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Kino

Das kleinste Video der Welt

 

Das ist das “kleinste Video der Welt” und das zugehörige “Making-OF” wird von den dümmsten Menschen im Universum angeschaut…

Bildschirmfoto 2014-02-02 um 22.46.07

Hier ist das unbedingt sehenswerte “Making-Of”

 

Wer nun denkt, dass er mit seinem 499,- Euro teuren TokTamSigron SupaDupa 18-270mm Makro-Zoom echte “Makro-Fotos” machen kann, der sollte sich das Video nochmals in aller Ruhe anschauen. In diesem Video beträgt der Vergrößerungsmaßstab nicht 1 : 4,7 sondern sagenhafte 10.000.000 : 1 Das ist “echte Makro-Fotografie” auf dem höchsten aller Level :-)

Aber Kopf hoch, mit keinem Makro-Objektiv der Welt wird man jemals Atome bei Baden oder Frühstücken fotografieren können…


Blitzlicht – Gravity

Es ist schon ganz erstaunlich welch wunderbare kleine Perlen man gelegentlich bei Video-Diensten wie bspw. Vimeo findet. Heute möchte ich Euch ein geniales Video präsentieren das ein richtiges kleines Kunstwerk ist. Es wurde mit einer Canon Spiegelreflexkamera und verschiedenen alten lichtstarken Nikon Objektiven erstellt, allein deshalb ist es schon sehenswert :-)

Hier ist ein Auszug aus der Videobeschreibung:

the film was shot in 2011. we started the project spontaneously in february in burkina faso and two shots from there even survived over the process. we continued to shoot additional scenes at the north sea cost without still knowing all of the story we would be telling at the end. then in hamburg we shot most of the scenes and finished it in brussels in july.

all in all i would say: round about 7 days of shooting. lots of nice shots we didn’t put in the final editing ;) shot on canon eos 5d mkII with older nikon prime lenses. 35mm 1.4 // 50mm 1.2 // 85mm 1.4 // 105mm 1.8 all pics are manually shot single photos in sraw2 format.

Und jetzt – Film ab…

GRAVITY // UN RÊVE DE DEMAIN from Filip Piskorzynski on Vimeo.


Kritisch gesehen – Point Blank – Aus kurzer Distanz

Meine ersten Kontakte zu amerikanischen Filmproduktionen hatte ich als kleiner Junge mit Filmen, die es damals im deutschen Fernsehen gezeigt wurden. Flipper, Daktari, Bonanza, Tarzan, Fury, Lassie, Ein Colt für alle Fälle, Das A-Team, Hart aber Herzlich, Drei Engel für Charlie, Detektiv Rockford, Magnum, Dallas, Falcon Crest, die Liste ließe sich fast endlos verlängern. Heute, fast 40 Jahre später fällt es mir zunehmend schwer diesen unendlich vielen US-Produktionen noch etwas abzugewinnen. Wieder und wieder bedrohen Terroristen Los Angeles, Aliens überfallen Los Angeles, Jack Bauer beschützt Los Angeles vor einem Atombombenangriff, Bruce Willis stirbt mal wieder ganz ganz langsam. Ich kann es eigentlich nicht mehr sehen!

Filme wie “Ziemlich beste Freunde” wirken da schon fast wie Medizin für die strapazierten Sehnerven. Aber die Franzosen haben nicht nur gute Komödien und Retro-Streifen wie “The Artist” im Gepäck, sie können auch ganz anders. Und das beweisen Sie mit dem Streifen “Point Blank – Aus kurzer Distanz”. Endlich mal ein flotter schwungvoller Actionstreifen mit überzeugenden Akteuren die man noch nicht in zig anderen Filmen bewundern durfte. Endlich kein Brad Pit, kein Richard Gere, kein Will Smith, endlich mal eine gute Geschichte und Action dass die Handflächen feucht werden.

Das Deutschlandradio beschrieb diesen Film so:

„”Point Blank – Aus kurzer Distanz” bietet brillantes, französisches Hochspannungskino, das an den Nerven mächtig angenehm zerrt. In Tempo, Typen, Bewegung und vor allem in den (METRO- und letztlich Polizeirevier-)Action-Motiven ein prima emotionaler “Ruckzuck-Thriller”: In nicht einmal 90, ständig unterhaltsamen Minuten auf beste Suspense gebracht, kann er “Hollywood” Klasse-Paroli bieten.“

Hier kommen Erinnerungen an Gene Hackman in John Frankenheimers French Connection II auf. Dieser Film ist einfach gut und daher habe ich hier noch einen Trailer für Euch :-)

Fazit

Wer das ewige US-Einerlei nicht mehr sehen mag, der findet mit “Point Blank – Aus kurzer Distanz” einen spannenden Actionstreifen abseits des Hollywood-Mainstreams.

Erhältlich ist der Film auf Blu-Ray bei Amazon für knapp 13 Euro.


Kritisch gesehen – Black Gold von Jean-Jacques Annaud

Im Jahr 1963 erhielt das bildgewaltige Monumentalfilm “Lawrence von Arabien” des Regisseurs David Lean und des Produzenten Sam Spiegel mit den Hauptdarstellern Peter O’Toole und Omar Sharif insgesamt sieben Oscars. Dieser Film markierte damit den Höhepunkt einer Filmgattung die heutzutage fast ausgestorben ist, das Wüstenepos. Viele Jahre später kam mit dem Streifen “Black Gold” nach zähem Ringen um Finanzierung, Hauptdarsteller und Drehorte eine Hommage an Lawrence von Arabien in unsere Kinos. Umgesetzt hat dieses Epos der französische Filmemacher Jean-Jacques Annaud. Gedreht wurde 2010 und 2011 in Tunesien während der Wirren der “Jasmin Revolution“.

Wirft man einen Blick auf einige ausgewählte Werke von Jean-jacues Annaud, so erinnert man sich gern an Blockbuster wie der “Name der Rose” mit Sean Connery mit oder “Sieben Jahre in Tibet” mit  Brad Pitt.

  • 1981: Am Anfang war das Feuer (La guerre du feu)
  • 1986: Der Name der Rose (Il nome della rosa)
  • 1988: Der Bär (L’ours)
  • 1992: Der Liebhaber (L’Amant)
  • 1997: Sieben Jahre in Tibet (Seven Years in Tibet)
  • 2001: Duell – Enemy at the Gates (Enemy at the Gates)
  • 2011: Black Gold (Or Noir)

Bereits beim Film “Der Name der Rose” setzte Jean-Jacques Annaud auf den bis dahin relativ unbekannten Filmmusik-Komponisten James Horner und dieser feierte mit seinem Soundtrack prompt den ersten großen Erfolg. Viele Produzenten weiterer Blockbuster setzten danach auf ausgeprägte musikalische Filmsprache von James Horner.

