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Musik

The Lonley Island

Unsere Gespräche bei einer morgendlichen Tasse Kaffee (ich) und einem Energy Drink (Fabian) sind immer wieder sehr befruchtend. Fabian, der unter dem Pseudonym Rainer Schauder Spielereviews und mehr bei YouTube und in Spiele-Magazinen veröffentlicht, ist deutlich jünger als ich, hat aber einen sehr ähnlichen Humor. Immer wieder erzählen wir uns gegenseitig von coolen Filmen, Musik und andere witzigen Dingen.

In dieser Woche hatten wir es mit der Art und Weise wie DJ’s üblicher Weise versuchen einen Spannungsbogen aufzubauen. Eines der wichtigsten Elemente ist dabei, einfach mal für eine ganze Zeit die Bassdrum wegzunehmen, indem man (analog) die tiefen Bässe ganz krass wegpegelt oder (digital) den Track der Bass und Bass-Drum enthält ausschaltet (muted). Kurz bevor die Zuhörer dann wieder begeistert zu übertrieben wummernden Bass-Beats abtanzen dürfen gibt es meistens noch einen der üblichen Trommelwirbel “aus der Konserve”. Fertig ist der Spannungsbogen.

Die Musik/Comedy-Truppe “The Lonley Island” nahm 2006 zusammen mit Justin Timberlake ihre erste Platte auf. Die Bandmitglieder sind alle samt Comedians die u.a. bei Saturday Night Live bekannt geworden sind. Sie sind echte Spassvögel und mit ihren Songs und Musik-Videos nehmen sie alles auf die Schüppe was der MTV-Generation heilig ist.

Bei “When Will The Bass Drop” geht es nun genau um die Art wie (überbezahlte ?) DJ’s versuchen einen Spannungsbogen aufzubauen. Im Video hampelt ein bejubelter DJ wild hinter seinen Plattenspielern herum die gar keine Platten abspielen. Er malt Bilder und tut lauter Dinge die das Publikum gar nicht sehen kann. Und vor allem hat er einen großen Roten Knopf mit dem er den “BASS” einschalten kann. Wann wird es den Knopf drücken, wann werden endlich wieder die tiefen Frequenzen die Mägen der Tanzenden durchschütteln? Dieser DJ ist super, denn er lässt sich viel Zeit und die Spannung wird so unerträglich, dass im Augenblick in dem der “BASS” endlich wummert es den Leuten die Köpfe von den Schultern haut.

Das ist eine echt geile Parodie und manch ein DJ sollte sich das mal zu Herzen nehmen und versuchen neue Wege zu gehen…

Hier ist es nun dieser saucoole “Saturday Night Live Digital Short”…

 

Begeistert von diesem witzigen Ding habe ich in den letzen Tagen weiter im Oeuvre der Band gestöbert. Dabei kam mit das grandiose “Jizz in my Pants” unter die Fernbedienung. Wer schon mal ein Musik-Video bei MTV oder VIVA gesehen hat in dem tappende Typen arschgeile Weiber ansabbern, der wird hier seinen Spaß haben.

 

Dann gibt es noch die Gattung der Musik-Videos in denen feiste Rapper auf einer Luxusjacht ihre Weltanschauung zum Besten geben und dabei von ultraheißen Bikini-Mäusen umschaust werden. Mit “I’m On a Boat” gibt es auch dazu eine echt lustige Parodie. Sehr geil wie die Stimme des schwarzen “Sängers” mit einer Autotune Software (Antares Autotune?) im Stil von Cher’s “Believe” gepitched wird.

 

So funktioniert das mit dem Autotune via Antares Plugin…

 

Sehr geil ist auch das Video zu YOLO. Dieses Word ist inzwischen ein fester Bestandteil des Sprachgebrauchs unserer Kinder. Was Du kennst es nicht? Zugegeben, es klingt ein wenig nach einem neuen James Bond: “You Only Live Once”. Bei YOLO fühle ich mich spontan an die Videos der unzähligen gecasteten Boy Groups erinnert. Alles smarte Typen mit stylischen Sonnenbrillen die wunderbar im Chor singen können. Echt lustig :-)

 

Für alle Freunde von Harry Potter hier noch ein kleines Schmankerl :-)

 

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende :-)


Filmtipp – Lilyhammer

Es ist schon fast ein Jahr her, dass ich echt viele Stunden mit Tony Soprano und seinen Mafia-Kumpels verbracht habe. Nach sechs Staffeln und gefühlten 200 Stunden war diese Serie dann aber irgendwann doch zu Ende. Der Abschied von Tony und seinen Kumpels war für mich ebenso abrupt wie traurig. Nach all den Stunden waren Tony Soprano alias James Gandolfini und seine Mafia Freunde fast zu einem Teil meiner Familie geworden. Neben dem grandiosen James Gandolfini gefiel mir der ewig mürrisch drein schauende Silvio Dante alias Steven van Zandt wirklich gut. James Gandolfini ist am 19. Juni 2013 viel zu früh an einem Herzinfarkt gestorben.

Vor einigen Jahren wurden die “Sopranos” gar zur best geschriebenen Fernsehserie aller Zeiten gewählt. Der Grund mag sein, dass die Autoren neben viel schwarzem Humor auch immer wieder sehr ernste Szenen wie beispielsweise AJ’s Selbstmordversuch erdacht haben.

Ich mochte die Sopranos und war am Ende der Serien regelrecht gefrustet, weil ich zu gern gewusst hätte wie es mit dieser unkonventionellen Familie weitergeht. Nicht zuletzt durch den Tod von James Gandolfini war aber klar, dass es keine Fortsetzung geben würde.

Umso größer waren Überraschung und Freude als ich vor einigen Tagen las, dass “Silvio Dante” weiterlebt. Es gibt ein Leben nach den Sopranos und den ewig grimmig drein schauenden Steven van Zandt führte dieses Leben nach Lillehammer im kalten Norwegen.

Die Story hinter der Fernsehserie “Lilyhammer” ist schnell erklärt. Ein Mafiosi des Kalibers eines Silvio Dante überwirft sich mit der Mafia und geht via FBI-Zeugenschutzprogramm nach Lillehammer in Norwegen. Das ist weit weg und dort wird ihn garantiert niemand suchen. Außerdem ist Lillehammer schön, schließlich waren dort mal Olympische Spiele! In der neuen fremden Welt angekommen schaut unser Protagonist noch genauso grimmig wie zu den besten Zeiten der Sopranos und macht natürlich das, was er bei den Sopranos auch schon gemacht hat. Er baut einen Club auf, besticht die Polizei, verprügelt üble Kotzbrocken und ist auf der Suche nach der großen Liebe. Eine Fernsehserie die das Leben schrieb :-)

“Lilyhammer” ist eine Koproduktion der staatlichen norwegischen Rundfunkanstalt NRK und des US-amerikanischen Video-on-Demand-Anbieters Netflix und stellt die erste Eigenproduktion von Netflix dar. Die Erstausstrahlung erfolgte am 25. Januar 2012 beim norwegischen Sender NRK1, bevor am 6. Februar 2013 über Netflix alle acht produzierten Episoden der ersten Staffel abrufbar waren. Die deutschsprachige Erstausstrahlung begann am 17. Januar 2013 auf dem Schweizer Sender SRF zwei. Seit einigen Tagen kann man “Lilyhammer” nun auch bei Watchever anschauen.

Bereits nach den beiden ersten Folgen bin ich regelrecht euphorisch und freue mich schon auf viele vergängliche Stunden mit dem grandios grimmigen Steven van Zandt der inzwischen Frank Tagliano heißt…

Die Soprans leben also weiter, wie schön wenn es gute Nachrichten gibt :-)

Das Steven van Zandt ein coole Sau ist beweist er übrigens gerne mal, wenn er mit seiner Gitarre auf der Bühne steht und gar nicht mehr so grimmig drein schaut…

Falls jemand den Talkmaster nicht erkannt hat, es ist Arsenio Hall. Der eine oder andere erinnert sich vielleicht noch an seine Rolle in “Der Prinz aus Zamunda” an der Seite von Eddy Murphy? Sehr schön ist auch diese Szene :-)

 


USA-2014 – Tag 8 – Lake Tahoe nach Sun Valley

Sunrise at Emerald Bay #1 - Nikon D800E & AF-S VR 4/16-35mm & B&W ND1000

Als der Wecker klingelt ist es 5h am Morgen. Ich habe mein Jet-Lag inzwischen vollständig verarbeitet und bin nun in den USA der gleiche Morgenmuffel wie sonst daheim in Deutschland. Ich bin unglaublich langsam und so brauche ich bin 5h30 bis ich endlich im Auto sitze und unterwegs zur Emerald Bay bin. Leider habe ich das Gebiet noch nicht erkundet und so verpasse ich verschlafen wie ich bin in der Dunklheit den wichtigen Abzweig zum Emerald Bay Road. Irgendwie kommt mir alles erst etliche Minuten später komisch vor, also wende ich mein Auto und fahre ein Stück zurück, bei der nächsten Gelegenheit biege ich links ab und lande schließlich irgendwo im nirgendwo, ich bin falsch! Also wieder zurück zur Hauptstraße und beim zweiten Anlauf bin ich dann richtig. Die Straße wird enger und der Himmel zunehmend heller. Wenn ich ein paar wirklich brauchbare Fotos vom Sonnenaufgang über der Emerald Bay haben will muss jetzt alles ganz ganz schnell gehen. Ich drücke aufs Gas…

Die Straße wird zunehmend enger und kurvenreicher, es geht hoch ins Gebirge und das Thermometer zeigt – 1°C – Glatteisgefahr!! Hier ins schleudern zu kommen und einen Abhang hinabzustürzen, das mag ich mir gar nicht vorstellen. Also schalte ich einen Gang zurück und lasse es langsamer angehen. Besser keine Fotos als den Rest des Monats im Krankenhaus zu verbringen.

Dann ist ein Scenic View Point ausgeschildert, schnell rauf auf den Parkplatz, die Kamera geschnappt und los geht es. Als ich an der Aussichtsplattform ankomme muss ich allerdings feststellen, dass ich total falsch bin. Hier sehe ich zwar die kleine Insel in der Emerald Bay, aber von der falschen Seite und es sind sehr viele Bäume dazwischen. Für ein Picknick im Sommer wirklich perfekt, aber nicht für schöne Fotos. Also geht die Hetzjagd weiter.

Als ich schließlich einen guten Platz gefunden habe ist es wieder einmal etwa 10 Minuten zu spät. Statt eines dunkelrot leuchtenden Wolkenhimmels schaue ich nun direkt in die Sonne. Also mache ich aus der Not eine Tugend und wende den “Fingertrick” an. (Siehe hierzu meine Rubrik “Photoshop”) So gelingt dann doch noch ein akzeptables Foto der Morgenstimmung an dieser tollen Bucht die zu den am meisten fotografierten Buchten der Welt gehört.

