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Archiv für Juni, 2012

Nikon D800E – Erstes Fazit nach 1000 Bildern

Seit einigen Tagen habe bin ich nun stolzer Besitzer eine Nikon D800E und möchte nach den ersten 1.000 Bildern ein kurzes Fazit ziehen und implizit die vielen Zuschriften beantworten die ich während der letzten Tage erhalten habe. Im wesentlichen ging es bei allen Zuschriften darum, dass viele begeisterte Nikon Fans unter Euch vor der Entscheidung stehen eine D800 oder eine D800E zu kaufen. Dazu möchte ich ein hier paar kurze Gedanken loswerden.

Beginnen wir mit einem einfachen Testbild, das mit einem Nikon AiS 2.8/55mm bei Blende 8, 1/15s bei ISO-100, Spiegelvorauslösung und Stativ im RAW-Modus entstanden ist. Hier ist ein 100% Ausschnitt aus diesem Bild.

Nikon D800E mit Micro-Nikkor AIS 2.8/55mm 100% - Sample

Hier das große Original im JPG-Format (30MB). Den 100% Ausschnitt habe ich für Euch markiert. Wer das Original anschauen möchte, klickt einfach auf dieses “Vorschaubild”.

Sample Picture - Testbild - NIkon D800E - Micro Nikkor AiS 2.8/55mm - Full Size

Ok, warum zeige ich Euch dieses Bild? Weil es sehr schön zeigt, welch hohes Auflösungsvermögen in der D800E steckt. Und so sehr ich auch suche, ich finde in Aufnahmen die in der Natur entstanden sind keine Moiré-Muster! Vor diesem Hintergrund kann ich derzeit die D800E für alle begeisterten Naturfotografen uneingeschränkt empfehlen. Wer sehr genau auf jeden Cent achten muss, der hat mit der D800 eine etwas flexiblere Kamera bei etwas veringerter Auflösung. Im direkten Vergleich mit der D800E ist die D800 die universellere und derzeit etwa 400 bis 500 Euro preiswertere Kamera. Mit beiden Kameras lassen sich exzellente Ergebnisse erzielen. Wer es sich leisten kann und sich recht sicher ist, dass er seine Motive im wesentlichen in der Natur findet, dem würde ich ganz klar die D800E empfehlen.

Wer Sport fotografiert, hohe ISO-Zahlen braucht und auf schnelles Dauerfeuer angewiesen ist, für den sind beide Kameras nicht richtig. Der sollte eine D3s oder D4 kaufen, wenn das Geld nicht ganz ausreicht eine D700. Alle diese Kameras arbeiten auf dem gleichen Niveau wie die D800, nur ist die Auflösung etwas geringer. Derzeit verlangen die meisten Agenturen Bilder in einer Auflösung von 16 MPix, das liefert sogar eine D700 wenn man die Fotos geschickt um einige Prozent vergrößert.

Wer eine hochauflösende Kamera für das Studio sucht, und im wesentlichen Mode und Produkte ablichtet, der wird in der Regel keine Zeit haben unerwünschte Moiré-Muster in allen seinen Bilddateien zu suchen und ggfs. zeitaufwändig zu beseitigen. Hier ist ganz klar die D800 das Modell der Wahl! Wer mit er D800 Videos produziert, wird in der D800 die ebenfalls etwas universellere Kamera finden. Die Videodateien der D800e werden unwesentlich schärfer sein, doch wird dieser Effekt bei der in der Regel eigentlich immer notwendigen Komprimierung als QuickTime oder MP4 verloren gehen. Also kann man als “Videofilmer” mit gutem Gewissen zur D800 greifen.

Wer sich immer noch unschlüssig ist, dem sei ein Besuch eines gut sortierten Fotohändlers ans Herz gelegt. Dort kann man oft eine Speicherkarte mitbringen und mit beiden Modellen einige Vergleichsbilder schießen bei denen man dann sogar das gleiche Objektiv verwenden kann. Das ist meiner Meinung nach die allerbeste Variante. So kann man daheim in Ruhe überlegen was es werden soll.

Da ich weder Mode noch Architektur fotografiere, war meine Wahl im Voraus ganz klar, für mich kam nur die Nikon D800E in Frage. Ich wollte einfach “Alles was geht”. Geld und Zeit waren weniger wichtig, für mich zählt letztlich nur das Ergebnis und das ist nicht das Bild auf einem Notebook Display sondern ein richtig guter großer Fine-Art-Print in großartiger Rahmung. Macht man alles richtig, können diese Prints sind mit der D800E derzeit das spektakulärste was ich kenne. Aktuell können da nur sündhaft teure Mittelformat-und Scanner-Rückteile mithalten. In der “Consumer-Welt” gibt es derzeit nichts, dass an die Auflösung der D800E heranreichen würde.


Nikon D800E – RAW-Bilder für Pixelpeeper

In meinem Unboxing-Video zur Nikon D800E hatte ich es ja schon angekündigt, in den kommenden Wochen werde ich hier immer mal wieder das eine oder andere RAW-Bild für Euch bereitstellen. Heute möchte ich mit einem Foto der kleinen Tour durch die Eifel beginnen das am vergangenen Samstag entstanden ist. Diese RAW-Datei hat 55MB, wirklich viele dieser Dateien kann ich nicht bereitstellen sonst ist mein WEB-Server mit seinen Ressourcen schnell am Ende. Hier muss ich um Eurer Verständnis bitten! Wer in den nächsten Wochen ein Bild aus der D800E in meinem BLOG findet, dass er gern mal als RAW-Datei anschauen möchte, der kann sich einfach per E-Mail melden, dann stelle ich das Bild auf meinem Web-Server bereit.

Hier nun das erste 100% ungeschminkte Beispielfoto aus der Nikon D800E:

Nikon D800E - Micro-Nikkor AiS 2.8/55mm

Das RAW-Datei zu diesem Bild findet Ihr hier – einfach anklicken, lokal speichern und dann beispielsweise mit Nikon Capture NX 2.3.2 oder Adobe Photoshop CS 5 mit Adobe Camera RAW 6.7 öffnen. Natürlich funktioniert auch die aktuelle Version von Nikon View NX. Die aktuellen Versionen von Adobe Lightroom und Apple Aperture sollten es auch öffnen können. Spielt mal mit den Parametern des RAW-Konverters und schaut Euch das Ergebnis kritisch an. Dann lehnt Ihr Euch zurück und seid bitte verblüfft was man selbst mit 30 Jahre alten Objektiven machen kann, wenn sie nur richtig gut sind!


Nikon D800 – Mit dem Helikopter über New York

Hier habe ich noch ein kleines nettes Video für Euch, das mit einer Nikon D800 während eines Helikopter-Fluges über New York gefilmt wurde. Man sieht sehr schön wie der VR des Objektives nach Kräften versucht das Bild aus dem ratternden Hubschrauber irgendwie zu stabilisieren. Bei der Videobearbeitung wurde dann später nochmals kräftig nachgeholfen. Dies erkennt man sehr schön an den Szenen in denen das Bild aussieht als wäre es aus “Gummi”. Aber seht selbst…

Vielleicht kann ich bald mal ein ähnliches Video mit meiner D800E für Euch aufzeichnen, es bleibt spannend!


Nikon D800E – Sind 72 Megapixel möglich?

Eigentlich wollte ich gestern im Anschluss an meine Fotos mit unterschiedlichen Objektiven nur schnell eine ISO-Testreihe mit dem Micro-Nikkor AiS 2.8/55mm fotografieren. Aber als ich dann eben das erste Bild dieser Serie anschaute begann ich mich zu fragen, wie dieser “Schuss” wohl in doppelter Auflösung aussehen würde? Also habe ich in Photoshop CS5 den Wert für die lange Bildseite als neuen Wert für die Anzahl der Pixel der kurzen Bildseite verwendet. Damit wird das Bild sofort doppelt so groß. Als 8-Bit Bild belegt es damit in Photoshop mehr als 220 MB internen Arbeitsspeichern, wohlgemerkt bei nur EINER Ebene!

In Zahlen ausgedrückt sind das 11028 x 7360 Pixel = 81.166.080 Bildpunkte! Berücksichtigt man noch das RGB-Farbmodell kommen wir damit auf 243.498.240 “Bildinformationen”. Das ist eine Menge Holz, nun ist die Frage wie das wohl aussehen wird? In der 100% Ansicht wirkt das Bild jetzt sichtbar “grober” als zuvor, aber irgendwie ist es trotzdem noch ganz ok. Als einzigen Filter wende ich “Smart Sharpen” an und dies mit recht unauffälligen Parametern. Als Ergebnis habe ich nun eine 51,3 MB große Bilddatei und es ist wohlgemerkt ein komprimiertes JPG mit “nur” 8-Bit Farbtiefe!

Scrollt man in dieser großen Datei “herum” sieht man am Horizont auf der etwa 20 Kilometer entfernten anderen Rheinseite einen Funkturm. Er ist noch so eben klar erkennbar. Scrollt man ganz nach rechts sieht man das bunte Häuschen auf einem Kinderspielplatz. Es ist sauber konturiert, Farbsäume gibt es keine und bei den Häusern nebenan kann man fast noch lesen was auf den Klingelschildern steht.

