Alles über Fotografie, Autos, Motorräder…

Fuji

Mercedes SLK und BMW K1200 by AC Schnitzer

BMW-K1200-AC-Schnitzer

Gestern hatte ich Gelegenheit eine echt coole BMW K1200 by AC Schnitzer mit meiner Fuji X-T1 und dem XF 1,2/56mm sowie dem XF 1,4/23mm zu fotografieren. Den vollständigen Artikel gibt es hier. Weil ich etwas zu früh dran war, habe ich auch noch ein paar Fotos meines kleinen Cabriolets gemacht, man(n) muss ich ja irgendwie sinnvoll beschäftigen…


Fuji X-E2 – Preiswert aufgewertet

FUJI-X-E2-Modding

Die Fuji X-E2 ist eine wirklich coole Kamera und mit ein paar kleinen Zubehörteilen wird sie noch ein Spur cooler. Alles weitere gibt es hier zu lesen.


Fuji XF 1,2/56mm – Erste Testbilder

Seit Samstag bin ich stolzer Besitzer eines Fuji XF 1,2/56mm Objektives. Diese geniale Linse ist eigentlich für die Portrait-Fotografie gedacht, aber man kann damit natürlich auch viele andere Dinge so aufnehmen, dass sie sich sehr schön vor cremig weichen Hintergrund abheben. Wie das im Detail aussieht kann man sich in diesem neuen Artikel auf anscharius.com anschauen.

Fuji-XF-12-56mm

Einfach auf dieses Bild klicken um den Beitrag auf anscharius.com zu öffnen.


100 Days of Freedom – Der BLOG

Sustenpass mit BMW R80-RT

Seit meiner Jugend stehe ich total auf Motorräder. Die krasse Beschleunigung und die Wendigkeit haben mich fast mein ganzes Leben lang fasziniert. So war ich mein halbes Leben mit meinen BMW Motorrädern unterwegs und konnte sogar ab und zu eine größere Tour fahren. Doch bei jeder Tour war ich bereits nach kurzer Zeit gefrustet, weil es wieder heim gehen musste. Am nächsten Montag wartete ein neuer Tag im Büro auf mich und statt einfach in den Horizont zu reiten ging es zurück in die dunkle Garage, wie frustrierend…

Ab Juli 2015 will ich das ändern und zwar grundlegend!! Ich habe jetzt 8 Jahre lang in Mainz gearbeitet und bin unzählige Male mit dem Motorrad oder dem Auto an Rhein und Mosel entlang hin und her gefahren. Langsam kenne ich das alles auswendig, wenngleich es immer wieder schön ist. Aber mein Projekt läuft Ende Juni aus und nun kann ich kurz bevor mich das Rentenalter ereilt endlich die Tour meines Lebens machen.

100 Tage Freiheit – 100 Days of Freedom – Mit dem Motorrad einhundert Tage lang kreuz und quer durch Europa, bis auf die Kanarischen Inseln und wieder zurück. Das habe ich mir vorgenommen und daran plane ich derzeit mehr als emsig. Weil ich nur sehr wenig Gepäck mitnehmen kann habe ich mir für diese Reise ein 11″ MacBook pro gekauft. Gewissermaßen als Test habe ich mit iMove auf diesem kleinen Notebook einen Trailer für die Reise erstellt. Es sieht ein wenig nach “Indiana Jones” aus, aber er ist ja auch nicht ganz ernst gemeint. Es ist halt die iMovie-Vorlage “Abenteuer” auf der dieser Trailer basiert. Bei YouTube gibt es scheinbar viele Nutzer die das nicht verstehen und auch keinen Humor haben, so hat dieser Trailer dort auch einige negative Bewertungen kassiert. Aber bislang überwiegen die positiven Stimmen :-)

Mein großes Projekt “100 Days of Freedom” soll eine Mischung aus Abenteuer, Weltreise und Fotoexpedition werden. Ich will schöne Locations finden, geile Fotos machen und ein schönes Video erstellen. Es soll viele Tipps und Tricks geben welche Motive man in Deutschland, Schweiz, Italien, Spanien und Portugal finden kann. Auf meinem kleinen 11″ Mac werde ich nach Kräften bloggen und dokumentieren was ich unterwegs erlebe.

Weil diese Reise wirklich viel Geld verschlingen wird, werde ich mich an einigen Kindle E-Books versuchen um die immensen Kosten wenigstens teilweise auffangen zu können. Um alle Infos in gebündelter Form präsentieren zu können habe ich eigens für diese Reise einen neuen BOG eingerichtet. Dieser läuft auf meinem eigenen Webserver und so muss ich mir keine großen Gedanken über Speicherplatz usw. machen. Bei diesem neuen BLOG bin ich mein eigener Webmaster und kann alles nach Lust und Laune gestalten wie ich es will. Im Augenblick gibt es dort erst drei kurze Artikel in denen es um die Vorbereitung der Reise geht, aber es wird mehr werden, viel mehr :-)

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Gestern habe ich eine erste Testfahrt mit der neuen Fuji Fotoausrüstung UND dem neuen Reisestativ in meinem Tankrucksack gemacht. 200 Kilometer bin ich gefahren und es hat gut funktioniert. Alles passt in einen einzigen Tankrucksack, lediglich der Stopp an der Tankstelle war nervig. Um an den Tank zu kommen muss ich den großen schweren Rucksack jedes Mal abmontieren, das wird mir noch gewaltig auf die Nerven gehen.

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Kurz vor Ende meiner Tour habe ich gestern beim Café Fahrtwind einen Stopp eingelegt und sogar noch ein Stückchen des leckeren neuen Kuchens genießen können. Dort gibt es jetzt einen einzigartigen Schmandkuchen mit Mandarinen. Ich war schon während der Entstehung dieser neuen Kreation dabei und durfte sogar das erste Exemplar dieser neuen Spezialität kosten. Und er ist einfach sagenhaft gut!

