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Archiv für September, 2011

Nikon P7100 – Unboxing & Hands-On

Als es an der Türe klingelt ist es Montag, ich habe einen nicht ganz freiwilligen Tag im Homeoffice vor mir und bekomme von einem HERMES-Boten ein Päckchen geliefert. Es ist der neue DSL-Router, schon sehr bald werde ich kein Kunde der Telekom mehr sein, ich bin gespannt welche Abenteuer da noch auf mich warten! Aber davon will ich heute gar nicht berichten! Kurz drauf klingelt es erneut, diesmal ist es der Postbote, er hat ein Objektiv dabei, das Walimex 3.5/8mm Fisheye mit Anschluss für das Nikon-F Bajonett! Als einige Stunden später ein DHL Bote klingelt ist der Tag perfekt, diesmal bringt er eine nagelneue Nikon P7100 vorbei. Das Ding ist seit Monaten vorbestellt, nun ist es endlich lieferbar!

Als mein Tagewerk erledigt ist, mache ich mich an ein kleines Unboxing. Die Nikon D7000 zeichnet in FULL HD auf, der Ton wird ganz einfach mit dem Nikon ME-1 aufgenommen. Der Autofokus ist abgeschaltet und der VR ist ebenfalls tot gelegt. Noch schnell die Fenster schließen und schon kann es losgehen. Ein paar Tage später ist das Video dann auch schon geschnitten. Der Upload in Richtung YouTube dauert die ganze Nacht und den halben Tag – aber das 5GB Monstrum ist jetzt online – in voll total coolem FULL HD :-)

Ich würde mal sagen – holt euch ein Bier aus dem Kühlschrank und setzt euch mit eurem Notebook bequem auf das Sofa – das Video läuft fast 33 Minuten – ich muss noch lernen mich kurz zu fassen…

 

Hier habe ich einige erste Testbilder aus dieser wunderbaren kleinen Kamera!

1) Eine Mainzer Abendstimmung – gestern am anderen Ende der “Eisenbahn-Brücke” aufgenommen – 200mm Brennweite – HDR aus 5 JPGs

2) Heute kurz nach Sonnenuntergang in Rheinhessen – Weitwinkel – HDR aus 5 JPGs

3) Und noch ein Bild aus Rheinhessen – heute ganz kurz vor Sonnenuntergang – HDR aus 10 JPGs mit “Fingertrick”

4) Und ein weiteres Foto des heutigen Trips durch Rheinhessen – HDR aus 5 JPGs – Kurz nach Sonnenuntergang

5) Und noch ein Foto das ich gestern kurz vor Sprendlingen gemacht habe.

Hier habe ich noch ein kleines Testvideo, das vor drei Tagen am Rhein bei Mainz entstanden ist. Man sieht ganz deutlich, dass die Videos der P7100 bei wenig Licht stark verrauscht sind. Wird es noch dunkler, kommen Probleme mit dem Autofokus hinzu. Aber ich denke, dass man dennoch in den frühen Abendstunden recht schöne Aufnahmen mit dieser Kamera hinbekommen wird.

 


Makrofotografie mit der Nikon D700

Heute habe ich für Euch ein kleines Tutorial in dem ich zeige, wie man durch die Verwendung einiger weniger preiswerter Zubehörteile mit einer Nikon D700 (und natürlich jeder anderen Nikon SLR) wirklich schöne Makrofotos machen kann. Das Video habe ich mit meiner Nikon D7000 aufgezeichnet. Um ein wenig mehr Tiefenschärfe zu erzielen habe ich bei den ersten Filmsequenzen eine kleine Blende (f/11) gewählt. In Verbindung mit der “sparsamen” Ausleuchtung hat die ISO-Automatik der D7000 zugeschlagen und die ersten Minuten sind ein wenig pixelig – aber das ist ja vielleicht auch ein interessanter und lehrreicher Nebeneffekt :-)

Im Video könnt Ihr auch sehen, wie sich die D7000 im Video-Modus mit verschiedenen Makro-Objektiven und Zwischenringen so macht. Es gibt auch ein Objektiv eines “Fremdherstellers” und das ist sogar richtig gut!!

Hier habe ich noch einige Beispielfotos für Euch. Alle Bilder sind “out of the cam” – also so wie die D700 sie geliefert hat – völlig unbearbeitet! Um zu zeigen wie irrwitzig klein selbst bei Blende 16 der Tiefenschärfebereich (Hyperfokaldistanz) in der Makrofotografie ist, habe ich bei allen Bildern die 2-Cent Münze um etwa 30° gedreht.

Hier das Sigma EX 3.5/180mm mit einem 12mm Zwischenring bei Blende 11. Im Hintergrund sieht man eine 20 Cent Münze die etwa 10cm weiter hinten steht. Für die Ausleuchtung habe ich zwei 40 Watt Halogen-Lampen verwendet. Die D700 habe ich bei ISO-100 mit einem Kabelauslöser in Verbindung mit der Spiegelvorauslösung bedient.

Hier nun das Nikon AF-D 2.8/60mm mit drei Zwischenringen bei Blende 16

Hier nun das neue Micro Nikkor AF-S 2.8/40mm bei Blende 16 mit drei Zwischenringen, also einer Auszugsverlängerung von 68mm.

Beachte: Die Nikon D700 erkennt dieses Objektiv als DX-Version und reduziert ggf. automatisch die Auflösung auf 6 Megapixel! Hier sollte man die automatische Erkennung der DX-Objektiv also abschalten!

Wer noch Fragen hat, kann sich gern bei mir melden. Über Anregungen für weitere Tutorials würde ich mich sehr freuen! Also Leute, schreibt mir doch mal was :-)


Die Nikon P7100 ist da

Was für eine schöner Tag, erst bringt ein Bote den neuen DSL-Router, dann kommt das neue SAMYANG 3,5/8mm und in den Abendstunden dann noch die neue Nikon P7100!! Letztere war seit Monaten vorbestellt und ich bin vielleicht einer der ersten Fotografen in Deutschland die dieses kleine schöne Ding in Händen halten dürfen!! Ein kleines Unboxing gibt es auch schon, aber es ist noch auf einer Speicherkarte und muss noch geschnitten werden. Das gibt es dann morgen oder übermorgen – versprochen!

Mein erstes Fazit:

Die Nikon Ingenieure haben die Stimmen ihrer Fans erhört und endlich kann man Belichtungsreihen in Verbindung mit dem kleinen Infrarot-Auslöser erstellen – großartig! Richtig coolen HD-Fotos steht damit auch bei der Nikon P7100 nichts mehr im Wege! Ich freue mich schon auf die nächsten Fototrip zur Blue-Hour und die ersten HDR-Aufnahmen aus der neuen P7100 :-)

Hier schon mal einige Fotos für alle die noch warten müssen….


Spätsommertour mit Sandra

Es ist Sonntag, die Sonne lacht und Sandra und mich hält nichts mehr daheim. Rauf auf’s Moped und los geht’s. Kurz zuvor haben wir uns eine detaillierte Karte ausgebreitet, eine Route ausgesucht und uns einige wichtige “Eckpunkte” eingeprägt. Es soll über Rheinbach und Euskirchen nach Schleiden gehen. Dann wollen wir in Richtung Koblenz fahren und zum guten Schluß über die B9 am Rhein entlang zurück nach Bonn. Diesmal ist eine GoPro HD HERO 1080 dabei. Ab Meckenheim lasse ich sie mal am Bug meiner blauen K1200 mitlaufen. Sandra hat ihr TomTom Rider programmiert und sie fährt vor. Für mich ist das sehr entspannt, ich muss nicht ständig in den Spiegel schauen, ich muss mir keine Sorgen machen und es gibt auch keine Standpauke wenn ich mal wieder zu schnell gefahren bin. Inzwischen hat Sandra sich auch daran gewöhnt mal vor zu fahren. Mit dem neuen TomTom Urban Rider kommt sie recht gut zurecht, auch ohne Headset. Am Freitag habe ich noch schnell die neue Aktivhalterung angebracht, so dass wir uns jetzt auch keine Sorgen mehr im Bezug auf den Ladezustand der TomTom-Batterie machen müssen. Das Display steht jetzt immer auf voller Helligkeit und schaltet sich zwischendurch auch nicht ab, denn Strom muss nun nicht mehr gespart werden!

