Alles über Fotografie, Autos, Motorräder…

Fotografie

Mercedes SLK und BMW K1200 by AC Schnitzer

BMW-K1200-AC-Schnitzer

Gestern hatte ich Gelegenheit eine echt coole BMW K1200 by AC Schnitzer mit meiner Fuji X-T1 und dem XF 1,2/56mm sowie dem XF 1,4/23mm zu fotografieren. Den vollständigen Artikel gibt es hier. Weil ich etwas zu früh dran war, habe ich auch noch ein paar Fotos meines kleinen Cabriolets gemacht, man(n) muss ich ja irgendwie sinnvoll beschäftigen…


Fuji X-E2 – Preiswert aufgewertet

FUJI-X-E2-Modding

Die Fuji X-E2 ist eine wirklich coole Kamera und mit ein paar kleinen Zubehörteilen wird sie noch ein Spur cooler. Alles weitere gibt es hier zu lesen.


Fuji XF 1,2/56mm – Erste Testbilder

Seit Samstag bin ich stolzer Besitzer eines Fuji XF 1,2/56mm Objektives. Diese geniale Linse ist eigentlich für die Portrait-Fotografie gedacht, aber man kann damit natürlich auch viele andere Dinge so aufnehmen, dass sie sich sehr schön vor cremig weichen Hintergrund abheben. Wie das im Detail aussieht kann man sich in diesem neuen Artikel auf anscharius.com anschauen.

Fuji-XF-12-56mm

Einfach auf dieses Bild klicken um den Beitrag auf anscharius.com zu öffnen.


100 Days of Freedom – Der BLOG

Sustenpass mit BMW R80-RT

Seit meiner Jugend stehe ich total auf Motorräder. Die krasse Beschleunigung und die Wendigkeit haben mich fast mein ganzes Leben lang fasziniert. So war ich mein halbes Leben mit meinen BMW Motorrädern unterwegs und konnte sogar ab und zu eine größere Tour fahren. Doch bei jeder Tour war ich bereits nach kurzer Zeit gefrustet, weil es wieder heim gehen musste. Am nächsten Montag wartete ein neuer Tag im Büro auf mich und statt einfach in den Horizont zu reiten ging es zurück in die dunkle Garage, wie frustrierend…

Ab Juli 2015 will ich das ändern und zwar grundlegend!! Ich habe jetzt 8 Jahre lang in Mainz gearbeitet und bin unzählige Male mit dem Motorrad oder dem Auto an Rhein und Mosel entlang hin und her gefahren. Langsam kenne ich das alles auswendig, wenngleich es immer wieder schön ist. Aber mein Projekt läuft Ende Juni aus und nun kann ich kurz bevor mich das Rentenalter ereilt endlich die Tour meines Lebens machen.

100 Tage Freiheit – 100 Days of Freedom – Mit dem Motorrad einhundert Tage lang kreuz und quer durch Europa, bis auf die Kanarischen Inseln und wieder zurück. Das habe ich mir vorgenommen und daran plane ich derzeit mehr als emsig. Weil ich nur sehr wenig Gepäck mitnehmen kann habe ich mir für diese Reise ein 11″ MacBook pro gekauft. Gewissermaßen als Test habe ich mit iMove auf diesem kleinen Notebook einen Trailer für die Reise erstellt. Es sieht ein wenig nach “Indiana Jones” aus, aber er ist ja auch nicht ganz ernst gemeint. Es ist halt die iMovie-Vorlage “Abenteuer” auf der dieser Trailer basiert. Bei YouTube gibt es scheinbar viele Nutzer die das nicht verstehen und auch keinen Humor haben, so hat dieser Trailer dort auch einige negative Bewertungen kassiert. Aber bislang überwiegen die positiven Stimmen :-)

Mein großes Projekt “100 Days of Freedom” soll eine Mischung aus Abenteuer, Weltreise und Fotoexpedition werden. Ich will schöne Locations finden, geile Fotos machen und ein schönes Video erstellen. Es soll viele Tipps und Tricks geben welche Motive man in Deutschland, Schweiz, Italien, Spanien und Portugal finden kann. Auf meinem kleinen 11″ Mac werde ich nach Kräften bloggen und dokumentieren was ich unterwegs erlebe.

Weil diese Reise wirklich viel Geld verschlingen wird, werde ich mich an einigen Kindle E-Books versuchen um die immensen Kosten wenigstens teilweise auffangen zu können. Um alle Infos in gebündelter Form präsentieren zu können habe ich eigens für diese Reise einen neuen BOG eingerichtet. Dieser läuft auf meinem eigenen Webserver und so muss ich mir keine großen Gedanken über Speicherplatz usw. machen. Bei diesem neuen BLOG bin ich mein eigener Webmaster und kann alles nach Lust und Laune gestalten wie ich es will. Im Augenblick gibt es dort erst drei kurze Artikel in denen es um die Vorbereitung der Reise geht, aber es wird mehr werden, viel mehr :-)

100-days-of-freedom-blog

Gestern habe ich eine erste Testfahrt mit der neuen Fuji Fotoausrüstung UND dem neuen Reisestativ in meinem Tankrucksack gemacht. 200 Kilometer bin ich gefahren und es hat gut funktioniert. Alles passt in einen einzigen Tankrucksack, lediglich der Stopp an der Tankstelle war nervig. Um an den Tank zu kommen muss ich den großen schweren Rucksack jedes Mal abmontieren, das wird mir noch gewaltig auf die Nerven gehen.

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Kurz vor Ende meiner Tour habe ich gestern beim Café Fahrtwind einen Stopp eingelegt und sogar noch ein Stückchen des leckeren neuen Kuchens genießen können. Dort gibt es jetzt einen einzigartigen Schmandkuchen mit Mandarinen. Ich war schon während der Entstehung dieser neuen Kreation dabei und durfte sogar das erste Exemplar dieser neuen Spezialität kosten. Und er ist einfach sagenhaft gut!

Ich hoffe Ihr begleitet mich, wenn auch nur virtuell, auf dieser langen Reise! Ich hoffe auch sehr auf Eure Unterstützung. Falls jemand von Euch schöne Locations kennt die ich unbedingt besuchen sollte, so würde ich mich über einen kurzen Kommentar unter diesem Artikel sehr freuen. Wer mich ein Stück begleiteten oder unterwegs besucht werden möchte darf sich gern jederzeit melden :-)

Also dann, stellen wir uns ein auf 100 Tage Freiheit – 100 Days of Freedom…


USA – 2014 – Das Video

USA-2015-YT-Playlist

Am 1. Mai 2014 bin ich von Frankfurt in Richtung Las Vegas gestartet und erst Ende Mai wieder nach Deutschland zurückgekommen. Diese Reise war großartig und ich habe viele wunderbare Eindrücke mit nach Hause nehmen können. Neben einigen tausend Fotos habe ich auch mehrere Stunden Filmmaterial aufgezeichnet und dies in den letzten Monaten Schritt für Schritt zu einer umfassenden Reisedokumentation aufgearbeitet.