Sunrise at Emerald Bay #2 - Nikon D800E & AF-S 2,8/14-24mm

Etwas weiter östlich schaut ich nicht direkt in die Sonne und hier mache ich einige Fotos mit meiner AF-S VR 4/16-35mm und dem famosen – weil weitgehend farbneutralen – Neutraldichtefilter des Typs B&W ND1000. Bei Belichtungszeiten von bis zu 30s sieht auf den Fotos das Wasser weitgehend spiegelglatt aus, so gefällt mir das. Um ca. 8h bin ich wieder am Motel, packe meine Sachen, verabschiede mich von den überaus freundlichen Mitarbeitern und mache mich auf den Weg nach Sun Valley in Idahoe.

Good bye Lake Tahoe - Nikon D800E & AF-S 2,8/14-24mm

Am nord-östlichen Zipfel des Sees ist ein schöner Aussichtspunkt und hier lohnt es sich kurz anzuhalten und ein Abschiedsfoto aufzunehmen. Leider wurde der kleine nette Erlebnispark in dem sich die aus der Fernsehserie Bonanza bekannte Ponderosa befindet vor etwa 12 Jahren vom Gründer der Firma People-Soft gekauft und kurz darauf dauerhaft geschlossen. Man munkelt er habe sich dieses “Vergnügen” 55.000.000 $ kosten lassen…

Bildschirmfoto 2014-05-11 um 12.28.37

Nach schier endloser Zeit erreiche ich schließlich Twin Falls und bin überrascht wie groß doch dieses Stadt ist. Am nördlichen Stadtrand verläuft der Shake River in einer atemberaubend tiefen Schlucht. Einige wenige Meilen in östlicher Richtung liegen die wirklich beeindruckenden Shoshone Falls. Als ich dort eintreffe schickt sich die Sonne gerade an hinter dem Horizont zu versinken. Der kleine State Park oberhalb der Wasserfälle ist wirklich weitläufig und gäbe hier allerlei Möglichkeiten für unterschiedlichste Perspektiven. Aber die bekommt man nicht an einem Abend hin. Also beschließe ich mich auf drei Standort zu beschränken und abwechselnd mit dem AF-S 2,8/14-24mm und dem AF-S VR 4/16-35mm zu fotografieren.

In den letzten Monaten habe ich einige fast hysterische Rückmeldungen erhalten wenn ich das 4/16-35mm Weitwinkel Zoom gelobt habe. BLOG-Leser und YouTube Zuschauer haben moniert, das 4/16-35 sei nicht scharf genug und eigentlich totaler Schrott, das einzig wahre Weitwinkel für meine Nikon D800E seit doch das AF-S 2,8/14-24mm. Irgendwie haben sie ja auch recht, bei Aufnahmen der Milchstraße und immer dann wenn man eine hohe Lichtstärke benötigt liefert das 2,8/14-24mm ja auch tolle Bilder. Aber man kann eben keine Filter drauf schrauben und außerdem ist es rund 600 Euro teurer als das 4/16-35mm.

Das nächste Foto habe ich mit dem 4/16-35mm und dem B&W ND1000 Graufilter aufgenommen. So konnte ich wirklich lange belichten und das Wasser sieht nun sehr schön “weich” aus. Ein Foto wie dieses gelingt eben mit dem 2,8/14-24mm NICHT. Also liebe Freude des 2,8/14-24mm, ihr solltet das 4/16-35mm mal wirklich auf Herz und Nieren testen! Meiner Meinung nach ist es deutlich universeller und bietet leicht abgeblendet die gleiche Bildqualität wie der deutlich teurere “große Bruder”.

Shoshone Falls - B&W ND1000

Hier noch ein Foto das ich mit meinem Rokinon 3,5/24mm Shift & Tilt Objektiv aufgenommen habe. Der “Miniatur-Effekt” ist gewollt und eben ECHT, da kommt nichts aus Photoshop! Auch die Korrektur der Perspektive ist ECHT!. Beim oberen Bild habe ich die perspektivischen Fehler mit Photoshop korrigiert, damit das kleine Häuschen neben den Wasserfällen auch vernünftig gerade steht.

Shoshone Falls - Nikon D800E & Rokinon Shift & Tilt 3,5/24mm

Als ich mit meinem Shooting durch bin ist es fast 20:00 (8pm). Ich entschließe mich nicht in Twin Falls zu übernachten sondern noch schnell nach Sun Valley zu fahren, es sind nur etwa 130 Kilometer!

Als ich in Sun Valley eintreffe ist es stockfinster und während ich auf der Suche nach einem Hotel langsam meine Kreise durch die Stadt ziehe wird eine Polizeistreife auf mich aufmerksam. Unauffällig aber bestimmt fahren sie mir hinterher. Jetzt nichts falsch machen, ich will heute ganz sicher keinen Stress mehr mit der Polizei. Als ich zum dritten Mal beim Best Western vorbeifahre entschließe ich mich hier nach einem Zimmer zu fragen. Also halte ich auf dem Parkplatz neben der Rezeption und das Polizeifahrzeug ebenfalls – urgs… Als ich aussteige und die Polizisten grüße winken sie zurück und als sie sehen wie ich die Lobby ansteuere fahren sie langsam weiter. Das ist ja noch einmal gut gegangen.

Das Zimmer ist mit 89,- $ überraschend preiswert und wirklich wunderschön. Es ist toll eingerichtet und alles ist sehr luxuriös. Es war keine verkehrte Entscheidung hier einzuchecken. Ganz besonders nett war auch der nächtliche Plausch mit Lisa Stucks an der Rezeption des Hotels.

Thank you Lisa :-)


Ohrwurm – Muse – Madness

Über Apple kann man denken was man will und das Geschäftsgebaren dieses Konzerns verdient nicht nur Beifall. Was ich aber bei Apple ganz besonders schätze ist das iTunes Festival. So habe ich im letzten Jahr die Band Muse für mich entdeckt. Schon seit Tagen höre ich ihr letztes Album The 2nd Law rauf und runter. Heute möchte ich Euch den Song Madness vorstellen, der für mich eines der Highlights dieses Albums ist.

Das Video zu Madness ist unglaublich gut gefilmt und wenn der Song bei ca. 4 Minuten seinem Höhepunkt entgegen steuert bekomme ich regelmäßig eine Gänsehaut. Sehr cool finde ich auch den Wandel den diese Band in den letzten Jahren vollzogen hat. Waren die ersten Alben eher düster und durch verzerrte Gitarrensounds geprägt, so gibt es jetzt angesagte Dubstep-Elemente, die aber nicht aus dem Computer kommen sondern auf schrägen Instrumenten von echten Musikern gespielt werden.

Während Ihr Euch nun hoffentlich diesen geilen Song in der Endlosschleife gebt, mache ich mich auf den Weg um meine auf Infrarot 700nm umgebaute Nikon 1 V1 abzuholen. Wegen des relativ schwachen Infrarotfilters sollte die Nikon 1 nach dem Umbau noch in der Lage sein “farbig zu sehen”. Welche Fotos sich damit realisieren lassen zeige ich Euch sobald die ersten Ergebnisse vorliegen, vielleicht schon morgen :-)

Ich erhoffe mir von der umgebauten Nikon 1 V1 Bilder wie dieses hier, das ich vor zwei Jahren mit meiner D700 einem manuellen AiS 2.0/35mm und einem HOYA IR72 aufgenommen habe.

Nikon D700 Infrared 720nm & AiS 2.0/35mm & HAMA IR72 

Nun aber erstmal viel Spaß mit Muse und ihrem Song Madness…


Yamaha THR10 – Review mit Rainer Schauder

Inzwischen ist es schon einige Monate her, dass mir der Postbote den neuen Katalog des Kölner Music Store in den Briefkasten gesteckt hat. Dieser Katalog lag eine Weile unbeachtet in der Ecke, bis ich ihn schließlich doch immer mal wieder zur Hand genommen und auf der Suche nach neuen Gadgets durchforstet habe. Auf einer der allerersten Seiten ist mir dabei immer wieder eine ganzseitige Werbung für ein seltsam retromäßig wirkendes “Gitarrending” ins Auge gesprungen.

Vor ein paar Tagen ließ es mir dann keine Ruhe mehr und ich wollte sehen was sich hinter dem Slogan “Daheim ist alles” letztlich verbirgt. Einige YouTube-Videos später war dann klar, das Ding ist ein “Must-Have” für jeden der gern daheim Gitarre spielt. Die Wahl zwischen den lieferbaren vier verschiedenen Varianten fiel mir nicht ganz leicht und ich habe mich schließlich für die “Mitte” entschieden.

Diese Mitte hört auf den schönen Namen THR10 – was sich hinter diesen Buchstaben verbirgt kann ich nur erraten, vielleicht: “TheHomeRecorder” oder so ähnlich? Wie auch immer, passen würde es!

Bereits beim ersten Test war ich völlig verblüfft über die Klangqualität und vor allem über die Räumlichkeit der Stereo-Effekte. Es ist erstaunlich wie dieses kleine Ding einen Raum von etwa 25 qm mit “Klang” zu füllen vermag. Hat man den THR10 auf einem Schreibtisch stehen und sitzt übend in einem Abstand von etwa einem Meter davor, so klingt der Stereo-Hall als stünden die Lautsprecher weit mehr als einen Meter auseinander. Die Eingriffsmöglichkeiten über den Gain-Regler (Grad der Verzerrung), die Klangreglung und die Effekte sind immens.

Für Mac und Windows gibt es eine beiliegende kostenlose “kleine” Variante von Cubase und entsprechende ASIO-Treiber. Diese sind notwendig um beim Recording mit möglichst niedrigen Latenzen aufnehmen zu können. Es wäre zu blöd wenn man beispielsweise sein Playback mit einer leichten Verzögerung hören würde und die selbst gespielten Gitarren-Spuren ihrerseits auch mit einer Verzögerung aufgenommen würden. Das Ergebnis wäre wegen der zeitlichen Verschiebungen total unbrauchbar. ABER, es sind ASIO Treiber dabei und die sind so schnell, dass praktisch keine Verzögerung spürbar ist – genial!

Anders als bei anderen USB-Audio Interface-Systemen kann der THR sogar die anderen Spuren eines Mehrspur-Projektes aus Garageband, Logic oder Cubase während der Aufnahme ausgeben und das ohne spürbare Latenz (Verzögerung). Damit ist er aus meiner Perspektive prädestiniert für das Homerecording.

