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Archiv für Mai, 2012

Nikon D3200 – 24 Megapixel zum Sparpreis

Nikon D3200 18-55mm Top Right

Es ist noch gar nicht so lange her, dass die Nikon D3x mit einem Verkaufspreis von 7.000 Euro die Krönung der digitalen “Spiegelreflex-Kunst” dargestellt hat. Vor einigen Wochen dann die große Überraschung, Nikon bringt mit der D3200 eine DX Camera mit gleicher Auflösung auf den Markt und das zu einem Bruchteil des Preises der D3x. Vergleicht man beide Kameras wird man jedoch feststellen, dass die Auflösung allein nicht den Preis einer Kamera ausmacht. Die D3200 ist schon ein wenig klein und billig gemacht. Verwendet man jedoch ein perfektes Objektiv, so lassen sich damit aber durchaus beachtliche Bildergebnisse erzielen!

Eben war ich kurz einkaufen und da sind mir im M@di@M@rkt ein paar “kleine Preise” über den Weg gelaufen:

  • Nikon D3100 mit 18-55: 444,- Euro
  • Nikon D3200 mit 18-55: 579,- Euro
  • Nikon D3200 mit 18-105: 779,- Euro

Der Abstand zur deutlich älteren D3100 ist also nicht wirklich groß und man hat noch immer die Wahl zwischen “Pixelwahn” und “Festplattenökonomie”.

Es ist schon krass wie sich die Zeiten ändern und welche gigantischen Schritte die Entwicklung der CMOS Bildsensoren derzeit durchmacht. Noch einige wenige Jahre und wir haben vielleicht sogar Kameras mit Sensoren die keine regelmäßige Pixelverteilung haben und damit unempfindlicher gegenüber fieser Moiré-Bildung sind. Das alles bei Auflösungen von 36 Megapixeln und mehr. Da bleibt nur noch zu wünschen, dass irgendwann auch der Dynamikumfang der Chips in gleichem Maße wächst wie derzeit die Pixeldichte,ein meiner Meinung nach bislang sträflich vernachlässigtes Thema. Fuji hat sich mit einem Derivat der Nikon D300 vor einigen Jahren dieses Themas angenommen, aber wirklich erfolgreich waren sie damit leider nicht. Den meisten (Amateur-)Fotografenherzen liegen scheinbar viele Pixel näher als ein hoher Dynamikumfang :-)

Bei fast allen Nikons lohnt sich eine Korrektur der Belichtung um -0,3 bis -0,7EV um überstrahlte helle Flächen zu vermeiden. Im Rahmen der RAW-Konvertierung hellt man dann die dunklen Flächen auf, die ja meistens noch ausreichend Zeichnung vorweisen und unkritischer sind als “helle Flecken”. Für die Zukunft würde ich mir wünschen, dass dieses Vorgehen der Vergangenheit angehört und die digitalen Kameras der übernächsten Generation nicht nur mit allerkleinsten Dingen klar kommen, sondern auch mit extrem kontrastreichen Motiven.


Nikon D800 – Kinderkrankheiten beseitigt

Anfang Februar hat Nikon die D800 und D800E offiziell vorgestellt. Lieferbar sind sie noch nicht wirklich. Ich selbst warte nun schon seit vielen Wochen auf meine ganz persönliche D800E und damit bin ich nicht allein auf der Welt. Für zusätzliche Verunsicherung haben in den letzten Tagen Meldungen gesorgt, in denen die ersten Anwender Fehler in der Firmware der Nikon D4, D800 und D800E beschrieben haben. Nikon hat wirklich schnell reagiert und bereits gestern am 29. Mai für die D800 eine neue B-Firmware in der Version 1.01 online verfügbar gemacht.

D800 – Neue Firmware B 1.01 (Mac und Windows)
D800E – Neue Firmware B 1.01 (Mac und Windows)

Folgende Korrekturen und Verbesserungen sind laut Nikon eingeflossen:

  • Korrigiert: Wurden während des Anzeigens von Bildern Fotos gemacht, schaltete sich der Monitor aus, die Kontrollleuchte für den Speicherkartenzugriff begann zu leuchten und in seltenen Fällen “fror die Kamera ein” und reagierte nicht mehr.
  • Korrigiert: Der Wireless-LAN-Adapter WT-4 übertrug RAW Bilder gelegentlich auch dann, wenn die Option „Nur JPEG“ eingestellt war. Es gingen also deutlich größere Dateien über die “Antenne” als erwartet, was den Transfer stark ausbremsen konnte.
  • Korrigiert: Bei Aufnahmen mit Active D-Lighting, bei denen eine andere Option als „Aus“, mit Festlegung eines Seitenverhältnisses von 5:4 (30 x 24), ausgewählt war, trat am unteren Bildrand in manchen Fällen ein dunkler Schatten auf.

Die ersten Käufer der Nikon D4 schauen unterdes nicht in die Röhre, auch für diese Kamera gibt es ein entsprechendes Update!


Driving into the sunset

Gestern habe ich ja schon kurz geschrieben, dass ich mir die Wartezeit bis die Nikon D800E endlich lieferbar ist mit schönen “Männerdingen” zu verkürzen suche. So ist gestern nach langer Zeit endlich mal wieder ein kleiner “Fahrfilm” entstanden. Unterwegs am Rhein auf der B42 zwischen Königswinter und Rüdesheim habe ich meine kleine GoPro mitlaufen lassen. In meinem Appartement angekommen hatte ich so wieder fast drei Stunden Video-Material eingesammelt aus dem ich kurz vor Mitternacht noch schnell eine kleines Video für Euch geschnitten habe.

Für die Schnitt habe ich diesmal Final Cut Pro X auf meinem 17″ Mac Book verwendet. Der Core i7 bewegt Final Cut auf diesem Notebook recht zügig. Der Import der riesigen Videodateien ging viel viel schneller als mit iMovie und mit den Schneidefunktionen habe ich mich inzwischen auch angefreundet. Man muss einige wenige Tastatur-Kürzel kennen und so schaltet man schnell zwischen den einzelnen Modi für “Markieren”, “Schneiden” usw. um. Hat man die Tastaturkürzel “drauf”, so geht die Arbeit mit Final Cut Pro X recht zügig von der Hand.

Damit YouTube nicht wieder einen blöden Content-ID Treffer produziert habe ich bei der Musik ein wenig in der Mottenkiste gekramt und ein paar Musik-Schnipsel ausgegraben die ich in den letzten Wochen auf dem iPad mit Garage-Band zusammen gefummelt habe. Den kurzen Gitarrenriff habe ich auf einer Gitarre gespielt die aussieht wie eine Fender Telecaster. Aber sie stammt von der Firma Young Chang aus Korea und wird unter dem Label “Fenix” vertrieben. Young Chang ist der größte Hersteller für Musikinstrumente weltweit. Vieles was man für gut und teuer hält kommt aus diesen Fabrikationsstätten. Die Qualität ist durchaus ordentlich und meine “Tele-Copy” ist mir eine liebe Gitarre geworden. Aber sie ist auch ein wenig modifiziert. Allein dazu könnte ich vielleicht mal einen eigenen Post erstellen.

Na ich erzähl’ Euch kurz was ich mit diesem Ding angestellt habe…

Also, die “Basis-Gitarre” hat mich vor vielen Jahren etwa 200 Mark gekostet. Den Hals habe ich sauber abgerichtet, die Bundstäbchen schön rund gefeilt und poliert. Dann habe ich zwei Seymour Duncan Tonabnehmer eingebaut. Am Hals ist ein Jeff Beck Junior, eine Humbucker der so groß ist wie ein Single-Coil. Am Steg ist ein Custom-Custom mit keramischen Magneten. Auch ein Humbucker in der Größe eines Single-Coils, aber mit mächtig viel “Bumms”. Das Ding ist ordentlich laut und produziert fantastische Obertöne! Unter dem schönen neuen Perlmutt-Pickguard ist ein Batteriefach und es gibt einen kleinen Audio-Verstärker der das Signal eines Piezo-Pickups, den ich an der dünnsten Stelle mit Zwei-Komponentenklebstoff auf das Holz geklebt habe, aufbereitet. Damit ist das Sound-Spektrum dieser Gitarre riesig groß. Die Wolken-Ahorn-Decken sehen schön aus und das Teil spielt sich wirklich gut.

In Verbindung mit dem Apogee JAM und einem krassen Preset aus Mainstage kann man damit richtig schönen “Krach” machen. Mainstage ist ein Programm das zum Lieferumfang von Logic Pro auf dem Mac gehört. Man hat damit Zugriff auf alle Gitarreneffekte und virtuellen Musikinstrumente die Logic Pro mit sich bringt. Eine wirklich tolle Sache wenn man live Musik machen möchte und keine Synthesizer und anderen Krams schleppen will. Einfach einen kleinen Mac, eine USB-Midi-Keyboard anschließen und ab geht die Post. Als Gitarrist nimmt man sich vielleicht noch einen Apogee Jam und einen MIDI-Footswitch und schon hat man alle Gitarrenverstärker dieser Welt auf seinem MacBook dabei. Wirklich cool ist das!

Meine kleines Video findet ihr hier – es ist von 180 Minuten auf etwa 4 Minuten eingedampft und mit dieser Gitarre und diversen kleinen Musik-Apps auf dem iPad “vertont”. Alles in allem nicht wirklich schön, aber eben selten.

Wer mag kann sich ja mal an einem “richtigen” Soundtrack versuchen. Das Video schneide ich gern auch noch einmal neu :-)


Freud und Leid mit iTunes Match – Teil 2

Vor ein paar Tagen habe ich Euch in diesem Artikel Freud und Leid mit iTunes Match mein Leid im Bezug auf die Nutzung der Apple iCloud-Dienste in Verbindung mit selbsterstellten Kopien der eigenen Schallplattensammlung geklagt. Darauf hin haben mich mehrere Leser angemailt und gefragt warum ich denn nicht einfach je Schallplatte zwei MP3 Files erstelle die man dann schön am Stück hören kann.