Kurz hinter Schleiden finden wir eine nette Imbißbude am Straßenrand. Hier ist man zu 100% auf die Motorradfahrer aus Holland eingestellt. Es gibt Frikandel und Pommes Spezial oder kurz: Alles was das Bikerherz begehrt. Später wird mir beim Sichten des Materials auffallen, dass der Temperaturunterschied zwischen der Innenseite des Unterwassergehäuses und der Umgebung zu groß war und dass sich daher wieder Feuchtigkeit vor dem Objektiv der kleinen GoPro niedergeschlagen hat. Und wieder ist dies die Bestätigung, dass wirklich gelungene Video-Sequenzen mit einer GoPro viel mit Glück zu tun haben! Ok, wenn man es weiß, kann man ab und zu ja auch mal anhalten und die Kamera kontrollieren…

Frisch gestärkt tausche ich schnell die beiden Sitzbänke. Die Sitzbank mit der niedrigen Sitzhöhe kommt auf meine blaue K1200, ich kann jetzt mal mit meinem “Mädchenmotorrad” fahren – super! Die kleine GoPro Kamera montiere ich an Hecker der blauen K1200 und so kann ich mich dann fast 90 Minuten lang selber filmen. Ok ok, mein Drang nach Selbstbestätigung mag jetzt übermäßig wirken, aber ich fahre seit 30 Jahren Motorrad und habe immer noch keinen Film auf dem mal zu sehen ist wie ich auf meinem Moped sitze, ist doch traurig – oder?

Der Strom der kleinen GoPro Kamera reicht noch bis Maria Laach. An einer Ampel sehe ich noch wie sie sich abschaltet. Sie hat nun fast drei Stunden durchgehalten und das im Modus 5 = Full HD – gar nicht schlecht!

Allerdings ist von Full HD später nicht viel zu sehen. Die Kamera vibriert wie die Hölle und weite Passagen sind völlig unscharf und verwackelt. Wenn ich Sandra filme, versuche ich unter 6.000 U/min zu bleiben und jeden Schubbetrieb zu vermeiden, denn genau dann vibriert die K1200 besonders stark. Manchmal bin ich auch schon eine Weile mit gezogener Kupplung hinter Sandra her gerollt um ein paar scharfe Bilder aufzeichnen zu können. Aber im Gegenzug fährt sie wirklich super, alles ist sehr kontrolliert und sie überläßt nichts aber auch gar nichts dem Zufall. So kann man als Bikerlady 100 Jahre alt werden, großartig!

Später wird dann das Videomaterial gesichtet. Es sind wieder wahre Daten-Sintfluten  zusammen gekommen. Bis das alles verarbeitet ist vergeht wieder fast ein ganzer Tag.

 

 


Manfrotto 700RC2 Composite Video Head

Vor ein paar Tagen habe ich Euch in einem kleinen Unboxing den 700RC2 Video-Neiger vorgestellt. Hier habe ich noch ein kleines Test-Video, das ich in der letzten Woche schnell zwischendurch gemacht habe. Den Arm des Videoneigers habe ich dabei mit einem Gummiband bewegt, das man fast für ein Einmach-Glas verwenden könnte. Der Videokopf war noch ein wenig stramm eingestellt, daher läuft der Schwenk trotz des Gummibands nicht ganz flüssig. Wirklich gute saubere Schwenks sind echt die Köngisdisziplin beim Filmen mit einer Spiegelreflex-Kamera. Der 700RC2 kostet etwa 70,- Euro und somit relativ peiswert. Aber ich habe den Eindruck, dass man den Preisunterschied zu einem x-fach teureren Fluidneiger auch sieht – trotz der Trickerei mit dem Gummiband!

Aber seht selbst – hier ist mein erster Kameraschwenk mit der Nikon D7000 und dem Manfrotto 700RC2 Mini-Fluid-Neiger…

 


GoPro Sunrise

Es ist Montag, Sandra ist schon seit fast einer Stunde im Büro als in Bonn langsam die Sonne aufgeht. Am Himmel sind keine Wolken und die Sonne geht nur im Winter direkt hinter dem Bonner Posttower auf. Aber egal, vielleicht sieht es ja doch ganz cool aus. Schnell eine SD Karte in die kleine GoPro HD HERO 1080 einstecken und dann beides zusammen in einem Unterwassergehäuse unterbringen. Es sind noch die toten Fliegen vom Wochenende dran, aber die lassen sich leicht abwaschen. Mit einem Mikrofaserlappen wird schnell eine Ecke eines Fensters geputzt, man könnte auch das gesamte Fenster putzen, aber dann ist der Sonnenaufgang schon wieder vorbei. Die GoPro wird mit dem Autoscheibenhalter von außen an das Fenster montiert und schon filmt sie den Morgenhimmel über der Bonner Museumsmeile. Später sieht es dann doch ein wenig langweilig aus. Auch ist die Perspektive nicht wirklich toll gewühlt, ich hätte das LCD-Back benutzen sollen.

Auf meiner Festplatte finde ich noch eine Aufnahme des 21-ten Präludium von Johann Sebastian Bach, das ich vor einigen Jahren für eine Weihnachts-CD selbst eingespielt habe. Es ist ein wenig holprig, aber ich war und bin ja auch kein Profi – jedenfalls nicht am Klavier :-) Die Aufnahme läuft etwa 100 Sekunden, da ist meine Zeitrafferaufnahme ein wenig zu kurz. Ach komm, da wird einfach noch mal der Schwenk mit der Eieruhr hintendran geklebt und dann passt das schon…

Und hier ist es nun, mein kleines Meisterwerk :-]

 


Infrarot-Fotografie mit der Nikon D700

Es ist Samstag und die Sonne lacht. Gleich nach dem Frühstück sitzen wir schon in Sandras neuem Cabrio und genießen das Leben. Nach einem kurzen Zwischenstopp bei der Bonner Peugeot Niederlassung (->Wo ist der Schlüssel für das Felgenschloss?) geht es über die Autobahn weiter in Richtung Siegburg. Kurz vor Hennef verlassen wir die Autobahn und fahren ein wenig auf der Wahnbachtalstraße. Ich schaue auf dem HTC Desire HD via google Maps nach dem Weg. Ich habe im Hinterkopf, dass es hier in der Nähe das “Sieg-Wehr” geben müsste. Nach ein paar Minuten haben wir es dann auch schon gefunden. Schnell das Auto parken und das Dach schließen – ein Vogel hat es schon gesehen!!

Alle Fotos haben 1000 Pixel Seitenbreite – einfach anklicken um diese größere Darstellung zu öffnen!

Auf eine outdoor Fototour ist Sandra nicht vorbereitet. Die Schuhe sind unpassend und die fetzig rote Jacke und die schwarze Hose sind an diesem tollen Spätsommertag definitiv zu warm. An der D700 habe ich ein altes Nikkor AiS 2.0/105mm - ein perfektes Portrait-Objektiv mit wirklich tollem Bokeh (Hintergrundunschärfe).

Dann kommt ein 8x Graufilter vor die Linse. Aber es ist trotz allem viel zu hell für “normale” Fotos mit Bewegungsunschärfe innerhalb der vom Wehr herabstürzenden Wassermassen.

Außerdem steht die Sonne hoch und das Licht ist richtig fies. Diese “Schüsse” kann man eigentlich gleich wieder löschen. Ich setze mal ein anderes altes Nikkor AiS 4/200mm an das Bajonett der D700 und schraube den Graufilter samt aller Filteradapter an dieses Objektiv.

Damit bekommt man annähernd den “Wisch-Effekt” hin den ich mir vorstelle. Ich warte eine Weile ab und dann haben tatsächlich alle drei Wildgänse den Kopf erhoben :-)

Aber die Farben sind blass und das Licht wird immer fieser. Aber wie wäre es denn mit ein paar Infrarot-Aufnahmen? Ich krame mal mein altes Nikkor AiS 2.0/35mm und meinen HAMA INFRARED R-72 aus dem Fotorucksack. Mit ein paar Adapterringen passt dieser nicht ganz billige Filter an (fast) alle Objektive die dabei habe. Lediglich mein Sigma 17-35mm hat einen Filterdurchmesser von 82mm – das ist wirklich riesig und fast jeder Filter bewirkt hier auch krasse Abschattungen der Bildecken. Also lassen wir dieses Ding mal außen vor! Gern hätte ich vorort mit der D7000 ein paar Fotos der D700 mit den diversen Filtern geknipst, aber Sandra hat nur eine SD-Karte dabei und diese ist irgendwie kaputt. Nach genau 70 Bildern läßt sich alles was danach kommt nicht mehr öffnen. Also weg mit dem Ding… Ich bin insgeheim ganz froh, dass ich in der D1x, D2x, D300 und D700 die guten alten großen CF-Karten verwenden kann. Die sind deutlich robuster und ich hatte noch NIE irgendein Problem damit! Die fummeligen kleinen SD Karten sind mir auch schon mehrfach kaputt gegangen. Meist bricht bei intensiver Nutzung irgendwann das dünne Plastikgehäuse auseinander.