Allein die Liste seiner Oscar-Nominierungen ist einzigartig:

  • 1987: Somewhere Out There (aus: An American Tail, bester Song)
  • 1987: Aliens (bester Score)
  • 1990: Field of Dreams (bester Score)
  • 1996: Braveheart (bester Drama-Score)
  • 1996: Apollo 13 (bester Drama-Score)
  • 1998: Titanic (bester Drama-Score, Gewinner)
  • 1998: My Heart Will Go On (aus: Titanic, bester Song, Gewinner)
  • 2002: A Beautiful Mind (bester Score)
  • 2004: House Of Sand And Fog (bester Score)
  • 2010: Avatar – Aufbruch nach Pandora (bester Score)

Hinzu kommen etliche Grammy-Nominierungen und Golden-Globes. Aber “Black Gold” hat weit mehr zu bieten. Zwar wurde der Film im wesentlichen von Geldgebern aus arabischen Ländern finanziert, doch für die Hauptrollen konnten international renommierte Stars gewonnen werden. Mit Antonio Banderas, Mark Strong, Freida Pinto (Slumdog Millionaire) und nicht zuletzt dem wunderbaren Tahar Rahim ist dieser Film ganz großartig besetzt. Im Gegensatz zu allem was wir aus Hollywood kennen, übernehmen hier die amerikanischen Ölsucher eher eine Statistenrolle. Das Hauptaugenmerk liegt auf den unterschiedlichen Weltanschauungen der beiden Könige und den Konflikten die sie beim Übergang hin zu einer modernen Gesellschaft, die sich westliche Errungenschaften zum Vorbild nimmt, meistern müssen.

Worum geht es in Black Gold?

Müsste man diesen Film in einer Schlagzeile zusammenfassen könnte diese lauten “Lawrence von Arabien trifft auf There will be blood“. In den 30er Jahren tauschen verfeindete Stämme irgendwo in Arabien nach einer blutigen Schlacht zwei Geiseln aus. Der unterlegene Scheich (Mark Strong) übergibt seine beiden Söhne dem siegreichen Feldherren (Antonio Banderas). Die beiden Kinder wachsen in Gefangenschaft auf und werden ohne es zu wollen doch Teil der eigentlich verfeindeten Gesellschaft. 15 Jahre später wird im Niemandsland zwischen den beiden Königreichen von amerikanischen Ingenieuren Öl gefunden. Im mündlichen “Friedensvertrag” war aber 15 Jahre zuvor festgelegt worden, dass dieser “gelbe Gürtel” von keinem der Wüstenkönigreiche beansprucht werden soll. Während Scheich “Antonio Banderas” die Ölquellen ausbeuten lässt und mit dem Öldollars sein Köngreich modernisiert, wachsen bei seinen Gegnern Argwohn und Misstrauen gegenüber den Ausländern die jetzt scharenweise ins Land kommen um das Schwarze Gold zu fördern.

Jean-Jacques Annaud lässt sich viel Zeit um die Ausgangslage zu erzählen und die einzelnen Charaktere genau vorzustellen. Somit ist der erste Teil des Films eine zauberhafte ruhige arabische Familiensaga. Doch dann entbrennt der Krieg zwischen den Königreichen aufs Neue. Nun gibt Annaud richtig Gas und entwickelt auf dem bombastischen Soundtrack einen bildgewaltigen Wüstenkrieg. Dieser spitzt sich in einer “Tour de force” des jungen Helden Tahar Rahim immer weiter zu und bleibt dabei wirklich spannend.

Fazit

Als der Film nach 2 Stunden und 10 Minuten zu ende geht ist man fasziniert von dieser für uns so fremden und doch so einzigartigen arabischen Welt. Eine tolle Geschichte subtil untermalt mit einem großartigen Soundtrack und guten Schauspielern. Da vergisst man schnell die manchmal etwas hölzernen Dialoge und die ruhige fast 60 Minuten dauernde ruhige “Einleitung”.

Black Gold ist großes Kino das jeder Liebhaber ambitionierter Abenteuerfilme gesehen haben sollte. Aktuell ist der Film bei amazon.de auf Blu-Ray bereits ab 9,97 Euro erhältlich:


Kritisch gesehen – Running Scared

Wer Filme von Quentin Tarantino mag und schon alles gesehen hat was des Oeuvre des Meisters zu bieten hat, der landet irgendwann auch bei  Running Scared. Ein atmosphärisch dichtes düsteres Gangsterepos. Ganz im Stile von Quentin Tarantino setzt auch dieser Film auf krasse Gewaltausbrüche gepaart mit ungewöhnlichen visuellen Effekten. Es gibt überzeugende Darsteller und eine eigentlich sehr einfache leicht nachvollziehbare Geschichte. In Deutschland hat der Streifen die FSK Freigabe 16 – für mich nicht ganz nachvollziehbar.

Worum geht es eigentlich in diesem Film?

Fassen wir zusammen: Bei einem Drogendeal platzen drei maskierte Typen herein. Wie immer gibt es eine Schießerei mit viel Blut und vielen Toten. Leider sind auch Polizisten unter den Toten, einer hat bei der Schießerei dummer Weise auch noch seine Eier verloren. Eine auffällige Pistole muss ganz schnell verschwinden. Im Gegensatz zu Pulp Fiction überlebt jedoch der Typ auf der Rücksitzbank. Blöderweise landet die Pistole in den Händen eines 10 Jahre alten Jungen der damit seinen prügelnden russischen Stiefvater zu erschießen versucht. Wirklich blöd, denn die Ballistiker der Polizei könnten hier unschöne Zusammenhänge konstruieren. Also muss Paul Walker, der zweite coole Typ aus “The Fast and the Furious”, es irgendwie richten. Ja genau, Paul Wer? Kennt Ihr nicht? Es ist der der nicht Vin Diesel ist, dämmert jetzt was??

Ok, wenn es dämmert, dieser Paul Walker liefert hier ein durchaus gute Performance ab und auch die übrigen Darsteller sind in bester “Spiellaune”. Wer sich noch an Maynard, Zed und Hinkebein aus Pulp Fiction erinnert, der wird bei einer Kinderschänder-Sequenz ein Flashback haben. Und sich bei der “Auflösung” dieser “Problemstellung” auf die Schenkel klopfen.

Am Ende kommt alles wie es kommen muss, oder doch nicht? Eher “doch nicht”… Warum das? Bei allen Filmen gibt es Probevorführungen, so wurde damals bei “The Saint” entschieden, dass Val Kilmer auf mysteriöse Art und Weise sein Ende mit der Geliebten in einem Wohnwagen einsam in den Bergen zu fristen soll, statt im kalten Moskau zu versterben. Dieser neue Schluss wurde damals produziert um dem Publikumsgeschmack “näher” zu kommen.

Wer so etwas mag, der wird nach Running Scared einen zufriedenen letzten Schluck aus der Bierflasche nehmen und die letzten Erdnüsse in die Mundhöhle purzeln lassen. Ich habe mich jedenfalls verarscht gefühlt.

Aber mein Geschmack ist ja kein Evangelium und daher könnt Ihr Euch eine eigene Meinung bilden. Den Streifen gibt es aktuell bei amazon.de auf Blu-Ray ab 9,63 Euro. Die DVD ist für 6,99 Euro zu haben.

Hier habe ich noch einen weiteren Trailer für Euch, vielleicht versteht Ihr damit besser was ich meine :-)


Kritisch gesehen – The Cold Light of Day

Darauf hat sich die ganze Familie gefreut: Die Shaws sind aus den USA angereist, um einen gemeinsamen Segeltörn vor Spaniens Küste zu unternehmen. Doch was wie ein Traumurlaub beginnt, wird rasch zu einem lebensgefährlichen Alptraum, als Sohn Will (Henry Cavill) nach einem Landausflug auf die gemietete Segelyacht zurückkehrt und statt seiner Familie nur Blutspuren und Indizien für einen Kampf vorfindet. Außer sich vor Sorge bittet Will die örtliche Polizei um Hilfe, aber die scheint in die Vorfälle sogar verwickelt zu sein. Bevor sie auch Will in ihre Gewalt bringen kann, taucht wie aus dem Nichts dessen Vater Martin (Bruce Willis) auf und kommt ihm zur Hilfe. Ganz offensichtlich wurden die restlichen Familienmitglieder von Geheimagenten entführt, die es auf eine Aktentasche abgesehen haben, die sich im Besitz von Martin befindet. Das erfährt Will von einer mysteriösen CIA-Agentin (Sigourney Weaver), die sich als Kollegin seines Vaters ausgibt und ihm ihre Hilfe anbietet. Will traut ihr nicht, muss aber feststellen, dass sein Vater nicht nur wie er selbst als Unternehmensberater arbeitet, sondern eine Doppel-Existenz führt.

