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Archiv für Mai, 2012

Nikon D3200 – 24 Megapixel zum Sparpreis

Nikon D3200 18-55mm Top Right

Es ist noch gar nicht so lange her, dass die Nikon D3x mit einem Verkaufspreis von 7.000 Euro die Krönung der digitalen “Spiegelreflex-Kunst” dargestellt hat. Vor einigen Wochen dann die große Überraschung, Nikon bringt mit der D3200 eine DX Camera mit gleicher Auflösung auf den Markt und das zu einem Bruchteil des Preises der D3x. Vergleicht man beide Kameras wird man jedoch feststellen, dass die Auflösung allein nicht den Preis einer Kamera ausmacht. Die D3200 ist schon ein wenig klein und billig gemacht. Verwendet man jedoch ein perfektes Objektiv, so lassen sich damit aber durchaus beachtliche Bildergebnisse erzielen!

Eben war ich kurz einkaufen und da sind mir im M@di@M@rkt ein paar “kleine Preise” über den Weg gelaufen:

  • Nikon D3100 mit 18-55: 444,- Euro
  • Nikon D3200 mit 18-55: 579,- Euro
  • Nikon D3200 mit 18-105: 779,- Euro

Der Abstand zur deutlich älteren D3100 ist also nicht wirklich groß und man hat noch immer die Wahl zwischen “Pixelwahn” und “Festplattenökonomie”.

Es ist schon krass wie sich die Zeiten ändern und welche gigantischen Schritte die Entwicklung der CMOS Bildsensoren derzeit durchmacht. Noch einige wenige Jahre und wir haben vielleicht sogar Kameras mit Sensoren die keine regelmäßige Pixelverteilung haben und damit unempfindlicher gegenüber fieser Moiré-Bildung sind. Das alles bei Auflösungen von 36 Megapixeln und mehr. Da bleibt nur noch zu wünschen, dass irgendwann auch der Dynamikumfang der Chips in gleichem Maße wächst wie derzeit die Pixeldichte,ein meiner Meinung nach bislang sträflich vernachlässigtes Thema. Fuji hat sich mit einem Derivat der Nikon D300 vor einigen Jahren dieses Themas angenommen, aber wirklich erfolgreich waren sie damit leider nicht. Den meisten (Amateur-)Fotografenherzen liegen scheinbar viele Pixel näher als ein hoher Dynamikumfang :-)

Bei fast allen Nikons lohnt sich eine Korrektur der Belichtung um -0,3 bis -0,7EV um überstrahlte helle Flächen zu vermeiden. Im Rahmen der RAW-Konvertierung hellt man dann die dunklen Flächen auf, die ja meistens noch ausreichend Zeichnung vorweisen und unkritischer sind als “helle Flecken”. Für die Zukunft würde ich mir wünschen, dass dieses Vorgehen der Vergangenheit angehört und die digitalen Kameras der übernächsten Generation nicht nur mit allerkleinsten Dingen klar kommen, sondern auch mit extrem kontrastreichen Motiven.


Nikon D800 – Kinderkrankheiten beseitigt

Anfang Februar hat Nikon die D800 und D800E offiziell vorgestellt. Lieferbar sind sie noch nicht wirklich. Ich selbst warte nun schon seit vielen Wochen auf meine ganz persönliche D800E und damit bin ich nicht allein auf der Welt. Für zusätzliche Verunsicherung haben in den letzten Tagen Meldungen gesorgt, in denen die ersten Anwender Fehler in der Firmware der Nikon D4, D800 und D800E beschrieben haben. Nikon hat wirklich schnell reagiert und bereits gestern am 29. Mai für die D800 eine neue B-Firmware in der Version 1.01 online verfügbar gemacht.

D800 – Neue Firmware B 1.01 (Mac und Windows)
D800E – Neue Firmware B 1.01 (Mac und Windows)

Folgende Korrekturen und Verbesserungen sind laut Nikon eingeflossen:

  • Korrigiert: Wurden während des Anzeigens von Bildern Fotos gemacht, schaltete sich der Monitor aus, die Kontrollleuchte für den Speicherkartenzugriff begann zu leuchten und in seltenen Fällen “fror die Kamera ein” und reagierte nicht mehr.
  • Korrigiert: Der Wireless-LAN-Adapter WT-4 übertrug RAW Bilder gelegentlich auch dann, wenn die Option „Nur JPEG“ eingestellt war. Es gingen also deutlich größere Dateien über die “Antenne” als erwartet, was den Transfer stark ausbremsen konnte.
  • Korrigiert: Bei Aufnahmen mit Active D-Lighting, bei denen eine andere Option als „Aus“, mit Festlegung eines Seitenverhältnisses von 5:4 (30 x 24), ausgewählt war, trat am unteren Bildrand in manchen Fällen ein dunkler Schatten auf.

