Alles über Fotografie, Autos, Motorräder…

Archiv für Mai, 2011

Feierabendtour





Am Wochenende gibt es in meiner Heimatstadt die Erstkommunion meiner kleinen Nichte. Dementsprechend fallen die kulinarischen Köstlichkeiten recht überschwänglich aus. Gegen 17h geht es mit Sandra und meinem Sohn wieder los. Erst bringen wir Sandra nach Hause, dann wird mein Sohn bei der Mama abgesetzt, anschließend geht es zu mir nach Haus. Dort werden schnell ein paar Anziehsachen zusammen gepackt und um 20h30 bin ich dann unterwegs auf der blauen BMW in Richtung Süden. Es geht nach Mainz. Noch 50 Minuten, dann wird es dunkel, vor mir liegen etwa 150 Kilometer. Der Bordcomputer zeigt eine “Restlaufzeit” von 289 Kilometern an, das sollte reichen. Dort wo es geht gebe ich auf der Autobahn kräftig Gas. Die Nadel tanzt zwischen 180 und 230 Km/h. Ohne Gehörschutz wäre da nichts zu machen! Nach etwa 70 Kilometern sind von den ursprünglich errechneten 289 Kilometern nur noch etwa 70 Kilometer übrig, das könnte wirklich eng werden. Fährt man nicht im “Schleichgang” durch die Gegend, so steigt der Spritverbrauch von ca. 5 Liter auf knapp 9 Liter/100 Km!! Also muss ich doch noch tanken. An der Tankstelle muss ich dringend die vielen toten Fliegen vom meinem Visier waschen. Als ich bezahlt habe und wieder startklar bin, ist die Sonne untergegangen.

Das neue getönte Visier an meinem Schuberth S1 Pro schließt nicht vernünftig und so zieht es im Helm wie verrückt. Klappt man die im Helm zusätzlich eingebaute Sonnenblende vor die Augen, so zieht es nicht mehr auf die Augen, aber es ist dann echt finster. Pest oder Cholera, freie Sicht oder eine Bindehautentzündung? Ich entscheide mich gegen die gute Sicht und fahre die letzen Kilometer mit 80 km/h hinter einem LKW her. So komme ich auch ohne große Fernsicht heil in Mainz an. Aber es ist schon spät und der Tag war lang und anstrengend. Hinter mir liegen etliche Stunden im Auto und auf dem Motorrad – ich bin ziemlich platt.

Da ich der einzige Gast bin, gibt es am Montagmorgen kein Frühstück und so kann ich schon um kurz vor 8h im Büro sein, ganz praktisch! Etwa 10 Stunden später geht es kurz zu meinem Physiotherapeuten, meine verspannten Schultern freuen sich und es vertreibt die ständigen Kopfschmerzen. Danach dann ab zu Louis. Mal sehen, ob die nicht ein klares Visier für meinen Helm haben. Das Visier haben sie und es gibt auch eine neue Visier-Mechanik. Am neuen getönten Visier sind schon wieder zwei ganz winzig kleine Plastik-Ecken abgebrochen und so springt es immer gleich aus der Führung wenn man es versehentlich komplett öffnet. Überaus blöd ist das wenn man an einer Ampel steht, das Visier öffnet und es dann plötzlich in der Hand hat. Doof, wirklich doof!

Das neue Visier passt dann auch besser und es zieht hoffentlich nicht mehr so doll in den Helm. Ich kaufe mir noch ein Reinigungsspray für die Innenpolster, inzwischen ist das wirklich mal wieder nötig. Vor dem Verlassen des Ladens fallen mir dann noch zwei Spiegel auf. Sie kosten 39 Euro pro Stück und sind deutlich kleiner und windschnittiger als die großen “Fliegenklatschen” an meiner K1200. Gesehen, gekauft. Weil ich kein Werkzeug habe, nehme ich gleich noch ein paar Schraubenschlüssel mit, davon kann man(n) eh nie genug haben :-) Vor der Montage gibt es an der ESSO Tankstelle gegenüber von Louis noch schnell einen Hotdog und einen Muffin. Dann werden die Spiegel montiert. Gut sieht das aus, da muss man doch gleich eine kleine Tour machen :-) Gesagt getan, rein in die Klamotten und rauf auf den “Bock”.

Es geht über B9 nach Nierstein, dann in Richtung Süd-Westen. Das Thermometer zeigt 30°C – es ist krachig warm, da tut der Fahrtwind richtig gut. Schräg vor mit bahnt sich ein traumhafter Sonnenuntergang an. Zwischendurch halte ich kurz mal an und nehme mit dem Handy ein paar kurze Video-Sequenzen auf. Das Thermometer zeigt nun entspannte 25°C, ich genieße die Landschaft in vollen Zügen. Es geht durch kleine Weindörfer rüber zum Rhein und wieder zurück nach Mainz. Unten am Rhein sind es dann wieder 28°C – hui – der Sommer ist da! In Mainz angekommen bin ich wieder ziemlich platt, was für ein schöner Tag.


Mein Leben mit dem iPad

Manch einer mag es vielleicht schon einmal gedacht haben, ausgesprochen wird es jedoch nur höchst selten. Aber ich will es dennoch hier schreiben – Steve Jobbbbs is GOD – So, nun ist es raus! Dieser Man hat es tatsächlich geschafft, vielen Millionen Männern einen Teil ihrer Kindheit zurück zu geben! Endlich können sich erwachsene Menschen wieder wie Kinder fühlen. Statt der Märklin Lokomotive gibt es endlich einen adäquaten Ersatz, das iPad! Was wäre unser Leben ohne diese Produkte, kaum mehr als ein trauriges dunkles Jammertal :-)

Heute ist dann endlich der Tag der Tage, mein neues iPad II ist da!! Brauchen tue ich es eigentlich nicht, aber dennoch bin ich gespannt auf das kleine flache Zauberding. Ob da nun ein Wecker drin ist, der mich künftig zuverlässig wecken kann? Ob ich damit Excel Sheets werde öffnen können, ob ich meine Magic Maus werde verbinden können, ob es mit meiner Apple Tastatur funktionieren wird – 1000 Frage stehen im Raum, diese gilt es nun zu beantworten.