Die Erstellung solcher Videos ist enorm zeitaufwändig, wenn das Ergebnis mehr als nur eine einfache Dia-Show zu irgendeiner musikalischen Untermalung sein soll. So habe ich während er letzten Monate viele Abende lang oft ich mehrere Stunden vor meinem Computer verbracht und mich durch die vielen Fotos gearbeitet und geschaut was mir gefällt und was sich für das Video eignen würde. Sehr zeitraubend war es auch die vielen Stunden Video-Material zu sichten und zu entscheiden was in die Mülltonne wandert und was zu gebrauchen ist.

Die passende Musik zu finden war eine weitere Herausforderung. Hier habe ich mich im wesentlichen bei einem Nachvertonungspaket des Herstellers MAGIX bedient und auf die CD “Last Long Winter” der Resophonics zurückgegriffen. Diese CD habe ich schon vor längerer Zeit von meinem Freund Jochen Günther geschenkt bekommen. Er kennt die Resophonics persönlich und als sie hörten, dass ich Musik für meine USA-Dokus suche haben sie Jochen eine CD für mich gegeben und darum gebeten, dass ich ihre Band entsprechend erwähne.

Die verwendeten Kameras waren:

Meine auf dieser Reise verwendeten Objektive waren:

Dazu kam noch allerhand Kleinkrams, Polfiter, Verlaufsfilter usw. Auf ein Blitzlicht und alle Arten von analogen Kameras habe ich auf dieser Reise wegen des Gewichts komplett verzichtet. Angesichts dieser langen Liste kann man sich vorstellen welch üble Schlepperei ich in den USA tagtäglich absolvieren musste. Obwohl ich ganz bewusst alle größeren Nikon Teleobjektive, Batteriegriffe usw. daheim gelassen hatte, gab es mit meinem Handgepäck mehrfach Stress am Flughafen in Frankfurt und Las Vegas.

Ende Mai geht es für zwei Wochen nach Madeira und auf dieser Reise werde ich ausschließlich meine Fuji X-T1 mit einigen wenigen Objektiven und mein neues 11″ MacBook Pro mitnehmen. Diese Reise ist in gewisser Weise auch die Generalprobe für das ab Juli geplante große Abenteuer “100 Days of Freedom“. Hier habe ich vor mit meiner blauen BMW K1200r Sport ganze 100 Tage lang kreuz und quer durch Europa zu reisen und nach etwa 35 Tagen auf Teneriffa einzutreffen. Dort will ich ein paar Wochen bleiben und kurz bevor der Herbst kommt an der spanischen Mittelmeerküste entlang wieder zurück nach Deutschland fahren.

Auf diese Reise freue ich mich ganz besonders und ich werde versuchen in diesen 100 Tagen viel neues Filmmaterial und einige richtig gute Fotos einzusammeln. Außerdem will ich ein Buch über diese Reise schreiben. Ich habe mir also viel vorgenommen, schauen wir mal was sich alles realisieren lässt :-)

Für den Schnitt der USA-Videos habe ich Apples Final-Cut-Pro-X auf einem MacBook Pro 17″ verwendet. Dieses Notebook habe ich selbst auf 16-GB RAM erweitert und zwei SSDs des Typs Samsung Serie 850 mit je 1-TB Speicherplatz eingebaut. Für den Einbau der zweiten SSD war es erforderlich das interne DVD-Laufwerk (Superdrive) auszubauen und durch einen SATA3-Adapter des Herstellers Hardwrk zu ersetzen. Um die extremen Datenmengen die beim Rendern der Vorschaudateien usw. anfallen bewältigen zu können, habe ich ein 12 TB Festplatten-Array der Herstellers LaCie mit Thunderbolt-Interface benutzt.

Hier habe ich nun frei nach Douglas Adams meine “intergalaktische Trilogie in fünf Teilen“:

In den kommenden Wochen werde ich mich noch an einem “Directors Cut” versuchen, also alle Folgen in etwas gekürzter Form in ein einziges Videos pressen.

Für alle die sie noch nicht kennen habe ich hier meine Reisedokumentation aus dem Jahr 2011.

Ich wünsche Euch einen schönen Ostermontag!!


Fotoplausch im City-Foto-Center Bonn

Am Samstag war ich mal wieder zu Besuch im Bonner City-Foto-Center. Herr Balmes hat uns dabei eine Leica 1 Modell C Baujahr 1937 vorgeführt. Eine wunderschöne alte Kamera und wenn man darüber nachdenkt, dass es damals noch keine computergesteuerten CNC-Fräsen gab, so versteht man schnell die Begeisterung die diese revolutionäre Kamera damals ausgelöst hat.

Sehr cool finde ich die Antwort von Herrn Balmes auf Sandras Kommentar: “Und wenn man damit fertig ist, dann ist der Bär weg…”


Olympus OM-D E-M5 Mark II – Hands-On und Bedienungsanleitung

Olympus-OMD-EM5-Mark-II

Mit der Olympus OM-D E-M5 ist seit März 2012 eine wunderbar kompakte Systemkamera verfügbar die in den vergangenen Jahren viele Freunde gewonnen hat. Im Oktober 2013 stellte der Hersteller mit der Olympus OM-D E-M1 ein Update der E-M5 vor. Das neue Modell war nicht nur deutlich teurer, sondern legte auch bei der ohnehin guten Bildqualität nochmals zu. Dies wurde wie bei der Nikon D800E durch einen geänderten Anti-Alisasing Filter erreicht. Bereits im Januar 2014 wurde mit der Olympus OM-D E-M10 eine weitere Kamera vorgestellt, die im Design der inzwischen schon etwas älteren E-M5 sehr ähnelt, aber mit etwa 799,- Euro inkl. 12-42mm Zoom-Objektiv bei ähnlicher Bildqualität sehr viel preiswerter ist. Obwohl im Funktionsumfang etwas beschnitten fand auch die E-M10 viele Freunde. Häufige Argument für die E-M10 (und gegen die E-M1) waren die ähnliche Bildqualität und die Möglichkeit vom gesparten Geld einige sehr gute Objektive kaufen zu können. So hat sich die E-M10 unter den weniger finanzkräftigen Fotofans fiele Freunde gefunden, während die deutlich teurere E-M1 sogar bei einigen professionellen Fotografen sehr gut ankam. Inzwischen ist es nichts ungewöhnliches mehr, wenn selbst Profis zu Shootings an entlegenen Orte auf eine Olympus OM-D E-M1 in Verbindung mit einigen Objektiven setzen.

