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Musik

Teneriffa 2014/15 – Es ist Weihnachten

CONFLICT - Nikon 1 V3 & 1Nikkor 70-300mm CX

Tag 14 – 24. Dezember – Heiligabend bei 25°C

Heiligabend bei 24°C zu verbringen, für viele Deutsche ist das undenkbar. An Heiligabend sollte es knackig kalt sein, draußen sollte Schnee liegen und man sollte sich mit der Familie daheim vor dem Kamin gemütlich machen und dem Knistern der Holzscheite im Kamin lauschen. Aber so viele Klischees auf einmal funktionieren leider einfach nicht. Entweder streiten sich die Familien an Weihnachten bis aufs Blut, Ehen zerbrechen, Menschen begehen Selbstmord und als wäre das alles noch nicht genug ist das Wetter in Deutschland meist so richtig beschissen. Es ist dunkel, regnerisch und statt zu schneien regnet es den ganzen Tag. Das kann wirklich frustrierend sein und einem schwer auf das Gemüt schlagen. Daher bin ich an Weihnachten gern weit weg von Deutschland, möglichst irgendwo im Süden, zumeist auf Teneriffa.

Hier ist alles sehr entspannt und schöne sonnige Tage gefallen mir viel besser als hektisches Einkaufen der letzten Geschenke die von den Lieben meistens eh nicht honoriert werden. Hier gibt es keine Geschenke, hier gibt es nur kaltes Bier und gute Laune.

So soll es auch in diesem Jahr werden! Für den heiligen Abend haben sich mein Sohn Leon und ich einen Besuch im Adlerpark in der Nähe von Arona vorgenommen. Der Park öffnet um 10h am Morgen und schließt um 17h30. Als morsgens um 7h mein Handwecker Alarm schlägt bin ich noch hundemüde. Trotzdem quäle ich mich unter die Dusche, schließlich soll es für meinen Sohn ein schöner Tag werden.

Als wir endlich fertig sind ist es schon kurz nach 9h. Eigentlich wollten wir um 10h pünktlich wenn der Park öffnet dort sein, aber nun kommen wir 30 Minuten später. Es stört niemanden, hier ist alles ganz entspannt!!

In meinem Fotorucksack habe ich heute nur die ganz kleine Ausrüstung, Nikon 1 V3, Nikon 1 V1 (Infrarot 700nm) und die Objektive 6,7-13mm, 10mm, 10-100mm, 70-300mm. Das klingt nach viel Aufwand, ist es aber nicht, denn alles zusammen wiegt kaum mehr als eine nackte Nikon D800 mit einem 14-24mm Weitwinkel. Am Ende des Tages werde ich wieder fast ausschließlich mit das 70-300mm benutzt haben und beim nächsten Mal werde ich nur das 10er und das 70-300 einpacken. Dieses Teleobjektiv ist einfach der Hammer, es leistet ganz erstaunliches und ist dabei unglaublich leicht und kompakt. Seit ich dieses Objektiv und die Nikon 1 V3 benutze mag ich gar keine andere Kamera mehr in die Hand nehmen.

Meine Olympus OM-D E-M1 liegt noch immer ungenutzt im Zimmer-Tresor. Der Grund ist, dass es für das  grundsätzlich ganz hervorragende MFT-System (Micro-Four-Thirds), kein Objektiv wie das 70-300 für die Nikon 1 gibt. Klar gibt es ein 100-300mm von Panasonic und das ist auch eine echt gute Linse, aber es entspricht an der Olympus einem 200-600mm Teleobjektiv, während das 1Nikkor 70-300 an der Nikon 1 V3 einem 189-810mm Objektiv entspricht. Außerdem hat die Nikon 1 V3 mit 18 Megapixeln im Format 3:2 zumindest auf dem Papier eine etwas höhere Auflösung als die Olympus OM-D E-M1. In der Praxis fallen die Unterscheide bei der Auflösung der Sensoren allerdings kaum auf und jedes System hat seinen ganz eigenen „Look“ bei den Bildergebnissen.

Die Fotos aus der Nikon 1 V3 lassen durchgängig ein ganz leichtes feines Rauschen erkennen, das ein wenig an gute Scans hochwertiger analoger Fotografien erinnert. Anti-Rausch Fanatiker und High-ISO-Päpste würden sicher das eine oder andere Haar in der Suppe finden, aber für meine Art der Fotografie ist dieses Nikon 1 V3 in Verbindung mit dem 70-300 Objektiv genau richtig! Alles ist klein und kompakt, der Autofokus arbeitet schnell und leise und die Ergebnisse können sich sehen lassen. Jeder der auf Reisen eine kleine leistungsfähige Kamera sucht und dem eine möglichst lange Tele-Brennweite wichtig ist wird an dieser Kombination sehr viel Spaß finden.

Wem 600mm Tele-Brennweite ausreichen, der wird allerdings mit der Olympus OM-D E-M1 die meiner Meinung nach bessere Kamera finden. Sie hat den etwas größeren elektronischen Sucher, man kann ein vernünftiges Blitzlicht verwenden, es gibt eine WiFi-App die wirklich viel kann und es stehen exzellente Objektive in Hülle und Fülle zur Verfügung. Ein weiterer Vorteil des MFT-Systems ist, das mit dem Panasonic 7-14mm ein ganz ausgezeichnetes Weitwinkelobjektiv verfügbar ist, das einem 14-24mm im FX Format entspricht. Für das Nikon 1 System gibt es bislang nur das 6,7-13mm was einem 18-35mm Weitwinkel entspricht. Das ist nicht schlecht und dieses Objektiv ist toll, aber es ermöglicht eben nicht die besonders dramatischen Perspektiven des 7-14mm von Panasonic.

Im Adlerpark angekommen bin ich etwas überrascht, dass der Eingangsbereich umgebaut wurde. Auch die Eintrittspreise scheinen sich verteuert zu haben. Für meinen 17 Jahre alten Sohn und mich muss ich jetzt jeweils 25,- Euro bezahlen. Im Park widmen wir uns sofort den Adlern, Eulen, Uhus, Geiern und was es sonst noch alles gibt. Ich fotografiere mit der Nikon 1 und mein Sohn macht mit seiner neuen Nikon D2x und dem Sigma 18-250mm seine ersten Gehversuche in der Tierfotografie.

Um 12h und um 16h sind die Shows bei denen die Greifvögel des Park eine halb Stunde lang völlig frei fliegen dürfen. Wegen der sehr speziellen Wetterlage, es ist Calima, können einige Vögel die gern hoch und weit hinaus fliegen heute nicht an der Show teilnehmen. Beim Calima sind die höheren Luftschichten mit feinem Staub und Bakterien aus der Sahara geschwängert. Das behindert die Orientierung der Vögel und kann zu weiteren Komplikationen führen.