Daher habe ich hier zwei “indoor” Fotos der D700 mit dem 2.0/35mm und dem Infrarot-Filter die ich eben für Euch mit der D7000 und einem Nikon SB-800 gemacht habe. Mit dem SB-800 habe ich einfach nach oben gegen die weiße Decke geblitzt. Man sieht hier sehr schön, dass dieser IR-Filter fast schwarz ist. Ist er vor dem Objektiv, sieht man nichts aber auch gar nichts durch den Sucher. Auch der Live-View funktioniert damit NICHT!

Da hilft also nur eines, man komponiert mit der Kamera auf dem Stativ in aller Ruhe sein Motiv und schraubt dann den IR-Filter vor das Objektiv. Die Blichtungszeiten liegen bei ISO-100 und Blende 8 bei etwa 20 bis 30 Sekunden und das am hellichten Tage!!

Auf dem Display der D700 zeigen sich recht blasse nicht wirklich spektakulär wirkende rotstichige Bilder wie dieses hier:

Aber man darf sich davon nicht entmutigen lassen und sollte parallel IMMER ein RAW-Bild aufzeichnen. Bei der RAW-Konvertierung wird später am Computer erstaunliches sichtbar werden!

Kontraste und Bewegungsunschärfe sind wirklich spektakulär! Dadurch, dass nur langwelliges (rotes) Licht den Filter passieren kann, gibt es keinerlei wahrnehmbare Abbildungsfehler in den Bildecken (Chromatische Aberation). Hat man alles richtig gemacht, sind die Bilder dadurch wirklich “knackscharf”.

Nach den IR-Bilder kommt dann die Wide-V Pinhole mit Blende f/216 vor die D700. Mit diesem Ding funktioniert der Live-View relativ gut und man kann in Ruhe sein Bild komponieren. Die Belichtungszeit liegt bei ISO-100 und hellem Tageslicht bei etwa 2 Sekunden. Die Bewegungsunschärfe ist toll, der Retrofaktor auch, das Ergebnis wirkt fast wie ein Gemälde und das ganz ohne Tricksereien mit einer Bildbearbeitungs-Software!

Danach wird das LOREO LENS IN A CAP Plastikobjektiv an die D700 gesetzt und es gibt ein paar vergleichende “Retro-Fotos” wie dieses hier. Die Kontraste sind blass und die Bildränder sanft abgeschattet, ich mag dieses kleine runde Ding!

Danach geht es auf die Terrasse der Ruderclubs oberhalb des Wehrs und es gibt etwas kaltes zu trinken und vor allem gibt es SCHATTEN unter einem Sonnenschirm!

Hier habe ich noch ein “Out-Out-The-Cam” JPG, also ein Foto das die Kamera so geliefert hat wie es ist, ich habe es lediglich verkleinert um Speicherplatz in meinem BLOG zu sparen. Das Foto ist mit einem Sigma AF 2.8-3.5/17-35mm gemacht. (ISO-200, F/9, 1/320s, -0.7 EV)

Abgesehen von leichten Abschattungen der Bildecken bei offener Blende ist dieses preiswerte relativ billig wirkende Objektiv an der D700 gar nicht so verkehrt. Man muss also immer einen schweren “Knüppel” mit sich herum schleppen um schöne Weitwinkel-Fotos mit extremer Tiefenschärfe zu erzielen.

Anschließend geht es nach Ingersau zur Pfannkuchenmühle - super! Den Rest des Tages verbringen wir mit einer famosen OOT (Oben Ohne Tour) durch das Bergische Land. Was für ein Tag :-)

Die Bilder in diesem kleinen Artikel zeigen, dass man sich ein Motiv durch die geeignete Wahl des Standpunktes und des Objektives “erarbeiten” muss. Für mich sind die beiden hier gezeigten IR-Fotos der Knaller schlechthin. So gut wie mit diesem Filter und diesem Objektiv ließ sich dieses spröde Motiv mit “normalen” Mitteln nicht abbilden.


Panoramaschwenks mit einer Eieruhr

Gestern habe ich Euch ganz kurz meine beiden schönen neuen Eieruhren gezeigt. Hier ist nun der erste kleine Panoramaschwenk den ich mit einer einzelnen Eieruhr und einer GoPro HD HERO 960 aufgenommen habe. Das Video lief etwa 30 Minuten und ich habe mit Magix Video Deluxe V17 um den Faktor 150 beschleunigt. Gut gefällt mir das Wolkenspiel!

 


Wie man einen Polfilter benutzt

Während ich meine Wohnung aufräume, Bürokrams erledige und das ein oder andere Video bei YouTube hochlade, muss ich doch noch schnell eine kleines Lehrvideo aufzeichnen. “Wie man einen Polfilter benutzt”.

Bedenke:

  • Ein Polfilter (auch Polarisationfilter oder Polarizer) schluckt Licht!
  • Wer einen Polfilter benutzt verliert etwa zwei Blendenstufen, er muss also viermal so lange belichten!
  • Bei extremen Weitwinkelobjektiven funktioniert ein Polfilter nicht, weil das Objektiv an den Ränder in sehr schrägem Winkel durch den Filter “schaut”!
  • Man kann einen ähnlichen Effekt mit Photoshop oder ähnlichen Programmen simulieren. Aber das Spiegeln einer Scheibe oder der Oberfläche eines Sees wird man am Computer niemals entfernen können, das geht nur mit einem echten Polfilter!
  • In der Landschaftsfotografie ist ein Polfilter wirklich hilfreich aber er kann auch bei Portraits benutzt werden um glänzende Hautpartien zu “glätten”.
  • Setzt man zwei Polfilter voreinander und verdreht sie gegeneinander, so kann man fast alles Licht sperren. Super für lange Belichtungszeiten bei hellem Licht. Aber die Bilder haben danach auch einen krassen Farbstich, meist ein heftiges Magenta!
  • Von billigen Sonderangeboten sollte man die Finger lassen, die sind klapprig und in der Regel nicht vergütet. Diese Dinger verschlechtern nur ganz krass die Abbildungsqualität guter Objektive.
  • Einen Polfilter muss man drehen können! Wer also mit einem Tele eine lange Streulichtblende benutzen will sollte prüfen, ob er damit überhaupt den Filter noch bedienen kann.
  • Ein TTL Belichtungsmesser wird den “Polfilter-Effekt” ein wenig verschlechtern, weil er die Belichtung übermäßig stark korrigieren wird. Man sollte den Belichtungsmesser daher um -0.3 bis -0.7EV (EV = Exposure Value = Lichtwert oder auch Blendenwert) korrigieren. Geht das nicht, stellt man einfach eine andere Filmempfindlichkeit ein. Beispielsweise bei einem Fuji Velvia 50 könnte man  75 ASA statt 50 ASA einstellen.
  • Falls möglich solle man Varianten erstellen, also mehrere Bilder des gleichen Motivs mit unterschiedlichen Einstellungen des Polfilters.
  • In der Landschaftsfotografie sollte man beachten, dass ein Polfilter nur dann seine Stärken ausspielen kann, wenn das Sonnenlicht seitlich auf das Motiv fällt. Kommt es von hinten oder von vorn wird der Polfilter keine wirklich schönen Ergebnisse liefern.

Hier nur mein kleines Video zum Polfilter - besonders interessant finde ich, dass man damit sogar unerwünschte Motive sehr einfach wegfiltern kann!!!


Der Trick mit der Eieruhr

Und wieder steht ein schönes sonniges Wochenende vor der Tür. Mit meiner Dieselrakete und der kleinen GoPro Kamera auf dem Dach geht es nach Hause. Bei Geschwindigkeiten ab 150 km/h fällt die Kamera wirklich sehr unangenehm auf – rein akustisch gesehen! Ich hätte es nicht gedacht aber der zusätzliche Lärmpegel den dieser “Gegenstand” an der sehr exponierten Stelle hoch oben auf dem Auto produziert ist wirklich erheblich. Aber egal, ich muss ja nicht den Rest meines Lebens mit einer Kamera herumfahren. Ok, sicher gibt es den einen oder anderen unter Euch der mich für komplett bescheuert hält und mir insgeheim genau das wünschen würde…

Als ich daheim eintreffe ist eine Benachrichtigung im Briefkasten, es gibt neues Spielzeug!!