Hauptdarsteller Henry Cavill ist vielleicht dem einen oder anderen Fan der Serie “Die Tudors” als Charles Brandon dem Freund und Berater von Heinrich VIII (Jonathan Rhys Meyers) in Erinnerung. Vielleicht habt Ihr ihn auch als “Theseus” in “Krieg der Götter” gesehen? Außerdem wird der im neuen Superman von Zack Snyder im nächsten Jahr auf der Kinoleinwand zu sehen sein.

Dieser Film ist kein außergewöhnliches Highlight aber aufgrund der wirklich guten Besetzung mit Action “Haudegen” Bruce Willis und Nachwuchsstar Henry Cavill für einen gemütlichen Männerabend durchaus tauglich. Diesen soliden Action-Streifen gibt es bei amazon.de auf Blu-Ray aktuell ab 12,99 Euro.


Kritisch gesehen – Agent Hamilton

Heute möchte ich Euch einen ziemlich coolen Thriller aus Schweden vorstellen, der das Zeug zu einem nordischen James Bond hat und neben einer tollen Besetzung wirklich flott und rasant produziert ist. Ein echter Augenschmaus für jeden Fan anspruchsvoller Actionfilme mit einer Prise James Bond sozusagen.

Worum geht es in diesem Streifen?

Während eines Deals in einer der Wüsten Usbekistans greifen maskierte Soldaten ein Fahrzeug an, das mit geschmuggelten High-Tech-Raketen geladen und auf dem Weg zu einer geheimen Operation ist. Später wird ein schwedischer Ingenieur in Ägypten entführt. Das alles ruft einen der besten Agenten der schwedischen Regierung auf den Plan: Carl Hamilton (Mikael Persbrandt). Er wird damit beauftragt, die Entführung in Form eines Undercover-Einsatzes aufzuklären und stößt dabei nicht nur auf eine internationale Verschwörung, die im Zusammenhang mit den gestohlenen High-Tech-Raketen steht und in der höchste Regierungskreise verwickelt sind. Hamilton erhält von einer durch ihn befreiten Geisel Informationen zu einem terroristischen Anschlag in Schweden. Seine Loyalität wird auf eine harte Probe gestellt, als er entscheiden muss, auf welcher Seite er wirklich steht…

Auf diesem Plot entsteht ein spannender Thriller ohne große Schwächen. Er ist professionell produziert und unterscheidet sich sehr wohltuend vom Krimi-Einheitsbrei den man üblicherweise im Fernsehen zu sehen bekommt.

Der schwedische Hauptdarsteller Mikael Persbrandt bereitete sich für die Rolle des Carl Hamilton mit einem Training bei den American Navy Seals in San Diego vor. Dort erlernte er Techniken wie den Silent Takedown (leise Überwältigung) und Weapon Disarming (Entwaffnung). Außerdem wurde er zusätzlich von der SSG, der Schwedischen Elite Einheit, trainiert. Dieser Einsatz zahlt sich aus, der Film wirkt niemals unfreiwillig komisch, alle Kampfszenen sitzen auf den Punkt genau. Aufgrund einiger harter Szenen ist der Film übrigens erst für Zuschauer über 18 Jahren freigegeben!

Dieser Film ist mein “Tipp des Tages”. Bei amazon.de gibt es diesen Streifen aktuell auf Blu-Ray zum Preis von 14,99 Euro


Kritisch gesehen – Snow White and the Huntsman

In meiner Kindheit habe ich Märchenfilme geliebt. Meist kamen sie hübsch artig daher und stammten meist aus tschechischen Filmfabriken. Während der letzten 40 Jahre hat sich aber auch dieses Genre weiterentwickelt. So kamen allein in diesem Jahr vier sehr verschiedene Adaptionen des Märchens “Schneewittchen” in unsere Kinos.

Mit “Snow White and the Huntsman” ist ein visuell faszinierender fulminanter Genremix gelungen. Mit einem Budget von 180.000.000 US-Dollar produziert, spielte dieser Film bislang bereits mehr als 400.000.000 US-Dollar ein. Und das meiner Meinung nach völlig zurecht. Zwar kommt einem die erzählte Geschichte hier und da immer wieder bekannt vor, aber wunderschöne Drehorte und aufwändig hergestellte “CGI-Kulissen” lassen dies schnell wieder vergessen. Untermalt wird der Streifen von einem gewaltigen Soundtrack aus der Feder von James Newton Howard, einem bereits 1951 geborenen “Schwergewicht” der Filmmusikszene. Unzählige Soundtracks, darunter “The Six Sense” oder “Hidalgo” gehen auf sein Konto.

Wer moderne Märchen Filme in der Ästhetik von “Krieg der Götter” oder “Thor” mag, der ist hier sehr gut aufgehoben, nicht zuletzt wegen des beeindruckenden Staraufgebotes.

Aktuell ist dieser Streifen bei amazon.de auf Blu-Ray ab 14,90 Euro erhältlich und ist damit mein Filmtipp der Woche!


Kritisch gesehen – Headhunters

Der nur 1.68 große Roger Brown ist ein moderner Headhunter. Er sucht im Auftrag großer Konzerne nach neuen Führungskräften für gut dotierte Managerpositionen. Doch der kleine Roger ist ein eitler Kotzbrocken der über seine Verhältnisse lebt. Während der Vorgespräche horcht er die mitunter gut situierten Kandidaten aus um dann während ihrer Vorstellungsgespräche ihre Wohnungen auszurauben. Auf dieser Basis entwickelt sich ein spannender Thriller mit vielen Wendungen und Hollywood untypischen Charakteren.

Dieser Krimi hat mir so gut gefallen, dass er mein Filmtip für eines der kommenden verregneten Wochenenden ist :-)

Bei amazon.de ist der Film auf Blu-Ray derzeit ab 9,79 Euro zu haben.


Kritisch gesehen – Catch .44 – Der ganz große Coup

Wer kennt es nicht, man steht zwischen all den Regalen mit Blu-Rays und DVDs und ist auf der Suche nach einem spannenden interessanten neuen Film für einen der nächsten Abende. Letztlich steht man an der Kasse und hat einen kleinen Stapel nett verpackter Filme unter dem Arm. Die Kasse zeigt schnell über 100 Euro, man bezahlt und denkt sich dabei “Mist, jetzt habe ich wieder lauter Filme gekauft von denen ich gar nichts weiss! Na hoffentlich…”

Ok, vielleicht geht es Euch ja nicht so, aber falls doch, hilft Euch meine Rubrik “Kritisch gesehen” vielleicht einige Nieten im Regal stehen zu lassen und Euer Geld für den Kauf der neuen Nikon D600 zu sparen :-)

Heute möchte ich Euch mit “Catch .44″ einen Film vorstellen den ich schon vor einigen Wochen auf Blu-Ray gekauft habe. Er war in Vergessenheit geraten und gestern hätte ich ihn beinahe via iTunes für 4,99 Euro ausgeliehen! Heute fiel er mit dann in die Hände, also schnell ein Bier aus dem Kühlschrank holen, ein paar Salzstangen und los kann es gehen mit Bruce Willis und Forest Whitaker. Zwei wirklich tolle Schauspieler die ich sehr gern mag. Dazu gibt es noch einige wirklich gute Nebendarsteller die sogar schon kleine Rollen bei Produktionen wie “Herr der Ringe” absolviert haben. Wenn Bruce Willis mitspielt, dann dürfen ein paar hübsche weibliche Darstellerinnen auch nicht fehlen. Am längsten überlebt in diesem Streifen die mir bislang nicht bekannte schwedisch-kanadische Schauspielerin Malin Åkerman.

