Ausprobiert – Billig einkaufen in den USA
Nach der Vorstellung der neuen Nikon D4 im Januar 2012 fragten sich viele Fans ob es nicht sinnvoll sei, diese Kamera in den USA zu bestellen. Ich habe damals ein wenig recherchiert und meine Erkenntnisse in diesem Artikel niedergeschrieben:
Inzwischen sind wir schon wieder mehr als ein Jahr weiter und seit der Vorstellung der Nikon D7100 fragen mich immer wieder viele Leser ob sie diese Kamera in den USA bestellen sollen. Auf der Basis der oben genannten Infos habe ich immer wieder von einer “offiziellen Bestellung” in den USA abgeraten. Wer sich diese Kamera dort bspw. im Urlaub kauft und dann ohne Karton usw. nach Deutschland einführt, macht sich ohne Deklaration beim Zoll strafbar. Zollfrei dürfen nur Waren bis zu einem Wert von 430,- Euro eingeführt werden. Wer einen Fotohändler in den USA findet, der eine Rechnung für die neue Kamera über umgerechnet etwa 400,- Euro ausstellt hat damit etwas “geschummelt” ist aber relativ weit “auf der sicheren Seite”.
Vor ein paar Tagen habe ich überlegt ob ich nicht endlich den Traum von einem Shift & Tilt Objektiv wahr machen soll. Von Nikon ist ein 24mm Shift-Objektiv lieferbar. Aber es ist sündhaft teuer und man kann es nicht einfach um 90° an der Kamera drehen. Ein schneller Wechsel vom Quer- in das Hochformat ist damit eher nicht möglich. Dafür hat es eine CPU und kann somit auch an der Nikon D5100 usw. verwendet werden. Außerdem funktioniert damit die Matrix-Belichtungsmessung!
Der koreanische Hersteller SAMYANG hat bereits vor einigen Monaten ein ähnliches Objektiv angekündigt. Dieses neue Objektiv soll im Gegensatz zum teuren Nikon-Pendant soll die Möglichkeit bieten, das Objektiv an der Kamera um 90° zu drehen. In Verbindung mit der Shift & Tilt Funktion also ein sehr interessantes Objektiv. Im letzten Jahr habe ich bereits zwei SAMYANG Superweitwinkel Objektive gekauft und beide für gut befunden. Warum also nicht den Kauf dieses Objektives wagen, auch wenn es ggfs. keine eigene CPU hat und damit von der Kamera nicht automatisch erkannt wird?
In Deutschland vertreibt Foto Walser einige SAMYANG Produkte unter dem Laben “Walimex”. In den USA kann werden sie u.a. unter dem Namen “Rokinon” angeboten. Bei Foto Walser war dieses Objektiv aber in den letzten Wochen noch nicht lieferbar. Also habe ich mich in den USA umgesehen und bei ebay.com einige wenige lieferbare Exemplare gefunden. Da mir das Thema “Kaufen in den USA oder nicht” noch im Kopf sitzt, habe ich mich zu einem kleinen “Selbstversuch” entschlossen und ein Exemplar via ebay.com in den USA gekauft.
Hier ein Auszug aus diesem ebay-Angebot:

This listing is for Rokinon’s brand new 24mm F3.5 Tilt Shift Lens. It has just arrived from Rokinon and it is in extremely rare supply. Rokinon was only able to ship us a few of them. Get one today before it is sold out!
SPECIFICATIONS:
- 24mm focal length; maximum aperture f/3.5
- angle of view: 83.5 degrees on full frame and 59.9 degrees on APS-C
- Construction: 16 elements in 11 groups with 2 aspherical lenses
- Maximum tilt amount of ±8.5°, Maximum shift amount of ±12mm; 90° right and left mount rotation with click stops for each 30° step; Manual focus
- Constructed for full frame cameras but can also work on APS-C; Takes 82mm Filter Size
SHIPPING & HANDLING:
- Shipping & handling is free to any location within the Continental US via FedEx.
- We welcome international orders. International shipping charges are automatically calculated by ebay. Please be aware that your country may impose an import tax on this item and you would be responsible for paying it.
Die Abwicklung
Da der Händler in den USA die Abwicklung via PayPal akzeptiert, war die Bezahlung mehr als einfach. Einige Stunden später kam dann auch schon eine E-Mail mit einer FedEx Tracking-Nummer. Mein Objektiv war also unterwegs und nun hieß es geduldig zu sein. Mit der Sendungsnummer konnte ich den Status auf der FedEx-Webseite verfolgen und mich auch für eine E-Mail-Benachricthigung registrieren. Das sah dann etwa so aus…
Versanddatum May 10, 2013
Bestimmungsort BONN,
Voraussichtliche Zustellung 2013-05-16T18:00:00+02:00
Unterschrieben von
Service FedEx International Economy-Zustellung am Wochentag
Ergebnisse der Sendungsverfolgung vom May 14, 2013 6:01 AM
Datum/Zeit Standort/Tätigkeit
May 13, 2013 10:02 PM KOELN, NW/Im Transit
May 13, 2013 04:14 PM KOELN, NW/Bei FedEx Station eingetroffen
May 13, 2013 01:14 AM MEMPHIS, TN/Abgeschickt von FedEx Station
May 12, 2013 08:32 PM MEMPHIS, TN/Im Transit
May 12, 2013 07:45 PM MEMPHIS, TN/Im Transit
May 11, 2013 06:00 PM MEMPHIS, TN/Bei FedEx Station eingetroffen
May 11, 2013 12:24 AM NEWARK, NJ/Abgeschickt von FedEx Station
May 10, 2013 09:20 PM NEWARK, NJ/Bei FedEx Station eingetroffen
May 10, 2013 08:55 PM MOONACHIE, NJ/Hat FedEx-Herkunftseinrichtung verlassen
May 10, 2013 03:30 PM MOONACHIE, NJ/Abgeholt
May 10, 2013 12:44 PM , /Sendungsinformationen an FedEx geschickt
Am 14. Mai gab es schließlich einen Anruf einer FedEx-Mitarbeiterin aus Kelsterbach bei Frankfurt. Mein Objektiv war am Kölner Flughafen bereit zur Verzollung. Selbst kann man das aber nicht erledigen und man kann es auch nicht selbst abholen. Der einzige Weg an das Objektiv zu kommen ist einen Auftrag zur Zollabwicklung per E-Mail an FedEx zu senden. In dieser E-Mail muss man der Übernahme aller anfallenden Kosten zustimmen und sich zur Barzahlung beim FedEx-Zusteller bereit erklären. Außerdem kann man telefonisch einen Liefertermin abstimmen.
Die Lieferung
Heute war es dann soweit. Das Objektiv sollte bis 13h geliefert werden. Umso größer war die Überraschung, als es recht früh am Morgen an der Haustüre klingelt. Damit hatte ich nicht gerechnet und ich lag daher auch noch im Bett. Also schnell hinein in den Morgenmantel und ab zur Haustüre. Ein wenig peinlich war es dann schon, aber der FedEx Zusteller war supernett und hat über meinen Schlaflook großzügig hinweg gesehen. Zu zahlen hatte ich 228,49 Euro – Wechselgeld hatte der Bote leider nicht dabei. Mein letztes Kleingeld hatte ich in den Tagen zuvor in verschiedenen Automaten deponiert und dafür Kaffee oder Parktickets erhalten. Was tun, es fehlen 2,59 Euro…
Da trifft es sich gut, dass ich in einem alten Senfglas ein wenig “überflüssiges” Kleingeld gehortet habe. Cent um Cent kommen wir schließlich auf den fehlenden Betrag. Uff, geschafft und eigentlich war alles wirklich problemlos!
Der erste Test
Nach dem Auspacken der neuen Linse bin ich von der Verarbeitungsqualität recht angetan. Es ist mehr als solide gefertigt und die Verstellung funktioniert sehr gut. Hier ein paar Handy-Fotos meiner neuen Errungenschaft…
Ein paar Minuten später macht mein kleiner Mac dann wieder dieses “Geräusch” – es ist eine neue E-Mail eingegangen – die Zustellung ist nun offiziell abgeschlossen und Tom Hanks, der Held aus “Cast Away” wäre sicher stolz auf seine “FedEx Kollegen” gewesen
Einfuhrzoll und Steuern
Hier habe ich für Euch die komplette Aufstellung aller Kosten die bei der Einfuhr am Zollamt im Flughafen Köln/Bonn entstanden sind. Ach ja, das Dokument ist leicht “anonymisiert”, Rechnungsnummern usw. habe ich geändert, die gehen schließlich niemanden außer mir etwas an
Abgerechnet wird zum Schluss
Schauen wir mal was das alles gekostet hat:
- 999,- US Dollar für das Objektiv (773,04 Euro)
- 58,- US Dollar FedEx Versandgebühren (44,90 Euro)
- 228,49 Euro Mehrwertsteuer, Einfuhrzoll und FedEx-Gebühren
Unter dem Strich betragen die Kosten: 1046,43 Euro
Eben habe ich kurz bei amazon.de nachgeschaut und siehe da – nun ist das gleiche Objektiv unter anderem Namen inkl. einer vollwertigen Deutschen Garantie und vollem Rückgaberecht bei amazon.de erhältlich…
Die Lieferung ist übrigens kostenlos…
Fazit
Auch wenn der Kauf von Fotozubehör aufgrund des relativ niedrigen Dollarkurses günstig erscheint, wird man bei einem “offiziellen Kauf” in den USA in der Regel mehr bezahlen als bei einem deutschen Händler. Ausnahmen sind hier nur extrem preiswerte kleine Dinge die der Zoll nicht beachtet und die gleich an den Endkunden weitergereicht werden. Das habe ich schon mit dem einen oder anderen kleinen Zubehörteil aus Hongkong probiert, es hat immer gut funktioniert. Aber es waren auch stets Beträge unter 30 Euro!
Meine eingangs genannten Recherchen kann ich mit diesem Selbstversuch bestätigen. Auch wenn das neue Objektiv einen guten Eindruck macht und ich mich auf die ersten Fototouren damit sehr freue, einfacher wäre es gewesen noch zwei Wochen zu warten und es via amazon.de oder ebay.de bei Foto Walser zu bestellen.
Alternativ hätte ich auch noch ein paar Tage länger warten können, im Juni wird dieses Objektiv unter dem offiziellen Label SAMYANG beim Bonner Citiyfotocenter erhältlich sein. Als “Großkunde” ist dort für mich ein Rabatt in Höhe von ca. 50 Euro realistisch. Somit hätte ich mit etwas Geduld bei meinem örtlichen Händler insgesamt etwa 100,- Euro sparen können!
Aber dann hätte es auch diesen aufschlussreichen Artikel nicht gegeben
Honda CB 1100 – Ein moderner Klassiker 2013

(Quelle: www.honda.de)
Mit der CB 750 Four hat Honda in den 70er Jahren einen modernen Klassiker auf den Markt gebracht. Weltweit mehr als 555.000 mal verkauft, ist diese Maschine ist für viele begeisterte Motorradfahrer bis heute das erste “Superbike”. Ich erinnere mich noch gut wie ich im zarten Alter von 16 Jahren die ersten Kilometer auf meiner kleinen Zündapp GTS-50 abgespult habe. Damals lief der erste Teil von Mad Max im Kino. Ein Endzeit-Streifen aus Australien mit dem Mel Gibson praktisch über Nacht zum Superstar avancierte. Dass seine Textpassagen für die Aufführung in US-Kinos wegen seines krassen Australischen Akzents neu synchronisiert werden musste, ist hier ein witziges Detail.
Die heimlichen Stars des Films waren für mich ganz klar Motorräder im Stile der Kawasaki Z1000 oder eben der Honda CB 750 Four.
Die Motorräder haben sich im Laufe der Jahre enorm weiterentwickelt. Inzwischen leisten Motorräder wie die BMW S1000 RR fast serienmäßig fast 200PS und wiegen dabei deutlich unter 200 KG. Im Vergleich wäre das etwa ein Golf 1 mit dem 1000 PS Motor eines Bugatti Veyron. Nur um den “Nicht-Bikern” unter Euch eine Idee davon zu vermitteln was in modernen Motorrädern drin steckt!
Aber so sehr diese modernen Motorräder auch begeistern, beim Anblick einer perfekt erhaltenen CB750 Four halten die meisten Biker meiner Generation kurz inne und denken an die längst vergangenen schönen Zeiten. Die enormen Leistungssteigerungen haben radikale Änderungen der Motorästhetik bedingt. Kein moderner Hochleistungs-Motorradmotor kommt mehr ausschließlich Luftgekühlt daher. Die Motorren sehen heutzutage eher aus wie futuristische Antriebsmaschinen. Vom Design der 70er Jahre ist praktisch nichts geblieben.
Da erscheint es fast mutig, dass Honda nun mit der CB 1100 ein Motorrad auf den Markt bringt, dass wieder einen wunderbaren zu 100% luftgekühlten Motor verwendet. Die Leistung dieses Triebwerks fällt indes mit “nur” 90 PS relativ moderat aus. Doch neben all dem Chrom und schönen Retro-Accessoires fügt er sich perfekt ins Bild des modernen Klassikers ein. Trotz der vielen Retro-Designelemente überzeugt die neue CB 1100 aber mit moderner Technik und aktuellen Sicherheitsstandards.
Aber seht selbst….
Hier habe ich einen schönen Vergleich Alt/Neu für Euch herausgesucht:
Dass diese neue Honda weniger zum Rasen als vielmehr zum genüsslichen Gleiten verführt zeigt auch dieses Video:
Ein schön gemachtes Review-Video aus dem kurvigen Österreich gibt es auch schon…
Zum Abschluss habe ich hier noch ein Video das im letzten Herbst entstanden ist. Ich war mit meiner BMW K1200R Sport zwischen Mainz und Bonn unterwegs und habe einen kleinen Umweg über Bernkastel an der Mosel gemacht. Insgesamt waren drei GoPro Kameras mit von der Partie. Bei der Abfahrt habe ich dann aber irgendwie die hintere GoPro nicht korrekt gestartet. Bei einem kurzen Check an einer Baustelle ist es mir dann aufgefallen. Die Szene in der die dritte Kamera hinzukommt ist dann auch ganz witzig
Angetestet – SHOEI GT-Air
Bikerglück während der ersten Ausfahrt mit dem neuen SHOEI GT-Air.
Mein erster Helm war vor etwa 33 Jahren eine “Mütze” des Herstellers LEM den es meines Wissens inzwischen nicht mehr gibt. Dieser Helm war aus Fiberglas und wog fast 2000 Gramm. Bei der Motorrad-Führerscheinprüfung gab es damals einige negative Kommentare meines Prüfers. Er sagte damals der Helm sei viel zu schwer und würde die träge Masse des Kopfes so stark erhöhen, dass man sich damit im Falle eines Auffahrunfalles schnell die Halswirbelsäule brechen könnte. Wo dieser Helm geblieben ist, das weiß ich heute leider nicht mehr, aber die Aussage des TÜV-Trüfers hat sich damals sehr eingeprägt. Bei jedem Kauf eines neuen Helms habe ich seitdem auf das Gewicht geachtet. Und tatsächlich sind die Helme im Laufe der Zeit deutlich leichter geworden. Besonders der HJC R-PHA 10, den ich im letzten Jahr gekauft habe, ist mit knapp 1200 Gramm extrem leicht. Aber dieser Helm ist auch extrem laut, zumindest auf meiner alten BMW mit der ich aktuell viel südlich von Mainz unterwegs bin.
Daheim in Bonn habe ich einen Schuberth S1 Pro sowie einen SHOEI XR-1100 zur Auswahl. Der Schuberth ist nach 6 Jahren ziemlich in die Jahre gekommen. Hier und da löst sich die Dichtung am Visier, es zieht damit manchmal etwas auf die Augen. Am Visier selbst ist mir jetzt schon zweimal während einer Tour eine kleine “Plastiknase” abgebrochen. Das hat dazu geführt, dass sich das Visier beim Öffnen einseitig aus der Verriegelung gelöst hat. Also anhalten, Helm abnehmen, Visier wieder “rein fummeln” und danach möglichst nicht mehr komplett öffnen, sonst springt es wieder heraus.
Wegen der Schwächen des Schuberth S1 Pro habe ich mir im vorletzten Jahr einen SHOEI XR-1100 gekauft. Dieser hat kein integriertes Sonnenvisier, aber es gibt ein einzigartiges Visier mit einem getönten Verlauf und das ist ziemlich genial. Auch ist die Aerodynamik des XR-1100 wirklich top. Während der Schuberth S1 Pro bei etwa 150 Km/h schnell beginnt zu pendeln, liegt der SHOEI XR-1100 ganz ruhig im Wind. Doch auch die Geräuschkulisse im XR-1100 ist sehr laut. Besonders wenn man im Hochsommer noch die vier Belüftungen öffnet beginnt dieser Helm zu pfeifen, dass man es kaum ertragen kann.