Schnell runter zum freundlichen Nachbarn und schon kann ich mit meinem neuen Unboxing starten. Es sind mehrere Kartons und ich finde zwei Manfrotto Neiger für den Aufsatz auf ein Foto-Stativ. Einmal einen Kugelkopf (für “normale” Fotos) und einmal einen Video-Neiger für weiche ruckfreie Kameraschwenks im Videomodus.

Und dann sind da noch zwei Eieruhren. Um Video werde ich erzählen, dass sie verchromt sind. Totaler Blödsinn, die sind natürlich aus Edelstahl!!

Da ich die kleine GoPro Kamera gerade sowieso in der Hand habe und es auf der Speicherkarte noch ein bisschen freien Platz gibt, nehme ich das Unboxing heute mal mit der GoPro auf. Durch das Unterwassergehäuse der Kamera dringt natürlich fast kein Laut. Daher nehme ich die Tonspur mit meinem witzigen Zoom H2 Audio-Recorder auf. Einmal in die Hände klatschen und los geht der Spaß. Warum in die Hände Klatschen? ganz einfach, damit ich später bei Schnitt des Videos weiß, wo der Ton hingehört und durch einen “Klatscher” habe ich einen wirklich präzisen Anhaltspunkt. Achtet beim Anschauen des Videos mal auf die Knister- und Knackgeräusche. Und passen sie zum Film??

Aber zuerst muss ich mal die toten Fliegen abwaschen…

Falls sich jemand über das seltsame Seitenverhältnis wundert, das ist der Video-Modus 3 der kleinen GoPro HD HERO 960.


Peugeot RCZ 1.6 THP Turbo – Asphalt

Als wir am letzten Freitag Sandras neuen Peugeot 207cc hier in Bonn abgeholt haben, stand vor der Türe der Bonner Peugeot Nierderlassung tatsächlich eines von 500 Exemplaren des Peugeot RCZ 1.6 THP Turbo in der “Asphalt”-Edition. Was für ein schönes Auto. Der matte Lack sieht einfach gut aus, leider ist wird er nicht lange matt bleiben :-( Beim ersten Versuch bspw. einen Teerflecken zu entfernen werden sich wahrscheinlich glänzende Stellen ergeben und spätestens dann ist der Zauber dahin – schade…

Aber egal, mann muss nicht alles haben was gut aussieht :-)


GoPro Stress Test

Gestern ging es vor meinem kleinen Ausflug mit der kleinen GoPro auf der Winschutzscheibe in die Waschanlage. Ich war mir unsicher ob sie es überleben würde aber die die 3M-Klebe-Pads halten einfach unglaublich gut! Hier habe ich das “Event” nochmals zusammen gefaßt und mit einigen kurzen Video-Sequenzen aus dem HTC-Desire HD angereichert. viel Spaß :-)


Rheinhessen mit der Nikon D700 erkunden

 

Das Wetter ist wunderbar und ich bin um 18h startklar zu einer kleinen Tour durch das Rhein-Hessische. Im Gepäck habe ich die neue Nikon D700, das Nikon AF-S 24-85mm, Nikon AF-D 1.4/85mm, Nikon AF-S 1.4/50mm, Nikon AF-S VR 2.8/28-70mm, Nikon AiS 2.8/35mm, SAMYANG MF 2.8/14mm, HOLGA HL-N 8/60mm, Lensbaby LBCF, LOREO LENS IN A CAP…

Ein Route  habe ich nicht wirklich geplant, ich will mich ein wenig mit meinem Auto und der kleinen GoPro HD HERO 960 “treiben” lassen. Aber zuerst gibt es den ultimativen Test für diese kleine coole Kamera und der sieht so aus!

GoPro Stresstest

Am Morgen habe ich es nach langem Überlegen doch gemacht… Nach dem Frühstück wird die Windschutzscheibe bei meinem Auto ganz oben und ganz in der Mitte ordentlich gesäubert und dann ein kleine GoPro PAD aufgeklebt. Nun kann ich mit einer GoPro Kamera auf dem Dach spazieren fahren. Die erste Fahrt vom Hotel zum Büro sieht schon richtig cool aus. Die Umgebung spiegelt sich in der Motorhaube und dem unteren Teil der Windschutzscheibe. Das kann ja lustig werden :-)

Während ich der Korrektur einiger fieser Software-Fehler kommt mir die Idee, mal mit dieser derart exponiert montierten Kamera durch eine Waschanlage zu fahren. Ob sie das aushält? Ob sie vielleicht abgerissen wird und danach nur noch ein Stückchen Schrott ist? Egal, ich will es mal versuchen und so geht es mit dem schmuddligen Auto in die Waschanlage. Durch die Glasscheiben kann ich sehen wie die großen rotierenden Bürsten das Auto reinigen und siehe da, am Ende ist die kleine GoPro nur ein wenig nach oben gebogen. Cool, wirklich cool! Diese Klebepads halten einfach fast alles aus!!

Auf nach Rheinhessen

Nach der Waschanlage geht es dann auf die A60 und kurz darauf auf die A63 in Richtung Süden. Nach ein paar Kilometern verlasse ich die Autobahn und fahre einfach mal der Nase nach. Nach einer Weile finde ich die Straße wieder, die ich neulich zusammen mit meinem Freund Hermann mit dem Motorrad gefahren bin. Es geht durch wunderbare Weinberge. Überall sind Trecker unterwegs und es sieht für mich so aus, als würde gerade die Spätlese eingefahren.

An einem kleinen Türmchen halte ich mal an und probiere meine diversen Objektive mit der neuen D700 aus. Später bei der Konvertierung der RAW-Bilder mit Nikon Capture und Photoshop CS5 bin ich wirklich total überrascht welche riesigen Tonwertumfang die D700 erzielt. Die D300 ist da ja schon gut, aber die D700 ist der Knaller!

Hier zur Illustration zweimal das gleiche Foto – einmal als JPG so wie es die Kamera geliefert hat und dann als manuell konvertiertes RAW-Bild: (SAMYANG MF 2.8/14mm)

Nach den ersten Testbildern mit dem neuen AF-S 1.4/50mm experimentiere ich ein wenig mit dem kleinen HOLG-Plastik-Objektiv. Später werde ich dann feststellen, dass mir genau dieses Ding an der D300 besser gefällt. An der D700 ist die mit die an und für sich sehr schöne ungleichmäßige Vignettierung einfach zu krass. Aber seht selbst….

Nach dem HOLGA montiere ich das Nikon AF-D 1.4/85mm an die D700 und schieße einige Bilder mit komplett geöffneter Blende. Hier geht es jetzt im die “Vordergrund-Unschärfe” und auch die ist wie erwartet sehr harmonisch. Interessant ist die leichte aber gut sichtbare Vignettierung die bei Verwendung des gleichen Objektivs an der D2x oder D300 überhaupt nicht sichtbar ist!

Hier noch ein Foto meiner schwarzen “Diesel-Rakete” mit aufgeklebter GoPro Kamera. Bei Blende 5.6 und Gegenlicht liefert dieses Objektiv knackscharfe Bilder die trotzdem eine angenehme “Hintergrund-Unschärfe” zeigen – super!!

Danach ist dann das kleine billige LOREO LENS IN A CAP Ding an meine D700. Dieses “Objektiv” besteht nur aus einer drehbaren Plastikscheibe mit Löchern im Format Blende 5.6 – 64 und einer kleinen Plastiklinse. Irgendwie ist mir dieses Ding von allen “Retro-Dingern” das Liebste

Es ist Erntezeit und ich mag mir gar nicht ausmalen was geschieht wenn man mit einem Motorrad in solch eine Erntemachine kracht! Gut gefallen mit die flauen Kontraste bei diesem kleinen Plastik-Ding. Die Bilder sehen ohne Nachbearbeitung aus als wären sie 40 Jahre alt, schon cool!

Hier ein kleiner Gegenlichttest mit dem LENS IN A CAP – Interessant die Ausbildung der Lichtreflexe innerhalb der kleinen Plastiklinse. So bekommt man das mit meinem anderen Objektiv und auch nicht mit Photoshop hin. Ob man es mag? Das ist Geschmacksache, mir gefällt es irgendwie denn es sieht anders aus als alles was man von “normalen” Objektiven gewohnt ist.

Anschließend ist das SAMYANG MF 2.8/14mm an der Reihe. Und was soll ich sagen, dieses mit etwa 350,- Euro wirklich preiswerte Objektiv begeistert mich total. Besonders das Gegenlichtverhalten ist einfach grandios!