Malin Akerman (Quelle: Wikipedia)

Während ich den Film anschaue kommt er mir vor wie eine Mischung aus “Pulp-Fiction” und “Desperate Housewives”. Er ist schon irgendwie cool gemacht, die Schnitte und Rückblenden verschleiern die Zusammenhänge der Geschichte zunächst und man erkennt erst nach und nach wie alles zusammen gehört. Das kennt man bereits aus Pulp-Fiction und die vielen langen Dialoge kommen einem auch seltsam vertraut vor. Doch sie sind verglichen mit Pulp-Fiction irgendwie weniger komisch und weniger ideenreich. Ganz nett die kleine Szene in der die drei Mädels im Auto streiten ob sie eine Kassette mit Musik aus den 80er hören wollen. Eine Kassette mit Musik von “Bruce Willis” – ja genau “Bruce Willis” – dem Bruce Willis der hier auf herrlich lakonische Art und Weise den abgehalfterten Drogenbaron gibt. Das ist ganz witzig, kann den Film aber nicht über seine Längen retten. In der ersten Hälfte des Films erinnert Oskar-Preisträger Forest Whitaker (Idi Amin in “Der letzte König von Schottland”) an den Profikiller aus “No Country For Old Men” der Coen Brüder um später zum leicht trottelig wirkenden liebeskranken Bodyguard zu verkommen, schade!

Der Film plätschert vor sich hin und ich überlege, ob er vielleicht doch von Quentin Tarantino geschrieben oder produziert sein könnte. Hm, irgendwie erinnert alles an altbekannte “Coole Gangsterfilme” aus seiner Feder. Aber die Klasse von Filmen wie diesen hier mag sich einfach nicht einstellen.

Nach weniger als 90 Minuten geht schließlich ein durchaus gut gemachter und unterhaltsamer Gansterfilm zu Ende. Ein Film mit einer überschaubaren Handlung, einigen eher unnötigen Rückblenden , sehr wenigen unterschiedlichen Sets, krassen plötzlichen Gewaltausbrüchen und einer ordentlichen Portion Kunstblut nebst gut gemachten sparsamen CGI-Effekten. Am Ende kommt es wie es kommen muss, es wird ja auch schon in der zweiten Szene verraten…

Fazit:

Fans des Genres werden diesen Streifen “mögen” aber nicht “feiern”. Er ist durchaus als geeigneter Zeitvertreib für einen lakonisch stillen Männerabend mit einigen Flaschen Bier geeignet – mehr aber auch nicht. Statt zu versuchen die Werke des großen Vorbilds Quentin Tarantino zu kopieren, hätte Autor und Regisseur Aaron Harvey gut daran getan sich etwas neues und eigenständiges zu überlegen. So bleibt “Catch .44″ kaum mehr als eine Hommage an große Vorbilder die zu ihrer Zeit neu und beeindruckend waren, eine Kopie von Filmen die das Kino des 20. Jahrhunderts verändert haben. Leider nicht mehr aber auch nicht weniger.


Kritisch gesehen – Battleship

Via iTunes gibt es seit kurzem den US-Spielfilm “Battleship” zum Preis von 4,99 Euro auf dem Apple-TV zu sehen. Fans romantischer Komödien und anspruchsvollen Autorenkinos werden sich hier angewidert abwenden. Wer aber einen Mix aus “Transformers”, “Alarmstufe Rot” und “Die Hard” mag, der wird mit diesem Streifen recht gut bedient sein. Natürlich darf eine große Tüte Popkorn nicht fehlen wenn Außerirdische die Erde angreifen und die besten Helden der US-Navy die seit vielen Jahren nur noch als Museum dienende USS-Missouri mal eben schnell wieder flott machen um damit final die Welt zu retten.

Dieses alte Schlachtschiff wurde bereits 1944 in Gang gesetzt und zuletzt 1991 im Golf-Krieg eingesetzt. Auf dem Weg zur “letzten Ruhestätte” bei Hawaii wurden im Jahr 1992 dort noch einige Szenen des Actionstreifens “Alarmstufe Rot” mit Steven Segal gedreht. Unvergessen sein Spruch “Ich bin hier nur der Koch!”

Seit 1999 wird die USS-Missouri als Museum genutzt. Fahrbereit ist es ganz sicher nicht mehr, aber das schien die Drehbuchautoren dieses kruden Action-Streifens nicht weiter zu stören und damit es so richtig schön patriotisch wird, gibt es eine Horde von Kriegsveteranen die dieses historische Monstrum mal eben schnell wieder auf Trab bringen. Ok ok, schließlich gilt es die Welt vor den bösen Aliens zu retten. Sehr cool der Spruch eines alten Veteranen zur “Quoten-Soldatin”: “Na Schätzchen, bist Du bereit mit den großen Jungs zu spielen?”

Diese Quoten-Soldatin wird übrigens von Pop-Sternchen Rihanna verkörpert!

Das alles ist herrlich flacher Action-Humor den die großen Jungs im Kino so sehr lieben. Einfach zwei Stunden lang das Hirn abschalten, in der Popkorn-Tüte rascheln und an der Bierflasche nuckeln. Zwischendurch ein “Boah eh” ausstoßen wie es nur beim Sylvester-Feuerwerk lauter zu hören ist. Irgendwie muss man für solche Filme geboren sein oder einen leichten genetisch bedingten Defekt mitbringen. Aber wenn man dieses Genre mag, dann ist man mit “Battleship” sehr gut bedient.

Nach dem Nachspann gibt es auch noch ein kleines nettes “überaschendes Ende”. Wie hat Steven Spielberg mal gesagt: “Ein Gruselfilm ist nur dann gut, wenn der Grusel nach dem Film mit nach Hause geht!” bei “Battleship” haben sich die Drehbuchautoren ein nettes und unerwartetes Bonbon für all die tapferen “Kino-Sitzenbleiber” ausgedacht, sehr schön wie hier der “Grusel mit nach Hause geht”!

Die Redaktion von Filmstarts.de hat diesem Streifen 3 von 5 Sternen gegeben. Ich denke, dass diese Wertung dem Streifen nicht gerecht wird. Wer dieses Genre mag, dem wird der Film 5 Sterne wert sein. Wer es nicht mag, der wird eher einen oder gar keinen Stern vergeben. Es ist einer dieser Streifen die auf den Geschmack von Teenager und solchen die es immer bleiben werden zugeschnitten sind. Das gab es bei “Independence Day” und anderen Streifen in ähnlich starker Ausprägung bereits oft zu sehen.

Die Klasse von “District 9″ erreicht “Battleship” bei weitem nicht. Aber darum geht es auch gar nicht, schließlich hat hier wie bereits bei Transformers 1,2 und 3 der Spielzeughersteller HASBRO kräftig mitgemischt. Es geht darum den Kids den Kauf neuer Spielzeuge einzuimpfen und die HASBRO Produkte in buntem hippem Kino-Licht erstrahlen zu lassen.

