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Teneriffa

Teneriffa – Links zu allen Artikeln

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Ein BLOG ist ein Art Tagebuch und enthält normalerweise Artikel die in umgekehrter chronologischer Reihenfolge angezeigt werden. Damit ist es manchmal nicht ganz einfach etwas ältere Artikel zu finden. Damit dies trotzdem klappt gibt es rechts in meinem BLOG die ‘Wolken’ mit Schlagworten und Kategorien. Außerdem kann man sich alle Artikel zu einem Monat anzeigen lassen.

In den letzen Monaten häufen sich dennoch Anfragen meiner Leser denen die Struktur eines BLOGs zu unübersichtlich ist und die mich immer wieder um Tipps für ihre Reise nach Teneriffa bitten. Da ich diese tolle Insel schon so oft besucht habe, gibt es inzwischen unglaublich viel Material und es ist kaum möglich alle Infos kurz und knapp zusammenzufassen. Daher habe ich hier eine Liste mit Artikeln zusammengestellt, die ich in den letzten Jahren bei meinen Besuchen auf Teneriffa geschrieben habe.

Diese Seite findet Ihr auch wenn Ihr oben im Menü auf ‘Reisen’ und dann auf ‘Teneriffa‘ klickt.

Hier gibt es meine Teneriffa Videos:

 

 

 

 

 

 

 

 

Hier gibt es mein Video zur Reise nach La Palma:

 

 


Ansgars kleine Fotoschule – Der richtige Moment

Gestern habe ich zu später Stunde noch etwas “Resteverwertung” betrieben und aus altem Material ein kleines Video erstellt. Die Video-Schnipsel habe ich im Jahr 2011 aufgenommen während ich mehrere Wochen in den USA unterwegs war. Die drei ersten Wochen habe ich mit meiner Freundin Sandra verbracht. Wir waren ständig unterwegs und haben gemeinsam viel gesehen und erlebt. Aber die wirklich abgefahrenen “Foto-Momente” habe ich erst erlebt als noch zwei Wochen lang allein unterwegs sein konnte und sie schon wieder arbeiten musste. Gemeinsam waren wir im Death Valley National Park. Es war schön und dieser Park hat mir sehr gut gefallen, aber wir sind fast keine Off-Road Pisten gefahren und haben nur recht wenig Zeit am frühen Morgen oder späten Abend außerhalb unserer Hotelzimmer verbracht. Es war Februar/März und dann kann es selbst im sonnigen Kalifornien recht kalt werden.

Am Tag der Heimreise meiner Freundin habe ich mich von Las Vegas erneut auf den Weg ins Death Valley aufgemacht und dort am zweiten Abend den Race Track besucht. Es ist eine weite höllische holprige Fahrt dorthin und ich weiß nicht ob ich ein zweites Mal dorthin fahren würde. Unterwegs gingen so schwere Regenschauer nieder, dass ich anhalten musste weil die Scheibenwischer keine klare Sicht mehr möglich machen konnten. Als ich letztlich am Race Track eintraf war es schon zu spät, ich hatte die mehr als fiese Anreise total unterschätzt. Die Spuren auf denen die Steine “um die Wette laufen” sieht man nur ganz kurz vor Sonnenuntergang, dann wenn die Sonne ganz tief steht und die leichten Vertiefungen ihre Schatten werfen.

Also war ich etwas gefrustet, aber als ich schließlich ein paar Kilometer später ein Paar aus Bishop CA traf und mit ihnen ins Quatschen kam, spielte sich plötzlich am Horizont ein ganz ergreifendes Schauspiel ab. Die schweren Gewitterwolken schwebten klar konturiert über dem Race Track und die untergehende Sonne schien von links unten hinein. Während diese Wolkenformation rot zu leuchten begann zückten die beiden Fremden und ich unsere Kameras und schossen Bild um Bild.

Als ich das folgende Foto aufgenommen hatte war ich schon ganz glücklich und war kurz davor weiter zu fahren.

Death Valley - The Race Track

Doch dann geschah das unverhoffte Naturschauspiel und ich war wie elektrisiert. In kurzer Zeit habe ich mit unterschiedlichen Kameras und Objektiven wirklich viele Fotos aufgenommen, es waren sogar einige Dias dabei!

Death Valley Thunderstorm #1

Obwohl ich weit weg war, ließ sie die gesamte Pracht nur mit einem Extremweitwinkel einfangen. Aber mein Auto stand etwas weiter weg und die Objektive waren im Kofferraum. Also musste ich im Laufschritt zum Auto sprinten, schnell das Nikkor AF-S 2,8/10,5mm an meine Nikon D300 montieren und wieder zurück flitzen. In diesem kurzen Augenblick hatte sich das Schauspiel schon wieder verändert und war fast vorbei.

Death Valley Thunderstorm #1

Einige wenige coole Fotos waren noch möglich, aber dann war alles nur noch dunkle graue Suppe.

Fazit

In den meisten Fällen lohnt es sich Geduld aufzubringen und auf den richtigen Moment zu warten. Während man wartet kann man schon das eine oder andere Foto aufnehmen. Aber wenn es “ernst” wird sollte man bereit sein und dann muss jeder Handgriff sitzen. Momente wie dieser dauern in der Regel nur wenige Minuten. Wer sich in diesen Momenten etwa mit seinem Stativ abmüht oder in den Tiefen der Kameramenüs nach der richtigen Einstellung sucht, der wird sich später ärgern. Tolle Fotos entstehen eben nicht nur durch Glück allein, sondern nur wenn man im richtigen Moment sein Handwerk beherrscht.

Daher empfehle ich jedem ambitionierten Amateur regelmäßig seine Kamera in die Hand zu nehmen, sich kleine fotografische Aufgaben zu stellen und den Umgang mit Kamera und Zubehör so lange zu üben bis alles wie im Schlaf funktioniert. Wer zwischendurch mal die Bedienungsanleitung seiner Kamera studiert ist hier zusätzlich im Vorteil.

Ich werde oft gefragt welche Kamera ich denn empfehlen würde. Im Gespräch kommt meist schneller heraus, dass der “Fragende” bereits eine gute Kamera besitzt aber sie ganz und gar nicht bedienen kann und bislang immer zu faul war mal einen Blick in die Bedienungsanleitung zu werfen oder sich durch ein gutes Buch zu schmökern. Oft wird beim Wunsch nach besseren Fotos die Hoffnung in das neue Equipment gesetzt, was aber ein Trugschluss ist. Ich selbst habe mir vor fast 20 Jahren meine erste E-Gitarre gegönnt und in den Jahren danach immer wieder neue, besser, tollere Instrumente gekauft. Letztlich kann ich noch immer nicht vernünftig Gitarre spielen und habe viel Geld für Instrumente ausgegeben die ich gar nicht beherrsche.

Mit teuren Fotoapparaten ist es eigentlich ganz genau so. Gibt man einem Eric Clapton eine Stratocaster aus Korea in die Hand die man im Musikgeschäft um die Ecke für 500 Euro kaufen kann, dann wird er auf dieser Gitarre unglaublich gut musizieren können. Bei einer Kamera ist es ganz ähnlich. Wer seine 500 Euro Kamera im Schlaf beherrscht und alles heraus zu kitzeln vermag was die Kamera bietet, der wird immer bessere Fotos schießen als die gut betuchten Besitzer gewaltig großer Kameras die sich an jedem schönen Sonntag mit ihrem Ausrüstung im Zoo abmühen und sich von ihrem “Foto-Führer” die Zusammenhänge zwischen Zeit und Blende immer wieder mühsam erklären lassen müssen.

