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Nikon 1J2 versus Nikon 1V2

ISO-12233-Testaufbau

Wie versprochen wird es in den kommenden Wochen in loser Folge immer wieder Artikel geben in denen ich die Nikon 1V1 mit der 1V2 und der 1J2 vergleichen werde. Außerdem werde ich Euch einige Objektive für dieses System vorstellen und dafür wahrscheinlich viele große Testbilder auf meinem Web-Server ablegen müssen.

Heute habe ich die Nikon 1J2 der Nikon 1V2 gegenübergestellt. Obwohl die Typenbezeichnung darauf schließen lassen könnte, dass diese Kameras den gleichen Chip verwenden, so sind sie doch sehr verschieden. Der neuere Sensor der Nikon 1V2 löst insgesamt rund 14 Megapixel auf, während der einige Monate ältere Chip der Nikon 1J2 mit “nur” 10 Megapixeln auskommen muss. Der Sensor der Nikon 1J2 ist baugleich mit dem Sensor der Nikon 1V1, daher liefern beide Kameras identische Bildergebnisse. Wer wissen will wie sich eine Nikon 1V1 schlagen würde, der liegt mit den Ergebnissen der Nikon 1J2 genau richtig.

Nikon 1 V1 - ME-1 - Tripod - Lenses - Filters

Kurz nach der Vorstellung des Nikon 1 Systems haben sich viele Blogger und Journalisten auf den Chip im relativ kleinen CX-Format gestürzt. So ein kleiner Chip lädt ja geradewegs dazu ein ihn mit extrem hohen, oft praxisfernen ISO-Werte zu martern. Und da sich die Physik nicht überlisten lässt, war die ISO-Performance des kleinen Chips natürlich nicht so gut wie bei Kameras mit deutlich größeren Vollformat-Sensoren. Diese Tests haben den Kameras des Nikon 1 Systems einen schlechten Ruf eingebracht, wie ich meine zu Unrecht! Denn hier werden eben Äpfel mit Birnen verglichen. Hätte man damals die Nikon 1 der Nikon P7000 gegenübergestellt, so wären die Ergebnisse grundlegend anders ausgefallen. Der Grund warum die Kameras des Nikon 1 Systems mit deutlich größeren Spiegelreflexkameras verglichen wurden war schlichtweg der sehr hohe Listenpreis fast aller Komponenten dieses neuen Systems.

In den letzten Monaten hat sich gezeigt, dass der Markt auch hier alles regelt und aktuell sind die Preise der Kameras des Nikon 1 Systems auf dem Nivea der Nikon P7000 angekommen. Klar gibt es die P7000 inzwischen nicht mehr, also muss sich sich mit der P7100 oder der P7700 messen lassen. Und hier schlägt sie sich wegen des nun deutlich größeren Chips so richtig gut!

Was viele Blogger und Journalisten gar nicht beachtet haben, sind Features die bei den Nikon 1 Kameras relativ einzigartig sind. So verwenden diese Kameras die sehr schnelle und leistungsfähige Expeed 3 bzw. Expeed 3a Engine für die Bildverarbeitung. Diese Prozessoren stammen direkt von den großen Profikameras und die kleinen Nikons können durch den Einsatz dieser Chips wirklich erstaunliches leisten wenn es bspw.  um Serienbild-Geschwindigkeit und Zeitlupeneffekte geht.

Leider muss man als Nutzer einer Nikon 1V1 oder einer ihrer Schwestern ohne Braketing auskommen und hat keine Möglichkeit eines der großen Systemblitzlichter zu verwenden. Hier ist man mit einer Nikon P7000 oder P7100 usw. auf der Sonnenseite der Kameratechnik. Bracketing, Blitzschuh usw. orientieren sich hier an den größeren Spiegelreflexkameras. Man könnte sich nun vortrefflich darüber ärgern oder eben die Vorteile suchen die dieses neue Konzept hat. Die Nikon 1V1 und 1V2 haben einen völlig neu konstruierten Zubehörschuh. Hier kann man beispielsweise ein GPS einstecken, was ich sehr praktisch finde. Unverständlich ist mir allerdings, warum es kein spezielles Video-Mikrofon für diesen neuen Anschluss gibt. Obwohl die eingebauten Mikros der Nikon 1 Kameras wirklich erstaunlich gut klingen, werden viele Videofilmer ein externes Mikrofon bevorzugen. Hier ist es schade, dass dies noch mit einem Kabel auf der Linken Gehäuseseite angeschlossen werden muss, das hätte man eleganter lösen können. Wenn schon ein neuer Multifunktionsanschluss, dann auch einer mit echtem Mehrwert.

Aber genug philosophiert, schauen wir uns im Detail an was diese kleinen Kameras leisten wenn man ihnen mit einem ISO-12233 Testchart im Format 60×90 cm zu Leibe rückt. Wegen der Größe des Testcharts ist ein relativ praxisnaher Versuchsaufbau möglich. Verwendet man an der Nikon 1 das feine Nikkor AF-S 1,8/18,5mm Objektiv, so kann man die Kamera in einem Abstand von etwa 100cm vor das Testchart stellen und es damit bildfüllend ablichten. Wer kleinere Testcharts verwendet kommt schnell in einen “Makromodus” der deutlich weniger aussagekräftig ist.

Die Testreihen

Zu den Testbildern, es gibt jeweils zwei Testreihen mit dem AF-S VR 4.5-5.6/10-30mm Standardzoom (das fast allen Kameras beiliegt) und der lichtstarken AF-S 1.8/185mm Festbrennweite. Zusätzlich noch eine ISO-Testreihe von ISO-200 bis ISO-6400. Klickt einfach auf die Dateinamen um die verknüpften Testbilder in epischer Schönheit in einem neuen Fenster zu öffnen.

1J2 – Bild# 1V2 – Bild#
18,5mm – 1,8 _DSC1354.jpg DSC_0057.jpg
18,5mm – 2,8 _DSC1355.jpg DSC_0058.jpg
18,5mm – 4 _DSC1356.jpg DSC_0059.jpg
18,5mm – 5,6 _DSC1357.jpg DSC_0060.jpg
18,5mm – 8 _DSC1358.jpg DSC_0061.jpg
18,5mm – 11 _DSC1359.jpg DSC_0062.jpg
18,5mm – 16 _DSC1360.jpg DSC_0063.jpg
10-30mm – 4,5 _DSC1361.jpg DSC_0064.jpg
10-30mm – 5,6 _DSC1362.jpg DSC_0065.jpg
10-30mm – 8 _DSC1363.jpg DSC_0066.jpg
10-30mm – 11 _DSC1364.jpg DSC_0067.jpg
10-30mm – 16 _DSC1365.jpg DSC_0068.jpg
10-30mm – 8 – 200 _DSC1366.jpg DSC_0069.jpg
10-30mm – 8 – 400 _DSC1367.jpg DSC_0070.jpg
10-30mm – 8 – 800 _DSC1368.jpg DSC_0071.jpg
10-30mm – 8 – 1600 _DSC1369.jpg DSC_0072.jpg
10-30mm – 8 – 3200 _DSC1370.jpg DSC_0073.jpg
10-30mm – 8 – 6400 _DSC1371.jpg DSC_0074.jpg

Die Testbilder sind unkorrigiert und zeigen die reale Verzeichnung der beiden Objektive sehr schön. Schaltet man an den Kameras die automatische Objektiv-Korrektur EIN, so sind Abbildungsfehler kaum noch erkennbar.

Für alle ISO-Freaks habe ich mit beiden Kameras eine ISO-Testreihe von ISO-200 bis ISO-6400 aufgenommen. Hier könnt Ihr im Detail sehen wie sich diese beiden Kameras schlagen und welche Unterschiede zwischen dem 14 Megapixel-Sensor und dem geringer auflösenden 10 Megapixel-Sensor in der Realität erkennbar sind.

Diskussion der Testergebnisse

Wer es genau wissen will, der speichert die Testbilder auf seinem lokalen PC und schaut sie sich mit einem Tool wie beispielsweise XNView in Ruhe an. XNView ist für private Anwender kostenlos und das Tool hat kann EXIF-Daten sehr schön einblenden.

Bildschirmfoto 2013-11-03 um 13.09.11

XNView ist für Windows, OS-X und Linux verfügbar und kann hier heruntergeladen werden:

Schauen wir uns einige Bilder im A/B-Vergleich bei 100% an.

Vergleich-ISO-200-Center

Bei ISO-200 ist ein ganz leichtes Bildrauschen erkennbar, dass sich sehr einfach mit Nik Define  oder ähnlichen Filtern entfernen lässt. Mich persönlich stört es nicht weiter, denn es verleiht den Bildern aus diesen Kameras einen ganz eigenen Look. Dieses Foto sind keine flach gebügelten Computergrafiken sondern sehen ein wenig nach gescanntem analogem Filmmaterial aus. Auch sollte man beachten, dass die native Empfindlichkeit der Nikon 1J2 ISO-100 beträgt, die der Nikon 2V2 aber ISO-160. Damit die Bilder vergleichbarer werden habe ich beide Kameras hier auf ISO-200 eingestellt.

Vergleich-ISO-200-TopRight

Die Verzeichnung des 18,5mm Objektives ist in der Übersicht deutlich erkennbar, aber sie ist sehr linear und kann daher sehr einfach entfernt werden. Die Chromatische Aberration, also die Farbsäume an den äußersten Bildrändern sind ausgesprochen gering und lassen sich ebenfalls sehr einfach korrigieren.

Vergleich-ISO-6400

Das Bildrauschen ist bei ISO-6400 deutlich erkennbar. Aber dieser hohe ISO-Wert ist eher ungebräuchlich. Für Zeitrafferaufnahmen in völliger Dunkelheit wird man diese Kameras auch eher nicht verwenden. Bis ISO-1600 kann man sie jedoch mit sehr brauchbaren Ergebnissen nutzen. Dann sollte man allerdings unbedingt im RAW-Format fotografieren und sich bei der RAW-Konvertierung etwas Mühe geben und zusätzlich ggfs. Nik Define oder ähnliche Filter zur Rauschunterdrückung einsetzen.

Vergleich-ISO-6400-1920px

Hier habe ich beide Testbilder auf 1920 Pixel verkleinert und einander gegenübergestellt. Auflösung und Bildrauschen liegen jetzt auf gleichem Niveau. Wer seine Bilder also ohnehin nur im Internet zeigt, der wird mit der Nikon 1J2 oder der 1V1 identische Bildergebnisse erzielen.

Fazit

Wer seine Fotos im Internet präsentiert oder sie in HD-Videos einarbeitet, der wird mit der Bildqualität der kleinen Nikons im Format 1920px selbst bei ISO-3200 noch recht gut bedient sein. Bei den niedrigsten ISO-Werten liefern die Kameras Ergebnisse aus denen man noch sehr brauchbare Prints im Format bis ca. 40x60cm erstellen lassen. Natürlich sind auch größere Formate kein Problem, aber dann sollte man diese Bilder nicht mehr mit der Lupe sondern mit etwas Abstand betrachten. Für den “Hausgebrauch” sind dann auch größere Formate möglich. Alles in allem liegt die Auflösung dieser Kameras etwa bei dem was sich aus wirklich guten Kleinbild-Dias mit einem ordentlichen Scanner herausholen lässt. Diese Bildqualität war über mehr als 50 Jahre hinweg für die ganze Welt mehr als ausreichend und fast alle Reporter und Kriegsberichterstatter haben im Kleinbildformat gearbeitet.

Die überwiegende Zahl der Veröffentlichungen die wir bis zum Jahr 2000 in den Zeitschriften dieser Welt gesehen haben wurden mit 35mm Film realisiert. Wenn eine kompakte kleine Kamera wie die Nikon 1J2 die man aktuell für unter 300 Euro bekommt auf diesem Niveau liegt, dann ist das also grundsätzlich gar nicht schlecht. Rational betrachtet ist die Bildqualität gut, kann sich aber mit deutlich teureren Kameras wie der Nikon D800 und ähnlichen Modellen nicht messen. Abers das muss sie auch gar nicht, denn diese Kameras spielen in einer ganz anderen Liga.

Auf Reisen hat man mit beiden hier gezeigten Nikons sehr flexible kompakte Kameras für die es mittlerweile gute Objektive und sinnvolles Zubehör gibt. Hobbyfotografen die sich nicht mit einer schweren teuren Fotoausrüstung abplagen wollen liegen mit diesem System genau richtig. Wenn es nicht unbedingt Nikon sein muss, gibt es allerdings bei den anderen Herstellern vergleichbare Modelle. Hier sollte man die Kameras in einem gut sortierten Fotoladen anschauen und dann seinem Bauchgefühl nachgeben. Das Modell das sich am besten anfühlt und dem man subjektiv die besten Ergebnisse zutraut sollte man auch kaufen.

Mein Tipp

Nach dem Kauf seiner neuen Kamera ist es besser sich an den Bildergebnissen freuen und die Kamera auch fleissig nutzen statt sich in Internet-Foren die schöne neue Stück schlecht reden zu lassen. Und natürlich gilt für jede noch so preiswerte Kamera, dass gutes Licht, tolle Motive und ein durchdachter Bildaufbau im Ergebnis deutlich mehr zählen als leichtes Bildrauschen oder Abbildungsfehler des Objektivs.

Bei der Fotografie ist es genau wie in der Musik oder beim Sport. Mit einer teuren Gitarre ist man nicht automatisch ein Eric Clapton und mit den allerbesten Schuhen schafft man nicht auf Anhieb einen Marathon. Wer seine Fotos schlecht findet, der wird mit einer teuren neuen Kamera keine besseren Fotos machen. Kameras sind Werkzeuge und wer sie nicht beherrscht wird auch mit den besten Werkzeugen kein Michelangelo. Statt viel Geld für immer neue Kameras auszugeben sollte man mal ein paar gute Fotobücher lesen und vor allem an seinen Bildergebnissen arbeiten. Mit etwas Köpfchen, Geduld und Ausdauer wird man irgendwann Fotos machen die man zuvor für unmöglich hielt. Und das geht sogar mit kleinen preiswerten Kameras aus dem Nikon 1 System :-)

Und noch etwas, statt immer nach neuen besseren Kameras und neuen noch tolleren Fotos zu gieren könnte man sich ab und zu etwas Zeit und Muße nehmen und mal die Fotos die man SCHON HAT in Ruhe durch schauen. Ab und zu werden einem kleine Perlen wie dieses hier unter den Mauszeiger kommen. Ein Foto das ich am 14. Mai 2008 mit meiner Nikon D2x bei ISO-400 ohne Blitzlicht aufgenommen habe. Einfach mal Anklicken um es in 1920 Pixel Kantenlänge anzuschauen. Ein Bild das mit einer Kamera aufgenommen wurde die jetzt 8 Jahre alt ist und bei eBay & Co. für ca. 700 Euro gehandelt wird. Es muss also nicht immer eine Nikon D4x für 8.000 Euro sein :-)

D2X_0014


Windows Programme auf dem Mac nutzen

Softwarepakete des Herstellers Microsoft werden in der Mac-Welt oft verteufelt, aber dennoch zählt Microsoft Office in der Mac-Version zu einem der meistbenutzten Softwarepakete auf dem Mac. Viele Mac-Nutzer bezeichnen Microsoft als “böse Macht” und zetteln hier immer wieder fast religiös anmutende Debatten an. Betrachtet man OS-X und Windows 7 oder Windows 8 mit kühlem Kopf, so haben beide Systeme ihre spezifischen Vor- und Nachteile. Wer sich den Luxus zweier Computer nicht leisten kann und will, dem bleibt nur die Entscheidung für einen Mac- oder Windows-Computer.

Wer sich für einen Mac entscheidet hat später jedoch die Möglichkeit via “Bootcamp” eine parallele Windows-Installation auf seinem Mac-Computer durchzuführen. Um eine solche Installation ausführen zu können, braucht der Mac entweder zwei Festplatten oder man muss die eine interne Festplatte partitionieren, also in zwei unabhängige Bereiche aufteilen und diese separat formatieren. Für eine Windows-Partition sollte man mindestens 60-GB einplanen, bei einer teuren SSD mit 256-GB Speicherplatz kann es wirklich schmerzhaft sein soviel Speicherplatz für ein System zu reservieren mit dem man vielleicht nur gelegentlich arbeitet.