Das hätte ich nicht erwartet. Klar ist mir bewusst, dass das Micro-Nikkor AiS 2.8/55mm auch mehr als 33 Jahre nach seiner Markteinführung noch ein geniales Stück “Wertarbeit” ist, aber dieses Ergebnis hätte ich nicht erwartet. Dieses Objektiv verwendet lediglich 6 Linsen in 5 Gruppen, im Vergleich dazu neue AF-S VR 105mm Micro Nikkor ganze 14 Linsen in 12 Gruppen. Meiner Meinung nach beweist das alte 55er Micro-Nikkor, dass es auch anders geht und dass die Ergebnisse ganz exquisit sein können. Sicher haben die vielen Linsen des neuen Exemplars irgendwelche Vorteile, sie verwenden eine neue Art der optischen Vergütung, es gibt einen hochwirksamen VR und bei offener Blende wird die Randabschattung ggfs. geringer sein als beim uralten 55er Pendant. In der Landschaftsfotografie braucht man aber in der Regel keinen VR und zwischen Blende 5,6 und Blende 11 leuchtet das alte Objektiv den Chip der D800E auch vollständig und gleichmäßig aus. Vignettierungen sind in diesem Blendenbereich kaum wahrnehmbar. Nicht zuletzt liegt der aktuelle Preis des 105er Macros bei 800 Euro, das alte 55er bekommt man manchmal schon für unter 100 Euro. Wer sich dieses Ding nicht zusätzlich in seine Fototasche steckt ist eigentlich selbst schuld…

Hier nun das unscheinbare “Pixelmonster” – Einfach anklicken und das mehr als 50MB große “Original” herunterladen!

Nikon D800E mit 72 Megapixeln - Micro-Nikkor AiS 2.8/55mm

Angesichts dieser Dateigrößen bin ich gespannt was auf uns zukommt wenn die Leute erst anfangen mit der D800E Kugelpanoramen zu fotografieren…

 


Nikon D800E – Erste Testbilder im Detail

Die ersten Testbilder aus der D800E sind inzwischen online verfügbar. Die Bilder sind je nach Komprimierungsstufe selbst als JPG-Datei größer als 20 MB. Daher kann ich sie nicht ohne weiteres in diesem BLOG hosten und habe sie daher auf meinem Web-Server abgelegt.

Starten wir mit Bild Nummer 1 – einfach anklicken um das große JPG zu öffnen.

Testbild - Nikon D800E mit AF-S VR 4/16-35mm und HAMA IR-72

Öffnet man das große JPG und schaut es sich in der 100% Ansicht an, so fallen kleine weiße Punkte auf, die über das gesamte Bild verstreut sind. Das Bild ist 30 Sekunden lang belichtet und die rechenintensive “Entfernung des Bildrauschens bei Langzeitbelichtungen” war bei diesem Bild abgeschaltet. Man kann diese Punkte ganz leicht mit der Funktion “Remove Dust & Scratches” aus Photoshop entfernen, aber ich habe sie drin gelassen, damit Ihr sehen könnt wie die Aufnahme in “Echt” aussieht.

Kommen wir zu Bild Nummer 2  - einfach anklicken um das große JPG zu öffnen.

Beispielfoto - Nikon D800E mit Nikkor AF-S VR 2.8/70-200mm

Dieses Foto ist ein einfacher “Mitzieher” der an der Nürburgring Nordschleife bei Adenau fotografiert ist. Das Foto ist nach dem Rennen entstanden und es sind einfach nur zwei Streckenposten die nach Hause fahren. Nichts spektakuläres, aber es zeigt sehr schön die Stärken den Nikkor AF-S VR 2.7/70-200mm. Das VR System in diesem Objektiv erkennt Schwenkbewegungen und kompensiert dieses so gut es geht. Hat man ein wenig Übung, so kann man bei Blende 16, ISO-50 oder ISO-100 mit einer Belichtungszeit von etwa 1/15 Sekunde schöne “Wisch-Effekte” erzielen. Das sieht oft richtig dynamisch aus und ist eigentlich recht einfach zu fotografieren. Leider wurden an der gesamten Nordschleife in den letzten Jahren hohe Fangzäune aufgestellt. Diese versperren eigentlich überall den freien Blick auf die Fahrzeuge, daher ist auch hier der blöde Zaun im Bild. Aber es ist wie gesagt ja nur ein Beispiel-Foto!

Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass die hohe Auflösung der D800E hier eher hinderlich ist, weil die Kamera “nur” 4 Bilder/Sekunde schießt und wenn man einige Bilder in Serie geschossen hat, gelegentlich eine Weile blockiert ist bis der kamerainterne Pufferspeicher auf die Speicherkarte ausgelagert ist. Man kann mit der D800E also durchaus solche Fotos schießen, aber mit der D700 oder auch gar der D4 wird man eine deutlich höhere Trefferquote erzielen!

Kommen wir zum Beispiel Nr. 3  - einfach anklicken um das große JPG zu öffnen.

Beispielfoto - Nikon D800E mit Nikkor AF-S VR 2.8/70-200mm

Hier sehen wir ein Fahrzeug dessen Bewegung durch eine kurze Belichtungszeit “eingefroren” wurde. Das Foto ist bei Blende 5.6 und ISO-400 mit 1/1600s fotografiert. Das Ergebnis ist sehr statisch und wenig aufregend. Es ist scharf, aber mehr auch nicht. Wirklich scharf ist es auch nur, weil das Auto relativ langsam gefahren ist. Wäre es mit 100 km/h oder mehr an uns vorbei gefahren, so hätte die 1/1600s sicher nicht ausgereicht um es scharf abzubilden. Dann wäre eher 1/4000s notwendig geworden. Das würde bei gleicher Blende aber bedeuten, dass ISO-400 nicht ausreichen sondern eher ISO-800 oder mehr notwendig gewesen wären. Damit kommt die D800E dann in Bereiche in denen sie ihre volle Auflösung nicht mehr ausspielen kann, weil diese mit steigenden ISO-Werten langsam aber sicher im Bildrauschen verloren geht. Auch hier ist eine D4 im Vorteil!

Bilder wie dieses müssen übrigens nicht langweilig sein! Findet man eine Stelle an einer Kurve die über eine Kuppe führt und kann mit einem tiefen Kamerastandpunkt den Rennautos quasi “in Gesicht schauen”, dann kommen kurze Belichtungszeiten oft wirklich gut! Wenn das Auto dann noch in Schräglage ist und die kurveninneren Räder  einige Zentimeter hoch in der Luft schweben, dann ist es perfekt! Für diese Bilder braucht man auch keinen Autofokus. Man stelle den Fokuspunkt fix ein und löst in dem Augenblick aus, in dem das Motiv im Schärfebereich ist. Hier ist nun auch wieder ein Nutzer der D4 im Vorteil, weil er pro Sekunde fast die dreifache Bildmenge in den Pufferspeicher seiner Kamera “laden” kann. Mit der D800E sind diese Aufnahmen ggfs. doppelt so groß oder detailreicher, aber die Ausbeute ist wahrscheinlich spürbar geringer.

Kommen wir zum Beispielfoto Nr. 4  - einfach anklicken um das große JPG zu öffnen.

Beispielfoto - Nikon D800E mit Nikkor AF-S VR 2.8/70-200mm

Hier haben wir jetzt Blende 8 bei ISO-400 und 1/1000 Sekunde. Die Brennweite war hier mit 105mm relativ kurz, so dass die gesamte Szenerie scharf abgebildet ist, von selektiver Schärfe ist hier keine Spur und auch hier stört der blöde Zaun. Die beiden Feuerlöscher geben dem Bild ein wenig Dramatik, irgendwie bleibt es trotzdem langweilig. Doch es ist ein gutes Beispiel für das was man mit der D800E ohne Stativ bei ISO-400 mit dem Nikkor AF-S VR 2.8/70-200mm hinbekommen kann.

Nun Beispiel Nr. 5 – Hier geht es um das Auflösungsvermögen des Nikkor AF-S 1.4/50mm – Anklicken für Originalgröße.

Beispielfoto - Nikon D800E mit Nikkor AF-S 1.4/50mm

Das Licht war relativ fies und hier konnte auch die RAW-Konvertierung das Ergebnis nicht retten. Aber darum geht es hier auch gar nicht. Es geht um die Auflösung des “Normal-Objektivs” das Ihr in meinem Video zur D800E schon gesehen habt. Das AF-S 1.4/50mm ist mit etwa 350 Euro ein halbwegs preiswerter Kandidat und der leise schnelle AF-S funktioniert sehr gut. Es ist eine “universelle scharfe Linse”. Schaut Euch das Bild mal in der 100% Ansicht an, da kann man jeden Baumwipfel abzählen!

Kommen wir zum nächsten Beispiel Nr. 6 – ein schneller Schuss aus der freien Hand mit dem 70-200mm Telezoom. Anklicken für Originalgröße.

