie “Rauchende Colts” und ich habe sie als Kind geliebt!

Davor stehen ein paar Kühe die mich und meinen kleinen Fotoapparat anschauen als wäre ich ein Alien. Dabei tun sie so, als würden sie Werbung für Kaugummi machen. Keine Milka-Kühne, hier gibt es Wrigleys-Kühe!

Die Gebäude sind inzwischen leider ziemlich verfallen. Auch ist alles eingezäunt und Privatbesitz, eine intensivere kleine Fototour zu machen ist also nicht ohne weiteres möglich. Man kann nur mit dem Teleobjektiv von der Straße aus ein paar Fotos machen.

Schließlich erreiche ich das “Ausbauende” dieser schönen Panoramastraße. Es gehen zwei Dirtroads ab, dir rechte von beiden geht hoch zum Bryce-Canyon. Aber da selbst die doch recht gut ausgebaute Cottonwood Road gesperrt ist, werden auch diese Straßen gesperrt sein! Immerhin liegt der Bryce auch sehr hoch, bei über 3000 Metern.

Ich schau trotzdem mal wie sich diese Straßen mit dem dicken Tahoe befahren lassen. Es geht, aber sie sind “very slippery”, genau so hatte der Ranger es über Funk gesagt. Und das macht keinen Spaß. Ich kehre um und fahre zurück nach Kanab.

Im Motel angekommen kann ich die Türe wieder nicht öffnen! Ich besorge mir an der Rezeption zwei neue Karten und verlängere meinen Aufenthalt bis Sonntag. Danach habe ich dann noch eine ganze Woche. Ich könnte noch einmal in Richtung Monument Valley fahren, oder in Springdale beim Zion Canyon ein paar Tage verbringen? Mal sehen!

Die Tagestemperaturen sind nur leicht angestiegen, es sind um kurz vor 12h nur etwa 5°C in Kanab. Hui, it’s wintertime…

Während ich die paar Fotos sichte die ich mit der kleinen Nikon P7000 gemacht habe werde ich ziemlich müde. Morgens habe ich eine Zyrtec genommen, weil mich wieder irgendeine Allergie plagt. Diese Zyrtec ist aber anders als die anderen! Ich habe sie gestern im Walmart in Page gekauft. Es gab 60 Tabletten für etwa 30$, also viel preiswerter als in Deutschland. Und sie sind in einer kleinen praktischen Plastikflasche. Ich verstehe gut, warum es hier Leute gibt, die gelegentlich ein paar Tabletten zuviel “einwerfen” es ist ja auch ganz einfach… Mich hat diese Pille jedenfalls total aus den Schuhen, sie sind anders als bei uns in Deutschland! Während ich mit am helllichten Tag für ein paar Stunden ins Bett lege denke ich darüber nach, dass diese Pillen kein schlechtes Schlafmittel für den Rückflug sind! Das Gute dabei, sie haben keine anderen Nebenwirkungen.

So gegen 5h am Abend rüttelt jemand an meiner Tür. Ich denke es ist ein Hotelangestellter der das Licht und die Heizung für mich einschalten will. Gestern war alles eingeschaltet als ich abends “heimkam”. Aber ich habe den “Riegel vorgeschoben” und so werde ich einfach nur langsam wach. Und das dauert wirklich lange. Bis ich richtig wach bin, muss ich einen langen Artikel für meinen BLOG schreiben…

Hier eine kleine Diashow mit den Bildern des Tages…

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The Wave 2011

Nachdem mein BLOG geschrieben ist packt mich der Hunger. Es ist 20:04 – Nevada Time! In den letzten Tagen hatten wir wieder ein Zeitzonen-Durcheinander. Mich packt der Hunger, aber haben nicht schon alle Restaurants hier in Kanab um 20h geschlossen? Egal, ich versuche es einfach mal. Also rein ins Auto und los. Die meisten Läden und Restaurants sind wirklich schon geschlossen. Aber das “Trail End Restaurant” scheint noch geöffnet zu sein. An der Türe steht 8am – 9:30pm – also von morgens um 8h bis abends um 21:30h. Ich gehe mal hinein, ich habe ja im Zweifel noch ein paar Minuten. Ich frage mal nach der aktuellen Zeit, es scheint ok zu sein, ich habe kurz nach 8h und im Restaurant ist es auch kurz nach 8h.

Kurz vorher hatte ich noch kurz via Internet nachgeschaut, da sah es aus, also wäre Kanab eine Stunde weiter. Muss man das eigentlich alles verstehen? Ich habe da jedenfalls so meine Probleme und wie spät es jetzt hier wirklich ist, ich weiß es nicht genau!

Jedenfalls gibt es einen Burger mit Fritten und ein Corona – obwohl wir hier in Utah sind! Der Spaß kostet 11,95 Dollar – inkl. Steuern. Noch zwei Dollar Trinkgeld und wir sind bei 14$ = 10 Euro. Nach dem Burger fahre ich mal kurz zum BLM-Gebäude, es ist gleich um die Ecke. Vor dem Gebäude ist es dunkel, aber ich habe ja meine Taschenlampe dabei. Ich finde einen Zettel von Heute auf dem steht, dass fast alle Straßen unpassierbar sind, unter anderen die Cottonwood-Road! Das wäre der schönste Weg hoch zum Bryce-Canyon. Aber die House-Rock-Valley-Road zum Wave-Trailhead scheint befahrbar zu sein. Heute hat man wohl damit begonnen diese schwer beschädigte Straße wieder herzurichten, für den Touristenansturm in den Osterferien…

Im Internet findet sich dieser Text:

WARNING: There were multiple 50-100 year floods between April and November of 2010 through Buckskin Gulch, Wire Pass and Paria Canyon that have removed high water campsites, added obstructions (trees, stumps, or boulders) and changed the river bed. It is highly suggested your party brings rope in case you come across an obstruction that has not been mapped. Do not depend on high water campsites downstream from your location if anyone in your party is tired as the campsite may no longer exist; for example, the big campsite at the confluence of Wire Pass and Buckskin Gulch is gone as is the one across from the confluence. The only safe site remaining is the one further downstream from the confluence just before it narrows up again.

