Alles über Fotografie, Autos, Motorräder…

Archiv für April, 2012

Police Mustang versus Ghostriders

Dass man mit den kleinen GoPro Kameras so allerhand anfangen kann weiß inzwischen jeder der sich ein wenig für dieses Thema interessiert. Doch zwischen all den Base-Jumps, Motoradfahrten und was auch immer kommt gelegentlich eine frische neue Perle ans Tageslicht. Eben habe ich ein Video gefunden das verblüffend professionell wirkt. Es gibt tolle Luftaufnahmen, dabei hing eine GoPro an einem kleinen ferngesteuerten Hubschrauber. Es gibt Kamerafahrten bei denen die Kamera nur wenige Zentimerter über dem Asphalt ist, sie war auf ein Modellauto geklebt. Dann die vielen frischen ungewöhnlichen Einstellungen am verschiedensten Positionen an Autos und Motorrädern! Dann der Drift mit dem Mustang ÜBER die GoPro – das ist der Hammer! Allerdings wurde sie dabei wohl auch “getroffen” – so sieht es jedenfalls bei den Outtakes aus.

Wo wir schon bei den Outtakes sind, dass der Mustang dabei verschrottet wurde ist schon hart! Also genießt den Film und immer daran denken “Kids: don’t do this at home!”

 


Freie Fahrt in den 1. Mai

Heute und morgen wird viel los sein auf unseren Straße. Das Wetter könnte wirklich schön werden. Zur Einstimmung habe ich hier ein nettes Video das in den Bergen oberhalb von Los Angeles gedreht wurde. Da gibt es einen “YouTuber” der dort fast alle Wochenenden verbringt und Mopeds und Autos filmt was das Zeug hält. Wer Mopeds, Supercars und krasse Stürze sehen möchte, der abonniert den Kanal von rnickeymouse :-)


Ausritt mit der besten Kamera der Welt

Nach einer langen Regenperiode lacht mein Herz als ich am Morgen aus dem Fenster schaue. Ein paar Stunden später als ich mit dem Helm in der Hand und der Lederkombi am Körper unser Haus verlasse weht mir eine Brise warmer Frühlingsluft ins Gesicht, der perfekte Tag für eine schöne Motorradtour. Seit der letzten gemeinsamen Tour mit Sandra vor einigen Wochen stehen meine beiden Lieblinge in der Garage. Das weiße “Mädchenmotorrad” steht vorn, also schnappe ich mir mal die weiße Rakete auf der Sandra sonst “reitet”.

Es geht ab in die Waschanlage, der Winterstaub muss weg. Dabei bin ich ganz vorsichtig, den Hochdruckreiniger halte ich in respektablem Abstand, wichtige Lager und Dichtungen etc. bleiben verschont. Im wesentlichen wird der Winterstaub von Sitzbank und Tanke gespült. Nach dem auch das letzte Insekt von der Verkleidung gespült ist geht es weiter.

Mein nächstes Etappenziel ist das Café Fahrtwind bei Ahrbrück in der Eifel. Als ich auf die Autobahn auffahre zischt eine blau/silberne BMW K1300RS an mir vorbei. Instinktiv reiße ich den Hahn voll auf und die Fuhre geht so richtig ab bis ich gleichauf bin. Mit gebührendem Abstand sausen wir gemeinsam in Richtung Café Fahrtwind. An einer Stelle unseres Weges ist dann vor einer unfallträchtigen Kreuzung ein Stau. Kurz darauf kommt uns ein Rettungswagen entgegen. Wenig später kann ich sehen was geschehen ist. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite liegt ein Motorrad auf der Seite. Ich kann von unten auf die große “4 in 1″ Krümmeranlage schauen. Was genau es ist kann ich nicht sehen, es scheint eine rote Honda zu sein. Der Motorradfahrer ist nicht zu sehen, scheinbar wurde er kurz vorher im Rettungswagen an uns vorbei gefahren. Oberhalb des Motorrads steht ein blauer Mercedes SLK bedrohlich schräg am grasbewachsenen Hang zwischen bunten Gänseblümchen. Wäre es nicht so ernst, es wäre fast ein Foto wert.

Mit einem Kloß im Hals geht es weiter. Mir gehen Sandras mahnende Worte durch den Kopf und sie hat so recht. Es ist Saisonbeginn und viele Motorradfahrer überschätzen ihre Leistungsfähigkeit. Und es ist schönes Wetter, das führt bei den Autofahrern dazu, dass sie langsam durch die Gegend schnarchen, hier und da in die die Landschaft schauen und damit andere Verkehrsteilnehmer zu oft waghalsigen Überholmanövern verleiten. Würden alle “normal” fahren und sich auf den Verkehr konzentrieren, es gäbe sicher drastisch weniger viele Unfälle!

Beim Café Fahrtwind gibt es bei Kaffee und Apfelkuchen ein paar “Benzingespräche” mit den anderen Bikern. Einige interessieren sich für meine modifizierte K1200r Sport. Als ich ihnen erzähle, dass dies mein “Mädchenmotorrad” ist schauen sie mich gang ungläubig an :-)

Es geht weiter, getrieben vom Gedanken ein schönes Foto für diesen Artikel zu knipsen lande ich schließlich bei Burg Ohlbrück.

Unter den Augen einer grinsenden Burg-Besucherin krabble ich mit der besten Kamera der Welt durch die Wiese vor der Burg. Diese Kamera hat einen sehr kleinen Chip und eine sehr kurze Brennweite. Damit ist fast die “unendliche Tiefenschärfe” möglich und das ganz ohne Tricks mit teuren Shift- und Tilt-Objektiven…

Etwas später geht es weiter in Richtung Rhein. Einige Kilometer vor Bad Tönnistein überhole ich dann den historischen Vulkan Express. Zwar wird er von einer uralten Diesellok gezogen, aber auch ohne Dampflock ist es ein schönes Bild. Ein Stückchen weiter kann ich vor einer historischen Eisenbahnbrücke anhalten. Schnell springe ich von der K1200 und haste unter der Brücke hindurch auf die andere Seite.

Kurz drauf kommt dann auch schon der Vulkan Express dann auch schon vorbei geschnauft um mit einem Quietschen das durch Mark und Bein geht kurz anzuhalten.

Nachdem ich wieder startklar bin geht es runter zum Rhein, den Vulkan Express sehe ich dabei wieder. Ich überlege ob ich noch hier und da anhalten soll, aber die Szenerie ist unübersichtlich, die Straße schmal und Gegenlicht habe ich auch. Also geht es weiter in Richtung B9. Mit einer Hand am Lenker geht es auf der B9 mit lässigen 1.900 Umdrehungen im 6. Gang ganz entspannt heimwärts. Als ich mich späterer aus meiner Lederkombi heraus kämpfe bin ich ziemlich platt. Der erste größere Ausritt war wirklich schön aber auch wirklich anstrengend. Am nächsten Tag wird mir der “Gas-Arm” weh tun, aber davon ahne ich an diesem Abend noch nichts…

Der Ausritt mit der besten Kamera der Welt – was ist die beste Kamera der Welt? Ich denke und da bin ich nicht allein, es ist DIE Kamera die man dabei hat, es ist nämlich in diesem Augenblick die EINZIGE und damit die BESTE die verfügbar ist. Und eine Kamera die so klein und leicht ist, dass man sie praktisch immer und überall dabei haben kann, ist dann während der meisten Zeit des Lebens irgendwie “Die beste Kamera der Welt”. Und die Bilder zeigen, dass man auch ohne teures Equipment und das eine oder andere nette Erinnerungs-Foto knipsen kann.

Eine D800 oder etwas ähnliches hätte ich auf diese Tour gar nicht mitnehmen können. Jedenfalls nicht ohne Tankrucksack oder seitliche Koffer. Auch wäre ich in Sorge gewesen ob die Rüttelei auf den oft sehr desolaten Landstraßen der Kamera nicht unnötig stark zugesetzt hätte. Auch wenn ich mich wirklich darauf freue sie endlich beim Fotohändler meines Vertrauens abzuholen und sie jetzt gerade vielleicht in einem kalten dunklen Container irgendwo auf dem Meer unterwegs ist, sie ist für mich NICHT die beste Kamera der Welt. Denn in den schönsten und wichtigsten Momenten meines Lebens wird sie wohl nicht zugegen sein. Das ist zwar traurig, bleibt aber leider dennoch die Wahrheit :-)


10 Jahre Nikon-Fotografie

Das Vorhaben alle meine CD’s in die Apple iCloud zu kopieren gestaltet sich zunehmend als schwierig. Hunderte von CD’s warten noch in Kisten und Kartons auf den Weg in die iCloud aber sie ist voll! Da heißt es jetzt “selektieren” – auch wenn es weh tut – der Schrott muss weg – definitiv! Doch das gestaltet sich mehr und mehr als Abenteuer. iTunes produziert eine Fehlermeldung nach der anderen und mein “Hauptrechner” ist unter Windows 7 seit zwei Wochen damit beschäftigt genau die Songs in die Cloud zu “pumpen”, die via iTunes-Match nicht erkannt wurden.

Es muss in großem Stil aufgeräumt werden! Zu blöd, das iTunes sogar auf dem Mac gern einfach mal abschmiert wenn man mehrere hundert Dubletten, ungeeignete Dateien und anderen Schrott aus seiner Mediathek und der iCloud löschen möchte. Aber in all dem Chaos gibt es auch kleine Lichtblicke! So ist mir doch heute eine winzig kleine MP3-Datei ins “Auge gesprungen” die ich vor sage und schreibe 11 Jahren auf meinem Klavier im meinem Wohnzimmer mit 5 Mikrophonen, einem Mackie-Mischpult und einem DAT-Recorder aufgenommen habe.

Mit dem neuen AKG Kopfhörer klingt das gar nicht mal schlecht, eigentlich sogar gut genug um es nicht auf der 2001er Weihnachts-CD versauern zu lassen. Man könnte diese “meditative kleine Perle” bei YouTube einstellen, dann kann sie jeder hören und mir sagen wie es ihm gefällt. Mit Final Cut Pro X ist schnell ein Titel gemacht und das Lied darunter gelegt, aber das Ergebnis ist super langweilig. Eigentlich wäre eine Diashow ganz nett? Ich gebe bei der Google-Bildersuche einfach mal Ansgar Hillebrand fotocommunity ein und finde auf einen Schlag viele viele Fotos die ich im Laufe der letzten Jahre in der fotocommunity abgelegt habe. Gleich neben meinen Safari-Webbrowser ist ein Fenster des “Finders” geöffnet. Via Drag & Drop wandert so ein Bild nach dem anderen in einen Ordner auf der lokalen Festplatte.