Beispielfoto - Nikon D800E Nikkor AF-S VR 2.8/70-200mm

Bei 200mm Brennweite und 1/800s ist es bei Blende 5,6 noch so eben scharf. Hier sehen wir einen 100% Ausschnitt:

100% Crop - Nikon D800E Nikkor AF-S VR 2.8/70-200mm

Schaut man genau hin sieht man, dass ich hier schon kräftig am “Schärferegler” drehen musste und dass das Bild dadurch etwas pixelig aussieht. Aber man muss auch sehen, das ist die 100% Ansicht! Würde man dieses Foto in dieser Auflösung drucken, so wäre es 150x100cm groß – also ein echt riesiger “Lappen”. Wenn der dann im Detail noch so scharf ist wie in diesem Beispiel, dann wäre das immer noch gut! Aber das Beispiel zeigt auch, dass die D800E ihre Stärken eher bei gutem Licht, niedrigen ISO-Werten und unter Verwendung von Stativ und Spiegelvorauslösung ausspielt.

Die “alte Regel” dass die kürzeste Belichtungszeit dem Kehrwert der Brennweite entsprechen sollte, kann ich hier nicht mehr so ganz unterschreiben. Sollen die Bilder wirklich absolut scharf sein, sollte man mindestens die halbe Belichtungszeit oder weniger wählen. Aber Achtung, hier kommt man schnell wieder in die “ISO-Falle” und gibt die wirklich guten Ergebnisse an die Kollegen mit der D4 ab!

Kommen wir zum nächsten Beispiel. Es ist eine ganz ähnliche Situation, nur steht hier die D800E auf einem Stativ, der VR ist ausgeschaltet, die Spiegelvorauslösung ist aktiviert. Bei ISO-100 und Blende 8 kann nun mit 1/30s fotografiert werden ohne dass das Bild nennenswert verwackelt ist. Das Ergebnis knallt so richtig. In der 100% Ansicht sieht man jeden einzelnen Stein von Schloss Drachenburg.

Beispiel Nr. 6 – anklicken für Originalgröße und dann die Steine abzählen. Wer genau hinsieht erkennt, dass im Weinberg Burgunder-Trauben angepflanzt werden!

Beispielfoto Nikon D800E mit Nikkor AF-S VR 2.8/70-200mm

Kommen wir zu Beispiel Nr. 7 – anklicken für Originalgröße

Beispielfoto - Nikon D800E mit Micro-Nikkor AiS 2.8/55mm

Hier ein 100% Ausschnitt:

100% Crop - Nikon D800E Micro-Nikkor AiS 2.8/55mm

Schaut man sich dieses Bild an, so gibt es keine sichtbare chromatische Aberration. Die Baumrinde ist scharf abgebildet, die hellen und dunklen Bildbereiche haben noch reichlich Zeichnung. Ausgedruckt in 100x150cm wäre es extrem detailreich und würde viele Betrachter einfach nur wegen der Details beeindrucken. Hingegen ist das Motiv eher alltäglich und ziemlich langweilig. Wäre hier noch etwas Nebel und eine Rotte Wildschweine zu sehen, dann könnte es gefallen. Aber es ist eben nur ein Beispiel für die Abbildungsqualität eines 20 Jahre alten Nikon Objektivs. Ich denke, dass ein 10-fach teureres Zeiss Objektiv an der D800E bei Blende 8 keine besseren Ergebnisse liefern würde. Das 55er Micro-Nikkor ist auch an der D800E wirklich gut, aber bei offener Blende sind die Bildränder sichtbar abgedunkelt und bei Blende 4 habe ich bei einigen Bildern einen sichtbaren Hotspot in der Bildmitte ausmachen können. Bei Blende 8 ist es jedoch ein echter Traum.

Sehr ähnlich geht es auch Nutzern des inzwischen etwas betagten AF-S 2.8/28-70mm. Es ist zu einer Zeit konstruiert worden, als es noch keine digitalen Kameras gab. Es ist für Film wirklich perfekt. Aber der Chip einer Digitalkamera reagiert an den Rändern Seher empfindlich auf schräg eintreffende Lichtstrahlen. Und genau mit diesem Problem hat dieses Objektiv zu kämpfen, wenn auch nicht sehr ausgeprägt. Bei offener Blende ist es relativ “weich”, bei Blende 8 jedoch sehr scharf. Allerdings ist trotzdem ein leichter Qualitätsabfall an den Bildrändern festzustellen. Wer sich Beispiel Nr. 6 ganz genau ansieht, wird diesen Effekt allerdings auch beim AF-S VR 2.8/70-200 feststellen können. Es ist nicht wirklich schlimm aber dennoch sichtbar.

Die D800E verzeiht den Objektiven eben nicht, absolut gar nichts! In den nächsten Tagen werde ich Euch weitere Fotos zeigen die mit dem AF-D 2.8/20mm und diversen anderen Objektiven gemacht sind. An den großen Originalbildern könnt Ihr Euch dann alles im Details selbst anschauen.

Für alle die es noch nicht kennen, hier mein Video zur D800E. In der zweiten Hälfte gibt es auch einige Objektive zu sehen.


Nikon D800E versus Leica S2-P

Die ersten RAW-Bilder aus meiner D800E sind entwickelt und es gibt bald einen neuen Artikel mit diesen Bildern. Wer sich die Zeit bis zu diesem Artikel verkürzen möchte, dem sei dieser Artikel mit dem Vergleich einer Leica S2-P mit einer Nikon D800E empfohlen. Soviel vorab, der Fotograf schreibt in seinem Fazit, dass er die D800E statt der Leica S2-P verwenden wird. Die Leica ist einfach zu teuer und die D800E liefert mit guten Zeiss Objektiven ein sehr ähnliche Bildqualität. Die Zeiss-Objektive haben übrigens keinen Autofokus und einige ausgewählte Nikon AiS Objektive sind qualitativ auf einem ähnliche hohen Niveau.


Nikon D800E – Der erste Praxistest

Es ist Samstag und meine D800E ist nun schon einen Tag alt. Zeit für einen ausgiebigen Praxistest. Wie wird sich das Pixelmonster anfühlen, werden zwei Akkus reichen, komme ich mit einer 64GB Speicherkarte aus, welche Objektive packe ich ein? Gegen Mittag sind wir in der Eifel. An einer kleiner Kapelle am Wegesrand halten wir an, Zeit für ein paar Infrarot-Bilder!

An die D800E setze ich das Nikon AF-S VR 4/16-35 mit einem HAMA IR-72. Die ersten Versuche sind ernüchternd. Bei der kleinen feinen Fuji X100 funktioniert mit diesem Filter manchmal sogar noch der Autofokus. Und auf dem Display der X100 kann man sein Motiv so richtig schön komponieren. Bei der D800E sieht man einfach gar nichts! Auch die Menüzeilen kann man im grellen Sonnenlicht kaum erkennen. Schließlich stelle ich die Helligkeit des Displays von Auto auf Manuell und dann +5. Nun kann man halbwegs etwas erkennen. Das ist bei der Fuji X100 besser! An der D800E wähle ich das Farbprofil für Schwarz-Weiß, steigere krass den Kontrast und öffne die Blende. Nun kann ich ein total verpixeltes blasses Bild auf dem rückwärtigen Display erkennen. Nicht schön, aber  es reicht um die Kamera halbwegs auszurichten. Nur wie scharf stellen? Also Filter ab, Autofokus an, scharf stellen, Autofokus aus, IR-Filter wieder drauf. Das ist lästig!

Als ich mit meiner Session fertig bin schaue ich mir im abgedunkelten Auto meine Ergebnisse an und bin frustriert. An der Kamera war versehentlich der 1.2 Crop-Faktor eingestellt. Nun weiß ich auch was diese Anzeige auf dem oberen Display sollte! Im Sucher selbst sieht man es nicht wirklich. Ist die Kamera in einem Crop-Modus, so werden anderen Rahmen in das Sucherbild eingespiegelt. Eigentlich hatte ich gehofft, dass die Teile des Sucherbildes die NICHT auf das Bild kommen abgedunkelt werden. Aber das war leider eine unbegründete Hoffnung…

Also wieder raus aus dem Auto, Stativ aufbauen, Filter runter, AF an, scharf stellen, AF aus, Filter drauf, auslösen und warten. Wenigstens habe ich bei der ersten Serie gelernt, dass die Belichtungsautomatik der D800E mit aufgeschraubtem IR-Filter keine brauchbaren Ergebnisse liefert. Bei ISO-100, Blende 11 und 30 Sekunden Belichtungszeit sieht das Histogramm relativ vielversprechend aus. Und hier ist es nun, mein erstes gelungenes Infrarot-Foto aus der Nikon D800E. Für die Konvertierung habe ich übrigens Adobe Camera RAW 6.7 auf dem Mac verwendet. (Alle Fotos sind wieder 1000Pixel breit oder hoch, einfach anklicken) Die RAW-Bilder großen Versionen der Bilder liefere ich noch nach.

Nikon D800E - Beispielfoto mit Infrarot-Filter HAMA IR-72

Nach der ersten ernüchternden Erfahrung geht es weiter zum Nürburgring. In Adenau ist die Hölle los und als wir nach einer Tasse Kaffee schließlich an der Nordschleife stehen ist das Rennen gerade vorüber. Das eine oder andere teure Stück Schrott wird noch abtransportiert, die Jungs vom TÜV sammeln noch was ein, mehr gibt es hier nicht mehr zu sehen, schade!