Wer Softwarepakete wie beispielsweise Elster-Formular für seine monatlichen Umsatzsteuer-Voranmeldungen oder andere lästige Dinge benötigt, der könnte statt einer parallelen Installation via “Boot Camp” einen virtuellen Computer mit der Software “Parallels Desktop” betreiben. Diesen virtuellen Computer kann man ggfs. auf eine externe Festplatte auslagern und dieser virtueller Computer verwendet nur so wenig Speicherplatz wie tatsächlich notwendig. Wer einen etwas neueren Mac zur Verfügung hat, der kann den virtuellen Windows-Computer auch problemlos auf eine externe Thunderbolt- oder USB-3.0 Festplatte verschieben. Bei einem älteren Mac klappt es zur Not auch mit einer Festplatte die über einen Firewire-800 Anschluss verfügt. Mit USB 2.0 Geräten sollte man es eher nicht versuchen, denn dann wird es wirklich langsam. Auf meinem neuen Mac mit 512 GB SSD geht das virtuelle Windows “ab wie Schmieds Katze” :-)

Die Installation ist ganz einfach und sie kann notfalls ohne Bauchschmerzen wieder rückgängig gemacht werden. Außerdem kann man seinen virtuellen Windows-Computer beliebig oft kopieren und beispielsweise auf das Mac Book der Freundin oder das kleine MacBook Air für die Reise benutzen.

Für den Start braucht man die Software Parallels Desktop. Diese kann man leider nicht über den Apple App-Store kaufen, aber der Hersteller bietet auf seiner Homepage neben einer 30-Tage Testversion die Möglichkeit an, die Software bequem via PayPal zu bezahlen. Der Preis fällt mit 79,99 Euro angenehm moderat aus.

Parallels-Desktop

Nach der Installation kann mit der Einrichtung einer virtuellen Windows Installation begonnen werden. Dazu startet man den frisch installierten Parallels Desktop, legt ein Windows Installationsmedium in das interne oder extreme DVD Laufwerk ein und los geht’s.

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Nach der Installation muss noch ein Paket mit Tools installiert werden das zum Installationsumfang des Parallels Desktop gehört. In den Optionen der virtuellen Maschine kann man nun Arbeitsspeicher und Prozessoren zuweisen. Hier sind alle Nutzer eines sehr aktuellen MacBooks im Vorteil. Mein neues 15″ MacBook verfügt über 16 GB Arbeitsspeicher und eine schnelle i7 CPU. Das sind die allerbesten Voraussetzungen für den flüssigen Betrieb eines virtuellen Windows-Systems. Meiner virtuellen Windows Maschine habe ich für den Anfang 4 GB Arbeitsspeicher und 4 CPU-Kerne zugewiesen.

Danach kann das frisch installierte Windows 8 zum ersten Mal gestartet werden. Und pfiffiger Weise hat es sogar ein Startmenü an gleichen Stelle an der man es von Windows 7 gewohnt war :-)

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In den Optionen des virtuellen Computers lässt sich auch konfigurieren, dass man unter Windows Zugriff auf die “normalen” Ordner wie Dokumente, Downloads, Bilder, Videos usw. erhält. Das ist sehr praktisch und so ist die Integration zwischen Windows und OS-X wirklich gelungen. Ein weiterer Vorteil ist, dass man viel wertvollen Festplattenspeicherplatz  einsparen kann, denn man muss in der virtuellen Maschine keinen freien Speicherplatz für Dokumente usw. reservieren.

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Den virtuellen Windows Computer kann man alternativ zum Vollbild auch so einstellen, dass sich die Windows Programme (wie hier der Windows Explorer) in die gewohnte Mac-Oberfläche integrieren.

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Nach der Installation von Elster Formular, Microsoft Office, Visual Studio usw. sollte man das Windows unbedingt aktivieren und die aktuellen Windows Updates installieren. Danach kann man für alle Fälle ein Backup der virtuellen Maschine erstellen. Diese ist eigentlich nur eine wirklich große Datei deren Speicherort man im Rahmen der Installation angeben hat. Für ein Backup muss die virtuelle Maschine gestoppt werden. Nachdem man auch den Parallels Desktop beendet hat, kann die virtuelle Maschine kopiert und auf andere Computer übertragen werden.

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Will man diese neue “saubere” Windows Installation auf einem zweiten Computer zum Laufen bringen, so installiert man dort zunächst ebenfalls den Parallels Desktop. Danach lässt sich eine Kopie der virtuellen Maschine mit einer externen Festplatte sehr einfach auf den zweiten Rechner übertragen. Dort startet man den Parallels Desktop und öffnet die virtuelle Maschine, danach beantwortet man die Frage ob der virtuelle Computer verschoben oder kopiert wurde. Bei kopierten virtuellen Maschinen wird eine neue virtuelle Mac Adresse für die virtuelle Netzwerkkarte generiert, es ist alles total virtuell… So können das “Original” und beliebig viele Kopien im heimischen Netzwerk gleichzeitig ohne Netzwerkkonflikte betrieben werden. Eine erneute Aktivierung von Windows 8 ist übrigens nicht notwendig!

Fazit

Die Software “Parallels Desktop Version 9″ ist ein sehr einfacher Weg um Windows-Programme auf einem Mac Computer benutzen zu können. Bei Mac Rechnern mit einem Retina Display kann es bei einzelnen Windows Programmen jedoch sein, dass die Grafiken von Schaltflächen und Toolbars in der “nativen Auflösung” des Displays angezeigt werden. Dagegen ist grundsätzlich nichts einzuwenden, aber die Pixel eines Retina Displays sind extrem klein und damit werden dann ggfs. auch Grafiken die Schaltflächen und Toolbars “verschönern” ziemlich winzig dargestellt.

Im folgenden Screenshot kann man diese kleinen Symbole sehr schön erkennen.

Elster-Formular-15Zoll-Retina-Display

Hier kann man recht einfach für eine bessere Lesbarkeit sorgen, indem man die Auflösung des virtuellen Displays auf 1920×1200 Pixel einstellt. Danach sieht auch Elster Formular so aus wie man es kennt.

Elster-Formular-15Zoll-Retina-Display-Skaliert

Leider geht zumindest in meiner virtuellen Maschine genau diese Einstellung immer wieder verloren. Nach jedem Neustart ist wieder 2880 x 1800 Pixel eingestellt. Dauerhaft ändern lässt sich hingegen die Größe aller Schriften, für eine gute Lesbarkeit ist eine Skalierung auf 200% ein guter Wert. Damit kommen auch viele Produkte wie bspw. Microsoft Office sehr gut zurecht und skalieren alle Grafiken parallel zur Größe der Schriftart. Wer auf die Nutzung von Elster Formular angewiesen ist, der muss leider zumindest mit der aktuellen Version in den sauren Apfel beissen und vor der Nutzung kurz über die Systemsteuerung die Display-Auslösung etwas reduzieren.

Dieses Problem tritt wohlgemerkt NUR bei Mac Computern mit Retina Display auf. Auf meinem kleinen 13″ MacBook aus dem Jahr 2009 funktioniert alles ohne Probleme und meine Freundin Sandra hat sich diesen schönen kleinen “Reise-Mac” auch schon mit Begeisterung an Land gezogen :-)

Zusammenfassend kann man sagen, dass die Nutzung von Windows 8 unter OS-X via Parallels Desktop sehr gut funktioniert und meiner Meinung nach die bessere Alternative als eine parallele vollständige Windows Installation via “Bootcamp” ist. Will man schnell mal eine Windows Anwendung öffnen, so muss man eben den Rechner nicht neu unter Windows starten und umgekehrt. Somit ist der Parallels Desktop sein Geld wirklich wert und das pfiffige ist, dass man via Parallels auch bspw. virtuelle Linux, Ubuntu oder OS-X Rechner laufen lassen kann. Wer also mal einen Blick über den Zaun werfen und ein wenig mit Linux oder anderen System experimentieren möchte, der hat es mit dem Parallels Desktop wirklich leicht. Über den Parallels Desktop kann ein komplett konfigurierter virtueller Ubuntu-Computer automatisch aus dem Web heruntergeladen und lokal installiert und gestartet werden.

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Wirklich cool ist auch die Möglichkeit einen bereits vorhandenen Computer via Netzwerk komplett zu übertragen und als lokalen virtuellen Computer nutzen zu können. Wer dies tut muss sich aber darüber im klaren sein, dass der virtuelle Computer ggfs. sehr viel lokalen Speicherplatz verbrauchen wird! Wie viel Speicher letztlich benötigt wird hängt von der Menge der auf dem “Quell-Computer” vorhandenen Daten ab. Wer hier viele Gigabyte mit Videos und Musik usw. gespeichert hat, der ist damit nicht auf der Sonnenseite des virtualisierten Lebens!

Möchte man also vollständig auf einen Mac umsteigen und seinen altes Windows System “mitnehmen”, sollte man dieses System vor der Übertragung in eine virtuelle Maschine so gut wie möglich aufräumen und von überflüssigem Ballast befreien.

Abschließend ist mein Fazit: Daumen hoch für den Parallels Desktop


OS-X Mavericks – Was bringt das Update?

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Die Nikon F3 wurden von 1980 bis ist Jahr 2002 hergestellt. Die Nikon D2x wurde nur noch von 2005 bis 2008 gefertigt und die eigentlich noch brandneue Nikon D5200 wurde vor einigen Tagen bereits durch die D5300 abgelöst. Man fragt sich wohin diese immer kürzeren Produktzyklen noch führen sollen.

Bei Notebooks ist es nicht viel anders. Mein neues tolles MacBook Pro mit 15″ Retina-Display ist erst ein paar Wochen alt, da gehört es auch schon wieder zum alten Eisen. Oder etwa doch nicht? Nicht so ganz, wie wir gleich sehen werden…

In der neuen Version wurde im wesentlichen eine neuer Grafikchip verbaut. Und der Werbung kann man entnehmen, dass die Laufleistung des Akkus verlängert wurde. Die Verlängerung der Laufleistung des Akkus basiert aber im wesentlichen auf Optimierungen des Betriebssystems das aktuell als OS-X Mavericks angeboten wird. Das Upgrade vom eigentlich noch ganz frischen OS-X Mountain Lion ist kostenlos und so kommen auch Notebooks die schon ein paar Wochen alt sind in den Genus der neuen Features.

Also schauen wir mal was das bedeutet. Um OS-X Mavericks zu installieren startet man einfach den “Apps Store” und schon wird das kostenlose Update angeboten.

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Der Download dauert trotz DSL 16.000 fast eine Stunde. Zur Installation ist ein Neustart fällt, weitere 30 Minuten später ist das Update schon fast erledigt.

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“Schon fast” deshalb, weil weitere Downloads anfallen. iMovie, Pages, Numbers, Keynote, iTunes, Safari, es gibt fast nichts was nicht ebenfalls aktualisiert werden müsste. Aber schauen wir uns zunächst das Update im Detail an.

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Hier sehen wir nun die Programme die ebenfalls aktualisiert werden sollten.

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Schaut man sich unmittelbar nach dem Update die Liste der verfügbaren Softwarepakete an, so sollte man sich nicht davon irritieren lassen, dass sowohl das bereits installierte als auch das etwas ältere OS-X zum “Laden” angeboten werden. Hier also nicht klicken.

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Insgesamt müssen Daten mit einem Volumen von fast 10 GB heruntergeladen uns installiert werden. Hat man zwei Notebook, so fallen 20 GB an, bei drei Notebooks sind es 30 GB und wer wie ich noch einen Mac Mini in der Ecke stehen hat, der kommt auf 40 GB. Hier können alle Anwender aufatmen die noch eine echte DSL-Flatrate ohne Volumenbegrenzung haben.

Doch was bringt der ganz Datenwahnsinn? Auf der Apple Webseite wird man schnell fündig. Es ist die Rege von satten 200 Verbesserungen, das klingt erst einmal wirklich gut. Schauen wir ins Detail…

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Mit iBooks versucht Apple an de Erfolg des amazon Kindle-Konzeptes anzuknüpfen. Das Lesen digitaler Bücher liegt im Trend und nun kann man seine Urlaubslektüre auch bei Apple kaufen. Meiner Meinung nach ist das kein echtes Killer-Feature, denn wer schon einen Kindle oder ähnlichen E-Book Reader hat, der will seine Bücher sicher nicht auf dem Notebook lesen. Für alle die noch nichts mit Kindle & Co. zu tun hatten mag dieses Feature jedoch ganz willkommen sein.

Al nächstes schauen wir uns mal die neue Karten-Anwendung an. Auf den ersten Blick sieht das alles sehr nach Google-Earth aus. Was jedoch auffällt sind die wirklich langen Ladezeiten bis die Karten endlich aufgebaut sind. Meinen Versuch eine Route von Bonn nach Genua zu berechnen habe ich nach etwa 5 Minuten abgebrochen…

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Wer ein aktuelles iPhone besitzt, der kann sich eine geplante Route mit seinem mobiles Gerät synchronisieren. Für mich als Nutzer eines “echten GPS Gerätes” wäre es ganz interessant wenn man die Routen bspw. als GPX-Datei exportieren und an ein GPS-Gert übertragen könnte. Aber zum Suchbegriff GPX (das ist das gängigste Austaschformat für Geodaten) findet man in der Online-Hilfe leider keinen einzigen Treffer. Für eine echte Kartenanwendung ist das meiner Meinung nach wirklich ziemlich armselig.

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Was ist noch neu? Man kann nun ein zweites Display anschließen! Eingefleischte Apple Fans werden jetzt vielleicht in frenetischen Jubel ausbrechen. Aber mal ganz ehrlich, wer vor  5 oder 6 Jahren ein DELL Notebook mit Windows XP und einer Docking-Station verwendet hat, der konnte zusätzliche zum internen Display ZWEI WEITERE 24″ Displays anschließen, sogar via DVI. Dass dies beim fortschrittlichsten “Betriebssystem aller Zeiten” nun als tolles Feature angepriesen wird ist fast unfreiwillig komisch. Aber es gibt etwas das man in der ach so bösen Windows-Welt meist nicht kennt. Man kann den zweiten Monitor via WLAN in Verbindung mit einem Apple-TV ansprechen. Das kann ganz praktisch sein. Ich habe ein Apple-TV im Schlafzimmer und eines im Wohnzimmer, also musste ich dieses neue Feature sofort mal ausprobieren. Die Integration funktioniert recht gut. Aber bereits beim Versuch auf dem via WLAN angeschlossenen zweiten Monitor (Ein älterer LCD-Fernseher mit 720p Apple-TV Generation 2) kam dann Ernüchterung auf. Alle YouTube-Videos ruckeln und es macht so keinen Spaß parallel ein Video auf dem Fernseher laufen zu lassen.

In der Praxis wird man dieses Feature also eher selten sinnvoll nutzen nutzen können.

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Schauen wir uns mal die an OS-X Mavericks angepassten Programme an, die man allerdings zusätzlich kaufen muss! Hier gibt es ein paar Neuerungen, aber die Liste der Features ist mehr als überschaubar. Im wesentlichen wurde hier die iCloud eingebunden und es gab kleine Detailverbesserungen die letztlich notwendig waren um die Akku-Laufzeit zu verbessern.

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Beim kurzen Test starten alle Programme ohne Probleme und es scheint alles soweit problemlos zu funktionieren.

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Für mich als eingefleischten Fotofan sind natürlich die Fotoprogramme von größtem Interesse. Hier gibt es keine Änderungen zu vermelden, es bleibt alles beim Alten und das ist auch ganz gut so.

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Mit Logic Pro spiele bastle ich ganz gern ab und zu herum. Meine ersten Gehversuche mit Midi-Sequencern und elektronischen Klangerzeugern liegen schon fast 30 Jahre zurück. Doch die Liebe zu dieser Software-Gattung ist geblieben und daher ist es natürlich wichtig, dass Garage-Band und Logic weiterhin gut funktionieren.

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Nicht für jedes Software gibt es eine OS-X Version, so muss ich immer mal wieder in die Windows-Welt ausweichen. Dies lässt sich über den Parallels Desktop sehr einfach bewerkstelligen. Auf dem neuen Notebook startet das Windows 8 in einigen wenigen Sekunden und die Einbindung in das OS-X ist nahezu vorbildlich gut gelungen.

