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Nikon 1 V2 – Filmen im Tierpark

Eigentlich hatte ich mir vorgenommen nach unserer Rückkehr aus Teneriffa ein einziges großes Video zu erstellen. Aber nun habe ich irgendwie Spaß daran einzelne Teile zu kurzen “handlichen” Videos zu verarbeiten. Heute habe ich ein neues Video für Euch das ohne viel Schnickschnack auskommt. Es gibt nur einfache Schnitte und zwei sehr sparsame Ausblendungen. Manchmal ist weniger mehr, bei diesem Video sollen nicht die tollen Übergangseffekte aus Final Cut Pro X wirken, sondern die Bilder der wunderschönen Tiere die der Jungle Parque bei Arona im Süden Teneriffas für seine Besucher bereit hält.

Final Cut Pro X - Jungle Park

Während des Video-Schnitts habe ich überlegt ob ich die Bilder des einäugigen Weißkopfseeadlers und seines verletzten “Kollegen” wegschneiden soll, aber dann habe ich sie doch verwendet. Schließlich gibt es diese Tiere im Jungle Parque und sie sind trotz ihrer Behinderung beeindruckende Tiere. In der freien Natur wären sie sicher längst verendet, hier im Park werden sie liebevoll gepflegt und könnten hier in Ruhe alt werden, wenn sie nicht ständig von en Touristen angepfiffen oder sonst wie geärgert würden. Manchmal frage ich mich, wer im Tierpark eigentlich wen anschaut! Besonders bei den Affengehegen geben viele Menschen oft die deutlich animalischeren oder besser “dümmeren” Laute von sich.

Im Video kann man die Nikon 1 V2 mit FT-1 Adapter und dem Nikon AF-S VR 2,8/70-200mm mehrfach sehen. Diese Aufnahmen habe ich wiederum mit meiner Nikon 1 V1 und dem AF-S VR 6,7-13mm Weitwinkelzoom aufgenommen. Dieses hatte ich dabei auf meinem kleinen Manfrotto Schwebestativ montiert. Einige wenige Sequenzen habe ich auch mit dem wunderbaren AF-S VR 10-100mm PD und der Nikon 1 V1 gefilmt.

Hier habe ich noch einige Fotos die ich “zwischendurch” schnell aus dem Handgelenkt geschossen habe. Eigentlich wollte ich nur filmen, aber ich bin doch sehr froh, dass ich noch einige schöne Fotos mit nach Hause bringen konnte. Das ist für mich einer der größten Vorteile dieses sehr kompakten Systems. Die Kameras des Nikon 1 Systems machen nicht nur schöne Videos sondern auch sehr brauchbare Fotos.

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Hier noch meine Tipps für das Fotografieren in Zoos oder Tierparks:

  1. Teleobjektive helfen die Motive groß abzubilden und schön vom Hintergrund abzuheben. Bei der Brennweite der Teleobjektive gilt wie fast immer “Mehr ist Mehr”. Doch lichtstarke Superteleobjektive kosten schnell ein größeres Vermögen. Hier sind alle Fotoamateure im Vorteil die Kameras mit hochauflösenden kleinen Chips verwenden und daher zu preiswerteren kürzeren Teleobjektiven greifen können.
  2. Der CX-Chip der Nikon 1 Kameras hat einen Verlängerungsfaktor von 2,7. Damit wird aus einem 100mm Teleobjektiv ein 270er Tele, das ist schon sehr brauchbar. Besser ist ein 200er Tele, dass dann einem 540mm Tele entspricht. Wer nun noch einen 1,7-fach Teleconverter verwenden kann, der kommt auf sagenhafte 918mm und kann damit aus Entfernungen von ca. 10 Metern Motive die etwa einen Meter groß sind sehr schön abbilden.
  3. Etwas größer sind die Sensoren der Kameras des Micro-Four-Thirds-Systems (HFT oder auch M34). Hier hat der Chip der Kamera 1/4 der Größe eines normalen Kleinbild-Dias. Dieses wird häufig als “Vollformat” bezeichnet und hat 24x36mm. Verglichen mit den 6x7cm einer Mamiya RZ-67 ist das natürlich immer noch winzig, aber das ist ein ganz anderes Thema. Der Sensor einer MFT Kamera hat also die halbe Diagonale einer Kleinbild bzw. “Vollformatkamera”. An einer MFT Kamera kann man mit entsprechenden Adaptern diverse Fremdobjektive anbringen. Für das System werden Zoom-Objektive mit einer Brennweite bis ca. 200mm angeboten, die wegen des Verlängerungsfaktors von 2.0 einem 400er Teleobjektiv entsprechen. Wer ein Vollformat-Fremdobjektiv via Adapter benutzt muss in der Regel alles manuell einstellen, hat keinen Autofokus und keinen Bildstabilisator. Das sollte man beim Kauf eines entsprechenden Adapters bedenken!
  4. Wer beispielsweise mit einer Nikon D7000 zur Fototour ausrückt hat einen DX-Chip der halb so groß ist wie ein 35mm Diapositiv. Damit ist die Diagonale um den Faktor 1.5 kleiner als bspw. bei einer Nikon D800 mit einem “Vollformatchip”. Wer mit einer solchen Kamera im Tierpark schöne Fotos machen möchte, dem würde ich ein 400mm Teleobjektiv empfehlen, das einem 600mm Teleobjektiv im “Vollformat” entspricht. Ein Telekonverter ist ggfs. auch hier eine sinnvolle Ergänzung. Man sollte beachten, dass nicht jedes Teleobjektiv mit allen Telekonvertern kompatibel ist!
  5. Wer mit einer “Vollformatkamera” wie beispielsweise der Nikon D800 in den Zoo geht, dem würde ich ein 600er Teleobjektiv empfehlen.
  6. Um Tiere in einem Gehege zu fotografieren sollte man sich wenn möglich einen leicht erhöhten Standpunkt suchen um freien Blick zu haben. Viel Geduld hilft dabei wirklich schöne Fotos zu erhalten. Viele Tiere streifen auf den immer wieder gleichen Bahnen durch ihr Gehege. Wer die Tiere ein wenig studiert kann seine Fotos oft ein wenig “planen” und wird die besseren Bilder aufnehmen als seine ungeduldigen Kollegen.
  7. Muss durch eine Glasscheibe fotografiert werden, sollte man das Objektiv mit der Gegenlichtblende möglichst direkt vor der Scheibe positionieren. Geht das nicht, kann man mit einem Stück schwarzen Karton oder Stoff störende Reflexionen abschirmen. Wer ein schwarzes T-Shirt trägt ist hier oft im Vorteil und kann sich einfach geschickt aufstellen und damit Reflexionen sehr effizient reduzieren.
  8. Will man Tiere fotografieren die sich in einem vergitterten Gehege aufhalten, so klappt das am besten wenn sie sich etwa in der Mitte des Geheges befinden. Die Kamera setzt man möglichst nahe an das Gitter und wählt ein weit geöffnete Blende. Das Gitter sollte möglichst im Schatten liegen, damit es so gut wie möglich in der Unschärfe des langen Teleobjektiven verschwindet.
  9. Tiere die sich direkt am vorderen Gitter befinden braucht man gar nicht erst zu fotografieren, das wird eh nichts :-)
  10. Besucht man den Tierpark an kalten Tagen sind meist weniger andere Besucher zugegen. Die Tiere sind entspannter und man macht die besseren Fotos.
  11. Gute Vorbereitung hilft Zeit zu sparen. Meiner Erfahrung nach ist es besser sich auf einige wenige Tierarten zu konzentrieren statt zu versuchen, an nur einem Tag alle Tiere eines Parks abzulichten.

Fazit:

Auch wenn viele ambitionierte Amateure angesichts einer Nikon 1 oft die Nase rümpfen, kann man mit dieser Kamera gerade in Tierparks wirklich tolle Fotos und Videos machen. Bereits ein relativ preiswertes leichtes 200mm Teleobjektiv ermöglicht dank des kleinen Chips dieser Kamera bereits teils atemberaubende Abbildungsmaßstäbe. Eine Vollformatkamera mit vergleichbarem Abbildungsmaßstab schlägt schnell mit mehr als 10.000 Euro zu buche und wiegt ein vielfaches. Hier heißt es also abzuwägen zwischen Kosten, Gewicht und Nutzen.

Sehr cool ist, dass die Nikon 1 in Verbindung mit dem FT-1 Adapter moderne Nikon Objektive praktisch vollständig ausreizen kann. Autofokus, Bildstabilisator, alles funktioniert so wie man es gewohnt ist. Damit ist meiner Meinung nach die Nikon 1 bei der “preiswerten” Fotografie in Zoos und Tierparks derzeit unschlagbar.


Fotoschule – Teil 3

Aktuell geht es Schlag auf Schlag – kaum ist Teil 2 von “Ansgar’s kleine Fotoschule” fertig, da habe ich schon den dritten Teil für Euch :-)

Hier habe ich ein Fotos das ich eben mit der Nikon 1 V2 und dem tollen Nikon  AF-S 1.2/32mm von der Nikon 1 V1 gemacht habe. Mit der Nikon 1 V1 und dem hier gezeigten Sigma EX DC 1,4/35mm habe ich in Verbindung mit dem Nikon FT-1 Adapter das aktuelle Video aufgenommen. Die großartige Nikon D800E steht nur als Dekoration im Hintergrund. Das liegt daran, dass die Nikon 1 einfach so wunderbare Fotos und Videos liefert.

Nie zuvor habe ich ein Kamerasystem derartig unterschätzt. Wäre sie nicht in den letzten Monaten so stark im Preis gefallen, ich würde mich wohl noch immer mit vielen schweren Objektiven und der Nikon D800E abschleppen. Aktuell bin ich mit der Nikon 1 V2 und dem AF-S 1,2/32mm wirklich ziemlich glücklich.

Nikon 1 V1 & FT1 & Sigma EX DC 1.4/35mm

Hier habe ich mal die ganzen kleinen Kartons abgelichtet. Ihr könnt schon sehen, ich habe mir inzwischen fast das gesamte Programm zusammengekauft. Aktuell bin ich wirklich sehr gespannt was die Nikon 1 V3 bringen wird :-)

LEGO was Yesterday...

Hier habe ich das Beispielfoto aus dem obigen Video für Euch in voller Auflösung bei flickr.com hochgeladen. Schaut es mal in Originalgröße an und fragt Euch ganz kritisch ob Ihr dieses Ergebnis einer billigen kleinen Kamera mit einem Sensor im CX Format zugetraut hättet?

Nikon 1 V2 & Nikkor 1.8/18.5mm - Full Resolution - Sample

Wer eine Kamera sucht um Fotos für eBay Aktionen und ein paar Urlaubsbilder aufzunehmen, der ist mit den Kameras und Objektiven des Nikon 1 Systems wirklich gut bedient.  In den kommenden Woche werde ich mich in einem speziellen Video eingehend den einzelnen Kameras und Zubehörteilen dieses wehre coolen Systems widmen.

Ich bin sehr gespannt auf Euer Feedback zu diesem Video. Wer mag darf natürlich gern den YouTube-Daumen nach oben drücken oder diesen Artikel oder das Video bei Facebook oder Google+ teilen :-)


Final Cut Pro X – Fehler beim Video-Export beheben (OS-X Mavericks)

Seit einigen Tagen habe ich immer wieder Probleme wenn ich versuche ein Video zu exportieren, nachdem ich den Schnitt mit Apples “Final Cut Pro X” – oder kurz FCPX – beendet habe. Der Export startet und nach einigen Minuten bricht FCPX immer wieder mit Fehlermeldungen wie dieser ab:

  • Der Vorgang konnte nicht abgeschlossen werden da beim Erstellen des Bildes XXXXX ein Fehler aufgetreten ist.

Im echten Leben sieht das so aus…

Bildschirmfoto 2013-11-19 um 00.09.00

Dieser Fehler hat mich fast in den Wahnsinn getrieben. Mehrfach habe ich die Render-Files gelöscht und mit verschiedenen Tools, die in einigen Internet-Foren empfohlen wurden, alles Mögliche versucht – leider vergeblich!

Vor etwa einer Stunde habe ich heute meinen dritten Teil von “Ansgars kleine Fotoschule” für fertig erklärt und den Export als “Original-Datei” im ProRes-Format gestartet. Und siehe da, keine 5 Minuten später bricht FCPX wieder mit dem verhassten Fehler ab. Es ist zum Mäuse melken… So kann das nicht weitergehen und ich setze nochmals alles daran diesen fiesen Fehler zu beheben. In einem speziellen Forum für User von Final Cut Pro X bin ich dann auf den Hinweis gestoßen, ich solle “in den Finder Einstellungen App Nap deaktivieren“.

  • Was zum Teufel ist “App Nap”???

Also schauen wir mal nach was das ist und siehe da ich finde in der Wikipedia diesen Artikel:
(Auszug)

OS X 10.9 Mavericks ist die derzeit aktuelle Version des Betriebssystems OS X des Unternehmens Apple. Das Betriebssystem wurde am 22. Oktober 2013 kostenlos als Nachfolger von OS X 10.8 („Mountain Lion“) veröffentlicht.

Änderungen und Neuerungen

  • Finder mit Tabs
  • Tagging von Dateien
  • Mehrere Bildschirme – Unterstützung für Apple TV, unabhängige Nutzung von (mehreren) Programmen im Vollbildmodus
  • iCloud Keychain – Abgleich von Anmelde- und anderen Daten via iCloud, Generierung von Passwörtern, Verschlüsselung mittels AES-256
  • Apple Maps – Kartenanwendung mit 3D-Ansichten, Verkehrsanzeige und Navigation, Routen können an iOS-Geräte weitergegeben werden, Anzeige von Karten auch in den Anwendungen MailKalender und Kontakte
  • iBooks – Anwendung zum Anzeigen von E-Books, Synchronisation mit iOS-Pendants
  • Kalender – Vorschlag von Points of Interest (POI) in der Nähe beim Erstellen von Einträgen, Anzeige von Wetterinformationen und Reisezeiten
  • Safari – neue Seitenleiste, verbesserte Leistung (Nitro Tiered JIT, Fast Start), verminderter Energieverbrauch für Seiten im Hintergrund und unerwünschte, über Plugins angezeigte Inhalte (Safari Power Saver)
  • Mitteilungszentrale – erweiterte Möglichkeiten bei Benachrichtigungen, wie beispielsweise unmittelbares Beantworten einer Nachricht oder Löschen einer eingegangenen E-Mail, Anzeige von Benachrichtigungen ausgewählter Websites, Darstellung von Benachrichtigungen in Abwesenheit
  • Timer Coalescing – vermindert CPU-Belastung[3]
  • App Nap – reduzierter Energieverbrauch durch Einfrieren nicht benötigter Anwendungen[3]
  • Komprimierter Arbeitsspeicher – verbesserte Speicherverwaltung durch Komprimieren inaktiver Prozesse[3]
  • energieeffizientere Wiedergabe von iTunes-HD-Inhalten[3]
  • SMB2 Filesharing – Server Message Block Version 2 (SMB2) löst das Apple Filing Protocol (AFP) als Standardprotokoll für Dateifreigaben ab. AFP findet aber zum Beispiel bei Apples Backuplösung Time Machine noch weiterhin Anwendung.[4]
  • iTunes – synchronisiert Kontakte, Kalender, E-Mail-Konten und Safari-Lesezeichen nicht mehr via USB-Kabel-Verbindung. Alle anderen Inhalte können weiterhin über USB-Kabel synchronisiert werden.[5]

Nun wird mir einiges klarer!! Seit ich meinen Mac vor einigen Tagen auf das neue OS-X Mavericks upgedatet habe, versucht das Betriebssystem Strom zu sparen indem einzelne Programme während sie im Hintergrund werkeln angehalten oder verlangsamt werden.

Wer schon einmal länger als nur einige Minuten mit Final Cut Pro X auf einem Mac Book Pro gearbeitet hat der weiß, dass diese Software den Rechner fast zum Glühen bringt. Das hat auch seinen Grund, denn diese Software muss echte Kraftanstrengungen vollbringen um riesige importierte Datenmengen im Hintergrund so aufzubereiten, dass man sie in der Vorschau ohne Ruckeln in brauchbarer Qualität anschauen kann. Schaut man sich die Auslastung von Speicher, Festplatte und Prozessor während der Arbeit mit FCPX näher an, so findet man schnell heraus, dass ein Rechner auf dem diese Software läuft wirklich ALLES geben muss. Und da passt es nicht ins Bild wenn man gleichzeitig versucht Strom zu sparen.

Hier habe ich einen Screenshot für Euch, der zeigt wie man dieses neue Feature für FCPX abschaltet. Man öffnet einfach den Ordner Programme, klickt das Symbol von “Final Cut Pro” an und betätigt dann “Command + i”. Es öffnet sich ein Fenster das die Eigenschaften dieses Software-Paketes anzeigt. Dort kann man unter “Allgemein” ein Häkchen bei “App Nap deaktivieren” setzen.

FCPX - Final Cut Pro X - App Nap - Deactivate - Deaktivieren

Und siehe da, nach einem Neustart von FCPX klappt es mit dem Export von “Ansagers kleine Fotoschule – Teil 3″ auf Anhieb :-)

 

 


Fotoschule – Teil 2

Und da haben wir schon den zweiten Teil meiner kleinen Fotoschule. Diesmal wird das Thema BLENDE – ZEIT – ISO so einfach und anschaulich wie irgend möglich erläutert. Beim Dreh musste ich alles geben! Nach der ersten Hälfte hat wieder der Akku meiner Nikon 1V1 schlapp gemacht, ich hatte ihn seit Teil 1 nicht aufgeladen… Also habe ich die “Bierszene” mit der Nikon 1 V2 gefilmt, dabei aber versehentlich nicht den richtigen Fokuspunkt gefunden und erst später beim Schnitt bemerkt, dass diese Szene total unscharf ist. Also musste ich noch eine Flasche Bier auf EX trinken – hicks…

Voller Hoffnung ging es danach an den zweiten Anlauf. Doch diesmal war der Ton teilweise so stark übersteuert, dass man es sich eigentlich nicht anhören konnte. Inzwischen war der Akku für die Nikon 1V1 wieder etwas aufgeladen und so konnte ich Versuch #3 starten. Objektiv, Speicherkarte, alles zurück und Take #3 starten. Hier das Desaster, beim Versuch die drei Gläser Bier auf EX zu trinken habe ich mich verschluckt. Man war das ein Gehustete und der Schaum lief mir fast aus der Nase…

30 Minuten später hatte ich mich endlich etwas gesammelt, war aber nun schon leicht begetrunken. Doch für meine Leser und Zuschauer gebe ich alles und so ist Take #4 auch endlich geglückt.

Beim Export des Videos gab es schließlich um kurz nach Mitternacht die gleiche Fehlermeldung wie beim Video zuvor – Arg..

Bildschirmfoto 2013-11-19 um 00.09.00

Also habe ich es wie beim letzten Mal versucht, alle Vorschau-Dateien (Render-Files) zu löschen und los gehts…

Doch dann wieder ein Fehler, langsam aber sicher kriege ich die Krätze…

Bildschirmfoto 2013-11-19 um 00.18.52

Das letzte Update von Final Cut Pro X hat einen echt fiesen Mistfehler eingeschleppt! Was ist zu tun, ich bin leicht angetrunken, hundemüde und für diese ganze Videonummer fällt mir nur noch das Wörtchen “Rotz” ein. Aber egal, ich will es irgendwie hinbekommen… Also drücke ich Command + A um alle Videoschnipsel gleichzeitig zu markieren, danach erstelle ich daraus einen neuen zusammengesetzten Clip. Nach ein paar Minuten ist dieser fertig und in ein neues Projekt eingefügt. Erneut starte ich den Export und irgendwann um kurz vor 1h in der Nacht klappt es dann endlich – das Leben als YouTuber ist manchmal mehr als grausam…

Der Upload erfolgt über Nacht und am nächsten Morgen ist es schon online und mein YouTube-Hater hat mir auch schon den “Daumen nach unten” gegeben – wow… Vielleicht hat ja der Eine oder Andere Lust diese negative Bewertungen zu kompensieren und den Daumen nach oben zu drücken, ich würde mich sehr freuen :-)

 

 


Fotoschule – Teil 1

In meinem letzten Artikel habe ich Euch ja schon angekündigt, dass ich plane in den kommenden Monaten in lockerer Folge einzelne Videos und Artikel zum Thema “Ansgar’s kleine Fotoschule” zu erstellen. Heute ist der erste Teil schon fertig. Mein etwas ungehobelter Kumpel Arnulf Schmadtke hat mir im Vorfeld in seiner einzigartigen Manier einige Fragen per Video-Botschaft zukommen lassen. Diese Fragen habe ich zum Anlass genommen um Euch ein wenig zum Thema “Kennt man eine, kennt man alle” zu erzählen.