Eigentlich gar keine schlechte Idee und tatsächlich funktioniert es! Bei den Schallplatten die ich lediglich in A und B Seite unterteilt habe gab es keinen Treffer seitens iTunes Match. Die Files wurden brav in die Cloud hochgeladen und ich kann sie jetzt auf allen meinen Cloud-fähigen Geräten hören und zwar ganz genau so wie ich sie aufgezeichnet habe. Wirklich cool! Und die Unterscheidung der einzelnen Titel vermisse ich auch nicht wirklich, früher habe ich die Schallplatten ja auch immer nur am Stück gehört. Wie die meisten Songs hießen wußte ich gar nicht, ich wußte nur, es ist “das zweite Lieder der B-Seite”. Eine Information die vor 30 Jahren ausgereicht hat und auch heute noch ok ist, jedenfalls für mich :-)

Bei den letzten Schallplatten habe ich mir auch gar nicht mehr die Mühe gemacht die Songs zu taggen usw. Auf dem Mac kann man mit dem Quicktime-Player die Stereo-Tonspur vom USB-Plattenspieler aufnehmen und anschließend sogar an Anfang und Ende komfortabel beschneiden (Trimmen). Danach ist ein Export in einem komprimierten MP3 ähnlichen Format möglich. Das spart Platz auf der Festplatte, es klingt gut und iTunes kann es auch verarbeiten.

Kurzum, so ist das ok und bei “zwei Titeln” pro Schallplatte spart man auch wertvollen Platz in seiner Cloud. Denn da haben ja “nur” 25.000 Titel Platz. Auf den ersten Blick scheint das irre viel zu sein, aber ich musste schon viele Titel löschen weil ich diese Grenze deutlich überschritten hatte. Aber ok, es war auch ne Menge Schrott in meiner Cloud, da war es gar nicht so verkehrt mal ordentlich aufzuräumen!

In den kommenden Monaten werden also meine Schallplatten nach und nach in die Cloud wandern und dann vielleicht gänzlich im Keller verschwinden. Na schauen wir mal…

Hier habe ich noch zwei audiophile Kostproben für Euch…


Mission: Impossible – Phantom Protokoll

Was haben Film wie Top-Gun, Hitch der Date Doktor, The Hurt Locker, Shaun of the Dead, Verblendung/Verdammnis/Vergebung, Slumdog Millionaire, Lost, Inglourious Basterds, Source Code, Rock N Rolla, Kiss of Death, Ratatouille und Alias die Agentin eigentlich gemeinsam? Eigentlich nichts, bis auf die Tatsache, dass mit ihnen Schauspieler,Regisseure und Drehbuchautoren bekannt wurden, die ich eben alle zusammen in einem temporeichen Action-Thriller voller Selbstironie gesehen habe.

Während der Film lief hatte ich ein Déjà-vu nach dem anderen. Tom Cruise – das war ja klar – was wäre Mission Impossible ohne ihn? Aber die vielen anderen Darsteller, allein wegen dieser Ansammlung bekannter Gesichter macht dieser Film schon Spaß. Dann kommt das Drehbuch von J. J. Abrams. Viele von Euch kennen sicher Fernsehserien die aus seiner Feder stammen wie “Alias die Agentin” oder “Lost”, oder Kinofilme wie “In Sachen Henry” mit Harrison Ford oder der von ihm produzierte Horrorfilm “Cloverfield”?

Dann die Regie, Brad Bird  – er hat zuvor Filme wie Ratatouille gemacht. Was für ein Mix!

Wer noch nichts davon gehört haben sollte, hier ist einer der Trailer:

Hier die Liste der Schauspieler:

Wer morgen Abend nicht so recht weiß was er mit sich anfangen soll, dem würde ich diesen Film ans Herz legen. Ach ja, eine Tüte Popkorn und ein paar Flaschen Bier sollte man griffbereit haben. Und wenn die besten Kumpels zu Besuch kommen ist ein spaßiger Abend garantiert. Via Apple-TV kann man ihn in allerbester Qualität für 4,99 Euro anschauen und spart sich sogar den Weg zum Videoverleih oder dem nächsten Supermarkt. Ok ok, bei Love Film kann man ihn auch ordern…

Interessant noch die Product-Placements von Apple, BMW, DELL und vielen anderen Herstellern stylischer schöner Dinge… So fährt Tom Cruise beispielsweise diesen BMW:

Und gleich in einer der ersten Szenen hilft das iPad beim Einbruch in den Moskauer Kremel. Allein diese vielen Produkteinblendungen sorgen tragen zur sicheren Erheiterung des technikaffinen Publikums bei. :-)

Mein Fazit:
Dieser Film sorgt Laune auf hohem Niveau! Aber, nicht lange nachdenken: “Boah” sagen und zum Popkorn greifen!


Nikon D800E – In Deutschland immer noch nicht lieferbar

Als ich im Februar beim Fotohändler meines Vertrauens mein ganz persönliches Exemplar der Nikon D800E geordert habe, stand als Lieferdatum der 16. April im Raum. Heute ist Pfingstmontag und wir sind schon wieder fünf Wochen weiter. Von der D800E ist aber noch keine Spur zu sehen. Bei den “üblichen Verdächtigen” wie amazon & Co. gibt es mit ganz viel Glück inzwischen eine D800 zu kaufen, die D800E kann jedoch in Deutschland bislang nur vorbestellt werden!

Braucht man überhaupt eine D800E, tut es nicht auch eine D800? Diese Frage habe ich mir während der vergangenen Wochen mehrfach gestellt.

Ken Rockwell, auch bekannt als der Chuck Norris der Fotografie, hat hier beide Kameras einander gegenüber gestellt. In seiner bekannt trockenen Art empfiehlt er die D800E nur denjenigen Fotografen die ihre Bilder mit der Lupe nach Details absuchen. Eigentlich gehöre ich nicht zu dieser Spezies, aber ich habe bereits eine D700 und diverse andere Nikon Kameras, Angst vor Moiré muss ich also nicht haben und wenn es mal “schnell gehen muss”, dann kann ich die D700 einsetzen. Ich mag schöne größe Prints auf tollem Papier in hochwertiger Rahmung. Wenn ich solch ein Bild erstelle und allein die Materialien mit 300 Euro und mehr zu Buche schlagen, dann denke ich mir derzeit “Wenn schon – Denn schon”. Je mehr Details ein hochwertiger Print in 60 x 90 cm zu bieten hat, desto besser ist das (aus meiner Sicht). Wird das Bild gar in 100 x 150 cm oder größer gedruckt, so kann die D800E einfach mehr Details liefern und daher sind mir die Mehrkosten zur D800 derzeit nicht wichtig.

Bei panobilder.de findet man diesen sehr schön gemachten Vergleich der Nikon D800 mit der D800E. Im Fazit kann man dort nachlesen, dass sich die Bilder der D800 im Rahmen der elektronischen Bildverarbeitung so hinbiegen lassen, dass sie aussehen als wären sie mit einer D800E gemacht. Hierbei wird jedoch nicht drauf eingegangen wie ein identisches Bild aus einer D800E bei identischer Bildaufbereitung aussehen würde.

Ich denke derzeit “Mehr ist Mehr” und selbst wenn die D800 mit einigen EBV-Tricks der D800E nahe kommt, so wird diese (je nach Motiv natürlich) die Nase vorn behalten.

Sucht man das Internet ein wenig nach Artikeln rund um die neue Nikon D4 bzw. die D800 ab, so findet man auch erste negative Stimmen. So wird vielfach berichtet, dass sowohl die D4 als auch die D800 gelegentlich “einfrieren” und sich auch durch Entfernen des Akkus nicht reanimieren lassen. Nikon empfiehlt derzeit die Anzeige von Spitzlichtern nicht zu verwenden um diesen Effekt zu vermeiden. Scheinbar gibt es hier doch noch Probleme mit der Firmware dieser Kameras.

Vor diesem Hintergrund ist eine gewisse Wartezeit vielleicht gar nicht so verkehrt. Wenn man als Kunde damit ein vollständig funktionierendes Exemplar erhält, dann warte ich gern noch eine Weile und nutze die Zeit für ein paar schöne Touren mit dem Motorrad oder dem Cabrio. Das Leben kann auch ohne die D800E wirklich schön sein. Auch wenn das die Nikon-Marketingabteilung sich nicht gern hören mag :-)

Hier zwei Beispiele für “männliches Leben ohne die Nikon D800E”

Bis die D800E endlich lieferbar ist werde ich mit der D7000 sicher noch eine Menge Spass haben, so wie in diesem Video das vor ein paar Monaten mit der D7000 auf Teneriffa entstanden ist.

So, jetzt packe ich mal wieder meinen Koffer und starte eine kleine Reise mit viel männlichem Spaß ohne die D800E. Im Gepäck werde ich die Fuji Finepix X100 haben. Sie “trägt nicht auf” und liefert tolle Bilder.

Update um 23h55

Die Fahrt über die B42 am Rhein entlang war wieder einmal richtig gut und ich habe während der Fahrt ein wenig mit der kleinen GoPro HD HERO 1080 “ins Blaue hinein fotografiert”. Dinge die man mit einer D800E niemals tun würde weil man viel zu viel Angst hätte, dass da was dran kommt…

Aber ich muss sagen, die winzige GoPro liefert wirklich spannende 5 Megapixel große Bilder. Für den “schnellen unbemerkten Schuss aus der Hüfte gibt es nur wenig besseres. Hier ein Beispiel das so um ca. 21h in der Nähe der Lorelei entstanden ist. Das Dach war geöffnet und ich habe die GoPro ohne Unterwassergehäuse mal hierhin und mal dorthin gehalten. Ein Display hat sie ja nicht…

Zweiter Nachtrag

Das “Video des Tages” ist jetzt auch fertig…


Videos im Internet zeigen – Nur wie?

Heute hat mich ein Freund per E-Mail gefragt was er denn tun muss um ein kleines Video im Internet zeigen zu können und wie er die Videodatei “so klein” bekommt, dass er sie auch mit seiner “einfachen” DSL-Leitung bei YouTube oder einem anderen Dienst hochgeladen bekommt. Dies möchte ich zum Anlass nehmen udn Euch hier ein paar Tipps zu diesem Thema geben.

Also, wer seine Video im Netz zeigen möchte und keinen eigenen Server bei einem Hoster betreibt, der kann Dienste wie YouTube oder Vimeo nutzen. YouTube hat den Vorteil, dass man dort so ziemlich alles zeigen kann was es gibt. Vimeo hat den Vorteil, dass dort fast keine “Idioten” unterwegs sind die sich einen Spaß daraus machen nervigen Unsinn in die Video-Kommentare zu schreiben. Aber Vimeo Videos werden auch deutlich seltener angeschaut und man kann dort auch nicht mit Werbung Geld verdienen. Vimeo hat einen anderen Schwerpunkt! Hier geht es mehr um professionelle Arbeiten und wer bereit ist Geld dafür zu bezahlen, kann seine Vimeo-Videos so in seiner Webseite einbetten, dass die “Zuschauer” nicht mehr sehen, dass es eignetlich von Vimeo kommt. Das ist für Firmenpräsentationen usw. wirklich praktisch.