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Egal ob Powerpoint, Word, Excel, Visual Studio 2013, es funktioniert auch mit OS-X Mavericks alles wie gewohnt. Und während ich kurz ausprobiere ob noch alles funktioniert schummeln sich auch schon wieder Updates für den Adobe Acrobat Reader und vieles mehr auf die virtuelle Windows-Festplatte :-)

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Hier noch ein Screenshot von Windows 8 unter OS-X. Es funktioniert recht gut, aber mit dieser Kacheloberfläche kann ich mich noch immer nicht so wirklich anfreunden. Daher habe ich auf allen Windows 8 Rechner bislang die kostenlose “Classic-Shell” installiert. In den Optionen dieser Software kann man die Kacheloberfläche abschalten, ok sie ist nicht ganz weg aber sie mogelt sich nicht immer wieder in den Vordergrund. Alles in allem läuft das Windows 8 in Verbindung mit dem Parallels Desktop auf meinem Notebook sehr gut und sehr flüssig. Hier hat sich die ausgiebige Detailarbeit ausgezahlt die man bei Microsoft investiert hat um dieses Betriebssystem für etwas leistungsschwächeren Tablet-PCs zu optimieren.

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Fazit

OS-X Mavericks scheint stabil und gut zu funktionieren. Wer Wert auf maximale Akku-Laufzeit legt, der sollte sich ein paar Stunden Zeit nehmen und das Update ausführen. Wirklich wichtige Neuerungen scheint es auf den ersten Blick nicht mitzubringen. Aber solange es schnell und flüssig funktioniert, spricht auch nichts dagegen diese neue OX-X Version zu installieren, zumal das Update abgesehen vom extrem hohen Datenvolumen wirklich problemlos ist.

Mein Fazit: Daumen hoch für OS-X Mavericks


Nikon D800 – Videos professionell produzieren

Atomos Ninja 2

Moderne Kameras wie die Nikon D800 bzw. D800E ermöglichen neben qualitativ hochwertiger Bildaufzeichnung auch Videoaufzeichnungen. Doch jeder der schon einmal versucht hat eine etwas längere Video-Sequenz mit einer DSLR aufzunehmen kennt das Problem der kurzen Aufzeichnungsspannen dieser Kameras. Ich selbst habe mich beispielsweise bei den Videos zum Thema “Nikon History” schon oft darüber geärgert, dass meine Nikon D7000 nach 20 Minuten die Videoaufzeichnung einstellt und man keinen entsprechenden Hinweis erkennen kann, solange man VOR der Kamera steht.

Das ist oft wirklich störend besonders wenn man gerade im Fluss ist und einige komplexe Sachverhalte schön auf den Punkt gebracht hat. Die Enttäuschung ist dann immer wieder groß wenn man feststellen muss, dass große Teile der Moderation nicht aufgenommen wurden.

Wer sich fragt warum es diese Begrenzungen gibt und ein wenig bei google & Co. auf die Suche geht findet schnell heraus, dass dies eine bewusste Beschränkung ist, die von den Kameraherstellern in die Software der Kameras integriert wurde. Für eine DSLR die Videos aufzeichnen kann die länger als 30 Minuten laufen, werden nämlich zusätzliche Abgaben fällig.

Ich selbst habe mich beim Filmen mit der Nikon D7000 oder meiner D800E auch schon oft darüber geärgert, dass man auf dem Display bei hellem Sonnenlicht praktisch nichts erkennen kann. Man muss ich mit Lichtschächten und Lupen behelfen die auf das Display geklebt werden, wirklich schön ist das alles nicht.

Wenn ich allein bin und bspw. ein YouTube-Video erstellen möchte, so habe ich auch immer das Problem, dass ich während der Aufnahme gar nicht sehen kann ob ich im Bild bin oder nicht. Aus diesem Grunde habe ich mir im letzten Jahr die wirklich tolle Panasonic HC-X909 angeschafft. Dieses Gerät ist ein spezielle Videokamera die sowohl über ein Schwenkdisplay als auch über eine Infrarot-Fernbedienung verfügt. Damit gelingen wirklich brauchbare Videos aber die Kamera hat auch ein paar Einschränkungen. So kann ich beispielsweise keine Objektive tauschen. Zwar verfügt die HC-X909 über drei getrennte Bildsensoren, doch sind diese Sensoren sehr klein ausgelegt, denn nur so ist ein kompakte Bauform erreichbar. Die geringe Größe der Sensoren führt bei schwacher Ausleuchtung schnell zu sehr störendem Bildrauschen. Für ein wirklich hochwertiges YouTube Video brauche ich also stets eine “komplette Festbeleuchtung”.

Hier habe ich ein Beispiel, dass ich vor einigen Wochen zusammen mit meinem Freund Fabian alias “Rainer Schauder” aufgenommen habe. Dabei kam nur die Panasonic HC-X909 zum Einsatz. Den Ton haben wir ausschließlich mit einem preiswerten Nikon ME-1 Mikrofon aufgenommen, das über ein billiges Verlängerungskabel an den Panasonic angeschlossen war. Für die Ausleuchtung haben wir zwei spezielle recht lichtstarke Video-Lampen verwendet. Die Qualität ist meiner Meinung nach ganz brauchbar und vor allem konnten wir uns während der Aufnahmen kontrollieren und alles in einem Take aufnehmen.

Wer bereits ein Nikon D800 oder eine ähnliche TOP-Kamera sein eigen nennen darf, wird sich vielleicht auch schon über die beschriebenen Einschränkungen geärgert haben. Für alle die nicht gleich zu einer separaten “richtigen” Videokamera greifen wollen, bietet der australische Hersteller Atomos mit dem Ninja 2 einen HDMI Recorder zum Preis von ca. 600 Euro an. Mit dem Ninja 2 können Videos über viele Stunden aufgezeichnet werden. Das Gerät beherrscht unterschiedliche Codecs für die Kompression des Bildmaterials. Zeichnet man beispielsweise mit ProRes 422 auf, so hat man ein Format das bspw. Final Cut Pro X sehr gut und ohne Einschränkungen direkt verarbeiten kann. Zwar sind die Videodateien dann etwa zehnmal so groß wie sie innerhalb der Kamera auf eine Speicherkarte aufgenommen würden, aber die Qualität ist wegen der geringeren Kompression auch sichtbar besser.

Der Qualitätsgewinn hängt allerdings stark von den gefilmten Motiven ab. Bei einem YouTube-Vortrag in dem man recht still vor der Kamera steht und sich fast nur die Lippen bewegen wird man keinen Unterschied feststellen können. Aber bereits bei einem zügigen Kameraschwenk sind besonders an den Kanten des gefilmten Motivs deutliche Unterschiede erkennbar. Sehr cool ist auch, dass der Ninja 2 eine eigene Stromversorgung über zwei Akkus hat, die sogar während des laufenden Betriebs gewechselt werden können. Ein weiterer großer Pluspunkt ist, dass man im Gegensatz zu HDMI-Recordern die ihre Signal unkomprimiert aufzeichnen mit einfachen 2,5″ Festplatten auskommt. Statt mehrere tausend Euro für eine ganze Batterie von SSDs ausgeben zu müssen, reicht hier eine flotte 2,5″ 1-TB Festplatte (ca. 80 Euro) um mehr als 20h Videomaterial in toller Qualität speichern zu können.

Zum Ninja 2 Lieferumfang gehört ein kleines Gehäuse samt einer Docking-Stating mit USB 3.0 Anschluss. So kann man das Video-Material sehr schnell für den Videoschnitt verfügbar machen.

In diesem Video wird die Arbeit mit dem Atomos Ninja 2 sehr schön präsentiert und die Vorzüge des Systems werden sehr gut erläutert.

Ob die eigene Kamera den Atomos Ninja 2 unterstützt sollte man vor dem Kauf allerdings klären, hier wird man via google & Co. schnell fündig werden.

Bei amazon.de ist der Ninja 2 derzeit in kleinen Stückzahlen verfügbar.

Hier habe ich noch ein Beispiel-Video das mit einer Nikon D800 aufgenommen wurde. Dabei kamen auch externe HDMI-Aufnahmegeräte zum Einsatz. Wer sich dieses Video aufmerksam anschaut wird schnell die tolle Bildqualität bemerken. Einen Video-Clip in dieser Qualität wird keine Sendeanstalt ablehnen. Und dieses Video ist der beste Beweis, dass bereits mit einer relativ preiswerten DSLR professionelle Videoaufnahmen möglich sind.

Hier ist das Making of…


flickr Alben mit WordPress verknüpfen

Der Speicherplatz bei wordpress.com ist leider sehr begrenzt. Postet man hier regelmäßig schöne große Bilder, so erreicht man sehr bald eine Grenze an der man überlegen muss, ob man ältere Artikel löscht oder teuren Speicherplatz einkauft. Ein Ausweg aus diesem Dilemma ist es das Hosting auf anderen Plattformen wie beispielsweise flickr.com.

In den letzten Tagen habe ich auf einer nicht beschrifteten externen Festplatte viele tausend Bilder eine Reise durch die USA gefunden die ich im Jahr 2010 mit meiner Freundin Sandra unternommen habe. Das Sichten der Bilder war wie eine zweite Reise und es hat wirklich viel Spaß gemacht in aller Ruhe die längst vergangenen Tage anhand der vielen Bilder noch einmal Revue passieren zu lassen.

Die Herausforderung

Letztlich habe ich 71 Bilder für Euch herausgesucht und auf eine Kantenlänge von 1920 Pixeln verkleinert und bei flickr hochgeladen. Dort sind sie im Album “USA South West” zu finden. Nun aber kommt die große Hürde, wie zeigt man ein solches Fotoalbum in einem WordPress-BLOG? Eine direkte Unterstützung für flickr-Alben wie beispielsweise [f l i c k r='linkzumeinemalbum'] gibt es leider nicht. Während sich bspw. YouTube-Videos auf diese Art und Weise sehr einfach in einen Artikel einbetten lassen, muss man nun etwas “tricksen”.

Hier seht Ihr nun mein Album “USA South West”. Unten rechts in der Ecke ist auch ein Symbol über das man die Fotos in voller epischer Schönheit auf einem großen Monitor anschauen kann.

 

Wie habe ich das gemacht? Die Antwort ist ganz einfach – ich habe bei google.de nachgeschaut wie es geht :-)

Die Lösung

Ein Foto das bei flicker hochgeladen wurde kann man über eine URL adressieren die etwa dem folgenden Aufbau folgt:

http://www.flickr.com/photos/USERNAME/sets/ID NUMBER

Daraus lässt sich in Verbindung mit einem entsprechenden Shortcode eine Konstrukt erstellen, welches von WordPress korrekt akzeptiert und umgesetzt werden kann. Dieses Konstrukt sieht etwa so aus:

[g i g y a   src="http://www.flickr.com/apps/slideshow/show.swf?v=71649" width="SPECIFY" flashvars="offsite=true&lang=en-us&page_show_url=/photos/USERNAME HERE/sets/ID NUMBER HERE/show/&page_show_back_url=/photos/USERNAME HERE/sets/ID NUMBER HERE/&set_id=ID NUMBER HERE&jump_to=" allowFullScreen="true" ]

Fazit

Es ist nicht wirklich schwer und mit ein wenig Übung kann man seinen Lesern auch extrem umfangreiche flickr-Alben als tolle Dia-Show mit einer Vollbild-Option präsentieren. Allerdings wird für das Anschauen ein Flash-Player benötigt. Wer ein iPad benutzt guckt hier also zunächst in die Röhre. Aber auch da gibt es was, nämlich den mit 4,49 Euro recht preiswerten PHOTON Web-Browser aus dem iTunes APP-Store.

Und fertig installiert sieht dieser Artikel auf dem iPad dann so aus:

Photon Flash Browser - iPad - flickr

Photon Flash Browser - iPad - flickr


Nikon D5100 – Hands-On mit AF-S VR 55-300mm

Vor einigen Monaten habe ich euch in diesem Artikel vom Kauf einer Nikon D5100 inkl. Nikkor AF-S VR DX 55-300mm berichtet. Kurz nach dem Kauf ist diese Kamera in den Besitz meiner Freundin Sandra übergegangen und seit dem fotografiert sie mit großer Begeisterung mit dieser Kamera. Der große Experte für Landschaftsfotografie ist meine Sandra nicht, daher mag sie das 18-55mm “Universal-Zoomobjektiv” auch nicht so wirklich. Sie konzentriert sich lieber auf die kleinen Dinge am Wegesrand, die sie bevorzugt mit dem 55-300mm Telezoom festhält.

Nikon D5100 - Nikkor AF-S VR DX 55-300mm

Nach einer größeren Operation musste Sandra sich während der letzten Wochen schonen und gestern konnten wir das erste mal wieder einen kleinen gemeinsamen Spaziergang unternehmen. Nach einem wunderbaren Burger im Lakeside Inn in der Nähe des Halterner Stausees ging es zu Fuß durch den verschneiten Wald am Ufer der Stever entlang. Während wir durch den Schnee stapfen und die kalte klare Luft genießen sprechen wir über die Vor- und Nachteile von Landschaftsprogrammen. Wie man bei Portraits eine schöne Hintergrundunschärfe hinbekommt und vieles mehr.

Immer wieder halten wir kurz an und versuchen uns an einigen Beispielfotos. Mir fallen Motive auf und ich schildere Sandra wie ich mir eine passende Bildgestaltung vorstellen könnte. Sie nimmt das Bild auf und anschließend besprechen wir was man anders und vielleicht besser machen könnte. Zwischendurch darf ich dann auch mal “meine Version” des Motives ablichten. Immer wieder sehen wir auch Zahlen auf den Bäumen und mir kommt das Projekt “Magic Numbers” meines Freundes Stefan in den Sinn. Und so fotografieren auch wir einige “Magic Numbers” und überlegen was sie bedeuten könnten. Immer wieder habe ich die Kamera in der Hand und will sie nach meinen Vorstellungen einstellen. Aber es klappt nicht so recht. Immer sind diese Motivprogramme “im Weg”. Ich fotografiere sowieso im RAW-Modus und “entwickle” meine Fotos später sie wie es mir gefällt. Und die Abhängigkeiten von Zeit, Blende und ISO-Empfindlichkeit habe ich im Blut. Ich brauche und will ich keine Automatik die “mitdenkt”.

Ich will einfach nur schnell auf alle wichtigen Parameter zugreifen und sie so verändern wie ich es für richtig halte. Und genau das ist für mich bei der Nikon D5100 immer wieder schwierig.

Woran liegt das?

  • Das vordere Einstellrad fehlt im Vergleich zu D2x, D300, D700, D800, D7000
  • Die Motivprogramme machen was sie wollen und ich kann nicht wirklich eingreifen
  • Mir fehlt das obere Display, das fast alle anderen digitalen Nikon-Kameras haben
  • Durch das Klappdisplay sind viele Bedienelemente an ungewohnten Positionen
  • Sandras “Silikon-Schutzhülle” und meine Handschuhe erschweren die Bedienung

Am Ende des Tages haben wir eine Reihe winterlicher Fotos aufgenommen die unterschiedlicher kaum sein könnten. Und ich muss sagen, die Nikon D5100 ist aus meiner Perspektive gewöhnungsbedürftig. Wer mit dieser Kamera “aufwächst”, der wird nichts vermissen. Wer aber viele Jahre lang mit F100, F5, D1x, D2x und anderen Kameras sehr ähnlichen Kameras gearbeitet hat, der muss sich an das “vereinfachte Bedienkonzept” erst einmal gewöhnen.

Als die RAW-Konvertierung ansteht wähle ich die Snapseed aus der Nikon Softwareschmiede. Diese Software funktioniert sehr einfach und intuitiv. Die Ergebnisse sind oft überraschend und man erstellt auf einfache Art schöne Effekte die sich bspw. mit Adobe Photoshop CS6 nur mit viel Übung und Einarbeitung erzielen lassen.

Bildbearbeitung mit NIK Snapseed

Außerdem zeigt sich bei der RAW-Konvertierung einmal mehr, welche enormen Reserven in den RAW-Dateien stecken. Schauen wir uns dies mal am Beispiel eines völlig unbearbeiteten “Knipsbildes” aus der D5100 an. (Alle Bilder sind wie immer 1000 Pixel breit oder hoch, einfach in einem neuen TAB öffnen)

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Das Bild ist ein “Klassiker”, ein verschneiter Waldweg, so oder ähnlich schon millionenfach fotografiert. Aber das macht das Foto nicht besser, es ist langweilig und hat genau genommen keinerlei Aussage. Doch mit einigen wenigen Klicks in Snapseed lässt es sich geschickt “aufpeppen” und wird damit wenigstens zu einem farbenfrohen “Hingucker”.

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Doch wie kann man winterliche Szenerien so gestalten, dass sie weniger “alltäglich” wirken? Schauen wir uns mal das nächste Bild an? Während wir am Ufer der Stever entlang spaziert sind, fielen mit die schönen Spiegelungen im ruhig dahin fließenden Wasser auf. Sandra hat einige Bilder gemacht und bei der RAW-Konvertierung habe ich dann eines der Bilder etwas beschnitten und um 180° gedreht. Voilá, fertig ist ein ungewöhnliches “Schnee-Wald-Bild”.