Doch wie macht man aus den vielen Bildern ohne großen Aufwand eine ansprechende Diashow? Da kommt mir eine Idee – auf dem Mac gibt es doch iPhoto! Damit habe ich mich schon mehrfach beschäftigt und versucht ansehnliche Fotobücher zu erstellen. Diese habe ich letztlich alle wieder verworfen weil iPhoto bei vielen Fotos kein vernünftiges Fotobuch mehr hinbekommt – Sorry Annette – es waren die Bilder Deines 50. Geburtstages – ich schäme mich ja auch – aber iPhoto kriegt das einfach nicht so hin wie ich es mir gewünscht habe… :-(

Aber vielleicht klappt es ja mit einer Diashow? Und siehe da, das ist gar nicht schwer. Es gibt verschiedene nette Vorlagen, man kann die Musik selbst auswählen, alles ganz einfach. Doch dann dauert es doch etwas länger weil ich die Fotos sortieren möchte. Einen richtigen Leuchttisch hätte ich gern, aber iPhoto stellt einfach nur alle Bilder in einer langen Reihe nebeneinander dar. Man kann sie verschieben, doch wenn es viele Bilder sind, gerät das zur Geduldsprobe. Doch letztlich ist es dann fertig! Ich exportiere die Diashow in Full HD mit allerhöchster Auflösung, das dauert eine ganze Weile, aber es klappt! Doch das Ergebnis haut mich um! Keine 5 Minuten dauert das Video und es hat 2,27 GB – was für ein Wahnsinn dieses HD-Zeitalter doch ist… Also versuche ich mich mit anderen Einstellungen. Schließlich wähle ich “Exportieren für Monitor”. Damit entsteht nach etwa 20 Minuten eine 0,23 GB große Datei – das ist ok! Man sieht zwar deutliche Spuren der krassen Kompression, aber YouTube würde auch die gewaltige Video-Datei auf eine Qualität eindampfen die nur wenig besser wäre, wenn überhaupt… Also ab damit in Richtung YouTube.

Und hier ist sie nun, meine erste iPhoto-Diashow mit lauter selbst fotografierten Bildern (relativ wahllos ausgewählt) und einem kleinen selbst gespielten Präludium von Johann Sebastian Bach aus dem Jahr 2001 – Violà…


Musik machen mit dem iPad

Vor einigen Wochen habe ich mir den Apogee JAM gekauft. Das ist ein kleines monophones Audio-Interface das an PC, Mac, iPhone, iPod und iPad funktioniert. Passend zu iPad gibt es dazu für kleines Geld das Apple APP mit dem schönen Namen “Garageband”. Die Songs die man mit dieser Kombination aufnimmt kann man via iTunes auf den Mac übertragen und dort mit Logic oder Garageband weiter verarbeiten. Das macht Spaß und man kann auf langweiligen Bahnfahrten oder Flügen seiner Kreativität freien Lauf lassen.

Hier habe ich ein kleines Beispiel. Es ist mein “Erstlingswerk” das vor einigen Wochen entstanden ist als ich die Features von Garageband auf dem iPad erkundet habe. Film ab :-)

Wer sich Mühe gibt und ein wenig übt kann mit diesem Ding sogar “richtige” Musik machen :-)


Modern Rock Concepts auf der E-Gitarre

Zum Wochenende habe ich hier noch ein Video vom “Gitarrenlehrer der Nation”. Diesmal ist die Qualität noch schlechter als bei den letzten Videos, aber diese Videokassette ist nach 17 Jahren ziemlich abgenudelt :-) Wer von Euch Gitarre spielt kann aus diesem Video vielleicht trotzdem die eine oder andere Anregung mitnehmen. Ich wünsche Euch einen guten Start ins Wochenende und viel Spaß beim Üben der teilweise doch recht komplexen Riffs.


Intervallic Rock mit Carl Verheyen

Hier habe ich noch eine Kopie einer 20 Jahre alten Videokassette für Euch. Diesmal zeigt Altmeister Paul Verheyen was er unter “Lines” versteht. Er dudelt nicht nur innerhalb einer Lage der Pentatonik herum, sondern versucht umfangreiche Licks zu (er)finden mit denen er den tonalen Umfang seiner Gitarre auslotet und versucht mehr Abwechslung in seine Songs zu bringen.

Schaut man sich ein wenig bei YouTube um, so findet man viele Videos die er während der letzten Jahre gemacht hat. An den alten Videos mag ich aber ganz besonders, dass sie noch mit hohem Aufwand erstellt wurden. Die Songs deren Struktur er dort erläutert hat er  mit seiner Band live vor einem kleinen Publikum gespielt. Diese kleinen Konzerte wurden mit mehreren Kameras gleichzeitig aufgenommen. Daraus wurde dann mit viel Aufwand ein Lehrvideo erstellt. Heutzutage wird das alles schneller, einfacher und billiger produziert. Heute hocken die Helden mit ihrer Axt vor der HD-Cam und zeigen in 10 Minuten ihren 100 schweinegeilsten besten Riffs. Ok ok, manch ein Musiker versucht auch heute noch Wissen zu transportieren, oft ist es aber nicht viel mehr als ein “Schaut her wie toll ich spielen kann.”

“Früher” war das alles ein wenig anders – Aber seht selbst…

Hier eines der neueren Videos vor Carl Verheyen. Er zeigt hier seine total verranzte uralte Fender Stratocaster. Diese Gitarre ist so cool, manch ambitionierter Nachwuchsgitarrist würde dafür seine Seele hergeben – oder zumindest ein kleines Stückchen davon :-)

Wer sich jetzt fragt woher er diesen Gitarristen kennt, er hat viele Jahre lang Supertramp, die Bee Kees, Cher und andere Größen des Musik-Business begleitet. Wir alle haben ihn schon tausend mal im Radio gehört ohne es zu wissen! Ein alter Hase der sich immer treu geblieben ist und der nie ein Poser mit wilden Affären und Drogen war. Für einen Gitarristen hat er eigentlich ein untypisches Leben geführt :-) Mich erinnert sein Sound oft an Eric Johnson. Wer sich fragt wer das nun schon wieder ist – schaut/hört mal hier hinein…


Robben Ford – Playin’ the Blues

Für alle Musikliebhaber und Fans von Robben Ford habe ich hier ein Video das ich mit dem neuen TERRATEC G3 Video-Grabber von einer fast 24 Jahre alten Videokassette gezogen habe. Die Bildqualität ist gemessen an aktuellen Blu-Rays nahezu unterirdisch, aber der Ton ist ok. Und man kann schon erkennen welche Saiten Robben Ford anschlägt. Wer also tiefer in die Welt des Blues einsteigen möchte kann sich hier eine Stunde lang Tipps vom Meister abholen.

Ich wünsche Euch viel Vergnügen :-)

Für alle die es noch nicht gesehen haben – hier ist Teil II:


Nikon D600 – Wachablösung für die D700

Seit einigen Wochen zeigt sich, dass Nikon die Rückschläge durch Tsunami, Reaktorkatastrophen und Hochwasser halbwegs überstanden hat. Seit Jahresbeginn werden fast im Monatstakt neue Kameras vorgestellt. Nach D4, D800, D800 und D3200 stehen nun bald die Nachfolger für D700 und D300s auf dem Programm. Die D700 ist derzeit das älteste Modell im Sortiment. Alle anderen Modelle können Videos aufzeichnen und verwenden eine Software der neueren Generation.

Eine Wachablösung ist also sehr bald fällig. Im Internet wird seit längerer Zeit spekuliert wie diese aussehen könnte. Die D800 ist eher ein Ersatz für die D3x als für die D700. Fällt die D700 aus dem Programm, so hinterlässt sie eine Lücke die mit einer neuen Kamera im FX Format geschlossen werden könnte deren Auflösung zwischen 16 und 18 Megapixeln liegt. Diese könnte preislich etwa 1.000 Dollar unterhalb der D800 angesiedelt sein, damit wäre für jeden Geschmack und (fast) jeden Geldbeutel etwas im Angebot.

Bei der gegenwärtig von Nikon vorgelegten Schlagzahl rechne ich innerhalb der kommenden Monate mit einer neuen FX Kamera die vielleicht unter dem Label D600 firmieren könnte. Eine D400 könnte parallel die D300s ablösen. Aus den “Zwillingen” D300/D700 könnte dann das neue Dreamteam D400/D600 werden.

Wer derzeit mit dem Kauf einer D800 liebäugelt und sich nicht sicher ist ob Preis und Pixelwahn das sind was er braucht, der sollte noch ein paar Wochen warten. Ich bin mir ziemlich sicher, dass die D600 recht bald das Licht der Welt erblicken wird :-)


Nikon D3200 – Gute Bildqualität für kleines Geld

Erst vor einigen Tagen vorgestellt, lässt die neue “kleine” Nikon D3200 bereits jetzt die Herzen der weniger gut betuchten Nikon-Fans schneller schlagen. Doch was leistet eine Kamera die 24 Megapixel auflöst und für unter 700 Euro zu haben sein wird? Auch hier steigt und fällt die Bildqualität mit dem Objektiv. Schaut man sich die ersten Beispielbilder an die Nikon zur D3200 veröffentlicht hat, so sind die Bilder die mit dem preiswerten 18-55mm Kit-Objektiv entstanden wirklich gut, aber nicht “sehr gut”. Doch es ist ein “Klagen auf hohem Niveau”. Für Vergrößerungen bis DIN A2 wird auch hier die Qualität vollkommen ausreichend sein.

Besser sieht es da schon bei Verwendung des neuen AF-S 2.8/40mm Macro-Objektives aus. Dieses Objektiv verfügt über die optischen Reserven die der neue Chip einfordert. Dieser Chip hat nebenbei bemerkt eine deutlich höhere Packungsdichte als der Chip der D800. Bei gleicher Größe käme man gar auf satte 48 Megapixel! Die einzelnen Pixel sind aber extrem winzig, was zu Lasten der Dynamik gehen muss, hier kann man die Physik nicht austricksen! Extrem kontrastreiche Motive werden sich mit der inzwischen schon fast “veralteten” Nikon D3x deutlich besser ablichten lassen. Wer gar ein Mittelformat-Rückteil mit nochmals doppelter Chipfläche verwendet, der kann beim Dynamikumfang einen Faktor von 12 Blendenstufen und mehr erreichen. Selbst die nagelneue D800 liegt mit Werten irgendwo zwischen 7 und 8 Blendenstufen mehr als deutlich darunter. Welcher Dynamikumfang mit dem neuen Chip der D3200 in der Praxis wirklich erreichbar ist wird sich noch zeigen. Wer allerdings schon einmal mit der Nikon P7000 oder P7100 bei harten Kontrasten fotografiert hat kennt bereits jetzt das Ergebnis. Die Packungsdickte der Pixel der P7000 bzw. P7100 ist durchaus mit dem neuen Chip der D3200 vergleichbar. Die P7100 liefert tolle Bilder, aber nun bei unkritischen Lichtverhältnissen. Wird es heftig, so muss man sich mit einem HDR behelfen. Die Pixel der “guten alten” Nikon D700 sind fast 400% größer als die der P7000/P7100 und das macht sich besonders im RAW-Format deutlich bemerkbar.

