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Nikon D5100 – Hands-On mit AF-S VR 55-300mm

Vor einigen Monaten habe ich euch in diesem Artikel vom Kauf einer Nikon D5100 inkl. Nikkor AF-S VR DX 55-300mm berichtet. Kurz nach dem Kauf ist diese Kamera in den Besitz meiner Freundin Sandra übergegangen und seit dem fotografiert sie mit großer Begeisterung mit dieser Kamera. Der große Experte für Landschaftsfotografie ist meine Sandra nicht, daher mag sie das 18-55mm “Universal-Zoomobjektiv” auch nicht so wirklich. Sie konzentriert sich lieber auf die kleinen Dinge am Wegesrand, die sie bevorzugt mit dem 55-300mm Telezoom festhält.

Nikon D5100 - Nikkor AF-S VR DX 55-300mm

Nach einer größeren Operation musste Sandra sich während der letzten Wochen schonen und gestern konnten wir das erste mal wieder einen kleinen gemeinsamen Spaziergang unternehmen. Nach einem wunderbaren Burger im Lakeside Inn in der Nähe des Halterner Stausees ging es zu Fuß durch den verschneiten Wald am Ufer der Stever entlang. Während wir durch den Schnee stapfen und die kalte klare Luft genießen sprechen wir über die Vor- und Nachteile von Landschaftsprogrammen. Wie man bei Portraits eine schöne Hintergrundunschärfe hinbekommt und vieles mehr.

Immer wieder halten wir kurz an und versuchen uns an einigen Beispielfotos. Mir fallen Motive auf und ich schildere Sandra wie ich mir eine passende Bildgestaltung vorstellen könnte. Sie nimmt das Bild auf und anschließend besprechen wir was man anders und vielleicht besser machen könnte. Zwischendurch darf ich dann auch mal “meine Version” des Motives ablichten. Immer wieder sehen wir auch Zahlen auf den Bäumen und mir kommt das Projekt “Magic Numbers” meines Freundes Stefan in den Sinn. Und so fotografieren auch wir einige “Magic Numbers” und überlegen was sie bedeuten könnten. Immer wieder habe ich die Kamera in der Hand und will sie nach meinen Vorstellungen einstellen. Aber es klappt nicht so recht. Immer sind diese Motivprogramme “im Weg”. Ich fotografiere sowieso im RAW-Modus und “entwickle” meine Fotos später sie wie es mir gefällt. Und die Abhängigkeiten von Zeit, Blende und ISO-Empfindlichkeit habe ich im Blut. Ich brauche und will ich keine Automatik die “mitdenkt”.

Ich will einfach nur schnell auf alle wichtigen Parameter zugreifen und sie so verändern wie ich es für richtig halte. Und genau das ist für mich bei der Nikon D5100 immer wieder schwierig.

Woran liegt das?

  • Das vordere Einstellrad fehlt im Vergleich zu D2x, D300, D700, D800, D7000
  • Die Motivprogramme machen was sie wollen und ich kann nicht wirklich eingreifen
  • Mir fehlt das obere Display, das fast alle anderen digitalen Nikon-Kameras haben
  • Durch das Klappdisplay sind viele Bedienelemente an ungewohnten Positionen
  • Sandras “Silikon-Schutzhülle” und meine Handschuhe erschweren die Bedienung

Am Ende des Tages haben wir eine Reihe winterlicher Fotos aufgenommen die unterschiedlicher kaum sein könnten. Und ich muss sagen, die Nikon D5100 ist aus meiner Perspektive gewöhnungsbedürftig. Wer mit dieser Kamera “aufwächst”, der wird nichts vermissen. Wer aber viele Jahre lang mit F100, F5, D1x, D2x und anderen Kameras sehr ähnlichen Kameras gearbeitet hat, der muss sich an das “vereinfachte Bedienkonzept” erst einmal gewöhnen.

Als die RAW-Konvertierung ansteht wähle ich die Snapseed aus der Nikon Softwareschmiede. Diese Software funktioniert sehr einfach und intuitiv. Die Ergebnisse sind oft überraschend und man erstellt auf einfache Art schöne Effekte die sich bspw. mit Adobe Photoshop CS6 nur mit viel Übung und Einarbeitung erzielen lassen.

Bildbearbeitung mit NIK Snapseed

Außerdem zeigt sich bei der RAW-Konvertierung einmal mehr, welche enormen Reserven in den RAW-Dateien stecken. Schauen wir uns dies mal am Beispiel eines völlig unbearbeiteten “Knipsbildes” aus der D5100 an. (Alle Bilder sind wie immer 1000 Pixel breit oder hoch, einfach in einem neuen TAB öffnen)

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Das Bild ist ein “Klassiker”, ein verschneiter Waldweg, so oder ähnlich schon millionenfach fotografiert. Aber das macht das Foto nicht besser, es ist langweilig und hat genau genommen keinerlei Aussage. Doch mit einigen wenigen Klicks in Snapseed lässt es sich geschickt “aufpeppen” und wird damit wenigstens zu einem farbenfrohen “Hingucker”.

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Doch wie kann man winterliche Szenerien so gestalten, dass sie weniger “alltäglich” wirken? Schauen wir uns mal das nächste Bild an? Während wir am Ufer der Stever entlang spaziert sind, fielen mit die schönen Spiegelungen im ruhig dahin fließenden Wasser auf. Sandra hat einige Bilder gemacht und bei der RAW-Konvertierung habe ich dann eines der Bilder etwas beschnitten und um 180° gedreht. Voilá, fertig ist ein ungewöhnliches “Schnee-Wald-Bild”.

Wer ganz genau hinsieht dem fallen sicher die leichten “Wellen” in den Bäumen auf :-)

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Nachdem wir unsere erste “Magic Number” gefunden haben diskutieren wir darüber, wie man ein Portrait so hinbekommt, dass der Hintergrund schön unscharf ist und sich der portraitierte Mensch deutlich von der Umgebung abhebt. Ein echtes Patentrezept gibt es dafür natürlich nicht. Viele herausragende Portraits wurden in der Vergangenheit mit Weitwinkelobjektiven fotografiert. Sie zeigen zumeist Menschen in einer prägenden wichtigen Umgebung. Will man all dies nicht zeigen, so ist meist ein Teleobjektiv sehr gut geeignet.

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Nachdem wir an “Bäumen geübt haben” versuchen wir uns an “Menschen”. Sandra macht ein erstes Bild von mir, das wir danach diskutieren. Mir gefällt es überhaupt nicht…

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Und so muss sie jetzt “Modell stehen”. Ich versuche den Blitz auszuklappen, weil ich ihn als Aufhellblitz benutzen möchte. Aber er lässt sich nicht ausklappen weil gerade wieder eines dieser intelligenten Motivprogramme eingestellt ist. Also versuche ich alles abzuschalten was an dieser Kamera automatisch ist. Trotzdem sind die Bilder irgendwie überbelichtet. Ich wähle Blende 8 und 300mm Brennweite, danach klappt es so halbwegs. Später fällt mir auf, dass die ISO-Automatik noch aktiviert war und die Kamera statt ISO-200 satte ISO-1600 gewählt hat.

In der RAW-Bearbeitung mit Photoshop fällt dies aber nicht wirklich negativ auf. Das Bildrauschen der D5100 ist selbst bei ISO-1600 noch erfreulich gering.

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Hier jetzt eine Schwarz-Weiss-Variante die ich mit Photsohop erstellt habe. Dabei habe ich einen leichten Rotfilter simuliert. Dadurch wirken die Hauttöne relativ hell. Zusätzlich habe ich die Cyan-Anteile des Bildes stark betont, so dass die Augen in der Schwarz-Weiss-Version schön leuchten.

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Als nächstes nun eine Bearbeitung aus Snapseed. Während die Photoshop-Variante sehr “real” wirkt, habe ich hier das Bild partiell belichtet, eine unscharfe Vignette gesetzt und mittels der Funktionen “Grunge” und “Vintage” dem Bild einen altmodischen Touch gegeben. Vergleicht man dieses Bild mit dem ersten “Testbild” auf dem ich wie eine Salzsäule im Wald stehe, so versteht Ihr vielleicht wie ich mir ein schönes Portrait vorstelle, oder?

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Nun ist Sandra an der Reihe, mit den gleichen Einstellungen macht sie einige Fotos von mir. Letztlich aus meiner Sicht keine perfekten Ergebnisse, aber trotzdem um Größenordnungen besser als der erste “Probeschuss” :-)

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Weiter geht es mit “Magic Numbers”. Sieht man sich ein wenig um, so findet man sie einfach überall. Mir fällt auf, dass die Abbildungsqualität des 55-300mm Telezooms beeindruckend gut ist. Dieses Objektiv ist nicht nur preiswert und leicht, es entspricht an der D5100 auch einem 82,5 – 450mm Supertele. Auch an der neuen Nikon D5200 wird dieses Objektiv sehr gute Dienste leisten, da bin ich mir ganz sicher!

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Nach den “Magic Numbers” versuchen wir uns an Fotos mit etwas abstrakter Bildgestaltung. Wir konzentrieren und auf kleine Details und versuchen die Motive die wir am Wegesrand finden durch die Kombination von langer Telebrennweite mit überlegtem Bildausschnitt aus ihrem Kontext herauszuheben.

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Der “Ruhrtyp” ist ein Aufkleber auf der Rückenlehne einer verschneiten Parkbank! Statt die Kamera voll in den Wald zu halten (siehe oben) picken wir uns einen kleinen Zweig mit einigen verwelkten Blättern heraus. Auch wenn dieses Foto viel weniger zeigt als der “Waldweg” weiter oben, so sagt es doch mehr über die Jahreszeit und das Wetter aus.

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Nach den “Magic Numbers” finde ich noch viele “Magic Symbols”. Auch hier kann die Snapseed Software zeigen was in ihr steckt. Aus einem flauen Foto entsteht ein Bild mit kräftigen Kontrasten und extrem vielen Details. Hier habe ich die Funktionen “Details”, “Vignette” und “Grunge” verwendet.

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Nun ein Detail von einem verschneiten Bootsanleger. Das gewählte Motivprogramm “Landschaft” hat bewirkt, dass die Kamera eine kleine Blende und einen hohen ISO-Wert gewählt hat. Es ist einfach alles scharf und langweilig. Kein Problem für Snapseed, mit der Funktion “Tilt” lässt sich nachträglich ein sehr schöner Schärfeverlauf realisieren.

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Zum Abschluss noch vier Aufkleber auf einer Motorhaube. Das Bild habe ich so beschnitten, dass das Citroen-Logo nicht mehr zu sehen ist. Mittels der Funktion “Grunge” habe ich die makellose dunkle Motorhaube nachträglich verschrammt und Schmutz und Flecken ergänzt.

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Fazit

Es ist schon ganz erstaunlich welch gute Bildqualität die Nikon D5100 ermöglicht. Besonders das Nikkor AF-S VR DX 55-300mm ist ein famoses Telezoom für diese Kamera. Die Abbildungsqualität ist großartig, angesichts des moderaten Preises hätte ich dies nicht erwartet. Und die Software Snapseed hat sich einmal mehr als eine ebenso einfaches wie effizientes Werkzeug zur Bildbearbeitung gezeigt.

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Teneriffa 2012 – Das große Video

Tagelang habe ich kopiert, geschoben, geschnitten und vertont. Endlich ist es fertig, mein Video zur Reise nach Teneriffa im Dezember 2012. Unendlich viel Material ist der digitalen Schere zum Opfer gefallen und dennoch hat das Video satte 37:40 Minuten. Es ist also wieder einmal ein ausführliches “Special Interest Video” geworden. Damit ist es nichts für den schnellen Konsum auf dem Handy in der Straßenbahn, ich hoffe ihr könnt Euch entspannt zurücklehnen und die Bilder dieser tollen Insel genießen.

Das Video ist zu wesentlichen Teilen mit der wirklich superguten Panasonic HC-X909 gefilmt. Zwischendurch habe ich immer mal wieder die Nikon D800E verwendet. Schaut mal genau hin, seht Ihr den Unterschied? Bei den Gorillas war der Akku der Panasonic am Ende und daher habe ich diese Sequenz mit der D800E und dem alt ehrwürdigen Nikon AF-D VR 80-400mm Telezoom gefilmt. Das Ding ist ein wenig sperrig, aber schafft man es richtig zu fokussieren, so kann man damit großartige Videosquenzen erstellen.

Die Panasonic HC-X909 gibt es aktuell bei amazon.de bereits für etwa 800,- Euro. Mein Exemplar hat noch 950,- Euro gekostet!

Geschnitten habe ich das Video mit Apple Final-Cut-Pro-X (FCPX). Die Musik habe ich mit Garageband erstellt, da gibt es eine Funktion “Magic-Song”. Damit kann man Vorlagen für Musikstücke für verschiedene Stilrichtungen erzeugen. Man kann zwischen jeweils 5-6 verschiedenen Instrumenten wechseln, dies separat für Melodie, Schlagzeug, Bass, erste Gitarre, zweite Gitarre, Klavier usw. Damit ergeben sich je Stilrichtung etwa 6x6x6x6x6 Variationen für einen Song, schon cool! Und man kann diese Vorlagen dann in Garage-Band oder sogar in Logic-Studio weiter bearbeiten. Das ist es was Apple von Microsoft so deutlich unterscheidet. Diese Software gibt es auf dem Mac kostenlos und sie ist genial. Bei Microsoft hat man traditionell eher die Geschäftsanwender im Fokus, denen würde man so herrlich kreative Software wohl niemals an die Hand geben. Sie würden nur noch im Büro sitzen mit Garageband Musik machen und mit iMovie YouTube-Vidoes schneiden :-)

Damit ihr einen Eindruck von der Arbeit mit FCPX bekommt, habe ich hier ein paar Screenshots für Euch eingebunden. Im ersten Screenshot seht Ihr die komplette Timeline. Oben links sind einige importierte Clips zu sehen. Dort sieht man auch was verwendet wurde und was nicht. Oben rechts der Einstellungsbereich. Hier kann man Bild und Ton sehr weitreichend beeinflussen. Unten rechts sind die Übergänge zu sehen. Diese zieht man einfach per Drag & Drop zwischen zwei Clips und schon hat man einen Übergang. Anschließend kann man weitere Parameter einstellen.