Wer bei YouTube eine Weile dabei ist erhält automatische eine Erweiterung seines Kontos und kann dann auch Videos hochladen die länger als 15 Minuten sind. Wer will kann sich den Spaß machen und seine Videos nach dem Upload über den YouTube-VideoManager wieder herunterladen. Dabei wird er feststellen, dass YouTube-Videos für den Download als MP4- Datei vorliegen. Woran liegt das? Um Speicherplatz zu sparen und den Anwendern Videos in “gleichbleibender” Qualität anbieten zu können, werden alle YouTube Videos beim Upload in das MP4 Dateiformat umgewandelt. Damit ist es YouTube möglich, ein und dasselbe Video in unterschiedlichen Größen zu zeigen.

Für den Anwender bedeutet dies, dass es nur wenig Sinn macht riesige Video-Monster bei YouTube abzuladen, sie werden ohnehin in das MP4-Format ungewandelt und dabei stark komprimiert werden. Ähnliches gilt auch für andere Videodienste wie bspw. Vimeo.

Als Faustregel könnte man sagen, dass das Verhältnis zwischen Qualität und Dateigröße eines Videos für YouTube stimmt, wenn im Format 720p die Größe der Videodatei etwa 600MB bei einer Laufzeit von 60 Minuten liegt. Damit wären wir bei etwa 10MB pro “Video-Minute” im Format 1280 x 720 Pixel.

Die Wege um sein Video auf diese Werte zu verkleinern sind wirklich vielfältig und die meisten Video-Bearbeitungsprogramme bieten eine Möglichkeit für eine entsprechende Konvertierung. Dabei muss aber nicht zwangsläufig das das MP4-Dateiformat erstellt werden. Für den Upload funktioniert auch WMV, MOV und vieles mehr.

Bei Vimeo gibt es eine Reihe wirklich gut gemachter Tutorials zu allen gängigen Videobearbeitungsprogrammen. Wer sich unsicher ist welche Einstellungen für seine Videos optimal sind, der sollte hier mal ein wenig stöbern.

Hier habe ich einige Beispiele für Euch “herausgepickt”:


Freud und Leid mit iTunes Match

Mit der Einführung seiner Cloud-Dienste sorgte Apple bereits vor einigen Monaten für Furore. Ein witziges Detail, die gesamte Apple-iCloud basiert auf Microsoft Azure-Systemen! Um die eigene Cloud schnellt an den Start bringen zu können hat man sich bei Apple entschieden einen Pakt mit den bösen Microsoftlern einzugehen. Ich bin mir sicher, dass einige Apple-Manager sich mit dieser Entscheidung schwer getan haben :-)

Dies wird wohl auch der Grund sein, warum die iCloud mehr eine “Spaß-Cloud” als eine “Worker-Cloud” ist. Vergleicht man die iCloud beispielsweise mit den Cloud-Diensten der IBM so fällt schnell auf, dass IBM deutlich mehr Funktionalität bereitstellt. Kunden der IBM können komplette Server-Systeme in die  IBM-Cloud auslagern um müssen sich danach nicht mehr um die unterbrechungsfreie Stromversorgung und andere Themen kümmern die so manchem Leiter eins Rechenzentrums immer mal wieder den Angstschweiß auf die Stirn treiben.

Damit wäre klar, die iCloud ist eine “Medienwolke” und damit diese relativ schnell ist und nicht bereits nach einigen Wochen aus alle Nähten platzt haben sich die Apple-Programmierer den Cloud-Dienst “iTunes Match” ausgedacht. Eigentlich eine pfiffige Geschichte dieses “Match”. Hat man beispielsweise auf seinem lokalen PC einige alte mp3 Dateien in mieser Qualität, die man seiner  lokalen iTunes-Installation hinzu fügt und startet danach den Abgleich mit seiner eigenen kleinen Wolke, so werden viele Titel durch die Match-Alogrithmen erkannt und gar nicht erst in die Cloud hochgeladen. Statt dessen wird dort vermerkt, dass man “Eigentümer” der betreffenden Songs ist und eigentlich wird lediglich in einer Datenbanktabelle ein “Häkchen” gesetzt. “Ja, der Ansgar hat auch diesen Song”. Löscht man danach die lokalen Dateien und lädt sie wieder aus der iCloud herunter, so bekommt man nicht das was man hatte, sondern die Dateien welche ein Käufer dieser Songs via iTunes downloaden würde. In der Regel wird man also fast ein “Schnäppchen” machen und die Songs in besserer Audio-Qualität bekommen.

Anders sieht die Sache aus, wenn man sicherstellen möchte, dass man genau SEINE Songs in der iCloud hat. Das ist nämlich nicht vorgesehen.

Gestern Abend habe ich beispielsweise eine Schallplatte, die ich mir vor etwa 30 Jahren gekauft habe, auf den neuen DUAL USB-Plattenspieler gelegt, auf dem 17″ MacBook mit Quicktime aufgezeichnet. Danach mit Waveburner geschnitten, mit iTunes in MP3 konvertiert und mit ID3-Tags versehen. Alles kein Problem, nur umständlich wie die Hölle! Aber letztlich war ich mit dem klanglichen Ergebnis der konvertierten Schallplatte sehr zufrieden, es hat aber fast drei Stunden gedauert!

Heute Morgen habe ich dann mein kleines 13″ MacBook genommen, iTunes gestartet und testweise die neuen Songs aus der iCloud auf heruntergeladen. Beim Abspielen via Apple-TV ist mir dann die sehr unterschiedliche Lautstärke und Klangqualität aufgefallen. Nach einigen Augenblicken war mir dann auch klar was die Ursache ist – der Match-Algorithmus hat mich “veräppelt”! Er hat einige der neuen Songs identifiziert aber eben nicht alle! Und so sieht das derzeit in iTunes aus:

Schaut man in die Spalte “Art” sieht man dort die Ursache des Übels. Es gibt “Passende AAC-Dateien”, “AAC-Audiodateien” und MPEG-Audiodateien. Ursprünglich waren es alles MP3 Dateien (also MPEG-Audidateien).

Der Algorithmus von iTunes Match hat nun einiges erkannt, anderes hochgeladen. Das Ergebnis ist eine völlig unbefriedigende Kopie meines nächtlichen Arbeitsergebnisses und das ist mehr als frustrierend.

Eine Lösung könnte sein die ID3 Tags so zu ändern, dass die Songs nicht mehr anhand der Tags erkannt werden können. Aber dann findet man sie vielleicht via Apple-TV nicht mehr wieder. Oder man müsste sich eine Konvention einfallen lassen, bspw. das “a” durch das “@” zu ersetzen. Damit würde aus den Namen der Band “R@inbow” statt “Rainbow”. Doch ob das hilft bleibt ungewiss. Dienste wie “Shazam” beweisen auf den Smartphones dieser auf beeindruckende Art und Weise, dass man Musik auch einfach nur anhand eines kurzen Audioschnipsels erkennen kann.

Wie der Match-Algorithmus genau funktioniert wird Apples Geheimnis bleiben. Aber ich werde später mal versuchen ihn über veränderte ID3-Tags “auszutricksen”. Aber ich habe ehrlich gesagt nur wenig Hoffnung, dass man seine mühsam kopierten Schallplatten wirklich unverändert in der iCloud ablegen kann. Damit kann man sie nicht via Apple-TV bequem aus der iCloud hören, sondern muss sie lokal auf einem iPod, iPad, iPhone, MacBook oder einem Windows-PC mit iTunes lagern. Damit kann man sie via Airplay über das Apple-TV abspielen und das in der Qualität die man selbst vorgegeben hat.

Das eigentlich sehr schön gemachte Menü der “Homepage” des Apple-TV hat man damit dann allerdings ausgebootet, was wiederum schade ist denn zeigt die oft gehörte und neu der iCloud hinzugefügte Musik sehr schön übersichtlich an und ist sehr einfach zu benutzen.

Irgendwie scheinen meine Erfahrungen symptomatisch für die Nutzung der Apple-Produktpalette zu sein. Solange man seine Musik brav bei Apple via iTunes einkauft ist alles gut und funktioniert bestens. Verlässt man diesen “Pfad der Tugend” und kauft seine Musik beispielsweise bei Amazon, so gelten sofort andere Regeln. iTunes-Käufe blähen die Cloud nicht auf, Amazon-Downloads hingegen sehr wohl. Hier schützt Apple ganz bewusst seine eigenen Umsätze.

Geht man noch einen Schritt weiter und versucht digitalisierte Teile seiner eigenen Plattensammlung in der iCloud abzulegen, so ist das Ergebnis unvorhersehbar. Extrem exotische Schallplatten wird Match nicht finden und sie werden dann brav in die iCloud hochgeladen. Doch sobald eine Schallplatte eine wenig populärer ist, erscheint das Ergebnis wahllos und das macht keinen Spaß!


Schallplatten in der Apple iCloud

Wer hat sie nicht noch irgendwo gut versteckt in einem Schrank herumstehen, die eine oder andere alte Schallplatte. Als ich noch das Gymnasium besucht habe, musste ich meine Sommerferien regelmäßig bei einer Gastfamilie in Herne Bay an der Süd-Ost-Küste Englands verbringen. Schallplatten waren in England damals ein wenig billiger als bei uns und so kann ich mich auch 35 Jahre später noch ganz genau daran erinnern wie ich mir dort meine erste Schallplatte gekauft habe – Led Zeppelin! Whole Lotta Love war mein absoluter Favorit! Diese und viele andere Schallplatten habe ich bis heute.

Zum Wegwerfen sind sie viel zu schade, aber hören tut man sie nicht mehr so oft, es ist mit dem iPod und anderen Spielereien eben Zoo viel schneller und leichter geworden. Aber wenn diese Schallplatten in der iCloud wären, dann könnte man sie immer mal wieder anhören, das wäre eine coole Maßnahme!

Nur wie bekommt man eine Schallplatte in die Apple iCloud?

Am letzten Wochenende war stach mir im Bonner Pro-Markt ein Schalplattenspieler ins Auge, der für 99,- Euro als “Profi-DJ-Turntable” unter der Label DUAL angeboten wurde. Neben den normalen Chinch-Anschlüssen ist ein USB-Anschluß vorhanden. Das Ding kostet kaum mehr als eines der vielen langweiligen Spiele für die XBox oder die Playstation 3 – warum also nicht…

Beim Auspacken wird klar, dass Ding ist sogar recht hochwertig gemacht. Ok, mit einem Turntable aus dem Laden für HiFi-Freak hat er nur wenig zu tun, aber er ist ganz ok. Alle Fotos sind übrigens mit meinem HTC Desire HD geknipst und mit dem Programm “Vorschau” auf dem Mac auf 590 Pixel Seitenlänge verkleinert!