Wer ganz genau hinsieht dem fallen sicher die leichten “Wellen” in den Bäumen auf :-)

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Nachdem wir unsere erste “Magic Number” gefunden haben diskutieren wir darüber, wie man ein Portrait so hinbekommt, dass der Hintergrund schön unscharf ist und sich der portraitierte Mensch deutlich von der Umgebung abhebt. Ein echtes Patentrezept gibt es dafür natürlich nicht. Viele herausragende Portraits wurden in der Vergangenheit mit Weitwinkelobjektiven fotografiert. Sie zeigen zumeist Menschen in einer prägenden wichtigen Umgebung. Will man all dies nicht zeigen, so ist meist ein Teleobjektiv sehr gut geeignet.

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Nachdem wir an “Bäumen geübt haben” versuchen wir uns an “Menschen”. Sandra macht ein erstes Bild von mir, das wir danach diskutieren. Mir gefällt es überhaupt nicht…

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Und so muss sie jetzt “Modell stehen”. Ich versuche den Blitz auszuklappen, weil ich ihn als Aufhellblitz benutzen möchte. Aber er lässt sich nicht ausklappen weil gerade wieder eines dieser intelligenten Motivprogramme eingestellt ist. Also versuche ich alles abzuschalten was an dieser Kamera automatisch ist. Trotzdem sind die Bilder irgendwie überbelichtet. Ich wähle Blende 8 und 300mm Brennweite, danach klappt es so halbwegs. Später fällt mir auf, dass die ISO-Automatik noch aktiviert war und die Kamera statt ISO-200 satte ISO-1600 gewählt hat.

In der RAW-Bearbeitung mit Photoshop fällt dies aber nicht wirklich negativ auf. Das Bildrauschen der D5100 ist selbst bei ISO-1600 noch erfreulich gering.

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Hier jetzt eine Schwarz-Weiss-Variante die ich mit Photsohop erstellt habe. Dabei habe ich einen leichten Rotfilter simuliert. Dadurch wirken die Hauttöne relativ hell. Zusätzlich habe ich die Cyan-Anteile des Bildes stark betont, so dass die Augen in der Schwarz-Weiss-Version schön leuchten.

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Als nächstes nun eine Bearbeitung aus Snapseed. Während die Photoshop-Variante sehr “real” wirkt, habe ich hier das Bild partiell belichtet, eine unscharfe Vignette gesetzt und mittels der Funktionen “Grunge” und “Vintage” dem Bild einen altmodischen Touch gegeben. Vergleicht man dieses Bild mit dem ersten “Testbild” auf dem ich wie eine Salzsäule im Wald stehe, so versteht Ihr vielleicht wie ich mir ein schönes Portrait vorstelle, oder?

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Nun ist Sandra an der Reihe, mit den gleichen Einstellungen macht sie einige Fotos von mir. Letztlich aus meiner Sicht keine perfekten Ergebnisse, aber trotzdem um Größenordnungen besser als der erste “Probeschuss” :-)

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Weiter geht es mit “Magic Numbers”. Sieht man sich ein wenig um, so findet man sie einfach überall. Mir fällt auf, dass die Abbildungsqualität des 55-300mm Telezooms beeindruckend gut ist. Dieses Objektiv ist nicht nur preiswert und leicht, es entspricht an der D5100 auch einem 82,5 – 450mm Supertele. Auch an der neuen Nikon D5200 wird dieses Objektiv sehr gute Dienste leisten, da bin ich mir ganz sicher!

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Nach den “Magic Numbers” versuchen wir uns an Fotos mit etwas abstrakter Bildgestaltung. Wir konzentrieren und auf kleine Details und versuchen die Motive die wir am Wegesrand finden durch die Kombination von langer Telebrennweite mit überlegtem Bildausschnitt aus ihrem Kontext herauszuheben.

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Der “Ruhrtyp” ist ein Aufkleber auf der Rückenlehne einer verschneiten Parkbank! Statt die Kamera voll in den Wald zu halten (siehe oben) picken wir uns einen kleinen Zweig mit einigen verwelkten Blättern heraus. Auch wenn dieses Foto viel weniger zeigt als der “Waldweg” weiter oben, so sagt es doch mehr über die Jahreszeit und das Wetter aus.

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Nach den “Magic Numbers” finde ich noch viele “Magic Symbols”. Auch hier kann die Snapseed Software zeigen was in ihr steckt. Aus einem flauen Foto entsteht ein Bild mit kräftigen Kontrasten und extrem vielen Details. Hier habe ich die Funktionen “Details”, “Vignette” und “Grunge” verwendet.

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Nun ein Detail von einem verschneiten Bootsanleger. Das gewählte Motivprogramm “Landschaft” hat bewirkt, dass die Kamera eine kleine Blende und einen hohen ISO-Wert gewählt hat. Es ist einfach alles scharf und langweilig. Kein Problem für Snapseed, mit der Funktion “Tilt” lässt sich nachträglich ein sehr schöner Schärfeverlauf realisieren.

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Zum Abschluss noch vier Aufkleber auf einer Motorhaube. Das Bild habe ich so beschnitten, dass das Citroen-Logo nicht mehr zu sehen ist. Mittels der Funktion “Grunge” habe ich die makellose dunkle Motorhaube nachträglich verschrammt und Schmutz und Flecken ergänzt.

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Fazit

Es ist schon ganz erstaunlich welch gute Bildqualität die Nikon D5100 ermöglicht. Besonders das Nikkor AF-S VR DX 55-300mm ist ein famoses Telezoom für diese Kamera. Die Abbildungsqualität ist großartig, angesichts des moderaten Preises hätte ich dies nicht erwartet. Und die Software Snapseed hat sich einmal mehr als eine ebenso einfaches wie effizientes Werkzeug zur Bildbearbeitung gezeigt.


Teneriffa 2012 – Das große Video

Tagelang habe ich kopiert, geschoben, geschnitten und vertont. Endlich ist es fertig, mein Video zur Reise nach Teneriffa im Dezember 2012. Unendlich viel Material ist der digitalen Schere zum Opfer gefallen und dennoch hat das Video satte 37:40 Minuten. Es ist also wieder einmal ein ausführliches “Special Interest Video” geworden. Damit ist es nichts für den schnellen Konsum auf dem Handy in der Straßenbahn, ich hoffe ihr könnt Euch entspannt zurücklehnen und die Bilder dieser tollen Insel genießen.

Das Video ist zu wesentlichen Teilen mit der wirklich superguten Panasonic HC-X909 gefilmt. Zwischendurch habe ich immer mal wieder die Nikon D800E verwendet. Schaut mal genau hin, seht Ihr den Unterschied? Bei den Gorillas war der Akku der Panasonic am Ende und daher habe ich diese Sequenz mit der D800E und dem alt ehrwürdigen Nikon AF-D VR 80-400mm Telezoom gefilmt. Das Ding ist ein wenig sperrig, aber schafft man es richtig zu fokussieren, so kann man damit großartige Videosquenzen erstellen.

Die Panasonic HC-X909 gibt es aktuell bei amazon.de bereits für etwa 800,- Euro. Mein Exemplar hat noch 950,- Euro gekostet!

Geschnitten habe ich das Video mit Apple Final-Cut-Pro-X (FCPX). Die Musik habe ich mit Garageband erstellt, da gibt es eine Funktion “Magic-Song”. Damit kann man Vorlagen für Musikstücke für verschiedene Stilrichtungen erzeugen. Man kann zwischen jeweils 5-6 verschiedenen Instrumenten wechseln, dies separat für Melodie, Schlagzeug, Bass, erste Gitarre, zweite Gitarre, Klavier usw. Damit ergeben sich je Stilrichtung etwa 6x6x6x6x6 Variationen für einen Song, schon cool! Und man kann diese Vorlagen dann in Garage-Band oder sogar in Logic-Studio weiter bearbeiten. Das ist es was Apple von Microsoft so deutlich unterscheidet. Diese Software gibt es auf dem Mac kostenlos und sie ist genial. Bei Microsoft hat man traditionell eher die Geschäftsanwender im Fokus, denen würde man so herrlich kreative Software wohl niemals an die Hand geben. Sie würden nur noch im Büro sitzen mit Garageband Musik machen und mit iMovie YouTube-Vidoes schneiden :-)

Damit ihr einen Eindruck von der Arbeit mit FCPX bekommt, habe ich hier ein paar Screenshots für Euch eingebunden. Im ersten Screenshot seht Ihr die komplette Timeline. Oben links sind einige importierte Clips zu sehen. Dort sieht man auch was verwendet wurde und was nicht. Oben rechts der Einstellungsbereich. Hier kann man Bild und Ton sehr weitreichend beeinflussen. Unten rechts sind die Übergänge zu sehen. Diese zieht man einfach per Drag & Drop zwischen zwei Clips und schon hat man einen Übergang. Anschließend kann man weitere Parameter einstellen.

Videoschnitt mit Apple Final Cut Pro X

Hier sehen wir jetzt oben rechts den Einstellbereich für die Farben. Ich habe fast nichts korrigiert weil die Kameras es meistens richtig machen. Aber wenn man doch einmal etwas korrigiert, dann kann man diese Einstellungen sehr einfach auf andere Clips übertragen, so dass sich ein homogenes Gesamtbild ergibt. Unten rechts sind die Optionen für den “Look” einzelner Clips zu sehen. Auch diese zieht man einfach per Drag & Drop auf den gewünschten Clip.

Videoschnitt mit Apple Final Cut Pro X

Zu guten Schluss noch der Präzisionseditor für den Video-Schnitt. Hier kann man wirklich sehr präzise auf der Ebene einzelner Bilder arbeiten. Rechts seht ihr den Bereich für die Titel-Vorlagen. Diese zieht man einfach dahin wo der Titel erscheinen soll. Man kann sie zwischen den Clips oder oberhalb der Clips einrasten. Sind sie oberhalb, so werden sie in den Clip eingeblendet. Durch Ziehen an den Enden und Schieben kann man Dauer und Position des Titels sehr einfach ändern. In der Vorschau macht man einen Doppelklick auf den Titel und kann dann dort den Text ändern. Zusätzlich hat jeder Titel einen Einstellbereich, dort kann man die Texte und weitere Einstellungen bearbeiten.

Videoschnitt mit Apple Final Cut Pro X

Über Verbesserungsvorschläge und konstruktive Kritik freue ich mich wie immer sehr. Ich wünsche Euch einen guten Start ins Jahr 2013, gutes Licht und viele schöne neue Filme :-)


Fotografieren mit dem Hasselblad Flexbody II

Im ersten Teil dieses Artikels habe Euch vorgestellt wie man mit dem Hasselblad Flexbody fotografiert. Heute will ich ein paar Beispielbilder nachliefern. Die Arbeit mit dem Flexbody ist nicht einfach und es gibt vieles zu beachten damit die Bilder wirklich gelingen. Beim Einstecken und Herausziehen des Edelstahlschiebers sollte man sich schützend vor die Kamera stellen und dieses so gut diese wie möglich gegen das Sonnenlicht abschirmen. Ansonsten kann es passieren, dass man mit dem Edelstahlschieber die Lichtrichtung etwas beiseite drückt und dadurch fieses Streulicth auf den Film fallen kann.

Außerdem ist beim Einsatz von Weitwinkelobjektiven (< 50mm) ein Polfilter mit Vorsicht zu genießen, denn dieser dunkelt die Bildecken ab. Zwischen den Bildern heißt es auch immer wieder, den Edelstahlschieber einzustecken und den Film zu transportieren. Vergisst man den Transport des Films, so hat man später unerwünschte Doppelbelichtungen.

Hier habe ich ein Stück Filmstreifen für Euch auf dem alle Fehler zu sehen sind die man bei der Arbeit mit dem Flexbody machen kann…

Stenzelberg mit Hasselblad Flexbody & Fuji Velvia 50

Hat man sich nicht gemerkt ob man den Film weiter transportiert hatte und dreht in “sicherheitshalber” ein Bild weiter, so hat man schnell ein 36cm² großes Stück wertvolles Zelluloid verschenkt. Wirklich unschön sind auch Teilpolarisationen beim Einsatz eines Polfilters. Hier sollte man de Filter entweder nicht ganz schließen oder alternativ auf einen einfachen Graufverlaufsfilter zurückgreifen.

Stenzelberg mit Hasselblad Flexbody & Fuji Velvia 50

Hier nun einige Scans die ich mit “etwas Liebe”, dem entsprechenden Filmhalter und einem EPSON Perfection Photo V700 erstellt habe. Als Scan-Software habe ich VueScan benutzt. Die Bilder habe ich von VueScan aus im DNG-Format gespeichert und dann mit Adobe Photoshop CS 5.1 nachbearbeitet und auf 1000 Pixel Seitenlänge verkleinert. Die Bilder zeigen irre viele Details und mit besseren Scanner wie beispielsweise einem Nikon Coolscan 9000 würde man noch deutlich mehr Feinheiten herausarbeiten können.

Stenzelberg mit Hasselblad Flexbody & Fuji Velvia 50

Aber bereits bei diesem Bild kann man angesichts der feinen Äste im oberen Bildbereich erahnen was ein Stück Fuji Velvia 50 im Jahr 2012 noch zu leisten vermag. Aber es ist nicht der Film allein! Vergleicht man diese Bilder mit den Ergebnissen aus der etwa 50 Jahre alten Zeiss Ikonta meines letzten Artikels so fällt auf, dass diese Bilder ungleich kontrastreicher und schärfer sind. Dies ist allerdings auch der Tatsache geschuldet, dass ich die Bilder mit Zeiss Ikonta bei fiesem Mittagslicht ohne Streulichtblende und ohne Stativ bei fast geöffneter Blende machen musste. Gibt man sich ein wenig mehr Mühe und achtet auf das perfekte Licht, so läßt sich auch mit der alten Zeiss Ikonta deutlich mehr erreichen.

Stenzelberg mit Hasselblad Flexbody & Fuji Velvia 50

Hier sieht man jetzt einen weiten Blick über das Siebengebirge in Richtung Bonn. Im Vordergrund kann man sehr schön die zerklüftete Landschaft erkennen in der über viele hundert Jahre hinweg die Steine für den Bau des Kölner Doms und anderer Bauwerke abgetragen wurden.

Stenzelberg mit Hasselblad Flexbody & Fuji Velvia 50

Die der Natur von Menschenhand hinzugefügten “Narben” sind allerdings aus rein fotografischer Sicht durchaus reizvoll. Zum perfekten Bild fehlt nur noch etwas Bodennebel und ein Einhorn am Ende der Schlucht :-)

Stenzelberg mit Hasselblad Flexbody & Fuji Velvia 50

Hier jetzt Bild auf den Drachenfels mit der Ruine der Drachenburg. Dieses Bild ist mit einer “normalen” Hasselblad 500 C/W und einem 110mm “Normalobjektiv” gemacht. Die Kamera stand auf einem Stativ und ich habe die Spiegelvorauslösung verwendet. Das Ergebnis kann sich sehen lassen,

Stenzelberg mit Hasselblad Flexbody & Fuji Velvia 50

Unabhängig v0n der verwendeten Kamera neigt dieses Filmmagazin aber immer wieder zu unschönem Lichteinfall, wie im folgenden Bild zu sehen. Zwar ist der Lichtstrahl nur ganz leicht zu sehen, aber ein “ernst gemeintes” Foto wäre damit trotzdem unbrauchbar. Außerdem ist das Dia leicht überbelichtet, was zu den unschönen blassen Farben geführt hat. Sicher könnte man hier noch einiges “retten”, aber ich will Euch ja zeigen wie schmal der Grad zwischen der korrekten und falschen Belichtung bei einem Diafilm ist.