Videoschnitt mit Apple Final Cut Pro X

Hier sehen wir jetzt oben rechts den Einstellbereich für die Farben. Ich habe fast nichts korrigiert weil die Kameras es meistens richtig machen. Aber wenn man doch einmal etwas korrigiert, dann kann man diese Einstellungen sehr einfach auf andere Clips übertragen, so dass sich ein homogenes Gesamtbild ergibt. Unten rechts sind die Optionen für den “Look” einzelner Clips zu sehen. Auch diese zieht man einfach per Drag & Drop auf den gewünschten Clip.

Videoschnitt mit Apple Final Cut Pro X

Zu guten Schluss noch der Präzisionseditor für den Video-Schnitt. Hier kann man wirklich sehr präzise auf der Ebene einzelner Bilder arbeiten. Rechts seht ihr den Bereich für die Titel-Vorlagen. Diese zieht man einfach dahin wo der Titel erscheinen soll. Man kann sie zwischen den Clips oder oberhalb der Clips einrasten. Sind sie oberhalb, so werden sie in den Clip eingeblendet. Durch Ziehen an den Enden und Schieben kann man Dauer und Position des Titels sehr einfach ändern. In der Vorschau macht man einen Doppelklick auf den Titel und kann dann dort den Text ändern. Zusätzlich hat jeder Titel einen Einstellbereich, dort kann man die Texte und weitere Einstellungen bearbeiten.

Videoschnitt mit Apple Final Cut Pro X

Über Verbesserungsvorschläge und konstruktive Kritik freue ich mich wie immer sehr. Ich wünsche Euch einen guten Start ins Jahr 2013, gutes Licht und viele schöne neue Filme :-)


Fotografieren mit dem Hasselblad Flexbody II

Im ersten Teil dieses Artikels habe Euch vorgestellt wie man mit dem Hasselblad Flexbody fotografiert. Heute will ich ein paar Beispielbilder nachliefern. Die Arbeit mit dem Flexbody ist nicht einfach und es gibt vieles zu beachten damit die Bilder wirklich gelingen. Beim Einstecken und Herausziehen des Edelstahlschiebers sollte man sich schützend vor die Kamera stellen und dieses so gut diese wie möglich gegen das Sonnenlicht abschirmen. Ansonsten kann es passieren, dass man mit dem Edelstahlschieber die Lichtrichtung etwas beiseite drückt und dadurch fieses Streulicth auf den Film fallen kann.

Außerdem ist beim Einsatz von Weitwinkelobjektiven (< 50mm) ein Polfilter mit Vorsicht zu genießen, denn dieser dunkelt die Bildecken ab. Zwischen den Bildern heißt es auch immer wieder, den Edelstahlschieber einzustecken und den Film zu transportieren. Vergisst man den Transport des Films, so hat man später unerwünschte Doppelbelichtungen.

Hier habe ich ein Stück Filmstreifen für Euch auf dem alle Fehler zu sehen sind die man bei der Arbeit mit dem Flexbody machen kann…

Stenzelberg mit Hasselblad Flexbody & Fuji Velvia 50

Hat man sich nicht gemerkt ob man den Film weiter transportiert hatte und dreht in “sicherheitshalber” ein Bild weiter, so hat man schnell ein 36cm² großes Stück wertvolles Zelluloid verschenkt. Wirklich unschön sind auch Teilpolarisationen beim Einsatz eines Polfilters. Hier sollte man de Filter entweder nicht ganz schließen oder alternativ auf einen einfachen Graufverlaufsfilter zurückgreifen.

Stenzelberg mit Hasselblad Flexbody & Fuji Velvia 50

Hier nun einige Scans die ich mit “etwas Liebe”, dem entsprechenden Filmhalter und einem EPSON Perfection Photo V700 erstellt habe. Als Scan-Software habe ich VueScan benutzt. Die Bilder habe ich von VueScan aus im DNG-Format gespeichert und dann mit Adobe Photoshop CS 5.1 nachbearbeitet und auf 1000 Pixel Seitenlänge verkleinert. Die Bilder zeigen irre viele Details und mit besseren Scanner wie beispielsweise einem Nikon Coolscan 9000 würde man noch deutlich mehr Feinheiten herausarbeiten können.

Stenzelberg mit Hasselblad Flexbody & Fuji Velvia 50

Aber bereits bei diesem Bild kann man angesichts der feinen Äste im oberen Bildbereich erahnen was ein Stück Fuji Velvia 50 im Jahr 2012 noch zu leisten vermag. Aber es ist nicht der Film allein! Vergleicht man diese Bilder mit den Ergebnissen aus der etwa 50 Jahre alten Zeiss Ikonta meines letzten Artikels so fällt auf, dass diese Bilder ungleich kontrastreicher und schärfer sind. Dies ist allerdings auch der Tatsache geschuldet, dass ich die Bilder mit Zeiss Ikonta bei fiesem Mittagslicht ohne Streulichtblende und ohne Stativ bei fast geöffneter Blende machen musste. Gibt man sich ein wenig mehr Mühe und achtet auf das perfekte Licht, so läßt sich auch mit der alten Zeiss Ikonta deutlich mehr erreichen.

Stenzelberg mit Hasselblad Flexbody & Fuji Velvia 50

Hier sieht man jetzt einen weiten Blick über das Siebengebirge in Richtung Bonn. Im Vordergrund kann man sehr schön die zerklüftete Landschaft erkennen in der über viele hundert Jahre hinweg die Steine für den Bau des Kölner Doms und anderer Bauwerke abgetragen wurden.

Stenzelberg mit Hasselblad Flexbody & Fuji Velvia 50

Die der Natur von Menschenhand hinzugefügten ”Narben” sind allerdings aus rein fotografischer Sicht durchaus reizvoll. Zum perfekten Bild fehlt nur noch etwas Bodennebel und ein Einhorn am Ende der Schlucht :-)

Stenzelberg mit Hasselblad Flexbody & Fuji Velvia 50

Hier jetzt Bild auf den Drachenfels mit der Ruine der Drachenburg. Dieses Bild ist mit einer “normalen” Hasselblad 500 C/W und einem 110mm “Normalobjektiv” gemacht. Die Kamera stand auf einem Stativ und ich habe die Spiegelvorauslösung verwendet. Das Ergebnis kann sich sehen lassen,

Stenzelberg mit Hasselblad Flexbody & Fuji Velvia 50

Unabhängig v0n der verwendeten Kamera neigt dieses Filmmagazin aber immer wieder zu unschönem Lichteinfall, wie im folgenden Bild zu sehen. Zwar ist der Lichtstrahl nur ganz leicht zu sehen, aber ein “ernst gemeintes” Foto wäre damit trotzdem unbrauchbar. Außerdem ist das Dia leicht überbelichtet, was zu den unschönen blassen Farben geführt hat. Sicher könnte man hier noch einiges ”retten”, aber ich will Euch ja zeigen wie schmal der Grad zwischen der korrekten und falschen Belichtung bei einem Diafilm ist.

Stenzelberg mit Hasselblad Flexbody & Fuji Velvia 50

Ein guter Trick um zu einem korrekt belichteten Dia zu kommen ist übrigens ein Testbild mit einer Nikon D800E bei ISO-50. Es klingt paradox und ist auch nicht ganz ernst gemeint, aber gelegentlich ist die D800E sogar als Belichtungsmesser sehr gut zu gebrauchen. Vielleicht ist sie damit der teuerste Belichtungsmesser der Welt, wer weiss das schon…

In den kommen Wochen erwarten Euch Fotos und Videos der wunderbaren Kanareninsel Teneriffa. Dort kann die D800E endlich zeigen was in ihr steckt  und dass sie mehr ist als nur ein Belichtungsmesser für kranke Freaks die im Jahr 2012 noch mit einem Hasselblad Flexbody im Siebengebirge umherirren :-)


Places – Burg Rheinfels bei St. Goar

Heute habe ich ein Video für Euch, dass ich am letzten Wochenende mit meiner Panasonic HC-X909 auf der Ruine der Burg Rheinfels bei St. Goar aufgenommen habe. Dieser Ort ist wirklich ganz zauberhaft und wer ihn nicht kennt und auf der Suche nach schönen Fotomotiven ist, dem kann ich diesen Teil des Rheins nur wärmstens empfehlen! Auf der anderen Rheinseite bietet der Lorelei-Felsen ebenfalls eine tolle Aussicht in das Rheintal. Die kleinen Orte rund um die Burg Rheinfels sind ebenfalls sehr sehenswert. Es gibt viele alte Fachwerkhäuser, urige Kneipen und gemütliche Weinstuben.

Dieses kleine Video war ein Testlauf für die nächste Reise. Ich wollte im wesentlichen ausprobieren wie gut sich Aufnahmen aus der freien Hand unter Verwendung des Bildstabilisators machen. Und ich muss sagen, es sieht gar nicht schlecht aus. Aber wirklich gut eben auch nicht! Ein gutes Stativ ist einfach nicht zu ersetzen. Außerdem stellt das Filmformat einen “normalen” Windows-PC mit MAGIX Video Deluxe MX vor eine enorme Herausforderung. Besonders die hohe Bildwiederholfrequenz von 50 Bildern/Sekunde in voller HD-Auflösung steckt ein einfacher halbwegs moderner PC nicht weg. Der Schnitt dieses Videos war mit MAGIX Video Deluxe MX daher schlicht unmöglich. Das Programm konnte einige wenige Sekunden in der Vorschau abspielen und blieb dann immer wieder hängen.

Die MTS-Dateien habe ich schließlich auf mein 17″ MacBook Pro mit INTEL i7 Prozessor und schneller SSD übertragen. Der Versuch diese “Roh-Dateien” dann mit Final Cut Pro X (FCPX) zu importieren schlug sofort fehl. FCPX kann mit diesem Filmformat nichts anfangen. Also habe ich mir das kostenlose Tool “MediaConverter” installiert und ein Plug-In für HD-Videos nachinstalliert. Damit ließen sich die MTS-Dateien verlustfrei in das Quick-Time-Format neu “verpacken”. FCPX konnte dieses dann importieren, ist aber bei der Arbeit mit diesen Dateien immer wieder abgestürzt.

Also habe ich alle Video-Schnipsel erneut von der Speicherkarte aus der Panasonic HC-X909 direkt in FCPX importiert. Das hat sehr gut geklappt aber auch extrem lange gedauert. Der Hauptgrund ist hier in der Erstellung der Proxy-Medien zu suchen. Diese Medien brauchen außerdem viel Festplattenplatz, aber die Vorschau und der Schnitt laufen danach ganz flüssig. Der Export des fertigen Videos das keine 6 Minuten läuft, hat schließlich auf einem MacBook Pro mit 8-Prozessorkernen (Intel i7) etwa drei Stunden benötigt. Die fertige Videodatei ist knapp 900MB groß, der Upload nach YouTube hat bei mit einer 32 MBit/s (512 KBit/s Upstream)  nochmals etwa drei Stunden benötigt. Alles in allem stecken in diesem Video etwa 6 Stunden Rechen- und Übertragungszeit sowie nochmals etwa 6 Stunden für das Kopieren, Konvertieren, Sichten und Schneiden!

Damit Ihr einen Eindruck davon bekommt wie der Videoschnitt mit FCPX auf dem Mac aussieht, habe ich hier einen Screenshot für Euch. Einfach in einem neuen Reiter öffnen um ihn in der vollen Auflösung zu sehen.

Ein Screenshot vom Video-Schnitt mit Final Cut Pro X


Windows 8 – Treiberinstallation für ATI Radeon X1400

Seit dem 26. Oktober ist Windows 8 offiziell in Deutschland verfügbar. Und seit diesem Tag wächst die Zahl der frustrierten Anwender die versuchen dieses neue vielversprechende Betriebssystem auf ihren älteren Computersystemen zu installieren. Ist die Hardware halbwegs aktuell so funktioniert in der Regel alles wie von Geisterhand. Alle Gerätetreiber werden automatisch gefunden und nach einer relativ kurzen Installationsprozedur kann man sich am neuen flotteren Betriebssystem erfreuen. Soweit die Theorie!

Was nur wenn nicht gleich alles funktioniert und was nur wenn im heimischen Computer beispielsweise eine ATI Radeon X1400 Grafikkarte eingebaut ist? Diese und viele sehr ähnliche Komponenten sind jetzt 5 Jahre alt und werden von ATI nicht mehr unterstützt. Selbst Treiber für Windows 7 gibt es dafür meist nicht mehr.

Mir ging es mit meinem 5 Jahre alten DELL INSPIRON 9400 ganz genau so!

Dieses Notebook hat im Jahr 2007 weit über 2.000 Euro gekostet. Die Hardware ist wirklich hochwertig, das Diplay großartig und auf der Tastatur schreibt es sich ganz einmalig gut! Der eingebaute Intel Dual-Core T7200 ist mit 2 GHz auch nach 5 Jahren für normale Büro- und Multimedia-Anwendungen schnell genug. Und auch das Surfen im Web klappt damit problemlos. Eigentlich wäre er sogar sehr gut für die Entwicklung kleiner feiner APPs für das neue Windows 8 geeignet. Aber dafür sollte eben die Grafikkarte korrekt funktionieren!