Schärfe und Auflösung sind eben nicht alles! Wer bei schwierigen Lichtverhältnissen fotografieren muss und gar ISO-Einstellungen jenseits von ISO-800 benötigt, der wird mit der neuen D3200 nicht so wirklich glücklich werden. Hier ist die ähnlich teure D5100 gegebenenfalls die bessere Wahl.

Hier findet ihr einige Beispielbilder die Nikon zur D3200 bereitgestellt hat. Eines dieser Bilder habe ich mit hier mal herausgegriffen – Anklicken für Originalgröße!

Nikon D3200 Sample AF-S 2.8/40mm Micro Nikkor

Schaut man sich einen wichtigen Teil dieses Bildes in der 100% Ansicht an, so erkennt man schnell was mit dieser Kamera in Verbindung mit einem geeigneten Objektiv möglich sein wird. Das Bild zeigt feinste Strukturen ohne, dass dabei Artefakte durch übermäßiges Nachschärfen sichtbar werden. So soll es sein, damit hat man ein solide Basis für die weitere Ausarbeitung und hochwertige große Prints – selbst wenn man einmal gegen “Regel Nummer 1″ verstoßen sollte -> Verwenden Sie den RAW-Modus!

Mit der D3200 bringt Nikon eine spannende neue Kamera auf den Markt die bei geeigneten Lichtverhältnissen den Ruf nach großen Prints wird laut werden lassen. Ich denke es wäre ein gutes Geschäftsmodell wenn Nikon, parallel zur D800 und den anderen Pixelgiganten die noch kommen werden, mit der Produktion hochwertiger Grossformatdrucker beginnen würde. Zwar ist dieses Marktsegment von EPSON mit dem 7880/9880 oder gar 11880 gut besetzt, aber treue Nikon Fans würden vielleicht einen Nikon LFP-Systtem (LFP Large-Format-Printing) wählen, sofern eine zugehörige gut gemachte Nikon-Software beispielsweise den direkten Druck der Nikon-RAW-Bilder ermöglichen würden. Wer weiß, vielleicht denkt man bei Nikon ja schon darüber nach.

Und falls man es bei Nikon nicht tut, so kann man seine Fotos ja immer noch auf einer Maschine wie dieser hier ausgeben lassen:

Wer runde 10.000 Euro passend hat, der kann sich dieses Gerät auch ins Wohnzimmer stellen und damit seine Nachbarn erschrecken :-)


Nikon D800E – Auslieferung hat (noch nicht) begonnen

“Seit Monaten angekündigt – seit Wochen bestellt – aber immer noch nicht da” – So oder ähnlich könnte man den Lieferstatus meines ganz persönlichen Exemplars der Nikon D800E bezeichnen. Hätte ich sie bei amazon.de vorbestellt, so würde ich vielleicht noch im April ein Exemplar in Händen halten dürfen. Aber ich habe sie beim Fotohändler meines Vertrauens, dem Bonner City Foto Center geordert. Zusammen mit einem Batteriegriff und einem zweiten Akku. Wer solches tut muss sich nicht wundern, wenn er das Objekt der Begierde nicht als einer der Ersten erhält. Aber wenn es ein Problem geben sollte hat man eben beim lokalen Fotohändler auch einen guten und zudem ‘wohlgesonnenen’ Ansprechpartner. Außerdem gibt es dort praktisch immer einen kleinen Rabatt oder ein paar Rollen Fuji Velvia 120 dazu. Das “nimmt den Schmerz” der langen Wartezeit dann ein wenig.

Power-Blogger mit einem heißen Draht zu großen Fotohändlern wie Jared Polin sind da im Vorteil denn sie können mal schnell in den ersten Karton hinein schnuppern, ohne gleich 4.000 Euro auf den Ladentisch legen zu müssen. So können sie ein paar Dollars sparen und vielleicht endlich mal einen Frisör aufsuchen der seine Berufsbezeichnung auch verdient :-)

Die aktuellen Liefertermine Termine sahen bzw. sehen derzeit so aus:

D800

Auslieferungsbeginn in Deutschland ab dem 04.04.2012. Nikon NPS-Mitglieder werden etwas früher beliefert, vermutlich ab dem 27.03.2012.

D800E

Auslieferungsbeginn in Deutschland voraussichtlich ab dem 24.04.2012. Auch in diesem Fall werden Nikon NPS-Mitglieder früher beliefert, voraussichtlich ab dem 17.04.2012.

Alle Angaben ohne Gewähr.

Schaut man sich ein wenig um stellt man fest, dass abgesehen von einigen wenigen glücklichen “Vorbestellern”, die Masse der Fotografen genau wie ich derzeit noch mit der D700 oder anderem Gerät auf Motivsuche gehen muss.

Umso frustiger stimmt es einen da, wenn in diesen Tagen auch gleich eine Nikon D3200 mit 24 Megapixeln vorgestellt wird und das dann auch noch zum Kampfpreis von weit unter 1.000 Euro. Wer vor einigen Monaten noch überlegte ob er seine Lebensversicherung kündigen soll um sich eine Nikon D3x leisten zu können, der kann jetzt aufatmen. Der Preis für 24.000.000 Pixel ist in den letzten Wochen um mehr als 90% eingebrochen, fast ein Erdrutsch…

Während ich dieses schreibe, bekomme ich von einem Fotofreund aus der Schweiz diese Zeilen zu lesen:

Erster! Ich habe meine D800 am Freitag abgeholt :-)
Meine erste Bilanz ist noch etwas durchzogen. Aber bin zuversichtlich dass es gut kommt. 
Die ersten 48 Stunden :-)

Die ersten Testbilder hat er auch schon gepostet…

Aber es ist auch die D800 – nicht die D800E – wenn sich Nikon an die Vorgaben hält, so könnte ich vielleicht Mitte Mai mit der D800E rechnen. Da trifft es sich gut, dass noch keine Fotoreise zum Zwecke der Erprobung der neuen D800E im Yellowstone Nationalpark gebucht habe. Eine solche Reise ohne die D800E antreten zu müssen wäre auch blöd.

Die lange Wartezeit hat mich statt dessen angestiftet mal wieder traditionell zu fotografieren. Im heimischen Kühlschrank warten derzeit etliche Rollen Kodak T-MAX 100 samt Entwickler und allem anderen Zubehör auf die nächsten lohnenden Motive. Neben einem kleinen “Test der Nikon F100″ werde ich in den kommenden Wochen einige SW-Bilder mit dem Hasselblad Flex-Body erstellen. Darauf freue ich mich sehr, denn jenseits des gewaltigen Hype um die D800/D800E sollte man nicht vergessen, dass es auch anders geht und dass nicht die Kamera das Foto macht sondern der Fotograf :-]

Wer sich für den Hasselblad Flexbody interessiert findet hier eine Sammlung von mehr als 500 Bildern die mit dem Hasselblad Flexbody aufgenommen wurden. Mit der D800 sind solche Bilder nur in Verbindung mit Tricksereien bei der Bildbearbeitung möglich.

Gerade eben habe ich noch ein Video gefunden in dem man die neue D3200 zu sehen bekommt – IN ROT – uah – das tut fast weh im Auge…

Da werden Erinnerungen an meinen kleinen Fotospass wach und gleichzeitig kommt die Befürchtung auf, dass er wahr werden könnte – Gott bewahre…

Nikon D800 - Neue Varianten


USB-Video-Grabber im direkten Vergleich

Vor einigen Tagen habe ich Euch hier ein Video vorgestellt, das ich von einer etwa 20 Jahre alten Videokassette unter Verwendung des preiswerten MAGIX USB-Video-Wandlers aus dem Produkt “Retten sie ihre Videokassetten” erstellt habe. In diesem Artikel “Retten sie ihre Videokassetten” habe ich ja schon angekündigt, dass ich im Vergleich gern die Qualität aus dem TERRATEC G3 USB-Video-Wandler sehen würde. Dieses Ding habe ich mir dann auch bestellt. Die Wahl fiel auf den TERRATEC G3, weil es dafür einen Treiber gibt mit dem man diesen Grabber auch unter OS-X auf dem Mac benutzen kann. Das vergleichbare TERRATEC Produkt OHNE Unterstützung für OS-X ist satte 50,- Euro preiswerter! Meinen TERRATEC G3 habe ich allerdings recht preiswert über einen amazon-Partner kaufen können, also wer der Schmerz nicht so wirklich groß. In der letzten Woche ist das Ding endlich angekommen. Schwer überrascht war ich als ich die Produktverpackung sah. Dieses Produkt wird in einer hochwertigen Blechdose geliefert! Die Qualität des Grabbers und der Kabel ist vorbildlich. Alle Kabel haben vergoldete Anschlüsse, es liegt sogar ein hochwertiges SCART-Kabel bei. Letztlich kostet dieses Paket regulär aber auch fast das doppelte wie das durchaus vergleichbare MAGIX Produkt. Witzig ist auch, dass man bei der Verwendung des G3-Grabbers unter Windows mit einer TERRATEC-Edition der MAGIX-Software arbeiten muss!! (Video-Easy)

Hier einige Bilder des TERRATEC G3 Video-Wandlers.

Im Vergleich dazu sieht der MAGIX Video-Wandler wirklich billig aus…

Die Installation der Software auf dem Mac ist völlig problemlos. Der G3 wird sofort erkannt und es kann gleich losgehen. Was sofort auffällt ist, dass die Software für die Video-Aufzeichnung auf dem Mac äußerst primitiv ist. Es gibt einen roten Aufnahmeknopf, ein winziges Vorschaufenster und einen Stop-Knopf – das ist alles! Hat man ein Video unter OS-X aufgezeichnet, so kann man es nicht direkt nachbearbeiten, das geht nur unter Windows. Statt dessen kann man es nach iMovie exportieren. Das funktioniert gut, ist aber äußerst zeitraubend. Denn die Software zeichnet das Video im MPEG2-Format auf. Auf dem Mac kann man sich drehen und wenden wie man will, iMovie oder auch das nagelneue Final-Cut-Pro-X können keine MPEG2 Dateien öffnen. Soviel zum Thema “OS-X ist das fortschrittlichste Betriebssystem der Welt”…

Damit iMovie das bereits fertig auf der Festplatte gespeicherte Video öffnen kann, muss es in eine MOV-Datei konvertiert werden (Quick-Time-Movie). Hat man ein 90 Minuten langes Video aufgezeichnet, so müssen etwa 4GB in weitere 4GB umgewandelt werden. Das dauert nicht nur lange, es kostet auch viel Festplattenplatz!