Hier nun ein “unkorrigiertes” Bild aus dem SAMYANG 14mm Weitwinkel. Einmal als konvertiertes RAW-Bild (Photoshop CS5 RAW-Import) und dann das gleiche Bild mit einer leichten HDR-Bearbeitung aus Photoshop CS5.

Beim nächsten Bild habe ich meinem unbegrenzten Spieltrieb freien Lauf gelassen und das krasse Weitwinkel kurz angehaucht. Bevor die Frontlinse wieder trocken, war habe ich eine ganze Reihe fast identischer Bilder gemacht und hier eines, das mir gut gefällt, für Euch ausgesucht. Das ist also kein “Gausscher Weichzeichner” aus Photoshop, das ist 100% ECHT!!

Nun ein Bild, dass ich ein wenig perspektivisch korrigiert habe. Die leichte tonnenförmige Verzeichnung der SAMYANG-Linse habe ich mit Photoshop CS5 Lens-Correction entfernt und die Perspektive etwas korrigiert.

Hier habe ich noch ein Bild, dass ich bei krassem Gegenlicht mit dem kleinen Nikon AF-S 3.5-4.5/24-85mm und dem neuen B&W Käsemann Polfilter gemacht habe. Es ist ein RAW-Bild, das ich mit Photoshop CS5 konvertiert habe. Der Dynamik-Umfang der D700 ist wirklich gewaltig und jedem bequemen Knipser der mit der D700 nicht im RAW-Modus fotografiert müsste man eigentlich den Hintern versohlen :-)

Hier noch ein JPG-Vorschaubild aus der D700. Es ist in der kleinsten Auflösung mit der stärksten JPG-Komprimierung aufgezeichnet. Die “Original-Datei” hat ganze 336 KB und kann mit der Windows Bildanzeige oder dem Mac Vorschauprogramm blitzschnell geöffnet werden. Ich würde jedem Nutzer der D700 raten grundsätzlich kleine JPG’s in Verbindung mit einem RAW aufzuzeichnen! Der Qualitätsgewinn einer sauber konvertierten RAW-Datei ist im Vergleich zu einem “Out-Of-The-Cam-JPG” wirklich gewaltig!

Hier habe ich noch eine Übersicht meiner kleinen Tour. Aufgezeichnet mit einem HTC Desire HD und “My Tracks”.

So, das war meine erste kleine Fotoreise mit der D700. Wenn es bis zum nächsten USA-Trip die D800 nicht lieferbar sein sollte, werde ich die D700 zusammen mit der D300 in meinen Fotorucksack packen. Vielleicht hätte ich mir diese Kamera schon zwei Jahre eher kaufen sollen :-)


Unfalltod auf der Autobahn?

In den meisten Fällen ist ein Unfalltod auf der Autobahn ebenso überflüssig wie vermeidbar! Einige kleine Regeln helfen beim Überleben auf Deutschen Autobahnen. Besonders bei schlechtem Wetter gibt es immer wieder schwere Unfälle. So auch heute morgen auf dem Weg nach Mainz. Kaum war ein Lied im Radio ausgespielt, kam schon die nächste Warnmeldung “Achtung, auf der A-XYZ ist eine ungesicherte Unfallstelle auf Höhe der Ausfahrt Blablabla…” Das muss doch nicht sein!

Hier habe ich ein kleines Video zu diesem Thema, vielleicht hilft es ja – wirklich glauben tue ich es zwar nicht – aber Ihr könnt mich gern vom Gegenteil überzeugen und  in den nächsten Jahren einfach keine Unfälle bauen. Ihr könntet einfach mal so fahren, dass ihr niemanden mit in den Tod reißt. Vielleicht könntet ihr eure sauer verdiente Knete statt in verchromte 20″ Alufelgen in eine schöne Kamera investieren und damit richtig tolle Fotos machen. Ok, das ist nicht so cool wie ein V8 mit 5,7 Litern Hubraum und 432 PS – aber für schöne Fotos braucht man auch deutlich weniger Benzin…


Nikon D700 versus D300

 

Heute habe ich etwas ganz besonderes für euch - ein Unboxing einer nagelneuen Nikon D700 – ein tolles Teil!

Wie bin ich dazu gekommen mir kurz bevor sie aus dem Programm geworfen wird noch eine eigentlich schon uralte Nikon D700 zukaufen? Eine Kamera ohne Video-Funktion und ohne die allerletzten hochmodernen Features zu kaufen? Ganz einfach ich war bei Foto Gregor in Köln! Warum war ich da? Weil mein Freund Wolfgang auf dem Weg von den Kanaren in die USA einen kleinen Zwischenstopp in Köln eingelegt hat. So konnten wir uns mal wiedersehen, uns zum gemeinsamen Mittagessen treffen und mal wieder ein bisschen quatschen. Außerdem durfte ich mit Sandras nagelneuen Cabrio offen nach Köln fahren, wenn das kein Grund ist :-)

Während Sandra sich im Tiefgeschoss bei Foto Gregor ein wirklich stabiles Stativ ausgesucht hat, habe ich oben mal gefragt, ob denn eine D700 vorrätig ist. Scharf bin ich darauf schon lange, aber eigentlich wollte ich auf die D800 warten. Aber, ohne die D700 kann ich hier keinen Vergleichstest zwischen D800 und D700 posten – und was tut man nicht alles für 48.000 Leser :-)

Also muss die D700 her und das heute! Da wir schon mal da sind, könnte es gleich noch das neue AF-S 1.4/50mm geben, vielleicht noch eine kleine nette Speicherkarte?

Alles ist vorrätig und der Verkäufer will alles auspacken um es mir zu zeigen. “Nein Nein Nein, das will ich doch später bei einem Unboxing vor laufender Kamera machen!!!” Er scheint mich nicht zu verstehen und packt trotzdem alles aus. Aber, er packt es auch schön wieder ein!

Nun geht es ans Bezahlen und ich muss an meinen Post zur Nikon D4 denken. Ganz in der Nähe soll eine Filiale meiner Hausbank sein. Es geht los, aber wo ist sie? Schnell mal das tolle neue HTC Desire HD anwerfen. GPS einschalten, Google Maps aufrufen… Ich bin überrascht, dass das Telefon innerhalb einiger Sekunden meine Position ermitteln kann. Ok, ich bin in der falschen Straße, die Bank ist aber nur ein paar hundert Meter entfernt. Als ich vor der Bank stehe, ist diese tatsächlich geschlossen. Au Backe, wir haben ja Samstag! Also versuche ich mein Glück am Automaten. 2.500 Euro brauche ich. Der Automat will sie nicht raus rücken. Also geht es in “kleinen Portionen” ans Werk. Nach etlichen Anläufen habe ich ein wirklich dickes Bündel aus 50, 20 und 10 Euroscheinen in meiner Geldbörse. Sandra und Wolfgang treffe ich bei Foto Gregor wieder, sie gehen schon mal rüber und bestellen sich etwas zu Essen.

Ich will noch schnell einen kleinen Rabatt aushandeln. Aber wir sind hier bei Foto Gregor! Hier kaufen die Nikon-Fans dieser Welt, egal zu welchem Preis. Hier hat man es echt nicht nötig den einen oder anderen Euro Rabatt zu geben. Auf einen Kaufpreis von über 2.400 Euro gibt es schlappe 17 Euro – ich hatte nicht mal das erwartet – es ist eben Foto Gregor. Bei amazon.de wäre es etwas preiswerter gewesen, wäre nach Hause geliefert worden, ich hätte mir die 4 Euro im Parkhaus und die Fahrt nach Köln gespart. Beim nächsten Mal werde ich wieder beim Bonner Cityfoto-Center einkaufen. Ich werde Herrn Severin anrufen und ihn bitten mir die erste lieferbare Nikon D800 zurück zu legen. Darauf wird es dort einen fürstlichen Rabatt oder ein paar wirklich schöne Zugaben geben.