Hier habe ich ein Video in dem ich die Umrüstung dieses Notebooks auf mehr Speicher und eine Samsung 256GB SSD gezeigt habe. Nach der Umrüstung habe ich Windows 7 installiert. Bereits damals gab es Probleme mit dem Treiber für die Grafikkarte. Damals habe ich in einem BLOG ein RAR-Archiv gefunden in dem die “aufgemotzten” Treiber für Windows 7 verpackt waren. Damit hat es damals problemlos geklappt. Leider habe ich versäumt diese Archivdatei zu sichern bevor ich mit der Installation von Windows 8 auf diesem Rechner begonnen habe. Und trotz mehrstündiger Suche habe ich diesen Treiber auch weder daheim noch im Web gefunden.

Aber jetzt erst einmal das Video zu unserem Testkandidaten.

Für die Installation von Windows 8 auf diesem Notebook bin ich wie bereits in diesem Artikel beschrieben vorgegangen. Bei http://windowsupgradeoffer.com habe ich mein Notebook registriert und dann einen Aktionsschlüssel per E-Mail geschickt bekommen. Diesen Key habe ich mir auf einem Blatt Papier notiert. Danach habe ich Windows 8 im neuen Microsoft Online-Shop für 14,99 Euro unter Verwendung dieses Schlüssels gekauft und eine 2GB große Installationsdatei heruntergeladen und als ISO-Iamge gespeichert. Daraus habe ich mit dem Freeware-Programm ImgBurn eine startfähige  DVD erstellt. Den Lizenzschlüssel aus einer zweiten E-Mail habe ich mir auch notiert. Diesen braucht man während der Installation und man kann ihn ggfs. nicht via Copy & Paste einfügen.

Nach dem Reboot drückt man F12 und startet das Notebook von der eingelegten frisch gebrannten Setup-DVD. Bei dem einen oder anderen Rechner kann es auch Esc, F2 oder etwas anderes sein. Einfach mal ausprobieren oder in die Bedienungsanleitung schauen. Vielleicht muss auch in den BIOS Einstellungen der Start von einer DVD eingeschaltet werden! Ach ja, ich habe die zweite Festplatte die ich wie im Video gezeigt eingebaut habe gegen den ursprünglichen DVD-Player getauscht!

Die Installation läuft innerhalb von etwa 30 Minuten durch. Und anders als bei meinem ersten “Versuchskaninchen” hatte ich diesmal kein Windows 7N sondern ein “richtiges” Windows 7 Home Premium MIT Microsoft Media Player. Daher hat nach der Installation von Windows 8 auch alles wie gewünscht auf Anhieb funktioniert. Welches Windows man bekommt hängt also zum Teil davon ab welches man bereits hat!

Nun kommt der schwierige Teil, die Installation des Treibers für die Grafikkarte.

  1. ATI Legacy Treiber für Windows Vista 64-Bit herunterladen
  2. Für das DELL Inspiron 9400 braucht man Catalyst 8.10 vom 15.10.2008
  3. ATI MobilityModder Version 1.1.1 herunterladen http://en.softonic.com/s/mobility-modder-1.1.1
  4. ATI Legacy Treiber “auspacken” und nach C:\ATI installieren
  5. Diese Treiber mit dem MobilityModder modifizieren, damit der Windows 8 Gerätemanager sie erkennt
  6. Die modifizierten ATI Legacy Treiber aus dem Verzeichnis C:\ATI erneut installieren
  7. Den Computer neu starten und die Daumen drücken…

In Bildern sieht das etwa so aus…

1. Legacy Treiber installieren

2. Mobility Modder starten, das oben gezeigte Verzeichnis auswählen, auf Modify klicken – warten – fertig

3. Das ATI-Setup erneut starten (Der Start mit der Berechtigung eines Administrator kann hilfreich sein -> Shift + rechte Maustaste)

4. Die modifizierten Treiber installieren

5. Die Treiber sollten jetzt vom Windows 8 erkannt und installiert werden. Nach einem Neustart sollte die native Auflösung der Grafikkarte genutzt werden.

Troubleshooting

Wenn die erneute Installation nicht auf Anhieb klappt und die Grafikkarte nicht gefunden wird, hilft oft die Aktualisierung der Treiber über den Windows 8 Gerätemanager. Das sieht etwa so aus.

Wurde der Treiber korrekt gefunden, dann sollte es in der Geräteliste etwa so aussehen wie in diesem Screenshot.

Diese Anleitung funktioniert übrigens nicht nur für die ATI X1400, es werden auch viele andere ATI Grafikkarten unterstützt.

ATI Radeon™ HD4670 series
ATI Radeon™ HD4600 series
ATI Radeon™ HD 4800 series
ATI Radeon™ X1300 series
ATI Radeon™ HD 3800 series
ATI Radeon™ X1050 series
ATI Radeon™ HD 3600 series
ATI Radeon™ X850 series
ATI Radeon™ HD 3400 series
ATI Radeon™ X800 series
ATI Radeon™ HD 2900 series
ATI Radeon™ X700 series
ATI Radeon™ HD 2600 series
ATI Radeon™ X600 series
ATI Radeon™ HD 2400 series
ATI Radeon™ X550 series
ATI Radeon™ X1950 series
ATI Radeon™ X300 series
ATI Radeon™ X1900 series
ATI Radeon™ 9800 series
ATI Radeon™ X1800 series
ATI Radeon™ 9700 series
ATI Radeon™ X1650 series
ATI Radeon™ 9600 series
ATI Radeon™ X1600 series
ATI Radeon™ 9550 series
ATI Radeon™ X1550 series
ATI Radeon™ 9500 series

Fazit

Mein neues Windows 8 Experiment hat wieder Spaß gemacht, aber auch viel Zeit verschlungen. Die gesamte Installation hat inkl. Registrierung, Download, DVD-brennen usw. etwa 2 Stunden benötigt. Die Suche nach einem funktionierenden Treiber für die schwachbrüstige stromsparende Notebook-Grafikkarte hingegen etwa 6 Stunden! Mit der Unterstützung durch diesen Artikel klappt es bei Euch hoffentlich etwas schneller :-)

Fragen und Anmerkungen sind jederzeit ganz herzlich willkommen, benutzt einfach die Kommentarfunktion.


Windows 8N – Media Player nachträglich installieren

In einem meiner letzten Artikel habe ich für Euch beschrieben wie Ihr sehr preiswert von Windows XP, Windows Vista oder Windows 7 auf das neue Windows 8N Professional umsteigen könnt. Leider musste ich nach diesem Umstieg feststellen, dass die Mehrzahl der neuen Apps die eigentlich für das neue Microsoft Surface gedacht sind nicht funktionieren weil in meiner Version von Windows 8 der Microsoft Media Player fehlt. Normalerweise sollte das kein Problem sein, wer braucht den schon wo es doch so viele gute Alternativen gibt. Aber weit gefehlt, ohne den Media Player geht unter Windows 8 fast gar nichts oder besser gesagt, ohne das was er an Softwarekomponenten “mitbringt”.

Versucht man beispielsweise einen Windows Leistungsindex zu ermitteln, so bekommt man diese Fehlermeldung zu sehen:

Windows8-Multimedia-Unterstützung-fehlt

Über die Ursache kann ich nur spekulieren, aber auch vermute, dass es mit fehlenden Direct-X Komponenten zusammen hängt. Der Versuch auf dem “normalen” Weg über die Windows 8 Produktseite die Windows Media-Komponenten nachträglich zu installieren schlug auch immer wieder mit dieser Meldung fehl.

Eigenständiges Windows Update-Installationsprogramm

Die Windows Live-Essentials ließen sich problemlos installieren und auch das sehr brauchbare E-Mailprogramm funktioniert auf Anhieb. Aber bereits die Fotogalerie der Live Essentials liefert diese Fehlermeldung:

WLXPhotoLibraryMain

So ist doch letztlich der Media Player ein integraler Bestandteil des Betriebssystems ohne den eigentlich nichts geht. Bei meinen verschiedenen Versuchen ihn zum Laufen zu bringen, ist dann mein wunderbares neues Windows 8N Professional gleich mehrfach komplett zusammen gebrochen. Nach dem Neustart sieht das dann so aus:

Windows8-Crash

Meine “Rettung” war dann letztlich ein kurzes Gespräch mit einem Arbeitskollegen (Danke Clemens!). Für die Windows 8N braucht man eine spezielles Media Feature Pack. Dieses findet Ihr hier und so sieht das dann aus:

;

Media Feature Pack für die N- und KN-Versionen - Download

Der Download ist mit knapp 80MB überraschend klein. Und bei diesem Anlauf funktioniert das Installationsprogramm dann sogar wie erhofft…

Media Feature Pack für die N- und KN-Versionen

Media Feature Pack für die N- und KN-Versionen - Setup

Media Feature Pack für die N- und KN-Versionen - Setup completed

Nach dem Neustart ist dann der Windows Media Player verfügbar – Endlich!!!

MediaPlayer-Ready

Nun lässt sich auch der Windows Leistungsindex ermitteln. Er fällt mit 4,9 auf den ersten Blick nicht sehr hoch aus. Aber man muss auch sehen, dass ich dieser “Test-PC” ein inzwischen 3 Jahre alter ACER Aspire X1700 ist den es mal im MediaMarkt samt Monitor und Zubehör für etwa 800 Euro gab! Schaut man sich die Prozessorleistung an, so ist er mit Faktor 7,1 gar nicht so verkehrt. Die primäre Festplatte könnte etwas schneller sein, aber auch hier wäre ein einfaches Update möglich. Via amazon.de kann man einen speziellen Einbaurahmen beziehen. Dieser hat das Format einer normalen 3,5″ Festplatte kann aber zwei Notebook Festplatten im Format 2,5″ aufnehmen. Hier könnte man also eine relativ preiswerte 128GB große pfeilschnelle SSD einbauen und ihr eine preiswerte 1000GB große Notebook-Festplatte beiseite stellen. Damit hätte man mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Dieses kleine “RAID” wäre irre schnell und hätte trotzdem ausreichend viel Speicherplatz und würde nebenbei weniger Strom verbrauchen und damit auch weniger Hitze erzeugen.

Leistungsinformationen

Nach der erfolgreichen Installation des Microsoft Media Players musste ich dann aber feststellen, dass alle schönen neuen “Apps” plötzlich nicht mehr funktionierten. In meiner Freeware Erweiterung “Classic Shell” sah das dann so aus. Um zu testen woran es liegt habe ich Skype und Tuba.FM mal neu installiert und mit Microsoft Visual Studio 2012 eine kleine WinRT App erstellt. Alles lief prima, sogar Skype funktioniert jetzt!! Aber weder die BING Maps noch die BING Wetter-App funktionierten noch. Warum, das wissen sicher nur die Microsoft Götter…

Windows8-Apps-Confused

Da hilft nur eines, weg mit dem ganzen Schrott. Frisch gesäubert sieht das dann etwa so aus…

Windows-8-Cleanup

Im Microsoft App-Store findet man inzwischen die ersten brauchbaren neuen Apps. Die Installation ist einfach und zumeist sogar völlig kostenlos. Nach etwa 15 Minuten kann der neue Desktop dann etwas so aussehen. Die kleinen quadratischen Kacheln sind “echte Anwendungen” die nachdem Start so aussehen wie man sie von Windows 7 bereits kennt.

Windows-8-Ready

Im Menü von “Classic Shell” liest sich das dann etwa so.

Classic-Shell-WinRT-Programs

Mein Fazit

Wenn man nicht weiß was einen erwartet, so sind die paar gesparten Euros die langwierige Fummelei nicht wert. Für 29,99 Euro bekommt man derzeit eine vollständige (Upgrade-) Version von Windows 8 Professional. Hier ist der Microsoft Media Player enthalten und man kann sich mit dieser Version viel Kopfzerbrechen ersparen.

Ich habe es mir nicht erspart und das ist auch gut so. Mir geht es gar nicht um die paar gesparten Euros, aber ich habe wieder viel dazu gelernt und dieser neuerliche “Selbstversuch” hat mir jetzt den Stoff für diesen Artikel geliefert. Und alle die in die gleiche Falle treten wie ich sind jetzt vielleicht froh, dass sie hier nachlesen können was zu tun ist.

Wem dieser Artikel geholfen hat, der möge mir doch bitte einen kurzen Kommentar hinterlassen :-


Windows 8 – Umsteigen von Windows 7

Seit einigen Tagen lieferbar und bereits mehrere Millionen Downloads, so hat man sich bei Microsoft den Start von Windows 8 gewünscht. Doch nach der Euphorie stellt sich bei vielen Nutzern zumindest “Verwunderung” ein. Grundsätzlich läuft das neue Windows schnell und stabil, aber lieb gewonnene aus den Zeiten von Windows 7 fehlen vielerorts. Der “Spitzenreiter” auf der Liste der “Fehlenden Features” ist das Startmenü von Windows 7. Seit Windows 95 hat es alle tapferen Windows-Nutzer begleitet und jetzt soll es weg sein, für immer? Für die Bedienung mit den Fingern ist es nicht vollkommen und geeignet aber wird Windows 8 auf einem Desktop PC mit einer Maus oder einem Touchpad, so ist das gute alte Startmenü auch im Jahr 2012 noch ganz praktisch.

Die gute Nachricht, es gibt ein kleines kostenloses Programm mit dem schönen Namen “Classic Shell”. Nach einer kurzen Google-Suche findet man dieses Programm beispielsweise beim Heise-Verlag oder bei der Online-Präsenz der Chip.

Download und Installation sind verblüffend einfach, es braucht nicht einmal einen Neustart und schon hat man auch unter Windows 7 ein Startmenü wie man es von Windows 7 gewohnt ist.

Nach dem Download startet das Installationsprogramm.