Road Conditions: BLM Road 1065-House Rock Valley from Highway 89 to Stateline Campground is not maintained. High clearance 4-wheel drive or AWD vehicles are suggested to navigate rough, rocky and sandy roads. Impassable when wet.

Invasive species removal work is scheduled from March 21 to April 10, 2011. Crews will continue removing tamarisk and Russian olive from downstream from Big Spring to Wrather Canyon

Der kleine Satz “Impassable when wet” gibt mir doch sehr zu denken. Auf dem Hinweg habe ich schwere Regenwolken über diesem Gebiet gesehen!

Dann finde ich noch einen kleinen bunten Zettel, die Wave-Permitts gibt es inzwischen nicht mehr hier in Kanab sondern nun schon wieder bei der kleinen Ranger-Bude in Richtung Page. Was für ein Durcheinander. Im Web versuche ich später mal herauszufinden wann genau umgezogen wird. Es scheint der 18. März zu sein. Heute ist der 22. März – jedenfalls hier in Utah – in Deutschland ist es schon der 23. März. Übrigens haben Nord- und Süddeutschland die gleiche Zeitzone. Im Osten mögen die Uhren langsamer gehen, doch auch hier zeigen sie die gleiche Zeit an wie in Aachen! Leute, das ist echter Luxus und kein Deutscher weiss ihn wirklich zu schätzen…

Die Ranger-Bude ist ab 7h30 geöffnet. Wenn ich mich recht erinnere beginnt die Lotterie um 8h, auch wenn ich eben auf einer Webseite gelesen habe, dass sie um 9h beginnt. Vielleicht hat sich da auch jemand mit den Zeitzonen vertan. Egal, ich werde morgen einfach mal wirklich früh aufstehen und im Zweifel eine wenig warten. An der Rangerbude gibt es ein WLAN, da kann ich ggf. gleich berichten ob es geklappt hat oder nicht.


Noch 18 Tage

Es ist Mittwoch der 2. Februar – der Wecker klingelt das erste Mal um 7h – ich bin hundemüde. Als ich den Wecker abstelle fällt mein Blick auf den Stapel USA-Reiseführer – ich bin sofort hellwach :-)

Ein Nikon-Mitarbeiter beim Test eines Prototyps der neuen D4

Am Abend zuvor habe ich in den Bildern des letzten USA-Trips gewühlt und habe ein paar unentdeckte ‘Perlen’ gefunden. Die Vorfreude steigt, auch wenn eigentlich noch nichts vorbereitet ist, aber es sind ja auch noch ein paar Tage. Am nächsten Wochenende steht noch ein größere Produktivstellung an, der komplette Austausch einer Software mit der viele hundert Menschen arbeiten. Es gilt das System so auszutauschen, dass keine Daten verloren gehen und es keinen Stillstand in der Sachbearbeitung gibt.

Wie hat Tobias es neulich so schön gesagt: “Wir wollen einem Cowboy während er mit einem Pferd durch die Gegend reitet das Pferd und der Hintern austauschen und er soll nichts davon bemerken!”

Ok, es ist nicht ganz so hart. Eher so: “Ein Cowboy schnallt sein Pferd an einem Saloon an und geht dort ein Bier trinken. Als er danach auf seinem Pferd weiter reitet bemerkt er nicht, dass wir es ausgetauscht haben!”

Klingt doch ganz einfach? In der echten Welt geht das nur mit Kopfschmerzen und vielen Überstunden, aber wenn es dann geklappt hat ist es schon irgendwie cool.

Die Überstunden fallen umso leichter wenn ich an den Flug nach Las Vegas denke…


Hiking the Wave 2010 – Oder: Wiped out

Hiking the Wave 2010 – Oder: Wiped out

Der erste Besuch in Coyote Buttes North

Nachdem wir am Vortag bei der Lotterie mit viel Glück zwei Permits für dieWanderung zur Wave gewonnen haben geht es heute ein zweites Mal zur Wave bei den Coyote Buttes North. Im letzen Jahr hatte es mit dem Permit gleich im ersten Anlauf geklappt.

Den Artikel zum 2009-er Besuch gibt es hier:

Der zweite Besuch bei der Wave

Es ist etwa 6h in der Frühe – Ariona Time –> 7h Utah Time – wir starten unseren Jeep und los geht es in Richtung “The Wave”. In Big Water wird nochmal kurz voll getankt – man weiß hier nie was noch alles passiert. Das Tanken klappt inzwischen ganz prima. Immer muss ich dran denken wie ich im letzten Jahr ratlos an der Tankstelle gestanden habe und dann in schlechtem Englisch erklären musste, dass ich keine Ahnung habe wie man hier in Amerika ein Auto betankt. Die Nummer mit dem “Pay Outside” finde ich inzwischen sowas von praktisch. Man steckt die Kreditarte kurz rein, lässt die Karre volllaufen und ist schon wieder unterwegs – genial!

Auf dem Weg zur Wave ist die House-Rock-Valley-Road irgendwie anders als beim letzten Mal. Sie ist ‘gefühlt”’ besser. Nach einigen Meilen wissen wir auch warum, da ist eine Art Bulldozer der mit sowas wie einer Schneeschaufel die ‘Straße’ mit roher Gewalt einebnet. Wir fragen uns ob er an nur einem Tag den kompletten Hin- und Rückweg schafft. Dann überholen wir – holprig wird es jetzt. Dann ein normales weißes ‘Straßenauto’ – wir rauschen mit 30 Meilen daran vorbei – Juchu.