Bei Foto Gregor hat man all das nicht nötig und ich kann nicht so recht verstehen, warum dieser Laden jeden Tag gerammelt voll ist…

Aber egal, ich verlasse den Laden mit der neuen D700 und ich kann nun für euch in den nächsten Wochen allerlei Testbilder erstellen. Sobald die D800 da ist, gibt es dann einen schönen Kameravergleich :-)

Hier sind die ersten Testfotos…

1 – Nikon AF-S 24-85mm (Habe ich im Video kurz gezeigt)

2 – AF-S 24-85mm mit B&W Polfilter (Käsemann) (105,- Euro)

3 – f/2.8 14mm Fisheye – voll manuell (329,- Euro)

4 - f/2.8 14mm Fisheye – voll manuell (329,- Euro)

5 – Lensbaby LBCFN (209,- Euro)

6 – Holga HL-N f/8 60mm (21,90 Euro)

7 - Holga HL-N f/8 60mm (21,90 Euro)

8 - Holga HL-N f/8 60mm (21,90 Euro)

9 - LOREO – LENS IN A CAP bei Blende 8 (23,99 Euro)

10 – Nikon AF-S 1.4/50mm (345,- Euro)


Von Bernkastel nach Koblenz

Es ist wieder Wochenende und es geht an einem wirklich supertollen Spätsommertag mit der blauen K1200 heimwärts. Woher fahren wir denn diesmal? Ich habe noch die mahnenden Worte meines Nachbarn Tobias im Ohr “Du musst auch mal woanders entlang fahren. Immer nur am Rhein, das wird auf Dauer doch total langweilig!”

Wie Recht er doch hat, nicht nur für Euch “Zuschauer” sondern auch für mich als”Filmproduzenten” ist es schön mal ab und zu eine neue Strecke auszuprobieren. Da es einer der letzten schönen Tage sein wird, habe ich mir etwas besonderes überlegt. Es soll von Mainz über die A60/A61 und die B50 nach Bernkastel an der Mosel gehen. Dann ganz entspannt an der Mosel entlang nach Koblenz, dort auf die B9 und ab nach Hause.

Einige kleine Videoschnipsel habe ich dazu ja schon gepostet. Heute war dann nach ziemlich genau 132 Stunden der “Roh-Film” erstellt, der alle drei Kameraperspektiven enthält. Darüber habe ich ja auch schon kurz berichtet. Aus diesem “Rohfilm” habe ich dann heute einen kleinen Extrakt erstellt und ihn mit etwas “Chilout-Musik” unterlegt die zum Lieferumfang der Software “Magix Retten Sie Ihre Videocassetten” gehört.

Hier ist nun mein Video! Vielleicht bedenkt ihr beim Anschauen, wie viele Kilowattstunden Strom für die Erstellung und den Upload notwendig waren! :-)

Hier nochmals die Tour in der Übersicht – das Video zeigt den Abschnitt von Bernkastel nach Koblenz und ein Stückchen der B9 in Richtung Bonn.


Massenunfall auf der A5

Im Hamburger Abendblatt gab es online vor ein paar Minuten diesen Artikel zu lesen:

Ein Auszug:

Homberg/Gießen/Wiesbaden. Bei Massenkarambolagen und einem Einzelunfall auf der Autobahn 5 im Bereich Homberg/Ohm sind am Sonntag 35 Menschen verletzt worden, 11 davon schwer. An drei Stellen seien insgesamt mehr als 30 Fahrzeuge in Unfälle verwickelt worden, berichtete die Polizei in Gießen. Zwei der Schwerverletzten habe es besonders schlimm erwischt: ein Feuerwehrmann und ein Baby. Die Autobahn war in Richtung Kassel zunächst gesperrt. „Wir haben noch reichlich Trümmer auf der Straße liegen“, sagte ein Sprecher.

An dem Hauptunfallort habe es 22 Verletzte in über 20 Fahrzeugen gegeben. An einer mehrere Kilometer entfernten Stelle habe es in Höhe der Tank- und Raststätte Reinhardshain bei einer Kollision von mehreren Fahrzeugen noch zehn weitere Verletzte gegeben. Auf dem Weg zu dem größten Massen-Unfall verunglückte auch ein Feuerwehrauto. Drei Feuerwehrleute wurden verletzt, ein Kamerad erlitt schwerste Verletzungen.

Auslöser der Unfallserie auf der Autobahn könnte gegen 14.30 Uhr ein Zusammenstoß von zwei Fahrzeugen kurz vor der Anschlussstelle Homberg/Ohm gewesen sein. Die Fahrer hatten auf dem Seitenstreifen gestoppt. Die genaue Ursache müsse aber noch ermittelt werden.

Das Baby wurde nahe Reinhardshain reanimiert. Der Säugling wurde dann von einem Rettungshubschrauber in eine Klinik gebracht.

Am letzten Wochenende sah es auf deutschen Autobahnen ähnlich aus und ich habe mir in einem kleinen Video-BLOG ein unfallfreies Wochenende gewünscht. Aber das scheint ein unerfüllbarer Wunsch zu sein. Kaum ein Wochenende vergeht, ohne das ein Horrorunfall durch die Nachrichten geistert. Dabei wäre all das vermeidbar und genau das ist es was mich daran so ärgert! Heute musste sogar ein Säugling reanimiert werden!

Hey Leute, schaltet doch mal das Hirn ein wenn Ihr ein KFZ benutzt! Laßt Euch nicht von anderen Autofahrern provozieren und geht kein Risiko ein das ihr nicht beherrschen könnt.


Der Prozessorkiller

Auf der letzten Heimfahrt mit dem Motorrad habe ich etwa 3 Stunden Videomaterial “eingesammelt”. Zwei Videos im Full-HD Format (1920 x 1080 Pixel) und ein Video im kleineren HD-Ready Format (1280 x 720 Pixel). Mit Magix Video Deluxe V17 habe ich daraus ein kleines Video zusammen gestellt, dass bis zu drei Videospuren gleichzeitig enthält – bei 25 Bildern/s. Alles auf einem recht neuen DELL QuadCore mit 4x 3.0 GHz, 64-Bit Windows 7 und  4 GB Arbeitsspeicher.

Da sich diese parallel angeordneten Spuren nicht wirklich so gruppieren lassen, dass man sie alle zusammen auf einmal schneiden und das Tempe etc. ändern kann, muss man den ganzen “Roh-Film” ersteinmal am Stück auf die Festplatte exportieren. Aus diesem einen Video läßt sich dann später ein kleiner Film zaubern der vielleicht 5-7 Minuten läuft und einige der schönsten Szenen des Ausgangsmaterials enthält.

Es ist jetzt Samstag 9h12 und eben dieser Export des “kombinierten Rohmaterials” lief nun mehrere Tage. Hier ein Screenshot des Windows Taskmanagers in dem man die verbrauchte Prozessorzeit je Prozess sehen kann.

Wenn ich dort sehe, dass mein Video Bearbeitungsprogramm für den Export eines Videos im Format 1280 x 720 Pixel mit 25 Bildern/s sage und schreibe 92 Stunden 43 Minuten und 34 Sekunden benötigt hat und noch nicht einmal fertig ist, dann frage ich mich:

** WIE INEFFIZIENT KANN MAN EIGENTLICH PROGRAMMIEREN **

Man kann gegen den Mac sagen was man will, aber der Export eines äquivalenten Videos wäre auf dem Mac mit ziemlicher Sicherheit nach 5-6 Stunden beendet! Ok, der Import hätte nochmal 3-4 Stunden benötigt und iMovie beherrscht nur ein “einfaches Bild im Bild”. Aber da ich die Heckkamera versehentlich beim Aufsteigen mit dem Fuß berührt und so gleich wieder abgeschaltet habe, enthält mein Video die ersten 90 Minuten auch nur ein “einfaches Bild im Bild” – das ist also durchaus mit iMovie vergleichbar. Und iMovie ist ein kostenloses Programm, das zum Lieferumgang eines jeden Mac Computers gehört!

Will man während eine Instanz von Magix Videdeluxe vor sich hin rödelt, noch ein anderes kleines Video schneiden, so gibt es etliche Warnungen wegen des eingebauten Video-Rekorders und und und… Aber was soll man denn machen wenn dieser eine kleine blöde Export einen leistungsfähigen Computer für mehrere Tage lahmlegt??

Hey liebe Softwareentwickler bei Magix: Mir ist klar, dass diese Software weniger als 100 Euro je Lizenz kostet, aber trotzdem wäre es wirklich wunderbar, wenn Ihr am Export noch die eine oder andere kleine Optimierung vornehmen könntet. Vielleicht würde ja auch eine 64-Bit Version den einen oder anderen Vorteil mit sich bringen?!? Bitte, macht was!!!


Unfalltod auf der B56

In der letzten Woche habe ich in einem kleinen Video-BLOG dazu aufgerufen, bei schlechtem Wetter die Geschwindigkeit an die Straßenverhältnisse anzupassen und darüber sich hinaus grundsätzlich Gedanken zum Thema Sicherheit zu machen. Motiviert war dieser fast ein wenig wütend wirkende Video-BLOG durch die vielen Unfälle des letzten Wochenendes. Angeschaut haben dieses Video bislang leider nur sehr wenige Youtuber und die Reaktionen waren auch gleich NULL.