Nikon D800E - Beispielfoto mit AF-S VR 2.8/70-200mm

Nikon D800E - Beispielfoto mit AF-S VR 2.8/70-200mm

Nikon D800E - Beispielfoto mit AF-S VR 2.8/70-200mm

Wir machen uns auf den Weg zur Nürburg, vom Turm dieser Burg hat man einen tollen Ausblick und ich erhoffe mir einige schöne Perspektiven, der krasse Wolkenhimmel könnte sein übriges dazu tun. Als wir an der Burg angekommen und gerade aussteigen sagt uns eine junge Frau, dass der “Wächter” die Burg gerade abschließt, es ist 17h – Mist – schon wieder zu spät!

Es geht weiter zum kleinen Örtchen Bell. Dort gibt es ganz in der Nähe auf einem der vielen “Berge” der Eifel einen schönen alten Turm der mit diversen Mobilfunk-Antennen gespickt wurde. Von dort hat man einen schönen Ausblick auf Mayen und die östlichen Ausläufer der Eifel. Während Sandra sich ein wenig sonnt und mit dem Handy RPR-1 anhört wandere ich den Berg hinauf. Oben angekommen bin ich ziemlich verschwitzt, der Fotorucksack ist  in keiner Weise atmungsaktiv…

Auf dem Turm fotografiere ich noch einige Infrarot-Bilder. So richtig will aber kein Spaß aufkommen. Ich denke, dass ich künftig lieber bei der Fuji X100 bleiben werde wenn es um Infrarot-Fotos geht! Als der IR-Filter verstaut ist setze ich alle Objektive die ich heute dabei habe der Reihe nach an die Nikon D800E. Es gibt das SAMYANG 2.8/15mm, das Nikon AF-D 2.8/20mm, das Nikon AF-S VR 4/16-35mm, das AiS 3.5/35-70mm, das AiS 2.8/55mm, das AF-D 2.8/10,5mm und das AF-S 1.4/50mm. Die Zeit vergeht und das Licht ist nicht schön, außerdem wartet Sandra unten am Auto. Ich beeile mich so gut es geht und als ich zurück am Auto bin scheint sie ziemlich verärgert zu sein. Sagen tut sie aber nichts. Mit geöffnetem Dach geht es vorbei am Kloster Maria Lach hinab zum Rhein und auf der B9 zurück nach Bonn. Kurz vor Bonn noch ein schneller Schuss von “Schloss Drachenfels”, kurz darauf sind wir wieder daheim.

Spaß hat es ja gemacht und die Bildergebnisse sind auch recht überzeugend. Aber die D800E hat auch ihre Schwächen. Das Fotografieren von Infrarot-Bildern ist damit genauso umständlich wie mit den anderen Nikon-Kameras mit denen ich es bislang probiert habe. Das Display ist mir zu dunkel und eigentlich mag ich es lieber, wenn ich den Modus des AF-Systems so wie bei der D2x mit zwei Hebeln bedienen kann. Bei der D800E muss ich wie bei der D7000 einen Knopf drücken und an zwei Rädchen drehen. Sicher werde ich mich daran gewöhnen, aber wenn es schnell gehen soll kostet es mich derzeit wertvolle Zeit. Die wenigen coolen Autos die zum Schluss noch auf dem Nürburgring unterwegs waren habe ich deshalb zum Teil verpasst. Recht überzeugend fand ich hingegen den entfesselten AF-Modus. Die Verfolgung der Motive klappt damit nach vielen Jahren endlich ziemlich gut. Bei der Nikon F5 hat man diese Feature zuerst eingeführt. Aber sei hatte nur 5 AF-Meßfelder, wie will man damit ein Motiv schon wirklich “verfolgen”? Kann das Motiv vom 3D-Matrix-Belichtungsmesser der D800E identifiziert werden, so klappt die “Übergabe” der AF-Meßfelder inzwischen sehr gut! Allerdings ist das System mit einem schnell fahrenden Auto auch im Jahr 2012 noch überfordert. Aber für Bilder beim Fußball, Leichtatlehtik oder Reiten wird es vielleicht recht gut funktionieren. Das werde ich bei Gelegenheit noch genauer untersuchen.

Daheim entpuppt sich das Kopieren des Bildmaterials via Nikon Transfer auf dem Mac als mittlere Katastrophe. Bis die Kamera endlich erkannt ist und die Software die Bilder ermittelt hat die man übertragen könnte, vergehen viele langweilige Minuten. Da schafft man es locker eine Tasse Kaffee aufzubrühen und leer zu trinken! Das war “früher” alles schneller. Dass das “modernste Betriebssystem der Welt” mit USB 3.0 nicht vernünftig umgehen kann nervt zusätzlich. Zusätzlich nervt es, dass man den Inhalt der beiden Speicherkarten in zwei separaten Arbeitsschritten übertragen muss! Morgen werde ich mich mal an einem PC unter Windows 7 mit USB 2.0 versuchen. Derzeit denke ich über einen schnellen Kartenleser nach! An diesem Tag sind nur wenige Fotos entstanden, aber allein diese RAW-Bilder haben zusammen 23 GB. Das Kopieren auf den Mac dauert via USB 2.0 mit einem HAMA Kartenleser fast eine Stunde!

Abschließend hat es dennoch eine Menge Spaß gemacht die D800E zu erforschen. Sie ist eine Nikon durch und durch. Kennt man D300, D700 oder D7000 kann man die D800/D800E praktisch sofort bedienen. Wie bei ihren Schwestern neigt sie dazu die Bilder etwas zu reichlich zu belichten. Meist hatte ich den Belichtungsmesser um -0.7 Lichtwerte korrigiert. Die Arbeit mit den guten alten AiS Objektiven funktioniert sehr gut. Beim AiS 2.8/55 ist mir bei Blende 2.8 allerdings eine sichtbare Vignettierung der Bildränder aufgefallen. bei Blende 4 gab es einen “Hotspot” in der Bildmitte. Bei Blende 8 und 11 war alles perfekt. Diese guten alten “Dinger” haben eben auch ihre Eigenarten und man muss wissen wie man sie einsetzt um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.

Hier haben Nano-Versiegelungen und speziell auf digitale Kameras ausgelegte Objektive sicher durchaus ihre Stärken. Aber sie sind eben auch ziemlich teuer!

Ok, das war es für heute. Morgen gibt es dann die großen Bilder für die Pixel-Peeper :-)


Nikon D800E – Die erste Fototour

Nikon D800E - Bereit für die erste Fototour

Es ist Samstag und es soll der einzige halbwegs schöne Tag des Wochenendes werden. Dieser Sommer schickt sich schon wieder an genauso verregnet zu sein wieder der letzte “Sommer”, den ich schon seit einiger Zeit versuche aus meinem Gedächtnis zu streichen. Heute ist keine Fuji X100, keine AW-100 und auch keine D7000 oder Panasonic HC-X909 dabei, nein heute sind nur die D800E und einige Objektive im Fotorucksack. Schauen wir mal was am Ende des Tages übrig bleiben wird und ob es sich lohnen wird einige Fotos hier in diesem BLOG zu posten. Die ersten RAW-Bilder bin ich Euch ja noch schuldig. Aber keine Sorge, die kommen schon noch! Nur sollten sie auch etwas nett sein und nicht nur ein paar langweilige Blätter an einem Strauch auf der anderen Straßenseite zeigen. Nach schauen wir mal was geht, später mehr!

Nikon D800E mit AF-D 2.8/20mm

 


Nikon D800E – Unboxing und Hands-On

Nach fast 13 Stunden sind das Rendering und der Upload nach YouTube schon fertig – wie schnell doch so ein Tag vergeht :-) Einige erste Testbilder gibt es auch schon. Eben habe ich die im Video vorgestellten Objektive alle einmal an die D800E gesetzt und meine Bonner Museumsmeile damit fotografiert. Die Ergebnisse sind ganz erstaunlich und ich werde Sie Euch in einem späteren Artikel präsentieren.

Nun erst einmal das Unboxing, ich bin gespannt auf Euer Feedback!

Das Video habe ich mit Magix Video Deluxe unter Windows 7 erstellt. Gefilmt ist alles mit der neuen Panasonic HC-X909. Da die MP4 Datei des Videos in voller HD Auflösung und guter Qualität satte 5.6 Gigabyte groß war, habe ich das Video auf 720 P verkleinert. Also 1280×720 Pixel. Das sollte aber immer noch gut aussehen und ich hoffe Ihr könnt alle wichtigen Details erkennen. Auf Hintergrundmusik habe ich diesmal vollständig verzichtet, ich hoffe YouTube produziert damit keine Content-ID Treffer.

Film ab…


Nikon D800E – Das erste Beispielfoto

Während sich mein Windows PC im Arbeitszimmer seit 10 Stunden um den Upload meines Unboxings zur Nikon D800E bemüht, habe ich hier schon ein erstes Beispielbild für Euch. Das Foto ist mit einem alten AiS 2.8/55mm Micro Nikkor gemacht. Die Blende war vollständig geöffnet! Man beachte die Schärfe im Bildbereich den ich mit einem kleinen roten Pfeil markiert habe! Also einfach Anklicken und in der 100% Ansicht öffnen. Das haut mich echt vom Hocker! Dieses Objektiv ist der Hammer. Man kann sogar die Papierfasern erkennen!