Ich hoffe Ihr begleitet mich, wenn auch nur virtuell, auf dieser langen Reise! Ich hoffe auch sehr auf Eure Unterstützung. Falls jemand von Euch schöne Locations kennt die ich unbedingt besuchen sollte, so würde ich mich über einen kurzen Kommentar unter diesem Artikel sehr freuen. Wer mich ein Stück begleiteten oder unterwegs besucht werden möchte darf sich gern jederzeit melden :-)

Also dann, stellen wir uns ein auf 100 Tage Freiheit – 100 Days of Freedom…


Fuji X-E2 – Fotos in voller Auflösung

In den letzten Tagen hatte ich ein wenig Gelegenheit mit der neuen Fuji X-E2 einige Testbilder aufzunehmen die ich Euch hier in voller Auflösung zeigen möchte. Wer sehen will was sich sogar ganz ohne Stativ aus dem Fuji X-Trans Sensor herausholen lässt, der klickt einfach die hier verlinkten Vorschaubilder an und wird dann zum großen Bild in meinem Flickr Fotostream weitergeleitet. Dort gibt es rechts unten ein Pfeil-Symbol, dieses klickt man an und wählt danach im Kontext-Menu “Alle Größen anzeigen” aus.

Bildschirmfoto 2015-02-24 um 19.08.30

Das erste Beispielsfoto habe ich mit dem XF 55-200mm aufgenommen das wegen des kleinen APS-C Sensors im FX-Format einem Blickwinkel eines 82,5-300mm Teleobjektivs entspricht. Bei fast vollständig geöffneter Blende ist das Ergebnis mehr als überzeugend und macht Lust auf mehr.

Testshot #7 - Fuji X-E2

Das nächste Beispielfoto habe ich mit Blende 8 aufgenommen und die Bildqualität ist wirklich herausragend.

Testshot #8 - Fuji X-E2

Als nächstes gibt es drei Fotos die ich vom gleichen Standpunkt aus mit dem XF 18-55mm bei unterschiedlichen Brennweiten bei Blende 5,6 aufgenommen habe. Auch hier ist es beeindruckend wie viele Details der X-Trans Sensor der Fuji X-E2 einzufangen vermag.

Testshot #4 - Fuji X-E2

Testshot #5 - Fuji X-E2

Testshot #6 - Fuji X-E2

Nun ein Foto auf dem einfach irre viele feinste Details zu sehen sind und auch diese Aufgabe meistert die Fuji X-E2 mit Bravour.

Is it sharp? FUJI X-E2 Test Shot

Beim nächsten Foto erkennt man in der 100% Ansicht eine leichte Unschärfe, dies liegt aber an der großen Entfernung zum Motiv und ist auf feinste Partikel zurückzuführen die sich in der Luft befinden. Fotos über weite Strecken gelingen mit einem Teleobjektiv in der Regel nur an sehr kalten Wintertagen mit extrem trockner Luft.

Testshot #2 - Fuji X-E2

Um dieses Manko auszubügeln habe ich hier ein Foto das ebenfalls mit dem XF-55-200mm aufgenommen wurde, aber eben aus deutlich kürzerer Distanz. Hier spielt die in der Wärme der Sinne flimmernde Luft keine Rolle und verfälscht das Bildergebnis nicht. Es ist erstaunlich was dieses Objektiv und dieser Sensor leisten!

Testshot #3 - Fuji X-E2

Neben der Abbildungsleistung der Objektive ist der Dynamik-Umfang eines Kamera-Sensors für gute Bildergebnisse von essentieller Bedeutung. Wer kennt sie nicht die Fotos mit den ausgefressenen Lichtern die bei grellem Licht mit den winzigen Sensoren eines Smartphones aufgenommen wurden? Hier habe ich ein Foto das im unbearbeiteten Zustand das Problem sehr schön zeigt, dass die Natur und unser Auge größere Kontraste bereiten und verarbeiten können als fast jeder aktuelle Kamera-Sensor. Schaut man sich das Bild an sieht es zunächst aus als wäre bei den Wolken jegliche Zeichnung verloren und als würden die dunklen Bildbereiche kaum noch Zeichnung aufweisen.

Dynamic Range Test #1 - Fuji X-E2

Im nächsten Schritt senken wir nun im Adobe Camera RAW Converter die Lichter ein wenig ab und hellen die Schatten ein wenig auf. Zusätzlich reduzieren wir die Helligkeit um etwa 1/3 Blendenstufen und schon zeigen die Wolken eine ausgeprägte Zeichnung, ohne dass überstrahlte Lichter auffallen würden. Hellen wir jetzt noch die Schatten etwas auf, so kommt auch hier erstaunlich viel Zeichnung zum Vorschein und das ohne allzu starke Artefakte und Farbrauschen.

Dynamic Range Test #2 - Fuji X-E2

Der Tonwertumfang des Sensors der Fuji X-E2 ist wirklich ganz beachtlich und da stimmt es auch nicht weiter traurig, dass diese Kamera Belichtungsreichen mit nur 3 unterschiedlich belichteten Fotos erlaubt. In den allermeisten Situationen wird das ausreichen. Und falls mal nicht, so kann man sich mit dem sehr gut zugänglichen Einstellrad für die Belichtungskorrektur helfen. Damit kommt man schnell auf 6 oder 9 unterschiedlich belichtete Fotos aus denen sich HDR Fotos auch bei allerhärtestem Gegenlicht zaubern lassen sollten.