Aktuell habe ich also für Fahrten rund um Bonn auf meiner BMW K1200R Sport einen Schuberth S1 Pro und einen SHOEI XR-1100 zur Verfügung. Für die Ausritte nach Feierabend rund um Mainz auf der alten BMW K1200RS bislang einen HJC R-PHA 10.
Wirklich rundum glücklich war ich bislang mit keinem dieser Helme. Entweder sind sie laut, oder sie pendeln, oder das Innenfutter ist etwas kratzig. Perfekt war bislang kein Helm. In meinem “Archiv” habe ich übrigens noch einen 10 Jahre alten ARAI und einen 15 Jahre alten UVEX. Zur Probe bin ich auch schon wirklich viele andere Helme gefahren, zuletzt den Schuberth C3 und den SHOEI Quest. Wirklich begeistern konnten mich beide Helme allerdings nicht.
Man könnte also sagen, dass ich mich mit dem Thema “Welcher Helm ist perfekt” schon eine Weile auseinander gesetzt habe.
In der Fachpresse wurde im letzten Jahr der SHOEI Neotec ganz groß angekündigt. Es sollte der erste SHOEI mit einer integrierten Sonnenblende werden. Bei SHOEI hatte man bislang auf dieses praktische Detail verzichtet, weil es den Helm schwerer macht und die Sicherheit im besonders gefährdeten Stirnbereich verschlechtert. Bei Helmen des Herstellers ARAI geht Sicherheit über alles. Die Mehrzahl der Teilnehmer der Tourist Trophy und viele professionelle Rennfahrer schwören daher auf ihren ARAI. Diese Helme sind weder mit Ratschenverschlüssen am Kinnriemen noch mit einem integrierten Sonnenvisier ausgestattet. Bei ARAI weiß man warum!
Wer sich für einen Helm mit einem Sonnenvisier entscheidet, muss also ein erhöhtes Gewicht und Einbußen bei der Sicherheit in Kauf nehmen. Diese Helme sind also eher etwas für Tourenfahrer mit geringerem Risiko schwer zu stürzen. Auch ist bei den echten Rennhelmen des Herstellers ARAI die Visieröffnung relativ klein und damit das Gesichtsfeld eingeschränkt. Der Grund ist klar, das Visier ist eine große Schwachstelle bei einem Helm. Je kleiner die Öffnung für das Visier, umso geringer ist das Risiko, dass sich ein spitzer harter Gegenstand im Falle eines Unglücks durch das Visier in den Kopf bohren könnte.
Wer also einen Helm mit einem großen Gesichtsfeld fährt hat zwar ein tolles Gefühl und eine wirklich supergute Sicht zu allen Seiten, muss sich aber auch darüber im Klaren sein, dass ein großer Teil seines Gesichts im Falle eines Sturzes weniger gut geschützt ist als beispielsweise der Hinterkopf.
Der neue SHOEI Neotec ist nun lieferbar und ich konnte ihn in der letzten Woche kurz antesten. Nach der Testfahrt fiel mit dann auch der ebenfalls brandneue SHOEI GT-Air in die Hände. Viele Designelemente wurden hier vom Neotec übernommen. Beide Helme haben erstmals ein integriertes Sonnenvisier, wobei der GT-Air etwas leichter ist als sein Klapphelm-Pendant. Also habe ich den GT-Air ebenfalls ausprobiert und war von diesem Helm wirklich so sehr angetan, dass ich ihn gekauft habe.
Zum Preis von 579,- Euro bekommt man einen hoch entwickelten Helm mit sehr guter Aerodynamik und überraschend niedrigem Geräuschniveau. Dieser SHOEI ist für mein Empfinden sogar etwas leiser als der Schuberth S1 Pro und der gilt gemeinhin als leise. Ein Pin-Lock Visier ist ab Werk montiert, man muss nur die Schutzfolie entfernen. Bereits beim Probetragen im Laden fällt auf, dass man die obere Kante dieses Pin-Lock Visiers nicht sieht – Super!! Bei sehr vielen Helmen schaut man besonders wenn die Sonne am späten Abend tief steht und man den Kopf nach unten nehmen muss um nicht geblendet zu werden, immer gegen die obere Kante des Pin-Lock Visiers. Das nervt zumindest mich total und ich finde es mehr als erfreulich, dass SHOEI dieses Problem mit dem GT-Air so perfekt gelöst hat.
Die Belüfung in meinem Schuberth S1 Pro funktioniert sehr effizient, aber die drei Öffnungen leiten kalten Fahrtwind direkt von oben auf den Kopf. Das kann besonders wenn man leicht verschwitzt ist, schnell zu Kopfschmerzen führen und ist bei kühlen Ausfahrten manchmal eher unangenehm.
Der GT-Air leitet den Fahrtwind über einen recht breiten Spoiler von oben in das Innere des Helms. Die frische Luft wird im Helm stark verwirbelt und man merkt kaum ob die Belüftung geöffnet ist oder nicht. Auf der Rückseite gibt es einen kleinen Spoiler der für Unterdruck unter der Abrisskante sorgt und damit den Helm wieder entlüftet.
Bei ARAI hat man auf solche Dinge früher gänzlich verzichtet, jedes Loch in der Helmschale ist schließlich eine Schwachstelle. Dementsprechend hat mein ganz alter ARAI Helm auch keinerlei Lüftungsöffnungen, was mich im Hochsommer früher wirklich oft an den Rand meiner Belastungsgrenze gebracht hat. Das ist mit dem neuen SHOEI GT-Air nun anders. Sicherheit hin und her, ein klarer kühler Kopf ist auch ein Sicherheitsfaktor!
Der GT-Air wiegt ohne Zubehör 1465 Gramm, ein für mich akzeptables Gewicht. Damit ist er längt nicht so federleicht wie der HJC R-PHA 10, aber er liegt auf dem Niveau des Schuberth S1 Pro und damit im guten Mittelfeld.
Neu sind kleine rote Schlaufen an der Vorderseite der Wangenpolster. Im Falle eines Unfalls kann ein Helfer hier sehr einfach die Wangenpolster aus dem Helm ziehen und den Helm dann abnehmen OHNE die Wirbelsäule des Unfallopfers zusätzlich zu belasten. Das gefällt mir wirklich gut, hier hat jemand nachgedacht!
Die integrierte Sonnenblende wird über einen kleinen Schieber an der linken Helmseite bedient. Das klappt mit etwas Übung auch mit Handschuhen sehr gut. Das Visier klappt sehr weit herunter und ich habe das Gefühl, dass es sogar meine Nasenspitze verdeckt. Im Schuberth S1 Pro schaut selbige immer hervor und ich hatte in den letzten Jahren im Sommer immer wieder einen Sonnenbrand auf der Nasenspitze. Schauen wir mal wie es mit dem GT Air wird.
Im Kinnbereich gibt es einen großen Lufteinlass den man mit einem Schieber verriegeln kann. Das funktioniert recht gut und kann auch mit Handschuhen leicht bedient werden. Ist der Schieber geöffnet so strömt spürbar viel Fahrtwind nach oben am Visier entlang. Ist die Sonnenblende geöffnet, so zieht es ab ca. 50 km/h auf den Augen. Diesen Effekt kenne ich auch vom Schuberth S1 Pro, nur ist er dort stärker ausgeprägt. Schließt man das Sonnenvisier, so ist sowohl der S1 Pro als auch der GT-Air recht angenehm belüftet und das Visier beschlägt nicht.
Im Internet war zum GT-Air zu lesen, dass der Helm pfeifen würde. Diesen Effekt kann man feststellen wenn das Visier bei höheren Geschwindigkeiten nicht korrekt geschlossen ist. Um es komplett zu schließen muss man ein kleine Nase die vorne links am Visier angebracht ist mit etwas Kraft in die Verriegelung drücken. Das Visier rastet dann mit einem deutlichen Geräusch ein und sitzt wirklich ganz perfekt. Bei langsamer Fahrt kann man es wieder öffnen und so die Belüftung des Helms verbessern. Leider kann man diese Nase nur mit der linken Hand bedienen. Steht man also an einer roten Ampel und hält die Kupplung gezogen ist es kaum möglich das Visier schnell zu öffnen. Das hat mich schon beim XR-1100 gestört. Der Schuberth S1 Pro kann auch sehr leicht mit der rechten Hand geöffnet werden.
Hier sehen wir jetzt den GT-Air mit geschlossenem Visier von Vorne.
Den mitgelieferten Atemabweiser muss man ordentlich fest andrücken, dann hält er sehr gut. Bei einigen Kundenbewertungen die ich im Vorfeld gelesen habe, wurde bemängelt, dass der Windabweiser immer wieder herausfällt. Ich denke, diese Kunden haben ihn einfach nicht richtig montiert.
Das wirklich große Gesichtsfeld ist sehr auffällig. Wie gesagt ist das im Falle eines Sturzes ein Manko, aber die passive Sicherheit wird durch die große Öffnung sehr gut unterstützt weil man seine Umgebung einfach viel besser im Blick hat.
Der GT-Air ist in vielen verschiedenen Designs lieferbar. Als ich im Laden war, gab es ihn in Größe L leider nur im Design das ihr hier sehen könnt. Es ist zwar nicht aufregend aber der Helm sieht damit auch nicht schlecht aus, irgendwie besser als in einfachem mattschwarz ist das schon. Und die weißen Applikationen leuchten in der Dunkelheit sehr schön, was wieder ein zusätzlicher Sicherheitsfaktor ist.
Hier sieht man jetzt den neuen Ratschenverschluss. Dieser ist recht weit vorn angebracht und drückt mir tatsächlich nicht auf den Kehlkopf! Bei vielen anderen Helmen hat mich der Ratschenverschluss bislang immer gestört und meine anderen Helme haben alle einen Doppel-D Verschluss. Dieser ist übrigens auf der Rennstrecke vorgeschrieben und bei ARAI gibt es nichts anderes!!
Im Bild sieht man hier noch den Windabweiser im Kinnbereich der sich sehr einfach entfernen lässt. Damit wird der Helm allerdings spürbar lauter und es zieht an den Augen!
SHOEI liefert ein nettes Zubehörteil mit dem Namen “Whisper-Strip”. Das ist ein Kragen aus hochwertigem weichen Leder mit einer etwa 10mm dicken Füllung aus Schaumstoff. Dieser Kragen kann in praktisch jeden Helm eingesteckt werden um den Lärmpegel im Helm zu senken. Aber: Der “Einstieg” in den Helm ist dann besonders in Verbindung mit dem Ratschenverschluss abenteuerlich eng. Der Whipser-Strip reduziert die Windgeräusche im Helm spürbar, aber das schnelle Entfernen der Kinnpolster klappt dann nicht mehr, so hat alles seine Vor- und Nachteile!
Fazit:
Der SHOEI GT-Air ist ein toller Helm mit einer für meinen Kopf perfekten Passform. Das Geräuschniveau ist besonders in Verbindung mit dem Whisper-Strip erfreulich niedrig. Die Entlüftung funktioniert sehr unauffällig und im Gegensatz zum XR-1100 produziert sie keine störenden Pfeifgeräusche. Das Pin-Lock Visier ist perfekt positioniert und engt das Sichtfeld nicht störend ein. Die Aerodynamik ist sehr ausgewogen, der Helm pendelt auch bei 200 km/h praktisch nicht. Die integrierte Sonnenblende ist praktisch und lässt sich gut bedienen. Das Visier kann leicht gewechselt werden und der große Ratschenverschluss drückt nicht auf den Kehlkopf.
Der GT-Air ist damit ein ziemlich perfekter Helm für reinrassige Tourenfahrer.
Dieser Helm ist in unterschiedlichen Farben und Designs ab 499,- Euro erhältlich:
BMW R1200 GT / RT – Modell 2013/2014
Mein kleiner Mac ist wieder heil und schon ist auch das erste Video der letzten Reise nach Teneriffa online. Die Aufnahmen entstanden am 5. Tag als ich gemeinsam mit meinem Freund Wolfgang ganz früh am Morgen hoch in die Canadas del Teide gefahren bin. Nach unserem anstrengenden ersten Shooting haben wir eine kleine Pause etwas abseits der Straßen gemacht und uns unsere beiden Lunch-Pakete vorgeknöpft. Diese Lunch-Pakete gibt es übrigens in fast allen Hotels für eilige Fotografen die morgens ganz früh los wollen! Im Las Aguilas in Puerto de la Cruz kosten sie 3,50 Euro – sie sind also echt preiswert. Im Lunch-Paket findet man vier Sandwitches, einen Apfel, eine Orange, eine Kiwi, einen Yoghurt, Besteck und eine kleine Flasche Mineralwasser. Das alles für 3,50 Euro – das ist nicht schlecht!
Während wir also über die Fotografie philosophieren und das Für und Wider schwerer großer Kameras diskutieren, höre ich ein fast vertrautes Geräusch, es kommt ein Motorrad. Hey und was für eines, ein getarnter Erlkönig kommt da angebraust. Im Vorbeifahren erkenne ich einen Kardan auf der linken Seite und einen Boxermotor, das muss die neue wassergekühlte BMW R1200 GT (vielleicht auch R1200 RT) sein. Ich selbst bin viele Jahren lang eine BMW R80 RT gefahren. Das ist sozusagen der “Ur-Vater” des deutschen Reisemotorrades. Ich habe sie geliebt und war mit ihr viele viele tausend Kilometer unterwegs. Nach all den Jahren hat es mich dann aber gestört immer hinter einer Scheibe zu sitzen. Ok, das war bequem, aber die Scheibe war zum Schluss stark verkratzt und ich hatte einfach Lust auf etwas neues. Die ganze Geschichte findet Ihr im Artikel “Meine Mopeds“.
Heute liebe ich meine BMW K1200 mit Reihenvierzylinder. Egal ob die neue oder das alte Modell, es sind tolle Motorräder. Erst heute habe ich die erste kleine Ausfahrt mit meiner alten K1200 RS Baujahr 2001 (131 PS) unternommen. Der Tacho steht inzwischen bei 103.900 Kilometer und sie läuft noch immer fast wie eine neues Motorrad. Hier habe ich ein Video in dem man sie sehen kann.
Und hier könnt Ihr sehen und vor allem hören wie sich das neuere Modell, meine K1200R Sport Baujahr 2007 mit 163 PS anfühlt. Eine hammergeile Rakete ist das
Verglichen mit der K1200R Sport ist eine BMW R1200 GT eher ein gemütliches Reisemotorrad. Irgendwie ist es eine sehr konsequente Weiterentwicklung meiner alten R80 RT. Diese war damals bahnbrechend und gemeinsam mit der sportlicheren R100 RS eines der allerersten Motorräder mit einer Vollverkleidung. Noch heute werden diese Motorräder in vielen Ländern von der Polizei gefahren und dort wegen ihrer Robustheit und Zuverlässigkeit sehr geschätzt.
Die Abgasrichtlinien innerhalb der EU werden auch für Motorräder immer strenger. Mit einem luftgekühlten Boxermotor war da letztlich nichts mehr zu holen. Also hat man sich bei BMW entschlossen ein komplett neues Motorrad zu konstruieren. Der Motor sollte wassergekühlt sein. Doch wie baut man einen Boxermotor der noch halbwegs nach einem BMW Boxer aussieht, der aber eine Wasserkühlung verwendet? Meiner Meinung nach haben die BMW-Ingenieure diese Aufgabe sehr gut gelöst. Das neue Modell ist keine “Güllepumpe” wie die alte Honda CX500 geworden und das ist auch gut so! Dieser Motor war nämlich wirklich keine Schönheit. Der Trick beim neuen BMW Boxer ist, dass er nur zu etwa 35% auf die Wasserkühlung angewiesen ist. Den Rest besorgen weiterhin Kühlrippen an den Außenwänden der beiden Zylinder.
Die Wasserkühler sind zudem so gut versteckt, dass es eigentlich kaum auffällt, dass dieser Motor eine komplett neue Generation darstellt.
Sehr auffällig ist, dass die erst vor einigen Tagen vorgestellte neue BWM R1200 GS – also die Geländeversion – den für BMW so typischen Kardanantrieb nun auf der linken Seite hat. Als diese getarnte neue BMW da oben im Gebirge auf Teneriffa an mir vorbei gerauscht ist, fiel mir dies sofort auf und es schoss mir durch den Kopf “Der Kardan ist links – der Wahnsinn – das muss die neue BMW R1200 GT sein!” (Vielleicht wird sie auch R1200 RT heißen – warten wir es mal ab…)
Einige Sekunden später dann das gleiche Geräusch, es gab noch einen zweiten identischen Erlkönig. Ich war da ein wenig aus dem Häuschen und habe mich geärgert, dass ich keinen Fotoapparat griffbereit hatte. Aber dann etwa eine Stunde später, als wir uns gemütlich auf etwa 2.000 Metern Höhe in der Sonne einen Kaffee (Barraquito) genehmigen, kommen die beiden Erlkönige wieder angefahren und parken sogar direkt vor unserer Nase. Schnell rüber zum Auto, die Videokamera holen, kurz warten bis die beiden Mädels auf dem Klo verschwunden sind die die Kerle sich einen Kaffee bestellen und schon kann ich zwei Motorräder filmen die es eigentlich noch gar nicht gibt.