Das ist wirklich blöd und aus meiner Sicht ist es noch viel ärgerlicher, dass kein direkter Export nach Final-Cut-Pro-X möglich ist. Nun habe ich für viel Geld diese Software gekauft und sie wird nicht direkt unterstützt…

Will man mit iMovie eine Videodatei bearbeiten, so muss sie also nach der Aufzeichnung zunächst zeitaufwändig konvertiert werden. Dabei erstellt iMovie eine reduzierte Variante die für die Vorschau usw. verwendet wird. Das ist beim Schnitt ganz praktisch, denn man kann Teile des Videos dann schneller oder langsamer ablaufen lassen, Zoomen, Beschneiden und vieles mehr. Selbst ein etwas älteres “kleines” MacBook oder ein MacMini können diese Videos dann noch vernünftig darstellen. Verwendet man MAGIX Video Deluxe MX auf einem schnellen Windows 7 PC, so kann man nach dem sehr schnellen Import zwar fast sofort mit dem Video-Schnitt loslegen, aber sobald es etwas komplexer wird ist keine flüssige Vorschau mehr möglich. Pest oder Cholera, man muss sich auch hier entscheiden…

Als ich versucht habe die neue Version des Robben Ford Videos nach iMovie zu exportieren ist dies abgebrochen weil die nagelneue 256GB SSD schon wieder voll war! Es macht oft alles keinen Spaß! Also habe ich nicht lange gefackelt, meinen Mac neu gestartet und das Video in der Windows 7 Partition auf meinem Mac geöffnet und dort mit MAGIX Video Deluxe MX geschnitten, den Ausschnitt korrigiert und es bei YouTube hochgeladen. Das würde mit iMovie auch nicht klappen, denn die iMovie Programmierer haben noch nichts davon gehört, dass man bereits seit vielen Monaten bei YouTube Videos zeigen kann die länger als 15 Minuten sind!!

Wenn also die Software schon nicht wirklich besser ist, wie ist es dann mit der Qualität des Endergebnisses? Für mich ist der wesentliche Kritikpunkt beim billigen MAGIX Wandler, dass er nur einen Composite-Video-Eingang hat. Das Argument für den G3 war, dass dieser Grabber über einen ordentlichen SCART-Eingang verfügt. Darüber kann der Video-Rekorder die RGB-Komponenten separat übertragen und sie werden im Grabber von separaten Analog-Digital-Wandlern verarbeitet. Damit sollte die Qualität sichtbar besser sein.

Bevor ich den G3 bestellt habe, gab es noch den Versuch mit einem speziellen Kabel das einen SCART- und einen S-VIDEO Stecker hat. Damit wäre eine separate Übertragung der Luminanz- und Chrominanz-Signale (Helligkeit & Farbe) möglich. Im Endergebnis könnte man damit ein besseres Ergebnis als mit dem Composite-Eingang erzielen. Leider musste ich aber feststellen, dass mit diesem Kabel nur in Schwarz-Weiß aufgezeichnet werden konnte. In der Wikipedia habe ich dann auch die Antwort gefunden. Mein Video-Recorder kann gar kein S-VIDEO Signal ausgeben, auch nicht mit diesem Kabel! Daher geht entweder nur Composite-Video oder eben ein Grabber der einen SCART-Anschluß hat! Den Rest der Geschichte kennt Ihr nun ja schon fast…

Hier ist jetzt der direkte Vergleich zwischen der ersten Version und der neuen TERRATEC G3 Variante:

Abschließend sieht das Ergebnis beim TERRATEC G3 für meinen Geschmack sichtbar besser aus. Es ist nicht unbedingt schärfer und detailreicher, aber die Farben und die Abstufung der Helligkeit ist hier einfach besser getroffen. Dies wird besonders gut sichtbar wenn man bis zum ersten Moderations-Abschnitt bei 2:35 Minuten springt. In der alten Version ist das Gesicht von Robben Ford hier total überstrahlt. Der TERRATEC G3 hat dies wirklich viel besser hinbekommen. Beim G3 treten überstrahlte Spitzlicher viel seltener auf als beim billigen MAGIX Wandler. Dadurch mag das Ergebnis auf den ersten Blick etwas flauer und blass erscheinen, letztlich ist es aber deutlich harmonischer aus.

Den MAGIX Wandler werde ich also wieder verkaufen und künftig den TERRATEC G3 verwenden. In meinem Schrank warten noch viele Stunden mit Videomaterial aus der Kindheit meines Sohnes. Und meine Mutter hat auch noch hunderte Stunden Videomaterial von den Familienfesten der vergangenen Jahrzehnte. Daraus werde ich sicher noch die eine oder andere DVD erstellen. Ob mit Final Cut Pro X oder Magix Video Deluxe MX – das muss ich mir noch sehr genau überlegen…


Fuji X100 – Fotografieren bei Available-Light

Das Thema “Fotografieren bei vorhandenem Licht” ist so alt wie die Fotografie selbst. Irgendwie ist der Titel ein wenig paradox, wie soll man ohne das vorhandene Licht fotografieren? Aber lassen wir diese Spitzfindigkeiten, es geht darum lediglich das vorhandene Licht zu nutzen und keine zusätzlichen Lichtquellen wie Blitzlichter oder Scheinwerfer einzusetzen um die Szenerie auszuleuchten. Der Einsatz von Reflektoren oder ähnlichen Hilfsmitteln ist dabei durchaus legitim, ist bei Hardcore-Available-Light-Fotografen aber verpönt.

Heute möchte  ich Euch kurz zeigen wie man mit der Fuji Finepix X100 ohne jeglichen zusätzlichen Schnickschnack sehr schön ausdrucksstarke Momentaufnahmen hinbekommt.

Als Beispiel habe ich einige Fotos die heute ganz spontan zur Mittagszeit in meinem Büro entstanden sind. Meine X100 hatte ich mehr oder wenig zufällig dabei, geplant war nichts und eigentlich wollte ich meinem Kollegen Niklas nur kurz demonstrieren, dass man mit dieser kleinen unscheinbaren Kamera im Retrokleid mehre als nur Knipsbilder machen kann. Nach dem ersten Bild hat er mich dann gefragt warum ich die Kamera zur Seite geschwenkt habe. Ganz einfach, es sieht bei den meisten Portrait nicht gut aus wenn der portraitierte Mensch mittig im Bild zu sehen ist. Schaut man bei Kinofilmen berühmter Regisseure und Kameraleute bewusst hin stellt man fest, dass auch sie diese Regel praktisch immer befolgen. In der Mitte der Fotos sind die “Verlierer” der Filme. Die Stars und Helden stehen meist im linken oder rechten Drittel des verfügbaren Ausschnitts.

Nachdem einer kurzen Diskussion dann das gleiche Fotos mit Niklas in der Bildmitte. Die Aussage ist gänzlich anders. Dann fällt uns auf, dass die Leuchtstoffröhren an der Ecke einen (umgekehrten) V-förmigen Lichtschein auf die Wand bringen. Als Niklas mittig davor stand sah es coole aus, fast wie ein Heiligenschein. So entstanden innerhalb kürzester Zeit drei sehr unterschiedliche Fotos die Ihr hier seht. Diese Bilder könnt ihr hier sehen. Ich habe sie nur auf 590 Pixel Seitenbreite verkleinert, sie sind also völlig “ungeschminkt”. Die “getunten” Versionen sehr ihr in etwas höherer Auflösung weiter unten. Aber nun zur Diskussion dieser Bilder…

Bild 1 - Fuji FinePix X100 - Available Light

Bild 2 - Fuji FinePix X100 - Available Light

Bild 3 - Fuji FinePix X100 - Available Light

Schaut man sich Bild 1 und 2 im Vergleich sehr genau an, wird eine Schwäche der Fuji X100 im Bezug auf die Portrait-Fotogafie sichtbar. Diese Kamera hat ein eingebautes Weitwinkelobjektiv mit fixer Brennweite. Diese Objektive sind für Portraits aus nächster Nähe meist recht ungeeignet weil sie die Proportionen der Gesichter der fotografierten Personen verzerren. Je näher man einem Gesicht kommt umso mehr tritt der Abstand zwischen Nasenspitze und Ohren negativ in Erscheinung. Fotografiert man ein Gesicht beispielsweise mit einem extremen Weitwinkelobjektiv aus nur 2-3 cm Entfernung, so wäre die Nase riesengroß abgebildet, die Ohren aber unverhältnismäßig klein. Das Ergebnis sind die “Knollnasen-Bilder” die tagtäglich mit den Handys dieser Welt geknipst werden. Schön sind sie nicht. Wer mit der X100 ein Portrait fotografieren möchte sollte dies immer im Hinterkopf behalten – Abstand – das hier ganz wichtig.

Doch durch den Abstand gelangen auch mehr Elemente der Umgebung auf das Bild, dies lenkt oft von der portraitierten Person ab. Profis nutzen deshalb meist ein leichtes Teleobjektiv. Durch den engen Blickwinkel hebt sich die fotografierte Person schön von der Umgebung ab. Auch kann bei komplett geöffneter Blende die Tiefenschärfe so weit reduziert werden, dass Bildelemente des Hintergrundes sehr schön in Unschärfe verschwimmen. Ob diese Unschärfe schön aussieht oder nicht, daran reiben sich ebenfalls viele Fotografen. Die Hintergrundunschärfe wird meist als “Bokeh” bezeichnet. Makroobjektive sind für höchsten Detailreichtum ausgelegt und haben oft kein wirklich tolles Bokeh, sind also für Portraits meist nicht die erste Wahl. Objektive wie das Nikon AF-D 1.4/85mm sind speziell für die Portraitfotografie konstruiert und ihr Bokeh ist meist wirklich umwerfend. Diese Objektive heben die Personen schön vom Hintergrund ab und lenken das Auge des Betrachters implizit auf das Wesentliche.

Wie sieht es diesbezüglich bei der Fuji X100 aus? Das Objektiv dieser Kamera ist 1:2.0 relativ lichtstark und liefert bei geöffneter Blende ein brauchbares Bokeh. Es ist nicht mit dem Nikon 1.4/85 zu vergleichen, aber wie man in den Beispielbildern sieht durchaus brauchbar.