Ein paar Tage später hat jemand bei einem einfachen, aber dort nicht erlaubten Fahrmanöver (links abbiegen) mit seinem Geländewagen ein Motorrad gerammt, mit dem ein Vater gemeinsam mit seiner 15-jährigen Tochter unterwegs zum Pützchens Markt war. Diese Veranstaltung ist vor dem Münchener Oktoberfest das letzte große Event der Deutschen Schausteller. Vater und Tochter sind bei diesem Unfall lebensgefährlich verletzt worden. Lange Zeit hat der Notarzt noch an der Unfallstelle um das Leben des jungen Mädchen gekämpft, bevor sie und ihr Vater mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen werden konnten.

Gestern habe ich dann gelesen, dass dieses Mädchen nun außer Lebensgefahr ist. Trotz allem wird sie ihr Leben lang durch diesen Unfall gezeichnet sein. Durch einen Unfall der vollkommen überflüssig und vor allem vermeidbar gewesen wäre!

(Quelle: General-Anzeiger Bonn)

Stürzt ein Metorit auf ein Haus und es sterben Menschen, dann ist das ebenso tragisch, aber es ist nicht wirklich vermeidbar. Unfälle im Straßenverkehr SIND grundsätzlich vermeidbar. Aber nur dann, wenn sich alle Spieler an die Regeln halten und ihr eigenes Ego dem Wohle anderer Menschen unterzuordnen wissen. Leider ist genau das der Knackpunkt, in einer egoistischen Gesellschaft wie der unsrigen zählt nur noch das ICH und nicht das WIR.

Heute steht wieder ein Wochenende ins Haus und wieder wird es einen Mix aus tollem Sonnenwetter und fiesem Gewitterregen werden. Um 11h bin ich mit meinem Auto kurz zur Bonner Peugeot Autohaus gefahren um alles was noch für die Abholung des neuen Autos meiner Freundin Sandra zu regeln. Sandra ist jetzt noch bei der Arbeit und kann es kaum erwarten mit ihrem neuen Cabrio die erste Ausfahrt zu unternehmen.

Auf dem Rückweg habe ich in meinem Auto WDR2 gehört und um 12h kamen die lokalen Nachrichten. Dort wurde gesagt, dass es auf der B56 auch heute wieder einen schweren Unfall gegeben hat. Aus bislang ungeklärter Ursache sind drei Autos ineinander gefahren, wobei eine Frau aus einem der Fahrzeuge herausgeschleudert wurde und noch an der Unfallstelle verstarb.

Wieder ein tragischer Unfall der sicherlich vermeidbar gewesen wäre, wenn nur alle Verkehrsteilnehmer bei der Sache gewesen wären und sich an die Regel gehalten hätten. Und dies an einem wunderbaren Spätsommertag, an einem Tag an dem sich meine Freundin wirklich ganz unbändig auf ihr neues Auto freut.

Ich wünsche mir, dass dieses Auto irgendwann in wirklich ferner Zukunft, ohne jemals in einen Unfall verwickelt gewesen zu sein, verschrottet wird. 20 Jahre unfallfrei oder noch länger, das wäre das was ich Dir liebe Sandra und Deinem wunderschönen neuen Auto wünsche. Fahre bitte immer vorsichtig und rechne stets damit, dass die Welt voll ist von Menschen die sich auf alles konzentrieren, nur nicht auf das sichere Fahren mit ihrem Auto…


Von Bernkastel nach Koblenz

Es ist wieder Wochenende und es geht von Mainz zurück nach Bonn – nur wie?? Um 15h bin ich startklar, den TomTom Urban Rider “sage” ich zunächst, dass es mir den Weg nach Bernkastel an der Mosel zeigen soll. Meine K1200r Sport ist vollgetankt und es geht bei Mainz auf die A60 in Richtung Westen. Bei Bingen wechseln wir auf die B61, kurz hinter Stromberg biegen wir ab auf die B50 in Richtung Bernkastel. Nach etwa 120 Kilometern bin ich dann an der Mosel. Das Wetter ist ein Traum und ich bin wirklich glücklich, dass wir nach dem durchwachsenen Sommer nun einen schönen Oktober haben.

In Bernkastel ein kurzer Stopp und nun werden alle Kameras “gezündet”. Beim Aufsteigen erwische ich die hintere Kamera mit dem Fuß und dabei habe ich sie dann tatsächlich abgeschaltet. Dies fällt mir aber erst beim nächsten Zwischenstopp und der “Kamerakontrolle” an einer Baustellenampel auf – na egal, die hintere Kamera hatte eh fast nur Gegenlicht – ok – ist doch schade… Es ist DIE TOUR des Jahres und von drei Kameras laufen nur zwei :-(

Die Mosel hat deutlich mehr Brücken als der Rhein und so kann man munter lustig hin und her wechseln – ein Angebot, das ich auch gern annehme!

Bei Koblenz geht es dann auf die B9 und ab nach Bonn. Daheim angekommen wartet Sandra schon mit Wein und Pizza – großartig! Die Tour hat rund 4 Stunden gedauert, ich bin gut 300 Kilometer gefahren und hatte einfach nur Spaß – ein genialer Start isn Wochenende!

Dabei sah es am Vormittag zwischendurch noch so aus, als würde alles ins Wasser fallen. Es gab Probleme bei der Installation unseres neuen Software-Releases in einer Windows 2003 Umgebung mit Citrix Servern. Ein zentrales Steuerelement der DateTime-Picker hat immer das aktuelle Datum angezeigt und man konnte das Datum auch nicht löschen. Blöd, wirklich blöd und so wäre ein sinnvoller Test durch die Fachseite nicht nöglich gewesen. Aber dank der tollen Zusammenarbeit mit unserem überaus pfiffigen Projektleiter war das Problem um 13h aus der Welt und so konnte ich einen der letzten Tage doch noch genießen und eine Tour fahren die nicht ganz alltäglich ist.

Und so sah sie aus: (Der Link öffnet die Karte in Google-Maps, oder einfach das Bild anklicken, dann wird es groß)

Nach der Pizza schaut sich Sandra eine Doppelfolge von Cobra 11 an. Ich als “Fernsehverweigerer” schneide noch schnell zwei Videos aus dem vieln Material das ich auch heute wieder eingefangen habe…

Zunächst die letzten Minuten bevor ich Bernkastel an der Mosel erreiche. Der “Abstieg” von der B50 hinab zur Mosel ist wirklich schön!

 

Dann habe ich hier noch einen Soundcheck mit der GoPro HD HERO 960 in einem komplett geschlossenen Unterwassergehäuse. Die Kamera ist mit einem Rohrhalter an den Superbike-Lenker (AC-Schnitzer) meiner K1200 Sport montiert. An der Shell Tankstelle kann ich von der Kasse aus sehen, wie ein paar Autofahrer neugierig um mein Moped mit den drei GoPro Kameras und dem TomTom Navigationssystem herumschleichen – irgendwie sind die Kameras doch ein wenig peinlich, aber ohne sie gibt es keine Videos…

 

Morgen gibt es dann ein volles heimisches Programm. Bloggen, aufräumen, Bürokrams erledigen und nachmittags zusammen mit Sandra ihr neues Auto abholen. Ob sie dann endlich wieder schlafen kann??

 


Von Mainz nach Gau Algesheim

Es ist einer der letzten wunderbaren Spätsommertage und daher sollte man diesen Tag genießen so gut es eben geht! Um 18h sind Hermann und ich dann startklar. Seine silberne K1200 AC Schnitzer sieht schon wieder anders aus. Jedesmal wenn wir uns sehen, sind wieder ein paar Aufkleber runter und irgendwas ist neu lackiert oder frisch poliert. Eine echte Liebesbeziehung wie sie nur ein Biker verstehen kann :-)

Ich schnappe mir noch schnelle die kleine GoPro HD HERO 960 und los geht der Spaß. In Gau Algesheim gibt es ein Eis und im allerletzten Abendlicht sind wir dann wieder in Mainz. Noch schnell tanken und dann das Video schneiden. Ein bisschen Musik finde ich auch noch. Diesmal sind es drei schon etwas ältere Songs von Gereon M. Hillebrand.