Nach der Installation wird noch die gewünschte Sprache gewählt und schon kann man die vielfältigen Optionen ausprobieren.

Als nächstes geht es an die Installation der “lieb gewonnenen” und gekauften Programme. Sehr praktisch ist es hier, dass beispielsweise der Hersteller MAGIX auf der Basis eines Kundenkontos den Download der gekauften Software jederzeit möglich macht. Natürlich gibt es auch die passenden Lizenzschlüssel dazu.

In der Windows 8 Systemsteuerung findet man das Panel Standardprogramme festlegen. Hier kann man sehr einfach sein Windows so einrichten wie man es mag. Wer keinen Wert auf APPs legt die für die Bedienung mit den Fingern gedacht sind, der kann hier kostenlose Tools wie den VLC-MediaPlayer und vieles mehr so verknüpfen, dass bei einem Doppelklick im Windows-Explorer (jawohl, den gibt es noch) das Programm startet, das man gewohnt ist.

Mein Fazit

Man sollte dem neuen Windows eine Chance geben. Aktuell ist es via Upgrade-Offer deutlich unter 20 Euro erhältlich, sofern man bereits ein korrekt lizenziertes Windows XP, Windows Vista oder Windows 7 hat. Es läuft schnell und stabil und mit ein wenig “Nacharbeit” lässt es sich so konfigurieren, dass man kaum einen Unterschied zum lieb gewonnenen Windows 7 bemerken wird.


Windows 7 – Preiswert zu Windows 8 wechseln

Seit dem 26. Oktober 2012 ist Windows 8 offiziell verfügbar. Am 14. Oktober habe ich im Microsoft Online Store ein Windows 7N für 119,- Euro gekauft. Das war nur wenige Tage vor der offiziellen Vorstellung von Windows 8. Der Rechner auf dem ich dieses Windows 7 installiert habe, war bereits mit Windows Vista bestückt. Leider hatte die Festplatte einen Defekt und die mitgelieferte Vista-DVD war nach drei Jahren irgendwie verschollen. Ein wenig geschluckt habe ich beim Kaufpreis von 119,- Euro ja schon, aber dann war dort zu lesen, dass ich einige Tage später kostenlos auf Windows 8 updaten kann. Das war am 14. Oktober das für mich ausschlaggebende Argument.

Am letzten Wochenende habe ich dann versucht dieses kostenlose Update durchzuführen, aber wie? Nach fast einer Stunde mit Google-Suche und der Lektüre diverser Webseiten war ich immer noch nicht schlauer. Zwar bietet Microsoft das neue Windows 8 derzeit für 29,99 Euro durchaus preiswert an, aber es sollte doch eigentlich kostenlos sein??

Schließlich bin ich bei der Microsoft Webseite http://windowsupgradeoffer.com gelandet. Hier kann man sich als Besitzer einer gültigen Windows Vista oder Windows 7 Lizenz registrieren und bekommt dann einen Aktionscode per E-Mail zugesendet.

Verwendet man diesen Aktionscode, so kann man das neue Windows 8 für ganze 14,99 Euro beziehen. Damit ist es nicht teurer als das Upgrade auf OS-X Lion das Apple Anfang 2012 zum gleichen Preis angeboten hat.

Hat man den Aktionscode, so ruft man den Windows 8 Upgrade-Assistenten auf. Nach einer Windows-Echtheitsprüfung geht es weiter mit der Prüfung der Installationsvoraussetzungen des Computers. Dies sollte man geschickter Weise schon mal durchführen bevor man sich den Upgrade-Code bestellt. Auf meinem schon etwas älteren ACER Aspire X1700 hat dieses Programm bemängelt, dass aufgrund einer falschen BIOS-Einstellung nur 3GB statt der verfügbaren 4GB genutzt werden können. Nach einer kurzen Recherche im Internet war schnell klar was zu tun ist. Den Computer kurz neu starten, die DEL-Taste drücken und in den BIOS-Einstellungen die erforderliche Option einschalten. Nach dem Neustart hat das frisch installierte Windows 7 sofort die verfügbaren 4 GB komplett erkannt. Bei einer erneuten Prüfung der Voraussetzungen findet der Upgrade-Assistent dann auch keine weiteren schwerwiegenden Probleme mehr. Lediglich die gesamte Software würde ich neu installieren müssen. Aber das sollte keine Problem darstellen, also los…

Über den Upgrade-Assistenten stößt man den Kauf von Windows 8 an. Man darf sich nicht dran stören, dass man dies zunächst zum “offiziellen” Kaufpreis tut. Später kann man in diesem Assistenten den Aktionscode aus der Upgrade-Offer eingeben und bekommt das neue Windows 8 danach tatsächlich zum Preis von 14,99 Euro. Aber vor die Installation haben die Götter den Download gesetzt und der ist satte 2 GB groß. Nach etwas mehr als einer Stunde hat meine 32 MBit Leitung diesen 2 GB großen Download schließlich verarbeitet. Nachdem mit dem kostenlosen Tool ImgBurn eine Installations-DVD gebrannt ist, kann die Installation endlich gestartet werden.

Im Rahmen der Installation muss man ein Konto für Windows Live angeben oder neu einrichten. Wie schon bei “Windows Phone 7″ ist Microsofts Internet-Angebot “Live” nun integraler Bestandteil von Windows 8. Wem das nicht passt und wer das nicht will, der hat wenig Alternativen. Entweder bleibt er bei Windows 7 oder er wechselt auf einen Mac oder in die Linux Welt. Allerdings ist beim Wechsel zu einem Mac ebenfalls eine Registrierung usw. erforderlich. Lediglich in der Gemeinde der Linux-Freunde herrscht weiterhin die ungebremste Anarchie :-)

Hier einige Szenen aus dem “Drehbuch” der Windows 8 Installation…

Nach etwa 30 Minuten und mehreren Neustarts ist die Windows 8 Installation dann bereit für die erste Nutzung. Ähnlich wie Apple hat Microsoft mit Windows 8 nun auch einen App-Store eingeführt. Dieser Store ist aber derzeit wirklich mager bestückt. Sinnvolle brauchbare Software findet man dort nur sehr wenig. Alles was man an “ernsthafter” Software braucht wird man vorerst noch direkt bei den jeweiligen Herstellern kaufen müssen. Ich versuche mich mal an der ersten kleinen kostenlosen App der fotocommunity. Diese App habe ich schon vor einigen Wochen auf einem Windows 8 Testrechner ausprobieren können und da hat sie sehr gut funktioniert.

Die Installation klappt ohne weiteres Zutun. Leider muss ich dann feststellen, dass sich das Programm nicht wirklich starten lässt. Es zeigt lediglich eine graue Fläche und den Schriftzug “fotocommunity” an – mehr nicht!! Ok, versuchen wir uns mal mit Skype, dieser Dienst gehört ja nach der Übernahme vor einigen Monaten nun auch zu Microsoft. Hier ist es das Gleiche, die Installation klappt prima, aber die Anwendung macht nichts. Sie startet, zeigt kurz einen freundlichen hellblauen Bildschirm und beendet sich gleich wieder.

Ich versuche mal eine MP3 Datei abzuspielen, leider wieder Fehlanzeige. Es gibt keinen MediaPlayer mehr! Dieser darf wegen eines Gerichtsbeschlusses nicht mehr standardmäßig mitgeliefert werden. Statt dessen muss man ihn separat nachträglich installieren. Ich versuche als nächstes eine DVD anzuschauen, auch das geht nicht mehr. Ok, dann schauen wir mal ob wir via Media-Center in die ZDF Mediathek schauen können, aber das geht leider auch nicht. Es fehlen irgendwelche Media-Extensions.

Wenn also das alles schon nicht geht, dann versuchen wir mal den VLC Mediaplayer zu installieren. Und siehe da, das klappt ganz vorzüglich, er spielt alles ab von der DVD bis zum MP3 und vielen leicht esoterischen Audio-Formaten. Dabei sieht alles aus wie es schon bei Windows 7 ausgesehen hat, nur sind die Rahmen der Fenster nicht mehr transparent. Überhaupt ist alles nun flach, eckig und hat nur selten mal einen Farbverlauf. Der Grund ist klar, dieses Windows ist dafür gemacht auf leistungsschwachen Tablet-PCs schnell zu funktionieren. Unabhängig von der Auflösung der Displays muss alles schnell und einfach skaliert werden können, denn dieses Windows 8 muss auf unterschiedlichster Hardware funktionieren. Apple hat es diesbezüglich wesentlich leichter. Es gibt einige wenige iPad und iPhone Versionen, das war es dann auch schon. Bei Apple hat man die gesamte Hardware unter eigener Kontrolle während Microsoft mit Windows 8 wieder einmal einen regelrechten “Hardware-Zoo” bedienen muss.

Da Vorbereitung, Upgradeoffer, Download, DVD-Brennen, Installation und die ersten Gehversuche alles in allem runde acht Stunden verschlungen haben, beschließe ich mitten in der Nacht um 2h15 meine ersten Gehversuche mit dem neuen Windows 8 abzubrechen.

Übrig bleib zunächst ein schaler Geschmack. Statt eines neuen Knaller-Betriebssystems funktioniert vieles was man gewohnt ist nicht mehr auf Anhieb. Statt des gewohnten Start-Menüs gibt es nur noch einen Screen mit vielen bunten Rechtecken. Die kann man zwar mit der Maus hin und her scrollen, aber so richtig schön ist das nicht. Das sehr gute Mail-Programm von Windows 7 ist nun einer Variante gewichen die man zwar auf dem Tablet schön mit den Fingern bedienen kann, das aber auf einem “erwachsenen” Desktop-PC wie eine Anfänger-Software wirkt.

Insgesamt läuft das neue Windows 8 schnell und flüssig. Viele Fenster öffnen sich mit lustigen kleinen Animationen, aber wenn man “vertraute Software” startet sieht alles wieder aus wie bei Windows 7.

Mein erstes Fazit ist daher:

Wer ein stabiles Windows für einen Desktop PC sucht, der ist noch immer sehr gut mit Windows 7 bedient. Das neue Windows 8 erscheint auf den ersten Blick etwas flüssiger und schneller, aber ob es Anwendungen wie Photoshop CS6 beschleunigen kann, das bleibt abzuwarten. Somit ist Windows 8 das was es ist, das Betriebssystem für Microsofts ersten Tablet-PC.

Neben alledem ist es frustrierend, dass ich 12 Tage bevor das Windows 8 auf den Markt kam für das Windows 7 noch 119 Euro bezahlt habe und das Windows 8 dennoch nicht kostenlos beziehen konnte. Hätte ich 12 Tage lang gewartet, so hätte ein altes halb defektes Windows Vista als Installations-Voraussetzung für die “Upgrade-Offer” ebenso gut funktioniert. Eine Preispolitik die nicht so einfach zu verstehen ist…


Snapseed – Fotos einfach und effizient bearbeiten

Viele Amateure scheuen noch immer davor zurück ihre Kamera im RAW-Modus zu verwenden. Die möglicherweise langwierige RAW-Konvertierung scheint hier zu schrecken. Aber das muss gar nicht sein. Es gibt da beispielsweise eine Software mit dem schönen Namen “Snapseed” die eigentlich für die Nutzung auf dem Smartphone entwickelt wurde. Vor diesem Hintergrund war die möglichst einfache Nutzung bei der Entwicklung sehr wichtig. Diese Software möchte ich Euch hier heute kurz vorstellen und zeigen, dass es nicht immer große teure Pakete wie beispielsweise Photoshop CS6 sein müssen. Zwar kann man mit Snapseed auch Bilder im JPG-Format bearbeiten, aber in den RAW-Bildern steckt einfach “mehr drin” und bei extremen Einstellungen treten Clipping-Effekt deutlich später auf. Abgeschnittene und damit “verlorene” Tonwerte sind dadurch seltener und die “Freiheiten” bei der Bearbeitung von RAW-Bildern erstaunlich größer.

Wer einen Mac verwendet, der kann Snapseed über den Apple App-Store zum Kampfpreis von 17,99 Euro erwerben. Als Windows-User kann man eine passende Version online über die Snapseed-Webseite beziehen.

Snapseed im Apple App Store

Bei Snapseed wurde versucht alles so einfach wie möglich zu gestalten. Auf den ersten Blick sieht Snapseed nicht nach einer ernst zu nehmenden Software zur Bildbearbeitung aus. Aber schauen wir mal genauer hin. Hier habe ich ein Foto das ich vor ein paar Tagen in der Flugzeugausstellung bei Hermeskeil mit einer Nikon D800E und dem SAMYANG 2.8/15mm aufgenommen habe.

Flugausstellung in Hermeskeil - Nikon D800E

Öffnen wir das RAW-Bild zu diesem Foto doch mal in Snapseed. Auf den ersten Blick fällt auf, die Benutzeroberfläche ist denkbar einfach gestaltet. Aber die wenigen verfügbaren Effekte haben es wirklich in sich!

Beispiel - Nikon D800E - Snapseed

Bearbeiten wir das Foto mal in der Effekt-Kategorie “Drama”…

Snapseed - Nikon D800E

Mit einigen wenigen Klicks lässt sich hier die Bildwirkung sehr drastisch verändern. Wer mag, kann das Ergebnis später noch in einer anderen Software nachbearbeiten. Um diese zu zeigen habe ich hier eine störende Begrenzungs-Schnüre mit dem Photoshop-Kopierstempel digital entfernt.

Snapseed - Nikon D800E

Das Ergebnis ist ein Bild das den aktuellen Publikumsgeschmack recht gut trifft. Es ist kein HDR, aber es könnte ein HDR sein. Die Kontraste sind heftig und die durch das krasse Weitwinkel stark verzerrte Perspektive verändern die Proportionen des Flugzeugs derart stark, dass die meisten Zuschauer im ersten Moment überrascht sein werden. Wer sich mit den Möglichkeiten von Snapseed auseinander setzt, der findet schnell gefallen daran und angesichts des wirklich niedrigen Kaufpreises ist diese Software eine echte Empfehlung.