Auf einer beigelegten CD findet sich die kostenlose Software Audacity. Diese ist ganz ok, aber bei 99,- Euro darf man eben nicht mehr erwarten. Heute ist dann endlich mal Gelegenheit das Ding auszuprobieren. Weil ich gerade mein MacBook zur Hand habe, steckt nach dem Auspacken auch schnell das USB-Kabel seitlich in meinem schöne Mac. Der Plattenspieler wird sofort als USB-Audiogerät erkannt. Eine Treiber-Installation ist nicht notwendig. Ein schneller Griff in meinen Wohnzimmerschrank fördert eine Schallplatte aus dem Jahr 1979 ans Tageslicht – Peter Baumann  – Trans Harmonic Nights.

An die Musik auf dieser Schallplatte habe ich nur eine blasse Erinnerung. Peter Baumann war lange Jahre Mitglied der Band Tangerine Dream und darf sich neben Edgar Froese, Christoph Franke, Klaus Schulze und anderen “E-Krautrockern” zu den Elektronik-Pionieren Deutschlands zählen. Na, vielleicht ist das ja gar nicht so übel, als rauf damit auf den Plattenteller!

Während der Apple Quicktime Player auf Input aus dem USB-Audio-Device wartet setze ich die Nadel auf die Platte. Es knackt und knistert, fast so wie in meiner Jugend – GEIL!

Nach etwa 18 Minuten ist die A-Seite digitalisiert. Weitere 20 Minuten später dann auch die B-Seite. Die beiden Audio-Files lassen sich auf dem Mac mit dem Programm Waveburner öffnen, das es als Beigabe zu Apples Audio-Software “Logic” gibt. Waveburner ist eigentlich ein Autoring-Tool für CDs, aber man kann auch mehr damit machen. Die beiden großen Dateien sind schnell in acht Tracks geschnitten. Anfang und Ende kann man sehr einfach ein- und ausblenden. Knistern und Knacken unterdrückt das DeNoiser-Plugin. Mit dem Exciter-Plugin sind schnell einige Obertöne ergänzt die das Klangbild offener und lebendiger machen. Das Limiter-Plugin sorgt schließlich dafür, dass das Ergebnis nicht übersteuert ist.

Hier noch ein Screenshot des Programms Waveburner – Anklicken um die volle Auflösung zu sehen!

Die so geschnittenen Tracks lassen sich dann auf die Festplatte “brouncen”. Via Drag&Drop kopiert man sie danach in iTunes. Dort lassen sich die Namen der Tracks, das Produktionsjahr usw. ergänzen. Ein CD-Cover findet sich via Google-Bildersuche in wenigen Sekunden. Etwa 10 Minuten später hat iTunes die acht neuen Tracks ganz automatisch meiner iCloud hinzugefügt.

Als ich kurz darauf meinen Fernseher starte und mein Apple-TV anwerfe ist das Cover auch schon auf der ersten Seite zu sehen. Das ist wirklich ziemlich cool!

Aber der Weg ist auch nicht gerade kurz. Genial wäre wenn es ein PlugIn für iTunes gäbe mit dem man die Schallplatten direkt aufzeichnen könnte. Der Umweg über Quicktime-Player und den Waveburner ist schon irgendwie lästig und umständlich. Aber es klappt und mehr wollte ich ja heute auch gar nicht ausprobieren :-)

Damit ihr euch selbst ein Bild von der Audio-Qualität machen könnt, habe ich die Tracks hier abgelegt:

01 – This Day

02 – White Beach Black Beach

03 – Chasing The Dream

04 – Biking Up The Strand

05 – Phaseday

06 – Meridian Moorland

07 – The Third Site

08 – Dance At Dawn


Parasiten – Sie sind in uns

Parasite Choi – Full Film from SR Premium on Vimeo.

Heute möchte ich Euch diesen wirklich famos gemachten Kurzfilm vorstellen. Die Effekte gefallen mir außerordentlich gut und dieser Film beweist einmal mehr, dass künftig so richtig abgefahrene Filmtricks nicht mehr einzig den großen Hollywood-Studios vorbehalten sein werden. Bereits heute lassen sich mit ganz normaler aktueller PC-Hardware Filmtricks erstellen die vor 10 Jahren noch vollkommen unmöglich gewesen wären. Ich denke, dass dies die Filmwelt der kommenden Jahre revolutionieren wird. Wir können uns drauf einstellen, dass uns in den nächsten Jahre ein Flut guter und weniger guter völlig neuartiger Video-Effekte erwartet.

Wenn damit den großen Filmstudios ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal verloren geht, besinnen sie sich vielleicht wieder aus das “Wesentliche” und produzieren künftig mehr wirklich gute Filme wie beispielsweise “The Artist” :-)

Hier habe ich noch ein sehr schönes Making of zum Film “Monsters”. Dieser Film sieht wirklich teuer aus, er war es aber nicht. Der Regisseur war unter anderem mit seinen beiden Schauspielern eine Weile in Südamerika unterwegs. Dort haben sie schöne Locations gesucht und “Filmschnipsel eingesammelt” aus denen sie später die Story entwickelt haben. Eine völlig andere Vorgehensweise als es etablierte Studios tun würden. Während der Post-Production hat der Regisseur Gareth Edwards alle Trickeffekte des Films in einigen wenigen Tagen daheim an einem normalen PC erstellt.

Wer bereits heute einen Blick auf die Filmwelt von morgen werfen möchte, der sollte sich diesen Film unbedingt anschauen und bei jedem Spezialeffekt daran denken, das dies keine Multimillionen-Dollar-Produktion ist!

Hier noch der Trailer zu Monsters…


MAX 6 – Ein neuer alter Synthesizer

Wer kennt sie nicht die riesigen modularen Synthesizer Systeme mit denen sich die echten Pioniere der elektronischen Musik herumschlagen mussten. Verpackt in einzelne Baugruppen gab es Tongeneratoren, Ferquenzteiler, Filter, Multiplexer, Niederfrequenz-Generatoren, Ring-Modulatoren und vieles mehr. Verbunden wurden all diese einzelnen Baugruppen mit Unmengen bunter Patchkabel. Der Kreativität der Elektroingenieure und Musiker waren in den “Pionierjahren” der elektronischen Musik kaum Grenzen gesetzt. Doch dann kam der Yamaha DX7 auf den Markt und fast über Nacht wurde alles anders. Bands wie Depesche Mode nutzten dieses eigenwillig anders und neu klingende Instrument. Und im Laufe der Jahre erging es den analogen Synthesizern wie später den analogen Kameras – sie verkamen zum Nischenprodukt.

Mit dem Siegeszug der Techno-Welle gelang einigen alten analogen Drumcomputern und Bass-Synthesizern eine kurze Renaissance, aber auch diese ist heute längst Geschichte. Populäre Musik entsteht heute digital, doch selbst die digitalen Synthesizer haben eigentlich so gut wie ausgedient. War das Angebot einst riesig, so gibt es heute kaum noch Musiker die ihr Geld nicht lieber für einen schnellen Computer und eine gutes MIDI-Masterkeyboard ausgeben als für einen “richtigen” Synthesizer.

Irgendwie passt es da gut ins Bild, dass es mit “MAX 6″ einen reinrassigen Software-Synthesizer gibt, der sich bezüglich der Programmierung aber die “guten alten Konzepte” aus den Kindertagen der elektronischen Musik zunutze macht.

Aber seht selbst – wer Spaß daran hat kann sich sogar eine 30 Tage Demo installieren und sich damit einen Monat lang fühlen wie Edgar Froese, Peter Baumann, Christoph Franke, Johannes Schmoelling oder der “GodFather of Trance” Klaus Schulze. Probiert es mal aus, es kostet nix und es macht echt Spaß damit einen Synthesizer quasi am Reißbrett zu entwerfen!

Und wer es noch nie gesehen hat – so wurde vor vielen Jahren elektronische Musik gemacht…

Während die analogen Step-Sequencer im Hintergrund monoton vor sich hin “getriggert” haben wurden auf den drei Oszillatoren eines monophonen Mini-Moog eine Solo-Passage nach der anderen improvisiert. Aus heutiger Sicht klingt das komisch und sieht auch seltsam aus, aber damals war es durchaus revolutionär :-)

Doch auch die Pioniere aus längst vergangenen Zeiten haben sich weiterentwickelt. Wenn sie heute eines ihrer seltenen Konzerte geben sieht das etwa so aus…


Nikon D800 – Unabhängige Tests und Videos

Etwas überspitzt könnte man titeln “Die Nikon D800 nimmt langsam Fahrt auf!” aber in der Tat sind die ersten Glücklichen die eine D800 ihr Eigen nennen dürfen durch die Bank weg sehr zufrieden mit dieser Kamera. Schaut man sich bei amazon.com um, so findet man (Stand heute den 21. Mai 2012) bereits 38 unabhängige Reviews die Kunden geschrieben haben. Davon sind 31 Reviews mit 5 Sternen versehen. Die übrigen 7 Reviews verteilen sich auf 1 bis 4 Sterne. Der Reviewer dem die D800 nur einen Stern wert war, hat sie meiner Meinung nach entweder gar nicht gehabt oder sie nicht in Ruhe ausprobiert. Stattdessen lobt er die Canon 5D Mark III über den grünen Klee. Hier zeigt sich wieder, dass auch unabhängige Test eigentlich niemals wirklich objektiv sein können. Niemand der lange Monate auf seine D800 gewartet hat und sein letztes Hemd für diese Kamera gegeben hat würde sie bei amazon oder anderswo schlecht bewerten, dessen bin ich mir recht sicher.

Nikon D800 Reviews auf www.amazon.com

Testberichte in Zeitungen bei denen Canon, Nikon und die restlichen “üblichen Verdächtigen” allmonatlich für kräftige Umsätze durch Anzeigen sorgen würden eine solche Kamera auch nicht schlecht reden/schreiben. Dafür sind die Einnahmen durch ganzseitige Anzeigen auf den Innen- und Rückseiten der Magazine viel zu wertvoll.

Wer sich unabhängig und objektiv informieren möchte muss dies berücksichtigen und versuchen aus allen verfügbaren Informationen das herauszufiltern was für ihn persönlich wichtig ist und was ihm plausibel erscheint. Man muss also ein wenig zwischen den Zeilen lesen. Bei aller Euphorie bleibt die D800 letztlich nur ein Fotoapparat der schon bald von der D4x in den Schatten gestellt werden könnte. Irgendwann wird es eine D900 geben und der ganze Hype wird sich wiederholen. Zeitschriften, Testberichte, YouTube-Videos und Artikel von BLOGgern wie mir werden dazu beitragen :-)

Doch das liegt noch in weiter Ferne und derzeit können wir uns auf den aktuellen Hype konzertieren, die Welt ist manchmal so einfach!

