Passages by Paolo A Santos
PASSAGES – Paolo A. Santos Time-lapse reel from Paolo A. Santos on Vimeo.
Zum Wochenausklang ohne viele Worte noch ein sehr schön gemachtes Video für alle USA South-West Freunde
10 Jahre Nikon-Fotografie
Das Vorhaben alle meine CD’s in die Apple iCloud zu kopieren gestaltet sich zunehmend als schwierig. Hunderte von CD’s warten noch in Kisten und Kartons auf den Weg in die iCloud aber sie ist voll! Da heißt es jetzt “selektieren” – auch wenn es weh tut – der Schrott muss weg – definitiv! Doch das gestaltet sich mehr und mehr als Abenteuer. iTunes produziert eine Fehlermeldung nach der anderen und mein “Hauptrechner” ist unter Windows 7 seit zwei Wochen damit beschäftigt genau die Songs in die Cloud zu “pumpen”, die via iTunes-Match nicht erkannt wurden.
Es muss in großem Stil aufgeräumt werden! Zu blöd, das iTunes sogar auf dem Mac gern einfach mal abschmiert wenn man mehrere hundert Dubletten, ungeeignete Dateien und anderen Schrott aus seiner Mediathek und der iCloud löschen möchte. Aber in all dem Chaos gibt es auch kleine Lichtblicke! So ist mir doch heute eine winzig kleine MP3-Datei ins “Auge gesprungen” die ich vor sage und schreibe 11 Jahren auf meinem Klavier im meinem Wohnzimmer mit 5 Mikrophonen, einem Mackie-Mischpult und einem DAT-Recorder aufgenommen habe.
Mit dem neuen AKG Kopfhörer klingt das gar nicht mal schlecht, eigentlich sogar gut genug um es nicht auf der 2001er Weihnachts-CD versauern zu lassen. Man könnte diese “meditative kleine Perle” bei YouTube einstellen, dann kann sie jeder hören und mir sagen wie es ihm gefällt. Mit Final Cut Pro X ist schnell ein Titel gemacht und das Lied darunter gelegt, aber das Ergebnis ist super langweilig. Eigentlich wäre eine Diashow ganz nett? Ich gebe bei der Google-Bildersuche einfach mal Ansgar Hillebrand fotocommunity ein und finde auf einen Schlag viele viele Fotos die ich im Laufe der letzten Jahre in der fotocommunity abgelegt habe. Gleich neben meinen Safari-Webbrowser ist ein Fenster des “Finders” geöffnet. Via Drag & Drop wandert so ein Bild nach dem anderen in einen Ordner auf der lokalen Festplatte.
Doch wie macht man aus den vielen Bildern ohne großen Aufwand eine ansprechende Diashow? Da kommt mir eine Idee – auf dem Mac gibt es doch iPhoto! Damit habe ich mich schon mehrfach beschäftigt und versucht ansehnliche Fotobücher zu erstellen. Diese habe ich letztlich alle wieder verworfen weil iPhoto bei vielen Fotos kein vernünftiges Fotobuch mehr hinbekommt – Sorry Annette – es waren die Bilder Deines 50. Geburtstages – ich schäme mich ja auch – aber iPhoto kriegt das einfach nicht so hin wie ich es mir gewünscht habe…
Aber vielleicht klappt es ja mit einer Diashow? Und siehe da, das ist gar nicht schwer. Es gibt verschiedene nette Vorlagen, man kann die Musik selbst auswählen, alles ganz einfach. Doch dann dauert es doch etwas länger weil ich die Fotos sortieren möchte. Einen richtigen Leuchttisch hätte ich gern, aber iPhoto stellt einfach nur alle Bilder in einer langen Reihe nebeneinander dar. Man kann sie verschieben, doch wenn es viele Bilder sind, gerät das zur Geduldsprobe. Doch letztlich ist es dann fertig! Ich exportiere die Diashow in Full HD mit allerhöchster Auflösung, das dauert eine ganze Weile, aber es klappt! Doch das Ergebnis haut mich um! Keine 5 Minuten dauert das Video und es hat 2,27 GB – was für ein Wahnsinn dieses HD-Zeitalter doch ist… Also versuche ich mich mit anderen Einstellungen. Schließlich wähle ich “Exportieren für Monitor”. Damit entsteht nach etwa 20 Minuten eine 0,23 GB große Datei – das ist ok! Man sieht zwar deutliche Spuren der krassen Kompression, aber YouTube würde auch die gewaltige Video-Datei auf eine Qualität eindampfen die nur wenig besser wäre, wenn überhaupt… Also ab damit in Richtung YouTube.
Und hier ist sie nun, meine erste iPhoto-Diashow mit lauter selbst fotografierten Bildern (relativ wahllos ausgewählt) und einem kleinen selbst gespielten Präludium von Johann Sebastian Bach aus dem Jahr 2001 – Violà…
Nikon P7000 – Featurette
Nachdem der Rohschnitt seit Monaten auf der Festplatte meines Computers wartet, habe ich die letzten Tage genutzt um daraus endlich einen fertigen Film zu erstellen. Als nach vielen Stunden mit Schnitt, Probeschauen, Verwerfen, Ändern, Probeschauen und abermaligem Ändern der Film endlich fertig ist klingelt es an der Türe. Der Postbote ist da und bringt mir zwei DVD die ich etliche Tage zuvor online bei Magix bestellt habe. Bei der Sichtung des neuen Audiomaterials wird schnell klar, ich muss die komplette Hintergrundmusik wegwerfen und mit diesem Material neu umsetzen. Und endlich habe ich einige wirklich gut passende Geräusche mit Straßenatmosphäre, Vogelzwitschern, Wasserfällen und vielem mehr. Damit kann ich die vom Wind gebeutelten schlechten Tonaufnahmen aus der P7000 sehr einfach ersetzen und werde ein wesentlich besseres Endergebnis erzielen.