Ein paar Minuten später sehen wir den roten Allradwagen mit der kleinen weißen Wohnkabine oben drauf. Drin sitzen die zwei Wanderer mit denen wir gestern bei den Coyote Buttes South ein Schwätzchen gehalten haben. Er stammt aus Den Hag in Holland, sie ist Amerikanerin. Beide haben die Nacht im Wohnwagen mit Allradantrieb bei den Coyote Buttes South verbracht. Ich halte an und lasse die Scheibe runter, sie halten auch an. “Hi, seid ihr zwei wieder unterwegs?” “Ja, sind wir! Es geht heute zur Wave, wir haben ja gestern einen Permit bei der Verlosung gewonnen!” “Ja dann meinen herzlichen Glückwunsch!” Und weiter geht es.

Am Vortag bei der Verlosung ist mir ein Paar aus Deutschland aufgefallen. Er etwa 195 cm groß, sie vielleicht 155 cm – sie sehr freundlich – er ein echt arroganter Typ – höchst unsympathisch. Und was passiert? Genau dieser Typ gewinnt bei der Verlosung auf Anhieb einen Permit – au Backe. Das geht mir durch den Kopf und ich gebe Gas, bloß nicht zusammen mit diesem Blödmann zur Wave wandern müssen. Sandra denkt das gleiche “Ob dieser blöde Andreas gleich schon da ist?” Ich gebe mehr Gas…

Als wir am Trail-Head ankommen stehen da schon mehrere Autos. Einige der Leute kommen mir bekannt vor, ich glaube ein paar Gesichter vom Vortag bei der Verlosung wieder zu erkennen. Wir genehmigen uns erst einmal ein kleines Frühstück. Es gibt frisches Baguette mit Philadelphia-Käse. Dazu italienische Salami aus der Hand. Während wir kauen kommt der kleine weiße Wagen auf den Parkplatz gefahren. Drin sitzt ein junges Paar aus Kanada. Sie haben den Permit via Verlosung im Internet gewonnen. Als wir mit unserem Frühstück durch sind, sehen wir von den Beiden nur noch den Rücken. Wir wandern los.

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Es geht durch einen kleinen Wash, dann unter einem Zaun hindurch, dann rechts auf einem sandigen Pfad steil nach oben. Oben angekommen pocht mein Hirn Sandra hat auch einen roten Kopf. Wir ziehen erst einmal die warmen Jacken aus. Unten am Parkplatz waren es 3° C – hier in der Sonne ist es irgendwie schon viel wärmer. Die Jacken werden am Rucksack verstaut, es geht weiter. Kleine Steinmännchen markieren den Weg. Das GPS sagt mir wo der nächste Wegpunkt ist. Ich erkenne vieles wieder was ich schon im letzten Jahr gesehen habe.

Sandra stöhnt und keucht hinter mir. Mir gehen die sandigen Passagen und das rauf und runter auch ganz schön in die Beine. Dann sehen wir die Wanderer die mit ein wenig Frühstücks-Vorsprung unterwegs sind. Die beiden jungen Kanadier laufen als ginge es um ihr Leben, die anderen Wanderer sind ganz entspannt. Das Ekel vom Vortag ist nicht in Sicht. Schließlich holen wir die Wandergruppe ein. “Woher kommt ihr? Wart ihr schon mal hier? Kennt Ihr Deutschland? So geht das eine Weile, sie sind alle total nett.

Dann kommt der letzte Aufstieg kurz der Wave. Die beiden Kanadier sind durch den Sand gekrabbelt. Sandra und ich wandern über den Slickrock daneben. Die Wanderer hinter uns folgen unserem Weg. Das war ein guter Tipp den mit der Wolfgang da im letzten Jahr gegeben hat!

Etwa 200 Meter vor der Wave ist Sandra nicht mehr in Sichtweite. Es gibt Schatten, ich setze mich hin, die Lunge schmerzt, das Herz pocht im Schädel. Ein bisschen Wasser tut gut. Dann kommt Sandra über die Kante gewankt. Sie ist total fertig, ringt nach Luft und schimpft zwischendurch wie ein Rohrspatz. Es fließen Tränen, sie ist am Ende – total ausgepowert. Wir waren wohl viel zu schnell. Nach ein paar Minuten geht es wieder besser, wir schultern die viel zu schweren Rucksäcke und machen uns auf die letzten 200 Meter.

Am Eingang der Wave ist die Wandergruppe die uns inzwischen wieder überholt hat mit den ersten Shootings beschäftigt. Fast alle waren schon einmal hier. Jeder fotografiert jeden, es ist witzig! Wir kraxeln die letzten Meter hoch, bis wir die Wave von oben sehen können. Da gibt es Schatten und ein zweites kleines Frühstück. Mein Hemd ist pitschnass, aber ich habe ein Reserve-Hemd dabei! Die verschwitzten Klamotten hänge ich zum Trocknen auf einen Strauch. Dann machen wir mit beim täglichen Rudelknipsen.Ich schnappe mir ein paar der Fotografen und gebe zum besten, dass ich im letzten tausende von Bilder von der Wave geschossen habe, die aber alle samt total langweilig sind weil da einfach Menschen auf den Bildern fehlen. Das wirkt! Die Männer schicken ihre Frauen in die Wave. Alle müssen so tun als würden sie gerade wie Gogol Lobmayer am Ende von “Faszination Natur” durch die Wave wandern. Das ist echt witzig. Irgendwann hat Sandra sich erholt und kommt dazu. Wir machen es auch. Sie kommt die Wave hoch, ich gehe die Wave hoch. Während ich hinunter gehe um mich beim Hinaufgehen fotografieren zu lassen kommt mir eines der Galeriebilder von Albert Witz ein auf dem er sich mit Selbstauslöser geknipst hat wie er genau wie ich gerade in die Wave hineinläuft. Ob ich dafür auch ein Galeriebilder in der Fotocommunity hinkriege? Ich denke nicht, die Fotocommunity ist voll mit Bildern der Wave. Während ich da später so herum klettere und die anderen Fotografen anschaue wird mir auch klar warum. Selbst wenn am Tag nur 20 Besucher dorthin dürfen, so werden dort doch täglich mindestens 2.000 Bilder geknipst. Mal mit Stativ, mal ohne, mal mit dem Handy, mal mit einer teuren Hightech Kamera. Es ist witzig!