Dennoch bekommen wir einige Weißkopf-Seeadler, Marabus, Geier und anderes Federvieh zu sehen und vor allem zu fotografieren. Allerdings kann man das was ich heute mit der Nikon 1 V3 veranstalte nicht wirklich als Fotografieren bezeichnen. Es ist eher ein wildes herumfuchteln mit dem Teleobjektiv in der Hoffnung einige wenige gute Fotos schießen zu können. Die Nikon 1 V3 beherrscht sagenhafte 60 Bilder pro Sekunde. Das klingt außergewöhnlich gut, aber in der Praxis ist es der letzte Mist, denn wer im RAW-Modus fotografiert kann so nur etwa 25 Fotos aufnehmen bevor die Kamera massiv langsam wird weil der interne Kameraspeicher nun voll ist und die Bilder auf die Speicherkarte ausgelagert werden müssen. Das kann je nach Karte schon mal mehrere Minuten dauern und ist echt nervig. Bei 60 B/s kann man also etwa eine halbe Sekunde lang fotografieren und muss dann mehrere Minuten warten bis alle Bilder auf die Speicherkarte übertragen wurden. Klar kann man zwischendurch wieder einige wenige Fotos in schneller Folge aufnehmen, aber es sind eben nur sehr wenige. Will man in den Video-Modus umschalten muss man warten bis alle Fotos gespeichert wurden, das kann ebenfalls zu extrem nervtötenden Geduldsprobe werden. Ist man zu hektisch beim Umschalten, so kommt es ab und zu vor, dass ich die Nikon 1 V3 mit der Firmware 1.00 einfach aufhängt. Es geht dann gar nichts mehr und man muss die Batterie herausnehmen und die Kamera neu beleben zu können.

Hier sollte Nikon schnellstens mit einem Firmware-Update nachbessern!

Damit sind für mich die extrem schnellen Modi mit 20, 40 und 60 Bildern pro Sekunde zumindest beim Fotografieren der Greifvogel-Show komplett unbrauchbar, weil man garantiert alle guten Momente verpassen wird, weil die Kamera mit dem Speichern der Fotos beschäftigt sein wird. Auch fällt bei Mitziehern die man unter Verwendung des elektronischen Verschlusses macht ein sichtbarer “Rolling-Shutter” auf. Je nach Geschwindigkeit des Mitziehen stehen senkrechte Objektive in den Fotos ausgeprägt schief. Dies ist übrigens bei Kameras wie der Panasonic GH3 wenn man den elektronischen Verschluss verwendet ganz genauso!

So nutze ich nach einigen „Gehversuchen“ ausschließlich den noch immer recht schnellen mechanischen Auslöser. Damit ist die Nikon 1 V3 sogar etwas langsamer als eine Olympus OM-D E-M1. Die sagenhaften 60 Bilder pro Sekunde sind also eher ein Marketing-Gag als eine Hilfe bei der Fotografie schnell bewegter Motive, zumindest für alle die im RAW-Modus in voller Auflösung fotografieren wollen. Nimmt man JPGs in reduzierter Größe auf und schaltet rechenintensive zusätzliche Verarbeitungsprozesse ab, so sieht die Welt etwas anders aus. Das soll zur Ehrenrettung der Nikon 1 V3 gesagt sein. Aber ich als bekennender RAW-Shooter mag eben keine JPGs knipsen…

Während der Tag mit 13°C um 9h relativ kühl begonnen hatte, klettert im Laufe des Tages das Thermometer auf angenehme 24°C. Das passt sehr gut zum 24. Dezember und ich frage mich ob wir am nächsten Tag die 25°C erreichen werden.

Als der Park um 17:30 seine Pforten schließt habe ich zwei schnelle 64-GB Micro-SD Speicherkarten fast vollständig gefüllt und insgesamt vier Akkus geleert. Mit der Nikon 1 V1 habe ich kein einziges Infrarot-Foto aufgenommen, sie war also nur unnötiger Ballast!

Mein Sohn hat mit seiner neuen Nikon D2x etwa 1.000 Fotos aufgenommen. Unter dem Strich habe ich selbst etwa 6.000 Bilddateien mitgebracht. Bei der ersten Sichtung bin ich mit einigen wenigen Fotos sehr glücklich. Von den 6.000 Fotos sind vielleicht 10-20 Bilder so gelungen, dass ich sie bei flickr und anderswo zeigen würde. Der Rest sind entweder belanglos Knipsbilder oder unscharfer oder verwackelter Ausschuss. Die Verfolgung schnell bewegter Objekte mit dem elektronischen Sucher der Nikon 1 V3 ist mitunter gar nicht so einfach. Hier ist ein guter optischer Sucher eine Spiegelreflexkamera einfach schöner. Allerdings hätte dieser bei 10 Bildern pro Sekunde sehr viele „Aussetzer“ die man beim elektronischen Sucher der Nikon 1 V3 nicht hat. Man muss es einfach mal für sich selbst ausprobieren, schwenkt man eine lange Teebrennweite mit dem elektronischen Sucher vor unruhigem Hintergrund hin und her, so sieht man im Sucher eigentlich gar nichts mehr. Klar wird dort etwas angezeigt aber es ist eben verwischt und verpixelt, was übrigens bei der Olympus OM-D E-M1 und ähnlichen Kameras nicht anders ist.

Elektronische Sucher funktionieren meiner Meinung nach dann sehr gut, wenn sich die Objekte die man ablichten möchte langsam oder gar nicht bewegen. Wenn aber ein Adler vom Himmel stürzt, sind sie zumindest mit dem derzeitigen Stand der Technologie meiner Meinung nach einem echten optischen Sucher noch immer unterlegen.

Dennoch hat mir das Fotografieren mit der Nikon 1 V3 auch heute wieder viel Spaß gemacht. Dies ist nicht zuletzt dem sehr geringen Gewicht meines Rucksacks geschuldet. Weil die Kamera so leicht ist und man das Display klappen kann, habe ich auch nur eine kleines leichtes Stativ dabei. Diese leichte Ausrüstung trägt sehr zum Wohlbefinden an einem langen Fototag bei. Auch ist es wirklich cool, dass man mit der Nikon 1 V3 so schön filmen kann und dass sich über das Display Autofokus und Auslöser so wunderbar steuern lassen.

Alles in allem war unser Besuch im Adlerpark ein rundum gelungenes Abenteuer.

Auf dem Rückweg nach Puerto de la Cruz überlegen wir was wir noch tun sollen. Dabei kommt uns die Idee, auf dem Rummelplatz bei Puerto de la Cruz einige der bunt beleuchteten Fahrgeschäfte zu fotografieren. Weil unser Benzin so eben bis zur Tankstelle unterhalb des Hotels reicht, füllen wir erst einmal den Tank zum Preis von 0,96 €/Liter nach und machen eine kurze Pause im Hotel. Als es dunkel wird geht es wieder los. Weil wir noch etwas Hunger haben, steuern wir im Stadtteil La Paz einige Restaurants an. Ich halte kurz an und mein Sohn fragt ob es noch einen freien Platz gibt. Die meinten Restaurants sind ausgebucht, aber im „Krombacher Inn“ ist noch etwas frei. Wir würden gern gegrillte Seezunge essen, aber heute gibt es nur Schollenfilet. Ok, das nehmen wir. Als das Essen schließlich serviert wird sind wir überrascht, dass wir statt der gewünschten Pommes Frites schlabbrige Bratkartoffeln auf dem Teller vorfinden. Und der gemischte Salat besteht aus je einer Scheibe Gurke und Tomate mit etwas Krautsalat mit Kümmel. Das schmeckt echt ziemlich fies und ich kratze nur etwas Fisch aus der dicken Panade heraus. Letztlich muss ich dafür 20 Euro bezahlen. Als mein Sohn dann meint, dass die beiden Gläser Bier für 20 Euro ziemlich teuer waren, muss ich dann doch Grinsen und meine Laune wird schnell wieder besser.

Am Rummelplatz angekommen sind wir mehr als enttäuscht, dass er wohl gerade geschlossen wurde, heute ist Heiligabend und hier auf Teneriffa ist die Mehrzahl der Bevölkerung katholisch!