Mir persönlich haben es die High-Gain Sounds in Verbindung mit langen kräftigen “Hallfahnen” für getragene langsame Solopassagen auf meiner neuen Schecter Hellraiser C1 sehr angetan. Für schnelles Spiel und mehrstimmige Akkorde ist das eher nichts, weil der Sound dann sehr “vermatscht” ist. Wer aber wie ich Gitarrenlinien wie Steve Vai’s “For the love of gold” mag, der bekommt mit dem THR10 den original getreuen VAI-Sound hin und das für 299,- Euro – genial!

Yamaha THR Editor

Sehr cool ist auch, dass man sich auf der Yamaha-Webseite den kostenlosen THR-Editor für Mac und Windows herunterladen kann. Damit erhält man Zugriff auf viele weitere Parameter der sehr guten Effektsektion des THR10 sowie seiner “Brüder” und “Schwestern”. Alle Einstellungen kann man natürlich speichern und mit einem einfachen Klick via USB-Kabel auf den THR10 übertragen. Eine Übertragung vom THR10 in Richtung THR Editor gibt es auch, hier haben die Programmierer wirklich mitgedacht!

Ebenso einfach wie effizient ist die Möglichkeit durch “Tappen” mit einem kleinen Tipptaster die Zeit zwischen zwei Echos vorzugeben. So kann man auf eine sehr “musikalische” Art und Weise das Tempo des Echo-Effekte an das Tempo seines Songs anpassen. Wer schon einmal im Bereich von Millisekunden über kleine fummelige Tipptaster eine ähnliche Einstellung versucht hat, der versteht schnell warum mir dieses neue Konzept so gut gefällt.

Im Video habe ich auch vergessen zu erwähnen, dass der Geräte der THR-Serie mit handelsüblichen Batterien oder Akkus im AA-Format betrieben werden können. In Verbindung mit einem Mac Book dessen Akku schon mal ein paar Stunden durchhält, ergibt sich damit eine “Bewegungsfreiheit” die er ihres Gleichen sucht.

Eine noch preiswertere Alternative zum Yamaha THR10 ist aus meiner Perspektive der Apogee JAM. Das ist ein monophones USB-Interface das auch an iPad, iPhone, iPod und natürlich Mac und PC funktioniert. In Verbindung mit NI Guitar Rig oder Apple Mainstage usw. lassen sich damit auch sehr geile Sounds erzielen. Verwendet man die “richtige” Hardware, so geht auch das mit akzeptabler Latenz vonstatten.

Wer eine ähnliche Soundqualität in einem “erwachsenen Verstärker” sucht, der könnte sich auch mal den Fender Super Champ XD anschauen. Dort gibt es allerdings kein USB-Interface. Es ist ein reiner Gitarrenverstärker zum kleinen Preis der dank ausgeklügelter Signalprozessoren ähnlich tolle Sounds ermöglicht wie der THR10. Aber eben nur bei etwas gehobener Lautstärke und in Mono!

Letztlich ist für mich der THR10 das inspirierendste was ich mir derzeit vorstellen kann um daheim E-Gitarre, Bass oder Akustik-Gitarre zu spielen oder zu üben. Mit diesem Bombensound vergeht die Zeit wie im Flug und oft merkt man gar nicht, dass man schon wieder zwei Stunden lang einen Rock-Riff nach dem anderen abgerissen hat. Jede Familie die einen THR “aufnimmt” muss sich darauf einstellen, dass die Gitarristen der Familie fortan zu allen Mahlzeiten zu spät kommen werden!

Erwähnenswert ist vielleicht noch die Gitarre die Rainer zu Beginn und am Ende im Video spielt. Es ist meine neue Schecter Hellraiser C1 – im Video habe ich mich leider vertippt – der Hersteller heißt Schecter nicht Scheckter!! Diese Gitarre beeindruckt mich mit ihrem unglaublichen Sustain. Selbst wenn der Gain-Regler am der THR10 nicht voll auf gedreht ist klingen die Töne und klingen und klingen und klingen. Wer getragene epische Gitarrenlinien mag, der ist mit dieser Gitarre goldrichtig! Sehr gut ist auch die Bespielbarkeit der hohen Lagen. Habe ich in der Vergangenheit bei fast allen Gitarren erst einmal selbst Hand angelegt und die Bundstäbchen mit Stahlwolle poliert und die Kanten der Bundstäbchen mit feinem Schleifpapier sorgfältig entgratet, so war bei dieser Gitarre absolut keine Nacharbeit notwendig. Auspacken, staunen, spielen, das ist alles was mir zur Schecter Hellraiser C1 einfällt. Diese geniale Gitarre gibt es übrigens auch mit 7 und sogar 8 Saiten!!

In Verbindung mit dem THR10 ist der klar differenzierte und trotzdem durchsetzungsfähige Sound einfach großartig. Diese Kombination macht so richtig viel Spaß. Jeder Vater der seinem Sohn eine billige Klampfe aus dem Weihnachtsangebot eines Lebensmittel-Discounters aufs Auge drücken will, sollte sich “zum Wohle des Kindes” mal den THR10 und die Schecter Hellraiser C1 näher anschauen. Klar ist das teurer, aber die Spielfreude wird hier durch nichts gebremst und das ist es letztlich was Kids die Musik machen wollen dazu bringt weiter zu machen und besser zu werden. Oft werden Sohn oder Tochter nach einem halben Jahr ihre “ALDI-Klampfe” entnervt auf den Speicher stellen, wer das vermeiden will, der kauft seinen Kindern etwas gutes, vielleicht den THR10 und die Hellraiser C1 :-)


Teneriffa 2012 – Tag 9

Relaxen am Pool

Nach den eisigen Stunden im Hochgebirge bin ich bei der Ankunft im Hotel mehr als durchgefroren. Am nächsten Morgen habe ich Halsweh und die ersten Gedanken sind „Scheiße jetzt habe ich mich auch noch erkältet…“ Aber diese Insel hat magische Kräfte, nach dem Frühstück ist alles schon wieder gut. Aber richtig Lust gleich die nächste Fototour zu starten habe ich nicht. Also genieße ich den Tag, schreibe einen Artikel für meinen BLOG und freue mich zur Mittagszeit über ein wirklich leckeres Essen im Garten des Hotels. Bei 25°C mit Blick auf das Meer gibt es den „Fisch des Tages“ mit Papas Arrugadas und einem Shandy – lecker.

Las Aguilas Sunrise

Als sich der Tag dem Ende neigt verkrümele ich mich ins Schlafzimmer und höre ein paar Stunden im Bett ganz entspannt die neue Musik die ich mir in den letzten Wochen gekauft habe. Besonders die isländische Band „Of Monsters and Men“ hat es mir derzeit angetan.

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Mein BOSE Quiet Comfort 15 lässt den Fernseher von nebenan und alle anderen Geräusche verstummen. Einmal mehr habe ich großen Spaß an diesem Kopfhörer den ich mit im Jahr 2010 bei „Best Buy“ in St. George in Utah für etwa 330 Dollar gekauft habe. Diese Investition war wirklich gut und ich möchte nicht mehr ohne diese Kopfhörer fliegen.

Las Aguilas Art

So geht der Tag zu Ende, ein Tag ohne Stress und ohne Fotos. Das hat auch was :-)


Reingehört – Die Blockflöte des Todes

Er ist nicht nur ein genialer Musiker, er textet auch witzige Lieder. Aber hört selbst…

Ein Interview gibt es auch schon…

Und im Fernsehen ist die Blöckflöte des Todes auch schon angekommen…

Jetzt mal ganz ehrlich, hättet Ihr ihn selbst bei YouTube entdeckt?? :-)


Reingehört – Monolight – Tangerine Dream

Tangerine Dream – Monolight from canyengue on Vimeo.

An meine erste Schallplatte der Berliner Elektronikpioniere rund um Edgar Froese erinnere ich mich noch sehr gut. Das Album hieß Encore und war ein Mitschnitt verschiedener Live-Auftritte der Band die während einer USA-Tournee 1977 aufgezeichnet wurden. Liest man sich heute die Liste der Instrumente durch die damals verwendet wurden, so muss man schon ein wenig schmunzeln. Ganze 35 Jahre später halten viele Musikfans diese “Dinger” für alten Schrott. Schließlich ist derzeit Dubstep mit seinen Yep Yep Yeps und Woh Woh Wohs angesagt. Aber wie man sich auch dreht und wendet, Bands wie Tangerine Dream haben ausgelotet was sich mit elektronischen Klangerzeugern anstellen lässt. Und ohne ihre Pioniertaten sähe die Musikwelt heute sicher etwas eintöniger aus.

Hier die Liste der Instrumente die im obigen Video zu hören sind:

  • Peter Baumann – Projeckt Elektronik sequencer, Fender Rhodes, EMS Vocoder, Mellotron M400, ELKA Rhapsody 610, ARP Pro Soloist, Mellophonium
  • Christopher Franke – Projeckt Elektronik sequencer, Computerstudio digital sequencer, Oberheim OB-1, ELKA Rhapsody 610, electronic percussion, ARP Pro Soloist, Oberheim sequencer, Moog modular synthesizer, Mellotron M400, producer, engineer, mellotron
  • Edgar Froese – guitar, Moog modular synthesizer, Mellotron Mark V, Steinway Grand Piano, Oberheim Four Voice, ARP Omni, Palm Products GmbH 1020, Projeckt Elektronik sequencer, Mellophonium, producer, engineer, mellotron

Ok, jetzt lehnt Euch mal zurück und gebt der gepflegten gefilterten Sägezahnschwingung für 20 Minuten Eures Lebens eine Chance! Viel Spaß!


Reingehört – Elbow

Inzwischen ist es schon wieder fast zwei Jahre her, dass mir mein Freund Tobias spät abends beim Bier in meinem damaligen Mainzer Appartement von der Band “Elbow” erzählt hat. Mir sagte das damals viel mehr als gar nichts, sozusagen überhaupt nichts. Dann hatte ich vor ein paar Wochen abends mal mein Apple-TV eingeschaltet und habe erforscht was sich hinter dem neuen Symbol “iTunes-Festival” verbirgt. In Verbindung mit diesem Festival kam mir dann die Band “Elbow” wieder und die Fernbedienung. Ich erinnerte mich an den Abend mit Tobias und dachte mir “Komm, geben wir diesem übergewichtigen Briten eine Chance”.

Bereits der erste Track war irgendwie “schrullig” aber ich habe durchgehalten und es hat mich beeindruckt wie dieser Frontman es geschafft hat die Zuschauer zu begeistern, so dass sie klatschen und mitsingen. Letztlich gefiel mir dieses Konzert so gut, dass ich inzwischen mehrmals via Apple-TV angeschaut habe.