Im Februar 2015 wurde mit der  Olympus OM-D E-M5 Mark II der in vielen Belangen verbesserte Nachfolger E-M5 zum Preis von 1099,- Euro für den Korpus oder 1299,- Euro in Verbindung mit dem Zuiko 12-50mm Zoom-Objektiv vorgestellt. Obwohl ich bereits eine E-M10, E-M5 und eine E-M1 in meinem Fuhrpark habe, war ich beim Lesen der ersten Pressemeldungen regelrecht elektrisiert. Der schwedische Hersteller Hasselblad hat bereits im Jahr 2011 mit der H4D-200MS zum Preis von damals 38.000,- Euro eine Kamera vorgestellt, die mittels “Sensorshift” aus einem 50-Megapixel Mittelformatrückteil satte 200-Megapixel heraus zu kitzeln vermag.

Diesem Vorbild sind die Olympus-Ingenieure gefolgt und mein erster Gedanke beim Lesen der Pressemitteilung war “endlich eine Hasselblad H4D für arme Leute – YES”…

Kaum hatte ich den Artikel gelesen habe ich mir “mein Exemplar” der neuen Olympus OM-D E-M5 Mark II beim Bonner Cityfotocenter bestellt. Gestern war es dann soweit, mit einem kurzen Anruf teilte mir Herr Balmes mit, dass er “endlich mal wieder eine Kamera für mich hat”. Ungemein praktisch war es, dass meine Freundin Sandra und ich sowieso gerade in der Bonner City unterwegs waren. Um 15h durfte ich das neue Wunderding dann endlich in meinen Händen halten. Nachdem wir ein wenig beim Preis gefeilscht haben, habe ich das Cityfotocenter mehr als glücklich mit der nagelneuen Olympus OM-D E-M5 Mark II samt Zuiko 12-50mm und dem Panasonic 2,5/14mm Pancake verlassen.

Olympus-OMD-EM5-Mark-II-Lumix-14mm

Daheim konnte ich die neue Kamera gleich mehrere Stunden lang ausprobieren und ich muss sagen, dass mich dieses kleine Ding mehr als begeistert. Waren die älteren Modelle eher für die Fotografie gedacht und weniger gut für die Aufnahme von Videos geeignet, so ist die neue E-M5 Mark II eine unglaublich gute Videokamera, die meiner Meinung nach an die sehr gute Panasonic GH3 spielend heranreicht und sie in einigen Belangen sogar übertrifft.

40 Megapixel

Später am Abend kam dann allerdings große Ernüchterung auf als ich begann den neuen Modus mit 40 Megapixeln zu testen! Aktiviert am diesen Modus, so ist eine Aufzeichnung der Fotos im RAW-Modus scheinbar nicht möglich! Die Kamera rechnet mit mehr als akzeptabler Qualität aus 8 Einzelbildern eine extrem große JPG-Datei zusammen. Dass hier die Verwendung eines Stativs Pflicht ist versteht sich von selbst, dass in diesem Modus jedoch nur JPG-Dateien gespeichert werden können ist meiner Meinung nach ziemlich traurig. Kann das wirklich wahr sein? Als überzeugter RAW-Shooter habe ich mich bislang um Weißabgleich, Schärfe, Kontrast, Dynamik, Rauschunterdrückung usw. NIEMALS während meiner Shootings gekümmert, denn sie sind einfach nicht wichtig weil man diese Einstellungen später in Ruhe am heimischen Computer erledigen kann.

Will man nun mit der E-M5 Mark II ein wirklich hochwertiges Foto mit 40 Megapixeln aufnehmen, so muss man sich vor der Aufnahme sehr gut überlegen wie man diese Kamera eingestellt, denn die Möglichkeiten der nachträglichen Bearbeitung der JPG-Dateien sind immer sehr eingeschränkt. Das ist wirklich schade und daher rate ich jedem der diese Kamera kaufen möchte, vor dem Kauf einen Blick in die Bedienungsanleitung zu werfen, die ich hier für Euch verknüpft habe.

Update

Ich habe nun einen Blick in die Bedienungsanleitung geworfen und folgendes entdeckt:

Olympus-OMD-EM5-Formats

Es scheint also doch möglich zu sein hochauflösende Bilder im RAW-Format aufzuzeichnen, warum nur hat es bei meinen ersten Versuchen nicht funktioniert?

Bei meinen ersten nächtlichen Testfotos hatte ich im “Aufnahme Menü 1″ als Dateiformat SN+RAW eingestellt, also ein “Small-JPG int Normaler Qualität + RAW-Datei”. Im Aufnahme Menü 2 habe ich ein paar Stunden später das erste mal die “Hochaufl. Aufnahme” aktiviert. Dabei ist mir entgangen, dass im “Aufnahme Menü 1″ aus SN+RAW plötzlich “SLF” geworden war. In dieser Einstellung nimmt die Olympus OM-D E-M5 im hoch auflösenden Modus tatsächlich nur eine 40 Megapixel große JPG-Datei auf. Aktiviert man im “Aufnahme Menü 2″ jedoch “SLF+RAW“, so wird zusätzlich zum JPG noch eine etwa 134 MB große Raw-Datei mit der Endung “ORF” gespeichert. Es funktioniert also doch, man kann mit dieser Kamera hochauflösende Bilder im RAW-Format aufnehmen, nur wie kann man sie in ein “normales” JPG konvertieren? Mein Adobe Camera RAW Version 8.5 kann es jedenfalls noch nicht. Es muss also ein Update her und das habe ich bislang noch nicht gefunden. Nach einer 60 minütigen erfolglosen Suche habe ich den Eindruck als wäre diese Kamera so brandneu, dass es noch keine passende Version von Adobe Camera RAW zu geben scheint! Hier ist also derzeit etwas Geduld gefragt…

Mit der neuesten Version 1.4.2 der Software OLYMPUS Viewer 3 erhält man beim Versuch eine hochauflösende RAW-Datei zu speichern derzeit nur diese Fehlermeldung:

Bildschirmfoto 2015-02-28 um 19.17.33

Hier habe ich einige der technischen Daten der neuen Kamera für Euch zusammengestellt. Ein ausführlicher Test mit Fotos und Videos wird in den nächsten Wochen folgen.