Wissen ist Macht – Nix wissen macht nix…

All jenen unter Euch die an ihren Fähigkeiten feilen wollen empfehle ich für den Anfang einen Blick in ein gutes Buch. Wer lieber via Kindle liest, der findet beispielsweise bei amazon.de auch sehr locker geschriebene und gut lesbare Bücher von Scott Kelby. Mir haben die folgenden vier Bücher von Tom Ang schon vor ein paar Jahren wirklich viel Spaß bereitet. Inzwischen mag es aktuellere Kameras als die in den Büchern abgebildeten geben. Aber wie gesagt, ein Eric Clapton vermag auch auf einer alten Gitarre gute Musik zu machen :-)

TomAng-Profitechniken

TomAng-Fotogafieren-das-ganze-Jahr

TomAng-Wie-die-Profis

TomAng-Praxiskurs


Nikon D800E – Filmen mit dem SAMYANG 2,8/14mm

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Eines der beliebtesten Objektive für das Nikon FX-Format (Vollformat) ist zweifellos das überragende Nikkor AF-S 2,8/14-24mm. Leider ist dieses Objektiv aber extrem teuer und aufgrund der Tatsache, dass man keine “normalen” Filter verwenden kann in der Nutzung etwas eingeschränkt. Ich habe mich daher entschieden mir das Nikkor AF-S VR 4/16-35mm zu kaufen und es mit dem sehr preiswerten SAMYANG 2,8/14mm zu ergänzen. Zwar ist das SAMYANG nicht genau genauso leistungsfähig wie das um ein vielfaches teurere Nikkor AF-S 2,8/14-24mm, aber Blickwinkel und Abbildungsqualität sind trotzdem sehr ähnlich und damit ist dieses billige Objektiv letztlich mehr als brauchbar.

Vor ein paar Wochen hatte ich auf Teneriffa die Gelegenheit mich ein paar Stunden lang mit der Nikon D800E, dem SAMYANG 2,8/14mm und meiner Nikon 1 V1 samt AF-S VR 10-100mm PD im Abaco bei Puerto de la Cruz zu vergnügen. Aus dem an diesem Tag eingesammelten Filmmaterial habe ich gestern für Euch ein kurzes Video erstellt. Die Hintergrundmusik ist sehr authentisch, sie stammt von einer kleinen Volklore-Truppe die im Innenhof des Abaco eine Aufführung dargeboten hat. Dort habe ich eine Weile zugeschaut und das bunte Treiben mit meiner Nikon 1 V1 und aufgestecktem Nikon ME-1 Mikrofon gefilmt. Für das Intro im Mietwagen habe ich meinen SONY HDR-MV1 Audio-Recorder verwendet.

Alle Kamera-Schwenks habe ich mit dem SIRUI M3204 und dem SIRUI K-30X Kugelkopf improvisiert. Dieser Kugelkopf ist eigentlich für die Fotografie und weniger für bewegte Bilder gedacht. Und man merkt es auch ganz deutlich, denn es ist gar nicht einfach damit einen wirklich ruckfreien “sauberen” Schwenk hinzubekommen. Bei den Kamerafahrten, die ich im Garten des Abaco aufgenommen habe, hätte ich besser den kontinuierlichen Autofokus abgeschaltet und alles mit Blende 22 und Ausnutzung der Hyperfokaldistanz aufgenommen. Aber hinterher ist man immer schlauer und daher ist es etwas ärgerlich, dass der Autofokus deutlich sichtbar nachjustiert. Aber letztlich ist es für Euch ein gutes Anschauungsobjekt und wenn Ihr später einmal eine ähnliche Kamerafahrt aufnehmen wollt, erinnert Ihr Euch vielleicht an diese Zeilen :-)

Hier nun das Video aus dem famosen Abaco. Es ist wirklich kurz denn ich habe viele Einstellungen beispielsweise aus der liebevoll dekorierten Küche weggelassen damit es Euch nicht langweilig wird.

Hier noch einige Fotos für jene unter Euch die sie noch nicht kennen.

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Hier noch ein Foto das ich einige Tage zuvor mit dem SAMAYANG 2,8/14mm mitten in der Nacht bei Vollmond und ISO-1600 oben im Gebirge am Fuße des Pico del Teide aufgenommen habe.

El Teide with transient Lake after a huge storm - Nikon D800E & SAMYANG 2,8/14mm


Nikon 1 V2 – Filmen im Tierpark

Eigentlich hatte ich mir vorgenommen nach unserer Rückkehr aus Teneriffa ein einziges großes Video zu erstellen. Aber nun habe ich irgendwie Spaß daran einzelne Teile zu kurzen “handlichen” Videos zu verarbeiten. Heute habe ich ein neues Video für Euch das ohne viel Schnickschnack auskommt. Es gibt nur einfache Schnitte und zwei sehr sparsame Ausblendungen. Manchmal ist weniger mehr, bei diesem Video sollen nicht die tollen Übergangseffekte aus Final Cut Pro X wirken, sondern die Bilder der wunderschönen Tiere die der Jungle Parque bei Arona im Süden Teneriffas für seine Besucher bereit hält.

Final Cut Pro X - Jungle Park

Während des Video-Schnitts habe ich überlegt ob ich die Bilder des einäugigen Weißkopfseeadlers und seines verletzten “Kollegen” wegschneiden soll, aber dann habe ich sie doch verwendet. Schließlich gibt es diese Tiere im Jungle Parque und sie sind trotz ihrer Behinderung beeindruckende Tiere. In der freien Natur wären sie sicher längst verendet, hier im Park werden sie liebevoll gepflegt und könnten hier in Ruhe alt werden, wenn sie nicht ständig von en Touristen angepfiffen oder sonst wie geärgert würden. Manchmal frage ich mich, wer im Tierpark eigentlich wen anschaut! Besonders bei den Affengehegen geben viele Menschen oft die deutlich animalischeren oder besser “dümmeren” Laute von sich.

Im Video kann man die Nikon 1 V2 mit FT-1 Adapter und dem Nikon AF-S VR 2,8/70-200mm mehrfach sehen. Diese Aufnahmen habe ich wiederum mit meiner Nikon 1 V1 und dem AF-S VR 6,7-13mm Weitwinkelzoom aufgenommen. Dieses hatte ich dabei auf meinem kleinen Manfrotto Schwebestativ montiert. Einige wenige Sequenzen habe ich auch mit dem wunderbaren AF-S VR 10-100mm PD und der Nikon 1 V1 gefilmt.

Hier habe ich noch einige Fotos die ich “zwischendurch” schnell aus dem Handgelenkt geschossen habe. Eigentlich wollte ich nur filmen, aber ich bin doch sehr froh, dass ich noch einige schöne Fotos mit nach Hause bringen konnte. Das ist für mich einer der größten Vorteile dieses sehr kompakten Systems. Die Kameras des Nikon 1 Systems machen nicht nur schöne Videos sondern auch sehr brauchbare Fotos.