Um mit der X100 ohne Stativ und Blitzlicht fotografieren zu können habe ich spontan ISO-400 eingestellt. Bei Blende 2.0 hat die Kamera dann 1/420s belichtet. Eine Bewegungsunschärfe ist damit fast ausgeschlossen, schaut man sich die Bilder im der 100% Ansicht an, so sind sie erstaunlich scharf und detailreich.

Hier ein 100% Ausschnitt:

Schaut man genau hin so sieht man, dass die Nasenspitze nicht wirklich scharf ist, die Bartstoppeln und die Wimpern aber sehr deutlich abgebildet sind. Damit wären wir beim nächsten Aspekt der Portrait-Fotografie angekommen. Die Augen der Menschen sind oft der wesentliche Aspekt eines Portraitfotos. Die Augen sollten scharf abgebildet sein, aber wie man hier sieht, beträgt die Tiefenschärfe selbst bei der X100 mit voll geöffneter Blende nur wenige Zentimeter. Hier sind Erfahrung und Präzision die besten Helfer. Es ist oft auch hilfreich mehrere Fotos nacheinander zu machen. Zum einen “entkrampft” sich das Modell, denn es tut ja gar “nicht weh”. Zum anderen steigt mit jedem Bild die Chance, dass die Schärfeebene perfekt dort liegt wo man sie haben möchte, auf den Augen.

Fotografiert man ein Gesicht von der Seite ist es oft kaum möglich beide Augen scharf abzubilden. Hier muss man sich also entscheiden, die meisten Fotografen entschließen sich in dieser Situation das Auge scharf abzubilden welches der Kamera am nächsten ist. Das kann man machen, muss man aber nicht. Oft ist auch eine etwas andere Perspektive eine gute Option.

Nun zur Ausarbeitung der Fotos. Die drei oben gezeigten Bilder haben einen gelblichen Farbstich. Mit den Farben nimmt es die X100 sowieso nicht so ganz genau. Hier müsste man eigentlich mit Tools wie beispielsweise dem X-Rite Colorchecker Passport zu Beginn der Session ein Referenzbild aufnehmen aus dem sich ein zur Session passendes ICC-Profil für die RAW-Konertierung ableiten lässt. Hat man all das nicht zur Verfügung, so ist kann man jedoch später bei der RAW-Konvertierung viele Schwächen der Bilder ausgleichen.

Hier habe ich Bild 3 mit Adobe Camera-RAW Version 6.6 in ein JPG konvertiert. Die Farbsättigung habe ich verringert, die Objektivkorrektur hat Vignettierung und Verzeichnungen des Objektivs verschwinden lassen. Dann habe ich noch die knallig rote Ecke des Bürostuhl und ein paar kleine Unschönheiten mit dem Kopierstempel entfernt. That’s it! (1000 Pixel breit – einfach anklicken)

Zum Abschluss hier noch die Schwarz-Weiss Version dieses Bildes. Hier habe ich in Photoshop CS 5.1 den Black&White Dialog verwendet. Ausgehend von der Simulation eines Gelbfilters habe ich die Graustufen so angepasst, dass sich ein harmonisches Gesamtbild ergibt. Zum Abschluss habe ich einen ganz leichten Sepia-Farbton ergänzt.

Ob der Lichtschein im Hintergrund nun cool ist oder nicht muss jeder für sich selbst entscheiden. Je öfter ich ihn anschaue umso weniger gut gefällt er mir inzwischen, aber das ist eben “Available Light”. Hier hilft nur die gezielte Beurteilung der Bilder im Rahmen der Aufnahmesession. Durch Änderung der Perspektive und “Wandern im Raum”  können unterschiedliche Stimmungen eingefangen werden. Später bei der Ausarbeitung des Bildmaterials kann man sich dann in Ruhe für einzelne Bilder der Session entscheiden.


Fuji X100 – Die perfekte Landschaftsfotografie

Ihren guten Ruf als perfektes Werkzeug für die Street-Fotografie hat die Fuji Finepix X100 nicht zu unrecht. Das lichtstarke leichte Weitwinkelobjektiv und der vergleichsweise große Chip machen diese Kamera aber auch zu einem tollen Werkzeug für die Landschaftsfotografie. Heute will ich Euch hier vier völlig gleiche und dennoch extrem verschiedene Fotos vorstellen die gestern im Laufe des Tages entstanden sind. Bild 1 habe ich um 12:00 bei hoch stehender Sonne und einem für den April so typischen Wolkenhimmel aufgenommen. Bereits um 14:00 sah die Szenerie ganz anders aus, aber zwischen diesen Bildern liegen immerhin auch zwei volle Stunden!

Ganz anders am Abend, Bild 3 ist um 20:00 entstanden, Bild 4 bereits um 20:15!

Vergleicht man diese Bilder, so haben sie aufgrund des intensiven Wolkenhimmels alle ihren Reiz. Doch mein ganz persönlicher Favorit ist Bild Nummer 4. Für meinen Geschmack bilden hier die milden Kontraste und die intensiven Farben einen schönen Gegenpol zum statischen Symmetrie des eigentlich relativ langweiligen Motivs.

Bonner Museumsmeile mit Fuji Finepix X100

Bonner Museumsmeile mit Fuji Finepix X100

Bonner Museumsmeile mit Fuji Finepix X100

Bonner Museumsmeile mit Fuji Finepix X100

In einem Buch über die Geschichte der Fotografie habe ich vor einer ganzen Weile einen Bericht über einen deutschen Fotografen gelesen, der vor mehr als 100 Jahren mit dem Auftrag die Akropolis in Athen zu fotografieren nach Griechenland gereist ist. Als er heimkehrte hatte er etwa 20 verschiedene Fotografien der Akropolis dabei. Entstanden sind diese Fotografien im sagenhaften Zeitraum von 12 Monaten! Er hat sich das schwierige Motiv damals mühsam erarbeitet. Zunächst hat er einige Wochen lang die richtige Perspektive gesucht und dann mehrere Monate zu unterschiedlichen Jahreszeiten immer wieder neue Fotos aufgenommen. So hat er letztlich ein bis heute bekanntes perfektes Foto der Akropolis geschaffen. Millionen von Touristen knipse jährlich das gleiche Motiv, aber nahezu keines dieser Bilder hat auch nur annähernd die Qualität der über 100 Jahre alten Fotografie.

Einer der berühmtesten Landschaftsfotografen der “Neuzeit” ist Ansel Adams. Seine Fotos kennt zumindest in den USA fast jedes Kind. Auch er hat sich seine Motive mit langem Zeitaufwand mühsam erarbeitet und letztlich unvergleichliche Ergebnisse erzielt.

In unserer schnelllebigen Zeit ist dieses Herangehen kaum mehr möglich. Und selbst mit Hilfe der immer perfekter werdenden Kameras ist der wichtigste Einflussfaktor in der Landschaftsfotografie bis heute noch immer das Licht. Die Frage die ich hier stellen möchte lautet:

Ist es im Jahr 2012 mit geringem zeitlichen Aufwand möglich gute Landschaftsfotografien zu erstellen? Ich denke JA!

Heute gibt es viele Hilfsmittel die noch vor 20 Jahren nicht zur Verfügung stehen. Beispielsweise kann man via Google-Earth ein Gelände zuvor virtuell erkunden und sogar den Schattenwurf der Sonne im Laufe eines Tages simulieren. Auf Panoramio findet man zu vielen interessanten Fotolocations Beispielbilder, denen man zumindest Informationen zur Topografie entnehmen kann. Auch fördert das Stöbern bei Bilderdiensten wie flickr, fototreff24 oder der fotocomunity oft hilfreiche Tipps und Ideen zutage. In Verbindung mit dem Wissen über die Lichtverhältnisse zur “Blauen Stunde” und die Wetterberichte von http://www.Wetter-Online.de und anderen Wetterdiensten ist es heute sehr viel einfacher einen “magischen Moment” zu erwischen. Dennoch ist all das keine Garantie und nach wie vor liegt das Geheimnis des Erfolges von Landschaftsfotografen wie Tom Till oder Michael Fatali darin begründet, dass sie sich “ihre Motive” immer wieder neu erarbeiten.

Die verwendete Technik liefert ihnen ein technisch perfektes Ergebnis, aber den richtigen Augenblick beeinflusst es nicht. Somit ist aus meiner Sicht, ganz unabhängig von der hier verwendeten Fuji X100, eigentlich auch jede moderne Kamera für die Landschaftsfotografie geeignet. Nur sollte man seine Kamera kennen und zur Not im Schlaf bedienen können. In Verbindung mit dem richtigen Licht und dem Wissen um das Motiv sind dann auch mit einfachen Kameras eindrucksvolle Fotografien möglich.

Hier einige Beispiele die NICHT mit der X100 entstanden sind.

Das erste Bild habe ich vor vielen Jahren mit einer Nikon F4 und einem 70-300 Zoom am Vierwaldstätter See in Luzern aufgenommen. Auf dieses Alpenglühen habe ich etwa ein Jahr lang gewartet und es schließlich bei grimmiger Kälte auf einen Kodak Extra Color 100 aufnehmen können. Die verwendete mutet heute schon fast prähistorisch an, aber dennoch wurde dieses Foto für den Werbeprospekt der Bergstation auf dem hier gezeigten “Pilatus” verwendet.

Alpenglühen am Pilatus bei Luzern mit Nikon F4

Beispiel 2 ist ein Sonnenaufgang über dem La Sal Gebirge bei Moab in Utah. Um dieses Bild aufnehmen zu können bin ich dreimal an diesem Ort gewesen und habe mir im winterlichen Morgengrauen die Finger abgefroren. Es ist mit einer Nikon D300 und einem AF-S 2.8/17-55mm fotografiert. Im Zeitalter der D800 auch schon wieder ein Stück “Alteisen” – aber man kann damit noch gute Fotos machen. Die D300 ist seit der Vorstellung der D800 nur billiger geworden, nicht schlechter! Dieses Foto verkauft sich über über verschiedene Online-Stores recht gut und hat es in die Galerie der fotocommunity.de geschafft.