Sensor CMOS-Sensor 4/3″ 17,3 x 13,0 mm (Cropfaktor 2,0)
17,2 Megapixel (physikalisch) und 16,1 Megapixel (effektiv)
Pixelpitch 3,6 µm
Fotoauflösung
4.608 x 3.456 Pixel (4:3)
2.560 x 1.440 Pixel (16:9)
1.024 x 768 Pixel (4:3)
640 x 480 Pixel (4:3)
Panorama Stich-Panorama-Assistent (Die Einzelbilder müssen extern zusammengefügt werden)
Bildformate JPG, RAW
Farbtiefe 36 Bit
Metadaten Exif (Version 2.2), DCF-Standard
Videoauflösung
1.920 x 1.080 (16:9) 30 fps p
1.280 x 720 (16:9) 30 fps p
640 x 480 (4:3) 30 fps p
Maximale Aufnahmedauer 1.799 Sekunden
Videoformat
MOV (Codec H.264)
AVI (Codec Motion JPEG)

Objektiv

Objektivanschluss
Micro Four Thirds
Autofokus-Funktionen Einzel-Autofokus, kontinuierlicher Autofokus, Verfolgungs-Autofokus, Manuell, AFL-Funktion, AF-Hilfslicht (LED), Fokuslupe
Schärfenkontrolle Live View

Sucher und Monitor

Monitor 3,0″ (7,6 cm) OLED Monitor mit 610.000 Bildpunkten, entspiegelt, Helligkeit einstellbar, Farbe einstellbar, neigbar um 90° nach oben und 45° nach unten, mit Touchscreen
Videosucher Videosucher (100 % Bildfeldabdeckung) mit 1.440.000 Bildpunkten, 1,2-fach Vergrößerungsfaktor, Dioptrienausgleich (-4,0 bis 2,0 dpt)

Belichtung

Belichtungsmessung Mittenbetonte Integralmessung, Matrix/Mehrfeld-Messung über 324 Felder, Spotmessung
Belichtungszeiten 1/4.000 bis 60 s (Automatik)
Bulb mit maximal 1.800 s Belichtungszeit
Belichtungssteuerung Vollautomatisch, Programmautomatik (mit Programm-Shift), Blendenautomatik, Zeitautomatik, Manuell
Belichtungsreihenfunktion Belichtungsreihenfunktion mit maximal 7 Aufnahmen, Schrittweite von 1/3 bis 1 EV, HDR-Funktion
Belichtungskorrektur -3,0 bis +3,0 EV mit Schrittgröße von 1/3 bis 1/1 EV
Lichtempfindlichkeit ISO 200 bis ISO 25.600 (Automatik)
ISO 100 bis ISO 25.600 (manuell)
Fernzugriff Fernauslösung vom Computer (nein), Kabelauslöser
Motive Automatik, diverse Motivprogramme, Dokumente, Feuerwerk, Kinder, Landschaft, Makro, Nachtaufnahme, Nachtporträt, Porträt, Sonnenuntergang, Sport, Strand/Schnee, 3 weitere Motivprogramme
Bildeffekte Fischauge, Lochkamera, Miniatureffekt, Weichzeichnung, Cross Process, Dramatischer Ton und neun weitere Effekte, Körniger Film, Pop Art
Weißabgleich Automatik, Wolken, Sonne, Weißabgleichsbelichtungsreihe, Feinabstimmung, Schatten, Blitzlicht, Unterwasser, Leuchtstofflampe, Glühlampenlicht, von 2.000 bis 14.000 K, Manuell 2 Speicherplätze
Farbraum Adobe RGB, sRGB
Serienaufnahmen Serienbildfunktion max. 9,0 Bilder/s bei höchster Auflösung und max. 70 gespeicherten Fotos, Bei JPG Aufnahmen 9 Bilder pro Sekunde bei maximaler Auflösung, solange bis die Speicherkarte voll ist
Selbstauslöser Selbstauslöser mit Abstand von 2 s, Besonderheiten: oder 10 s (wahlweise)
Timer Timer/Intervallaufnahmen, Startzeit einstellbar
Aufnahmefunktionen Spiegelvorauslösung, AEL-Funktion, AFL-Funktion, Live-Histogramm

Blitzgerät

Blitz Standard Mittenkontakt, Olympus/Panasonic (auch Leica-Kompaktkamera) Blitzschuh, Kleiner Aufsteckblitz FL-LM2 im Lieferumfang
Blitzreichweite Blitzsynchronzeit 1/250 s
Blitzfunktionen Automatik, Aufhellblitz, Blitz ein, Blitz aus, Highspeed Synchronisation, Langzeitsynchronisation, Blitzen auf den zweiten Verschlussvorhang, manuelle Blitzleistung (4 Stufen), Rote-Augen-Reduktion durch Vorblitz, Masterfunktion (4 Kanäle und 4 Gruppen), Blitzbelichtungskorrektur von -3,0 EV bis +3,0 EV

Ausstattung

Bildstabilisator Sensor-Shift (optisch)
Speicher Kartenschacht 1: SD Card
Mikrofon Stereo
Netzteilanschluss ja
Stromversorgung 1 x Olympus BLN-1 (Lithiumionen (Li-Ion), 7,2 V, 1.220 mAh)
330 Bilder nach CIPA-Standard
Wiedergabe-Funktionen Bild schützen, Spitzlichter / Schattenwarnung, Wiedergabe-Histogramm, Wiedergabe-Lupe, Bildindex
Gesichtserkennung Gesichtserkennung
Bildparameter Schärfe, Kontrast, Farbsättigung, Rauschunterdrückung
Sonder-Funktionen Elektronische Wasserwage, Gitter einblendbar, Pixelmapping, Orientierungssensor, Live View, Benutzerprofile mit 4 Benutzerprofilen
Anschlüsse Videoausgang (HDMI-Ausgang Micro (Typ D))
Unterstützte Direkt-Druck-Verfahren PictBridge
Stativgewinde 1/4″ nicht in optischer Achse
Gehäuse Spritzwasserschutz
Besonderheiten und Sonstiges Sensorreinigungssystem
Augensensor zur Umschaltung von Monitor zu Sucherbetrieb
800 auswählbare AF-Messpunkte wenn die Sucherlupenfunktion aktiviert ist
Art-Filter Belichtungsreihe
Video-Effekt Echo und Multi-Echo
Stereo-Mikrofon
drei stufiger Rauschfilter
Live-Bulb-Funktion

Größe und Gewicht

Abmessungen B x H x T 121 x 90 x 42 mm
Gewicht 425 g (betriebsbereit)

Sonstiges

mitgeliefertes Zubehör Olympus BC-2 Sonstiges Zubehör
Olympus BCN-1 Ladegerät für Spezialakkus
Olympus BLN-1 Spezialakku
Olympus CB-AVC3 Audio- / Videokabel
Olympus CB-USB6 USB-Kabel
Olympus FL-LM2 Sonstiges Blitzgerôt
Ladegerät BCM-1
USB-Anschlusskabel
AV-Kabel
Tragegurt
Bildbearbeitungssoftware Olympus Master Software für Windows und für Macintosh
optionales Zubehör Olympus AC-1 Netzgerät
Olympus BLN-1 Spezialakku
CF- und SD- Speicherkarten
Augenmuschel EP-11, Blitzgeräte FL-50R, FL-36R, FL-300R, FL600R

Update

Inzwischen ist Version 8.8 von Adobe Camera RAW verfügbar. Einfach HIER KLICKEN, downloaden und installieren. Damit können auch die hochauflösenden 65 Megapixel RAW-Dateien der Olympus OM-D E-M5 Mark II verarbeitet werden.