Also wandern wir auf der Suche nach dem einen oder anderen schönen Motiv relativ ziellos durch die Stadt. In der Nähe des Hafens kommt uns ein Paar entgegen und als sie auf unserer Höhe sind schaut er mich plötzlich an und sagt „Ansgar, hallo Ansgar!!“ Ich bin total verdutzt, wer ist denn das?

Im Gespräch stellt sich heraus, dass die Zwei meine YouTube-Videos über Teneriffa gesehen haben. Sie haben dort den kleinen temporären See oben in den Canadas del Teide gesehen und kennen mich auch aus anderen Videos. Da ich hier mit Stativ und Fotorucksack unterwegs bin haben sie mich sofort wiedererkannt. Das ist wirklich witzig und die beiden wohnen sogar in der Nähe von Bonn. Wir plauschen etwas und erzählen uns was wir in den letzten Tagen auf der Insel so gemacht haben. Nachdem wir uns verabschiedet haben ist mein Sohn schwer erstaunt und ich bin irgendwie richtig froh über diese unerwartete Begegnung.

Wirklich schöne Motive finden wir an diesem Abend leider keine mehr, aber am Plaza de Charco gibt es noch etwas leckeres zu trinken und als wir gegen 23h wieder im Hotel eintreffen sind wir mehr als erledigt. Es war ein langer schöner Tag, unser erster Heiligabend bei 24°C und das war wirklich gut so!

Tag 15 – 25. Dezember

Heute wollen wir uns mit unseren Freunden Karin und Wolfgang im Surfpoint in El Medano zum Frühstück treffen. Diese „Surferbude“ habe ich in den letzten Tagen schon zweimal gemeinsam mit meiner Freundin Sandra besucht. Als wir dort um 10h eintreffen sind Karin und Wolfgang schon dort, das Thermometer zeigt wie erhofft satte 25°C. Karin und Wolfgang haben ihren kleinen Hund „Zimba“ dabei. Mit am Tisch sind Freunde aus Deutschland die ebenfalls ihren kleinen Hund „Lotta“ dabei haben. Wie sich herausstellt ist Lotta die Schwester von Zimba. Ihre Herrchen und Frauchen haben sich über den Züchter kennengelernt und da sie auch gern nach Teneriffa reisen, dürfen heute die Geschwister Zimba und Lotta einen Tag miteinander verbringen. Und was soll man dazu nur sagen, diese beiden wuseligen kleinen Hunde sind einfach nur niedlich. Ich habe heute wieder meine Nikon 1 V3 mit dem 70-300mm Objektiv dabei und ich knipse was das Zeug hält. Nach dem Frühstück fahren wir zum Hundestrand der nahe der nächsten Ortschaft Los Abrigos gelegen ist. Hier in El Medano (und in vielen anderen Orten) sind Hunde am Strand verboten und Karin sagt man könne mit Strafen von rund 300 Euro rechnen wenn man mit seinem Hund an einem Strand erwischt wird der für Hunde gesperrt ist.

Zimba & Lotta - Brother & Sister - Nikon 1 V3 & 1Nikkor 70-300mm CX

Am Hundestrand ist dann so richtig was los. Lauter Vierbeiner toben hier herum und die Stimmung ist sehr ausgelassen. Viele Badefreunde sonnen sich komplett nackt oder toben so wie Gott sie schuf mit ihren Hunden an Strand herum, es ist mitunter wirklich bizarr.

Als wir nach einigen Stunden zurück nach El Medano fahren habe ich wieder rund 34 Gigabyte Fotomaterial mit meiner kleinen Nikon eingesammelt. Weil ich mich nicht mit meiner gesamten Ausrüstung im Sand wälzen mag, habe ich die Hunde in den allerwenigsten Fotos auf Augenhöhe. Daher sehen diese Fotos nicht schön aus und von den rund 2.000 Hundeknipsbildern könnte ich fast alles löschen. Aber es sind einige wenige Fotos dabei auf denen die Vierbeiner sehr schön auf Augenhöhe sind, weil sie oben am Strand posieren und ich fast im Wasser stehe. Diese Fotos sind teilweise wirklich gelungen und ich habe viel Spaß daran.

Merke: Wer kleine Tiere wie Hunde und Katzen fotografieren möchte sollte die Kamera dabei stets auf Augenhöhe haben. Diese einfache Regel gilt eben nicht nur für das Fotografieren von Kindern. Also entweder legt man such zu den Hunden auf den Boden oder in den Dreck, oder man stellt die Hunde an einen etwas erhöhten Punkt, so dass man sie ohne seltsame Verrenkungen ablichten kann.

Zimba #2 - Brother & Sister - Nikon 1 V3 & 1Nikkor 70-300mm CX

Zurück in El Medano geht es zum China Restaurant Hong Kong. Dort war ich nun schon mehrfach und es schmeckt immer wieder gut und der Service ist mehr als zuvorkommend. Auch heute ist wieder alles bestens und als es nach dem Essen gleich um die Ecke noch ein leckeres Eis gibt ist die Welt in Ordnung.

Zurück am Auto zeigt das Thermometer zunächst 30°C. Uff, das ist ordentlich für den ersten Weihnachtstag. Als wir schließlich losfahren fällt es durch den Fahrtwind dann aber auf 27°C und das ist sehr angenehm.

Zimba #1 - Brother & Sister - Nikon 1 V3 & 1Nikkor 70-300mm CX

Auf dem Weg nach Puerto de la Cruz hören wir wieder Musik mit meinem Telefon. Dort habe ich die App des französischen Musikdienstes „Deezer“ installiert. Durch den Kauf zweier Songs Lautsprecher für meine Bonner Wohnung habe ich ein einjähriges Deezer-Abo bekommen und das finde ich so richtig gut. Während es sich bei Streaming-Diensten wie Spotify sehr wesentlich um die „soziale Komponente“ dreht, ist bei Deezer alles auf Musik ausgerichtet. Hier ist es weniger wichtig wer den eigenen Playlisten folgt und wen man mit seinem Musikgeschmack zu überzeugen vermag, hier geht es einfach darum Musik zu hören und neu für sich zu entdecken.

Während ich in den vergangenen Jahren immer USB-Sticks mit Musik bespielt oder CDs gebrannt habe, liegt heute einfach nur mein HTC ONE M8 in einem Fach im Armaturenbrett. Es ist ganz primitiv über ein einfaches Kabel mit zwei 3,5mm Klinkensteckern an das Radio angeschlossen und selbiges ist auf AUX eingestellt. So kann man wunderbar Musik hören, sogar im Tunnel!

Da man mit der App von Deezer seine Musik auch offline hören kann, habe ich vor dem Antritt der Reise viele Gigabyte Musik auf mein Smartphone heruntergeladen. Es gibt lange Listen mit Empfehlungen der Deezer Redaktion und viele Klassiker von Rockbands aus den 70er und 80er Jahren. So macht Autofahren im Urlaub richtig Spaß. Wenn uns mal eines der Lieder auf die Nerven geht schnappt sich mein Sohn Leon das Telefon und tippt sich zum nächsten Song weiter, das ist wahrer Luxus für Autofahrer :-)

Lotta & Zimba - Brother & Sister - Nikon 1 V3 & 1Nikkor 70-300mm CX

Im Hotel sind wir erledigt von so viel Sonne und frischer Luft. Gegen 20h ist es beim Abendessen nicht mehr so brechend voll und wir essen noch etwas Brot und trinken dazu ein Bier. So bringen wir dann den ersten Weihnachtstag auf Teneriffa wirklich sehr entspannt zu Ende und sind sehr glücklich, dass wir dem hektischen Treiben im nasskalten Deutschland entfliehen konnten.