Teneriffa ist nicht so wirklich groß und so habe ich diese beiden auffälligen Motorräder noch mehrmals wieder gesehen. Ganz witzig war übrigens, dass mir auch die Radfahrer des SKY-Teams immer wieder vor der Nase herum geflitzt sind, aber das ist eine andere Geschichte
Das perfekte Stativ – Teil 7
Der Zubehörhersteller Vanguard hat in seiner inzwischen etwa 26 jährigen Firmengeschichte die Herzen vieler Fotofreunde erobert. Nachdem man mit dem Stativ Alta PRO 283CT und dem GH-100 Kugelkopf im Jahr 2012 beim Red Dot Design Award abgeräumt hatte, wurde der Jury in diesem Jahr das ABEO Pro 283CGH mit dem GH-300T Kugelkopf präsentiert. In 19 Kategorien wurden fast 5.000 Einsendungen von einer unabhängigen Jury bewertet. Das Echo war mehr als positiv und so konnte Vanguard in diesen Jahr den Red Rot Design Award zum zweiten Mal in Folge einfahren.
Wer schon einmal intensiv mit einem Stativ gearbeitet hat kennt das Problem, dass man meist die rechte Hand nicht frei hat um die Kamera auszulösen. Mit dem GH-300T versucht man sich bei Vanguard an einer Antwort. Dieser große Kugelkopf verfügt über einen gute gemachten Pistolengriff und was liegt da näher als einen Auslöseknopf in diesen Griff zu integrieren? Die Verbindung zur Kamera wird über ein entsprechendes Kabel hergestellt. Es sind Kabel für alle gängigen Kameramodelle verfügbar.
Ich habe für Euch mal ein Exemplar besorgt und einen kleinen Teaser erstellt. Ein ausführliches Review werde ich in den nächsten Tagen nachliefern.
Die dreiteiligen Beine des ABEO Pro 283CGH sind aus mehreren Lagen mit hochfesten Carbon Fasermatten gefertigt. Das gibt Stabilität und spart zugleich Gewicht. Die sechseckige Mittelsäule wird von einem besonders pfiffig konstruierten Mechanismus gehalten. Neben der Höhenverstellbarkeit kann diese Säule auch waagerecht montiert werden und zugleich als Griff für die Führung horizontaler Kameraschwenks dienen.
Bei niedrigen ISO-Werten, kleinen Blenden und entsprechend langen Belichtungszeiten gelingen so schnelle Mitzieher mit beeindruckender Hintergrundunschärfe. Um diesen Effekt noch zu verstärken können die Belichtungszeiten durch zusätzliche Graufilter weiter verlängert werden. Für die perfekte Schärfe fokussiert man manuell auf den Bereich in dem man sein Motiv erwartet und schaltet dann den Autofokus ab. Ist das Motiv in Sichtweite, so verfolgt man es mit dem drehbar gelagerten Kugelkopf und löst die Kamera über den integrierten Auslöser aus.
Das Handling des GH-300 Kugelkopfes ist wie schon beim GH-100 sehr einfach und praxisnah. Während der GH-100 eher für leichte Spiegelreflexkameras wie beispielsweise die neue Nikon D7100 ausgelegt ist, trägt der stabile und deutlich größere GH-300T auch schwere Kameras wie die Nikon D4 in Verbindung mit einem größeren Teleobjektiv. Zur hohen Stabilität trägt nicht zuletzt das professionelle neue System mit robusten Schnellwechselplatten bei. Sehr interessant ist, dass das Stativgewinde nicht in der Mitte der Schnellwechselplatte angebracht ist. In Verbindung mit dem Schwalben-Schwanz-Design ergibt sich ein einfacher Nodalpunktadapter die für die meisten Panorama-Fotografien bereits zufrieden stellende Ergebnisse liefern dürfte. Außerdem ermöglicht diese flexible Trägerplatte die Kamera perfekt auf dem Stativkopf auszubalancieren.
Mein Exemplar des GH-300T war sehr stramm eingestellt und man braucht schon etwas Kraft um die Kamera in die richtige Position zu bringen. Das ist zunächst etwas ungewohnt, aber mit der Zeit wird dies sicher etwas nachlassen und als angenehmer Nebeneffekt trägt der GH-300T auch größere Kameras sehr gut.
Mit dem ABEO Pro 283CGH ist Vanguard ein großer Wurf gelungen der viele Freunde finden wird. Der GH-300T Kugelkopf ist mit seinem ungewöhnlichen Design doch sehr praxisnah. Freunde actionreicher Bilder und schneller Mitzieher haben hier ein neues Arbeitsmittel mit dem sich die Trefferquote deutlich steigern lässt.
Die hier gezeigte Kombination kann zum Preis von etwa 650,- Euro bezogen werden. Für kleinere Budgets ist für 450,- Euro das nahezu baugleiche ABEO Pro 283AGH mit Beinen aus Aluminium lieferbar. Der GH-300T Kugelkopf kann auch ohne Stativ bezogen werden, der Preis liegt dann bei etwa 170,- Euro.
Blitzlicht – NIKON IMAGE SPACE geht online
Es schlug ein wie ein Paukenschlag als Mega-Upload Gründer Kim Schmitz alias Kim Dotcom vor einigen Tagen seinen neuen Cloud-Dienst mit dem schönen Namen MEGA der Netzwelt präsentierte. Einige Kommentare waren voll des Lobes, wird doch dort mit 50 GB mehr kostenloser Cloud-Speicherplatz angeboten als bei Apple, Microsoft und Amazon zusammen. Nun hat Nikon einen auf Bildmaterial zugeschnittenen Dienst vorgestellt bei dem es 20 GB kostenlosen Online-Speicher für alle Besitzer einer Nikon Kamera gibt.
Der neue Bilderdienst NIKON IMAGE SPACE ist online!
Für die Nutzung des kompletten Angebotes ist lediglich die Registrierung einer Nikon Kamera notwendig. Danach kann jeder Nikon-Fan seine wichtigsten Fotos dort ablegen und (hoffentlich) auf viele Jahre vor einem Datenverlust schützen. Client-Anwendungen für mobile Endgeräte und Möglichkeiten für die Freigabe der Bilder komplettieren das Angebot. Damit unterscheidet sich dieser Dienst auch schon sehr deutlich von etwas “zwielichtigen” MEGA-Angeboten und klingt nach einer interessanten Alternative für alle Nikon-Fotofreunde.
Mein Jahresrückblick 2012
Mit einem Bild das ich im Frühjahr 2009 auf dem Heimweg vom Delicate Arch mit einer Taschenlampe improvisiert habe, möchte ich mich bei meinen treuen Lesern und YouTube-Zuschauern für das sehr schöne Jahr 2012 bedanken.
Heute habe ich meine WordPress-Jahresstatistik erhalten und die liest sich gar nicht schlecht.
Etwa 55.000 Touristen besuchen Liechtenstein jedes Jahr. Dieser Blog wurde 2012 330.000 Mal besucht. Wäre es Liechtenstein, würde es 6 Jahre dauern, bis so viele Menschen es gesehen haben. Dein Blog hatte mehr Besucher als ein kleines Land in Europa!
Hier gibt es vollständigen Bericht zu sehen.
Im kommenden Jahr kann ich hoffentlich wieder etwas mehr reisen und intensiver fotografieren. Nach etwa 6.000 Bildern mit der neuen Nikon D800E und einigen Vergleichen mit Bildern die bereits vor mehreren Jahren entstanden sind muss ich sagen, diese Kamera kann alles und ist mein ganz persönliches Nonplusultra. Diese Kamera stellt selbst hochwertige Scans eines Mittelformat-Dias fast in den Schatten. Nie zuvor war es so einfach in kürzester Zeit mit minimalem Aufwand extrem hochauflösende tolle Fotos zu schießen. In den letzten Jahren habe ich häufig mit hohem Aufwand mehrzeilige Panorama-Bilder erstellt und stundenlang den einen oder anderen Scanner-Parameter hin und her gedreht um aus meinen Bildern das Maximum herauszuholen und via magnumprints.com hochwertige große Prints mit extrem vielen Details anbieten zu können. All das ist mit der D800E viel einfacher geworden. Erst gestern habe ich festgestellt, dass ich mit der Nikon D800E noch kein einziges mehrteiliges Panorama fotografiert habe. Denn es ist eigentlich gar nicht mehr notwendig. Mit einem guten Weitwinkelobjektiv und einem sinnvoll angesetzten Beschnitt liefert die D800E mit einem Klick das was ich zu Zeiten der Nikon D100 aus etwa 10 RAW-Bildern mühsam mit der Software Autopanopro zusammen rechnen (lassen) musste.
Aber die Zeit steht nicht still und auch die D800E wird in nicht allzu weiter Ferne von der Nikon D900 abgelöst werden. Diese wird einen erneuten Quantensprung markieren und es bleibt einfach spannend. Die Welt dreht sich weiter Tag für Tag und die Nikon Ingenieure geben alles um uns noch bessere Kameras für noch mehr Spaß an der Fotografie in die Hand zu geben. Ich freue mich auf alles was uns im nächsten Jahr erwartet. Sei es die Nikon D4x oder die Nikon D400, die Hysterie wird auch 2013 grenzenlos sein, die Spekulationen werden teils halbgar und teils auch mal zutreffend sein. Wir alle werden ungeduldig abwarten und uns auch 2013 an den Schaufenstern der gut sortierten Fotoläden die Nase platt drücken und das ist gut so!
Also Leute, habt ne dufte Party und kommt gut rüber nach 2013!
Teneriffa 2012 – Tag 12
Fotosession in der Geisterstadt
Es ist noch gar nicht lange her als ich bei www.fotocommunity.de einige Fotos einer Geisterstadt auf Teneriffa gefunden habe. Die Location schien wirklich cool zu sein und ich trage nun schon seit vielen Monaten den Wunsch mit mir herum, diese Geisterstadt mal genauer unter die Lupe zu nehmen. Aber was hat es mit dieser Geisterstadt auf sich?
Als ich in den 60er Jahren das Licht der Welt erblickte wusste ich noch nicht wie froh ich sein durfte, dass meine Mutter während sie mit mir schwanger war keine Medikamente eingenommen hat. Bei tausenden anderer Menschen in meinem Alter sah das anders aus. Da gab es ein Medikament der Grünenthal GmbH, das besonders gut verträglich sein sollte und rezeptfrei in den Apotheken erhältlich war. Viele schwangere Frauen nahmen es gegen die morgendliche Übelkeit sowie Unruhe und Schlafstörungen ein und brachten einige Monate später schwer missgebildete Kinder zur Welt. Menschen bei denen mitunter die Hände ohne Arme direkt oben an den Schultern angewachsen waren. Viele leben bis heute mit diesen schweren Behinderungen und haben bedingt durch ihre Behinderung andere Krankheiten bekommen. Oft sind es schwere Rückenbeschwerden. Das Medikament hieß „Contergan“ und der Rechtsstreit der aus diesem ersten großen Medikamentenskandal der Menschheitsgeschichte hervorging, zog sich über viele Jahrzehnte hin.
Eine Weile nach dem Skandal gab es den Arzt Dr. Jacob Sheskin der sich in Jerusalem um Menschen gekümmert hat die an der Lepra erkrankt waren. Heute kennen wir dieses Krankheit nicht mehr, aber als sie noch auf dieser Erde gewütet hat wurden die Menschen die an Lepra erkrankt waren isoliert. Eine anderen Chance hatte man nicht. Dort wo sie nicht auf eine einsame Insel verbannt werden konnten wurden Lager erreichtet in denen die Kranken bis zu ihrem Tode isoliert wurden. Eine Chance auf Heilung gab es nicht. Dann kam der Tag an dem eben jener Dr. Shesekin einer an Lepra erkrankten Frau aus Restbeständen Contergan verabreichte damit sie besser schlafen konnte. Einige Zeit später musste dieser Arzt dann feststellen, dass sich die Lepra-Symptome seiner Patientin zurück gebildet hatten. Ein neues hochwirksames Mittel gegen Lepra war gefunden und es begann die Renaissance des Contergan Wirkstoffes Thalidomid. In Europa hatte es schwer gewütet und war die Ursache für tausende fehlgebildeter Babies. In Jerusalem, Indien und vielen anderen Ländern half es nun die Lepra zu bekämpfen. Wirklich ausgerottet ist die Lepra indes noch nicht. Man kann sie heute mit einem Aufwand von etwa 20 Euro heilen. Aber selbst diese 20 Euro haben viele der erkrankten Menschen nicht und sterben an einer Krankheit, die unsere Kinder wahrscheinlich nicht einmal mehr vom Hören und Sagen kennen.
Die Entdeckung von Dr. Sheskin leitete den Untergang der Lepra-Station im Süden Teneriffas ein. Nachdem die letzten Kranken verstorben oder geheilt waren wurde die Station geschlossen und dem Verfall preisgegeben.
Als dann in den 70er Jahren eine Welle von Flugzeugentführungen und Geiselnahmen die Welt in Atem hielt, übten die auf Teneriffa stationierten Soldaten auf dem Gelände der verlassenen Lepra-Station für den Ernstfall. Sie übten die Befreiung von Geiseln mit Waffengewalt.
Diese Geisterstadt kann also auf eine wechselvolle Geschichte zurückblicken. Am Vorabend habe ich mit meiner Freundin Sandra abgesprochen, dass ich heute dorthin fahren will. Sie ist nicht böse, denn so kann sie sich wieder einmal einen Tag in Puerto de la Cruz vergnügen. Mittlerweile scheint ihre diese recht ursprüngliche Stadt sehr gut zu gefallen. Besonders der alte Stadtkern und die Promenade haben es ihr angetan.
Da ich das Morgenlicht in der Geisterstadt ohnehin nicht mehr schaffe, lassen wir es beim Frühstück langsam angehen. Als ich endlich losfahre ist es schon 11h. Die Sonne scheint, dass es eine wahre Freude ist. Das Thermometer in meinem gemieteten Opel Astra zeigt satte 27°C, so kann man es am 20. Dezember aushalten! Als ich nach etwa 60 Minuten Fahrzeit an der Geisterstadt die Autobahn verlasse, zeigt das Thermometer sogar 29°C. Am Eingang zur Geisterstadt staune ich nicht schlecht als ich einen Ford Fiesta antreffe aus dem gerade fünf Junge Männer in Tarnanzügen mit Waffen und Helmen aussteigen. Sie haben GoPro Kameras an den Helmen und ihre Gewehre sehen aus wie die Waffen die man bei der neuen „Modesportart“ Paintball benutzt. Sie haben gute Laune, grüßen mich und machen sich dann auf zu ihrem großen „Abenteuerspielplatz“…
Ich packe unterdessen meine Sachen zusammen und los geht der Spaß. Die Gebäude der alten Station sind von den Übungen der Soldaten schwer gezeichnet. Überall sind Einschuss- und vielfach sogar Durchschuss-Löcher in den Wänden zu sehen. Die Gebäude sind zu weiten Teilen betoniert und gemauert, daher trotzen sie seit vielen Jahren den Winden die unmittelbar am Meer oftmals nicht zu verachten sind.
Von der Station kann ich ins Gebirge schauen und der Pico del Teide thront majestätisch über des Szenerie. Ich mache einige Fotos mit Polfilter und versuche mich auch mal mit dem Nikon AF-D 80-400mm Telezoom in Verbindung mit dem Infrarotfilter (HAMA IR20). Aber in der Infrarotfotografie liegt der korrekte Fokuspunkt etwas anders. Früher hatten alle Objektive einen roten Punkt. Man hatte zuerst manuell fokussiert, dann auf das Objektiv geschaut und dann den eingestellten Wert bis zu eben diesem „roten Punkt“ weitergedreht. Das war einfach und leicht zu verstehen. Heute ist das alles anders. Heute verwenden viele Fotografen moderne Objektive mit eingebauten Ultraschall-Motoren die das Autofokussystem steuern. Einen richtigen „Endanschlag“ für „Unendlich“ gibt es nicht mehr und den roten Punkt für alle die gern mit Infrarot-Filtern fotografieren wollen, den gibt es eben auch nicht mehr. Man muss also bei den digitalen Spiegelreflexkameras den korrekten Fokuspunkt ein wenig abschätzen oder Testbilder machen bis man ihn gefunden hat. Bei Objektiven mit extrem kurzer Brennweite ist das fast egal, sobald man sie um zwei Stufen abblenden kann ist auch mit einem Infrarot-Filter alles scharf. Bei einem 400mm Teleobjektiv ist das aber etwas anderes. Hier zählt wirklich jeder Millimeter bei der Fokussierung.