Fuji X-E2 – Fotos in voller Auflösung

In den letzten Tagen hatte ich ein wenig Gelegenheit mit der neuen Fuji X-E2 einige Testbilder aufzunehmen die ich Euch hier in voller Auflösung zeigen möchte. Wer sehen will was sich sogar ganz ohne Stativ aus dem Fuji X-Trans Sensor herausholen lässt, der klickt einfach die hier verlinkten Vorschaubilder an und wird dann zum großen Bild in meinem Flickr Fotostream weitergeleitet. Dort gibt es rechts unten ein Pfeil-Symbol, dieses klickt man an und wählt danach im Kontext-Menu “Alle Größen anzeigen” aus.

Bildschirmfoto 2015-02-24 um 19.08.30

Das erste Beispielsfoto habe ich mit dem XF 55-200mm aufgenommen das wegen des kleinen APS-C Sensors im FX-Format einem Blickwinkel eines 82,5-300mm Teleobjektivs entspricht. Bei fast vollständig geöffneter Blende ist das Ergebnis mehr als überzeugend und macht Lust auf mehr.

Testshot #7 - Fuji X-E2

Das nächste Beispielfoto habe ich mit Blende 8 aufgenommen und die Bildqualität ist wirklich herausragend.

Testshot #8 - Fuji X-E2

Als nächstes gibt es drei Fotos die ich vom gleichen Standpunkt aus mit dem XF 18-55mm bei unterschiedlichen Brennweiten bei Blende 5,6 aufgenommen habe. Auch hier ist es beeindruckend wie viele Details der X-Trans Sensor der Fuji X-E2 einzufangen vermag.

Testshot #4 - Fuji X-E2

Testshot #5 - Fuji X-E2

Testshot #6 - Fuji X-E2

Nun ein Foto auf dem einfach irre viele feinste Details zu sehen sind und auch diese Aufgabe meistert die Fuji X-E2 mit Bravour.

Is it sharp? FUJI X-E2 Test Shot

Beim nächsten Foto erkennt man in der 100% Ansicht eine leichte Unschärfe, dies liegt aber an der großen Entfernung zum Motiv und ist auf feinste Partikel zurückzuführen die sich in der Luft befinden. Fotos über weite Strecken gelingen mit einem Teleobjektiv in der Regel nur an sehr kalten Wintertagen mit extrem trockner Luft.

Testshot #2 - Fuji X-E2

Um dieses Manko auszubügeln habe ich hier ein Foto das ebenfalls mit dem XF-55-200mm aufgenommen wurde, aber eben aus deutlich kürzerer Distanz. Hier spielt die in der Wärme der Sinne flimmernde Luft keine Rolle und verfälscht das Bildergebnis nicht. Es ist erstaunlich was dieses Objektiv und dieser Sensor leisten!

Testshot #3 - Fuji X-E2

Neben der Abbildungsleistung der Objektive ist der Dynamik-Umfang eines Kamera-Sensors für gute Bildergebnisse von essentieller Bedeutung. Wer kennt sie nicht die Fotos mit den ausgefressenen Lichtern die bei grellem Licht mit den winzigen Sensoren eines Smartphones aufgenommen wurden? Hier habe ich ein Foto das im unbearbeiteten Zustand das Problem sehr schön zeigt, dass die Natur und unser Auge größere Kontraste bereiten und verarbeiten können als fast jeder aktuelle Kamera-Sensor. Schaut man sich das Bild an sieht es zunächst aus als wäre bei den Wolken jegliche Zeichnung verloren und als würden die dunklen Bildbereiche kaum noch Zeichnung aufweisen.

Dynamic Range Test #1 - Fuji X-E2

Im nächsten Schritt senken wir nun im Adobe Camera RAW Converter die Lichter ein wenig ab und hellen die Schatten ein wenig auf. Zusätzlich reduzieren wir die Helligkeit um etwa 1/3 Blendenstufen und schon zeigen die Wolken eine ausgeprägte Zeichnung, ohne dass überstrahlte Lichter auffallen würden. Hellen wir jetzt noch die Schatten etwas auf, so kommt auch hier erstaunlich viel Zeichnung zum Vorschein und das ohne allzu starke Artefakte und Farbrauschen.

Dynamic Range Test #2 - Fuji X-E2

Der Tonwertumfang des Sensors der Fuji X-E2 ist wirklich ganz beachtlich und da stimmt es auch nicht weiter traurig, dass diese Kamera Belichtungsreichen mit nur 3 unterschiedlich belichteten Fotos erlaubt. In den allermeisten Situationen wird das ausreichen. Und falls mal nicht, so kann man sich mit dem sehr gut zugänglichen Einstellrad für die Belichtungskorrektur helfen. Damit kommt man schnell auf 6 oder 9 unterschiedlich belichtete Fotos aus denen sich HDR Fotos auch bei allerhärtestem Gegenlicht zaubern lassen sollten.

Fazit

Auch wenn der Video-Modus dieser Kamera anmutet an als hätte man ihn nachträglich mehr als lieblos in die Software “hineingemummelt”, so punktet die Fuji X-E2 doch bei der Bildqualität. Was diese kompakte kleine Kamera abliefern ist einfach nur erstaunlich. Im direkten Vergleich ist sie kaum größer als eine Olympus OM-D E-M1 und sich die Objektive sind nur kaum größer als die Pendants des sehr kompakten Micro-Four-Thirds Systems. Sehr gut gefällt mir an meinem neuen XF 10-24mm auch, dass der Filterdurchmesser mit 72m angenehm klein ist und man dieses Objektiv sehr gut mit dichten Graufiltern nutzen kann, ohne dass die Bildränder nennenswert abgeschattet werden, das ist außergewöhnlich!