Bei YouTube findet man einige recht gut gemachte Videos die einzelne Profis und Fotoamateure erstellt haben weil sie ihr neues Spielzeug lieben und sich auf das Feedback der Gemeinde freuen.

Einige Beispiele habe ich hier für Euch zusammen gestellt.

Der heise Verlag ist eigentlich eher bekannt für seine Publikationen wie c’t und iX aber inzwischen gibt es hier auch recht gute Testberichte und Beispielbilder. Hier findet Ihr einige ISO-Vergleichsbilder aus der D800.

Sucht man nach Informationen zur D800 darf der “Chuck Norris der Fotografie” natürlich nicht fehlen. Ken Rockwell hat hier einen schönen Artikel zur D800 veröffentlicht.

Thom Hogan hat zur Nikon D800 seine ganz eigene Meinung :-)

Und hier habe ich noch einen sehr schön gemachten Vergleich der beiden “ewigen Gegner”:


NI MASCHINE – Mixen mit der Maus

Heute habe ich wieder ein kleines Video zur NI MASCHINE für Euch. Dieses Produkt ist zweigeteilt und besteht neben der Software für Mac und PC aus einem ausgefuchsten Controller mit einmalig guten Drum-PADs. Wendet man den Blick vom Display seines Computers ab, so kann versteht man das Konzept. Der Hersteller Native Instruments hat sich hier viel Geld gespart. Statt einen komplexen eigenen Computer zu entwickeln, hat man einen Controller mit USB-Interface gebaut. Alles was dieses Ding braucht um eine Drum-Maschine zu sein übernimmt ein via USB 2.0 Interface angeschlossener Mac oder PC – kein schlechtes Konzept!

Eigentlich bedient man die Software mit dem Controller, aber sie läuft auch ohne den Controller und man kann sie in Teilen recht gut mit der Maus bedienen. So läßt sich schnell und einfach aus einzelnen kurzen Pattern und Scenes ein Mix erstellen der diese Komponenten in der Reihenfolge enthält die einem beim Mix gerade so in den Sinn kommt.

Hier ist mein Beispiel:

Will man auf dem Mac unter OS-X die Musik live aufzeichnen die man mit der MASCHINE live erstellt, so kann man dies bspw. mit dem Quicktime Player erledigen. Diese Software kann nicht nur Bildschirm-Sessions aufzeichnen (wie im Video oben gezeigt) sie kann auch separate Audio-Spuren aufzeichnen. Sehr praktisch wenn man ein wenig “Live” experimentieren möchte. Auf meinem MacBook hat das allerdings zunächst einmal NICHT funktioniert!

Abhilfe schaffte die kostenlose Software “Soundflower”. Nach der Installation klappte es allerdings auch nicht auf Anhieb. Ich musste via Terminal einige Befehle eintippen und die Berechtigungen für die Soundflower-Erweiterungen korrigieren. Danach klappte es aber recht gut. Nur die Lautstärke der Aufzeichnungen hängt von der eingestellten Notebook-Lautstärke ab! Entweder ist der Audio-Pegel der Aufnahme viel zu leise oder es fliegen einem die Ohren weg. Hier muss man einen Mittelweg finden! Abhilfe kann hier ggfs. auch ein separater Kopfhörerverstärker schaffen. Oder man lötet sich einen kleinen Adapter mit zwei dicken Widerständen zusammen den man zwischen Kopfhörer und Audio-Ausgang schaltet. Die Wiederstände sollten dabei etwa 270 – 470 Ohm haben, die Leistung der Widerstände sollte bei etwa 1/8 Watt liegen. (Meine Schätzung!! Im Zweifel hilft hier nur “Ausprobieren”)


Nikon D3s – Professionelle Videos produzieren

Bevor sie in den Ramschkorb wandert und bei eBay für 700 Euro verhökert wird, möchte ich Euch noch schnell ein paar ausgesuchte Videos zur Nikon D3s vorstellen. Wer darüber nachdenkt bei wenig Licht ein umfangreiches Video zu produzieren das schöne Hintergrundunschärfe bei wenig ISO-Rauschen zeigt, der liegt auch heute noch mit einer billigen gebrauchten D3s gar nicht so sehr daneben.

Hier einige Beispiele die mit einer Nikon D3s produziert wurden.


Welcome to WordAds – Geld verdienen als BLOGGER

Über die Motivation

Als ich im Jahr 2009 begann einen BLOG zu schreiben tat ich dies mit dem Ziel meine Familie und Freunde zu informieren während ich mich mal wieder auf einer meiner vielen Reisen befinde. Meine Mutter und mein Sohn konnten so immer mal schauen wo ich mich gerade herumtreibe und was ich gearde wieder angestellt habe.

Wirklich überraschend war es nach einigen Monaten zu entdecken, dass weniger meine Familie als vielmehr Arbeitskollegen und völlig Fremde meinen BLOG lasen. Meinen BLOG musste ich nach einer Weile vom kostenlosen Microsoft BLOG auf WordPress umstellen weil Microsoft seine kostenlosen BLOG-Dienste eingestellt hat. So kam ich zu WordPress und ich war wirklich überrascht wieviel besser mein BLOG unter WordPress funktionierte!

Irgendwann entdeckte ich durch Zufall ein spektakulär gutes Goolge-Ranking. Gab man Begriffe wie “Nikon D4″ bei Google ein so war mein BLOG stets auf einem der obersten Plätze. In der Folge stieg die Popularität. Google liebt alte Webseiten! Inzwischen habe ich fast 600 Artikel in meinem BLOG und viele davon existieren bereits seit mehreren Jahren. Das ist gut für das Google Ranking.

Wenn ich einen Blick auf meine Statistik werfe so habe ich derzeit rund 1.000 Seitenabrufe pro Tag. Meine Besucher kommen zu 98% über www.google.de oder die Google Bildersuche. Gibt man bei der Google-Bildersuche bspw. “anscharius nikon” ein, so findet man wirklich viele Bilder aus meinem BLOG. Auch andere Suchbegriffe wie Nikon D4x usw. führen zu guten Ergebnissen. Die Welt hinter diesem Ranking ist geheimnisvoll, aber sie funktioniert zumindest für diesen BLOG sehr gut.

Nachdem ich vor einem halben Jahr begonnen habe mit der “Monetarisierung” von YouTube Videos zu experimentieren kam mir irgendwann der Gedanke, dass vielleicht auch ein BLOG Geld einbringen könnte. Damit das klappt muss man sich bei verschiedenen Werbediensten registrieren. Diese checken den BLOG und die Inhalte und nehmen einen ggfs. in die Liste der Werbetreibenden auf. Das habe ich getan und war über das positive Echo überrascht. Beim erstenVersuch ein externes Werbevideo in meinen BLOG einzubetten habe ich dann aber auch gleich Schiffbruch erlitten.

Warum funktioniert die Werbung nicht?

Das war die große Frage und ein kurzer Blick in die Geschäftsbedingungen  von www.wordpress.com brachten schnell Licht ins Dunkel. Diese Dienste sind kostenlos und daher ist es Bloggern die diese Dienste nutzen untersagt hier Werbung zu treiben. Ganz einfach und dennoch frustrierend!

Wie funktioniert Werbung mit WordPress?

Gibt es eine Alternative? Nach kurzer Suche wird klar, man kann in einem WordPress-BLOG Werbung schalten, aber man muss ihn dann auch selbst hosten. Man braucht also einen eigenen Webserver und der kann ganz schnell recht teuer werden. Ich habe einen eigenen Webserver, doch mit dem Schritt WordPress darauf zu installieren habe ich mich eine Weile schwer getan. Vor einigen Wochen habe ich es dann trotzdem gewagt. Die PHP-Version passte, die Version von MySql auch also so! Die WordPress-Installation war ganz einfach. Doch dann musste ich feststellen, dass eine WordPress-Installation von den Plug-Ins lebt. Ist man bei WordPress.com, so sind alle erlaubten Plugins vorinstalliert und man kann daran auch nicht wirklich etwas ändern, dafür ist es kostenlos! Doch all die netten Features die man gewohnt ist und schätzen gelernt hat gibt es bei einer eigenen WordPress-Installation zunächst einmal NICHT! Aber, der Weg dorthin ist nicht sehr weit, man muss halt ein wenig experimentieren und ausprobieren.

So entstanden vor einigen Tagen meine neuen BLOGs www.ansgarhillebrand.de und www.nikonhumors.com. Schaut man sich nach den ersten Tagen die Statistiken dieser beiden BLOGs an, so ist es enttäuschend zu sehen, dass die täglichen Zugriffe zwischen 0 und 100 schwanken. Mehr ist ohne ein gutes Google-Ranking auch nicht drin! Und google liebt alte Webseiten! Bis das Ranking sich verbessert wird also eine Menge Zeit vergehen müssen und es braucht auch ständig neuen Content. Mit diesen BLOGs wird man also vorerst keinen Cent verdienen können.  Damit wären wir auch am Punkt angekommen, dass man seinen BLOG pflegen und hegen muss, denn sonst wird des den Lesern schnell langweilig. Bloggen ist irgendwann richtig viel Arbeit! Will man das eine oder anderen interessante Unboxing machen, so kann man schnell viele tausend Euro für Kameras und andere Dinge ausgeben. Alles für einen BLOG der nur Arbeit macht aber keinen Cent einbringt!

Welcome to WordAds

Vor einigen Tagen las ich dann, dass es seit kurzem möglich ist WordPress-Partner zu werden und in das Programm WordAds aufgenommen zu werden. Aber  zuvor gilt es einige Hürden zu nehmen! So darf der BLOG nicht weiterhin anscharius.wordpress.com heißen, es mus eine eigene Domain her! Und die gibt es natürlich nicht kostenlos! www.anscharius.com hatte ich mir schon vor einigen Monaten reserviert und derzeit ist es nur eine Umleitung auf diesen BLOG. Aber, www.anscharius.net war noch frei und so änderte sich dann vor ein paar Tagen die Adresse meines BLOGs in eine eigene Domain! Dies ist die Basis für den Antrag um in das WordAds-Programm aufgenommen zu werden. Außerdem braucht man mindestens 25.000 Aufrufe pro Monat! Wenn alles klappt muss man außerdem 50% der Werbeeinnahmen an WordPress abgeben!