Stenzelberg mit Hasselblad Flexbody & Fuji Velvia 50

Ein guter Trick um zu einem korrekt belichteten Dia zu kommen ist übrigens ein Testbild mit einer Nikon D800E bei ISO-50. Es klingt paradox und ist auch nicht ganz ernst gemeint, aber gelegentlich ist die D800E sogar als Belichtungsmesser sehr gut zu gebrauchen. Vielleicht ist sie damit der teuerste Belichtungsmesser der Welt, wer weiss das schon…

In den kommen Wochen erwarten Euch Fotos und Videos der wunderbaren Kanareninsel Teneriffa. Dort kann die D800E endlich zeigen was in ihr steckt  und dass sie mehr ist als nur ein Belichtungsmesser für kranke Freaks die im Jahr 2012 noch mit einem Hasselblad Flexbody im Siebengebirge umherirren :-)


Places – Burg Rheinfels bei St. Goar

Heute habe ich ein Video für Euch, dass ich am letzten Wochenende mit meiner Panasonic HC-X909 auf der Ruine der Burg Rheinfels bei St. Goar aufgenommen habe. Dieser Ort ist wirklich ganz zauberhaft und wer ihn nicht kennt und auf der Suche nach schönen Fotomotiven ist, dem kann ich diesen Teil des Rheins nur wärmstens empfehlen! Auf der anderen Rheinseite bietet der Lorelei-Felsen ebenfalls eine tolle Aussicht in das Rheintal. Die kleinen Orte rund um die Burg Rheinfels sind ebenfalls sehr sehenswert. Es gibt viele alte Fachwerkhäuser, urige Kneipen und gemütliche Weinstuben.

Dieses kleine Video war ein Testlauf für die nächste Reise. Ich wollte im wesentlichen ausprobieren wie gut sich Aufnahmen aus der freien Hand unter Verwendung des Bildstabilisators machen. Und ich muss sagen, es sieht gar nicht schlecht aus. Aber wirklich gut eben auch nicht! Ein gutes Stativ ist einfach nicht zu ersetzen. Außerdem stellt das Filmformat einen “normalen” Windows-PC mit MAGIX Video Deluxe MX vor eine enorme Herausforderung. Besonders die hohe Bildwiederholfrequenz von 50 Bildern/Sekunde in voller HD-Auflösung steckt ein einfacher halbwegs moderner PC nicht weg. Der Schnitt dieses Videos war mit MAGIX Video Deluxe MX daher schlicht unmöglich. Das Programm konnte einige wenige Sekunden in der Vorschau abspielen und blieb dann immer wieder hängen.

Die MTS-Dateien habe ich schließlich auf mein 17″ MacBook Pro mit INTEL i7 Prozessor und schneller SSD übertragen. Der Versuch diese “Roh-Dateien” dann mit Final Cut Pro X (FCPX) zu importieren schlug sofort fehl. FCPX kann mit diesem Filmformat nichts anfangen. Also habe ich mir das kostenlose Tool “MediaConverter” installiert und ein Plug-In für HD-Videos nachinstalliert. Damit ließen sich die MTS-Dateien verlustfrei in das Quick-Time-Format neu “verpacken”. FCPX konnte dieses dann importieren, ist aber bei der Arbeit mit diesen Dateien immer wieder abgestürzt.

Also habe ich alle Video-Schnipsel erneut von der Speicherkarte aus der Panasonic HC-X909 direkt in FCPX importiert. Das hat sehr gut geklappt aber auch extrem lange gedauert. Der Hauptgrund ist hier in der Erstellung der Proxy-Medien zu suchen. Diese Medien brauchen außerdem viel Festplattenplatz, aber die Vorschau und der Schnitt laufen danach ganz flüssig. Der Export des fertigen Videos das keine 6 Minuten läuft, hat schließlich auf einem MacBook Pro mit 8-Prozessorkernen (Intel i7) etwa drei Stunden benötigt. Die fertige Videodatei ist knapp 900MB groß, der Upload nach YouTube hat bei mit einer 32 MBit/s (512 KBit/s Upstream)  nochmals etwa drei Stunden benötigt. Alles in allem stecken in diesem Video etwa 6 Stunden Rechen- und Übertragungszeit sowie nochmals etwa 6 Stunden für das Kopieren, Konvertieren, Sichten und Schneiden!

Damit Ihr einen Eindruck davon bekommt wie der Videoschnitt mit FCPX auf dem Mac aussieht, habe ich hier einen Screenshot für Euch. Einfach in einem neuen Reiter öffnen um ihn in der vollen Auflösung zu sehen.

Ein Screenshot vom Video-Schnitt mit Final Cut Pro X


Windows 8 – Treiberinstallation für ATI Radeon X1400

Seit dem 26. Oktober ist Windows 8 offiziell in Deutschland verfügbar. Und seit diesem Tag wächst die Zahl der frustrierten Anwender die versuchen dieses neue vielversprechende Betriebssystem auf ihren älteren Computersystemen zu installieren. Ist die Hardware halbwegs aktuell so funktioniert in der Regel alles wie von Geisterhand. Alle Gerätetreiber werden automatisch gefunden und nach einer relativ kurzen Installationsprozedur kann man sich am neuen flotteren Betriebssystem erfreuen. Soweit die Theorie!

Was nur wenn nicht gleich alles funktioniert und was nur wenn im heimischen Computer beispielsweise eine ATI Radeon X1400 Grafikkarte eingebaut ist? Diese und viele sehr ähnliche Komponenten sind jetzt 5 Jahre alt und werden von ATI nicht mehr unterstützt. Selbst Treiber für Windows 7 gibt es dafür meist nicht mehr.

Mir ging es mit meinem 5 Jahre alten DELL INSPIRON 9400 ganz genau so!

Dieses Notebook hat im Jahr 2007 weit über 2.000 Euro gekostet. Die Hardware ist wirklich hochwertig, das Diplay großartig und auf der Tastatur schreibt es sich ganz einmalig gut! Der eingebaute Intel Dual-Core T7200 ist mit 2 GHz auch nach 5 Jahren für normale Büro- und Multimedia-Anwendungen schnell genug. Und auch das Surfen im Web klappt damit problemlos. Eigentlich wäre er sogar sehr gut für die Entwicklung kleiner feiner APPs für das neue Windows 8 geeignet. Aber dafür sollte eben die Grafikkarte korrekt funktionieren!

Hier habe ich ein Video in dem ich die Umrüstung dieses Notebooks auf mehr Speicher und eine Samsung 256GB SSD gezeigt habe. Nach der Umrüstung habe ich Windows 7 installiert. Bereits damals gab es Probleme mit dem Treiber für die Grafikkarte. Damals habe ich in einem BLOG ein RAR-Archiv gefunden in dem die “aufgemotzten” Treiber für Windows 7 verpackt waren. Damit hat es damals problemlos geklappt. Leider habe ich versäumt diese Archivdatei zu sichern bevor ich mit der Installation von Windows 8 auf diesem Rechner begonnen habe. Und trotz mehrstündiger Suche habe ich diesen Treiber auch weder daheim noch im Web gefunden.

Aber jetzt erst einmal das Video zu unserem Testkandidaten.

Für die Installation von Windows 8 auf diesem Notebook bin ich wie bereits in diesem Artikel beschrieben vorgegangen. Bei http://windowsupgradeoffer.com habe ich mein Notebook registriert und dann einen Aktionsschlüssel per E-Mail geschickt bekommen. Diesen Key habe ich mir auf einem Blatt Papier notiert. Danach habe ich Windows 8 im neuen Microsoft Online-Shop für 14,99 Euro unter Verwendung dieses Schlüssels gekauft und eine 2GB große Installationsdatei heruntergeladen und als ISO-Iamge gespeichert. Daraus habe ich mit dem Freeware-Programm ImgBurn eine startfähige  DVD erstellt. Den Lizenzschlüssel aus einer zweiten E-Mail habe ich mir auch notiert. Diesen braucht man während der Installation und man kann ihn ggfs. nicht via Copy & Paste einfügen.

Nach dem Reboot drückt man F12 und startet das Notebook von der eingelegten frisch gebrannten Setup-DVD. Bei dem einen oder anderen Rechner kann es auch Esc, F2 oder etwas anderes sein. Einfach mal ausprobieren oder in die Bedienungsanleitung schauen. Vielleicht muss auch in den BIOS Einstellungen der Start von einer DVD eingeschaltet werden! Ach ja, ich habe die zweite Festplatte die ich wie im Video gezeigt eingebaut habe gegen den ursprünglichen DVD-Player getauscht!

Die Installation läuft innerhalb von etwa 30 Minuten durch. Und anders als bei meinem ersten “Versuchskaninchen” hatte ich diesmal kein Windows 7N sondern ein “richtiges” Windows 7 Home Premium MIT Microsoft Media Player. Daher hat nach der Installation von Windows 8 auch alles wie gewünscht auf Anhieb funktioniert. Welches Windows man bekommt hängt also zum Teil davon ab welches man bereits hat!

Nun kommt der schwierige Teil, die Installation des Treibers für die Grafikkarte.

  1. ATI Legacy Treiber für Windows Vista 64-Bit herunterladen
  2. Für das DELL Inspiron 9400 braucht man Catalyst 8.10 vom 15.10.2008
  3. ATI MobilityModder Version 1.1.1 herunterladen http://en.softonic.com/s/mobility-modder-1.1.1
  4. ATI Legacy Treiber “auspacken” und nach C:\ATI installieren
  5. Diese Treiber mit dem MobilityModder modifizieren, damit der Windows 8 Gerätemanager sie erkennt
  6. Die modifizierten ATI Legacy Treiber aus dem Verzeichnis C:\ATI erneut installieren
  7. Den Computer neu starten und die Daumen drücken…

In Bildern sieht das etwa so aus…

1. Legacy Treiber installieren

2. Mobility Modder starten, das oben gezeigte Verzeichnis auswählen, auf Modify klicken – warten – fertig

3. Das ATI-Setup erneut starten (Der Start mit der Berechtigung eines Administrator kann hilfreich sein -> Shift + rechte Maustaste)

4. Die modifizierten Treiber installieren

5. Die Treiber sollten jetzt vom Windows 8 erkannt und installiert werden. Nach einem Neustart sollte die native Auflösung der Grafikkarte genutzt werden.

Troubleshooting

Wenn die erneute Installation nicht auf Anhieb klappt und die Grafikkarte nicht gefunden wird, hilft oft die Aktualisierung der Treiber über den Windows 8 Gerätemanager. Das sieht etwa so aus.

Wurde der Treiber korrekt gefunden, dann sollte es in der Geräteliste etwa so aussehen wie in diesem Screenshot.

Diese Anleitung funktioniert übrigens nicht nur für die ATI X1400, es werden auch viele andere ATI Grafikkarten unterstützt.

ATI Radeon™ HD4670 series
ATI Radeon™ HD4600 series
ATI Radeon™ HD 4800 series
ATI Radeon™ X1300 series
ATI Radeon™ HD 3800 series
ATI Radeon™ X1050 series
ATI Radeon™ HD 3600 series
ATI Radeon™ X850 series
ATI Radeon™ HD 3400 series
ATI Radeon™ X800 series
ATI Radeon™ HD 2900 series
ATI Radeon™ X700 series
ATI Radeon™ HD 2600 series
ATI Radeon™ X600 series
ATI Radeon™ HD 2400 series
ATI Radeon™ X550 series
ATI Radeon™ X1950 series
ATI Radeon™ X300 series
ATI Radeon™ X1900 series
ATI Radeon™ 9800 series
ATI Radeon™ X1800 series
ATI Radeon™ 9700 series
ATI Radeon™ X1650 series
ATI Radeon™ 9600 series
ATI Radeon™ X1600 series
ATI Radeon™ 9550 series
ATI Radeon™ X1550 series
ATI Radeon™ 9500 series

Fazit

Mein neues Windows 8 Experiment hat wieder Spaß gemacht, aber auch viel Zeit verschlungen. Die gesamte Installation hat inkl. Registrierung, Download, DVD-brennen usw. etwa 2 Stunden benötigt. Die Suche nach einem funktionierenden Treiber für die schwachbrüstige stromsparende Notebook-Grafikkarte hingegen etwa 6 Stunden! Mit der Unterstützung durch diesen Artikel klappt es bei Euch hoffentlich etwas schneller :-)

Fragen und Anmerkungen sind jederzeit ganz herzlich willkommen, benutzt einfach die Kommentarfunktion.


Windows 8N – Media Player nachträglich installieren

In einem meiner letzten Artikel habe ich für Euch beschrieben wie Ihr sehr preiswert von Windows XP, Windows Vista oder Windows 7 auf das neue Windows 8N Professional umsteigen könnt. Leider musste ich nach diesem Umstieg feststellen, dass die Mehrzahl der neuen Apps die eigentlich für das neue Microsoft Surface gedacht sind nicht funktionieren weil in meiner Version von Windows 8 der Microsoft Media Player fehlt. Normalerweise sollte das kein Problem sein, wer braucht den schon wo es doch so viele gute Alternativen gibt. Aber weit gefehlt, ohne den Media Player geht unter Windows 8 fast gar nichts oder besser gesagt, ohne das was er an Softwarekomponenten “mitbringt”.

Versucht man beispielsweise einen Windows Leistungsindex zu ermitteln, so bekommt man diese Fehlermeldung zu sehen:

Windows8-Multimedia-Unterstützung-fehlt

Über die Ursache kann ich nur spekulieren, aber auch vermute, dass es mit fehlenden Direct-X Komponenten zusammen hängt. Der Versuch auf dem “normalen” Weg über die Windows 8 Produktseite die Windows Media-Komponenten nachträglich zu installieren schlug auch immer wieder mit dieser Meldung fehl.

Eigenständiges Windows Update-Installationsprogramm

Die Windows Live-Essentials ließen sich problemlos installieren und auch das sehr brauchbare E-Mailprogramm funktioniert auf Anhieb. Aber bereits die Fotogalerie der Live Essentials liefert diese Fehlermeldung:

WLXPhotoLibraryMain

So ist doch letztlich der Media Player ein integraler Bestandteil des Betriebssystems ohne den eigentlich nichts geht. Bei meinen verschiedenen Versuchen ihn zum Laufen zu bringen, ist dann mein wunderbares neues Windows 8N Professional gleich mehrfach komplett zusammen gebrochen. Nach dem Neustart sieht das dann so aus:

Windows8-Crash

Meine “Rettung” war dann letztlich ein kurzes Gespräch mit einem Arbeitskollegen (Danke Clemens!). Für die Windows 8N braucht man eine spezielles Media Feature Pack. Dieses findet Ihr hier und so sieht das dann aus:

;

Media Feature Pack für die N- und KN-Versionen - Download

Der Download ist mit knapp 80MB überraschend klein. Und bei diesem Anlauf funktioniert das Installationsprogramm dann sogar wie erhofft…

Media Feature Pack für die N- und KN-Versionen

Media Feature Pack für die N- und KN-Versionen - Setup

Media Feature Pack für die N- und KN-Versionen - Setup completed

Nach dem Neustart ist dann der Windows Media Player verfügbar – Endlich!!!

MediaPlayer-Ready

Nun lässt sich auch der Windows Leistungsindex ermitteln. Er fällt mit 4,9 auf den ersten Blick nicht sehr hoch aus. Aber man muss auch sehen, dass ich dieser “Test-PC” ein inzwischen 3 Jahre alter ACER Aspire X1700 ist den es mal im MediaMarkt samt Monitor und Zubehör für etwa 800 Euro gab! Schaut man sich die Prozessorleistung an, so ist er mit Faktor 7,1 gar nicht so verkehrt. Die primäre Festplatte könnte etwas schneller sein, aber auch hier wäre ein einfaches Update möglich. Via amazon.de kann man einen speziellen Einbaurahmen beziehen. Dieser hat das Format einer normalen 3,5″ Festplatte kann aber zwei Notebook Festplatten im Format 2,5″ aufnehmen. Hier könnte man also eine relativ preiswerte 128GB große pfeilschnelle SSD einbauen und ihr eine preiswerte 1000GB große Notebook-Festplatte beiseite stellen. Damit hätte man mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Dieses kleine “RAID” wäre irre schnell und hätte trotzdem ausreichend viel Speicherplatz und würde nebenbei weniger Strom verbrauchen und damit auch weniger Hitze erzeugen.

Leistungsinformationen

Nach der erfolgreichen Installation des Microsoft Media Players musste ich dann aber feststellen, dass alle schönen neuen “Apps” plötzlich nicht mehr funktionierten. In meiner Freeware Erweiterung “Classic Shell” sah das dann so aus. Um zu testen woran es liegt habe ich Skype und Tuba.FM mal neu installiert und mit Microsoft Visual Studio 2012 eine kleine WinRT App erstellt. Alles lief prima, sogar Skype funktioniert jetzt!! Aber weder die BING Maps noch die BING Wetter-App funktionierten noch. Warum, das wissen sicher nur die Microsoft Götter…

Windows8-Apps-Confused

Da hilft nur eines, weg mit dem ganzen Schrott. Frisch gesäubert sieht das dann etwa so aus…

Windows-8-Cleanup

Im Microsoft App-Store findet man inzwischen die ersten brauchbaren neuen Apps. Die Installation ist einfach und zumeist sogar völlig kostenlos. Nach etwa 15 Minuten kann der neue Desktop dann etwas so aussehen. Die kleinen quadratischen Kacheln sind “echte Anwendungen” die nachdem Start so aussehen wie man sie von Windows 7 bereits kennt.