Lotta - Brother & Sister - Nikon 1 V3 & 1Nikkor 70-300mm CX


The Lonley Island

Unsere Gespräche bei einer morgendlichen Tasse Kaffee (ich) und einem Energy Drink (Fabian) sind immer wieder sehr befruchtend. Fabian, der unter dem Pseudonym Rainer Schauder Spielereviews und mehr bei YouTube und in Spiele-Magazinen veröffentlicht, ist deutlich jünger als ich, hat aber einen sehr ähnlichen Humor. Immer wieder erzählen wir uns gegenseitig von coolen Filmen, Musik und andere witzigen Dingen.

In dieser Woche hatten wir es mit der Art und Weise wie DJ’s üblicher Weise versuchen einen Spannungsbogen aufzubauen. Eines der wichtigsten Elemente ist dabei, einfach mal für eine ganze Zeit die Bassdrum wegzunehmen, indem man (analog) die tiefen Bässe ganz krass wegpegelt oder (digital) den Track der Bass und Bass-Drum enthält ausschaltet (muted). Kurz bevor die Zuhörer dann wieder begeistert zu übertrieben wummernden Bass-Beats abtanzen dürfen gibt es meistens noch einen der üblichen Trommelwirbel “aus der Konserve”. Fertig ist der Spannungsbogen.

Die Musik/Comedy-Truppe “The Lonley Island” nahm 2006 zusammen mit Justin Timberlake ihre erste Platte auf. Die Bandmitglieder sind alle samt Comedians die u.a. bei Saturday Night Live bekannt geworden sind. Sie sind echte Spassvögel und mit ihren Songs und Musik-Videos nehmen sie alles auf die Schüppe was der MTV-Generation heilig ist.

Bei “When Will The Bass Drop” geht es nun genau um die Art wie (überbezahlte ?) DJ’s versuchen einen Spannungsbogen aufzubauen. Im Video hampelt ein bejubelter DJ wild hinter seinen Plattenspielern herum die gar keine Platten abspielen. Er malt Bilder und tut lauter Dinge die das Publikum gar nicht sehen kann. Und vor allem hat er einen großen Roten Knopf mit dem er den “BASS” einschalten kann. Wann wird es den Knopf drücken, wann werden endlich wieder die tiefen Frequenzen die Mägen der Tanzenden durchschütteln? Dieser DJ ist super, denn er lässt sich viel Zeit und die Spannung wird so unerträglich, dass im Augenblick in dem der “BASS” endlich wummert es den Leuten die Köpfe von den Schultern haut.

Das ist eine echt geile Parodie und manch ein DJ sollte sich das mal zu Herzen nehmen und versuchen neue Wege zu gehen…

Hier ist es nun dieser saucoole “Saturday Night Live Digital Short”…

 

Begeistert von diesem witzigen Ding habe ich in den letzen Tagen weiter im Oeuvre der Band gestöbert. Dabei kam mit das grandiose “Jizz in my Pants” unter die Fernbedienung. Wer schon mal ein Musik-Video bei MTV oder VIVA gesehen hat in dem tappende Typen arschgeile Weiber ansabbern, der wird hier seinen Spaß haben.

 

Dann gibt es noch die Gattung der Musik-Videos in denen feiste Rapper auf einer Luxusjacht ihre Weltanschauung zum Besten geben und dabei von ultraheißen Bikini-Mäusen umschaust werden. Mit “I’m On a Boat” gibt es auch dazu eine echt lustige Parodie. Sehr geil wie die Stimme des schwarzen “Sängers” mit einer Autotune Software (Antares Autotune?) im Stil von Cher’s “Believe” gepitched wird.

 

So funktioniert das mit dem Autotune via Antares Plugin…

 

Sehr geil ist auch das Video zu YOLO. Dieses Word ist inzwischen ein fester Bestandteil des Sprachgebrauchs unserer Kinder. Was Du kennst es nicht? Zugegeben, es klingt ein wenig nach einem neuen James Bond: “You Only Live Once”. Bei YOLO fühle ich mich spontan an die Videos der unzähligen gecasteten Boy Groups erinnert. Alles smarte Typen mit stylischen Sonnenbrillen die wunderbar im Chor singen können. Echt lustig :-)

 

Für alle Freunde von Harry Potter hier noch ein kleines Schmankerl :-)

 

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende :-)


Filmtipp – Lilyhammer

Es ist schon fast ein Jahr her, dass ich echt viele Stunden mit Tony Soprano und seinen Mafia-Kumpels verbracht habe. Nach sechs Staffeln und gefühlten 200 Stunden war diese Serie dann aber irgendwann doch zu Ende. Der Abschied von Tony und seinen Kumpels war für mich ebenso abrupt wie traurig. Nach all den Stunden waren Tony Soprano alias James Gandolfini und seine Mafia Freunde fast zu einem Teil meiner Familie geworden. Neben dem grandiosen James Gandolfini gefiel mir der ewig mürrisch drein schauende Silvio Dante alias Steven van Zandt wirklich gut. James Gandolfini ist am 19. Juni 2013 viel zu früh an einem Herzinfarkt gestorben.

Vor einigen Jahren wurden die “Sopranos” gar zur best geschriebenen Fernsehserie aller Zeiten gewählt. Der Grund mag sein, dass die Autoren neben viel schwarzem Humor auch immer wieder sehr ernste Szenen wie beispielsweise AJ’s Selbstmordversuch erdacht haben.

Ich mochte die Sopranos und war am Ende der Serien regelrecht gefrustet, weil ich zu gern gewusst hätte wie es mit dieser unkonventionellen Familie weitergeht. Nicht zuletzt durch den Tod von James Gandolfini war aber klar, dass es keine Fortsetzung geben würde.

Umso größer waren Überraschung und Freude als ich vor einigen Tagen las, dass “Silvio Dante” weiterlebt. Es gibt ein Leben nach den Sopranos und den ewig grimmig drein schauenden Steven van Zandt führte dieses Leben nach Lillehammer im kalten Norwegen.

Die Story hinter der Fernsehserie “Lilyhammer” ist schnell erklärt. Ein Mafiosi des Kalibers eines Silvio Dante überwirft sich mit der Mafia und geht via FBI-Zeugenschutzprogramm nach Lillehammer in Norwegen. Das ist weit weg und dort wird ihn garantiert niemand suchen. Außerdem ist Lillehammer schön, schließlich waren dort mal Olympische Spiele! In der neuen fremden Welt angekommen schaut unser Protagonist noch genauso grimmig wie zu den besten Zeiten der Sopranos und macht natürlich das, was er bei den Sopranos auch schon gemacht hat. Er baut einen Club auf, besticht die Polizei, verprügelt üble Kotzbrocken und ist auf der Suche nach der großen Liebe. Eine Fernsehserie die das Leben schrieb :-)

“Lilyhammer” ist eine Koproduktion der staatlichen norwegischen Rundfunkanstalt NRK und des US-amerikanischen Video-on-Demand-Anbieters Netflix und stellt die erste Eigenproduktion von Netflix dar. Die Erstausstrahlung erfolgte am 25. Januar 2012 beim norwegischen Sender NRK1, bevor am 6. Februar 2013 über Netflix alle acht produzierten Episoden der ersten Staffel abrufbar waren. Die deutschsprachige Erstausstrahlung begann am 17. Januar 2013 auf dem Schweizer Sender SRF zwei. Seit einigen Tagen kann man “Lilyhammer” nun auch bei Watchever anschauen.