Schaut man sich ein wenig bei YouTube um, dann findet man dort mehrere vollständige Live-Mitschnitte von Konzerten der Band Elbow. Einige sogar mit klangvoller Unterstützung durch ein ausgewachsenes Orchester, wie in diesem Clip.

Aber wer ist denn eigentlich dieser übergewichtige, optische durchschnittliche charismatische Sänger mit der vielseitigen Stimme? Schauen wir doch mal nach was wir in der Wikipedia finden:

Elbow entstammt der Manchesterer Musikszene der 1990er Jahre, die sich um das pulsierende Northern Quarter an der Oldham Street zentrierte.
Die Band ist nach einem Zitat aus der BBC TV Miniserie „The Singing Detective“ benannt. Der Charakter „Philip Marlow“ sagte dort, dass das Wort “Elbow” (deutsch: „Ellenbogen“) das sinnlichste Wort der englischen Sprache sei, nicht aufgrund seiner Definition, aber aufgrund der Weise, wie es sich beim aussprechen anfühle.

1990: Gründung und erste Veröffentlichungen

Guy Garvey traf Mark Potter 1990 im Alter von 16 an einem Sixth form college („Oberstufe“). Mark lud Guy als Sänger in eine Band, in der er mit Richard Jupp und Pete Turner spielte, ein. Zusammen gründeten sie die Band SOFT. Bis 1997 änderten sie den Namen der Band in Elbow, unterzeichneten einen Vertrag bei Island Records und nahmen ihr Debütalbum mit Steve Osbourne als Produzent auf. Island Records wurde allerdings von dem Plattenlabel Universal Music aufgekauft und Elbow zusammen mit vielen anderen Bands fallengelassen. Das Album wurde nie veröffentlicht.

Daraufhin veröffentlichten sie bei dem Independent-Label Ugly Man Records die EPs The Noisebox und The Newborn, welches von BBC Radio 1 entdeckt und häufig gespielt wurde.

2000: Erstes Album „Asleep in the Back“

Für ihr erstes Album Asleep in the Back, welches 2001 bei V2 Records erschien, erhielten sie je eine Nominierung beim Mercury Music Prize und bei den Brit Awards. Der Titel des 2003 veröffentlichten zweiten Albums Cast of Thousands ist eine Referenz an ihren Auftritt bei dem Glastonbury Festival 2002, als sie tausende Zuschauer aufnahmen, die „We still believe in love, so fuck you“ sangen. 2004 ging Elbow auf Tour in Kuba und spielte als erste britische Band ein Konzert außerhalb Havannas. Von dieser Tour drehte der britische Dokumentarfilmer Irshad Ashraf einen Kurzfilm.

Das dritte Album Leaders of the Free World veröffentlichte die Band im September 2005, nachdem die erste Single Forget Myself (auch bekannt als Buddha with Mace) am 22. August erschienen war. Für das 2005 erschienene Benefizalbum Help – a Day in the Life der Organisation WAR child steuerten sie das Lied Snowball bei.

2008: Durchbruch mit „The Seldom Seen Kid“

Im März 2008 erschien das vierte Album The Seldom Seen Kid, für das die Band sieben Jahre nach der ersten Nominierung erneut für den Mercury Music Prize vorgeschlagen wurde und ihn anders als 2001 auch gewinnen konnte. Dabei vermochten sich Elbow überraschend gegen Bands wie unter anderem Radiohead, British Sea Power und Estelle durchzusetzen.[2] Elbow verzichteten bei den Aufnahmen zu The Seldom Seen Kid gänzlich auf das Mitwirken von fremden Produzenten, was das Album, wie sie selbst beschreiben, “Darker and Heavier” macht.

Elbow spielen in der Folge für viele große Bands in Stadien im Vorprogramm. So absolvieren sie Auftritte als Vorgruppe von R.E.M., von U2 und auch von Coldplay.

Im Februar 2009 gewannen Elbow den Brit Award für die beste Band des Jahres[7], im Mai zwei Ivor Novello Abwarts. Das fünfte Album Build a Rocket Boys! wurde im März 2011 veröffentlicht. Am 12. August 2012 spielten Elbow bei der Schlussfeier der Olympischen Spiele in London. Daraufhin stieg ihre bis dahin letzte Chartsingle One Day Like This erneut in die britische Hitparade ein und brachte ihnen ihren ersten Top-5-Hit.

Und hier nun dieser Top-5-Hit mit dem Elbow auch das Konzert beim iTunes-Festival beendet hat. Einer meiner Favoriten dieser wirklich ungewöhnlichen Band.

Dass sie nicht immer ein Orchester als “Klangverstärker” benötigen beweist diese Acoustic-Session:

Wer jetzt Spaß an dieser Band gewonnen hat und mehr von Elbow hören möchte, der könnte mal hier stöbern:

 


Reingehört – Robben Ford

Bereits in jungen Jahren wollte ich immer lieber Gitarre als Klavier spielen. Nun mit über 40 Jahren habe ich ein Klavier und ein paar Gitarren, aber wirklich gut spielen kann ich auf diesen Gitarren noch immer nicht. Aber es macht trotzdem Spaß einfach mal ein paar “Heldenakkorde” auf einer Westerngitarre zu “schrummeln” oder den Gain-Regler des Gitarrenverstärkers bis zum Anschlag aufzudrehen und sich an einigen klassischen Gitarrenriffs zu versuchen. Bei alledem denke ich immer wieder gern an einige der echten “Chefs auf der E-Gitarre”.

Einer dieser “Chefs” war für mich schon vor etwa 30 Jahren der Musiker Robben Ford. Mit seinem Trio “Robben Ford & The Blue Line” hat er wunderbar harmoniert und zusammen haben sie einige wenige sehr coole Lehrvideos für das Label REH produziert. Vor einigen Monaten ist mir eines dieser Videos in die Hände gefallen und ich habe das Video mit einem USB-Grabber digitalisiert. Das Produkt heißt “Magix – Retten Sie Ihre Videokassetten”. Das komplette Video fast 90 Minuten lange habe ich bei YouTube hochgeladen um es  “parat” zu haben wenn ich zwischendurch mal wieder hineinschauen möchte. Die originale Videokassette wartet derweil auf ihre Entsorgung…

Falls sie jemand haben möchte, schreibt mir einfach eine “Bestellung” in die Kommentare oder schickt mir eine E-Mail.

Hier ist das Lehrvideo – ich habe übrigens nicht schlecht gestaunt als mir auffiel, dass bereits mehr als 162.000 mal angeschaut wurde!

Wer jetzt auf den Geschmack gekommen ist und Musik von Robben Ford sucht, für den habe ich hier ein paar Artikel bei amazon.de herausgesucht:


Ombra Mai Fu – Reworked

Die wirklich mangelhafte Qualität der ersten Version meines kurzen “Wolkenfilms” zum Ombra Mai Fu von Georg Friedrich Händel hat mich nicht ruhen lassen. Ich habe noch einige zusätzliche Zeitraffersequenzen erstellt und Teile des Videos dagegen ausgetauscht. Die Qualität ist bei neuen Version nicht perfekt aber sichtbar besser. Das liegt daran, dass ich diesmal das Video im Quicktime (Apple, MOV) exportiert habe. Damit wählt Magix Video Deluxe MX (VDL) einen anderen Algorithmus für die Kompression. Die resultierende Datei ist mit etwa 483MB statt 75MB auch deutlich größer.

Für alle dies sie nicht kennen, hier ist die erste sichtbar schlechtere Variante.

Ganz witzig finde ich, dass mir bei beiden Videos im YouTube Videomanager angezeigt wird “Übereinstimmende Inhalte von Drittanbietern“. Was soll nur dieser Blödsinn?? Das Playback habe ich selbst erstellt und Nina hat dazu gesungen, welcher Drittanbieter könnte daran die Rechte haben? Die Vorlage stammt aus dem Jahr 1694, die Uraufführung fand in London am 15. April 1738 im Londoner Kings’ Theatre statt. Wer zum Teufel kann fast 300 Jahre später verbieten dieses Lied zu singen?

Urheberrecht ist ja gut und schön, aber so wie es derzeit bei YouTube gehandhabt wird ist es “voll daneben” (Ein entsprechendes Zitat aus “The Big Lebowski” habe ich mir gerade verkniffen!).


Nikon D7000 – Zeitraffer mit extremem Teleobjektiv

Vor ein paar Tagen hatten wir eine ungewöhnlich klare Nacht und einen traumhaft schönen Vollmond. Als der Mond von meinem Balkon aus zu sehen war, habe ich schnell meine D7000 samt Riesentele aufgestellt und das Schauspiel aufgenommen. Ein paar heulende Wölfe im Hintergrund hätten die schaurige Szenerie wohl perfekt gemacht. Aber wer will in Deutschland schon nachts einen Wolf heulen hören?

Zum Videoschnitt, die Originalaufnahme habe ich um den Faktor 10 beschleunigt und einen etwas größeren Ausschnitt gewählt. Daher ist das Video nicht in Full HD sondern “nur” in 720p.

Über den Soundtrack habe ich nicht lange nachgedacht sondern einfach mal mein Klavier geöffnet, den ZOOM H2 oben drauf gestellt und vier mal das tiefe A gespielt. Dann noch viermal das A eine Oktave höher und schon klingt es irgendwie gruselig :-)

 


Nikon D7000 – Zeitraffer mit AF-S VR 4/200-400

Bei der Erstellung meines Artikels zur Fahrt über den Schweizer Klausenpass sind mir ein paar alte Fotos “in die Hände gefallen” auf denen meine damalige Freundin Nina zusammen mit meiner schönen alten BMW R80-RT zu sehen ist. Da kam mir die Idee eine alte MP3 Datei anzuhören die wir von mittlerweile 13 Jahren aufgenommen haben. Damals im Oktober 1999 hatte mein Vater Geburtstag und er ist überraschend kurz danach gestorben und einen Tag vor Heiligabend bei strömendem Regen beerdigt worden. Es kam mir damals alles vor wie in einem schlechten Film.

Während wir einige Wochen zuvor dabei waren unsere Sachen zusammen zu packen um ihn und meine Mutter zu besuchen hatte Nina die Idee, dass wir noch schnell für Ihn ein Geburtstagslied aufnehmen könnten. Nina schlug das Largo aus der Oper Xerxes von Georg Friedrich Händel vor – das “Ombra Mai Fu”

Ich habe schnell ein Playback mit meinen damals noch sehr zahlreichen Synthesizern erstellt. Nina hat einen Kopfhörer aufgesetzt und dann live zu meinem Playback gesungen. Nach drei Takes waren wir zufrieden und ich habe noch schnell eine kleine CD gezaubert. Wir haben dazu das Cover der 6. Symphonie von Pjotr Iljitsch Tschaikowski in der Aufnahme mit Leonard Bernstein (Deutsche Grammophon) eingescannt und den Titel mit Photoshop so verändert, dass Nina & Ansgar draufstanden.