Fazit

Auch wenn der Video-Modus dieser Kamera anmutet an als hätte man ihn nachträglich mehr als lieblos in die Software “hineingemummelt”, so punktet die Fuji X-E2 doch bei der Bildqualität. Was diese kompakte kleine Kamera abliefern ist einfach nur erstaunlich. Im direkten Vergleich ist sie kaum größer als eine Olympus OM-D E-M1 und sich die Objektive sind nur kaum größer als die Pendants des sehr kompakten Micro-Four-Thirds Systems. Sehr gut gefällt mir an meinem neuen XF 10-24mm auch, dass der Filterdurchmesser mit 72m angenehm klein ist und man dieses Objektiv sehr gut mit dichten Graufiltern nutzen kann, ohne dass die Bildränder nennenswert abgeschattet werden, das ist außergewöhnlich!

Mit der neuen Firmware 3.0 ist es möglich bei eingeschaltetem Autofokus manuell nachzufokussieren. Das funktioniert sehr gut und das Fokuspeaking ist eine ganz ausgezeichnete Hilfe bei der Fokussierung. Auch gefällt mir sehr gut, dass man die Farben sehr frei wählen kann die beim Fokuspeaking im hervorragenden Sucher der X-E2 angezeigt werden. Aktuell habe ich “Rot” eingestellt. Drückt man den Auslöser fokussiert die X-E2 automatisch und durch Drehen des Fokus-Rings wird das Fokus-Peaking aktiviert. Als “scharf erkannte” Ecken und Kanten werden dann im Sucherbild oder auf dem rückwärtigen Display mit feinen roten Linien markiert. Das funktioniert sehr gut und hier könnten sich die Nikon Ingenieure bei der Entwicklung der Nikon 1 V4 eine dicke Scheibe abschneiden. Alternativ kann man ein digitales Schnittbild nutzen und es gibt auch Optionen um die automatische Vergrößerung des Sucherbildes beim manuellen oder halbautomatischen Fokussieren zu ändern, gut gemacht Fuji!

Neben dem neuen XF 10-24mm das im FX Format einem 15-36mm Weitwinkelzoom entspricht habe ich mir noch eine verrückte Lochblende gekauft. Was sich mit diesem Dingen alles anstellen lässt, das gibt es im nächten Artikel zu sehen!

Etwas enttäuschend ist allerdings die Kapazität der kleinen Akkus. Wer sich mit Auswahl und Komposition seiner Fotos viel Zeit lässt, die Displaybeleuchtung etwas stärker aufdreht und den Bildstabilisator dauerhaft aktiviert hat, der wird bereits nach etwa 100 Bildern feststellen, dass die Akkuladung langsam aber sicher zu Ende geht. Ich bin jetzt mit insgesamt drei Akkus ausstaffiert und bin seit heute außerdem stolzer Besitzer des sehr coolen MHG-XE Handgriffes. Dieser Handgriff kann fest mit der Fuji X-E2 verbunden bleiben und ermöglicht freien Zugang zum Batteriefach und der Speicherkarte. Außerdem ist er Arca-Swiss kompatibel und kann damit an vielen professionellen Schnell-Wechelssstemen ohne weiteres Zubehör genutzt werden.

Wie das alles aussieht, gibt es im nächsten Artikel zu sehen :-)


FUJIFILM X-E2 – Meine ersten Eindrücke

Fujifilm-X-E2-01

Eigentlich wollten wir nur in der Bonner City frühstücken, aber am letzten Samstag sind wir dann doch wieder im Bonner City Foto Center gelandet. Der Geschäftsführer ist schon eine Weile krank und ich wollte mich erkundigen ob es ihm inzwischen wieder besser geht. Außerdem wäre es zu schön gewesen, wenn meine bereits vor 14 Tagen bestellte Olympus OM-D E-M5 Mark II inzwischen eingetrudelt wäre. Aber leider ist in Bonn weit und breit noch nichts von dieser sehr coolen neuen Micro-Four-Thirds Kamera zu sehen.

Aber zu meiner Rolleiflex 3,5F die ich schon vor ein paar Jahren hier gekauft habe ist endlich ein passender Original-Objektivdeckel aufgetaucht und eine Gegenlichtblende samt einer kleinen Ledertasche gibt es auch. Nun ist meine Rolleiflex so richtig vollständig und diese kleinen netten Zubehörartikel sind sogar ein Geschenk des Hauses, wenn das kein Grund zum Feiern ist?

Rolleiflex 3.5F Baujahr 1960

Während meine Sandra sich angeregt mit einem der beiden Mitarbeiter unterhält habe ich Gelegenheit mir eine gebrauchte Fuji X-E2 näher anzuschauen. Der Zustand ist neuwertig und es gibt ein Blitzlicht und einen Handgriff dazu. Außerdem ist ein witziger roter Soft-Release-Button in den Auslöseknopf eingeschraubt. Diese Kamera sieht richtig schön nach “Retro” aus und die Bedienung ähnelt sehr stark dessen was ich bereits seit mehreren Jahren von meiner wunderschönen Fuji X-100 kenne. Unbedingt schnell und intuitiv kann man beide Kameras nicht bedienen wenn man eine Nikon DSLR wie die Nikon D7000 oder D800E gewöhnt ist. Aber man kommt mit diesen Kameras klar.

Fujifilm-X-E2-02

Zusätzlich zum sehr guten 18-55mm Standard-Zoom gibt es noch das mehr als brauchbare 55-200mm Telezoom-Objektiv. Alles in allem fühlt sich wie bei Fuji gewohnt gut schwer und wertig an. Nicht umsonst ist Fuji weltweit der einzige Hersteller der in Eigenregie eine Kamera für Hasselblad fertigen durfte, die Hasselblad X-Pan. Diese Kamera wurde von der Photowelt aufgrund ihrer hervorragenden Eigenschaften mit dem EISA Award 1999–2000 ausgezeichnet und zur Europäischen Profi-Kamera des Jahres gewählt. Na wenn das kein Ritterschlag ist?