Die ersten Käufer der Nikon D4 schauen unterdes nicht in die Röhre, auch für diese Kamera gibt es ein entsprechendes Update!


Driving into the sunset

Gestern habe ich ja schon kurz geschrieben, dass ich mir die Wartezeit bis die Nikon D800E endlich lieferbar ist mit schönen “Männerdingen” zu verkürzen suche. So ist gestern nach langer Zeit endlich mal wieder ein kleiner “Fahrfilm” entstanden. Unterwegs am Rhein auf der B42 zwischen Königswinter und Rüdesheim habe ich meine kleine GoPro mitlaufen lassen. In meinem Appartement angekommen hatte ich so wieder fast drei Stunden Video-Material eingesammelt aus dem ich kurz vor Mitternacht noch schnell eine kleines Video für Euch geschnitten habe.

Für die Schnitt habe ich diesmal Final Cut Pro X auf meinem 17″ Mac Book verwendet. Der Core i7 bewegt Final Cut auf diesem Notebook recht zügig. Der Import der riesigen Videodateien ging viel viel schneller als mit iMovie und mit den Schneidefunktionen habe ich mich inzwischen auch angefreundet. Man muss einige wenige Tastatur-Kürzel kennen und so schaltet man schnell zwischen den einzelnen Modi für “Markieren”, “Schneiden” usw. um. Hat man die Tastaturkürzel “drauf”, so geht die Arbeit mit Final Cut Pro X recht zügig von der Hand.

Damit YouTube nicht wieder einen blöden Content-ID Treffer produziert habe ich bei der Musik ein wenig in der Mottenkiste gekramt und ein paar Musik-Schnipsel ausgegraben die ich in den letzten Wochen auf dem iPad mit Garage-Band zusammen gefummelt habe. Den kurzen Gitarrenriff habe ich auf einer Gitarre gespielt die aussieht wie eine Fender Telecaster. Aber sie stammt von der Firma Young Chang aus Korea und wird unter dem Label “Fenix” vertrieben. Young Chang ist der größte Hersteller für Musikinstrumente weltweit. Vieles was man für gut und teuer hält kommt aus diesen Fabrikationsstätten. Die Qualität ist durchaus ordentlich und meine “Tele-Copy” ist mir eine liebe Gitarre geworden. Aber sie ist auch ein wenig modifiziert. Allein dazu könnte ich vielleicht mal einen eigenen Post erstellen.

Na ich erzähl’ Euch kurz was ich mit diesem Ding angestellt habe…

Also, die “Basis-Gitarre” hat mich vor vielen Jahren etwa 200 Mark gekostet. Den Hals habe ich sauber abgerichtet, die Bundstäbchen schön rund gefeilt und poliert. Dann habe ich zwei Seymour Duncan Tonabnehmer eingebaut. Am Hals ist ein Jeff Beck Junior, eine Humbucker der so groß ist wie ein Single-Coil. Am Steg ist ein Custom-Custom mit keramischen Magneten. Auch ein Humbucker in der Größe eines Single-Coils, aber mit mächtig viel “Bumms”. Das Ding ist ordentlich laut und produziert fantastische Obertöne! Unter dem schönen neuen Perlmutt-Pickguard ist ein Batteriefach und es gibt einen kleinen Audio-Verstärker der das Signal eines Piezo-Pickups, den ich an der dünnsten Stelle mit Zwei-Komponentenklebstoff auf das Holz geklebt habe, aufbereitet. Damit ist das Sound-Spektrum dieser Gitarre riesig groß. Die Wolken-Ahorn-Decken sehen schön aus und das Teil spielt sich wirklich gut.

In Verbindung mit dem Apogee JAM und einem krassen Preset aus Mainstage kann man damit richtig schönen “Krach” machen. Mainstage ist ein Programm das zum Lieferumfang von Logic Pro auf dem Mac gehört. Man hat damit Zugriff auf alle Gitarreneffekte und virtuellen Musikinstrumente die Logic Pro mit sich bringt. Eine wirklich tolle Sache wenn man live Musik machen möchte und keine Synthesizer und anderen Krams schleppen will. Einfach einen kleinen Mac, eine USB-Midi-Keyboard anschließen und ab geht die Post. Als Gitarrist nimmt man sich vielleicht noch einen Apogee Jam und einen MIDI-Footswitch und schon hat man alle Gitarrenverstärker dieser Welt auf seinem MacBook dabei. Wirklich cool ist das!

Meine kleines Video findet ihr hier – es ist von 180 Minuten auf etwa 4 Minuten eingedampft und mit dieser Gitarre und diversen kleinen Musik-Apps auf dem iPad “vertont”. Alles in allem nicht wirklich schön, aber eben selten.