Sonnenaufgang am Mesa Arch mit Nikon D300

Und zum Schluss noch eine “Momentaufnahme” aus dem Jahr 2010. Dieses Bild ist am Ende eines Tages mit dichten Wolken, Sturm und fiesem Licht im Monument Valley in Arizona entstanden. Während ich am Visitor Center gewartet habe, dass meine Freundin den Weg zur Damentoilette findet, schien für einen kurzen Augenblick die Sonne fast waagerecht zwischen dem bedrohlichen Wolkenhimmel und dem Boden auf die drei berühmten Tafelberge. In diesem Augenblick hatte ich meine Nikon D300 schussbereit auf dem Stativ und habe wie elektrisiert ein Bild nach dem anderen geschossen. Während der RAW-Bearbeitung habe ich später versucht die Emotionen auszuarbeiten die ich in diesem Augenblick hatte.

Sunset im Monument Valley

Die beiden letzten Beispiele hätte man in der gleichen Qualität mit fast identischem Ausschnitt auch mit der Fuji X100 erstellen können. Die X100 ist definitiv mehr als nur eine hübsch gemachte Retro-Kamera, sie ist ein ernst zu nehmendes “Werkzeug für den perfekten Augenblick”.


UNFIT – I Will Wait For You

Ich kann mich noch gut an das Jahr 1996 erinnern. Damals habe ich einer winzigen Wohnung in der Bonner Altstadt gewohnt, direkt über Norbert Ganser – Bonn war damals noch wichtig! Gearbeitet habe ich damals beim Bonner Microsoft-Systemhaus comma soft. Es war cool mit all diesen jungen talentierten Menschen zu arbeiten, neue Freunde zu finden und nach der Arbeit die Tage in einem der vielen Biergärten am Rhein ausklingen zu lassen.

Einer meiner damaligen Kollegen war Christian Bohning. Chris ist ein talentierter Musiker, er spielt Gitarre, Keyboards, singt und komponiert. Seine damalige Band hatte den schönen Namen UNFIT. Alle Bandmitglieder waren hoch motiviert und der Bassist hat damals an der SAW-School in Köln eine Ausbildung zum Tontechniker gemacht. Während der Ausbildung musste er zwei Platten produzieren, warum nicht mit der eigenen Band? So ging es dann im Dezember 1996 kurz vor Weinachten nach Köln zur SAE Schule.

Da die Mittel der Musiker extrem begrenzt waren, hat sich Christian damals von mir eine akustische Gitarre mit Stahlsaiten und Piezo-Tonabnehmer ausgeliehen. Weil sie keinen Keyboarder hatten bat mich Christian damals mit meinem großen 76-Tasten Synthesizer mit nach Köln zu kommen um einem der Songs mit einem Flächensound zu untermalen. Was für ein Aufwand, heute würde man es in 5 Minuten am Notebook hinzaubern, aber damals waren es noch andere Zeiten! Der Master war damals noch ein mehrere Zentimeter breites Tonband. Nach dem Mix wurde alles mit einem damals revolutionären DAT-Recorder im Format 16Bit/48KHz digitalisiert. Danach musste es via Glasfaserkabel auf einen Computer mit entsprechender Soundkarte transferiert werden um dort mit einer Software wie Wavelab von Steinberg (Ja, das gab es damals auch schon!) nachbearbeitet zu werden. Aus heutiger Sicht ist das alles kaum noch vorstellbar…

Die CDs wurden damals noch in Handarbeit einzeln gebrannt und mit einem Permanent-Marker beschriftet. Mein Exemplar hat die Nummer 22 und ist vom 15.12.1996.

Hier ist der Song bei dem ich die “Fläche im Hintergrund” beigesteuert habe. Das Video habe ich mit einem Aufwand von etwa 60s in Final-Cut-Pro X erstellt :-)

Die spartanische Homepage der Band findet ihr hier.


Soundtracks in Garageband

Jeder Video-Blogger kennt das Problem, dass Videos bei YouTube immer wieder wegen eines Content-ID Treffers gesperrt werden. Da hilft es oft auch nicht weiter spezielle Lizenzfreie-Musik einzukaufen. Denn diese ist oft gar nicht so “Lizenzfrei” wie man denkt. Wirklich lizenzfrei ist gekaufte Musik meist nur für den privaten Gebrauch. Oft kann man die Videos die man damit unterlegt hat trotzdem bei YouTube zeigen, muss aber davon ausgehen, dass Links zur Webseite des Künstlers der diese Musik erstellt hat eingeblendet werden. Das ist grundsätzlich kein Problem, aber eine Monetarisierung der Videos über Anzeigen ist damit nicht mehr möglich.

Gelegentlich geschehen bei YouTube sogar abenteuerliche Dinge mit Musik die man selbst gemacht hat! Bei meinem letzten Zeitraffer-Video habe ich voll im Ernst eine E-Mail von YouTube bekommen in der zu lesen stand, dass das Video gesperrt wurde, weil ich die Urheberrecht am Soundtrack nicht nachweisen konnte. Nur wie weise ich eigentlich nach, dass ich der Urheber eines kurzen Musikschnipsels bin? Hier ein Auszug aus der E-Mail…

Vielen Dank, dass du deine Videos zur Monetarisierung eingereicht hast. Wir haben die Monetarisierung für die folgenden Videos deaktiviert, da wir nicht bestätigen konnten, dass du für alle enthaltenen Inhalte über die erforderlichen kommerziellen Nutzungsrechte verfügst.

Wenn du nachweisen kannst, dass du für alle Elemente in deinem Video die erforderlichen kommerziellen Nutzungsrechte innehast, informiere dich darüber, wie du Anspruch auf ein Video erheben kannst. Reiche dann über die oben stehenden Links die entsprechenden Nachweise ein.

In der YouTube E-Mail ist ein Link der mich zu einer Beschwerde-Seite weitergeleitet hat. Dort sind verschiedene Hilfe-Videos verknüpft. In einem dieser Videos wird genau auf mein Problem eingegangen und erklärt was zu tun ist. Ich habe daraufhin, wie im Hilfe-Video gezeigt, im Beschwerdeformular einen kurzen Text in englischer Sprache eingetippt, den Namen des Songs und mich als Urheber angegeben. Im Video selbst war beides so in den Credits verzeichnet.

Etwa eine Woche später bekam ich dann eine E-Mail eines YouTube-Mitarbeiters mit der Nachricht, dass mein Video nun wieder für die Monetarisierung freigegeben ist. Warum das so kompliziert sein muss erschließt sich mir leider derzeit noch nicht, aber irgendwie scheint es doch zu gehen.

Ein möglicher Weg zur Vermeidung von Problemen bei der Monetarisierung von Videos ist also, die Hintergrundmusik selbst zu erstellen und sich in einem Statement als Urheber usw. anzugeben.

Nur wie kann man Hintergrundmusik selbst erstellen? Auf dem Mac ist das recht einfach, denn da gehört die Software Garageband zur Grundausstattung. Im oben verknüpften Video habe ich für Euch einige Loops genommen und zu einem Musikschnipsel zusammen gesetzt. Man kann je Spur ganz einfach Lautstärkeverläufe sowie Panorama-Änderungen einstellen. Es gibt gute Soundeffekte, alle Spuren kann man via “Loop” endlos lang wiederholen und im Zweifel auch eigene musikalische Fragmente ergänzen. Dafür braucht man entweder ein MIDI-Keyboard oder man verwendet einfach die normale Tastatur, damit geht das dann zur Not sogar im Flugzeug ;-) Sprache und Gesang kann man über das eingebaute Mikrofon aufnehmen, besser klingt es natürlich mit einem separaten USB-Audiowandler.

Sehr gute Erfahrungen habe ich hier mit dem Apogee JAM gemacht. Dieses ‘Ding’ gibt es bspw. bei amazon.de für ca. 89,- Euro. Dieser monophone Wandler ermöglich den Anschluss von E-Gitarren und Mikrofonen (ohne Phantomspeisung) an einen Mac und sogar an das iPad. Auf dem iPad kann man damit in Verbindung mit Garageband/iPad sehr einfach kleine Musikstücke erstellen. Diese können sogar via iTunes auf einen Mac übertragen und dort sehr komfortabel mit Garageband nachbearbeitet werden. Es ist sogar ein direkter Import in Logic möglich, womit sich wirklich alle Möglichkeiten der weiteren Bearbeitung eröffnen. Allerdings ist Logic nicht ganz preiswert. Für einfache Soundtracks kommt  man sicher auch mit Garageband ganz gut zurecht.

Ich bin gespannt auf Euer Feedback. Welche Erfahrungen  habt Ihr gemacht und wie untermalt Ihr Eure Videos?

Hier noch ein Video zum Thema Apogee JAM und Garageband auf dem iPad

Hier habe ich noch ein Video gefunden das wirklich echt ist, also keine geschönte Werbung aus dem Apple-Universum. Zwei Typen gehen in einen Musikladen und lassen sich das einfach mal zeigen. Ich find’s super :-)


Grand Canyon – A Video Postcard

Beim Ausmisten diverser Kartons ist mir eine zweite “Video Postcard” in die Hände gefallen. Diesmal geht es um den Grand Canyon. Gekauft hatte ich diese beiden DVDs im Jahr 2009 als ich von Page aus einen privaten Rundfug über den westlichen Zipfel des Grand Canyon, den Lake Powell und weitere Sehenswürdigkeiten wie die Rainbow Bridge usw. gebucht habe. Der Flug fand zwei Tage später statt und war einer der Höhepunkte dieser Photoreise.

Hier gibt es den Artikel zu diesem tollen Tag. Einige Video-Sequenzen habe ich damals mit der kleinen Nikon S600 aufgenommen. Unter anderem gibt es dort auch eine kurze Sequenz aus dem Cockpit unserer kleinen Propellermaschine. Ich kann mich noch gut daran erinnern wie schlecht es mir damals ging. Am Tag zuvor war eine schwerer Sturm über das Land gefegt und die letzten Ausläufer haben uns ganz schön durchgerüttelt. Wenn man dann noch ständig das Fenster öffnet und seitlich auf den Boden durch ein Kamera-Okular schaut, dann wird man so richtig “Seekrank” – oder heißt es in diesem Falle “Sehkrank”?? Aber egal, es war eine coole Aktion mal ganz allein über den Grand Canyon geflogen zu werden und dabei viele viele schöne Fotos einsammeln zu können. Der Pilot muss mich übrigens für verrückt gehalten haben.