Also rein ins Auto und ab zu UPS. Wieder daheim schnappe ich mir die P7000 und die D7000 um ein kleines Video zu erstellen. “Unboxing the iPad II” – das wird ein Spaß! Eine Weile Später ist das Video dann auch schon fertig geschnitten und auf die Festplatte meines kleinen MacBooks exportiert. Ich habe es mal in einer Auflösung von 720p aufgenommen. Das Video hat 17 Minuten und ist 1,46GB groß – hui…



Über meinen “Hausfrauen-DSL” – so nennen das die meine Arbeitskollegen – versuche ich das Ding dann bei YouTube zu veröffentlichen. Damit es besser klappt nehme ich den Java-Uploader. Der soll zuverlässiger funktionieren. Etwas sechs Stunden später sind sogar schon 25% dieses kleinen Videos auf den Google-Servern angekommen. Als Restzeit werden 1047 Minuten angezeigt – hallo? Eine weitere Stunde später sind es immer noch 25% – das kann echt nicht wahr sein. Diese 720p Auflösung macht mich fertig, was wenn man in voller HD Auflösung arbeiten will? Dann gehen sicher das Notebook und alles was daran hängt völlig in die Knie. Mich beschleicht der Eindruck, dass dieser ganze Krams noch in den Kinderschuhen steckt.

Ich breche den Upload also ab, das wird eh nichts mehr – auch nicht mit einem kleinen Java-Applet – oder vielleicht gerade deshalb?

Ich starte also einen neuen Versuch, diesmal direkt via iMovie. Diesmal komme ich nicht sehr weit. Mein Film ist länger als 15 Minuten, daher verweigert iMovie den Upload an Youtube… Okay… Also exportiere ich den Film ein zweites Mal in der zweitkleinsten Auflösung. Schauen wir mal ob das vielleicht bei YouTube publiziert werden kann. Vielleicht liegt es auch daran, dass die Telekom die Anschlüsse der Youtube-nutzenden Kunden drosselt? Mich beschleicht da fast so ein Gefühl, gelesen habe ich während der vergangenen Tage viel darüber..

Nach mehreren fehlgeschlagenen Upload-Versuchen ist es am Samstag um 11:11 dann endlich geschafft – mein Unboxing-Video ist online! Zwar nur in einer krass reduzierten Auflösung, aber mehr kriege ich einfach nicht durch die heimische Leitung “gepumpt” – I’m so sorry…

Ok, ich hoffe Ihr erkennt meine überschwängliche Freud ob dieses neuen Spielzeugs – sorry, es ist ein ‘Gadget’ (englisch für Apparat, technische Spielerei oder auch Schnickschnack). Leute dieses Gerät wird Euer Leben verändern! Es weckt zwar immer noch nicht, das mit der Maus war ein Fehlschlag und es hat schon die ersten Schrammen auf der Unterseite – aber es ist so unendlich cool. Nun gehe ich noch zu meinem Augenoptiker und kaufe mir ein Sonnenbrille, die man besonders gut im Haar tragen kann. Danach melde ich mich im örtlichen Fitnessstudio an und suche kurz ein Sonnenstudio auf. Eines ist sicher, dann bin ich endlich auf dem richtigen Weg zu einem wahren Apple-User, fast so cool wie die Verkäufer in diesen Tempeln des Apple-Designs. Wow, was für ein Leben, nun wird alles gut – endlich – danke Steve Jobbbbs!!

Erwähnen sollte ich vielleicht noch, dass alle 71 iPad Anwendungen die sich im iTunes meines Notebook verborgen hatten aktualisiert werden mussten. Via iPad klappte das nur für einige wenige Anwendungen – sorry – die Dinger heißen ja jetzt APPs. Danach hagelte es erst einmal Fehlermeldungen. Ich konnte die APPs aber via iTunes aktualisieren und dann erneut auf das iPad kopieren. Ist alles doch ganz einfach und klappt immer wie von selbst – eben Apple – eben (fast) perfekt – wie so vieles im Leben…

Ach sorry ich habe doch noch etwa vergessen, meinen alten Peugeot sollte ich noch gegen einen schicken Mini Cooper eintauschen der in einer modernen Trendfarbe lackiert ist, sonst passt das alles nicht zum fabelhaften neuen iPad…

Aber vorher geht es noch schnell zur Erstkommunion meiner kleinen Nichte Nina :-)

Es gibt noch so vieles zu entdecken…


Mit der Nikon D7000 am Rhein entlang





Kurz bevor die Peugeot Werkstadt in Mainz Hechtsheim schließt, flitze ich vom Büro rüber zu meinem kleinen Peugeot 207 SW. Beim Starten des Motors vergesse ich wieder die Kupplung zu treten, an eine Automatik gewöhnt man sich wirklich schnell… Beim zweiten Versuch klappt es dann auf Anhieb :-) Kurz drauf bin ich bei der Werkstadt. Der Kofferraumdeckel bei meinem 407 Coupé läßt sich nun wieder öffnen, es musste ein Teil des Kabelbaumes ersetzt werden. Am Vorabend habe ich ein wenig gegoogelt, was die Ursache sein könnte und bin auf mehrere Diskussions-Threads gestoßen, innerhalb derer andere Peugeot-Fahrer vom gleichen Problem berichtet haben. Eigentlich ist es ein Konstruktionsfehler, wenn man ein Stück Kabelbaum von der festen Karosserie zum Kofferraumdeckel führen muss. Aber egal, jetzt klappt es wieder und die Reparatur liegt mit 228 Euro noch halbwegs im Rahmen.