Noch sehr gut erinnere ich mich an das erwartungsvolle Gesicht meines Vaters, als er diese CD ausgepackt hat. Er hatte insgeheim gehofft, dass wir für ihn eine kleine Lied aufnehmen. Und es war lustig zu sehen wie ihm zunächst die Gesichtszüge entgleisten als er dachte wir hätten einfach nur eine CD für ihn gekauft. Aber dann kam ihm die Erleuchtung und seine Augen begannen zu leuchten. Sekunden später lag die CD im CD-Player und wir lautschten andächtig den Klängen meiner Synthesizer und natürlich Ninas Sopranstimme.

Eigentlich hatte ich erwartet, dass meine Eltern sich grinsend ansehen, statt dessen begannen sie wie auf Kommando gleichzeitig zu weinen!

Was war los?? Es dauerte eine ganze Weile bis sie sich wieder beruhigt hatten und schließlich haben sie uns erzählt, dass wir ohne es zu wissen genau das Lied getroffen haben das damals bei ihrer Hochzeit in der Kirche gesungen wurde. Welch ein Zufall, da gibt es Millionen Lieder die wir hätten aussuchen können und wir haben genau dieses Lied “getroffen”.

Als mein Vater kurz drauf nicht mehr bei uns war habe ich dieses Lied wirklich oft gehört und noch heute stimmt es mich sehr nachdenklich.

In den letzten Wochen hatten wir hier in Bonn oft einen sehr krassen Himmel mit schweren Gewitterwolken und zwischendurch immer wieder sonnigen Abschnitten. Das ganze hat mich fasziniert und ich habe immer mal wieder meine Nikon D7000 mit meinem großen 200-400mm Teleobjektiv an ein geöffnetes Fenster gestellt. Die D7000 nimmt 20 Minuten Video auf, danach ist Schluß! Weil ich immer wieder vergessen habe die Kamera “zeitnah” neu zustarten, habe ich leider nur einzelne “Videoschnipsel” die ich mit Magxi Video Deluxe MX auf um das 50-fache Tempo beschleunigt habe.

Die gewaltigen Datenmengen sind ein großes Problem und noch viel schwieriger ist es, alle Parameter so einzustellen, dass die Wolken später auch “flüssig” dahinziehen. Es hat mich mehrere Anläufe gekostet es halbwegs zu hinzubekommen. Dazu musste ich das knapp 180 Sekunden lange Video einmal als unkomprimiertes AVI speichern. Das Ding war dann satte 14,0 GB groß und das bei nicht einmal voller HD Auflösung sondern “nur” in 720p!

Anschließend habe ich das Monster in Video Deluxe importiert und als WMV-Datei ausgegeben. Wirklich unzufrieden bin ich mit dem Kompressionsergebnis. Besonderns in den dunklen Bildbreichen sieht man wirklich extrem fiese Kompressions-Artefakte. Vielleicht hat ja einer von Euch eine Idee mit welchen Einstellungen man das Video so hinbekommt, dass es annähernd wie das “unkomprimierte Monster” aussieht?

Ok, ich bin gespannt auf Euer Feedback!


Greatest Roads – Klausenpass

Ich kann mich nocht gut daran erinnern, wie es war als ich im Jahr 2000 nach und nach die Schweiz mit meinem alten roten “Dampfer” erkundet habe. Sustenpass, Pragelpass, Grimselpass, Klausenpass, Furkapass, Brienzer Rothorn, Interlaken, Thun, Chur, Montreux – die Liste der tollen Motorradstrecken könnte fast endlos verlängert werden.

Umso mehr hat es mich gefreut in der letzten Woche am Sonntag einmal wieder über den Klausenpass südlich-östlich von Luzern zu fahren. Das Wetter war nicht so großartig wie erhofft, aber rückblickend muss ich sagen, dass schlechtes Wetter nicht nur gutes Fotowetter ist. Gerade die Wolken, der Nebel und die Schneemassen auf der Passhöhe gaben diesem Tag etwas ganz besonderes.

Aufgrund der eher kühlen Temperaturen haben wir das Dach nicht göffnet und so konnte ich meine GoPro HD HERO 1080 mit dem Saugfus aus dem “Car-Kit” oben auf dem Dach meines kleinen Spaßmobils positionieren.

Aus insgesamt 120 Minuten Video habe ich für Euch ein nur wenige Minuten langes Video zusammen gestellt. Bei der Videobearbeitung habe ich mich wieder einmal GEGEN den Mac entschieden. Unter Windows 7 mit 30″ Monitor und Magix Video Deluxe MX geht das einfach besser und ist deutlich entspannter.

Um das Ergebnis bei YouTube für die Monetarisierung anmelden zu können, habe ich die Hintergrundmusik selbst erstellt. Dafür habe ich auf dem Mac mit “NI Maschine” einen kleinen Techno-Soundtrack gebastelt. Das geht wiederum auf dem Mac besser, weil ich auf dem PC für meine Soundkarte keinen ASIO-Treiber habe und man daher nicht wirklich live über den Controller spielen kann, weil alles was man tut mit einer sehr großen Verzögerung hörbar wird. Der hersteller NI liefert eine kleine USB-Audio-Karte. Dafür gibt es ASIO Treiber und die Latenz ist damit deutlich geringer. Mal sehen, vielleicht kaufe ich mir noch dieses kleine Gadget irgendwann einmal.

Umso größer war der Frust als ich gerade erkennen musste, dass YouTube die Monetarisierung selbst für dieses Video mit einem wirklich einfachen Soundtrack selbst gebastelten Soundtrack wieder gesperrt hat. Wer bei YouTube Geld verdienen will hat echt die Pappnase auf. Offenbar geht das wirklich nur indem man blöde Sprüche reißt und seine Freunde dabei filmt wie sie sich mit dem Skateboard auf die Fresse legen. Welch arme Welt…

Doch zurück zur Tour über den Klausenpass, am nächsten Tag habe ich überlegt vielleicht eine Tour über den Sustenpass zu unternehmen. Aber der war leider geschlossen, ganz oben am Tunnel war wohl einfach zu viel Schnee.

Hier habe ich noch ein paar Scans von alten APS-Farbabzügen aus dem Jahr 2000. Mit meiner damaligen Freundin Nina hatte ich eine gute Beifahrerin die mir viel Vertrauen entgegen gebracht hat und selbst auf den krassesten Straßen keine Angst hatte. Statt dessen hat sie manchmal auf dem Sozius ein fröhliches Lied in ihren Helm geschmettert. Das waren schon witzige Zeiten, mit der singenden Beifahrerin durch die Alpen, dass ich das erleben durfte :-)

Sustenpass mit BMW R80-RT

Sustenpass mit BMW R80-RT

Sustenpass mit BMW R80-RT

Sustenpass mit BMW R80-RT

Nina am Brienzer Rothorn mit BMW R80-RT

Wie sich meine singende Beifahrerin damals angehört hat könnt ihr hier sehen und vor allem hören. Sie lebt derzeit in einer “Deutschen Enklave” in New Mexico und dort wird offensichtlich das “heimische Liedgut” sehr ansprechend gepflegt :-)


Driving into the sunset

Gestern habe ich ja schon kurz geschrieben, dass ich mir die Wartezeit bis die Nikon D800E endlich lieferbar ist mit schönen “Männerdingen” zu verkürzen suche. So ist gestern nach langer Zeit endlich mal wieder ein kleiner “Fahrfilm” entstanden. Unterwegs am Rhein auf der B42 zwischen Königswinter und Rüdesheim habe ich meine kleine GoPro mitlaufen lassen. In meinem Appartement angekommen hatte ich so wieder fast drei Stunden Video-Material eingesammelt aus dem ich kurz vor Mitternacht noch schnell eine kleines Video für Euch geschnitten habe.

Für die Schnitt habe ich diesmal Final Cut Pro X auf meinem 17″ Mac Book verwendet. Der Core i7 bewegt Final Cut auf diesem Notebook recht zügig. Der Import der riesigen Videodateien ging viel viel schneller als mit iMovie und mit den Schneidefunktionen habe ich mich inzwischen auch angefreundet. Man muss einige wenige Tastatur-Kürzel kennen und so schaltet man schnell zwischen den einzelnen Modi für “Markieren”, “Schneiden” usw. um. Hat man die Tastaturkürzel “drauf”, so geht die Arbeit mit Final Cut Pro X recht zügig von der Hand.

Damit YouTube nicht wieder einen blöden Content-ID Treffer produziert habe ich bei der Musik ein wenig in der Mottenkiste gekramt und ein paar Musik-Schnipsel ausgegraben die ich in den letzten Wochen auf dem iPad mit Garage-Band zusammen gefummelt habe. Den kurzen Gitarrenriff habe ich auf einer Gitarre gespielt die aussieht wie eine Fender Telecaster. Aber sie stammt von der Firma Young Chang aus Korea und wird unter dem Label “Fenix” vertrieben. Young Chang ist der größte Hersteller für Musikinstrumente weltweit. Vieles was man für gut und teuer hält kommt aus diesen Fabrikationsstätten. Die Qualität ist durchaus ordentlich und meine “Tele-Copy” ist mir eine liebe Gitarre geworden. Aber sie ist auch ein wenig modifiziert. Allein dazu könnte ich vielleicht mal einen eigenen Post erstellen.

Na ich erzähl’ Euch kurz was ich mit diesem Ding angestellt habe…

Also, die “Basis-Gitarre” hat mich vor vielen Jahren etwa 200 Mark gekostet. Den Hals habe ich sauber abgerichtet, die Bundstäbchen schön rund gefeilt und poliert. Dann habe ich zwei Seymour Duncan Tonabnehmer eingebaut. Am Hals ist ein Jeff Beck Junior, eine Humbucker der so groß ist wie ein Single-Coil. Am Steg ist ein Custom-Custom mit keramischen Magneten. Auch ein Humbucker in der Größe eines Single-Coils, aber mit mächtig viel “Bumms”. Das Ding ist ordentlich laut und produziert fantastische Obertöne! Unter dem schönen neuen Perlmutt-Pickguard ist ein Batteriefach und es gibt einen kleinen Audio-Verstärker der das Signal eines Piezo-Pickups, den ich an der dünnsten Stelle mit Zwei-Komponentenklebstoff auf das Holz geklebt habe, aufbereitet. Damit ist das Sound-Spektrum dieser Gitarre riesig groß. Die Wolken-Ahorn-Decken sehen schön aus und das Teil spielt sich wirklich gut.