Weil ich nicht genau wußte ob ich Objektive usw. wechseln kann, hatte ich vier Kameras dabei. Eine F5 mit Velvia 50 und AF-S 2.8/28-70, eine F100 mit Ektar 100 und AF-D 2.8/60mm Macro, eine D2x mit AF-S 2.8/17-55 und eine D300 mit AF-S VR 70-200. Ach ja, die kleine S600 war Kamera Nr. 5 – ist schon ein wenig krank – oder? Na egal, dann macht mein heutiger Zustand ja keine Ausnahme :-)

Und hier ist mein gefundenes Video zu Grand Canyon. Die Qualität war nicht so wirklich toll und so habe ich es mit zwei Filtern aus Final-Cut-Pro X ein wenig aufgepeppt. Ich bin gespannt was Ihr zur Qualität zu sagen habt :-)


Monument Valley – A Video Postcard

Wenn man krank daheim herumschleicht und endlich mal einige Kartons mit altem Krams ausmistet, fördert dies gelegentlich Dinge ans Tageslicht die man längst vergessen hatte. So ist es mir heute mit zwei kleinen Postkarten ergangen. Sie waren zu dick für eine Ansichtskarte und beim zweiten hinsehen fiel mir dann auf, dass eine DVD drin steckte. Also gleich rein damit in das nun externe DVD-Laufwerk meines neuen MacBooks (dort wo es eingebaut war ist jetzt eine 750er Festplatte die dort zusätzlich zu einer 256er SSD werkelt). Mit dem kleinen Tool “DVD Ripper HD”, das es in Apples App-Store zu kaufen gibt, lässt sich das Video dann auch schnell in eine mp4 Datei umwandeln. Leider gibt es wegen des 4:3 Fernsehformates oben und unten noch dunkle Balken. Also rein damit in Final-Cut-Pro X, kurz beschneiden und dann direkt ab in Richtung YouTube damit.

Es gibt ein paar nette Luftaufnahmen dieses einzigartigen Areals. Der Rest ist nicht überragend, die Musik ist so lala, aber für USA-Fans ist es vielleicht doch eine kurzweilige Abwechslung die noch nicht jeder von Euch kennt :-)

 


Krank daheim mit Joe Bonamassa und den Ärzten

Nach meiner Freundin und etlichen Arbeitskollegen hat es mich nun auch erwischt. Ich pfeife aus dem letzten Loch, die Nase läuft und jeder Handgriff fällt schwer. Da ist es genau richtig auf dem Sofa zu sitzen und via Apple-TV bei YouTube und Co. zu stöbern. Irgendwann fällt mir dabei ein Typ auf, er sieht aus wie ein Milchbubi, ist etwas speckig, trägt einen komischen Hut und spielt auf seiner Strat fast den Altmeister Robben Ford von der gemeinsamen Bühne. Joe Bonamassa – Jahrgang 1977 und Sohn eines Musikers der später einen Gitarrenladen betrieb. Bereits mit 4 Jahren bekam der kleine Kerl vom Papa seine erste kleine Gitarre geschenkt. Und auf die Ohren gab es vom Papa Rory Gallagher, Eric Clapton und vieles mehr. Mit 14 Jahren spielt das inzwischen fast erwachsene Pummelchen dann bei BB-King. Später wird er zu diversen Festivals eingeladen und tritt im Rockpalast, bei “Ohne Filter” und anderen Shows auf. Die Musik die er spielt passt eigentlich nicht zu ihm, aber er ist nicht mit Bananarama und den Per Shop Boys aufgewachsen. Er spielt was ihm gefällt und das gefiel auch schon seinem Vater und den Babyspeck hat er inzwischen auch verloren!

Hier eine kleine Kostprobe:

Gleich der erste Riff besteht aus wenigen Elementen der pentatonischen Tonleiter. Die Tabulator zum Intro findet man im Internet ganz schnell, hier kann man sogar mithören und sehen was man selbst spielen müsste. Versucht man es mitzuspielen stellt man fest, dass es gar nicht einfach ist diesen wenigen Tönen einen guten Groove abzuringen. Und gerade darin zeigt sich wohl der Genius, Bonamassa macht auch aus wenigen Tönen einen coolen Groove.

Sehr schön ist auch das Zitat aus Paranoid von Black Sabbath am Ende des Schlagzeugsolos kurz am Ende des Songs.

Während ich so daheim auf der Couch weitere Songs von Joe Bonamassa via YouTube und Apple-TV schaue und vor allem höre, finde ich dann bei facebook einen Link zu einem Video das dort ein guter Freund gepostet hat. “Cpt. Metal” vom neuen Album der “Ärzte”. Eigentlich mag ich diese Band nicht so wirklich, ich fand sie früher einfach zu albern. Aber dieser Song und das Video beweisen, die Ärzte haben enormes Potential. Und das was sie da singen spricht mir aus der Seele. Meine erste Schallplatte war von “Led Zeppelin” und ich bin mit “Whole Lotta Love” aufgewachsen. Was derzeit im Radio und anderswo läuft sagt mir meistens gar nichts mehr, oft einfach nur seelenloses Mainstream-Gedudel für Kids und Kohle. Da sticht der Song der Ärzte hervor und zeigt mir, dass ich so allein mit diesem Gefühl der musikalischen Ratlosigkeit angesichts der akutellen Charts gar nicht bin…

Es gibt Zeiten da hilft eben nur “Capt. Metal” – hier auch sehr schön die Zitate von Metallica und Rammstein!

In diesem Video erzählt er etwas von seinen musikalischen Einflüssen und bringt auch einige nette Beispiele dazu wie er die Spielweise von Eric Clapton, Robben Ford und anderen Helden der E-Gitarre sieht.

In diesem Video zeigt er wie er seine vielfältigen Sounds kreiert und welche Amps und Effekte er verwendet. Interessant finde ich wie er hier immer wieder einen Lick nach dem anderen aus dem Ärmel schüttelt um den jeweiligen Amp oder Effekt zu demonstrieren. Ein Vollblutmusiker durch und durch…


Retten sie ihre Videokassetten

Heute habe ich für Euch einen kleinen Test den ich mit dem Magix USB 2.0 Video-Grabber aut meinem 17″ MacBook unter Windows 7 gemacht habe. Das Magix-Produkt heißt “Retten sie ihre Videokassetten” – schon witzig – es funktioniert sehr gut, aber die Bildqualität könnte besser sein. Ich denke es liegt daran, dass der USB-Grabber nur einen Composite-Video-Eingang hat. Könnte man ein richtiges RGB-Kabel (SCART) anschließen, wäre sicher mehr drin. In der nächsten Woche werde ich das ganze nochmals mit einem TERRATEC G3 Grabber unter OS-X einlesen und hoffe, dass dann ein deutlicher Qualitätsgewinn sichtbar wird. Dies wird dann aber weniger am OS-X als am Scart-Anschluß des neuen Grabbers liegen :-)

Aber sei’s drum, hier schon mal 90 Minuten mit bluesigen Tipps vom Meister persönlich…


Nikon D300 – Meilenwerk Düsseldorf

Es ist schon eine ganze Weile her, aber es war dennoch ein toller Tag als mich meine Freundin Sandra im August 2010 zu einem Überraschungsausflug nach Düsseldorf eingeladen hat. Ich wusste nicht was kommt und habe einfach mal die Nikon D300 samt AF-D 1.4/85mm und dem “kleinen Schwarzen” AF-D 2.8/10,5mm sowie ein Nikon SB-900 Blitzlicht eingepackt. Ein stark reduziertes Equipment, aber nicht zuletzt seit meiner neuen Liebe zur Fuji X100 weiß ich “Less is more”. Also ging es bewaffnet mit nur zwei Objektiven auf nach Düsseldorf in ein altes Straßenbahn-Depot, das heute einen großartigen Oldtimer-Markt beherbergt.

Hier einige Fotos die an diesem Tag entstanden sind. Alle Bilder sind 1000 Pixel breit, also einfach anklicken wenn es größer sein soll…

Meilenwerk Düsseldorf mit Nikon D300 und AF-D 2.8/10.5mm

Meilenwerk Düsseldorf mit Nikon D300 und AF-D 2.8/10.5mm

Meilenwerk Düsseldorf mit Nikon D300 und AF-D 1.4/85mm

Meilenwerk Düsseldorf mit Nikon D300 und AF-D 1.4/85mm

Meilenwerk Düsseldorf mit Nikon D300 und AF-D 1.4/85mm

Meilenwerk Düsseldorf mit Nikon D300 und AF-D 1.4/85mm

Meilenwerk Düsseldorf mit Nikon D300 und AF-D 1.4/85mm

Meilenwerk Düsseldorf mit Nikon D300 und AF-D 1.4/85mm

Meilenwerk Düsseldorf mit Nikon D300 und AF-D 1.4/85mm

Meilenwerk Düsseldorf mit Nikon D300 und AF-D 1.4/85mm

Rückblickend muss ich sagen, dass die Wahl der Objektive ziemlich perfekt war. Mit dem 1.4/85mm lässt sich mit der D300 selbst bei Blende 5.6 noch eine sehr angenehme Hintergrundunschärfe realisieren. Die Fahrzeuge können damit trotz der Enge in der voll gestopften Halle sehr schön vom Hintergrund abgehoben werden. Für einige abgefahrene Weitwinkel-Perspektiven war das 10.5mm Fisheye genau richtig.

Würde ich noch einmal hinfahren, so würde ich die D700 oder D800 mit dem AF-D 1.4/85mm, AF-S 1.4/50mm, AF-D 2.8/20mm und das supergute AF-S VR 4/16-35mm einpacken. Dazu noch das SB-900 und für einige Details vielleicht das AF-D 2.8/60mm Macro oder das AiS 2.8/55mm Macro – egal – schauen wir mal was in den kommenden Monaten passiert – vielleicht klappt es ja dort die neue D800E in den ersten Mai-Wochen auszuprobieren :-)

In einigen ersten Publikationen bezüglich der Qualitäten der neuen Nikon D800 wird die Genauigkeit der Belichtungsmessung im Vergleich zur D300 hervorgehoben. Das kann ich nicht ganz nachvollziehen, meiner Meinung arbeitet die Belichtungsmessung die D300 sehr zuverlässig, wenn man sie kennt. Bei Außenaufnahmen mit hellem Licht und vielen Weißtönen korrigiere ich den Belichtungsmesser wie bei der D7000 und der D2x meist um -0,3 bis -0.7 EV. Damit gibt es dann keine ausgefressenen überstrahlten Lichter in den RAW-Bildern. Die dunklen Bildbereiche haben dank der 14-Verarbeitung meist noch große Reserven und können Problemlos im Rahmen der RAW-Konvertierung aufgehellt werden.

Bei gedämpftem Licht mit etwas milderen Kontrasten ist in der Regel keine Korrektur notwendig. Bei Portraits im Gegenlicht korrigiere ich manchmal um +0.7EV – je nach Wunsch, aber meist erzielt man auch mit der Standard-Einstellung der D300 zuverlässig sehr gute Ergebnisse. Auch die hier gezeigten Fotos habe ich so im im RAW-Format fotografiert und mit einer inzwischen veralteten Version von Nikon Capture NX2 “entwickelt”. Die Ergebnisse sind für meinen Geschmack recht ansprechend und ausgewogen. Ich denke hier muss sich die D300 oder auch die D700 nicht hinter der neuen D800 verstecken.