Heute kam dann eine E-Mail mit diesem Inhalt:

Ich habe es also geschafft, ich darf künftig in diesem BLOG kleine Annoncen schalten. Wie das genau geht weiß ich derzeit noch nicht, aber ich werde es erforschen und Euch berichten! Nach einem halben Jahr als YouTube Partner habe ich allerdings keine großen Hoffnungen, dass dabei wirklich viel Geld herausspringen wird. Bei YouTube haben in 6 Monaten etwa 170 Videos mit mehr als 170.000 Klicks bislang knapp 80 Euro eingebracht! Auf die erste Auszahlung musste ich ein halbes Jahr lang warten!

In diesen BLOG habe ich schon viele hundert Stunden meiner knappen freien Zeit investiert. Ich bin um die Welt geflogen, habe Kameras und Computer gekauft, geschrieben bis die Finger wund waren und ein Video nach dem anderen erstellt und mir so eine kleine Fangemeinde erarbeitet. Es war ein wirklich teurer Spaß und ob es sich jemals auch nur ansatzweise auszahlen wird steht in den Sternen. Aber, es ist mein Hobby und WordAds ist einer meiner aktuellen “Selbstversuche”. Was man damit erreichen kann und was nicht, das könnt Ihr hier in den kommenden Wochen nachlesen.

Ich denke das ist ein tolles Thema und ich hoffe es ist für Euch ebenso spannend wie für mich! Wer mich also unterstüzten will, der schaut hier regelmäßig vorbei und klickt vielleicht künftig mal die eine oder andere Werbebotschaft an. Das damit verdiente Geld werde ich wiederum in diesen BLOG einfließen lassen, so wird es für Euch hoffentlich noch ein wenig spannender :-)


Dubstep mal anders

Seit etwa 10 Jahren gibt es nun schon eine Musikrichtung mit dem schönen Namen Dubstep. Doch in Deutschland ist sie erst seit kurzer Zeit wirklich populär. Mein Freund Fabian sagt in seiner unnachahmlichen Art gern mal, dass Dubstep aus einer Ansammlung von WopWopWops und YepYepYeps besteht. Hier habe ich ein Video für Euch in dem zwei coole Jungs über die Kinect-Steuerung der XBox 360 die Software Ableton auf einem Mac steuern und damit krassen Dubstep machen. Es ist anstrengend das anzuhören aber die Idee finde ich faszinierend. Eine ähnliche Art zu musizieren gab es zuerst und auch schon fast zuletzt mit dem Theremin.  Doch dieses uralte krasse Ding war nicht wirklich polyphon und erlaubte auch kein rhythmischen Figuren. Es war eher ein Instrument das zur Untermalung von Sience-Fiction-Filmen in den 50er und 60er Jahren verwendet wurde.

Ganz witzig finde ich, dass dennoch einige Größen der Rockmusik wie bspw. Jimmy Page von Led Zeppelin gelegentlich sogar auf der Bühne ein Theremin aufgestellt und es in einen Solopart integriert haben.

Hier ist nun ein Video in dem diese zwei Typen eine Art modernes Theremin spielen. Elektrostatische Felder gilt es dabei nicht mit der Körperhaltung zu verändern. Vielmehr wird hier mit Licht und den Händen ein genial flexibler Software-Sequenzer gesteuert. Auch wenn man das Ergebnis nicht mögen muss, es zeigt dennoch wie Musik in den nächsten Jahren aussehen könnte. Vielleicht werden unsere Enkel statt mit der Blockflöte irgendwann mit der XBox 720 im Wohnzimmer vor dem großen Fernseher musizieren. Aber und das ist entscheidend, es wird anders klingen und aus der Kinect-Steuerung wird keine Spucke fließen :-)

Hier ein Video in dem Jimmy Page den “Master of the Theremin” gibt :-)

Dass man mit einem Theremin auch “richtige” Musik machen kann zeigt dieses Video sehr eindrucksvoll..


BMW K1200r Sport – AC Schnitzer Superbike-Lenker

Das Wetter war toll und ich habe einen Tag frei. Also schnell dem Sohneman eine SMS schicken ob er Lust auf eine Runde mit dem Moped hat. Alles klappt perfekt, um 11h45 sind wir mit meinem weißen Mädchenmotorrad unterwegs. Es geht an der Sieg entlang zur Biker-Ranch bei Dattenfeld. Dort ist die Hölle los und als dann ein dicker Brummer auf der abschüssigen Einfahrt mit seinen beiden “Reitern” umkippt grinsen einige Fahrer kleiner pfeilschneller Sportler ziemlich breit.

Auf dem Rückweg fahre ich noch vorsichtiger und bin bei einigen engen Kurven und Kehren ganz froh, dass ich an meinen beiden Mopeds einen AC Schnitzer Superbike-Lenker habe. Das Handling ist damit wirklich gut, man sitzt sehr entspannt und bekommt im Gegenzug ziemlich viel Wind auf den Helm. Manch einer will das sicher nicht, aber bei mir ist es eher Programm. Ohne den “GegendrucK” würde ich wohl ständig viel zu schnell fahren. Wenn man den Luftzug heftig und schmerzhaft an Helm und Genick zu spüren bekommt geht man freiwillig vom Gas – besser ist das – man lebt einfach länger!

Auf dem Rückweg tut mir der Hintern so weh, dass ich auf der abgespeckten Mädchensitzbank nicht mehr sitzen kann. Also ist eine Pause angesagt. Dabei albern mein Sohn und ich ein wenig herum und schließlich entstehen zwei wirklich nette Handy-Knipsbilder. Mit ein wenig Bewegungsunschärfe sieht das sofort ganz nett aus. Den Seitenständer habe ich natürlich weg retuschiert. Die Bildbearbeitungszeit betrug etwa 30 Sekunden – Das Ergebnis ist nicht wirklich gut – aber es ist ja auch nur ein Spaß…

Leon auf der BMW K1200r

Leon auf der BMW K1200r

Er ist jetzt 14 Jahre alt und kurz vor Weihnachten wird er 15 und darf dann schon Moped fahren. Gut wenn man da schon mal mit dem Papa ein wenig Fahrpraxis bekommt!

Als ich später das Moped in der Garage einparke kommt mir wieder in den Sinn, dass im Mai mal wieder eine TÜV-Prüfung fällig ist. Das Motorrad ist jetzt 4 Jahre alt!

Als ich dann heute morgen aus dem Fenster schaue regnet es und es ist kalt und garstig. Kein schöner Tag für einen Besuch beim TÜV. Doch als sich später der Himmel aufklart schwinge ich mich einfach mal auf meine weiße K1200r. Die nächste TÜV-Prüfstelle ist nicht weit weg. die Papiere die ich brauche habe ich dabei, die letzte Inspektion liegt erst ein paar hundert Kilometer zurück. Eigentlich sollte nichts schief gehen. Am TÜV angekommen sind schon einige Biker dort, sie nutzen wie ich den freien Brückentag.

Sofort gibt es spannende Benzingespräche, die meisten Biker verstehen sich ja auf Anhieb. Direkt vor mit wird eine Motorrad geprüft dessen TÜV schon ein Jahr lang abgelaufen ist. Es war mal eine HONDA, zu erkennen ist davon heute nichts mehr. So gut wie alles ist geändert. Die Verkleidung gekappt, ein anderer Scheinwerfer, ein neues Cockpit, ein neues Heck, andere Auspuffrohre. “Na wenn das mal gut geht..” schießt es mir durch den Kopf. Aber es klappt, dieses krasse Ding bekommt eine TÜV-Plakette!

Dann bin ich an der Reihe. Der TÜV Prüfer schwingt sich auf mein Mädchenmoped und heizt wie der Teufel über die Prüfanlage. Das macht er viele Male am Tag und ich habe den Eindruck, dass er es genießt Tag für Tag 100 verschiedene Motorräder ausprobieren zu können.

Während später in der Halle die Abgaswerte bestimmt werden gibt es eine lange Diskussion wegen des AC Schnitzer Superbike-Lenkers. Ich habe eine Teilegutachten dabei, auch für den Hinterreifen und die Spiegel gibt es Unterlagen. Aber der Prüfer ist skeptisch. Er leuchtet mit seiner Taschenlampe hierhin und dorthin. Es ist fast wie beim Arzt. Eigentlich ist es Unsinn, aber ich fühle mich dabei immer wieder als würde ich selbst auf dem Prüfstand stehen. Letztlich findet er aber nichts. Er schreibt sich noch eine Nummer auf die in den Lenker eingraviert ist und verschwindet. Nach etwa 10 Minuten klebt er dann die heiß begehrte blaue Plakette auf mein Kennzeichen – Strike!

Zu bezahlen habe ich 62,95 Euro. Im Gegenzug gibt es eine Bescheinigung über die erfolgreiche Abnahme die ich künftig mitzuführen habe. Und so sieht das aus…

Auf dem Motorrad ist ein breiter 190er Hinterreifen montiert. Dazu gibt es vom Hersteller eine Reifenfreigabe – BMWK1200 RK12RMIPR2 – Diese habe ich mir kurz bevor ich losgefahren bin noch schnell im Internet herausgesucht und ausgedruckt. Und sie hat sich als wirklich hilfreich erwiesen!

Kurz vor der Abfahrt beim TÜV dufte ich dann noch diese wunderschöne MV Agusta ablichten!! Mein Handy hat die Farben ein wenig verfälscht, eigentlich ist sie knallrot und ich dachte zuerst es sei eine Ducati! aber sie ist noch eine Spur edler und wie der TÜV-Prüfer mit diesen heißen gerät abgerauscht ist, das wäre eigentlich ein Youtube-Video wert gewesen!

Später daheim bin ich froh, dass auch das erledigt ist. Hier ist er, der teuerste Aufkleber den ich kenne…

 


Urheberrecht auf YouTube

Es ist ein Thema das mich jetzt schon seit Monaten bewegt. Klar muss geistiges Eigentum geschützt werden, ich will auch nicht, dass jemand anders heimlich meine Fotos verkauft oder sich mit meinen Videos “schmückt”. Aber das Thema “Urheberrecht” auf YouTube ist einfach nur schlecht. Lädt man ein Video hoch gibt es die Möglichkeit ein paar Cent damit zu verdienen, das reicht vielleicht für die monatlichen Kosten des eigenen Servers beim Web-Hoster, viel mehr wird es nicht werden. Es sei denn man ist unter 25, hat große Brüste und ist bereit diese zeigen. Hat man all das nicht, so kann man sich vielleicht noch bei lebensgefährlichen Wettrennen mit der Polizei filmen, aber das war es dann auch schon fast.