Warum dieses Thema? Ganz einfach, seit ich mit 12 Jahren Jahren meinen ersten Fotoapparat bekam hat sich an den meisten Themen der Fotografie fast nichts geändert. Es gibt einige wenige Zutaten die ein Bild aus rein technischer Sicht ausmachen. Diese Zutaten sollte man kennen und beherrschen. Es ist ein wenig wie das Lesen von Noten. Wer einst ein Konzertpianist werden will, der sollte damit beginnen des Notenlesen zu lernen.

Kommt man mit den Noten erst einmal zurecht so garantiert dies aber noch lange nicht, dass man einst als gefeierter Beethoven-Interpret auf einem Steinway-Flügel musiziert oder vielleicht stattdessen daheim vor einer etwas verstaubten Heimorgel gemeinsam mit den Enkelkindern Volkslieder übt. Das Notenlesen ist das Handwerkszeug der Musiker und was man daraus macht hängt von den eigenen Fähigkeiten ab und mehr noch davon wie hartnäckig man seine Ziele verfolgt.

Bei der Fotografie ist es ganz genauso. Wer seine Kamera nicht beherrscht (Noten lesen kann) der sollte sich keine Hoffnungen auf eine große Karriere als gefeierter Starfotograf machen. Daher mein Appell an alle die ernsthaft in die Fotografie einsteigen wollen:

  • Lernt zuerst Noten zu lesen und versucht danach schöne Lieder zu komponieren!

Für die Erstellung meines Videos habe ich insgesamt drei Kameras verwendet. Mein Ziel war ein schöner abwechslungsreicher Multi-Cam-Edit. Aber leider habe ich immer wieder meine Beispiel-Fotoapparate vor der “Detail-Kamera” zu hoch gehalten und die alternative Einstellung war letztlich nicht zu gebrauchen weil Kamera #3 keinen vollständig aufgeladenen Akku hatte. So sind letztlich nur zwei Spuren übrig geblieben. Wundert Euch also nicht wenn ich im Video immer mal wieder recht freundlich einen imaginären Fremden anlächle, das war Kamera #3…

Kamera #1 (Hauptkamera) war diesmal meine Nikon D800E mit dem AF-S VR 2.8/24-70mm Objektiv bei 1/30s, Blende 5,6 und ca. ISO-400. In der D800E war KEINE SPEICHERKARTE eingelegt, daher konnte ich ein cleanes Videosignal über HDMI ausgeben und erstmals mit meinem neuen Atoms Ninja 2 aufzeichnen. Leider war auch die D800E nicht perfekt vorbereitet. So war auch hier zwischendurch die Batterie am Ende und zusätzlich hatte ich vergessen sie so einzustellen, dass sie den Live-View tatsächlich beibehält. Statt ein ununterbrochenes Videosignal zu liefern hat sie sich alle 10 Minuten abgeschaltet. Dabei bekommt man natürlich die Krise wenn man mit drei Kameras gleichzeitig zu filmen versucht.

Sehr doof ist es auch wenn man sein eigener Tontechniker, Moderator und Kameramann sein muss. Wie fokussiert man eine Kamera auf das eigene Gesicht wenn man hinter der Kamera steht? Dementsprechend sind im zweiten Teil die Kameras auf dem Tisch schön scharf abgebildet, mein Gesicht hat allerdings einen kräftigen Weichzeichner :-(

Auch hatte ich ein wenig Hoffnung in den WU-1b WLAN Adapter an meiner Nikon 1V2 (Detailkamera) gesetzt. Aber die kostenlose Nikon APP ist wirklich noch primitiver als in den diversen Schmähschriften im Internet beschrieben. Zwar kann man damit via WLAN den Live-View auf das Handy oder ein iPad auslagern, aber eine Video-Aufnahme lässt sich damit nicht starten!! Hier habe ich mich echt gefragt wie dumm man sein muss wenn man zu diesen tollen Kameras und dem grundsätzlich guten WLAN-Adapter eine so primitive Software konzipiert…

Dann gab es auch noch Probleme mit dem Ton. Im ersten Teil habe ich das eigentlich recht gute Audio Technika ATR-3350 verwendet. Dieses Mikro hat einen kleinen Vorverstärker der mit einer winzigen LR44 Batterie betrieben wird. Und wie immer war diese kleine Batterie leer, was ich aber erst nach dem ersten Moderationsanlauf bemerkt habe. Mit einer neuen Batterie ging es dann eine Weile ganz gut bis nach einer der vielen Unterbrechungen wieder kein Audio-Signal mehr im Atoms Ninja 2 ankam – Arg… Also bin ich auf ein echt primitives passives Ansteckmikrofon ausgewichen das es bei amazon.de für sage und schreibe 3,95 Euro zu kaufen gibt. Und was soll ich sagen, die Tonspur ist damit sogar besser geraten!

Wundert Euch also nicht wenn etwa in der Mitte des Videos die Tonqualität wechselt, das ist das zweite Mikrofon!

Arnulf Schmadtke hat seine kleine Fragerunde übrigens mit einer Nikon 1 V2 und dem 1.2/32mm bei Blende 1,8 ISO-400 und 1/100s aufgenommen. Außerdem hat der den Portrait-Autofokus mit Gesichtserkennung verwendet. Ich war von der Qualität einer kurzen Frage-Einwürfe mehr als überrascht. Ich hample mit einer großen Profikamera herum und er nimmt seine Fragen einfach schnell mal in der Küche auf :-)

Später beim Videoschnitt habe ich erst spät einige Clips gefunden die sich doch noch für ein Multicam-Edit eignen. Da war das Video aber schon fast fertig geschnitten. Also habe ich die ursprüngliche “einfache” Videospur in Final Cut Pro X deaktiviert und eine zweite Spur “darüber” gelegt bei der ich immer mal zwischen den beiden Kameras (Nikon D800E und Nikon 1V2) gewechselt habe. Als dann nach vielen Stunden endlich das 37 Minuten lange Video fertig für den Upload bei YouTube war, gab es beim Export immer wieder Fehlermeldungen. Das hat mich fast zum Wahnsinn getrieben. Letztlich hat eine lange Recherche im Internet geholfen. Auch andere Nutzer haben seit dem letzten Update dieses Problem. Nachdem ich alle Render-Dateien (die für die Vorschau benötigt werden) gelöscht und meinen Mac zwei Stunden lang erneut vor sich hin habe arbeiten lassen, ließ sich das Video dann endlich im Format 1080p exportieren. Die stark komprimierte Videodatei war immer noch 2,89 Gigabyte groß und dementsprechend hat der YouTube Upload ganze 6 Stunden gedauert!

Und so sieht mein schwer zusammen gefummeltes Video-Projekt aus…

Bildschirmfoto 2013-11-17 um 22.23.40

Wer diesen Screenshot anklickt muss ich nicht über die Größe wundern, das liegt an der irre hohen Auflösung des 15″ Retina-Displays an meinem neuen kleinen Mac :-)

Ich hoffe das Video macht Euch trotz aller Widrigkeiten ein wenig Spaß. Ich freue mich auf Euer Feedback!


Nikon 1J2 versus Nikon 1V2

ISO-12233-Testaufbau

Wie versprochen wird es in den kommenden Wochen in loser Folge immer wieder Artikel geben in denen ich die Nikon 1V1 mit der 1V2 und der 1J2 vergleichen werde. Außerdem werde ich Euch einige Objektive für dieses System vorstellen und dafür wahrscheinlich viele große Testbilder auf meinem Web-Server ablegen müssen.

Heute habe ich die Nikon 1J2 der Nikon 1V2 gegenübergestellt. Obwohl die Typenbezeichnung darauf schließen lassen könnte, dass diese Kameras den gleichen Chip verwenden, so sind sie doch sehr verschieden. Der neuere Sensor der Nikon 1V2 löst insgesamt rund 14 Megapixel auf, während der einige Monate ältere Chip der Nikon 1J2 mit “nur” 10 Megapixeln auskommen muss. Der Sensor der Nikon 1J2 ist baugleich mit dem Sensor der Nikon 1V1, daher liefern beide Kameras identische Bildergebnisse. Wer wissen will wie sich eine Nikon 1V1 schlagen würde, der liegt mit den Ergebnissen der Nikon 1J2 genau richtig.

Nikon 1 V1 - ME-1 - Tripod - Lenses - Filters

Kurz nach der Vorstellung des Nikon 1 Systems haben sich viele Blogger und Journalisten auf den Chip im relativ kleinen CX-Format gestürzt. So ein kleiner Chip lädt ja geradewegs dazu ein ihn mit extrem hohen, oft praxisfernen ISO-Werte zu martern. Und da sich die Physik nicht überlisten lässt, war die ISO-Performance des kleinen Chips natürlich nicht so gut wie bei Kameras mit deutlich größeren Vollformat-Sensoren. Diese Tests haben den Kameras des Nikon 1 Systems einen schlechten Ruf eingebracht, wie ich meine zu Unrecht! Denn hier werden eben Äpfel mit Birnen verglichen. Hätte man damals die Nikon 1 der Nikon P7000 gegenübergestellt, so wären die Ergebnisse grundlegend anders ausgefallen. Der Grund warum die Kameras des Nikon 1 Systems mit deutlich größeren Spiegelreflexkameras verglichen wurden war schlichtweg der sehr hohe Listenpreis fast aller Komponenten dieses neuen Systems.

In den letzten Monaten hat sich gezeigt, dass der Markt auch hier alles regelt und aktuell sind die Preise der Kameras des Nikon 1 Systems auf dem Nivea der Nikon P7000 angekommen. Klar gibt es die P7000 inzwischen nicht mehr, also muss sich sich mit der P7100 oder der P7700 messen lassen. Und hier schlägt sie sich wegen des nun deutlich größeren Chips so richtig gut!

Was viele Blogger und Journalisten gar nicht beachtet haben, sind Features die bei den Nikon 1 Kameras relativ einzigartig sind. So verwenden diese Kameras die sehr schnelle und leistungsfähige Expeed 3 bzw. Expeed 3a Engine für die Bildverarbeitung. Diese Prozessoren stammen direkt von den großen Profikameras und die kleinen Nikons können durch den Einsatz dieser Chips wirklich erstaunliches leisten wenn es bspw.  um Serienbild-Geschwindigkeit und Zeitlupeneffekte geht.

Leider muss man als Nutzer einer Nikon 1V1 oder einer ihrer Schwestern ohne Braketing auskommen und hat keine Möglichkeit eines der großen Systemblitzlichter zu verwenden. Hier ist man mit einer Nikon P7000 oder P7100 usw. auf der Sonnenseite der Kameratechnik. Bracketing, Blitzschuh usw. orientieren sich hier an den größeren Spiegelreflexkameras. Man könnte sich nun vortrefflich darüber ärgern oder eben die Vorteile suchen die dieses neue Konzept hat. Die Nikon 1V1 und 1V2 haben einen völlig neu konstruierten Zubehörschuh. Hier kann man beispielsweise ein GPS einstecken, was ich sehr praktisch finde. Unverständlich ist mir allerdings, warum es kein spezielles Video-Mikrofon für diesen neuen Anschluss gibt. Obwohl die eingebauten Mikros der Nikon 1 Kameras wirklich erstaunlich gut klingen, werden viele Videofilmer ein externes Mikrofon bevorzugen. Hier ist es schade, dass dies noch mit einem Kabel auf der Linken Gehäuseseite angeschlossen werden muss, das hätte man eleganter lösen können. Wenn schon ein neuer Multifunktionsanschluss, dann auch einer mit echtem Mehrwert.

Aber genug philosophiert, schauen wir uns im Detail an was diese kleinen Kameras leisten wenn man ihnen mit einem ISO-12233 Testchart im Format 60×90 cm zu Leibe rückt. Wegen der Größe des Testcharts ist ein relativ praxisnaher Versuchsaufbau möglich. Verwendet man an der Nikon 1 das feine Nikkor AF-S 1,8/18,5mm Objektiv, so kann man die Kamera in einem Abstand von etwa 100cm vor das Testchart stellen und es damit bildfüllend ablichten. Wer kleinere Testcharts verwendet kommt schnell in einen “Makromodus” der deutlich weniger aussagekräftig ist.

Die Testreihen

Zu den Testbildern, es gibt jeweils zwei Testreihen mit dem AF-S VR 4.5-5.6/10-30mm Standardzoom (das fast allen Kameras beiliegt) und der lichtstarken AF-S 1.8/185mm Festbrennweite. Zusätzlich noch eine ISO-Testreihe von ISO-200 bis ISO-6400. Klickt einfach auf die Dateinamen um die verknüpften Testbilder in epischer Schönheit in einem neuen Fenster zu öffnen.

1J2 – Bild# 1V2 – Bild#
18,5mm – 1,8 _DSC1354.jpg DSC_0057.jpg
18,5mm – 2,8 _DSC1355.jpg DSC_0058.jpg
18,5mm – 4 _DSC1356.jpg DSC_0059.jpg
18,5mm – 5,6 _DSC1357.jpg DSC_0060.jpg
18,5mm – 8 _DSC1358.jpg DSC_0061.jpg
18,5mm – 11 _DSC1359.jpg DSC_0062.jpg
18,5mm – 16 _DSC1360.jpg DSC_0063.jpg
10-30mm – 4,5 _DSC1361.jpg DSC_0064.jpg
10-30mm – 5,6 _DSC1362.jpg DSC_0065.jpg
10-30mm – 8 _DSC1363.jpg DSC_0066.jpg
10-30mm – 11 _DSC1364.jpg DSC_0067.jpg
10-30mm – 16 _DSC1365.jpg DSC_0068.jpg
10-30mm – 8 – 200 _DSC1366.jpg DSC_0069.jpg
10-30mm – 8 – 400 _DSC1367.jpg DSC_0070.jpg
10-30mm – 8 – 800 _DSC1368.jpg DSC_0071.jpg
10-30mm – 8 – 1600 _DSC1369.jpg DSC_0072.jpg
10-30mm – 8 – 3200 _DSC1370.jpg DSC_0073.jpg
10-30mm – 8 – 6400 _DSC1371.jpg DSC_0074.jpg

Die Testbilder sind unkorrigiert und zeigen die reale Verzeichnung der beiden Objektive sehr schön. Schaltet man an den Kameras die automatische Objektiv-Korrektur EIN, so sind Abbildungsfehler kaum noch erkennbar.

Für alle ISO-Freaks habe ich mit beiden Kameras eine ISO-Testreihe von ISO-200 bis ISO-6400 aufgenommen. Hier könnt Ihr im Detail sehen wie sich diese beiden Kameras schlagen und welche Unterschiede zwischen dem 14 Megapixel-Sensor und dem geringer auflösenden 10 Megapixel-Sensor in der Realität erkennbar sind.

Diskussion der Testergebnisse

Wer es genau wissen will, der speichert die Testbilder auf seinem lokalen PC und schaut sie sich mit einem Tool wie beispielsweise XNView in Ruhe an. XNView ist für private Anwender kostenlos und das Tool hat kann EXIF-Daten sehr schön einblenden.

Bildschirmfoto 2013-11-03 um 13.09.11

XNView ist für Windows, OS-X und Linux verfügbar und kann hier heruntergeladen werden:

Schauen wir uns einige Bilder im A/B-Vergleich bei 100% an.

Vergleich-ISO-200-Center

Bei ISO-200 ist ein ganz leichtes Bildrauschen erkennbar, dass sich sehr einfach mit Nik Define  oder ähnlichen Filtern entfernen lässt. Mich persönlich stört es nicht weiter, denn es verleiht den Bildern aus diesen Kameras einen ganz eigenen Look. Dieses Foto sind keine flach gebügelten Computergrafiken sondern sehen ein wenig nach gescanntem analogem Filmmaterial aus. Auch sollte man beachten, dass die native Empfindlichkeit der Nikon 1J2 ISO-100 beträgt, die der Nikon 2V2 aber ISO-160. Damit die Bilder vergleichbarer werden habe ich beide Kameras hier auf ISO-200 eingestellt.

Vergleich-ISO-200-TopRight

Die Verzeichnung des 18,5mm Objektives ist in der Übersicht deutlich erkennbar, aber sie ist sehr linear und kann daher sehr einfach entfernt werden. Die Chromatische Aberration, also die Farbsäume an den äußersten Bildrändern sind ausgesprochen gering und lassen sich ebenfalls sehr einfach korrigieren.

Vergleich-ISO-6400

Das Bildrauschen ist bei ISO-6400 deutlich erkennbar. Aber dieser hohe ISO-Wert ist eher ungebräuchlich. Für Zeitrafferaufnahmen in völliger Dunkelheit wird man diese Kameras auch eher nicht verwenden. Bis ISO-1600 kann man sie jedoch mit sehr brauchbaren Ergebnissen nutzen. Dann sollte man allerdings unbedingt im RAW-Format fotografieren und sich bei der RAW-Konvertierung etwas Mühe geben und zusätzlich ggfs. Nik Define oder ähnliche Filter zur Rauschunterdrückung einsetzen.

Vergleich-ISO-6400-1920px

Hier habe ich beide Testbilder auf 1920 Pixel verkleinert und einander gegenübergestellt. Auflösung und Bildrauschen liegen jetzt auf gleichem Niveau. Wer seine Bilder also ohnehin nur im Internet zeigt, der wird mit der Nikon 1J2 oder der 1V1 identische Bildergebnisse erzielen.

Fazit

Wer seine Fotos im Internet präsentiert oder sie in HD-Videos einarbeitet, der wird mit der Bildqualität der kleinen Nikons im Format 1920px selbst bei ISO-3200 noch recht gut bedient sein. Bei den niedrigsten ISO-Werten liefern die Kameras Ergebnisse aus denen man noch sehr brauchbare Prints im Format bis ca. 40x60cm erstellen lassen. Natürlich sind auch größere Formate kein Problem, aber dann sollte man diese Bilder nicht mehr mit der Lupe sondern mit etwas Abstand betrachten. Für den “Hausgebrauch” sind dann auch größere Formate möglich. Alles in allem liegt die Auflösung dieser Kameras etwa bei dem was sich aus wirklich guten Kleinbild-Dias mit einem ordentlichen Scanner herausholen lässt. Diese Bildqualität war über mehr als 50 Jahre hinweg für die ganze Welt mehr als ausreichend und fast alle Reporter und Kriegsberichterstatter haben im Kleinbildformat gearbeitet.

Die überwiegende Zahl der Veröffentlichungen die wir bis zum Jahr 2000 in den Zeitschriften dieser Welt gesehen haben wurden mit 35mm Film realisiert. Wenn eine kompakte kleine Kamera wie die Nikon 1J2 die man aktuell für unter 300 Euro bekommt auf diesem Niveau liegt, dann ist das also grundsätzlich gar nicht schlecht. Rational betrachtet ist die Bildqualität gut, kann sich aber mit deutlich teureren Kameras wie der Nikon D800 und ähnlichen Modellen nicht messen. Abers das muss sie auch gar nicht, denn diese Kameras spielen in einer ganz anderen Liga.