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Hier noch meine Tipps für das Fotografieren in Zoos oder Tierparks:

  1. Teleobjektive helfen die Motive groß abzubilden und schön vom Hintergrund abzuheben. Bei der Brennweite der Teleobjektive gilt wie fast immer “Mehr ist Mehr”. Doch lichtstarke Superteleobjektive kosten schnell ein größeres Vermögen. Hier sind alle Fotoamateure im Vorteil die Kameras mit hochauflösenden kleinen Chips verwenden und daher zu preiswerteren kürzeren Teleobjektiven greifen können.
  2. Der CX-Chip der Nikon 1 Kameras hat einen Verlängerungsfaktor von 2,7. Damit wird aus einem 100mm Teleobjektiv ein 270er Tele, das ist schon sehr brauchbar. Besser ist ein 200er Tele, dass dann einem 540mm Tele entspricht. Wer nun noch einen 1,7-fach Teleconverter verwenden kann, der kommt auf sagenhafte 918mm und kann damit aus Entfernungen von ca. 10 Metern Motive die etwa einen Meter groß sind sehr schön abbilden.
  3. Etwas größer sind die Sensoren der Kameras des Micro-Four-Thirds-Systems (HFT oder auch M34). Hier hat der Chip der Kamera 1/4 der Größe eines normalen Kleinbild-Dias. Dieses wird häufig als “Vollformat” bezeichnet und hat 24x36mm. Verglichen mit den 6x7cm einer Mamiya RZ-67 ist das natürlich immer noch winzig, aber das ist ein ganz anderes Thema. Der Sensor einer MFT Kamera hat also die halbe Diagonale einer Kleinbild bzw. “Vollformatkamera”. An einer MFT Kamera kann man mit entsprechenden Adaptern diverse Fremdobjektive anbringen. Für das System werden Zoom-Objektive mit einer Brennweite bis ca. 200mm angeboten, die wegen des Verlängerungsfaktors von 2.0 einem 400er Teleobjektiv entsprechen. Wer ein Vollformat-Fremdobjektiv via Adapter benutzt muss in der Regel alles manuell einstellen, hat keinen Autofokus und keinen Bildstabilisator. Das sollte man beim Kauf eines entsprechenden Adapters bedenken!
  4. Wer beispielsweise mit einer Nikon D7000 zur Fototour ausrückt hat einen DX-Chip der halb so groß ist wie ein 35mm Diapositiv. Damit ist die Diagonale um den Faktor 1.5 kleiner als bspw. bei einer Nikon D800 mit einem “Vollformatchip”. Wer mit einer solchen Kamera im Tierpark schöne Fotos machen möchte, dem würde ich ein 400mm Teleobjektiv empfehlen, das einem 600mm Teleobjektiv im “Vollformat” entspricht. Ein Telekonverter ist ggfs. auch hier eine sinnvolle Ergänzung. Man sollte beachten, dass nicht jedes Teleobjektiv mit allen Telekonvertern kompatibel ist!
  5. Wer mit einer “Vollformatkamera” wie beispielsweise der Nikon D800 in den Zoo geht, dem würde ich ein 600er Teleobjektiv empfehlen.
  6. Um Tiere in einem Gehege zu fotografieren sollte man sich wenn möglich einen leicht erhöhten Standpunkt suchen um freien Blick zu haben. Viel Geduld hilft dabei wirklich schöne Fotos zu erhalten. Viele Tiere streifen auf den immer wieder gleichen Bahnen durch ihr Gehege. Wer die Tiere ein wenig studiert kann seine Fotos oft ein wenig “planen” und wird die besseren Bilder aufnehmen als seine ungeduldigen Kollegen.
  7. Muss durch eine Glasscheibe fotografiert werden, sollte man das Objektiv mit der Gegenlichtblende möglichst direkt vor der Scheibe positionieren. Geht das nicht, kann man mit einem Stück schwarzen Karton oder Stoff störende Reflexionen abschirmen. Wer ein schwarzes T-Shirt trägt ist hier oft im Vorteil und kann sich einfach geschickt aufstellen und damit Reflexionen sehr effizient reduzieren.
  8. Will man Tiere fotografieren die sich in einem vergitterten Gehege aufhalten, so klappt das am besten wenn sie sich etwa in der Mitte des Geheges befinden. Die Kamera setzt man möglichst nahe an das Gitter und wählt ein weit geöffnete Blende. Das Gitter sollte möglichst im Schatten liegen, damit es so gut wie möglich in der Unschärfe des langen Teleobjektiven verschwindet.
  9. Tiere die sich direkt am vorderen Gitter befinden braucht man gar nicht erst zu fotografieren, das wird eh nichts :-)
  10. Besucht man den Tierpark an kalten Tagen sind meist weniger andere Besucher zugegen. Die Tiere sind entspannter und man macht die besseren Fotos.
  11. Gute Vorbereitung hilft Zeit zu sparen. Meiner Erfahrung nach ist es besser sich auf einige wenige Tierarten zu konzentrieren statt zu versuchen, an nur einem Tag alle Tiere eines Parks abzulichten.

Fazit:

Auch wenn viele ambitionierte Amateure angesichts einer Nikon 1 oft die Nase rümpfen, kann man mit dieser Kamera gerade in Tierparks wirklich tolle Fotos und Videos machen. Bereits ein relativ preiswertes leichtes 200mm Teleobjektiv ermöglicht dank des kleinen Chips dieser Kamera bereits teils atemberaubende Abbildungsmaßstäbe. Eine Vollformatkamera mit vergleichbarem Abbildungsmaßstab schlägt schnell mit mehr als 10.000 Euro zu buche und wiegt ein vielfaches. Hier heißt es also abzuwägen zwischen Kosten, Gewicht und Nutzen.

Sehr cool ist, dass die Nikon 1 in Verbindung mit dem FT-1 Adapter moderne Nikon Objektive praktisch vollständig ausreizen kann. Autofokus, Bildstabilisator, alles funktioniert so wie man es gewohnt ist. Damit ist meiner Meinung nach die Nikon 1 bei der “preiswerten” Fotografie in Zoos und Tierparks derzeit unschlagbar.


Fotoschule Teil 9 – Reisefotografie III

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Im Vergleich zum Winter des letzten Jahres kann man diesen Winter eigentlich gar nicht so wirklich ernst nehmen. Der Grund ist ebenso einfach wie plausibel: Kalt ist woanders

Und weil sich auch beim Wetter im alles fein auszugleichen versteht, müssen gerade die Menschen in den USA und Russland heftig frieren während die dort nach Süden wandernden extrem kalten Luftmassen reichlich warme Luft von Nordafrika hinauf zu uns nach Europa drücken. Trotz des milden Wetters habe ich aktuell wieder einmal fieses Halsweh und die meiste Zeit des Wochenendes mit Tee und warmen Decken auf dem Sofa verbracht. Und weil das so extrem langweilig ist, habe ich von den schon auf Teneriffa vorbereiteten Videodateien ein neues Video zum Thema Reisefotografie für Euch bei YouTube hochgeladen.

 

Bereits gestern habe ich ein Video hochgeladen, das am gleichen Tag mal schnell zwischendurch entstanden ist. Es hat zwar mit der Fotografie nur wenig zu tun, aber vielleicht interessiert es ja den einen oder anderen unter Euch wie sich der SONY HDR-MV1 im Soundcheck gegen eine GoPro HD HERO 1080 schlägt.

 

Für alle die es noch nicht kennen in hier der zweite Teil zum Thema “Reisefotografie”.

 

Damit alles rund ist, habe ich hier noch den ersten Teil für alle die ihn noch nicht gesehen haben.

 

Ich hole mir jetzt eine Tasse heißen Tee aus der Küche und hoffe, dass ich pünktlich zu Beginn der neuen Woche wieder fit bin.


Fotoschule Teil 8 – Reisefotografie auf Teneriffa

Nach der Rückkehr aus Teneriffa habe ich nun einiges an Videomaterial woraus ich noch das eine oder andere kurze Video erstellen kann. Nachdem ich Euch im letzten Teil gezeigt habe was ich auf Reise aktuell dabei habe und wofür das alles ist, gibt es heute ein etwas kürzeres Video das ich nach einer Straßensperre schnell in meinem Auto auf Teneriffa improvisiert habe. Beim Schnitt habe ich noch ein wenig “Teneriffa-Bonusmaterial” darunter “geschummelt”.

In den nächsten Tagen wird es hoffentlich einen kurzen dritten Teil zu diesem Thema geben. Danach habe ich noch etwas Material für einen Vergleich des SONY HDR-MV1 mit der GoPro HD-HERO 1080. Sobald das alles verarbeitet und veröffentlich ist werde ich mich langsam aber sicher mit dem Schnitt des eigentlichen Reisevideos beginnen. So seid Ihr dann schon ein wenig eingestimmt und könnt hoffentlich mit den Locations aus dem Reisevideo etwas mehr als nur den Namen verbinden.