Dass Stars wie Liam Neeson eine kleine Nebenrolle übernehmen rettet den Streifen darüber hinaus nicht wirklich. Ein amüsantes Action-Feuerwerk für große Jungs bleibt es hingegen dennoch!


Kritisch gesehen – Haywire von Steven Soderberg

Regisseur Steven Soderberg ist vielen Zuschauern sicher als “Macher” so intelligenter Filme wie “Out of Sight”, “Erin Brockovich” und “Ocean’s Eleven” bekannt. Mit Haywire hat liefert er nun einen gradlinigen Thriller ab bei dem, ähnlich wie bei Erin Brockovich, ein starke Frau die Hauptrolle über nimmt. Die Liste seiner Stars ist lang und liest sich wie ein Who-Is-Who des zeitgenössischen Kinos:

  • Ewan McGregor: Kenneth
  • Michael Douglas: Coblenz
  • Michael Fassbender: Paul
  • Channing Tatum: Aaron
  • Antonio Banderas: Rodrigo
  • Mathieu Kassovitz: Studer
  • Bill Paxton: Mallory´s Vater
  • Michael Angarano: Scott

Und zwischen all diesen Stars dann ein völlig unbekanntes neues Gesicht, Gina Carano alias Mallory Kane. Eine Martial Arts Kämpferin die nicht nur so tut, sondern es wirklich drauf hat. Einige Szenen des Films habe ich mir mehrfach angeschaut weil ich kaum glauben konnte, dass diese Frau das alles selbst macht. Immer wieder habe ich mich gefragt “Wo ist das Double, wer ist ein Stuntman und wer nicht?” Doch sie spielt die Mehrzahl der Szenen wirklich selbst und das mit einem grandiosen Drive den man selten so im Kino gesehen hat. Dagegen wirken die Kampfszenen aus “Alias die Agentin” ein Stückchen “Sesamstraße für Action-Fans”.

Soviel des Lobes, die Geschichte ist ansonsten relativ schlicht und dennoch ebenso vielschichtig erzählt wie zunächst schwer verständlich. Eigentlich geht es nur darum einen unbequemen Dissidenten auf geschickte Art und Weise los zu werden und seinen Tod jemand anderem in die Schuhe zu schieben, den man ebenfalls loswerden möchte. Doch auf dieser simplen Grundlage konstruiert Steven Soderberg dann doch einen spannenden ungewöhnlichen atmosphärischen Thriller. Seine Machart ist nicht revolutionär, bietet aber dennoch viele neue spannende Elemente. Toll choreographierte harte Actionsequenzen und wirklich coole Verfolgungsjagden wie in “French Connection II” oder “Rocknrolla”.

Alles in allem ist Haywire ein Film der die Coolness von “Ocean’s Eleven” mit der Action aus “The Bourne Identity” zu einem neuen ruhigen aber keineswegs langweiligen Genremix verknüpft. Mir hat er gefallen und ich würde ihn jedem Fans von “Collateral” und “Mister Brooks” empfehlen.

Wer einen ungewöhnlichen Krimi für einen lauen Sommerabend sucht, der ist mit Haywire sehr gut bedient.

 


Filmtipp – Der Gott des Gemetzels

Es ist eines der meist gespielten zeitgenössischen Theaterstücke und in der Verfilmung von Roman Polanski gibt es eine wirklich wichtige Schlüsselszene. Dieser Szene geht voraus, dass Titanic-Star Kate Winslet immer mal wieder erwähnt, dass ihr übel ist. Im Bad will sie nicht verschwinden und die warme Cola die sie von Jodie Foster zugesteckt bekommt wirkt auch nicht. Irgendwann ist es dann zu spät und der Wahnsinn nimmt seinen Lauf…

Wer den Film “Der Gott des Gemetzels” noch nicht kennt, der sollte ihn sich mal anschauen :-)


Kritisch gesehen – Der Gott des Gemetzels

Was haben Der Pianist, Titanic, Magnolia, Inglourious Bastards und Das Schweigen der Lämmer gemeinsam? Ganz einfach, Roman Polanski (Der Pianist) hat sich vier blendende Schauspieler gesucht um ein Theaterstück auf die Leinwand zu bringen, dass im am 2. Dezember 2006 im Schauspielhaus Zürich uraufgeführt wurde: Der Gott des Gemetzels

Die Geschichte ist so schlicht wie man es sich nur denken kann. Zwei 11 jährige “verkloppen” sich auf dem Spielplatz. Die Hintergründe sind nicht wirklich klar und mit beiden Jungs hat auch noch niemand so wirklich gesprochen. Aber die Eltern der Kinder treffen sich um den Sachverhalt wie zivilisierte Menschen aus der Welt zu schaffen. Doch dann gibt ein Wort das andere und die Situation entgleist.

Während ich den Film geschaut habe dachte ich nur “Das könnte man supergut in einem Theater aufführen”. Und was lese ich später, es ist ein verfilmtes Theaterstück, sogar eines der meist gespielten zeitgenössischen Theaterstücke überhaupt! Und genauso kommt es auch rüber, wie ein wunderbares Kammerspiel bei dem sich die vier Hauptdarsteller in allerbester Spiellaune zeigen.

Während in einem kleinen Theater die Zuschauer stets die ganze Bühne überblicken können, hat Regisseur Roman Polanski diese Sichtweise mit kinotypischen Mitteln neu definiert. Es gibt viele schöne Schnitte welche die Handlung vorantreiben und dem Zuschauer das Gefühl vermitteln richtig mitten drin zu sein in dieser wunderbar vorgetragenen Streitigkeit unter vier ach so aufgeklärten vernünftigen Erwachsenen. Es macht Spaß zu sehen wie sich Jodie Foster aufregt, rot anläuft und die Adern an ihrem Hals anschwellen. Diese Schauspieler sind absolute Oberklasse und nicht zuletzt ist Christoph Waltz wieder einmal ganz in seinem Element. Wirklich toll wie erst ständig unflätig mit dem Handy am Ohr jede aufkeimende Diskussion abwürgt und sich seinem wichtigsten Klienten widmet. All das bis schließlich seiner Frau nach langen Jahren endgültig der Kragen platzt und der schöne Blackberry im Wasser der Tulpenvase landet.

Ich musste bei diesem Film wirklich grinsen und es hat Spaß gemacht ihn anzuschauen. Der Film ist neu im Angebot von iTunes, das Ausleihen via Apple-TV kostet 4,99 Euro. Deutlich billiger als eine Theaterkarte und auf seine Art und Weise genauso sympathisch.

Mein Fazit:

Mit diesem Film ist Roman Polanski ein Adaption gut inszenierte und vergnügliche Umsetzung der Gesellschaftssatire von Yasmina Rezas Erfolgsstück gelungen. Die vier großartigen Schauspieler lassen die 79 Minuten zu einem wirklich kurzweiligen Erlebnis werden. Wirklich witzig der Abspann. Da sieht man noch einmal die Kids wie sie sich längst vertragen haben und sich die kleine Prügelei auf ihren Smartphones anschauen. Danach steigen sie auf ihre Skateboards und genießen den Tag.

Mein Tipp:

Wem dieser Film gefällt, der sollte sich auch den Film “Nach Fünf im Urwald” gönnen!


Tutorial – How to use a Portal Gun

POrtal: Terminal Velocity from Jason Craft on Vimeo.