Als ich losfahren will meldet sich ersteinmal wieder der Bordcomputer “Einparkhilfe defekt”… ich ignoriere das mit aller Tapferkeit und fahre in Richtung Autobahn. Der Motor ist noch kalt und die Dieselrakete ruckt immer mal wieder “Fehler im Abgassystem” – irgendwann ist das Abgasrückführungsventil wohl doch noch fällig…

Auf der Autobahn geht dann gar nichts. Im Radio wird durchgesagt, dass bei Mainz Finten Gegenstände auf der Fahrbahn liegen, ich fahre irgendwann entnervt wieder runter in Richtung Innenstadt. Das ist auch nicht viel besser, aber ich schaffe es schließlich auf die andere Rheinseite. Es geht auf der B42 am rechten Ufer des Rheins entlang. Immer wieder sehe ich im krassen Gegenlicht die ein oder andere Burg am gegenüberliegenden Ufer. Dann hält mich nichts mehr, ich fahre an den Straßenrand, krame die neue D7000 aus dem Kofferraum, montiere das AF-S 2.8/70-200 samt B&W Polfilter und schieße einen ganzen Haufen RAW-Bilder diverser Burgen.

Daheim angekommen ist es dann auch schon fast 20h, was für ein Tag!

Beim Kaisers gibt es noch ein letztes Roggenbrot. Fingerdick mit Nutella bestrichen ist das der Hammer schlechthin – sowas von lecker!

Dann kommt die D7000 auf ein Stativ und nun darf sie den Posttower filmen wie er sich langsam vor dem blauen Nachthimmel schlafen legt. Während desssen schaue ich mir meine Beute an. Es ist nicht viel dabei, das Gegenlicht war wirklich fies, die Farben sind flau es gibt kaum Kontraste – es war definitiv kein Fotowetter. Aber in den RAW-Bildern stecken doch noch allerlei Reserven. Was Nikon Capture da noch herausholt ist überaus erstaunlich!

Aber seht selbst – hier ein JPG sowie es die Kamera geliefert hat und gleich danach ein konvertiertes RAW-Bild.

Hier drei der vielen schönen Burgen die man im “Westen” zu sehen bekommt.

Hier habe ich noch ein HDR, das vorgestern an der Mainzer Theodor-Heuss-Brücke zusammen mit Tobias entstanden ist.

Und nun schaue ich mir mal die Videos an, die ich parallel mit der D7000 während des Sonnenuntergangs aufgenommen habe. :-)


Kloster Eberbach

Es ist 18h und die “Externen” haben langsam Hunger. Wie sieht die Abendplanung aus? Wir stimmen uns kurz ab, um 18h30 sitzen wir in meinem Mietwagen, ein Peugeot 207 SW. Es geht in Richtung Kloster Eberbach. Für einige Kollegen ist es noch neu und auf dem Weg durch die Weinberge gibt es heimlich den einen oder anderen staunenden Blick – Deutschland ist schön :-) Als wir am Kloster Eberbach eintreffen, steht die Sonne tief, aber es sind noch lässige 22°C. Morgen soll sich das Wetter wenden, es soll erst krass warm und dann schlagartig kalt werden. Also geniessen wir den schönen Sommerabend. Das Essen ist super und die Themen deftig wie das Essen. Man merkt sofort, wenn keine Kolleginnen zugegen sind – Nicoletta Du fehlst…

Als es dunkel wird geht es gut gesättigt mit dem kleinen Peugeot zurück nach Mainz. Was für ein schöner Tag :-)

Fotoquatsch mit den Bierflaschen der “anderen” :-)

Während meine Dieselrakete in der Werkstatt auf einen neuen Kabelbaum wartet, fahre ich mal Peugeot 207 SW – eigentlich kein schlechtes Auto. Er hat Platz, ist komfortabel und braucht laut Bordcomputer etwa 6,5 Liter Super auf 100 Kilometern. Witzig ist, dass er wirklich hagelneu ist. Bei der Abfahrt stand der Tacho bei 163 Km. Irgendwann habe ich den Scheibenwischer betätigt – vielleicht das erste Mal? Der 1.4 Liter Motor ist nicht die Offenbarung wenn es um Beschleunigung geht, aber das Auto fährt damit und wenn man ganz ganz ehrlich ist, braucht man eigentlich auch nicht mehr…


HDR mit der Nikon D7000

Es ist wieder ein langer Tag im Büro. Draußen ist es sonnig warm und nach der Arbeit geht es mit den Kollegen zum Mosch Mosch, einer wirklich guten Japanischen Nudelsuppen-Bar in der Mainzer Innenstadt. Nach der Nudelsuppe gibt es noch ein Eis am Schillerplatz. Danach fällt uns das Laufen nicht mehr so leicht wie noch eine Stunde zuvor. In der Tiefgarage angekommen will Tobias etwas aus dem Kofferraum meiner Dieselrakete holen. Während er die 0 im 407 drückt um den Kofferraum zu öffnen, drücke ich versehentlich zeitgleich auf den Entriegelungsknopf an meiner Fernbedienung. Wir sind nicht schlecht erstaunt, als sich die Klappe danach gar nicht mehr öffnen lässt. So ein Mist, nun muss ich morgen schon wieder mal zur Werkstadt. Wieder mit dem Taxi hin und her fahren, wieder spät im Büro sein, wieder ärgern. Es geht mir langsam auf den Keks, dieses Auto kommt nach 5 Jahren nun langsam aber sicher in die Phase in der die viele kleinen fiesen Probleme beginnen. Aber mal abwarten, vielleicht ist es ja gar nicht so schlimm…