Mit der neuen Firmware 3.0 ist es möglich bei eingeschaltetem Autofokus manuell nachzufokussieren. Das funktioniert sehr gut und das Fokuspeaking ist eine ganz ausgezeichnete Hilfe bei der Fokussierung. Auch gefällt mir sehr gut, dass man die Farben sehr frei wählen kann die beim Fokuspeaking im hervorragenden Sucher der X-E2 angezeigt werden. Aktuell habe ich “Rot” eingestellt. Drückt man den Auslöser fokussiert die X-E2 automatisch und durch Drehen des Fokus-Rings wird das Fokus-Peaking aktiviert. Als “scharf erkannte” Ecken und Kanten werden dann im Sucherbild oder auf dem rückwärtigen Display mit feinen roten Linien markiert. Das funktioniert sehr gut und hier könnten sich die Nikon Ingenieure bei der Entwicklung der Nikon 1 V4 eine dicke Scheibe abschneiden. Alternativ kann man ein digitales Schnittbild nutzen und es gibt auch Optionen um die automatische Vergrößerung des Sucherbildes beim manuellen oder halbautomatischen Fokussieren zu ändern, gut gemacht Fuji!

Neben dem neuen XF 10-24mm das im FX Format einem 15-36mm Weitwinkelzoom entspricht habe ich mir noch eine verrückte Lochblende gekauft. Was sich mit diesem Dingen alles anstellen lässt, das gibt es im nächten Artikel zu sehen!

Etwas enttäuschend ist allerdings die Kapazität der kleinen Akkus. Wer sich mit Auswahl und Komposition seiner Fotos viel Zeit lässt, die Displaybeleuchtung etwas stärker aufdreht und den Bildstabilisator dauerhaft aktiviert hat, der wird bereits nach etwa 100 Bildern feststellen, dass die Akkuladung langsam aber sicher zu Ende geht. Ich bin jetzt mit insgesamt drei Akkus ausstaffiert und bin seit heute außerdem stolzer Besitzer des sehr coolen MHG-XE Handgriffes. Dieser Handgriff kann fest mit der Fuji X-E2 verbunden bleiben und ermöglicht freien Zugang zum Batteriefach und der Speicherkarte. Außerdem ist er Arca-Swiss kompatibel und kann damit an vielen professionellen Schnell-Wechelssstemen ohne weiteres Zubehör genutzt werden.

Wie das alles aussieht, gibt es im nächsten Artikel zu sehen :-)


FUJIFILM X-E2 – Meine ersten Eindrücke

Fujifilm-X-E2-01

Eigentlich wollten wir nur in der Bonner City frühstücken, aber am letzten Samstag sind wir dann doch wieder im Bonner City Foto Center gelandet. Der Geschäftsführer ist schon eine Weile krank und ich wollte mich erkundigen ob es ihm inzwischen wieder besser geht. Außerdem wäre es zu schön gewesen, wenn meine bereits vor 14 Tagen bestellte Olympus OM-D E-M5 Mark II inzwischen eingetrudelt wäre. Aber leider ist in Bonn weit und breit noch nichts von dieser sehr coolen neuen Micro-Four-Thirds Kamera zu sehen.

Aber zu meiner Rolleiflex 3,5F die ich schon vor ein paar Jahren hier gekauft habe ist endlich ein passender Original-Objektivdeckel aufgetaucht und eine Gegenlichtblende samt einer kleinen Ledertasche gibt es auch. Nun ist meine Rolleiflex so richtig vollständig und diese kleinen netten Zubehörartikel sind sogar ein Geschenk des Hauses, wenn das kein Grund zum Feiern ist?

Rolleiflex 3.5F Baujahr 1960

Während meine Sandra sich angeregt mit einem der beiden Mitarbeiter unterhält habe ich Gelegenheit mir eine gebrauchte Fuji X-E2 näher anzuschauen. Der Zustand ist neuwertig und es gibt ein Blitzlicht und einen Handgriff dazu. Außerdem ist ein witziger roter Soft-Release-Button in den Auslöseknopf eingeschraubt. Diese Kamera sieht richtig schön nach “Retro” aus und die Bedienung ähnelt sehr stark dessen was ich bereits seit mehreren Jahren von meiner wunderschönen Fuji X-100 kenne. Unbedingt schnell und intuitiv kann man beide Kameras nicht bedienen wenn man eine Nikon DSLR wie die Nikon D7000 oder D800E gewöhnt ist. Aber man kommt mit diesen Kameras klar.

Fujifilm-X-E2-02

Zusätzlich zum sehr guten 18-55mm Standard-Zoom gibt es noch das mehr als brauchbare 55-200mm Telezoom-Objektiv. Alles in allem fühlt sich wie bei Fuji gewohnt gut schwer und wertig an. Nicht umsonst ist Fuji weltweit der einzige Hersteller der in Eigenregie eine Kamera für Hasselblad fertigen durfte, die Hasselblad X-Pan. Diese Kamera wurde von der Photowelt aufgrund ihrer hervorragenden Eigenschaften mit dem EISA Award 1999–2000 ausgezeichnet und zur Europäischen Profi-Kamera des Jahres gewählt. Na wenn das kein Ritterschlag ist?

Fujifilm-X-E2-03

Die Olympus OM-D E-M5 Mark II ist noch immer nicht lieferbar und so ist die Anspannung relativ hoch, ich habe nun schon seit mehreren Monaten keine neue Kamera mehr in Händen gehabt. Warum also keine Fuji X-E2, zumal diese Kamera in der Fachpresse seit Monaten über den grünen Klee gelobt wird? Also beginnen wir mit unseren Verhandlungen. Nach etwa 30 Minuten sind wir uns einig. Ich bekomme eine praktisch neuwertige Fuji X-E2 mit 18-55mm, 55-200mm, 2 Gegenlichtblenden, 2 Akkus, Ladegerät, Blitzlicht, 32GB Speicherkarte und einer sehr schönen Fototasche für zusammen 1.500 Euro. Na wenn das kein Schnäppchen ist?

Nachdem die Firmware der Fuji X-E2 auf Version 3.0 upgedatet ist, geht es etwas später nach Königswinter zum Sea-Life Aquarium. Dort ist reichlich Gelegenheit die neue Kamera bei höhen ISO Werten und unter schwierigen Lichtbedingungen einem ersten Test zu unterziehen.

First Testshot with Fuji X-E2

Umringt von total überdrehten schreienden Kindern versuche ich durch die dicken verschrammten Scheiben das eine oder andere coole Foto aufzunehmen. Das nur mäßig lichtstarke Standard-Zoom kann man zwar bei schönem Sonnenlicht mehr als gut gebrauchen, aber hier in der Dunkelheit ist es unpassend. Der Autofokus funktioniert nicht wirklich und das manuelle Fokussieren nervt mich total. Ich bin einfach kein Freund von edlen Hochleistungsobjektiven bei denen der Fokus elektronisch über die Kamera eingestellt wird wenn man am “Endlos-Fokusring” dreht. Ich komme aus der alten Welt und ich mag Objekte wie die alten Nikon AiS Linsen die einen satt aber dennoch weich laufenden Fokusring haben. Das Fuji XF 18-55mm sieht zwar edel aus, aber man kann die Ringe für Blende, Fokus und Zoom kaum durch Tasten voneinander unterscheiden. Ständig drehe ich am Zoom-Ring obwohl ich fokussieren möchte, das nervt!