Ich wünsche Euch viel Spaß mit dem neuen Video :-)

Ach ja, in meinem Video habe ich auch das “Glück” angesprochen. Hier habe ich noch ein etwas älteres Video das ich im Jahr 2011 mit meiner Nikon P7000 im Monument Valley aufgenommen habe. An diesem Tag habe ich auf eine ganz besonderes Event gehofft und es sah lange so aus als wenn es nichts werden würde. Aber dann konnte ich doch noch ein paar schöne Fotos machen.

Am Tag danach habe ich gehofft, dass es noch besser wird, denn dieses Schauspiel gibt es im Frühjahr und im Herbst an jeweils drei Tagen im Jahr. Am zweiten Tag ist das Schauspiel etwas ausgeprägter und am dritten Tag sieht es etwa so aus wie am ersten Tag. Welcher Tag laut Kalender wirklich perfekt ist, das kann man in den einschlägigen Internet-Foren erfragen oder man hat eben gleichgesinnte Mitstreiter die bereit sind sich zusammen mit Euch die Beine in den Bauch zu stehen und ordentlich lange für eine gutes Foto zu frieren. Aber ob das Wetter dann auch wirklich so mitspielt wie man es sich erhofft, das steht auf einem ganz anderen Blatt.

Also viel Spaß bei diesem Video das ich nach meinem damaligen Fotofreund Allan Vasenius aus Los Angeles benannt habe. Hier ist noch ein Foto das Allan mir später geschickt hat.

The Vasenius Shadow at Monument Valley

Nach meiner Rückkehr hat Allan mir eine E-Mail geschickt in der er seine Reise für mich und seine Freund zusammengefasst hat. Ein paar schöne Fotos gibt es dort auch zu sehen.


Fotoschule Teil 7 – Reisefotografie

Nach unserer Heimkehr aus Teneriffa ist nun etwas Zeit um mich durch die vielen Stunden Video-Material zu arbeiten und mehrere tausend RAW-Bilder zu sichten. Im Vergleich zu den letzten Reisen ist meine “fotografische Beute” diesmal etwas bescheiden ausgefallen. Dies liegt daran, dass zwei sehr schöne Locations geschlossen bzw. nicht mehr erreichbar sind und weil ich in diesem Jahr wesentlich mehr gefilmt als fotografiert habe.

Dementsprechend geht es Teil 7 meiner Serie “Ansgar’s kleine Fotoschule” nicht nur um die Fotografie sondern auch um die Hilfsmittel zur Erstellung schöner Videos die ich diesmal dabei hatte. Einige der Dinge die Ihr im Video zu sehen bekommt habe ich nicht so nutzen können wie ich es mir vorgenommen oder gewünscht habe. Das lag auch am ungewöhnlich kalten Wetter und meiner noch immer sehr angeschlagenen Gesundheit.

So war ich nur einmal zu nächtlicher Zeit über den Wolken hoch oben im Gebirge. Es war so bitterkalt, für einige neue Fotos der Milchstraße wollte ich keine neuerliche Lungenentzündung riskieren. In den letzten Tagen gab es wieder reichlich neuen Schnee mit schwerem Glatteis auf Teneriffa. Es war nicht lustig und es hat fast eine Woche gedauert bis die Straßen wieder befahrbar waren. Aktuell zeigt sich der höchste Berg der Spanier wieder herrlich weiß verschneit und ich wenn ich die Facebook-Fotos der Menschen aus La Orotava sehen, möchte ich am liebsten gleich wieder hin :-)

Aber nun muss erst einmal das Geld für die nächste Reise verdient werden. Mit ein wenig Glück geht es in ein paar Monaten nach zweijähriger Pause endlich wieder in die USA. Schauen wir mal, schöne Fotos bspw. aus dem Yellowstone Nationalpark habe ich bislang noch keine in meinem Portfolio.

Vielleicht noch ein paar Worte zum Video, ich habe es mit dem SONY HDR-MV1 Audiorecorder und einer Nikon 1 V2 aufgezeichnet. Die Tonspur kommt vom SONY HDR-MV1. Wer also überlegt sich dieses sehr coole kleine Ding zu kaufen, der sollte sich das Video ggfs. beispielsweise via Apple TV auf dem heimischen Fernseher und über eine große Stereoanlage anhören. Zu Beginn des Videos hört man dann auch schon wie extrem empfindlich die Mikrofone des HDR-MV1 sind. Ich habe eine etwas hastige Bewegung gemacht und das Gerät ein wenig durch die Gegend geschwenkt und man hört auf guten Lautsprechern sehr deutlich die damit verbundenen Windgeräusche!

Dann gibt es noch eine Szene in der ich einige streitende Tiere im Affengehege aufgenommen und dies als Tonspur für eine kurze Video-Sequenz verwendet habe. Eigentlich war es an diesem Tag im Jungle-Park fast windstill, aber eine ganz leichte Brise gab es doch und wer genau hinhört, der hört sie im Video auch sehr deutlich.

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Mein Fazit:

Die Video- und Audioqualität des SONY HDR-MV1 hat mich sehr überzeugt. Allerdings sollte man das Gerät nur in geschlossenen Räumen verwenden. Einen Windschutz kann man aufgrund der Bauweise gar nicht oder nur sehr schlecht anbringen. Daher könnte man es bei Außenaufnahmen bspw. mit einem Nikon ME-1 inkl. Windschutz kombinieren. Das habe ich versucht und die Ergebnisse waren auch ganz ordentlich. Besser eignet sich für den Außeneinsatz allerdings der ZOOM H2n inkl. Windschutz. Leider hatte ich diesen Windschutz daheim vergessen. Also habe ich meist mit einer etwas zusammen gerollten kleinen Socke improvisiert. Es sah zwar etwas komisch aus, hat aber durchaus gut funktioniert.

In den nächsten Tagen gibt es noch einen kurzen zweiten Teil zu diesem Video und dann habe ich auch noch etwas Material zum Thema “Fotografieren bei Nacht”. Es wird also nicht langweilig werden :-)

Ich bin sehr gespannt auf Euer Feedback. Schreibt mir doch mal was ihr alles auf Euren Reisen mitschleppt, was ihr davon letztlich doch nicht benutzt und wie ihr es künftig handhaben wollt. Ich freue mich darauf!!


Teneriffa 12-2013 – Tag 22

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Nach drei Wochen auf dieser tollen Insel müssen wir heute wieder heim fliegen. Der Hinflug mit den spartanischen „German Wings“ war extrem holprig und die vielen Turbulenzen haben den meisten Fluggästen das schiere Entsetzen in die Augen getrieben. Mir ist aufgefallen, dass sich auf dem Hinflug die meisten Gäste eher ruhig verhielten…

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Oft ist die Stimmung an Bord eine wenig ausgelassen, alle Fluggäste schnattern alle wild durcheinander, stehen im Gang und reden stundenlang über alle Belanglosigkeiten unseres kurzen Daseins auf dieser schönen Welt. Bei unserem Hinflug war das grundlegend anders. Alles saßen brav angeschnallt ihn ihren Sitzen, kämpften mit Angst und Brechreiz und schauten teils ängstlich auf die sich hin und her biegenden Flügel unseres Fliegers.

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Für den Rückflug mit airberlin haben wir deutlich mehr Glück mit dem Wetter. Die Maschine soll um 19h40 starten, also ist 17h30 eine gute Zeit für den Check-In am Flughafen. Im Hotel liegen Mappen der einzelnen Reiseveranstalter aus. Dort haben wir am Vortag nachgesehen ob alles planmäßig ablaufen wird.