Bereits nach den beiden ersten Folgen bin ich regelrecht euphorisch und freue mich schon auf viele vergängliche Stunden mit dem grandios grimmigen Steven van Zandt der inzwischen Frank Tagliano heißt…

Die Soprans leben also weiter, wie schön wenn es gute Nachrichten gibt :-)

Das Steven van Zandt ein coole Sau ist beweist er übrigens gerne mal, wenn er mit seiner Gitarre auf der Bühne steht und gar nicht mehr so grimmig drein schaut…

Falls jemand den Talkmaster nicht erkannt hat, es ist Arsenio Hall. Der eine oder andere erinnert sich vielleicht noch an seine Rolle in “Der Prinz aus Zamunda” an der Seite von Eddy Murphy? Sehr schön ist auch diese Szene :-)

 


USA-2014 – Tag 8 – Lake Tahoe nach Sun Valley

Sunrise at Emerald Bay #1 - Nikon D800E & AF-S VR 4/16-35mm & B&W ND1000

Als der Wecker klingelt ist es 5h am Morgen. Ich habe mein Jet-Lag inzwischen vollständig verarbeitet und bin nun in den USA der gleiche Morgenmuffel wie sonst daheim in Deutschland. Ich bin unglaublich langsam und so brauche ich bin 5h30 bis ich endlich im Auto sitze und unterwegs zur Emerald Bay bin. Leider habe ich das Gebiet noch nicht erkundet und so verpasse ich verschlafen wie ich bin in der Dunklheit den wichtigen Abzweig zum Emerald Bay Road. Irgendwie kommt mir alles erst etliche Minuten später komisch vor, also wende ich mein Auto und fahre ein Stück zurück, bei der nächsten Gelegenheit biege ich links ab und lande schließlich irgendwo im nirgendwo, ich bin falsch! Also wieder zurück zur Hauptstraße und beim zweiten Anlauf bin ich dann richtig. Die Straße wird enger und der Himmel zunehmend heller. Wenn ich ein paar wirklich brauchbare Fotos vom Sonnenaufgang über der Emerald Bay haben will muss jetzt alles ganz ganz schnell gehen. Ich drücke aufs Gas…

Die Straße wird zunehmend enger und kurvenreicher, es geht hoch ins Gebirge und das Thermometer zeigt – 1°C – Glatteisgefahr!! Hier ins schleudern zu kommen und einen Abhang hinabzustürzen, das mag ich mir gar nicht vorstellen. Also schalte ich einen Gang zurück und lasse es langsamer angehen. Besser keine Fotos als den Rest des Monats im Krankenhaus zu verbringen.

Dann ist ein Scenic View Point ausgeschildert, schnell rauf auf den Parkplatz, die Kamera geschnappt und los geht es. Als ich an der Aussichtsplattform ankomme muss ich allerdings feststellen, dass ich total falsch bin. Hier sehe ich zwar die kleine Insel in der Emerald Bay, aber von der falschen Seite und es sind sehr viele Bäume dazwischen. Für ein Picknick im Sommer wirklich perfekt, aber nicht für schöne Fotos. Also geht die Hetzjagd weiter.

Als ich schließlich einen guten Platz gefunden habe ist es wieder einmal etwa 10 Minuten zu spät. Statt eines dunkelrot leuchtenden Wolkenhimmels schaue ich nun direkt in die Sonne. Also mache ich aus der Not eine Tugend und wende den “Fingertrick” an. (Siehe hierzu meine Rubrik “Photoshop”) So gelingt dann doch noch ein akzeptables Foto der Morgenstimmung an dieser tollen Bucht die zu den am meisten fotografierten Buchten der Welt gehört.

Sunrise at Emerald Bay #2 - Nikon D800E & AF-S 2,8/14-24mm

Etwas weiter östlich schaut ich nicht direkt in die Sonne und hier mache ich einige Fotos mit meiner AF-S VR 4/16-35mm und dem famosen – weil weitgehend farbneutralen – Neutraldichtefilter des Typs B&W ND1000. Bei Belichtungszeiten von bis zu 30s sieht auf den Fotos das Wasser weitgehend spiegelglatt aus, so gefällt mir das. Um ca. 8h bin ich wieder am Motel, packe meine Sachen, verabschiede mich von den überaus freundlichen Mitarbeitern und mache mich auf den Weg nach Sun Valley in Idahoe.

Good bye Lake Tahoe - Nikon D800E & AF-S 2,8/14-24mm

Am nord-östlichen Zipfel des Sees ist ein schöner Aussichtspunkt und hier lohnt es sich kurz anzuhalten und ein Abschiedsfoto aufzunehmen. Leider wurde der kleine nette Erlebnispark in dem sich die aus der Fernsehserie Bonanza bekannte Ponderosa befindet vor etwa 12 Jahren vom Gründer der Firma People-Soft gekauft und kurz darauf dauerhaft geschlossen. Man munkelt er habe sich dieses “Vergnügen” 55.000.000 $ kosten lassen…

Bildschirmfoto 2014-05-11 um 12.28.37

Nach schier endloser Zeit erreiche ich schließlich Twin Falls und bin überrascht wie groß doch dieses Stadt ist. Am nördlichen Stadtrand verläuft der Shake River in einer atemberaubend tiefen Schlucht. Einige wenige Meilen in östlicher Richtung liegen die wirklich beeindruckenden Shoshone Falls. Als ich dort eintreffe schickt sich die Sonne gerade an hinter dem Horizont zu versinken. Der kleine State Park oberhalb der Wasserfälle ist wirklich weitläufig und gäbe hier allerlei Möglichkeiten für unterschiedlichste Perspektiven. Aber die bekommt man nicht an einem Abend hin. Also beschließe ich mich auf drei Standort zu beschränken und abwechselnd mit dem AF-S 2,8/14-24mm und dem AF-S VR 4/16-35mm zu fotografieren.

In den letzten Monaten habe ich einige fast hysterische Rückmeldungen erhalten wenn ich das 4/16-35mm Weitwinkel Zoom gelobt habe. BLOG-Leser und YouTube Zuschauer haben moniert, das 4/16-35 sei nicht scharf genug und eigentlich totaler Schrott, das einzig wahre Weitwinkel für meine Nikon D800E seit doch das AF-S 2,8/14-24mm. Irgendwie haben sie ja auch recht, bei Aufnahmen der Milchstraße und immer dann wenn man eine hohe Lichtstärke benötigt liefert das 2,8/14-24mm ja auch tolle Bilder. Aber man kann eben keine Filter drauf schrauben und außerdem ist es rund 600 Euro teurer als das 4/16-35mm.

Das nächste Foto habe ich mit dem 4/16-35mm und dem B&W ND1000 Graufilter aufgenommen. So konnte ich wirklich lange belichten und das Wasser sieht nun sehr schön “weich” aus. Ein Foto wie dieses gelingt eben mit dem 2,8/14-24mm NICHT. Also liebe Freude des 2,8/14-24mm, ihr solltet das 4/16-35mm mal wirklich auf Herz und Nieren testen! Meiner Meinung nach ist es deutlich universeller und bietet leicht abgeblendet die gleiche Bildqualität wie der deutlich teurere “große Bruder”.