Und da die Sonne scheint wie verrückt kann ich auf dem Display meiner Nikon D800E fast nichts erkennen. An die Überprüfung ob meine Bilder korrekt scharf sind ist gar nicht zu denken. Später werde ich dann auch feststellen, dass fast alles was ich mit dem Teleobjektiv und aufgeschraubtem Infrarot-Filter fotografiert habe nicht brauchbar ist, schade!
Während der Tag voranschreitet genieße ich die Sonne und erforsche die vielen alten Gebäude. Überall liegt Schutt und Dreck herum. Fast keine Wand ist ohne Graffitis und in einigen Gebäuden liegen alte Matratzen und es stehen halb volle Wasserflaschen herum. Es sieht so aus als hätten die einige Obdachlose kampiert.
Mein Freund Wolfgang hat mir vom schönen Strand bei der Geisterstadt berichtet. Als ich dort eintreffe liegt dort ein nackter Mann in der Sonne. Als er das Klicken meiner Kamera hört schnappt er sich ein Handtuch, zieht sich an und verlässt etwas verschämt die Szenerie.
Vom Strand geht es hinauf zur Kirche. Dieses Gebäude kenne ich aus der Fotocommunity. Die Fassade ist komplett aus Beton gegossen und steht auch nach vielen Jahren noch immer wie eine EINS. Vor der Kirche treffe ich ein junges Paar aus Holland. Sie kommen aus der Nähe von Alkmaar und haben einen Geocache gesucht. Er scheint irgendwo in der Kirche versteckt zu sein. Wo genau wollen sie mir nicht sagen, ich bin schließlich keine Geocacher
Wir unterhalten uns trotzdem sehr nett und als sie sich verabschieden steht die Sonne schon tief.
Ich knipse eine Belichtungsreiche nach der Anderen. Zuvor habe ich in einigen Gebäuden schon den neuen HDR-Modus der D800E getestet. Er funktioniert leider nicht im RAW-Modus. Also habe ich einige TIFF-Dateien geknipst. Diese haben satte 112 MB, pro Bild natürlich! Die D800E ist ein echtes Pixelmonster. Die Ergebnisse können sich sehen lassen. Wer keine Lust auf stundenlange Bildbearbeitung mit Photomatix und anderen HDR-Programmen hat, der ist mit dem neuen HDR-Modus der D800E recht gut bedient. Allerdings darf man sich von den HDR-Bildern aus der D800E keine surrealen Kunstwerke, wie das was man seit einigen Jahren ständig bei flickr und anderswo findet, erwarten. Nikon wäre nicht Nikon wenn sie den HDR-Modus der D800E nicht so konzipiert hätten, dass er einfach nur hilft Motivsituationen mit extrem hohen Kontrasten in den Griff zu bekommen. Hat man das akzeptiert, so wird man mit den Ergebnissen sehr zufrieden sein. Der Gewinn beim Dynamikumfang beträgt etwa zwei Blendenstufen, das kann sich sehen lassen!
Hier zum Vergleich ein “echtes” HDR da sich eben mit Photomatix Pro aus drei JPG-Dateien manuell zusammen gerechnet habe.
Hier ein vollautomatisch in der D800E erstelltes HDR:
Hier noch ein HDR das ich aus 9 JPGs erstellt habe - es ist noch suboptimal – in den nächsten Wochen gibt es sicher weitere schönere Varianten zu sehen
Kurz bevor es dunkel wird verlasse ich dann diese wirklich tolle Location und mache mich auf den Heimweg. Ich habe heute wirklich viel mit der Nikon D800E fotografiert und zwischendurch immer wieder mit der kleinen Panasonic HC-X909 gefilmt. Und wieder muss ich sagen, die Bildqualität der D800E ist etwas besser, aber das Handling der Videokamera ist einfach unschlagbar. Allein der extrem gut arbeitende Bildstabilisator, der elektronische Sucher, der krasse Zoombereich und vor allem der super sanft arbeitende Motorzoom sind Pluspunkte die einfach keine Spiegelreflexkamera derzeit zu bieten hat.
Eigentlich hatte ich noch vor mich in der Geisterstadt irgendwo hinzu setzen und ein kurzes Video unter dem Motto „Was habe ich in meinem Fotorucksack“ aufzunehmen. Aber irgendwie hatte ich dann doch keine Lust und die 6 Stunden in der Geisterstadt sind auch wie im Flug vergangen. Das Video werde ich dann im neuen Jahr nachliefern. Dann wird es auch wieder neue Testberichte zu diversen Objektiven und anderem Foto-Schnickschnack geben – versprochen
Teneriffa 2012 – Tag 10
Tiere filmen im Loro Parque
Nun sind wir schon mehr als eine Woche auf dieser paradiesischen Insel. Die Eingewöhnung haben wir hinter uns, langsam beginnt die Erholung. Nach den morgendlichen Ritualen sind wir etwas ratlos was heute auf dem Programm stehen soll. Sandra würde gern ein paar Stunden am Strand verbringen. Mein Ding ist das irgendwie so gar nicht. Beim Grillen in der Sonne bekomme ich Kopfschmerzen und Herzrasen. Badeurlaube sind nicht meine Welt. Ich mag es lieber warm und schattig als heiß und sonnig. So beschließen wir, dass ich Sandra unten am Playa de Jardin absetze und dann ein paar hundert Meter weiter zu Loro Parque fahre. Dort war ich nun schon wirklich oft und eigentlich wollte ich ihn in diesem Jahr nicht schon wieder besuchen. Aber letztlich bin ich doch wieder 33,- Euro ärmer und später am Abend um 14 GB Videomaterial reicher.
Zum Auftakt meiner Wanderung durch den Loro Parque verwende ich diesmal die kleine feine Panasonic HC-X909 Videokamera. Diese Kamera filmt in Full HD mit 50 Bildern/Sekunde (1080/50p). Das ist für meine heimischen Computer leider noch zu viel. Mit Magix Video Deluxe MX kann ich dieses Material überhaupt nicht sinnvoll schneiden. Die Vorschau ruckt ständig und man bekommt einfach keinen Einruck davon ob die Schnitte richtig sind oder nicht. Auf dem Mac mit Final Cut Pro X klappt es besser, aber nur wenn man auch Proxy-Medien erstellt. Und die sprengen ganz schnell die Kapazität meiner internen SSD-Festplatte. Ohne Proxy-Medien macht der Video-Schnitt einer 1080/50p Datei auch auf dem Mac keinen Spaß. Also filme ich mit „angezogener Handbremse“. Im Modus „XE“ arbeitet die Kamera „nur“ mit 25 Bildern/Sekunde. Damit sind die Videodateien nur halb so groß. Das spart Platz auf der Speicherkarte und den Festplatten.
Da ich meine Videos nicht auf Blu-Ray verkaufe sondern nur bei YouTube und Vimeo zeige, ist die Qualität immer noch mehr als ausreichend. Lädt man eine dieser Dateien bei YouTube hoch und später wieder herunter, so hat das Ergebnis nur etwa 10% der ursprünglichen Dateigröße. Wie krass die Videos bei YouTube komprimiert werden ist damit klar. Aber man muss das auch verstehen. Google bietet mit YouTube einen kostenlosen Video-Dienst an den viele Millionen Menschen tagtäglich nutzen. Jeden Tag werden viele tausend Stunden Videomaterial bei YouTube hochgeladen, alles völlig kostenlos. Und diese Videos werden dann mit unter millionenfach angeschaut. Würde man dieses Material nicht rigoros komprimieren, so würde es den „Dienst als solchen“ und Teile des Internets einfach sprengen.
Schon heute machen Videodienste den Löwenanteil des gesamten Datenvolumens im Internet aus. Würden alle Videos im „Original“ transportiert, so würde das Internet in seiner aktuellen Ausbaustufe für die meisten von uns einfach „still stehen“. Also filme ich derzeit im Modus XE – ganz ohne Skrupel. In ein paar Jahren sieht das vielleicht anders aus. Aber derzeit ist alles andere „nutzloser Overkill“.
Nach etwa zwei Stunden geht der große „Zweit-Akku“ meiner Panasonic zu Ende. Ich habe noch den kleinen Original-Akku. Der liegt jetzt schon etwa eine Woche in der Fototasche und hat sich leider bereits weitgehend selbst entladen. So bleiben mir mit diesem Akku noch etwa 10 Minuten danach ist meine schöne Panasonic leider „tot“. Zusammen gekommen sind dabei etwa 6 GB Videomaterial. In der Kamera steckt meine 8 GB große Reservekarte. Als ich mit der Filmerei loslegen wollte musste ich nämlich feststellen, dass ich nicht nur mein Telefon sondern auch meine Speicherkarten im Hotel vergesse hatte. Überhaupt ist diese gesamte Reise davon geprägt, dass ich lauter Sachen vergessen habe. Im Fotorucksack sind aber noch ein paar Reservekarten. Die habe ich für den Fall der Fälle eigentlich immer dabei. Und als dann die D800E als Videokamera zum Einsatzkommen soll, fehlt auch hier die Speicherkarte! Aber kein Problem, es sind noch eine 64 GB und zwei 16 GB Karten im Rucksack. Für meine Videoaufnahmen verwende ich an der D800E das AF-D VR 80-400mm Telezoom-Objektiv. Auch dieses Objektiv habe ich nur versehentlich eingepackt. Eigentlich wollte ich das AF-S VR 2.8/70-200mm einpacken. Nun muss ich mich mit dem älteren etwas sperrigen 80-400 begnügen. Aber letztlich sehen die Sequenzen bei denen alles korrekt eingestellt war auch mit diesem Objektiv wirklich gut aus. Was hier allerdings massiv stört ist der Autofokus. Ist es etwas dunkel so liegt die D800E im Videomodus beim automatischen Fokussieren eigentlich ständig leicht daneben. Der Fokus fährt zweimal hin und her und bleibt dann kurz hinter dem korrekten Wert stehen, das nervt ziemlich. Meinen Video-Neiger habe ich auch daheim vergessen, also muss ich meinen Kugelkopf des Typs FLM-38FT auf meinem großen BENRO Carbon-Stativ benutzen. Für Fotos ist das eine großartige Kombination, für Videos ist es massiv „suboptimal“.
Saubere Schwenks oder die die „Verfolgung“ eines Tieres das langsam durch sein Gehege streift sind damit kaum möglich. Die Videos rucken und zappeln, dass man sie sich nicht anschauen möchte. Eigentlich klappt es nur wenn die Kamera absolut ruhig steht und man sie nicht berührt. Dann ist alles gut, sobald man versucht sie irgendwie zu bewegen wird bei Brennweiten ab ca. 100 mm praktisch alles sofort total verwackelt. Auch ist gar nicht daran zu denken langsame Zoomfahrten oder ähnliches mit der D800E und dem 80-400mm Telezoom zu versuchen. Mit der kleinen Panasonic klappt so etwas mit ein wenig Übung sehr gut. Wer beide Systeme im Vergleich benutzt der wird sich sofort in die kleine Panasonic verlieben. Das Handling dieser Kamera ist für Video-Filme gemacht und funktioniert einfach gut. Zwar ist bei der D800E die Bildqualität etwas besser, aber man braucht viel mehr Zeit bis alles eingestellt ist und verpasst gerade als „Tierfilmer“ damit immer wieder die besten Szenen.
Bei der Sichtung meiner „Tages-Beute“ bin ich geschockt wie wenig wirklich brauchbares Videomaterial in etwa 6 Stunden entstanden ist. Mit der BENRO GH-2 „Affenschaukel“ und dem dicken fetten Nikon AF-S VR 4/200-400mm wäre die Ausbeute deutlich besser gewesen. Aber diese Kombination hätte auch das doppelte Gewicht! Besonders das AF-S Fokus-System der moderneren Objektive ist für Videoaufnahmen perfekt. Man kann den Fokus einfach während man filmt manuell übersteuern. Das geht mit einem Objektiv ohne AF-S leider nicht und es stellt damit einen echten „Hemmschuh“ dar.
Eine Alternative ist in diesem Fall für mich sogar das alte manuell fokussierte Nikon AiS 80-200. Dieses Objektiv ist noch kompakter und die Bedienung des Schiebezooms funktioniert wirklich gut. Man kann sehr schnell zoomen und den Fokus-Punkt korrekt einstellen. Alles mit einem Ring, großartig! Verwendet man noch eine Lupe vor dem Display der D800E hat man damit auch an hellen Tagen eine gute Kombination für beeindruckende Tierfilme. Ich habe mal ein wenig experimentiert und die D800E sowohl im FX Modus als auch im DX Modus filmen lassen. Man sieht im Endergebnis bei „normalen“ ISO-Werten praktisch keinen Unterschied. Nutzt man diese Einstellung, so wird aus einem alten manuell fokussierten AiS 80-200mm im DX-Modus ein 160-400mm Teleobjektiv. Über die Abbildungsqualität muss man sich beim Videofilmen keine Sorgen machen. Sind die Videos unscharf, dann liegt es immer daran, dass man nicht korrekt fokussiert hat! Die Auflösung der Videos ist so gering, das schafft auch ein 40 Jahre altes Nikon Teleobjektiv
Sobald man diese Objektive um etwa zwei Stufen abblenden kann erkennt man im fertigen Video praktisch keinen Unterschied zwischen einem 40 Jahre alten Tele von eBay für 200 Euro und einem modernen Superobjektiv für 2.000 Euro.
Entscheidend ist was man an der Kamera einstellt und wie die Lichtverhältnisse sind. Auch ein 10.000 Euro Profiteleobjektiv zaubert an der D800E nicht automatisch geniale Videosequenzen. Hier sind Erfahrung und eine Portion Glück viel wichtiger als der letzte „Hightech-Schrei“.
Dies beweisen auch meine heute aufgenommenen Video-Schnipsel. Der Ausschuss liegt bei etwa 90%. Das liegt aber nicht nur daran, dass die D800E und das heute verwendete 80-400mm Objektiv etwas sperrig zu bedienen sind. Es sind auch die Tiere die eben Individuen sind und nicht immer gleich das machen was man sich wünscht. Manchmal machen sie eben einfach gar nichts! Sie hängen faul in der Sonne ab und warten drauf, dass endlich die nervigen Scheibenklopfer, Pfeiffer, Hampelmänner, Schreier und Knipsblitzer nach Hause gegangen sind. Für die Tiere sind diese Besucher meisten eine echte Qual. Schaut man sich das Treiben mit etwas Distanz an, so fragt man sich manchmal wer hier wen mustert. Besonders bei den Gorillas kam es mir heute wieder so vor als würden diese majestätischen Tiere innerlich mit dem Kopf schütteln, angesichts dieser schwachsinnig wirkenden Menschenmasse die sich an ihren „Schaufenstern“ vorbei quält.
Der Loro Parque ist bekannt für seine Delfin-Show und die Shows mit den Orcas die es dort seit ein paar Jahren zu bestaunen gibt. Seit die Orcas dort ihre Kunststückchen vollführen müssen hat es schon zwei tödliche Unfälle gegeben. Gegen den deutschen Betreiber des Loro Parque wurde von Tierschützern sogar Anzeige wegen unterlassener Sorgfaltspflicht gegenüber den Trainern der Orcas gestellt. Die Trainer trugen bspw. keine Schwimmwesten. Und nach dem ersten Todesfall hieß es offiziell „Der wollte nur spielen!“. Mich erinnert das immer wieder an die Sprüche der Besitzer unberechenbarer Hunde. Wie waren sie noch die drei Standardsätze?
- Der macht nichts!
- Der will nur spielen!!
- Das hat er noch nie gemacht!!!
Daran erinnern mich auch die Statements der Leitung des Loro Parque die ich bezüglich des ersten Todesfalles mit den Orcas gelesen habe. Inzwischen ist der zweite Trainer der Orcas gestorben. Offiziell auch ein „Versehen“ – „Der wollte nur spielen“. Doch die Leiche des Trainers wies gebrochene Rippen und Bisswunden auf. „Das hat er noch nie gemacht“ – kommt mir da als Entschuldigung in den Sinn. Wie soll man zu alle dem stehen? Die Delfin-Show und die Orcas habe ich während der letzten Jahre mehrfach angeschaut und sie hat mir eigentlich immer recht gut gefallen. Weder Orcas noch Delfine habe ich jemals in freier Natur beobachten können. Erst im Loro Parque konnte ich einen Eindruck davon gewinnen wie intelligent und pfiffig diese Tiere sind.