Wegen des späten Abflugtermins haben wir am Morgen nochmals alle Zeit der Welt und genießen das tolle Wetter in der Sonne auf der Terrasse vor dem Frühstücksraum. Unsere Koffer haben wir zum Teil schon am Vorabend gepackt und so sind wir um 11h abmarschbereit. Ein Problem ist, dass unser OPEL Meriva keine Ablage für den Kofferraum mehr hat. Alles was in diesem Auto transportiert wird ist also von außen mehr als gut einsehbar. An eine letzte Tour weit ab von unserem Mietwagen mag ich daher gar nicht denken. Also treffen wir uns ein letzten Mal mit unseren Freunden unten in La Paz dem deutschen Viertel von Puerto de la Cruz. Wir parken unser Auto so, dass wir es im Blick haben während wir die warme Sonne bei einem letzten Barraquito genießen.

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Gegen 12h30 machen wir uns auf den Weg zum Flughafen. Den Weg kennen wir inzwischen wie im Schlaf und wo wir unseren Mietwagen abgeben müssen ist auch kein Geheimnis mehr. Vor zwei Jahren habe ich versehentlich den Schlüssel unseres Mietwagens nicht abgegeben und dies erst nach der Sicherheitskontrolle bemerkt. Das war ein wenig blöd aber letztlich unkritisch weil noch genug Zeit war um zurück zum CICAR Büro zu laufen und mich erneut bei der Sicherheitskontrolle anzustellen. Heute habe ich das im Kopf und so vergesse ich es nicht wieder!

So recht habe ich keine Ruhe um noch irgendwo einen Spaziergang zu unternehmen. Am Flughafen treffen wir daher viel zu früh ein. Ich gebe kurz den Schlüssel des Mietwagens ab und schaue mal ob schon ein Schalter von airberlin geöffnet hat. Wir haben erst 14h und unser Flieger soll um 19h40 starten, da wäre es toll wenn wir die Koffer abgeben und uns noch ein wenig die Umgebung anschauen könnten. Aber dieser relativ kleine “Provinzflughafen” ist darauf nicht vorbereitet. Alle Koffer kommen auf Wagen die gezielt am Ende der Förderbänder für das Gepäck aufgestellt werden. Die airberlin Fluggäste die ab 14h eingecheckt werden wollen nicht nach Köln, würde man uns jetzt auch einchecken, so würden unsere Koffer irgendwo, aber nicht in Köln landen und das wäre eine mittlere Katastrophe.

Wir erfahren, dass unser Flug am Schalter 28 und 29 ab 17h40 eingecheckt wird. Also warten wir dort hübsch brav bis wir endlich an der Reihe sind.  Immer wieder kommen Urlauber die auch nach Köln/Bonn fliegen wollen. Alle sehen den besetzten Schalter 28 und wollen sofort einchecken, aber alle sind wie wir zu früh und müssen ebenfalls warten.

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Als unser Schalter endlich um 17h40 nach langen Stunden geöffnet wird stehen wir tatsächlich am Anfang der Schlange und werden als erste Fluggäste eingecheckt. An den Sicherheitskontrollen ist viel los, aber es klappt alles mehr als problemlos. Nun haben wir noch mehr als eine Stunde bis zum Boarding. Auf der Suche nach dem Irish Pub in dem wir sonst immer gewartet haben müssen wir leider feststellen, dass es ihn nicht mehr gibt. Statt dessen ist dort nun ein etwa doppelt so großer Mix aus Imbiss und Take-Away. Ich organisiere uns zwei kleine Flaschen Rotwein, zwei Sandwiches und eine kleine Toblerone, das kostet fast 20 Euro – Flughafenpreise!

Als wir im Flieger sitzen haben wir Platz 13 A und B – also linke Seite in unserer Boing 737-800 und sogar VOR den Triebwerken. Eigentlich ein mehr als idealer Platz um beim Start ein wenig zu filmen oder schöne Fotos vom Pico del Teide zu machen. Aber wegen des späten Starts ist es schon stockfinster und der Teide ist ebenso wenig zu sehen wie der unbeleuchtete Rest der Insel. Mein großes Reisevideo wird also ohne eine entsprechende Szene auskommen müssen. Oder ich nehme einfach eine Sequenz aus einem der letzten Jahr, “das merkt eh keiner” :-)

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Der Flug ist relativ kurz und mehr als problemlos. Der Service bei airberlin ist vorbildlich und wird sind froh, dass wir nicht ständig das Portemonnaie zücken müssen nur um einen Schluck Wasser zu erhalten. Mein Account bei WatchEver ist inzwischen ausgelaufen und so habe ich aktuelle keine Filme mehr die ich auf dem Rückflug anschauen kann. Alles was noch im Offline-Modus verfügbar war, habe ich in den letzten Tagen schnell „weggeguckt“. Nun bin ich ganz gespannt auf die dritte Staffel der sehr coolen Serie „True Blood“. Weil ich eh nichts zum Anschauen habe, lehne ich mich in meinem Sitz entspannt zurück und genieße unter meinem BOSE QuitComfort 15 die Abgeschiedenheit vom Fluggeschehen und die wunderbare stille bei leiser musikalischer Berieselung aus meinem Smartphone.

Als wir in Köln landen ist es kurz vor 2h in der Nacht. Am Gepäckband ist mein Koffer einer der allerersten, ganz kurz danach kommt Sandras Koffer – super!! In Köln ist es nasskalt und wirklich ungemütlich, daher sind wir froh, dass wir sofort ein schönes großes Taxi finden, in das all unser Gepäck auf Anhieb hineinpasst. Geld für das Taxi habe ich noch übrig und so klappt der Transfer vom Flughafen bis nach Hause wirklich problemlos. Als wir mitten in der Nacht um 3h endlich daheim im Bett liegen sind wir ziemlich erledigt aber auch sehr froh wieder heil daheim zu sein.

Am nächsten Morgen sind die Augen verklebt, der Kopf tut weh und ich habe noch ein wenig mit den Folgen des Fluges zu kämpfen. Mir schlägt die Luft und den Flugzeugen immer schwer auf die Atemwege. Dass es bei airberlin immer mal wieder einen kostenlosen Schluck Wasser gibt hilft da ein wenig. Nach drei Wochen auf Teneriffa schmeckt der erste frische Kaffee aus dem tollen eigenen Vollautomaten irgendwie fremd und ungewohnt. Wirklich gut schmeckt das eigentlich nicht, aber er macht wach und hilft mir den ersten Tag in Deutschland im Jahr 2014 anzugehen.

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Deutschland hat uns also wieder und in ein paar Stunden bin ich schon wieder in meinem kleinen Mainzer Appartement und morgen pflichtbewusst und pünktlich im Büro. Die Reise war wieder wunderbar und ich habe mich so erholt wie ich es gehofft hatte.

Die allerbesten Fotos sind gleich am Anfang der Reise nachts oben am Pico del Teide entstanden. Ich bin also mit meiner “Beute” ganz zufrieden und das was ich nicht geschafft habe, werde ich vielleicht im Dezember dieses neuen Jahres nachholen. Aber schauen wir mal, jetzt kann 2014 erst einmal kommen…

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Teneriffa 12-2013 – Tag 21

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Heute ist der letzte Tag unserer Reise, schon morgen geht es in den Abendstunden wieder zurück ins kalte und verregnete Deutschland. Zwar waren die Temperaturen während der letzten Wochen in Deutschland ungewöhnlich mild, aber es hat vielerorts lange und ausgiebig geregnet. Hier auf Teneriffa hatten wir nur an einem Tag am Nachmittag und in den Abendstunden etwas Regen. Mein Freund Wolfgang hat mir erzählt, dass es hier auch schon einmal über sagenhafte 18 Monate keinen Regen gab. Das ist natürlich mehr als heftig und so gesehen können wir sehr froh über den Regen sein, auch wenn man an einem Abend mal nicht draußen sitzen konnte.