In Verbindung mit dem Apogee JAM und einem krassen Preset aus Mainstage kann man damit richtig schönen “Krach” machen. Mainstage ist ein Programm das zum Lieferumfang von Logic Pro auf dem Mac gehört. Man hat damit Zugriff auf alle Gitarreneffekte und virtuellen Musikinstrumente die Logic Pro mit sich bringt. Eine wirklich tolle Sache wenn man live Musik machen möchte und keine Synthesizer und anderen Krams schleppen will. Einfach einen kleinen Mac, eine USB-Midi-Keyboard anschließen und ab geht die Post. Als Gitarrist nimmt man sich vielleicht noch einen Apogee Jam und einen MIDI-Footswitch und schon hat man alle Gitarrenverstärker dieser Welt auf seinem MacBook dabei. Wirklich cool ist das!

Meine kleines Video findet ihr hier – es ist von 180 Minuten auf etwa 4 Minuten eingedampft und mit dieser Gitarre und diversen kleinen Musik-Apps auf dem iPad “vertont”. Alles in allem nicht wirklich schön, aber eben selten.

Wer mag kann sich ja mal an einem “richtigen” Soundtrack versuchen. Das Video schneide ich gern auch noch einmal neu :-)


Freud und Leid mit iTunes Match – Teil 2

Vor ein paar Tagen habe ich Euch in diesem Artikel Freud und Leid mit iTunes Match mein Leid im Bezug auf die Nutzung der Apple iCloud-Dienste in Verbindung mit selbsterstellten Kopien der eigenen Schallplattensammlung geklagt. Darauf hin haben mich mehrere Leser angemailt und gefragt warum ich denn nicht einfach je Schallplatte zwei MP3 Files erstelle die man dann schön am Stück hören kann.

Eigentlich gar keine schlechte Idee und tatsächlich funktioniert es! Bei den Schallplatten die ich lediglich in A und B Seite unterteilt habe gab es keinen Treffer seitens iTunes Match. Die Files wurden brav in die Cloud hochgeladen und ich kann sie jetzt auf allen meinen Cloud-fähigen Geräten hören und zwar ganz genau so wie ich sie aufgezeichnet habe. Wirklich cool! Und die Unterscheidung der einzelnen Titel vermisse ich auch nicht wirklich, früher habe ich die Schallplatten ja auch immer nur am Stück gehört. Wie die meisten Songs hießen wußte ich gar nicht, ich wußte nur, es ist “das zweite Lieder der B-Seite”. Eine Information die vor 30 Jahren ausgereicht hat und auch heute noch ok ist, jedenfalls für mich :-)

Bei den letzten Schallplatten habe ich mir auch gar nicht mehr die Mühe gemacht die Songs zu taggen usw. Auf dem Mac kann man mit dem Quicktime-Player die Stereo-Tonspur vom USB-Plattenspieler aufnehmen und anschließend sogar an Anfang und Ende komfortabel beschneiden (Trimmen). Danach ist ein Export in einem komprimierten MP3 ähnlichen Format möglich. Das spart Platz auf der Festplatte, es klingt gut und iTunes kann es auch verarbeiten.

Kurzum, so ist das ok und bei “zwei Titeln” pro Schallplatte spart man auch wertvollen Platz in seiner Cloud. Denn da haben ja “nur” 25.000 Titel Platz. Auf den ersten Blick scheint das irre viel zu sein, aber ich musste schon viele Titel löschen weil ich diese Grenze deutlich überschritten hatte. Aber ok, es war auch ne Menge Schrott in meiner Cloud, da war es gar nicht so verkehrt mal ordentlich aufzuräumen!

In den kommenden Monaten werden also meine Schallplatten nach und nach in die Cloud wandern und dann vielleicht gänzlich im Keller verschwinden. Na schauen wir mal…

Hier habe ich noch zwei audiophile Kostproben für Euch…


Freud und Leid mit iTunes Match

Mit der Einführung seiner Cloud-Dienste sorgte Apple bereits vor einigen Monaten für Furore. Ein witziges Detail, die gesamte Apple-iCloud basiert auf Microsoft Azure-Systemen! Um die eigene Cloud schnellt an den Start bringen zu können hat man sich bei Apple entschieden einen Pakt mit den bösen Microsoftlern einzugehen. Ich bin mir sicher, dass einige Apple-Manager sich mit dieser Entscheidung schwer getan haben :-)

Dies wird wohl auch der Grund sein, warum die iCloud mehr eine “Spaß-Cloud” als eine “Worker-Cloud” ist. Vergleicht man die iCloud beispielsweise mit den Cloud-Diensten der IBM so fällt schnell auf, dass IBM deutlich mehr Funktionalität bereitstellt. Kunden der IBM können komplette Server-Systeme in die  IBM-Cloud auslagern um müssen sich danach nicht mehr um die unterbrechungsfreie Stromversorgung und andere Themen kümmern die so manchem Leiter eins Rechenzentrums immer mal wieder den Angstschweiß auf die Stirn treiben.

Damit wäre klar, die iCloud ist eine “Medienwolke” und damit diese relativ schnell ist und nicht bereits nach einigen Wochen aus alle Nähten platzt haben sich die Apple-Programmierer den Cloud-Dienst “iTunes Match” ausgedacht. Eigentlich eine pfiffige Geschichte dieses “Match”. Hat man beispielsweise auf seinem lokalen PC einige alte mp3 Dateien in mieser Qualität, die man seiner  lokalen iTunes-Installation hinzu fügt und startet danach den Abgleich mit seiner eigenen kleinen Wolke, so werden viele Titel durch die Match-Alogrithmen erkannt und gar nicht erst in die Cloud hochgeladen. Statt dessen wird dort vermerkt, dass man “Eigentümer” der betreffenden Songs ist und eigentlich wird lediglich in einer Datenbanktabelle ein “Häkchen” gesetzt. “Ja, der Ansgar hat auch diesen Song”. Löscht man danach die lokalen Dateien und lädt sie wieder aus der iCloud herunter, so bekommt man nicht das was man hatte, sondern die Dateien welche ein Käufer dieser Songs via iTunes downloaden würde. In der Regel wird man also fast ein “Schnäppchen” machen und die Songs in besserer Audio-Qualität bekommen.

Anders sieht die Sache aus, wenn man sicherstellen möchte, dass man genau SEINE Songs in der iCloud hat. Das ist nämlich nicht vorgesehen.

Gestern Abend habe ich beispielsweise eine Schallplatte, die ich mir vor etwa 30 Jahren gekauft habe, auf den neuen DUAL USB-Plattenspieler gelegt, auf dem 17″ MacBook mit Quicktime aufgezeichnet. Danach mit Waveburner geschnitten, mit iTunes in MP3 konvertiert und mit ID3-Tags versehen. Alles kein Problem, nur umständlich wie die Hölle! Aber letztlich war ich mit dem klanglichen Ergebnis der konvertierten Schallplatte sehr zufrieden, es hat aber fast drei Stunden gedauert!

Heute Morgen habe ich dann mein kleines 13″ MacBook genommen, iTunes gestartet und testweise die neuen Songs aus der iCloud auf heruntergeladen. Beim Abspielen via Apple-TV ist mir dann die sehr unterschiedliche Lautstärke und Klangqualität aufgefallen. Nach einigen Augenblicken war mir dann auch klar was die Ursache ist – der Match-Algorithmus hat mich “veräppelt”! Er hat einige der neuen Songs identifiziert aber eben nicht alle! Und so sieht das derzeit in iTunes aus:

Schaut man in die Spalte “Art” sieht man dort die Ursache des Übels. Es gibt “Passende AAC-Dateien”, “AAC-Audiodateien” und MPEG-Audiodateien. Ursprünglich waren es alles MP3 Dateien (also MPEG-Audidateien).

Der Algorithmus von iTunes Match hat nun einiges erkannt, anderes hochgeladen. Das Ergebnis ist eine völlig unbefriedigende Kopie meines nächtlichen Arbeitsergebnisses und das ist mehr als frustrierend.

Eine Lösung könnte sein die ID3 Tags so zu ändern, dass die Songs nicht mehr anhand der Tags erkannt werden können. Aber dann findet man sie vielleicht via Apple-TV nicht mehr wieder. Oder man müsste sich eine Konvention einfallen lassen, bspw. das “a” durch das “@” zu ersetzen. Damit würde aus den Namen der Band “R@inbow” statt “Rainbow”. Doch ob das hilft bleibt ungewiss. Dienste wie “Shazam” beweisen auf den Smartphones dieser auf beeindruckende Art und Weise, dass man Musik auch einfach nur anhand eines kurzen Audioschnipsels erkennen kann.

Wie der Match-Algorithmus genau funktioniert wird Apples Geheimnis bleiben. Aber ich werde später mal versuchen ihn über veränderte ID3-Tags “auszutricksen”. Aber ich habe ehrlich gesagt nur wenig Hoffnung, dass man seine mühsam kopierten Schallplatten wirklich unverändert in der iCloud ablegen kann. Damit kann man sie nicht via Apple-TV bequem aus der iCloud hören, sondern muss sie lokal auf einem iPod, iPad, iPhone, MacBook oder einem Windows-PC mit iTunes lagern. Damit kann man sie via Airplay über das Apple-TV abspielen und das in der Qualität die man selbst vorgegeben hat.

Das eigentlich sehr schön gemachte Menü der “Homepage” des Apple-TV hat man damit dann allerdings ausgebootet, was wiederum schade ist denn zeigt die oft gehörte und neu der iCloud hinzugefügte Musik sehr schön übersichtlich an und ist sehr einfach zu benutzen.

Irgendwie scheinen meine Erfahrungen symptomatisch für die Nutzung der Apple-Produktpalette zu sein. Solange man seine Musik brav bei Apple via iTunes einkauft ist alles gut und funktioniert bestens. Verlässt man diesen “Pfad der Tugend” und kauft seine Musik beispielsweise bei Amazon, so gelten sofort andere Regeln. iTunes-Käufe blähen die Cloud nicht auf, Amazon-Downloads hingegen sehr wohl. Hier schützt Apple ganz bewusst seine eigenen Umsätze.

Geht man noch einen Schritt weiter und versucht digitalisierte Teile seiner eigenen Plattensammlung in der iCloud abzulegen, so ist das Ergebnis unvorhersehbar. Extrem exotische Schallplatten wird Match nicht finden und sie werden dann brav in die iCloud hochgeladen. Doch sobald eine Schallplatte eine wenig populärer ist, erscheint das Ergebnis wahllos und das macht keinen Spaß!