Nachdem wir eine Weile ratlos vor dem verschlossenen Heck meines Peugeot stehen kommt mir die Idee, wie ich doch noch an den Fotorucksack kommen kann um ein paar HDRs mit der neuen D7000 zu machen. Es geht los zum östlichen Ufer der Theodor-Heuss-Brücke. Dort angekommen klappen wir die Rücksitzbank um und fischen den Fotorucksack samt Stativ aus dem Kofferraum. Es kann los gehen. Tobias und ich wandern ein wenig an der Strandbar entlang und suchen einen geeigneten Punkt für ein paar nette Fotos. Der Abendhimmel sieht ganz schön aus und wir probieren mal aus, was die D7000 so hergibt.

Schnell fällt auf, wenn man sie mit dem Infrarot-Auslöser (ML-L3) bedient, macht sie im Gegensatz zur P7000 tatsächlich eine Belichtungsreihe. Während man bei der P7000 bis zu 5 unterschiedliche Bilder machen kann, sind es bei der D7000 nur 3 Bilder, aber immerhin… Man drückt den Auslöser dreimal nach einander, kurz warten, die D7000 piepst und schon löst sie aus. Für die Wahl des Ausschnittes verwenden wir den praktischen Live-View. Scharfstellen tun wir manuell in der vergrößerten Live-View-Ansicht.

Wir nehmen etliche Bilder mit Blende 11, ISO 100, 3-fach Bracketing und 1.0 EV Schrittweite auf. Irgendwann wechseln wir das neue 16-85 VR gegen mein geliebtes 2.8/17-55, denn dafür habe ich einen 8x Graufilter und einen Polfilter. Als es dann so dunkel ist, dass der Live-View praktisch nichts mehr anzeigen kann, nehmen wir die beiden Filter wieder runter.

Während der Live-View aktiv ist drücke ich mal die Info-Taste und bin ganz überrascht, dass die D7000 dann einen künstlichen Horizont anzeigt. Drückt man nochmals bekommt man ein Gitter zu sehen, drückt man erneut, wird ein 16:9 Ausschnitt für Video-Aufzeichnungen angezeigt – alles wirklich durchdacht und praktisch. Beim Wühlen in den vielen Menüs finde ich dann auch den Menüpunkt für die Feinabstimmung des Autofokussystems. Prima, das geht also auch!!

Später in meinem Appartement zaubere ich an meinem MacBook mit Photomatix Pro 4.0 schnell ein paar kleine HDR-Bilder aus den kleinen JPGs die wir aufgenommen haben. Das geht blitzschnell und die Qualität ist für die fotocommunity & Co. völlig ausreichend.

Hier nun meine ersten drei HDR-Fotos mit der D7000…

Hier zum Vergleich ein konvertiertes RAW-Bild aus der 3-er Belichtungsreihe.

Hier habe ich das gleiche Bild in einer anderen Version. Es ist nicht ganz so krass und das Wasser ist mit einem Bewegungseffekt “glattgebügelt”. Auch habe ich einen anderen Weißabgleich gewählt.

Man sieht hier wieder einmal sehr schön “HDR ist nicht HDR” – es kommt einfach darauf an, was man mit der HDR Software anstellt. Setzt man sie dezent ein, ist das Ergebnis oft sehr ansprechend. Meist merkt dann niemand, dass es überhaupt ein HDR ist. Macht man es wie Jimi Hendrix einst mit der “Britischen Einstellung” bei seinen Gitarren-Verstärkern (Die flache Handkante von oben auf die Drehregler legen und dann langsam nach rechts streichen – ggf. wiederholen!!), dann erhält man oft unwirkliche zumeist polarisierende Ergebnisse. Ich persönlich mag das eigentlich ganz gern, eben weil es polarisiert. Derart “krassifizierte” Fotografien sind ja eher eine besondere Spielart der Bearbeitung. Klar war das Ausgangsmaterial mal eines oder mehrere Fotos, aber was daraus wird wäre im analogen Zeitalter ohne Scanner usw. eben nicht möglich gewesen.

Mich interessiert Eure Meinung, was denkt Ihr über diese “krassifizierten” HDR-Spielarten?


Nikon D7000 vs. Nikon D300

Nun habe ich die D7000 seit drei Tagen und will kurz schreiben, was mit im Vergleich zur D300 aufgefallen ist.

Autofokus

Am Wochenende hatte ich ja schon kurz geschrieben, dass der Umschalter für den Autofokus bei der D7000 nur die beiden Stellungen AF/M kennt. Bei der D300 kann man zwischen AF-S/AF-S/M wählen. Schaut man sich die D7000 genauer an fällt auf, dass man nun auf den Einstellhebel drücken kann. Tut man das, so kann man mit dem hinteren Einstellrad zwischen AF-A/AF-S/AF-C wählen. Mit dem vorderen Einstellrad kann man zwischen der automatischen und der manuellen Auswahl des aktiven Autofokus-Messfelds umschalten. Hat man die manuelle Auswahl eingestellt, so kann man mit der “Wippe” auf der Rückseite oder dem Joystick des (optionalen) MB-D11 Batteriegriffs das aktive Autofokus-Messfeld verschieben. Drückt man den OK-Knopf bzw. den Joystick am Batteriegriff, so springt das aktive Messfeld zurück in die Mitte. Alles in allem sehr praktisch und anders aber nicht schlechter als bei der D300. Benutzt man den Auslöser passt der Autofokus eigentlich immer sehr gut. Einen Menüpunkt zur Korrektur des Autofokus habe ich auch gefunden, dies aber noch nicht ausprobiert. Letztlich bin ich mit dem was die D7000 hier im Vergleich zur D300 bietet sehr zufrieden. Der Autofokus der D7000 ist deutlich besser als der D60, die nur drei AF-Meßfelder kennt und auch ein wenig moderner als bei der D2x. Wirklich gut!