Als nach einen weiteren Tag der Film in seiner neuen Version steht geht es an den Export. Ich wähle ein MP4 Dateiformat in der besten Qualität mit zwei Encoding-Duchgängen. Als nach etwa vier Stunden das Ergebnis steht bin ich gespannt. Die Datei ist 4,8 GB groß – urgs – wie soll ich das bei YouTube hochladen? Egal, ich schau es mir erst einmal an. Gleich nach den ersten Kamerafahrten tritt totale Ernüchterung ein. Ständig sind flackernde Streifen und andere Artefakte und Bildstörungen zu sehen. So geht das nicht, das ruiniert die ganze Arbeit.
Der Film wird mit anderen Settings neu exportiert. Wieder und wieder versuche ich es. Anti-Interlace-Filter ein/aus, was auch immer. Die kleinen “Testrendering” mit 60s sind ok, der gesamte fertige Film ist es nicht. Es ist zu Haare raufen und macht mich fast wahnsinnig. Erst als ich ein 113MB großes Update aus dem Internet heruntergeladen habe, dies installiert ist und der Rechner neu gestartet ist, gelingt ein Export im WMV-Format (Windows-Media-Video). Mit einem Qualitätsfaktor von 95 ist diese Datei 2,78 GB groß, das könnte klappen.
Für den Upload verwende ich Google Chrome. Mit meiner 6 MBit DSL-Leitung benötigt der Upload viele Stunden.
Doch dann fast ein Jahr nachdem ich die vielen kurzen Video-Schnipsel und Fotos gemacht habe ist mein Film endlich online, was für ein Fest
Danach versuche ich meine erste Blu-Ray zu erstellen. Die Kapitel-Marker und Menüs sind schnell gesetzt und aus Vorlagen zusammengestellt. Doch nun muss der gesamte Film erneut gerendert werden. Ganze 4,5 Stunden soll das schon wieder dauern, ich kann es echt nicht mehr sehen…

Am nächsten Morgen freue ich mich darauf meine erste Blu-Ray in meiner SONY Playstation 3 anschauen zu können, aber statt eines Films hält mein Computer nur eine Fehlermeldung für mich bereit…
Update um 15:30
Nachdem ich meine erste Motorradtour des neuen Jahres unternommen habe und beide Mopeds nun vollgetankt und mit korrektem Luftdruck auf das nächste sonnige Wochenende warten, starte ich einen zweiten Anlauf für die Erstellung meiner ersten Blu-Ray. Und diesmal klappt es, scheinbar war der Rohling aus dem ersten Versuch fehlerhaft. Bei einer Tasse heißem Kaffee schaue ich mir meinen ersten “echten Film” auf meinem 52″ Fernseher an und bin schwer beeindruckt wieviel besser die Qualität im Vergleich zum stark komprimierten “YouTube-Stream” ist, den ich mir im Vergleich via Apple-TV anschaue. Die eingebetteten Bilder sind “rattenscharf”, der Tom kommt über die großen Lautsprecher “kinomäßig” daher und letztlich macht mich das Ergebnis wirklich froh.
Nun wird es noch schwerer die Zeit abzuwarten bis die neue Nikon D800E endlich da ist. Mit dieser Kamera eine Endeckungsreise durch Island zu unternehmen, was für eine großartige Vorstellung. Vielleicht kann ich diesen Traum ja tatsächlich umsetzen, schauen wir mal…
USA South-West mit der Nikon S600
Kurz bevor es im Jahr 2009 in den Süd-Westen der USA ging, habe ich mir eine Nikon S600 gekauft. Für kleine Prints ist die Bildqualität dieser Kamera durchaus ok, sie passt in die Hosentasche und kann auch Video-Sequenzen mit 640×480 Bildpunkten bei 30 Bildern/Sekunde (NTSC) aufzeichnen. Das kleine Ding ist inzwischen hoffnungslos veraltet und Kameras wie die AW-100 bieten eine deutlich bessere Video-Qualität. Aber dennoch hatte ich mit dem kleinen Ding eine Menge Spaß und habe sie während der 6-wöchigen Reise immer mal wieder herausgeholt und ein paar kleine Video-Sequenzen aufgezeichnet.
Gestern bin ich beim “Festplatten-Aufräumen” auf diese Videos gestoßen und habe ganz spontan am Mac-Mini mit iMovie 11 kleines Video für Euch zusammen gestellt.