Das eine oder andere Computerspiel hat jeder von uns schon einmal gespiel. Ich selbst habe eine ganze Weil “Commander Keen” gespielt, aber das ist schon 20 Jahre her. Inzwischen ist viel Zeit vergangen und die Anzahl der Videospiele ist astronomisch angestiegen. Mit Computerspielen wird inzwischen weltweit mehr Geld verdient als mit Kinofilmen. Bei der unglaublichen Menge der Spiele ist es schwer neue Ideen und neue Konzepte zu entwickeln. Das Spiel “Portal” ist hier eine löbliche Ausnahme.

Einer der Fans hat überlegt wie eine echte “Portal Gun” im wahren Leben aussehen und funktionieren würde. Und weil er es kann hat er es auch gleich gefilmt, wirklich cool!

Wo man diese Waffe kaufen kann verrät er uns leider nicht :-(


Kritisch gesehen – Die Fälscher

Der österreichische Film “Die Fälscher” des Drehbuchautors und Regisseurs Stefan Ruzowitzky basiert auf den Erinnerungen eines Juden mit dem so ganz und gar nicht jüdischen Namen Adolf Burger. Der Film erzählt die Geschichte der groß angelegten “Aktion Bernhard”, bei der die Nationalsozialisten während des Zweiten Weltkrieges Falschgeld, Pässe und Wertpapiere in großem Stil fälschen ließen um die horrenden Kosten des zweiten Weltkriegs wenigstens teilweise decken zu können.

Adolf Burger ist der letzte Überlebende der im Konzentrationslager Sachsenhausen bei Berlin zur Herstellung von Falschgeld gezwungenen Menschen. Der Film basiert weitgehend auf seinen Erinnerungen. Im Film wird er von August Diehl dargestellt.

Adolf Burger

Ein wesentlicher Bestandteil des Films ist der moralische Zweikampf zweier “Fälscher”. Auf der einen Seite steht Adolf Burger der mit aller Kraft versucht zu verhindern, dass täuschend echt wirkende Dollar-Noten den Nazis helfen könnten den Krieg vielleicht doch noch zu gewinnen. Auf der anderen Seite steht Salomon Sorowitsch der einfach nur versucht in dieser Hölle zu überleben.

Adolf Burger und weiteren Häftlingen ist es zuzuschreiben, dass sie durch das Vortäuschen von Problemen bei der Herstellung die endgültige Fertigstellung der gefälschten Dollarnoten um mehrere Monate verzögern konnten. Somit konnte der Großteil der gefälschten Dollarnoten mit einem Wert des vierfachen der Britischen Geldreserven nicht mehr in Umlauf gebracht werden.

Sehr gut gefallen hat mir auch die Leistung des David Striesow welcher die ambivalente Figur des Sturmbannführers Friedrich Herzog perfekt verkörpert. Mal ist er nett, mal fies, mal verängstigt und stets versucht er auf seine Weise zu überleben und für den Fall der Fälle mit gefälschten schwedischen Pässen für sich und seine Familie dem verdienten Ende doch noch zu entkommen.

Hier ein kurzes Interview mit Adolf Burger.

Und hier noch ein Interview mit Hemmt Diehl der die Rolle des Adolf Burger verkörpert.


Kritisch gesehen – Das Experiment

Amerikaner synchronisieren keine europäischen Filme, das wäre ja viel zu einfach. Sie drehen sie einfach neu, so auch geschehen mit dem Spielfilm von Oliver Hirschbiegel aus dem Jahr 2001 “Das Experiment”.

Hier ist der Trailer des “Originals”.

Warum stelle ich Euch heute diesen Film vor? Ganz einfach, weil ich ihn gestern gesehen und für GUT befunden habe. Die Geschichte ist ungewöhnlich und filmische Umsetzung sowie Leistung der Schauspieler sind wirklich überzeugend. Wer in dieser verregneten Zeit einen Film mit “Geist & Verstand” sucht, der ist mit dem Original von “Das Experiment” sehr gut bedient. Neben Motiv Bleibtreu hat mir besonders Justus von Dohnányi in der Rolle des wirklich fiesen Berus gefallen. Dass die Handlung nach Köln verlegt und mit einer kleinen Liebesgeschichte in Form einer Nebenhandlung garniert wurde stört mich dabei nicht weiter.

Wirft man einen Blick in die Wikipedia findet man weitere Hintergrundinformationen:

Film und Roman lehnen sich an ein reales Experiment an, das im Sommer 1971 unter der Leitung von Philip Zimbardo an der Universität Stanford durchgeführt wurde. Das Stanford-Prison-Experiment wurde nach sechs von vierzehn geplanten Tagen abgebrochen, nachdem es unter moralischen Gesichtspunkten nicht länger tragbar war. Im Film endet die Eskalation erst, nachdem es zu Toten und Schwerverletzten gekommen ist. Da die Darstellung im Film über das reale Vorbild hinausgeht, klagte Zimbardo erfolgreich gegen den Untertitel des Films „beruht auf einer wahren Begebenheit“.

Unter der Regie von Paul Scheuring entstand 2010 das US-Remake The Experiment, welches jedoch eine leicht veränderte Storyline verfolgt, andere Charaktere bietet und ein anderes Ende aufweist.

Infos zum echten Experiment findet man hier: http://www.prisonexp.org/deutsch

Hier gibt es eine gut gemachte Dokumentation der BBC:

Wer sich jetzt für diesen Streifen interessiert sollte unbedingt darauf achten das deutsche “Original” zu erwischen. Sicher ist Adrian Brody auch kein schlechterer Schauspieler als Moritz Bleibtreu, aber wie immer gilt beim Film “Nur original ist original” :-)


Kritisch gesehen – Der Mandant

Der verregnete Sonntag macht einfach keinen Spaß und so stöbere ich nach dem Action Streifen des Nachmittags später nach einem zweiten “Film des Tages”. Schließlich bleibe ich bei “Der Mandant” hängen.

Der Autor John Grisham war in seinem “früheren Leben” selbst Anwalt und das mag ein Grund für die Authentizität und Glaubwürdigkeit seiner erfolgreichen Gerichts-Thriller sein. Bereits im Jahr 1989 kamen Verfilmungen seiner Romane in die Kinos. Die Liste dieser erfolgreichen Produktionen ist lang, Die Jury, Die Firma, Die Akte, Der Klient, Die Kammer, wer kennt diese Filme nicht?

Der Schauspieler mit dem scher zu schreibenden Namen Matthew David McConaughey wurde mit dem Film “Die Jury” bekannt und diesen Streifen mag ich bis heute. Leider werden wir auch im Jahr 2012 noch mit unterirdisch schlechten Gerichtsserien bombardiert. Richterin Salesch und ihre Kollegen machen es leicht den Fernseher zu meiden wie die Pest denn das was da täglich produziert und ausgestrahlt wird ist in meinen Augen billig produzierter Fernsehmüll mit schlechten Laiendarstellern und dünnen Stories. Jeder der diesen Schrott mal 5 Minuten lang kritisch gesehen hat wünscht sich eine Wiederholung von “Die 12 Geschworenen” aus dem Jahr 1957 von Sidney Lumet mit Henry Fonda.

Doch die Flut der Pseudo-Reality-Gerichtsshows macht es den Klassikern der Genres heute wirklich schwer. Hand aufs Herz, wer mag sich bei alle dem noch einen Gerichtsthriller anschauen? Oder doch, wenn er gut ist?