Hier noch einige RAW-Bilder die ich für Euch mit Snapseed konvertiert habe. Um die jeweiligen Effekte stark hervorzuheben, habe die Einstellungen bewusst etwas krasser gewählt als man es normaler Weise tun würde.

Dieses Beispielfoto habe ich bei ISO-200 und 1/125s mit dem Nikon AF-S VR 2.8/70-200mm bei weit geöffneter Blende aufgenommen. Die selektive Schärfe habe ich mit Snapseed bewusst verstärkt und eine leichte Vignette verwendet.

Snapseed - Nikon D800E

 

Hier nun ein Detail einer Flugzeugturbine das ein NASA-Foto von 1968 sein könnte. Neben einem “Grunge-Effekt” habe ich hier Schärfe und Details stark betont. Dies wie gesagt nur als Demonstration, normalerweise wäre man hier ein wenig zurückhaltender :-)

Snapseed - Nikon D800E

Im letzten Beispielfoto möchte ich Euch zeigen was man unter “Tonwert-Abrissen” und “Clipping” versteht. Dieses Foto ist bei krassem Gegenlicht entstanden. Die Sonne wurde zwar vom hinteren Leitwerk dieses Jumbos verdeckt, aber die Wolken waren weiß und überstrahlt. In solchen Situationen hilft einzig die Korrektur des Belichtungsmessers. Korrigiert man in solchen Situationen die Belichtung um etwas -1.0EV oder mehr, so behalten die hellen Bildbereiche noch etwas Zeichnung. Meist ist in dem dann viel zu dunkel geratenen Foto aber in den dunklen Bereichen noch genügend Zeichnung vorhanden um diese dunklen Bereiche so aufzuhellen, dass sich noch eine zufrieden stellende Tonwertverteilung ohne Abrisse ergibt. Perspektive und Wolkenhimmel sind hier zwar ziemlich cool, aber durch die Überbelichtung ist das Bild eigentlich “zerstört” und kann selbst mit Snapseed oder anderen Programmen nicht mehr gerettet werden.

Snapseed - Nikon D800E


Nikon D800E – RAW-Bilder für Pixelpeeper

In meinem Unboxing-Video zur Nikon D800E hatte ich es ja schon angekündigt, in den kommenden Wochen werde ich hier immer mal wieder das eine oder andere RAW-Bild für Euch bereitstellen. Heute möchte ich mit einem Foto der kleinen Tour durch die Eifel beginnen das am vergangenen Samstag entstanden ist. Diese RAW-Datei hat 55MB, wirklich viele dieser Dateien kann ich nicht bereitstellen sonst ist mein WEB-Server mit seinen Ressourcen schnell am Ende. Hier muss ich um Eurer Verständnis bitten! Wer in den nächsten Wochen ein Bild aus der D800E in meinem BLOG findet, dass er gern mal als RAW-Datei anschauen möchte, der kann sich einfach per E-Mail melden, dann stelle ich das Bild auf meinem Web-Server bereit.

Hier nun das erste 100% ungeschminkte Beispielfoto aus der Nikon D800E:

Nikon D800E - Micro-Nikkor AiS 2.8/55mm

Das RAW-Datei zu diesem Bild findet Ihr hier – einfach anklicken, lokal speichern und dann beispielsweise mit Nikon Capture NX 2.3.2 oder Adobe Photoshop CS 5 mit Adobe Camera RAW 6.7 öffnen. Natürlich funktioniert auch die aktuelle Version von Nikon View NX. Die aktuellen Versionen von Adobe Lightroom und Apple Aperture sollten es auch öffnen können. Spielt mal mit den Parametern des RAW-Konverters und schaut Euch das Ergebnis kritisch an. Dann lehnt Ihr Euch zurück und seid bitte verblüfft was man selbst mit 30 Jahre alten Objektiven machen kann, wenn sie nur richtig gut sind!


Nikon D800E – Unboxing und Hands-On

Nach fast 13 Stunden sind das Rendering und der Upload nach YouTube schon fertig – wie schnell doch so ein Tag vergeht :-) Einige erste Testbilder gibt es auch schon. Eben habe ich die im Video vorgestellten Objektive alle einmal an die D800E gesetzt und meine Bonner Museumsmeile damit fotografiert. Die Ergebnisse sind ganz erstaunlich und ich werde Sie Euch in einem späteren Artikel präsentieren.

Nun erst einmal das Unboxing, ich bin gespannt auf Euer Feedback!

Das Video habe ich mit Magix Video Deluxe unter Windows 7 erstellt. Gefilmt ist alles mit der neuen Panasonic HC-X909. Da die MP4 Datei des Videos in voller HD Auflösung und guter Qualität satte 5.6 Gigabyte groß war, habe ich das Video auf 720 P verkleinert. Also 1280×720 Pixel. Das sollte aber immer noch gut aussehen und ich hoffe Ihr könnt alle wichtigen Details erkennen. Auf Hintergrundmusik habe ich diesmal vollständig verzichtet, ich hoffe YouTube produziert damit keine Content-ID Treffer.

Film ab…


Nikon D800E – Kaufen – Auspacken – Staunen

Nikon D800E Unboxing Video Project

Heute konnte ich meine persönliches Exemplar der Nikon D800E endlich beim Bonner Cityfoto Center abholen. Ausgepackt habe ich dieses schöne Teil vor laufender Kamera, danach habe ich noch ein paar Objektive vorgestellt die sich recht gut an der D800E machen werden. Nach dem Video-Schnitt war ich überrascht, dass das Video länger als ein Stunde geworden ist – ufff…

Das Rendern der Video-Datei und der Upload werden sicher noch bis morgen dauern. Ich muss Euch also noch ein klein wenig vertrösten, aber es kommt!!


Ombra Mai Fu – Reworked

Die wirklich mangelhafte Qualität der ersten Version meines kurzen “Wolkenfilms” zum Ombra Mai Fu von Georg Friedrich Händel hat mich nicht ruhen lassen. Ich habe noch einige zusätzliche Zeitraffersequenzen erstellt und Teile des Videos dagegen ausgetauscht. Die Qualität ist bei neuen Version nicht perfekt aber sichtbar besser. Das liegt daran, dass ich diesmal das Video im Quicktime (Apple, MOV) exportiert habe. Damit wählt Magix Video Deluxe MX (VDL) einen anderen Algorithmus für die Kompression. Die resultierende Datei ist mit etwa 483MB statt 75MB auch deutlich größer.

Für alle dies sie nicht kennen, hier ist die erste sichtbar schlechtere Variante.

Ganz witzig finde ich, dass mir bei beiden Videos im YouTube Videomanager angezeigt wird “Übereinstimmende Inhalte von Drittanbietern“. Was soll nur dieser Blödsinn?? Das Playback habe ich selbst erstellt und Nina hat dazu gesungen, welcher Drittanbieter könnte daran die Rechte haben? Die Vorlage stammt aus dem Jahr 1694, die Uraufführung fand in London am 15. April 1738 im Londoner Kings’ Theatre statt. Wer zum Teufel kann fast 300 Jahre später verbieten dieses Lied zu singen?

Urheberrecht ist ja gut und schön, aber so wie es derzeit bei YouTube gehandhabt wird ist es “voll daneben” (Ein entsprechendes Zitat aus “The Big Lebowski” habe ich mir gerade verkniffen!).


Greatest Roads – Klausenpass

Ich kann mich nocht gut daran erinnern, wie es war als ich im Jahr 2000 nach und nach die Schweiz mit meinem alten roten “Dampfer” erkundet habe. Sustenpass, Pragelpass, Grimselpass, Klausenpass, Furkapass, Brienzer Rothorn, Interlaken, Thun, Chur, Montreux – die Liste der tollen Motorradstrecken könnte fast endlos verlängert werden.

Umso mehr hat es mich gefreut in der letzten Woche am Sonntag einmal wieder über den Klausenpass südlich-östlich von Luzern zu fahren. Das Wetter war nicht so großartig wie erhofft, aber rückblickend muss ich sagen, dass schlechtes Wetter nicht nur gutes Fotowetter ist. Gerade die Wolken, der Nebel und die Schneemassen auf der Passhöhe gaben diesem Tag etwas ganz besonderes.

Aufgrund der eher kühlen Temperaturen haben wir das Dach nicht göffnet und so konnte ich meine GoPro HD HERO 1080 mit dem Saugfus aus dem “Car-Kit” oben auf dem Dach meines kleinen Spaßmobils positionieren.

Aus insgesamt 120 Minuten Video habe ich für Euch ein nur wenige Minuten langes Video zusammen gestellt. Bei der Videobearbeitung habe ich mich wieder einmal GEGEN den Mac entschieden. Unter Windows 7 mit 30″ Monitor und Magix Video Deluxe MX geht das einfach besser und ist deutlich entspannter.

Um das Ergebnis bei YouTube für die Monetarisierung anmelden zu können, habe ich die Hintergrundmusik selbst erstellt. Dafür habe ich auf dem Mac mit “NI Maschine” einen kleinen Techno-Soundtrack gebastelt. Das geht wiederum auf dem Mac besser, weil ich auf dem PC für meine Soundkarte keinen ASIO-Treiber habe und man daher nicht wirklich live über den Controller spielen kann, weil alles was man tut mit einer sehr großen Verzögerung hörbar wird. Der hersteller NI liefert eine kleine USB-Audio-Karte. Dafür gibt es ASIO Treiber und die Latenz ist damit deutlich geringer. Mal sehen, vielleicht kaufe ich mir noch dieses kleine Gadget irgendwann einmal.

Umso größer war der Frust als ich gerade erkennen musste, dass YouTube die Monetarisierung selbst für dieses Video mit einem wirklich einfachen Soundtrack selbst gebastelten Soundtrack wieder gesperrt hat. Wer bei YouTube Geld verdienen will hat echt die Pappnase auf. Offenbar geht das wirklich nur indem man blöde Sprüche reißt und seine Freunde dabei filmt wie sie sich mit dem Skateboard auf die Fresse legen. Welch arme Welt…

Doch zurück zur Tour über den Klausenpass, am nächsten Tag habe ich überlegt vielleicht eine Tour über den Sustenpass zu unternehmen. Aber der war leider geschlossen, ganz oben am Tunnel war wohl einfach zu viel Schnee.

Hier habe ich noch ein paar Scans von alten APS-Farbabzügen aus dem Jahr 2000. Mit meiner damaligen Freundin Nina hatte ich eine gute Beifahrerin die mir viel Vertrauen entgegen gebracht hat und selbst auf den krassesten Straßen keine Angst hatte. Statt dessen hat sie manchmal auf dem Sozius ein fröhliches Lied in ihren Helm geschmettert. Das waren schon witzige Zeiten, mit der singenden Beifahrerin durch die Alpen, dass ich das erleben durfte :-)

Sustenpass mit BMW R80-RT

Sustenpass mit BMW R80-RT

Sustenpass mit BMW R80-RT

Sustenpass mit BMW R80-RT

Nina am Brienzer Rothorn mit BMW R80-RT

Wie sich meine singende Beifahrerin damals angehört hat könnt ihr hier sehen und vor allem hören. Sie lebt derzeit in einer “Deutschen Enklave” in New Mexico und dort wird offensichtlich das ”heimische Liedgut” sehr ansprechend gepflegt :-)


Videos im Internet zeigen – Nur wie?

Heute hat mich ein Freund per E-Mail gefragt was er denn tun muss um ein kleines Video im Internet zeigen zu können und wie er die Videodatei “so klein” bekommt, dass er sie auch mit seiner “einfachen” DSL-Leitung bei YouTube oder einem anderen Dienst hochgeladen bekommt. Dies möchte ich zum Anlass nehmen udn Euch hier ein paar Tipps zu diesem Thema geben.

Also, wer seine Video im Netz zeigen möchte und keinen eigenen Server bei einem Hoster betreibt, der kann Dienste wie YouTube oder Vimeo nutzen. YouTube hat den Vorteil, dass man dort so ziemlich alles zeigen kann was es gibt. Vimeo hat den Vorteil, dass dort fast keine “Idioten” unterwegs sind die sich einen Spaß daraus machen nervigen Unsinn in die Video-Kommentare zu schreiben. Aber Vimeo Videos werden auch deutlich seltener angeschaut und man kann dort auch nicht mit Werbung Geld verdienen. Vimeo hat einen anderen Schwerpunkt! Hier geht es mehr um professionelle Arbeiten und wer bereit ist Geld dafür zu bezahlen, kann seine Vimeo-Videos so in seiner Webseite einbetten, dass die “Zuschauer” nicht mehr sehen, dass es eignetlich von Vimeo kommt. Das ist für Firmenpräsentationen usw. wirklich praktisch.

Wer bei YouTube eine Weile dabei ist erhält automatische eine Erweiterung seines Kontos und kann dann auch Videos hochladen die länger als 15 Minuten sind. Wer will kann sich den Spaß machen und seine Videos nach dem Upload über den YouTube-VideoManager wieder herunterladen. Dabei wird er feststellen, dass YouTube-Videos für den Download als MP4- Datei vorliegen. Woran liegt das? Um Speicherplatz zu sparen und den Anwendern Videos in “gleichbleibender” Qualität anbieten zu können, werden alle YouTube Videos beim Upload in das MP4 Dateiformat umgewandelt. Damit ist es YouTube möglich, ein und dasselbe Video in unterschiedlichen Größen zu zeigen.