Shoshone Falls - B&W ND1000

Hier noch ein Foto das ich mit meinem Rokinon 3,5/24mm Shift & Tilt Objektiv aufgenommen habe. Der “Miniatur-Effekt” ist gewollt und eben ECHT, da kommt nichts aus Photoshop! Auch die Korrektur der Perspektive ist ECHT!. Beim oberen Bild habe ich die perspektivischen Fehler mit Photoshop korrigiert, damit das kleine Häuschen neben den Wasserfällen auch vernünftig gerade steht.

Shoshone Falls - Nikon D800E & Rokinon Shift & Tilt 3,5/24mm

Als ich mit meinem Shooting durch bin ist es fast 20:00 (8pm). Ich entschließe mich nicht in Twin Falls zu übernachten sondern noch schnell nach Sun Valley zu fahren, es sind nur etwa 130 Kilometer!

Als ich in Sun Valley eintreffe ist es stockfinster und während ich auf der Suche nach einem Hotel langsam meine Kreise durch die Stadt ziehe wird eine Polizeistreife auf mich aufmerksam. Unauffällig aber bestimmt fahren sie mir hinterher. Jetzt nichts falsch machen, ich will heute ganz sicher keinen Stress mehr mit der Polizei. Als ich zum dritten Mal beim Best Western vorbeifahre entschließe ich mich hier nach einem Zimmer zu fragen. Also halte ich auf dem Parkplatz neben der Rezeption und das Polizeifahrzeug ebenfalls – urgs… Als ich aussteige und die Polizisten grüße winken sie zurück und als sie sehen wie ich die Lobby ansteuere fahren sie langsam weiter. Das ist ja noch einmal gut gegangen.

Das Zimmer ist mit 89,- $ überraschend preiswert und wirklich wunderschön. Es ist toll eingerichtet und alles ist sehr luxuriös. Es war keine verkehrte Entscheidung hier einzuchecken. Ganz besonders nett war auch der nächtliche Plausch mit Lisa Stucks an der Rezeption des Hotels.

Thank you Lisa :-)


Ohrwurm – Muse – Madness

Über Apple kann man denken was man will und das Geschäftsgebaren dieses Konzerns verdient nicht nur Beifall. Was ich aber bei Apple ganz besonders schätze ist das iTunes Festival. So habe ich im letzten Jahr die Band Muse für mich entdeckt. Schon seit Tagen höre ich ihr letztes Album The 2nd Law rauf und runter. Heute möchte ich Euch den Song Madness vorstellen, der für mich eines der Highlights dieses Albums ist.

Das Video zu Madness ist unglaublich gut gefilmt und wenn der Song bei ca. 4 Minuten seinem Höhepunkt entgegen steuert bekomme ich regelmäßig eine Gänsehaut. Sehr cool finde ich auch den Wandel den diese Band in den letzten Jahren vollzogen hat. Waren die ersten Alben eher düster und durch verzerrte Gitarrensounds geprägt, so gibt es jetzt angesagte Dubstep-Elemente, die aber nicht aus dem Computer kommen sondern auf schrägen Instrumenten von echten Musikern gespielt werden.

Während Ihr Euch nun hoffentlich diesen geilen Song in der Endlosschleife gebt, mache ich mich auf den Weg um meine auf Infrarot 700nm umgebaute Nikon 1 V1 abzuholen. Wegen des relativ schwachen Infrarotfilters sollte die Nikon 1 nach dem Umbau noch in der Lage sein “farbig zu sehen”. Welche Fotos sich damit realisieren lassen zeige ich Euch sobald die ersten Ergebnisse vorliegen, vielleicht schon morgen :-)

Ich erhoffe mir von der umgebauten Nikon 1 V1 Bilder wie dieses hier, das ich vor zwei Jahren mit meiner D700 einem manuellen AiS 2.0/35mm und einem HOYA IR72 aufgenommen habe.

Nikon D700 Infrared 720nm & AiS 2.0/35mm & HAMA IR72 

Nun aber erstmal viel Spaß mit Muse und ihrem Song Madness…


Yamaha THR10 – Review mit Rainer Schauder

Inzwischen ist es schon einige Monate her, dass mir der Postbote den neuen Katalog des Kölner Music Store in den Briefkasten gesteckt hat. Dieser Katalog lag eine Weile unbeachtet in der Ecke, bis ich ihn schließlich doch immer mal wieder zur Hand genommen und auf der Suche nach neuen Gadgets durchforstet habe. Auf einer der allerersten Seiten ist mir dabei immer wieder eine ganzseitige Werbung für ein seltsam retromäßig wirkendes “Gitarrending” ins Auge gesprungen.

Vor ein paar Tagen ließ es mir dann keine Ruhe mehr und ich wollte sehen was sich hinter dem Slogan “Daheim ist alles” letztlich verbirgt. Einige YouTube-Videos später war dann klar, das Ding ist ein “Must-Have” für jeden der gern daheim Gitarre spielt. Die Wahl zwischen den lieferbaren vier verschiedenen Varianten fiel mir nicht ganz leicht und ich habe mich schließlich für die “Mitte” entschieden.

Diese Mitte hört auf den schönen Namen THR10 – was sich hinter diesen Buchstaben verbirgt kann ich nur erraten, vielleicht: “TheHomeRecorder” oder so ähnlich? Wie auch immer, passen würde es!

Bereits beim ersten Test war ich völlig verblüfft über die Klangqualität und vor allem über die Räumlichkeit der Stereo-Effekte. Es ist erstaunlich wie dieses kleine Ding einen Raum von etwa 25 qm mit “Klang” zu füllen vermag. Hat man den THR10 auf einem Schreibtisch stehen und sitzt übend in einem Abstand von etwa einem Meter davor, so klingt der Stereo-Hall als stünden die Lautsprecher weit mehr als einen Meter auseinander. Die Eingriffsmöglichkeiten über den Gain-Regler (Grad der Verzerrung), die Klangreglung und die Effekte sind immens.

Für Mac und Windows gibt es eine beiliegende kostenlose “kleine” Variante von Cubase und entsprechende ASIO-Treiber. Diese sind notwendig um beim Recording mit möglichst niedrigen Latenzen aufnehmen zu können. Es wäre zu blöd wenn man beispielsweise sein Playback mit einer leichten Verzögerung hören würde und die selbst gespielten Gitarren-Spuren ihrerseits auch mit einer Verzögerung aufgenommen würden. Das Ergebnis wäre wegen der zeitlichen Verschiebungen total unbrauchbar. ABER, es sind ASIO Treiber dabei und die sind so schnell, dass praktisch keine Verzögerung spürbar ist – genial!

Anders als bei anderen USB-Audio Interface-Systemen kann der THR sogar die anderen Spuren eines Mehrspur-Projektes aus Garageband, Logic oder Cubase während der Aufnahme ausgeben und das ohne spürbare Latenz (Verzögerung). Damit ist er aus meiner Perspektive prädestiniert für das Homerecording.

Mir persönlich haben es die High-Gain Sounds in Verbindung mit langen kräftigen “Hallfahnen” für getragene langsame Solopassagen auf meiner neuen Schecter Hellraiser C1 sehr angetan. Für schnelles Spiel und mehrstimmige Akkorde ist das eher nichts, weil der Sound dann sehr “vermatscht” ist. Wer aber wie ich Gitarrenlinien wie Steve Vai’s “For the love of gold” mag, der bekommt mit dem THR10 den original getreuen VAI-Sound hin und das für 299,- Euro – genial!