Wer mag kann sich ja mal an einem “richtigen” Soundtrack versuchen. Das Video schneide ich gern auch noch einmal neu :-)


Freud und Leid mit iTunes Match – Teil 2

Vor ein paar Tagen habe ich Euch in diesem Artikel Freud und Leid mit iTunes Match mein Leid im Bezug auf die Nutzung der Apple iCloud-Dienste in Verbindung mit selbsterstellten Kopien der eigenen Schallplattensammlung geklagt. Darauf hin haben mich mehrere Leser angemailt und gefragt warum ich denn nicht einfach je Schallplatte zwei MP3 Files erstelle die man dann schön am Stück hören kann.

Eigentlich gar keine schlechte Idee und tatsächlich funktioniert es! Bei den Schallplatten die ich lediglich in A und B Seite unterteilt habe gab es keinen Treffer seitens iTunes Match. Die Files wurden brav in die Cloud hochgeladen und ich kann sie jetzt auf allen meinen Cloud-fähigen Geräten hören und zwar ganz genau so wie ich sie aufgezeichnet habe. Wirklich cool! Und die Unterscheidung der einzelnen Titel vermisse ich auch nicht wirklich, früher habe ich die Schallplatten ja auch immer nur am Stück gehört. Wie die meisten Songs hießen wußte ich gar nicht, ich wußte nur, es ist “das zweite Lieder der B-Seite”. Eine Information die vor 30 Jahren ausgereicht hat und auch heute noch ok ist, jedenfalls für mich :-)

Bei den letzten Schallplatten habe ich mir auch gar nicht mehr die Mühe gemacht die Songs zu taggen usw. Auf dem Mac kann man mit dem Quicktime-Player die Stereo-Tonspur vom USB-Plattenspieler aufnehmen und anschließend sogar an Anfang und Ende komfortabel beschneiden (Trimmen). Danach ist ein Export in einem komprimierten MP3 ähnlichen Format möglich. Das spart Platz auf der Festplatte, es klingt gut und iTunes kann es auch verarbeiten.

Kurzum, so ist das ok und bei “zwei Titeln” pro Schallplatte spart man auch wertvollen Platz in seiner Cloud. Denn da haben ja “nur” 25.000 Titel Platz. Auf den ersten Blick scheint das irre viel zu sein, aber ich musste schon viele Titel löschen weil ich diese Grenze deutlich überschritten hatte. Aber ok, es war auch ne Menge Schrott in meiner Cloud, da war es gar nicht so verkehrt mal ordentlich aufzuräumen!

In den kommenden Monaten werden also meine Schallplatten nach und nach in die Cloud wandern und dann vielleicht gänzlich im Keller verschwinden. Na schauen wir mal…

Hier habe ich noch zwei audiophile Kostproben für Euch…


Mission: Impossible – Phantom Protokoll

Was haben Film wie Top-Gun, Hitch der Date Doktor, The Hurt Locker, Shaun of the Dead, Verblendung/Verdammnis/Vergebung, Slumdog Millionaire, Lost, Inglourious Basterds, Source Code, Rock N Rolla, Kiss of Death, Ratatouille und Alias die Agentin eigentlich gemeinsam? Eigentlich nichts, bis auf die Tatsache, dass mit ihnen Schauspieler,Regisseure und Drehbuchautoren bekannt wurden, die ich eben alle zusammen in einem temporeichen Action-Thriller voller Selbstironie gesehen habe.

Während der Film lief hatte ich ein Déjà-vu nach dem anderen. Tom Cruise – das war ja klar – was wäre Mission Impossible ohne ihn? Aber die vielen anderen Darsteller, allein wegen dieser Ansammlung bekannter Gesichter macht dieser Film schon Spaß. Dann kommt das Drehbuch von J. J. Abrams. Viele von Euch kennen sicher Fernsehserien die aus seiner Feder stammen wie “Alias die Agentin” oder “Lost”, oder Kinofilme wie “In Sachen Henry” mit Harrison Ford oder der von ihm produzierte Horrorfilm “Cloverfield”?

Dann die Regie, Brad Bird  – er hat zuvor Filme wie Ratatouille gemacht. Was für ein Mix!