Belichtungsmesser

Bei der D300 hat man an der Rückseite ein Rädchen mit dem man schnell zwischen Spotmessung, mittenbetonter Messung und Matrixmessung umschalten kann. Dieser Knopf fehlt bei der D7000. Statt dessen findet sich aber an der Stelle an der bei der D300 der “Mode”-Taster ist ein Taster der in Verbindung mit dem hinteren Rad die gleiche Umschaltung ermöglicht. Es ist also alles da, es wird nur etwas anders bedient. Zusätzlich kann man über die sehr frei konfigurierbare Fn-Taste an der Vorderseite schnell mal auf Spotmessung umschalten. Die Spotmessung basiert dann auf den aktiven Autofokus-Messfeldern. Auch hier ist alles wie bei der D300.

Sonstige Bedienelemente

Die Knöpfe neben dem Display sind im Prinzip genauso belegt wie bei der D300, man findet sich spontan zurecht. Unterhalb des Knopfes mit dem das Blitzlicht ausgeklappt werden kann gibt des den BKT-Knopf. In Verbindung mit dem hinteren und vorderen Einstellrad kann man hier schnell zwischen drei möglichen Varianten für das Bracketing (Belichtungsreihen) umschalten. Im Gegensatz zur D300 sind viel weniger Kombinationen möglich, auch gibt es nur maximal drei unterschiedlich belichtete Bilder. Aber die Schrittweite kann bis +/- 2.0 EV eingestellt werden. Will man nicht gerade direkt in die Mittagssonne knipsen, so sollte man hier alles haben was man so braucht. Ein ganz ganz harter HDR-Freak würde hier vielleicht die D300 oder die D2x bevorzugen. Ich werde in den nächsten Tagen mal schauen was im Punkto HDR mit der D7000 geht und was nicht. Das wird sicher ein gesonderter Artikel.

Batteriegriff

Heute ist der MB-D11 Batteriegriff angekommen. Das gute Stück kostet etwa 240 Euro, dazu für etwa 60 Euro ein zweiter Akku, damit wären wir bei rund 300 Euro. Zusätzlich kann man die D7000 mit sechs Batterien oder Akkus im AA-Format betreiben, sehr praktisch. Hier ist also auch alles so ähnlich wie bei der D300, wobei diese 8 statt nur 6 Batterien benötigt. Im Gegensatz zur D300 kann in den Batteriegriff der D7000 kein großer Akku wie der Akku aus der D2x eingesetzt werden. Das ist schade, denn dann hätte ich nur ein einziges Ladegerät. Aber sie funktioniert mit “normalen” Batterien, so dass man auf Reisen ggf. auch mal auf Batterien ausweichen kann. Sehr praktisch! Insgesamt halte ich den MB-D11 für ein praktisches Zubehörteil, das allerdings im Vergleich zur Kamera viel zu teuer ist. Gut gefällt mir, dass man den Batteriegriff montieren kann, ohne die eingebaute Batterie herausnehmen zu müssen. Das ist auch wie bei der D300 und so hat man ggf. eine doppelte Akkuladung dabei. Ich würde die D7000 nicht mehr ohne Batteriegriff verwenden wollen, es seit denn, dass es bei einer krassen Wanderung wirklich auf jedes Gramm ankommt. Dann ginge es auch mal ohne. Im Gegensatz zur D2x kann man die D7000 also im Zweifel “abspecken” – vielleicht ganz praktisch. Allerdings merkt man auch, dass dieser Batteriegriff, so gut er auch ist, kein fester Teil des Gehäuses ist. Hier fühlt sich eine D2 oder D3 einfach wesentlich satter an. Aber eben auch deutlich schwerer!

Performance

Die Geschwindigkeit der D7000 geht für mein Empfinden völlig in Ordnung. Sie ist genauso schnell wie die D3x für 7000 Euro. Hier ist die D300 nur im 12-Bit-RAW-Modus oder JPG-Modus überlegen. Und dies auch nur wenn man den MB-D300 Batteriegriff mit dem großen Akku oder acht AA-Zellen verwendet! Stellt man die D300 auch auf 14-bit ein, ist sie genauso schnell wie die D7000. Hier kann das kleine Ding also auch punkten. Gut gefällt mir, dass man über das neu gestaltete Wählrad oben links an der Kamera einen “Quit-Mode” einstellen kann. Damit löst die D7000 dann ganz langsam und ganz leise aus. Wenn man mal ungestört fotografieren will, ist das großartig. Auch wird ein ggf. eingeschalteter Signalton gleich mit abgestellt. Auch hier hat ein Ingenieur mitgedacht! Dann kann man noch einen Modus anwählen, in dem man die Kamera mit dem Infrarot-Auslöser ML-L3 auslösen kann. Das ist bei der D300 so gar nicht möglich. Im Gegensatz kann man den Kabelauslöser der D300 nicht für die D7000 verwenden, was ich persönlich schade finde. Aber irgendwas muss man ja machen, damit der Nachfolger der D300 eine Existenzberechtigung haben wird.