Zu sehen gibt es
- Waterholes-Canyon
- Monument Valley
- Toadstool Hoodoo
- Paria Canyon
- Zion National Park
- Rund um Page
- Wie man in Arizona tankt
- White Pocket
- Die Umgebung des Broken Bow Arch
- Highway 12
- Capitol Reef Nationalpark
- Burr Trail
- Highway 12
- Kurz vor dem Big Horn Canyon
- Kühe
- Colorado bei Moab
- Am Colorado River
- Off-road driving in den La Sal Mountains
- Castle Valley
- Adventure Inn in Moab
- Abendessen aus dem Moab City-Market
- Abseits aller Straßen im Canyonlands Nationalpark
- Delicate Arch
- Lake Powell und Rainbow Bridge
- Scenic Flight bei Page Arizona
- Extremes Bloggen in Mesquite
- Auf zum Las Vegas McCarran Airport
Bald ist Ostern
Es ist Gründonnerstag, 7h04… Ziemlich zerknittert sitze ich an meinem Mac und freue mich auf die Motorradtour die über Ostern geplant ist. Nachdem ich mir im letzten Jahr im Februar das neue Moped gekauft habe musste ich ja lange warten bis die erste Tour möglich war, weil es am 8. April für lange Zeit in die USA ging. In diesem Jahr passt das alles irgendwie besser zusammen. Nach der Arbeit werde ich heute mit der blauen K1200 am Rhein entlang nach Hause fahren. Sollen sich die anderen doch in den Stau stellen. Am Freitag wird dann das Moped “richtig” gepackt und dann geht es zusammen mit Sandra auf zwei Mopeds nach Luxemburg. Was danach passiert ist noch offen. Das ist Freiheit für Erwachsene und Biker, man kann einfach losfahren und dann mal schauen wie es weitergeht. Fast so wie in den USA nur mit weniger Blech drum herum.
Abends zuvor habe ich noch in meiner “USA-Beute” gewühlt und mit iMovie wieder einen kleinen Film erstellt. Hier ist er und das sogar in HD
Fraport Arrival
Hier habe ich noch ein kleines wirklich stark gekürztes Video des Fluges von Las Vegas nach Frankfurt. Es ist mit der kleinen Nikon P7000 aufgenommen. Einzelne Filmschnipsel habe ich mit iMovie “beschleunigt”, damit es nicht so langweilig wird.
Die ersten Stunden im Büro waren gar nicht schlimm und das Abendessen mit den Kollegen hat wie immer großen Spaß gemacht.
So sah es dann hier nach der Ankunft aus:
Hier noch ein paar Fotos die ich unterwegs vom Platz 6A aus mit der kleinen Nikon P7000 gemacht habe.
Das “geometrische” Las Vegas…
Gegenverkehr – richtig schnell!!!
Ankunft in Frankfurt.
Unsere Maschine.
Und ein “echter” Jumbo
So, nun versuche ich mal mein Jet-Lag auszuschlafen
Gute Nacht!
Angekommen

Der Flieger ist dann doch halbwegs pünktlich. Um 12h47 Ortsteil landen wir in Las Vegas. Es klappt alles reibungslos und als wir um 22h Ortszeit mitten im Death Valley im Furnace Creek Inn ins Bett fallen sind wir wirklich total erledigt…
Update vom 02.03.2011
Hier habe ich noch ein kleines Video der Landung am Flughafen in Las Vegas.
Das vorletzte Wochenende
Noch zwei Wochen arbeiten, dann geht es wieder los. Die Vorfreude ist riesig, gebucht ist fast nichts, wir lassen uns überraschen
Noch 19 Arbeitstage
Noch einen Monat arbeiten, noch eine Produktivstellung überleben und noch einen ganzen Sack voll kleiner Softwarefehler finden und korrigieren. Zwischendurch noch zweimal nach Hause fahren und Wäsche waschen, dann heißt es wieder “Jetzt bloss nichts vergessen!!”
Geplant sind Las Vegas, Death Valley, Los Angeles, Santa Monica, Highway No. 1, San Francisco, Yosemite, Mono Lake, Bodie und dann wieder las Vegas. Mal sehen was zwischendurch alles passiert. In Las Vegas muss ich Sandra dann allein in den Flieger setzen, sie muss nach drei Wochen zurück. Die zwei Wochen danach kann ich dann die USA auf eigene Faust erkunden. Die Spannung ist schon ein wenig da, aber auch die Ratlosigkeit wohin es denn genau gehen soll.
Abends lese ich in diversen Reiseführern und danach schaue ich mir noch bei Google-Earth die vielen Panoramio Fotos an. Das ist gar keine schlechte Sache, so findet man schnell heraus welche coolen Locations es so gibt.
Sehr hilfreich ist auch der Google-Streetview. So kann man schon mal schauen wie man auf die Golden Gate Bridge auffährt, wo die Bezahl-Häuschen sind und so weiter. Wirklich überaus praktisch! Während ich mit Google-Streetview vorab die USA erkunde muss ich immer wieder an das ganze Hin und Her in Deutschland denken. Mir kommt in den Sinn, dass mein Zuhause nur eine milchig farbige Fläche ist weil ich komische Nachbarn habe die um ihre Privatsphäre bangen. Aber was soll das denn, nichts ist öffentlicher als die Fassade eines Hauses. Will man ein Haus oder eine Wohnung vermieten, so steigert Google-Streetview sogar den Wert der Immobilie! Aber egal, die Nachbarn sind eben wie sie sind und ich kann und will sie ja auch nicht ändern…
Heute ist der erste Februar 2011. Am 27. Februar fliegen wir nach Las Vegas und ich kann es kaum noch abwarten.
Gestern habe ich noch ein wenig in den Bildern des letzten Trips gewühlt und mir ist eine Belichtungsreihe aus der False Kiva im Canyonlands Nationalpark in die “Hände” gefallen.