Fujifilm-X-E2-03

Die Olympus OM-D E-M5 Mark II ist noch immer nicht lieferbar und so ist die Anspannung relativ hoch, ich habe nun schon seit mehreren Monaten keine neue Kamera mehr in Händen gehabt. Warum also keine Fuji X-E2, zumal diese Kamera in der Fachpresse seit Monaten über den grünen Klee gelobt wird? Also beginnen wir mit unseren Verhandlungen. Nach etwa 30 Minuten sind wir uns einig. Ich bekomme eine praktisch neuwertige Fuji X-E2 mit 18-55mm, 55-200mm, 2 Gegenlichtblenden, 2 Akkus, Ladegerät, Blitzlicht, 32GB Speicherkarte und einer sehr schönen Fototasche für zusammen 1.500 Euro. Na wenn das kein Schnäppchen ist?

Nachdem die Firmware der Fuji X-E2 auf Version 3.0 upgedatet ist, geht es etwas später nach Königswinter zum Sea-Life Aquarium. Dort ist reichlich Gelegenheit die neue Kamera bei höhen ISO Werten und unter schwierigen Lichtbedingungen einem ersten Test zu unterziehen.

First Testshot with Fuji X-E2

Umringt von total überdrehten schreienden Kindern versuche ich durch die dicken verschrammten Scheiben das eine oder andere coole Foto aufzunehmen. Das nur mäßig lichtstarke Standard-Zoom kann man zwar bei schönem Sonnenlicht mehr als gut gebrauchen, aber hier in der Dunkelheit ist es unpassend. Der Autofokus funktioniert nicht wirklich und das manuelle Fokussieren nervt mich total. Ich bin einfach kein Freund von edlen Hochleistungsobjektiven bei denen der Fokus elektronisch über die Kamera eingestellt wird wenn man am “Endlos-Fokusring” dreht. Ich komme aus der alten Welt und ich mag Objekte wie die alten Nikon AiS Linsen die einen satt aber dennoch weich laufenden Fokusring haben. Das Fuji XF 18-55mm sieht zwar edel aus, aber man kann die Ringe für Blende, Fokus und Zoom kaum durch Tasten voneinander unterscheiden. Ständig drehe ich am Zoom-Ring obwohl ich fokussieren möchte, das nervt!

Das Objektiv hat einen schön gemachten Ring zur Steuerung der Blende. Das funktioniert auch recht gut, aber man kann an diesem Ring nicht ablesen welche Blende eingestellt ist. Wie der Fokusring auch ist es ein Endlosring den man nach Belieben verdrehen kann und der keinen Anschlag hat. So verstelle ich beim Tasten in der Dunkelheit immer wieder versehentlich die Blende wenn ich doch eigentlich Zoomen will, das nervt ebenfalls. Warum kann man die eingestellte Blende nicht arretieren?

Mit 7 Bildern pro Sekunde ist die Serienbild-Geschwindigkeit der Fuji X-E2 relativ hoch. Aber es gibt bei 7 B/s keinen Autofokus, man macht also alle Fotos mit der Fokuseinstellung des ersten Bildes! Das ist bei der Nikon 1 V3 auch so, aber sie schafft dann bis zu 60 RAW-Bilder pro Sekunde! Mit vollständig funktionierendem Autofokus schafft die Nikon 1 V3 noch immer satte 20 Bilder pro Sekunde und das im RAW-Format!

Will man mit der Fuji X-E2 Serienbilder mit vollständig funktionierendem Autofokus aufnehmen, so muss man die Serienbild-Geschwindigkeit auf langsame 3 Bilder pro Sekunde reduzieren, da ist sogar meine Nikon D800E schneller. Außerdem ist schon nach 8 RAW-Bildern Schluss, das können andere Kamera sehr viel besser!

In der Fachpresse wird die Fuji wegen der “totalen Rauscharmut” bei hohen ISO-Werten immer wieder gelobt. Als ich die Ergebnisse anschaue die ich bei ISO-4000 und ISO-6400 gemacht habe, so kann ich hier massives Rauschen erkennen. Das ist bei der Nikon D800E auch nicht schlechter, allerdings in mehr als der doppelten Auflösung.

Letztlich hätte ich mich mit meiner Nikon D800E und einem AiS 1,4/50mm oder meinem AiS 2.0/85mm hier deutlich wohler gefühlt. Zwar funktioniert der elektronische Sucher der Fuji X-E2 unter schlechten Lichtbedingungen noch recht gut, aber das manuelle Fokussieren ist ein Geduldsspiel und der Autofokus macht bei diesem schlechten Licht meist was er will. Später daheim habe ich dann auch fast 1.000 Fotos auf meiner neuen Speicherkarte. Aber es ist praktisch alles unscharfer Ausschuss, das Licht in diesem Aquarium ist einfach zu schlecht und die Scheiben sind sie dick für gute Fotos.

Daran ist natürlich die Fuji X-E2 vollkommen unschuldig, sie hat sich relativ gut geschlagen und mit einer lichtstarken Festbrennweite hätte das Fotografieren auch mehr Spaß gemacht. Allerdings ist das Angebot passender XF-Objektive sehr eingeschränkt, außerdem sind die XF-Objektive extrem teuer. Für diesen Preis bekommt man natürlich auch exorbitant gute Qualität geliefert. Die meisten XF-Festbrennweiten sind besser als alles was man bspw. Leica je konstruiert hat, aber diese Qualität lässt man sich auch fürstlich bezahlen. Ist die Fuji X-E2 mit einem Preis von rund 700,- Euro für den Korpus noch relativ preiswert, so wird es bei den Objektiven sehr schnell sehr teuer. Dieses System ist nichts für begeisterte Amateure die Geld sparen wollen, sie wären mit einer Nikon D7100 und einigen AF-S Objektiven sicher preiswerter bedient.