Das Objektiv hat einen schön gemachten Ring zur Steuerung der Blende. Das funktioniert auch recht gut, aber man kann an diesem Ring nicht ablesen welche Blende eingestellt ist. Wie der Fokusring auch ist es ein Endlosring den man nach Belieben verdrehen kann und der keinen Anschlag hat. So verstelle ich beim Tasten in der Dunkelheit immer wieder versehentlich die Blende wenn ich doch eigentlich Zoomen will, das nervt ebenfalls. Warum kann man die eingestellte Blende nicht arretieren?

Mit 7 Bildern pro Sekunde ist die Serienbild-Geschwindigkeit der Fuji X-E2 relativ hoch. Aber es gibt bei 7 B/s keinen Autofokus, man macht also alle Fotos mit der Fokuseinstellung des ersten Bildes! Das ist bei der Nikon 1 V3 auch so, aber sie schafft dann bis zu 60 RAW-Bilder pro Sekunde! Mit vollständig funktionierendem Autofokus schafft die Nikon 1 V3 noch immer satte 20 Bilder pro Sekunde und das im RAW-Format!

Will man mit der Fuji X-E2 Serienbilder mit vollständig funktionierendem Autofokus aufnehmen, so muss man die Serienbild-Geschwindigkeit auf langsame 3 Bilder pro Sekunde reduzieren, da ist sogar meine Nikon D800E schneller. Außerdem ist schon nach 8 RAW-Bildern Schluss, das können andere Kamera sehr viel besser!

In der Fachpresse wird die Fuji wegen der “totalen Rauscharmut” bei hohen ISO-Werten immer wieder gelobt. Als ich die Ergebnisse anschaue die ich bei ISO-4000 und ISO-6400 gemacht habe, so kann ich hier massives Rauschen erkennen. Das ist bei der Nikon D800E auch nicht schlechter, allerdings in mehr als der doppelten Auflösung.

Letztlich hätte ich mich mit meiner Nikon D800E und einem AiS 1,4/50mm oder meinem AiS 2.0/85mm hier deutlich wohler gefühlt. Zwar funktioniert der elektronische Sucher der Fuji X-E2 unter schlechten Lichtbedingungen noch recht gut, aber das manuelle Fokussieren ist ein Geduldsspiel und der Autofokus macht bei diesem schlechten Licht meist was er will. Später daheim habe ich dann auch fast 1.000 Fotos auf meiner neuen Speicherkarte. Aber es ist praktisch alles unscharfer Ausschuss, das Licht in diesem Aquarium ist einfach zu schlecht und die Scheiben sind sie dick für gute Fotos.

Daran ist natürlich die Fuji X-E2 vollkommen unschuldig, sie hat sich relativ gut geschlagen und mit einer lichtstarken Festbrennweite hätte das Fotografieren auch mehr Spaß gemacht. Allerdings ist das Angebot passender XF-Objektive sehr eingeschränkt, außerdem sind die XF-Objektive extrem teuer. Für diesen Preis bekommt man natürlich auch exorbitant gute Qualität geliefert. Die meisten XF-Festbrennweiten sind besser als alles was man bspw. Leica je konstruiert hat, aber diese Qualität lässt man sich auch fürstlich bezahlen. Ist die Fuji X-E2 mit einem Preis von rund 700,- Euro für den Korpus noch relativ preiswert, so wird es bei den Objektiven sehr schnell sehr teuer. Dieses System ist nichts für begeisterte Amateure die Geld sparen wollen, sie wären mit einer Nikon D7100 und einigen AF-S Objektiven sicher preiswerter bedient.

In den letzten Jahren habe ich zusätzlich zur Fotografie mehr und mehr begonnen mit meinen Kameras auch Videos aufzunehmen. Das macht großen Spaß und mein YouTube-Kanal hat inzwischen fast 4.000 Abonnenten. So habe ich natürlich auch im Sea-Life Center einige kurze Video-Sequenzen aufgenommen. Hierbei ist mir sehr negativ aufgefallen, dass alle Video-Features der Fuji X-E2 wirken als wären sie halbherzig nachträglich in das Konzept “hineingefummelt” worden. Es gibt keinen Knopf um ein Video direkt zu starten, man muss den “Drive-Button” drücken und in der Liste von Auslösearten bis ans Ende scrollen, erst dann kann man Videos aufnehmen. Hat man eine längere Serie fotografiert muss man warten bis alle Bilder gespeichert sind bevor man in den Video-Modus umschalten kann, das nervt!

Endlich im Video-Modus angekommen hat man keinerlei Möglichkeiten die Belichtungszeit zu steuern oder zu sehen wie die Kamera die einzelnen Bilder des Videos belichtet. Über den Blendenring kann man eine Blende manuell vorgeben, das war es dann auch schon. Ansonsten macht der Video-Modus der Kamera was er will. Während der Video-Aufnahme lässt sich die Fokussierung nicht ändern, das nervt ebenfalls. Bei allen DSLR-Kameras die ich bislang benutzt habe, konnte ich während ich gefilmt habe den Fokuspunkt verlagern. Mit dem stylischen 18-55mm XF-Objektiv geht das nicht, warum nur?

Allerdings sind die kurzen Video-Sequenzen trotz aller Einschränkungen relativ brauchbar. Und nach einigen belanglosen Testfotos bin ich mit der Bildqualität der Fuji X-E2 sehr zufrieden. An die Nikon D800E kommt sie in keiner Weise heran, aber sie ist ja auch sehr viel kleiner, preiswerter und kompakter. Wer anspruchsvoll fotografieren möchte, hat mit der Fuji X-E2 durchaus eine gute Kamera zur Hand. Mit einer Nikon D800E und einigen guten Objektiven wird man jedoch bessere Bildergebnisse erzielen. Doch ob man dieses Mehr an Bildqualität wirklich benötigt, das muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich war lange Jahre auf der Suche nach der perfekten Kamera und habe sie mit der Nikon D800E gefunden. In der Zeit in der ich sie mit Begeisterung benutze hat sich dann aber für mich herausgestellt, dass ich häufig mit den Ergebnisse aus der wunderbar kompakten Nikon 1 V3 ebenso glücklich bin!

Bei flickr. com sind inzwischen einige Fotos die mit der Nikon 1 V3 entstanden sind im “Explore” gelandet und erfreuen sich großer Beliebtheit. Hier habe ich eines dieser Fotos für Euch verlinkt.