Auf Reisen hat man mit beiden hier gezeigten Nikons sehr flexible kompakte Kameras für die es mittlerweile gute Objektive und sinnvolles Zubehör gibt. Hobbyfotografen die sich nicht mit einer schweren teuren Fotoausrüstung abplagen wollen liegen mit diesem System genau richtig. Wenn es nicht unbedingt Nikon sein muss, gibt es allerdings bei den anderen Herstellern vergleichbare Modelle. Hier sollte man die Kameras in einem gut sortierten Fotoladen anschauen und dann seinem Bauchgefühl nachgeben. Das Modell das sich am besten anfühlt und dem man subjektiv die besten Ergebnisse zutraut sollte man auch kaufen.

Mein Tipp

Nach dem Kauf seiner neuen Kamera ist es besser sich an den Bildergebnissen freuen und die Kamera auch fleissig nutzen statt sich in Internet-Foren die schöne neue Stück schlecht reden zu lassen. Und natürlich gilt für jede noch so preiswerte Kamera, dass gutes Licht, tolle Motive und ein durchdachter Bildaufbau im Ergebnis deutlich mehr zählen als leichtes Bildrauschen oder Abbildungsfehler des Objektivs.

Bei der Fotografie ist es genau wie in der Musik oder beim Sport. Mit einer teuren Gitarre ist man nicht automatisch ein Eric Clapton und mit den allerbesten Schuhen schafft man nicht auf Anhieb einen Marathon. Wer seine Fotos schlecht findet, der wird mit einer teuren neuen Kamera keine besseren Fotos machen. Kameras sind Werkzeuge und wer sie nicht beherrscht wird auch mit den besten Werkzeugen kein Michelangelo. Statt viel Geld für immer neue Kameras auszugeben sollte man mal ein paar gute Fotobücher lesen und vor allem an seinen Bildergebnissen arbeiten. Mit etwas Köpfchen, Geduld und Ausdauer wird man irgendwann Fotos machen die man zuvor für unmöglich hielt. Und das geht sogar mit kleinen preiswerten Kameras aus dem Nikon 1 System :-)

Und noch etwas, statt immer nach neuen besseren Kameras und neuen noch tolleren Fotos zu gieren könnte man sich ab und zu etwas Zeit und Muße nehmen und mal die Fotos die man SCHON HAT in Ruhe durch schauen. Ab und zu werden einem kleine Perlen wie dieses hier unter den Mauszeiger kommen. Ein Foto das ich am 14. Mai 2008 mit meiner Nikon D2x bei ISO-400 ohne Blitzlicht aufgenommen habe. Einfach mal Anklicken um es in 1920 Pixel Kantenlänge anzuschauen. Ein Bild das mit einer Kamera aufgenommen wurde die jetzt 8 Jahre alt ist und bei eBay & Co. für ca. 700 Euro gehandelt wird. Es muss also nicht immer eine Nikon D4x für 8.000 Euro sein :-)

D2X_0014


Windows Programme auf dem Mac nutzen

Softwarepakete des Herstellers Microsoft werden in der Mac-Welt oft verteufelt, aber dennoch zählt Microsoft Office in der Mac-Version zu einem der meistbenutzten Softwarepakete auf dem Mac. Viele Mac-Nutzer bezeichnen Microsoft als “böse Macht” und zetteln hier immer wieder fast religiös anmutende Debatten an. Betrachtet man OS-X und Windows 7 oder Windows 8 mit kühlem Kopf, so haben beide Systeme ihre spezifischen Vor- und Nachteile. Wer sich den Luxus zweier Computer nicht leisten kann und will, dem bleibt nur die Entscheidung für einen Mac- oder Windows-Computer.

Wer sich für einen Mac entscheidet hat später jedoch die Möglichkeit via “Bootcamp” eine parallele Windows-Installation auf seinem Mac-Computer durchzuführen. Um eine solche Installation ausführen zu können, braucht der Mac entweder zwei Festplatten oder man muss die eine interne Festplatte partitionieren, also in zwei unabhängige Bereiche aufteilen und diese separat formatieren. Für eine Windows-Partition sollte man mindestens 60-GB einplanen, bei einer teuren SSD mit 256-GB Speicherplatz kann es wirklich schmerzhaft sein soviel Speicherplatz für ein System zu reservieren mit dem man vielleicht nur gelegentlich arbeitet.

Wer Softwarepakete wie beispielsweise Elster-Formular für seine monatlichen Umsatzsteuer-Voranmeldungen oder andere lästige Dinge benötigt, der könnte statt einer parallelen Installation via “Boot Camp” einen virtuellen Computer mit der Software “Parallels Desktop” betreiben. Diesen virtuellen Computer kann man ggfs. auf eine externe Festplatte auslagern und dieser virtueller Computer verwendet nur so wenig Speicherplatz wie tatsächlich notwendig. Wer einen etwas neueren Mac zur Verfügung hat, der kann den virtuellen Windows-Computer auch problemlos auf eine externe Thunderbolt- oder USB-3.0 Festplatte verschieben. Bei einem älteren Mac klappt es zur Not auch mit einer Festplatte die über einen Firewire-800 Anschluss verfügt. Mit USB 2.0 Geräten sollte man es eher nicht versuchen, denn dann wird es wirklich langsam. Auf meinem neuen Mac mit 512 GB SSD geht das virtuelle Windows “ab wie Schmieds Katze” :-)

Die Installation ist ganz einfach und sie kann notfalls ohne Bauchschmerzen wieder rückgängig gemacht werden. Außerdem kann man seinen virtuellen Windows-Computer beliebig oft kopieren und beispielsweise auf das Mac Book der Freundin oder das kleine MacBook Air für die Reise benutzen.

Für den Start braucht man die Software Parallels Desktop. Diese kann man leider nicht über den Apple App-Store kaufen, aber der Hersteller bietet auf seiner Homepage neben einer 30-Tage Testversion die Möglichkeit an, die Software bequem via PayPal zu bezahlen. Der Preis fällt mit 79,99 Euro angenehm moderat aus.

Parallels-Desktop

Nach der Installation kann mit der Einrichtung einer virtuellen Windows Installation begonnen werden. Dazu startet man den frisch installierten Parallels Desktop, legt ein Windows Installationsmedium in das interne oder extreme DVD Laufwerk ein und los geht’s.

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Nach der Installation muss noch ein Paket mit Tools installiert werden das zum Installationsumfang des Parallels Desktop gehört. In den Optionen der virtuellen Maschine kann man nun Arbeitsspeicher und Prozessoren zuweisen. Hier sind alle Nutzer eines sehr aktuellen MacBooks im Vorteil. Mein neues 15″ MacBook verfügt über 16 GB Arbeitsspeicher und eine schnelle i7 CPU. Das sind die allerbesten Voraussetzungen für den flüssigen Betrieb eines virtuellen Windows-Systems. Meiner virtuellen Windows Maschine habe ich für den Anfang 4 GB Arbeitsspeicher und 4 CPU-Kerne zugewiesen.

Danach kann das frisch installierte Windows 8 zum ersten Mal gestartet werden. Und pfiffiger Weise hat es sogar ein Startmenü an gleichen Stelle an der man es von Windows 7 gewohnt war :-)

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In den Optionen des virtuellen Computers lässt sich auch konfigurieren, dass man unter Windows Zugriff auf die “normalen” Ordner wie Dokumente, Downloads, Bilder, Videos usw. erhält. Das ist sehr praktisch und so ist die Integration zwischen Windows und OS-X wirklich gelungen. Ein weiterer Vorteil ist, dass man viel wertvollen Festplattenspeicherplatz  einsparen kann, denn man muss in der virtuellen Maschine keinen freien Speicherplatz für Dokumente usw. reservieren.

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Den virtuellen Windows Computer kann man alternativ zum Vollbild auch so einstellen, dass sich die Windows Programme (wie hier der Windows Explorer) in die gewohnte Mac-Oberfläche integrieren.

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Nach der Installation von Elster Formular, Microsoft Office, Visual Studio usw. sollte man das Windows unbedingt aktivieren und die aktuellen Windows Updates installieren. Danach kann man für alle Fälle ein Backup der virtuellen Maschine erstellen. Diese ist eigentlich nur eine wirklich große Datei deren Speicherort man im Rahmen der Installation angeben hat. Für ein Backup muss die virtuelle Maschine gestoppt werden. Nachdem man auch den Parallels Desktop beendet hat, kann die virtuelle Maschine kopiert und auf andere Computer übertragen werden.

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Will man diese neue “saubere” Windows Installation auf einem zweiten Computer zum Laufen bringen, so installiert man dort zunächst ebenfalls den Parallels Desktop. Danach lässt sich eine Kopie der virtuellen Maschine mit einer externen Festplatte sehr einfach auf den zweiten Rechner übertragen. Dort startet man den Parallels Desktop und öffnet die virtuelle Maschine, danach beantwortet man die Frage ob der virtuelle Computer verschoben oder kopiert wurde. Bei kopierten virtuellen Maschinen wird eine neue virtuelle Mac Adresse für die virtuelle Netzwerkkarte generiert, es ist alles total virtuell… So können das “Original” und beliebig viele Kopien im heimischen Netzwerk gleichzeitig ohne Netzwerkkonflikte betrieben werden. Eine erneute Aktivierung von Windows 8 ist übrigens nicht notwendig!

Fazit

Die Software “Parallels Desktop Version 9″ ist ein sehr einfacher Weg um Windows-Programme auf einem Mac Computer benutzen zu können. Bei Mac Rechnern mit einem Retina Display kann es bei einzelnen Windows Programmen jedoch sein, dass die Grafiken von Schaltflächen und Toolbars in der “nativen Auflösung” des Displays angezeigt werden. Dagegen ist grundsätzlich nichts einzuwenden, aber die Pixel eines Retina Displays sind extrem klein und damit werden dann ggfs. auch Grafiken die Schaltflächen und Toolbars “verschönern” ziemlich winzig dargestellt.

Im folgenden Screenshot kann man diese kleinen Symbole sehr schön erkennen.

Elster-Formular-15Zoll-Retina-Display

Hier kann man recht einfach für eine bessere Lesbarkeit sorgen, indem man die Auflösung des virtuellen Displays auf 1920×1200 Pixel einstellt. Danach sieht auch Elster Formular so aus wie man es kennt.

Elster-Formular-15Zoll-Retina-Display-Skaliert

Leider geht zumindest in meiner virtuellen Maschine genau diese Einstellung immer wieder verloren. Nach jedem Neustart ist wieder 2880 x 1800 Pixel eingestellt. Dauerhaft ändern lässt sich hingegen die Größe aller Schriften, für eine gute Lesbarkeit ist eine Skalierung auf 200% ein guter Wert. Damit kommen auch viele Produkte wie bspw. Microsoft Office sehr gut zurecht und skalieren alle Grafiken parallel zur Größe der Schriftart. Wer auf die Nutzung von Elster Formular angewiesen ist, der muss leider zumindest mit der aktuellen Version in den sauren Apfel beissen und vor der Nutzung kurz über die Systemsteuerung die Display-Auslösung etwas reduzieren.

Dieses Problem tritt wohlgemerkt NUR bei Mac Computern mit Retina Display auf. Auf meinem kleinen 13″ MacBook aus dem Jahr 2009 funktioniert alles ohne Probleme und meine Freundin Sandra hat sich diesen schönen kleinen “Reise-Mac” auch schon mit Begeisterung an Land gezogen :-)

Zusammenfassend kann man sagen, dass die Nutzung von Windows 8 unter OS-X via Parallels Desktop sehr gut funktioniert und meiner Meinung nach die bessere Alternative als eine parallele vollständige Windows Installation via “Bootcamp” ist. Will man schnell mal eine Windows Anwendung öffnen, so muss man eben den Rechner nicht neu unter Windows starten und umgekehrt. Somit ist der Parallels Desktop sein Geld wirklich wert und das pfiffige ist, dass man via Parallels auch bspw. virtuelle Linux, Ubuntu oder OS-X Rechner laufen lassen kann. Wer also mal einen Blick über den Zaun werfen und ein wenig mit Linux oder anderen System experimentieren möchte, der hat es mit dem Parallels Desktop wirklich leicht. Über den Parallels Desktop kann ein komplett konfigurierter virtueller Ubuntu-Computer automatisch aus dem Web heruntergeladen und lokal installiert und gestartet werden.

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Wirklich cool ist auch die Möglichkeit einen bereits vorhandenen Computer via Netzwerk komplett zu übertragen und als lokalen virtuellen Computer nutzen zu können. Wer dies tut muss sich aber darüber im klaren sein, dass der virtuelle Computer ggfs. sehr viel lokalen Speicherplatz verbrauchen wird! Wie viel Speicher letztlich benötigt wird hängt von der Menge der auf dem “Quell-Computer” vorhandenen Daten ab. Wer hier viele Gigabyte mit Videos und Musik usw. gespeichert hat, der ist damit nicht auf der Sonnenseite des virtualisierten Lebens!

Möchte man also vollständig auf einen Mac umsteigen und seinen altes Windows System “mitnehmen”, sollte man dieses System vor der Übertragung in eine virtuelle Maschine so gut wie möglich aufräumen und von überflüssigem Ballast befreien.

Abschließend ist mein Fazit: Daumen hoch für den Parallels Desktop


Bildrauschen reduzieren mit Mehrfachbelichtungen

Im Jahr 2010 bin ich an einem Tag wirklich früh aufgestanden um mir den Sonnenaufgang über den La Sal Mountains nahe Moab in Utah anzuschauen und natürlich zu fotografieren! Während ich mit meiner Nikon D2x diverse Varianten aufgenommen habe, hat meine Nikon D300 einsam und verlassen auf einem Stativ gestanden und alle 10 Sekunden ein Foto aufgenommen. Aus der so entstandenen Bilderserie will ich irgendwann einmal eine schöne Zeitraffer-Sequenz erstellen.

Heute will ich diese vielen nahezu identischen Fotos aber nutzen um Euch zu zeigen, wie man mit Mehrfachbelichtungen das Bildrauschen in einem einzelnen Foto reduzieren kann. Aber schauen wir uns zunächst ein Foto an, das aus lediglich einer Bilddatei entstanden ist. Es ist nicht schlecht, aber auch nicht wirklich gut. Besonders  um die Sonne herum sieht diese Version sehr arg nach einer Photoshop-Bearbeitung aus.

Sunrise over La Sal Mountains - Single Shot

Schauen wir uns im Vergleich die neuere Version an, hier sehen die ersten Sonnenstrahlen hell und klar aus. Auch sind die Farben und der Detailkontrast sichtbar besser. Der Grund dafür ist aber nicht die Mehrfachbelichtung sondern, dass ich aufgrund des verringerten Anteils an digitalem Rauschen deutlich mehr Freiheiten bei der Bildbearbeitung hatte.

Sunrise over La Sal Mountains - Noise Reduction

Das Prinzip

Schießt man in relativ kurzer Folge etwa 5 praktisch identische Fotos so wird jedes Bild für sich besonders bei hohen ISO-Werten ein gewisses Bildrauschen aufweisen. Dieses Rauschen ist oft eher störend und die kritischen Pixelpeeper aus den diversen Internet-Foren stürzen sich immer wie die Geier auf ein Bild das ein wenig Bildrauschen aufweist. Dabei gehört das eigentlich zur Fotografie dazu wie das Salz in der Suppe. Was wären traditionell erstellte ausdrucksstarke Schwarz-Weiss-Fotos ohne ein gewisses Filmkorn?

Eines der Hauptversprechen der Hersteller mit dem sie immer wieder neue Kameras verkaufen ist, dass das neue Modell weniger “rauscht” als sein Vorgänger. Einst irrsinnig teure Profimaschinen werden dann in den Fotografie-Foren dieser Welt schlecht geredet und ihr Preis fällt in den Keller. Eigentlich sind das gute Zeiten für alle die gern die Vorzüge einer robusten Profikamera genießen wollen, sich aber kein ganz neues Modell leisten können.

Wer gern Landschaften fotografiert die ja meistens relativ gut still halten, der kann auch mit einer etwas betagten sehr preiswerten gebrauchten Kamera tolle Fotos machen, solange er weiß wie er es anzustellen hat!

Wie schon gesagt ist das böse Bildrauschen relativ zufällig über die Bilddateien verteilt. Nimmt man nun etwa 5 Bilder gleichen Inhaltes und legt sie bspw. in Photoshop übereinander, so kann man durch entsprechende Wahl der Transparenzwerte der einzelnen Ebenen das Bildrauschen sehr schön reduzieren.

Das Beispiel

Hier haben wir nun eine Serie nahezu identischer Fotos. Aus dieser Serie picken wir uns 5 Bilder heraus und öffnen sie bspw. mit Photoshop CS6:

Bildschirmfoto 2013-10-27 um 21.49.09

Dann korrigieren wir beispielhaft eines der Fotos und übertragen die Bearbeitungsschritte auf die vier anderen RAW-Dateien unserer Serie. Danach öffnen wir alle 5 Bilder und erstellen einen Stapel mit insgesamt 5 Ebenen. Dazu wählen wir eines der Bilder aus mit CMD+A dann CMD+C und schließen es mit CMD+W (unter Windows CTRL + F4). Nachdem wir zum Bild gewechselt haben auf das wir die 4 anderen Bilder stapeln wollen, betätigen wir CMD+V (oder CTRL + V unter Windows). Das wiederholen wir noch dreimal und haben unseren Bilderstapel beisammen.

Jetzt beginnen wir mit der Änderung der Transparenz der einzelnen Ebenen. Die Hintergrundebene setzen wir auf 100%. Sie ist also nicht transparent!

  • Hintergrund 100%
  • 1. Ebene 50%
  • 2. Ebene 33%
  • 3. Ebene 25%
  • 4. Ebene 20%

So sieht das dann aus:

Bildschirmfoto 2013-10-27 um 21.54.08

Eigentlich sind wir jetzt schon fertig. Wer keine weiteren Änderungen an seinem Foto vornehmen möchte, der kann es nun speichern und sich den nächsten Fotos widmen.

Schauen wir mal wie gut wir mit dieser Aktion das Rauschen reduzieren konnten. Dazu habe ich hier einen direkten A/B Vergleich in 100% Originalauflösung.

AB-Vergleich-100Prozent

Hier sieht man sehr schön, dass dieser einfache Trick mehr bringt als eine neue Kamera jemals leisten könnte. Alle feinen Strukturen bleiben erhalten, nur das störende Bildrauschen verschwindet wie von Geisterhand. Wer denkt er könnte mit weiteren Ebenen das Bildrauschen noch weiter reduzieren, der macht sich viel Arbeit und wird nur eine leichte Verbesserung erzielen können. Die Erfahrung zeigt, dass 5 Ebenen einen guten Kompromiss zwischen “Kosten und Nutzen” darstellen.

Wem das noch vorhandene Rauschen noch zu stark ist, der wird mit dem Filter Nik Define sicher einen besseren Effekt als mit weiteren Ebenen erzielen, aber seht selbst… (Einfach anklicken und auf 100% vergrößern)

Bildschirmfoto 2013-10-27 um 22.01.55

Ich habe nach der Rauschreduzierung via Nik Define noch den Filter Nik Viveza angewendet.

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Der Nik Viveza Filter ermöglicht mittels der Kontrollpunkte sehr schön eine partielle Nachbearbeitung einzelner Bildbereiche. So kann man das Blau des Himmels ein wenig kräftiger einstellen, das Rot der Morgensonne ein wenig farbiger und die Schattenpartien im unteren Bildbereich etwas aufhellen, so dass dort keine Strukturen verloren gehen.

Wer mag kann abschließend noch einen HDR Filter anwenden oder andere Bearbeitungsschritte durchführen. Kurz vor Schluss wird das Bild dann als unkomprimierte TIFF-Datei gespeichert. Wer seine Arbeit im Web bei flickr.com oder ähnlichen Portalen präsentieren will, der kann die Bilddatei beispielsweise über ein selbst erstelltes Photoshop-Makro auf 1920 Pixel Kantenlänge verkleinern. Bevor das Bild dann endgültig mit “Save for Web & Devices” gespeichert wird, kann es noch mit dem Nik Sharpener leicht nachschärfen.