Wer noch nichts davon gehört haben sollte, hier ist einer der Trailer:

Hier die Liste der Schauspieler:

Wer morgen Abend nicht so recht weiß was er mit sich anfangen soll, dem würde ich diesen Film ans Herz legen. Ach ja, eine Tüte Popkorn und ein paar Flaschen Bier sollte man griffbereit haben. Und wenn die besten Kumpels zu Besuch kommen ist ein spaßiger Abend garantiert. Via Apple-TV kann man ihn in allerbester Qualität für 4,99 Euro anschauen und spart sich sogar den Weg zum Videoverleih oder dem nächsten Supermarkt. Ok ok, bei Love Film kann man ihn auch ordern…

Interessant noch die Product-Placements von Apple, BMW, DELL und vielen anderen Herstellern stylischer schöner Dinge… So fährt Tom Cruise beispielsweise diesen BMW:

Und gleich in einer der ersten Szenen hilft das iPad beim Einbruch in den Moskauer Kremel. Allein diese vielen Produkteinblendungen sorgen tragen zur sicheren Erheiterung des technikaffinen Publikums bei. :-)

Mein Fazit:
Dieser Film sorgt Laune auf hohem Niveau! Aber, nicht lange nachdenken: “Boah” sagen und zum Popkorn greifen!


Nikon D800E – In Deutschland immer noch nicht lieferbar

Als ich im Februar beim Fotohändler meines Vertrauens mein ganz persönliches Exemplar der Nikon D800E geordert habe, stand als Lieferdatum der 16. April im Raum. Heute ist Pfingstmontag und wir sind schon wieder fünf Wochen weiter. Von der D800E ist aber noch keine Spur zu sehen. Bei den “üblichen Verdächtigen” wie amazon & Co. gibt es mit ganz viel Glück inzwischen eine D800 zu kaufen, die D800E kann jedoch in Deutschland bislang nur vorbestellt werden!

Braucht man überhaupt eine D800E, tut es nicht auch eine D800? Diese Frage habe ich mir während der vergangenen Wochen mehrfach gestellt.

Ken Rockwell, auch bekannt als der Chuck Norris der Fotografie, hat hier beide Kameras einander gegenüber gestellt. In seiner bekannt trockenen Art empfiehlt er die D800E nur denjenigen Fotografen die ihre Bilder mit der Lupe nach Details absuchen. Eigentlich gehöre ich nicht zu dieser Spezies, aber ich habe bereits eine D700 und diverse andere Nikon Kameras, Angst vor Moiré muss ich also nicht haben und wenn es mal “schnell gehen muss”, dann kann ich die D700 einsetzen. Ich mag schöne größe Prints auf tollem Papier in hochwertiger Rahmung. Wenn ich solch ein Bild erstelle und allein die Materialien mit 300 Euro und mehr zu Buche schlagen, dann denke ich mir derzeit “Wenn schon – Denn schon”. Je mehr Details ein hochwertiger Print in 60 x 90 cm zu bieten hat, desto besser ist das (aus meiner Sicht). Wird das Bild gar in 100 x 150 cm oder größer gedruckt, so kann die D800E einfach mehr Details liefern und daher sind mir die Mehrkosten zur D800 derzeit nicht wichtig.

Bei panobilder.de findet man diesen sehr schön gemachten Vergleich der Nikon D800 mit der D800E. Im Fazit kann man dort nachlesen, dass sich die Bilder der D800 im Rahmen der elektronischen Bildverarbeitung so hinbiegen lassen, dass sie aussehen als wären sie mit einer D800E gemacht. Hierbei wird jedoch nicht drauf eingegangen wie ein identisches Bild aus einer D800E bei identischer Bildaufbereitung aussehen würde.

Ich denke derzeit “Mehr ist Mehr” und selbst wenn die D800 mit einigen EBV-Tricks der D800E nahe kommt, so wird diese (je nach Motiv natürlich) die Nase vorn behalten.

Sucht man das Internet ein wenig nach Artikeln rund um die neue Nikon D4 bzw. die D800 ab, so findet man auch erste negative Stimmen. So wird vielfach berichtet, dass sowohl die D4 als auch die D800 gelegentlich “einfrieren” und sich auch durch Entfernen des Akkus nicht reanimieren lassen. Nikon empfiehlt derzeit die Anzeige von Spitzlichtern nicht zu verwenden um diesen Effekt zu vermeiden. Scheinbar gibt es hier doch noch Probleme mit der Firmware dieser Kameras.

Vor diesem Hintergrund ist eine gewisse Wartezeit vielleicht gar nicht so verkehrt. Wenn man als Kunde damit ein vollständig funktionierendes Exemplar erhält, dann warte ich gern noch eine Weile und nutze die Zeit für ein paar schöne Touren mit dem Motorrad oder dem Cabrio. Das Leben kann auch ohne die D800E wirklich schön sein. Auch wenn das die Nikon-Marketingabteilung sich nicht gern hören mag :-)

Hier zwei Beispiele für “männliches Leben ohne die Nikon D800E”

Bis die D800E endlich lieferbar ist werde ich mit der D7000 sicher noch eine Menge Spass haben, so wie in diesem Video das vor ein paar Monaten mit der D7000 auf Teneriffa entstanden ist.

So, jetzt packe ich mal wieder meinen Koffer und starte eine kleine Reise mit viel männlichem Spaß ohne die D800E. Im Gepäck werde ich die Fuji Finepix X100 haben. Sie “trägt nicht auf” und liefert tolle Bilder.