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Sandra und ich wandern weiter zur Second Wave. Dort bauen wir uns ein kleines Lager und ich fühle mich an die beiden Typen aus Südafrika erinnert, die Wolfgang und ich genau hier im letzten Jahr getroffen haben. Sie waren unterwegs nach Köln und haben einen kleinen Umweg über Las Vegas und die Wave gemacht – nicht schlecht! Nach unserem kleinen Schwätzchen hat Wolfgang damals gesagt “Ok, see you next time!” Einer der beiden Südafrikaner hat damals darauf entgegnet “Yeah, when will that be?”

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Ja, wenn wird das wohl sein? Heute jedenfalls nicht! Heute sind zwei Franzosen hier! Der eine ist echt nett und wir quatschen eine Weile. Er hat eine Nikon D3x mit dem neuen 14-24mm Objektiv dabei. Zusammen sind das 10.000 Euro! Als er meine alte Hasselblad SWC sieht hat er fast Tränen in den Augen. Er möchte mal durch den “Sucher” schauen. Wow! Er ist begeistert und erzählt, dass er auch ein paar Hasselblad Kameras daheim hat, dass er sie aber alle dort gelassen hat weil er den ganzen Krempel einfach nicht mehr tragen kann. Ich kann das nachvollziehen! Am Abend tun meine Schultern sowas von weh :-) Auch denke ich bei er ganzen Schlepperei immer wieder an Wolfgang mit seinem Fisheye und dem Tamron 18-270mm Objektiv. Es hat was für sich wenn man sich nicht mit etlichen unterschiedlichen Objektiven abschleppen muss!

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Aber egal, ich habe ja heute schon die Hälfte im Motel gelassen…Jedenfalls gibt es auch mit dem Franzosen ein nettes Schwätzchen. Das ist genau das was ich hier so liebe. Alle Menschen sind sehr offen und aufgeschlossen, man findet schnell Kontakt und geht abends mit einem guten Gefühl ins Bett. Ekel Andreas aus Deutschland vielleicht nicht, wir aber und das ist auch gut so!Als die Sonne langsam tiefer steht machen wir uns auf den Heimweg. Ich habe morgens schnell aus dem Track den ich im letzten Jahr mit meinem GPS aufgezeichnet habe eine kleine “Rückreiseroute” erstellt. Die gehen wir jetzt ab, alles genauso wie im letzten Jahr zusammen mit Wolfgang. Und es ist wunderbar weil die Sonne noch nicht zu tief steht. Auf der Hälfte des Weges sehen wir dann Ekel Andreas mit seiner kleinen Frau am Horizont. Sie haben kein GPS dabei sondern nur die Fotokopien die man beim Ranger geschenkt bekommt. Es scheint eine hitzige Diskussion zu geben, er scheint sie zu überstimmen. Warum sind nette Frauen eigentlich so oft mit so blöden Typen zusammen?Uns spornt das an, bloß nicht von diesem Idioten überholen lassen :-) Kurz vor dem Parkplatz haben sie uns dann doch eingeholt. Ein “Hallo” oder ähnlichen Gruß verkneift er sich mit starrer Miene. Wir kommen zeitgleich an den Autos an, er hat seine kleine weiße Limousine sogar neben unserem Jeep geparkt. Mit dem elektronischen Türöffner komme die beiden aber doch nicht klar. Ihr Auto fängt an zu Hupen, dass es in den Ohren schmerzt. Ich muss grinsen und drücke mit immer hämischer werdendem Grinsen den roten “Panic” Knopf an meinem Schlüssel. Nun hupen zwei Auto, abwechselnd! Was für ein Spaß! “Jetzt lass den Scheiß!!” raunt mich Sandra an, ok ein zweiter Druck auf den Panic-Knopf stellt unser Auto wieder in den stummen Modus. Nebenan hupt es weiter. Was für ein Idiot :-) Kurz danach starten wir die Motoren, fast zeitgleich! Ich bin einen Tick schneller und es ist ein echtes Vergnügen mit 40 Meilen die frisch bearbeitete House-Rock-Valley-Road nach Norden hoch zu fahren und alle den Staub aufzuwirbeln den des dort gibt. Soll er ihn doch schlucken ;-) Auf der 89-ten Straße ist er dann auch nicht mehr zu sehen! Ich kriege Hunger, großen Hunger! “Jetzt hätte ich Lust auf einen richtig großen Burger mit Fritten!” “Oh ja!” “Sollen wir uns den bei Denny’s genehmigen, so zur Feier des Tages, weil wir den Marsch überlebt haben?” “Au ja!”

Also los…

Die Burger sind Spitzenklasse und später im Motel sind wir beide fix und fertig. Glücklich aber total erledigt, was für ein Tag!Dann fällt uns auf, dass wir doch morgen abreisen müssen – Autsch!Das KFZ-Ladekabel für mein Garmin Colorado GPS habe ich daheim vergessen. Hier in Page war kein Kabel zu kriegen mit dem das GPS richtig funktioniert. Also habe ich am Montag ein Kabel bei www.amazon.com bestellt und das Rodeway-Inn – Room 222 Mr. Hillebrand als Empfänger angegeben. Für etwa 8 Dollar gab es eine Express-Versand-Option. Die habe ich gebucht. Also schnell die E-Mails checken. Hey, da ist ein Mail von Amazon “Your Amazon.com order has shipped” – Perfekt!Ich gehe mal an der Rezeption des Motels fragen und siehe da, dort liegt tatsächlich ein Paket für mich! Es lebe das Internet!!Dann schnell duschen, ‘kurz’ bloggen und dann ab ins Bett – was für ein Tag…

Ok ok, noch schnell die Track-Analyse…

Hier gibt es das KMZ des Tages zum Selbstanschauen mit Google-Earth.