Dieses Bild hier ist ein HDR das ich aus 7 einzelnen Bildern zusammen gestellt habe, die jeweils mit einem Unterschied von einer Blende belichtet waren. Dies bei konstanter Blende und variabler Zeit – also mit ZEITAUTOMATIK
Das mag alles sehr verwirrend klingen, ist es aber gar nicht.
Wer mag, kann ja mal hier nachlesen wie das geht.
The Venetian – Oder: Klimaanlagen machen Gänsehaut
Es ist etwa acht Uhr als uns die ersten Sonnenstrahlen wecken. Und die haben es schon richtig in sich! Unser Zimmer liegt nach Osten und die Morgensonne macht es so schnell so warm, dass wir es ohne die ratternde alte Klimaanlage kaum aushalten können. Also schnell anziehen und ab zu COCO’s vorn an der Straße.
Es gibt ein Frühstück, dass sich hinter dem bei Denny’s nicht zu verstecken braucht. Der Spaß kostet inkl. Steuern und Trinkgeld etwa 25 Dollar – die Preise ähneln sich.
Danach die paar Meter zurück zum Motel, ins Auto und durch die morgendliche Wüstenhitze über den Las Vegas Boulevard nach Norden. Wir steuern das ‘The Venetian’ an. Ein riesiges Casino das im Stile von Venedig erbaut ist. Als wir aus dem (noch) fast leeren Parkhaus das Casino betreten fällt mir ein Geldautomat ins Auge. Er steht mitten im Casino – wie praktisch
Ich stecke meine Kreditkarte ein und kann ohne eine PIN oder ähnliches 200 Dollar abheben – so offeriert es jedenfalls der Automat. Dass fast 20 Dollar Gebühren anfallen verschweigt er nicht – Autsch. Egal, ich habe nur noch 25 Dollar und hier ist das Leben nicht so preiswert wie auf dem Dorf. Der Automat stellt sogar eine Quittung aus – großartig. Nur wo ist das Geld? Es gibt ein Cash-Fach aber das bleibt hartnäckig verschlossen! Hm, ich schaue mir die Quittung an, es sieht so aus als müsste ich mein Geld an einer Kasse abholen. Ich frage eine der netten Angestellten. Ich muss zum ‘Cashier’. Dort angekommen muss ich meine ID und meine Kreditkarte zeigen. Mit ID ist der Personalausweis gemeint. Sowas hat der Angestellt noch nicht gesehen, einen deutschen Personalausweis. Damit kann er so recht nichts anfangen. Er schiebt mir einen Block rüber und bittet mich meine Adresse aufzuschreiben. Komisch, die steht doch auf der Rückseite des Personalausweises – ok – ich schreibe meinen Namen und meine Adresse auf. Er kann meine Handschrift nicht lesen. Ich frage ihn ober noch nie einen deutschen Personalausweis gesehen hat. Hat er nicht! Leute gibt es und das in einem der größten Casinos am Ort
Ich erkläre ihm, dass bis auf den ZIP-Code (Postleitzahl) alles auf der Rückseite steht was er braucht. Dann kommt Sandra ‘Gibt es ein Problem?’ Er schaut komisch drein, dann vergleicht er akribisch meine Unterschriften auf Kreditkarte und Personalausweis. Er schaut sich die Fotos an, dann beginnt er etwas auf dem Computer zu tippen. Nach endlos erscheinenden Minuten erhebt er sich und geht wortlos weg. Als er zurück kommt muss ich einen Abholschein unterschreiben und erhalte eine Quittung. Ich bin verdutzt – und was jetzt? Dann endlich fragt er mich wie ich meine 200 Dollar haben will. Ich wähle vier 50er und bekomme sie sogar – geht doch! Aber so kompliziert hätte ich das nicht erwartet. In den Casinos ist die Straße des Geldes in die Tresore der Betreiber ein irre breiter echt gut geteerter 10 spuriger Highway! Der Weg des Geldes vom Tresor zu einer einfach unbedeutenden Privatperson ist dagegen eher eine steinige staubige Dirtroad. Aber damit kennen wir uns ja inzwischen aus, dumm nur, dass Kreditkarten keinen Allradantrieb haben…
Ok, das Casino: Es gibt einen kleinen Canale Grande und Touristen werden gegen harte Währung mit kleinen Gondeln spazieren gefahren. Einige der Gondolieros singen gern und geben in der großen Halle immer mal wieder ihre Können zum Besten. Die Halle quittiert dies immer wieder ohne Murren mit einem wirklich grandiosen Echo. Die Amerikaner haben es echt drauf, da ist eine ganze Stadt mit einem künstlichen Himmel überzogen und alles was darunter ist wird auf (für Männer) angenehme 20°C herunter gekühlt. Sandra ist nach etwa drei Stunden sowas von durch gefroren, dass sie sich nach Sonne und Wärme sehnt. Wir gehen zum Parkhaus. Leider ist es das Falsche! Es scheint mehrere Parkhäuser zu geben. Wir latschen und suchen und latschen und suchen. Nach einer halben Stunde haben wir den Abgang gefunden durch den wir gekommen sind. Diese Casinos sind einfach riesig groß. Kleine Städte für sich!
Als wir im Auto sitzen ist Sandra ziemlich fertig. Mir tut auch alles weh. Die Teppiche sind so dick und weich, dass man die ganze Zeit das Gefühl hat man würde hier auf 5 cm dickem Moosgummi laufen. Das schlaucht zumindest mich
Ein paar Minuten sind es bis zu COCO’s Restaurant. Es gibt Steaks mit Stampfkartoffeln und einseitig gebratenem Käsebrot – Lecker!