In den letzten Jahren habe ich zusätzlich zur Fotografie mehr und mehr begonnen mit meinen Kameras auch Videos aufzunehmen. Das macht großen Spaß und mein YouTube-Kanal hat inzwischen fast 4.000 Abonnenten. So habe ich natürlich auch im Sea-Life Center einige kurze Video-Sequenzen aufgenommen. Hierbei ist mir sehr negativ aufgefallen, dass alle Video-Features der Fuji X-E2 wirken als wären sie halbherzig nachträglich in das Konzept “hineingefummelt” worden. Es gibt keinen Knopf um ein Video direkt zu starten, man muss den “Drive-Button” drücken und in der Liste von Auslösearten bis ans Ende scrollen, erst dann kann man Videos aufnehmen. Hat man eine längere Serie fotografiert muss man warten bis alle Bilder gespeichert sind bevor man in den Video-Modus umschalten kann, das nervt!

Endlich im Video-Modus angekommen hat man keinerlei Möglichkeiten die Belichtungszeit zu steuern oder zu sehen wie die Kamera die einzelnen Bilder des Videos belichtet. Über den Blendenring kann man eine Blende manuell vorgeben, das war es dann auch schon. Ansonsten macht der Video-Modus der Kamera was er will. Während der Video-Aufnahme lässt sich die Fokussierung nicht ändern, das nervt ebenfalls. Bei allen DSLR-Kameras die ich bislang benutzt habe, konnte ich während ich gefilmt habe den Fokuspunkt verlagern. Mit dem stylischen 18-55mm XF-Objektiv geht das nicht, warum nur?

Allerdings sind die kurzen Video-Sequenzen trotz aller Einschränkungen relativ brauchbar. Und nach einigen belanglosen Testfotos bin ich mit der Bildqualität der Fuji X-E2 sehr zufrieden. An die Nikon D800E kommt sie in keiner Weise heran, aber sie ist ja auch sehr viel kleiner, preiswerter und kompakter. Wer anspruchsvoll fotografieren möchte, hat mit der Fuji X-E2 durchaus eine gute Kamera zur Hand. Mit einer Nikon D800E und einigen guten Objektiven wird man jedoch bessere Bildergebnisse erzielen. Doch ob man dieses Mehr an Bildqualität wirklich benötigt, das muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich war lange Jahre auf der Suche nach der perfekten Kamera und habe sie mit der Nikon D800E gefunden. In der Zeit in der ich sie mit Begeisterung benutze hat sich dann aber für mich herausgestellt, dass ich häufig mit den Ergebnisse aus der wunderbar kompakten Nikon 1 V3 ebenso glücklich bin!

Bei flickr. com sind inzwischen einige Fotos die mit der Nikon 1 V3 entstanden sind im “Explore” gelandet und erfreuen sich großer Beliebtheit. Hier habe ich eines dieser Fotos für Euch verlinkt.

Fish Eagle Portrait - Nikon 1 V3 & AF-S VR 70-300mm

Es muss also nicht immer eine Nikon D800E mit teuren schweren Objektiven sein. Manchmal ist man auch mit kleineren leichteren Kameras gut bedient und erzielt Ergebnisse die sich durchaus sehen lassen können. Ob diese kleinere leichtere Kamera nun unbedingt eine Fuji X-E2 sein muss, da bin ich im Zweifel. Klar ist die Bildqualität des Sensors im APS-C Format unglaublich gut und schlägt sogar Kameras wie die Nikon D7000, aber es hat eben auch seinen Preis. Und genau wie bei der exorbitanten Bildqualität der Nikon D800E muss sich die Fuji X-E2 die Frage gefallen lassen ob man diese Bildqualität benötigt.

Eine Olympus OM-D E-M10 spielt meiner Meinung nach durchaus in einer ähnlichen Liga, nur zu einem geringeren Preis und mit deutlich geringeren Gewicht.

Fazit

Mit der Fuji X-E2 hat man eine Kamera in tollem Repro-Design die sich gut und fertig anfühlt. Das Angebot passender XF-Objektive ist klein und die Objektive sind sehr hochwertig aber auch sehr teuer. Im Vergleich zu einer guten Spiegelreflex-Kamera spart man bei einer umfangreichen Ausrüstung also kaum Geld. Was man spart sind Größe und Gewicht.

Die Bedienung der Fuji X-E2 ist nicht sonderlich intuitiv aber nach einer kurzen Eingewöhnung ganz ok. Der lieblos implementierte Video-Modus ist ein echter Minus-Punkt. Hier hätte ich deutlich mehr erwartet.

Ein Geschwindigkeitswunder ist die Fuji X-E2 nicht wirklich. Hat man den Menüpunkt “Höchstleistung” aktiviert, so ist der Autofokus angenehm schnell, aber nicht schneller als bei der Nikon 1 V3 oder der Olympus OM-D E-M1. Im direkten Vergleich punkteten Nikon 1 V3 und Olympus OM-D E-M1 mit Klapp-Displays die zudem Touch-Sensitiv sind.

Der erweiterte ISO-Bereich steht im RAW-Modus nicht zur Verfügung! Wer wie ich grundsätzlich im RAW-Modus fotografiert kann ISO-200 bis ISO-6400 nutzen. Bei Langzeitbelichtungen mit Graufiltern usw. könnte man mit ISO-100 die doppelte Belichtungszeit erreichen. Warum das im RAW-Modus nicht geht wissen wohl nur die Fuji-Götter.