Hier gibt es die Diashow des Tages.


Vorbereitungen für die Wanderung zur Wave

Aufstehen um 5h!! Duschen, Haare trocknen, ein Stück Brot zwischen die Kiefer schieben, Schnell die Wegpunkte ins GPS übertragen und ein paar Objektive aussortieren: Kein Tele, kein Fisheye, kein 20mm, kein kein kein – Statt dessen darf heute die Hasselblad SWC mit auf die Wanderung. 7 Fuji Velvia 50 sind auch im Gepäck.

So, los geht es – 5h37…


Coyote Buttes South – Oder: Wir haben einen Permit!!

We've found the Chess Queen

Die Nacht ist kurz, um 6h sitzen wir frisch geduscht und gut gelaunt im Auto. Gestern hat es mit dem Permit für die Wave ja leider nicht geklappt, dafür haben wir aber für heute einen Permit für den südlichen Teil des Wave-Gebietes. Also statt “Coyote Buttes North” geht es nach “Coyote Buttes South”! Vorher machen wir aber einen kurzen Stop beim Ranger um ein zweites Mal an der Verlosung der Wave-Permits teilzunehmen. Unsere Antragsformulare von gestern haben wir dabei. Wir tun so als wären wir zwei Wanderführer die jeweils ohne ihre bessere Hälfte dort sind. Das steigert die Erfolgsaussichten um 100%!!

Als wir beim Ranger ankommen wird die Türe gerade geöffnet. Also schnell rein. Es ist 8h30 Utah-Time… In der Ranger-Station sammeln sich nach und nach die Leute an. Ich zähle etwa 40 Personen die alle einen Permit haben möchten. Pünktlich um 9h geht es dann los! Erst werden die Namen und die dazu gehörigen Nummern durch gesagt. Gestern hatte ich die 2 heute bin ich die Nummer 4 – mal sehen was passiert. Und siehe da, als dritte Kugel fällt die 4 aus der Lostrommel – Juchu – wir haben einen Permit!!

Also schnell die 14 Dollar bezahlen, alle Erläuterungen anhören und dann schnell los zu den Coyote Buttes South. Über Nacht hat es ein wenig geregnet, aber die Bachläufe sind fast trocken und wir können sie gut überqueren. Dafür staubt es nicht! Aber teilweise ist die House-Rock-Valley-Road ziemlich ‘schmierig’. Etwa 45 Minuten nachdem wir beim Ranger losgefahren sind geht es dann links ab in die Pine-Tree-Road. Dieser Feldweg ist anfangs noch ganz gut befahrbar, doch spätestens beim ersten Abzweig den wir nehmen müssen wird es heftig. Ich erinnere mich noch an die Straße, ich bin sie ja schon viermal gefahren. Es rüttelt und schüttelt, manchmal klingt es als würde der schöne neue Jeep gleich auseinander brechen – tut er aber nicht!

Etwa eine Stunde später sind wir dann am Trailhead bei den Coyote Buttes. Wir ziehen uns die Wanderschuhe an, packen was zu essen und zu trinken ein, schultern die Fotorucksäcke und dann geht es los. Ich will endlich die Chess-Queen finden!! Laut GPS sind wir nur ein paar Meter entfernt, wir sehen sie aber nicht. Ich fühle mich an die Suche nach dem Escalante Volcano erinnert. Den habe ich im letzten Jahr perfekt umrundet und erst am zweiten Anlauf gefunden.

Doch wir sind hartnäckig und werden schließlich belohnt! Der Wegpunkt aus dem Internet ist goldrichtig! Ich bin begeistert!!

 

Dann geht es rüber zu der anderen Formation. Da war ich im letzten Jahr mit Wolfgang. Es geht durch tiefen Sand und Sandra macht ihrem Namen keinesfalls eine Ehre. Sie ist genervt weil das Wandern so mühsam ist. Irgendwann sind wir dann aber drüben. Es gibt zur Belohnung einen Apfel und etwas Wasser. Drunten bei der niedlichen kleinen Statue sind drei Wanderer die sich freuen sowas schönes gefunden zu haben. Sie sehen uns ob stehen und rufen uns zu, dass wir das gesehen haben müssen. Ich weiß, mir ging es im letzten Jahr genauso!

Also absteigen und alles knipsen was es gibt. Dann würde ich gern den so genannten ‘Worldcup’ finden. Laut GOS sind wir nur etwa 400 Meter davon entfernt. Wir sind jetzt seit gut vier Stunden um die Coyote Buttes geschlichen und Sandra verlassen langsam die Kräfte. Während sie sich ausruht gehe ich den Worldcup suchen. Aber ich kann ihn nicht finden. Irgendetwas ist falsch, vielleicht habe ich mir beim Abschreiben der Koordinaten in irgendeinem USA-Forum vertippt, oder es hat jemand ganz bewusst falsche Koordinaten gepostet, damit man den Worldcup nicht findet?

Egal, wir haben die Chess-Queen gefunden!! Also zurück zum Auto. Als wir dort angekommen sind haben wir beide eigentlich genug für heute! Also zurück nach Page. Den Weg zu finden ist ganz einfach, Sandra hält das GPS im Auge und ich fahre einfach die Linie zurück die das GPS auf dem Hinweg aufgezeichnet hat. An der House-Rock-Valley-Road fahre ich einfach mal links ab in Richtung Süden. Das ist nicht viel weiter als den Hinweg zurück zu fahren, dafür aber viel angenehmer! Und diese Entscheidung ist richtig! Wir werden mit ganz wunderbarem Abendlicht belohnt!