Es gibt viele Stimmen die Shows mit Delfinen und Orcas verbieten wollen. Ich bin der Meinung, dass diese Shows nicht wirklich notwendig sind. Aber ich würde auch nicht so weit gehen zu fordern, dass Orcas und Delfine grundsätzlich nicht in Zoos gehalten werden dürfen.
Meine Mama hat seit Jahrzehnten ein Aquarium in der Küche stehen, früher hatten wir sogar mal einen Wellensittich. War das Tierquälerei? Mein Freund Wolfgang hat hier einen Hund, den Westerwälder Hütehund (Wäller) namens „Balu Schröder“. Ist das Tierquälerei? Ich habe heute Seeroben, Pinguine, Tiger, Papageien, Karpfen und viele andere Tiere gesehen. Alle leben in Gefangenschaft, genau wie die Delfine und die Orcas. Sollte man hier nicht sagen, wenn schon denn schon? Gleiches Recht für alle? „Free Willy and all of his friends!“ Warum schließen wir nicht den Loro Parque, den Allwetter-Zoo in Münster, den Tierpark Hagenbeck in Hamburg, den Palmitos Parque auf Gran Canaria?
Gleiches Recht für alle, warum eine Sonderbehandlung für Orcas und Delfine?
Natürlich bin ich nicht dafür alle diese Zoos und Parks zu schließen. Das war gerade die reine Provokation
Zoologische Gärten helfen weltweit die wenigen Tiere aussterbender Arten zu retten. In Deutschland gab es einst Bären und Wölfe. Doch die Menschen haben sie ausgerottet. Wer will nachts beim Joggen im Bonner Kottenforst schon einem Wolf begegnen? So leben die letzten ihrer Art in Zoos verteilt über ganz Deutschland. Und sie können froh sein, dass sie dort leben dürfen. Meine ganze private Meinung. Würde man sie in die Freiheit entlassen, so wären sie nach ein paar Tagen verstorben, garantiert! Wenn nicht verhungert und nicht auf der Autobahn überfahren, so dann letztlich von einem Jäger abgeknallt, das ist sicher!
Einer der Orcas aus dem Loro Parque wurde vor einigen Monaten in Holland an Land gespült. Statt ihn im Norwegen langsam wieder „auszuwildern“ zieht er jetzt in einem Becken im Loro Parque seine Runden das 120 Meter lang ist. Klar kann er sich hier nicht so austoben wie im freien Meer. Aber es gibt sicher auch einen Grund warum er in Holland gestrandet ist. Ohne die Hilfe der Menschen wäre er längst tot. Irgendwas ist bereits vor längerer Zeit im Leben dieses Orcas gründlich schief gelaufen und ich denke, dass es für ihn vielleicht besser ist im Loro Parque gefüttert und geliebt zu werden als nach der „Auswilderung“ an der Küste Dänemarks oder sonst wo langsam und qualvoll zu verenden.
In den Weltmeeren gibt es tausende Delfine, einige hundert kann man in den Zoos auf dieser Welt bestaunen. Klar führen sie dort keine tolles Leben und klar, die Zoos verdienen Geld damit sie in Shows vorzuführen. Aber irgendwie muss man ja auch ein Becken bezahlen das 120 Meter lang ist und irgendwie muss man ja auch den Fisch bezahlen den ein erwachsener Orca Jahr für Jahr in sich hineinstopft…
Die Gegner der Orca-Show bemängeln auch, dass im Loro Parque die Besucher absichtlich von den Orcas nass gespritzt werden. Scheinbar waren sie noch nie Vorort. Denn dort ist eine besondere „Splash-Zone“ gut lesbar ausgeschildert. Die Besucher können sich Regenmäntel aushändigen lassen und wer keinen Bock auf diese „Erfahrung“ hat, der muss sich ja nicht mit dem Wasser bespritzen lassen in das der eine oder andere Orca seine kleinen und großen Geschäfte erledigt hat.
Alle Besucher haben die Wahl und wer sich später über Spuren von Orca-Kot auf dem hübschen neuen Sonntagskostüm aufregt, der hat eben bei der Platzwahl nicht nachgedacht.
Die Gegner der Delfin-Shows rufen weltweit zum Boykott dieser Shows auf. Irgendwie kann ich das alles gut verstehen und ich habe sie mir auch heute nicht erneut angesehen. Mir würde es gut gefallen wenn man diese Tiere einfach nur beim Schwimmen und fressen beobachten könnte. Aber vielleicht ist es auch richtig sie geistig zu fordern und mit ihnen zu arbeiten um sie von ihrem tristen Dasein in den viel zu kleinen Wasserbecken abzulenken? Wären sie eine noch größere Attraktion und würden noch viel mehr Menschen kommen um sie zu sehen, dann könnten ihre Becken sicher noch größer und schöner gebaut werden und vielleicht wäre dann auch ein Sonnendach im Budget enthalten. So, dass sie keinen Sonnenbrand mehr bekommen und nicht von den Pflegern mit Sonnencreme eingerieben werden müssen? Und vielleicht könnte man die Becken dann auch so gestalten, dass sie sich nicht selbst die Zähne abbrechen während sie in die stählernen Abgrenzungstore beißen? Ich denke, weniger Besucher und der Boykott der Shows helfen den Tieren die bereits in Gefangenschaft leben nicht wirklich. Akzeptiert man das „wie es ist“ so würde es ihnen eher helfen wenn die Betreiber der Zoos mehr Geld durch sie einnehmen könnten und dies dann auch tatsächlich in die Verbesserung ihrer Lebensbedingungen investieren würden.
Aber zurück zu meinem „Bericht des Tages“. Als sich der Tag dem Ende neigt hole ich Sandra wieder am Strand ab und gemeinsam geht es zum Monasterio, ein altes Kloster in der Nähe von Puerto de la Cruz. Hier gibt es mehrere gute Restaurants und was soll ich sagen, genau wie der Loro Parque ist auch hier der Betreiber ein Deutscher. Auch hier gibt es Kellner die in viel zu kleinen Räumen viel zu viele Gäste bedienen müssen. Tagtäglich vollbringen sie kleine Kunststückchen damit alle Gäste hübsch zufrieden sind und hoffentlich bald wieder kommen. Sandra und ich gönnen und heute jeweils ein großes supergutes saftiges Filet-Steak. Diese Steaks schmecken einmalig gut. Aber sie stammen von lebenden Kühen, eigentlich leben sie jetzt nicht mehr, aber irgendwann haben sie das mal getan, soviel ist sicher! Und laut Speisekarte haben sie in Südamerika gelebt, wahrscheinlich in Argentinien. Und auch dort leben viele Kühe auf viel zu kleinen Flächen und werden systematisch abgefüttert und dann nach einem wenig erquicklichen Rinderleben in einem hoffentlich nahegelegenen Schlachthof möglichst „artgerecht“ getötet und zu herrlich leckeren Filetsteaks weiterverarbeitet. Irgendwie eklig, aber trotzdem sowas von lecker!
Denkt man darüber nach wie viele hundert Kilogramm Kraftfutter und Getreide notwendig waren um diese beiden saftigen kross gegrillten Steaks „herzustellen“, man könnte sofort zum Vegetarier werden. Nicht weil all das schon eklig genug ist, nein weil es total unvernünftig ist, massenweise hochwertiges Getreide an Tiere zu verfüttern die dann in zerlegter Form nur noch einen Bruchteil des Nährwertes ihrer lebenslänglichen Futtermenge wert sind.
Und doch haben diese beiden kross gegrillten innen leicht rosigen Steaks heute echt gut geschmeckt. Aber es werden für den Rest der Reise die einzigen Steaks bleiben. Ok, vielleicht gibt es zu Weihnachten statt einer Ente oder eines Hühnchens noch einmal ein Stück totes Rind. Zwischendurch wird es viel Salat und Kartoffeln geben. Und den ein oder anderen toten Fisch – urgs – schon wieder ein totes Tier. Aber bevor es uns die Wale auf ihrem Weg zum Golf von Mexico wegfressen…
Die Moral von der Geschichte? Ich sollte Vegetarier werden, das wäre echt vernünftig. Aber ab und zu schmeckt ein Steak oder ein frisch gegrillter Fisch eben richtig gut. Und solange man all das nicht übertreibt ist es irgendwie auch so halbwegs in Ordnung. Morgen früh gibt es zum Frühstück wieder selbstgekaufte Erdbeermarmelade mit kleinen leckeren Pancakes. Das ist total vegetarisch, na fast wenigstens…
Windows 8 – Treiberinstallation für ATI Radeon X1400
Seit dem 26. Oktober ist Windows 8 offiziell in Deutschland verfügbar. Und seit diesem Tag wächst die Zahl der frustrierten Anwender die versuchen dieses neue vielversprechende Betriebssystem auf ihren älteren Computersystemen zu installieren. Ist die Hardware halbwegs aktuell so funktioniert in der Regel alles wie von Geisterhand. Alle Gerätetreiber werden automatisch gefunden und nach einer relativ kurzen Installationsprozedur kann man sich am neuen flotteren Betriebssystem erfreuen. Soweit die Theorie!
Was nur wenn nicht gleich alles funktioniert und was nur wenn im heimischen Computer beispielsweise eine ATI Radeon X1400 Grafikkarte eingebaut ist? Diese und viele sehr ähnliche Komponenten sind jetzt 5 Jahre alt und werden von ATI nicht mehr unterstützt. Selbst Treiber für Windows 7 gibt es dafür meist nicht mehr.
Mir ging es mit meinem 5 Jahre alten DELL INSPIRON 9400 ganz genau so!
Dieses Notebook hat im Jahr 2007 weit über 2.000 Euro gekostet. Die Hardware ist wirklich hochwertig, das Diplay großartig und auf der Tastatur schreibt es sich ganz einmalig gut! Der eingebaute Intel Dual-Core T7200 ist mit 2 GHz auch nach 5 Jahren für normale Büro- und Multimedia-Anwendungen schnell genug. Und auch das Surfen im Web klappt damit problemlos. Eigentlich wäre er sogar sehr gut für die Entwicklung kleiner feiner APPs für das neue Windows 8 geeignet. Aber dafür sollte eben die Grafikkarte korrekt funktionieren!
Hier habe ich ein Video in dem ich die Umrüstung dieses Notebooks auf mehr Speicher und eine Samsung 256GB SSD gezeigt habe. Nach der Umrüstung habe ich Windows 7 installiert. Bereits damals gab es Probleme mit dem Treiber für die Grafikkarte. Damals habe ich in einem BLOG ein RAR-Archiv gefunden in dem die “aufgemotzten” Treiber für Windows 7 verpackt waren. Damit hat es damals problemlos geklappt. Leider habe ich versäumt diese Archivdatei zu sichern bevor ich mit der Installation von Windows 8 auf diesem Rechner begonnen habe. Und trotz mehrstündiger Suche habe ich diesen Treiber auch weder daheim noch im Web gefunden.
Aber jetzt erst einmal das Video zu unserem Testkandidaten.
Für die Installation von Windows 8 auf diesem Notebook bin ich wie bereits in diesem Artikel beschrieben vorgegangen. Bei http://windowsupgradeoffer.com habe ich mein Notebook registriert und dann einen Aktionsschlüssel per E-Mail geschickt bekommen. Diesen Key habe ich mir auf einem Blatt Papier notiert. Danach habe ich Windows 8 im neuen Microsoft Online-Shop für 14,99 Euro unter Verwendung dieses Schlüssels gekauft und eine 2GB große Installationsdatei heruntergeladen und als ISO-Iamge gespeichert. Daraus habe ich mit dem Freeware-Programm ImgBurn eine startfähige DVD erstellt. Den Lizenzschlüssel aus einer zweiten E-Mail habe ich mir auch notiert. Diesen braucht man während der Installation und man kann ihn ggfs. nicht via Copy & Paste einfügen.
Nach dem Reboot drückt man F12 und startet das Notebook von der eingelegten frisch gebrannten Setup-DVD. Bei dem einen oder anderen Rechner kann es auch Esc, F2 oder etwas anderes sein. Einfach mal ausprobieren oder in die Bedienungsanleitung schauen. Vielleicht muss auch in den BIOS Einstellungen der Start von einer DVD eingeschaltet werden! Ach ja, ich habe die zweite Festplatte die ich wie im Video gezeigt eingebaut habe gegen den ursprünglichen DVD-Player getauscht!
Die Installation läuft innerhalb von etwa 30 Minuten durch. Und anders als bei meinem ersten “Versuchskaninchen” hatte ich diesmal kein Windows 7N sondern ein “richtiges” Windows 7 Home Premium MIT Microsoft Media Player. Daher hat nach der Installation von Windows 8 auch alles wie gewünscht auf Anhieb funktioniert. Welches Windows man bekommt hängt also zum Teil davon ab welches man bereits hat!
Nun kommt der schwierige Teil, die Installation des Treibers für die Grafikkarte.
- ATI Legacy Treiber für Windows Vista 64-Bit herunterladen
- Für das DELL Inspiron 9400 braucht man Catalyst 8.10 vom 15.10.2008
- ATI MobilityModder Version 1.1.1 herunterladen http://en.softonic.com/s/mobility-modder-1.1.1
- ATI Legacy Treiber “auspacken” und nach C:\ATI installieren
- Diese Treiber mit dem MobilityModder modifizieren, damit der Windows 8 Gerätemanager sie erkennt
- Die modifizierten ATI Legacy Treiber aus dem Verzeichnis C:\ATI erneut installieren
- Den Computer neu starten und die Daumen drücken…
In Bildern sieht das etwa so aus…
1. Legacy Treiber installieren
2. Mobility Modder starten, das oben gezeigte Verzeichnis auswählen, auf Modify klicken – warten – fertig
3. Das ATI-Setup erneut starten (Der Start mit der Berechtigung eines Administrator kann hilfreich sein -> Shift + rechte Maustaste)
4. Die modifizierten Treiber installieren
5. Die Treiber sollten jetzt vom Windows 8 erkannt und installiert werden. Nach einem Neustart sollte die native Auflösung der Grafikkarte genutzt werden.
Troubleshooting
Wenn die erneute Installation nicht auf Anhieb klappt und die Grafikkarte nicht gefunden wird, hilft oft die Aktualisierung der Treiber über den Windows 8 Gerätemanager. Das sieht etwa so aus.
Wurde der Treiber korrekt gefunden, dann sollte es in der Geräteliste etwa so aussehen wie in diesem Screenshot.
Diese Anleitung funktioniert übrigens nicht nur für die ATI X1400, es werden auch viele andere ATI Grafikkarten unterstützt.
ATI Radeon™ HD4670 series
ATI Radeon™ HD4600 series
ATI Radeon™ HD 4800 series
ATI Radeon™ X1300 series
ATI Radeon™ HD 3800 series
ATI Radeon™ X1050 series
ATI Radeon™ HD 3600 series
ATI Radeon™ X850 series
ATI Radeon™ HD 3400 series
ATI Radeon™ X800 series
ATI Radeon™ HD 2900 series
ATI Radeon™ X700 series
ATI Radeon™ HD 2600 series
ATI Radeon™ X600 series
ATI Radeon™ HD 2400 series
ATI Radeon™ X550 series
ATI Radeon™ X1950 series
ATI Radeon™ X300 series
ATI Radeon™ X1900 series
ATI Radeon™ 9800 series
ATI Radeon™ X1800 series
ATI Radeon™ 9700 series
ATI Radeon™ X1650 series
ATI Radeon™ 9600 series
ATI Radeon™ X1600 series
ATI Radeon™ 9550 series
ATI Radeon™ X1550 series
ATI Radeon™ 9500 series
Fazit
Mein neues Windows 8 Experiment hat wieder Spaß gemacht, aber auch viel Zeit verschlungen. Die gesamte Installation hat inkl. Registrierung, Download, DVD-brennen usw. etwa 2 Stunden benötigt. Die Suche nach einem funktionierenden Treiber für die schwachbrüstige stromsparende Notebook-Grafikkarte hingegen etwa 6 Stunden! Mit der Unterstützung durch diesen Artikel klappt es bei Euch hoffentlich etwas schneller
Fragen und Anmerkungen sind jederzeit ganz herzlich willkommen, benutzt einfach die Kommentarfunktion.
Windows 8N – Media Player nachträglich installieren
In einem meiner letzten Artikel habe ich für Euch beschrieben wie Ihr sehr preiswert von Windows XP, Windows Vista oder Windows 7 auf das neue Windows 8N Professional umsteigen könnt. Leider musste ich nach diesem Umstieg feststellen, dass die Mehrzahl der neuen Apps die eigentlich für das neue Microsoft Surface gedacht sind nicht funktionieren weil in meiner Version von Windows 8 der Microsoft Media Player fehlt. Normalerweise sollte das kein Problem sein, wer braucht den schon wo es doch so viele gute Alternativen gibt. Aber weit gefehlt, ohne den Media Player geht unter Windows 8 fast gar nichts oder besser gesagt, ohne das was er an Softwarekomponenten “mitbringt”.