Windows-8-Ready

Im Menü von “Classic Shell” liest sich das dann etwa so.

Classic-Shell-WinRT-Programs

Mein Fazit

Wenn man nicht weiß was einen erwartet, so sind die paar gesparten Euros die langwierige Fummelei nicht wert. Für 29,99 Euro bekommt man derzeit eine vollständige (Upgrade-) Version von Windows 8 Professional. Hier ist der Microsoft Media Player enthalten und man kann sich mit dieser Version viel Kopfzerbrechen ersparen.

Ich habe es mir nicht erspart und das ist auch gut so. Mir geht es gar nicht um die paar gesparten Euros, aber ich habe wieder viel dazu gelernt und dieser neuerliche “Selbstversuch” hat mir jetzt den Stoff für diesen Artikel geliefert. Und alle die in die gleiche Falle treten wie ich sind jetzt vielleicht froh, dass sie hier nachlesen können was zu tun ist.

Wem dieser Artikel geholfen hat, der möge mir doch bitte einen kurzen Kommentar hinterlassen :-


Windows 8 – Umsteigen von Windows 7

Seit einigen Tagen lieferbar und bereits mehrere Millionen Downloads, so hat man sich bei Microsoft den Start von Windows 8 gewünscht. Doch nach der Euphorie stellt sich bei vielen Nutzern zumindest “Verwunderung” ein. Grundsätzlich läuft das neue Windows schnell und stabil, aber lieb gewonnene aus den Zeiten von Windows 7 fehlen vielerorts. Der “Spitzenreiter” auf der Liste der “Fehlenden Features” ist das Startmenü von Windows 7. Seit Windows 95 hat es alle tapferen Windows-Nutzer begleitet und jetzt soll es weg sein, für immer? Für die Bedienung mit den Fingern ist es nicht vollkommen und geeignet aber wird Windows 8 auf einem Desktop PC mit einer Maus oder einem Touchpad, so ist das gute alte Startmenü auch im Jahr 2012 noch ganz praktisch.

Die gute Nachricht, es gibt ein kleines kostenloses Programm mit dem schönen Namen “Classic Shell”. Nach einer kurzen Google-Suche findet man dieses Programm beispielsweise beim Heise-Verlag oder bei der Online-Präsenz der Chip.

Download und Installation sind verblüffend einfach, es braucht nicht einmal einen Neustart und schon hat man auch unter Windows 7 ein Startmenü wie man es von Windows 7 gewohnt ist.

Nach dem Download startet das Installationsprogramm.

Nach der Installation wird noch die gewünschte Sprache gewählt und schon kann man die vielfältigen Optionen ausprobieren.

Als nächstes geht es an die Installation der “lieb gewonnenen” und gekauften Programme. Sehr praktisch ist es hier, dass beispielsweise der Hersteller MAGIX auf der Basis eines Kundenkontos den Download der gekauften Software jederzeit möglich macht. Natürlich gibt es auch die passenden Lizenzschlüssel dazu.

In der Windows 8 Systemsteuerung findet man das Panel Standardprogramme festlegen. Hier kann man sehr einfach sein Windows so einrichten wie man es mag. Wer keinen Wert auf APPs legt die für die Bedienung mit den Fingern gedacht sind, der kann hier kostenlose Tools wie den VLC-MediaPlayer und vieles mehr so verknüpfen, dass bei einem Doppelklick im Windows-Explorer (jawohl, den gibt es noch) das Programm startet, das man gewohnt ist.

Mein Fazit

Man sollte dem neuen Windows eine Chance geben. Aktuell ist es via Upgrade-Offer deutlich unter 20 Euro erhältlich, sofern man bereits ein korrekt lizenziertes Windows XP, Windows Vista oder Windows 7 hat. Es läuft schnell und stabil und mit ein wenig “Nacharbeit” lässt es sich so konfigurieren, dass man kaum einen Unterschied zum lieb gewonnenen Windows 7 bemerken wird.


Windows 7 – Preiswert zu Windows 8 wechseln

Seit dem 26. Oktober 2012 ist Windows 8 offiziell verfügbar. Am 14. Oktober habe ich im Microsoft Online Store ein Windows 7N für 119,- Euro gekauft. Das war nur wenige Tage vor der offiziellen Vorstellung von Windows 8. Der Rechner auf dem ich dieses Windows 7 installiert habe, war bereits mit Windows Vista bestückt. Leider hatte die Festplatte einen Defekt und die mitgelieferte Vista-DVD war nach drei Jahren irgendwie verschollen. Ein wenig geschluckt habe ich beim Kaufpreis von 119,- Euro ja schon, aber dann war dort zu lesen, dass ich einige Tage später kostenlos auf Windows 8 updaten kann. Das war am 14. Oktober das für mich ausschlaggebende Argument.

Am letzten Wochenende habe ich dann versucht dieses kostenlose Update durchzuführen, aber wie? Nach fast einer Stunde mit Google-Suche und der Lektüre diverser Webseiten war ich immer noch nicht schlauer. Zwar bietet Microsoft das neue Windows 8 derzeit für 29,99 Euro durchaus preiswert an, aber es sollte doch eigentlich kostenlos sein??

Schließlich bin ich bei der Microsoft Webseite http://windowsupgradeoffer.com gelandet. Hier kann man sich als Besitzer einer gültigen Windows Vista oder Windows 7 Lizenz registrieren und bekommt dann einen Aktionscode per E-Mail zugesendet.

Verwendet man diesen Aktionscode, so kann man das neue Windows 8 für ganze 14,99 Euro beziehen. Damit ist es nicht teurer als das Upgrade auf OS-X Lion das Apple Anfang 2012 zum gleichen Preis angeboten hat.

Hat man den Aktionscode, so ruft man den Windows 8 Upgrade-Assistenten auf. Nach einer Windows-Echtheitsprüfung geht es weiter mit der Prüfung der Installationsvoraussetzungen des Computers. Dies sollte man geschickter Weise schon mal durchführen bevor man sich den Upgrade-Code bestellt. Auf meinem schon etwas älteren ACER Aspire X1700 hat dieses Programm bemängelt, dass aufgrund einer falschen BIOS-Einstellung nur 3GB statt der verfügbaren 4GB genutzt werden können. Nach einer kurzen Recherche im Internet war schnell klar was zu tun ist. Den Computer kurz neu starten, die DEL-Taste drücken und in den BIOS-Einstellungen die erforderliche Option einschalten. Nach dem Neustart hat das frisch installierte Windows 7 sofort die verfügbaren 4 GB komplett erkannt. Bei einer erneuten Prüfung der Voraussetzungen findet der Upgrade-Assistent dann auch keine weiteren schwerwiegenden Probleme mehr. Lediglich die gesamte Software würde ich neu installieren müssen. Aber das sollte keine Problem darstellen, also los…

Über den Upgrade-Assistenten stößt man den Kauf von Windows 8 an. Man darf sich nicht dran stören, dass man dies zunächst zum “offiziellen” Kaufpreis tut. Später kann man in diesem Assistenten den Aktionscode aus der Upgrade-Offer eingeben und bekommt das neue Windows 8 danach tatsächlich zum Preis von 14,99 Euro. Aber vor die Installation haben die Götter den Download gesetzt und der ist satte 2 GB groß. Nach etwas mehr als einer Stunde hat meine 32 MBit Leitung diesen 2 GB großen Download schließlich verarbeitet. Nachdem mit dem kostenlosen Tool ImgBurn eine Installations-DVD gebrannt ist, kann die Installation endlich gestartet werden.

Im Rahmen der Installation muss man ein Konto für Windows Live angeben oder neu einrichten. Wie schon bei “Windows Phone 7″ ist Microsofts Internet-Angebot “Live” nun integraler Bestandteil von Windows 8. Wem das nicht passt und wer das nicht will, der hat wenig Alternativen. Entweder bleibt er bei Windows 7 oder er wechselt auf einen Mac oder in die Linux Welt. Allerdings ist beim Wechsel zu einem Mac ebenfalls eine Registrierung usw. erforderlich. Lediglich in der Gemeinde der Linux-Freunde herrscht weiterhin die ungebremste Anarchie :-)

Hier einige Szenen aus dem “Drehbuch” der Windows 8 Installation…

Nach etwa 30 Minuten und mehreren Neustarts ist die Windows 8 Installation dann bereit für die erste Nutzung. Ähnlich wie Apple hat Microsoft mit Windows 8 nun auch einen App-Store eingeführt. Dieser Store ist aber derzeit wirklich mager bestückt. Sinnvolle brauchbare Software findet man dort nur sehr wenig. Alles was man an “ernsthafter” Software braucht wird man vorerst noch direkt bei den jeweiligen Herstellern kaufen müssen. Ich versuche mich mal an der ersten kleinen kostenlosen App der fotocommunity. Diese App habe ich schon vor einigen Wochen auf einem Windows 8 Testrechner ausprobieren können und da hat sie sehr gut funktioniert.

Die Installation klappt ohne weiteres Zutun. Leider muss ich dann feststellen, dass sich das Programm nicht wirklich starten lässt. Es zeigt lediglich eine graue Fläche und den Schriftzug “fotocommunity” an – mehr nicht!! Ok, versuchen wir uns mal mit Skype, dieser Dienst gehört ja nach der Übernahme vor einigen Monaten nun auch zu Microsoft. Hier ist es das Gleiche, die Installation klappt prima, aber die Anwendung macht nichts. Sie startet, zeigt kurz einen freundlichen hellblauen Bildschirm und beendet sich gleich wieder.

Ich versuche mal eine MP3 Datei abzuspielen, leider wieder Fehlanzeige. Es gibt keinen MediaPlayer mehr! Dieser darf wegen eines Gerichtsbeschlusses nicht mehr standardmäßig mitgeliefert werden. Statt dessen muss man ihn separat nachträglich installieren. Ich versuche als nächstes eine DVD anzuschauen, auch das geht nicht mehr. Ok, dann schauen wir mal ob wir via Media-Center in die ZDF Mediathek schauen können, aber das geht leider auch nicht. Es fehlen irgendwelche Media-Extensions.

Wenn also das alles schon nicht geht, dann versuchen wir mal den VLC Mediaplayer zu installieren. Und siehe da, das klappt ganz vorzüglich, er spielt alles ab von der DVD bis zum MP3 und vielen leicht esoterischen Audio-Formaten. Dabei sieht alles aus wie es schon bei Windows 7 ausgesehen hat, nur sind die Rahmen der Fenster nicht mehr transparent. Überhaupt ist alles nun flach, eckig und hat nur selten mal einen Farbverlauf. Der Grund ist klar, dieses Windows ist dafür gemacht auf leistungsschwachen Tablet-PCs schnell zu funktionieren. Unabhängig von der Auflösung der Displays muss alles schnell und einfach skaliert werden können, denn dieses Windows 8 muss auf unterschiedlichster Hardware funktionieren. Apple hat es diesbezüglich wesentlich leichter. Es gibt einige wenige iPad und iPhone Versionen, das war es dann auch schon. Bei Apple hat man die gesamte Hardware unter eigener Kontrolle während Microsoft mit Windows 8 wieder einmal einen regelrechten “Hardware-Zoo” bedienen muss.

Da Vorbereitung, Upgradeoffer, Download, DVD-Brennen, Installation und die ersten Gehversuche alles in allem runde acht Stunden verschlungen haben, beschließe ich mitten in der Nacht um 2h15 meine ersten Gehversuche mit dem neuen Windows 8 abzubrechen.

Übrig bleib zunächst ein schaler Geschmack. Statt eines neuen Knaller-Betriebssystems funktioniert vieles was man gewohnt ist nicht mehr auf Anhieb. Statt des gewohnten Start-Menüs gibt es nur noch einen Screen mit vielen bunten Rechtecken. Die kann man zwar mit der Maus hin und her scrollen, aber so richtig schön ist das nicht. Das sehr gute Mail-Programm von Windows 7 ist nun einer Variante gewichen die man zwar auf dem Tablet schön mit den Fingern bedienen kann, das aber auf einem “erwachsenen” Desktop-PC wie eine Anfänger-Software wirkt.

Insgesamt läuft das neue Windows 8 schnell und flüssig. Viele Fenster öffnen sich mit lustigen kleinen Animationen, aber wenn man “vertraute Software” startet sieht alles wieder aus wie bei Windows 7.

Mein erstes Fazit ist daher:

Wer ein stabiles Windows für einen Desktop PC sucht, der ist noch immer sehr gut mit Windows 7 bedient. Das neue Windows 8 erscheint auf den ersten Blick etwas flüssiger und schneller, aber ob es Anwendungen wie Photoshop CS6 beschleunigen kann, das bleibt abzuwarten. Somit ist Windows 8 das was es ist, das Betriebssystem für Microsofts ersten Tablet-PC.

Neben alledem ist es frustrierend, dass ich 12 Tage bevor das Windows 8 auf den Markt kam für das Windows 7 noch 119 Euro bezahlt habe und das Windows 8 dennoch nicht kostenlos beziehen konnte. Hätte ich 12 Tage lang gewartet, so hätte ein altes halb defektes Windows Vista als Installations-Voraussetzung für die “Upgrade-Offer” ebenso gut funktioniert. Eine Preispolitik die nicht so einfach zu verstehen ist…


Snapseed – Fotos einfach und effizient bearbeiten

Viele Amateure scheuen noch immer davor zurück ihre Kamera im RAW-Modus zu verwenden. Die möglicherweise langwierige RAW-Konvertierung scheint hier zu schrecken. Aber das muss gar nicht sein. Es gibt da beispielsweise eine Software mit dem schönen Namen “Snapseed” die eigentlich für die Nutzung auf dem Smartphone entwickelt wurde. Vor diesem Hintergrund war die möglichst einfache Nutzung bei der Entwicklung sehr wichtig. Diese Software möchte ich Euch hier heute kurz vorstellen und zeigen, dass es nicht immer große teure Pakete wie beispielsweise Photoshop CS6 sein müssen. Zwar kann man mit Snapseed auch Bilder im JPG-Format bearbeiten, aber in den RAW-Bildern steckt einfach “mehr drin” und bei extremen Einstellungen treten Clipping-Effekt deutlich später auf. Abgeschnittene und damit “verlorene” Tonwerte sind dadurch seltener und die “Freiheiten” bei der Bearbeitung von RAW-Bildern erstaunlich größer.

Wer einen Mac verwendet, der kann Snapseed über den Apple App-Store zum Kampfpreis von 17,99 Euro erwerben. Als Windows-User kann man eine passende Version online über die Snapseed-Webseite beziehen.

Snapseed im Apple App Store

Bei Snapseed wurde versucht alles so einfach wie möglich zu gestalten. Auf den ersten Blick sieht Snapseed nicht nach einer ernst zu nehmenden Software zur Bildbearbeitung aus. Aber schauen wir mal genauer hin. Hier habe ich ein Foto das ich vor ein paar Tagen in der Flugzeugausstellung bei Hermeskeil mit einer Nikon D800E und dem SAMYANG 2.8/15mm aufgenommen habe.

Flugausstellung in Hermeskeil - Nikon D800E

Öffnen wir das RAW-Bild zu diesem Foto doch mal in Snapseed. Auf den ersten Blick fällt auf, die Benutzeroberfläche ist denkbar einfach gestaltet. Aber die wenigen verfügbaren Effekte haben es wirklich in sich!

Beispiel - Nikon D800E - Snapseed

Bearbeiten wir das Foto mal in der Effekt-Kategorie “Drama”…

Snapseed - Nikon D800E

Mit einigen wenigen Klicks lässt sich hier die Bildwirkung sehr drastisch verändern. Wer mag, kann das Ergebnis später noch in einer anderen Software nachbearbeiten. Um diese zu zeigen habe ich hier eine störende Begrenzungs-Schnüre mit dem Photoshop-Kopierstempel digital entfernt.

Snapseed - Nikon D800E

Das Ergebnis ist ein Bild das den aktuellen Publikumsgeschmack recht gut trifft. Es ist kein HDR, aber es könnte ein HDR sein. Die Kontraste sind heftig und die durch das krasse Weitwinkel stark verzerrte Perspektive verändern die Proportionen des Flugzeugs derart stark, dass die meisten Zuschauer im ersten Moment überrascht sein werden. Wer sich mit den Möglichkeiten von Snapseed auseinander setzt, der findet schnell gefallen daran und angesichts des wirklich niedrigen Kaufpreises ist diese Software eine echte Empfehlung.