Sehr schön ist übrigens auch, dass durch den vielen Regen den die Stürme im November und Anfang Dezember mitgebracht haben die Insel derzeit saftig grün ist. Zwar blühen hier aktuell deutlich weniger Pflanzenarten als beispielsweise im Mai und Juni, aber besonders im Süden der Insel fällt im Vergleich zu den Vorjahren auf, dass sogar in der unwirklichen felsigen Landschaft überall saftiges Grün zu sehen ist.

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Zum Frühstück nehmen wir uns warme Jacken mit und setzen uns sofort nach draußen. Die Sonne ist noch hinter dem Gebirge irgendwo über Gran Canaria, aber die Temperaturen sind trotzdem recht mild. Als wir unsere erste Tasse Kaffee trinken kommt dann auch schon die Sonne heraus. Nun beginnt der große Ansturm auf die wenigen Plätze auf der Terrasse vor dem Speisesaal, aber heute haben wir uns zwei Logenplätze gesichert und das sogar OHNE HANDTÜCHER!!

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Während wir die Sonne genießen nimmt meine Nikon 1 V1 oben im Schlafzimmer durch das kleine Fenster das nach Osten zeigt wieder eine Zeitraffer-Sequenz auf. Alle 10s ein Bild und das 900x – das dauert seine Zeit und als wir nach unserem echt ausgiebigen Frühstück wieder auf dem Zimmer sind ist die Sonne schon „voll da“ und die 900 Bilder sind dennoch nicht erreicht, also drücke ich die Taste „Menu“ und schon ist die Serie beendet. Schnell die Karte in das Notebook und alles auf die Urlaubsfestplatte kopieren, es wurden 598 Fotos aufgenommen. Bei 30 Bildern pro Sekunde dauert dieses Sequenz dann etwa 20 Sekunden, für mein großes Video eigentlich schon viel zu lang. Daher werde ich bim Videoschnitt entscheiden ob ich etwas wegschneide oder vielleicht das Tempo nochmals etwas anhebe. Diesmal habe ich alle Bilder sowohl im RAW- als auch  JPG-Format aufgenommen. So kann ich auf meinem Mac blitzschnell mit dem kleinen Programm „Time-Lapse“ eine Vorschau der Sequenz erstellen. Das dauert kaum zwei Minuten und schon kann ich ungefähr sehen wie es werden wird. So machen Zeitraffer-Aufnahmen wirklich Spaß.

Gegen Mittag entschließen wir uns zu einem letzen kleinen Ausflug. Unser Weg führt uns über die Autobahn in Richtung La Laguna. Kurz bevor es auf die Südliche Autobahn geht, nehmen die Abfahrt zur Umgehungsstraße in Richtung Anaga-Gebirge. Wir folgen der Ausschilderung nach Tejina und Tegueste. Als wir auf der Höhe von Tegueste sind ist dann auch unser eigentliches Ziel Punta de Hidalgo ausgeschildert. Mitten im Ort biegen wir nach links ab und parken unser Auto in der Nähe der Promenade beim Hotel „Altagay“.

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Unterhalb des Hotels gibt es eine nettes Italienisches Restaurant mit dem schönen Namen „Angelo“. Dort kann man im Garten unter gewaltigen Gummibäumen sitzen und hat einen großartigen Blick auf den Pico del Teide. Als ich meine Sandra darauf aufmerksam mache sieht sie ihn allerdings nicht, denn der Dunst ist heute ziemlich. Erst nach mehrmaligem „Ja daaaaa…“ quittiert sie meine Bemühungen mit einem „Ach daaaaa…“.

Die Speisekarte gibt so etliches her und wir entscheiden uns für den Fisch des Tages mit einem Salat, etwas Brot und Pommes und Papas Arugadas. Als der Fisch kommt sind wir wirklich überrascht, jeder von uns bekommt einen kompletten aufgeschnittenen Fisch mit viel Knoblauch frisch vom Grill – lecker! Zur Abrundung gibt es noch einen Barraquito mit Likör und einen Ramazotti für meine Sandra, man kann es sich hier sehr schön machen! Das gesamte mehr als opulente Mahl kostet 42,90 Euro.

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Nach einer Weile haben wir das Gefühl uns wieder bewegen zu können, ich hole mein Stativ und schon geht unten an der Promenade die Fotosession los. Ich probiere dies und das, aber das Licht ist nicht schön und Wind heftiger Wellengang treibt immer wieder feine Wassertropfen durch die Luft. Später im Hotel werde ich feststellen, dass eigentlich alle HDR-Versuche unbrauchbar sind, weil sich auf den Frontlinsen meiner Objektive hunderte feinster Wassertropen angesammelt haben. Aber irgendwie hat mich die Muse heute eh nicht so geküsst…

Um 17h15 ist der Sonnenuntergang nicht mehr ganz fern, ob er spektakulär wird darf man bezweifeln. Meiner Sandra ist kalt, sie muss mal wohin und hat außerdem überhaupt keine Lust mehr mir bei meinen Leibesübungen mit Stativ und Kamera zuzuschauen. Wer wirklich intensiv fotografieren will, macht das eben am allerbesten allein! Bevor es Genörgel gibt und die Bilder eh nichts taugen packe ich meine Sachen zusammen und wir wandern zum Auto zurück.

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In einem Kreisverkehr geht es hoch nach La Laguna zur Autobahn, dort sind wir auf dem Hinweg auch hergekommen. Gleich rechts geht es nach Puerto de la Cruz. Sandra weist mir den Weg und ich folge ihrem Hinweis. Aber eigentlich ist es falsch, doch umeigentlich ist es auch egal, so können wir uns noch ein wenig die niedlichen Ortschaften rund um El Socorro anschauen.

In einer recht unübersichtlichen Rechtskurve treten die beiden Autofahrer vor mir dann urplötzlich voll auf die Bremse. Rechts steht Polizei, gelbes Blinklicht, irgendwas ist los…

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Seit dem 1.1.2014 gilt auch auf Teneriffa eine Promillegrenze von 0,0% Alkohol!! Da ich hier lieber keinen Ärger will, gab es zum Mittagessen für mich kein Bier sondern eine Cola und der kleine Barraquito liegt schon mehrere Stunden zurück. Aber es ist gar keine Verkehrskontrolle, hier hat es ganz ordentlich gekracht! Zwei Abschleppwagen sind dabei zwei heftig demolierte Autos nach einem seitlichen Frontalzusammenstoß abzutransportieren. Daher hat die Polizei die Straße kurzzeitig gesperrt. Die reumütige Verursacherin steht noch eine Weile neben dem Citroen C5 der Verkehrspolizei und muss diverse Unterschriften leisten. Die Insassen des anderen Autos haben schon alles erledigt und müssen jetzt zu Fuß los und sich ein Taxi suchen. Nach etwa 15 Minuten sind die demolierten Autos verladen und die Glassplitter von der Straße gefegt, es geht wieder weiter. Ein paar hundert Meter später stoßen wir auch schon auf die Autobahn. Man fährt ein Stück neben der Autobahn und kann dann ganz elegant aus einem kleinen Kreisverkehr heraus direkt auf die Autobahn auffahren.