Versucht man beispielsweise einen Windows Leistungsindex zu ermitteln, so bekommt man diese Fehlermeldung zu sehen:
Über die Ursache kann ich nur spekulieren, aber auch vermute, dass es mit fehlenden Direct-X Komponenten zusammen hängt. Der Versuch auf dem “normalen” Weg über die Windows 8 Produktseite die Windows Media-Komponenten nachträglich zu installieren schlug auch immer wieder mit dieser Meldung fehl.
Die Windows Live-Essentials ließen sich problemlos installieren und auch das sehr brauchbare E-Mailprogramm funktioniert auf Anhieb. Aber bereits die Fotogalerie der Live Essentials liefert diese Fehlermeldung:
So ist doch letztlich der Media Player ein integraler Bestandteil des Betriebssystems ohne den eigentlich nichts geht. Bei meinen verschiedenen Versuchen ihn zum Laufen zu bringen, ist dann mein wunderbares neues Windows 8N Professional gleich mehrfach komplett zusammen gebrochen. Nach dem Neustart sieht das dann so aus:
Meine “Rettung” war dann letztlich ein kurzes Gespräch mit einem Arbeitskollegen (Danke Clemens!). Für die Windows 8N braucht man eine spezielles Media Feature Pack. Dieses findet Ihr hier und so sieht das dann aus:
;
Der Download ist mit knapp 80MB überraschend klein. Und bei diesem Anlauf funktioniert das Installationsprogramm dann sogar wie erhofft…
Nach dem Neustart ist dann der Windows Media Player verfügbar – Endlich!!!
Nun lässt sich auch der Windows Leistungsindex ermitteln. Er fällt mit 4,9 auf den ersten Blick nicht sehr hoch aus. Aber man muss auch sehen, dass ich dieser “Test-PC” ein inzwischen 3 Jahre alter ACER Aspire X1700 ist den es mal im MediaMarkt samt Monitor und Zubehör für etwa 800 Euro gab! Schaut man sich die Prozessorleistung an, so ist er mit Faktor 7,1 gar nicht so verkehrt. Die primäre Festplatte könnte etwas schneller sein, aber auch hier wäre ein einfaches Update möglich. Via amazon.de kann man einen speziellen Einbaurahmen beziehen. Dieser hat das Format einer normalen 3,5″ Festplatte kann aber zwei Notebook Festplatten im Format 2,5″ aufnehmen. Hier könnte man also eine relativ preiswerte 128GB große pfeilschnelle SSD einbauen und ihr eine preiswerte 1000GB große Notebook-Festplatte beiseite stellen. Damit hätte man mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Dieses kleine “RAID” wäre irre schnell und hätte trotzdem ausreichend viel Speicherplatz und würde nebenbei weniger Strom verbrauchen und damit auch weniger Hitze erzeugen.
Nach der erfolgreichen Installation des Microsoft Media Players musste ich dann aber feststellen, dass alle schönen neuen “Apps” plötzlich nicht mehr funktionierten. In meiner Freeware Erweiterung “Classic Shell” sah das dann so aus. Um zu testen woran es liegt habe ich Skype und Tuba.FM mal neu installiert und mit Microsoft Visual Studio 2012 eine kleine WinRT App erstellt. Alles lief prima, sogar Skype funktioniert jetzt!! Aber weder die BING Maps noch die BING Wetter-App funktionierten noch. Warum, das wissen sicher nur die Microsoft Götter…
Da hilft nur eines, weg mit dem ganzen Schrott. Frisch gesäubert sieht das dann etwa so aus…
Im Microsoft App-Store findet man inzwischen die ersten brauchbaren neuen Apps. Die Installation ist einfach und zumeist sogar völlig kostenlos. Nach etwa 15 Minuten kann der neue Desktop dann etwas so aussehen. Die kleinen quadratischen Kacheln sind “echte Anwendungen” die nachdem Start so aussehen wie man sie von Windows 7 bereits kennt.
Im Menü von “Classic Shell” liest sich das dann etwa so.
Mein Fazit
Wenn man nicht weiß was einen erwartet, so sind die paar gesparten Euros die langwierige Fummelei nicht wert. Für 29,99 Euro bekommt man derzeit eine vollständige (Upgrade-) Version von Windows 8 Professional. Hier ist der Microsoft Media Player enthalten und man kann sich mit dieser Version viel Kopfzerbrechen ersparen.
Ich habe es mir nicht erspart und das ist auch gut so. Mir geht es gar nicht um die paar gesparten Euros, aber ich habe wieder viel dazu gelernt und dieser neuerliche “Selbstversuch” hat mir jetzt den Stoff für diesen Artikel geliefert. Und alle die in die gleiche Falle treten wie ich sind jetzt vielleicht froh, dass sie hier nachlesen können was zu tun ist.
Wem dieser Artikel geholfen hat, der möge mir doch bitte einen kurzen Kommentar hinterlassen :-
Obama und Romney sprechen schwäbisch
Heute wird der neue oder alte Präsident der größten und vielleicht wichtigsten Demokratie der Welt gewählt. Das ist ein durchaus ernstes Thema und es betrifft unser Leben vielleicht mehr als wir es heute für möglich halten. Da ist es gut zu wissen, dass wir es hier mit zwei Politikern zu tun haben welche die Volksnähe zu pflegen wissen, die schwäbische Volksnähe natürlich!
Update am 07.11.2012
OBAMA MADE IT
Nikon D600 – Testbilder in voller Auflösung
Die Mitarbeiter von Chip.de haben sich die Mühe gemacht und eine wirklich umfangreiche Testreihe mit der neuen Nikon D600 abgearbeitet. Alle Testbilder sowie einige Beispiele “aus dem richtigen Leben” gibt es online und in voller Auflösung. Wer sich fragt wie er die Bilder in voller Auflösung anschauen kann, der klickt einfach auf das Symbol das ich hier mit einem roten Pfeil markiert habe. Ich wünsche Euch viel Spaß beim Stöbern und “Pixelpeepen”
Unterdessen ist die Nikon D600 während der letzten Tage schon wieder im Preis gefallen. Aktuell ist sie bei amazon.de ab 1.946 Euro zu haben:
Die überragend gute Nikon D800 ist ebenfalls im Preis gefallen und aktuell bei amazon.de bereits ab 2.520 Euro erhältlich:
Angesichts des inzwischen relativ geringen preislichen Unterschieds kann man schon fast überlegen statt der D600 die etwas professionellere D800 zu kaufen. Allerdings sollte man nicht vergessen, dass dieses “Upgrade” nur in Verbindung mit exzellenten Objektiven und einem schnellen und wirklich leistungsfähigen Computer sinnvoll ist.
Nach wie vor bin ich der Meinung, dass man abgesehen vom geringeren Prestige als “Otto-Normalverbraucher” mit einer Nikon D7000 durchaus genau das haben kann was man tagtäglich braucht. Und dabei kann man auch noch eine Menge Geld sparen. Wer also damit leben kann von anderen gut oder besser betuchten Fotoamateuren belächelt zu werden, dem würde ich auch im Zeitalter der D600 noch immer zu einer Nikon D7000 raten. Die D7000 ist eine großartige Kamera. Doch weil die Konkurrenz nicht schläft wird sie in den nächsten 6 Monaten mit der Nikon D7100 einen Nachfolger erhalten. Dies macht man bei Nikon nicht weil die D7000 nicht mehr konkurrenzfähig ist, sondern einfach um mit den technischen Daten der Wettbewerber gleichzuziehen und keine Kunden zu verlieren die nur nach “Pixeln” schauen.
Ich persönlich halte das bei der D7100 zu erwartende “Mehr an Pixeln” für relativ überflüssig. Könnte man mit 16.000.000 Bildpunkten keine geniale Fotos machen, so würde sich die Nikon D4 bei den Profis nicht so gut verkaufen. Getreu dem Motto ”Mehr ist Mehr und 16 sind genug” würde ich aktuell dazu raten die spürbar fallenden Preise der D7000 zu nutzen und mit dem gesparten Geld ein paar gute Objektive zu kaufen und mit dem restlichen Geld eine Weltreise zu bezahlen
Die Nikon D7000 gibt es aktuell bei amazon.de für schlappe 789 Euro:
Wer es noch nicht getan hat, der kann sich ja mal durch diese Beispielfotos aus der Nikon D4 durcharbeiten. Wer danach noch meint, dass es unbedingt eine D600 mit 24 Megapixeln oder gar eine D800 mit 36 Megapixeln sein muss, der wird entweder bis Januar 2013 warten müssen oder er bringt sich ein Exemplar von einer Reise in die USA mit. Aktuell gibt es die Nikon D800 (Ohne Garantie und Service) via eBay.com ab 2.599 US-Dollar, das entspricht aktuell 2.018 Euro!
Wer bei einem solchen “Schnäppchen” zuschlagen will sollte aber nicht vergessen, dass der Deutsche Zoll Nikon Kameras die für die USA gefertigt wurden an der Seriennummer ganz einfach erkennen kann. Ist man ehrlich, so muss man Mehrwertsteuer und Einfuhrzoll bezahlen. Hier ein Rechenbeispiel über 10.000 Euro:
Hier muss jeder selbst entscheiden ob sich das lohnt. Ich würde davon abraten, denn ohne Garantie usw. sieht man bei einem Defekt mit einer fast neuen Kamera aus den USA in Deutschland ziemlich alt aus. Bekommt man eine D800 in den USA ggfs. als Ausstellungsexemplar deutlich preiswerter und ist der Händler zudem bereit einen geringeren Rechnungsbetrag auszuweisen, so kann es sich ggfs. rechnen. Aber das Risiko bleibt und es ist trotz offizieller Rechnung eigentlich nicht ganz legal.
Nikon D600 – Bereits unter 2.000 Euro lieferbar
Über die Qualitäten der neuen Nikon D600 kann man denken was man will, aber eines ist sicher – diese Kamera bewirkt schon jetzt eine Verschiebung der Preise bei aktuellen digitalen Nikon Spiegelreflexkameras.
Schon einige wenige Tage nach der offiziellen Vorstellung ist überraschend bereits die erste Charge der Nikon D600 an einige deutsche Fotohändler ausgeliefert worden. Bei amazon.de gibt es die neue Nikon D600 aktuell bereits ab 1.999 Euro.
Auch Interessenten der Nikon D800 profitieren, aktuell ist die D800 bei amazon.de bereits ab 2659,95 Euro zu haben. Wer die Bildqualität der Nikon D600 sehr kritisch mit der Nikon D7000 vergleicht wird feststellen, dass die D7000 nach wie vor eine außerordentlich gute gute Kamera im DX-Format ist. Bei amazon.de ist die Nikon D7000 derzeit ab 789,- Euro erhältlich. Wer sie nicht kennt, so sieht sie aus und sie ist nur unwesentlich kleiner als die neue Nikon D600.
Die Vorteile der Nikon D600 im Vergleich zur D7000 reduzieren sich meiner Meinung nach auf diese kleine Liste:
- ca. 33% höhere Auflösung
- Größeres Sucherbild
- Keine Umrechnung von 35mm Brennweiten
- Ausgeprägtere Hintergrundunschärfe
- Videoaufzeichnung mit 24, 25 und 30 Bildern/s
- Optionaler WLAN-Adapter mit Remote-Control für Android & Co.
Wem die Argumente dieser nicht sehr langen Liste einen Mehrpreis von ca. 1250 Euro nicht wert sind, der bekommt derzeit mit der Nikon D7000 eine preiswerte leistungsfähige Kamera und kann mit dem gesparten Geld eine Reihe toller Objektive kaufen. Aufgrund der DX-Bauweise sind diese Objektive kleiner, leichter und preiswerter.
Hier meine Favoriten für das DX-Format:
- Nikkor AF-S VR 16-85mm – Bei amazon.de derzeit ab 553,- Euro lieferbar.
- Nikkor AF-S VR 55-300mm - Bei amazon.de derzeit ab 309,34 Euro lieferbar.
- Nikkor AF-D 2.8/10,5mm - Bei amazon.de derzeit ab 703,99 Euro lieferbar.
- Nikkor AF-S 2.8/40mm - Bei amazon.de derzeit ab 231,- Euro lieferbar.
- Nikkor AF-S 1.8/35mm – Bei amazon.de derzeit ab 177,49 Euro lieferbar.
- Nikkor AF-S 1.8/85mm - Bei amazon.de derzeit ab 443,99 Euro lieferbar.
Wer noch mehr Geld sparen möchte, der bekommt mit der Nikon D5100 den gleichen Chip wie bei der D7000 und einen nur leicht reduzierten Funktionsumfang. Aktuell gibt es die Nikon D5100 bei amazon.de bereits ab 509,- Euro.
Hier habe ich ein kleines Unboxing-Video zur Nikon D5100 das ich vor einigen Monaten aufgenommen habe.
Alternativ kann man sich vom gesparten Geld auch ein Exemplar der wirklich ultracoolen Fuji X100. Das limitierte Set in einer edlen Holzbox, mit Ledertasche und Blitzlicht scheint inzwischen leider ausverkauft zu sein. Aber sowohl das Blitzlicht als auch die herrlich altmodisch Ledertasche kann man einzeln erwerben. Diese tolle Kamera gibt es aktuell bei amazon.de zum Preis von 859,99 Euro.
Wer die Fuji Finepix X100 noch nicht kennt, so sieht sie aus:
Wer sich für meine Artikel zu dieser Kamera interessiert, der klickt einfach hier
Auch zu dieser Kamera habe ich einige Videos erstellt, hier eine kleine Auswahl.
Nikon D600 – Vorstellung am 15. September 2012
Es ist der 25. August und am 18. September 2012 wird die Photokina 2012 ihre Pforten in Köln öffnen. Seit der Vorstellung der Nikon D800 wartet die internationale Fangemeinde auf die Präsentation der neuen D600. Zum Jahresbeginn wurde die D4 am Wochenende vor der CES in Las Vegas präsentiert. Dieser Vorstellungstermin war nicht ungeschickt gewählt und löste während der CES einen wahren Run auf den Nikon-Stand aus. Derzeit verdichten sich die Anzeichen, dass Nikon am Wochenende vor der Photokina mindestens ein neues Modell präsentieren wird. Ich halte die Vorstellung der D600 für wahrscheinlich.
Ob auch ein Nachfolgemodell für die D300s vorgestellt wird bleibt abzuwarten. Diese Lücke ist derzeit mit der D7000 sehr gut besetzt und ob es sinnvoll ist, zwei nahezu identische Kameras mit jeweils 24 Megapixeln im Programm zu haben (FX-D600 & DX-D400), das muss man abwarten.
Update: Über die genauen technischen Daten der neuen D600 konnte bis zum 13. September 2012 nur spekuliert werden. Inzwischen kennen wir die finalen technischen Merkmale:
- 24.3-megapixel FX-format (full-frame) CMOS sensor with excellent signal-to-noise ratio and wide dynamic range. Delivers richly detailed images with smooth tonal gradations.
- Highly sensitive autofocus with Multi-CAM4800 39-point AF system: delivers fast and precise coverage across the frame. Sensitive down to -1 EV and compatible up to f/8.
- ISO 100–6400: extendable up to 25,600 (equivalent) and down to 50 (equivalent). Enables faster shutter speeds for finely detailed images with minimal noise.
- Multi-area D-Movie records FX- and DX-format Full HD (1080p) movies in 30p, 25p and 24p. Max recording time approx. 29 minutes 59 seconds. Offers uncompressed HDMI output to external devices and high-fidelity audio control.
- EXPEED 3 image processing engine with 14-bit A/D conversion and 16-bit image processing for superb tonal gradation.
- HDR (High Dynamic Range): ideal for high-contrast scenes. Takes two shots within a single shutter release to create an image with an extremely wide dynamic range, low noise and rich color gradation.
- Active D-Lighting: capture more detail in high-contrast lighting conditions. Nikon’s Active D-Lighting automatically retains the details in both dark and bright areas for stunning images with natural contrast.
- Scene Recognition System: the camera’s image sensor and its 2,016-pixel RGB sensor provide precise data to the Scene Recognition System, which optimizes exposure, autofocus and white balance immediately before the shutter is released for sharply defined images.
- Time-lapse shooting: use Interval Timer Shooting to trigger the shutter at preset intervals. Use Time Lapse Photography to save images as movie files and view slow action in fast playback, with playback rates from 24 to 36,000 times faster than normal.
- Picture Controls customize the look of your stills and videos by fine-tuning parameters such as sharpness, saturation, and hue before capture.
- Precision 8-cm (3.2-in.), 921k-dot, VGA LCD monitor with automatic monitor brightness control. Delivers bright, crisp image playback with a wide color reproduction capacity.