Nikon D800E - Beispielbild mit AiS 2.8/55mm bei F2.8

Hier habe ich den kleinen Objektiv-Fuhrpark den ich Euch in meinem Unboxing noch genauer zeigen werde. Das AiS 2.8/55mm steht ganz unten rechts im Bild. Es ist ein einfache überaus effiziente Konstruktion und angesichts der Bildergebnisse frage ich mich, warum das neue AF-S 2.8/105mm Macro so unendlich viel komplexer konstruiert werden musste. Dieses kleine preiswerte Ding bricht an der D800E in Sachen Auflösung wirklich alle Rekorde!

Objektiv Empfehlung für die Nikon D800 und D800E

Diese Bild ist auch 1000 Pixel breit, einfach anklicken wenn Ihr die Objektive etwas näher unter die Lupe nehmen wollt. Das Foto habe ich mit einer D700 bei ISO-800 mit einem AiS 1.8/50mm und dem eingebauten Blitzlicht fotografiert. Hier könnt Ihr nachlesen was Ken Rockwell über dieses Objektiv geschrieben hat!


Nikon D800E – Kaufen – Auspacken – Staunen

Nikon D800E Unboxing Video Project

Heute konnte ich meine persönliches Exemplar der Nikon D800E endlich beim Bonner Cityfoto Center abholen. Ausgepackt habe ich dieses schöne Teil vor laufender Kamera, danach habe ich noch ein paar Objektive vorgestellt die sich recht gut an der D800E machen werden. Nach dem Video-Schnitt war ich überrascht, dass das Video länger als ein Stunde geworden ist – ufff…

Das Rendern der Video-Datei und der Upload werden sicher noch bis morgen dauern. Ich muss Euch also noch ein klein wenig vertrösten, aber es kommt!!


Nikon D800E – Der Countdown hat begonnen

Heute ist Donnerstag der 21. Juni 2012 und der Countdown hat begonnen. In recht genau 10 Stunden werde ich meine Nikon D800E abholen können und danach ein kleines Unboxing-Video für Euch erstellen. Die Vorfreude ist groß und die Spannung steigt. Ich bin wirklich gespannt ob die Hysterie, welche die Nikon D800E unter den Nikon-Fans ausgelöst hat, gerechtfertigt ist.

Nikon D800T in transparentem Gehäuse

Nikon D800T

Kurze Info: Diese Bilder sind natürlich quatsch, eine transparente Version oder eine Version aus Titan sind derzeit nicht in Sichtweite!

Nikon D800 Press im Titan-Gehäuse

Nikon D800 Press im Titan-Gehäuse


Nikon D800 – Nur noch zweimal schlafen…

Eine D800 mit Klappdisplay wird es vorläufig nicht geben. Dieses Bild ist nur eine kleine Fotospielerei bei der ich die D800 mit der D5100 “verschmolzen” habe. Ganz witzig war jedoch, dass einige Leser dieses geschummelte Foto in einigen Foren gepostet haben und scheinbar wirklich dachten es sei echt. Das Internet ist die wahre Quelle aller Mythen und offenen Geheimnisse :-)

Ein kleiner Spaß mit Photoshop

Am Donnerstag kann ich meine Nikon D800E nun endlich abholen, die Vorfreude ist groß und ich bin wirklich sehr gespannt was sich mit der D800E alles wird anstellen lassen! Für Donnerstag den 21. Juni 2012 (übermorgen) habe ich ein kleines Unboxing geplant, ich hoffe Ihr seid dabei :-)

Nikon D800 versus Nikon D800E

Nikon D800 versus Nikon D800E

Für alle die es noch nicht kennen hier das D800 Beispiel-Foto “Library” das mit einem AF-S 14-24mm aufgenommen wurde.

Hier ein 1:1 Auschnitt aus diesem Foto.

Nikon D800 Library Sample Crop D800E

 

Die D800E lässt noch mehr Details erhoffen, ich bin wirklich gespannt! Wahrscheinlich werden mit der D800E die Bücher rechts unten neben dem Vorhang in der 500% Ansicht etwa so aussehen :-)

Nikon D800E - Library Sample Detail

Kurzer Nachtrag… Seit einigen Tagen prüfen die absoluten Perfektionisten unter den ersten Nikon D800 Anwendern alle Autofokus-Messfelder einzeln durch. Bei einigen Exemplaren der D800 haben sie eine gewissen Streuung der Genauigkeit des Autofokus-Systems in Abhängigkeit vom verwendeten Autofokus-Messfeld herausgefunden. Ich bin sehr gespannt ob meine D800E diesen Effekt auch zeigen wird. Und wenn ja, so wird es hoffentlich ein weiteres Firmware-Update geben, welches dieses Problem korrigiert. Allerdings ist das Problem bislang noch nicht offiziell durch Nikon bestätigt worden. Na schauen wir mal!

Hier ist das Video, das derzeit für Wirbel in der D800-Gemeinde sorgt…


Nikon D800E – Endlich eingetroffen

 

Nikon D800E

Unmittelbar nach der Vorstellung der Nikon D800E habe ich im Februar mein persönliches Exemplar beim Bonner Fotohändler meines Vertrauens bestellt. Die immense Nachfrage nach der D800E hat Nikon schwer überrascht, die Produktionskapazitäten waren gar nicht darauf ausgelegt. So ist es derzeit ein weltweites zähes Ringen unter den Nikon-Fans in aller Welt. Statt die D800E bei amazon.de vorzubestellen habe ich sie bereits vor vielen Wochen als ERSTER KUNDE bei einem “richtigen” lokalen Fotohändler geordert. Denn hier gibt es zum gleichen Preis einen wirklich guten Service “obendrauf”. Hat mal eine Kamera ein “Zipperlein”, so gebe ich sie dort einfach ab und nach einigen Wochen ist alles wieder ok. So mit meiner alten zweiäugigen Rolleiflex 3.5F, der Nikon P7000 und gerade vor ein paar Wochen mit der neuen Fuji Finepix X100 geschehen.

Cityfotocenter Bonn

Nach langen ungewissen Woche kam heute der erlösende Anruf, MEINE D800E ist eingetroffen! Zwar ist der optionale Batteriegriff immer noch nicht lieferbar, aber der wird sicher in einigen Wochen nachgeliefert werden. Am Wochenende erwartet mich also ein kleines Unboxing der neuen D800E mit einigen ersten Testbildern. Ich hoffe das Wetter spielt, so dass ich Euch einige schöne Bilder präsentieren kann. Na schauen wir mal was passiert.

Ich bin jedenfalls sehr froh, dass das Warten nun ein Ende hat und freue mich darauf dieser neuen Kamera ordentlich “auf den Zahn zu fühlen”. Nach allem was ich bislang gesehen habe, erwarte ich ein hochkarätiges Arbeitstier, aber lassen wir uns mal überraschen!

Für alle die es noch nicht kennen, hier mein kurzes Video zur neuen Nikon D800.


Geld verdienen als BLOGGER – Teil II

Vor einigen Wochen habe ich Euch in diesem Artikel beschrieben wie meine ersten Versuche aussehen, als BLOGGER Geld zu verdienen. Inzwischen sind ein paar Wochen vergangen und mein BLOG ist viele tausend Male aufgerufen worden. Doch bringt das wirklich etwas, kann man damit nennenswerte Umsätze erzielen?

Schauen wir doch mal nach und beginnen mit einer kleinen Statistik. So sieht ein “normaler Tag” in meinem BLOG aus.

BLOG Statistik WordPress - www.anscharius.net

Während der letzten Wochen hatte ich wenig Zeit für neue Artikel und das Wetter war an einigen Tagen wirklich schön. Dies hat direkten Einfluss auf die Frequentierung der Artikel in meinem BLOG. Ist es draussen kalt und fies und hat Nikon gerade eben eine neue Kamera vorgestellt, so kommen schon mal 1500 Aufrufe an einem Tags zusammen. Scheint hingegen die Sonne und es gab zwei oder drei Tage lang keine neuen Artikel, so liegt die Anzahl der täglichen Aufrufe schon mal bei 450. Die Volatilität ist also hoch und man kann sie nicht in allen Ausprägungen selbst beeinflussen. Das muss jedem klar sein der davon träumt als BLOGGER reich zu werden!

Werfen wir einen Blick auf die Anzahl der Aufrufe im Monat. Seit Jahresbeginn wird dieser BLOG zwischen 22.000 und 30.000 mal im Monat aufgerufen. Das ist nicht schlecht und es erfordert wirklich viel Zeit und Arbeit ständig neue Artikel, Fotos, Videos und anderes Material zu liefern. Schauen wir mal was nach den ersten 4 Wochen durch die Einblendung kleiner Werbeanzeigen über das Programm “WordAds” zusammen gekommen ist.

WordAs Earnings - Forst Month

Satte $10.32 sind im ersten Monat aufgelaufen, das sind weniger als 10 Euro!! Gehen wir mal von 10 Euro aus , so spült bei 30.000 Aufrufen jeder Abruf eines Artikels satte 0,033 Cent in die Kasse!