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Werte zwischen 20% und 25% liefern hierbei in der Regel ein sehr brauchbares Ergebnis ohne, dass die Bilddatei “überschärft” aussieht.

Fazit

Wer will kann die Mehrfachbelichtungen auch direkt in der Kamera ausführen. Das vereinfacht den Workflow sehr stark, denn man hat nur Eine an Stelle mehrerer Bilddateien. Aber einzelne Bilddateien haben auch ihren Charme. Zwar ist der Aufwand bei der Bildbearbeitung höher, aber die Möglichkeiten für den nachträglichen Eingriff sind auch deutlich umfangreicher. So kann man mit den Transparenzwerten der einzelnen Ebenen sehr schön experimentieren und ist nicht davon abhängig nach welchem Algorithmus die Kamera die Einzelbilder zusammenfasst.

Das Ergebnis kann sich in jedem Fall sehen lassen solange man ein stabiles Stativ und einen Kabel- oder Infrarotauslöser verwendet. Die Belichtungsautomatik sowie den Autofokus sollte man natürlich abschalten, damit die Fotos so gut wie möglich zueinanderpassen.

Mit diesem kleinen Trick kann man mit einer 8 Jahre alten digitalen Kamera wie beispielsweise der Nikon D2x auf im Jahr 2013 noch wirklich verblüffend gute Ergebnisse erzielen. Wer den Aufwand nicht scheut kann auch so mit hohen ISO-Werten fotografieren und das viele gesparte Geld in gute Objektive, Literatur oder eine schöne Fotoreise investieren.

Letztlich gilt auch hier:

  • Nicht die Kamera macht das Bild sondern der Mensch der sie bedient. 

OS-X Mavericks – Was bringt das Update?

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Die Nikon F3 wurden von 1980 bis ist Jahr 2002 hergestellt. Die Nikon D2x wurde nur noch von 2005 bis 2008 gefertigt und die eigentlich noch brandneue Nikon D5200 wurde vor einigen Tagen bereits durch die D5300 abgelöst. Man fragt sich wohin diese immer kürzeren Produktzyklen noch führen sollen.

Bei Notebooks ist es nicht viel anders. Mein neues tolles MacBook Pro mit 15″ Retina-Display ist erst ein paar Wochen alt, da gehört es auch schon wieder zum alten Eisen. Oder etwa doch nicht? Nicht so ganz, wie wir gleich sehen werden…

In der neuen Version wurde im wesentlichen eine neuer Grafikchip verbaut. Und der Werbung kann man entnehmen, dass die Laufleistung des Akkus verlängert wurde. Die Verlängerung der Laufleistung des Akkus basiert aber im wesentlichen auf Optimierungen des Betriebssystems das aktuell als OS-X Mavericks angeboten wird. Das Upgrade vom eigentlich noch ganz frischen OS-X Mountain Lion ist kostenlos und so kommen auch Notebooks die schon ein paar Wochen alt sind in den Genus der neuen Features.

Also schauen wir mal was das bedeutet. Um OS-X Mavericks zu installieren startet man einfach den “Apps Store” und schon wird das kostenlose Update angeboten.

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Der Download dauert trotz DSL 16.000 fast eine Stunde. Zur Installation ist ein Neustart fällt, weitere 30 Minuten später ist das Update schon fast erledigt.

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“Schon fast” deshalb, weil weitere Downloads anfallen. iMovie, Pages, Numbers, Keynote, iTunes, Safari, es gibt fast nichts was nicht ebenfalls aktualisiert werden müsste. Aber schauen wir uns zunächst das Update im Detail an.

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Hier sehen wir nun die Programme die ebenfalls aktualisiert werden sollten.

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Schaut man sich unmittelbar nach dem Update die Liste der verfügbaren Softwarepakete an, so sollte man sich nicht davon irritieren lassen, dass sowohl das bereits installierte als auch das etwas ältere OS-X zum “Laden” angeboten werden. Hier also nicht klicken.

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Insgesamt müssen Daten mit einem Volumen von fast 10 GB heruntergeladen uns installiert werden. Hat man zwei Notebook, so fallen 20 GB an, bei drei Notebooks sind es 30 GB und wer wie ich noch einen Mac Mini in der Ecke stehen hat, der kommt auf 40 GB. Hier können alle Anwender aufatmen die noch eine echte DSL-Flatrate ohne Volumenbegrenzung haben.

Doch was bringt der ganz Datenwahnsinn? Auf der Apple Webseite wird man schnell fündig. Es ist die Rege von satten 200 Verbesserungen, das klingt erst einmal wirklich gut. Schauen wir ins Detail…

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Mit iBooks versucht Apple an de Erfolg des amazon Kindle-Konzeptes anzuknüpfen. Das Lesen digitaler Bücher liegt im Trend und nun kann man seine Urlaubslektüre auch bei Apple kaufen. Meiner Meinung nach ist das kein echtes Killer-Feature, denn wer schon einen Kindle oder ähnlichen E-Book Reader hat, der will seine Bücher sicher nicht auf dem Notebook lesen. Für alle die noch nichts mit Kindle & Co. zu tun hatten mag dieses Feature jedoch ganz willkommen sein.

Al nächstes schauen wir uns mal die neue Karten-Anwendung an. Auf den ersten Blick sieht das alles sehr nach Google-Earth aus. Was jedoch auffällt sind die wirklich langen Ladezeiten bis die Karten endlich aufgebaut sind. Meinen Versuch eine Route von Bonn nach Genua zu berechnen habe ich nach etwa 5 Minuten abgebrochen…

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Wer ein aktuelles iPhone besitzt, der kann sich eine geplante Route mit seinem mobiles Gerät synchronisieren. Für mich als Nutzer eines “echten GPS Gerätes” wäre es ganz interessant wenn man die Routen bspw. als GPX-Datei exportieren und an ein GPS-Gert übertragen könnte. Aber zum Suchbegriff GPX (das ist das gängigste Austaschformat für Geodaten) findet man in der Online-Hilfe leider keinen einzigen Treffer. Für eine echte Kartenanwendung ist das meiner Meinung nach wirklich ziemlich armselig.

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Was ist noch neu? Man kann nun ein zweites Display anschließen! Eingefleischte Apple Fans werden jetzt vielleicht in frenetischen Jubel ausbrechen. Aber mal ganz ehrlich, wer vor  5 oder 6 Jahren ein DELL Notebook mit Windows XP und einer Docking-Station verwendet hat, der konnte zusätzliche zum internen Display ZWEI WEITERE 24″ Displays anschließen, sogar via DVI. Dass dies beim fortschrittlichsten “Betriebssystem aller Zeiten” nun als tolles Feature angepriesen wird ist fast unfreiwillig komisch. Aber es gibt etwas das man in der ach so bösen Windows-Welt meist nicht kennt. Man kann den zweiten Monitor via WLAN in Verbindung mit einem Apple-TV ansprechen. Das kann ganz praktisch sein. Ich habe ein Apple-TV im Schlafzimmer und eines im Wohnzimmer, also musste ich dieses neue Feature sofort mal ausprobieren. Die Integration funktioniert recht gut. Aber bereits beim Versuch auf dem via WLAN angeschlossenen zweiten Monitor (Ein älterer LCD-Fernseher mit 720p Apple-TV Generation 2) kam dann Ernüchterung auf. Alle YouTube-Videos ruckeln und es macht so keinen Spaß parallel ein Video auf dem Fernseher laufen zu lassen.

In der Praxis wird man dieses Feature also eher selten sinnvoll nutzen nutzen können.

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Schauen wir uns mal die an OS-X Mavericks angepassten Programme an, die man allerdings zusätzlich kaufen muss! Hier gibt es ein paar Neuerungen, aber die Liste der Features ist mehr als überschaubar. Im wesentlichen wurde hier die iCloud eingebunden und es gab kleine Detailverbesserungen die letztlich notwendig waren um die Akku-Laufzeit zu verbessern.

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Beim kurzen Test starten alle Programme ohne Probleme und es scheint alles soweit problemlos zu funktionieren.

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Für mich als eingefleischten Fotofan sind natürlich die Fotoprogramme von größtem Interesse. Hier gibt es keine Änderungen zu vermelden, es bleibt alles beim Alten und das ist auch ganz gut so.

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Mit Logic Pro spiele bastle ich ganz gern ab und zu herum. Meine ersten Gehversuche mit Midi-Sequencern und elektronischen Klangerzeugern liegen schon fast 30 Jahre zurück. Doch die Liebe zu dieser Software-Gattung ist geblieben und daher ist es natürlich wichtig, dass Garage-Band und Logic weiterhin gut funktionieren.

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Nicht für jedes Software gibt es eine OS-X Version, so muss ich immer mal wieder in die Windows-Welt ausweichen. Dies lässt sich über den Parallels Desktop sehr einfach bewerkstelligen. Auf dem neuen Notebook startet das Windows 8 in einigen wenigen Sekunden und die Einbindung in das OS-X ist nahezu vorbildlich gut gelungen.

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Egal ob Powerpoint, Word, Excel, Visual Studio 2013, es funktioniert auch mit OS-X Mavericks alles wie gewohnt. Und während ich kurz ausprobiere ob noch alles funktioniert schummeln sich auch schon wieder Updates für den Adobe Acrobat Reader und vieles mehr auf die virtuelle Windows-Festplatte :-)

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Hier noch ein Screenshot von Windows 8 unter OS-X. Es funktioniert recht gut, aber mit dieser Kacheloberfläche kann ich mich noch immer nicht so wirklich anfreunden. Daher habe ich auf allen Windows 8 Rechner bislang die kostenlose “Classic-Shell” installiert. In den Optionen dieser Software kann man die Kacheloberfläche abschalten, ok sie ist nicht ganz weg aber sie mogelt sich nicht immer wieder in den Vordergrund. Alles in allem läuft das Windows 8 in Verbindung mit dem Parallels Desktop auf meinem Notebook sehr gut und sehr flüssig. Hier hat sich die ausgiebige Detailarbeit ausgezahlt die man bei Microsoft investiert hat um dieses Betriebssystem für etwas leistungsschwächeren Tablet-PCs zu optimieren.

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Fazit

OS-X Mavericks scheint stabil und gut zu funktionieren. Wer Wert auf maximale Akku-Laufzeit legt, der sollte sich ein paar Stunden Zeit nehmen und das Update ausführen. Wirklich wichtige Neuerungen scheint es auf den ersten Blick nicht mitzubringen. Aber solange es schnell und flüssig funktioniert, spricht auch nichts dagegen diese neue OX-X Version zu installieren, zumal das Update abgesehen vom extrem hohen Datenvolumen wirklich problemlos ist.

Mein Fazit: Daumen hoch für OS-X Mavericks


Vanguard – The Heralder in 140s

 

Weil ich an diesem Rucksack so viel Spaß habe, gibt es heute statt eines Unboxing-Vidoes ein kleines “Einpacking”. Außerdem habe ich ein wenig mit den Vorlagen von iMovie gespielt. Ich habe einen fast leeren Trailer mit dem iMovie-Thema “Übernatürlich” erzeugt, es im Format 1080p gerendert und und dann in Final Cut Pro X importiert. Dort habe ich aber nur einige Soundeffekte und die ersten Sekunden des Anfangs und das Outro verwendet. Irgendwie macht diese ganze Videobearbeitung viel Spaß und es ist mit Final Cut Pro X wirklich sehr einfach. Um eine kurze Zeitraffer-Sequenz zu erzeugen schneidet man mit zwei Mausklicks das was schneller ablaufen soll einfach aus dem Video-Stream heraus, klickt es an und drückt “Command + R”. Auf dem Mac heißt die Taste links neben der Leertaste “Command-Taste”.  Nachdem man das gemacht hat wird über dem markierten Videoschnipsel ein grüner Balken angezeigt. Den schiebt man mit der Maus hin und her, ganz so wie es einem gefällt. So kann man Zeitlupen oder Zeitraffer erzeugen, es ist ganz einfach!

Sobald man die Maustaste losgelassen hat wird der geänderte Videoschnipsel gerändert, es wird also eine Vorschau erzeugt die man ganz flüssig anschauen kann. Das geht meistens ganz fix.

Das Rohmaterial für dieses nur 140s lange Video ist ganze 15 Minuten lang!! Der Videoschnitt hat etwa 30 Minuten gedauert. Die Ausgabe als Video in Full-HD braucht dann etwa 15 Minuten und nach weiteren 15 Minuten ist das Video dann bei YouTube verfügbar. So macht das wirklich Spaß!

Sehr cool finde ich mein neues Ansteckmikrofon. Dieses kleine Ding habe ich bei amazon.de zum Spaßpreis von nur 4,95 Euro gefunden. Beim hinzufügen zum Einkaufskorb hatte ich das Gefühl, dass das nicht geklappt hat und habe mehrfach geklickt. Aber es hat geklappt, sogar mehrfach. Ich habe ein paar Tage später nicht schlecht gestaunt als ich plötzlich VIER kleine Ansteckmikros in der Post fand…

Man könnte sie zurückschicken, aber bei diesem Preis ist es auch ok sie einfach zu behalten. So habe ich ein Mikro für die YouTube-Videos, eines kann ich in die Notebooktasche stecken, eines kommt zur Nikon D800E in den neuen Rucksack und das vierte Mikro lege ich in die kleine Fototasche zu den beiden Nikon 1. So kann ich künftig immer und überall schnell mal in sehr brauchbarer Qualität ein wenig Ton aufnehmen :-)

Sehr cool ist auch, dass dieses Mikro mit einem kleinen Trick am Zoom H2 und Zoom H2n funktioniert. An diesen Geräten muss man lediglich via Menü die Option “Plug-In Power” aktivieren und dann funktionieren die Mikros sehr gut. So kann man sich bspw. den kleinen Zoom H2 in die Hosentasche stecken und das Mikro an den Hemdkragen klipsen. Damit kann man sich völlig frei bewegen und hat später eine sehr brauchbare Tonspur. Ich freue mich schon drauf das auf der nächsten Reise ausgiebig zu nutzen!

Hier habe ich noch ein Fotos der beiden ZOOM Geräte:

zoom_h2n_zoom_h2

Und zum Abschluss noch Links zu Mikrofon und dem sehr coolen ZOOM H2n:


Nikon D800 – Videos professionell produzieren

Atomos Ninja 2

Moderne Kameras wie die Nikon D800 bzw. D800E ermöglichen neben qualitativ hochwertiger Bildaufzeichnung auch Videoaufzeichnungen. Doch jeder der schon einmal versucht hat eine etwas längere Video-Sequenz mit einer DSLR aufzunehmen kennt das Problem der kurzen Aufzeichnungsspannen dieser Kameras. Ich selbst habe mich beispielsweise bei den Videos zum Thema “Nikon History” schon oft darüber geärgert, dass meine Nikon D7000 nach 20 Minuten die Videoaufzeichnung einstellt und man keinen entsprechenden Hinweis erkennen kann, solange man VOR der Kamera steht.

Das ist oft wirklich störend besonders wenn man gerade im Fluss ist und einige komplexe Sachverhalte schön auf den Punkt gebracht hat. Die Enttäuschung ist dann immer wieder groß wenn man feststellen muss, dass große Teile der Moderation nicht aufgenommen wurden.

Wer sich fragt warum es diese Begrenzungen gibt und ein wenig bei google & Co. auf die Suche geht findet schnell heraus, dass dies eine bewusste Beschränkung ist, die von den Kameraherstellern in die Software der Kameras integriert wurde. Für eine DSLR die Videos aufzeichnen kann die länger als 30 Minuten laufen, werden nämlich zusätzliche Abgaben fällig.

Ich selbst habe mich beim Filmen mit der Nikon D7000 oder meiner D800E auch schon oft darüber geärgert, dass man auf dem Display bei hellem Sonnenlicht praktisch nichts erkennen kann. Man muss ich mit Lichtschächten und Lupen behelfen die auf das Display geklebt werden, wirklich schön ist das alles nicht.

Wenn ich allein bin und bspw. ein YouTube-Video erstellen möchte, so habe ich auch immer das Problem, dass ich während der Aufnahme gar nicht sehen kann ob ich im Bild bin oder nicht. Aus diesem Grunde habe ich mir im letzten Jahr die wirklich tolle Panasonic HC-X909 angeschafft. Dieses Gerät ist ein spezielle Videokamera die sowohl über ein Schwenkdisplay als auch über eine Infrarot-Fernbedienung verfügt. Damit gelingen wirklich brauchbare Videos aber die Kamera hat auch ein paar Einschränkungen. So kann ich beispielsweise keine Objektive tauschen. Zwar verfügt die HC-X909 über drei getrennte Bildsensoren, doch sind diese Sensoren sehr klein ausgelegt, denn nur so ist ein kompakte Bauform erreichbar. Die geringe Größe der Sensoren führt bei schwacher Ausleuchtung schnell zu sehr störendem Bildrauschen. Für ein wirklich hochwertiges YouTube Video brauche ich also stets eine “komplette Festbeleuchtung”.

Hier habe ich ein Beispiel, dass ich vor einigen Wochen zusammen mit meinem Freund Fabian alias “Rainer Schauder” aufgenommen habe. Dabei kam nur die Panasonic HC-X909 zum Einsatz. Den Ton haben wir ausschließlich mit einem preiswerten Nikon ME-1 Mikrofon aufgenommen, das über ein billiges Verlängerungskabel an den Panasonic angeschlossen war. Für die Ausleuchtung haben wir zwei spezielle recht lichtstarke Video-Lampen verwendet. Die Qualität ist meiner Meinung nach ganz brauchbar und vor allem konnten wir uns während der Aufnahmen kontrollieren und alles in einem Take aufnehmen.

Wer bereits ein Nikon D800 oder eine ähnliche TOP-Kamera sein eigen nennen darf, wird sich vielleicht auch schon über die beschriebenen Einschränkungen geärgert haben. Für alle die nicht gleich zu einer separaten “richtigen” Videokamera greifen wollen, bietet der australische Hersteller Atomos mit dem Ninja 2 einen HDMI Recorder zum Preis von ca. 600 Euro an. Mit dem Ninja 2 können Videos über viele Stunden aufgezeichnet werden. Das Gerät beherrscht unterschiedliche Codecs für die Kompression des Bildmaterials. Zeichnet man beispielsweise mit ProRes 422 auf, so hat man ein Format das bspw. Final Cut Pro X sehr gut und ohne Einschränkungen direkt verarbeiten kann. Zwar sind die Videodateien dann etwa zehnmal so groß wie sie innerhalb der Kamera auf eine Speicherkarte aufgenommen würden, aber die Qualität ist wegen der geringeren Kompression auch sichtbar besser.

Der Qualitätsgewinn hängt allerdings stark von den gefilmten Motiven ab. Bei einem YouTube-Vortrag in dem man recht still vor der Kamera steht und sich fast nur die Lippen bewegen wird man keinen Unterschied feststellen können. Aber bereits bei einem zügigen Kameraschwenk sind besonders an den Kanten des gefilmten Motivs deutliche Unterschiede erkennbar. Sehr cool ist auch, dass der Ninja 2 eine eigene Stromversorgung über zwei Akkus hat, die sogar während des laufenden Betriebs gewechselt werden können. Ein weiterer großer Pluspunkt ist, dass man im Gegensatz zu HDMI-Recordern die ihre Signal unkomprimiert aufzeichnen mit einfachen 2,5″ Festplatten auskommt. Statt mehrere tausend Euro für eine ganze Batterie von SSDs ausgeben zu müssen, reicht hier eine flotte 2,5″ 1-TB Festplatte (ca. 80 Euro) um mehr als 20h Videomaterial in toller Qualität speichern zu können.