Update um 23h55

Die Fahrt über die B42 am Rhein entlang war wieder einmal richtig gut und ich habe während der Fahrt ein wenig mit der kleinen GoPro HD HERO 1080 “ins Blaue hinein fotografiert”. Dinge die man mit einer D800E niemals tun würde weil man viel zu viel Angst hätte, dass da was dran kommt…

Aber ich muss sagen, die winzige GoPro liefert wirklich spannende 5 Megapixel große Bilder. Für den “schnellen unbemerkten Schuss aus der Hüfte gibt es nur wenig besseres. Hier ein Beispiel das so um ca. 21h in der Nähe der Lorelei entstanden ist. Das Dach war geöffnet und ich habe die GoPro ohne Unterwassergehäuse mal hierhin und mal dorthin gehalten. Ein Display hat sie ja nicht…

Zweiter Nachtrag

Das “Video des Tages” ist jetzt auch fertig…


Videos im Internet zeigen – Nur wie?

Heute hat mich ein Freund per E-Mail gefragt was er denn tun muss um ein kleines Video im Internet zeigen zu können und wie er die Videodatei “so klein” bekommt, dass er sie auch mit seiner “einfachen” DSL-Leitung bei YouTube oder einem anderen Dienst hochgeladen bekommt. Dies möchte ich zum Anlass nehmen udn Euch hier ein paar Tipps zu diesem Thema geben.

Also, wer seine Video im Netz zeigen möchte und keinen eigenen Server bei einem Hoster betreibt, der kann Dienste wie YouTube oder Vimeo nutzen. YouTube hat den Vorteil, dass man dort so ziemlich alles zeigen kann was es gibt. Vimeo hat den Vorteil, dass dort fast keine “Idioten” unterwegs sind die sich einen Spaß daraus machen nervigen Unsinn in die Video-Kommentare zu schreiben. Aber Vimeo Videos werden auch deutlich seltener angeschaut und man kann dort auch nicht mit Werbung Geld verdienen. Vimeo hat einen anderen Schwerpunkt! Hier geht es mehr um professionelle Arbeiten und wer bereit ist Geld dafür zu bezahlen, kann seine Vimeo-Videos so in seiner Webseite einbetten, dass die “Zuschauer” nicht mehr sehen, dass es eignetlich von Vimeo kommt. Das ist für Firmenpräsentationen usw. wirklich praktisch.

Wer bei YouTube eine Weile dabei ist erhält automatische eine Erweiterung seines Kontos und kann dann auch Videos hochladen die länger als 15 Minuten sind. Wer will kann sich den Spaß machen und seine Videos nach dem Upload über den YouTube-VideoManager wieder herunterladen. Dabei wird er feststellen, dass YouTube-Videos für den Download als MP4- Datei vorliegen. Woran liegt das? Um Speicherplatz zu sparen und den Anwendern Videos in “gleichbleibender” Qualität anbieten zu können, werden alle YouTube Videos beim Upload in das MP4 Dateiformat umgewandelt. Damit ist es YouTube möglich, ein und dasselbe Video in unterschiedlichen Größen zu zeigen.

Für den Anwender bedeutet dies, dass es nur wenig Sinn macht riesige Video-Monster bei YouTube abzuladen, sie werden ohnehin in das MP4-Format ungewandelt und dabei stark komprimiert werden. Ähnliches gilt auch für andere Videodienste wie bspw. Vimeo.

Als Faustregel könnte man sagen, dass das Verhältnis zwischen Qualität und Dateigröße eines Videos für YouTube stimmt, wenn im Format 720p die Größe der Videodatei etwa 600MB bei einer Laufzeit von 60 Minuten liegt. Damit wären wir bei etwa 10MB pro “Video-Minute” im Format 1280 x 720 Pixel.

Die Wege um sein Video auf diese Werte zu verkleinern sind wirklich vielfältig und die meisten Video-Bearbeitungsprogramme bieten eine Möglichkeit für eine entsprechende Konvertierung. Dabei muss aber nicht zwangsläufig das das MP4-Dateiformat erstellt werden. Für den Upload funktioniert auch WMV, MOV und vieles mehr.

Bei Vimeo gibt es eine Reihe wirklich gut gemachter Tutorials zu allen gängigen Videobearbeitungsprogrammen. Wer sich unsicher ist welche Einstellungen für seine Videos optimal sind, der sollte hier mal ein wenig stöbern.