Will man mit einem Video ein paar Cent verdienen muss man diesen Passus bestätigen:

Durch Klicken auf diese Schaltfläche bestätige ich, dass ich Inhaber sämtlicher Elemente dieses Videos bin oder ausreichende kommerzielle Nutzungsrechte für alle Audio- und Video-Elemente habe, um dieses Video zu monetarisieren. Mir ist bewusst, dass YouTube möglicherweise Nachweise zu den kommerziellen Nutzungsrechten benötigt und die Monetarisierung meiner Videos oder mein Konto wegen wiederholten Missbrauchs dieses Systems sperren kann. Die Anforderungen sind mir bekannt, diese Meldung bitte nicht mehr anzeigen.

Trotz alledem wird man früher oder später auf das Problem stoßen, dass man selbst beweisen muss, dass zur Musik die man in seinem Video verwendet hat alle Recht hat oder sie von einem selbst produziert wurde. Nur wie beweist man das? Ok, es gibt Video-Tutorials und man kann hier und da Einspruch erheben. Aber mal ganz ehrlich, mit einem Video das 1.000 Mal angeschaut wird verdient man wenn es gut läuft vielleicht 70 Cent… Und dafür soll man nun lange Mails schreiben und sich täglich mit irgendwelchem GEMA-Mist herumärgern?

Mir platzt da echt der Kragen, die derzeitigen Regelungen zum Urheberrecht auf YouTube sind weder kundenfreundlich noch sinnvoll.

Da habe ich vor zwei Tagen dieses Video hier erstellt und es mit drei kurzen Musikschnipseln von einer Royalty Free Music Compilation unterlegt. Diese Musik hat rund 30 Euro gekostet und der Herausgeber gibt in der Beschreibung bekannt, dass man sie auch kommerziell nutzen darf. Trotzdem hat YouTube die Monetarisierung gesperrt

Also habe ich gestern mit meiner “NI MASCHINE MIKRO” einen neuen Soundtrack erstellt und alles nochmals bei YouTube gepostet. Hier ist es. Aber sieht hier jemand eine Geld-bringende Werbebotschaft?

Aber ich habe einen Weg gefunden wie man Content-ID Treffer vermeiden kann und das sogar sehr zuverlässig!! Aber seht selbst, nach einer kurzen Werbepause…

Kurzer Nachtrag:

Gerade eben habe ich dies E-Mail zur neuen zweiten Version des Videos erhalten:

Hallo ancharius,

vielen Dank, dass du deine Videos zur Monetarisierung eingereicht hast. Wir haben die Monetarisierung für die folgenden Videos deaktiviert, da wir nicht bestätigen konnten, dass du für alle enthaltenen Inhalte über die erforderlichen kommerziellen Nutzungsrechte verfügst.

Wenn du nachweisen kannst, dass du für alle Elemente in deinem Video die erforderlichen kommerziellen Nutzungsrechte innehast, informiere dich darüber, wie du Anspruch auf ein Video erheben kannst. Reiche dann über die oben stehenden Links die entsprechenden Nachweise ein.

Bitte beachte, dass wir nur Anzeigen in Videos schalten können, die für Werbetreibende geeignet sind. YouTube behält sich das Recht vor, die endgültige Entscheidung über die Monetarisierung eines Videos zu treffen, und kann die Monetarisierung für Nutzer deaktivieren, die wiederholt ungeeignete Videos einreichen. Falls bei einigen deiner Videos die Überprüfung noch aussteht, kannst du die Monetarisierung für diese Videos über /my_videos deaktivieren.

Vielen Dank,

dein YouTube-Team


Nikon D4 – Neue Firmware gesichtet

Nikon D4 - Neue Firmware gesichtet?

Den Experten von www.nikonhumors.com scheint ein neuerlicher genialer Coup gelungen zu sein. In einem bislang nicht offiziell bestätigten Artikel wurden dort vor wenigen Minuten Hinweise auf eine mögliche Revolution bei der Firmware der Nikon D4 veröffentlicht. Einmal mehr zeigt sich hier wie gut schonungsloser investigativer Journalismus gepaart mit excellentem Know-how harmonisieren.

Aufs neue stellt sich auch hier die Frage “Was wäre unser Leben ohne die Arbeit engagierter Blogger und Forums-Experten?” Ich denke es wäre unverändert, nur langweiliger :-)


Negative Scannen mit Nikon ES-1

In der letzten Woche habe ich Euch den Nikon Slide Copying Adapter ES-1 vorgestellt. In den Tagen danach haben mich einige E-Mails erreicht in denen Ihr mich gefragt habt, ob man mit dem ES-1 auch Negative scannen bzw. abfotografieren kann. Grundsätzlich müsste das schon gehen aber der ES-1 ist eigentlich für gerahmte Dias gemacht. Um damit Negative ordentlich abfotografieren zu können müsste man eine Art “Filmbühne” haben. Nur wo nimmt man die her? Die letzten Tage habe ich in Otzenhausen im Saarland verbracht und dort gab es viel Gelegenheit über dieses Problem nachzudenken.

Und mir ist eine Lösung eingefallen die ich gleich heute ausprobieren musste!

Zuerst habe ich mir ein altes Diarähmchen aus meinem Archiv gesucht. Dann habe ich die Gläser entfernt und mit einer kleinen Hobby-Bohrmaschine und einem Schleifvorsatz die Seiten des Rähmchens so abgeschliffen, dass ich ein Stück Filmmaterial hineinschieben kann. Damit habe ich dann ein wahllos ausgesuchtes uraltes SW-Negativ aus der Hinterlassenschaft meines Vaters mit meiner Nikon D7000 und dem AF-S 2.8/40mm DX Macro abfotografiert. Als ich das zugehörige RAW-Bild fertig konvertiert hatte war ich wirklich überrascht welch wunderbare kleine Perle ich da erwischt habe. Aus einer bewegten Menge heraus schaut ein Junge in die Kamera meines Vaters, eine alte Zeiss Ikon. Alle Personen sind verwischt und kaum zu erkennen und dann dieser scheue Blick – ich finde es großartig! Mein Vater fand es wahrscheinlich blöd weil “ja alles total unscharf ist”. Der Film war mit anderen Filmen zusammengerollt in einer alten Filmdose verpackt. Das Ganze lag einige Jahrzente in einem Schuhkarton auf dem Dachboden und später im Keller meines Elternhauses. Irgendwann hat meine Mutter mir diese Kiste in die Hand gedrückt. Ich bin nun fast ein wenig aufgeregt und freue mich schon sehr auf die Entdeckung der übrigen Fotos.

Wenn man bedenkt, dass Nikon keine Scanner mehr herstellt und die Scan-Software nicht weiterentwickelt, ist es gar keine schlechte Lösung vorhandene traditionell aufgenommene Fotos mit der beschriebenen Ausrüstung abzulichten. Das Ergebnis ist nicht viel schlecht als mit einem Coolscan V ED und es geht sooo viel schneller…

Wie das alles aussieht und was ich genau gemacht habe, könnt Ihr in diesem Video sehen, das ich eben extra für Euch erstellt habe – hoffentlich gibt es mal ein Lob dafür :-) Wer nicht loben will kann ja auch bei YouTube mal den “Gefällt mir” Knopf drücken…

Und jetzt – FILM AB…

Hier ist das Bild aus dem Video.

SW-Scan mit Nikon D7000, Nikkor AF-S 2.8 40mm und Nikon ES-1

Kurzer Nachtrag

Gestern habe ich von meiner Mutter erfahren was ich da eigentlich gefunden habe. Es sind Fotos von der Hochzeit meiner Eltern. Die Braut rechts im Bild ist meine Mutter in jungen Jahren, der Mann in der Mitte welcher der Kamera gerade den Rücken zudreht ist mein Vater. Die Fotos hat eine Freundin meiner Eltern mit der alten Zeiss Ikon meines Vaters gemacht. Ob heutige Hochzeitsbilder in 50 Jahren von Euren Kindern “gefunden” werden? Alles was nicht gedruckt oder ausbelichtet ist, könnte irgendwann im digitalen Nirvana verschwinden. Aber schauen wir mal, vielleicht überleben ja die Bilder unserer Generation bei flickr und facebook, so dass unsere Kinder und Enkel sie in 50 Jahren noch anschauen können :-)


Two Tribes – Slideshow

Im Jahr 1999 habe ich noch recht viel Musik auf einem ATARI ST gemacht, obgleich dieses Ding damals schon wirklich veraltet war. Meine Klangerzeuger waren ein Sequential Circuits Prophet VS, diverse kleine MIDI-Expander und ein CASIO CZ-1000. Meine Drum-Maschine war ein KAWAI R-50. Dieses Ding hatte ich mir damals auf drei Soundchips aufgerüstet und über eine Speichererweiterung und einen wirklich hässlichen nachträglich eingebauten Drehschalter auf der Oberseite des Gehäuses konnte ich zwischen unterschiedlichen Drumsounds wählen. Damals war der Fairlight CMI noch das Gerät der Profis, heute ist es alter Schrott – aber damals haben Künstler wie Jan Hammer, The Art of Noise und nicht zuletzt Frankie goes to hollywood dieses System intensiv genutzt.

Wirklich genial fand ich damals den “Orchester-Schrumms” aus dem Fairlight CMI. Diesen Sound kannte ich schon von einer Live-Platte die Klaus Schulze damals auf einer Tour durch Polen aufgezeichnet hatte. Einer der neuen Soundchips meines KAWAI Drumcomputers enthielt später einen sehr ähnlichen “Modesound”. Ich war der König als ich diesen Sound das erste Mal dieser kleinen braunen Plastikkiste entlocken konnte. Das gab es einige Jahre zuvor nur bei den teuren Systemen der Profis!

Heute lachen wir darüber, aber damals war es eine krasse Sache!

Hier nun ein Stück uralter Musik, gemastert irgendwann vor etwa 25 Jahren mit einem Kassettenrecorder und 1999 mit einer MidiMan Delta 24/96 digitalisiert. Das waren noch wilde Zeiten, wenn ich heute daran zurück denke fühle ich mich fast wieder wie ein “Elektronik-Pionier” :-)

Hier habe ich dieses Stück skurriler Musik – unterlegt mit ein paar Fotos die ich hier gerade auf dem Notebook parat habe. Die Slideshow stammt aus Apples iMovie.


Die eleganteste CD des letzten Jahrhunderts

Seit einigen Wochen habe ich einen wirklich duften Kollegen der mindestens genauso verrückt nach guter Musik ist wie ich. Aber unser Musikgeschmack ist schon sehr verschieden. Trotzdem haben wir uns in den letzten Wochen immer wieder über Steely Dan und Donald Fagen unterhalten, zuletzt vor etwa 20 Minuten.