Yamaha THR Editor

Sehr cool ist auch, dass man sich auf der Yamaha-Webseite den kostenlosen THR-Editor für Mac und Windows herunterladen kann. Damit erhält man Zugriff auf viele weitere Parameter der sehr guten Effektsektion des THR10 sowie seiner “Brüder” und “Schwestern”. Alle Einstellungen kann man natürlich speichern und mit einem einfachen Klick via USB-Kabel auf den THR10 übertragen. Eine Übertragung vom THR10 in Richtung THR Editor gibt es auch, hier haben die Programmierer wirklich mitgedacht!

Ebenso einfach wie effizient ist die Möglichkeit durch “Tappen” mit einem kleinen Tipptaster die Zeit zwischen zwei Echos vorzugeben. So kann man auf eine sehr “musikalische” Art und Weise das Tempo des Echo-Effekte an das Tempo seines Songs anpassen. Wer schon einmal im Bereich von Millisekunden über kleine fummelige Tipptaster eine ähnliche Einstellung versucht hat, der versteht schnell warum mir dieses neue Konzept so gut gefällt.

Im Video habe ich auch vergessen zu erwähnen, dass der Geräte der THR-Serie mit handelsüblichen Batterien oder Akkus im AA-Format betrieben werden können. In Verbindung mit einem Mac Book dessen Akku schon mal ein paar Stunden durchhält, ergibt sich damit eine “Bewegungsfreiheit” die er ihres Gleichen sucht.

Eine noch preiswertere Alternative zum Yamaha THR10 ist aus meiner Perspektive der Apogee JAM. Das ist ein monophones USB-Interface das auch an iPad, iPhone, iPod und natürlich Mac und PC funktioniert. In Verbindung mit NI Guitar Rig oder Apple Mainstage usw. lassen sich damit auch sehr geile Sounds erzielen. Verwendet man die “richtige” Hardware, so geht auch das mit akzeptabler Latenz vonstatten.

Wer eine ähnliche Soundqualität in einem “erwachsenen Verstärker” sucht, der könnte sich auch mal den Fender Super Champ XD anschauen. Dort gibt es allerdings kein USB-Interface. Es ist ein reiner Gitarrenverstärker zum kleinen Preis der dank ausgeklügelter Signalprozessoren ähnlich tolle Sounds ermöglicht wie der THR10. Aber eben nur bei etwas gehobener Lautstärke und in Mono!

Letztlich ist für mich der THR10 das inspirierendste was ich mir derzeit vorstellen kann um daheim E-Gitarre, Bass oder Akustik-Gitarre zu spielen oder zu üben. Mit diesem Bombensound vergeht die Zeit wie im Flug und oft merkt man gar nicht, dass man schon wieder zwei Stunden lang einen Rock-Riff nach dem anderen abgerissen hat. Jede Familie die einen THR “aufnimmt” muss sich darauf einstellen, dass die Gitarristen der Familie fortan zu allen Mahlzeiten zu spät kommen werden!

Erwähnenswert ist vielleicht noch die Gitarre die Rainer zu Beginn und am Ende im Video spielt. Es ist meine neue Schecter Hellraiser C1 – im Video habe ich mich leider vertippt – der Hersteller heißt Schecter nicht Scheckter!! Diese Gitarre beeindruckt mich mit ihrem unglaublichen Sustain. Selbst wenn der Gain-Regler am der THR10 nicht voll auf gedreht ist klingen die Töne und klingen und klingen und klingen. Wer getragene epische Gitarrenlinien mag, der ist mit dieser Gitarre goldrichtig! Sehr gut ist auch die Bespielbarkeit der hohen Lagen. Habe ich in der Vergangenheit bei fast allen Gitarren erst einmal selbst Hand angelegt und die Bundstäbchen mit Stahlwolle poliert und die Kanten der Bundstäbchen mit feinem Schleifpapier sorgfältig entgratet, so war bei dieser Gitarre absolut keine Nacharbeit notwendig. Auspacken, staunen, spielen, das ist alles was mir zur Schecter Hellraiser C1 einfällt. Diese geniale Gitarre gibt es übrigens auch mit 7 und sogar 8 Saiten!!

In Verbindung mit dem THR10 ist der klar differenzierte und trotzdem durchsetzungsfähige Sound einfach großartig. Diese Kombination macht so richtig viel Spaß. Jeder Vater der seinem Sohn eine billige Klampfe aus dem Weihnachtsangebot eines Lebensmittel-Discounters aufs Auge drücken will, sollte sich “zum Wohle des Kindes” mal den THR10 und die Schecter Hellraiser C1 näher anschauen. Klar ist das teurer, aber die Spielfreude wird hier durch nichts gebremst und das ist es letztlich was Kids die Musik machen wollen dazu bringt weiter zu machen und besser zu werden. Oft werden Sohn oder Tochter nach einem halben Jahr ihre “ALDI-Klampfe” entnervt auf den Speicher stellen, wer das vermeiden will, der kauft seinen Kindern etwas gutes, vielleicht den THR10 und die Hellraiser C1 :-)


Teneriffa 2012 – Tag 9

Relaxen am Pool

Nach den eisigen Stunden im Hochgebirge bin ich bei der Ankunft im Hotel mehr als durchgefroren. Am nächsten Morgen habe ich Halsweh und die ersten Gedanken sind „Scheiße jetzt habe ich mich auch noch erkältet…“ Aber diese Insel hat magische Kräfte, nach dem Frühstück ist alles schon wieder gut. Aber richtig Lust gleich die nächste Fototour zu starten habe ich nicht. Also genieße ich den Tag, schreibe einen Artikel für meinen BLOG und freue mich zur Mittagszeit über ein wirklich leckeres Essen im Garten des Hotels. Bei 25°C mit Blick auf das Meer gibt es den „Fisch des Tages“ mit Papas Arrugadas und einem Shandy – lecker.

Las Aguilas Sunrise

Als sich der Tag dem Ende neigt verkrümele ich mich ins Schlafzimmer und höre ein paar Stunden im Bett ganz entspannt die neue Musik die ich mir in den letzten Wochen gekauft habe. Besonders die isländische Band „Of Monsters and Men“ hat es mir derzeit angetan.

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Mein BOSE Quiet Comfort 15 lässt den Fernseher von nebenan und alle anderen Geräusche verstummen. Einmal mehr habe ich großen Spaß an diesem Kopfhörer den ich mit im Jahr 2010 bei „Best Buy“ in St. George in Utah für etwa 330 Dollar gekauft habe. Diese Investition war wirklich gut und ich möchte nicht mehr ohne diese Kopfhörer fliegen.

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So geht der Tag zu Ende, ein Tag ohne Stress und ohne Fotos. Das hat auch was :-)


Reingehört – Die Blockflöte des Todes

Er ist nicht nur ein genialer Musiker, er textet auch witzige Lieder. Aber hört selbst…

Ein Interview gibt es auch schon…

Und im Fernsehen ist die Blöckflöte des Todes auch schon angekommen…

Jetzt mal ganz ehrlich, hättet Ihr ihn selbst bei YouTube entdeckt?? :-)


Reingehört – Monolight – Tangerine Dream

Tangerine Dream – Monolight from canyengue on Vimeo.