Hier habe ich einige Beispiele für Euch “herausgepickt”:


Freud und Leid mit iTunes Match

Mit der Einführung seiner Cloud-Dienste sorgte Apple bereits vor einigen Monaten für Furore. Ein witziges Detail, die gesamte Apple-iCloud basiert auf Microsoft Azure-Systemen! Um die eigene Cloud schnellt an den Start bringen zu können hat man sich bei Apple entschieden einen Pakt mit den bösen Microsoftlern einzugehen. Ich bin mir sicher, dass einige Apple-Manager sich mit dieser Entscheidung schwer getan haben :-)

Dies wird wohl auch der Grund sein, warum die iCloud mehr eine “Spaß-Cloud” als eine “Worker-Cloud” ist. Vergleicht man die iCloud beispielsweise mit den Cloud-Diensten der IBM so fällt schnell auf, dass IBM deutlich mehr Funktionalität bereitstellt. Kunden der IBM können komplette Server-Systeme in die  IBM-Cloud auslagern um müssen sich danach nicht mehr um die unterbrechungsfreie Stromversorgung und andere Themen kümmern die so manchem Leiter eins Rechenzentrums immer mal wieder den Angstschweiß auf die Stirn treiben.

Damit wäre klar, die iCloud ist eine “Medienwolke” und damit diese relativ schnell ist und nicht bereits nach einigen Wochen aus alle Nähten platzt haben sich die Apple-Programmierer den Cloud-Dienst “iTunes Match” ausgedacht. Eigentlich eine pfiffige Geschichte dieses “Match”. Hat man beispielsweise auf seinem lokalen PC einige alte mp3 Dateien in mieser Qualität, die man seiner  lokalen iTunes-Installation hinzu fügt und startet danach den Abgleich mit seiner eigenen kleinen Wolke, so werden viele Titel durch die Match-Alogrithmen erkannt und gar nicht erst in die Cloud hochgeladen. Statt dessen wird dort vermerkt, dass man “Eigentümer” der betreffenden Songs ist und eigentlich wird lediglich in einer Datenbanktabelle ein “Häkchen” gesetzt. “Ja, der Ansgar hat auch diesen Song”. Löscht man danach die lokalen Dateien und lädt sie wieder aus der iCloud herunter, so bekommt man nicht das was man hatte, sondern die Dateien welche ein Käufer dieser Songs via iTunes downloaden würde. In der Regel wird man also fast ein “Schnäppchen” machen und die Songs in besserer Audio-Qualität bekommen.

Anders sieht die Sache aus, wenn man sicherstellen möchte, dass man genau SEINE Songs in der iCloud hat. Das ist nämlich nicht vorgesehen.

Gestern Abend habe ich beispielsweise eine Schallplatte, die ich mir vor etwa 30 Jahren gekauft habe, auf den neuen DUAL USB-Plattenspieler gelegt, auf dem 17″ MacBook mit Quicktime aufgezeichnet. Danach mit Waveburner geschnitten, mit iTunes in MP3 konvertiert und mit ID3-Tags versehen. Alles kein Problem, nur umständlich wie die Hölle! Aber letztlich war ich mit dem klanglichen Ergebnis der konvertierten Schallplatte sehr zufrieden, es hat aber fast drei Stunden gedauert!

Heute Morgen habe ich dann mein kleines 13″ MacBook genommen, iTunes gestartet und testweise die neuen Songs aus der iCloud auf heruntergeladen. Beim Abspielen via Apple-TV ist mir dann die sehr unterschiedliche Lautstärke und Klangqualität aufgefallen. Nach einigen Augenblicken war mir dann auch klar was die Ursache ist – der Match-Algorithmus hat mich “veräppelt”! Er hat einige der neuen Songs identifiziert aber eben nicht alle! Und so sieht das derzeit in iTunes aus:

Schaut man in die Spalte “Art” sieht man dort die Ursache des Übels. Es gibt “Passende AAC-Dateien”, “AAC-Audiodateien” und MPEG-Audiodateien. Ursprünglich waren es alles MP3 Dateien (also MPEG-Audidateien).

Der Algorithmus von iTunes Match hat nun einiges erkannt, anderes hochgeladen. Das Ergebnis ist eine völlig unbefriedigende Kopie meines nächtlichen Arbeitsergebnisses und das ist mehr als frustrierend.

Eine Lösung könnte sein die ID3 Tags so zu ändern, dass die Songs nicht mehr anhand der Tags erkannt werden können. Aber dann findet man sie vielleicht via Apple-TV nicht mehr wieder. Oder man müsste sich eine Konvention einfallen lassen, bspw. das “a” durch das “@” zu ersetzen. Damit würde aus den Namen der Band “R@inbow” statt “Rainbow”. Doch ob das hilft bleibt ungewiss. Dienste wie “Shazam” beweisen auf den Smartphones dieser auf beeindruckende Art und Weise, dass man Musik auch einfach nur anhand eines kurzen Audioschnipsels erkennen kann.