- High-performance viewfinder with approx. 100% frame coverage and 0.7x magnification. Offers DX Crop Mode with viewfinder marking.
- 5.5 fps continuous shooting: capture fast-moving action at five-and-a-half frames per second.
- Quiet shooting mode: perfect for discreet photography, the sound of the camera’s mirror return mechanism is noticeably reduced.
- Mirror balancer: minimizes the bounce of the mirror’s down movement, extending viewing time and allowing more time for AF operation—one reason the D600 achieves AF and focus tracking even during high-speed continuous shooting.
- Compact, light and durable: built to withstand severe conditions, the camera boasts magnesium alloy top and rear covers and weighs only 760 g (without battery). Weather-sealed to the same degree as Nikon’s professional D800 SLR, it offers enhanced resistance to moisture and dust.
- Dual-axis electronic virtual horizon: you can confirm the camera’s position relative to the horizontal plane and its pitch (forward or rear rotation) using the LCD monitor, or the viewfinder.
- Twin SD card slots: two SD memory card slots offer enhanced shooting flexibility. Use the second card when the first is full, or record stills on one and movies on another. SDXC and UHS-I compatible.
- Wireless transfer: Nikon’s optional WU-1b Mobile Adapter lets you share images directly from the D600 to a smartphone or tablet, or to control the camera remotely via your smart device*.
* Compatible with smart devices using Android OS. Compatibility with iOS will be available from fall, 2012. A Wireless Mobile Adapter Utility must be installed on the smart device prior to use. This utility can be downloaded from Google Play™ at no charge.
In großen Stückzahlen lieferbar wird diese neue Kamera voraussichtlich zum Weihnachtsgeschäft sein. Danach werden auf dem Gebrauchtmarkt die Preise für die Nikon D700 kräftig purzeln. In den diversen Foren wird derzeit ein Kaufpreis in Höhe von ca. 1.500 Euro gehandelt. Damit wird ein neuwertiges Exemplar der D700 für ca. 1.300 Euro erhältlich sein. Für alle die sich künftig die Umrechnung von Brennweiten zwischen dem DX- und FX-Format sparen wollen und die sich “ISO ohne Reue” wünschen, werden im Januar 2013 paradiesische Zeiten anbrechen. Bei amazon.de findet man aktuell die D700 in sehr gutem Zustand aktuell bereits zu Preisen zwischen 1.300 und 1.600 Euro.
Update 20.09.2012:
Bei Amazon ist die Nikon D600 bereits gelistet: Nikon D600 SLR-Digitalkamera (24,3 Megapixel, 8,1 cm (3,2 Zoll) Display, Full HD, Live View) nur Gehäuse schwarz
Hier habe ich zwei Fotomontagen bei denen ich eine “virtuelle D600″ aus einer D7000 und einer D800 in Photoshop zusammengefügt habe. Diese Montagen sind einige Wochen vor der Nikon-Pressekonferenz entstanden. Die “echte Nikon D600″ sieht ein wenig anders aus!
Update am 13.09.2012
Bei Nikon hat man die Welt wieder überrascht und war zwei Tage schneller als meine Prognose
Unabhängig davon wird es auch in Deutschland noch die eine oder andere Pressekonferenz zu dieser neuen Top-Kamera geben. Und die ersten Bilder zeigen, dass ich mit meinen “Kollagen” gar nicht so weit weg bin vom endgültigen Design der neuen Nikon D600.
So sieht sie wirklich aus:
Eine Auswahl erster Beispielbilder aus dieser Kamera gibt es bereits auf der Nikon US-Webseite zu sehen.
OS-X 10.8 – Der Berglöwe ist da
Eigentlich bin ich müde und möchte nur ins Bett, dann ein letzter Blick in meine E-Mails… Hey was ist denn das? Ein Update wartet…
Eine Stunde später sind etliche Programme wie iPhoto, iMovie usw. auf meinem MacBook aktualisiert, alles klappt ganz vorzüglich. Dann fällt mir auf, das eine neue Version des OS-X Betriebssystems verfügbar ist. Der Spaß kostet 15,59 Euro, revolutionäre neue Features sind nicht zu erwarten, aber es soll nun endlich eine Unterstützung für USB 3.0 Controller geben. Vor einigen Monaten habe ich einen Treiber für einen USB 3.0 Host-Controller für meinen Mac gefunden. Meine Hoffnungen, dass das Übertragen des Bildmaterials von der Nikon D800E auf meinen Mac künftig blitzschnell von statten gehen werden haben sich leider (bislang?) nun bestätigt.
Zu Lebzeiten von Steve Jobs war ein Support für USB 3.0 kein Thema. Apple hat auf die Thunderbolt-Technologie gesetzt und Mastermind Steve Jobs hat USB 3.0 schon mal als billige “Consumer-Technologie” verteufelt. Viele Beobachter haben hier gern Parallelen zur fehlenden Unterstützung für Adobe’s FLASH-Technologie auf iPad und iPhone gezogen.
Doch mit der neuen Generation der MacBooks gibt es nun auch endlich USB 3.0 Schnittstellen und alle Besitzer von Kameras wie der Nikon D800 die mit dem Kauf eines neuen MacBooks liebäugeln können jetzt aufatmen. Die billige “Consumer-Technologie” ihrer neuen Hightech-Kamera wird vom neuen MacBook unterstützt werden. Ob das Update auch einen Vorteil für Nutzer älterer Geräte bringt, das werde ich in den kommenden Tagen ausloten und hier darüber berichteten.
Das Update auf OS-X Mountain-Lion, (Version 10.8) funktioniert jedenfalls fast wie von allein. Man muss hier und da klicken, sein Administrator-Kennwort eingeben und eine halbe Stunde später ist der Spuk vorbei.
Wer überlegt dieses Update einzuspielen sollte daran denken, dass auf der Systemfestplatte genug freier Plattenplatz verfügbar ist! Auf der SSD in meinem MacBook waren 43 Gigabyte verfügbar, damit hat das Update reibungslos funktioniert.
Luftaufnahmen einfach selbst erstellen
Welcher engagierte Video-Amateuer hat nicht schon einmal davon geträumt Aufnahmen aus der Luft zu machen? Bislang wawr dies nur mit wirklich teuren Modellhubschraubern möglich, die in der Lage waren eine “richtige” Kamera zu tragen. Mit dem Erscheinen der ersten GoPro-Kameras wurden die Anforderungen an die Tragfähigkeit des “Luftfahrzeugs” geringer, aber es war dennoch ein komplexes und exklusives Vergnügen. Mit der AR.DRONE 2.0 ist nun in deutschen Geschäften via Saturn und Mediamarkt zum Preis von etwa 300 Euro eine kleine Drohne erhältlich, die über ein iPad oder ein iPhone bzw. einen iPod Touch der neueren Generation gesteuert werden kann. Der absolute Clou bei der Geschichte ist, dass man während der Steuerung bspw. via iPad sehen kann was die Kamera der Drohne gerade aufzeichnet. Das ist wirklich ziemlich cool!
Der Hersteller der AR.DRONE ist www.parrot.com
Aber man sollte es nicht übertreiben, sonst muss wie in diesem Video gezeigt irgendwann einmal die Feuerwehr ausrücken um eine dieser Drohnen zu “retten”. Und das könnte ggfs. nicht so glimpflich ausgehen wie bei diesen netten Feuerwehrleuten in Las Vegas!
Hier habe ich ein sehr professionell produziertes Video von Chase Jarvis für Euch. Schaut Euch am Schluß mal an wie sie hier den Flug über die “U-Bahntreppe” realisiert haben! Da hing eine Nikon D7000 unter einem 2.0000$ Hubschrauber! Das geht inzwischen viel einfacher und presiwerter!
Ganz spannend sind auch die Flugaufnahmen in diesem Video:
Wer jetzt angefixt ist und sich das Ding kaufen geht, der schreibt mir bitte eine E-Mail und schickt mir einen Link zu seinen ersten Videos
Nikon D600 – Erste Bilder
Seit heute kursieren im Internet erste Bilder der seit langem erwarteten Nikon D600. Mit diesem Modell wird Nikon voraussichtlich die D700 ablösen. Mit der Vorstellung dieser Kamera wird in einigen Wochen zu rechnen sein. Als Termin für die weltweite Einführung halte ich die Photokina (18. bis 23. September 2012) für realistisch. Wahrscheinlich wird Nikon es sich aber ggfs. nicht nehmen lassen die D600 ähnlich wie bei D4 und D800 kurz vorher der Öffentlichkeit zu präsentieren. Danach wird es wie bei D4 und D800 einige Monate dauern bis Nikon den weltweiten “Run” auf diese neue Kamera befriedigen kann. Wirklich lieferbar wird sie wohl zu Weihnachten sein.
Hier die ersten Fotos, die im Gegensatz zu meiner kleinen Montage sogar die echte D600 zu zeigen scheinen
Wie nicht anders erwartet, wird die D600 auf einem FX-Chip basieren, also eine “kleine Schwester” der D800 werden. Alle Bedienelemente deuten darauf hin. Die Auflösung wird gegenüber der D800 etwas reduziert sein, derzeit sind 24 Megapixel im Gespräch. Aufgrund der damit geringeren Datenmengen wird die D600 etwas schneller sein als die D800. Damit ist sie sicher ein gute Ergänzung. Die D600 für die Action und die D800 für die Details, das kennen wir schon seit der D1x und D1h
Wie bei der D800 wird die Hysterie hohe Wellen schlagen. Wem Videos nicht wichtig sind und wer nicht bis Weihnachten auf seine neue Kamera warten möchte, der kann jetzt schon mal Ausschau nach einer billigen gebrauchten D700 halten. Die D700 ist auch im Jahr 2012 noch eine Spitzenkamera und wer sie billig abstauben kann sollte vielleicht zuschlagen und sich die nächsten 6 Monate an den schönen Bildern freuen.
Wer allerdings geduldig genug ist, den wird der Weihnachtsmann mit einer Kamera für deutlich unter 2.000 Euro belohnen. Von der D600 erwarte ich die eine Bildqualität die derzeit nur mit der D3x möglich ist. Und die kostet noch immer satte 7.000 Euro – ok wirklich neu kaufen wird sie derzeit wohl niemand mehr…
Wer schon heute wissen möchte wie sich ein Foto aus der Nikon D600 “anfühlen” wird, der kann sich bereits heute diese Bilder anschauen.
Vor allem dieses Beispielfoto gefällt mir persönlich wirklich gut.
Nikon D7100/D400 – Wachablösung für die D300s
Bereits vor einigen Wochen hat Nikon mit der D3200 ein kompakte DSLR für den ambitionierten Fotoamateur mit einer enormen Auflösung von 24 Mega-Pixeln vorgestellt. Seit diesem Tag spekuliert die Nikon-Welt, dass der gleiche Chip auch als zentrale Baugruppe für den Nachfolger der bereits im August 2007 vorgestellten D300 dienen könnte. Das japanische CAPA-Magazine hat nun einen kurzen Artikel zur noch nicht offiziell vorgestellten Nikon D400 veröffentlicht.
Update vom 21.02.2013
Gestern hat Nikon die Nachfolgerin der D7000 und der D300s unter dem Namen Nikon D7100 vorgestellt. Damit ist es nun offiziell, eine D400 wird es vorerst nicht geben. Und der Abdruck im CAPA-Magazine war eine “voreilige Ente”: So sieht die D7100 wirklich aus. Und ich bin ziemlich überrascht, dass meine kleine “Photoshop-Arbeit” dem endgültigen Design doch sehr nahe kommt
In Verbindung mit Nikon D600 wäre damit die Erneuerung des Kamerasortimentes aus meiner Sicht vollständig. In der Profiliga spielen die D4 und die D800. Sie sind die Wachablösung für D3s und D3x. Die D600 wird die D700 ersetzen und die D7100 wird als Nachfolger der D300s und D7000 antreten. In einigen Monaten ist dann mit der D4x zu rechnen. Im Jahr 2016 wird schließlich neu gewürfelt und dann wird es eine Nikon D5 geben
Auf dem Gebrauchtmarkt ist damit in den kommenden Monaten mit einer Schwemme exzellenter Kameras aus der aktuellen Generation zu rechnen. Alle weniger gut betuchten Fotofans können jetzt in die Hände klatschen und schon sehr bald wirklich gute Kameras wie die D300s, die D700 oder gar die D3s zu einem günstigen Kurs erwerben können.
Wenn die D7100 hält was die ersten Infos versprechen, so wird sich der Umstieg für alle Fotografen lohnen die wirklich große Prints erstellen wollen oder sich mehr Freiheit bei der Wahl des Bildausschnittes wünschen. Die D7100 wird mit 6 Bildern/s ein Arbeitspferd für alle Naturfotografen werden, die nicht mal eben 10.000 Euro für ein krasses Superteleobjektiv übrig haben. Bereits mit dem preislich um 2.000 Euro angesiedelten AF-S VR 2.8/70-200 wird man mit der D7100 gut “bewaffnet” sein. Wer im Zoo oder der freien Wildbahn seine tierischen Motive noch größer abbilden möchte, der kann auf den erst kürzlich vorgestellten neuen 2-fach Telekonverter zurück greifen. Mit 6 Bildern/s ist die D7100 halb soschnell wie die D4. Zwar wird bedingt durch den kleineren Sensor das ISO-Rauschen deutlich höher sein als bei der D4, aber man muss auch sehen, dass hier die Packungsdichte der Pixel etwa das 2,5-fache der D4 beträgt.
Neben verstärktem ISO-Rauschen wird wegen der kleineren Pixel die Dynamik im Vergleich zur D4 etwas geringer ausfallen. Wer seine “Viecher” bei sehr hellem Sonnenlicht fotografieren muss, der wird den Belichtungsmesser etwas nach unten korrigieren müssen um überstrahlte helle Bildbereiche zu vermeiden, meine ganz persönliche Prognose. Diese Erfahrungen basieren auf dem direkten Vergleich der D7000 mit der D700. In krassen Gegenlicht-Situationen lassen sich aus den RAW-Bildern der D700 immer wieder überraschende Details hervorzaubern. Klar ist das bei der D7000 nicht anders, aber der Umfang der “Zaubermöglichkeiten” ist einfach sichtbar geringer.
So wird die D7100 eine schnelles robustes Werkzeug für Freunde langer Teleobjektive werden. Doch auch in der Landschaftsfotografie lässt der neue Chip einen Detailreichtum erwarten den wir bislang nur von der D3x kannten.
Bei aller Euphorie und Vorfreude sollte man aber nicht vergessen, dass die Objektive einen ganz wesentlichen Anteil an der Qualität der Bilder haben und dass die Packungsdichte bei der D7100 deutlich höher sein wird als bei der D800! Wer den DX-Chip der D7100 wirklich ausnutzen will, der sollte sich darauf einstellen mit spürbar kürzeren Belichtungszeiten zu arbeiten um auch nur kleinste Bewegungsunschärfen zu vermeiden. Denn die werden im ggfs. alles zunichte machen was er sich mit dem Kauf der neuen Kamera erhofft hat. Bei den Objektiven sollte man darauf achten die für die Abbildungsqualität beste Blenden-Einstellung zu wählen. Diese kann man beispielsweise mit einem ISO12233 Testchart ermitteln. Hat man die Möglichkeit beim Objektiv-Kauf zwischen mehreren identischen Objektiven zu wählen, so ist auch hier ein kleiner Test nicht verkehrt. Nur so kann man vermeiden versehentlich eine “Montagslinse” zu erwischen und sich später wegen der unscharfen Bilder zu wundern.
Das “altehrwürdige” AF-S 2.8/17-55 wird mit der Vorstellung der D7100 auf dem Gebrauchtmarkt eine Renaissance erleben, denn es ist bis heute das beste Midrange-Zoom-Objektiv für das DX-Format.
Wer sich zusätzlich zur D7100 keine hochwertigen Objektive leisten kann, der könnte überlegen sich alternativ eine gebrauchte D2x oder D300s zu kaufen. Hier sind die Pixel doppelt so groß und die Anforderungen an die Objektive weniger kritisch. Kann man an der D7100 nicht das beste verfügbare Objektiv verwenden, so ist die Investition nur begrenzt sinnvoll.
Hier habe ich noch ein Foto das mit einer Nikon D2x und dem AF-D 60mm Macro aufgenommen wurde in voller Originalgröße. (Einfach anklicken) Die Bilder aus der D7100 werden doppelt so groß werden! Wer mag, kann sich dieses Foto herunterladen und auf seinem heimischen Drucker im Format DINA3 ausgeben. Sobald es an einer Wand hängt und man es mit einem Abstand von 100cm betrachtet sollte man überlegen ob man eine D7100 braucht oder ob es eine gut erhaltene D2x für 600 Euro nicht auch tut
Hier zum Vergleich das gleiche Foto aus der neuen Nikon D7100… Ok ok, es gibt sie ja noch gar nicht… Ich habe mir den Spaß erlaubt, das obige Bild aus der D2x geschickt aufzublasen, so dass es die gleiche Auflösung hat wie man sie mit der D7100 erreichen kann. Natürlich kann man den gleichen Algorithmus auf Bilder aus der D7100 auch anwenden. Hat man ein perfektes Objektiv benutzt, so ist natürlich auch bei der D7100 “noch mehr drin”.