Die programmierbaren Fn-Buttons gefallen mir gut und die Art und Weise wie sie programmiert werden ist super! Aber es sind für meinen Geschmack zu wenige Buttons. Ich würde mir wünschen, dass man auch die Buttons für AE-L und AF-L frei programmieren könnte und auf der Vorderseite würde ich mir einen Button zur Kontrolle der Schärfentiefe wünschen.

Der zusätzlich lieferbare Handgriff erhöht die Ergonomie der Fuji X-E2 ganz beträchtlich, aber man muss ich jedes Mal abschrauben wenn man an Akku oder Speicherkarte möchte, das nervt und ich frage mich warum man sich hier keine andere Lösung finden lässt? Bei der Nikon 1 V3 oder der Olympus OM-D E-M1 kann ich die Speicherkarte seitlich einstecken. Bei der Olympus OM-D E-M10 ist der Handgriff zweiteilig und kann mit einem einzigen schnellen Handgriff entfernt werden um den Zugriff auf den Akku freizugeben. Eine ähnliche Konstruktion würde sich an der Fuji X-E2 auch gut machen.

Die Fuji X-E2 hat keinen Synchron-Anschluß für externe Blitzgeräte. Wer bspw. im Studio mit dieser Kamera arbeiten möchte muss also auf einen Funk-Auslöser ausweichen und Blitzgeräte verwenden die sich über den kleinen eingebauten Blitz der Fuji X-E2 fernzünden lassen.

Alles in allem ist die Fuji X-E2 eine schön designte Kamera die sehr gute Fotos zu einem moderaten Preis liefert. Sie ist nicht sensationell und sie hat ich Schwächen, ganz besonders im Video-Modus. Trotzdem macht das Fotografieren mit dieser Kamera Spaß und ich freue mich schon auf den Novoflex-Adapter for das Nikon F Bajonett. Damit kann ich alle AiS Nikon Objektive an dieser Kamera benutzen und wie die Bildergebnisse werden, dass könnte Ihr hier bald nachlesen :-)


Mein Fotorucksack 2015

Einen der ersten Tage des neuen Jahres habe ich genutzt um Euch den Inhalt meines Fotorucksacks zu präsentieren. Im Video habe ich alles rund um das Thema “Lensbaby” ausgespart, weil ich meinen neuen Lensbaby Composer samt diverser Objektive und “Kreativ-Blenden” leider gar nicht benutzt habe. Dieses System ist wirklich sehr speziell und vier Wochen sind letztlich fast nicht lang genug um alles was ich dabei hatte in Ruhe auszuprobieren. Bei der nächsten Reise werde ich wohl auch die Nikon D800E samt der schweren Objektiven daheim lassen und nur noch die Olympus OM-D E-M1 mit ein wenig Zubehör einpacken. Klar ist die Nikon D800E die absolute Überkamera die fast alles besser kann, aber dieses Plus an Bildqualität brauche ich häufig einfach nicht.

Statt mich ständig mit einem irre schweren Rucksack abzumühen werde ich in den nächsten Monaten verstärkt mit meinem herrlich kompakten Micro-Four-Thirds fotografieren. Sobald es für dieses System ein 400mm Teleobjektiv geben sollte, wird wohl auch die Nikon 1 V3 gelegentlich daheim bleiben müssen.

 

Im letzten Jahr sah noch alles wie in diesem Video aus. Seitdem hat sich vieles weiterentwickelt. Konnte mir vor ein paar Jahren noch kein Objektiv groß und schwer genug sein, so sehe ich das inzwischen anders und bin froh wenn meine Ausrüstung leicht und kompakt ist.

 

Schauen wir mal wie es im nächsten Jahr sein wird, es bleibt spannend :-)


Nikon Df – Photoshop Facelift

Seit sie auf dem Markt ist scheiden sich an der Nikon Df die Geister. Scheinbar lässt diese neue Kamera nur wenig Raum zwischen Hass und Liebe. Mir persönlich gefällt das Design der Nikon Df überhaupt nicht. Diese Kamera soll eine digitale Fortführung wunderbarer Kameras wie der Nikon F3 oder auch der famosen Nikon Fm3A sein. Doch was letztlich in den Regalen der Fotogeschäfte gelandet ist sieht für mich aus wie ein halbbarer Stilmix aus Nikon D4 und D600 mit einigen Retro-Akzenten.

Wie es besser geht hat Fuji gestern mit der Vorstellung der neuen Fuji X-T1 gezeigt. Eine moderne Systemkamera durch und durch und dennoch in zeitlos schönem Retro-Gewand. Was blieb mir anderes übrig als mir meine Wunschversion der Nikon Df selbst zusammen zu mixen? Meine Photoshop Mockups sind nicht perfekt – sollen sie auch gar nicht sein – ich habe nur etwa 5-Minuten je Foto investiert.

The Nikon Df that I would buy #1

The Nikon Df that I would buy #2

The Nikon Df that I would buy #3

Nun ist Eure Meinung gefragt! Wie würde Euch diese Nikon Df gefallen und welche Features würdet Ihr Euch wünschen und was würdet Ihr es Euch kosten lassen?


Nikon Df – Top oder Flop?

Seit einigen Wochen ist die Nikon Df nun lieferbar und es sieht so aus als würden sich an dieser Kamera die Geister scheiden. Auf der einen Seite wird das neue Konzept mit vielen Rädchen begrüßt, auf der anderen Seite verdammt, weil es nicht konsequent durchdacht wurde. Schaut am sich beispielsweise die famose Fuji X100 an, so sieht man hier eine moderne Kamera in coolem Retro-Style bei der die Wählräder die komplette Kontrolle der Kamera ermöglichen. Sowohl der Blendenring als auch das Wählrad für die Belichtungszeiten haben eine Stellung “A”.