Danach werden die Bilder gesichtet, es ist schon 15h. Sandra geht eine Weile an den Pool, als ich ihr folge gibt es dort keinen Schatten und mir ist es dort viel zu warm. Also wieder zurück, die ratternde Klimaanlage anwerfen und den tollen neuen BOSE Kopfhörer genießen. Da kann rattern was will, sobald eine wenig Musik läuft höre ich von dem Getöse nicht’s mehr – großartig.
Es ist gleich 18h – wir machen uns jetzt mal auf und besuchen das Excalibur. Ich bin gespannt!
Hurricane nach Las Vegas
Der letzte Tag in Utah ist angebrochen, es ist 8:25 und die Sonne scheint durch einen Schlitz im Vorhang in unser geräumiges schönes Appartement. Eine Stunde später sind wir startklar. Dem Zimmermädchen legen wir ein paar Dollar hin, geben die Schlüssel ab und verabschieden uns vom netten Geschäftsführer. Es geht los in Richtung St. George zu Denny’s.
Das Frühstück ist wie gewohnt gut und preiswert. Danach brechen wir auf in Richtung Las Vegas. Das GPS hängt an der Windschutzscheibe und zeigt etwa 930 Höhenmeter. Auf dem Weg nach Las Vegas werden es beständig weniger Höhenmeter. Ich überlege ob ich nicht einfach den Leerlauf einlegen könnte. Oder mal ein Fahrrad mieten und nach Las Vegas rollen lassen? Na, vielleicht, muss man doch etwas gegen den Luftwiederstand tun – egal – es geht bergab – jedenfalls rein physikalisch gesehen.
Als wir an der Ausfahrt zum Valley of Fire ankommen zeigt das Thermometer schon 27°C. Gestartet sind wir bei 13°C – wir schauen uns tief in die Augen. “Hast Du Lust auf eine Wanderung in praller Sonne bei 30 Grad? In der Wüste ohne Schatten?” – Nein, haben wir nicht und so geht es einfach weiter. Wenig später sind wir in Las Vegas. Wir fahren in Richtung Flughafen, dann von der Autobahn runter und schauen mal ob wir ein preiswertes Motel in der Nähe des Strip finden. Schließlich landen wir im ‘America’s Best Value Inn’. Die beiden Nächte kosen etwa 100 Dollar. Das Zimmer nicht klein, muffig und echt spartanisch ausgestattet. Aber wir sind ja nicht lange hier. Und es gibt einen kleinen Pool.
Wir räumen das Auto leer und dann geht es zu Fuß Los zum “New York New York”. Sandra ist ganz begeistert. Nach all den Steinen tun Menschen und Häuser richtig gut! Es gibt Pizza und Pepsi – schmeckt super! Dann mal rüber ins MGM, dann Planet Hollywood und das Monte Carlo. Zwischendurch Geschäfte bis zum Abwinken. Nach ein paar Stunden sind wir pflastermüde und wollen nur noch auf die Couch. Es geht zurück ins Motel. Kurz alles ablegen und dann mit iPOD bzw. Badeanzug an den Pool. Während sich Sandra physikalisch abkühlt tue ich es auf mentale Weise. Es gibt Cafe del Mar bis zum Abwinken. Der neue BOSE Kopfhörer ist genial. Ich schließe die Augen und bin weg. Kein Flughafen mehr, keine Autos, keine Hubschrauberrundflüge – nur groovige Musik.
Als die Sonne hinter den Häusern versunken ist geht es zum Abendessen. Direkt vor der Türe ist ein kleine Restaurant. Die Speisekarte ist gut, die Bedienung freundlich und die Preise sind überaus zivil. Der Laden hat sogar 24 Stunden lang geöffnet. Es gibt Bier und Rotwein. Wir entscheiden uns für das Steak mit Stampfkartoffeln, Zwiebeln und geröstetem Käse-Baguette. Dazu einen Gartensalat mit Hausdressing. Alles zusammen mit einem Glas Rotwein und einer Flasche Bier kostet knapp 25 Dollar und es war sogar richtig lecker. Es macht sich bezahlt wenn man sich 500 Meter vom Strip entfernt
Danach sind wir platt und sichten die Fotos des Tages.
Ich habe ein kleines Experiment gemacht. An die D300 habe ich das 10,5mm Fisheye montiert. Dann habe ich die Kamera in den JPG-Modus gestellt, auf ‘Unendlich’ fokussiert, den Autofokus abgeschaltet und 500 Intervallbilder mit einem Intervall von 5 Sekunden eingestellt. Innerhalb der Casinos stelle ich ISO-1600 und Blende 2.8 ein, außerhalb Blende 8 und ISO-200. So laufen wir stundenlang durch Las Vegas und die Kamera klickt und klickt. Weitgehend unbemerkt fotografiere ich hunderte von Passanten, alles ohne durch den Sucher zu schauen, die Kamera an der Schulter oder ganz platt vor dem Bauch.
Die Bilder sind witzig und spiegeln einen ungeschminkten Eindruck dieser Stadt wieder.
Ein paar ‘normale’ Fotos gibt es auch noch
Hier ist die Diashow des Tages.