Und was finde ich da bei spät am Abend bei YouTube – einige Videos mit Tracks der vielleicht coolsten und elegantesten Musikproduktion des letzten Jahrhunderts – Kamakiriad von Donald Fagen. “Entdeckt” habe ich diesen Track vor wirklich langer Zeit. Damals hatte ich die Keyboards aus dem Musik Media Verlag abonniert und ein Typ namens Wolfgang Wierzyk hat damals die Noten zu einem der Titel der neuen CD von Donald Fagen herausgehört und in der Keyboards niedergeschrieben.

Ich kann mich noch gut erinnern wie ich damals an meinem Klavier saß und versuchte diese Noten zu spielen. Alles klang soooo falsch und war letztlich doch so genial richtig.

Aber ich will nicht viel erzählen – hört selbst – hier ist eine der vielschichtigsten und coolsten Musikproduktionen die er Jazz-Rock der letzten 20 Jahre zu bieten hat…

Hier noch einige meiner ganz persönlichen Favoriten von Donald Fagen und Steely Dan…

Ok, diese Videos sind nur was für echte Fans die sich auch mal am Keyboard mit den harmonischen Eigenarten dieser Songs auseinander setzen wollen.


100.000 Kilometer mit der Nikon D300

100.000 Kilometer mit der Nikon D300 – So würde die Schlagzeile eines Dauertests lauten wenn die D300 ein Auto wäre und ich hier für die Auto-BILD schreiben würde. Auch wenn es nicht ganz passend erscheint, passt diese Schlagzeile meiner Meinung nach doch sehr gut. Im Jahr 2005 habe ich mir nach mehreren Jahren mit der Nikon D100 und diversen analogen Kameras eine D2x für damals sagenhafte 4.800 Euro gekauft. Diese Kamera hat mich ein lange Zeit begleitet und ich habe sie noch heute. Im Jahr 2007 kam dann eine deutlich preiswerte Nikon D300 dazu. Die Software der D300 ist im Vergleich zur D2x eine Generation weiter und das Display ist deutlich größer geworden. Aber die D2x ist auch heute noch eine gute Kamera. Wer im RAW-Modus bei ISO-100 fotografieren kann, der wird auch im Jahr 2012 mit einer D2x noch viel Spaß haben können.

Mit beiden Kameras war ich dreimal im Südwesten der USA und ungezählte Male auf den Kanaren, in Norwegen, der Schweiz und anderswo. Mit diesen Kameras habe ich die fotografisch gesehen vielleicht wichtigste Zeit meines Lebens verbracht und die Ergebnisse   sind auch heute noch mehr als ansehnlich. Ist ein Einsatz unter perfekten Bedingungen möglich, so spielt auch die D2x noch heute ihre Stärken aus. Der Detailreichtum der Bilder ist großartig und ein gut konvertiertes RAW-Bild ist von einem identischen Pendant aus der D300 praktisch nicht zu unterscheiden. Gut gebrauchte Modelle der D300 oder auch der D2x bekommt man heute bei den diversen Online-Plattformen für 700 Euro und weniger.

Wer die durch den kleinen Chip bedingte kompakte Baugröße der Objektive für diese Kameras zu schätzen weiß, kann im Jahr 2012 für wenig Geld sehr leistungsfähige überaus robuste Kameras erwerben für die es gute Weitwinkel und kompakte Teleobjektive gibt.

Vor einigen Tagen hat mich via Facebook der Martin angefunkt und mich gefragt ob ich ihm als Ersatz für seine Nikon D90 eher eine D300s oder eine D7000 empfehlen würde. Das will ich hier kurz beantworten…

Also: Wer eine große schwere robuste Kamera mit schneller Bildfolge sucht die via 9-fach Bracketing tolle HDR-Bilder ermöglicht, der ist bei D2x und D300 genau richtig. Wer zusätzlich filmen möchte, der könnte auch zur D300s greifen. Wer wenig HDR macht, eine etwas höhere Auflösung such und mit gleichzeitig leider leichtverringerter Dynamik leben kann und in 1080p mit 23,95 B/s filmen möchte, der sollte zur D7000 greifen.

Wenn ich losziehe und “nur” fotografieren will und dabei das Gewicht der Kamera keine Rolle spielt, dann packe ich eine D2x oder eine D700 mit Batteriegriff ein. Die D700 falls ich wenig Licht erwarte, die D2x wenn das Licht gut ist und ich ggfs. den Drop-Faktor für Bilder mit einem 400er Teleobjektiv nutzen will. (Das dann fast wie ein 600er wirkt) Steht eine anstrengende Wanderung auf dem Programm, dann die D300 oder die D7000 ohne Batteriegriff. Klein, handlich kompakt…

Wenn ich hauptsächlich oder auch nur nebenbei filmen will, dann ist die D7000 mein Freund.

Sobald die D800E da ist, wird sich das alles verschieben und ich werde wahrscheinlich ausschließlich die D800 benutzen. Aber warten wir es mal ab…

Hier einige Beispiele zur Nikon D2x, D300 und D7000.

Beginnen wir mit einem Video das ich komplett mit der D7000 erstellt habe. Wer es schon kennt scrollt einfach weiter :-)

Hier nun einige Bespiele aus der D300 und der D2x. (Alle Bilder sind 1000 Pixel breit oder hoch, einfach anklicken)

Nikon D300 - Upper Antelope Canyon

Nikon D300 - La Sal Sunrise

Nikon D2x - Storm over Canyonlands

Nikon D2x - Storm over Canyonlands II

Nikon D300 - Bryce Canyon Sunrise

Nikon D2x - Monument Valley Sunrise

Nikon D2x - La Sal Morning I

Nikon D2x - La Sal Morning II

Nikon D300 - Second Wave

Nikon D2x - Alstrom Point

Nikon D2x - Alstrom Point II

Nikon D300 - Hiking the Wave

Nikon D2x - Balanced Rock

Nikon D300 - False Kiva

Nikon D300 - Horse Shoe Bend

Nikon D2x - Arches NP - Window Section

Nikon D2x - Arches NP - Navajo Arch

Nikon D300 - Lonesome Wave Photographer

100.000 Kilometer mit der Nikon D300 – wie lautet das Fazit? In der Autowelt würde man jetzt Benzinverbrauch, Drehmoment, Beschleunigung, Verbrauch und Unterhaltskosten einander gegenüberstellen. All das fällt weder bei der D300 noch bei der D2x an. Die D2x ist mir im Jahr 2010 bei einem Sturz im Arches NP einen Abhang hinunter gekugelt. Das Gehäuse war an der Unterseite gebrochen und der Autofokus hat nicht mehr funktioniert. Ich hatte sie abgeschrieben, aber sie konnte für etwa 900 Euro repariert werden. Leider musste ich sie dreimal einschicken bis alles wieder korrekt funktioniert hat. Aber jetzt arbeitet alles wieder wie am ersten Tag!

Auch die D300 hat inzwischen viele tausend Auslösungen hinter sich, alles ohne Probleme. Während meine Fuji Finepix X100 gleich nach einigen Tagen eine Weile in die Werkstatt musste, haben alle Nikons vom ersten Tag an wunderbar funktioniert. Ich habe alle Firmware-Updates eingespielt, wirklich notwendig waren sie indes nicht.

Wer seine Bilder im Internet publiziert und Prints bis zu einem Format von 60x90cm in bester Qualität braucht, der ist sowohl mit der D2x, als auch der D300, D700 oder D7000 bis heute gut bedient.

Die Nikon D4 oder auch die D800 bzw. D800E werden vieles ändern, vor allem aber den Preis der älteren Modelle auf dem Gebrauchtmarkt. Wer ohne Pixelwahn leben kann und nicht unbedingt in HD filmen muss, für den ist sicher eine gebrauchte D300s mit einigen guten Objektiven in den kommenden Monaten eine gute Wahl. Viele Kunden der D800 werden ihre “alten” Kameras preiswert verscherbeln um sich die neue Nikon D800 leisten zu können.

Hier findet derzeit so etwas wie eine “Wachablösung” statt. Jeder der sich bislang keine dieser Kameras leisten konnte kann in den nächsten 6 Monaten kräftig in die Hände schlagen und versuchen eine dieser Kameras preiswert bei eBay & Co zu ergattern.

Meine D300 hat die ersten 100.000 Kilometer gut überstanden, ich denke sie schafft auch die 200.000 Kilometer :-)


Fuji X100 – Freilichtmuseum Kommern

Heute habe ich für Euch einige Fotos die gestern im Rheinischen Freilichtmuseum Kommern entstanden sind. Die Fotos will ich heute ausnahmsweise nicht großartig kommentieren. Das Museum ist für jeden der keine weite Anreise hat einen Besuch wert. Wer die schönen idyllischen Ecken mit seiner Kamera erforschen möchte sollte außerhalb der “Stoßzeiten” dort sein. Sicher sehen die alten Mühlen und was es sonst noch alles gibt im frühen Morgennebel deutlich schöner aus. Aber es gibt Tage im Leben, da kann man sich das nicht aussuchen und muss mit dem Licht leben das gerade da ist.

Ok, hier nun also einige Impressionen die gleichzeitig die gute Bildqualität der Fuji Finepix X100 belegen. (Alle Fotos sind 1000 Pixel breit oder hoch – also einfach anklicken um sie in dieser Auflösung zu sehen)

Fuji Finepix X100 - Rheinisches Freilichtmuseum Kommern

Fuji Finepix X100 - Rheinisches Freilichtmuseum Kommern

Fuji Finepix X100 - Rheinisches Freilichtmuseum Kommern

Fuji Finepix X100 - Rheinisches Freilichtmuseum Kommern

Fuji Finepix X100 - Rheinisches Freilichtmuseum Kommern

Fuji Finepix X100 - Rheinisches Freilichtmuseum Kommern

Fuji Finepix X100 - Rheinisches Freilichtmuseum Kommern

Fuji Finepix X100 - Rheinisches Freilichtmuseum Kommern

Fuji Finepix X100 - Rheinisches Freilichtmuseum Kommern

Fuji Finepix X100 - Rheinisches Freilichtmuseum Kommern

Fuji Finepix X100 - Rheinisches Freilichtmuseum Kommern

Am Ende des Tages hat mich mein Weg nach Otzenhausen im Saarland geführt. Als ich dort eintraf waren meine Kollegen schon da, leider ist mit der Reservierung etwas schief gegangen und so war für mich kein Zimmer vorgesehen. Im Nachbarort Nonnweiler habe ich dennoch eine Bleibe für die Nacht gefunden. Hier der nicht ganz ernst gemeinte “letzte Schuss” aus dem Fenster des Parkhotel Simon in Nonnweiler.

Blue Hour im Saarland


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