Zum Ninja 2 Lieferumfang gehört ein kleines Gehäuse samt einer Docking-Stating mit USB 3.0 Anschluss. So kann man das Video-Material sehr schnell für den Videoschnitt verfügbar machen.

In diesem Video wird die Arbeit mit dem Atomos Ninja 2 sehr schön präsentiert und die Vorzüge des Systems werden sehr gut erläutert.

Ob die eigene Kamera den Atomos Ninja 2 unterstützt sollte man vor dem Kauf allerdings klären, hier wird man via google & Co. schnell fündig werden.

Bei amazon.de ist der Ninja 2 derzeit in kleinen Stückzahlen verfügbar.

Hier habe ich noch ein Beispiel-Video das mit einer Nikon D800 aufgenommen wurde. Dabei kamen auch externe HDMI-Aufnahmegeräte zum Einsatz. Wer sich dieses Video aufmerksam anschaut wird schnell die tolle Bildqualität bemerken. Einen Video-Clip in dieser Qualität wird keine Sendeanstalt ablehnen. Und dieses Video ist der beste Beweis, dass bereits mit einer relativ preiswerten DSLR professionelle Videoaufnahmen möglich sind.

Hier ist das Making of…


iPad – Upgrade auf iOS 7

Bereits im Mai 2011 habe ich mir ein iPad II bestellt und benutze dieses Gerät jetzt schon viele Monate mit großer Begeisterung. Zwar ist es für mich in keiner Weise ein Ersatz für ein Notebook, aber um mal schnell etwas nachzulesen, Musik zu hören oder auf Reisen die Langeweile zu vertreiben ist es genau richtig.

Nachdem bei Facebook & Co. schon seit einigen Wochen über das neue Design und die Features von iOS 7 diskutiert wird, war es heute bei meinem schon recht alten iPad soweit. Frisch geladen habe ich es am Morgen eingeschaltet und die Meldung erhalten, dass nun auch das iOS 7.0.2 für mein iPad zu Installation bereit ist. Ich habe eine Weile überlegt ob ich dieses Upgrade wirklich ausführen soll und habe eine Weile versucht im Internet Stimmen von Anwendern zu finden die diesen Schritt bereits gegangen sind. Viel habe ich nicht gefunden, aber die wenigen Stimmen waren überwiegend positiv. Also los…

Über die Systemeinstellungen kann das Update gestartet werden. Der gesamte Prozess nimmt etwa 90 Minuten in Anspruch, der Akku sollte gut geladen sein. Im Zweifel empfiehlt sich der Anschluss an ein Netzgerät. Nach der Prozedur meldet sich das iPad dann in mehreren Sprachen – nette Idee :-)

Das neue Design ist etwas bunter und verspielter als zuvor. Apple ist mit iPhone & Co. auf dem asiatischen Markt weniger stark als in Europa und den USA. In Asien verkaufen sich kleine hübsche bunte Dinge erfahrungsgemäß besser. Bereits beim Design von Windows XP hat Microsoft diesen Schritt gemacht und sein Betriebssystem den Wünschen der asiatischen Kunden angepasst. Nun ist Apple mit iOS 7 an der Reihe…

Die bisher bekannte Multitasking-Bedienung ist eines der ersten Merkmale das mit ins Auge sticht weil es deutliche Änderungen erfahren hat. Wer früher mit vier Fingern von unten nach oben über das Display gewischt hat bekam eine Liste der letzten Anwendungen angezeigt. Diese bekommt man jetzt als Vorschaubild in Form einer Galerie zu sehen. Mit einem Finger kann man die Anwendungen nach oben “wegwischen” – sie werden dann vollständig beendet. Alternativ kann man auch den Home-Button zweimal schnell nacheinander drücken.

Die Fotosammlung wurde ebenfalls komplett überarbeitet.

Auch bei den Systemeinstellungen gibt es einige unscheinbare Neuerungen.

Der iTunes Store hat ein neues Outfit erhalten, bei der Funktionalität sind mit bislang keine Unterschiede aufgefallen.

Im App-Store kann nun eine Einstellung vorgenommen werden die eine automatische Aktualisierung aller APPs ermöglicht. Sobald ein WLAN verfügbar ist können sie sich dann schnell mal selbständig updaten. Was ich davon halten soll weiß ich noch nicht, praktisch scheint es jedenfalls zu sein.

Einige APPs haben in Verbindung mit iOS 7 gleich ein komplettes Redesign erhalten. Ein Beispiel ist die Vimeo-APP.

Nach der Anmeldung kann man seine Vimeo Videos sehen. Neu ist ein Feature, dass einige der aktuellsten Videos automatisch auf dem iPad speichern kann. So kann man diese Videos auch mal offline im Flugzeug anschauen.

Der Zeitungskiosk wurde auch überarbeitet. Statt der Nachbildung eines Holzregals gibt es jetzt gestapelte Farbverläufe.

Bei den Angeboten hat sich allerdings nichts geändert und vieles ist hier beim Alten geblieben.

Auffällig sind auch die Neuerungen beim Safari Internet-Browser. Ein separates Suchfeld gibt es nicht mehr. Wie bei Windows 8 gibt man Suchbegriffe nun einfach in der Adresszeile ein und wird an die eingestellte Internet-Suchmaschine weitergeleitet. Außerdem gibt es jetzt ein Art “Homepage” auf der Verknüpfungen zu häufig genutzten Web-Angeboten für den schnellen Zugriff abgelegt werden können.

Mein BLOG anscharius.net wird wie zuvor angezeigt. Auch die Gesten funktionieren noch wie gewohnt und wem die Schriftgröße zu klein ist, der kann die Textspalte mit einer schnellen Spreizgeste schnell auf das volle Displayformat bringen. Es gibt Dinge die sind so gut, dass man sie nicht ändern sollte :-)

Wer mehrere Apple-Geräte benutzt kann nun einzelne Tabs auch in seiner persönlichen iCloud speichern und so mit anderen Geräten synchronisieren – sehr praktisch!

Wer mit dem iPad gern Musik hört kann mit einem Finger auf dem Display von unten nach oben streichen und so den Kontrollbereich einblenden. Ganz gleich mit welcher Anwendung man gerade arbeitet, hier kann man schnell zu einem anderen Song wechseln und vieles mehr – auch sehr praktisch!

Wer ein Apple TV hat wird sich freuen, dass das AirPlay weiterhin sehr gut funktioniert – vorausgesetzt man hat einen aktuellen WLAN-Router. Ich hatte eine Weile eine wirklich alte FritzBox mit der es nicht funktioniert hat. Nach dem Wechsel von der Telekom zu einem anderen Provider gab es vor zwei Jahren eine neue FritzBox und damit klappt das Airplay nun ganz vorzüglich.

Die Weltzeit-Uhr gibt es weiterhin, man kann sich mit dem iPad wecken lassen, es als Stoppuhr für das Kochen der Frühstückseier verwenden, auch hier haben sich nur einige kleine Änderungen des Design ergeben.

Der Zugriff auf Filme, TV-Sendungen und Musikvideos ist unverändert geblieben.

Nachdem der Rauswurf von “Google-Maps” im ersten Wurf nicht wirklich viele Freunde gefunden hat, ist die Kartenanwendung nun deutlich erwachsener geworden. Wie bei Google Maps kann man nun bspw. ein Layer mit Stauangaben einblenden, sehr praktisch!

Eine Umschaltung zwischen 2D und 3D Ansicht gibt es auch und einige wichtige deutsche Gebäude werden jetzt als tolles 3D-Modell angezeigt.

So kann beispielsweise der Kölner Dom munter hin und her gedreht und von allen Seiten aus unterschiedlichen Höhen betrachtet werden. Auch das Kölner Stadtumfeld wird sehr schön abgebildet – Ein echter Pluspunkt!

Am Erscheinungsbild der Musikanwendung haben sich einige Änderungen ergeben.

Kommen wir zu einigen sehr coolen APPs die eigentlich mit iOS 7 nichts zu tun haben, die aber unter iOS 7 sehr gut funktionieren. Eine meiner Lieblingsanwendungen ist iGeoPix. Diese APP kombiniert eine Kartendarstellung mit dem Schnellzugriff auf Bilder des Bilderdienstes “Panoramio”. Eine sehr schicke APP um schnell neue lohnende Fotomotive zu entdecken!

Sehr geil ist die APP KORG ELECTRIBE, sie kommt im Gewand eines Drumcomputers daher und bietet tatsächlich viele Features die sich hinter einer echten Hardwarelösung nicht verstecken müssen.

Auch die diversen virtuellen Synthesizer für das iPad funktionieren mit iOS auf den ersten Blick wirklich gut.

Wer Gitarre spielt und den ein oder anderen neuen Song lernen möchte, dem sei die APP “Songsterr” (Siehe auch http://http://www.songsterr.com) sehr ans Herz gelegt!

Mit der Apple APP “Pages” lassen sich Präsentationen erstellen und ggfs. via Apple TV und Beamer vorführen. Die APP ist recht preiswert und bietet einen überraschend großen Funktionsumfang.

Die Anordnung der Spotlight-Suche wurde geändert. Früher hat man vom “Home-Screen” nach links gewischt und konnte dann sein iPad durchsuchen. Mit iOS 7 wischt man, ganz gleich auf welcher Page man sich befindet, einfach von oben nach unten über das Display und es öffnet sich die Spotlight-Suche. Auch sehr praktisch!

Mit der APP FlickStackr kann man sehr schnell und überaus effizient durch das Angebot des Bilderdienstes flickr.com navigieren.

Über die Schaltfläche oben rechts ist ein Wechsel zwischen der großen Ansicht und den technischen Details (EXIF-Viewer) möglich. Außerdem können Bilder sehr einfach bei Facebook & Co. geteilt werden. Diese APP sollte jeder flickr-User auf seinem iPad haben!

Fazit

Auf den ersten Blick scheint Apple mit dem neuen iOS 7 ein großer Wurf gelungen zu sein. Der befürchtete Einbruch in der Performance ist ausgeblieben, vielmehr fühlt sich mein inzwischen recht altes iPad II mit iOS 7 sogar etwas flüssiger an. Im Zuge der Einführung von iOS 7 haben viele APPs durch ihre Entwickler ebenfalls ein “Brush-Up” erfahren, was vielen APPs wirklich gut getan hat.

Alles in allem bin ich mit diesem kostenlosen Update aktuell mehr als glücklich. Mein altes iPad II fühlt sich mit iOS 7 fast wie ein neues Gerät an, daher würde ich sagen:

  • DAUMEN HOCH für iOS 7

Nikon 1V1 und 1J2 – Testvideo in 1080p

Final Cut Pro X - Retina Display

In dieser Woche war ich einmal wieder in Otzenhausen bei Trier. Auf dem Heimweg hatte ich kurz Gelegenheit die Nikon 1V1 und ihr kleineres Pedant die Nikon 1J2 in der Flugzeugausstellung in der Nähe von Hermeskeil zu testen. Diese Location habe ich auf dem Heimweg von Otzenhausen schon mehrfach besucht, zuletzt mit der umwerfend guten Fuji Finepix X100.

Leider war nicht viel Zeit und so konnte ich nur das 10mm, das 30-110mm und das famose 6,7-13mm Weitwinkel ausprobieren. Alle Sequenzen bei denen die Kamera still steht oder gezoomt wird habe ich mit der Nikon 1V1 gefilmt. Die “Wackelkamera” ist stets die kleine Nikon 1J2. Einige Sequenzen habe ich nachträglich mit Final Cut Pro X “stabilisiert”. Das funktioniert leider nur in gewissen Grenzen und kann ein gutes Schwebestativ nicht ersetzen. Wer genau hinschaut wird die stabilisierten Szenen schnell entdecken, das Bild sieht dort ein wenig aus wie “Wackelpudding”.

Wirklich positiv überrascht bin ich von der Bildqualität der Nikon 1 bei wenig Licht. Eigentlich sind Szenen bei wenig Licht und entsprechend hohen ISO-Werten nicht das beste Terrain für die Modelle der Nikon 1 Serie. Aber leichtes Bildrauschen das bei Fotos mit rund 10.000.000 Pixeln in der 1:1 Ansicht etwas störend auffallen würde, kann im HD-Format – also bei 1920 x 1080 Pixeln – weitgehend vernachlässigt werden.

Nikon_1_J2_1_Nikkor_11-27

In vielen Foto-Foren posten selbsternannte Experten seit dem Erscheinen der Nikon 1 immer wieder negative Beurteilungen, häufig ohne diese Kameras jemals wirklich benutzt zu haben. Wenn man den ursprünglichen Verkaufspreis dieser Kameras bedenkt, mag man das verstehen. Aber besonders die Nikon 1V1 und die 1J2 sind im letzten Jahr sehr stark im Preis gefallen und nun mit etwas Glück zu 1/4 der ursprünglichen Preisempfehlung erhältlich. Leider ist das Zubehör teilweise noch relativ teuer und es ist für mich auch ein wenig unverständlich warum man der Nikon 1V1 zwar den großen Akku der D800 spendiert hat, aber auf einen “normalen” Blitzschuh verzichtet hat.

Auch ist es etwas ärgerlich, dass diese moderne Kamera Belichtungsreihen nur mit “Trick 17″ aufnehmen kann. Zudem ist es unverständlich warum der Autofokus mit nur einem Messfeld arbeitet sobald man über den teuren FT-1 Adapter ein “erwachsenes” Nikon AF-S Objektiv anschließt. Aber das sind kleine Wermutstropfen die wohl sein mussten, damit sich die teureren und ertragstärkeren DSLR-Kameras weiterhin gut verkaufen. Hat man sich damit abgefunden, kann man mit der Nikon 1 durchaus eine Menge Spaß haben und sich an der Kombination aus sinnvollem Zubehör und der (gemessen am Preis) sehr guten Bildqualität freuen.

Spannend war es für mich auch auf meinem neuen MacBook mit Retina Display in einer Auflösung von 2880 x 1800 Pixeln ein Video mit Final Cut Pro X zu schneiden. Das Bild ganz oben ist ein Screenshot in voller Auflösung, einfach anklicken – it’s cool man – gell?

Aber genug der Vorrede und jetzt “Film ab” :-)

Fazit

Auch wenn die Software der Nikon 1J2 etwas moderner ist als die der einige Monate früher erschienenen Nikon 1V2, so gibt es bei der Bildqualität keinen wirklich sichtbaren Unterschied. In halbwegs gut ausgeleuchteten Innenräumen schlägt sich die Kamera selbst bei eingeschalteter ISO-Automatik (ISO 100-3200) überraschend gut. Besonders bei HD Videos ist das Bildrauschen erfreulich gering. “Echte” Consumer-Videokameras haben häufig einen deutlich kleineren Chip und sind damit meist erheblich anfälliger für Bildrauschen bei hohen ISO-Warten.

DIe Nikon 1V1 ist der Sieger wenn es um das Zubehör geht. Vom zusätzlichen Handgriff, über Blitzlicht und GPS-Empfänger gibt es sinnvolles Zubehör, dass sich leider an der Nikon 1J2 nicht verwenden lässt. Der Autofokus arbeitet überraschend schnell und präzise und mit dem 2.8/10mm ist eine recht lichtstarke Festbrennweite verfügbar die mit guter Abbildungsqualität bei kaum sichtbarer Verzeichnung punktet. Das relativ teure AF-S VR 6.7-13mm Weitwinkel hat ein 52mm Filtergewinde. Damit ist es prädestiniert für die Nutzung bereits vorhandener Verlaufsfilter usw.

Der Akku der Nikon 1V1 kann auch in der Nikon D7000 oder bspw. der Nikon D800 verwendet werden. Er bietet eine deutlich höhere “Laufzeit” als der kleinere Akku der Nikon 1J2.

Wer eine kleine leichte Ergänzung zu einer vorhandenen Nikon Fotoausrüstung sucht, der sollte sich die Nikon 1V1 mal genauer anschauen. Er einen kleinen leichten Begleiter für die Reise sucht, mit dem kleinen Akku, dem eingebauten Blitzlicht klar kommt und kein GPS benötigt, der kann mit gutem Gewissen zur Nikon 1J2 greifen.

System_Nikon_1_V1

 

 

 


Nik Color Efex Pro – Teil 3

Nikon D800E - SAMYANG 2.8/14mm

(Foto aus dem Beispiel-Video – Anklicken für HD-Auflösung)

In den beiden letzten Artikeln habe ich Euch bereits einige Features der Bildbearbeitungsprogramme NIK Color Efex und NIK HDR Efex vorgestellt. Gestern hatte ich zu fortgeschrittener Stunde endlich die Möglichkeit meine neue Hauppauge HD-PVR2 auszupacken und zwischen mein Apple TV und meinen Fernseher zu hängen. Die Verkabelung ist recht einfach. Vom HDMI-Ausgang des Apple-TV geht es in den HDMI-Eingang der HD-PVR2. Von dort dann mit einem zweiten HDMI Kabel direkt in den Fernseher. Die Hauppauge HD-PVR2 hat noch einen USB-Anschluß. Dort wird ein recht langes USB-Kabel eingesteckt über das das Video-Signal aufgenommen werden kann.

Für die Aufnahme gibt es vom Hersteller sogar eine Software die auf meinem MacBook Pro sehr gut funktioniert. Um für einen ersten Test ein Signal zu haben das sich via HD-PVR2 aufzeichnen lässt, habe ich einfach bei einem neuen MacBook das Airplay via Apple-TV aktiviert. Das MacBook kann man so konfigurieren, dass es automatisch die Auflösung des Fernsehers übernimmt. So hatte ich ein schönes FULL HD Signal, das ich gleich wieder mit dem Notebook aufgenommen habe das dieses Signal eigentlich produziert hat.

Das war gewissermaßen “von hinten durch das Auge geschossen” – aber es sollte ja auch nur ein kleiner Test sein. Beim Anschauen des Test-Videos kam mir dann die Idee, daraus ein kleines Tutorial zu machen. Final Cut Pro X war gerade frisch installiert und so konnte ich gleich schauen wie sich diese Software mit dem extrem hochauflösenden Retina-Display (2880 x 1800 Pixel) schlägt. Die Tonspur habe ich übrigens mit meinem t.bone USB Mikrofon aufgenommen. Hier habe ich einen Screenshot der Video-Bearbeitungssoftware in voller Retina-Auflösung – das ist schon cool! (Einfach anklicken…)

Bildschirmfoto 2013-09-26 um 00.03.21

Hier nun das fertige YouTube-Video in voller HD-Auflösung:

Sowohl Photoshop CS6, als auch die Tools der NIK Collection und Final Cut Pro X funktionieren mit dem Retina Display wirklich gut. Überraschend gut funktioniert auch die Skalierung des Retina Displays. Aufgrund der extrem hohen Pixeldichte kann man endlich auf in Auflösungen arbeiten die von der nativen Auflösung des Displays abweichen. Bei “normalen” LCDs wird dann meist alles Unscharf und unschön, ganz anders beim Retina Display. Dieses Display ist das mit großem Abstand allerbeste Display das ich in den letzten 30 Jahren benutzen durfte!!

Einige Leser haben mich gefragt ob die NIK Tools denn auch mit Aperture von Apple funktionieren? Um dies zu testen habe ich eben eine etwas ältere Version von Apple Aperture installiert (Version 3.1.4). Wohlgemerkt habe ich Aperture NACH den NIK Tools installiert. Und siehe da, die NIK PlugIns sind trotzdem auf Anhieb verfügbar – Super!

Bildschirmfoto 2013-09-26 um 18.22.13

Bisher habe ich Euch nur die Color Efex und HDR Efex vorgestellt. Hier habe ich jetzt noch einen Screenshot der Silver Efex, die wirklich tolle Möglichkeiten für die Schwarz-Weiss Konvertierung digitaler Fotos bieten. Wer mehr über die einzelnen Komponenten der NIK Collection wissen möchte, der sollte sich die Videos anschauen, die ich im letzten Artikel verknüpft habe.