Etwa um 18h kommen wir wieder in Page an. 12 Stunden hat der Trip gedauert und wir sind so fertig, dass wir ausnahmsweise mal mit dem Auto beim Safe-Ways vorfahren um etwas zu Essen für heute und morgen einzukaufen.

Im Motel gibt es dann schnell ein kleines Abendessen, die Bilder des Tages werden unbesehen auf der kleinen externen Festplatte gespeichert. Wir sind müde und wollen nur noch schlafen. Morgen wird wieder ein langer Tag! Ein Tag in der Wave!!

Hier ist der Track des Tages:

Hier ist das KMZ zum selbst anschauen mit Google Earth.

Update am 17.02.2011

Hier habe ich noch ein Foto der Coyote Buttes (sprich: Kojoti Bjuhts) das aus sechs Einzelbildern zusammengesetzt ist. Der Spaß hat 6455 x 3895 Pixel – also grob 25.000.000 Bildpunkte. Wer das riesige Original sehen möchte, klickt einfach auf das Bild. (Dateigröße: 6,5 MB)

Einfach Anklicken um es im Original anzuschauen


Coyote Buttes South – Oder: Planung ist alles :-)

Im letzten Jahr hat Wolfgang mir eine ganze Reihe von Wegpunkten samt Übersetzungsliste per E-Mail geschickt. Während der Fahrten zum White Pocket und zu den Coyote Buttes South haben wir dann ein paar Tippfehler entdeckt. Morgen soll es nun erneut zu den Coyote Buttes South gehen. Es ist schon 20h und ich sitze im Motel an meinem Notebook und versuche via Mapsource die Route zusammen zu stellen. Auf der Festplate gibt es noch den aufgezeichneten Track zum White Pocket. Den kann man theoretisch bis auf die letzten Meilen komplett abfahren. Ich lösche also alle Wegpunkte Tracks und Routen im GPS. Danach überspiele ich mir den einen Track und ein paar Wegpunkte auf das GPS. Im Internet finde ich bei Panoramio die Koordinaten der Chess Queen und des Worldcup. Diese beiden tollen Gesteinsformationen wollte ich schon im letzten Jahr besuchen. Leider habe ich sie dann vor lauter WOW ganz vergessen. In diesem Jahr möchte ich sie gern finden. Mal sehen ob der Plan funktioniert!

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Um 21h30 wandere ich schnell noch mal auf die andere Straßenseite in den Safeways. Dort gibt es noch zwei Sandwiches, die können wir morgen prima als Frühstück mitnehmen. Dann noch ein frisches Baguette – prima! Nach einer kleine Brotzeit im Motel geht es dann um 22h ins Bett. Morgen ist die Nacht um 4h30 zu Ende. Bevor wir zur Lotterie wegen der Wave-Permits fahren möchten wir noch kurz den Sonnenaufgang bei, Toadstool Hoodoo erleben. Danach dann die Lotterie und dann Coyote Buttes South. Wenn wir einen Permitt gewinnen geht es übermorgen zu Coyote Buttes North – oder: THE WAVE :-)

Ich werde berichten was alles passiert!

Gute Nacht!


The Wave – Oder: Warum Permits ok sind

Heute war der Tag der Tage! Und am Ende dieses Tages bin ich so fertig, dass ich kaum noch Piep sagen kann. Die Wave ist ja nicht so sehr weit vom Trail-Head entfernt , aber wenn man dort den ganzen Tage verbringt, komplettes Marschgepäck hinschleppt und dann auch noch mehrere Kameras und eine kleine Kollektion von Objektiven dabei hat, dann wird es anstrengend.

Wolfgang ist da viel cooler, er ist wie immer auf alles bestens vorbereitet. Er hat ein Superzoom an der Kamera und fertig. Damit der Sand das Ding nicht zerstört gibt es einen leichten Beutel, fertig. Im Rucksack sind Getränke und Fressalien, keine Fotosachen – auch fertig. Auf halbem Wege zieht der die warmen Sachen aus, legt sie auf den Boden, etwas zu Trinken dazu und einen perfekt laminierten Hinweis, dass er das alles abends wieder abholen wird. “Be prepared – von ihm kann man was lernen!” Die Sachen waren übrigens abends noch da und es hatte auch niemand den Apfelsaft ausgetrunken! Es funktioniert – Be Prepared!

Nach “Never Hike Alone!” kenne ich nun schon eine zweite wichtigen Redewendung: “Be Prepared!”

Be Prepared

Ja, was heißt das eigentlich? Ich denke es ist im wesentlichen die Erfahrung aus 20 Jahren USA. Doch auch der USA-Youngster kann sich besser vorbereiten. Gestern wollte ich einen Schritt in diese Richtung unternehmen und die Festplatte mit meinen wertvollen Bilddateien vor unberechtigtem Zugriff schützen. Das hat funktioniert – leider so gut, dass ich sei heute nicht mehr wieder finde. Sie ist sicher irgendwo aber wo? Wenn man schon was versteckt sollte man sich auch merken wo man es gelassen hat. Meine Bilder der letzten Tage sind jedenfalls derzeit erst einmal WEG!

Was mir gerade zum Thema “Be Prepared!” noch einfällt. Gestern bei den Coyote Buttes haben wir einen alten Mann getroffen. Er hat Wolfgang erzählt, dass er schon vor 40 Jahren das erste Mal bei der Wave war. Damals gab es noch keine Straße dorthin und er ist mit einem ortskundigen Führer losmarschiert. Der Führer hat damals 500$ für diesen Hike verlangt. Gemessen daran sind untere 2×7 Bucks und mehrere 15 Minuten ein Klacks! Man bedenke, das ist 40 Jahre her!

Und noch was fällt mir ein. Einige der Besucher wohnen direkt um die Ecke und wussten nicht, dass hinter der Wave noch die Second Wave liegt. Schlechte Vorbereitung schränkt den Horizont ein! (Was ich wohl im Leben alles nicht gesehen habe, was ich hätte sehen können????)