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Als wir auf einer Höhe etwa 10 Kilometer vor Puerto de la Cruz sind, bietet sich uns ein gewaltiges Schauspiel. Die Sonne verschwindet gerade hinter einer dichten Wolkenfront, unten scheint es hinaus als wären lauter riesige Taschenlampen eingeschaltet worden und der Teide hat von der rechten Seite plötzlich ein regelrechtes gelbes Flutlicht. Eigentlich müsste man jetzt sofort anhalten und die Kameras zücken, aber man kann nicht alles im Leben fotografieren. Als wir im Hotel ankommen kann man weder den Teide, noch die Sonne, noch irgendetwas anderes sehen was sich zu fotografieren lohnen würde. Also gibt es noch eine schnelle abschließende Zeitraffersequenz mit der Nikon 1 V1 am geöffneten Schlafzimmerfenster. Während die Kamera vor sich hin knipst sitzen wir aber schon beim letzen Abendmahl. Das Publikum hat inzwischen einmal komplett gewechselt. Wir fühlen uns fast wie die Hotel-Dinosaurier und irgendwie bin ich nun doch froh, dass wir morgen wieder daheim sein werden. Zwar wird das Kantinenessen am Montag nicht gerade eine Offenbarung sein, aber es ist auch mal was anderes als gegrillter Fisch mit Unmengen Knoblauch und Kanarischen Schrumpelkartoffeln :-)


Teneriffa 12-2013 – Tag 20

Unsere Reise steuert schnurstracks auf ihr Ende zu und so ist heute Zeit für ein „Zwischenfazit“.

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  • Die beiden Nikon 1 Kameras haben sich hier mehr als bewährt und die Nikon D800E und die D300-IR sind erstaunlich oft allein im Hotel geblieben. Ich schätze das deutliche geringere Gewicht dieser sehr kompakten Kameras und ich liebe die Ergebnisse im Video-Modus.
  • Die Bilder die ich bei Vollmond oben auf dem Teide aufgenommen habe sind die besten Fotos die ich in den letzten 10 Jahren hier auf Teneriffa aufgenommen habe. Mit einer Nikon 1 hätte das nicht geklappt und ich bin sehr froh, dass ich die Nikon D800E in genau dieser Situation dabei hatte!
  • Das billige SAMYANG 2,8/14mm hat mir gute Dienste geleistet, aber ich habe es seltener verwendet als gedacht. Mit dem wunderbaren AF-S VR 4/16-35mm habe ich relativ viel fotografiert und die Ergebnisse sind sehr gut geworden. Das AF-S 2,8/24-70 habe ich fast nicht verwendet, mit dem AF-D 2,8/10,5 habe ich bislang noch gar nicht fotografiert. Das AF-S VR 2,8/70-200mm habe ich bislang nur in Verbindung mit einer der beiden Nikon 1 Kameras verwendet.
  • Mein kleines Blitzlicht für die Nikon 1 habe ich gar nicht benutzt, es liegt noch immer im Tresor, wie auch all die anderen Blitzlichter in den Jahren zuvor…
  • Der SONY HDR-MV1 hat mir gute Dienste geleistet aber man kann in „in der freien Natur“ fast nie einsetzen weil selbst leichter Wind extrem starke Windgeräusche produziert die jede Audio-Aufnahme sofort ruinieren.
  • Den ZOOM H2x habe ich weniger als erhofft eingesetzt um 4-Kanal Surround-Aufnahmen zu machen. Den Windschutz aus Schaumgummi habe ich leider daheim vergessen, so habe ich die kleine „Transportsocke“ etwas aufgekrempelt und über die Mikrofone gezogen, das war ein recht wirksamer Windschutz.
  • Gar nicht und nur extrem selten verwendet habe ich viele kleine Accessoires wie Ansteckmikrofon, Cokin-Filter, 40,5mm Filter für Nikon 1 usw.
  • Auch die 10mm und 18,5mm Objektive für die Nikon 1 habe ich bislang nicht benutzt.
  • Das neue Manfrotto Schwebestativ hat mir gute Dienste geleistet aber ich habe es sehr selten eingesetzt weil ich meist das große Stativ dabei hatte und es blöd ist ein Kamera unbeaufsichtigt irgendwo stehen zu lassen, während man mit dem Schwebestativ durch die Gegend läuft.

Eigentlich wollte ich mich viel öfter selbst mit dem Schwebestativ filmen und viele kleine neue Teile für „Ansgar’s kleine Fotoschule“ aufnehmen. Aber dann war es mir zu peinlich mich irgendwo zwischen die Leute zu stellen und mit mir selbst zu reden und mir dabei eine Kamera vor das Gesicht zu halten. Gestern im Jungle Park habe ich ein kurzes „Intro“ für die Jungle Park Sequenz aufgenommen und bin prompt von meiner Freundin Sandra „erwischt worden“. Sie hat mich ein wenig verhöhnt und spätestens jetzt habe ich keine Lust mehr dazu :-)

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Auch viele Motive habe ich nicht wie gewünscht „geschafft“. Das liegt daran, dass der Schmetterlingsgarten geschlossen ist und die Straße zum Punta de Teno nun dauerhaft gesperrt wurde. Auch habe ich keinen einzigen Sonnenaufgang fotografiert, denn dafür wohnen wir auf der falschen Seite der Insel. Richtig tolle Sonnenuntergänge gibt es hier auch nicht und ich habe es nicht geschafft mich mitten in der Nacht aufzuraffen um für einige kitschige Fotos fast 300 Kilometer hin und zurück auf die andere Seite der Insel zu fahren.

Eigentlich hatte ich gehofft mit der D800E oben auf dem Teide bei Neumond einige schöne neue Fotos der Milchstraße aufzunehmen. Aber dort oben ist es derzeit nachts bitterkalt, ich habe nur wenig warme Kleidung dabei und irgendwie brauche ich derzeit meinen Schlaf. Diese Fotos müssen also bis zu unserem nächsten Besuch auf dieser tollen Insel warten. Vielleicht mieten wir uns ja auch mal auf der „Sonnenseite“ ein, so dass die Wege zu schönen Sonnenaufgängen mit Strand, Felsen und den „üblichen gestalterischen Bildelementen“ nicht so weit sind.

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Zusammenfassend kann ich also sagen, dass ich mich in den Tagen die wir hier verbringen durften sehr gut erholt habe. Aber es sind weniger Fotos entstanden als erhofft. Aber ich denke, dass ich allerhand Material für ein schönes neues Video einsammeln konnte.

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Das einzige was mir bei dieser Reise etwas negativ aufgefallen ist, waren die Menschenmengen die sich in den letzten Wochen hier auf der Insel aufgehalten haben. Inzwischen haben sich die Reihen etwas gelichtet und der Speisesaal im Hotel ist wieder auf die normale Größe verkleinert worden. Auch findet man abends wieder problemlos einen Parkplatz vor dem Hotel.

Auch war diese Reise relativ teuer. Inklusive Mietwagen, Benzin, Minibar, Essen & Trinken bin ich fast 4.500 Euro los geworden. Das Loch in der „Portokasse“ ist also ganz erheblich und für dieses Geld hätte ich allein locker 6 Wochen durch die USA oder Kanada reisen können. Aber trotzdem war mir diese Reise lieber als ein Foto-Egotrip durch die USA, denn hier haben wir einige Freunde und kennen uns inzwischen sehr gut aus. Der Erholungswert ist damit höher als bei einer manchmal etwas aufreibenden „Abenteuerreise“.

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Um 12h mache ich mich auf zum einem alten Kanarischen Herrenhaus mit dem schönen Namen Abaco. Dort will ich mit meinen Weitwinkel-Objektiven und der D800E eine Reihe schöner Fotos mit herrlich altmodischem Touch aufnehmen. Im Internet habe ich gelesen, dass das Museum von 10h30 bis 13h30 geöffnet ist. Als ich nach ein paar Minuten dort eintreffe ist allerdings alles verschlossen. Außen an der Fassade hängt ein Schild auf dem steht, dass die Öffnungszeiten von 13h bis 23h sind. Also vergnüge ich mich noch eine Weile und als ich zum zweiten Mal vor dem Gebäude stehe, hat es tatsächlich geöffnet.

Schnell schnappe ich mit mein Stativ und meinen Rucksack mit der „kleinen Ausrüstung“. Heute habe ich die Nikon D800E mit dem SAMYANG 2,8/14mm und dem Nikon AF-S VR 4/16-35mm dabei. Außerdem ist noch die Nikon 1 V1 mit dem AF-S VR 10-100PD im Gepäck. Als ich das Gebäude betrete scheint es recht verlassen zu sein, aber ein Blick in den Garten zeigt, dass es wohl geöffnet ist, denn dort sitzen Leute und trinken etwas.