Lyonheart K – Pulsbeschleuniger für harte Kerle

Bereits als kleiner Junge war ich vom Design des Jaguar E-Type fasziniert. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Auch wenn seine Technik fehleranfällig war und die Besitzer dieser Fahrzeuge damit mehr in der Werkstatt als auf der Landstraße unterwegs waren, das Design des Jaguar E-Type ist für mich bis heute nahezu unerreicht.

Dass ich mit dieser Meinung nicht allein auf der Welt bin zeigt mir die Vorstellung der Designer der schweizer “Classic Factory”. Erst vor einigen Wochen haben sie ihre finale Version einer modernen Interpretation eines Sportcoupés vorgestellt für das der Jaguar E-Type das Vorbild war. Solch ein Fahrzeug könnte die Herzen betuchter Kerle schneller schlagen lassen. Basierend auf einem Aluminium-Spaceframe und Karosserieteilen aus Karbon-Fasern soll das Fahrzeug relativ leichte 1.600 Kilogramm auf die Wage bringen. Unter der Haube soll ein Turbo-aufgeladenes V8 Triebwerk mit nicht weniger als 5  Litern Hubraum und 550PS bei 680 Nm Drehmoment werkeln. Der Top-Speed soll bei 300 km/h liegen, die 100 km/h Marke soll bereits nach 4 Sekunden geknackt sein.

Handgefertigt im britischen Coventry sollen die ersten 50 Fahrzeuge zum Stückpreis von 495.000 Euro an den Mann oder die Frau gebracht werden. Die Wartezeit soll derzeit 18 Monate betragen. Es gibt sie noch, die echten Männerträume. Ob Frauen auch von solchen Dingen träumen weiß ich nicht, vielleicht schreibt mir ja mal ein weiblicher Leser einen Kommentar :-)


Fuji X100 – Ausflug nach Andernach am Rhein

Es ist mein Geburtstag und ich werde heute voll im Ernst krasse 48 Jahre alt… Während des Frühstücks frage ich mich wo die Jahre geblieben sind. Im Kopf fühle ich mich noch wie 24, aber in den Knien und dem Rücken spüre ich deutlich, dass ich älter werde. Viel Zeit bleibt mir nicht mehr, wenn es gut läuft noch 30 bis 40 Jahre… Ok, das ist noch eine ganze Weile :-) Nachdem sich der morgendliche Schneeschauer gelegt hat kommt um 10h tatsächlich die Sonne durch. Sandra und mich hält nichts mehr “in der Bude”. Ab ins Auto und auf in Richtung “Süden”. Ein wirkliches Ziel haben wir nicht und so verschlägt es uns nach Andernach. Sandra kennt diesen Ort noch gar nicht und ich selbst war auch schon lange nicht mehr hier. Wir parken das Auto und es geht ein wenig am Rhein entlang.

An meiner Schulter hängt die frisch reparierte Fuji Finepix X100. Die ersten Fotos nach der Reparatur sind vielversprechend. Alle Bilder sind korrekt belichtet, die Service-Leute haben das komplette Objektiv samt Innenleben ausgetauscht. So macht sie wieder richtig Spaß. Und witzig sind die Blicke der anderen Spaziergänger als sie mir zuschauen wie ich diese kleine Retrokamera nehme und die braune Lederhülle aufklappe. Während ich in den wunderbaren Hybridsucher schaue blicken Sie mich ein wenig ungläubig an. Die Frauen sehen aus als wäre sie kurz davor Dinge zu sagen wie “Ach wie niedlich, schau mal Heinz, so eine Kamera hatte mein Vater in den 60er auch mal…” Die männlichen Spaziergänger sehen ein wenig ungläubig aus und ich glaube in ihren fragenden Gesichtern Dinge ablesen zu können wie “Hä, knipst der noch mit Film oder was?”

Wie dem auch sei, nach einem kleinen Spaziergang durch die Innenstadt geht es weiter am Rhein entlang. Bei Koblenz wechseln wir von der B9 auf die B42, dort scheint die Sonne! Gern würden wir oben auf dem Loreley-Felsen etwas essen, aber da ist gerade ein Mittelalter-Event und so flüchten wir uns nach Assmannshausen etwas nördlich von Rüdesheim. Im Restaurant “Anker” genießen wir die überaus skurrile Inneneinrichtung und lassen es uns bei frischem Spargel mit Kartoffeln und Schnitzel gut gehen.

Später daheim schaue ich meine Beute am und bin sehr angenehm überrascht wie scharf und detailreich doch die Fotos aus der kleinen X100 sind. Es ist einfach eine tolle Kamera, sie hat kein Zoom-Objektiv, aber vielleicht macht es mir gerade deshalb so großen Spaß damit zu fotografieren. Es ist ein wenig wie ganz ganz früher als ich mit meiner allerersten silbernen Sucherkamera die ersten Fotos belichtet habe. Nur sind heute die Ergebnisse um Größenordnungen besser. Manchmal ist es doch gut zu altern, solange es in “Würde” geschieht :-) Schaue ich mir heute an was ich mit 24 fotografiert habe, so schlage ich regelmäßig die Hände über dem Kopf zusammen.

Irgendwie ist das mit dem älter werden schon ok und mein 48-ter Geburtstag ist einer der ruhigsten und schönsten Tage die man sich wünschen kann :-)

(Alle Fotos sind 1000 Pixel breit – einfach anklicken)

Andernach am Rhein mit Fuji Finepix X100

Andernach am Rhein mit Fuji Finepix X100

Andernach am Rhein mit Fuji Finepix X100

 

 


Nikon D800 – Aufrüsten für das Pixelmonster

Seit Februar ist sie nun bestellt und leider noch lange nicht in Sicht, meine Nikon D800E. Um die lange Wartezeit etwas zu verkürzen habe ich bereits vor einigen Wochen mit den Vorbereitungen für den “Tag-X” begonnen. Ein neues 17″ MacBook mit i7 CPU und flinker SSD ist da, neue hochauflösende Festbrennweiten stehen im Regal und zwei 64GB Ultra-DMA CF-Karten sind auch schon eingetrudelt. Nun müsste nur noch das Pixelmonster kommen und mein Leben wäre perfekt :-)

Halt, noch nicht so ganz!! Im Vorfeld der Vorstellung der Nikon D4 wurde schon gemunkelt, dass die D4 eine Thunderbolt-Schnittstelle mitbringen könnte. Hat sie leider nicht, statt des neuen Apple-Standards ist bei der D4 und auch der D800 ‘nur’ ein USB 3.0 Anschluss vorgesehen – Steve Jobs würde sich im Grabe herum drehen, hätte er das noch erleben müssen! Wie dem auch sei, bei Apple-Notebooks spielt USB 3.0 keine Rolle, das hat der Meister so vorgegeben und das wird wahrscheinlich auch so bleiben, vorerst jedenfalls!

Füllt man die Speicherkarten des Pixelmonsterns mit tausenden von RAW-Bildern (‘das kostet ja nichts…’) so steht man irgendwann vor der Herausforderung all den ‘Datenmüll’ unter dem sich vielleicht 2 oder 3 gute Bilder verbergen auf eine Festplatte zu schaufeln. Windows-User mit einem aktuellen Notebook oder dicken Super-PC lachen sich jetzt einen ins Fäustchen, die fesch getypten Apple-Jünger schauen in die Röhre. Halt, nicht so ganz!!

HAMA USB 3.0 PCI Express Card mit 17" MacBook Pro

Beim Media-Markt habe ich mir vor einigen Wochen eine HAMA USB 3.0 Steckkarte für das 17″ MacBook Pro gekauft. Das hat zwar einen entsprechenden Steckplatz, dafür gibt es keinen SD-Card-Reader mehr. Angehörige der Steve-Jobs-Glaubensbewegung werden sich nun in fahrige Ausflüchte retten, aber es ist einfach blöd. Die kleinen 13″ MacBooks haben einen SD-Card-Reader, die ‘erwachsenen’ Modelle nicht. Was soll der Unfug? Also habe ich mir auch noch einen SD-Card-Reader mit einer USB-Schnittstelle gekauft. Soweit so gut…

HAMA USB 3.0 PCI ExpressCard

HAMA ist ein Hersteller, der viele seiner Produkte in China und anderswo einkauft und nur noch sein Label drauf klebt. Fertig ist der USB 3.0 Controller! HAMA steht drauf aber es ist kein HAMA drin, es ist irgendwas anderes, nur was? Auf der HAMA-Webseite findet man keine Treiber für OS-X und wenn man das Ding einfach so in den neuen Mac hineinsteckt funktioniert es auch nicht. Was tun?

Ich recherchiere eine Weile im Internet und bleibe schließlich bei der Website des Herstellers LACIE hängen. Dort gibt es eine USB 3.0 PCI Express Karte für die ‘erwachsenen’ Macs in einem richtigen Computer-Gehäuse. Sie haben ein Slot-Blech und passen sehr wahrscheinlich auch in jeden aktuellen Windows PC. Mit einer Steckkarte für mein neues MacBook hat das alles nichts zu tun aber dennoch könnte der Treiber passen. Also runterlasen, installieren, OS-X herunterfahren, USB 3.0 Karte rein und neu starten. Entgegen allen Befürchtungen kommt das OS-X sofort wieder ‘hoch’ und meldet auch keine Fehler. Nun muss ich den neuen USB 3.0 Port testen. Nur wie? Meine externen USB 3.0 Festplatten brauchen zuviel Strom und laufen an dieser irgendwie hemdsärmelig wirkenden Lösung nicht. Aber da ist ja noch der USB-Cardreader, damit könnte ich es ausprobieren.

Und siehe da, die grüne LED des Card-Readers blinkt und einige Sekunden später wird die eingesteckte SD-Karte im ‘Finder’ angezeigt. Und ich kann sogar darauf zugreifen und die Daten kopieren, großartig! Schnell mal die Systeminformation starten und schauen was es da jetzt zu lesen gibt…

LACIE Treiber unter OS-X mit HAMA USB 3.0 PCI Express Card

Wer vor ähnlichen ‘Operationen’ mit seinem Mac steht, findet den Treiber hier. (http://www.lacie.com/products/product.htm?id=10493)

Die Nikon D800E könnte jetzt also kommen, aber leider muss ich mich wohl noch bis Mai gedulden. Aber vielleicht finde ich ja noch das eine oder andere Thema das sich in diesem Zusammenhang auftut :-)


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