Für den Anwender bedeutet dies, dass es nur wenig Sinn macht riesige Video-Monster bei YouTube abzuladen, sie werden ohnehin in das MP4-Format ungewandelt und dabei stark komprimiert werden. Ähnliches gilt auch für andere Videodienste wie bspw. Vimeo.

Als Faustregel könnte man sagen, dass das Verhältnis zwischen Qualität und Dateigröße eines Videos für YouTube stimmt, wenn im Format 720p die Größe der Videodatei etwa 600MB bei einer Laufzeit von 60 Minuten liegt. Damit wären wir bei etwa 10MB pro “Video-Minute” im Format 1280 x 720 Pixel.

Die Wege um sein Video auf diese Werte zu verkleinern sind wirklich vielfältig und die meisten Video-Bearbeitungsprogramme bieten eine Möglichkeit für eine entsprechende Konvertierung. Dabei muss aber nicht zwangsläufig das das MP4-Dateiformat erstellt werden. Für den Upload funktioniert auch WMV, MOV und vieles mehr.

Bei Vimeo gibt es eine Reihe wirklich gut gemachter Tutorials zu allen gängigen Videobearbeitungsprogrammen. Wer sich unsicher ist welche Einstellungen für seine Videos optimal sind, der sollte hier mal ein wenig stöbern.

Hier habe ich einige Beispiele für Euch “herausgepickt”:

 

 

 

 


NI MASCHINE – Mixen mit der Maus

Heute habe ich wieder ein kleines Video zur NI MASCHINE für Euch. Dieses Produkt ist zweigeteilt und besteht neben der Software für Mac und PC aus einem ausgefuchsten Controller mit einmalig guten Drum-PADs. Wendet man den Blick vom Display seines Computers ab, so kann versteht man das Konzept. Der Hersteller Native Instruments hat sich hier viel Geld gespart. Statt einen komplexen eigenen Computer zu entwickeln, hat man einen Controller mit USB-Interface gebaut. Alles was dieses Ding braucht um eine Drum-Maschine zu sein übernimmt ein via USB 2.0 Interface angeschlossener Mac oder PC – kein schlechtes Konzept!

Eigentlich bedient man die Software mit dem Controller, aber sie läuft auch ohne den Controller und man kann sie in Teilen recht gut mit der Maus bedienen. So läßt sich schnell und einfach aus einzelnen kurzen Pattern und Scenes ein Mix erstellen der diese Komponenten in der Reihenfolge enthält die einem beim Mix gerade so in den Sinn kommt.

Hier ist mein Beispiel:

Will man auf dem Mac unter OS-X die Musik live aufzeichnen die man mit der MASCHINE live erstellt, so kann man dies bspw. mit dem Quicktime Player erledigen. Diese Software kann nicht nur Bildschirm-Sessions aufzeichnen (wie im Video oben gezeigt) sie kann auch separate Audio-Spuren aufzeichnen. Sehr praktisch wenn man ein wenig “Live” experimentieren möchte. Auf meinem MacBook hat das allerdings zunächst einmal NICHT funktioniert!

Abhilfe schaffte die kostenlose Software “Soundflower”. Nach der Installation klappte es allerdings auch nicht auf Anhieb. Ich musste via Terminal einige Befehle eintippen und die Berechtigungen für die Soundflower-Erweiterungen korrigieren. Danach klappte es aber recht gut. Nur die Lautstärke der Aufzeichnungen hängt von der eingestellten Notebook-Lautstärke ab! Entweder ist der Audio-Pegel der Aufnahme viel zu leise oder es fliegen einem die Ohren weg. Hier muss man einen Mittelweg finden! Abhilfe kann hier ggfs. auch ein separater Kopfhörerverstärker schaffen. Oder man lötet sich einen kleinen Adapter mit zwei dicken Widerständen zusammen den man zwischen Kopfhörer und Audio-Ausgang schaltet. Die Wiederstände sollten dabei etwa 270 - 470 Ohm haben, die Leistung der Widerstände sollte bei etwa 1/8 Watt liegen. (Meine Schätzung!! Im Zweifel hilft hier nur “Ausprobieren”)


Dubstep mal anders

Seit etwa 10 Jahren gibt es nun schon eine Musikrichtung mit dem schönen Namen Dubstep. Doch in Deutschland ist sie erst seit kurzer Zeit wirklich populär. Mein Freund Fabian sagt in seiner unnachahmlichen Art gern mal, dass Dubstep aus einer Ansammlung von WopWopWops und YepYepYeps besteht. Hier habe ich ein Video für Euch in dem zwei coole Jungs über die Kinect-Steuerung der XBox 360 die Software Ableton auf einem Mac steuern und damit krassen Dubstep machen. Es ist anstrengend das anzuhören aber die Idee finde ich faszinierend. Eine ähnliche Art zu musizieren gab es zuerst und auch schon fast zuletzt mit dem Theremin.  Doch dieses uralte krasse Ding war nicht wirklich polyphon und erlaubte auch kein rhythmischen Figuren. Es war eher ein Instrument das zur Untermalung von Sience-Fiction-Filmen in den 50er und 60er Jahren verwendet wurde.

Ganz witzig finde ich, dass dennoch einige Größen der Rockmusik wie bspw. Jimmy Page von Led Zeppelin gelegentlich sogar auf der Bühne ein Theremin aufgestellt und es in einen Solopart integriert haben.

Hier ist nun ein Video in dem diese zwei Typen eine Art modernes Theremin spielen. Elektrostatische Felder gilt es dabei nicht mit der Körperhaltung zu verändern. Vielmehr wird hier mit Licht und den Händen ein genial flexibler Software-Sequenzer gesteuert. Auch wenn man das Ergebnis nicht mögen muss, es zeigt dennoch wie Musik in den nächsten Jahren aussehen könnte. Vielleicht werden unsere Enkel statt mit der Blockflöte irgendwann mit der XBox 720 im Wohnzimmer vor dem großen Fernseher musizieren. Aber und das ist entscheidend, es wird anders klingen und aus der Kinect-Steuerung wird keine Spucke fließen :-)

Hier ein Video in dem Jimmy Page den “Master of the Theremin” gibt :-)

Dass man mit einem Theremin auch “richtige” Musik machen kann zeigt dieses Video sehr eindrucksvoll..


NI Maschine – Get in touch

Nachdem die Software zu meiner neuen “NI Maschine Mikro” auf dem 13″ Mac läuft versuche ich mich auch mal an meinem “Männercomputer” der unter Windows 7 Ultimate 64-Bit betrieben wird. Die Installation verläuft genau wie auf dem Mac, es werden etwa 11 GB Loops, Sounds und Samples und einige weitere Programme installiert. Mehrfach wollen die Installationsprogramme den Computer neu starten, aber statt dessen starte ich einfach die nächste Installation. Als alles fertig wird dann doch ein “kumulierter Neustart” fällig. Danach wird wie auf dem Mac das ServiceCenter aufgerufen. Auch hier macht es ein “Selbst-Update” und im Gegensatz zum Mac funktioniert es sogar. Wie beim Mac müssen jetzt Updates für alle installierten Programme aus dem Internet heruntergeladen werden. Das geht aber zügiger weil diese Updates deutlich kleiner sind. Nach etwa einer Stunde und einem weiteren Neustart ist alles erledigt und meine neue “Maschine” ist endlich startklar!

Der Sound ist wirklich bombastisch, bereits über die Computer-Lautsprecher mit Subwoofer kommen alle Demosongs so daher, dass man sie gleich auf eine CD brennen könnte. Das ist schon genial und entschädigt für den Installationsmarathon.

Ernüchterung kommt allerdings beim ersten Versuch auf, einen der Demosongs mit weiteren Drums und einer neuen Bass-Spur zu beglücken. Läuft ein Song mit 120 bpm (Beats-Per-Minute) gemütlich vor sich hin und versucht man ganz einfach bspw. die Bassdrum im Rhythmus mitzuspielen, so kört man sie immer mit einer starken Verzögerung. Damit kann man nicht wirklich etwas anfangen und das frustriert. In den Einstellungen der Software “Maschine” kann man die Treiber für die Audiokarte auswählen. In meinem Computer ist einer relativ hochwertige Soundblaster Xtreme verbaut. Um Musik zu hören ist sie wirklich gut, aber ohne spezielle ASIO-Treiber (Audio-Stream-Input-Output) geht hier gar nichts. Entweder finde ich also irgendwo einen passenden ASIO-Treiber, baue eine andere ASIO-fähige Soundkarte ein oder benutze die neue “Maschine” einfach nur auf dem Mac.

Mir zeigt das wieder einmal warum der Mac in der Musikszene so erfolgreich ist. So nervtötend Apples Closed-Shop-Prinzip manchmal auch ist, es funktioniert im Detail oft sehr gut. Die in den Mac-Computern verbauten Komponenten sind immer gleich und Softwarehersteller wie NI (Native Instruments) können sich darauf verlassen. Klar kann man zusätzliche USB-Audiointerfaces und vieles mehr mit der “NI Maschine” kombinieren, aber es funktioniert mit kaum spürbarer Latenz selbst auf einen kleinen 13″ MacBook Pro mit i5 CPU ganz problemlos und sogar auf Anhieb!

Nachdem die ASIO-Ernüchterung verarbeitet ist versuche ich mich an meinem 17″ MacBook mit i7 CPU. Schauen wir doch mal ob die 8 Prozessorkerne hier irgendeinen Vorteil bringen? Die Installation ist genau wie beim 13″ MacBook. Allerdings sauge ich mir die vielen Updates nicht erneut sondern kopiere sie einfach über das heimische WLAN vom “kleinen Bruder”. Trotzdem dauert es auch hier etwa eine Stunde bis die Software zur “Maschine” startklar ist. Nachdem ich eine wenig experimentiert habe wird klar, dass es eigentlich keinen Unterschied macht ob man ein 13″ oder 17″ MacBook benutzt. Auf dem schnelleren größeren MacBook funktioniert “Maschine” wirklich gut.

Mitten in der Nacht kommt es mir dann in den Sinn eine kleines Demo-Video mit Final-Cut-Pro-X zu erstellen. Sogleich tritt Ernüchterung ein. Um die gewaltigen neuen Datenmengen überhaupt installieren zu können musste ich die SSD-Festplatte aufräumen. Unter anderem habe ich einige importierte Videos gelöscht. FCPX (Final-Cut-Pro-X) will nun aber beim Start das letzte Video restaurieren, aber es ist längst Geschichte. Nachdem ich eine Weile gewartet habe starte ich die “Aktivitätsanzeige” und lese dort “Final Cut Pro X – antwortet nicht…”. Also wird der Prozess hart beendet und eine Protokoll an Apple verschickt. Beim nächsten Startversuch das gleiche Spiel. Irgendwann fragt FCPX dann ob es weiterhin versuchen soll das letzte Projekt wieder herzustellen. NEIN!

Dann versucht FCPX auf die neu installierten Treiber der “NI Maschine” zuzugreifen – warum, das wissen nur die Götter – jedenfalls schlägt es fehl. Einige Versuche später läuft FCPX dann endlich. Mir zeigt dies wieder einmal, dass die Apple-Welt nicht so schön ist wie sie von den ambitionierten Verkäufern bei GRAVIS & Co. immer gemalt wird. Die eine oder andere Hürde gilt es auch hier zu nehmen…

Nach etwa 10 Minuten ist mein kleines Video dann fertig:


Nikon AW-100 – Schöne Fotos mit wenig Aufwand

Bereits vor einigen Monaten habe ich mir eine Nikon AW-100 gekauft um auf meinen Motorradtouren eine Kamera dabei haben zu können die ordentlich was einstecken kann und trotzdem gute Bilder liefert. Diese Rechnung ist aufgegangen und meine AW-100 ist in den letzten Wochen mit einem guten Freund sogar um die halbe Welt bis zu den Kapverdischen Inseln gereist. Einige Beispielbilder und Videos dieser Reise wird es in Kürze hier zu sehen geben.

Dann hat mich vor einer Weile eine E-Mail von Stefan Wulfert erreicht. Stefan hat auch eine AW-100 und war sich nicht ganz sicher ob er sich einen Polfilter kaufen soll. Ich habe ihm dazu geraten und er hat mir kurze Zeit später einige Beispielbilder per E-Mail geschickt. Diese Bilder hatten keine schönen Farben, sahen blass aus und ihnen fehlte “eigentlich alles”. Stefan war gefrustet, er hatte sich erhofft durch den Polfilter automatisch gute Bilder hinzubekommen. Seinen Frust konnte ich ein wenig zerstreuen. Denn ein Polfilter kann nicht zaubern! Die Fotografie ist “Malen mit Licht” – hat man kein gutes Licht, so gibt es auch keine schönen Farben und damit letztlich keine schönen Fotos!

Stefan hat sich das zu Herzen genommen und die ersten Beispielfotos erneut mit der AW-100 fotografiert, diesmal bei schönem Wetter und blauem Himmel. Den Polfilter hat er bei allen Bildern verwendet. Jedes der drei Beispiele hat er einmal mit eingebautem HDR-Modus und einmal ohne HDR fotografiert. Hier sind seine neuen Beispiel-Fotos: (Anklicken für 1000er Größe)

Motiv 1 – Polfilter mit HDR

Motiv 1 – Polfilter ohne HDR

Motiv 2 – mit Polfilter mit HDR

Motiv 2 – Polfilter ohne HDR

Motiv 3 – Polfilter mit HDR

Motiv 3 – Polfilter ohne HDR

Schaut man sich diese Fotos an so fällt sofort auf, dass der HDR-Modus deutlich kräftigere Farben bewirkt. In Verbindung mit dem Polfilter ist eigentlich schon alles so wie man es sich wünschen würde. Wer sich vom HDR-Modus der AW-100 jetzt aber HDR-Wunderbilder erhofft wie man sie aus den diversen Foto-Portalen kennt, der wird enttäuscht werden. Der Chip der AW-100 ist sehr klein, daher ist die erzielbare Dynamik-Umfang nicht sehr hoch. Helle Bildbereiche sind schnell überstrahlt und ohne Zeichnung. Hier hilft der HDR-Modus um diese kleine konstruktionsbedingte Schwachstelle zu umgehen. Ich denke die Bilder zeigen, dass der HDR-Modus gut funktioniert und durchaus befriedigende Ergebnisse liefert.