Live-View

Über einen Hebel an der Rückseite kann man jetzt ganz schnell zum Live-View wechseln. Bei der D2x gibt es so etwas gar nicht und bei der D300 kann man es nur über das Einstellrad oben links aktivieren. Das ist bei der D7000 besser gelöst! In der Mitte dieses Hebels ist ein roter Knopf. Drückt man drauf, beginnt die Video-Aufzeichnung. Nochmals drücken und der Spaß ist wieder abgeschaltet. Drückt man den Hebel erneut zur Seite ist der Live-View wieder deaktiviert. Sehr einfach und sehr praktisch, Pluspunkt für die D7000. Drückt man den Info-Knopf während der Live-View aktiviert ist, kann man wahlweise den künstlichen Horizont oder ein Gitternetz einblenden. Eine 16:9 Vorschau für Videoaufnahmen gibt es auch, hier waren die Konstrukteure wirklich kreativ!

Info-Modus

Über den Info-Knopf kann man alle wichtigen Settings auf dem großen rückwärtigen Display ablesen, das ist so wie bei der D300, prima! Zusätzlich können wichtige Parameter schnell und ohne Menü-Gefummele geändert werden – super!

Kamerainterne Bildbearbeitung

Die D7000 beherrscht ein paar wirklich coole Features wie die automatische Korrektur der chromatischen Aberration und der Verzeichnung, was mir sehr gut gefällt. Außerdem kann innerhalb der Kamera die Perspektive korrigiert werden. Zusätzlich kann man einen Miniatureffekt und Sternchen etc. in seine Fotos einfügen. All das ist “nicht destruktiv”, denn es werden stets Kopien der bearbeiteten Bilder erzeugt. All das ist eine Softwaregeneration weiter als bei der D300. Fein!

Sucher

Der Sucher zeigt alles an, was man von der D300 kennt. Ich sehe hier keinen großen Unterschied. Lediglich die D2x hat seitlich ein paar zusätzliche Infos zu bieten. Das Sucherbild ist systembedingt etwas kleiner als bei den “großen” Schwestern D700 und D3, D3s bzw. D3x. Für mich ist es ok, ich kann damit leben. Schließlich sieht man den Fotos ja später nicht an, wie groß das Sucherbild vor und während der Aufnahme war :-)

Verarbeitung

Im Vergleich zur D300 oder der D2x wirkt diese Kamera ein wenig schmächtig. Aber es ist ok, besonders mit montiertem Batteriegriff hat man was in der Hand und eigentlich ist es ganz ok. Besonders auf Reisen wird man das kleinere leichtere Gehäuse vielleicht mal zu schätzen wissen. Abgesehen davon ist alles genauso hochwertig verarbeitet wie bei den großen Schwestern.

Speicherkarten

Die D7000 arbeitet nicht mehr mit CF-Karten, sondern hat nun zwei Steckplätze für SD-Karten. Ich habe mir zusammen mit dem Batteriegriff zwei 32-GB SD-HC Karten geordert. Damit lassen sich über 1000 RAW-Bilder machen bevor man sie “abtanken” muss. Wer mag kann auch zwei 64-GB Karten einsetzen. Das passt ggf. eine komplette Reise drauf. Wer will, kann die Karten auch konfigurieren. Also eine Karte für JPGs, eine für RAW-Bilder. Oder eine Karte als 1:1 Kopie der andern Karte. Sicher ist sicher! Oder beide Karten werden der Reihe nach beschrieben. Sobald Karte 1 voll ist landen die neuen Fotos auf Karte 2. Alles sehr durchdacht und sehr flexibel. Schade nur, dass meine großen teuren CF-Karten nicht mehr passen. Aber irgendwie ist es auch ok, denn mein MacBook hat einen eingebauten SD-Kartenleser.

Ok, soweit mein kleiner Vergleich zwischen der D7000 und der D300.

Wer eine semi-professionelle Kamera sucht, ist mit der D300 nach wie vor gut bedient. Die D7000 kann praktisch alles was die D300 auch kann. Der einzige wirklich nennenswerte Unterschied der mir aufgefallen ist, sind Größe & Gewicht sowie das Handling von Belichtungsreihen. Wer ein paar Euro sparen will und mit weniger Gewicht unterwegs sein möchte, der wird sicher mit der D7000 glücklich werden. Wer mehr will, sollte noch ein halbes Jahr warten, bis die Nachfolger der D300 und der D700 vorgestellt werden. Wer nicht abwarten kann, der sollte so schnell wie möglich zuschlagen, denn in ein paar Tagen wird es in Deutschland aufgrund des Erdbebens in Japan erst einmal eng werden.


Die D7000 und das Reflex Nikkor F/8 500mm

Vor einigen Jahren habe ich im Bonner Cityfotocenter ein praktisch neuwertiges 500mm Spiegeltele gekauft, das Reflex Nikkor F/8 500mm.

Es ist ein überaus krasses und zugleich ungewöhnliches Objektiv. Eine variable Blende gibt es nicht, es ist immer Blende 8. Ein paar Filter sind dabei, sie werden auf die Rückseite des Objektivs geschraubt. Will man als bspw. einen Gelbfilter montieren, so muss man das Objektiv von er Kamera nehmen. Die Naheinstellgrenze liegt bei etwa 1,5 Metern, so dass Nahaufnahmen mit krassester Hintergrundunschärfe und enorm großem Maßstab möglich sind. Das Bokeh dieses Objektives ist sehr interessant. Bedingt durch die Konstruktion werden kleine helle Bildbereiche im Bokeh als Kreise dargestellt. Das sieht speziell bei Nachtaufnahmen wirklich witzig aus. An der D7000 entspricht es einem 750mm Teleobjektiv!

Gebaut wurde dieses “Ding” in verschiedenen Varianten bis etwa 2002.

Hier gibt es viele interessante Infos rund um dieses ungewöhnliche Objektiv.

Aber wie schlägt sich dieser Dinosaurier an der nagelneuen D7000? Besonders hat mich da zunächst interessiert wie es wohl aussieht wenn man mit diesem Objektiv eine kurze Videosequenz erstellt.