Damit kann wahlweise die Zeitautomatik, die Blendenautomatik oder eben die Programmautomatik als Kombination aus beiden Verfahren eingestellt werden. Stellt man nirgendwo ein “A” ein, so ist die Kamera im manuellen Modus. Das ist wirklich intuitiv und jeder Anfänger kommt damit spontan zurecht. Bei der Df hat man nun tolle Einstellrädchen doch wer das kleine Wählrad für die unterschiedlichen Automatikprogramme falsch einstellt wird sich über die Ergebnisse wundern.

Schaut man sich die Nikon Df von der Rückseite an, so ist es mit dem tollen Retro-Feeling sofort vorbei. Hier sieht alles nach Nikon D600 aus. Das ist grundsätzlich nicht schlecht, denn die D600 ist eine tolle Kamera. Doch mit “Retro” hat das eben alles nichts zu tun. Hier hätte es schönere dezentere Lösungen geben können. In meiner kleinen Fotomontage habe ich vor dem Erscheinen der Nikon Df eine Fuji X100 mit einer Nikon Fm “verschmolzen” und das kommt dem relativ nahe was ich persönlich mir gewünscht hätte.

Nikon-DF-Back-Silver-2014

Nikon-Df-kit-silver-3

Auch in der Draufsicht fällt auf, dass die Nikon Df aussieht als hätte man eine Nikon Fm in eine schwarze Kunststoffschale gesteckt. Und der silberne Ring am neuen 50mm Objektiv ist leider auch nur ein optischer Witz denn dieses Objektiv ist ein ganz normaler G-Typ ohne Blendenring an dem es ausreichend viel Oberfläche gibt um das Objektiv beim Objektivwechsel sicher halten zu können. Bei den alten Nikon Objektiven war das anders, hier war praktisch alles beweglich und so war der feststehende silberne Ring eine wichtige Hilfe beim Wechseln der Objektive. Bei der Nikon Df ist dieser “Silberring” leider zu einem optischen Witz verkommen, schade!

Nikon DF - Silver - Top - Prototype

Nikon-Df-top

Das Rädchen mit den Automatik-Programmen habe ich übrigens auf die linke Seite der Kamera montiert, weil ich damals davon ausgegangen bin, dass Nikon eine schicke Retrokamera auf den Markt bringen wird, die sich eher an designverliebte Amateure als an echte Enthusiasten wenden wird.  Ich selbst bin an dieser Stelle von der Lösung die Nikon mit der Df letztlich gefunden hat sehr angetan. Dass die Df kein Wählrad für Motivprogramme hat ist gut und richtig.

Halbherzig ist allerdings, dass in der Nikon Df zwar der Chip der Nikon D4 verbaut wurde, aber für das Autofokusmodul auf die Nikon 600 zurückgegriffen wurde. In Verbindung mit dem kleinen (wieder einmal neuen) Batteriesystem ist die Serienbildgeschwindigkeit der Nikon Df eher gemütlich, während die D4 abgeht wie die Feuerwehr.

Bei der Konzeption der Nikon Df wurde meiner Meinung nach viel Potential verschenkt und es ist eher traurig was nun zum Preis von 3.000 Euro angeboten wird. Sollte sich die Nikon Df als Flop erweisen, wird man sie in 2-3 Jahren billig bei eBay und Co. erwerben können. Als Ergänzung für die Nikon Vitrine taugt sie allemal. Doch wer in diesen Tagen satte 3.000 Euro für diese Kamera hinblättert, wird sich später in dem Bauch beißen…

In meinen Augen ist die Nikon Df ein halbherziger Versuch und leider missglückter Versuch an das famose Design der Nikon Fm anzuknüpfen. Nicht verwunderlich ist es da, dass die Frage nach einer Übersetzung der Typenbezeichnung “Df” so begierig aufgegriffen und beantwortet wird. Einige “Deutungen” sind wirklich gut. Am allerbesten gefällt mir “Design failure”! Aber lest selbst…

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Fotoschule – Teil 1

In meinem letzten Artikel habe ich Euch ja schon angekündigt, dass ich plane in den kommenden Monaten in lockerer Folge einzelne Videos und Artikel zum Thema “Ansgar’s kleine Fotoschule” zu erstellen. Heute ist der erste Teil schon fertig. Mein etwas ungehobelter Kumpel Arnulf Schmadtke hat mir im Vorfeld in seiner einzigartigen Manier einige Fragen per Video-Botschaft zukommen lassen. Diese Fragen habe ich zum Anlass genommen um Euch ein wenig zum Thema “Kennt man eine, kennt man alle” zu erzählen.

Warum dieses Thema? Ganz einfach, seit ich mit 12 Jahren Jahren meinen ersten Fotoapparat bekam hat sich an den meisten Themen der Fotografie fast nichts geändert. Es gibt einige wenige Zutaten die ein Bild aus rein technischer Sicht ausmachen. Diese Zutaten sollte man kennen und beherrschen. Es ist ein wenig wie das Lesen von Noten. Wer einst ein Konzertpianist werden will, der sollte damit beginnen des Notenlesen zu lernen.

Kommt man mit den Noten erst einmal zurecht so garantiert dies aber noch lange nicht, dass man einst als gefeierter Beethoven-Interpret auf einem Steinway-Flügel musiziert oder vielleicht stattdessen daheim vor einer etwas verstaubten Heimorgel gemeinsam mit den Enkelkindern Volkslieder übt. Das Notenlesen ist das Handwerkszeug der Musiker und was man daraus macht hängt von den eigenen Fähigkeiten ab und mehr noch davon wie hartnäckig man seine Ziele verfolgt.

Bei der Fotografie ist es ganz genauso. Wer seine Kamera nicht beherrscht (Noten lesen kann) der sollte sich keine Hoffnungen auf eine große Karriere als gefeierter Starfotograf machen. Daher mein Appell an alle die ernsthaft in die Fotografie einsteigen wollen:

  • Lernt zuerst Noten zu lesen und versucht danach schöne Lieder zu komponieren!

