Improvisiertes Shooting

Es ist Mittwoch und in ein paar Tagen geht es in die USA. Also ich ins Büro komme ist Kollegin Steffi schon da. Zwischendurch quatschen wir über Fotos, Portraits, Posen, Schminke usw. In der Kaffeepause geht es zusammen mit Fabian weiter. Wir machen für den Abend ein kleines improvisiertes Shooting aus.

Später bei Steffi ist nicht viel Platz, aber es gibt weiße Wände und sie hat eine dunkle Decke die wir über die Wohnzimmertür hängen können. Ich schraube das famose AF-S 2.8/17-55mm an meine D300 und los geht es. Auf den Blitzschuh wird ein SB-900 gesteckt. Die Posen müssen sich an den Gegebenheiten des kleinen Wohnzimmers orientieren. Ich stelle den Reflektor des Blitzlichts auf ein Äquivalent von 200mm Brennweite, also einen ganz schmalen scharfen Lichtkegel. Schaut Steffi nach rechts drehe ich die Kamera so, dass das Blitzlicht gegen die rechte Wand blitzt. Schaut sie nach links, drehe ich die Kamera um 180° und blitze gegen die andere Wand. Während dessen muss ich immer aufpassen, dass man im Hintergrund nur die dunkle Decke sieht und nicht den Türrahmen oder andere nicht gewollte Details.

Dann gibt es noch ein bisschen Fotoquatsch. Fabian in Steffi albern ein wenig herum, die Bilder sind witzig, aber nur für den privaten Gebrauch geeignet 🙂

Als ich zwei Stunden später die Bilder sichte, kommt Kollege und Nachbar Tobias dazu, Er ist überraschst was man mit einem Kopierstempel so alles anstellen kann. Auch die Möglichkeiten zur Schwarz-Weiß-Umsetzung via Kanalmixer usw. lösen den einen oder anderen AHA-Effekt aus. Fotografieren macht schon Spaß, vor allem wenn man nicht davon leben muss 🙂

 

 

Fly me to the moon

Es ist der vorletzte Tag der vorletzten Woche bevor es für eine lange Zeit in die USA geht. Die Mittagskarte der Kantine ist nicht so mein Fall. Auch Fabian hat kein Lust auf Kohlrouladen, also gehen wir gemeinsam zum La Rustica und lassen es uns dort gut gehen.

Doch mein Salat bekommt mir nicht wirklich. Eigentlich kann ich alles essen, Bratwurst, Burger, Fritten, danach Crème brûlée – alles kein Thema – aber mit Salat hat mein Körper keinen Vertrag. Kaum zurück im Büro geht die Rennerei schon los. Es gärt und brodelt und ich fühle mich richtig krank. Kurz nach 17h geht es gar nicht mehr, ich will nur noch nach Hause. Aber mein Zuhause ist weit weg. Also geht es zu Fuß zum Appartement gleich neben dem besten Hotel der Welt. Ich freue mich auf einen Jägermeister, vielleicht hilft das.

Während ich die Treppenstufen zum Rhein hinunter stapfe fliegt ein Flugzeug nach dem anderen über meinen Kopf hinweg. Am Himmel lacht mich ein fast voller Mond an. Groß und schwer hängt er am Himmel, das letzte Abendlicht färbt den Himmel leicht violett und der Mond erinnert mich an das Gesicht eines lächelnden Chinesen.

Auf den letzten Metern ist plötzlich das Grummeln im Bauch fast vergessen. Schnell rein und die Kamera klar machen. Ich schnappe mir die D300, dran kommt der 1.7er Teleconverter und das famose AF-S 2.8/70-200. Ich stelle auf Zeitautomatik, Blende 5.6 und ISO-320. Danach geht es schnell die Treppe wieder hinauf. So habe ich freue Sicht auf den Himmel, den Mond und die Flieger die ein paar Minuten später in Frankfurt am Main landen wollen.

Etwa 30 Minuten später ist es zu dunkel für scharfe Fotos. aber ich habe ein paar nette Fotos machen können. Zurück am Mini-Mac wird dann die Beute gesichtet. Es gibt einen Jägermeister und etwas Schokolade. Gut auch, dass noch reichlich Toilettenpapier da ist…