Wie der Match-Algorithmus genau funktioniert wird Apples Geheimnis bleiben. Aber ich werde später mal versuchen ihn über veränderte ID3-Tags “auszutricksen”. Aber ich habe ehrlich gesagt nur wenig Hoffnung, dass man seine mühsam kopierten Schallplatten wirklich unverändert in der iCloud ablegen kann. Damit kann man sie nicht via Apple-TV bequem aus der iCloud hören, sondern muss sie lokal auf einem iPod, iPad, iPhone, MacBook oder einem Windows-PC mit iTunes lagern. Damit kann man sie via Airplay über das Apple-TV abspielen und das in der Qualität die man selbst vorgegeben hat.

Das eigentlich sehr schön gemachte Menü der “Homepage” des Apple-TV hat man damit dann allerdings ausgebootet, was wiederum schade ist denn zeigt die oft gehörte und neu der iCloud hinzugefügte Musik sehr schön übersichtlich an und ist sehr einfach zu benutzen.

Irgendwie scheinen meine Erfahrungen symptomatisch für die Nutzung der Apple-Produktpalette zu sein. Solange man seine Musik brav bei Apple via iTunes einkauft ist alles gut und funktioniert bestens. Verlässt man diesen “Pfad der Tugend” und kauft seine Musik beispielsweise bei Amazon, so gelten sofort andere Regeln. iTunes-Käufe blähen die Cloud nicht auf, Amazon-Downloads hingegen sehr wohl. Hier schützt Apple ganz bewusst seine eigenen Umsätze.

Geht man noch einen Schritt weiter und versucht digitalisierte Teile seiner eigenen Plattensammlung in der iCloud abzulegen, so ist das Ergebnis unvorhersehbar. Extrem exotische Schallplatten wird Match nicht finden und sie werden dann brav in die iCloud hochgeladen. Doch sobald eine Schallplatte eine wenig populärer ist, erscheint das Ergebnis wahllos und das macht keinen Spaß!


Schallplatten in der Apple iCloud

Wer hat sie nicht noch irgendwo gut versteckt in einem Schrank herumstehen, die eine oder andere alte Schallplatte. Als ich noch das Gymnasium besucht habe, musste ich meine Sommerferien regelmäßig bei einer Gastfamilie in Herne Bay an der Süd-Ost-Küste Englands verbringen. Schallplatten waren in England damals ein wenig billiger als bei uns und so kann ich mich auch 35 Jahre später noch ganz genau daran erinnern wie ich mir dort meine erste Schallplatte gekauft habe – Led Zeppelin! Whole Lotta Love war mein absoluter Favorit! Diese und viele andere Schallplatten habe ich bis heute.

Zum Wegwerfen sind sie viel zu schade, aber hören tut man sie nicht mehr so oft, es ist mit dem iPod und anderen Spielereien eben Zoo viel schneller und leichter geworden. Aber wenn diese Schallplatten in der iCloud wären, dann könnte man sie immer mal wieder anhören, das wäre eine coole Maßnahme!

Nur wie bekommt man eine Schallplatte in die Apple iCloud?

Am letzten Wochenende war stach mir im Bonner Pro-Markt ein Schalplattenspieler ins Auge, der für 99,- Euro als “Profi-DJ-Turntable” unter der Label DUAL angeboten wurde. Neben den normalen Chinch-Anschlüssen ist ein USB-Anschluß vorhanden. Das Ding kostet kaum mehr als eines der vielen langweiligen Spiele für die XBox oder die Playstation 3 – warum also nicht…

Beim Auspacken wird klar, dass Ding ist sogar recht hochwertig gemacht. Ok, mit einem Turntable aus dem Laden für HiFi-Freak hat er nur wenig zu tun, aber er ist ganz ok. Alle Fotos sind übrigens mit meinem HTC Desire HD geknipst und mit dem Programm “Vorschau” auf dem Mac auf 590 Pixel Seitenlänge verkleinert!

Auf einer beigelegten CD findet sich die kostenlose Software Audacity. Diese ist ganz ok, aber bei 99,- Euro darf man eben nicht mehr erwarten. Heute ist dann endlich mal Gelegenheit das Ding auszuprobieren. Weil ich gerade mein MacBook zur Hand habe, steckt nach dem Auspacken auch schnell das USB-Kabel seitlich in meinem schöne Mac. Der Plattenspieler wird sofort als USB-Audiogerät erkannt. Eine Treiber-Installation ist nicht notwendig. Ein schneller Griff in meinen Wohnzimmerschrank fördert eine Schallplatte aus dem Jahr 1979 ans Tageslicht – Peter Baumann  – Trans Harmonic Nights.