An meine erste Schallplatte der Berliner Elektronikpioniere rund um Edgar Froese erinnere ich mich noch sehr gut. Das Album hieß Encore und war ein Mitschnitt verschiedener Live-Auftritte der Band die während einer USA-Tournee 1977 aufgezeichnet wurden. Liest man sich heute die Liste der Instrumente durch die damals verwendet wurden, so muss man schon ein wenig schmunzeln. Ganze 35 Jahre später halten viele Musikfans diese “Dinger” für alten Schrott. Schließlich ist derzeit Dubstep mit seinen Yep Yep Yeps und Woh Woh Wohs angesagt. Aber wie man sich auch dreht und wendet, Bands wie Tangerine Dream haben ausgelotet was sich mit elektronischen Klangerzeugern anstellen lässt. Und ohne ihre Pioniertaten sähe die Musikwelt heute sicher etwas eintöniger aus.

Hier die Liste der Instrumente die im obigen Video zu hören sind:

  • Peter Baumann – Projeckt Elektronik sequencer, Fender Rhodes, EMS Vocoder, Mellotron M400, ELKA Rhapsody 610, ARP Pro Soloist, Mellophonium
  • Christopher Franke – Projeckt Elektronik sequencer, Computerstudio digital sequencer, Oberheim OB-1, ELKA Rhapsody 610, electronic percussion, ARP Pro Soloist, Oberheim sequencer, Moog modular synthesizer, Mellotron M400, producer, engineer, mellotron
  • Edgar Froese – guitar, Moog modular synthesizer, Mellotron Mark V, Steinway Grand Piano, Oberheim Four Voice, ARP Omni, Palm Products GmbH 1020, Projeckt Elektronik sequencer, Mellophonium, producer, engineer, mellotron

Ok, jetzt lehnt Euch mal zurück und gebt der gepflegten gefilterten Sägezahnschwingung für 20 Minuten Eures Lebens eine Chance! Viel Spaß!


Reingehört – Elbow

Inzwischen ist es schon wieder fast zwei Jahre her, dass mir mein Freund Tobias spät abends beim Bier in meinem damaligen Mainzer Appartement von der Band “Elbow” erzählt hat. Mir sagte das damals viel mehr als gar nichts, sozusagen überhaupt nichts. Dann hatte ich vor ein paar Wochen abends mal mein Apple-TV eingeschaltet und habe erforscht was sich hinter dem neuen Symbol “iTunes-Festival” verbirgt. In Verbindung mit diesem Festival kam mir dann die Band “Elbow” wieder und die Fernbedienung. Ich erinnerte mich an den Abend mit Tobias und dachte mir “Komm, geben wir diesem übergewichtigen Briten eine Chance”.

Bereits der erste Track war irgendwie “schrullig” aber ich habe durchgehalten und es hat mich beeindruckt wie dieser Frontman es geschafft hat die Zuschauer zu begeistern, so dass sie klatschen und mitsingen. Letztlich gefiel mir dieses Konzert so gut, dass ich inzwischen mehrmals via Apple-TV angeschaut habe.

Schaut man sich ein wenig bei YouTube um, dann findet man dort mehrere vollständige Live-Mitschnitte von Konzerten der Band Elbow. Einige sogar mit klangvoller Unterstützung durch ein ausgewachsenes Orchester, wie in diesem Clip.

Aber wer ist denn eigentlich dieser übergewichtige, optische durchschnittliche charismatische Sänger mit der vielseitigen Stimme? Schauen wir doch mal nach was wir in der Wikipedia finden:

Elbow entstammt der Manchesterer Musikszene der 1990er Jahre, die sich um das pulsierende Northern Quarter an der Oldham Street zentrierte.
Die Band ist nach einem Zitat aus der BBC TV Miniserie „The Singing Detective“ benannt. Der Charakter „Philip Marlow“ sagte dort, dass das Wort “Elbow” (deutsch: „Ellenbogen“) das sinnlichste Wort der englischen Sprache sei, nicht aufgrund seiner Definition, aber aufgrund der Weise, wie es sich beim aussprechen anfühle.

1990: Gründung und erste Veröffentlichungen

Guy Garvey traf Mark Potter 1990 im Alter von 16 an einem Sixth form college („Oberstufe“). Mark lud Guy als Sänger in eine Band, in der er mit Richard Jupp und Pete Turner spielte, ein. Zusammen gründeten sie die Band SOFT. Bis 1997 änderten sie den Namen der Band in Elbow, unterzeichneten einen Vertrag bei Island Records und nahmen ihr Debütalbum mit Steve Osbourne als Produzent auf. Island Records wurde allerdings von dem Plattenlabel Universal Music aufgekauft und Elbow zusammen mit vielen anderen Bands fallengelassen. Das Album wurde nie veröffentlicht.

Daraufhin veröffentlichten sie bei dem Independent-Label Ugly Man Records die EPs The Noisebox und The Newborn, welches von BBC Radio 1 entdeckt und häufig gespielt wurde.

2000: Erstes Album „Asleep in the Back“

Für ihr erstes Album Asleep in the Back, welches 2001 bei V2 Records erschien, erhielten sie je eine Nominierung beim Mercury Music Prize und bei den Brit Awards. Der Titel des 2003 veröffentlichten zweiten Albums Cast of Thousands ist eine Referenz an ihren Auftritt bei dem Glastonbury Festival 2002, als sie tausende Zuschauer aufnahmen, die „We still believe in love, so fuck you“ sangen. 2004 ging Elbow auf Tour in Kuba und spielte als erste britische Band ein Konzert außerhalb Havannas. Von dieser Tour drehte der britische Dokumentarfilmer Irshad Ashraf einen Kurzfilm.

Das dritte Album Leaders of the Free World veröffentlichte die Band im September 2005, nachdem die erste Single Forget Myself (auch bekannt als Buddha with Mace) am 22. August erschienen war. Für das 2005 erschienene Benefizalbum Help – a Day in the Life der Organisation WAR child steuerten sie das Lied Snowball bei.

2008: Durchbruch mit „The Seldom Seen Kid“

Im März 2008 erschien das vierte Album The Seldom Seen Kid, für das die Band sieben Jahre nach der ersten Nominierung erneut für den Mercury Music Prize vorgeschlagen wurde und ihn anders als 2001 auch gewinnen konnte. Dabei vermochten sich Elbow überraschend gegen Bands wie unter anderem Radiohead, British Sea Power und Estelle durchzusetzen.[2] Elbow verzichteten bei den Aufnahmen zu The Seldom Seen Kid gänzlich auf das Mitwirken von fremden Produzenten, was das Album, wie sie selbst beschreiben, “Darker and Heavier” macht.

Elbow spielen in der Folge für viele große Bands in Stadien im Vorprogramm. So absolvieren sie Auftritte als Vorgruppe von R.E.M., von U2 und auch von Coldplay.

Im Februar 2009 gewannen Elbow den Brit Award für die beste Band des Jahres[7], im Mai zwei Ivor Novello Abwarts. Das fünfte Album Build a Rocket Boys! wurde im März 2011 veröffentlicht. Am 12. August 2012 spielten Elbow bei der Schlussfeier der Olympischen Spiele in London. Daraufhin stieg ihre bis dahin letzte Chartsingle One Day Like This erneut in die britische Hitparade ein und brachte ihnen ihren ersten Top-5-Hit.

Und hier nun dieser Top-5-Hit mit dem Elbow auch das Konzert beim iTunes-Festival beendet hat. Einer meiner Favoriten dieser wirklich ungewöhnlichen Band.

Dass sie nicht immer ein Orchester als “Klangverstärker” benötigen beweist diese Acoustic-Session:

Wer jetzt Spaß an dieser Band gewonnen hat und mehr von Elbow hören möchte, der könnte mal hier stöbern:

 


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