Kommen wir zur Sache, das Drehbuch zu der Mandant ist NICHT von John Grisham, aber der Schauspieler mit dem schwierigen Namen spielt nach vielen Flops endlich mal wieder das was er am besten kann, einen aalglatten selbstgefälligen Strafverteidiger. Die Story beginnt wie beim Katz und Mausspiel zwischen Richard Gere und Edward Norton im Gerichtsthriller “Zwielicht”. Und auch hier gibt es eine Wendung, die man als Fan des Genres fast erwartet. Schließlich ist nichts mehr wie es scheint und der Anwalt steht selbst in der Schusslinie.

Dass es da kleine überflüssige Nebenhandlungen gibt wie die Beziehung zu seiner Ex-Frau, samt kleiner Tochter, das mögen wir dem Drehbuchautor verzeihen. Dass unser Akteur ein Glas hochprozentigen Etwas nach dem anderen herunterschluckt wohl auch. Vielleicht muss das einfach in den USA so sein. Menschen die dort Probleme haben müssen scheinbar im Film auch Alkohol in größeren Mengen konsumieren.

Doch dem Film tut es keinen Abbruch. Und auch wenn vieles vorhersehbar ist, so bleibt das Drehbuch doch bis zum Schluss logisch und schlüssig. Fans krasser Action werden den Film nicht mögen, es gibt nur eine kurze Schießerei und keine Verfolgungsjagd, aber das braucht dieser Film auch nicht. Statt dessen sieht man routiniert agierende Schauspieler die man beispielsweise als Berater der Präsidenten aus 24 kennt. Der Typ vom Schlüsseldienst aus LA Crash gibt sich ein Stelldichein und nicht zuletzt gibt Teeneeschwarm und Jung-Vampir Ryan Philippe das hintergründig unschuldige Opfer.

Mein Fazit

Wer die Romanverfilmungen von John Grisham mochte, der findet in “Der Mandant” eine gelungene Wiedergeburt eines leider vom privaten Ramschfernsehen fast gänzlich zerstörten Genres, einen gut gemachten Gerichtsfilm.

Für alle denen das Genre fremd ist hier ein paar Filmtipps…


Kritisch gesehen – A Lonely Place To Die

Was kann man an einem völlig verregneten Sonntag besseres tun als mit einer leckeren Tafel Schokolade und einem Glas Kirschsaft auf dem Sofa zu liegen? Ganz einfach, man kann zusätzlich noch einen guten Film anschauen! Nur welchen Film sollte man sich zu Gemüte führen?

Schauen wir doch mal was das neue Apple TV in 1080p alles zu bieten hat. Zwischen den vielen hundert Trailern sticht mir schließlich der Film “A Lonely Place To Die” ins Auge. Auf den ersten Blick könnte man meinen es handle sich um einen Bergsteigerfilm, vielleicht eine Neuauflage von Cliffhanger? Das Ausleihen via Apple-TV kostest bei iTunes 4,99 Euro – warum also nicht…

Im Gegensatz zum Ausleihen eines Films via Playstation 3 oder anderen Diensten startet beim Apple-TV der Film bereits nach einigen wenigen Sekunden. Die Apple-Cloud funktioniert wirklich gut, hier leisten die vielen hundert Microsoft-Azure-Container ganze Arbeit!

Und der Film startet furios. Es gibt tolle Kletterszenen, einen “Beinahe-Unfall” und im Hintergrund sieht man immer wieder die grandiosen Schottischen Highlands. Die Kulisse ist atemberaubend und erinnert mich an die Reise über die norwegische Hardangervidda im Jahr 2009. Unsere Hauptcharaktere finden bei ihrer zweiten Wanderung mitten in der Wildnis ein kleines Mädchen dessen Sprache sie nicht verstehen. Sie scheint entführt worden zu sein. Die Gruppe beschließt das Mädchen zu retten, aber sie haben die Rechnung ohne zwei finstere Gesellen gemacht die ihnen fortan auf den Fersen sind.

Meiner Meinung nach fällt der Film nach der ersten halben Stunde sehr ab. Ist der Auftakt noch furios und lässt auf eine ungewöhnliche neue Geschichte hoffen, so beginnt jetzt ein genretypisches Katz- und Mausspiel. Einer nach dem anderen müssen die Charaktere ihr Leben lassen um die kleine Anna zu retten. Wer wird der nächste sein? Das alles ist durchaus spannend und gut inszeniert, auch wissen Schauspieler und Drehorte durchaus zu gefallen und die Musik tut ihr übriges. Doch echte Wendungen und Überraschungen gibt es leider nicht.

So wird die Entführungsgeschichte konsequent weiter geführt, die Frequenz der Schießereien steigert sich und die Anzahl der Toten wachst von Minute zu Minute. Wer hier subtilen Nervenkrieg während der Verhandlungen mit den Entführern erwartet wird enttäuscht werden. Stattdessen gibt es viele durchaus gut gestaltete Szenen während eines nächtlichen Straßenfests, das zunehmend an den Monstercorso der Schweizer Fastnacht erinnert. Der Showdown ist dann letztlich zwar gut ins Szene gesetzt, aber doch sehr vorhersehbar.

Mein Fazit

Dieser Film ist ein solide inszenierter Actionstreifen. Drehorte, Inszenierung, Musik und Schauspieler wissen durchaus zu gefallen, aber die Geschichte hat leider nur wenig neues zu bieten. Meiner Meinung nach wurde die Chance verpasst eine wirklich ungewöhnliche Geschichte auf spannende Art und Weise zu erzählen. Lies der Auftakt dies noch hoffen, so bleibt letztlich ein durchaus unterhaltsamer Film für einen verregneten Sonntagnachmittag. Lange in Erinnerung wird er wohl nicht bleiben, schade eigentlich…


Kritisch gesehen – I’m still here

Ich erinnere mich noch gut wie ich im Jahr 2008 bei einem Freund zur Einweihung des genialen großen Gasgrills eingeladen war und den ganzen Abend über Musik von Johnny Cash lief. Und ich erinnere mich auch noch gut an den Film “Walk the Line” in dem Joaquin Phoenix genau diesen Johnny Cash auf großartige Weise verkörpert hat und später mit einem Oscar belohnt wurde

Und auch an den Hype um seine Ankündigung nach diesem Film künftig keine weiteren Film mehr drehen zu wollen um sich ganz auf seine Karriere als Musiker zu konzentrieren erinnere ich mich auch noch.

Vor ein paar Tagen fiel mit dann eine Blu-Ray in die Hand, welche auf der Titelseite genau diesen Joaquin Phoenix mit Sonnenbrille in total verwahrlostem Zustand zeigt. Irgendwas hatte ich gehört von einem “Filmischen Experiment”, von einem Versuch die Gnadenlosigkeit zu zeigen mit der Hollywood und die Medien des 21. Jahrhunderts jeden Star auf Schritt und Tritt verfolgen und mit Spott und Häme jeden noch so peinlichen Ausrutscher kommentieren und ausschlachten.

Gestern war dann ein wenig Zeit mir dieses Experiment endlich anzuschauen. Und ich muss ganz offen gestehen, ich habe zwischendurch auf den schnellen Vorlauf der Fernbedienung gedrückt. Es ist schon ziemlich unerträglich diesen genialen Schauspieler so fett und aufgedunsen, ungewaschen und unrasiert dabei zuzuschauen wir er die Brüste von Nutte begrabbelt, sich Drogen reinpfeift, in einem Club eine Schlägerei anfängt um sich danach auf der Herrentoilette lustvoll und ausdauernd zu übergeben.