Für die Erstellung meines Videos habe ich insgesamt drei Kameras verwendet. Mein Ziel war ein schöner abwechslungsreicher Multi-Cam-Edit. Aber leider habe ich immer wieder meine Beispiel-Fotoapparate vor der “Detail-Kamera” zu hoch gehalten und die alternative Einstellung war letztlich nicht zu gebrauchen weil Kamera #3 keinen vollständig aufgeladenen Akku hatte. So sind letztlich nur zwei Spuren übrig geblieben. Wundert Euch also nicht wenn ich im Video immer mal wieder recht freundlich einen imaginären Fremden anlächle, das war Kamera #3…

Kamera #1 (Hauptkamera) war diesmal meine Nikon D800E mit dem AF-S VR 2.8/24-70mm Objektiv bei 1/30s, Blende 5,6 und ca. ISO-400. In der D800E war KEINE SPEICHERKARTE eingelegt, daher konnte ich ein cleanes Videosignal über HDMI ausgeben und erstmals mit meinem neuen Atoms Ninja 2 aufzeichnen. Leider war auch die D800E nicht perfekt vorbereitet. So war auch hier zwischendurch die Batterie am Ende und zusätzlich hatte ich vergessen sie so einzustellen, dass sie den Live-View tatsächlich beibehält. Statt ein ununterbrochenes Videosignal zu liefern hat sie sich alle 10 Minuten abgeschaltet. Dabei bekommt man natürlich die Krise wenn man mit drei Kameras gleichzeitig zu filmen versucht.

Sehr doof ist es auch wenn man sein eigener Tontechniker, Moderator und Kameramann sein muss. Wie fokussiert man eine Kamera auf das eigene Gesicht wenn man hinter der Kamera steht? Dementsprechend sind im zweiten Teil die Kameras auf dem Tisch schön scharf abgebildet, mein Gesicht hat allerdings einen kräftigen Weichzeichner :-(

Auch hatte ich ein wenig Hoffnung in den WU-1b WLAN Adapter an meiner Nikon 1V2 (Detailkamera) gesetzt. Aber die kostenlose Nikon APP ist wirklich noch primitiver als in den diversen Schmähschriften im Internet beschrieben. Zwar kann man damit via WLAN den Live-View auf das Handy oder ein iPad auslagern, aber eine Video-Aufnahme lässt sich damit nicht starten!! Hier habe ich mich echt gefragt wie dumm man sein muss wenn man zu diesen tollen Kameras und dem grundsätzlich guten WLAN-Adapter eine so primitive Software konzipiert…

Dann gab es auch noch Probleme mit dem Ton. Im ersten Teil habe ich das eigentlich recht gute Audio Technika ATR-3350 verwendet. Dieses Mikro hat einen kleinen Vorverstärker der mit einer winzigen LR44 Batterie betrieben wird. Und wie immer war diese kleine Batterie leer, was ich aber erst nach dem ersten Moderationsanlauf bemerkt habe. Mit einer neuen Batterie ging es dann eine Weile ganz gut bis nach einer der vielen Unterbrechungen wieder kein Audio-Signal mehr im Atoms Ninja 2 ankam – Arg… Also bin ich auf ein echt primitives passives Ansteckmikrofon ausgewichen das es bei amazon.de für sage und schreibe 3,95 Euro zu kaufen gibt. Und was soll ich sagen, die Tonspur ist damit sogar besser geraten!

Wundert Euch also nicht wenn etwa in der Mitte des Videos die Tonqualität wechselt, das ist das zweite Mikrofon!

Arnulf Schmadtke hat seine kleine Fragerunde übrigens mit einer Nikon 1 V2 und dem 1.2/32mm bei Blende 1,8 ISO-400 und 1/100s aufgenommen. Außerdem hat der den Portrait-Autofokus mit Gesichtserkennung verwendet. Ich war von der Qualität einer kurzen Frage-Einwürfe mehr als überrascht. Ich hample mit einer großen Profikamera herum und er nimmt seine Fragen einfach schnell mal in der Küche auf :-)

Später beim Videoschnitt habe ich erst spät einige Clips gefunden die sich doch noch für ein Multicam-Edit eignen. Da war das Video aber schon fast fertig geschnitten. Also habe ich die ursprüngliche “einfache” Videospur in Final Cut Pro X deaktiviert und eine zweite Spur “darüber” gelegt bei der ich immer mal zwischen den beiden Kameras (Nikon D800E und Nikon 1V2) gewechselt habe. Als dann nach vielen Stunden endlich das 37 Minuten lange Video fertig für den Upload bei YouTube war, gab es beim Export immer wieder Fehlermeldungen. Das hat mich fast zum Wahnsinn getrieben. Letztlich hat eine lange Recherche im Internet geholfen. Auch andere Nutzer haben seit dem letzten Update dieses Problem. Nachdem ich alle Render-Dateien (die für die Vorschau benötigt werden) gelöscht und meinen Mac zwei Stunden lang erneut vor sich hin habe arbeiten lassen, ließ sich das Video dann endlich im Format 1080p exportieren. Die stark komprimierte Videodatei war immer noch 2,89 Gigabyte groß und dementsprechend hat der YouTube Upload ganze 6 Stunden gedauert!

Und so sieht mein schwer zusammen gefummeltes Video-Projekt aus…

Bildschirmfoto 2013-11-17 um 22.23.40

Wer diesen Screenshot anklickt muss ich nicht über die Größe wundern, das liegt an der irre hohen Auflösung des 15″ Retina-Displays an meinem neuen kleinen Mac :-)

Ich hoffe das Video macht Euch trotz aller Widrigkeiten ein wenig Spaß. Ich freue mich auf Euer Feedback!


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