Zum Polfilter: Auf allen drei Motiven sieht man eine Wasserfläche die in einem spitzen Winkel fotografiert ist. Die Stärke eines Polfilter besteht darin, dass man Reflektionen die nicht metallischen Ursprungs sind wegfiltern kann. Damit das funktioniert muss man den Polfilter drehen können. Im Idealfall kann man so in das Wasser hineinschauen, kann Schaufensterscheiben “auflösen” und Menschen in ihren Autos fotografieren, ohne dass die Windschutzscheibe stört. Dafür muss man den Polfilter aber in die richtige Stellung drehen!

Ich denke, dass bei den drei Beispielbildern die Farben sichtbar intensiver abgebildet worden wären, wenn Stefan den Filter ein wenig mehr in die “ideale” Position gedreht hätte.

Schauen wir uns Motiv 3 etwas näher an. Hier fällt auf, dass die Häuser ein wenig schief zu stehen scheinen. Der Horizont ist sehr nah bei der Bildmitte und der wolkenlose eigentlich sehr schöne “Frühjahrs-Himmel” sieht etwas langweilig aus.

Ein ganz alter Spruch besagt:

  • Amateurs worry about equipment.
  • Professionals worry about money.
  • Masters worry about light!

Das sieht man hier sehr schön. Das Motiv ist eigentlich nicht uninteressant aber das Licht war an diesem Tag zwar “schön” aber eher für einen Spaziergang als für ein beeindruckendes Foto. Hier wäre mein Tipp, dieses Motiv in einer frühen Morgen- oder Abendstunde mit Polfilter und HDR zu “erarbeiten”. Damit es nicht verwackelt ist sollte man ein kleines Stativ verwenden und den Selbstauslöser verwenden. Den VR würde ich abschalten, denn mit Stativ und Selbstauslöser braucht man ihn nicht und ohne VR ist das Objektiv mit hoher Sicherheit korrekt zentriert, was man bei aktivem VR nie mit Sicherheit sagen kann.

Hier nun eine Version von Motiv 3 bei der ich das Bild ganz leicht gedreht und einen etwas anderen Bildausschnitt gewählt habe. Eine simple Korrektur die man sogar ausführen kann BEVOR man das Foto aufnimmt!

Hier ist nun eine Variante bei der ich das Bild in Photoshop geöffnet habe. Dann habe ich die aktive Ebene mit Strg-A, Strg+C und Strg+D in die Zwischenablage kopiert. Anschließend habe ich in Photoshop eine leichtes HDR-Toning angewendet und die “original” Ebene via Strg+V darüber gelegt. Mit einer Ebenenmaske habe ich dann den zu krassen “HDR-Himmel” gegen den ursprünglichen Himmel ausgetauscht. Die Bearbeitungszeit betrug etwa 30 Sekunden!

So ist es schon etwas spannender, weil es klare diagonale Linien gibt die das Auge des Betrachter mitten ins Stadtzentrum lenken. Auch die Farben sind schön kräftig, fast schon zu bunt.

Doch wirklich zufrieden kann man mit dem Ergebnis immer noch nicht sein. Also habe ich erneut das Originalbild geöffnet. Dann habe ich Perspektive, Horizont und Verzeichnung des Objektivs korrigiert. (Dialog Lens-Correction) Anschließend habe ich (da es ja nur ein Beispiel ist) einen beliebigen Sonnenuntergang ausgesucht und ihn mit einer Ebenenmaske über den langweiligen blauen “Original-Himmel” gelegt. Danach habe ich die Ebenen zusammengefasst und den Photo-Filter “Warm” angewendet. Via Lens-Correction habe ich danach eine ausgeprägte Vignette erzeugt um dem Bild einen etwas altmodischen Stil zu geben. Zuletzt habe ich es noch ganz leicht über den Hochpassfilter nachgeschärft. Das Ergebnis ist nicht wirklich überzeugend, da der Schattenwurf der Häuser usw. völlig falsch ist. Aber es ist ja auch nur als Demo gedacht um zu zeigen wie sich der Stand der Sonne bei solchen Bildern auf das Ergebnis auswirkt. Das schöne ist, dass man gutes Licht völlig kostenlos bekommen kann, man muss nur Zeit haben und einen “guten Tag” abwarten können.

Zum Abschluss habe ich hier noch eine Schwarz-Weiß Variante, bei der ich einen dichten Rotfilter simuliert habe. (Image -> Adjustments -> Black & White -> Preset: Red Filter)

Um es besser vergleichen zu können habe ich für Euch hier nochmals das Ausgangsbild eingefügt.

Ich hoffe, dieses kleine Tutorial zeigt Euch worauf es ankommt.

  • Suche den besten Standort und mache dir Gedanken zum Bildaufbau
  • Verwende eine Stativ und den Selbstauslöser und den niedrigsten ISO-Wert
  • Schalte den VR aus
  • Stelle den Polarisationsfilter optimal ein
  • Achte darauf, dass die Kamera korrekt ausgerichtet ist
  • Versuche den perfekten Moment zu erwischen
Beherzigt man all das, so sind die folgenden Arbeitsschritte in Photoshop nicht mehr wirklich wichtig. Denn das was wichtig ist hat man ja schon, ein gutes Ausgangsbild! Aus einem guten Foto kann man mit Photoshop ein perfekte Bild zaubern. Aus einem verwackelten, blassen Foto mit langweiligem Motiv wird man niemals mit Photoshop ein Bild machen könen das Beachtung findet und von seinen “Betrachtern” länger als eine Sekunde beäugt werden wird.
So, nun bin ich gespannt auf Euer Feedback :-)

USB-Video-Grabber im direkten Vergleich

Vor einigen Tagen habe ich Euch hier ein Video vorgestellt, das ich von einer etwa 20 Jahre alten Videokassette unter Verwendung des preiswerten MAGIX USB-Video-Wandlers aus dem Produkt “Retten sie ihre Videokassetten” erstellt habe. In diesem Artikel “Retten sie ihre Videokassetten“ habe ich ja schon angekündigt, dass ich im Vergleich gern die Qualität aus dem TERRATEC G3 USB-Video-Wandler sehen würde. Dieses Ding habe ich mir dann auch bestellt. Die Wahl fiel auf den TERRATEC G3, weil es dafür einen Treiber gibt mit dem man diesen Grabber auch unter OS-X auf dem Mac benutzen kann. Das vergleichbare TERRATEC Produkt OHNE Unterstützung für OS-X ist satte 50,- Euro preiswerter! Meinen TERRATEC G3 habe ich allerdings recht preiswert über einen amazon-Partner kaufen können, also wer der Schmerz nicht so wirklich groß. In der letzten Woche ist das Ding endlich angekommen. Schwer überrascht war ich als ich die Produktverpackung sah. Dieses Produkt wird in einer hochwertigen Blechdose geliefert! Die Qualität des Grabbers und der Kabel ist vorbildlich. Alle Kabel haben vergoldete Anschlüsse, es liegt sogar ein hochwertiges SCART-Kabel bei. Letztlich kostet dieses Paket regulär aber auch fast das doppelte wie das durchaus vergleichbare MAGIX Produkt. Witzig ist auch, dass man bei der Verwendung des G3-Grabbers unter Windows mit einer TERRATEC-Edition der MAGIX-Software arbeiten muss!! (Video-Easy)

Hier einige Bilder des TERRATEC G3 Video-Wandlers.

Im Vergleich dazu sieht der MAGIX Video-Wandler wirklich billig aus…

Die Installation der Software auf dem Mac ist völlig problemlos. Der G3 wird sofort erkannt und es kann gleich losgehen. Was sofort auffällt ist, dass die Software für die Video-Aufzeichnung auf dem Mac äußerst primitiv ist. Es gibt einen roten Aufnahmeknopf, ein winziges Vorschaufenster und einen Stop-Knopf – das ist alles! Hat man ein Video unter OS-X aufgezeichnet, so kann man es nicht direkt nachbearbeiten, das geht nur unter Windows. Statt dessen kann man es nach iMovie exportieren. Das funktioniert gut, ist aber äußerst zeitraubend. Denn die Software zeichnet das Video im MPEG2-Format auf. Auf dem Mac kann man sich drehen und wenden wie man will, iMovie oder auch das nagelneue Final-Cut-Pro-X können keine MPEG2 Dateien öffnen. Soviel zum Thema “OS-X ist das fortschrittlichste Betriebssystem der Welt”…

Damit iMovie das bereits fertig auf der Festplatte gespeicherte Video öffnen kann, muss es in eine MOV-Datei konvertiert werden (Quick-Time-Movie). Hat man ein 90 Minuten langes Video aufgezeichnet, so müssen etwa 4GB in weitere 4GB umgewandelt werden. Das dauert nicht nur lange, es kostet auch viel Festplattenplatz!

Das ist wirklich blöd und aus meiner Sicht ist es noch viel ärgerlicher, dass kein direkter Export nach Final-Cut-Pro-X möglich ist. Nun habe ich für viel Geld diese Software gekauft und sie wird nicht direkt unterstützt…

Will man mit iMovie eine Videodatei bearbeiten, so muss sie also nach der Aufzeichnung zunächst zeitaufwändig konvertiert werden. Dabei erstellt iMovie eine reduzierte Variante die für die Vorschau usw. verwendet wird. Das ist beim Schnitt ganz praktisch, denn man kann Teile des Videos dann schneller oder langsamer ablaufen lassen, Zoomen, Beschneiden und vieles mehr. Selbst ein etwas älteres “kleines” MacBook oder ein MacMini können diese Videos dann noch vernünftig darstellen. Verwendet man MAGIX Video Deluxe MX auf einem schnellen Windows 7 PC, so kann man nach dem sehr schnellen Import zwar fast sofort mit dem Video-Schnitt loslegen, aber sobald es etwas komplexer wird ist keine flüssige Vorschau mehr möglich. Pest oder Cholera, man muss sich auch hier entscheiden…

Als ich versucht habe die neue Version des Robben Ford Videos nach iMovie zu exportieren ist dies abgebrochen weil die nagelneue 256GB SSD schon wieder voll war! Es macht oft alles keinen Spaß! Also habe ich nicht lange gefackelt, meinen Mac neu gestartet und das Video in der Windows 7 Partition auf meinem Mac geöffnet und dort mit MAGIX Video Deluxe MX geschnitten, den Ausschnitt korrigiert und es bei YouTube hochgeladen. Das würde mit iMovie auch nicht klappen, denn die iMovie Programmierer haben noch nichts davon gehört, dass man bereits seit vielen Monaten bei YouTube Videos zeigen kann die länger als 15 Minuten sind!!

Wenn also die Software schon nicht wirklich besser ist, wie ist es dann mit der Qualität des Endergebnisses? Für mich ist der wesentliche Kritikpunkt beim billigen MAGIX Wandler, dass er nur einen Composite-Video-Eingang hat. Das Argument für den G3 war, dass dieser Grabber über einen ordentlichen SCART-Eingang verfügt. Darüber kann der Video-Rekorder die RGB-Komponenten separat übertragen und sie werden im Grabber von separaten Analog-Digital-Wandlern verarbeitet. Damit sollte die Qualität sichtbar besser sein.

Bevor ich den G3 bestellt habe, gab es noch den Versuch mit einem speziellen Kabel das einen SCART- und einen S-VIDEO Stecker hat. Damit wäre eine separate Übertragung der Luminanz- und Chrominanz-Signale (Helligkeit & Farbe) möglich. Im Endergebnis könnte man damit ein besseres Ergebnis als mit dem Composite-Eingang erzielen. Leider musste ich aber feststellen, dass mit diesem Kabel nur in Schwarz-Weiß aufgezeichnet werden konnte. In der Wikipedia habe ich dann auch die Antwort gefunden. Mein Video-Recorder kann gar kein S-VIDEO Signal ausgeben, auch nicht mit diesem Kabel! Daher geht entweder nur Composite-Video oder eben ein Grabber der einen SCART-Anschluß hat! Den Rest der Geschichte kennt Ihr nun ja schon fast…

Hier ist jetzt der direkte Vergleich zwischen der ersten Version und der neuen TERRATEC G3 Variante:

Abschließend sieht das Ergebnis beim TERRATEC G3 für meinen Geschmack sichtbar besser aus. Es ist nicht unbedingt schärfer und detailreicher, aber die Farben und die Abstufung der Helligkeit ist hier einfach besser getroffen. Dies wird besonders gut sichtbar wenn man bis zum ersten Moderations-Abschnitt bei 2:35 Minuten springt. In der alten Version ist das Gesicht von Robben Ford hier total überstrahlt. Der TERRATEC G3 hat dies wirklich viel besser hinbekommen. Beim G3 treten überstrahlte Spitzlicher viel seltener auf als beim billigen MAGIX Wandler. Dadurch mag das Ergebnis auf den ersten Blick etwas flauer und blass erscheinen, letztlich ist es aber deutlich harmonischer aus.