Schallplatten in der Apple iCloud

Wer hat sie nicht noch irgendwo gut versteckt in einem Schrank herumstehen, die eine oder andere alte Schallplatte. Als ich noch das Gymnasium besucht habe, musste ich meine Sommerferien regelmäßig bei einer Gastfamilie in Herne Bay an der Süd-Ost-Küste Englands verbringen. Schallplatten waren in England damals ein wenig billiger als bei uns und so kann ich mich auch 35 Jahre später noch ganz genau daran erinnern wie ich mir dort meine erste Schallplatte gekauft habe – Led Zeppelin! Whole Lotta Love war mein absoluter Favorit! Diese und viele andere Schallplatten habe ich bis heute.

Zum Wegwerfen sind sie viel zu schade, aber hören tut man sie nicht mehr so oft, es ist mit dem iPod und anderen Spielereien eben Zoo viel schneller und leichter geworden. Aber wenn diese Schallplatten in der iCloud wären, dann könnte man sie immer mal wieder anhören, das wäre eine coole Maßnahme!

Nur wie bekommt man eine Schallplatte in die Apple iCloud?

Am letzten Wochenende war stach mir im Bonner Pro-Markt ein Schalplattenspieler ins Auge, der für 99,- Euro als “Profi-DJ-Turntable” unter der Label DUAL angeboten wurde. Neben den normalen Chinch-Anschlüssen ist ein USB-Anschluß vorhanden. Das Ding kostet kaum mehr als eines der vielen langweiligen Spiele für die XBox oder die Playstation 3 – warum also nicht…

Beim Auspacken wird klar, dass Ding ist sogar recht hochwertig gemacht. Ok, mit einem Turntable aus dem Laden für HiFi-Freak hat er nur wenig zu tun, aber er ist ganz ok. Alle Fotos sind übrigens mit meinem HTC Desire HD geknipst und mit dem Programm “Vorschau” auf dem Mac auf 590 Pixel Seitenlänge verkleinert!

Auf einer beigelegten CD findet sich die kostenlose Software Audacity. Diese ist ganz ok, aber bei 99,- Euro darf man eben nicht mehr erwarten. Heute ist dann endlich mal Gelegenheit das Ding auszuprobieren. Weil ich gerade mein MacBook zur Hand habe, steckt nach dem Auspacken auch schnell das USB-Kabel seitlich in meinem schöne Mac. Der Plattenspieler wird sofort als USB-Audiogerät erkannt. Eine Treiber-Installation ist nicht notwendig. Ein schneller Griff in meinen Wohnzimmerschrank fördert eine Schallplatte aus dem Jahr 1979 ans Tageslicht – Peter Baumann  - Trans Harmonic Nights.

An die Musik auf dieser Schallplatte habe ich nur eine blasse Erinnerung. Peter Baumann war lange Jahre Mitglied der Band Tangerine Dream und darf sich neben Edgar Froese, Christoph Franke, Klaus Schulze und anderen “E-Krautrockern” zu den Elektronik-Pionieren Deutschlands zählen. Na, vielleicht ist das ja gar nicht so übel, als rauf damit auf den Plattenteller!

Während der Apple Quicktime Player auf Input aus dem USB-Audio-Device wartet setze ich die Nadel auf die Platte. Es knackt und knistert, fast so wie in meiner Jugend – GEIL!

Nach etwa 18 Minuten ist die A-Seite digitalisiert. Weitere 20 Minuten später dann auch die B-Seite. Die beiden Audio-Files lassen sich auf dem Mac mit dem Programm Waveburner öffnen, das es als Beigabe zu Apples Audio-Software “Logic” gibt. Waveburner ist eigentlich ein Autoring-Tool für CDs, aber man kann auch mehr damit machen. Die beiden großen Dateien sind schnell in acht Tracks geschnitten. Anfang und Ende kann man sehr einfach ein- und ausblenden. Knistern und Knacken unterdrückt das DeNoiser-Plugin. Mit dem Exciter-Plugin sind schnell einige Obertöne ergänzt die das Klangbild offener und lebendiger machen. Das Limiter-Plugin sorgt schließlich dafür, dass das Ergebnis nicht übersteuert ist.

Hier noch ein Screenshot des Programms Waveburner – Anklicken um die volle Auflösung zu sehen!

Die so geschnittenen Tracks lassen sich dann auf die Festplatte “brouncen”. Via Drag&Drop kopiert man sie danach in iTunes. Dort lassen sich die Namen der Tracks, das Produktionsjahr usw. ergänzen. Ein CD-Cover findet sich via Google-Bildersuche in wenigen Sekunden. Etwa 10 Minuten später hat iTunes die acht neuen Tracks ganz automatisch meiner iCloud hinzugefügt.

Als ich kurz darauf meinen Fernseher starte und mein Apple-TV anwerfe ist das Cover auch schon auf der ersten Seite zu sehen. Das ist wirklich ziemlich cool!

Aber der Weg ist auch nicht gerade kurz. Genial wäre wenn es ein PlugIn für iTunes gäbe mit dem man die Schallplatten direkt aufzeichnen könnte. Der Umweg über Quicktime-Player und den Waveburner ist schon irgendwie lästig und umständlich. Aber es klappt und mehr wollte ich ja heute auch gar nicht ausprobieren :-)

Damit ihr euch selbst ein Bild von der Audio-Qualität machen könnt, habe ich die Tracks hier abgelegt:

01 – This Day

02 – White Beach Black Beach

03 – Chasing The Dream

04 – Biking Up The Strand

05 – Phaseday

06 – Meridian Moorland

07 – The Third Site

08 – Dance At Dawn


MAX 6 – Ein neuer alter Synthesizer

Wer kennt sie nicht die riesigen modularen Synthesizer Systeme mit denen sich die echten Pioniere der elektronischen Musik herumschlagen mussten. Verpackt in einzelne Baugruppen gab es Tongeneratoren, Ferquenzteiler, Filter, Multiplexer, Niederfrequenz-Generatoren, Ring-Modulatoren und vieles mehr. Verbunden wurden all diese einzelnen Baugruppen mit Unmengen bunter Patchkabel. Der Kreativität der Elektroingenieure und Musiker waren in den “Pionierjahren” der elektronischen Musik kaum Grenzen gesetzt. Doch dann kam der Yamaha DX7 auf den Markt und fast über Nacht wurde alles anders. Bands wie Depesche Mode nutzten dieses eigenwillig anders und neu klingende Instrument. Und im Laufe der Jahre erging es den analogen Synthesizern wie später den analogen Kameras – sie verkamen zum Nischenprodukt.

Mit dem Siegeszug der Techno-Welle gelang einigen alten analogen Drumcomputern und Bass-Synthesizern eine kurze Renaissance, aber auch diese ist heute längst Geschichte. Populäre Musik entsteht heute digital, doch selbst die digitalen Synthesizer haben eigentlich so gut wie ausgedient. War das Angebot einst riesig, so gibt es heute kaum noch Musiker die ihr Geld nicht lieber für einen schnellen Computer und eine gutes MIDI-Masterkeyboard ausgeben als für einen “richtigen” Synthesizer.

Irgendwie passt es da gut ins Bild, dass es mit “MAX 6″ einen reinrassigen Software-Synthesizer gibt, der sich bezüglich der Programmierung aber die “guten alten Konzepte” aus den Kindertagen der elektronischen Musik zunutze macht.

Aber seht selbst – wer Spaß daran hat kann sich sogar eine 30 Tage Demo installieren und sich damit einen Monat lang fühlen wie Edgar Froese, Peter Baumann, Christoph Franke, Johannes Schmoelling oder der “GodFather of Trance” Klaus Schulze. Probiert es mal aus, es kostet nix und es macht echt Spaß damit einen Synthesizer quasi am Reißbrett zu entwerfen!

Und wer es noch nie gesehen hat – so wurde vor vielen Jahren elektronische Musik gemacht…

Während die analogen Step-Sequencer im Hintergrund monoton vor sich hin “getriggert” haben wurden auf den drei Oszillatoren eines monophonen Mini-Moog eine Solo-Passage nach der anderen improvisiert. Aus heutiger Sicht klingt das komisch und sieht auch seltsam aus, aber damals war es durchaus revolutionär :-)

Doch auch die Pioniere aus längst vergangenen Zeiten haben sich weiterentwickelt. Wenn sie heute eines ihrer seltenen Konzerte geben sieht das etwa so aus…


NI MASCHINE – Mixen mit der Maus

Heute habe ich wieder ein kleines Video zur NI MASCHINE für Euch. Dieses Produkt ist zweigeteilt und besteht neben der Software für Mac und PC aus einem ausgefuchsten Controller mit einmalig guten Drum-PADs. Wendet man den Blick vom Display seines Computers ab, so kann versteht man das Konzept. Der Hersteller Native Instruments hat sich hier viel Geld gespart. Statt einen komplexen eigenen Computer zu entwickeln, hat man einen Controller mit USB-Interface gebaut. Alles was dieses Ding braucht um eine Drum-Maschine zu sein übernimmt ein via USB 2.0 Interface angeschlossener Mac oder PC – kein schlechtes Konzept!

Eigentlich bedient man die Software mit dem Controller, aber sie läuft auch ohne den Controller und man kann sie in Teilen recht gut mit der Maus bedienen. So läßt sich schnell und einfach aus einzelnen kurzen Pattern und Scenes ein Mix erstellen der diese Komponenten in der Reihenfolge enthält die einem beim Mix gerade so in den Sinn kommt.

Hier ist mein Beispiel:

Will man auf dem Mac unter OS-X die Musik live aufzeichnen die man mit der MASCHINE live erstellt, so kann man dies bspw. mit dem Quicktime Player erledigen. Diese Software kann nicht nur Bildschirm-Sessions aufzeichnen (wie im Video oben gezeigt) sie kann auch separate Audio-Spuren aufzeichnen. Sehr praktisch wenn man ein wenig “Live” experimentieren möchte. Auf meinem MacBook hat das allerdings zunächst einmal NICHT funktioniert!