Hier noch einige RAW-Bilder die ich für Euch mit Snapseed konvertiert habe. Um die jeweiligen Effekte stark hervorzuheben, habe die Einstellungen bewusst etwas krasser gewählt als man es normaler Weise tun würde.

Dieses Beispielfoto habe ich bei ISO-200 und 1/125s mit dem Nikon AF-S VR 2.8/70-200mm bei weit geöffneter Blende aufgenommen. Die selektive Schärfe habe ich mit Snapseed bewusst verstärkt und eine leichte Vignette verwendet.

Snapseed - Nikon D800E

 

Hier nun ein Detail einer Flugzeugturbine das ein NASA-Foto von 1968 sein könnte. Neben einem “Grunge-Effekt” habe ich hier Schärfe und Details stark betont. Dies wie gesagt nur als Demonstration, normalerweise wäre man hier ein wenig zurückhaltender :-)

Snapseed - Nikon D800E

Im letzten Beispielfoto möchte ich Euch zeigen was man unter “Tonwert-Abrissen” und “Clipping” versteht. Dieses Foto ist bei krassem Gegenlicht entstanden. Die Sonne wurde zwar vom hinteren Leitwerk dieses Jumbos verdeckt, aber die Wolken waren weiß und überstrahlt. In solchen Situationen hilft einzig die Korrektur des Belichtungsmessers. Korrigiert man in solchen Situationen die Belichtung um etwas -1.0EV oder mehr, so behalten die hellen Bildbereiche noch etwas Zeichnung. Meist ist in dem dann viel zu dunkel geratenen Foto aber in den dunklen Bereichen noch genügend Zeichnung vorhanden um diese dunklen Bereiche so aufzuhellen, dass sich noch eine zufrieden stellende Tonwertverteilung ohne Abrisse ergibt. Perspektive und Wolkenhimmel sind hier zwar ziemlich cool, aber durch die Überbelichtung ist das Bild eigentlich “zerstört” und kann selbst mit Snapseed oder anderen Programmen nicht mehr gerettet werden.

Snapseed - Nikon D800E


Nikon D800E – RAW-Bilder für Pixelpeeper

In meinem Unboxing-Video zur Nikon D800E hatte ich es ja schon angekündigt, in den kommenden Wochen werde ich hier immer mal wieder das eine oder andere RAW-Bild für Euch bereitstellen. Heute möchte ich mit einem Foto der kleinen Tour durch die Eifel beginnen das am vergangenen Samstag entstanden ist. Diese RAW-Datei hat 55MB, wirklich viele dieser Dateien kann ich nicht bereitstellen sonst ist mein WEB-Server mit seinen Ressourcen schnell am Ende. Hier muss ich um Eurer Verständnis bitten! Wer in den nächsten Wochen ein Bild aus der D800E in meinem BLOG findet, dass er gern mal als RAW-Datei anschauen möchte, der kann sich einfach per E-Mail melden, dann stelle ich das Bild auf meinem Web-Server bereit.

Hier nun das erste 100% ungeschminkte Beispielfoto aus der Nikon D800E:

Nikon D800E - Micro-Nikkor AiS 2.8/55mm

Das RAW-Datei zu diesem Bild findet Ihr hier – einfach anklicken, lokal speichern und dann beispielsweise mit Nikon Capture NX 2.3.2 oder Adobe Photoshop CS 5 mit Adobe Camera RAW 6.7 öffnen. Natürlich funktioniert auch die aktuelle Version von Nikon View NX. Die aktuellen Versionen von Adobe Lightroom und Apple Aperture sollten es auch öffnen können. Spielt mal mit den Parametern des RAW-Konverters und schaut Euch das Ergebnis kritisch an. Dann lehnt Ihr Euch zurück und seid bitte verblüfft was man selbst mit 30 Jahre alten Objektiven machen kann, wenn sie nur richtig gut sind!


Nikon D800E – Unboxing und Hands-On

Nach fast 13 Stunden sind das Rendering und der Upload nach YouTube schon fertig – wie schnell doch so ein Tag vergeht :-) Einige erste Testbilder gibt es auch schon. Eben habe ich die im Video vorgestellten Objektive alle einmal an die D800E gesetzt und meine Bonner Museumsmeile damit fotografiert. Die Ergebnisse sind ganz erstaunlich und ich werde Sie Euch in einem späteren Artikel präsentieren.

Nun erst einmal das Unboxing, ich bin gespannt auf Euer Feedback!

Das Video habe ich mit Magix Video Deluxe unter Windows 7 erstellt. Gefilmt ist alles mit der neuen Panasonic HC-X909. Da die MP4 Datei des Videos in voller HD Auflösung und guter Qualität satte 5.6 Gigabyte groß war, habe ich das Video auf 720 P verkleinert. Also 1280×720 Pixel. Das sollte aber immer noch gut aussehen und ich hoffe Ihr könnt alle wichtigen Details erkennen. Auf Hintergrundmusik habe ich diesmal vollständig verzichtet, ich hoffe YouTube produziert damit keine Content-ID Treffer.

Film ab…


Nikon D800E – Kaufen – Auspacken – Staunen

Nikon D800E Unboxing Video Project

Heute konnte ich meine persönliches Exemplar der Nikon D800E endlich beim Bonner Cityfoto Center abholen. Ausgepackt habe ich dieses schöne Teil vor laufender Kamera, danach habe ich noch ein paar Objektive vorgestellt die sich recht gut an der D800E machen werden. Nach dem Video-Schnitt war ich überrascht, dass das Video länger als ein Stunde geworden ist – ufff…

Das Rendern der Video-Datei und der Upload werden sicher noch bis morgen dauern. Ich muss Euch also noch ein klein wenig vertrösten, aber es kommt!!


Ombra Mai Fu – Reworked

Die wirklich mangelhafte Qualität der ersten Version meines kurzen “Wolkenfilms” zum Ombra Mai Fu von Georg Friedrich Händel hat mich nicht ruhen lassen. Ich habe noch einige zusätzliche Zeitraffersequenzen erstellt und Teile des Videos dagegen ausgetauscht. Die Qualität ist bei neuen Version nicht perfekt aber sichtbar besser. Das liegt daran, dass ich diesmal das Video im Quicktime (Apple, MOV) exportiert habe. Damit wählt Magix Video Deluxe MX (VDL) einen anderen Algorithmus für die Kompression. Die resultierende Datei ist mit etwa 483MB statt 75MB auch deutlich größer.

Für alle dies sie nicht kennen, hier ist die erste sichtbar schlechtere Variante.

Ganz witzig finde ich, dass mir bei beiden Videos im YouTube Videomanager angezeigt wird “Übereinstimmende Inhalte von Drittanbietern“. Was soll nur dieser Blödsinn?? Das Playback habe ich selbst erstellt und Nina hat dazu gesungen, welcher Drittanbieter könnte daran die Rechte haben? Die Vorlage stammt aus dem Jahr 1694, die Uraufführung fand in London am 15. April 1738 im Londoner Kings’ Theatre statt. Wer zum Teufel kann fast 300 Jahre später verbieten dieses Lied zu singen?

Urheberrecht ist ja gut und schön, aber so wie es derzeit bei YouTube gehandhabt wird ist es “voll daneben” (Ein entsprechendes Zitat aus “The Big Lebowski” habe ich mir gerade verkniffen!).


Greatest Roads – Klausenpass

Ich kann mich nocht gut daran erinnern, wie es war als ich im Jahr 2000 nach und nach die Schweiz mit meinem alten roten “Dampfer” erkundet habe. Sustenpass, Pragelpass, Grimselpass, Klausenpass, Furkapass, Brienzer Rothorn, Interlaken, Thun, Chur, Montreux – die Liste der tollen Motorradstrecken könnte fast endlos verlängert werden.

Umso mehr hat es mich gefreut in der letzten Woche am Sonntag einmal wieder über den Klausenpass südlich-östlich von Luzern zu fahren. Das Wetter war nicht so großartig wie erhofft, aber rückblickend muss ich sagen, dass schlechtes Wetter nicht nur gutes Fotowetter ist. Gerade die Wolken, der Nebel und die Schneemassen auf der Passhöhe gaben diesem Tag etwas ganz besonderes.

Aufgrund der eher kühlen Temperaturen haben wir das Dach nicht göffnet und so konnte ich meine GoPro HD HERO 1080 mit dem Saugfus aus dem “Car-Kit” oben auf dem Dach meines kleinen Spaßmobils positionieren.

Aus insgesamt 120 Minuten Video habe ich für Euch ein nur wenige Minuten langes Video zusammen gestellt. Bei der Videobearbeitung habe ich mich wieder einmal GEGEN den Mac entschieden. Unter Windows 7 mit 30″ Monitor und Magix Video Deluxe MX geht das einfach besser und ist deutlich entspannter.

Um das Ergebnis bei YouTube für die Monetarisierung anmelden zu können, habe ich die Hintergrundmusik selbst erstellt. Dafür habe ich auf dem Mac mit “NI Maschine” einen kleinen Techno-Soundtrack gebastelt. Das geht wiederum auf dem Mac besser, weil ich auf dem PC für meine Soundkarte keinen ASIO-Treiber habe und man daher nicht wirklich live über den Controller spielen kann, weil alles was man tut mit einer sehr großen Verzögerung hörbar wird. Der hersteller NI liefert eine kleine USB-Audio-Karte. Dafür gibt es ASIO Treiber und die Latenz ist damit deutlich geringer. Mal sehen, vielleicht kaufe ich mir noch dieses kleine Gadget irgendwann einmal.

Umso größer war der Frust als ich gerade erkennen musste, dass YouTube die Monetarisierung selbst für dieses Video mit einem wirklich einfachen Soundtrack selbst gebastelten Soundtrack wieder gesperrt hat. Wer bei YouTube Geld verdienen will hat echt die Pappnase auf. Offenbar geht das wirklich nur indem man blöde Sprüche reißt und seine Freunde dabei filmt wie sie sich mit dem Skateboard auf die Fresse legen. Welch arme Welt…

Doch zurück zur Tour über den Klausenpass, am nächsten Tag habe ich überlegt vielleicht eine Tour über den Sustenpass zu unternehmen. Aber der war leider geschlossen, ganz oben am Tunnel war wohl einfach zu viel Schnee.

Hier habe ich noch ein paar Scans von alten APS-Farbabzügen aus dem Jahr 2000. Mit meiner damaligen Freundin Nina hatte ich eine gute Beifahrerin die mir viel Vertrauen entgegen gebracht hat und selbst auf den krassesten Straßen keine Angst hatte. Statt dessen hat sie manchmal auf dem Sozius ein fröhliches Lied in ihren Helm geschmettert. Das waren schon witzige Zeiten, mit der singenden Beifahrerin durch die Alpen, dass ich das erleben durfte :-)

Sustenpass mit BMW R80-RT

Sustenpass mit BMW R80-RT

Sustenpass mit BMW R80-RT

Sustenpass mit BMW R80-RT

Nina am Brienzer Rothorn mit BMW R80-RT

Wie sich meine singende Beifahrerin damals angehört hat könnt ihr hier sehen und vor allem hören. Sie lebt derzeit in einer “Deutschen Enklave” in New Mexico und dort wird offensichtlich das “heimische Liedgut” sehr ansprechend gepflegt :-)


Videos im Internet zeigen – Nur wie?

Heute hat mich ein Freund per E-Mail gefragt was er denn tun muss um ein kleines Video im Internet zeigen zu können und wie er die Videodatei “so klein” bekommt, dass er sie auch mit seiner “einfachen” DSL-Leitung bei YouTube oder einem anderen Dienst hochgeladen bekommt. Dies möchte ich zum Anlass nehmen udn Euch hier ein paar Tipps zu diesem Thema geben.

Also, wer seine Video im Netz zeigen möchte und keinen eigenen Server bei einem Hoster betreibt, der kann Dienste wie YouTube oder Vimeo nutzen. YouTube hat den Vorteil, dass man dort so ziemlich alles zeigen kann was es gibt. Vimeo hat den Vorteil, dass dort fast keine “Idioten” unterwegs sind die sich einen Spaß daraus machen nervigen Unsinn in die Video-Kommentare zu schreiben. Aber Vimeo Videos werden auch deutlich seltener angeschaut und man kann dort auch nicht mit Werbung Geld verdienen. Vimeo hat einen anderen Schwerpunkt! Hier geht es mehr um professionelle Arbeiten und wer bereit ist Geld dafür zu bezahlen, kann seine Vimeo-Videos so in seiner Webseite einbetten, dass die “Zuschauer” nicht mehr sehen, dass es eignetlich von Vimeo kommt. Das ist für Firmenpräsentationen usw. wirklich praktisch.

Wer bei YouTube eine Weile dabei ist erhält automatische eine Erweiterung seines Kontos und kann dann auch Videos hochladen die länger als 15 Minuten sind. Wer will kann sich den Spaß machen und seine Videos nach dem Upload über den YouTube-VideoManager wieder herunterladen. Dabei wird er feststellen, dass YouTube-Videos für den Download als MP4- Datei vorliegen. Woran liegt das? Um Speicherplatz zu sparen und den Anwendern Videos in “gleichbleibender” Qualität anbieten zu können, werden alle YouTube Videos beim Upload in das MP4 Dateiformat umgewandelt. Damit ist es YouTube möglich, ein und dasselbe Video in unterschiedlichen Größen zu zeigen.

Für den Anwender bedeutet dies, dass es nur wenig Sinn macht riesige Video-Monster bei YouTube abzuladen, sie werden ohnehin in das MP4-Format ungewandelt und dabei stark komprimiert werden. Ähnliches gilt auch für andere Videodienste wie bspw. Vimeo.

Als Faustregel könnte man sagen, dass das Verhältnis zwischen Qualität und Dateigröße eines Videos für YouTube stimmt, wenn im Format 720p die Größe der Videodatei etwa 600MB bei einer Laufzeit von 60 Minuten liegt. Damit wären wir bei etwa 10MB pro “Video-Minute” im Format 1280 x 720 Pixel.

Die Wege um sein Video auf diese Werte zu verkleinern sind wirklich vielfältig und die meisten Video-Bearbeitungsprogramme bieten eine Möglichkeit für eine entsprechende Konvertierung. Dabei muss aber nicht zwangsläufig das das MP4-Dateiformat erstellt werden. Für den Upload funktioniert auch WMV, MOV und vieles mehr.

Bei Vimeo gibt es eine Reihe wirklich gut gemachter Tutorials zu allen gängigen Videobearbeitungsprogrammen. Wer sich unsicher ist welche Einstellungen für seine Videos optimal sind, der sollte hier mal ein wenig stöbern.

Hier habe ich einige Beispiele für Euch “herausgepickt”:


NI MASCHINE – Mixen mit der Maus

Heute habe ich wieder ein kleines Video zur NI MASCHINE für Euch. Dieses Produkt ist zweigeteilt und besteht neben der Software für Mac und PC aus einem ausgefuchsten Controller mit einmalig guten Drum-PADs. Wendet man den Blick vom Display seines Computers ab, so kann versteht man das Konzept. Der Hersteller Native Instruments hat sich hier viel Geld gespart. Statt einen komplexen eigenen Computer zu entwickeln, hat man einen Controller mit USB-Interface gebaut. Alles was dieses Ding braucht um eine Drum-Maschine zu sein übernimmt ein via USB 2.0 Interface angeschlossener Mac oder PC – kein schlechtes Konzept!

Eigentlich bedient man die Software mit dem Controller, aber sie läuft auch ohne den Controller und man kann sie in Teilen recht gut mit der Maus bedienen. So läßt sich schnell und einfach aus einzelnen kurzen Pattern und Scenes ein Mix erstellen der diese Komponenten in der Reihenfolge enthält die einem beim Mix gerade so in den Sinn kommt.

Hier ist mein Beispiel:

Will man auf dem Mac unter OS-X die Musik live aufzeichnen die man mit der MASCHINE live erstellt, so kann man dies bspw. mit dem Quicktime Player erledigen. Diese Software kann nicht nur Bildschirm-Sessions aufzeichnen (wie im Video oben gezeigt) sie kann auch separate Audio-Spuren aufzeichnen. Sehr praktisch wenn man ein wenig “Live” experimentieren möchte. Auf meinem MacBook hat das allerdings zunächst einmal NICHT funktioniert!