Will man damit einen nennenswerten monatlichen Umsatz erzielen, so sind mehrere Millionen Abrufe pro Monat notwendig! Klar könnte man jetzt versuchen parallel mehrere BLOGs zu betreiben, aber man kann sich nicht vierteilen und wer mehrere BLOGs parallel zu betreiben versucht wird schnell feststellen, dass die Qualität der einzelnen BLOGs leiden wird und dass sich die Einkünfte einfach nur auf die einzelnen BLOGs aufteilen. In der Summe wird man damit also kaum mehr verdienen können. Und man sollte den Text im oben gezeigten Screenshot lesen, erst ab 100$ wird überhaupt etwas ausgezahlt!

Das Ganze ist also nicht viel mehr als ein großer Spaß. Zählt man selbst die Einnahmen durch YouTube und andere Wege der Online-Werbung hinzu, so kommt man trotzdem schnell zum Schluss, dass eine solide Berufsausbildung und ein vernünftiges Arbeitsverhältnis durch (fast) keinen BLOG der Welt zu ersetzen sind.

Selbst wenn man es schafft monatlich 3.000.000 Artikelabrufe zu erzeugen, so sollte man nicht vergessen, dass letztlich das Finanzamt noch einmal kräftig die Hand aufhalten wird. Damit sind schnell 1.000.000 Klicks im Monat schon wieder weg. Diese Klicks werden sozusagen von Frau Merkel nach Griechenland und Spanien verschenkt…

Abgesehen von einigen ganz wenigen Ausnahmen wird man vom Ertrag der sich mit einem BLOG allein erzielen lässt also niemals vernünftig leben können. Es wird im besten Falle ausreichen um die Kosten für das Hosting zu decken, viel mehr sollte man sich nicht erwarten, jedenfalls nicht in den “Anfangsjahren”. Ist ein BLOG wirklich etabliert, so mag das anders aussehen, aber es kann mitunter Jahre dauern sich eine stabile “Fangemeinde” zu erarbeiten. Und wie die Welt im Jahr 2015 oder 2020 aussieht, das weiß heute noch niemand. Ob sich dann mit BLOGs und Online-Werbung überhaupt noch Geld verdienen lässt?

Na, wir werden es sehen und ich werde es Euch berichten :-)

Kurzer Nachtrag um Mitternacht…

Hier kann man sehen was sich bei YouTube verdienen lässt wenn man nicht weiblich und nicht unter 25 ist und keine tief ausgeschnittenen T-Shirts tragen kann…


Ombra Mai Fu – Reworked

Die wirklich mangelhafte Qualität der ersten Version meines kurzen “Wolkenfilms” zum Ombra Mai Fu von Georg Friedrich Händel hat mich nicht ruhen lassen. Ich habe noch einige zusätzliche Zeitraffersequenzen erstellt und Teile des Videos dagegen ausgetauscht. Die Qualität ist bei neuen Version nicht perfekt aber sichtbar besser. Das liegt daran, dass ich diesmal das Video im Quicktime (Apple, MOV) exportiert habe. Damit wählt Magix Video Deluxe MX (VDL) einen anderen Algorithmus für die Kompression. Die resultierende Datei ist mit etwa 483MB statt 75MB auch deutlich größer.

Für alle dies sie nicht kennen, hier ist die erste sichtbar schlechtere Variante.

Ganz witzig finde ich, dass mir bei beiden Videos im YouTube Videomanager angezeigt wird “Übereinstimmende Inhalte von Drittanbietern“. Was soll nur dieser Blödsinn?? Das Playback habe ich selbst erstellt und Nina hat dazu gesungen, welcher Drittanbieter könnte daran die Rechte haben? Die Vorlage stammt aus dem Jahr 1694, die Uraufführung fand in London am 15. April 1738 im Londoner Kings’ Theatre statt. Wer zum Teufel kann fast 300 Jahre später verbieten dieses Lied zu singen?

Urheberrecht ist ja gut und schön, aber so wie es derzeit bei YouTube gehandhabt wird ist es “voll daneben” (Ein entsprechendes Zitat aus “The Big Lebowski” habe ich mir gerade verkniffen!).


Kritisch gesehen – Der Gott des Gemetzels

Was haben Der Pianist, Titanic, Magnolia, Inglourious Bastards und Das Schweigen der Lämmer gemeinsam? Ganz einfach, Roman Polanski (Der Pianist) hat sich vier blendende Schauspieler gesucht um ein Theaterstück auf die Leinwand zu bringen, dass im am 2. Dezember 2006 im Schauspielhaus Zürich uraufgeführt wurde: Der Gott des Gemetzels

Die Geschichte ist so schlicht wie man es sich nur denken kann. Zwei 11 jährige “verkloppen” sich auf dem Spielplatz. Die Hintergründe sind nicht wirklich klar und mit beiden Jungs hat auch noch niemand so wirklich gesprochen. Aber die Eltern der Kinder treffen sich um den Sachverhalt wie zivilisierte Menschen aus der Welt zu schaffen. Doch dann gibt ein Wort das andere und die Situation entgleist.

Während ich den Film geschaut habe dachte ich nur “Das könnte man supergut in einem Theater aufführen”. Und was lese ich später, es ist ein verfilmtes Theaterstück, sogar eines der meist gespielten zeitgenössischen Theaterstücke überhaupt! Und genauso kommt es auch rüber, wie ein wunderbares Kammerspiel bei dem sich die vier Hauptdarsteller in allerbester Spiellaune zeigen.

Während in einem kleinen Theater die Zuschauer stets die ganze Bühne überblicken können, hat Regisseur Roman Polanski diese Sichtweise mit kinotypischen Mitteln neu definiert. Es gibt viele schöne Schnitte welche die Handlung vorantreiben und dem Zuschauer das Gefühl vermitteln richtig mitten drin zu sein in dieser wunderbar vorgetragenen Streitigkeit unter vier ach so aufgeklärten vernünftigen Erwachsenen. Es macht Spaß zu sehen wie sich Jodie Foster aufregt, rot anläuft und die Adern an ihrem Hals anschwellen. Diese Schauspieler sind absolute Oberklasse und nicht zuletzt ist Christoph Waltz wieder einmal ganz in seinem Element. Wirklich toll wie erst ständig unflätig mit dem Handy am Ohr jede aufkeimende Diskussion abwürgt und sich seinem wichtigsten Klienten widmet. All das bis schließlich seiner Frau nach langen Jahren endgültig der Kragen platzt und der schöne Blackberry im Wasser der Tulpenvase landet.

Ich musste bei diesem Film wirklich grinsen und es hat Spaß gemacht ihn anzuschauen. Der Film ist neu im Angebot von iTunes, das Ausleihen via Apple-TV kostet 4,99 Euro. Deutlich billiger als eine Theaterkarte und auf seine Art und Weise genauso sympathisch.

Mein Fazit:

Mit diesem Film ist Roman Polanski ein Adaption gut inszenierte und vergnügliche Umsetzung der Gesellschaftssatire von Yasmina Rezas Erfolgsstück gelungen. Die vier großartigen Schauspieler lassen die 79 Minuten zu einem wirklich kurzweiligen Erlebnis werden. Wirklich witzig der Abspann. Da sieht man noch einmal die Kids wie sie sich längst vertragen haben und sich die kleine Prügelei auf ihren Smartphones anschauen. Danach steigen sie auf ihre Skateboards und genießen den Tag.

Mein Tipp:

Wem dieser Film gefällt, der sollte sich auch den Film “Nach Fünf im Urwald” gönnen!


Nikon D7000 – Zeitraffer mit extremem Teleobjektiv

Vor ein paar Tagen hatten wir eine ungewöhnlich klare Nacht und einen traumhaft schönen Vollmond. Als der Mond von meinem Balkon aus zu sehen war, habe ich schnell meine D7000 samt Riesentele aufgestellt und das Schauspiel aufgenommen. Ein paar heulende Wölfe im Hintergrund hätten die schaurige Szenerie wohl perfekt gemacht. Aber wer will in Deutschland schon nachts einen Wolf heulen hören?

Zum Videoschnitt, die Originalaufnahme habe ich um den Faktor 10 beschleunigt und einen etwas größeren Ausschnitt gewählt. Daher ist das Video nicht in Full HD sondern “nur” in 720p.

Über den Soundtrack habe ich nicht lange nachgedacht sondern einfach mal mein Klavier geöffnet, den ZOOM H2 oben drauf gestellt und vier mal das tiefe A gespielt. Dann noch viermal das A eine Oktave höher und schon klingt es irgendwie gruselig :-)

 


Panasonic HC-X909 – Ausgepackt

Panasonic HC-X909 mit Nikon ME-1

Dieses Problem kennt jeder Videoblogger, immer wenn man mal Zeit hat um einen Videoblog aufzunehmen ist es draußen bereits dunkel. Mir ging das schon mehrfach so und immer wenn ich versucht habe mit der Nikon P7100 oder D7000 einige Video-Sequenzen bei sparsamer künstlicher Ausleuchtung aufzunehmen, so waren die Erebnisse nicht wirklich zufriedenstellend, weil die Kameras teilweise auf ISO-800 und mehr wechseln mussten. Das hat mich oft geärgert und bei meinen ersten ernsthaften Video-Gehversuchen mit der D7000 auf Teneriffa hat es mich sehr gestört, dass man praktisch keine Zoomfahrt hinbekommt die nicht total verwackelt ist.