Angekommen um 7h07 – sorry – 22h07 (Ortszeit)
Der Flug war lang und anstrengend. Aber ich konnte ein wenig schlafen und so hat es mit der Fahrt nach Page auch noch geklappt. Den Mitarbeiter bei Alamo kenne ich noch aus dem letzten Jahr. Er sieht aus wieder kleine Bruder von Yul Brunner. Er ist sehr freundlich und sorgt sogar persönlich dafür, dass wir einen Jeep Grand Cherokee bekommen. Das Ding ist nagelneu, aber auch eine echt müde Gurke. Sandra stöbert im Handschuhfach weil wir wissen möchten was da für ein Motor drin steckt. Statt dessen finden wir den Kaufvertrag!! Das Ding hat vor ein paar Tagen noch 32.000$ gekostet. Wenn die bei Alamo wüssten was wir damit vor haben
Im Motel angekommen ist es fast wie “zuhause”. Der supernette Mitarbeiter des letzten Jahres ist wieder hier und er erinnert sich sogar an mich. Diesmal ist nicht Zimmer TwoToOne sondern TwoTwoTwo – direkt neben n – auch ok.
Sandra ist fix und fertig mit den Nerven. Sie will nur noch schlafen. Verstehen kann ich es, wir sind seit 24h auf den Beinen. Ich bin aber so aufgekratzt, dass ich noch schnell im Safeways nebenan etwas zu Essen und BIER einkaufen gehe. Ein kurzes Abendessen – oder ist es ein Frühstück? Und dann liegt Sandra auch schon im Bett.
Schnell noch was für das BLOG schreiben, ein Corona trinken, dann Zähne putzen und dann hinterher – sie schnarcht schon.
Dieses Mal klappt es sogar mit dem WLAN Anhieb
Was für ein Geburtstag!
Und hier ein paar “luftige” Impressionen…
Scenic Flight – Oder: Der Abschied fällt schwer
Gut erholt und ausgeschlafen beginnt mein Tag heute erst um kurz nach acht. Es wird herumgetrödelt was das Zeug hält, schließlich beginnt mein Rundflug erst um 13h – falls das Wetter heute mitspielt! Also kurz in die E-Mails schauen – das geht mal wieder nicht weil der Router wieder streikt. Kurz Gegenprobe mit dem iPOD – der kriegt es auch nicht hin – es liegt also nicht an Windows Vista! Irgendwann klappt es dann doch, scheinbar hat einer der Angestellten die missliche Lage bemerkt und den Router neu gebootet.
Während ich noch in Unterhose herum turne und dabei bin meine Koffer zu packen, bin ich erstaunt welches Maß an Chaos ich in der Lage bin in nur vier Tagen zu verbreiten
Plötzlich klopft es heftig an der Türe, dann öffnet sie sich auch schon und das Zimmermädchen gibt mir zu verstehen, dass ich mich doch bitte beeilen soll. Es ist schon 9h und sie will endlich das Zimmer aufräumen. “Ok, give me some minutes please!” Sie geht wieder und schüttelt den Kopf, keine Ahnung warum – Die Unterhose ist weitgehend weiß und kommt ohne florale Muster daher und Comics sind auch keine drauf. Diese unseeligen Zeiten sind Gott sei Dank lange vorbei
Jedenfalls spornt solch ein Kopfschütteln ungemein an. Das möchte man(n) nicht öfter als einmal pro Tag erleben. Also den Turbogang einlegen. 15 Minuten später ist alles im Auto verpackt, es gibt noch einen Kaffee in der Lobby – natürlich aus einem Styropor-Becher! Aber dafür mit Kuhmilch aus einer Gallonenplastikflasche. Natürlich ist das voll das Geplempere und ich muss erst einmal den halben Frühstücksbereich trockenlegen. Diesmal schütteln die Anwesenden nicht den Kopf, sie grinsen von einem Ohr zum anderen. Ein Tag der so beginnt kann nur gut werden!
Nach dem zweiten Kaffe verabschiede ich mich und fahre mal rüber zum Staudamm. Vielleicht komme ich ja runter auf den Damm und kann dort eine paar schöne Fotos machen! Die Reise ist kurz, 10 Minuten später stehe ich wieder bei der Sicherheitskontrolle. Alles neue Gesichter – prima! Ich muss meine Kamera in eine weiße Plastikschale legen – das passt irgendwie gar nicht und mir rutscht ein “Oh, the box is too small!” heraus. Der Sicherheitsbeamte findet das gar nicht witzig und entgegnet mit tiefer bestimmter Stimme “Your camera ist too big!” – Ok, die Fronten wären damit geklärt. Ich greife links in die Weste und angle das Fisheye-Objektiv heraus. Dann in die rechte Innentasche, das 12-24mm Weitwinkel ist dran. Die Blicke verdüstern sich. Dann noch das Portemonnaie und ab durch die Schleuse. Die piepst richtig laut los. –> Leibesvisitation – schon wieder! Ich muss den Gürtel aus der Hose nehmen, den Klick für das GPS abmachen, die Schuhe ausziehen und mein Gürteltäschchen mit den Traveller Cheques und den Kreditkarten ausräumen. Irgendwann glauben sie mir, dass ich nichts böses im Schilde führe und den Damm auch nicht mit meiner Kamera in die Luft sprengen will. Ich darf eintreten! Im Kino gibt es zwei tolle Filme die ich noch nicht kenne und ich bin total beeindruckt welche Leistung die Erbauer dieses Dammes vor mehr als 50 Jahren erbracht haben!