Als diese Doku endlich überstanden ist, schaue ich mal in das Bonusmaterial und nun wird mir vieles Klar. Dieser Typ hat sich für dieses Experiment fett gefressen, sich so richtig gehen lassen um sich ganze zwei Jahre lang bei seinem vermeintlichen Niedergang in fast jeder Stunde seines Lebens dabei filmen zu lassen. Was für eine krasser Scheiß…

Nachdem ich ihn im Bonusmaterial frisch gestylt und mit durchtrainierter Figur sehe muss ich noch einmal in den Film zurück zappen. Nun wird mir vieles klarer, nun macht dieses Experiment irgendwie Spaß. Er klebt David Letterman ein Kaugummi unter die Tischkante und erzählt Produzent Sean Combs alias P Diddy, dass er eine epische Bohamian Rhapsodie des HipHip mit ihm produzieren möchte. Dieser steht dem verwahrlosten Fettwanst ein wenig fassungslos gegenüber und sagt nur. “Oh ja, episch ist gut! Episch ist episch!”

Rückblickend wird dieser Film irgendwie immer besser. Kennt man die Hintergründe kann man das Gesicht von Ben Stiller genießen wie er versucht den übel riechenden Zottel zu einem neuen Film zu überreden und der einfach nur Desinteresse heuchelt.

Alles in allem ein äußerst ungewöhnlicher Streifen der mich mehr an Jackass als an “richtige Filme” wie “Walk the line” erinnert. Er ist anstrengend und hat seine Längen. Auch fällt es schwer die Motivation hinter diesem Projekt nachvollziehen zu können. Doch vielleicht ergeben sich gerade aus dieser Absurdität des Streifens seine subtilen Höhepunkte.

Wer Filme mag die sich einem nicht auf den ersten Blick erschließen, der sollte sich “I’m still here” vielleicht in einer ruhigen Stunde mal anschauen.

Hier ein kurzer Ausschnitt aus seinem Auftritt bei David Letterman. Dieser war in das Experiment nicht eingeweiht und versucht hier fast 10 Minuten lang diesen Kaugummi kauenden Waldschrat aus der Reserve zu locken. Bis dieser ihm schließlich sein Kaugummi unter die Tischkante klebt.

Ein paar Monate später wurde der ganze Spaß dann erneut bei David Letterman aufgeklärt – irgendwie auch ganz witzig…

Sehr schön auch zu sehen, wie die “Generation Handykamera” auf die fingierte Prügelei hereinfällt und diese Videos sensationslüstern bei YouTube zeigt. Dies hier ist KEIN Filmausschnitt :-)

Letztlich ist es für mich ein Streifen der mir im Gedächtnis bleiben wird. Ob er es wert war sich zwei Jahre lang gehen zu lassen und sich bewusst dem öffentlichen Spott auszusetzen, das muss jeder für sich selbst entscheiden :-)


Mission: Impossible – Phantom Protokoll

Was haben Film wie Top-Gun, Hitch der Date Doktor, The Hurt Locker, Shaun of the Dead, Verblendung/Verdammnis/Vergebung, Slumdog Millionaire, Lost, Inglourious Basterds, Source Code, Rock N Rolla, Kiss of Death, Ratatouille und Alias die Agentin eigentlich gemeinsam? Eigentlich nichts, bis auf die Tatsache, dass mit ihnen Schauspieler,Regisseure und Drehbuchautoren bekannt wurden, die ich eben alle zusammen in einem temporeichen Action-Thriller voller Selbstironie gesehen habe.

Während der Film lief hatte ich ein Déjà-vu nach dem anderen. Tom Cruise – das war ja klar – was wäre Mission Impossible ohne ihn? Aber die vielen anderen Darsteller, allein wegen dieser Ansammlung bekannter Gesichter macht dieser Film schon Spaß. Dann kommt das Drehbuch von J. J. Abrams. Viele von Euch kennen sicher Fernsehserien die aus seiner Feder stammen wie “Alias die Agentin” oder “Lost”, oder Kinofilme wie “In Sachen Henry” mit Harrison Ford oder der von ihm produzierte Horrorfilm “Cloverfield”?

Dann die Regie, Brad Bird  - er hat zuvor Filme wie Ratatouille gemacht. Was für ein Mix!

Wer noch nichts davon gehört haben sollte, hier ist einer der Trailer:

Hier die Liste der Schauspieler:

Wer morgen Abend nicht so recht weiß was er mit sich anfangen soll, dem würde ich diesen Film ans Herz legen. Ach ja, eine Tüte Popkorn und ein paar Flaschen Bier sollte man griffbereit haben. Und wenn die besten Kumpels zu Besuch kommen ist ein spaßiger Abend garantiert. Via Apple-TV kann man ihn in allerbester Qualität für 4,99 Euro anschauen und spart sich sogar den Weg zum Videoverleih oder dem nächsten Supermarkt. Ok ok, bei Love Film kann man ihn auch ordern…

Interessant noch die Product-Placements von Apple, BMW, DELL und vielen anderen Herstellern stylischer schöner Dinge… So fährt Tom Cruise beispielsweise diesen BMW:

Und gleich in einer der ersten Szenen hilft das iPad beim Einbruch in den Moskauer Kremel. Allein diese vielen Produkteinblendungen sorgen tragen zur sicheren Erheiterung des technikaffinen Publikums bei. :-)

Mein Fazit:
Dieser Film sorgt Laune auf hohem Niveau! Aber, nicht lange nachdenken: “Boah” sagen und zum Popkorn greifen!


Parasiten – Sie sind in uns

Parasite Choi – Full Film from SR Premium on Vimeo.

Heute möchte ich Euch diesen wirklich famos gemachten Kurzfilm vorstellen. Die Effekte gefallen mir außerordentlich gut und dieser Film beweist einmal mehr, dass künftig so richtig abgefahrene Filmtricks nicht mehr einzig den großen Hollywood-Studios vorbehalten sein werden. Bereits heute lassen sich mit ganz normaler aktueller PC-Hardware Filmtricks erstellen die vor 10 Jahren noch vollkommen unmöglich gewesen wären. Ich denke, dass dies die Filmwelt der kommenden Jahre revolutionieren wird. Wir können uns drauf einstellen, dass uns in den nächsten Jahre ein Flut guter und weniger guter völlig neuartiger Video-Effekte erwartet.

Wenn damit den großen Filmstudios ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal verloren geht, besinnen sie sich vielleicht wieder aus das “Wesentliche” und produzieren künftig mehr wirklich gute Filme wie beispielsweise “The Artist” :-)

Hier habe ich noch ein sehr schönes Making of zum Film “Monsters”. Dieser Film sieht wirklich teuer aus, er war es aber nicht. Der Regisseur war unter anderem mit seinen beiden Schauspielern eine Weile in Südamerika unterwegs. Dort haben sie schöne Locations gesucht und “Filmschnipsel eingesammelt” aus denen sie später die Story entwickelt haben. Eine völlig andere Vorgehensweise als es etablierte Studios tun würden. Während der Post-Production hat der Regisseur Gareth Edwards alle Trickeffekte des Films in einigen wenigen Tagen daheim an einem normalen PC erstellt.

Wer bereits heute einen Blick auf die Filmwelt von morgen werfen möchte, der sollte sich diesen Film unbedingt anschauen und bei jedem Spezialeffekt daran denken, das dies keine Multimillionen-Dollar-Produktion ist!

Hier noch der Trailer zu Monsters…


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