Hier ist mein allererster Test, seht selbst…





Damit Ihr eine Idee davon bekommt, wie stark die Vergrößerung ist die man mit diesem Objektiv erzielen kann, habe ich hier noch ein Foto, das ich vor zwei Jahren vom gleichen Standpunkt aus mit einem leichten Weitwinkel gemacht habe.


Die D7000 und das Nikon AF-D 1.4/85mm

Seit einigen Jahren benutze ich für Portraits mit Begeisterung das Nikon AF-D 1.4/85mm. Dieses Objektiv ist der Kracher schlechthin. Es ist massiv wie ein Panzer und schwer wie Blei. Bis etwa Blende 5,6 hat es ein wirklich tolles Bokeh und ist dennoch bereits bei Blende 2.8 sehr scharf.

Wäre es ein Burger, man müsste einen Slogan wie – I’m lovin’ it – verwenden…

Welche Figur dieses Objektiv wohl an der D7000 machen wird? Hier sind ein paar erste Testbilder.

Nikon D7000 & Nikon AF-D 1.4/85mm
ISO Brennweite F1,4 F1,8 F2,8 F/4 F5,6 F8 F11 F16
100 85mm 5364 5365 5366 5367 5368 5369 5370 5371

Und was soll ich sagen, der kleine Chip der D7000 zeigt sich mit diesem Objektiv von seiner besten Seite. Das Objektiv entspricht hier knapp dem guten alten 135er Teleobjektiv und das mit einer Lichtstärke von 1,4!! Der kleine Chip sieht nur “das Beste” dieses Objektives. So ist praktisch keine Verzeichnung erkennbar, sogar bei offener Blende kann man selbst die feinsten Details des Test Charts erkennen. Randabschattungen gibt es praktisch nicht, auch hier ist der kleinere Chip gar nicht so verkeht.

Als nächstes schaue ich mal wie es sich bei Videoaufnahmen “anfühlt” – ich bin sehr gespannt auf einige Videosequenzen mit “selektiver Schärfe”!!


ISO12233 Testreihe mit der Nikon D7000

Motivation

Kann die D7000 meine D300 ablösen? Eine zumindest für mich wirklich spannende Frage. Nach dem ersten kleinen Hands-On muss ich feststellen, die D7000 kann fast alles was die D300 auch kann. Sie ist nicht ganz so schnell und das Bracketing beherrscht “nur” 3 statt 9 Stufen. Aber das sollte nicht das Killerkriterium sein. Die ersten Versuche mit den Videoeigenschaften liefern überraschend gute Ergebnisse. Sehr gut gefällt mir die Möglichkeit, während der Aufnahme manuell zu Zoomen und den Fokus zu verändern. Das ermöglicht im Vergleich zur wirklich guten P7000 völlig neue Gestaltungsmöglichkeiten.

Aber zunächst drängt sich die Frage auf, was die D7000 in Verbindung mit dem neuen Objektiv leisten kann!

Nach dem Frühstück nehme ich mir also mal wieder mein ISO12233 Testchart und erstelle ein paar Testreihen mit der neuen D7000. Der Live-View Modus ist für die Ausrichtung des Stativs sehr gut geeignet. Ich benutze einen Manfrotto Getriebeneiger, damit ist eine recht exakte Ausrichtung der Kamera möglich. Draußen ist es bewölkt, also verwende ich zur Beleuchtung ich das sehr gleichmäßige natürliche Tageslicht. Eine Korrektur des Belichtungsmessers mache ich nicht. Es ist alles in der “Werkseinstellung”. Ich erstelle JPGs in voller Auflösung und parallel jeweils ein RAW-Bild. Die JPGs sind 4928 x 3264 Pixel groß, das sind 16084992 RGB Pixel – wow…

Da die JPGs eigentlich schon alles zeigen, habe sie zusammen auf meinem Fileserver abgelegt und in einem kleinen Excel-Sheet verknüpft. Anschließend habe ich alles als HTM-Seite gespeichert und die kleine Tabelle mal per Copy & Paste hier eingefügt – das sieht zwar noch nicht schön aus, aber man kann die Bilder darüber öffnen. Wer es “schön” haben will, öffnet einfach diese Webseite.

Ergebnis des Auflösungstests

Objektivtest nach ISO12233
Nikon D7000 & Nikon AF-S VR 18-85mm
© 2011 Ansgar Hillebrand
ISO Brennweite F3,5 F4,5 F5,6 F8 F11 F16 F22
100 85mm 5259 5260 5261 5262 5263
100 50mm 5286 5287 5289 5290 5291
100 35mm 5292 5293 5294 5295 5296
100 24mm 5297 5298 5299 5300 5301 5302
100 16mm 5303 5304 5305 5306 5307 5308
400 85mm 5254 5255 5256 5257 5258
800 85mm 5264 5265 5266 5267 5268
1600 85mm 5269 5270 5271 5272 5273
3200 85mm 5274 5275 5276 5277 5278
6400 85mm 5279 5280 5281 5282 5283

Vignettierungstest

Wichtig war mir auch heraus zu finden, bei welcher Blende sich eine gleichmäßige Ausleuchtung des gesamten Bildfeldes ergibt. Seit ich viel im Mittelformat und speziell mit der Hasselblad SWC fotografiere bin ich da stärker sensibilisiert als früher :-)

Brennweite 16mm: F3,5 – F5,6 – F8 – F11 – F16 – F22

Brennweite 50mm: F5,6 – F8 – F11 – F16 – F22

Brennweite 85mm: F5,6 – F8 – F11 – F16 – F22

Ok, das war mein erster kleiner Test mit der neuen Nikon D7000. Über Anmerkungen und Verbesserungsvorschläge würde ich mich sehr freuen.