The Wave

Wie dem auch sei, der Tag begann um 7h – Zähneputzen – Körperpflege – Eating Right – Schuhe anziehen und los… Wolfgang hat schon gewartet. Meine Uhr ging nach! Bei all dem Hin- und Her mit Zeitzonen und 28 Tagen im Monat ist der Minutenzeiger locker um 10 Minuten verrutscht. Das hat dann unsere gesamte Planung ins Wanken gebracht. Ein wenig was konnten wir aufholen, aber Im Steakhaus waren wir 6 Minuten zu spät!!

Diesmal sind wir mit Wolfgangs komfortablen Toyota zum Trailhead gefahren. Das war witzig, denn auf dem Rückweg konnte ich jeden Grashalm filmen! Außerdem liegt der Toyota besser auf der Straße als der Nissan XTerra – es ist auch eine andere Kategorie! Jedenfalls sind wir mit Warp-Geschwindigkeit zu Wave gefahren und haben zwischendurch mehrere Autos überholt. Vom Trailhead ging es dann los. Ich dachte man müsste nur kurz um den Berg laufen und da wäre dann schon alles. Weit gefehlt! Eigentlich ist dieser Beauty Point nichts für echte Amerikaner, denn er er ist deutlich mehr als 50m von ihrem Auto entfernt. Ich kam jedenfalls ganz schön ins Schwitzen und die Schultern tun immer noch weg! Der Weg war dann doch etwas weiter und mit dem ganzen Fotokrams für einen untrainierten Schnellklicker anstrengend! Ok, es gibt – aber ich muss gleich dringend duschen! :-)

Wolfgang hat mich dabei immer wieder an meine Kindheit erinnert. Immer wenn ich so richtig fertig aussah hat er mich aufgemuntert und gesagt “Na los jetzt, es sind nur noch 15 Minuten!!” Es hat gewirkt und nach 5 oder 6 mal 15 Minuten waren wir auch schon da!

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Unterwegs haben uns dann die Leute überholt die wir zuvor mit dem Toyota abgehängt hatten. Wir haben ein wenig Smalltalk gehalten und die übliche Frage “Where are you from?” beantwortet. Wolfgang ist das schon sehr professionell und sagt immer er käme aus der Nähe von Frankfurt – denn Frankfurt kennen die meisten Wanderer die man im Südwesten so treffen kann. Jedenfalls war es lustig, dass einer der Amerikaner gleich nach gefragt hat ober Wolfgang vielleicht aus Mainz kommt. Schließlich ist Mainz in der Nähe von Frankfurt! Da habe ich dann eingehakt und erzählt, dass ich schon oft in Mainz war! “When have you been to Mainz?” “I think you were not born then, it was in 1965!!” “Not really, I was one year old!” Danach ging dann die Rechnerei los, irgendwer aus der Truppe war schon 1960 in Deutschland, fünf Jahre bevor ich ein Jahr alt war oder so… Alles sehr komplex!

Permititis – Update!

In den letzten Tagen hatte ich ja ein wenig abgelästert wegen der Permititis und so weitert. Aber ich muss sagen, es ist doch berechtigt. Die Sandsteinformationen der Wave sind so fragil, dass schon die wenigen Besucher täglich deutliche Spuren hinterlassen. Ohne Permit könnte man dort auch nicht wirklich fotografieren, denn es stünden immer wieder Leute im Weg! Der Anfang des Weges kurz hinter dem Parkplatz ist jedenfalls schon total zertrampelt. Wenn da täglich 100 und mehr Leute entlang wandern würden, die Wave wäre wohl schnell zerstört.

An der Wave angekommen habe ich dann den bislang mit Abstand coolsten Fotospot der ganzen Reise erlebt! Die Wave und auch die nachgelagerte Second Wave sind wirklich einmalig. Tolle Sandsteinformationen gibt es hier habe echt viele, aber die Wave ist einfach perfekt!

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Vorort haben wir dann ein paar Leute vom Vortag wieder getroffen, die wir schon bei der Verlosung gesehen hatte. Es waren auch zwei Fotofreaks aus Südafrika dort, die eigentlich auf dem Weg nach Köln waren! Das kann auch einfacher gehen, aber einer der beiden hatte eine brandneue Nikon D3x im Gepäck, nebst allen neuen Nobelgläsern!! Die hat er meiner Meinung nach in den USA gekauft, daher der kleine Umweg :-) Sein Fotokumpel war vom anderen Ufer – er benutzte eine Canon 1 DS II oder III – ich kenne mich da nicht aus. Ok, ist nix schlimmes – Wolfgang fotografiert ja auch mit der “falschen Marke” :-)

Die beiden Südafrikaner haben dann mehrere Stunden auf dem Boden gelegen, den Tag genossen und auf das Abendlicht an der Second Wave gewartet. Kurz bevor es spannend wurde, haben sie sogar einen großen Pinsel heraus gekramt und einige der filigranen penibel freigepinselt – Echte Profis – so schien es mir jedenfalls! Wie dem auch sei, als die Sonne dann endlich tief stand, standen die beiden Jungs auch tief – egal wie sie waren immer im Weg! Also habe ich die kurze Linse dran montiert und mich dazugestellt um auch ein wenig mit dem Spiegel zu klappern. “What camera do you have there? Ab a Nikon D300, it has twelve Megapixels, hasn’t it?” “Yes it has!” …du alter Sack und ich weis auch genau warum Du mich das gefragt hast, nur weil du das doppelte hast und Deine breiten Schultern den schweren Klotz auch schleppen können! Nächste Woche beginne ich mit Bodybuilding und dann kaufe ich mir auch ne D3x!! :-)    …ok, vielleicht auch nicht…

Bei der Verabschiedung sagt Wolfgang dann zum Canonknipser “Ok, see you next time!” Dieser grinst nur und sagt dann “When will that be?” – Recht hat er – vielleicht bei der Photokina in Köln wenn Nikon nächstes Jahr die D4x vorstellt. Dann frage ich seinen Kumpel wie viele Pixel er hat :-]