Bildschirmfoto 2013-09-26 um 18.22.49

Fazit

Es funktioniert alles zusammen wirklich gut. Das neue MacBook verrichtet seine Arbeit in jeder Beziehung ganz ausgezeichnet. Das AirPlay via FritzBox klappt mit einer Verzögerung von etwa 0,5s ganz vorzüglich. Die Skalierung auf das Format des Full-HD Fernsehers klappt automatisch und das Abgreifen des Signals via Hauppauge HD-PVR2 ist sensationell einfach. Es ist eine passende Software für OS-X verfügbar und mit einem speziellen HDMI-Kabel kann ich auch viele digitale Kameras an die HD-PVR2 anschließen.

In den nächsten Wochen werde ich mal schauen wie sich diese Features für die Erstellung von Reviews usw. einsetzen lassen. Endlich kann man bspw. APPs für das iPad in guter Qualität vorstellen und durch die Menüstrukturen einer Nikon D800 navigieren ohne das Geschehen mit einer zweiten Kamera vom Display der D800 abfilmen zu müssen. Für den Winter bin ich also gerüstet und es wird mir während der langen kalten dunklen Nächte die uns sehr bald bevorstehen werden nicht langweilig werden :-)

Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass ich mich im Video etwas vertan habe. Das SAMYANG-Objektiv hat natürlich 14mm nicht 15mm Brennweite – wie konnte ich das nur vergessen…


Bildbearbeitung mit Nik Color Efex Pro 4.0

Vor ein paar Tagen habe ich mein inzwischen etwas betagtes 13″ MacBook gegen ein aktuelle Höllenmaschine mit 16GB Arbeitsspeicher, einer 512GB SSD und einem famosen Retina-Display ersetzt. Wie bei jedem Tausch eines Rechners war daher auch diesmal eine ziemliche “Installationsorgie” notwendig. Nachdem alles installiert war habe ich das neue Display ein wenig mit Photoshop CS6 auf die “Probe” gestellt. Dabei kam mir die Idee endlich die Nik Color Efex Pro 4.0 zu kaufen und auf diesem tollen neuen Notebook zu installieren. Zu kaufen gibt es diese Software online via Google Nik Collection zum Preis von 149,- $ (ca. 112,- €). Der Kauf ist sehr einfach und der Kaufpreis kann bequem bspw. via Paypal bezahlt werden.

Bildschirmfoto 2013-09-22 um 20.11.38

Die Nik Color Efex Pro 4.0 sind eine Sammlung diverser Tools für die Bildbearbeitung. Nach der Installation hat sich diese Software sehr elegant in Photoshop CS6 integriert, hier gibt es also keinen “Medienbruch”. Für die Nutzung ist kein Wechsel zu einer separaten Software notwendig, alle Arbeitsschritte können innerhalb von Photoshop erfolgen. Bereits nach den ersten “Testbildern” ist mir diese Software sehr an Herz gewachsen. Gezielt eingesetzt kann man seine Bilder damit sehr subtil aufbessern. Aber es sind auch krasse Bearbeitungen wie im folgenden Bild möglich.

Hier habe ich für Euch ein relativ langweiliges Bild das im Jahr 2011 auf dem Weg nach Walker in Kalifornien entstanden ist.

DSC_3372

Die zu diesem Bild gehörende RAW-Datei habe ich mit Photoshop CS6 geöffnet und anschließend mit den Tools “Color Efex Pro” und danach “HDR Efex Pro” bearbeitet. Dabei habe ich einfach einige der vielen Voreinstellungen verwendet. Die gesamt Bearbeitungszeit für dieses Foto betrug kaum eine Minute und das Ergebnis ist ein echter Hingucker. Auch wenn das Ergebnis mit einer Fotografie nicht mehr wirklich viel zu tun hat und es sieht mehr nach einem Gemälde oder einer gerenderten künstlichen Landschaft aussieht, es hat was – meine ganz persönliche Meinung.

(Alle Beispiele sind 1920 Pixel breit, einfach anklicken und via flickr.com in Originalgröße anschauen)

Supernatural California - Nikon D300

Weniger stark übertrieben ist der Einsatz beim folgenden Foto ausgefallen. Hier sehen wir einen im Original etwas langweilige Szenerie aus den Nevada Mountains die Kalifornien und Nevada trennen. Auch hier war die Bearbeitungszeit nicht wirklich lang und das Ergebnis gefällt mir wirklich gut. Um der Bildwirkung Rechnung zu tragen habe ich diese Fotos bei flickr.com im Album “Supernatural Landscapes” abgelegt.

Supernatural California #2 - Nikon D300

Hier habe ich noch ein alt bekanntes Motiv, das ich zuerst im Jahr 2005 mit einer Nikon D2x und dem Nikon AF-D 80-400mm aufgenommen habe. Fast 6 Jahre später habe ich das gleiche Motiv mit einer Nikon D700 und dem Höllentele Nikkor AF-S VR 4/200-400mm aufgenommen. Dieses Foto habe ich mir erneut vorgeknöpft und das RAW-Bild mit den Nik Color Efex bearbeitet. Hier fällt die Bearbeitung nun deutlich dezenter aus und das Ergebnis gefällt mir wirklich gut.

La Casa de Dios

Kommen wir zu einem Foto das vor etwas acht Wochen während einer Motorradtour mit der Nikon 1 J2 entstanden ist. Die Gegenlichtsituation war schwierig und der kleine Chip schien zunächst deutlich überfordert zu sein. Die JPG-Datei zeigte besonders in den hellen Bereichen nahezu keine Zeichnung mehr. Umso mehr war ich erstaunt was die Nik HDR Efex in diesem Bild sichtbar machen konnten.

Nikon_1V1_DSC_5661

Hier ein zweites weitere Beispiele die während dieser Motorradtour entstanden sind.

Nikon_1V1_DSC_5572

Nikon_1V1_DSC_5522

Hier habe ich noch einen direkten A/B Vergleich zwischen einer JPG-Datei so wie sie meine Nikon D300 geliefert und hat und einer etwas übertriebenen Bearbeitung mit den NIK Filtern.

Supernatural-California #3 - Nikon D300

Supernatural-California-3-Original

Fazit

Wer einen Weg zur überaus effizienten Nachbearbeitung seines Bildmaterials sucht und wie ich in der Landschaftsfotografie einen etwas “übernatürlichen” Look seiner Fotos mag, der kommt für ca. 112,- Euro mit den Tools der Nik Collection sehr schnell ans Ziel. Doch der Leistungsumfang dieser Software geht weit über die hier gezeigten Beispiele hinaus. Die enthaltenen Tools für das gezielte “Nachschärfen” und Schwarz-Weiß Konvertierungen werde ich in den kommenden Wochen näher unter die Lupe nehmen und für Euch immer wieder entsprechend markierte Beispielfotos bei flickr.com posten.

Wer mag kann mich auch bei facebook adden und dort mit mir alle Themen der Fotografie diskutieren.


flickr Alben mit WordPress verknüpfen

Der Speicherplatz bei wordpress.com ist leider sehr begrenzt. Postet man hier regelmäßig schöne große Bilder, so erreicht man sehr bald eine Grenze an der man überlegen muss, ob man ältere Artikel löscht oder teuren Speicherplatz einkauft. Ein Ausweg aus diesem Dilemma ist es das Hosting auf anderen Plattformen wie beispielsweise flickr.com.

In den letzten Tagen habe ich auf einer nicht beschrifteten externen Festplatte viele tausend Bilder eine Reise durch die USA gefunden die ich im Jahr 2010 mit meiner Freundin Sandra unternommen habe. Das Sichten der Bilder war wie eine zweite Reise und es hat wirklich viel Spaß gemacht in aller Ruhe die längst vergangenen Tage anhand der vielen Bilder noch einmal Revue passieren zu lassen.

Die Herausforderung

Letztlich habe ich 71 Bilder für Euch herausgesucht und auf eine Kantenlänge von 1920 Pixeln verkleinert und bei flickr hochgeladen. Dort sind sie im Album “USA South West” zu finden. Nun aber kommt die große Hürde, wie zeigt man ein solches Fotoalbum in einem WordPress-BLOG? Eine direkte Unterstützung für flickr-Alben wie beispielsweise [f l i c k r='linkzumeinemalbum'] gibt es leider nicht. Während sich bspw. YouTube-Videos auf diese Art und Weise sehr einfach in einen Artikel einbetten lassen, muss man nun etwas “tricksen”.

Hier seht Ihr nun mein Album “USA South West”. Unten rechts in der Ecke ist auch ein Symbol über das man die Fotos in voller epischer Schönheit auf einem großen Monitor anschauen kann.

 

Wie habe ich das gemacht? Die Antwort ist ganz einfach – ich habe bei google.de nachgeschaut wie es geht :-)

Die Lösung

Ein Foto das bei flicker hochgeladen wurde kann man über eine URL adressieren die etwa dem folgenden Aufbau folgt:

http://www.flickr.com/photos/USERNAME/sets/ID NUMBER

Daraus lässt sich in Verbindung mit einem entsprechenden Shortcode eine Konstrukt erstellen, welches von WordPress korrekt akzeptiert und umgesetzt werden kann. Dieses Konstrukt sieht etwa so aus:

[g i g y a   src="http://www.flickr.com/apps/slideshow/show.swf?v=71649" width="SPECIFY" flashvars="offsite=true&lang=en-us&page_show_url=/photos/USERNAME HERE/sets/ID NUMBER HERE/show/&page_show_back_url=/photos/USERNAME HERE/sets/ID NUMBER HERE/&set_id=ID NUMBER HERE&jump_to=" allowFullScreen="true" ]

Fazit

Es ist nicht wirklich schwer und mit ein wenig Übung kann man seinen Lesern auch extrem umfangreiche flickr-Alben als tolle Dia-Show mit einer Vollbild-Option präsentieren. Allerdings wird für das Anschauen ein Flash-Player benötigt. Wer ein iPad benutzt guckt hier also zunächst in die Röhre. Aber auch da gibt es was, nämlich den mit 4,49 Euro recht preiswerten PHOTON Web-Browser aus dem iTunes APP-Store.

Und fertig installiert sieht dieser Artikel auf dem iPad dann so aus:

Photon Flash Browser - iPad - flickr

Photon Flash Browser - iPad - flickr


La Palma 2013 – Das Video

La-Palma-2013-FinalCutProX

Im Jahr 2003 habe ich Teneriffa das erste Mal besucht und diese Insel ist mir seit dieser Zeit ganz besonders ans Herz gewachsen. Jahr für Jahr habe ich dort viel Zeit verbracht und so ist diese Insel inzwischen fast wie ein zweites Zuhause. Zwischendurch habe ich auch Gran Canaria einen Besuch abgestattet, auch eine schöne Insel – aber Teneriffa gefällt mir besser. Doch das sollte meine Freundin Sandra und mich nicht davon abhalten in diesem Sommer nach langer Zeit wieder einmal eine andere Kanareninsel zu erforschen.

So haben wir zwei Wochen auf La Palma verbracht und diese Insel von ihrer schönsten Seite kennengelernt. Rückblickend muss ich aber sagen, dass unser Hotel etwas ungeschickt gewählt war. Weit im sonnigen Süden gelegen war der für Wanderungen und Fotos prädestinierte Norden fast unerreichbar weit entfernt. Zwar sind es nicht wirklich viele Kilometer, aber die Straßen sind eng und kurvig. So wird auch für eine kleine Wanderung im Norden der Insel schnell eine mehrere Stunden dauernde Anfahrt fällig und das wollten wir uns nicht antun. So haben wir diese Insel nur einmal umrundet und uns ansonsten zumeist im Süden der Insel vergnügt. Wenn wir irgendwann ein zweites Mal nach La Palma reisen, werden wir wohl ein Hotel buchen das weit im Norden gelegen ist.

Am Ende unserer Reise habe ich dennoch viele hundert Fotos und mehrere Stunden Video-Material mitgebracht. Aus diesem Fundus die schönsten Szenen zu extrahieren war schwerer als gedacht und vor allem sehr zeitraubend. Immer wieder habe ich die unzähligen kurzen Video-Schnipsel angeschaut und überlegt wie man daraus einen halbwegs kurzweiligen Film erstellen könnte. Viele Abende habe ich nach passender Musik gesucht, Szenen aufgebaut, verworfen, umgestellt und immer wieder verändert. Letztlich habe ich  gestern mein Video zu dieser Reise für “fertig” erklärt, es gerendert und bei YouTube hochgeladen. Auf einen Audio-Kommentar und “Info-Tafeln” usw. habe ich verzichtet, es ist also kein Info-Video geworden sondern eher ein ruhiges Chill-Out-Video mit entspannter Musik und ruhigen Bildern.

Also lehnt Euch zurück und genießt knapp 17 Minuten auf der sonnigen Insel La Palma.

Wer mehr über diese Reise wissen möchte, der findet hier alle Artikel zu dieser Reise:


Nikon 1 V1 – HDR Fotos mit Trick 17

Grundsätzlich hätte das Konzept der Nikon 1 das Potential den “kleinen” digitalen Spiegelreflexkameras aus dem Hause Nikon das Wasser abzugraben. Damit das nicht passiert, haben die “Software-Chefs” den Programmierern offenbar einige Beschränkungen auferlegt, so dass sie mehrere tolle Features der “erwachsenen Kameras” nicht einbauen durften. Das ist an einigen Stellen mehr als ärgerlich, zumal das Nikon 1 System nicht ganz preiswert ist. Neben vielen kleinen Beschränkungen vermisse ich an der Nikon 1 V1 besonders die Belichtungsreihen – auch Bracketing genannt.

Sogar der Nikon P7000 und ihren Nachfolgern wurde ein 5-fach Bracketing mit variabler “Schrittweite” spendiert. Dass man dieses coole Feature bei der Konzeption der Nikon 1 ausgelassen hat ist wirklich ärgerlich.

Aber mit einem kleinen Trick und etwas Fingerspitzengefühl, kann man auch mit der Nikon 1 sehr schöne HDR Fotos erstellen.

Der Trick besteht darin, die Kamera auf ein möglichst stabiles Stativ zu stellen, sie mit dem ML-L3 Infrarot-Auslöser zu bedienen und bei mehreren “identischen” Fotos die Belichtungszeiten ganz vorsichtig zu variieren. Dabei darf man natürlich die Kamera möglichst gar nicht bewegen. Das ist die Herausforderung!!

Zwar bietet die Nikon 1 die Möglichkeit eine Belichtungskorrektur über das rückwärtige Wählrad vorzunehmen, aber dazu muss man drücken und drehen. Das macht es sehr schwer beispielsweise 9 Fotos zu erstellen die perfekt deckungsgleich sind. Aber es gibt einen einfacheren Weg!!

Hier die Schritte in Kurzform:

  1. Kamera auf stabiles Stativ montieren
  2. Via Menü RAW-Modus, ISO-100 und Zeitautomatik einstellen
  3. Bildausschnitt wählen und VR abschalten
  4. Automatisch fokussieren, dann AF abschalten -> MF
  5. Blende über Wählrad fest vorwählen. (Möglichst 8 oder 11)
  6. Über “Wippe” oben rechts ca. 1/2000s einstellen
  7. Erstes Foto mit ML-L3 auslösen
  8. “Wippe” zweimal vorsichtig nach unten drücken
  9. Nächstes Foto aufnehmen
  10. Schritte 8-9 so oft wiederholen bis auf dem Display ein leicht überbelichtetes Foto zu sehen ist.

Nikon 1V1 - HDR

So lässt sich eine Belichtungsreihe erstellen die sich hinter der Nikon D800 nicht verstecken muss! Fotografiert man direkt in die Sonne, so kann man bei 1/4000s und Blende 1 mit ISO-100 starten. Als einziger Parameter wird die Belichtungszeit verlängert. Blende und damit Schärfe usw. bleiben gleich! Der VR sollte unbedingt abgeschaltet werden, da das bewegliche Linsensystem den Bildausschnitt minimal verändern kann.

Die besten HDR-Bilder gelingen bei kurzen Brennweiten, da hier allerkleinste Verschiebungen durch das Betätigen der “Wippe” nur wenig auffallen. Ein HDR mit 100mm Brennweite (umgerechnet also 270mm im Kleinbild-Format) ist so nicht ohne weiteres möglich. Mit einem extrem stabilen Stativ kann das auch klappen, aber das benötigt sehr viel Fingerspitzengefühl!! Die besten Ergebnisse erzielt man irgendwo zwischen 10 und 20mm Brennweite! Natürlich kann man auch das neue 6,7-13mm Weitwinkel-Zoom oder die 18,5mm Festbrennweite benutzen…

Hier nun einige Belichtungsreihen die ich in der letzten Woche mit der Nikon 1 V1 bei Mettenheim am Rhein etwas südlich von Mainz aufgenommen habe.

Bildschirmfoto 2013-06-22 um 16.16.59

Bei der Aufbereitung meiner kleinen Test-Fotosession musste ich feststellen, dass bei mehreren Belichtungsreihen nicht alle Bilder perfekt deckungsgleich waren. Die Ursache ist im Untergrund zu suchen auf dem ich mein Stativ aufgestellt habe. Auf weichem Boden oder Gras funktioniert das Verfahren nicht immer so wie man es sich wünscht. Achtet also darauf, dass Euer Stativ wirklich gut steht und dass der Kugelkopf usw. korrekt fest justiert ist!

Wenn doch mal etwas “verunglückt ist”, so kann man die Belichtungsreihe “retten” indem man alle Bilder in Photoshop in mehreren Ebenen übereinander legt. Dann schaltet man der Reihe nach jeweils die Hintergrundebene und ein der anderen Ebenen ein. Die jeweils einzelne obere Ebene stellt man auf ca. 50% Deckkraft und verschiebt dann das Bild pixelweise bis es perfekt mit der durchschimmernden Hintergrundebene zusammen passt. Dann stellt man die Deckkraft wieder auf 100% und speichert alles zusammen als JPG-Datei für die spätere HDR-Verarbeitung. Das macht man mit alles Bildern des “Ebenen-Stapels” bis alle Teile der Belichtungsreihe perfekt passen.

Bei diesem Verfahren muss man allerdings noch berücksichtigen, dass durch das Verschieben schmale Ränder entstehen, an denen keine Bildinformationen sind und die Hintergrundebene ggfs. zu 100% sichtbar ist. Hier hilft es, wenn man nachdem man den Ebenen-Stapel in Photoshop aufgebaut hat, über die Drop-Funktion alle Bilder ganz ganz leicht an allen vier Seiten beschneidet. Alternativ kann man dies natürlich auch beim “fertigen” HDR machen.

Hier nun ein Beispiel aus der oben gezeigten Session. Den Weißabgleich habe ich ganz bewusst falsch gewählt um die unwirkliche Färbung des Himmels zu erzielen. Früher hätte man einen Cokin-Filter mit violettem Verlauf verwendet, heute man man das mit dem Weißabgleich :-)

HDR mit Nikon 1 V1

Hier nun ein Beispiel bei dem ich direkt in die Sonne fotografiert habe. Auffällig ist die sehr gute optische Qualität des 10-30mm Kit-Objektivs. Trotz der extremen Gegenlichtsituation sind fast keine “Lensflares” also Reflektionen an den Oberflächen der Linsen zu sehen.

HDR mit Nikon 1 V1

Die Bilder 4570 bis 4578 habe ich mit Photoshop CS6 zu einem HDR verarbeitet. Alternativ könnte man auch Photomatix Pro oder ähnliche Programme benutzen.

Hier das fertige Bild mit 1920 Pixeln Seitenlänge – einfach anklicken…

HDR mit Nikon 1 V1 - Sample - Beispiel

Nicht alle Lichtsituationen erfordern eine Belichtungsreihe und einen aufwändigen Workflow wie diesen hier. Oft reicht es auch völlig aus, wenn man zwei identische aber unterschiedlich belichtete Fotos in zwei Ebenen übereinander legt und dann mit einem sehr weichen Pinsel oder einem Lasso mit sehr weicher Auswahlkante aus jeder Ebene das “nimmt” was man braucht.