Unboxing the Nikon D7000

Kaum zurück wird die neue D7000 erst einmal unter die Lupe genommen. In der Verpackung findet sich ein Ladegerät, ein Akku, ein Tragegurt und die Kamera selbst. Der Akku kommt erst einmal für ein paar Stunden in das Ladegerät, die Speicherkarten hat Herr Severin versehentlich auf dem Tresen liegen lassen. Also kurz anrufen, er schickt sie mir mit der Post. Aber ich habe noch eine 16-GB Micro SD-Karte, die ursprünglich in meinem HTC Desire gesteckt hat. Mit einem kleinen Adapter passt sie prima in die D7000. Beim ersten Einschalten muss man wie gewohnt die Sprache wählen, die Uhr einstellen usw. Danach gehe ich kurz die Menüpunkte durch und möchte als Default für die Dateinamen D7000 einstellen, damit die Bilddateien D7000_0001.nef heißen. Aber das ist zu lang, es sind nur drei Zeichen möglich – also nehme ich D70 – das klingt so seltsam vertraut :-) Später fällt mir dann auf, dass ich scheinbar den Bildzähler aus Versehen auf irgendwas über 5158 eingestellt habe. So heißt mein erstes Bild dann auch gleich D70_5158.nef – ein wenig verwirrt mich das schon… Ob die Kamera schon mal ausgepackt war? Ein Vorführmodell?? Hm…

Egal, die neue D7000 fühlt sich gut an, auf den ersten Blick erinnert sie sehr an die D300, sie ist aber ein wenig kleiner. Die Augenmuschel und mein Winkelsucher sind austauschbar, das passt prima. Der Zusatzknopf mit dem ich bei der D300 immer das Bracketing einschalte ist jetzt an anderer Stelle, er hat seine Position mit dem Knopf für das probeweise Schließen der Blende getauscht. Das Rädchen links oben ist jetzt ein wenig komplexer, die D7000 hat nun Motivprogramme. Eigentlich mag ich die nicht, aber egal. Irgendwie fehlt mir der Batteriegriff. Ist schon blöd, da habe ich den MB-D300 und er passt nur an die D300 und die D700. Aber das ist sicher alles Absicht der Konstrukteure, denn das schafft neue Umsätze… Auch die Batterie hat mal wieder ein anderes Format. Inzwischen habe ich einen Zoo verschiedener Ladegeräte, Nikon F2, F3, F5, D2x, D300, P7000, D7000 – hört das denn nie auf? Am Hebel für den Autofokus fehlt mir die Unterscheidung zwischen S und C. Ich nutze das sehr ob um schnell zwischen kontinuierlichem Autofokus für bewegte Objekte (C) und einfachem Autofokus (S) für statische Motive umzuschalten. Die D7000 kennt nur Ein und Aus – schade eigentlich. Diese Umschaltung erfolgt nun unter der Haube, wenn man bspw. vom Portrait-Programm zum Sport-Programm wechselt. Wie gesagt, das brauche ich nicht und ich mag es auch nicht, weil die Kamera dann nur JPGs schießt. Für mich als RAW-Shooter sind diese ganzen Szenenprogramme eher eine Behinderung als eine Bereicherung.

Aber egal, darum geht es jetzt nicht – Ich setze mal das neue 14mm Objektiv an die D7000 und das SB-900 samt Yoghurtbecher oben drauf. Damit knipse ich mal aus Spaß ein Bild, das ich vor 11 Jahren gemalt habe – wie schnell doch die Zeit vergeht…

Anschließend öffne ich das RAW-Bild mit Nikon Capture NX 2.2.6 – das klappt prima! Ein Versuch mit Photoshop CS4 schlägt jedoch prompt fehl. Hier brauche ich ein Update. In Nikon Capture korrigiere ich kurz Weißabgleich und Randabschattungen die beim Blitzen mit dieser extrem kurzen Brennweite trotz des Yoghurtbechers kaum zu vermeiden sind. Danach wird das Bild mit Photoshop geöffnet. Nun versuche ich mal ob sich die sehr ausgeprägt tonnenförmige Verzeichnung korrigieren lässt. Schwierig wird es immer, wenn eine Verzeichnung nicht gleichmäßig, sondern wellenförmig ist. Dieses Objektiv verzeichnet recht linear, so lässt sie der “dicke Bauch” ziemlich einfach in Photoshop korrigieren. Nikon Capture kann das leider nicht, weil dieses Objektiv keine CPU hat und daher in den Bilddateien keine Infos zum Objektiv abgelegt werden können.

Urteilt selbst, hier sind die beiden Varianten – einfach anklicken, dann sieht man sie in der Original-Größe.

Danach montiere ich mal das neue AF-S VR 16-85 an die D7000 und fotografiere eines meiner anderen selbst gemalten Bilder. Dieses Objektiv hat eine eingebaute CPU, daher kann die D7000 das Objektiv erkennen und diese “Erkenntnis” an Nikon Capture weiterreichen. Damit ist Nikon Capture dann in der Lage Vignettierungen UND Verzeichnungen automatisch zu korrigieren, wenn man diese Option entsprechend einschaltet!!

Hier sind die unkorrigierte und die korrigierte Fassung des ersten Testbildes mit dem neuen AF-S VR 16-85:

Hier die Version bei der die Verzeichnung des Objektivs automatisch in Nikon Capture korrigiert wurde. Beide Bilddateien habe ich nach der Konvertierung NICHT nachbearbeitet. Alle weiteren Infos findet Ihr in den EXIF-Infos.

Wer sich die Bilder genauer anschauen möchte, klickt sie einfach an und kann sie sich dann in Originalgröße sehen. Sobald ich mehr Zeit habe, reiche ich ein paar Testreihen mit einem ISO-12233 Testchart nach.


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