Mit der Panasonic HC-X909 ist eine Videokamera lieferbar die nicht nur einen wunderbar weich laufenden Zoom hat, sie macht auch bei relativ wenig Licht noch recht brauchbare Video-Aufnahmen. Es ist keine Broadcast-Qualität aber dennoch sehr brauchbar und sehr wahrscheinlich besser als bei Kameras der 200 Euro Klasse.

Hier will ich kurz von meinen ersten Eindrücken berichten:

  • Angenehm großes Gehäuse, man(n) hat was in der Hand, super
  • Großes sehr scharfes Klappdisplay
  • Display kann für Videoblogs nach vorn gedreht werden, super
  • Riesiger Zoombereich mit sehr brauchbarer 29,8mm Anfangsbrennweite (Bezogen auf das 35mm Kleinbildformat)
  • Sehr weich laufender Zoom der über die Zoomwippen gut kontrolliert werden kann. Man kann damit sanft hineinzoomen und langsam schneller werden
  • Selbst im maximalen Telebereich sind die Ergebnisse noch sehr scharf
  • Zusätzlicher elektronischer Sucher, sehr gut in heller Umgebung
  • Manueller Fokus, in einer Dialogszene könnte man damit schön zwischen den Charakteren wechseln, so wie es die Profis machen. Die ersten Versuche sehen vielversprechend aus
  • Manuelle Einstellmöglichkeiten für viele Parameter wie Weißabgleich etc.
  • Überraschend gut funktionierender Bildstabilisator
  • Gut funktionierende “intelligente Automatik”
  • Sehr einfacher Anschluss für externe Mikrophone wie das Nikon ME-1 (Siehe Bild)
  • Die Aufzeichnung mit 1080/50p bringt schöne flüssige Ergebnisse
  • Zeitraffersequenzen können damit sehr einfach erstellt werden, die Kamera wird einfach aufgestellt und macht den Rest allein, großartig

Als negativ empfinde ich diese Punkte:

  • Kein separates Ladegerät, der Akku muss in der Kamera geladen werden
  • Manche Taster und Schalter könnten noch etwas größer sein
  • Nur einen Slot für SD-Karten, dieser fasst aber SDXC Karten bis 64GB
  • Zoomgeräusche sind deutlich wahrnehmbar (siehe/höre Testvideo)

Alles in allem eine Runde Sache von der ich mir für künftige Video-Blogs allerhand erhoffe.

Hier mein erstes Video mit einigen kurzen Tests.

Hier zwei Beispiele für einige meiner Videos die mit der D7000 bei wenig Licht aufgenommen sind. In mehreren Szenen sieht man (wenn man es in voller HD Auflösung kritisch anschaut) ein deutliches Farbrauschen. Das wird künftig nun hoffentlich alles besser und einfacher!

Für diejenigen unter Euch die es immer noch nicht kennen, habe ich hier nochmals meine Featurette zur Nikon D7000. Bei den Zoomfahrten die NICHT mit der Videobearbeitungssoftware gemacht sind fällt doch ein relativ starkes Wackeln der Kamera auf. Das hat mich beim Filmen total genert und ich habe oft mehrere Versuche unternommen. Ein Problem ist dabei auch, dass die Lisensysteme innerhalb der Objektive während des “Zoomens” nicht linear bewegt werden. Damit ändert sich der Widerstand beim Drehen des Zoomrings und damit die Geschwindigkeit des Zoomvorgangs. Das nervt manchmal ziemlich. Ich habe daher letztlich gänzlich drauf verzichtet und den Auflösungsverlust beim späteren “digitalen Zoom” in Kauf genommen.


Mercedes SLK B200 – Fahrspaß mit 184 PS?

Zugegeben, als ich ihn ausgesucht habe, musste ich den Bauch aus- und den Verstand einschalten. 184 PS aus nur vier Zylindern, kann das Spaß machen? Ich war ehrlich gesagt ziemlich skeptisch. Aber die ersten Ausfahrten habe diese Skepsis widerlegt. Der “kleine” SLK Modell R172 ist im Unterhalt recht genügsam. Bei nur 1,8 Litern Hubraum sind die KFZ-Steuer niedrig und mit durchschnittlich 7,4 Litern E10 ist der Verbrauch erträglich.

Das moderne Fahrwerk und die elektronische Kraftverteilung am Hinterachsdifferential bringen auf engen kurvenreichen Straßen eine Menge Fahrspaß. Das eng gestufte 7-Gang Automatikgetriebe kann sowohl manuell als auch im ECO und SPORT-Modus betrieben werden. Die Schaltwippen am Lenkrad funktionieren sehr gut. Ist man im Sportmodus und schaltet einmalig herunter, so dass statt des 7. Ganges bspw. der 5. Gang eingelegt ist, schaltet der SLK nicht selbständig wieder hoch. Er bleibt maximal im 5 Gang. Gleiches gilt natrülich auch für die übrigen Gänge. Damit läuft der kleine Motor auf engen kurvenreichen Straßen meist im optimalen Drehzahlbereich. Klar ist man damit kein Schumi, aber innerhalb der Grenzen dessen was auf öffentlichen Straßen erlaubt ist, kommt man damit zügig vorwärts.

Für eine angemessene Soundkulisse sorgt ein spezielles Resonator-System. Ab 3000 U/Min röhrt der kleine Motor ganz herrlich, auch ohne AMG Luftfilter und Sportauspuff. Sehr schön ist das Zwischengas beim Kick-Down. Mit einem deutlich hörbaren Gasstoß zwischen den Gängen kommt in den Schaltpausen fast ein “Bulitt-Feeling” a la Steve McQueen auf.

Hier mein kleiner “Soundcheck” – ok im Vergleich zum Mustang aus Bulitt – KEIN VERGLEICH :-)

Hier noch einige der Videos die ich mit diesem coolen Auto bislang erstellt habe.

Mein Fa(hr)zit:

Der neue 2012er SLK macht auch mit dem kleinen Motor Spaß. Und wer mag kann ihn via Chiptuning von 184 auf 224 PS bringen. Allerdings wird damit wahrscheinlich die Garantie verloren gehen und der Spritverbrauch deutlich ansteigen.


Tutorial – How to use a Portal Gun

POrtal: Terminal Velocity from Jason Craft on Vimeo.

Das eine oder andere Computerspiel hat jeder von uns schon einmal gespiel. Ich selbst habe eine ganze Weil “Commander Keen” gespielt, aber das ist schon 20 Jahre her. Inzwischen ist viel Zeit vergangen und die Anzahl der Videospiele ist astronomisch angestiegen. Mit Computerspielen wird inzwischen weltweit mehr Geld verdient als mit Kinofilmen. Bei der unglaublichen Menge der Spiele ist es schwer neue Ideen und neue Konzepte zu entwickeln. Das Spiel “Portal” ist hier eine löbliche Ausnahme.

Einer der Fans hat überlegt wie eine echte “Portal Gun” im wahren Leben aussehen und funktionieren würde. Und weil er es kann hat er es auch gleich gefilmt, wirklich cool!

Wo man diese Waffe kaufen kann verrät er uns leider nicht :-(


Nikon D7000 – Zeitraffer mit AF-S VR 4/200-400

Bei der Erstellung meines Artikels zur Fahrt über den Schweizer Klausenpass sind mir ein paar alte Fotos “in die Hände gefallen” auf denen meine damalige Freundin Nina zusammen mit meiner schönen alten BMW R80-RT zu sehen ist. Da kam mir die Idee eine alte MP3 Datei anzuhören die wir von mittlerweile 13 Jahren aufgenommen haben. Damals im Oktober 1999 hatte mein Vater Geburtstag und er ist überraschend kurz danach gestorben und einen Tag vor Heiligabend bei strömendem Regen beerdigt worden. Es kam mir damals alles vor wie in einem schlechten Film.

Während wir einige Wochen zuvor dabei waren unsere Sachen zusammen zu packen um ihn und meine Mutter zu besuchen hatte Nina die Idee, dass wir noch schnell für Ihn ein Geburtstagslied aufnehmen könnten. Nina schlug das Largo aus der Oper Xerxes von Georg Friedrich Händel vor – das “Ombra Mai Fu”

Ich habe schnell ein Playback mit meinen damals noch sehr zahlreichen Synthesizern erstellt. Nina hat einen Kopfhörer aufgesetzt und dann live zu meinem Playback gesungen. Nach drei Takes waren wir zufrieden und ich habe noch schnell eine kleine CD gezaubert. Wir haben dazu das Cover der 6. Symphonie von Pjotr Iljitsch Tschaikowski in der Aufnahme mit Leonard Bernstein (Deutsche Grammophon) eingescannt und den Titel mit Photoshop so verändert, dass Nina & Ansgar draufstanden.

Noch sehr gut erinnere ich mich an das erwartungsvolle Gesicht meines Vaters, als er diese CD ausgepackt hat. Er hatte insgeheim gehofft, dass wir für ihn eine kleine Lied aufnehmen. Und es war lustig zu sehen wie ihm zunächst die Gesichtszüge entgleisten als er dachte wir hätten einfach nur eine CD für ihn gekauft. Aber dann kam ihm die Erleuchtung und seine Augen begannen zu leuchten. Sekunden später lag die CD im CD-Player und wir lautschten andächtig den Klängen meiner Synthesizer und natürlich Ninas Sopranstimme.