Abhilfe schaffte die kostenlose Software “Soundflower”. Nach der Installation klappte es allerdings auch nicht auf Anhieb. Ich musste via Terminal einige Befehle eintippen und die Berechtigungen für die Soundflower-Erweiterungen korrigieren. Danach klappte es aber recht gut. Nur die Lautstärke der Aufzeichnungen hängt von der eingestellten Notebook-Lautstärke ab! Entweder ist der Audio-Pegel der Aufnahme viel zu leise oder es fliegen einem die Ohren weg. Hier muss man einen Mittelweg finden! Abhilfe kann hier ggfs. auch ein separater Kopfhörerverstärker schaffen. Oder man lötet sich einen kleinen Adapter mit zwei dicken Widerständen zusammen den man zwischen Kopfhörer und Audio-Ausgang schaltet. Die Wiederstände sollten dabei etwa 270 - 470 Ohm haben, die Leistung der Widerstände sollte bei etwa 1/8 Watt liegen. (Meine Schätzung!! Im Zweifel hilft hier nur “Ausprobieren”)


Dubstep mal anders

Seit etwa 10 Jahren gibt es nun schon eine Musikrichtung mit dem schönen Namen Dubstep. Doch in Deutschland ist sie erst seit kurzer Zeit wirklich populär. Mein Freund Fabian sagt in seiner unnachahmlichen Art gern mal, dass Dubstep aus einer Ansammlung von WopWopWops und YepYepYeps besteht. Hier habe ich ein Video für Euch in dem zwei coole Jungs über die Kinect-Steuerung der XBox 360 die Software Ableton auf einem Mac steuern und damit krassen Dubstep machen. Es ist anstrengend das anzuhören aber die Idee finde ich faszinierend. Eine ähnliche Art zu musizieren gab es zuerst und auch schon fast zuletzt mit dem Theremin.  Doch dieses uralte krasse Ding war nicht wirklich polyphon und erlaubte auch kein rhythmischen Figuren. Es war eher ein Instrument das zur Untermalung von Sience-Fiction-Filmen in den 50er und 60er Jahren verwendet wurde.

Ganz witzig finde ich, dass dennoch einige Größen der Rockmusik wie bspw. Jimmy Page von Led Zeppelin gelegentlich sogar auf der Bühne ein Theremin aufgestellt und es in einen Solopart integriert haben.

Hier ist nun ein Video in dem diese zwei Typen eine Art modernes Theremin spielen. Elektrostatische Felder gilt es dabei nicht mit der Körperhaltung zu verändern. Vielmehr wird hier mit Licht und den Händen ein genial flexibler Software-Sequenzer gesteuert. Auch wenn man das Ergebnis nicht mögen muss, es zeigt dennoch wie Musik in den nächsten Jahren aussehen könnte. Vielleicht werden unsere Enkel statt mit der Blockflöte irgendwann mit der XBox 720 im Wohnzimmer vor dem großen Fernseher musizieren. Aber und das ist entscheidend, es wird anders klingen und aus der Kinect-Steuerung wird keine Spucke fließen :-)

Hier ein Video in dem Jimmy Page den “Master of the Theremin” gibt :-)

Dass man mit einem Theremin auch “richtige” Musik machen kann zeigt dieses Video sehr eindrucksvoll..


Urheberrecht auf YouTube

Es ist ein Thema das mich jetzt schon seit Monaten bewegt. Klar muss geistiges Eigentum geschützt werden, ich will auch nicht, dass jemand anders heimlich meine Fotos verkauft oder sich mit meinen Videos “schmückt”. Aber das Thema “Urheberrecht” auf YouTube ist einfach nur schlecht. Lädt man ein Video hoch gibt es die Möglichkeit ein paar Cent damit zu verdienen, das reicht vielleicht für die monatlichen Kosten des eigenen Servers beim Web-Hoster, viel mehr wird es nicht werden. Es sei denn man ist unter 25, hat große Brüste und ist bereit diese zeigen. Hat man all das nicht, so kann man sich vielleicht noch bei lebensgefährlichen Wettrennen mit der Polizei filmen, aber das war es dann auch schon fast.

Will man mit einem Video ein paar Cent verdienen muss man diesen Passus bestätigen:

Durch Klicken auf diese Schaltfläche bestätige ich, dass ich Inhaber sämtlicher Elemente dieses Videos bin oder ausreichende kommerzielle Nutzungsrechte für alle Audio- und Video-Elemente habe, um dieses Video zu monetarisieren. Mir ist bewusst, dass YouTube möglicherweise Nachweise zu den kommerziellen Nutzungsrechten benötigt und die Monetarisierung meiner Videos oder mein Konto wegen wiederholten Missbrauchs dieses Systems sperren kann. Die Anforderungen sind mir bekannt, diese Meldung bitte nicht mehr anzeigen.

Trotz alledem wird man früher oder später auf das Problem stoßen, dass man selbst beweisen muss, dass zur Musik die man in seinem Video verwendet hat alle Recht hat oder sie von einem selbst produziert wurde. Nur wie beweist man das? Ok, es gibt Video-Tutorials und man kann hier und da Einspruch erheben. Aber mal ganz ehrlich, mit einem Video das 1.000 Mal angeschaut wird verdient man wenn es gut läuft vielleicht 70 Cent… Und dafür soll man nun lange Mails schreiben und sich täglich mit irgendwelchem GEMA-Mist herumärgern?

Mir platzt da echt der Kragen, die derzeitigen Regelungen zum Urheberrecht auf YouTube sind weder kundenfreundlich noch sinnvoll.

Da habe ich vor zwei Tagen dieses Video hier erstellt und es mit drei kurzen Musikschnipseln von einer Royalty Free Music Compilation unterlegt. Diese Musik hat rund 30 Euro gekostet und der Herausgeber gibt in der Beschreibung bekannt, dass man sie auch kommerziell nutzen darf. Trotzdem hat YouTube die Monetarisierung gesperrt

Also habe ich gestern mit meiner “NI MASCHINE MIKRO” einen neuen Soundtrack erstellt und alles nochmals bei YouTube gepostet. Hier ist es. Aber sieht hier jemand eine Geld-bringende Werbebotschaft?

Aber ich habe einen Weg gefunden wie man Content-ID Treffer vermeiden kann und das sogar sehr zuverlässig!! Aber seht selbst, nach einer kurzen Werbepause…

Kurzer Nachtrag:

Gerade eben habe ich dies E-Mail zur neuen zweiten Version des Videos erhalten:

Hallo ancharius,

vielen Dank, dass du deine Videos zur Monetarisierung eingereicht hast. Wir haben die Monetarisierung für die folgenden Videos deaktiviert, da wir nicht bestätigen konnten, dass du für alle enthaltenen Inhalte über die erforderlichen kommerziellen Nutzungsrechte verfügst.

Wenn du nachweisen kannst, dass du für alle Elemente in deinem Video die erforderlichen kommerziellen Nutzungsrechte innehast, informiere dich darüber, wie du Anspruch auf ein Video erheben kannst. Reiche dann über die oben stehenden Links die entsprechenden Nachweise ein.

Bitte beachte, dass wir nur Anzeigen in Videos schalten können, die für Werbetreibende geeignet sind. YouTube behält sich das Recht vor, die endgültige Entscheidung über die Monetarisierung eines Videos zu treffen, und kann die Monetarisierung für Nutzer deaktivieren, die wiederholt ungeeignete Videos einreichen. Falls bei einigen deiner Videos die Überprüfung noch aussteht, kannst du die Monetarisierung für diese Videos über /my_videos deaktivieren.

Vielen Dank,

dein YouTube-Team


Two Tribes – Slideshow

Im Jahr 1999 habe ich noch recht viel Musik auf einem ATARI ST gemacht, obgleich dieses Ding damals schon wirklich veraltet war. Meine Klangerzeuger waren ein Sequential Circuits Prophet VS, diverse kleine MIDI-Expander und ein CASIO CZ-1000. Meine Drum-Maschine war ein KAWAI R-50. Dieses Ding hatte ich mir damals auf drei Soundchips aufgerüstet und über eine Speichererweiterung und einen wirklich hässlichen nachträglich eingebauten Drehschalter auf der Oberseite des Gehäuses konnte ich zwischen unterschiedlichen Drumsounds wählen. Damals war der Fairlight CMI noch das Gerät der Profis, heute ist es alter Schrott – aber damals haben Künstler wie Jan Hammer, The Art of Noise und nicht zuletzt Frankie goes to hollywood dieses System intensiv genutzt.

Wirklich genial fand ich damals den “Orchester-Schrumms” aus dem Fairlight CMI. Diesen Sound kannte ich schon von einer Live-Platte die Klaus Schulze damals auf einer Tour durch Polen aufgezeichnet hatte. Einer der neuen Soundchips meines KAWAI Drumcomputers enthielt später einen sehr ähnlichen “Modesound”. Ich war der König als ich diesen Sound das erste Mal dieser kleinen braunen Plastikkiste entlocken konnte. Das gab es einige Jahre zuvor nur bei den teuren Systemen der Profis!

Heute lachen wir darüber, aber damals war es eine krasse Sache!

Hier nun ein Stück uralter Musik, gemastert irgendwann vor etwa 25 Jahren mit einem Kassettenrecorder und 1999 mit einer MidiMan Delta 24/96 digitalisiert. Das waren noch wilde Zeiten, wenn ich heute daran zurück denke fühle ich mich fast wieder wie ein “Elektronik-Pionier” :-)

Hier habe ich dieses Stück skurriler Musik – unterlegt mit ein paar Fotos die ich hier gerade auf dem Notebook parat habe. Die Slideshow stammt aus Apples iMovie.


Die eleganteste CD des letzten Jahrhunderts

Seit einigen Wochen habe ich einen wirklich duften Kollegen der mindestens genauso verrückt nach guter Musik ist wie ich. Aber unser Musikgeschmack ist schon sehr verschieden. Trotzdem haben wir uns in den letzten Wochen immer wieder über Steely Dan und Donald Fagen unterhalten, zuletzt vor etwa 20 Minuten.

Und was finde ich da bei spät am Abend bei YouTube – einige Videos mit Tracks der vielleicht coolsten und elegantesten Musikproduktion des letzten Jahrhunderts – Kamakiriad von Donald Fagen. “Entdeckt” habe ich diesen Track vor wirklich langer Zeit. Damals hatte ich die Keyboards aus dem Musik Media Verlag abonniert und ein Typ namens Wolfgang Wierzyk hat damals die Noten zu einem der Titel der neuen CD von Donald Fagen herausgehört und in der Keyboards niedergeschrieben.

Ich kann mich noch gut erinnern wie ich damals an meinem Klavier saß und versuchte diese Noten zu spielen. Alles klang soooo falsch und war letztlich doch so genial richtig.

Aber ich will nicht viel erzählen – hört selbst – hier ist eine der vielschichtigsten und coolsten Musikproduktionen die er Jazz-Rock der letzten 20 Jahre zu bieten hat…

Hier noch einige meiner ganz persönlichen Favoriten von Donald Fagen und Steely Dan…

Ok, diese Videos sind nur was für echte Fans die sich auch mal am Keyboard mit den harmonischen Eigenarten dieser Songs auseinander setzen wollen.


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