An die Musik auf dieser Schallplatte habe ich nur eine blasse Erinnerung. Peter Baumann war lange Jahre Mitglied der Band Tangerine Dream und darf sich neben Edgar Froese, Christoph Franke, Klaus Schulze und anderen “E-Krautrockern” zu den Elektronik-Pionieren Deutschlands zählen. Na, vielleicht ist das ja gar nicht so übel, als rauf damit auf den Plattenteller!

Während der Apple Quicktime Player auf Input aus dem USB-Audio-Device wartet setze ich die Nadel auf die Platte. Es knackt und knistert, fast so wie in meiner Jugend – GEIL!

Nach etwa 18 Minuten ist die A-Seite digitalisiert. Weitere 20 Minuten später dann auch die B-Seite. Die beiden Audio-Files lassen sich auf dem Mac mit dem Programm Waveburner öffnen, das es als Beigabe zu Apples Audio-Software “Logic” gibt. Waveburner ist eigentlich ein Autoring-Tool für CDs, aber man kann auch mehr damit machen. Die beiden großen Dateien sind schnell in acht Tracks geschnitten. Anfang und Ende kann man sehr einfach ein- und ausblenden. Knistern und Knacken unterdrückt das DeNoiser-Plugin. Mit dem Exciter-Plugin sind schnell einige Obertöne ergänzt die das Klangbild offener und lebendiger machen. Das Limiter-Plugin sorgt schließlich dafür, dass das Ergebnis nicht übersteuert ist.

Hier noch ein Screenshot des Programms Waveburner – Anklicken um die volle Auflösung zu sehen!

Die so geschnittenen Tracks lassen sich dann auf die Festplatte “brouncen”. Via Drag&Drop kopiert man sie danach in iTunes. Dort lassen sich die Namen der Tracks, das Produktionsjahr usw. ergänzen. Ein CD-Cover findet sich via Google-Bildersuche in wenigen Sekunden. Etwa 10 Minuten später hat iTunes die acht neuen Tracks ganz automatisch meiner iCloud hinzugefügt.

Als ich kurz darauf meinen Fernseher starte und mein Apple-TV anwerfe ist das Cover auch schon auf der ersten Seite zu sehen. Das ist wirklich ziemlich cool!

Aber der Weg ist auch nicht gerade kurz. Genial wäre wenn es ein PlugIn für iTunes gäbe mit dem man die Schallplatten direkt aufzeichnen könnte. Der Umweg über Quicktime-Player und den Waveburner ist schon irgendwie lästig und umständlich. Aber es klappt und mehr wollte ich ja heute auch gar nicht ausprobieren :-)

Damit ihr euch selbst ein Bild von der Audio-Qualität machen könnt, habe ich die Tracks hier abgelegt:

01 – This Day

02 – White Beach Black Beach

03 – Chasing The Dream

04 – Biking Up The Strand

05 – Phaseday

06 – Meridian Moorland

07 – The Third Site

08 – Dance At Dawn


Parasiten – Sie sind in uns

Parasite Choi – Full Film from SR Premium on Vimeo.

Heute möchte ich Euch diesen wirklich famos gemachten Kurzfilm vorstellen. Die Effekte gefallen mir außerordentlich gut und dieser Film beweist einmal mehr, dass künftig so richtig abgefahrene Filmtricks nicht mehr einzig den großen Hollywood-Studios vorbehalten sein werden. Bereits heute lassen sich mit ganz normaler aktueller PC-Hardware Filmtricks erstellen die vor 10 Jahren noch vollkommen unmöglich gewesen wären. Ich denke, dass dies die Filmwelt der kommenden Jahre revolutionieren wird. Wir können uns drauf einstellen, dass uns in den nächsten Jahre ein Flut guter und weniger guter völlig neuartiger Video-Effekte erwartet.

Wenn damit den großen Filmstudios ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal verloren geht, besinnen sie sich vielleicht wieder aus das “Wesentliche” und produzieren künftig mehr wirklich gute Filme wie beispielsweise “The Artist” :-)

Hier habe ich noch ein sehr schönes Making of zum Film “Monsters”. Dieser Film sieht wirklich teuer aus, er war es aber nicht. Der Regisseur war unter anderem mit seinen beiden Schauspielern eine Weile in Südamerika unterwegs. Dort haben sie schöne Locations gesucht und “Filmschnipsel eingesammelt” aus denen sie später die Story entwickelt haben. Eine völlig andere Vorgehensweise als es etablierte Studios tun würden. Während der Post-Production hat der Regisseur Gareth Edwards alle Trickeffekte des Films in einigen wenigen Tagen daheim an einem normalen PC erstellt.

Wer bereits heute einen Blick auf die Filmwelt von morgen werfen möchte, der sollte sich diesen Film unbedingt anschauen und bei jedem Spezialeffekt daran denken, das dies keine Multimillionen-Dollar-Produktion ist!

Hier noch der Trailer zu Monsters…


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