Fish Eagle Portrait - Nikon 1 V3 & AF-S VR 70-300mm

Es muss also nicht immer eine Nikon D800E mit teuren schweren Objektiven sein. Manchmal ist man auch mit kleineren leichteren Kameras gut bedient und erzielt Ergebnisse die sich durchaus sehen lassen können. Ob diese kleinere leichtere Kamera nun unbedingt eine Fuji X-E2 sein muss, da bin ich im Zweifel. Klar ist die Bildqualität des Sensors im APS-C Format unglaublich gut und schlägt sogar Kameras wie die Nikon D7000, aber es hat eben auch seinen Preis. Und genau wie bei der exorbitanten Bildqualität der Nikon D800E muss sich die Fuji X-E2 die Frage gefallen lassen ob man diese Bildqualität benötigt.

Eine Olympus OM-D E-M10 spielt meiner Meinung nach durchaus in einer ähnlichen Liga, nur zu einem geringeren Preis und mit deutlich geringeren Gewicht.

Fazit

Mit der Fuji X-E2 hat man eine Kamera in tollem Repro-Design die sich gut und fertig anfühlt. Das Angebot passender XF-Objektive ist klein und die Objektive sind sehr hochwertig aber auch sehr teuer. Im Vergleich zu einer guten Spiegelreflex-Kamera spart man bei einer umfangreichen Ausrüstung also kaum Geld. Was man spart sind Größe und Gewicht.

Die Bedienung der Fuji X-E2 ist nicht sonderlich intuitiv aber nach einer kurzen Eingewöhnung ganz ok. Der lieblos implementierte Video-Modus ist ein echter Minus-Punkt. Hier hätte ich deutlich mehr erwartet.

Ein Geschwindigkeitswunder ist die Fuji X-E2 nicht wirklich. Hat man den Menüpunkt “Höchstleistung” aktiviert, so ist der Autofokus angenehm schnell, aber nicht schneller als bei der Nikon 1 V3 oder der Olympus OM-D E-M1. Im direkten Vergleich punkteten Nikon 1 V3 und Olympus OM-D E-M1 mit Klapp-Displays die zudem Touch-Sensitiv sind.

Der erweiterte ISO-Bereich steht im RAW-Modus nicht zur Verfügung! Wer wie ich grundsätzlich im RAW-Modus fotografiert kann ISO-200 bis ISO-6400 nutzen. Bei Langzeitbelichtungen mit Graufiltern usw. könnte man mit ISO-100 die doppelte Belichtungszeit erreichen. Warum das im RAW-Modus nicht geht wissen wohl nur die Fuji-Götter.

Die programmierbaren Fn-Buttons gefallen mir gut und die Art und Weise wie sie programmiert werden ist super! Aber es sind für meinen Geschmack zu wenige Buttons. Ich würde mir wünschen, dass man auch die Buttons für AE-L und AF-L frei programmieren könnte und auf der Vorderseite würde ich mir einen Button zur Kontrolle der Schärfentiefe wünschen.

Der zusätzlich lieferbare Handgriff erhöht die Ergonomie der Fuji X-E2 ganz beträchtlich, aber man muss ich jedes Mal abschrauben wenn man an Akku oder Speicherkarte möchte, das nervt und ich frage mich warum man sich hier keine andere Lösung finden lässt? Bei der Nikon 1 V3 oder der Olympus OM-D E-M1 kann ich die Speicherkarte seitlich einstecken. Bei der Olympus OM-D E-M10 ist der Handgriff zweiteilig und kann mit einem einzigen schnellen Handgriff entfernt werden um den Zugriff auf den Akku freizugeben. Eine ähnliche Konstruktion würde sich an der Fuji X-E2 auch gut machen.

Die Fuji X-E2 hat keinen Synchron-Anschluß für externe Blitzgeräte. Wer bspw. im Studio mit dieser Kamera arbeiten möchte muss also auf einen Funk-Auslöser ausweichen und Blitzgeräte verwenden die sich über den kleinen eingebauten Blitz der Fuji X-E2 fernzünden lassen.

Alles in allem ist die Fuji X-E2 eine schön designte Kamera die sehr gute Fotos zu einem moderaten Preis liefert. Sie ist nicht sensationell und sie hat ich Schwächen, ganz besonders im Video-Modus. Trotzdem macht das Fotografieren mit dieser Kamera Spaß und ich freue mich schon auf den Novoflex-Adapter for das Nikon F Bajonett. Damit kann ich alle AiS Nikon Objektive an dieser Kamera benutzen und wie die Bildergebnisse werden, dass könnte Ihr hier bald nachlesen :-)


Alles über GoPro Kameras

Heute habe ich ein ausführliches Video für Euch in dem sich alles um die Action-Cams des Herstellers GoPro dreht. Meine erste GoPro war eine HERO 960 und weil sie mit so gut gefiel habe ich kurz darauf noch zwei GoPro HD HERO gekauft. Mit der Zeit sind dann noch vier weitere GoPro Kameras dazugekommen, so dass ich inzwischen ganze sieben GoPro Kameras habe und sie immer wieder mit Begeisterung benutze.

 

Hier habe ich einige Videos für Euch herausgesucht die ich in den letzten Jahren mit meinen unterschiedlichen GoPro Kameras aufgenommen habe. Das erste Video habe ich vor langer Zeit mit meiner GoPro HERO 960 und meinem Peugeot 407 Coupé in einer Waschanlage in Mainz gefilmt. Ich wollte mal ausprobieren was man den GoPro Unterwassergehäusen alles zumuten kann. Und diese kleine Kamera hat sich sehr gut geschlagen!

 

Hier habe ich ein teilweise ziemlich haarsträubendes Video das mit meiner GoPro HD HERO 960 entstanden ist. Normaler Weise geht es nicht so wild zu wenn ich mit dem Motorrad unterwegs bin…

 

Mit den Jahren wird man ruhiger, die Kameras werden besser und der Fahrstil ist weniger wild. In diesem Video sieht man den Qualitätssprung der ersten Modelle hin zur GoPro 3+ Black Edition sehr deutlich.

 

Hier nun ein Video bei dem ich GoPro Kameras aus verschiedenen Generationen gemeinsam verwendet habe. Wenn man darauf achtet sieht man deutlich welche Teile des Videos mit der alten HD HERO gefilmt wurden.

 

Sobald das Wetter es zulässt und die freie Zeit ebenso, soll es mit meinem Freund Mirko mit der Aerospol Dynamic WT-9 nach Borkum gehen. Für diesen Flug habe ich mit die neue GoPro HERO 4 Black Edition gekauft und ich bin wirklich sehr gespannt darauf welche Bilder sie liefern wird.


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