Nach dem zweiten Film ist es ungefähr 10h45 und ich habe noch reichlich Zeit. Der Himmel ist wolkenlos und es gibt nur mäßig viel Wind – wahrscheinlich perfekte Bedingungen für meinen Scenic Flight! Ratlos stehe ich vor dem Aufzug. Kein Knopf zum Drücken nichts. Nur ein Schloss! Es schwant mir, dass man da nicht allein runter darf sondern nur in Begleitung Erwachsener! Eine kurze Frage beim nächsten Security-Employee bestätigt diese Vermutung. Ich muss mich der “Tour” anschließen. Die nächste Tour geht aber erst um 12h15 – das ist zu spät! Also schnell ein paar Knipsbilder an der Mauer der Rückseite des Visitor Centers und ab zum Safeways. Dort angekommen ist es nach Zwölf und der Hunger meldet sich. Die Roastbeef-Sandwiches sind lecker und es gibt auch was zu trinken!
Nach einem kleinen Spaziergang und einer Auseinandersetzung mit einem mir bislang unbekannten Geldautomaten trudle ich um 12h50 beim Page Airport ein. Ich werde schon erwartet und es gibt ein nettes kleines Schwätzchen. Dann die Frage wo ich denn rumfliegen möchte. Ich habe keine Ahnung! Ok, der Pilot geht mit mir zu einer großen Karte und erklärt mir seinen Vorschlag. Starten, Runde über den Lake Powell, dann den Staudamm anschauen, Horseshoe Bend, Lees Ferry, dann weiter zum Grand Canyon. Hier ein Stück an der südlichen Kante entlang fliegen, nicht alles, der Canyon ist mehrere hundert Kilometer lang! Dann wenden und wieder zurück zum Navajo Mountain, die Rainbow Bridge anschauen und dann noch ein paar alte Häuser die in Höhlen im Fels hinein gebaut sind.
Das klingt nach einem Plan!
Ok, wir gehen raus auf den “Parkplatz” Dort gibt es ein kleine Einweisung, dann wir der Stopper für das Seitenfenster demontiert, damit ich es jederzeit zum Fotografieren öffnen kann. Die Kameras werden klar gemacht! Die Hosentaschenkamera für eine paar kurze Video-Sequenzen, die F5 mit 28-70mm für Dias mit Velvia 50, die F100 mit 60er Macro für Negative mit Ektar 100 und die D300 mit 70-200mm Telezoom. Nach einer kurzen Pflichteinweisung weiß ich, dass ich keine Bratwurst essen darf und was sonst alles nicht erlaubt ist. Der Pilot war früher während seiner Militärzeit in Traben Trabach stationiert. Er spricht ein paar Worte Deutsch. Sein liebstes Wort ist “Schätzchen”. Ich kriege einen speziellen Kopfhörer mit Mikrophon aufgesetzt, damit können wir uns dann über die Gegensprechanlage unterhalten. Der Fotorucksack liegt geöffnet und griffbereit auf den linken Sitz hinter uns. Die D300 auf dem Boden, die F5 habe ich um den Hals und mit der S600 wird gefilmt. Das alles muss einen echt skurrilen Eindruck machen, aber der Pilot lässt sich nichts anmerken! Kurzer Plausch mit dem Tower, ich kann alles mithören. Ich habe sogar einen Steuerknüppel und eigene Pedale. Nur anfangen könnte ich damit nichts!
Dann rollen wir zum Start, der Pilot ist sowas von lässig – das kann man nicht in Worte fassen. Dann wie Wende, ein paar Hebel ziehen und es geht vorwärts, einige Sekunden später sind wir auch schon in der Luft. Der Flug macht Spaß und ich darf das Seitenfenster zum Fotografieren öffnen wann immer ich will, prima! Als wir am Horeshoe Bend vorbei sind ist der Diafilm in der F5 schon voll. Also versuchen wir es jetzt mal mit der D300 und dem Tele. Das Ding ist nicht wirklich lang, aber in dieser Situation doch zu lang! Das Fenster flattert im Wind und selbst ohne Gegenlichtblende kann man kaum fokussieren weil der Wind so heftig an diesem dicken Rohr arbeitet. Also weg damit und das geliebte 17-55er drangemacht! Das nette Live-View-Feature kann man auch vergessen – ich bräuchte dafür einen 90° Spiegel! Mit dem kurzen Zoomobjektiv bin ich aber gut ausgestattet. Die F5 liegt jetzt hinten, ich habe die F100 und die D300 um den Hals. Bei der Einweisung hat mich der Pilot noch drauf hingewiesen bloß keine Kamera aus dem Fenster zu werfen!