Das eigentliche Museum ist im oberen Stockwerk. Eine tolle majestätische Holztreppe führt dort hinauf. In den oberen Räumen kann ich Stimmen hören, aber Menschen sehe ich nicht. Also packe ich einfach mal meine Nikon D800E aus und schieße einige Fotos. Für die teilweise relativ engen Räume erscheint mir das 16-35mm Objektiv etwas zu „lang“ und so fotografiere ich den Rest des Tages ausschließlich mit dem SAMYANG 2,8/14mm. Damit die Bilder nicht verwackeln verwende ich meinen tollen neuen Funkauslöser. So kann ich die Kamera sogar vom Nebenraum auslösen und weder unglückliche Schatten werfen noch in einem der vielen Spiegel auftauchen.

Nach den ersten Fotos werden die Stimmen lauter und plötzlich bewegt sich eine größere Reisegruppe auf mich zu. Eine etwas ältere hochgewachsene Frau mit pechschwarzem Haar scheint die „Reiseleiterin“ zu sein. Als sie mich erblickt fragt sie mich in tollem Englisch, ob ich allein bin oder zu dieser Reisegruppe gehöre. Da ich allein bin, kann ich den Eintrittspreis in Höhe von 9,- Euro bei ihr bezahlen, aber ich soll mir Zeit lassen bis ich mit meinen Fotos fertig bin.

Während ich mir einen Raum nach dem anderen vorknöpfe und mich langsam durcharbeite, führt die Dame eine Reisegruppe nach der anderen durch das Gebäude. Nach der zweiten Reisegruppe ist etwas Zeit für einen kurzen Plausch. Ich gebe ihr 10 Euro und erzähle, dass ich schon mehrmals hier war, allerdings immer mit einer „unpassenden“ Kamera. Als sie hört, dass ich ein „Wiederholungstäter“ bin, will sie mir das Geld sogar zurück geben. Aber nein, sie kann es gern behalten, denn das Abaco ist ein echtes Schmuckstück und mit diesem kleinen Eintrittsgeld trage ich gern etwas zur Erhaltung dieses großartigen Gebäudes bei.

Nach fast drei Stunden bin ich mit meinen Fotos soweit durch und montiere noch schnell die Nikon 1 V1 auf mein Stativ um damit einige kurze Video-Sequenzen und Zoomfahrten aufzunehmen. Einige schnelle Fotos gibt es auch noch. Die kann ich als Kontrast zu den extremen Weitwinkelaufnahmen sehr gut in mein großes Reisevideo integrieren.

Während meiner Fotosession konnte ich aus dem Innenhof immer wieder ganz witzige folkloristische Livemusik hören. Als ich den Garten betrete ist gerade wieder eine Reisegruppe im Garten und schaut sich eine musikalische Darbietung von drei Frauen und einem Mann an. Es wird gesungen und getanzt und alles in traditionell anmutender Trachtenkleidung. Das ist wirklich nett und es scheint auch niemanden zu stören, dass ich einige Minuten der Darbietung mit meiner kleinen Nikon 1 aufnehme.

Als ich meine Sachen zusammenpacke kommt die unglaublich nette Managerin noch einmal zu mir und fragt mich ob ich denn die Fotos machen konnte die ich mir gewünscht habe. Wir kommen ein wenig ins Gespräch und ich erfahre, warum sie so perfektes Elegisch spricht, sie stammt aus Hawaii. Es ist schon witzig woher die Menschen auf dieser Insel alle stammen. Vor ein paar Jahren habe ich hier ein Paar kennengelernt. Sie stammt aus Kolumbien und er aus Schweden. Gemeinsam haben sie die Welt bereist und einen Ort gesucht an dem sie nicht frieren und er nicht schwitzen muss. So sind sie auf Puerto de la Cruz gestoßen und haben in der Nähe des Plaza del Charco eine nette kleine Cocktailbar eröffnet.

Das ist es was ich so mag, der Mix der Menschen ist hier deutlich bunter als bei uns daheim im kalten Deutschland. Weil das Wetter meistens gut ist, sind die Leute zumeist gut drauf und eigentlich immer sehr freundlich.

Hier drei Beispielfotos aus meiner Nikon D800E mit dem SAMYANG 2,8/14mm in einer 1000er Auflösung – Bei höheren Auflösungen schlägt derzeit jeder Upload fehl. Sobald ich eine vernünftige Internet-Anbindung habe, gibt es die Bilder auch in groß. Die anderen Fotos stammen übrigens aus meiner Nikon 1 V1 und wurden mit dem Nikkor AF-S VR 10-100 PD aufgenommen.

(Bilder einfach Anklicken für 1000er Auflösung)

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Auf dieser Insel leben derzeit etwa 1.000.000 Menschen, davon etwa ein Drittel Europäer die zum größten Teil in Rente sind und sich ein paar schöne Jahre auf Teneriffa machen wollen bis es gesundheitlich nicht mehr geht. Derzeit gibt es hier ein recht großes Angebot von Häusern die von älteren Menschen bewohnt wurden. Viele der Verkäufer sind inzwischen so alt, dass sie zurück nach Deutschland wollen um dort ihre letzten Tage mit guter medizinischer Versorgung zu verbringen. Allerdings werden viele dieser Häuser recht teuer angeboten, weil die Besitzer mit einer fetten Rendite rechnen und hoffen ein Haus das vor 20 Jahren billig gebaut wurde heute zu Preisen zu veräußern die man in Deutschland für ein hochwertiges Einfamilienhaus erzielen könnte. Wer hier zu diesen Preisen etwas kauft ist selbst schuld. Ich selbst würde hier allenfalls für ein paar Jahre ein Haus mieten. Denn hier wird „billig gebaut und teuer verkauft“, wer nicht aufpasst wird hier schnell übers Ohr gehauen.

Sehr spannend ist auch, dass sich derzeit jährlich rund 20.000 Europäer auf Teneriffa für ein paar Jahre niederlassen. Man muss es den Inselbewohnern wirklich hoch anrechnen, dass sie damit gelassen umgehen und dass es hier keine offensichtliche Fremdenfeindlichkeit gibt. Auf dieser Insel ist fast jeder ein “Zugereister”, die ersten Bewohner kamen vor einigen tausend Jahren mit primitiven Booten aus Afrika hierhin. Vielleicht liegt es daran, aber vielleicht liegt es auch daran, dass gut betuchte Europäer hier auch eine Menge Geld ausgeben und der lokalen Wirtschaft neue Impulse verleihen.

Wie dem auch sei, ich selbst könnte mir vorstellen hier irgendwann den einen oder anderen Winter zu verbringen. Während der kalten Jahreszeit hier für drei bis vier Monate zu überwintern, das wäre schon eine wunderbare Vorstellung.

Als ich zurück im Hotel bin und meine Beute des Tages auf meine externe „Urlaubsfestplatte“ kopiere, öffnet sich auch  schon die Türe und meine Sandra kommt von ihrer Einkaufstour zurück. Sie ist gut gelaunt und hat Unmengen Wäsche und Anziehsachen zu irre günstigen Preisen eingekauft. Im nächsten Jahr könnte sie sogar mit einem leeren Koffer anreisen weil es hier die Anziehsachen so unglaublich preiswert zu kaufen gibt.

Ok, das war der vorletzte Tag. Morgen machen wir es uns noch einmal richtig schön, am Samstag werden dann die Koffer gepackt und dann geht es wieder ab nach Hause. Dort ist es irgendwie ja auch sehr schön, wenn nur der Regen und die Kälte nicht wären…


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