Hier ein Beispielfoto, das ich aus nur zwei Einzelbildern der oben verwendeten Belichtungsreihe zusammengefügt habe. Auch hier habe ich spasseshalber einen falschen Weißabgleich gewählt :-)

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Weitere Infos zum Thema HDR findet ihr in diesen Artikeln


Nikon 1 V1 – Time-Lapse-Videos erstellen

Nikon 1 V1 - Nikkor AF-S VR 18-200mm - FT-1 Adapter

Mit fast 250,- Euro ist der Nikon FT-1 Adapter fast so teuer wie eine komplette Nikon 1 V1. Aber mit diesem Adapter können moderne AF-S Objektive an der Nikon 1 V1 mit leichten Einschränkungen genutzt werden. Gestern habe ich die Probe aufs Exempel gemacht und mit der Nikon 1 V1 und dem Nikon AF-S VR 18-200mm einige Testfotos und Zeitraffer-Sequenzen aufgenommen.

Daraus habe ich für Euch ein kleines Video erstellt. Damit sich nicht wieder alle möglichen YouTuber über ein Video in deutscher Sprache beschweren, habe ich das Video und alle Texteinblendungen in Englisch gehalten. Mein kleiner Mac hat allerdings ein deutsches OS-X, somit sind einige Screenshots eben auch auf Deutsch. Ich hoffe die Zuschauer aus den USA usw. werden mir dies nachsehen :-)

Noch ein paar Hinweise zur Technik. Das Nikon AF-S VR 18-200mm ist besonders im Tele-Bereich, also bei 200mm Brennweite, nicht so scharf wie es sich viele Fotofans wünschen würden. Blendet man es aber auf Blende 8 oder gar Blende 11 ab, so lassen sich damit recht brauchbare Ergebnisse erzielen und man hat zugleich ein leistungsstarkes Supertele, das einer FX-Brennweite von satten 540mm entspricht!

Besonders bei Zeitraffer-Videos lassen sich so recht coole Effekte erzielen, weil man selbst weit entfernte Motive damit sehr einfach und halbwegs preiswert extrem groß abbilden kann. Dass man dafür ein stabiles Stativ braucht, dass erklärt sich wohl von selbst. Ansonsten fokussiert man auf das was man ablichten möchte und schaltet danach am Objektiv den Autofokus ab. Den VR kann man auch gleich abschalten, den braucht man nicht. Im Menü der Nikon 1 V1 wählt man anschließend seine Settings so aus wie es einem gefällt. Im oben verknüpften Beispiel habe ich als Fotomodus “Standard” ausgewählt und dabei die Schärfe und Sättigung auf +1 gestellt. Danach habe ich das Delithing aktiviert und den kleinsten JPG-Modus eingestellt. Mehr braucht man für ein Zeitraffervideo ohnehin nicht. Danach startet man eine Intervall-Aufnahme mit bspw. 999 Bildern und einem Zeitintervall von 10 Sekunden. Das Display kann man nach dem Start der Bilderserie getrost abschalten. Das spart Strom und dank des großen Akkus, der bspw. auch in der Nikon D7000 oder D800 verwendet wird, nimmt die kleine Nikon 1 V1 hunderte Fotos mit nur einer Batterieladung auf.

Wer etwas faul ist, der kann alternativ die kleine Kamera auch einfach jeweils 20 Minuten am Stück filmen lassen und die Videosequenzen danach mit seiner Video-Bearbeitungssoftware beliebig beschleunigen.

Das hat aber zwei Nachteile:

  1. Es können nur 20 Minuten pro Sequenz aufgenommen werden.
  2. Bei wenig Licht wird das Bildrauschen im Videomodus sehr störend sichtbar.

Wer es ganz perfekt machen will, der kann auch im RAW-Modus arbeiten und in Verbindung mit Adobe Lightroom und der Software LRTimelapse von Gunther Wegner selbst das letzte Quäntchen “Flicker” aus seinen Videos heraus rechnen lassen, aber das ist oft gar nicht notwendig.

Die Arbeit mit Einzelbildern und der erhöhte Aufwand für die Nachbearbeitung haben mehrere Vorteile:

  1. Sehr lange Zeiträume zwischen den Einzelbildern
  2. Sehr lange Gesamtzeiträume
  3. Gute Bildqualität auch bei wenig Licht
  4. Wahlweise JPG oder RAW-Modus
  5. Deflickering bspw. mit LRTimelapse möglich
  6. Sichtbar bessere Qualität und Auflösung

In der Mac-Welt gibt im App-Store zum Preis von 4,49 Euro es ein kleines Programm mit dem sich schöne Zeitraffervideos aus hunderten oder tausenden von Einzelbildern sehr einfach und schnell erstellen lassen. Das Programm heißt einfach “Time-Lapse” und man sieht es auch im oben verknüpften Beispielvideo.

Das Schöne an der Nikon 1 V1 ist ihr überaus kompaktes Format. Wer seine Zeitraffer-Videos mit sanften Fahrten auf einem teuren “Slider” aufwerten will, der wird sich über das geringe Gewicht und die lange Laufzeit des Akkus sehr freuen.

Wenn Ihr Fragen habt, könnt Ihr mir gern eine E-Mail schicken oder die Kommentarfunktion hier im BLOG verwenden.


Teneriffa 2013 – Tag 5 – Paisaje Lunar

Mein Mac läuft wieder und so kann ich Euch noch kurz etwas zu den letzten Tagen der ersten Reise des Jahres 2013 schreiben – also los…

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Nachdem ich am Vortag hochgeschreckt bin und dachte, dass ich verschlafen habe, ist für den Mittwoch der Handywecker gleich mehrfach gestellt. Sandra hat ihr Handy auch auf Alarm getrimmt und so kann eigentlich nichts mehr schief gehen. Ich bin ein ganz ganz schlechter Frühaufsteher, es bereitet mir regelrecht körperliche Qualen. Im Gegenzug kann ich meist nicht auf Kommando einschlafen, so dass es abends oft sehr spät wird. Am Abend VOR dem frühen Aufstehen ist das wieder einmal so. Die Nacht ist kurz und unruhig – “Bloß nicht verschlafen” geht es mir immer wieder durch den Kopf. Dann werde ich wach, draußen ist es noch dunkel und ich schaue prüfend auf die Uhrzeit an meinem Handy – ich bin 2 Minuten VOR der Weckzeit wach geworden!

Sandra will ich nicht unbedingt wecken also schleiche ich mich leise ins Badezimmer. Als ich dort fertig bin steht Sandra in der Küche. “Du weißt schon, dass Du eine Stunde zu früh bist?” Ohje, diese Zeitzonen und Sommer- und Winterzeiten machen mich echt fertig. Da habe ich bei meinem Handy alles richtig eingestellt – dachte ich. Doch irgendwas ist wieder falsch. Zwar kommt jetzt die korrekte Uhrzeit vom Netzbetreiber und die Zeitzone sollte auch korrekt sein aber die Option “Automatisch auf Sommerzeit umstellen” ist nicht aktiviert. Also bin ich irgendwie wieder falsch. Aber wie sagt man so schön “Better safe than sorry”…

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Pico del Teide bei Nacht – 2005 – Nikon D2x

Ich lege mich noch für 45 Minuten auf das Sofa im Wohnzimmer unserer tollen Hotelsuite. Wirklich schlafen kann ich nicht, zu groß ist die Angst wieder zu verschlafen – obwohl ich schon komplett startklar bin. Das wäre wirklich zu blöd…

Um 6h kommt dann Sandra aus dem Schlafzimmer und fragt mich ob ich denn nicht langsam mal los will. Ich will noch nicht, denn ich bin ja schon komplett angezogen und zum Abmarsch bereit. Da sollte es reichen um 6h30 aufzubrechen um pünktlich um 7h bei Wolfgang aufzuschlagen. Ich drehe mich auf dem Sofa um, aber zähle irgendwie doch die Minuten. Ziemlich genau um 7h bin ich dann bei Wolfgang. Er ist gerade beim Frühstück und wir können schon kurz darauf aufbrechen. Wir nehmen die Autobahn von Puerto de la Cruz in Richtung La Laguna. Bei Tacoronte verlassen wir die Autobahn und es geht über Agua Garcia und La Esperanza hinauf in die Canadas del Teide. Während ich den Mietwagen durch die zahllosen Kurven dirigiere geht bereits die Sonne auf. Insgeheim bin ich ziemlich enttäuscht. Ich hätte eine Stunde eher hier sein können, aber hätten wir das so ausgemacht, ich hätte es wahrscheinlich nicht geschafft. Als wir unseren ersten Fotospot erreichen ist die Sicht grandios, aber die Sonne steht schon recht hoch am Himmel.

Ich bin einfach nicht für Sonnenaufgänge gemacht. Wenn ich sie wirklich fotografieren will, dann muss ich an den Locations übernachten. Alles andere klappt bei mir einfach nicht, traurig aber wahr… Hier eines dieser Fotos das ich im Jahr 2005 nach einer langen kalten Nacht im Gebirge mit meiner Nikon D2x aufgenommen habe.

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Pico del Teide am Morgen – 2005 – Nikon D2x

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Pico del Teide kurz vor Sonnenaufgang – 2005 – Nikon D2x

Im Wechsel fotografiere ich mit der auf Infrarot umgebauten Nikon D300 und der famosen Nikon D800E. Später werde ich feststellen müssen, dass die D300 von der Timelapse-Aktion des letzten Abends noch auf ISO-1000 eingestellt ist. Die Fotos sind deutlich verpixelt, das hätte nicht sein müssen. Und wieder habe ich eine Lektion gelernt: Vorbereitung ist alles!

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Wir fahren weiter vor einem Aussichtspunkt zum nächsten. Es entstehen viele hundert Fotos des immer gleichen Motives. Dieser Vulkan zieht Wolfgang ebenso in seinen Bann wie er es auch bei mir schafft. Eigentlich würden ein paar Fotos ja ausreichen, aber wir versuchen uns immer wieder an diesem Motiv, denn es sieht immer wieder anders und stets majestätisch aus.

Irgendwann machen wir eine Pause und widmen uns den beiden Lunchpaketen. Später bei der Kaffeepause sehen wir dann die beiden Erlkönige wieder, von denen ich gestern schon berichtet habe.

Während wir unseren Kaffee trinken überlegen wir wie es weitergehen soll. Eigentlich habe ich hier schon alles vielfach abfotografiert, doch die Weiße Mondlandschaft, die Paisaje Lunar habe ich zuletzt im Jahr 2005 besucht. Dort könnten wir noch einmal hinfahren.

Eine Stunde später sind wir am Abzweig zur Paisaje Lunar. Die Offroad Piste ist inzwischen in recht gutem Zustand und man kann sie ohne schlechtes Gewissen mit einem Mietwagen recht gut befahren. Nach etwa 9 Kilometern endet die Huckelpiste an einem Campingplatz mitten in den Wäldern oberhalb des Dörfchens Vilaflor. Bei den Waldbränden sind vor einigen Jahren die Holzhütten zerstört wurden. Die neuen Häuser sind ins tollem Zustand und die Kinder eine großen Jugendgruppe beziehen gerade laut johlend ihre Hütten. Wolfgang und ich machen uns derweil fertig für den Aufstieg zur Paisaje Lunar. Vorsichtshalber nehme ich mein GPS mit und markiere den Standort unseres Autos mit einem Wegpunkt. Im Gepäck habe ich neben einer kleinen Flasche Wasser diesmal nur die Nikon D800E mit dem famosen AF-S 2.8/24-70mm und einem B&W Polfilter. Alles ist auf ein großes leichtes BENRO Carbonstativ montiert. Dieses Stativ habe ich Euch vor einigen Wochen in einem Video vorgestellt.

Wir starten unsere kleine Wanderung am rechten Ausgang des Parkplatzes und folgen kleinen Blechschildern die immer wieder an die herumliegenden Felsbrocken geschraubt sind. Hin und wieder gibt es auch einmal einen grünen Punkt. Sehr grob folgen wir dem Verlauf einer Wasserleitung und es geht fast stetig bergauf. Die Wanderung bringt mich an den Rand meiner Leistungsfähigkeit. Mein Asthma macht mir schwer zu schaffen und ich muss immer wieder kleine Pausen einlegen. Wolfgang ist etwa 19 Jahre älter als ich und er geht hier hinauf wie eine Bergziege. Für mich ist das frustrierend und anspornend zugleich. Dieser Kerl gibt mir immer wieder die Hoffnung auf ein entspanntes Leben als Rentner. Gemeinsam mit seiner Frau geht er jeden Donnerstag ein paar Stunden wandern, reist viel, lebt gesund und genießt das Leben in vollen Zügen. Für mich ein wirklich erstrebenswertes Ziel.

Nach etwa zwei Stunden Aufstieg hören wir plötzlich Stimmen. Irgendwer johlt und jauchzt da im Wald. Wir gehen weiter und es kommen die ersten Ausläufer der Paisaje Lunar in Sicht. Etwas später ist dann klar wer hier den Trubel veranstaltet. Es ist eine Gruppe von vier Frauen und zwei Männern. Alle sind scheinbar jenseits der 60 und benehmen sich trotzdem wie kleine Kinder. Ob ich auch einst so sein werde?

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Paisaje Lunar – 2005 – Nikon D2x

Als sie endlich weg sind wird es wirklich ruhig und wir können endlich unsere Fotos in aller Ruhe komponieren. Letztlich werde ich mit fast den gleichen Fotos zurückkehren die ich bereits im Jahr 2005 aufgenommen habe. Nur sind sie jetzt 300% größer. Na ja, wer’s braucht…

Der Rückweg ist nicht weniger anstrengend. Zwar geht es fast nur bergab, aber das lose Geröll erfordert alle Aufmerksamkeit. Wolfgang hat sich bereits vor mehr als einem Jahr von allen schweren Spiegelreflexkameras getrennt und fotografiert nur noch mit einer leichten Bridge-Kamera von Panasonic. Diese liefert immer wieder beeindruckende Bildergebnisse und ich habe den Eindruck, dass diese Fotoausrüstung sehr dazu beiträgt, dass er so unbeschwert die Berge hinauf und hinab wandern kann. Ich habe derweil die D800E von Stativ getrennt und versuche an den ganz abschüssigen Stellen den fehlenden Wanderstab so gut wie möglich mit dem Stativ zu ersetzen.

Immer wenn ich Wolfgang wieder ein Foto machen sehe bin ich ein wenig neidisch. Ich habe mehr als doppelt so viele Pixel, aber braucht man das? Der “Unbeschwerten Leichtigkeit des Seins” ist meine Fotoausrüstung jedenfalls nicht zuträglich…

Als wir zurück am Auto sind brennt die Sonne mächtig stark auf uns herab. Weil ich ziemlich geschafft bin wählen wir für den Rückweg die Autobahn. Das dauert fast genauso lang wie die tausend Kurven, aber es fährt sich etwas entspannter. Als wir bei Wolfgang und Karin eintreffen sind unsere Frauen auch schon dort. Ihre Laune ist gut, sie hatten einen tollen Tag auf Manolos kanarischem Reiterhof etwas oberhalb von Santa Ursula.

Später beim Versuch die Fotos des Tages auf meine neue externe Tunderbolt-Festplatte zu kopieren wird mir dann mein MacBook verrecken. Aber das ist ja jetzt auch schon wieder alles Geschichte. Was bleibt – zumindest bist zum nächsten Festplattencrash – sind die Fotos dieses schönen Tages. Hier eine kleine Auswahl… (1000 Pixel hoch oder breit – einfach anklicken…)

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BMW R1200 GT / RT – Modell 2013/2014

Mein kleiner Mac ist wieder heil und schon ist auch das erste Video der letzten Reise nach Teneriffa online. Die Aufnahmen entstanden am 5.  Tag als ich gemeinsam mit meinem Freund Wolfgang ganz früh am Morgen hoch in die Canadas del Teide gefahren bin. Nach unserem anstrengenden ersten Shooting haben wir eine kleine Pause etwas abseits der Straßen gemacht und uns unsere beiden Lunch-Pakete vorgeknöpft.  Diese Lunch-Pakete gibt es übrigens in fast allen Hotels für eilige Fotografen die morgens ganz früh los wollen! Im Las Aguilas in Puerto de la Cruz kosten sie 3,50 Euro – sie sind also echt preiswert. Im Lunch-Paket findet man vier Sandwitches, einen Apfel, eine Orange, eine Kiwi, einen Yoghurt, Besteck und eine kleine Flasche Mineralwasser. Das alles für 3,50 Euro – das ist nicht schlecht!

Während wir also über die Fotografie philosophieren und das Für und Wider schwerer großer Kameras diskutieren, höre ich ein fast vertrautes Geräusch, es kommt ein Motorrad. Hey und was für eines, ein getarnter Erlkönig kommt da angebraust. Im Vorbeifahren erkenne ich einen Kardan auf der linken Seite und einen Boxermotor, das muss die neue wassergekühlte BMW R1200 GT (vielleicht auch R1200 RT) sein. Ich selbst bin viele Jahren lang eine BMW R80 RT gefahren. Das ist sozusagen der “Ur-Vater” des deutschen Reisemotorrades. Ich habe sie geliebt und war mit ihr viele viele tausend Kilometer unterwegs. Nach all den Jahren hat es mich dann aber gestört immer hinter einer Scheibe zu sitzen. Ok, das war bequem, aber die Scheibe war zum Schluss stark verkratzt und ich hatte einfach Lust auf etwas neues. Die ganze Geschichte findet Ihr im Artikel “Meine Mopeds“.

Heute liebe ich meine BMW K1200 mit Reihenvierzylinder. Egal ob die neue oder das alte Modell, es sind tolle Motorräder. Erst heute habe ich die erste kleine Ausfahrt mit meiner alten K1200 RS Baujahr 2001 (131 PS) unternommen. Der Tacho steht inzwischen bei 103.900 Kilometer und sie läuft noch immer fast wie eine neues Motorrad. Hier habe ich ein Video in dem man sie sehen kann.

Und hier könnt Ihr sehen und vor allem hören wie sich das neuere Modell, meine K1200R Sport Baujahr 2007 mit 163 PS anfühlt. Eine hammergeile Rakete ist das :-)

Verglichen mit der K1200R Sport ist eine BMW R1200 GT eher ein gemütliches Reisemotorrad. Irgendwie ist es eine sehr konsequente Weiterentwicklung meiner alten R80 RT. Diese war damals bahnbrechend und gemeinsam mit der sportlicheren R100 RS eines der allerersten Motorräder mit einer Vollverkleidung. Noch heute werden diese Motorräder in vielen Ländern von der Polizei gefahren und dort wegen ihrer Robustheit und Zuverlässigkeit sehr geschätzt.

Die Abgasrichtlinien innerhalb der EU werden auch für Motorräder immer strenger. Mit einem luftgekühlten Boxermotor war da letztlich nichts mehr zu holen. Also hat man sich bei BMW entschlossen ein komplett neues Motorrad zu konstruieren. Der Motor sollte wassergekühlt sein. Doch wie baut man einen Boxermotor der noch halbwegs nach einem BMW Boxer aussieht, der aber eine Wasserkühlung verwendet? Meiner Meinung nach haben die BMW-Ingenieure diese Aufgabe sehr gut gelöst. Das neue Modell ist keine “Güllepumpe” wie die alte Honda CX500 geworden und das ist auch gut so! Dieser Motor war nämlich wirklich keine Schönheit. Der Trick beim neuen BMW Boxer ist, dass er nur zu etwa 35% auf die Wasserkühlung angewiesen ist. Den Rest besorgen weiterhin Kühlrippen an den Außenwänden der beiden Zylinder.

Die Wasserkühler sind zudem so gut versteckt, dass es eigentlich kaum auffällt, dass dieser Motor eine komplett neue Generation darstellt.