Eigentlich hatte ich erwartet, dass meine Eltern sich grinsend ansehen, statt dessen begannen sie wie auf Kommando gleichzeitig zu weinen!

Was war los?? Es dauerte eine ganze Weile bis sie sich wieder beruhigt hatten und schließlich haben sie uns erzählt, dass wir ohne es zu wissen genau das Lied getroffen haben das damals bei ihrer Hochzeit in der Kirche gesungen wurde. Welch ein Zufall, da gibt es Millionen Lieder die wir hätten aussuchen können und wir haben genau dieses Lied “getroffen”.

Als mein Vater kurz drauf nicht mehr bei uns war habe ich dieses Lied wirklich oft gehört und noch heute stimmt es mich sehr nachdenklich.

In den letzten Wochen hatten wir hier in Bonn oft einen sehr krassen Himmel mit schweren Gewitterwolken und zwischendurch immer wieder sonnigen Abschnitten. Das ganze hat mich fasziniert und ich habe immer mal wieder meine Nikon D7000 mit meinem großen 200-400mm Teleobjektiv an ein geöffnetes Fenster gestellt. Die D7000 nimmt 20 Minuten Video auf, danach ist Schluß! Weil ich immer wieder vergessen habe die Kamera “zeitnah” neu zustarten, habe ich leider nur einzelne “Videoschnipsel” die ich mit Magxi Video Deluxe MX auf um das 50-fache Tempo beschleunigt habe.

Die gewaltigen Datenmengen sind ein großes Problem und noch viel schwieriger ist es, alle Parameter so einzustellen, dass die Wolken später auch “flüssig” dahinziehen. Es hat mich mehrere Anläufe gekostet es halbwegs zu hinzubekommen. Dazu musste ich das knapp 180 Sekunden lange Video einmal als unkomprimiertes AVI speichern. Das Ding war dann satte 14,0 GB groß und das bei nicht einmal voller HD Auflösung sondern “nur” in 720p!

Anschließend habe ich das Monster in Video Deluxe importiert und als WMV-Datei ausgegeben. Wirklich unzufrieden bin ich mit dem Kompressionsergebnis. Besonderns in den dunklen Bildbreichen sieht man wirklich extrem fiese Kompressions-Artefakte. Vielleicht hat ja einer von Euch eine Idee mit welchen Einstellungen man das Video so hinbekommt, dass es annähernd wie das “unkomprimierte Monster” aussieht?

Ok, ich bin gespannt auf Euer Feedback!


Nikon D600 – Erste Bilder

Nikon D600

Seit heute kursieren im Internet erste Bilder der seit langem erwarteten Nikon D600. Mit diesem Modell wird Nikon voraussichtlich die D700 ablösen. Mit der Vorstellung dieser Kamera wird in einigen Wochen zu rechnen sein. Als Termin für die weltweite Einführung halte ich die Photokina (18. bis 23. September 2012) für realistisch. Wahrscheinlich wird Nikon es sich aber ggfs. nicht nehmen lassen die D600 ähnlich wie bei D4 und D800 kurz vorher der Öffentlichkeit zu präsentieren. Danach wird es wie bei D4 und D800 einige Monate dauern bis Nikon den weltweiten “Run” auf diese neue Kamera befriedigen kann. Wirklich lieferbar wird sie wohl zu Weihnachten sein.

Hier die ersten Fotos, die im Gegensatz zu meiner kleinen Montage sogar die echte D600 zu zeigen scheinen :-)

Nikon D600 - Front  - Leaked

Nikon D600 - Mount- Leaked

Nikon D600 - Top - Leaked

Wie nicht anders erwartet, wird die D600 auf einem FX-Chip basieren, also eine “kleine Schwester” der D800 werden. Alle Bedienelemente deuten darauf hin. Die Auflösung wird gegenüber der D800 etwas reduziert sein, derzeit sind 24 Megapixel im Gespräch. Aufgrund der damit geringeren Datenmengen wird die D600 etwas schneller sein als die D800. Damit ist sie sicher ein gute Ergänzung. Die D600 für die Action und die D800 für die Details, das kennen wir schon seit der D1x und D1h :-)

Wie bei der D800 wird die Hysterie hohe Wellen schlagen. Wem Videos nicht wichtig sind und wer nicht bis Weihnachten auf seine neue Kamera warten möchte, der kann jetzt schon mal Ausschau nach einer billigen gebrauchten D700 halten. Die D700 ist auch im Jahr 2012 noch eine Spitzenkamera und wer sie billig abstauben kann sollte vielleicht zuschlagen und sich die nächsten 6 Monate an den schönen Bildern freuen.

Wer allerdings geduldig genug ist, den wird der Weihnachtsmann mit einer Kamera für deutlich unter 2.000 Euro belohnen. Von der D600 erwarte ich die eine Bildqualität die derzeit nur mit der D3x möglich ist. Und die kostet noch immer satte 7.000 Euro – ok wirklich neu kaufen wird sie derzeit wohl niemand mehr…

Wer schon heute wissen möchte wie sich ein Foto aus der Nikon D600 “anfühlen” wird, der kann sich bereits heute diese Bilder anschauen.

Vor allem dieses Beispielfoto gefällt mir persönlich wirklich gut.


Greatest Roads – Klausenpass

Ich kann mich nocht gut daran erinnern, wie es war als ich im Jahr 2000 nach und nach die Schweiz mit meinem alten roten “Dampfer” erkundet habe. Sustenpass, Pragelpass, Grimselpass, Klausenpass, Furkapass, Brienzer Rothorn, Interlaken, Thun, Chur, Montreux – die Liste der tollen Motorradstrecken könnte fast endlos verlängert werden.

Umso mehr hat es mich gefreut in der letzten Woche am Sonntag einmal wieder über den Klausenpass südlich-östlich von Luzern zu fahren. Das Wetter war nicht so großartig wie erhofft, aber rückblickend muss ich sagen, dass schlechtes Wetter nicht nur gutes Fotowetter ist. Gerade die Wolken, der Nebel und die Schneemassen auf der Passhöhe gaben diesem Tag etwas ganz besonderes.

Aufgrund der eher kühlen Temperaturen haben wir das Dach nicht göffnet und so konnte ich meine GoPro HD HERO 1080 mit dem Saugfus aus dem “Car-Kit” oben auf dem Dach meines kleinen Spaßmobils positionieren.

Aus insgesamt 120 Minuten Video habe ich für Euch ein nur wenige Minuten langes Video zusammen gestellt. Bei der Videobearbeitung habe ich mich wieder einmal GEGEN den Mac entschieden. Unter Windows 7 mit 30″ Monitor und Magix Video Deluxe MX geht das einfach besser und ist deutlich entspannter.

Um das Ergebnis bei YouTube für die Monetarisierung anmelden zu können, habe ich die Hintergrundmusik selbst erstellt. Dafür habe ich auf dem Mac mit “NI Maschine” einen kleinen Techno-Soundtrack gebastelt. Das geht wiederum auf dem Mac besser, weil ich auf dem PC für meine Soundkarte keinen ASIO-Treiber habe und man daher nicht wirklich live über den Controller spielen kann, weil alles was man tut mit einer sehr großen Verzögerung hörbar wird. Der hersteller NI liefert eine kleine USB-Audio-Karte. Dafür gibt es ASIO Treiber und die Latenz ist damit deutlich geringer. Mal sehen, vielleicht kaufe ich mir noch dieses kleine Gadget irgendwann einmal.

Umso größer war der Frust als ich gerade erkennen musste, dass YouTube die Monetarisierung selbst für dieses Video mit einem wirklich einfachen Soundtrack selbst gebastelten Soundtrack wieder gesperrt hat. Wer bei YouTube Geld verdienen will hat echt die Pappnase auf. Offenbar geht das wirklich nur indem man blöde Sprüche reißt und seine Freunde dabei filmt wie sie sich mit dem Skateboard auf die Fresse legen. Welch arme Welt…

Doch zurück zur Tour über den Klausenpass, am nächsten Tag habe ich überlegt vielleicht eine Tour über den Sustenpass zu unternehmen. Aber der war leider geschlossen, ganz oben am Tunnel war wohl einfach zu viel Schnee.

Hier habe ich noch ein paar Scans von alten APS-Farbabzügen aus dem Jahr 2000. Mit meiner damaligen Freundin Nina hatte ich eine gute Beifahrerin die mir viel Vertrauen entgegen gebracht hat und selbst auf den krassesten Straßen keine Angst hatte. Statt dessen hat sie manchmal auf dem Sozius ein fröhliches Lied in ihren Helm geschmettert. Das waren schon witzige Zeiten, mit der singenden Beifahrerin durch die Alpen, dass ich das erleben durfte :-)

Sustenpass mit BMW R80-RT

Sustenpass mit BMW R80-RT

Sustenpass mit BMW R80-RT

Sustenpass mit BMW R80-RT

Nina am Brienzer Rothorn mit BMW R80-RT

Wie sich meine singende Beifahrerin damals angehört hat könnt ihr hier sehen und vor allem hören. Sie lebt derzeit in einer “Deutschen Enklave” in New Mexico und dort wird offensichtlich das “heimische Liedgut” sehr ansprechend gepflegt :-)


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