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Ok, die Sonne war weg, 1000 Bilder auf der Speicherkarte und wir treten den Rückweg an. Diesmal aber einen anderen als den Hinweg. Und der war richtig cool. Es geht “hinten herum” den Berg hinab, dann durch so etwas wie einen kleinen Canyon. Am “Basislager” mit den Klamotten und Getränken gibt es eine kleine Pause. Auf dem Rest des Weges verquatschen wir uns so, dass wir den richtigen Weg doch nicht nehmen weil wir beide nicht auf unsere GPS-Systeme geschaut haben. Letzlich laufen wir fast so etwas wie eine große 8 mit einem Basislager in der Mitte. Später packe ich mal das KMZ hier dazu, dann kann man sich alles in Google Earth anschauen! Ein kleines Video habe ich auch gemacht, das gibt es dann auch noch.

Pünktlich um 19h06 waren wir jedenfalls hier am Steakhouse. Ofenkartoffel, Sour Cream, Steak, Corono – eine einfache Bestellung! Da saß ich also vor meinem ersten amerikanischen Steak, und es war gar nicht schlecht. Ok, mit dem El Chico in Mainz kann es nicht mithalten, aber das können die wenigsten Steakhäuser! Aber es war doch lecker – und nun bin ich satt und trocken daheim an meinem Notebook. Die Internetverbindung geht wieder, jemand hat wohl am Stecker gewackelt und alles ist gut!

Morgen geht es dann um 8h30 zum Frühstück und danach zum Blue Canyon – mal schauen wie viele 15 Minuten die Wanderung dort dauert….

Hier gibt es die Diashow zum Tag an der Wave.

Wolfgang hat seine Bilder auch schon online.

Update Januar 2011: Das Video des Tages gibt es leider mehr weil Microsoft seinen Videodienst SoabBox mittlerweile eingestampft hat – Schade! Aber die Videos habe ich noch irgendwo auf einer Festplatte und beizeiten lade ich sie mal bei Youtube hoch.

 

Update – 04.03.2009 – Nun ist auch ein Bild der Wave in der Fotocommunity zu sehen:

http://www.fotocommunity.de/pc/pc/mypics/586976/display/16237433

Update vom 1. April 2009 (Kein Scherz)

Es ist mitten in der Nacht, kurz vor drei Uhr deutscher Zeit. Ich kann nicht recht schlafen, das Jetlag hat mich im Griff…

Hier die versprochene Trackauswertung des Hikes zur Wave:

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Hier gibt es das KMZ zum selber gucken.

Hier habe ich ein GPX mit dem Rundweg um die Wave abgelegt. Einfach downloaden und mit Mapsource öffnen, dann ins Garmin Colorado oder kompatible Geräte übertagen. Ich hoffe es klappt mit dem Permit! Wünsche viel Spaß bei dieser Wanderung.

 

 

 

 

 


Der Weg zur Wave – Oder: Warum es besser ist einen Permit zu haben

Hier ein Panorama aus 21 Einzelbildern – Anklicken öffnet die größere Version…

Nach meinem reichhaltigen “Eating Right”-Frühstück habe ich mir heute einen kleinen Orientierungstag gegönnt. Einfach mal losfahren und schauen was so alles passiert. Zuerst ging es runter zum Lake Powell um mal zu schauen wo die Boote ablegen die zur Rainbow Bridge fahren. Dann ein paar Bilder hier und da, ein Uferpanorama und dann weiter auf der 89 in Richtung Kanab. Da kann ich gleich ausprobieren wie genau die Wegpunkte sind die mir der olfgang per Mail geschickt hat. Und ich muss sagen, Hut ab – alles passt prima!

Am Abzweig zur Wave, auch genannt “The Wave” – zeigt das Navi, dass ich den Wegpunkt TW1 erreicht habe. Ein Feldweg und was für einer, sowas wollte ich immer schon mal befahren. Jetzt ist Ziehung denke ich mir und rein in den Matsch. Wow macht das Spaß, mit Allradantrieb voll durch die Wildnis – ich bin echt angekommen! nach ungefähr 12 Kilometern Geholper, Geschlingere, Staub, Matsch, kleinen Bachbetten und vielen eindrucksvollen Bildern jenseits des Weges komme ich am Wegpunkt TW2 an, der Parkplatz an dem die Wanderer loslaufen um sich die Wave anzuschauen. Bis TW3 sind es nur 2 KM – Luftlinie – soll ich los oder nicht – ein Permit habe ich nicht. Am Parkplatz stehen 8 Autos, alle haben eine Grüne Karte auf dem Armaturenbrett liegen die besagt, dass sie hier offiziell parken dürfen. Hm, wenn schon das so geregelt, dann erkennt ein Ranger sicher leicht wer hier ohne Genehmigung herum stapft. Also besser nicht, statt dessen ein wenig den Holperweg weiter, irgendwann wenden und mit viel Spaß zurück.

Nach einer kleinen Pause mit Keksen und O-Saft ist es links und rechts des Weges sowas von schön, da muss man einfach mal anhalten und aussteigen.

Die Bilder gibt’s hier im Fotoalbum Weg zur Wave.

Auf dem Weg zum Wegpunkt TW1 kommt mir dann ein Ranger entgegen. Hui, ob er an der Wave die Permits kontrolliert oder einfach nur mal nach dem Rechten sehen will? Egal, mir fällt ein Stein vom Herzen, dass er mich dort nicht OHNE erwischt hat.

Besser ist das!

Zurück in Page gibt es wieder ein paar Leckereien von “Eating Right”, einen Eintrag ins Blog (welchen wohl) und dann geht es wieder los zum Wegpunkt WHC1. Wer wissen will wo das denn nun wieder ist, den muss ich ein paar Stunden vertrösten…


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