Sehr auffällig ist, dass die erst vor einigen Tagen vorgestellte neue BWM R1200 GS – also die Geländeversion –  den für BMW so typischen Kardanantrieb nun auf der linken Seite hat. Als diese getarnte neue BMW da oben im Gebirge auf Teneriffa an mir vorbei gerauscht ist, fiel mir dies sofort auf und es schoss mir durch den Kopf “Der Kardan ist links – der Wahnsinn – das muss die neue BMW R1200 GT sein!” (Vielleicht wird sie auch R1200 RT heißen – warten wir es mal ab…)

Einige Sekunden später dann das gleiche Geräusch, es gab noch einen zweiten identischen Erlkönig. Ich war da ein wenig aus dem Häuschen und habe mich geärgert, dass ich keinen Fotoapparat griffbereit hatte. Aber dann etwa eine Stunde später, als wir uns gemütlich auf etwa 2.000 Metern Höhe in der Sonne einen Kaffee (Barraquito) genehmigen, kommen die beiden Erlkönige wieder angefahren und parken sogar direkt vor unserer Nase. Schnell rüber zum Auto, die Videokamera holen, kurz warten bis die beiden Mädels auf dem Klo verschwunden sind die die Kerle sich einen Kaffee bestellen und schon kann ich zwei Motorräder filmen die es eigentlich noch gar nicht gibt.

Teneriffa ist nicht so wirklich groß und so habe ich diese beiden auffälligen Motorräder noch mehrmals wieder gesehen. Ganz witzig war übrigens, dass mir auch die Radfahrer des SKY-Teams immer wieder vor der Nase herum geflitzt sind, aber das ist eine andere Geschichte :-)


Teneriffa 2013 – Tag 5 – Der Mac ist kaputt

Eigentlich begann der Tag ganz ordentlich. Abgesehen davon, dass ich heute eine ganze Stunde zu frueh auf den Beinen war, klappte bis vor etwa einer Stunde soweit alles ganz gut. Zum Sonnenaufgang war ich mit meinem Freund Wolfgang oben am Teide und es gab viele schñne Fotos. Beim Kaffee danach habe wir zwei Erlkoenige gesehen und fotografiert. Zwei komplett mit Folie getarnte BMW R1200 GT werden aktuell hier auf Teneriffa zur Probe gefahren. Schoene Mopeds und ich habe Fotos davon :-)

Nach der Begegnung mit den Erlkoenigen ging es zusammen mit Wolfgang zur Paisaje Lunar, der weissen Mondlandschaft. Der Weg dahin ist weit und staubig. Zuletzt war ich 2005 dort, also war und dieses schoene Areal heute eine lange schweisstreibende Wanderung wert. Am Ende des Tages habe ich dann eben versucht die fotografische Beute an meinem schonen fast neuen MacBook Pro auf die ganz neue exteren Tunderbolt Festplatte zu kopieren.

Der Kopiervorgang blieb dann mitten drin stehen. Nichts geht mehr auf dem schoenen Mac, nur die Maus laesst sich noch bewegen. Nach etlichen langen Warteminuten halte ich den Ein/Ausschalter so lange fest bis das Ding neu startet. Aber er start nicht wirklich sondern schaltet sich nach einer Weile immer wieder ab. Ich versuche es mit der Reparaturkonsole. Dort sagt mir dann das Festplattendienstprogramm, dass die primaere Festplatte, eine schnelle SAMSUNG SSD mit 256 GB defekt ist und repariert werden muss. Diese Reparatur klappt aber nicht, ich solle alle Daten sichern und dann das Betriebssystem nach einer Formatierung der SSD neu installieren. Na super, das hat mir gerade noch gefehlt…

Es ist also Essig mit neuen Fotos und bloggen kann ich nur noch fuer einen Euro je 15 Minuten an einem der Computer die im Foyer des Hotels bereitstehen :-(

Liebe Freunde, ich versuche jetzt mal diesen Tag mit einer Muetze Schlaf zu beenden und mich nicht zu sehr zu aergern.

Am Wochenende bin ich wieder daheim und da gibt es ein ordentliches WLAN, Schraubendreher, jede Menge Reservefestplatten und hoffentlich eine Prise Glueck. Na schauen wir mal…

Bis Sonntag ist hier also leider Funkstille – frustig aber wahr…


Nikon D5100 – Hands-On mit AF-S VR 55-300mm

Vor einigen Monaten habe ich euch in diesem Artikel vom Kauf einer Nikon D5100 inkl. Nikkor AF-S VR DX 55-300mm berichtet. Kurz nach dem Kauf ist diese Kamera in den Besitz meiner Freundin Sandra übergegangen und seit dem fotografiert sie mit großer Begeisterung mit dieser Kamera. Der große Experte für Landschaftsfotografie ist meine Sandra nicht, daher mag sie das 18-55mm “Universal-Zoomobjektiv” auch nicht so wirklich. Sie konzentriert sich lieber auf die kleinen Dinge am Wegesrand, die sie bevorzugt mit dem 55-300mm Telezoom festhält.

Nikon D5100 - Nikkor AF-S VR DX 55-300mm

Nach einer größeren Operation musste Sandra sich während der letzten Wochen schonen und gestern konnten wir das erste mal wieder einen kleinen gemeinsamen Spaziergang unternehmen. Nach einem wunderbaren Burger im Lakeside Inn in der Nähe des Halterner Stausees ging es zu Fuß durch den verschneiten Wald am Ufer der Stever entlang. Während wir durch den Schnee stapfen und die kalte klare Luft genießen sprechen wir über die Vor- und Nachteile von Landschaftsprogrammen. Wie man bei Portraits eine schöne Hintergrundunschärfe hinbekommt und vieles mehr.

Immer wieder halten wir kurz an und versuchen uns an einigen Beispielfotos. Mir fallen Motive auf und ich schildere Sandra wie ich mir eine passende Bildgestaltung vorstellen könnte. Sie nimmt das Bild auf und anschließend besprechen wir was man anders und vielleicht besser machen könnte. Zwischendurch darf ich dann auch mal “meine Version” des Motives ablichten. Immer wieder sehen wir auch Zahlen auf den Bäumen und mir kommt das Projekt “Magic Numbers” meines Freundes Stefan in den Sinn. Und so fotografieren auch wir einige “Magic Numbers” und überlegen was sie bedeuten könnten. Immer wieder habe ich die Kamera in der Hand und will sie nach meinen Vorstellungen einstellen. Aber es klappt nicht so recht. Immer sind diese Motivprogramme “im Weg”. Ich fotografiere sowieso im RAW-Modus und “entwickle” meine Fotos später sie wie es mir gefällt. Und die Abhängigkeiten von Zeit, Blende und ISO-Empfindlichkeit habe ich im Blut. Ich brauche und will ich keine Automatik die “mitdenkt”.

Ich will einfach nur schnell auf alle wichtigen Parameter zugreifen und sie so verändern wie ich es für richtig halte. Und genau das ist für mich bei der Nikon D5100 immer wieder schwierig.

Woran liegt das?

  • Das vordere Einstellrad fehlt im Vergleich zu D2x, D300, D700, D800, D7000
  • Die Motivprogramme machen was sie wollen und ich kann nicht wirklich eingreifen
  • Mir fehlt das obere Display, das fast alle anderen digitalen Nikon-Kameras haben
  • Durch das Klappdisplay sind viele Bedienelemente an ungewohnten Positionen
  • Sandras “Silikon-Schutzhülle” und meine Handschuhe erschweren die Bedienung

Am Ende des Tages haben wir eine Reihe winterlicher Fotos aufgenommen die unterschiedlicher kaum sein könnten. Und ich muss sagen, die Nikon D5100 ist aus meiner Perspektive gewöhnungsbedürftig. Wer mit dieser Kamera “aufwächst”, der wird nichts vermissen. Wer aber viele Jahre lang mit F100, F5, D1x, D2x und anderen Kameras sehr ähnlichen Kameras gearbeitet hat, der muss sich an das “vereinfachte Bedienkonzept” erst einmal gewöhnen.

Als die RAW-Konvertierung ansteht wähle ich die Snapseed aus der Nikon Softwareschmiede. Diese Software funktioniert sehr einfach und intuitiv. Die Ergebnisse sind oft überraschend und man erstellt auf einfache Art schöne Effekte die sich bspw. mit Adobe Photoshop CS6 nur mit viel Übung und Einarbeitung erzielen lassen.

Bildbearbeitung mit NIK Snapseed

Außerdem zeigt sich bei der RAW-Konvertierung einmal mehr, welche enormen Reserven in den RAW-Dateien stecken. Schauen wir uns dies mal am Beispiel eines völlig unbearbeiteten “Knipsbildes” aus der D5100 an. (Alle Bilder sind wie immer 1000 Pixel breit oder hoch, einfach in einem neuen TAB öffnen)

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Das Bild ist ein “Klassiker”, ein verschneiter Waldweg, so oder ähnlich schon millionenfach fotografiert. Aber das macht das Foto nicht besser, es ist langweilig und hat genau genommen keinerlei Aussage. Doch mit einigen wenigen Klicks in Snapseed lässt es sich geschickt “aufpeppen” und wird damit wenigstens zu einem farbenfrohen “Hingucker”.

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Doch wie kann man winterliche Szenerien so gestalten, dass sie weniger “alltäglich” wirken? Schauen wir uns mal das nächste Bild an? Während wir am Ufer der Stever entlang spaziert sind, fielen mit die schönen Spiegelungen im ruhig dahin fließenden Wasser auf. Sandra hat einige Bilder gemacht und bei der RAW-Konvertierung habe ich dann eines der Bilder etwas beschnitten und um 180° gedreht. Voilá, fertig ist ein ungewöhnliches “Schnee-Wald-Bild”.

Wer ganz genau hinsieht dem fallen sicher die leichten “Wellen” in den Bäumen auf :-)

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Nachdem wir unsere erste “Magic Number” gefunden haben diskutieren wir darüber, wie man ein Portrait so hinbekommt, dass der Hintergrund schön unscharf ist und sich der portraitierte Mensch deutlich von der Umgebung abhebt. Ein echtes Patentrezept gibt es dafür natürlich nicht. Viele herausragende Portraits wurden in der Vergangenheit mit Weitwinkelobjektiven fotografiert. Sie zeigen zumeist Menschen in einer prägenden wichtigen Umgebung. Will man all dies nicht zeigen, so ist meist ein Teleobjektiv sehr gut geeignet.

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Nachdem wir an “Bäumen geübt haben” versuchen wir uns an “Menschen”. Sandra macht ein erstes Bild von mir, das wir danach diskutieren. Mir gefällt es überhaupt nicht…

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Und so muss sie jetzt “Modell stehen”. Ich versuche den Blitz auszuklappen, weil ich ihn als Aufhellblitz benutzen möchte. Aber er lässt sich nicht ausklappen weil gerade wieder eines dieser intelligenten Motivprogramme eingestellt ist. Also versuche ich alles abzuschalten was an dieser Kamera automatisch ist. Trotzdem sind die Bilder irgendwie überbelichtet. Ich wähle Blende 8 und 300mm Brennweite, danach klappt es so halbwegs. Später fällt mir auf, dass die ISO-Automatik noch aktiviert war und die Kamera statt ISO-200 satte ISO-1600 gewählt hat.

In der RAW-Bearbeitung mit Photoshop fällt dies aber nicht wirklich negativ auf. Das Bildrauschen der D5100 ist selbst bei ISO-1600 noch erfreulich gering.

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Hier jetzt eine Schwarz-Weiss-Variante die ich mit Photsohop erstellt habe. Dabei habe ich einen leichten Rotfilter simuliert. Dadurch wirken die Hauttöne relativ hell. Zusätzlich habe ich die Cyan-Anteile des Bildes stark betont, so dass die Augen in der Schwarz-Weiss-Version schön leuchten.

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Als nächstes nun eine Bearbeitung aus Snapseed. Während die Photoshop-Variante sehr “real” wirkt, habe ich hier das Bild partiell belichtet, eine unscharfe Vignette gesetzt und mittels der Funktionen “Grunge” und “Vintage” dem Bild einen altmodischen Touch gegeben. Vergleicht man dieses Bild mit dem ersten “Testbild” auf dem ich wie eine Salzsäule im Wald stehe, so versteht Ihr vielleicht wie ich mir ein schönes Portrait vorstelle, oder?

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Nun ist Sandra an der Reihe, mit den gleichen Einstellungen macht sie einige Fotos von mir. Letztlich aus meiner Sicht keine perfekten Ergebnisse, aber trotzdem um Größenordnungen besser als der erste “Probeschuss” :-)

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Weiter geht es mit “Magic Numbers”. Sieht man sich ein wenig um, so findet man sie einfach überall. Mir fällt auf, dass die Abbildungsqualität des 55-300mm Telezooms beeindruckend gut ist. Dieses Objektiv ist nicht nur preiswert und leicht, es entspricht an der D5100 auch einem 82,5 – 450mm Supertele. Auch an der neuen Nikon D5200 wird dieses Objektiv sehr gute Dienste leisten, da bin ich mir ganz sicher!

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Nach den “Magic Numbers” versuchen wir uns an Fotos mit etwas abstrakter Bildgestaltung. Wir konzentrieren und auf kleine Details und versuchen die Motive die wir am Wegesrand finden durch die Kombination von langer Telebrennweite mit überlegtem Bildausschnitt aus ihrem Kontext herauszuheben.

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Der “Ruhrtyp” ist ein Aufkleber auf der Rückenlehne einer verschneiten Parkbank! Statt die Kamera voll in den Wald zu halten (siehe oben) picken wir uns einen kleinen Zweig mit einigen verwelkten Blättern heraus. Auch wenn dieses Foto viel weniger zeigt als der “Waldweg” weiter oben, so sagt es doch mehr über die Jahreszeit und das Wetter aus.

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Nach den “Magic Numbers” finde ich noch viele “Magic Symbols”. Auch hier kann die Snapseed Software zeigen was in ihr steckt. Aus einem flauen Foto entsteht ein Bild mit kräftigen Kontrasten und extrem vielen Details. Hier habe ich die Funktionen “Details”, “Vignette” und “Grunge” verwendet.

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Nun ein Detail von einem verschneiten Bootsanleger. Das gewählte Motivprogramm “Landschaft” hat bewirkt, dass die Kamera eine kleine Blende und einen hohen ISO-Wert gewählt hat. Es ist einfach alles scharf und langweilig. Kein Problem für Snapseed, mit der Funktion “Tilt” lässt sich nachträglich ein sehr schöner Schärfeverlauf realisieren.

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Zum Abschluss noch vier Aufkleber auf einer Motorhaube. Das Bild habe ich so beschnitten, dass das Citroen-Logo nicht mehr zu sehen ist. Mittels der Funktion “Grunge” habe ich die makellose dunkle Motorhaube nachträglich verschrammt und Schmutz und Flecken ergänzt.

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Fazit

Es ist schon ganz erstaunlich welch gute Bildqualität die Nikon D5100 ermöglicht. Besonders das Nikkor AF-S VR DX 55-300mm ist ein famoses Telezoom für diese Kamera. Die Abbildungsqualität ist großartig, angesichts des moderaten Preises hätte ich dies nicht erwartet. Und die Software Snapseed hat sich einmal mehr als eine ebenso einfaches wie effizientes Werkzeug zur Bildbearbeitung gezeigt.


Teneriffa 2012 – Das große Video

Tagelang habe ich kopiert, geschoben, geschnitten und vertont. Endlich ist es fertig, mein Video zur Reise nach Teneriffa im Dezember 2012. Unendlich viel Material ist der digitalen Schere zum Opfer gefallen und dennoch hat das Video satte 37:40 Minuten. Es ist also wieder einmal ein ausführliches “Special Interest Video” geworden. Damit ist es nichts für den schnellen Konsum auf dem Handy in der Straßenbahn, ich hoffe ihr könnt Euch entspannt zurücklehnen und die Bilder dieser tollen Insel genießen.

Das Video ist zu wesentlichen Teilen mit der wirklich superguten Panasonic HC-X909 gefilmt. Zwischendurch habe ich immer mal wieder die Nikon D800E verwendet. Schaut mal genau hin, seht Ihr den Unterschied? Bei den Gorillas war der Akku der Panasonic am Ende und daher habe ich diese Sequenz mit der D800E und dem alt ehrwürdigen Nikon AF-D VR 80-400mm Telezoom gefilmt. Das Ding ist ein wenig sperrig, aber schafft man es richtig zu fokussieren, so kann man damit großartige Videosquenzen erstellen.

Die Panasonic HC-X909 gibt es aktuell bei amazon.de bereits für etwa 800,- Euro. Mein Exemplar hat noch 950,- Euro gekostet!

Geschnitten habe ich das Video mit Apple Final-Cut-Pro-X (FCPX). Die Musik habe ich mit Garageband erstellt, da gibt es eine Funktion “Magic-Song”. Damit kann man Vorlagen für Musikstücke für verschiedene Stilrichtungen erzeugen. Man kann zwischen jeweils 5-6 verschiedenen Instrumenten wechseln, dies separat für Melodie, Schlagzeug, Bass, erste Gitarre, zweite Gitarre, Klavier usw. Damit ergeben sich je Stilrichtung etwa 6x6x6x6x6 Variationen für einen Song, schon cool! Und man kann diese Vorlagen dann in Garage-Band oder sogar in Logic-Studio weiter bearbeiten. Das ist es was Apple von Microsoft so deutlich unterscheidet. Diese Software gibt es auf dem Mac kostenlos und sie ist genial. Bei Microsoft hat man traditionell eher die Geschäftsanwender im Fokus, denen würde man so herrlich kreative Software wohl niemals an die Hand geben. Sie würden nur noch im Büro sitzen mit Garageband Musik machen und mit iMovie YouTube-Vidoes schneiden :-)

Damit ihr einen Eindruck von der Arbeit mit FCPX bekommt, habe ich hier ein paar Screenshots für Euch eingebunden. Im ersten Screenshot seht Ihr die komplette Timeline. Oben links sind einige importierte Clips zu sehen. Dort sieht man auch was verwendet wurde und was nicht. Oben rechts der Einstellungsbereich. Hier kann man Bild und Ton sehr weitreichend beeinflussen. Unten rechts sind die Übergänge zu sehen. Diese zieht man einfach per Drag & Drop zwischen zwei Clips und schon hat man einen Übergang. Anschließend kann man weitere Parameter einstellen.

Videoschnitt mit Apple Final Cut Pro X

Hier sehen wir jetzt oben rechts den Einstellbereich für die Farben. Ich habe fast nichts korrigiert weil die Kameras es meistens richtig machen. Aber wenn man doch einmal etwas korrigiert, dann kann man diese Einstellungen sehr einfach auf andere Clips übertragen, so dass sich ein homogenes Gesamtbild ergibt. Unten rechts sind die Optionen für den “Look” einzelner Clips zu sehen. Auch diese zieht man einfach per Drag & Drop auf den gewünschten Clip.

Videoschnitt mit Apple Final Cut Pro X

Zu guten Schluss noch der Präzisionseditor für den Video-Schnitt. Hier kann man wirklich sehr präzise auf der Ebene einzelner Bilder arbeiten. Rechts seht ihr den Bereich für die Titel-Vorlagen. Diese zieht man einfach dahin wo der Titel erscheinen soll. Man kann sie zwischen den Clips oder oberhalb der Clips einrasten. Sind sie oberhalb, so werden sie in den Clip eingeblendet. Durch Ziehen an den Enden und Schieben kann man Dauer und Position des Titels sehr einfach ändern. In der Vorschau macht man einen Doppelklick auf den Titel und kann dann dort den Text ändern. Zusätzlich hat jeder Titel einen Einstellbereich, dort kann man die Texte und weitere Einstellungen bearbeiten.

Videoschnitt mit Apple Final Cut Pro X

Über Verbesserungsvorschläge und konstruktive Kritik freue ich mich wie immer sehr. Ich wünsche Euch einen guten Start ins Jahr 2013, gutes Licht und viele schöne neue Filme :-)


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