In der Maschine wird es langsam unerträglich warm. Auch habe ich den Eindruck, dass die Atemluft mit Abgasen angereichert ist. Es riecht echt fies und muffig und beim ständigen Blick durch den Sucher passiert genau das was der Pilot schon vor Tagen vorhergesagt hat “Some people get crazy in their stomach!” Mir wird übel – richtig übel! Wir sind gerade 20 Minuten in der Luft – ich werde gefragt ob wir umkehren sollen – NEIN BLOSS NICHT! GEHT SCHON… Dann nochmal der Hinweis des Piloten, dass oben rechts in der Verkleidung im blauen Umschlag ein Kotztüte steckt! Dann der sagt “Try to avoid it, I will cost you 25 bucks! That’s we pilots life from!” Aha, also lieber nicht kotzen – ich nehme die Tüte trotzdem mal in die Hand und versuche tief durch zu atmen und mich auf den gut sichtbaren Horizont zu konzentrieren. Doch der Pilot zeigt mir ein tolles Ding nach dem anderen. Ich knipse doch wieder drauf los. Danach mit schwitzigen Händen an der Kotztüte festhalten. Solange ich nicht durch den Sucher schaue geht es einigermaßen. Zwischendurch muss ich das Fenster mal ein wenig öffnen, es hat sich schon angemeldet… Aber alles geht gut, irgendwann liegt dann leider die Kotztüte unter dem Sitz und genau in diese Augenblick die Ansage “It’ll get a little bumpy now!” Oh je was mache ich bloß, dann kommen wir an dem kleinen Überhang mit den Häusern darunter vorbei. Ich versuche ein paar Bilder zu machen, es geht aber nicht mehr. Beide springen wir auf den Sitz bei jedem Luftloch ein wenig rauf und runter. Der Pilot zieht seinen Gurt strammer. Mir geht es dreckig ich fingere unter dem Sitz herum, irgendwo muss diese blöde Tüte doch sein. Dann die Frage ob ich alle Fotos habe oder ob er die Runde nochmal drehen soll? “Well, I feel a little seasick – can we fly home to the page airport, please?” “Ya shure!” Ich bin also bald erlöst. Kurz das Fenster öffnen, durchatmen, ein paar Fotos machen, mit dem Brechreitz kämpfen, nach der Tüte fingern, Fenster auf, Knipsen, fingern…. Nach zwei Stunden sind wir wieder am Boden. War das ein Erlebnis! Beim Zusammenpacken meiner Fotosachen ist mir immer noch schlecht.
Später beim Bezahlen bin ich froh, dass es dort eine kalte Pepsi aus dem Automaten gibt! Der Spaß war nicht billig, aber ich habe drei Filme belichtet und etwa 1100 digitale Knipsbilder gemacht. Ich bin gespannt ob ein oder zwei schöne Bilder darunter sind! Es muss immer ganz schnell gehen, das Flugzeug kann nicht anhalten sonst fällt es runter. Alles ist in Bewegung, es windet wie die Hölle, das Fenster flattert im Wind und die Turbulenzen machen es fast unmöglich die Kamera parallel zum Horizont zu halten. Außerdem ist ständig das rechte Rad oder ein Flügel im Bild!
Nach der Bezahlerei gibt es noch einen netten Plausch, wir tauschen E-Mail-Adressen aus und ich kann auf meinem iPOD kurz die Bilder zeigen die ich in den letzten Wochen in der FC hochgeladen haben. Der Sonnenaufgang über den La Sal Mountains kommt gut an und macht Eindruck. Danach ist meine Stimmung wieder gut! Es war das Erlebnis des Urlaubs! Ohne den Brechreiz wäre es genial gewesen, so war es eine echt coole neue Erfahrung
Wieder im Auto geht es dann los. Wohin? Keine Ahnung? Las Vegas, Zion? Mal sehen… Um 20h lande ich dann in einem kleinen Motel in Mesquite. Es sind noch zwei Zimmer frei, alle anderen Hotels und Motels bei denen ich es versucht habe waren ausgebucht. Das Zimmer ist nett, riecht aber voll total fies nach Jahrzehnte altem Zigarettenqualm! Echt schwer eklig! Das WLAN-Problem gibt es auch hier. Das Motel hat kein eigenes WLAN. Schließlich finde ich ein WLAN, das wir aber kurz drauf abgeschaltet. So blogge ich erst einmal in Blaue hinein und hoffe, dass ich es irgendwann doch noch veröffentlichen kann. So ganz gelöst ist das mit dem “Überallnetzwerk” noch nicht…
Morgen geht es dann die letzten 100 Kilometer nach Las Vegas, direkt zum Flughafen. Das Geld das ich heute beim Hotel und im Casino gespart habe kann ich dann im Sommerurlaub ausgeben
Das Zimmer muss bis 11h geräumt sein. Der Flieger geht um 16h50 – ich habe also alle Zeit der Welt! Trotzdem bin ich ein wenig frustig, dass die fünf Wochen so schnell vergangen sind. Ich muss echt noch mal wieder hierher kommen. Vielleicht im Herbst?
Hier die Trackanalyse:
3D Höhenmodell des Rundfluges – das Fähnchen markiert den Airport:
Im 2D Höhenmodell sieht man in der ersten Hälfte zwischen den beiden Fähnchen das Profil des Fluges. Danach dann ein paar alte Wegpunkte an denen ich mit dem Auto auf dem Weg in Richtung Las Vegas vorbei gekommen bin.
Ja, da habe ich heute in der Zeit in der das GPS eingeschaltet war ganze 746 Kilometer zurück gelegt. Morgen werde ich das toppen! Die Akkus sind im Ladegerät und ich bin sehr gespannt ob das GPS in der Boing in der Lage ist den kompletten Track nach Hause aufzuzeichnen…
Ok, eine gute Nacht erstmal!
Update vom Flughafen in Las Vegas um 14h45
Hier ist die Diashow!






















































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