Abhilfe schaffte die kostenlose Software “Soundflower”. Nach der Installation klappte es allerdings auch nicht auf Anhieb. Ich musste via Terminal einige Befehle eintippen und die Berechtigungen für die Soundflower-Erweiterungen korrigieren. Danach klappte es aber recht gut. Nur die Lautstärke der Aufzeichnungen hängt von der eingestellten Notebook-Lautstärke ab! Entweder ist der Audio-Pegel der Aufnahme viel zu leise oder es fliegen einem die Ohren weg. Hier muss man einen Mittelweg finden! Abhilfe kann hier ggfs. auch ein separater Kopfhörerverstärker schaffen. Oder man lötet sich einen kleinen Adapter mit zwei dicken Widerständen zusammen den man zwischen Kopfhörer und Audio-Ausgang schaltet. Die Wiederstände sollten dabei etwa 270 - 470 Ohm haben, die Leistung der Widerstände sollte bei etwa 1/8 Watt liegen. (Meine Schätzung!! Im Zweifel hilft hier nur “Ausprobieren”)


Dubstep mal anders

Seit etwa 10 Jahren gibt es nun schon eine Musikrichtung mit dem schönen Namen Dubstep. Doch in Deutschland ist sie erst seit kurzer Zeit wirklich populär. Mein Freund Fabian sagt in seiner unnachahmlichen Art gern mal, dass Dubstep aus einer Ansammlung von WopWopWops und YepYepYeps besteht. Hier habe ich ein Video für Euch in dem zwei coole Jungs über die Kinect-Steuerung der XBox 360 die Software Ableton auf einem Mac steuern und damit krassen Dubstep machen. Es ist anstrengend das anzuhören aber die Idee finde ich faszinierend. Eine ähnliche Art zu musizieren gab es zuerst und auch schon fast zuletzt mit dem Theremin.  Doch dieses uralte krasse Ding war nicht wirklich polyphon und erlaubte auch kein rhythmischen Figuren. Es war eher ein Instrument das zur Untermalung von Sience-Fiction-Filmen in den 50er und 60er Jahren verwendet wurde.

Ganz witzig finde ich, dass dennoch einige Größen der Rockmusik wie bspw. Jimmy Page von Led Zeppelin gelegentlich sogar auf der Bühne ein Theremin aufgestellt und es in einen Solopart integriert haben.

Hier ist nun ein Video in dem diese zwei Typen eine Art modernes Theremin spielen. Elektrostatische Felder gilt es dabei nicht mit der Körperhaltung zu verändern. Vielmehr wird hier mit Licht und den Händen ein genial flexibler Software-Sequenzer gesteuert. Auch wenn man das Ergebnis nicht mögen muss, es zeigt dennoch wie Musik in den nächsten Jahren aussehen könnte. Vielleicht werden unsere Enkel statt mit der Blockflöte irgendwann mit der XBox 720 im Wohnzimmer vor dem großen Fernseher musizieren. Aber und das ist entscheidend, es wird anders klingen und aus der Kinect-Steuerung wird keine Spucke fließen :-)

Hier ein Video in dem Jimmy Page den “Master of the Theremin” gibt :-)

Dass man mit einem Theremin auch “richtige” Musik machen kann zeigt dieses Video sehr eindrucksvoll..


NI Maschine – Get in touch

Nachdem die Software zu meiner neuen “NI Maschine Mikro” auf dem 13″ Mac läuft versuche ich mich auch mal an meinem “Männercomputer” der unter Windows 7 Ultimate 64-Bit betrieben wird. Die Installation verläuft genau wie auf dem Mac, es werden etwa 11 GB Loops, Sounds und Samples und einige weitere Programme installiert. Mehrfach wollen die Installationsprogramme den Computer neu starten, aber statt dessen starte ich einfach die nächste Installation. Als alles fertig wird dann doch ein “kumulierter Neustart” fällig. Danach wird wie auf dem Mac das ServiceCenter aufgerufen. Auch hier macht es ein “Selbst-Update” und im Gegensatz zum Mac funktioniert es sogar. Wie beim Mac müssen jetzt Updates für alle installierten Programme aus dem Internet heruntergeladen werden. Das geht aber zügiger weil diese Updates deutlich kleiner sind. Nach etwa einer Stunde und einem weiteren Neustart ist alles erledigt und meine neue “Maschine” ist endlich startklar!

Der Sound ist wirklich bombastisch, bereits über die Computer-Lautsprecher mit Subwoofer kommen alle Demosongs so daher, dass man sie gleich auf eine CD brennen könnte. Das ist schon genial und entschädigt für den Installationsmarathon.

Ernüchterung kommt allerdings beim ersten Versuch auf, einen der Demosongs mit weiteren Drums und einer neuen Bass-Spur zu beglücken. Läuft ein Song mit 120 bpm (Beats-Per-Minute) gemütlich vor sich hin und versucht man ganz einfach bspw. die Bassdrum im Rhythmus mitzuspielen, so kört man sie immer mit einer starken Verzögerung. Damit kann man nicht wirklich etwas anfangen und das frustriert. In den Einstellungen der Software “Maschine” kann man die Treiber für die Audiokarte auswählen. In meinem Computer ist einer relativ hochwertige Soundblaster Xtreme verbaut. Um Musik zu hören ist sie wirklich gut, aber ohne spezielle ASIO-Treiber (Audio-Stream-Input-Output) geht hier gar nichts. Entweder finde ich also irgendwo einen passenden ASIO-Treiber, baue eine andere ASIO-fähige Soundkarte ein oder benutze die neue “Maschine” einfach nur auf dem Mac.

Mir zeigt das wieder einmal warum der Mac in der Musikszene so erfolgreich ist. So nervtötend Apples Closed-Shop-Prinzip manchmal auch ist, es funktioniert im Detail oft sehr gut. Die in den Mac-Computern verbauten Komponenten sind immer gleich und Softwarehersteller wie NI (Native Instruments) können sich darauf verlassen. Klar kann man zusätzliche USB-Audiointerfaces und vieles mehr mit der “NI Maschine” kombinieren, aber es funktioniert mit kaum spürbarer Latenz selbst auf einen kleinen 13″ MacBook Pro mit i5 CPU ganz problemlos und sogar auf Anhieb!

Nachdem die ASIO-Ernüchterung verarbeitet ist versuche ich mich an meinem 17″ MacBook mit i7 CPU. Schauen wir doch mal ob die 8 Prozessorkerne hier irgendeinen Vorteil bringen? Die Installation ist genau wie beim 13″ MacBook. Allerdings sauge ich mir die vielen Updates nicht erneut sondern kopiere sie einfach über das heimische WLAN vom “kleinen Bruder”. Trotzdem dauert es auch hier etwa eine Stunde bis die Software zur “Maschine” startklar ist. Nachdem ich eine wenig experimentiert habe wird klar, dass es eigentlich keinen Unterschied macht ob man ein 13″ oder 17″ MacBook benutzt. Auf dem schnelleren größeren MacBook funktioniert “Maschine” wirklich gut.

Mitten in der Nacht kommt es mir dann in den Sinn eine kleines Demo-Video mit Final-Cut-Pro-X zu erstellen. Sogleich tritt Ernüchterung ein. Um die gewaltigen neuen Datenmengen überhaupt installieren zu können musste ich die SSD-Festplatte aufräumen. Unter anderem habe ich einige importierte Videos gelöscht. FCPX (Final-Cut-Pro-X) will nun aber beim Start das letzte Video restaurieren, aber es ist längst Geschichte. Nachdem ich eine Weile gewartet habe starte ich die “Aktivitätsanzeige” und lese dort “Final Cut Pro X – antwortet nicht…”. Also wird der Prozess hart beendet und eine Protokoll an Apple verschickt. Beim nächsten Startversuch das gleiche Spiel. Irgendwann fragt FCPX dann ob es weiterhin versuchen soll das letzte Projekt wieder herzustellen. NEIN!

Dann versucht FCPX auf die neu installierten Treiber der “NI Maschine” zuzugreifen – warum, das wissen nur die Götter – jedenfalls schlägt es fehl. Einige Versuche später läuft FCPX dann endlich. Mir zeigt dies wieder einmal, dass die Apple-Welt nicht so schön ist wie sie von den ambitionierten Verkäufern bei GRAVIS & Co. immer gemalt wird. Die eine oder andere Hürde gilt es auch hier zu nehmen…

Nach etwa 10 Minuten ist mein kleines Video dann fertig:


Nikon AW-100 – Schöne Fotos mit wenig Aufwand

Bereits vor einigen Monaten habe ich mir eine Nikon AW-100 gekauft um auf meinen Motorradtouren eine Kamera dabei haben zu können die ordentlich was einstecken kann und trotzdem gute Bilder liefert. Diese Rechnung ist aufgegangen und meine AW-100 ist in den letzten Wochen mit einem guten Freund sogar um die halbe Welt bis zu den Kapverdischen Inseln gereist. Einige Beispielbilder und Videos dieser Reise wird es in Kürze hier zu sehen geben.

Dann hat mich vor einer Weile eine E-Mail von Stefan Wulfert erreicht. Stefan hat auch eine AW-100 und war sich nicht ganz sicher ob er sich einen Polfilter kaufen soll. Ich habe ihm dazu geraten und er hat mir kurze Zeit später einige Beispielbilder per E-Mail geschickt. Diese Bilder hatten keine schönen Farben, sahen blass aus und ihnen fehlte “eigentlich alles”. Stefan war gefrustet, er hatte sich erhofft durch den Polfilter automatisch gute Bilder hinzubekommen. Seinen Frust konnte ich ein wenig zerstreuen. Denn ein Polfilter kann nicht zaubern! Die Fotografie ist “Malen mit Licht” – hat man kein gutes Licht, so gibt es auch keine schönen Farben und damit letztlich keine schönen Fotos!

Stefan hat sich das zu Herzen genommen und die ersten Beispielfotos erneut mit der AW-100 fotografiert, diesmal bei schönem Wetter und blauem Himmel. Den Polfilter hat er bei allen Bildern verwendet. Jedes der drei Beispiele hat er einmal mit eingebautem HDR-Modus und einmal ohne HDR fotografiert. Hier sind seine neuen Beispiel-Fotos: (Anklicken für 1000er Größe)

Motiv 1 – Polfilter mit HDR

Motiv 1 – Polfilter ohne HDR

Motiv 2 – mit Polfilter mit HDR

Motiv 2 – Polfilter ohne HDR

Motiv 3 – Polfilter mit HDR

Motiv 3 – Polfilter ohne HDR

Schaut man sich diese Fotos an so fällt sofort auf, dass der HDR-Modus deutlich kräftigere Farben bewirkt. In Verbindung mit dem Polfilter ist eigentlich schon alles so wie man es sich wünschen würde. Wer sich vom HDR-Modus der AW-100 jetzt aber HDR-Wunderbilder erhofft wie man sie aus den diversen Foto-Portalen kennt, der wird enttäuscht werden. Der Chip der AW-100 ist sehr klein, daher ist die erzielbare Dynamik-Umfang nicht sehr hoch. Helle Bildbereiche sind schnell überstrahlt und ohne Zeichnung. Hier hilft der HDR-Modus um diese kleine konstruktionsbedingte Schwachstelle zu umgehen. Ich denke die Bilder zeigen, dass der HDR-Modus gut funktioniert und durchaus befriedigende Ergebnisse liefert.

Zum Polfilter: Auf allen drei Motiven sieht man eine Wasserfläche die in einem spitzen Winkel fotografiert ist. Die Stärke eines Polfilter besteht darin, dass man Reflektionen die nicht metallischen Ursprungs sind wegfiltern kann. Damit das funktioniert muss man den Polfilter drehen können. Im Idealfall kann man so in das Wasser hineinschauen, kann Schaufensterscheiben “auflösen” und Menschen in ihren Autos fotografieren, ohne dass die Windschutzscheibe stört. Dafür muss man den Polfilter aber in die richtige Stellung drehen!

Ich denke, dass bei den drei Beispielbildern die Farben sichtbar intensiver abgebildet worden wären, wenn Stefan den Filter ein wenig mehr in die “ideale” Position gedreht hätte.

Schauen wir uns Motiv 3 etwas näher an. Hier fällt auf, dass die Häuser ein wenig schief zu stehen scheinen. Der Horizont ist sehr nah bei der Bildmitte und der wolkenlose eigentlich sehr schöne “Frühjahrs-Himmel” sieht etwas langweilig aus.

Ein ganz alter Spruch besagt:

  • Amateurs worry about equipment.
  • Professionals worry about money.
  • Masters worry about light!

Das sieht man hier sehr schön. Das Motiv ist eigentlich nicht uninteressant aber das Licht war an diesem Tag zwar “schön” aber eher für einen Spaziergang als für ein beeindruckendes Foto. Hier wäre mein Tipp, dieses Motiv in einer frühen Morgen- oder Abendstunde mit Polfilter und HDR zu “erarbeiten”. Damit es nicht verwackelt ist sollte man ein kleines Stativ verwenden und den Selbstauslöser verwenden. Den VR würde ich abschalten, denn mit Stativ und Selbstauslöser braucht man ihn nicht und ohne VR ist das Objektiv mit hoher Sicherheit korrekt zentriert, was man bei aktivem VR nie mit Sicherheit sagen kann.

Hier nun eine Version von Motiv 3 bei der ich das Bild ganz leicht gedreht und einen etwas anderen Bildausschnitt gewählt habe. Eine simple Korrektur die man sogar ausführen kann BEVOR man das Foto aufnimmt!

Hier ist nun eine Variante bei der ich das Bild in Photoshop geöffnet habe. Dann habe ich die aktive Ebene mit Strg-A, Strg+C und Strg+D in die Zwischenablage kopiert. Anschließend habe ich in Photoshop eine leichtes HDR-Toning angewendet und die “original” Ebene via Strg+V darüber gelegt. Mit einer Ebenenmaske habe ich dann den zu krassen “HDR-Himmel” gegen den ursprünglichen Himmel ausgetauscht. Die Bearbeitungszeit betrug etwa 30 Sekunden!

So ist es schon etwas spannender, weil es klare diagonale Linien gibt die das Auge des Betrachter mitten ins Stadtzentrum lenken. Auch die Farben sind schön kräftig, fast schon zu bunt.

Doch wirklich zufrieden kann man mit dem Ergebnis immer noch nicht sein. Also habe ich erneut das Originalbild geöffnet. Dann habe ich Perspektive, Horizont und Verzeichnung des Objektivs korrigiert. (Dialog Lens-Correction) Anschließend habe ich (da es ja nur ein Beispiel ist) einen beliebigen Sonnenuntergang ausgesucht und ihn mit einer Ebenenmaske über den langweiligen blauen “Original-Himmel” gelegt. Danach habe ich die Ebenen zusammengefasst und den Photo-Filter “Warm” angewendet. Via Lens-Correction habe ich danach eine ausgeprägte Vignette erzeugt um dem Bild einen etwas altmodischen Stil zu geben. Zuletzt habe ich es noch ganz leicht über den Hochpassfilter nachgeschärft. Das Ergebnis ist nicht wirklich überzeugend, da der Schattenwurf der Häuser usw. völlig falsch ist. Aber es ist ja auch nur als Demo gedacht um zu zeigen wie sich der Stand der Sonne bei solchen Bildern auf das Ergebnis auswirkt. Das schöne ist, dass man gutes Licht völlig kostenlos bekommen kann, man muss nur Zeit haben und einen “guten Tag” abwarten können.

Zum Abschluss habe ich hier noch eine Schwarz-Weiß Variante, bei der ich einen dichten Rotfilter simuliert habe. (Image -> Adjustments -> Black & White -> Preset: Red Filter)

Um es besser vergleichen zu können habe ich für Euch hier nochmals das Ausgangsbild eingefügt.

Ich hoffe, dieses kleine Tutorial zeigt Euch worauf es ankommt.

  • Suche den besten Standort und mache dir Gedanken zum Bildaufbau
  • Verwende eine Stativ und den Selbstauslöser und den niedrigsten ISO-Wert
  • Schalte den VR aus
  • Stelle den Polarisationsfilter optimal ein
  • Achte darauf, dass die Kamera korrekt ausgerichtet ist
  • Versuche den perfekten Moment zu erwischen
Beherzigt man all das, so sind die folgenden Arbeitsschritte in Photoshop nicht mehr wirklich wichtig. Denn das was wichtig ist hat man ja schon, ein gutes Ausgangsbild! Aus einem guten Foto kann man mit Photoshop ein perfekte Bild zaubern. Aus einem verwackelten, blassen Foto mit langweiligem Motiv wird man niemals mit Photoshop ein Bild machen könen das Beachtung findet und von seinen “Betrachtern” länger als eine Sekunde beäugt werden wird.
So, nun bin ich gespannt auf Euer Feedback :-)

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