Aber seht selbst… (Achtung, diese Bilddatei ist 29,2 MB groß!!)
Erste Beispielfotos aus der D7100 gibt es inzwischen auch schon. Hier zum Vergleich ein “echtes Testbild” aus der neuen D7100.
Nikon D5200 vorgestellt
Die Nikon D5100 ist erst etwa 18 Monte alt, da präsentiert Nikon bereits das Nachfolgemodell. Die neue Nikon D5200 verfügt wie auch die Nikon D3200 über einen CMOS-Sensor im APS-C Format mit einer Auflösung von 24 Megapixeln. Die Daten der neuen Kamera lesen sich gut und ich bin mir sehr sicher, dass sie sich gut verkaufen wird. Nun ist es meiner Meinung nach nur noch eine Frage der Zeit bis auch das Nachfolgemodell der Nikon D7000 mit dem gleichen Chip auf den Markt kommen wird. Damit wäre dann im preiswerten Consumer-Segment wieder “alles beim alten” nur mit doppelter Auflösung und doppelten Speicherverbrauch auf dem heimischen Computer.
Es bleibt also spannend!
Hier habe ich Euch einige technischen Daten der Nikon D5200 zusammengestellt:
- Megapixel (effektiv):24,0 Megapixel
- Maximale Bildauflösung: 6.000 x 4.000 Bildpunkte
- Sensortyp und -größe: CMOS, 23,5×15,6mm
- Serienbilder pro Sekunde: 5,0 Bilder pro Sekunde
- Bild-Format: JPEG, RAW
- Audio-Format: Linear PCM
- Video-Auflösung: 1.920 x 1.080 Bildpunkte
- Video-Frequenz: 30 Bilder pro Sekunde
- Video-Format: MPEG4 (H.264, AVC)
- DPOF Unterstützung: Ja
- EXIF Version: 2,30
- Speicherkarte: SD, SDHC, SDXC
- Schnittstellen: GPS, HDMI Mini Anschluss, Netzgerät, NTSC mit Audio, PAL, USB, WLAN
- USB Version: 2,0
- Objektiv-Bajonett: Nikon F
- Displaygröße: 3,0 Zoll
- Displayauflösung: 921.000 Bildpunkte
- Dioptrienausgleich: -1,7 bis +0,7 dpt
- ISO Empfindlichkeit: 100, 200, 400, 800, 1600, 3200, 6400
- Selbstauslöser: 2, 5, 10, 20 Sekunden
- Belichtungssteuerung: Programmautomatik, Zeitautomatik, Blendenautomatik, Manuell
- Belichtungsreihe möglich: Ja
- Manueller Weißabgleich: Ja
- Gesichtserkennung: Ja
- Live View: Ja
- Staubschutzsystem: Sensor-Selbstreinigung
- Belichtungszeiten: 30s bis 1/4000s
- Blitzleitzahl: 12
- Monitor klappbar: Ja
- Monitor drehbar: Ja
- Stativgewinde vorhanden: Ja
- Fernbedienung möglich: Ja
- Größe: 98mm x 129mm x 78mm
- Gewicht: 505g (ohne Akku und Speicherkarte)
Markteinführung: Dezember 2012
UVP: 809,00 Euro
Update vom 21.02.2013
Bei amazon.de ist die Nikon D5200 ohne Objektiv aktuell bereits für 689,58 Euro zu haben!
Und ein paar schöne Fotos dieser neuen Kamera gibt es auch schon…
Wer genau hinschaut der sieht sofort, dass hier keine Revolution in Sicht ist. Nikon zieht lediglich mit der Konkurrenz gleich die glaubt mit immer neuen “Pixelrekorden” neue Kunden anlocken zu können. Einfluss auf die Bildqualität werden die extrem hochauflösenden Chips indes kaum haben. Die Pixel sind kleiner und die Packungsdichte ich nochmals deutlich höher als bei der Nikon D800E. Da darf man sich keine “ISO-Wunder” erwarten. Wer mit diesen Kameras jenseits von ISO-1600 fotografiert wird in der 1:1 Detailansicht bei extrem hohen ISO-Werten entweder kaum noch Details sehen, weil die Rauschunterdrückung hier alles plattgebügelt hat, oder er wird mit deutlich sichtbarem Rauschen leben müssen. Aber mal Hand aufs Herz, wer druckt seine Fotos die er bei ISO-6400 gemacht hat in einer Größe von 100 x 150cm aus?
Die Nikon D7100 wird wie schon die D7000 auf der Oberseite eine kleines LC-Display haben. Ein zusätzliches Unterscheidungsmerkmal wird der integrierte Autofokusmotor sein, so dass die Nikon D7100 auch mit etwas älteren AF-Objektiven gut funktionieren wird.
Auf die Neuerungen der D7100 darf man indes gespannt sein. Neben einem etwas größeren professionelleren Korpus sind hier eine schnellere Bildfolge und ein deutlich höherer Preis zu erwarten.
Update 21.01.2013
Seit einigen Tagen ist die neue Nikon D5200 nun endlich lieferbar und die ersten Tests zeigen ganz klar, dass sich der Chip deutlich vom Chip der D3200 unterscheidet. Auf dem Papier haben sie die gleiche Auflösung, aber Rauschverhalten und Dynamikumfang konnten bei der neueren D5200 sichtbar verbessert werden.
Erste Testbilder der D5200 in voller Auflösung gibt es auch schon:

Beispielfoto aus der D5200 von http://www.chip.de
Die Jungs von Digitalreg TV haben auch schon eine Video zur Nikon D5200 aufgenommen…
Update am 21.02.2013
Iin der letzten Nacht hat Nikon endlich die Katze aus dem Sack gelassen, die neue Nikon D7100 ist endlich da! Die D7100 ist eine Mischung aus D7000 und D300s. Die technischen Daten sind wirklich vielversprechend:
Product Highlights
- 24.1MP DX-format CMOS Sensor
- EXPEED 3 Image Processing Engine
- No Optical Low-Pass Filter
- 1080p Full HD Video Capture
- 3.2″ 1,229k-dot LCD Monitor
- Optical Viewfinder with OLED Display
- 6 fps Up to 100 Shots at Full Resolution
- 51-point AF with 15 Cross-type Sensors
- Built-In Flash with Commander Function
- Magnesium Alloy Body; Moisture Resistant
Lieferbar ist sie noch nicht und ich werde so bald wie möglich für Euch ein Testexemplar besorgen und es ausgiebig ausprobieren. Auf die Bildqualität darf man wohl wirklich gespannt sein. Bis sie lieferbar ist werden noch einige Wochen vergehen. Bis dahin gibt es hier erst einmal ein paar schöne Fotos
Nikon D800 – Kinderkrankheiten beseitigt

Anfang Februar hat Nikon die D800 und D800E offiziell vorgestellt. Lieferbar sind sie noch nicht wirklich. Ich selbst warte nun schon seit vielen Wochen auf meine ganz persönliche D800E und damit bin ich nicht allein auf der Welt. Für zusätzliche Verunsicherung haben in den letzten Tagen Meldungen gesorgt, in denen die ersten Anwender Fehler in der Firmware der Nikon D4, D800 und D800E beschrieben haben. Nikon hat wirklich schnell reagiert und bereits gestern am 29. Mai für die D800 eine neue B-Firmware in der Version 1.01 online verfügbar gemacht.
D800 – Neue Firmware B 1.01 (Mac und Windows)
D800E – Neue Firmware B 1.01 (Mac und Windows)
Folgende Korrekturen und Verbesserungen sind laut Nikon eingeflossen:
- Korrigiert: Wurden während des Anzeigens von Bildern Fotos gemacht, schaltete sich der Monitor aus, die Kontrollleuchte für den Speicherkartenzugriff begann zu leuchten und in seltenen Fällen “fror die Kamera ein” und reagierte nicht mehr.
- Korrigiert: Der Wireless-LAN-Adapter WT-4 übertrug RAW Bilder gelegentlich auch dann, wenn die Option „Nur JPEG“ eingestellt war. Es gingen also deutlich größere Dateien über die “Antenne” als erwartet, was den Transfer stark ausbremsen konnte.
- Korrigiert: Bei Aufnahmen mit Active D-Lighting, bei denen eine andere Option als „Aus“, mit Festlegung eines Seitenverhältnisses von 5:4 (30 x 24), ausgewählt war, trat am unteren Bildrand in manchen Fällen ein dunkler Schatten auf.
Die ersten Käufer der Nikon D4 schauen unterdes nicht in die Röhre, auch für diese Kamera gibt es ein entsprechendes Update!
Urheberrecht auf YouTube
Es ist ein Thema das mich jetzt schon seit Monaten bewegt. Klar muss geistiges Eigentum geschützt werden, ich will auch nicht, dass jemand anders heimlich meine Fotos verkauft oder sich mit meinen Videos “schmückt”. Aber das Thema “Urheberrecht” auf YouTube ist einfach nur schlecht. Lädt man ein Video hoch gibt es die Möglichkeit ein paar Cent damit zu verdienen, das reicht vielleicht für die monatlichen Kosten des eigenen Servers beim Web-Hoster, viel mehr wird es nicht werden. Es sei denn man ist unter 25, hat große Brüste und ist bereit diese zeigen. Hat man all das nicht, so kann man sich vielleicht noch bei lebensgefährlichen Wettrennen mit der Polizei filmen, aber das war es dann auch schon fast.
Will man mit einem Video ein paar Cent verdienen muss man diesen Passus bestätigen:
Durch Klicken auf diese Schaltfläche bestätige ich, dass ich Inhaber sämtlicher Elemente dieses Videos bin oder ausreichende kommerzielle Nutzungsrechte für alle Audio- und Video-Elemente habe, um dieses Video zu monetarisieren. Mir ist bewusst, dass YouTube möglicherweise Nachweise zu den kommerziellen Nutzungsrechten benötigt und die Monetarisierung meiner Videos oder mein Konto wegen wiederholten Missbrauchs dieses Systems sperren kann. Die Anforderungen sind mir bekannt, diese Meldung bitte nicht mehr anzeigen.
Trotz alledem wird man früher oder später auf das Problem stoßen, dass man selbst beweisen muss, dass zur Musik die man in seinem Video verwendet hat alle Recht hat oder sie von einem selbst produziert wurde. Nur wie beweist man das? Ok, es gibt Video-Tutorials und man kann hier und da Einspruch erheben. Aber mal ganz ehrlich, mit einem Video das 1.000 Mal angeschaut wird verdient man wenn es gut läuft vielleicht 70 Cent… Und dafür soll man nun lange Mails schreiben und sich täglich mit irgendwelchem GEMA-Mist herumärgern?
Mir platzt da echt der Kragen, die derzeitigen Regelungen zum Urheberrecht auf YouTube sind weder kundenfreundlich noch sinnvoll.
Da habe ich vor zwei Tagen dieses Video hier erstellt und es mit drei kurzen Musikschnipseln von einer Royalty Free Music Compilation unterlegt. Diese Musik hat rund 30 Euro gekostet und der Herausgeber gibt in der Beschreibung bekannt, dass man sie auch kommerziell nutzen darf. Trotzdem hat YouTube die Monetarisierung gesperrt
Also habe ich gestern mit meiner “NI MASCHINE MIKRO” einen neuen Soundtrack erstellt und alles nochmals bei YouTube gepostet. Hier ist es. Aber sieht hier jemand eine Geld-bringende Werbebotschaft?
Aber ich habe einen Weg gefunden wie man Content-ID Treffer vermeiden kann und das sogar sehr zuverlässig!! Aber seht selbst, nach einer kurzen Werbepause…
Kurzer Nachtrag:
Gerade eben habe ich dies E-Mail zur neuen zweiten Version des Videos erhalten:
Hallo ancharius,
vielen Dank, dass du deine Videos zur Monetarisierung eingereicht hast. Wir haben die Monetarisierung für die folgenden Videos deaktiviert, da wir nicht bestätigen konnten, dass du für alle enthaltenen Inhalte über die erforderlichen kommerziellen Nutzungsrechte verfügst.
- “Nikon ES-1 – Negative Scannen – Full HD”
(http://www.youtube.com/watch?v=bFDwGuBqLtg)
Nachweise für dieses Video einreichen
Wenn du nachweisen kannst, dass du für alle Elemente in deinem Video die erforderlichen kommerziellen Nutzungsrechte innehast, informiere dich darüber, wie du Anspruch auf ein Video erheben kannst. Reiche dann über die oben stehenden Links die entsprechenden Nachweise ein.
Bitte beachte, dass wir nur Anzeigen in Videos schalten können, die für Werbetreibende geeignet sind. YouTube behält sich das Recht vor, die endgültige Entscheidung über die Monetarisierung eines Videos zu treffen, und kann die Monetarisierung für Nutzer deaktivieren, die wiederholt ungeeignete Videos einreichen. Falls bei einigen deiner Videos die Überprüfung noch aussteht, kannst du die Monetarisierung für diese Videos über /my_videos deaktivieren.
Vielen Dank,
dein YouTube-Team
Nikon D4 – Neue Firmware gesichtet
Den Experten von www.nikonhumors.com scheint ein neuerlicher genialer Coup gelungen zu sein. In einem bislang nicht offiziell bestätigten Artikel wurden dort vor wenigen Minuten Hinweise auf eine mögliche Revolution bei der Firmware der Nikon D4 veröffentlicht. Einmal mehr zeigt sich hier wie gut schonungsloser investigativer Journalismus gepaart mit excellentem Know-how harmonisieren.
Aufs neue stellt sich auch hier die Frage “Was wäre unser Leben ohne die Arbeit engagierter Blogger und Forums-Experten?” Ich denke es wäre unverändert, nur langweiliger
Nikon D4x – Neueste Gerüchte
Der weltweit führende Technologie-BLOG www.nikonhumors.com scheint einen neuen Coup gelandet zu haben! Sie wie es aussieht könte die gerade erst vorgestellte Nikon D800 bereits bald Makulatur sein. Wer Geld sparen möchte um sich die beste Kamera aller Zeiten zu gönnen, sollte sich überlegen ob er nicht eine Weile auf die Nikon D4x warten möchte. Die bei nikonhumors.com geleakten technischen Daten sind jedenfalls vielversprechend und scheinen mit einem Paukenschlag eine neuerliche Revolution der digitalen Fotografie einzuleiten.
Lyonheart K – Pulsbeschleuniger für harte Kerle
Bereits als kleiner Junge war ich vom Design des Jaguar E-Type fasziniert. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Auch wenn seine Technik fehleranfällig war und die Besitzer dieser Fahrzeuge damit mehr in der Werkstatt als auf der Landstraße unterwegs waren, das Design des Jaguar E-Type ist für mich bis heute nahezu unerreicht.
Dass ich mit dieser Meinung nicht allein auf der Welt bin zeigt mir die Vorstellung der Designer der schweizer “Classic Factory”. Erst vor einigen Wochen haben sie ihre finale Version einer modernen Interpretation eines Sportcoupés vorgestellt für das der Jaguar E-Type das Vorbild war. Solch ein Fahrzeug könnte die Herzen betuchter Kerle schneller schlagen lassen. Basierend auf einem Aluminium-Spaceframe und Karosserieteilen aus Karbon-Fasern soll das Fahrzeug relativ leichte 1.600 Kilogramm auf die Wage bringen. Unter der Haube soll ein Turbo-aufgeladenes V8 Triebwerk mit nicht weniger als 5 Litern Hubraum und 550PS bei 680 Nm Drehmoment werkeln. Der Top-Speed soll bei 300 km/h liegen, die 100 km/h Marke soll bereits nach 4 Sekunden geknackt sein.
Handgefertigt im britischen Coventry sollen die ersten 50 Fahrzeuge zum Stückpreis von 495.000 Euro an den Mann oder die Frau gebracht werden. Die Wartezeit soll derzeit 18 Monate betragen. Es gibt sie noch, die echten Männerträume. Ob Frauen auch von solchen Dingen träumen weiß ich nicht, vielleicht schreibt mir ja mal ein weiblicher Leser einen Kommentar












































































































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