 

Mal sehen wie heute das Wetter wird. Die drei GoPros sind schon wieder startklar. Vielleicht könnte es von Mainz nach Bernkastel gehen, dann an der Mosel entlang bis kurz vor Koblenz und dann durch die Eifel nach Bonn? Klingt das nach einem Plan? Oder mal schauen ob die Aartalstraße nun wieder frei gegeben ist? Na, wir werden es sehen – im wahrsten Sinne des Wortes :-)


Über Ochtendung und Hunsrück nach Mainz

Täglich grüßt das Murmeltier, so auch um kurz nach 5h am Montag den 12. Februar. Am Wochenende habe ich etliche Stunden im Stau auf den Autobabhnen dieser Welt verbracht. Heute will ich mir mal wieder den Wind um die Nase wehen lassen, endlich mal wieder dieses Gefühl der Freiheit genießen. Und das auf dem Weg zur Arbeit, wie priviligiert kann man eigentlich sein :-)

Um kurz nach 6h ist das Moped startklar, es geht wieder los. Es wird vielleicht eine der letzten Touren des Jahres werden, mal schauen mal ob wir nach dem unbeständigen Sommer vielleicht einen goldenen Oktober bekommen.

Am Abend zuvor habe ich mir eine Route überlegt. Ganz klassisch mit einer Landkarte und Google Maps…

Inzwischen wird es später hell, daher soll es zunächst über die Autobahn nach Ochtendung an der A61 gehen. Dort will ich tanken und weiter durch die letzten Ausläufer der Eifel hinab zur Mosel fahren. Dann entlang der Mosel und über den Hunsrück in Richtung Stromberg. Dort soll es wieder auf die A61 und weiter nach Mainz gehen.

Der Plan funktioniert – um kurz nach 7h ist der Tank voll, die drei GoPro Kameras laufen, der Spaß beginnt…

Kamera Nummer 3 habe ich diesmal zunächst nicht am Helm sondern mit dem Rohrhalter am Lenker montiert. So kann ich später mal schauen wie ich auf dem Bock sitze und in der Gegend herum schaue. Später unten an der Mosel halte ich kurz an und wechsle die Perspektive, nun kommt die Kamera an den Helm. Ausgeschaltet wird nichts, dann muss ich später auch nichts neu synchronisieren…

Hier ein Ausschnitt der Tour - Anklicken um die  Originalgröße zu sehen…

Das Tal durch das ich eigentlich fahren will ist leider gesperrt, aber es gibt hier so viele verwunschene Täler in Richtung Süden, ich nehme einfach mal das nächste Tal. Das TomTom Urban Rider zeichnet derweil den Track auf, verrät mir ob ich eine Spitzkehre vor der Nase habe und wann der nächste Abzweig kommt. Wirklich praktisch!

Später in Mainz dann unter die Dusche und ab ins Büro, Geld verdienen für den nächsten Ritt – das wird am Donerstag sein. Mal sehen welche Route ich dann finde :-)

Zwei Tage später ist das Video schon online! Diesmal habe ich die Bugkamera nach oben gesetzt und die Heckkamera nach unten. Die wacklige Helmkamera ist auf einen kleinen Ausschnitt unten links reduziert – so gefällt mir das eigentlich auch ganz gut. Welche Musik soll ich diesmal nehmen? Ich krame mal wieder in meinem Archiv und finde tatsächlich noch ein paar etwa 25 Jahre alte Wave-Files mit selbstgemachter Mucke. Das Equipment ist noch so ähnlich wie beim letzten “Easy Rider”. Und da ist sogar noch ein kleiner Auszug aus der deutschen Fassung der Matrix – genial! Am Anfang ein kurzes Brummen aus einem Song von Rammstein, ein Dolby-THX Kracher und schon habe ich beisammen was ich suche.

Für den Schnitt habe ich mir Magix Video Deluxe V17 auf meinem Mainzer Windows Vista 64-Bit PC installiert. Dieses Ding habe ich seit es hier den Mac Mini gibt nicht mehr benutzt. Aber mit iMovie kann ich nicht ohne weiteres ein zweifaches Bild im Bild zusammenkleben. Also muss die Windows Gurke doch mal wieder ran. Und siehe da, die ist sogar gar nicht so schlecht :-) Nur das Magix Video Deluxe ist schrecklich ungeschickt programmiert. Sobald man ein Bild im Bild hat und irgendwas nicht mit der originalen Geschwindigkeit abläuft, ist ein Vorschau gar nicht mehr möglich. Das haben die Programmierer von iMovie besser gemacht! Der Schnitt durch drei Videospuren und vier Audiospuren ist nervig. Also exportiere ich zunächst eine Variante mit zweifachem Bild im Bild im WMV-Format. Am nächsten Tag ist es dann fertig und ich kann es wieder importieren. Nun lege ich die Musik darunter und schneide es auf etwa 5 Minuten zusammen. Der Export und Upload zu YouTube dauert rund drei Stunden.

Als ich dann mitten in der Nacht auswache ist das neue Video tatsächlich online. Ich kann gerade eh nicht schlafen, warum nicht kurz was bloggen :-)

Ok, hier ist es nun mein neuestes “Easy Rider Video” – Eine Mopedtour ohne Risiko mit 100% Spaß…

 

Brenzlige Situationen hat es diesmal fast keine gegeben. Nur kurz vor meinem Mainzer Appartement zeigt sich wieder, dass man als Motorradfahrer niemandem auf dieser Welt trauen darf – gesünder ist das!!


Augen auf im Strassenverkehr

Es ist wieder 5h am Morgen und es geht mal wieder mit dem Moped nach Mainz. Mein Weg führt mich über die A61 in Richtung Ochtendung. Zwischendurch mal wieder ein Stau. Ein Massenkarambolage ist die Ursache. Am Straßenrand stehen lauter Autos und ein paar Polizisten versuchen zu rekonstruieren was zuvor geschehen sein mag.

Mir kommt mein “Motz-Video” von Gestern in den Sinn und ich wünsche mir nicht nur ein unfallfreies Wochenende, sondern auch mal einen unfallfreien Montag!!

Eine Weile später bin ich dann tatsächlich in Ochtendung. Schnell tanken, die drei GoPro Kameras scharf schalten und schon geht es los durch die letzten Ausläufer der Eifel hinab zur Mosel. Danach ein Stückchen entlang der Mosel und anschließend durch den Hunsrück in Richtung Süden. Das TomTom schlägt immer mal einen Abzweig vor, aber der ist entweder gesperrt oder sieht wenig einladend aus.

Die Fahrt ist großartig, doch nach zwei Stunden habe ich genug und will eigentlich nur noch vorwärts kommen. Also schnell bei Stromberg auf die A61, aber genau da ist gerade eine fiese Baustelle, nichts geht mehr. Motor aus und warten, wie ätzend! Kaum verlässt man seine einsamen Nebenstraßen, steht man auch schon auf der Autobahn herum. Wäre ich doch auf der Hunsrück Höhenstraße geblieben…

Irgendwie schaffe ich es dann doch nach Mainz. Ganz kurz vor meinem Ziel steht dann vor mir ein silberner VW Golf. Als die Ampel grün wird gibt er kräftig Gas und biegt nach links ab. Ich traue meinen Augen kaum, er macht es mit vollem Ernst bei einer knallroten Ampel!! Gerade an dieser Ampel lag vor ein paar Tagen erst wieder ein verletzter Motorradfahrer auf der Straße. Mich ärgert das so sehr, dass ich schnell ein kleines Video davon machen muss.

Hey Leute, wenn da schon rote Ampeln sind, dann achtet doch mal darauf ob ihr wirklich fahren dürft. Heute war es glückliche Fügung, dass da Radfahrer, Rollerfahrer oder was auch immer auf der Kreuzung war. Beim nächsten Mal gibt es vielleicht wieder einen Schwerverletzten. Das muss doch nicht sein!!!

Augen auf im Straßenverkehr – so schwer kann das doch nicht sein…

 

Update:

Erst gestern hat wieder ein Autofahrer bei einem unerlaubten Fahrmanöver ein Motorrad umgefahren. Ein 15-jähriges Mädchen wurde dabei schwer verletzt.

Hey Leute, reißt Euch doch mal zusammen wenn Ihr mit dem Auto unterwegs seid…

 


Navigieren – aber richtig!!

Aus gegebenem Anlass…

 

So Leute, ich sattle dann jetzt mal mein Moped und mache mich auf den Weg nach Mainz. MIT EINEM NAVIGATIONSSYSTEM! Wo genau es langgeht weiß ich nicht, aber ich habe eine Karte dabei und ich habe mich vorab orientiert. Bonn, A61, Ochtendung, Alken, Oberwesel, Bingen, Mainz… Ist doch gar nicht so schwer – oder?

Und los…


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