Den MAGIX Wandler werde ich also wieder verkaufen und künftig den TERRATEC G3 verwenden. In meinem Schrank warten noch viele Stunden mit Videomaterial aus der Kindheit meines Sohnes. Und meine Mutter hat auch noch hunderte Stunden Videomaterial von den Familienfesten der vergangenen Jahrzehnte. Daraus werde ich sicher noch die eine oder andere DVD erstellen. Ob mit Final Cut Pro X oder Magix Video Deluxe MX – das muss ich mir noch sehr genau überlegen…


Retten sie ihre Videokassetten

Heute habe ich für Euch einen kleinen Test den ich mit dem Magix USB 2.0 Video-Grabber aut meinem 17″ MacBook unter Windows 7 gemacht habe. Das Magix-Produkt heißt “Retten sie ihre Videokassetten” – schon witzig – es funktioniert sehr gut, aber die Bildqualität könnte besser sein. Ich denke es liegt daran, dass der USB-Grabber nur einen Composite-Video-Eingang hat. Könnte man ein richtiges RGB-Kabel (SCART) anschließen, wäre sicher mehr drin. In der nächsten Woche werde ich das ganze nochmals mit einem TERRATEC G3 Grabber unter OS-X einlesen und hoffe, dass dann ein deutlicher Qualitätsgewinn sichtbar wird. Dies wird dann aber weniger am OS-X als am Scart-Anschluß des neuen Grabbers liegen :-)

Aber sei’s drum, hier schon mal 90 Minuten mit bluesigen Tipps vom Meister persönlich…


Nikon D700 – Flimmern bei Zeitrafferaufnahmen

Schaut man sich diese beiden Versionen des gleichen Videos an, so gefällt mir die neuere Version aus Final Cut Pro X schon besser.

Um die neue Version zu erstellen habe ich mir via App-Store Apples “Final Cut Pro X” gekauft. Keine schlechte Software, das muss man sagen! Beispielsweise ist die Möglichkeiten die Perspektive ganz einfach zu korrigieren super. Auch die Möglichkeiten des Video-Schnitts sind deutlich erwachsener als beim ziemlich guten iMovie. Man kann wie bei Magix Video Deluxe MX sehr einfach mehrere Spuren übereinander legen, Soundeffekte einbauen und vieles mehr. Aber eines fehlt mir noch und das ist ein gut funktionierender Flimmerfilter!

In dieser neuen Version der kurzen Zeitraffersequenz aus 999 JPG’s sieht man es ganz genau – es flimmert wie die Hölle. Das ist auch nicht verwunderlich, denn während die Sonne aufgeht muss die D700, die ich auf Zeitautomatik eingestellt habe, die Belichtungszeit immer wieder anpassen. Und das geht leider nicht stufenlos. Daher flimmert das Video später etwas. Wie man sich dreht und wendet, in meiner 239,- Euro teuren neuen Video-Schnittsoftware habe ich bislang keine Möglichkeit gefunden dieses Flimmern zu entfernen.

Mit Gunther Wegners Software LRTimelapse könnte ich das Problem beheben. Aber nur unter Windows und nur in Verbindung mit Adobe Lightroom Version 3 oder 4. Auf dem Mac sehe ich derzeit nur die Möglichkeit eines der für Profis gedachten wirklich teuren Plug-Ins zusätzlich zu erwerben. Die Preise sind exorbitant, brauchbare Plug-Ins kosten schnell mehrere hundert $ oder €. Das ist für einige kurze Zeitraffervideos zu viel.

Wenn jemand unter Euch einen Tipp hat wie man das auf dem Mac mit “Final Cut Pro X” hinbekommt, schreibt es mir doch bitte in die Kommentare.

Ach ja, eine Liebesbotschaft von YouTube habe ich eben auch wieder erhalten:
Hallo ancharius,

Dein Video “Nikon D700 – Timelapse – Final Cut Pro X Edit – HD 1080p” enthält möglicherweise Inhalte, an denen rumblefish die Eigentums- oder Lizenzrechte hat. Es ist jedoch immer noch auf YouTube verfügbar! In einigen Fällen werden Anzeigen neben deinem Video eingeblendet.

Dieser Anspruch hat keinerlei negative Auswirkungen auf deinen Kontostatus. Weitere Informationen zu den für dein Video geltenden Richtlinien findest du auf der Seite Urheberrechtshinweise.

Mit freundlichen Grüßen
Das YouTube-Team


Nikon D700 – Zeitraffer-Videos erstellen

Bereits gestern habe ich ja berichtet, dass ich derzeit dem billigen kleinen Nikon Plastikobjektiv AF-D 28-80G genauer auf den Zahn fühle. Beim ersten Gegenlichttest an der Burg Satzvey hat es sich überragend gut geschlagen. Als ich dann heute den ersten Blick aus dem Fenster werfe, bahnt sich ein schöner Sonnenaufgang über der Bonner Museumsmeile an. Einige Minuten später steht meine D700 mit der billigen 45,- Euro “Scherbe” auf einem Stativ am geöffneten Fenster, ich will versuchen eine Zeitrafferaufnahme mit der D700 zu erstellen.

Normalerweise nehme ich dafür immer die D7000, filme in HD und beschleunige das Video später mit iMovie oder Magix Video Deluxe auf den gewünschten Wert. Das habe ich schon oft gemacht und die Ergebnisse sind gar nicht schlecht. Aber sobald das Licht schlecht ist und die Nikon D7000 länger als 1/30s belichten müsste, gibt es Probleme. Denn 1/30s ist bei Video-Aufzeichnungen die kürzeste Belichtungszeit! Die D7000 versucht sich dann zu helfen, indem sie die ISO-Automatik bemüht. Die Ergebnisse sind aber meist unbefriedigende pixelige Videos die keine rechte Freude aufkommen lassen.

Das muss doch besser gehen! Die D700 hat einen Intervall-Modus, den will ich heute mal für eine Zeitraffer-Sequenz nutzen. Klar hat die D7000 diesen Modus auch und sie würde ähnliche Ergebnisse liefern wie die D700. Doch bei der D700 ist der Dynamikbereich größer, was bei krassen Gegenlichtsituationen ein unschätzbarer Vorteil ist.

Leider beherrscht die Intervall-Automatik der D700 nur maximal 999 Bilder in einem Durchlauf. Will man also eine “schnelle Sequenz” die zudem lange dauert, so muss man ein wenig rechnen und zur gegebenen Zeit die nächste Reihe mit 999 Bildern starten!

Ich will mich für heute mit 999 Bildern zufriedengeben! Als Intervall stelle ich 2s ein. Am billigen Plastikobjektiv ist Blende 11 eingestellt, die Kamera verwendet die Zeitautomatik. Außerdem stelle ich das Delithing in die Stellung “Auto” und den Autofokus auf “Manuell”.

Es geht los, während die Sonne langsam aufgeht schießt die D700 Bild um Bild. Eigentlich ist es eine harte Probe. Die Verschlüsse dieser Kameras sind für ca. 150.000 Auslösungen ausgelegt. Nimmt man regelmäßig Zeitraffersequenzen in dieser Weise auf, so ist der Verschluss nach nur 150 “Versuchen”  an seinem “kalkulierten Ende” angelangt. Ok, vielleicht hält er auch länger, aber ein ziemlicher Stress ist es dennoch! Man sollte sich daher schon überlegen was man da tut und vielleicht lieber auf ein spiegelloses Kamerasystem ausweichen.

Als ich spät am Abend in meinem Appartement in Mainz eintrudele habe ich meinen neuen Mac dabei. Er läuft wirklich gut, aber die Nikon D800 für die ich ihn als Sparringspartner gekauft habe lässt noch immer auf sich warten. Na, mit ein wenig Glück kommt meine D800E nach Ostern, mal abwarten…

Die 999 Bilder werfe ich per Drag & Grob in iMovie. Zuvor habe ich die kürzeste Zeit für Einzelbilder eingestellt, leider ist es 1s – und damit wirklich viel zu lang! Als iMovie die Bilder verarbeitet hat exportiere ich alles in einen Quick-Time Film. Das dauert trotz der 8 Porzessorkerne des neuen Notebooks und der SSD etwa 15 Minuten. Danach wird das Video wieder importiert, erneut beschleunigt und mit einem Titel nebst Abspann versehen. Noch schnell aus den Bildern im Format 3:2 ein 16:9 Format machen und schon kann ich meine Zeitraffersequenz erneut exportieren. Nun gehst es schneller und nach etwa 5 Minuten ist ein Film fertig, der 45 Sekunden dauert. Beim Anschauen bin ich entsetzt. Alles was dunkel ist, wurde bei der Konvertierung zu einer einheitlichen dunklen Fläche. Das sieht echt richtig schlimm aus.

Ich probiere noch ein wenig herum um dann festzustellen, das iMovie nicht wirklich das Programm der Wahl ist. Eigentlich müsste Final Cut Pro-X her… Aber ich habe etwas ähnliches, nur kurz den Mac neu starten – unter Windows 7 natürlich…

In einer 55 GB großen Partition der neuen SSD habe ich ein Windows 7 installiert und das läuft wirklich gut. Mit Magix Video Deluxe importiere ich den Film aus iMovie. Anfang und Ende sind grundsätzlich ok. Danach werden erneut die 999 Bilder in Video Deluxe hinein “geworfen”. Das Programm arbeitet eine Weile und dann kann ich anfangen die fiesen Sequenzen des iMovie-Exports zur ersetzen. Danach word das Video als unkompliziertes AVI gespeichert. Etwa 90s sind jetzt runde 3,5 GB groß – uff…

Nach dem Re-Import kann ich das Tempo optimal anpassen, den Film endgültig exportieren und bei YouTube hochladen. War doch ganz einfach…

Hier zum Vergleich eines der 999 Bilder aus denen ich das Video erstellt habe. (Anklicken für Originalgröße)


Nikon P7000 – Featurette

Nachdem der Rohschnitt seit Monaten auf der Festplatte meines Computers wartet, habe ich die letzten Tage genutzt um daraus endlich einen fertigen Film zu erstellen. Als nach vielen Stunden mit Schnitt, Probeschauen, Verwerfen, Ändern, Probeschauen und abermaligem Ändern der Film endlich fertig ist klingelt es an der Türe. Der Postbote ist da und bringt mir zwei DVD die ich etliche Tage zuvor online bei Magix bestellt habe. Bei der Sichtung des neuen Audiomaterials wird schnell klar, ich muss die komplette Hintergrundmusik wegwerfen und mit diesem Material neu umsetzen. Und endlich habe ich einige wirklich gut passende Geräusche mit Straßenatmosphäre, Vogelzwitschern, Wasserfällen und vielem mehr. Damit kann ich die vom Wind gebeutelten schlechten Tonaufnahmen aus der P7000 sehr einfach ersetzen und werde ein wesentlich besseres Endergebnis erzielen.

Als nach einen weiteren Tag der Film in seiner neuen Version steht geht es an den Export. Ich wähle ein MP4 Dateiformat in der besten Qualität mit zwei Encoding-Duchgängen. Als nach etwa vier Stunden das Ergebnis steht bin ich gespannt. Die Datei ist 4,8 GB groß – urgs – wie soll ich das bei YouTube hochladen? Egal, ich schau es mir erst einmal an. Gleich nach den ersten Kamerafahrten tritt totale Ernüchterung ein. Ständig sind flackernde Streifen und andere Artefakte und Bildstörungen zu sehen. So geht das nicht, das ruiniert die ganze Arbeit.

Der Film wird mit anderen Settings neu exportiert. Wieder und wieder versuche ich es. Anti-Interlace-Filter ein/aus, was auch immer. Die kleinen “Testrendering” mit 60s sind ok, der gesamte fertige Film ist es nicht. Es ist zu Haare raufen und macht mich fast wahnsinnig. Erst als ich ein 113MB großes Update aus dem Internet heruntergeladen habe, dies installiert ist und der Rechner neu gestartet ist, gelingt ein Export im WMV-Format (Windows-Media-Video). Mit einem Qualitätsfaktor von 95 ist diese Datei 2,78 GB groß, das könnte klappen.

Für den Upload verwende ich Google Chrome. Mit meiner 6 MBit DSL-Leitung benötigt der Upload viele Stunden.

Doch dann fast ein Jahr nachdem ich die vielen kurzen Video-Schnipsel und Fotos gemacht habe ist mein Film endlich online, was für ein Fest :-)

Danach versuche ich meine erste Blu-Ray zu erstellen. Die Kapitel-Marker und Menüs sind schnell gesetzt und aus Vorlagen zusammengestellt. Doch nun muss der gesamte Film erneut gerendert werden. Ganze 4,5 Stunden soll das schon wieder dauern, ich kann es echt nicht mehr sehen…

Am nächsten Morgen freue ich mich darauf meine erste Blu-Ray in meiner SONY Playstation 3 anschauen zu können, aber statt eines Films hält mein Computer nur eine Fehlermeldung für mich bereit…

Update um 15:30

Nachdem ich meine erste Motorradtour des neuen Jahres unternommen habe und beide Mopeds nun vollgetankt und mit korrektem Luftdruck auf das nächste sonnige Wochenende warten, starte ich einen zweiten Anlauf für die Erstellung meiner ersten Blu-Ray. Und diesmal klappt es, scheinbar war der Rohling aus dem ersten Versuch fehlerhaft. Bei einer Tasse heißem Kaffee schaue ich mir meinen ersten “echten Film” auf meinem 52″ Fernseher an und bin schwer beeindruckt wieviel besser die Qualität im Vergleich zum stark komprimierten “YouTube-Stream” ist, den ich mir im Vergleich via Apple-TV anschaue. Die eingebetteten Bilder sind “rattenscharf”, der Tom kommt über die großen Lautsprecher “kinomäßig” daher und letztlich macht mich das Ergebnis wirklich froh.

Nun wird es noch schwerer die Zeit abzuwarten bis die neue Nikon D800E endlich da ist. Mit dieser Kamera eine Endeckungsreise durch Island zu unternehmen, was für eine großartige Vorstellung. Vielleicht kann ich diesen Traum ja tatsächlich umsetzen, schauen wir mal…


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